Doppelt so gut?

Portal 2 Preview

Ursprünglich war es nur eine Beilage in der Valve-Spielesammlung Orange Box, doch der Action-Puzzler Portal wurde zu einem immensen Erfolg. Im April soll endlich der Nachfolger als eigenständiges Spiel in die Läden kommen. Wir hatten die Gelegenheit, erstmals selbst Hand an den Koop-Modus zu legen –- und sind begeistert.
Christoph Licht 24. Januar 2011 - 11:00 — vor 8 Jahren aktualisiert
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Selbst Valve rechnete nicht mit dem Erfolg, den Portal 2007 quasi über Nacht hatte. Es stellte sogar die beiden anderen Titel in der Orange Box, Team Fortress 2 und Half-Life 2: Episode Two, in den Schatten. Die einfache Idee: Aus einer von einem wahnsinnigen Computer gesteuerten Testanlage können wir nur entkommen, wenn wir physikalische Gesetze, Um-die-Ecke-denken und Geschick in Einklang bringen. Mit unserer Kanone schießen wir Portal A hier- und Portal B dorthin, und verlassen B genau in dem Winkel und in der Geschwindigkeit, mit der wir in A hineingehen, -rennen oder -fallen. Wer also beispielsweise aus großer Höhe ins selbst geschaffene Portal A springt, kann aus B waagerecht hinauskatapultiert werden und dadurch einen großen Abgrund überqueren. Aber auch Objekte lassen sich durch die Portale werfen. Zu diesem simplen, aber in höheren Levels ziemlich vertrackt ausgenutzten Spielprinzip kam eine nette Hintergrundgeschichte mit viel trockenem Humor und schrägen Charakteren wie den sprechenden Selbstschussanlagen oder dem heimlichen Star des Spiels, dem erwähnten Computer GLaDOS. Die Folge waren nicht nur positive Kritikerstimmen und hohe Verkaufszahlen, sondern auch die Entstehung unzähliger Internet-Memen vom "Companion Cube" über "Still Alive" bis hin zu "The cake is a lie".

Am 22. April soll nun mit Portal 2 der heiß erwartete Nachfolger in die Läden kommen – dieses Mal als eigenständiger Titel. Die Liste der Neuerungen ist lang: Eine wesentlich längere Spielzeit, neue Wege, die Portale einzusetzen, zusätzliche Gegenstände, unzählige knackige Rätsel in abwechslungsreicheren Umgebungen und allen voran ein neuer Koop-Modus. In München konnten wir vor ein paar Tagen ausführlich drei Levels aus der Koop-Kampagne sowohl auf der Xbox 360 als auch der Playstation 3 anspielen. Am Ende der Demo machten wir uns eine Notiz: "Huge Success!"

Mit der Prismenbox können wir den Laserstrahl in eine bestimmte Richtung leiten und allerlei Schabernack treiben.

Spaß mit Lasern

"Gibt es auch Friendly Fire?" fragen wir rein hypothetisch unseren Koop-Partner und richten mit Hilfe der Prismenbox den Laserstrahl auf den dünnen Roboter P-body. "Ja!" ruft dessen Spieler erschrocken und lässt sein Alter Ego hektisch zur Seite springen. Nach dieser kleinen Ablenkung -- und mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht -- widmen wir uns wieder der eigentlichen Aufgabe: Wir befinden uns in einem Raum, der durch eine Glaswand aufgeteilt wird. Auf unserer Seite sehen wir in der Ecke einen riesigen, roten Knopf, eine Prismenbox sowie einen Laserstrahl, der von der Decke herunterkommt. Gegenüber befinden sich einige automatische Geschütze sowie im zweiten Stock unser Ziel, eine noch geschlossene Tür. Um diese zu öffnen, müssen wir den Laserstrahl auf einen Empfänger an der Wand ausrichten.

Selbstschussanlagen sind auch im Koop-Modus eine echte Gefahr, die wir unschädlich machen müssen.
Erster Schritt: die Geschütze ausschalten. Per "Ping"-Taste weisen wir unseren Teamkollegen an, sich auf den Schalter zu stellen, damit die Schutzwände vor dem Fenster herunterfahren. Nun nutzen wir die Prismenbox, um den Laserstrahl durch das Glas hindurch auf die andere Seite zu lenken. Eine nach der anderen explodieren die Selbstschussanlagen mit dem bekannt putzigen Schrei und der Weg auf die andere Seite des Raumes ist frei.

Gefahrlos können wir nun ein hellblaues Eingangs- und ein lila Ausgangsportal platzieren und so mit Hilfe der Prismenbox den Laserstrahl auf die Empfangseinheit ausrichten: Die Tür ist geöffnet. Doch um sie zu erreichen, brauchen wir weitere Portale. Entfernen wir unsere, schließt sich der Ausgang aber wieder. Kein Problem: Ein weiterer Tastendruck, und wir zeigen unserem Teamkameraden, an welchen Stellen er sein rotes und gelbes Portal errichten soll. Schon haben wir auch diesen Rätselraum gemeistert, und es geht tiefer hinein in die Aperture Science Facility.

Zwei Roboter in inniger Umarmung sind nur eine von gut einem Dutzend Gesten, die ihr ausführen könnt.

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