Warum der Easymode ausstirbt

Von Schwierigkeitsgraden und Penisgrößen

q 8. Februar 2013 - 10:54
Heimlich, still und leise - und damit auch nicht im direkten Blickfeld der Spieler - hat sich der einstige Easymode für Einsteiger aus dem Staub gemacht, ohne dass die Spiele heutzutage aber schwieriger geworden sind. Wie das funktioniert und warum dies passierte, soll die folgende These erläutern.
Einführung

Videospiele werden aus sehr verschiedenen Gründen konsumiert. Die einen möchten einfach nur bei einem Mario Kart im Duell mit Freunden viel Spaß haben, während andere in eine Welt abtauchen möchten, um eine spannende Geschichte zu erleben. Nicht immer, aber meistens spielt dabei auch der Schwierigkeitsgrad eine Rolle im gesamten Erlebnis, da auch mitunter eine gewisse Herausforderung gesucht wird. Erfolgserlebnisse, die einen antreiben und motivieren, werden ja schließlich erst durch gewisse Hürden ermöglicht.

Nicht jedes Spiel bietet dabei auch die Wahl eines Schwierigkeitsgrades, Titel wie The Legend of Zelda (Master Quest) oder Dark Souls (New Game+) ermöglichen nach dem Durchspielen aber einen erneuten Durchlauf mit schwereren Gegnern und diversen Anpassungen. Bemerkenswert ist jedoch, dass vermehrt der leichte Schwierigkeitsgrad nicht mehr angeboten wird, auch wenn dies vielleicht nur mit einem Psychotrick erreicht wird.

Religi... Relegat... Relation!
Half-Life 2 - damals noch spielbar von Easy bis Hard

Auch wenn zweifelsohne behauptet werden kann, dass Dark Souls ein anspruchsvoller Titel ist, sind Schwierigkeitsgrade trotzdem immer relativ und damit ist nicht nur gemeint, dass einigen Profispielern selbst die hohen Schwierigkeitsgrade zu einfach sein können.

Wer auf die Frage, wie groß zum Beispiel eine Wüstenmaus ist, mit "klein" antwortet, hat genau genommen Unrecht, da ihre Größe nicht objektiv angegeben werden kann. Klein ist sie nur relativ, beispielsweise zu einem Elefanten. Vergleicht man eine Wüstenmaus aber mit einer Ameise, ist sie schon wieder ziemlich groß.

Schwierigkeitsgrade sind daher vor allem zu sich selbst innerhalb eines Spiels relativ, sobald mehrere Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Wenn es beispielsweise drei Optionen gibt, ist es eigentlich nur sinnvoll, sie in
  • Einfach
  • Mittel
  • Schwer
aufzuteilen, da dies die drei Extrema am besten beschreibt. Valve ging in der Half-Life-Reihe bisher beispielsweise eben diesen Weg. Genau das wird aber nicht immer getan und das möglicherweise mit einer gezielten Wirkung.

Was hat das jetzt mit dem Penis zu tun?

Die These lautet ganz einfach: Spieler wollen ein Spiel nicht auf der leichtesten Stufe spielen, da das ja sowieso nur Anfänger tun. Aber Anfänger können bekanntermaßen nichts und durch das geneigte Spielerego ist man natürlich zu stolz. Würden sie nur den leichtesten Schwierigkeitsgrad auswählen und vielleicht auch nur darin bestehen können, würden sie damit daran erinnert werden, dass sie zu schwach sind. Nicht so gut wie die normalen und einfach nicht so fähig. Ein Gefühl, das Entwickler nicht erreichen wollen, da die Spieler ja Spaß mit dem Titel haben und sich gut dabei fühlen sollen.

Und hier kommt die Penisgröße ins Spiel. Es gibt Männer, die meinen, sie hätten ein (natürlich in Relation gesehen) kleines Geschlechtsteil - andere schätzen sich wiederum etwas üppiger ein. An dieser Stelle soll die wirkliche Problematik um Penisneid, den nicht zu unterschätzenden Durchmesser und was nun wirklich stimmt, natürlich nicht das Thema sein. Es dürfte aber als Tatsache gelten, dass kaum ein Mann gerne zugeben würde, dass sein Glied eine vielleicht unterdurchschnittliche Länge aufweist. Schließlich habe er damit ja weniger Männlichkeit - zumindest steckt das in vielen Köpfen (no pun intended).

Deutlich erkennbar ist dies im Vertrieb von Kondomen, was ein sehr heikles Thema ist. Kondome mit der Bezeichnung "klein" verkaufen sich nicht unbedingt gut und gelten als Kassengift, selbst wenn sie passen. So gibt es Geschichten aus Zeiten des Zweiten Weltkriegs, die sich zwar in ihrer Gänze nicht komplett be- aber auch nicht widerlegen lassen. Sie zeigen die Problematik dennoch gut auf. So wurden bereits damals Kondome für kleine Geschlechtsteile hergestellt, was jedoch nicht als sonderlich gut für die Moral der Truppen galt. Als die Beschriftung der Verpackungen bei unveränderten Verhütungsmitteln schließlich auf Medium verändert wurde, gab es damit keine Probleme mehr. So heißt es sogar, dass US-Präsident Roosevelt für extragroße Kondome, die zum Schutz von Waffen gegen Feuchtigkeit auch zweckentfremdet wurden forderte, dass diese mit "Standard US-Größe" beschriftet werden. Mehr dazu gibt es hier.

Das hat sich bis heute nicht grundlegend geändert, was man auch in diesem Artikel deutlich nachlesen kann. Damit den Käufern nicht vielleicht doch Minderwertigkeitskomplexe ereilen, vertreibt der US-Marktführer Trojan seine Kondome daher in den Größen
  • Normal
  • Groß
  • Extragroß
obwohl die als "Normal" verkauften Produkte eigentlich die kleinsten sind. Auch andere Hersteller verzichten komplett auf die Bezeichnung "Klein".

