Dishonored 2 - Das Vermächtnis der Maske Preview+

Benjamin Braun / 1. Oktober 2016 - 13:49 — vor 26 Wochen aktualisiert
Premium-Streams: 1080p HQ (mp4, 1 GB)
Steckbrief
PCPS4Xbox One
Action
Schleich-Action
ab 18
18
Arkane Studios
Bethesda Softworks
11.11.2016
Link
Amazon (€): 27,98 (PC), 11,14 (PlayStation 4), 11,14 (Xbox One)
Dishonored überzeugte mit stilvoller, atmosphärischer Kulisse, guter Story und vielseitigem Gameplay zwischen Action und Stealth. In der Fortsetzung behält Arkane Studios die Stärken bei und lässt uns in die Rollen von gleich zwei Charakteren schlüpfen.
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Alle Screenshots und Videoszenen stammen von GamersGlobal

In geduckter Haltung bewegen wir uns langsam über den Korridor. Vor uns sehen wir zwei Wachen, die einen der mechanischen Wächter inspizieren, die überall im herrschaftlichen Anwesen herumstehen. Wir nähern uns ihnen langsam an, in unserer rechten Hand ein Schwert, die linke Hand nur scheinbar leer. Denn damit führen wir (als Emily Kaldwin, die Tochter der Kaiserin von Dunwall) unsere magischen Fähigkeiten aus. Wir lauschen dem Schwätzchen der beiden Wachen noch eine Weile, während wir schon einmal mit unserem Skill „Domino“ ein Band zwischen den beiden erzeugen.

Was das bedeutet, sehen wir wenige Sekunde später, als wir einer der Wachen einen Bolzen in den Kopf schießen: Der Treffer ist nicht bloß für das anvisierte Ziel tödlich, der Angriff wird automatisch auf die verkettete Wache gespiegelt. Doch wir waren zu laut! Der mechanische Wächter setzt sich urplötzlich in Bewegung und drischt mit seine klingenbesetzen Armen auf uns ein. Aus, Ende, vorbei! So kann es gehen in Arkane Studios‘ Stealth-Actionspiel Dishonored 2 - Das Vermächtnis der Maske. Wir sind für euch mit Corvo und Emily in der PC-Version losgezogen und haben denselben Level wieder und wieder gespielt, um unsere Ziele im Clockwork Mansion mal heimlich, mal mit roher Gewalt zu erreichen.
 

Der böse Wissenschaftler

Wissenschaftler Jindosh ist genial, aber auch skrupellos.
An einem Berghang hoch über der Stadt Karnaca liegt das Anwesen von Kirin Jindosh. Clockwork Mansion nennt der Wissenschaftler es – und das nicht ohne Grund. Überall in seinem Haus gibt es Schalter, die komplexe Mechanismen in Gang setzen. Da öffnen sich Bodenluken in teils sehr weitläufige Katakomben, da fahren Wände hinab, während an anderer Stelle Treppenstufen aus dem Boden schießen. Erfunden hat Jindosh auch die sogenannten Clockwork-Soldier, mechanische Wächter, die autonom agieren. Die Genialität des Wissenschaftlers ist nicht zu bezweifeln, seine Ethik allerdings schon. Er führt Experimente an lebendigen Probanden durch und schert sich nicht darum, ob sie die Torturen schwer geschädigt überstehen oder gar nicht.
 
Wir sind hier, um dem ein Ende zu bereiten und gleichzeitig einem anderen Wissenschaftler das Leben zu retten: Anton Sokolov. Wer wir sind, das hängt von unserer Entscheidung zu Spielbeginn ab. Dishonored 2 können wir entweder als Corvo Attano, dem Held des Vorgängers Dishonored – Die Maske des Zorns (im Test: Note 8.5), erleben, oder als Kaisertochter Emily Kaldwin. Die Umwelt reagiert in den Dialogen auch entsprechend darauf, in wessen Rolle wir Jindosh und Co. entgegentreten. Wie stark sich die 15 Jahre nach Teil 1 spielende Geschichte dadurch beeinflusst wird, können wir noch nicht sagen.
 

