Weine nicht, mein Dämon

DmC - Devil May Cry Preview

Benjamin Braun 14. Dezember 2012 - 10:23 — vor 6 Jahren aktualisiert
Dante verfügt über ein Schwert, seine Pistolen und später über spezielle Engels- und Dämonenwaffen und Gadgets. Hier setzen wir den Engelshaken ein, um diesen bereits schildlos gemachten Gegner zu uns zu ziehen.
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Teuflisches Jump and RunDmC lässt euch aber nicht nur kämpfen, sondern spendiert euch kleinere Geschicklichkeitspassagen, in denen ihr Spezialfähigkeiten einsetzen müsst. Da wären zum Beispiel der Dämonenanker und der Engelsschwung. Mit ersterem könnt ihr bestimmte Objekte (aber auch ein paar der kleineren Gegner) zu euch heranziehen und so in den schwebenden Überresten eines großen Anwesens eine Brücke bauen, die ihr springend passiert. Mit dem Engelsschwung wiederum zieht ihr euch an bestimmten Punkten per Haken über größere Distanzen. Später werden diese Sprungpassagen durch den Engelsschub erweitert. Damit könnt ihr schwebend ebenfalls größere Kluften überwinden und in selteneren Fällen auch vom Schweben, zum Hakenschwingen und dann wieder zum Dämonenanker wechseln, um wieder Boden unter die Füße zu kriegen. Uns hat das so viel Spaß gemacht, dass wir die Umgebung am liebsten nach den ganzen versteckten Räumen, verlorenen Seelen und Schlüsseln abgesucht hätten. Aber das sparen wir uns dann in großem Umfang für den Test auf!

Besonders gut werden diese Kräfte aber bei den Bosskämpfen genutzt, in denen Dante etwa gegen einen zeckenähnlichen Dämon antritt. Da müsst ihr auch mal von Plattform zu Plattform springen, um keinen Schaden durch einen Flächenangriff zu erhalten. Oder auf diese Weise dem Ekel in den Rücken zu fallen.

Ob ein gänzlicher Verzicht auf Quick-Time-Events in den Bossduellen notwendig gewesen wäre, sei an dieser Stelle dahingestellt – die einen wird's freuen, die anderen ärgern. Aber auch ohne Reaktionsspielchen (oder gerade deswegen?) haben uns die Bosskämpfe nicht weniger Spaß gemacht als in früheren Serienteilen. Wir sind gespannt, welche Wesen uns im weiteren Verlauf noch erwarten!
Das Kombo-Kampfsystem macht aufgrund seiner Vielfalt und Geschwindigkeit mächtig Laune. Hier haben wir gleich drei normale Gegner auf einmal in die Luft geschleudert und verprügeln sie dort weiter.

Kämpfen will gelernt sein
Bei den Bosskämpfen zeigt DmC Designstärken bei Optik und Kampfverlauf. Auch die Bossduelle kommen ohne QTEs aus.
Dantes Kampffertigkeiten könnt ihr zusätzlich durch das Sammeln von weißen Kugeln, die ihr von erledigten Gegnern erhaltet, verbessern. So schaltet ihr weitere Kombos frei, erhöht den Schaden der jeweiligen Waffe oder bestimmter Angriffe. Wem das Erlernen der Fähigkeiten in den mitunter hektischen Kämpfen zu schwierig ist, kann jederzeit das Spiel unterbrechen und jede Kombo einzeln im Trainingsmodus ausprobieren – auch die, die noch nicht freigeschaltet wurden.

Um dann wieder zurück zum Spiel zu kommen, müssen wir etwas zu häufig Buttons drücken, doch immerhin gibt es beim Wechsel keinerlei Ladezeiten. Ganz anders sieht das im Spiel aus: Die uns vorliegende Xbox-360-Debug-Version konnten wir noch nicht installieren, das Resultat waren Ladezeiten innerhalb des Spiels, die wir, um beim Thema zu bleiben, nur dämonisch nennen können. Immerhin hätten wir jede einzelne Zwischensequenz direkt abbrechen können, wenn sie uns zu langatmig geworden wäre.

Ausblick: Rasanter HöllenprüglerDmC – Devil May Cry macht auf uns einen rundum gelungenen Eindruck. Es sieht gut aus und heizt uns beinahe durchweg mit einer brutal treibenden Soundkulisse ein. Vor allem aber machen uns die Kombo-basierten Kämpfe richtig viel Spaß, weil sie eine große Vielfalt und absolut flüssige Verkettungen bieten. Aufgrund der unterschiedlichen Ansprüche der Gegner kommt auch die Taktik nicht zu kurz beim Schnetzeln und Schießen. Gut gefallen haben uns auch die Sprungpassagen und die teils rasante Verknüpfung von Dantes Fähigkeiten, um größere Distanzen auf unsicherem Terrain zu überwinden.

Nur die Story hat uns zumindest bislang nicht begeistert, aber wir haben auch keine Erzählung auf Kafka-Niveau erwartet. An unserer quasi fertigen Version können wir aktuell eigentlich nur an Kleinigkeiten wie den mitunter noch viel zu langen Ladezeiten rummäkeln. Wir gehen aber stark davon aus, dass das einer der Punkte sein wird, die in der letzten Entwicklungsphase noch optimiert werden. Auch wenn viele Fans der Serie lieber einen weißhaarigen Dante gesehen hätten: Wir sind uns sicher, dass sie diesen neuen Dante in ihr Herz schließen können. Aktuell sieht alles danach aus, als wenn DmC - Devil May Cry der erste Action-Hit des Jahres 2013 wird.

Autor: Benjamin Braun / Redaktion: Jörg Langer (GamersGlobal)

 DmC - Devil May Cry
Vorläufiges Pro & Contra
  • Düster-bedrohliche Spielwelt
  • Schicke Grafik
  • Großartiges facettenreiches und schnelles Kombo-Kampfsystem
  • Einige coole Fähigkeiten und Waffen
  • Story wird in überwiegend gut gemachten Zwischensequenzen vorangetrieben
  • Sieht nach gelungenem Neustart aus
  • Lange Ladezeiten zwischen den Missionen (Xbox 360)
  • Wo ist sie hin, die weiße Mähne?
  • Story wird wohl nicht weltbewegend
Aktueller Zustand:
Fast fertige Beta-Version (Xbox 360)
Wir wünschen uns:
… dass DmC - Devil May Cry in der zweiten Spielhälfte die Qualität der ersten, von uns bereits gespielten hält. Dann steht uns am 15. Januar ein erstklassiges Action-Adventure ins Haus, an dem sich vergleichbare Titel des Jahres 2013 werden messen lassen müssen.

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Benjamin Braun 14. Dezember 2012 - 10:23 — vor 6 Jahren aktualisiert
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