Ezio erobert Rom

Assassin's Creed - Brotherhood Preview

Mit Assassin's Creed 2 erschuf Ubisoft eines der besten Actionspiele 2009 -- die zahlreichen Defizite des ersten Teils wurden rigoros ausgemerzt. Doch wie will man nun ein fast makelloses Spiel noch verbessern? Wir haben uns virtuell nach Rom begeben und auf mittelalterlichen Türmen und in antiken Ruinen nach Neuerungen gesucht.
Alex Hassel 28. Oktober 2010 - 0:07 — vor 8 Jahren aktualisiert
PC 360 PS3
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Willkommen zurück in der Vergangenheit! Erinnert ihr euch noch an Ezio Auditore da Firenze? Den athletischen Schwerenöter aus Assassin's Creed 2 (GG-Test: 9,5), der sich nach und nach zum gewieften Assassinen entwickelte? Dann wisst ihr auch, dass er laut Story einer der direkten Vorfahren von Desmond Miles ist, dem Hauptcharakter der Rahmenhandlung der Serie. Auch in Brotherhood spielen diese beiden Figuren die tragende Rolle, weshalb der Titel auch nicht etwa Assassin's Creed 3 genannt wurde. Diese Variante will man sich höchstwahrscheinlich für einen neuen Charakter und einen neuen Zeitabschnitt aufsparen. Wer nun aber befürchtet, dass Assassin's Creed Brotherhood lediglich ein schnell dazwischen geschobenes Addon ist, der darf sich freuen: Euch erwartet ein vollwertiges Assassinen-Spiel mit einigen Neuerungen und einer spannenden Hintergrundgeschichte -- Parallelen zum gerade erst getetesten Fallout New Vegas drängen sich auf, das ebenfalls die bekannte Engine für ein vollwertiges, neues Spiel nutzt.

Nahtloser Übergang zwischen den Spielen

Das neue Spiel knüpft nahtlos an die Handlung des Vorgängers an. Ihr startet in der sixtinischen Kapelle des Vatikans im Jahre 1499. Also an jenem Ort, wo nicht nur die katholische Kirche ihr Oberhaupt wählt, sondern auch die Stelle, wo Ezio im Finale von AC2 Rodrigo Borgia den Stab-Edensplitter abnahm. Dann schenkte er dem parteiischen Papst das Leben -- eine Entscheidung, die er noch bereuen wird.

Zunächst aber kehrt ihr mit Ezio und eurem Onkel Mario, der uns mit seinem italienischen Akzent und seinem Aussehen immer noch ein klein wenig an einen bekannten Videospiel-Klempner  erinnert, zu eurem Anwesen, der Villa Auditore im Städtchen Monteriggioni zurück. Das Familientreffen wird durch Ezios Mutter und Schwester komplettiert. Anders als noch in Teil 2 wird eure Mutter diesmal übrigens nicht die ganze Zeit damit verbringen, schweigend und betend vor dem Bett zu kauern. Die Dame erfährt einen Sinneswandel und redet wieder mit euch. Im weiteren Spielverlauf übernimmt sie sogar zusammen mit ihrer Tochter die Geschicke eines Freudenhauses. Wie es zu diesem abrupten Wandel der Figur kommen wird, wollte uns Entwickler Steve Masters bei einem Termin in Düsseldorf allerdings noch nicht verraten.

Keine Burg ohne Kanonen

Bevor Ezio zum eiskalten Mörder avancierte, verbrachte er große Teile seines Lebenswandels mit Alkohol und jungen Damen. Auch in Brotherhood scheint es zunächst so, als ob Ezio, nachdem die Gefahr durch die Borgia gebannt zu sein scheint, wieder in seinen alten Trott verfällt. Flirts mit den Dorfschönheiten und Dialoge mit mehr als eindeutigen Anspielungen verstärken diesen Eindruck. Aber ehe Ezio sich dem La Dolce Vita hingeben kann, steht die Pflicht im Vordergrund. Als Burgherr ist es an euch, die Verteidigung der Stadt zu organisieren und die neu entwickelten Kanonen zu überprüfen. In kurzen Missionen, die im Prinzip das Tutorial von Assassin's Creed Brotherhood darstellen, sucht ihr zunächst die Ingenieure im Dorf zusammen und lernt anschließend den Umgang mit den Kanonen.

Das ist auch bitter nötig, denn nur kurze Zeit später tauchen Cesare Borgia mit einer Armee und Katapulten auf und beginnt, Monteriggioni in Schutt und Asche zu legen. Wieso? Die mit den Templern verbandelten Borgia haben Ezio als Anführer der Assassinen im Renaissance-Italien erkannt, und wollen der Bedrohung durch ihre Erzfeinde ein für allemal ein Ende setzen. Mit den Kanonen gelingt es euch zwar, einige der Geschützstellungen und Belagerungstürme des Gegners zu zerstören, sodass die meisten Stadtbewohner fliehen können. Endgültig stoppen lässt sich der Angriff nicht. Noch auf den Palisaden kämpft ihr Mann gegen Mann mit den Truppen der Borgias, nur mit Mühe gelingt die Flucht. Euer Onkel Mario hat weniger Glück: er wird von Cesare Borgia ermordet -- zu allem Überdruss fällt damit auch noch der Edensplitter in die Hand eurer Feinde. Ihr flieht -- und findet euren Weg nach Rom, in die Höhle des Löwen. Rom steht unter der Knute der Borgias, die mit Wachtürmen die Stadtviertel bewachen, die die Stadt regieren, und die auch nach wie vor den Papst stellen.

Viermal verlasst ihr Rom, um Kriegsgeräte, die Leonardo da Vinci für die Borgia baute, zu benutzen und zu zerstören.
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