User-Meinung

Streitthema Spielspaßwertungen

Mathias Müller 23. Juli 2011 - 10:38 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert
Für die einen sind sie der wichtigste Anhaltspunkt beim Spielekauf, für die anderen haben sie dagegen kaum Bedeutung. Dennoch sind sie immer wieder ein großer Streitpunkt bei Spielern und sorgen für heftigste Diskussionen: Die Rede ist natürlich von Spielspaßwertungen.
Kurz und knapp: Spielspaßwertungen sollen Aufschluss darüber geben, wie gut ein Spiel ist und ob sich dessen Kauf lohnt. Doch sind diese Wertungen anno 2011 eigentlich noch zeitgemäß oder so überflüssig wie ein Wasserspender im Regenwald? Kann Spielspaß denn überhaupt gemessen werden und wieviel Subjektivität eines Testers fließt in die finale Wertung mit ein? In diesem User-Artikel werde ich versuchen auf diese Fragen einzugehen, beleuchte dabei verschiedene Wertungssysteme und hinterfrage deren Genauigkeit und Aussagekraft.

Nicht totzukriegen

Auch heute noch setzen die meisten Fachmagazine, die sich mit Spieletests befassen, auf eine Endwertung und nur wenige trauen es sich zu, den Artikel in reiner Textform erscheinen zu lassen – als bekanntesten Vertreter dieser Gattung darf hier wohl die Gee genannt werden. Selbst Zeitschriften wie der Metal Hammer – denjenigen von euch, die musikalisch die etwas härtere Gangart bevorzugen, wird er nicht unbekannt sein – klatschen mit jeder neuen Ausgabe eine Zahl neben einen Minibericht über zwei bis drei ausgewählte Games. Gewertet wird bei dem metallischen Musikmagazin übrigens mit einem Punktesystem von eins bis sieben, wobei die Sieben die Höchstpunktzahl darstellt. Allemal eine ungewöhnliche Bewertungsmethode, welche ich aber nicht minder genau einschätzen würde, als die wohl bekannteste und weitverbreitetste unter den Spielezeitschriften: Das Prozentsystem von 0 bis 100.

Die aus den Neunzigern stammende Einteilung in Prozentpunkten wandert meiner Meinung nach auf einem viel zu schmalen Grat. Ist ein Spiel mit 87 Prozent wirklich besser als ein Titel mit 85? Oder noch besser: Bedeuten 35 Prozent noch weniger Spielspaß als 45? Woran wird die genaue Endpunktzahl gemessen? Eine Einteilung in verschiedene Kategorien (Grafik, Sound, Steuerung, Spielzeit, etc.) mit je zehn Punkten empfinde ich persönlich mehr als albern. Der Tester versucht doch ohnehin auf eine bestimmte Wertung im Vergleich zu einem anderen Spiel zu kommen und jongliert oft willkürlich mit Zahlen. Abgesehen davon werden die Bereiche über der 90%- und unter der 70%-Marke kaum genutzt, wozu braucht es dann maximal 100 Punkte? Schon klar, Prozente reichen nun einmal von 0 bis 100.

Weniger ist mehr

Unsere aller Lieblingswebseite (GamersGlobal - Anm. des Autors) orientiert sich zwar merklich am Prozentsystem, macht's dann aber doch anders. Jörg Langer und seine Kollegen bewerten mit einem Punkteschema bis zehn – inklusive 0.5er-Schritten. Der feine Unterschied ist allerdings, dass hier auch einmal die 10.0 (Super Mario Galaxy 2) oder eine 4.0 (Saw) gezückt wird. Dass auch auf GamersGlobal.de die meisten Wertungen über einer 7.0 liegen, lässt sich wohl damit begründen, dass sich die Redaktion zumeist nur die Rosinen aus dem riesigen Spielekuchen pickt, die es zu testen gilt.

Wenn ich ganz ehrlich bin, würde mir persönlich aber auch eine – aus diversen Spielfilm-Zeitschriften bekannte – Wertungsmethode reichen, die null bis drei Punkte vergibt. Die Null für 'ne Gurke, die Eins für einen mittelmäßigen und die Zwei für einen guten Titel. Die Drei gibt es nur in Ausnahmefällen für echte Pflichtkäufe. Nervige Debatten, warum Spiel X eine minimal bessere Wertung bekommt als Spiel Y, lassen sich damit sicher auch vermeiden.

Fazit

Gänzlich auf Wertungen verzichten würde ich nicht. Dafür sind sie einfach zu praktisch, denn eine gewisse Aussagekraft über die Qualität eines Titels kann man ihnen nicht absprechen – vorausgesetzt man vertraut dem Tester. Wer will sich schon bei jedem Spieletest durch ellenlange Texte quälen, nur um am Ende festzustellen, dass es vielleicht doch nicht das Richtige ist? Trotzdem könnte das Überdenken des Wertungssystems – ich schiele hier persönlich auf die Prozentvertreter – dem ein oder anderen Fachmagazin durchaus gut tun.
 

Mathias Müller 23. Juli 2011 - 10:38 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert
Johannes 22 AAA-Gamer - P - 34072 - 23. Juli 2011 - 10:53 #

Wertungen interessieren mich persönlich nicht mehr so sehr. Viel interessanter sind mittlerweile Verkaufszahlen und Fakten, was genau an einem Spiel gut oder schlecht ist.

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 20845 - 23. Juli 2011 - 11:07 #

Also Verkaufszahlen als Wertung nehmen ob ein Spiel gut oder schlecht ist denk ich ist falsch. Viele käufer gucken sich net an ob das Spiel ne gute Wertung hat oder nicht sondern nehmen die Verpackung in die Hand und nehmens mit oder nicht. Siehe Landwirtschaftsimulator, Bussimulator oder Baggersimulator. Haben alle gute Verkaufszahlen - ist das nun ein gutes oder schlechtes Spiel?

Ich guck eher was für ein Tester hat das Spiel getestet. Flugsim kann net schlechte Wertung bekommen wenn ein Strategieexperte das testet und umgekehrt. Grafik, Sound, Steuerung und Story sind die Dinge auf die ich in der Wertung beachte. Ausnahme MMO und FP2.

Magnus Draken 12 Trollwächter - 938 - 23. Juli 2011 - 11:21 #

Gemessen an Verkaufszahlen wäre "Call of Duty" das beste Spiel der Welt und das erste Deus Ex eher mittelprächtig, wenn ich mich da recht entsinne...