Easy ist das Tabu

Auf dieselbe Art wird in Spielen vermehrt die Option "Einfach" vermieden, um Komplexe zu unterbinden. Die lieben Spieler sollen sich schließlich nicht für eine niedrige Reaktionsgeschwindigkeit oder mangelnde Treffsicherheit schämen müssen, auch wenn nicht jeder die krassesten "1337-haXX0r"-Skills haben kann. Das treibt mitunter bizarre Blüten, beispielsweise im minimalistischen Indietitel Super Hexagon. Das ist zugegebenermaßen ohne ein wenig Training tatsächlich nicht unknifflig, bietet als Schwierigkeitsgrad aber nur die Wahl zwischen
  • Hard / Hexagon
  • Harder/ Hexagoner
  • Hardest / Hexagonest
Super Hexagon - von Hard bis Hardest, damit niemand auf Easy scheitern kann


Ein "Easy" oder gar "Normal" existiert schlicht und ergreifend nicht, obwohl man die drei Optionen eigentlich als "Easy", "Normal" und "Hard" hätte bezeichnen können oder müssen. Die die im Spiel implementierte Bezeichnung "Hard" verliert (mangels "Easy"-Option) ohne relativen Vergleichspunkt damit eigentlich jegliche Bedeutung. Ähnliches kann auch über Shank 2 gesagt werden, welches nur zwischen den Schwierigkeitsgraden Normal und Hard wählen lässt. Auch hier ist das "Normal" relativ bedeutungslos, da im Spiel nicht ersichtlich ist, worauf sich diese Bezeichnung nun genau bezieht und auch nur die einfachste Spielvariante repräsentiert.

Subtilität ist gefragt
 
Auch im Hinblick auf größere Titel ist dies erkennbar - auch innerhalb bestimmter Serien. Das Spiel Deus Ex aus dem Jahr 2000 stellte den Spieler noch kurz und schmerzlos vor die Wahl zwischen:
  • Easy / Einfach
  • Medium / Medium
  • Hard / Schwer
  • Realistic / Realistisch
Das Prequel Deus Ex: Human Revolution aus dem Jahr 2011 geht dort schon einen anderen Weg und bietet die folgenden Optionen, wobei die Bezeichnung Easy keine Verwendung mehr findet:
  • Erzähl mir eine Geschichte
  • Ich will eine Herausforderung
  • Gebt mir Deus Ex
Deus Ex Human Revolution - neuerdings auch ohne Easymode

Um genau zu sein, werden hier sogar alle üblichen Auswahlmöglichkeiten mit etwas schmeichelhafteren Beschreibungen ersetzt. In anderen Titeln wie Spec Ops: The Line werden die klassischen Schwierigkeitsgrade ebenfalls anderweitig umschrieben.
  • Strandspaziergang
  • Kampfeinsatz
  • Himmelfahrtskommando
  • Fubar (fucked up beyond all recognition)
Auch wenn dies eher marginal erscheint, sollte die Intention an dieser Stelle klar erkennbar sein. Die besten psychologischen Tricks sind oft die kleinsten und unauffälligsten.

Fazit

Spieleentwickler wollen ihre Kunden nicht verschrecken und ihnen ein möglichst erfreuliches Erlebnis ermöglichen. Diese sollen sich gut beim Spielen fühlen und so wird nach und nach an allen Ecken und Kanten gefeilt, um es wirklich allen so angenehm und aufbauend wie nur erdenklich zu gestalten.

Vielleicht ist diese These auch ziemlich großer Unsinn und unterliegt einer subjektiven und selektiven Wahrnehmung, aber möglicherweise ist ja doch etwas dran - selbst wenn dies nur ein Gedanke der Entwickler und Publisher ist.

Es gibt unter Garantie auch genügend Leute, die reif genug sind, um über solchen Dingen stehen und sich auch nicht von einem kleineren Penis verrückt machen lassen. Dass sich dubiose Medikamente, Penispumpen und sonstige Streckwerkzeuge verkaufen, ist, wie alle wissen, natürlich auch nur ein Mythos.
q 8. Februar 2013 - 10:54
Saphirweapon 16 Übertalent - 5072 - 8. Februar 2013 - 11:21 #

Netter Artikel, der allerdings einen wichtigen Punkt ausser Acht lässt: Die Bezeichnung eines Schwierigkeitsgrades (oder einer Penisgröße) selber ist vollkommen belanglos, solange diese noch immer in eine vergleichende Hierarchie zu den übrigen eingeordnet werden kann. Gibt es nur die Bezeichnungen schwer, schwerer und am schwersten, würde der Schwierigkeitsgrad schwer nochimmer von jedem als der "leicheste" oder "am wenigsten schwierigste" eingeordnet werden müssen. Sich trotzdem besser zu fühlen weil nicht leicht benannt, ist Selbstbetrug par Excellence.

In dem Sinne zeigt der Artikel gut auf, wie wenig selbstbewusst der Großteil der Menschen schlichtweg ist und wie einfach sich dieser anscheinend mit warmen Worten in Richtung besserer Glauben täuschen lässt.

pepsodent 13 Koop-Gamer - P - 1466 - 8. Februar 2013 - 12:57 #

"Gibt es nur die Bezeichnungen schwer, schwerer und am schwersten, würde der Schwierigkeitsgrad schwer nochimmer von jedem als der "leicheste" oder "am wenigsten schwierigste" eingeordnet werden müssen. Sich trotzdem besser zu fühlen weil nicht leicht benannt, ist Selbstbetrug par Excellence."

Geht so.
Paradebeispiel Dark Souls.
Is ja nicht so einfach, das Spiel.
Angenommen, es gäbe jetzt noch einen zusätzlichen Schwierigkeitsgrad, der härter ist, und noch einen, der noch härter ist, dann wäre es trotzdem sehr unkorrekt, wenn man dann hinginge, und den leichtesten nicht mit "schwer" betiteln würde. Denn obwohl der leichteste der drei Grade, ist er immer noch ziemlich heftig und bestimmt nicht "leicht".
Und selbstbetrügen würde sich da bestimmt auch keiner mit.

Aber trotzdem ist es Unfug, was mittlerweile mit den Schwierigkeitsgraden so passiert. Und wenn ich mir Diablo 3 mit dem leichtesten Grad "normal" anschaue, dann gehts dabei natürlich doch wieder nur um Selbstbetrug.
Na ja.

Gustel 14 Komm-Experte - P - 2588 - 8. Februar 2013 - 11:31 #

Vielen dank für den interessanten Artikel.
Also für mich persönlich kommt es auch oft auf die Zeit an die man in ein Spiel stecken möchte, welchen Schwierigkeitsgrad man wählt. Weil schwer bedeutet ja meist auch das man viel mehr Zeit, Nerven, Energie investieren muss um das gleiche zu erreichen was man auch einfacher haben könnte.
Wobei ich ehrlich sagen muss, das ich viel lieber ordentlich scheitere als ein Spiel ohne Anstrengung zu schaffen. Aber ich finde immer es muss ein nachvollziehbarer Schwierigkeitsgrad sein. Ich will dafür belohnt werden besser geworden zu sein. Wenn eine Ratte vom Anfang trotz Achtsamkeit und besserer Waffe immer noch gleich schwer wie am Anfang ist , dann habe ich irgendwie keine Lust mehr irgendwelche Energie in das Spiel zu stecken. Das sie einem bei Unachtsamkeit aber immer noch gut töten kann fände ich aber in Ordnung...

