Geheimtipp oder Einheitsbrei?

Hard Reset Preview

Viel gehört haben wir von Hard Reset bislang nicht, Flying Wild Hog ging mit seinem Debüt spät an die Öffentlichkeit. Die ersten Screenshots des traditionell angelegten Shooters haben dann unsere Aufmerksamkeit geweckt: Wir haben uns eine Preview-Version besorgt und konnten so einen guten Blick auf den PC-exklusiven Shooter werfen.
Bernd Wener 9. August 2011 - 12:28 — vor 8 Jahren aktualisiert
Hard Reset ab 5,99 € bei Green Man Gaming kaufen.
Hard Reset ab 6,95 € bei Amazon.de kaufen.
Flying Wild Hog, ein junges polnisches Unternehmen, beweist mit Hard Reset durchaus Mut zum Risiko: eigene Grafikengine, ein relativ unverbrauchtes SF-Cyberpunk-Setting und ein Spielgefühl, das sich von typischen modernen Shootern à la Call of Duty absetzen soll. Selbst den Mehrspieler-Modus möchten sich die Entwickler bei ihrem PC-only Shooter sparen, und sich stattdessen ganz auf die Kampagne konzentrieren. Die ersten Screenshots der hauseigenen Road-Hog-Engine, die kürzlich veröffentlicht wurden, sahen jedenfalls schon recht eindrucksvoll aus. In einer Vorabversion konnten wir dem Spiel jetzt drei Missionen lang (insgesamt eine gute Stunde Spielzeit) auf den Zahn fühlen und wollen euch eine erste Einschätzung geben.
Wieso muss die Zukunft eigentlich immer wie das Los Angeles des Jahres 2020 aus Blade Runner aussehen? Egal:  Die Stadt Bezoar ist die letzte Bastion der Menschheit, im Schein der Konzern-Leuchtwerbung wartet ein Robo-Gorilla auf uns.

Originelle Gegner auf zwei Armen
Wir schreiben das Jahr 2436. Als Major Fletcher, Söldner für die sogenannte CLN, wollen wir nach unserer Schicht in der nächsten Bar gemütlich einen heben. Stattdessen werden wir nach einem nicht näher spezifizierten Zwischenfall in Sektor 6 der letzten Menschenstadt Bezoar zu Überstunden verdonnert. Es hat mehrere Tote gegeben und wir sollen der Sache nachgehen. Wir starten unsere Mission in einer mit allerhand Gerümpel zugestellten Straße. Fässer, ein alter Fernseher, Autoreifen, Kisten. Alle Objekte gehorchen der Physik-Engine: Wenn wir auf sie schießen oder dagegen stoßen, purzelt alles wild durcheinander. Unser Blick schweift nach oben. Wie im Film Das fünfte Element sehen wir am Nachthimmel zahlreiche fliegende Objekte ameisengleich vorgegebenen Luftstraßen folgen.
 
Plötzlich ertönt Lärm wie von einer Kreissäge. Mehrere mechanische, kniehohe Gegner stürmen auf uns zu. Als Waffe tragen sie blutige Sägeblätter. Wir zögern nicht lange: Nach ein paar gut gezielten Salven aus unserem automatischen Gewehr zerlegen sich die Biester unter metallischem Klirren in ihre Einzelteile. Für die nächste Welle beziehen wir die Umgebung mit in unseren Kampf ein. Schießen wir beispielsweise auf elektrische Maschinen – und davon gibt es in der Cyberpunk-Welt jede Menge – entladen die sich in effektvollen Blitzen und zerstören alles in der näheren Umgebung. Sehr schick! Ähnlich verdattert wie bei der Begegnung mit d
Anzeige
en laufenden Kreissägen sind wir, als nach der nächsten Biegung kugelförmige Roboter auf zwei Beinen auf uns zukommen. Kurz bevor sie uns erreichen, ziehen sie die Beine ein, rollen mit einem Affenzahn vorwärts und explodieren vor unserer Nase. Hard Reset hat wirklich mal originelle Gegner, das muss man dem Erstlingswerk lassen.
 
Wenige hundert Meter weiter wird unter krachendem Getöse ein Mann durch eine Hauswand aus dem ersten Stock geschleudert, genau vor unsere Füße. Für diesen Falltod ist eine Art kopfloser Roboter-Gorilla verantwortlich, der lediglich aus einem Torso mit zwei Armen besteht. Das mechanische Monster rast auf uns zu und rammt uns hart. Der Bildschirm färbt sich rot und wir bemerken, dass sich zwar unser Schild langsam zu regenerieren beginnt, die Gesundheitsanzeige aber auf einem bedenklich tiefen Stand verharrt. Erst nachdem wir grün leuchtende Health-Pakete eingesammelt haben, geht es uns wieder besser. Mit unserer zweiten Waffe, die blaue Energiekugeln verschießt, zerlegen wir erst die Hülle um den Brustkorb des Gorillas, bevor er unter weiterem Beschuss in einer herrlichen Explosion das Zeitliche segnet.

Brachiale Explosionen und stimmungsvolle Lichteffekte: die Road-Hog-Engine kann sich sehen lassen! Wir halten gerade die bereits massiv aufgerüstete Energiewumme in unseren Händen.
Um über diesen Inhalt mitzudiskutieren (aktuell 20 Kommentare), benötigst du ein Fairness- oder Premium-Abo.