Gamma 10 Kommunikator - 384 - 23. Juli 2011 - 11:27 #

Verkaufszahlen werden zum größten Teil von der dummen Masse bestimmt. Diese als Indiz für die Qualität eines Spiels zu nehmen ist insofern unsinnig, da stimm ich dir zu.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8071 - 23. Juli 2011 - 14:31 #

Heute bist du die Masse, morgen bin ich das. Die "Masse", ist -ich sprech jetzt für mich- nicht dumm.

Johannes 22 AAA-Gamer - P - 34072 - 23. Juli 2011 - 18:40 #

Okay, ich sehe schon, ich habs etwas falsch ausgedrückt. Mich interessieren die Verkaufszahlen mehr als die Wertungen; das heißt aber nicht, dass ich Verkaufszahlen als Maßstab für die Qualität eines Spiels nehme. Da zählen für mich dann auch nicht die Wertungen an sich, sondern die einzelnen Kritikpunkte.

Wenn sich Call of Duty 100 Millionen Mal verkauft und im Test eine 11.0 abstaubt ist das schön, aber ich werde es mir trotzdem nicht kaufen, weil ich keine Lust auf einen durchgescripteten Schlauchlevel-Singleplayer und den immer gleichen Multiplayer habe.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8071 - 23. Juli 2011 - 21:21 #

Letztendlich ist doch eh alles Subjektiv. Man sucht sich die Zeitung/Webseite/Spieletester der einem am nähesten ist und hört dann mal mehr oder mal weniger auf dessen Meinung, ob das nun mit 3 Sternen, 5 Erdbeeren oder in Miligramm ermittelt wird.

Oder wie du, halt anhand Verkaufszahlen - was dann aber theoretisch alle Indie Titel aussen vor lässt, es sei den diese sind wie zB Minecraft in der "Masse" angekommen.

Das perfekte System ist ganz einfach: Es muss nur -eigener Name hier eintragen- gefallen. ;)

LordofDoom 10 Kommunikator - 374 - 23. Juli 2011 - 11:01 #

Hm ich hätte mir gewünscht, dass du das Thema etwas tiefgründiger bearbeitest. Gerade deine Einleitung suggeriert das, aber dann kam auch schon das Fazit ;)

Zum Thema selbst finde ich, dass Bewertungen durchaus ihre Berechtigungen haben. Sie zeigen dir auf einen Blick wohin die Reise grob geht. Wenige haben die Zeit immer einen Test komplett zu lesen, von daher ist eine Kombination aus Fazit, Pro&Cons und Wertung für mich das Relevante. Vom 100% System halte ich aber auch nichts und fand Diskussionen über 1% mehr oder weniger schon immer sehr lächerlich.

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11034 - 23. Juli 2011 - 11:01 #

"nd wieviel Subjektivität eines Testers fließt in die finale Wertung mit ein?"
100%, dass ist eben kein Benchmark und kein Beschleunigungstest, wo man Ende eine Zahl da steht, die man direkt mit anderen vergleichen kann.

Ich bin klar für Wertungen, sie gibt es einfach überall und so tickt der Mensch nun mal. Wir werten doch ständig, wenn auch nicht immer mit eine Zahl im Kopf. Da ist doch nur logisch, da Testberichte zu Spielen, Filmen, Autos, Fahrrädern... usw. immer eine Wertung am Ende haben. Quasi ein Ultra-Kurzfazit des Autors. Das dann Wertungsdiskussionen aufkommen, ist ja Sache der Leser. Wer meint, er müsse sich über 2 Punkte Differenz streiten, soll das doch tun. ;)

Insgesamt hättest du den Artikel mMn ein wenig breiter fächern können. Vergleiche zu anderen Branchen ziehen und auf Vor- und Nachteile der Wertungen eingehen können. Eine 4-stufige Wertung lässt im schlimmsten Fall weniger Spielraum für Unterschiede übrig, als eine 100-stufige. Allerdings sind wohl 4-stufige nicht so anfällig für eine schlechte Tagesform usw. :)
Dein Artikel ging kaum los, dann haust du schon mit Hammer auf ein System, lobst ein anderer und erwähnst kurz ein deiner Meinung nach bessere und zack, hat man das Fazit vor der Nase.

Mathias Müller 17 Shapeshifter - 6655 - 23. Juli 2011 - 13:17 #

Ursprünglich war der Artikel sogar deutlich länger, ich habe ihn dann aber mehrfach eingekürzt, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden war. Ständige Zahlen und das Eingehen auf Wertungssysteme, die im Endeffekt kaum etwas anders machen, hätten den Artikel meiner Meinung nach nicht voran gebracht. Weniger ist halt oftmals mehr... :)

Justin Sane 12 Trollwächter - - 1133 - 23. Juli 2011 - 11:02 #

Ich lese bei einem Test immer nur das Fazit auf der letzten Seite. Vielleicht noch ein paar Punkte aus Pro und Contra, mehr aber nicht. Eine Wertung in Punkten/Prozent ist mir da egal.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6670 - 23. Juli 2011 - 11:11 #

Ich brauche keine Wertungen mehr. Als junger Teenie und Neuling beim PC war es gut, wenn man von z.B. einem Jörg Langer lesen konnte: "AoE ist richtig klasse, 86% Wertung." Da dachte man sich: "Gut, der Herr Langer ist kompetent, dessen Wertung vertraue ich." Heute bin ich aber erfahren genug, um auch aus einem Text die Wertigkeit des Spiel herauszulesen. Aber anscheinend richten sich Spielemagazine eh noch an Teenies, egal ob GameStar oder Xbox-sonstwas.

Zum Thema "objektive Wertungen" Marke GameStar sage ich dagegen mittlerweile gar nichts mehr, nur so viel: Wenn mir als Tester Nussschokolade besser schmeckt als Trauben, dann bekommt letztere nur 55%. Ist dann aber ganz obejektiv, denn die Wertungsposten drehe ich mir schon zurecht.

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 20845 - 23. Juli 2011 - 11:16 #

Ich hab aus der Powerplay, PC Player und die ersten Jahre der Gamestar das so gemacht:

90% + Pflichtkauf
80% + Kauf ich mir wenn mir das Genre gefällt zu Release
70% + Wenn ne 77+ bei gefallen zum Release - rest Budget
60% 67-69 evtl bei gefallen als Budget - rest wird net gekauft.