Also ich schaffe lieber ein Spiel gar nicht als es leicht durchzuspielen außer die Spielmechanik macht kein Spaß und mich interessiert viel mehr die Story (da sag ich nur: To The Moon)

Sturmrabe85 13 Koop-Gamer - 1322 - 8. Februar 2013 - 11:26 #

Ich muss gestehen, dass ich sehr oft auf dem einfachen Schwierigkeitsgrad spiele, auch wenn er "Einfach" heisst. Ich starte zwar immer auf dem normalen Schwierigkeitsgrad, muss dann aber sehr häufig einsehen, dass ich nicht genug Skill habe. Also wechsel ich dann immer reumütig zurück.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4314 - 8. Februar 2013 - 11:35 #

Ich bin da auch ehrlich. Um ein Spiel kennen zu lernen, spiele ich es erst einmal sehr gerne auf "einfach". Wenn es dann Spaß macht und wirklich Skill verlangt, dann spiele ich es beim nächsten Durchlauf schwerer. Spiele, wie Hard Reset, die mich dann wirklich am Ehrgeiz packen, spiele ich dann schrittweise immer wieder, bis ich auf dem schwersten Grad angelangt bin und dann Zutritt zu den internationalen Highscores erlange.

Daher wären die Schwierigkeitsbezeichnungen für mich eher:

Kennenlernenmodus
Erfahrener 2. Durchlauf
Ambitioniertes und leidensbereites Drittspielen
usw.

Genauso habe ich schon damals Doom gespielt.

CBR 20 Gold-Gamer - P - 20466 - 8. Februar 2013 - 12:07 #

Mir fehlt die Zeit, Muße und oftmals auch die Lust für mehrmaliges Durchspielen. Von daher finde ich die Möglichkeit, im Spiel den Schwierigkeitsgrad zu wechseln, sehr gut.
Auf "easy" spiele ich eigentlich nie, weil der Schwierigkeitsgrad in meinen Augen für Neulinge gedacht ist. Hier habe ich mich im Artikel wiedererkannt. Schwer ist in meinen Augen für Könner oder Ambitionierte, wozu ich mich meist auch nicht zähle.

jguillemont 21 Motivator - P - 26530 - 8. Februar 2013 - 13:51 #

"Frustierend" war für mich da "Spec Ops - The Line", dass mich nach ein paar Neustarts gefragt hat, ob es nicht den Schwierigkeitsgrad nach unten korrigieren soll ...

Mister Y 10 Kommunikator - 448 - 8. Februar 2013 - 15:47 #

Genau das gleiche hat mich auch sehr gestört. Es wäre ok gewesen ein mal zu fragen und es bei Klick auf nein dauerhaft so zu lassen. Schlimmer wäre es nur noch, wenn einem das Spiel mitteilte: "Sie scheinen an dieser Stelle zu scheitern - daher haben wir für Sie den Schwierigkeitsgrad (dauerhaft) nach unten korrigiert."

Maximilian John Community-Event-Team - 9978 - 8. Februar 2013 - 16:23 #

Das stört mich auch. Vor allem weil du auf Fubar bei fast jedem Schusswechsel genug Tode erreichst damit das Spiel dich fragt...

BruderSamedi 16 Übertalent - P - 4708 - 8. Februar 2013 - 17:06 #

Es hat ein Kästchen gefehlt: "Danke, bitte nicht mehr fragen" - ansonsten fand ich den Ansatz eigentlich sehr gut, vor allem, da man schon glaub 5 oder 6 Mal an der selben Stelle sterben musste, damit das auftrat. Genau das betont aber eigentlich den Sinn des Schwierigkeitsgrades: die Schwierigkeit den eigenen Fähigkeiten anzupassen. Andersrum ist das aber wahrscheinlich nicht eingebaut, oder ("Du bist im letzten Level nicht einmal gestorben. Schwierigkeitsgrad erhöhen?")?

insaneRyu 13 Koop-Gamer - P - 1397 - 9. Februar 2013 - 22:44 #

das hat mich bei den God of War Teilen so genervt. Vor allem deshalb, weil ich selten im Kampf gestorben bin dafür aber um so häufiger bei irgendwelchen Balance und Timing aufgaben (>_>°). und obwohl diese sich durch den Schwierigkeitsgrad kein bissl geändert hätten wurde mir die Abfrage "soll es etwas leichter sein?" trotzdem an den kopf geworfen.

Andreas 16 Übertalent - 4622 - 8. Februar 2013 - 11:36 #

Da muss ich auch gerade an die DOOM-Skill-Stufen denken:
I'm too young to die.
Hey, not too rough.
Hurt me plenty.
Ultra-Violence.
Nightmare.

Auch früher gabe es kein EASY! :)

Sören der Tierfreund (unregistriert) 8. Februar 2013 - 11:43 #

Ja, auch früher gab es bei Shootern diese Art von Schwierigkeitsgeraden. Glaub selbst bei Duke 3D war easy "Piece of Cake" .. also irgendwie sinnfreie Beobachtung und damit auch Artikel.

q 17 Shapeshifter - 6711 - 8. Februar 2013 - 12:23 #

Auch an dich die Frage. War das wegen einem Beispiel gleich die Regel oder eine Ausnahme? Vielleicht liege ich auch falsch, aber ich aber lange lange lange Zeit kein Spiel mehr gesehen, bei dem ich Easy/Einfach auswählen konnte. Früher war das in meinen Augen üblich.

Solala (unregistriert) 8. Februar 2013 - 13:14 #

XCOM habe ich auf Easy gespielt, FLT ebenso ;-)

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 8. Februar 2013 - 12:01 #

Guter Punkt. Da wurde wohl zu wenig auf Titel von früher geschielt.

q 17 Shapeshifter - 6711 - 8. Februar 2013 - 12:17 #

Aber deine Aussage stimmt so nicht. Früher GAB es Easy, was ich zum Beispiel mit deus ex und Half-Life belegt habe.

Was könnte denn sonst der Grund dafür sein, dass man die Schwierigkeitsgrade bei Human Revolution jetzt anders benannt hat?

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 6375 - 8. Februar 2013 - 13:12 #

Ich finde, dass Bezeichnungen wie "I'm too young to die",
"Strandspaziergang" und "Piece of Cake" durchaus vergleichbar mit der Bezeichnung "Easy" sind, weil sie genauso "verweichlicht" klingen.

