Rückkehr in die Königsklasse

F1 2012 Preview

Die Sommerpause der Formel 1 ist seit dem vergangenen Wochenende endlich vorüber. Das Rennen in Spa bot dabei jede Menge Überholmanöver, Spannung und einen heftigen Crash direkt nach dem Start. Da stellt sich natürlich die Frage, was die jährliche Neuauflage von Codemasters in diesem Jahr zu bieten hat.
Christian Witte 4. September 2012 - 12:00 — vor 6 Jahren aktualisiert
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Im September fällt bekanntlich der Startschuss für die jährlichen Updates der Sportspiele. Während FIFA und PES nur kurz nach Beginn der neuen Bundesliga-Saison an den Start gehen, ist der Rhythmus bei den F1-Titeln von Codemasters leicht versetzt. Seit dem letzten Wochenende liegen bereits 12 der 20 Rennen dieser Saison hinter uns. Der offizielle Release ist am 21. September, an diesem Wochenende wird bereits das 14. Rennwochenende in Singapur ausgetragen werden. Immerhin können wir so noch ein paar Wochen früher unseren Lieblingsfahrer zum Weltmeister-Titel führen und so manches schwache Rennergebnis unseres Favoriten zu dessen Gunsten korrigieren. Mit F1 2012 liefert die britische Spieleschmiede, die vor einiger Zeit bekannt gab, sich gänzlich auf Rennspiele zu konzentrieren, nun bereits den dritten Ableger der Königsklasse ab und wir prüfen anhand der Preview-Version, was sich seit dem letzten Jahr getan hat und ob es neue Features zu bewundern gibt.

Young Drivers Test – Der neue EinstiegDer erste optische Unterschied fällt bereits in der ersten Minute auf, denn die Menüführung wurde komplett überarbeitet. Setzten wir uns im Vorgänger noch auf die Trailer in den Motorhomes, so bekommen wir es nun mit kühlen, aber ziemlich schicken und modernen Oberflächen zu tun. In der Mitte des Bildschirms dreht sich ein Formel-1-Bolide und auch die Menüflächen vermitteln einen modern-gläsernen Eindruck. Garniert ist das Ganze mit echten Fotos der Fahrer. Nett! Im Grunde ging Codemasters hier einen ähnlichen Schritt wie schon in der Dirt-Serie. Personalisieren und stylisch sein lautet die Devise.

Die nächste Neuerung ist der sogenannte "Young Drivers Test" in Abu Dhabi. Wie in der echten Formel 1 ist dieser Schritt auch in F1 2012 die erste Erfahrung für junge Piloten mit den PS-Monstern der Königsklasse. Ihr habt dabei die Wahl zwischen Ferrari, McLaren und Red Bull. Schneidet ihr im Test gut ab, erhöht sich eure Chance, später ein Angebot des jeweiligen Teams zu erhalten. Codemasters hat hier für Neueinsteiger die ideale Art für ein Tutorial gefunden. Im Verlauf der nun folgenden beiden Testtage werden Anfänger in die Grundlagen der Formel 1 und der Steuerung eingeführt. So erfahrt ihr etwa die wichtigsten Informationen rund um das Energierückgewinnungssystem KERS, den auf- und zuklappbaren Heckflügel (DRS), Scheitelpunkt, Bremspunkte, Reifen und mehr. Die Formel 1 ist bekanntlich das Paradies für Technikbegeisterte und besonders Spieler, die sich nicht mit der F1 auskennen, werden diesen Einstieg sicher zu schätzen wissen. Die Entwickler öffnen das Spiel also auch für Gamer, die bisher vielleicht nicht so viel mit dem Sport anzufangen wussten.

Neue Perspektiven und Anleihen bei Gran TurismoIm Verlauf des Einstiegs lernt ihr auch die verschiedenen Kameraperspektiven kennen. Die bekannte Cockpit-Ansicht wurde in der diesjährigen F1-Ausgabe leicht nach hinten versetzt – ihr seht somit also mehr von Fahrzeug und Fahrer. Komplett neu ist die leicht versetzte TV-Ansicht; hier befindet sich die Kamera leicht links vom Helm des Fahrers. Wir hatten viel Spaß mit diesem Blickwinkel, da er eine gelungene Mischung aus Cockpit- und Fahrzeug-Ansicht darstellt. Das Wichtigste aber: Es sieht nicht nur besser aus, auch die Steuerung geht aus dieser Perspektive bestens von der Hand.

Während eurer Testtage bekommt ihr meistens abwechselnd einige Aspekte der F1 in einem kurzen Video vorgestellt und müsst dann die Theorie in die Praxis umsetzen. Dabei gibt es Medaillen in Bronze, Silber und Gold, und auch ansonsten erinnert alles ein wenig
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an den Einstieg bei einem Gran Turismo. So wird unter anderem die Strecke in Abu Dhabi künstlich unter Wasser gesetzt und ihr müsst am eigenen Leib erleben, wie anders sich das Fahrzeug nun verhält. Das Wort Schmierseife beschreibt es wohl am besten. Ihr werdet aber sehr behutsam darauf vorbereitet und lernt so, auch unter schlechten Streckenbedinungen die Brems- und Scheitelpunkte bei der Kurvenfahrt zu meistern.

Als Abschlusstest erwartet euch die Kombination aus mehreren Aspekten, die ihr zuvor gelernt habt. So wird auch der regelmäßige Einsatz von DRS und KERS zur Pflicht, um die bestmögliche Rundenzeit im abschließenden Test einfahren zu können.Wer übrigens mehr zu KERS und DRS erfahren möchte, der sollte einen Blick auf unseren Test der Vorgänger-Version werfen, dort erklären wir euch nämlich die beiden Systeme im Detail. Eine weitere Hilfe für Anfänger sind die auch weiterhin vorhanden Rückblenden, von denen euch maximal vier zur Verfügung stehen. Wie gehabt dienen sie euch dazu, Fahrfehler nachträglich auszubügeln. Insgesamt wird F1 2012 also besonders für Einsteiger interessanter gemacht.
Duelle Kopf an Kopf stehen auch in F1 2012 an der Tagesordnung.

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