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6602 - 23. Juli 2011 - 11:21 #

Also ich finde eine Bewertung, die sich aus den einzelnen Kathegorien zusammen setzt schon in Ordnung. Mir ist es letzten Endes egal, ob da nun 80 oder 90% steht, aber durch die genaue Aufschlüsselung in Pro's und Contras kann man ja selbst einschätzen, ob einen die aufgelisteten Punkte stören oder die positiven überwiegen.

Ich persönlich schaue ehrlich gesagt vor allem auf die Contrapunkte einer Bewertung, nicht auf die Prozentzahl. Ausser diese liegt unter 50%...

6Star 21 Motivator - P - 27876 - 23. Juli 2011 - 11:24 #

Ich lese den Test eigentlich nur um die Meinung des Verfassers zu kennen, als Kaufentscheidung brauche ich sie nicht. Schüttle dann nach dem lesen den Kopf oder nicke zustimmend. Ich weiss immer schon in der Previewphase ob mich ein Spiel interessiert und spielen will. Da ist es mir dann egal, ob ein Hunted oder Child of Eden keine 90er Wertung bekommen oder Duke Nukem Forever in einigen Medien, zu Unrecht, abgewatscht wird. Auch weiss ich Heute schon, dass ich Modern Warfare 3 oder GTA 5 nicht spielen will, selbst wenn Magazine mit 100er Wertungen um sich werfen würden.

MarineKing (unregistriert) 23. Juli 2011 - 11:26 #

Man hat oft das Gefühl das jedes halbwegs passable Spiel, was nicht vor Bugs und Langeweile schreit schon 80% bekommt. Mir ist eigentlich nur 4players bekannt die sich trauen auch einfach mal 58% für FIFA11 zu vergeben wo GayStar 80% gibt xD

ShizOo 11 Forenversteher - 577 - 24. Juli 2011 - 0:41 #

http://angryjoeshow.com/ ;)

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8071 - 24. Juli 2011 - 6:44 #

Ja, immer wieder ein Fest! :)

Azzi (unregistriert) 23. Juli 2011 - 11:30 #

Ja das alte Thema der Wertungen, immer wieder lustig.

Würde es nach mir gehn dann reicht eine Einteilung von "befriedigend" "gut" "sehr gut" "hervorragend" etc. eigentlich aus. Lässt zumindest die unweigerlichen Vergleiche etwas abmildern.

Auch weiss ich mit mittlerweile knapp 15 Jahre Spielvergangenheit auch ohne gross Tests zu lesen, was mir Spass machen könnte und was nicht. Ich lese damit höchstens gezielt bei Spielen rein die mich eh interessieren.

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Ich fände es auch lobenswert wenn man Faktoren wie Innovationsmangel und lustloses Design mehr gewichten würde. Beispiel Dragon Age 2: Man merkt an allen Ecken das hier bewusst schnell verkauft werden sollte obwohl die Spielewelt sich ständig wiederholt und sehr lieblos designt wurde. Trotzdem bekam das Spiel überdurchschnittlich gute Noten.
Das gleiche mit jährlich erscheindenden Fifa Teilen, ich meine das sind Veränderungen in Addon oder DLC grösse die zu Vollpreis verkauft werden...

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11034 - 23. Juli 2011 - 11:37 #

@gut, sehr gut usw.:
Die BIKE z.B. wertet afaik mit Punkten im Bereich bis zu 150 und hat dann noch eine Einteilung, wie viele Punkte gut, sehr gut, super usw. sind. Da hast du dann ein Fahrrad mit 126,5 Punkten, die aus Teilwertungen errechnet werden, und weißt, dass das "sehr gut" ist. Sprich man bekommt es sehr genau und gleichzeitig grobe Bewertung. Ich finde das recht gut.

@FIFA-Teile:
Da ist dann immer noch die Frage zu klären, sollte ich ein Spiel allein deshalb mies bewerten, weil es kaum was besser macht als der Vorgänger und dieses bisschen mir nicht viel wert ist? Oder sollte man das Spiel bewerten, wie es in den Handel kommt, die Änderungen bzgl. der Vorgänger nur erwähnen und es dann so gut bewerten, wie man es absolute findet? ;)
Spieler der Vorgänger sollte man mMn selbst zutrauen können, dass sie einschätzen können, ob ihnen die kleinen Verbesserungen 60€ wert sind oder nicht, ohne das man einem FIFA11 75% gibt, obwohl das schlechtere FIFA10 90% bekommen hat, weil der Nachfolger kaum was besser macht. ;)

Anym 16 Übertalent - 4962 - 23. Juli 2011 - 12:07 #

Nur lassen sich Fahrräder objektiver messen als etwa Spiele. Bei Fahrrädern kann man sagen, es wiegt so und so viel kg, dafür gibt es so und so viel Punkte. Bei einem Spiel kannst du nicht sagen, es hat so und so viel Polygone, dafür gibt es so und so viel Punkte. Daher finde ich, dass derart feinkörnige Bewertungsschemata bei Spielen wenig Sinn machen und eine Objektivität vortäuschen, die es in Wirklichkeit nicht gibt.

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11034 - 23. Juli 2011 - 13:59 #

So technisch ist der Fahrrad-Test überhaupt nicht. Da es schon preisunabhängig ist, fällt das raus und dann gibt es da z.B. Wertungen für Bergauf, Bergab, Praxiswertung, Sonstiges (Ausstattung, Verarbeitung, Lackqualität, Gewährleistung). Die ersten drei sind da rein subjektiv, einfach wie das Fahrgefühl ist, wie das Bike sich verhält. Nur in Sonstiges zählt nur die Technik rein. Die einzelnen Bereiche sind allerdings auch unterschiedlich gewichtet.
Ich finde schon, dass man das übertragen könnte.

Anym 16 Übertalent - 4962 - 23. Juli 2011 - 14:33 #

OK, das überrascht mich zwar, aber dann hab ich das wohl überschätzt. In dem Fall sehe ich dort das gleiche Problem wie bei den Spiele-Tests: Was bringen mir 100 (oder mehr) Abstufungen, wenn so viel Subjektivität einfließt, dass je nach Tester große Schwankungen von 20 Punkten (oder mehr) möglich sind. Da find ich persönlich es ehrlicher, wenn nur eine grobe Bewertung abgegeben wird anstatt durch genaue Aufschlüsselungen künstlich Objektivität vorzugaukeln.