Oder fühlt sich jemand als starker Held, wenn er einen Schwierigkeitsgrad wie "Hilfe, ich bin ein kleines Kind, bitte tu mir nicht weh!" wählt?

q 17 Shapeshifter - 6711 - 8. Februar 2013 - 13:20 #

Jain, wie gesagt. Es kann ja gut sein, dass dies einigen Entwicklern schon länger bewusst ist. Und sie haben es damit in der Umkehrwirkung vielleicht sogar noch verstärkt.

Aber wie erklärst du dir das dann im Fall von deus ex? Früher gab es die klassische Auswahl mit Easy bis Hard und heute fehlt das. Warum?

Und nur zur Klarstellung :P Ich will die These hier nicht als richtig hinstellen, denn sie ist nur das - eine These. Aber es gab zum Beispiel in dem Fall eine Änderung. Und ich würde gerne verstehen, warum es die gab. Als Erklärung ist mir nur der Penisvergleich eingefallen. Wenn es was besseres/logischeres gibt, immer her damit.

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 6375 - 8. Februar 2013 - 14:20 #

Vielleicht hast du mich missverstanden. Bei deinem Artikel hast du erklärt, dass die Schwierigkeitsgrade heute vermutlich anders heißen, damit die Spieler sich "besser" fühlen (Vergleich mit den Kondomgrößen).

Easy -> Hard
Normal -> Harder
Hard -> Hardest

Die von anderen Usern genannten Beispiele aus Doom / Wolf3D / Duke3D sind da meiner Meinung nach kein Gegenargument, da sie das Wort "Easy" zwar umschreiben, aber nicht die Bedeutung verändern. Aus "Easy" wird nicht "Hard" und aus "Normal" nicht "Harder".

"Piece of Cake" ist ein Synonym für "Easy" -> ich fühle mich beides mal wie ein Weichei.
"Harder" ist aber KEIN Synonym für "Normal" -> ich bin nicht normal, sondern ein starker Held (auch wenn der Schwierigkeitsgrad derselbe ist)!

Icy 12 Trollwächter - 1033 - 8. Februar 2013 - 15:04 #

> (Vergleich mit den Kondomgrößen).
> Easy -> Hard
> Normal -> Harder
> Hard -> Hardest
==================
Wäre doch was Kondomgrößen wie folgt zu nennen:
Hard
Harder
Hardest

;)

llg 13 Koop-Gamer - 1337 - 8. Februar 2013 - 15:30 #

Oder wie bei Doom:
I'm too young to die.
Hey, not too rough.
Hurt me plenty.
Ultra-Violence.
Nightmare.
Oder lieber doch nicht. ;)

Andreas 16 Übertalent - 4622 - 8. Februar 2013 - 15:33 #

Nachmacher! :P

llg 13 Koop-Gamer - 1337 - 8. Februar 2013 - 16:50 #

Ich habe nur deine Liste und Icys Vorschlag, Kondome nach den Spielschwierigkeitsgraden zu benennen, vereint. Ich hoffe, da ihr beide im selben Thread steht, wird mein bescheidender Beitrag nicht als Plagiatsversuch gewertet... ;)

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 6375 - 8. Februar 2013 - 16:29 #

Oje... :-)

(Die Auflistung bezog sich natürlich auf das Beispiel mit Super Hexagon.)

Ketzerfreund 16 Übertalent - 5978 - 8. Februar 2013 - 18:39 #

Hier sieht man auch den schönen Unterschied zu Deus Ex 3. Darin sind die Schwierigkeitsgrade noch am Sachlichsten benannt, ihre Bezeichnungen geben ziemlich genau das wider, wofür sie stehen. Und niemand muss sich dafür rechtfertigen, sich nur "eine Geschichte erzählen" lassen zu wollen.

Andreas 16 Übertalent - 4622 - 8. Februar 2013 - 14:05 #

Sagen wir es so, früher gab es beides und heute gibt es beides. Jetzt aber die Sache zu dem Penisvergleich. Schwierigkeitsgrade zur Auswahl gibt es zu meist nur im Singleplayer. Wenn ein Spieler alleine Zuhause sitzt und sich nun zwischen den Graden entscheiden muss, dann wird der doch kein Minderwertigkeitsgefühl haben, sondern sich seinen Lieblings-Schwierigkeitsgrad erwählen. Vergleiche machen auch nur mit anderen Personen Sinn. Sei es beim Kondomkauf und der Kassiererin oder andere Kunden könnten sehen was du da erwerbst. Zudem werden Kondome ja auch nur für den Multiplayer gekauft. :D
Am PC oder der Konsole kann es ein Kumpel sein, der meint: "Was, du spielst auf easy? Du Flasche!" Dann daddelt ihr zusammen auf Hart, obwohl jeder Daheim easy oder normal gewählt hätte. ;)
Bei Wolfenstein oder Doom fanden die Entwickler, so wie ich denke, es einfach lustig, mehr nicht.

Namen (unregistriert) 8. Februar 2013 - 14:17 #

Wobei die Namen auch ihre Daseinsberechtigung hatten.
Ich glaube auf dem ersten regenierte sogar die Lebensenergie. Oder war das erst bei Serious Sam so.
Und auf Nightmare spawnten die Gegner unendlich oft. Da ging es wirklich nur ums nackte Überleben.

Stuessy 14 Komm-Experte - 2512 - 8. Februar 2013 - 12:04 #

1992 hatte Wolfenstein 3D schon auf die Spitze getriebene Schwierigkeitsstufen. Von "Can I play Daddy?" mit einem Bild von B.J. mit Schnuller und Babyhaube, bis hin zu "I am death incarnate".

Macht diesen Artikel irgendwie hinfällig.

q 17 Shapeshifter - 6711 - 8. Februar 2013 - 12:19 #

Warum ist deswegen die ganze These gleich hinfällig? 3d realms/id Software können damals ja schon einfach so schlau gewesen sein. Bei Quake 3 gab es auch 5 Stufen und die wurden umschreibend betitelt. Aber war das damals eher die Regel oder eine Ausnahme?

N (unregistriert) 8. Februar 2013 - 14:15 #

Bei Shootern? Eher die Regel. Also bei den ganz frühen Serien wie Doom, Quake, Wolfenstein, Duke (der ja eh etwas humorvoll ist) aber mMn auch bei Eradictor und der Marathon Serie
Bei Strategiespielen, anderen Actionspielen und Rollenspielen und eigentlich dem meisten anderen Zeug, sofern man den Schwierigkeitsgrad überhaupt einstellen konnte, war es eher deine 3er Einteilung mit Easy.
Vielleicht lag es an dem eher speziellen Humor, den die Shooterentwickler bei den ganz frühen eingebaut haben. Oder es ist einfach so gewesen, weil id damit einfach bei Wolf3D so angefangen hat. Um ehrlich zu sein vermisse ich heute etwas die entsprechenden Bildchen ;).
Mit Quake 2 und Half Life war die Zeit dann aber auch vorbei mMn.

