Das Spin-Off angetestet

Metal Gear Rising - Revengeance Preview

Komboangriffe, freie Klingensteuerung, Ninjalauf und brutale Finishing Moves: Was hat das denn bitteschön mit Metal Gear, Snake & Schleichen zu tun? Auf den ersten Blick sehr wenig – wir haben beim Anspiel-Event in Offenbach einen zweiten auf das Serien-Spin-off um den neuen Helden Raiden geworfen.
Christoph Licht 9. Dezember 2012 - 0:26 — vor 6 Jahren aktualisiert
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Es sollte zeitlich zwischen Metal Gear Solid 2 - Sons of Liberty und Metal Gear Solid 4 - Guns of the Patriots spielen und die Transformation des Charakters Jack in den Cyborg Raiden erzählen. Als zentrales Spielelement war die Möglichkeit geplant, Raidens Schwert frei zu bewegen und damit die komplette Umgebung zerschneiden zu können. Doch aus dem als Metal Gear Solid - Rising auf der E3 2009 angekündigten Titel wurde nichts. Das Metal-Gear-Entwicklerstudio Kojima Productions hatte Probleme damit, um die Klingen-Idee herum ein Spiel zu bauen. Und das, obwohl Die by the Sword bereits 1998 eine direkte Klingensteuerung besaß und auch das Anfang 2009 erschienene Afro Samurai (bei uns indiziert) darauf aufbaute. 2011 wurde das Unterfangen gestoppt und PlatinumGames mit der weiteren Entwicklung beauftragt. Die Macher von gelungenen Actiontiteln wie Bayonetta oder Vanquish kennen sich schließlich mit ungewöhnlichen Spielkonzepten aus! Das Ergebnis des radikalen Wechsels hört auf den Namen Metal Gear Rising - Revengeance, setzt nun zeitlich nach Metal Gear Solid 4 - Guns of the Patriots an und soll am 21. Februar 2013 erscheinen.

Das Spin-off zur Metal Gear Solid-Serie verabschiedet sich fast vollständig von den bekannten Schleich-Elementen, welche die Reihe erst so berühmt gemacht haben. Stattdessen steht nicht nur dank des freien Klingenmodus' kompromisslose und äußerst rasante Action auf dem Programm. Stil und lange Kombos sind wichtiger als das Verstecken in Kisten. Aber ist das Ergebnis dann überhaupt noch ein Titel, der den Namen „Metal Gear“ verdient? Und macht die Schnetzelei auch tatsächlich Spaß? Bei einem Event in Offenbach am Main hatten wir die Gelegenheit, die ersten vier Spielstunden sowie einige VR Missionen von Metal Gear Rising - Revengeance auf der Playstation 3 zu spielen.  
Raiden kämpft vornehmlich mit einem Schwert, und auch seine Gegner wissen scharfe Klingen zu schätzen.

Rasante KämpfeIm Kampf gegen die Schergen der Desperado Enterprises LLC und deren mechanischen Gehilfen, den Metal Gear, setzt Raiden hauptsächlich auf seine Hochfrequenzklinge. Zwar kann er als Sekundärwaffe auch Raketenwerfer oder Granaten nutzen oder Nahkampfwaffen von besiegten Bossgegnern aufsammeln. Doch spätestens beim Aktivieren des Klingenmodus wechselt Raiden automatisch wieder zurück zu seinem speziellen Stück Stahl. Nur diese Klinge ist stark genug, um Gegenstände und Gegner in ihre Einzelteile zu zerlegen. Wer nun allerdings davon träumt, ganze Häuserfronten in Stücke zu schneiden, den müssen wir enttäuschen: Abseits von kleineren Szenerie-Objekten wie Bäumen oder Sofas gibt euch das Spiel ganz genau vor, welche Wand oder T&uum
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l;r ihr aufschneiden dürft und welche nicht. Nach den ersten fünf Minuten, in denen ihr Ampeln und Straßenlaternen umgesäbelt habt, werdet ihr euch auf das Wesentliche konzentrieren.

Ist der Klingenmodus nicht aktiv, kombiniert ihr leichte und schwere Angriffe zu mächtigen Komboattacken. Zudem nutzt ihr eure Sprintfunktion, den Ninjalauf, für zwei Dinge: Einerseits springt ihr damit automatisch durch, unter und über Hindernisse hinweg, andererseits fügt ihr ohne Unterbrechung euren Feinden mit Rutschattacken Schaden zu. Jeder Treffer füllt eure Energieanzeige auf, die im Klingenmodus verbraucht wird. Und je stilvoller ihr einen Gegner tötet, desto mehr Kampfpunkte erhaltet ihr. Sie sind die Währung des Spiels. Mit ihnen kauft ihr euch neue Rüstungen, verbessert eure Waffen oder schaltet neue Kampfmanöver wie den Donnerschlag frei (der eine Druckwelle erzeugt, die eure Feinde temporär außer Gefecht setzt). Durch Erledigen von VR Missionen, Finden versteckter Datenspeicher oder durch simples Voranschreiten in der Kampagne erhaltet ihr nach und nach Zugriff auf alle freischaltbare Inhalte.
Auch mit fliegenden Gegnern muss sich Raiden auseinandersetzen, gegen sie erweisen sich Raketenwerfer als nützlich.

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