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11034 - 23. Juli 2011 - 14:58 #

Sehe ich halt anders. So kann ich sehen, wo die Stärken und Schwächen liegen und kann dann selbst einschätzen, wie wichtig mir diese Punkte sind oder auch nur. Einfach nur ein "sehr gut", kann das falsche Bike sein, wenn ich meinen Schwerpunkt nicht auf Bergauf gelegt habe, es dort aber sehr viele Punkte gesammelt hat und mir nicht passt.
Analog zum Spiel: bekommt das Spiel, wenn auch nur verdeckt, vom Tester 20 Punkte für 8 Storyenden und ist dann insgesamt bei 90 Punkten, nützt es mir nix, wenn ich es eh nur einmal durchspiele. ;)
Aber man kann ja auch die Teilaspekte bewerten, verzichtet auf eine Endwertung und schreibt dann nur die Meinung des Redakteurs ins Fazit und lässt den Leser dann gewichtigen wie er möchte...
Klar, das kann und sollte natürlich auch alles im Text stehen, dort auch genauer, aber für eine Endwertung, wo man nochmal auf einen Blick alles sieht, wieso nicht.

floppi 22 AAA-Gamer - - 33317 - 24. Juli 2011 - 4:32 #

Bei dieser Einteilung kann dann aber auch viel schief gehen. Schon mal einen Test auf areadvd.de gelesen? Da gibt es dann Wertungen wie sehr gut, spitze, hervorragend, großartig usw. Alles nur noch in Superlativen und der geneigte Leser weiß nicht weiter. Etwas Schlechtes gibt es dort nicht, alles wird gut bewertet, was sich nicht nur in der Endnote sondern sogar im Text niederschlägt.

shorty (unregistriert) 23. Juli 2011 - 11:34 #

GG hat in der Vergangenheit zu viele "Traumwertungen" verteilt, die sich weder mit meinem Spielerlebnis, noch mit dem Echo aus der Fachpresse gedeckt haben (z.B. Brink und GT5).

GG ist prima um sich zu informieren, aber sobald Inhalte nicht aus externen Quellen übernommen, sondern selbst erstellt werden (z.B. Tests und die zugehörige Spielbewertung), schwächelt GG in meinen Augen.

Dazu gehört natürlich auch die Bewertung des Spielspaßes.

John of Gaunt Community-Moderator - P - 59095 - 24. Juli 2011 - 21:22 #

Und nur weil alle anderen anders werten und dein subjektives Empfinden anders ist, sind die Testberichte und Wertungen falsch bzw. schlecht?

Major_Panno 15 Kenner - 2965 - 23. Juli 2011 - 11:35 #

Ein Punkt, den man außerdem heutzutage nicht vergessen sollte ist die Schnelllebigkeit unserer Gesellschaft, von der natürlich auch Videospiele betroffen sind. Wurde in den 90ern ein Wing Commander sicher noch lange und ausgiebig getestet, kann ich mir heute gut vorstellen, dass sich für einzelne Spiele nicht mehr viel Zeit genommen wird. Ich will das keinem Redakteur unterstellen, gerade auf GamersGlobal zB merkt man auch deutlich, dass sich mit dem Titel lange beschäftigt wurde (ein gutes Beispiel war der Test zu L.A. Noire).
Allerdings habe ich bei vielen Magazinen den Eindruck, dass ein Spiel wirklich im Schnelldurchlauf gespielt wurde, dann auf Biegen und Brechen eine Wertung aufgedrückt bekommt und anschließend dann schnell über Nacht der Test geschrieben wird.
Ein gutes Beispiel waren die Tests zu Brink, in denen zwar mehrfach erwähnt wurde, dass der Multiplayer noch nicht richtig läuft, da nur Testserver zur Verfügung standen, aber trotzdem bekommt das Spiel eine Multiplayer-Wertung...
Auf der anderen Seite habe ich den Eindruck, dass durch Wertungen auch Trends gesetzt werden, wie zum Beispiel bei der Call Of Duty Reihe. Überall sieht schon zum Beispiel aktuell ständig News zu Modern Warfare 3, auf Amazon ist sogar ein Countdown. Selbst wenn dieses Spiel totale Grütze wird, wird es sicher allerorst mindestens eine 80er-Wertung abräumen. Leider verdrängen dadurch aber die großen Spiele immer mehr die Titel, die sich auch mal wieder mit neuen Ideen beschäftigen.

vicbrother (unregistriert) 23. Juli 2011 - 12:57 #

Wie soll ein 40Stunden+ Spiel heute auch noch voll getestet werden? Das muss ja schon stichprobenartig erfolgen. Daher ist es ja auch wichtig, dass Wiki-Prinzip zu nutzen und die Abstimmung über ein Spiel durch eine große Zahl von Spielern durchführen zu lassen.

Anym 16 Übertalent - 4962 - 23. Juli 2011 - 11:37 #

Ein sehr kurzer Artikel, der auch nichts wirklich Neues zu einer uralten Debatte beiträgt. (Auch wenn ich zugeben muss, dass ich mir "anno 2011" einen längeren Artikel zu diesem Thema wohl nicht mal mehr ganz durchgelesen hätte.)

Anym 16 Übertalent - 4962 - 23. Juli 2011 - 12:39 #

Nachtrag: Außerdem denke ich nicht, dass du, wenn du Seiten mit 10er- oder 100er-System (berechtigterweise) kritisieren willst, GamersGlobal von der Kritik ausnehmen kannst. Neben Saw wurden von 296 getesteten Spielen wurden gerade einmal 8 weitere mit einer 4.0 oder schlechter bewertet und keines davon war ein großer Name. Hingegen sind über die Hälfte (!) aller Tests 8.0 oder besser. Die am häuftigsten vergebene Wertung ist gar die 8.5!