Kripther 11 Forenversteher - 586 - 8. Februar 2013 - 13:13 #

Netter Artikel hat viel Spaß gemacht ihn zu lesen. Bitte mehr davon! :)

pepsodent 13 Koop-Gamer - P - 1466 - 8. Februar 2013 - 13:14 #

Egal wie die Grade heißen, meist nehm ich erstmal den niedrigsten und guck mir das Ganze mal entspannt an.
Meist spiele ich Rollenspiele und dabei hab ich zu Anfang eh erstmal nicht so ganz das planerische Konzept bezüglich Klasse/Rasse/Fertigkeiten.
Wenn ich dann in etwa weiß, wo der Hase langläuft, dann wird entweder alles gelassen, weils passt, oder eben mit nem anderen Schwierigkeitsgrad (und evtl. Charakterkombi) neu angefangen.

Shooter spiel ich eigentlich immer auf leicht, weil mir alles andere einfach zu stressig ist. Ich will ja Spaß und ne gute Zeit haben, und wenn ich wegen anhaltender Inkompetenz dann immer nur umgepustet werde, hab ich weder das eine noch das andere.

In letzter Zeit fällt mir aber immer mehr auf, egal wie die Schwierigkeitsgrade heißen, sie sind meist zu leicht.

Kindoms of Amalur hab ich irgendwann entnervt weggelegt, weil es auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad einfach langweilig war.
Skyrim habe ich nach Warnungen in Testberichten schon direkt mit schwer angefangen, was stellenweise sehr knifflig war, aber insgesamt gut angemessen.
Dark Souls dafür ist natürlich die Hölle. Nachdem ich es eigentlich hasse und die PC-Fassung immer noch übelst scheiße finde, konnte ich trotzdem nicht dauerhaft widerstehen und quäl mich da seit ein paar Tagen durch. Aber immer nur in kurzen Sitzungen. Echt anstrengend, das Spiel. Und (siehe oben) kaum ein Spaß und auch eher keine gute Zeit. Aber irgendwie hat mich der Ehrgeiz gepackt, wo immer der auch plötzlich herkam...

q 17 Shapeshifter - 6711 - 8. Februar 2013 - 13:19 #

Hast du den neuen GG-Podcast gehört? Jörg da da doch über Souls gelästert, weil es ihm VIEL ZU LEICHT war :P

s und er (unregistriert) 8. Februar 2013 - 13:49 #

der is auch schon so ein fall für sich. ist es zu schwer, meckert er... ist es zu leicht, meckert er auch... er hatte an den stellen glück, z.b. das der tauren dämon abgestürzt ist. es ist doch gut, das sowas passieren kann. wenn der spieler selbst so gut wie überall runterfallen kann und dadurch auch stirbt, wieso sollen die gegner oder sogar die bosse das nicht. es gibt soviele möglichkeiten einen boss zu schaffen, wieso auch nicht versuchen den zum abstürzen zu bringen, ist mal was anderes. ich selbst hab nochnie gehört das der tauren dämon die brücke runterfällt, aber ich hab z.b. den eisen golem abstürzen lassen (vorher hat er mich aber in den tot geworfen).

jörg sollte dark souls mal durchspielen und dann nochmal einen podcast machen darüber und nicht weil er mal 100 meter weit gekommen ist ohne zu sterben, in den 6 stunden die er gespielt hat ;P
ich glaube der hat garkeine vorstellung was ihn da noch erwartet...
würde er es weiterspielen, also richtig weiter, dann meckert er nichtmehr weil es so leicht ist, sondern dann wieder weil es viel zu schwer ist. ;P

Gustel 14 Komm-Experte - P - 2588 - 8. Februar 2013 - 14:02 #

Was gilt eigentlich als schwer oder gar Hölle? Wenn man mehr als einen Versuch braucht? Ist mir echt irgendwie zu subjektiv. Ich bin gerade in Anor Londo und bis jetzt gab es 3 Stellen wo man mal wirklich um die 10 Versuche brauchte, das meiste schaffte ich spätestens nach dem 3. Versuch. Dann hatte ich begriffen wie der Gegner funktioniert und worauf man achten muss.. oder das es manchmal besser ist den Gegner doch lieber erstmal stehen zu lassen und es gestärkt nochmal zu versuchen.

s und er (unregistriert) 8. Februar 2013 - 14:15 #

"Was gilt eigentlich als schwer oder gar Hölle? Wenn man mehr als einen Versuch braucht?"

in jörg seinen fall anscheinend schon. denn wie gesagt, er kommt dann mal 100 meter ohne zu sterben durch und das spiel ist für ihn plötzlich zu leicht.

pepsodent 13 Koop-Gamer - P - 1466 - 8. Februar 2013 - 15:44 #

Natürlich ist das subjektiv. Jeder Jeck is anders. Ich z.B. muss hauptsächlich immer mit diesem dreckigen Gamepadsteuerung kämpfen. Das ist einfach nicht meine Welt. Die ist mir zu indirekt, zu verzögert. Ich drück den Ausweichen-Knopf, und da nichts passiert, direkt nochmal. In der Zeit hat das Spiel meinen ersten Knopfdruck verarbeitet und führt ihn für mich zum passenden Zeitpunkt aus. Als nächstes will ich angreifen, aber das macht das Spiel erstmal nicht, sondern weicht natürlich nochmal aus, denn ich habe ja 2x ausweisen gedrückt. Und dann wird angegriffen, wenn ich eigentlich schon wieder blocken will, was dann auch nötig ist, denn... tot.
Oder ich will nach hinten ausweichen, aber der Analogstick ist eher so n bisschen nach rechts orientiert, zack, über den Vorsprung ausgewichen, tot.
Wenn ich langsam, vorsichtig und kontrolliert zur Sache gehen kann, ist es sehr leicht und langweilig. Aber Bosse oder mehrere Gegner gleichzeitig verlangen eben doch etwas mehr Schnelligkeit, mehr Ausweichen etc. Und da komm ich als alter PC-Gamer (mit Maus/Tastatur großgeworden) eben mit nem Gamepad nicht so gut klar.

