Neuland für die Plastikmännchen

Lego Pirates of the Caribbean Preview

Pünktlich zum Start des vierten Fluch der Karibik-Films On Stranger Tides bringt Disney im Mai das passende Lego-Spiel heraus. Wie gewohnt sind die Charaktere herrlich überzeichnet, und die Grafik punktet mit ihrem niedlichem Bauklötzchen-Charme. Wir haben das Spiel schon mal vorab auf Nintendo 3DS und Xbox 360 anspielen können.
Florian Pfeffer 8. März 2011 - 22:49 — vor 8 Jahren aktualisiert
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Hobby-Freibeuter aufgepasst: Ab Mai werden die Segel gehisst! Dann könnt ihr in See stechen und Schlachten mit feindlichen Galeonen ausgetragen. Und das alles im putzigen Lego-Stil, den wir in Titeln wie Lego Star Wars, Lego Harry Potter oder Lego Batman kennen und lieben gelernt haben.

Der neueste Klötzchen-Streich von Traveller's Tales legofiziert diesmal den allseits beliebten Lall-Piraten Captain Jack Sparrow alias Johnny Depp. Ab Mitte Mai wird der vierte Teil der Fluch der Karibik-Reihe namens Fremde Gezeiten in den deutschen Kinos zu sehen sein, zeitgleich veröffentlicht Disney Lego Pirates of the Caribbean auf nahezu allen aktuellen Systemen.

Die Grafik der Schauplätze wurde aufgemotzt, die Objekte im Vordergrund können wie gewohnt zerlegt werden.

Trunkener Lego-Pirat

Wir hatten bei einer Pressevorführung in München die Gelegenheit, vorab auf Schatzsuche zu gehen und einige Levels von Lego Pirates auf der Xbox 360 und auf dem Nintendo 3DS anzuspielen. Auf den ersten Blick fiel uns sofort die Grafik auf, die sich im Vergleich zum direkten Vorgänger Lego Harry Potter (GG-Test: 8.0) sichtbar verbessert hat. Die Mimik der Gesichter ist ausgefeilter geworden, die Augen ausdrucksstärker und -- ganz wichtig bei einem Piratenspiel -- die Bärte detaillierter. Die schwankende, leicht angetrunken wirkende Gangart des Protagonisten Jack Sparrow wurde im Vergleich zum Film noch übersteigert, sodass wir nicht anders konnten, als beim ersten ersten Bildschirmkontakt mit ihm ins Schmunzeln zu geraten. Im Hintergrund hat sich ebenfalls einiges getan: Die Testlevels von Tortuga und Pelegosto, in denen wir unterwegs waren, glänzten durch verbesserte Beleuchtung und richtig plastische und aufwändig gezeichnete Kulissen.
 
Gefangen im Hamsterrad
 
Apropos Pelegosto: Dieses von Kannibalen bewohnte Eiland, das zu Beginn des zweiten Films eine wichtige Rolle spielt, konnten wir als Testlevel auf dem 3DS spielen. Als Will Turner waren wir in einem kugelförmigen Käfig aus Menschenknochen gefangen und rollten wie ein Hamster in seinem Laufrad über die Abhänge und sprangen über Schluchten. Wie bei den Lego-Spielen üblich, gibt es überall etwas einzusammeln, kaputt zu machen und Geheimnisse zu entdecken. Hat man genügend Lego-Stöpsel eingesammelt, darf man sich als "Wahrer Pirat" bezeichnen und auf Extras wie neue Charaktere oder Kostüme für das freie Spiel hoffen. Die Bedienung mit dem Steuerkreuz funktionierte zuverlässig und der noch ungewohnte 3D-Effekt trug enorm zur Atmosphäre bei – die Schluchten, Abgründe und Rampen schienen plastisch in den Bildschirm hineinzuragen.
 
Obwohl die Zwischensequenzen auch hier noch nicht fertig sind, schien die Xbox 360-Version schon etwas fortgeschrittener zu sein. Nick Ricks, Producer bei Traveller's Tales, verriet uns einige Details zum Konzept hinter Lego Pirates of the Caribbean und den Unterschieden zu früheren Spielen der Serie: Zum einen stehen Jump-and-Run-Elemente im Vordergrund, die Ricks als "Buccaneering" (etwa: "Freibeuter-Handwerk") bezeichnet. Dabei wird der Spieler beispielsweise in der Takelage herumklettern oder über die Planke gehen dürfen. Letzteres ist wörtlich gemeint und dient beispielsweise dazu, von einem Mast zum nächsten überzuwechseln.

Derartige Balanceakte, die in den Vorgängerspielen regelmäßig Anlass zu eines echten Piraten würdigen Flüchen gaben, wurden glücklicherweise entschärft: Springt ihr mit eurem Legomännchen auf einen schmalen Steg oder etwas ähnliches, ist herunterfallen quasi unmöglich, da die Bewegungsrichtung automatisch auf vorwärts und rückwärts eingeschränkt wird. Wir finden diese Neuerung überfällig – folgerichtig ist das Spiel aber auch durchzogen von engen Brücken, gespannten Seilen und ähnlichen Engstellen, die ihr passieren müsst.

Nachts auf Tortuga gelüstet es Captain Jack Sparrow noch nach einem Fässchen mit leckerem Rum.
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