Versteht mich nicht falsch, ich will GamersGlobal damit nicht schlecht machen. Klar werden für Tests "Rosinen" herausgepickt und das machen andere Seiten durchaus auch und GamersGlobal macht's auch nicht schlechter als die. Nur kann man eben auch nicht sagen, dass es GamersGlobal besser machen würde, was die Nutzung des gesamten möglichen Wertebereichs angeht.

vicbrother (unregistriert) 23. Juli 2011 - 13:00 #

Daher ist der Wertebereich ja auch eher logartihmisch aufzubauen:
eine schlechte Note, dafür aber vier Noten im Bereich der Kaufentscheidung. Das ist zwar gröber, aber Spiele kann man nicht absolut differenziert bewerten, jedes hat seine eigene Spielmechanik und Sucht-/Spielspaß-Faktor

Anym 16 Übertalent - 4962 - 23. Juli 2011 - 14:52 #

Stimme dir völlig zu. Es macht einfach keinen Sinn, dass es im uninteressanteren Bereich von 1.0-7.0 doppelt so viele Differenzierungsmöglichkeiten gibt als von 7.5-10 (und selbst dort sind's eher noch zu viele). Das ist fast so, als wenn es in der Schule Noten von 1-15 gäbe, alles über 5 aber trotzdem "üngenügend" wäre.

Larnak 21 Motivator - P - 25771 - 23. Juli 2011 - 17:51 #

Der Gedanke ist ja gut - aber eine logarithmisch skalierte Wertung könnte man dem allgemeinen Publikum wohl kaum verständlich machen :D

Anonymous (unregistriert) 24. Juli 2011 - 11:29 #

Wie wäre es damit:

Bis 7.0 gibt es nur 1er Schritte
Zwischen 7 und 9 gibt es 0,2 oder sogar 0,1 Schritte
Danach wieder nur 0,5 Schritte

Larnak 21 Motivator - P - 25771 - 24. Juli 2011 - 19:56 #

Da kann man auch direkt wieder das %-System auspacken - denn mal im Ernst, ob die Spiele unter der 70% jetzt 63 oder 67 haben ist doch unerheblich, da diese feinsinnigen Vergleiche in dem Bereich kaum noch eine Rolle spielen.

vicbrother (unregistriert) 24. Juli 2011 - 16:20 #

Talente/Fähigkeiten/Wertsteigerungen in RPGs bauen doch ebenso auf Stufen auf, die logarithmisch wachsende Erfahrungspunkte verlangen. Ist das bei den Rängen von GG nicht ebenso?

Larnak 21 Motivator - P - 25771 - 24. Juli 2011 - 19:59 #

Jo, da kann aber jeder nachvollziehen, woher das kommt (wg x Exp von y nötigen-Anzeige) - und es hat sich eingebürgert.
Wenn man jetzt als einziges Magazin anfängt, seine Wertungen irgendwie in logarithmischer Weise anzugeben, ist das erste Problem ja schon, den Leuten klarzumachen, was hier eigentlich los ist.

Aber gut, die Idee es damit zu vergleichen ist nicht schlecht. Trotzdem: Leute, die einfach nur auf die Zahlen starren, würden gar nicht dazu kommen, eine Erklärung zu lesen.

vicbrother (unregistriert) 25. Juli 2011 - 12:14 #

Ich würde statt Zahlen auch lieber Sterne verteilen und ein Stichwort dazusetzen was die Sterne bedeuten, z.B. 4 Sterne: "Gutes Spiel". Bei einer solche Klassifikation würde man auch nicht andere Spiele zum Vergleich heranziehen.

vicbrother (unregistriert) 23. Juli 2011 - 22:45 #

Zumal wie weiter unten geschrieben wird zwischen den Werten ab 7,5 jeder 0,5-Schritt eine ganz neues Spielerlebnis bedeutet. Logarithmisch ist daher bereits die Einschätzung der Tester, aber die Skala spiegelt es nicht wieder.

Bei meinem System würde man auch ein "Dragon Age: Origins" und ein "The Witcher 2" auf eine Stufe stellen können - empfehlenswert. Jedes für sich. Aber Vergleichbar sind die Titel deshalb noch lange nich, da die Spielmechaniken grundsätzlich verschieden sind. Hier sollte sich jeder durch das Lesen des Tests selbst ein Bild machen.

Vault Boy 07 Dual-Talent - 121 - 25. Juli 2011 - 11:53 #

Ja, aber schön, dass sich jemand dieser Thematik mal annimmt.

pel.Z 16 Übertalent - 4852 - 23. Juli 2011 - 11:38 #

"In diesem User-Artikel werde ich versuchen auf diese Fragen einzugehen, beleuchte dabei verschiedene Wertungssysteme und hinterfrage deren Genauigkeit und Aussagekraft."

Dieser Einleitungssatz ließ mich auf einen kritisch hinterfragenden, ausführlichen und durchdachten User-Artikel hoffen. Was ich zu lesen bekam, wurde dem nicht mal ansatzweise gerecht. Das ist kein Artikel, sondern ein schlechter Scherz. Hier gibt es News, die Themen ausführlicher behandeln, als du es in deinem Text tust.

Schade...

Mathias Müller 17 Shapeshifter - 6655 - 23. Juli 2011 - 13:19 #

Hmm, tut mir leid, wenn ich deinen Ansprüchen mit dem Artikel nicht gerecht werde. Das sollte aber dennoch kein Grund sein, ihn als "schlechten Scherz" zu betiteln. Vielleicht nimmst du dich dem Thema ebenfalls mal an und zeigst mir, wie du es dir vorgestellt hättest.

Sh4p3r 14 Komm-Experte - P - 2528 - 23. Juli 2011 - 16:22 #

Im Grunde hat er schon Recht. Deine Meinung kritisiert ja im Prinzip nur die verschiedenen Wertungssysteme (Punkte, Prozente, Buchstaben), wo sich der eine oder andere um ein paar Punkte/Prozente beschwert.

Nur das Thema "Spielspass" ist nun mal sehr sehr breit gefächert und kommt hier eigentlich gar nicht zum tragen; und das streiten um die Punkte für dieses komplexe Thema ist zu wenig. Als Beispiele was zum Spielspass einfach dazu gehört: Langzeitspass, Hype-Wertungen, Single-/Multiplayer-Wertung, Spielumfang, Anspruch, Gesamtergebnis etc. pp.

Aber scheinbar sollte es hier nur eine kurze Meinung eines Users sein!? Naja ich weiss nicht. Hoffe auf diese Idee kommen nicht so viele User. Ein richtiger Artikel hätte schon einiges mehr hergemacht.

Larnak 21 Motivator - P - 25771 - 23. Juli 2011 - 17:53 #

Deshalb steht ja auch ganz groß "User-Meinung" drüber ;)

Klar, dass das kein redaktioneller Report ist.