Gustel 14 Komm-Experte - P - 2588 - 8. Februar 2013 - 15:53 #

Danke für die Antwort, jetzt verstehe ich es besser. Wobei ich es so krass bei der Xbox Version noch nicht erlebt habe mit den Steuerungsproblemen. Bin eigentlich auch mit Maus und Tastatur groß geworden. Aber an den Xbox Controller habe ich mich irgendwie gut gewöhnen können...
Andererseits wundere ich mich oftmals bei den schweren Attacken (vorallem mit dem Katana) das diese mitunter sehr verzögert ausgeführt werden und nutze sie deshalb nur unter guten Bedingungen.

Mingan (unregistriert) 8. Februar 2013 - 14:54 #

Interessanter Artikel. Das der eine oder andere Entwickler diesen Überlegungen folgt, halte ich nicht für abwegig. Persönlich glaube ich allerdings, dass in den meisten Fällen mittels solcher Alternativbezeichnungen für Schwierigkeitsgrade eher auf kreative Art und Weise die Thematik und der Ruf der Spielereihe verdeutlicht werden sollen.
Man denke nur an Civilization, wo es seit Anbeginn die Schwierigkeitsgrade Häuptling, Prinz und Kaiser gibt. Durchaus zutreffende Bezeichnungen, da man in den Spielen in die Rolle eines Oberhauptes schlüpft. Es gibt sicherlich auch Spiele, die im Ruf stehen äußerst fordernd zu sein. Da liegt es dann durchaus nahe, zumindest von der Bezeichnung her auf einen leichten Schwierigkeitsgrad zu verzichten. Das aufgeführte Super Hexagon scheint in diese Kerbe zu schlagen.

Gefühlt hat sich diesbezüglich aber meiner Meinung nach nicht merklich etwas geändert, die "klassischen" Bezeichnungen Leicht, Mittel und Schwer sind immer noch reichlich präsent, Spiele ohne einfacher oder generell unterschiedlichen Herausforderungsstufen und solche mit ausgefallen Bezeichnungen gab es auch schon früher zuhauf.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 62173 - 8. Februar 2013 - 15:14 #

Mich persönlich reizen höhere Schwierigkeitsgrade eigentlich nie, und das hat weniger mit fehlenden Können zu tun ( spiele oft genug auf schwer, wenns ums Achievement sammeln geht ) sondern vielmehr damit das ich beim spielen eher Entspannung als Herausforderung suche. Es gibt mir einfach nichts den S Grad zu erhöhen. Da ich am liebsten RPGs zocke, würde mich das eh nur von der Geschichte ablenken wenn ich 100tausend mal an der selben Stelle sterbe. Allerdings fand ich q`s Artikel wieder mal echt gelungen, speziell die Anekdote mit den Kondomen ist köstlich, mehr davon bitte :)

chgthym (unregistriert) 8. Februar 2013 - 17:45 #

Oh, erinnert mich an meinen Anlauf auf dem höchsten Grad in NWN1, 1.Addon.
Da hat mir mein KI-Begleiter andauernd verdorren auf irgendwelche Ratten gewirkt, was dank des Grades auch mich geschädigt hat und ich hab meinen Begleiter mit einem Feuerball auch mehr als einmal ordentlich verbrutzelt :D

ElliotYouIdiot (unregistriert) 8. Februar 2013 - 15:23 #

Was ich bei fast allen Videogames beim Schwierigkeitsgrad vermisse, sind Informationen, was sich von Stufe zu Stufe ändert. Weniger Startkapital, mehr Gegner, clevere Gegner etc... das sollte erklärt werden! Damit man weiss, was für die Programmierer der Unterschied von "leicht" zu "schwer" ist.

Ketzerfreund 16 Übertalent - 5978 - 8. Februar 2013 - 18:53 #

Beim Design der Schwierigkeitsgrade trägt für mich ganz eindeutig Thief die Krone. Statt an irgendwelchen Werten zu drehen oder mehr aus dem Gegnerstreuer zu schütteln, hat man die Missionen komplexer gestaltet (mache mehr Beute, erfülle auch das Sekundärziel, bringe niemanden um).

Novachen 18 Doppel-Voter - 12833 - 8. Februar 2013 - 16:08 #

Bei Descent, FreeSpace etc. war es immer ulkig, dass "Easy" immer die Voreinstellung bei einem neuen Profil ist. Davor gibt es nur "Very Easy" und ganze 3 Schwierigkeitsgerade darüber "Medium, Hard, Insane". Da wurde dem Spieler sogar empfohlen direkt auf "Leicht" anzufangen.

Warum es diese ganzen Umschreibungen gibt, ist mir ehrlich gesagt total unklar, sind das irgendwie Männerkomplexe? Ich persönlich muss sagen, dass mich das sogar viel mehr verwirrt. Bei drei Schwierigkeitsgraden kann man vielleicht noch einfach zwischen Leicht, Mittel, Schwer unterscheiden, aber was wäre zum Beispiel "Normal" bei 4 Schwierigkeitsgraden? Der 2. oder der 3.? Und das steht ja eben nicht wirklich dran... und es gibt mehr als genug Spiele wo es "Sehr leicht, Leicht, Normal, Schwer" als auch "Leicht, Normal, Schwer, Sehr Schwer" gibt.

Ich spiele zwar prinzipiell immer auf der höchsten Schwierigkeitsstufe, auch weil Spiele heutzutage DEUTLICH leichter sind als früher, aber für jeden der sich auf die Fahne schreibt "Das Spiel in dem Schwierigkeitsgrad zu spielen wofür es gedacht ist", finde ich das persönlich eher verwirrend, wenn eine eindeutige Unterteilung nicht ersichtlich ist. Und es ist ja ebenso ein Fakt das die meisten Spiele tatsächlich nur auf "Normal" wirklich funktionieren und am ausbalancierten sind, weil auf Grundlage dieses Schwierigkeitsgrades das Spiel ja auch entwickelt wurde. Skalierungsprobleme zwischen Schwierigkeitsgraden sind ja schließlich auch so alt wie Schwierigkeitsgrade selbst.

q 17 Shapeshifter - 6711 - 8. Februar 2013 - 16:17 #

Ha, genau darauf hab ich eigentlich gewartet :D

Ich halte es schon für möglich, dass das eher eine Männerthematik ist. Vielleicht können sich Tr1n und co. ja auch noch dazu äussern :>

Larnak 21 Motivator - P - 25771 - 10. Februar 2013 - 3:53 #

"Warum es diese ganzen Umschreibungen gibt, ist mir ehrlich gesagt total unklar, sind das irgendwie Männerkomplexe?"
Eher nicht. Es ist einfach ein Abheben vom Standard, etwas Besonderes. Irgendein Entwickler hatte einen Einfall "Hey, man könnte da doch mal was anderes hinschreiben als nur dieses leicht, mittel, schwer", alle fanden's gut und dann war's im Spiel.
Das Bestreben, all zu banale Dinge mit Umschreibungen interessanter zu machen und sich dabei vielleicht sogar einen Scherz zu erlauben, ist ja nun nichts, was sich auf Schwierigkeitsgrade bei Spielen beschränkt.