Viele Wege führen zum Ziel

Der Schattensprung "Far Reach" ähnelt Corvos Teleport sehr.
Wie auch im ersten Teil steht es uns frei, ob wir die Mission heimlich lösen oder doch einen rabiateren Weg wählen – diverse Zwischenstufen sind ebenfalls möglich. Das Clockwork Mansion bietet insbesondere Schleichern so einige Optionen, bewachte Bereiche komplett zu umgehen. So bewegen wir uns vom Balkon in Jindoshs Privatgemächern über ein paar Rohre an der Außenmauer entlang. Wir landen am Ende ganz in der Nähe des Hauptlabors. Das können wir auch von der Eingangshalle aus sehr schnell erreichen. Begeben wir uns schnell genug nach dem Betätigen eines der Hebel, der die Umgebung verändert in den Raum darunter, können wir den Walöltank der Lichtwand entfernen. Falls ihr den Vorgänger nicht kennt: Lichtwände sind mit Walöl betriebene Barrieren, die nichts aus Fleisch und Blut lebend überwinden kann.

Auch sonst gibt es viele kleinere und größere Nebenpfade, die wir teilweise nur aufdecken, wenn wir die mechanischen Vorrichtungen aktivieren und die richtige „Etage“ der verschiebbaren Elemente wir betreten. Gewiss sind diese Elemente eine Besonderheit der von uns gespielten Mission. Allerdings deuten viele weitere Alternativen mit Balustraden und durchquerbaren Fenstern an, dass Arkane Studios keine so plumpen und zahlenmäßig überschaubaren Schleichpfade bietet wie Deus Ex – Mankind Divided (im Test: 8.5 Note).
Es gibt verschiedene Wege, die in Jindoshs Labor führen. Auf dem kurzen Weg lassen sich Kämpfe kaum umgehen, die Schleichwege führen meist weiter außen herum und sind in dieser Mission teils nur durch die Aktivierung der Mechnismen zu entdecken.
 

Corvo oder Emily

Abseits der Story versprachen die Entwickler auch, dass es spielerische Unterschiede zwischen Corvo und Emily gibt. Corvo sei eher der Haudrauf, während Emily zum Schleichen neigt. Bestätigen können wir das allerdings nur in Ansätzen. Beide Charaktere verfügen über ein paar einzigartige Fähigkeiten. Nur Corvo kann die Zeit verlangsamen, was gerade beim Attentat auf die Zielperson einen enormen Vorteil bringen kann. Nur Emily verfügt über die Dark Vision. Damit kann sie nicht nur besser bei Dunkelheit sehen, sondern Gegner durch Wände beobachten.

Die Kaisertochter nutzt zudem ihren Shadow Walk. Dabei kriecht sie als "Schattendämon", der an die alternative Form in The Darkness erinnert, durch die Gänge. Sie ist dann für die Wachen schlechter sichtbar und darf sogar Attentate aus dem Verborgenen heraus ausführen. Mit der entsprechenden Menge an Runensteinen, die wir wieder manuell sammeln, erweitern wir die Fähigkeit. Zum Beispiel dürfen wir mit einem Upgrade auch Rattentunnel nutzen.
 
Auch Emily nutzt verschiedene offensive Fähigkeiten. Was bei Corvo der Wirbel ist, mit dem er Gegner in die Luft hebt, ist bei ihr die Leere. Ziemlich unlogisch, aber sehr nett ist Emilys Fähigkeit Domino, die wir eingangs geschildert haben. Damit verbindet ihr zwei, später bis zu vier Gegner. Der Angriff auf den ersten wird dann auf die weiteren übertragen, was übrigens auch beim Betäuben funktioniert.
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Emilys Shadow Walk erinnert sehr an die alternative Dämonenform in The Darkness.
Benjamin Braun Redakteur - 297780 - 29. September 2016 - 17:56 #

Viel Spaß beim Lesen und Anschauen!

Olphas 24 Trolljäger - - 47555 - 1. Oktober 2016 - 13:45 #

Sieht sehr vielversprechend aus.

Ihr solltet nur noch dran denken, den Artikel auch in die Newsübersicht aufzunehmen. Hab ihn nur gesehen, weil ich zufällig den Tweet dazu gesehen habe.

Benjamin Braun Redakteur - 297780 - 1. Oktober 2016 - 13:50 #

Danke für den Hinweis, da hatte die Freischaltung als "TopNews" irgendwie nicht funktioniert.