Mathias Müller 17 Shapeshifter - 6655 - 23. Juli 2011 - 19:27 #

Hab' ich irgendetwas verpasst? Ich habe doch nirgendwo geschrieben, dass ich über das große Thema Spielspaß philosophieren werde – weder in der Überschrift, noch in der Einleitung. Es geht in dieser User-Meinung um SpielspaßBEWERTUNGEN und davon habe ich die (meiner Meinung nach) wichtigsten in der Spielebranche genannt und meine Gedanken dazu mitgeteilt.

Sh4p3r 14 Komm-Experte - P - 2528 - 23. Juli 2011 - 21:13 #

Ja, Du hast es verpasst diese Wertungen zu hinterfragen. Aber Ok, dafür wissen jetzt das es kein "100%" passendes und zuverlässiges BEWERTUNGS-System gibt.

Dafür sind die vielen Kommentare äusserst lesenswert. So war es also nicht ganz unnütz.

faldnd 12 Trollwächter - 971 - 25. Juli 2011 - 11:44 #

Irgendwie steht 'Spielspassbewertungen' in der Überschrift.
Danach geht es um Endwertungen. Evtl. werfen einige da was durcheinander?! Ich persönlich hätte nach der Frage ob die Bewertung des Spaßes noch zeitgemäß ist einen Gedankengang in Richtung 'war das jemals zeitgemäß?' erwartet. Ebenso ein Fazit mit mehr Aussagekraft.
Natürlich hast Du zu dem Thema was zusammengefasst und Deine Gedanken mitgeteilt. Aber ist das nötig wenn man zum Diskurs nichts neues beizutragen hat?
Letztendlich muss GG sich Fragen, ob solche Texte überhaupt Sinn machen. Inhaltlich wird nix Neues beleuchtet. Nix anderes als eine Schreibübung für den Nachwuchsautor?

Larnak 21 Motivator - P - 25771 - 25. Juli 2011 - 23:33 #

Meinungen machen immer Sinn.
Zumal sie das Ziel, eine Diskussion anzuregen, mehr als erfüllt hat. Man könnte sogar sagen, sie ist etwas über das Ziel hinaus geschossen :)

Natürlich steht "Spielspaßwertungen" oben drüber, darum geht's hier ja schließlich :D

KingPott 17 Shapeshifter - 7272 - 23. Juli 2011 - 11:40 #

Da die Wertungen sehr subjektiv sind muss ich immer auf den Autor schauen, um mir ein Bild zu machen welche Art von Spielen ihm gefallen. Falls er einen ähnlichen Grundgeschmack wie ich hat wird die Wertung natürlich anders behandelt als eine Wertung von jemanden dessen Geschmack ich nicht teile. Ein wichtiger Grund warum man eigentlich ein breitgefächertes (im sinne von unterschiedlichen spielen) Magazin braucht in denen im besten Fall mehrere Autoren ein Fazit geben (wenn sie sich trauen würden auch mal was anderes zu schreiben als der vorschreiber).
Ich persönlich finde die Wertung als Zahl äußerst Aussagefremd. Brauche sie aber um mir Listen nach besser und schlechter bewertenden Spielen zu sortieren. Somit haben sie bei mir nicht wirklich was unter dem Test zu suchen, sondern nur in der DB zum Sortieren.

Hinkelbob 13 Koop-Gamer - 1234 - 23. Juli 2011 - 11:40 #

sehr schöner Artikel, ich habe nie besonders auf Wertungen geachtet, aber wenn mir ein Test zugesagt hat, und dann zusätzlich noch die Wertung hoch war (aber auch bei Titeln ohne super Wertung) hieß es für mich ab in die Videothek und ausleihen, und wenn es was war, dann wurde es auch gekauft.

Cyberworm 10 Kommunikator - 430 - 23. Juli 2011 - 11:45 #

Wenn überhaupt, richte ich mich nur nach den Userwertungen bei metacritic.com (und auch nur, wenn genügend vorhanden sind). Die Userwertungen widersprechen oft den Zeitschriftenwertungen.

Phin Fischer 16 Übertalent - P - 4253 - 23. Juli 2011 - 12:06 #

Oder man pickt sich die besten und schlechtesten Zeitschriftenwertungen raus und liest die entsprechenden Artikel dazu. Mach ich bei Amazon-Kundenrezensionen genauso. Wenn Aspekt A bei Meinung 1 gelobt wird und bei Meinung 2 kritisiert, dann kann man sicher sein, dass es sich bei diesem Aspekt, um eine subjektive Meinung handelt.

Wenn viele wichtige Aspekte bei Meinung A kritisiert und bei B gar nicht vorkommen, kann man sicher sein, dass sich B nicht ordentlich getestet hat, oder testen wollte. Bestes Beispiel sind die ganzen "Hype-Spiele". Crysis, Duke Nukem Forever, etc. Habe vorallem bei ersterem nur wenige Tests zu den entsprechenden Spielen gelesen, die wirklich knall hart die Fakten auf den Tisch gelegt haben und auch mal Meinungen gegenübergestellt haben oder zumindest versucht haben etwas kritischer zu sein.

vicbrother (unregistriert) 23. Juli 2011 - 13:03 #

Also die Vorgehensweise im Vergleich zu Amazon ist gut: Sucht mal Handrührgeräte. Nachdem ich zig Bewertungen aller Möglichen gelesen habe, war mir klar, dass die Qualität in den letzten 15 Jahren extrem nachgelassen hat. Nun habe ich statt €30 €330 ausgegeben und eine KitchenAid für meine letzten Lebensjahre gekauft :)

Es lohnt sich m.E. immer Pro und Contra zu vergleichen.

Larnak 21 Motivator - P - 25771 - 23. Juli 2011 - 17:56 #

Gerade bei schlechten Artikeln ist mir aber auch schon oft vorgekommen, dass da Kritikpunkte genannt werden, die man im/ am Produkt dann nicht einmal mit der Lupe finden kann. Oder einem gar besonders gut gefallen, obwohl aus dem gelesenen Text nicht klar werden konnte, dass es einem gut gefallen könnte.

Klar, ich gucke auch immer mal auf die negativen Rezensionen z.B. bei Amazon - aber tatsächlich beachten kann man die wirklich nur in Ausnahmefällen, sehr viele davon sind unbrauchbar.

