Nur die Harten kommen durch

Dark Souls (PC) Preview

Es ist wahrscheinlich eines der schwierigsten Spiele der letzten Jahre: From Softwares Rollenspiel Dark Souls. Im August erscheint das bockschwere Abenteuer in einer erweiterten Fassung für PC. Auch auf dieser Plattform wird es euch unzählige Tode erleiden lassen – und nur die Härtesten unter euch werden das Ende sehen.
Benjamin Braun 9. August 2012 - 12:08 — vor 7 Jahren aktualisiert
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Der erste Teil von From Softwares Dark-Fantasy-Rollenspielserie, Demon’s Souls, erschien noch ausschließlich für die Playstation 3. Schon der war bockschwer und ließ die Spieler einen Pixeltod nach dem anderen sterben. So oft, bis sie irgendwann schließlich frustriert die Flinte ins Korn warfen  – oder bis zum Ende durchhielten und mit jedem Abschnitt ein nachhaltiges Erfolgserlebnis verbuchen konnten, das nur noch die wenigsten der heutigen Spiele bieten. Ob man das als mutigen Schritt des Entwicklers betrachtet oder als Zumutung für normale Spieler, sei dahingestellt. Fakt ist, dass ihr ohne selbstregenerative Lebensenergie, dicht gesäte Checkpoints oder umfangreiche Ingame-Spielhilfen auskommen müsst. Es existieren auch keine Schwierigkeitsgrade, um Einsteiger zu unterstützen.

Der Nachfolger Dark Souls steht seinem Vorgänger in dieser Hinsicht in nichts nach. Er erschien im Oktober 2011 zwar auch für die Xbox 360, aber wiederum nicht für PC. Das allerdings wird sich bereits in wenigen Wochen ändern. Ende August erscheint die sogenannte „Prepare to Die“-Edition für PC, die das Hauptspiel um ein paar neue Gebiete, Monster und frische Items erweitert. Wir haben die PC-Fassung und die neuen Inhalte (die auch als DLC für Konsole erscheinen werden) bereits mehrere Stunden anspielen können.
Und ewig stirbt der Held: Zum Start in die neuen Gebiete erwartet euch gleich dieser Mantikor. Lasst euch von seiner Größe nicht täuschen. Das Biest ist blitzschnell auf den Beinen und tötet euch innerhalb von Sekunden, wenn ihr nicht aufpasst.

Ein guter Tag zum Sterben
GfWL ist Pflicht
Manchmal kann Protest im Internet etwas bewegen. Das zumindest könnte man meinen, wenn wir den Zeitpunkt ins Auge fassen, zu dem die Petition von Dark-Souls-Interessierten gestartet wurde, die eine PC-Umsetzung des Rollenspiels aus Japan forderten. Schon kurz darauf folgte die Ankündigung durch Namco Bandai über eben diese PC-Version. Doch sie erzeugte neuen Protest, sollte diese doch mit Anbindung an Games for Windows Live erscheinen, nicht aber an Steam.

So ganz klar war zwischenzeitlich nicht, ob die Steamfassung zusätzlich Games for Windows Live erfordern wird. Unterdessen steht fest, dass ihr auch in der Steam-Variante Microsofts Dienst verwenden müsst.
Wie nicht anders zu erwarten war, wird euch der neue Spielabschnitt, derb ausgedrückt, als erstes so richtig eins in die Fresse hauen. Eben genau so, wie wir das von Dark Souls erwarten würden. Wie genau wir an das Portal bei den Finsterwurz-Becken gelangen, wissen wir zwar noch nicht, dort allerdings befindet sich der Zugang zu den neuen Gebieten. Sie führen euch unter anderem in ein paar alte Ruinen im Königlichen Wald oder zu einem Grabmal in der Nähe von Oolacile. Geht ihr durch das Portal, werdet ihr nach einem Leuchtfeuer (also einem der aktivierbaren Rücksetzpunkte) sofort in den Kampf mit einem übellaunigen Mantikor verwickelt. Der schießt mit Blitzen oder stürmt auf euch zu, um euch mit seinen Ziegenhörnern einen mächtigen Kopfstoss zu verpassen. Der Großgegner ist verdammt schnell, verpasst euch auch noch einen Schlag mit seiner Löwentatze und schnellt dann zurück, sodass euer Schwerthieb ins Leere geht. Der fiese Kerl hat aber noch mehr drauf, schwingt sich mit seinen Adlerflügeln in die Luft und greift im Sturzflug an. Im falschen Moment weggesprungen, kann dieser Angriff auch bei voller Lebensenergie eures Charakters umgehend tödlich enden. Oder er sondert einen Schrei ab, der euch für ein paar Sekunden erstarren lässt. Aber wie jeder Dark-Souls-Gegner hat auch der Mantikor einen Schwachpunkt und verrät bei genauerer Beobachtung, wann sich ein Zeitfenster für einen erfolgreichen Angriff ergibt. Wenn ihr es richtig macht, fällt das Mischwesen euch ähnlich zügig zum Opfer, wie ihr ihm, wenn ihr es falsch angeht. Wir sind mit unserem vorgefertigten Level-63-Charakter jedenfalls mehrere Male gestorben, bevor wir den Dreh raus hatten. Und selbst danach hätten wir wohl nicht jede Begegnung mit diesem Gegner für uns entschieden. Aber so ist es eben, Dark Souls.

Später durchstreiften wir noch den Königlichen Wald, in dessen Hintergrund eine Art Kolosseum zu sehen ist. Den Ausgang zu finden, ist gar nicht so leicht, wenn man sich zunächst durch eine größere Anzahl von  Kreaturen kämpfen muss, die so was ähnliches wie Tolkiens Ent Baumbart im Miniformat darstellen. Allerdings die böse Variante von Baumbart, d
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ie euch mit Mistgabeln oder auch Heckenscheren attackieren. Aber sie sind relativ dumm. Gerne setzen sie zu einem Sprungangriff an, dem wir locker per Dash ausweichen. Sie liegen dann zunächst auf dem Boden – und mit unserem Schwert reichen zwei Hiebe, um einem von ihnen den Garaus zu machen. Blöd nur, dass sie oft zahlreich in Erscheinung treten und es nicht immer leicht ist, sie einzeln oder in kleinen Gruppen anzulocken. Und dann sind da noch ein paar etwas massivere Holzkreaturen, die mit einem fetten Steinhammer bewaffnet Jagd auf euch machen. Sie sind langsam, aber zäh und sehr stark. Irgendwann finden wir dann den Ausgang, den wir durch einen Fahrstuhl erreichen. Der nächste Zwischenboss, Ritter Artorias, erwartet uns. Er sieht ein bisschen aus wie Tod aus Darksiders 2, nur dass sein hagerer Körper unter einer glänzenden, spitzen Metallrüstung und einem blauen Umhang verborgen ist. Aber da ist noch mehr. Ein schwarzer Drache kreuzte bereits in den Wäldern des Königs unseren Weg, ohne uns jedoch anzugreifen. Uns würde es schwer wundern, wenn wir uns nach Artorias nicht auch noch mit ihm anlegen müssten. Und wer weiß, mit wem noch alles...
Artorias ist nur einer der neuen Bosse, die euch mehrfach ins Reich der Toten schicken werden, bis ihr sie besiegt.
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