Novachen 18 Doppel-Voter - 12833 - 11. Februar 2013 - 1:13 #

Das Problem dabei ist viel mehr, es steht einfach nicht dran, was was ist.

Bei einem Spiel mit 4, 6 oder gar 8 Schwierigkeitsstufen, welche davon ist diejenige die vom Entwickler für den "normalen" 0815 Spieler gedacht ist, wo die sog. goldene Mitte nun aus zwei möglichen Schwierigkeitsgraden besteht? Es steht nirgends dran, welches von diesen ganzen Umschreibungen nun Leicht, Mittel oder Schwer bedeutet. Ich habe ja nichts gegen solche Umschreibungen als solche, nur in der jetztigen Form wie sie praktiziert werden, sind sie in meinen Augen eher verwirrend als hilfreich. Manche Spiele hatten in der Vergangenheit zur besseren Orientierung immerhin auch sowas wie (Leicht) oder (Normal) dran stehen, aber sowas verschwindet tatsächlich immer mehr aus Videospielen.

Mir ist es zum Beispiel neulich passiert, dass ich "dank" solcher Umschreibungen tatsächlich ausversehen den leichtesten anstatt den schwersten Schwierigkeitsgrad ausgewählt habe. Zum einen weil sich in jedem Spiel die Reihenfolge ändert, bei manchen sind die schwereren Schwierigkeitsstufen oben, beim anderen unten und das selbe bei Auswahlmenü Rechts und Links ebenfalls nochmal. Und dazu gibt es einen Haufen an Spielen wo die Umschreibung als solches tatsächlich Interpretationssache ist, wo es tatsächlich möglich ist, dass manche Spieler zum Beispiel diverse Umschreibungen tatsächlich schlimmer finden als sie vom Entwickler eigentlich beabsichtlich sind.

Bekanntes Beispiel ist sicherlich der Unterschied für Spieler zwischen "Hölle" und "Alptraum" als Schwierigkeitsgrad. Der Begriff "Alptraum" ist für viele, eben aufgrund seiner Greifbarkeit tatsächlich deutlich schlimmer als ein Fantasiekonstrukt wie "Hölle".

Larnak 21 Motivator - P - 25771 - 11. Februar 2013 - 13:14 #

Stimmt sicher, wobei ich persönlich "leicht", "mittel" und "schwer" auch nicht sehr aussagekräftig finde, solange mit das Spiel nicht verrät, was das eigentlich beeinflusst.

Ketzerfreund 16 Übertalent - 5978 - 11. Februar 2013 - 21:57 #

Auch hier steht Thief ganz oben; dort wird einem genau gesagt, was die Konsequenzen hörerer Stufen sind.
Oft möchten die Entwickler das wohl aber gar nicht näher erläutern, weil "Es werden mehr Gegner in den Levels verteilt.", "Sie haben mehr Trefferpunkte und sind besser bewaffnet." (Actionspiele), "Die Gegnerfraktionen bekommen Geld-/Ressourcengeschenke." (Strategiespiele) einfach nicht sonderlich gut klingt...

Larnak 21 Motivator - P - 25771 - 11. Februar 2013 - 23:54 #

Bei Rise of Nations wird das auch angegeben. Nicht exakt zwar, aber so Dinge wie "Leicht: Forscht langsamer und bekommt einen Malus aufs Abbauen von Ressourcen" (Das hab ich mir jetzt ausgedacht, aber so in der Art ;) )
Aber du hast wohl Recht, dass viele das gar nicht angeben wollen, weil dabei wohl bei vielen Spielen die Hilflosigkeit der Entwickler beim Einstellen von vernünftigen Schwierigkeitsgraden offensichtlich würde ...

mihawk 18 Doppel-Voter - P - 12992 - 8. Februar 2013 - 16:38 #

Wieder ein schöner Artikel von dir, du wirst langsam zum Star hier :)

BruderSamedi 16 Übertalent - P - 4708 - 8. Februar 2013 - 16:44 #

Netter Artikel, auch wenn ich eigentlich auf ein ganz anderes Beispiel gewartet hatte: Tall, Grande, Venti(R) :)

Sok4R 16 Übertalent - P - 4554 - 8. Februar 2013 - 19:09 #

Mir fällt dazu gerade ein, dass bei neueren Spielen statt einfach bzw. easy häufig "novice", also Anfänger steht. Ist zwar im Endeffekt das gleich, nur halt umbenannt.
Age of Empires 2 hatte sogar eine "Sehr Einfach" KI. Das war ja dann völlig unskillig ;)

Ich persönlich spiele zuletzt eher auf einem der einfacheren Schwierigkeitsgrade. Wenn ich den ganzen Tag arbeite und unter Stress stehe, will ich mich abends beim Spielen entspannen. Ich würde einen höheren Schwiergkeitsgrad schon schaffe, aber dabei würde ich mich doch sehr aufregen (das mache ich schnell) und das hat dann nicht die selbe Wirkung. Wenn ich Zeit für ein Spiel habe packe ich auch die höheren Schwiergkeitsgrade an, dann komme ich auch besser mit mehreren Fehlschlägen und Niederlagen (im Multiplayer) umgehen.

Epic Fail X 15 Kenner - P - 3612 - 8. Februar 2013 - 19:44 #

Oh, klasse! Ein Artikel über Penisgrößen.
Zum eigentlichen(!) Thema:
Im Grunde richtige Beobachtung, aber die Beispiele sind eher unglücklich gewählt.
1. Hexagon
Soweit ich das mitbekommen habe (und wie auch im Artikel anklingt) wäre die Bezeichnung "leicht" schlicht einer Verhöhnung der Spieler gleichgekommen. Und zwischen dem Spieler die Eier kraulen und sich über den Spieler lustig machen besteht ein großer Unterschied.
2. Deus Ex
Doom hatte schon vor gut 20 Jahren ähnliche Bezeichnungen:
I'm too young to die
Hey, not too rough
Hurt me plenty
Ultra-Violence
Nightmare!
3. Spec-Ops
Ich persönlich finde, dass sich "Strandspaziergang" viel viel fieser als "einfach" anhört. Nach dem Motto: "Die anderen ziehen in den Krieg und Omma macht ihren Sonntagsspaziergang, die Gute."
4. Shank 2
Ich kenne nur Shank 1. Dort gibt es ebenfalls normal und hard. Bei zwei Schwierigkeitsgraden steht der Entwickler immer vor der Wahl sie einfach und normal oder normal und schwierig zu nennen oder er denkt sich blumige Bezeichnungen aus. Nun stellt sich der Schwierigkeitsgrad in Shank auf normal durchaus als stellenweise fordernd heraus, auf hard wird es sogar bisweilen richtig frustrierend. In diesem Fall die Kombination "easy" und "normal" zu wählen, würde an der Realität schlichtweg vorbei gehen.
Mir fällt dazu eine Episode mit Siedler 4 ein: Frisch mit Siedler 3 gestählt stellte mich Teil 4 vor die Wahl zwischen einfach und normal. Natürlich wählte ich normal und bekam schon in den ersten Missionen sowas von auf die Mütze. Ich fühle mich bis heute noch schwer verkackeiert von diesem Spiel. Und das sollte eigentlich nicht sein.