Sisko 22 AAA-Gamer - 32025 - 23. Juli 2011 - 13:15 #

Allein bei metacritic sieht man wie groß das Spektrum der (subjektiven) Wertungen teilweise sein kann.

Sleeper1982 14 Komm-Experte - 2485 - 23. Juli 2011 - 11:51 #

recht hat er ja. nen 95% titel muss nicht zwingend besser sein als ein 75% titel.
Es gibt einfach spiele mit mega geiler grafik die aber ansonsten nur mittelmäßig sind und dann trotzdem eine relativ hohe wertung bekommen da die grafik halt auch mitgerechnet wird.
Aber naja kein system ist perfekt und man sollte auch immer noch den test lesen und sich nicht nur auf die % angaben verlassen. da liest man meistens ziemlich genau raus ob einen das spiel gefällt oder nicht

Sylar 13 Koop-Gamer - 1331 - 23. Juli 2011 - 11:54 #

Die redaktionellen Prozentwertungen entscheiden bei mir zwar nicht ob ich ein Spiel kaufe, aber wenn ich bereits über einen Titel durch Bilder oder andere Infos vorgeurteilt habe und dann eine Prozentwertung sehe die doch ganz anders urteilt, dann ist das für mich doch ein Punkt wo ich sage: Les dir lieber noch ein paar Tests durch...
Nebenbei muss ich sagen, dass User-Wertungen für mich schon ein Kaufargument sind, und je mehr Leute mitbewerten, desto besser. Finde auch die typischen Amazon-Sterne plus vereinzelte Rezessionen aussagekräftig genug um über einen Kauf zu entscheiden

Severian 17 Shapeshifter - P - 7090 - 23. Juli 2011 - 12:09 #

Spielewertungen, egal in welcher Form, sind immer subjektive Ansichten.
Man kann sie als Richtwert ansehen, mehr aber auch nicht.
Viel wichtiger sind mir schon die ausführlichen Testartikel, welche die positiven und negativen Aspekte des Spiels beschreiben. Aber auch hier ist die subjektive Wahrnehmung des Testers ausschlaggebend.
Eine gute Möglichkeit um sich vorab über ein Spiel ein Bild machen zu können wären ja die Demos. Leider gibts davon immer weniger.

Woldeus 14 Komm-Experte - P - 1874 - 23. Juli 2011 - 12:24 #

da hast du dir aber ein verzwicktes thema ausgesucht.(könnte man sicher noch ausfühlricher cshreiben den artikel)

als langjähriger spieler habe ich mich mittlerweile so an die 100%-wertung gewöhnt, dass es für mich immer ein anhaltspunkt ist. selbst 60er spiele sind oft nicht schlecht und machen spass. was aber das wichtigste ist: eine wertung ohne den artikel ist unnütz.ein test kann nicht objektiv sein - jeder spieler hat andere anforderungen an den versch. spielen. d.h. wenn ein spiel mit 72% bewertet wird, kann es gut sein, dass es für einen selbst locker in den höheren 80ern angesiedelt ist, einfach weil des testers kritikpunkte für einen selbst nicht so wichtig sind.
die 3 sterne bewertung finde ich hingegen nicht wirklich gut. ist mir dann doch zu ungenau.das metalhammer system nervt mich auch schon seit ich das magazin lese - bin die 100% einfach zu viel gewöhnt;)
was mir dann schon eher zusagt, ist eine art "5-sterne" bewertung: pbersichtlich, aber immer noch genau genug, um eine bisschen feinere einordnung zuzulassen.
was mir z.b. in der video games in den frühen 90ern auch immer gut gefiel war, dass die tester in einem persönlichem fazit noch eine note von ungenügend bis ausgezeichnet abgegeben haben. vorallem als stammleser konnte man dann gut abschätzen, ob man die wertung dann nach oben oder unten verschieben muss.

Vidar 18 Doppel-Voter - 12386 - 23. Juli 2011 - 12:35 #

"Eine Einteilung in verschiedene Kategorien (Grafik, Sound, Steuerung, Spielzeit, etc.) mit je zehn Punkten empfinde ich persönlich mehr als albern. Der Tester versucht doch ohnehin auf eine bestimmte Wertung im Vergleich zu einem anderen Spiel zu kommen und jongliert oft willkürlich mit Zahlen."

OH Ja bekanntes Gamestar System... Teilweise ist die Punktevergabe nicht nachvollziehbar...
Die eindbindung von Grafik finde ich übrigens auch daneben, falls es in die Spielspaßwertung einfließt

Ich bin ja eigentlich seit Jahren dafür das man die Bewertungen in Zahlenform ganz abschafft, damit der Spieler auch den Test liest. Schaffen ja viele nicht mal mehr den Text nur zu überfliegen.. meist Wertung + Pro/Negativpunkte vielleicht auch noch das Fazit und dann Kemmentieren sie

vicbrother (unregistriert) 23. Juli 2011 - 13:06 #

Ein Spieletest erfordert Textuellen Tests die Fähigkeit, die relevanten Dinge zu lesen und abzuwägen. Das kann und will nicht jeder.

Ich habe es aber schon mehrfach auf GG geschrieben, dass ich ein Wertungssystem jenseits der Prozent-/Punktewertung bevorzugen würde - Punktewertungen funktionieren schon beim Wein (siehe Parker) nicht gut.

Meiner Meinung nach, sollte es vielmehr ein System mit fünf Wertungen geben:

1. Kaufwarnung = Schlecht
2. Für Fans = Mit schwächen
3. Kaufbar = Mittemaß
4. Spielenswert = Gut
5. Empfehlenswert = Sehr gut

Wirklich schlechte Spiele werden ja oft nur kurz beäugt und ohne großen Text abgewertet. Warum wird dies nicht in der Wertungsskala abgebildet?

Wichtig sind auch die Bewertungen von anderen Spielern und deren Kommentare. Meist enthalten diese die aussagekräftigsten Informationen über ein Spiel.

Gorny1 16 Übertalent - 4721 - 23. Juli 2011 - 13:17 #

Das wär ein guter Anfangspost in einem Forum, aber ein Artikel ist es nicht wirklich finde ich.

Larnak 21 Motivator - P - 25771 - 23. Juli 2011 - 17:58 #

Es ist eine User-Meinung :)

Atomsk 16 Übertalent - 4878 - 23. Juli 2011 - 21:12 #

Der Autor selbst nennt es im ersten Absatz User-"Artikel", von daher hätte er schon etwas umfangreicher sein können, finde ich.

