Angespielt: Wenig Neues in NY

Crysis 3 Preview

Der letzte Serienteil erschien erstmals auch für Konsole und war deutlich linearer als das erste Crysis. Im dritten Teil geht es erneut nach New York, das von den Aliens weitgehend zerstört wurde. Diesmal sollen weniger schlauchige Levels und ein größeres Angebot an Waffen und Aufsätzen deutlich mehr spielerische Freiheiten erlauben.
Benjamin Braun 8. Februar 2013 - 15:00 — vor 6 Jahren aktualisiert
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Das Frankfurter Entwicklerstudio Crytek hat sich seit dem 2004 veröffentlichten Far Cry schnell zu einer festen Größe unter den PC-Spielern weltweit entwickelt, auch Crysis blieb dem heimischen Rechenknecht treu. Und dem Setting, denn beide Spiele entführten uns in ein weitläufiges Inselparadies mit vergleichsweise offenem Spieldesign. Doch Crysis 2 (GG-Test: 9.0) sollte auch auf Xbox 360 und Playstation 3 glänzen, was deutliche Zugeständnisse an die Größe der Levels und die Funktionsvielfalt des Nano Suits bedeutete. Crysis 3 möchte uns Ende Februar 2013 nicht nur zum dritten Mal in den berühmten Kampfanzug stecken, sondern auch wieder mehr spielerische Freiheiten zulassen als Teil 2. Wir haben einen Level in den Ruinen von Chinatown für euch gespielt und sind sowohl mit der Brechstange als auch im Heimlichgang gegen feindliche Soldaten und Aliens vorgegangen.

Mal wieder New York
Der Nano-Suit hat sich in Crysis 3 offenbar kaum verändert.
Wir befinden uns in Chinatown, New York. Erkennbar ist das allerdings nicht, denn von den Wohnhäusern und Ladengeschäften ist nicht viel übrig. Bevor wir uns in der Dämmerung durch die überfluteten Straßen und zerstörten Häuserblocks bahnen können, demonstriert unser Alter Ego, Laurence Barnes, in einer Zwischensequenz, dass er weit mehr kennt als nur die Haudrauf-Methode. Mithilfe seines Nano-Suits tarnt er sich und taucht durch die dreckige Brühe, die sich in den Straßen Chinatowns angesammelt hat. Dann schaltet er mehrere Soldaten hinterrücks mit seinem Kampfmesser aus. Das können wir auch, denken wir uns, als wir endlich selbst die Kontrolle übernehmen.

Gesagt, getan: Tarnmodus an, von hinten an eine einsame Wache heranpirschen und die Aktionstaste zum heimlichen Kill drücken. Dankenswerterweise stehen die Soldaten allesamt recht weit auseinander – das ist fast schon zu einfach, zumal einige Gegner Tomaten auf den Augen und Petersilie in den Ohren haben. Einmal  erleben wir, dass ein anderer Wächter uns beim Erledigen seines Kollegen aus wenigen Metern Entfernung beobachtet, dennoch reagiert er nicht. Auch registrieren die Wachen nicht jedes Geräusch – und wir waren nun wirklich nicht immer auf Zehenspitzen unterwegs. Seltsam ist auch, wie lange es dauert, bis die Wachen uns im Tarnmodus erkennen, wenn wir direkt vor ihnen stehen. Aber wahrscheinlich sind wir wirklich mehr oder weniger unsichtbar. Und wahrscheinlich, so wollen wir zumindest hoffen, ist Crytek auch mit dem Feintuning der KI noch nicht fertig.

Die Geschütztürme in den Ruinen sind da schon cleverer: Sie entdecken uns hier und dort auch, wenn wir im Tarnmodus sind und eröffnen das Feuer. Das ruft dann auch die Soldaten auf den Plan, die dann aus einem größeren Umkreis in unsere Richtung stü
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rmen. Je nach Waffe bekämpfen sie uns auch aus der Distanz und laufen uns nicht blindlings vor die Flinte. Etwas geschickter stellen sich auch die Aliens an, die wir bereits aus dem zweiten Teil kennen. Im Tarnmodus schnurstracks an ihnen vorbeilaufen, ist nicht so leicht möglich. Haben die Aliens uns entdeckt, nehmen sie uns recht effektiv in die Zange und verhindern durch EMP-Granaten, dass wir die Tarn- oder Rüstungsfähigkeit unseres Nano-Suits nutzen. Andere, käferähnliche Aliens stellen sich wiederum total dämlich an und lassen sich mühelos abknallen. Verstärkung rufen sie nicht. Klingt alles nach Crysis 2? Stimmt, denn wirklich viel hat sich an der grundlegenden Spielmechanik nicht verändert. Die Levels hingegen unterscheiden sich durch ihre deutlich zahlreicheren Wege. Das bedeutet mehr taktische Möglichkeiten, in unserem Fall allerdings auch die, alles und jeden weiträumig zu umgehen. Natürlich kommen wir auch mit offensivem Geballer durch: Beide Spielarten haben wir ausprobiert. Doch wir fanden beides zu leicht und aufgrund der offenkundig noch vorhandenen Unzulänglichkeiten der KI erstaunlich öde.
In Crysis 3 gibt es nicht nur eine Menge Waffen, sondern auch unzählige Aufsätze oder Munitionstypen.
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