Persönlich zwingen die Entwickler mich sowieso meist den höchsten Schwierigkeitsgrad zu wählen. Verfluchte Achievements!

jguillemont 21 Motivator - P - 26530 - 8. Februar 2013 - 20:24 #

Hallo q, auch von mir danke für den Artikel. Eine Frage geht mit nun durch den Kopf. Könnte es sein, dass unter gewissen Umständen ein schwierig kommunizierter Schwierigkeitsgrad (hart, harter .,,) den Spieler hindert, entweder überhaupt zu spielen bzw. Er früher aufhört?

Dark Souls finde ich interessant, bezeichne mich aber nicht asls frustesistent genug, es derzeit auzuprobieren. Das ist nicht das gleiche, da der Eindruck von Aussen geprägt wurde. Aber so ähnlich könnte ich mir einen Effekt vorstellen bei einem Spiel, das sich als schwer an preist zu und bei dem ich dann mal öfters verliere.
Was meinst Du?

AZUBU (unregistriert) 8. Februar 2013 - 20:28 #

Früher hab ich die meisten Spiele immer in Medium gespielt, heutzutage braucht man vor Hard garnicht erst anfangen. Da Gaming leider zum Massenmedium wurde, sind auch die Ansprüche gesunken. Was früher Easy war ist heute schon härter als Medium. Da gibts sehr sehr wenig Ausnahmen (Witcher 2).

Und selbst die meisten Spiele sind auf dem härtesten LEvel noch viel viel zu einfach.

Admiral Anger 24 Trolljäger - P - 48767 - 8. Februar 2013 - 22:48 #

Also "Erzähl mir eine Geschichte" finde ich irgendwie überhaupt nicht abwertend. Bei Shootern war ich eigentlich noch nie sonderlich gut. Ich spiele Spiele auch nicht primär wegen ballern und Action, sondern weil ich mich unterhalten lassen will. Wenn ein Spiel eine gute Story hat, dann will ich die auch erleben, ohne ständig ins Gras zu beißen.

q 17 Shapeshifter - 6711 - 8. Februar 2013 - 22:55 #

Ich find es auch absolut nicht abwertend. Gerade darum wurde es wohl auch so gewählt. Ich glaub, damit hätte ich weniger Probleme, als mit Easy. Dumme Psyche.

Leya 13 Koop-Gamer - 1246 - 8. Februar 2013 - 22:48 #

Ja, ok, ganz netter Beitrag. Es wäre aber bestimmt auch möglich gewesen, den zu schreiben, ohne 5x das P-Wort zu verwenden. Insbesondere im Titel, nur um Klicks zu generieren.

q 17 Shapeshifter - 6711 - 8. Februar 2013 - 22:54 #

Aber ich bin doch so infantil!

Sören der Tierfreund (unregistriert) 8. Februar 2013 - 23:17 #

Wieso? Er hat doch Recht. Der Artikel wirkt eher so als ob du ein Thema gesucht hast um das Wort Penis schön unterzubringen. Vermutlich verkaufst du das Ganze noch als dein "Stil", lol.

ElliotYouIdiot (unregistriert) 9. Februar 2013 - 0:42 #

Laut Spektrum der Wissenschaft (Ausgabe 10/2011) hat sich der PENIS vor ca. 375 Millionen Jahren entwickelt. Bei den heute ausgestorbenen Panzerfischen, den Plakodermen - unseren Vorfahren.

Dieser spezifischen Evolution verdanken wir die innere Befruchtung. Und darüber dürfen wir alle froh sein! Denn davor wurde en passent von extern besamt. Stell Dir das mal vor, Du stehst als Weibchen in der U-Bahn und dann kommt so ein Männchen daher und spritzt... ähm, naja, lassen wir das.

Jedenfalls kann man der Evolution für den PENIS gar nicht oft genug danken. Schon aus Hygienegründen! Ich finde, die eine oder andere Überschrift hat sich unser bestes Stück damit mehr als verdient!

jguillemont 21 Motivator - P - 26530 - 9. Februar 2013 - 8:11 #

So was sollte ich nicht am Morgen lesen ...

q 17 Shapeshifter - 6711 - 9. Februar 2013 - 9:58 #

Soll ich da echt noch ernsthaft drauf antworten?

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 6375 - 9. Februar 2013 - 9:15 #

"Penis" (lateinisch für „männliches Glied“) ist die offizielle Bezeichnung für das Geschlechtsorgan. So lernt man es im Biologieunterricht in der Schule. Das Wort Penis ist also überhaupt nicht anstössig oder infantil und kann und sollte beliebig oft genutzt werden.

Es gibt anscheinend auch Leute, die selber so versaut sind, dass sie sich über die Benutzung des Wortes "Schwanz" in einer Kindersendung aufregen:
"Schwanzvergleich im KiKa"
http://www.youtube.com/watch?v=0amPsdQGnZs
vergleiche:
http://de.wikipedia.org/wiki/Schwanz

"Liste der beliebtesten Synonyme für Penis in der Literatur"
http://nutzloseswissen.blogg.de/2004/09/15/penis-begriffe/

Epic Fail X 15 Kenner - P - 3612 - 9. Februar 2013 - 11:47 #

Ich vermisse Panzerrohr. :(

JohnnyJustice 12 Trollwächter - 948 - 10. Februar 2013 - 12:58 #

Ich spiele alle Spiele auf dem ersten Schwierigkeitsgrad, ich bin zu alt für 70+ Versuche um ein Level durchzukriegen.

Ich kann andere Sachen gut.

Meinname (unregistriert) 10. Juni 2014 - 23:27 #

Was ist eigentlich aus diesem Q geworden ?
Der ist ja gar nit mehr aktiv hier.

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