Jonas -ZG- 17 Shapeshifter - P - 7589 - 1. Oktober 2016 - 14:48 #

Sehr schön. Ich freue mich drauf. :)

euph 23 Langzeituser - P - 41230 - 1. Oktober 2016 - 15:40 #

Werde ich auf jeden Fall spielen und freue mich auch schon drauf.

BIOCRY 15 Kenner - P - 3253 - 1. Oktober 2016 - 15:43 #

Das letzte Deus Ex jetzt mehrmals durchgezockt, klingt nach brauchbarem Nachschub für mich! ;)

Sermon 12 Trollwächter - P - 1036 - 1. Oktober 2016 - 18:36 #

Habe Teil 1 auf der XBox 360 geliebt und jetzt nochmal auf der PS4 durchgespielt (bin gerade in der vorletzten Mission des "Witches of Brigmore" DLC's), weshalb auch die Collector's Edition vom Nachfolger bereits vorbestellt ist...

Crizzo 18 Doppel-Voter - 11147 - 1. Oktober 2016 - 19:00 #

Danke, für den Bericht. Klingt gut :)

Pro4you 18 Doppel-Voter - 12317 - 1. Oktober 2016 - 19:12 #

Genau das habe ich auch erwartet. Mal sehen, wann ichs mir zulege. Vollpreis ist mir es aber nicht wert

Roboterpunk 16 Übertalent - P - 4389 - 1. Oktober 2016 - 20:16 #

Danke für die schöne Preview! Das könnte tatsächlich das beste Stealth-Spiel seit Deus Ex und ein würdiger Nachfolger im Geiste für die abgeschossene Thief-Reihe werden. Das Art-Design, die Stadt und das ganze Drumherum sind sowie über jeden Zweifel erhaben. Und eine nette Half-Life-Referenz gibt´s noch obendrauf.

Pro4you 18 Doppel-Voter - 12317 - 1. Oktober 2016 - 20:21 #

Also ich empfand Metal Gear Solid 5 als besseres Stealth Game als das neue Deus Ex

crux 13 Koop-Gamer - 1730 - 2. Oktober 2016 - 0:47 #

Gab's nicht irgendwann mal ein Interface, um Fehler in Artikeln zu melden? Ich finde es gerade nicht. "Dabei kriecht sich".

Jörg Langer Chefredakteur - P - 337819 - 2. Oktober 2016 - 13:26 #

Danke für den Hinweis, der Fehler-Melden-Knopf ist jetzt da, wo er hin soll (zu Beginn der Kommentare, rechts).

FEUERPSYCHE (unregistriert) 2. Oktober 2016 - 7:54 #

One Word: HYPED!

Golmo 16 Übertalent - 4098 - 2. Oktober 2016 - 10:05 #

Dishonored 2 wird für mich definitiv kein Release Kauf sondern irgendwann in einem Sale eingetütet. Der Vorgänger war mittelmäßig und aktuell ist mein Verlangen nach Stealth durch Deus Ex HR vollkommen gestillt.

euph 23 Langzeituser - P - 41230 - 5. Oktober 2016 - 8:25 #

Ich werde schneller zuschlagen (wenn auch nicht direkt zum Release). Das schöne an dem Spiel ist ja, das man nicht zwingend Stealth spielen muss.

Felsik (unregistriert) 3. Oktober 2016 - 19:11 #

Sieht super-casual aus. Eines dieser Spiele, die gewissermaßen von alleine ablaufen, und die einen nur damit unterhalten und beeindrucken wollen, wie toll und clever sie gemacht sind, Produktionswerte und Stil sozusagen. Abgesehen von Allmachtsfantasien. Und ja, ich weiß worum es geht und habe den Vorgänger gespielt.

mrkhfloppy 22 AAA-Gamer - P - 31271 - 4. Oktober 2016 - 20:04 #

Ich will das Spiel und seinen tollen Stil eigentlich mögen, aber der Funke will nicht überspringen. Ich kann die Gründe dafür aber nicht konkret benennen. Trotzdem ein tolles, umfassendes Video.

Weryx 18 Doppel-Voter - P - 10411 - 4. Oktober 2016 - 22:58 #

Sieht schon sehr schick aus.

NathCim 09 Triple-Talent - P - 337 - 11. Oktober 2016 - 15:24 #

Hrmm, bin schon sehr gespannt auf das Spiel.

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