Larnak 21 Motivator - P - 25771 - 24. Juli 2011 - 20:01 #

User-Artikel ist eben die Kategorie, in der es auf GG erschienen ist. Oben drüber steht aber ganz groß "User-Meinung".

Sh4p3r 14 Komm-Experte - P - 2528 - 23. Juli 2011 - 13:39 #

Eine User-Meinung als User-Artikel? Naja, selbst für das erste sind die paar Absätze zu kurz geraten. Die Thematik ist ja dann doch recht umfangreich. Hier wurde lediglich das Thema wenn überhaupt grad mal angekratzt/eingeleitet.

Aber vielleicht erfährt dieser Artikel noch eine Überarbeitung/Ergänzung!? Im jetzigen Zustand ist es die "Top News"-Flag jedenfalls nicht wert.

Wuslon 18 Doppel-Voter - - 9876 - 23. Juli 2011 - 13:39 #

Guter Artikel zu einem kontroversen Thema, das dir mit Sicherheit viel Aufmerksamkeit bringen wird.

Zum Thema:
Ich denke, dass das, was Alex1975 geschrieben hat, die Sache recht genau trifft. Die Prozentwertungen sind schon sinnvoll, im Endeffekt gibt es ja auch bei GamersGlobal welche, nur halt in 5er-Schritten.

Eine Bewertung mit nur den Stufen Gurke, Mittelmaß und Spitzenprodukt ist mir nicht differenziert genug - da hätte ich auch gern in der Bewertung mehr Aussagekraft.

Und die Diskussion, warum ein Spiel mit 86% besser sein soll als ein Spiel mit 87%, finde ich albern. Diese Feinbewertung, der Unterschied von einem Prozent, kann beispielsweise in der Grafik liegen, die einen Tick besser ist, oder auch im persönlichen Geschmack des Testers. Darüber zu streiten, ist sinnlos.

Deshalb finde ich die hier angewandte Bewertung auch recht gut. Ein 5er-Schritt macht deutlich, dass zwischen einem Spiel mit einer 8.0 (=80%) und einer 8.5 (=85%) schon ein Unterschied besteht, den man beim Spielen bemerkt. Daraus kann man dann seine Schlüsse ziehen.

Azzi (unregistriert) 23. Juli 2011 - 13:56 #

Nicht unbedingt, es bleibt trotzdem nach wie vor die subjektive Meinung des Testers:

Mein Lieblingsbeispiel bei GG: Dragon Age 2 vs Witcher 2. Beide bekommen ne 8.5 und sollten damit gleich viel Spass machen. Komischerweise stellen die Userbewertungen sowohl bei GG als auch bei metacritic ein starkes Gefälle fest.

Das gleiche bei Titeln wie Duke Nukem die hier gut bewertet wurden scheinbar bei dem Großteil der Käufer aber nicht gut ankamen. Somit ist hinter die Objektivität beim Tester (wie du sie quasi schlussfolgerst) schon ein dickes Fragezeichen zu setzen.

Am lustigsten sind immer noch die Tests der MMOs wo der Großteil des Contents nie getestet wurde und dann quasi ne Fantasiebewertung abgegeben wird...

Wuslon 18 Doppel-Voter - - 9876 - 23. Juli 2011 - 15:04 #

Eine objektive Meinung setzt ich nicht voraus. Im Endeffekt wird man sich doch sowieso ein Spielemagazin/eine Spielewebseite suchen, die die den eigenen Vorstellungen nahekommt. Das ist bei mir im Bezug auf GamersGlobal der Fall (rein subjektiv) und das ist sicher einer der Gründe, warum ich hier soviel Zeit verbringe.

Zu den Beispielen: Gerade Dragon Age 2 wurde meines Erachtens nach von vielen dafür abgestraft, dass es nicht in die gleiche Kerbe schlägt wie Teil 1. Anderer Grafikstil, verändertes Kampfsystem, losgelöste Story etc. Da wurden Erwartungshaltungen enttäuscht, was sich in meinen Augen auf die Userwertungen auswirkt. Auf eine Profiwertung darf das aber (fast) keinen Einfluss haben. In verschiedenen Spielewebseiten-/Spielemagazin-Podcasts hört man aber, dass das Spiel an sich schon ziemlich gut ist, aber halt die Erwartungen nicht erfüllen konnte; entsprechend sollten dann auch die Wertungen sein.

Was den Duke betrifft: Ich habs selbst nicht gespielt, aber hör dir dazu einfach den letzten GG-Podcast an :-)

MMOs zu testen ist sehr schwierig. Die einzige Möglichkeit, die zu "testen", ist, einen oder mehrere Redakteure zu haben, die die Spiele ständig spielen und jeweils die neuesten Updates oder Content-Patches oder Erweiterungen spielen und jeweils die Wertung anpassen. Ideal wäre es natürlich, wenn die Radakteure noch verschiedene Spielstile pflegen (Raider, Casual, Quester etc.), aber das ist wohl fast unmöglich.

vicbrother (unregistriert) 23. Juli 2011 - 16:17 #

Das Problem bei der Bewertung mit 0,5er-Schritten ist der zu geringe Abstand, man kann Spiele nicht so fein bewerten und voneinander abgrenzen.

Was aber vor allem fehlt ist die Transparenz: Zwar gibt es einen Wertungskasten, aber ist "mangelnde KI" nun mit "-2" Punkten oder mit "-0.5" oder mit "0" in die Wertung eingegangen? Und wie wurde die Anzahl der Maps gewertet? Wie wurden die innovativen Spielmechaniken gewertet? Würde es eine echte Punkte-Rechnung geben, wäre die Endwertung auch objektiv Nachvollziehbar. GG übernehmen Sie!

ronnymiller 12 Trollwächter - 869 - 23. Juli 2011 - 13:54 #

Die Zeit für Sterne ist gekommen! Und zwar 6(!) Sterne -
Eine Gesamtwertung eine eine Technikwertung - mit je 6 Sternen. Vorbild ist das das Magazin "The Big Picture". Simpel. Sofort verständlich. genügend differenziert.

bananenboot256 13 Koop-Gamer - 1241 - 23. Juli 2011 - 13:56 #

Dass Wertungen sehr subjektiv sind dürfte ja allen klar sein. Spielspaß (ähnlich wie Humor) lässt sich nicht messen. Auch nicht mit einer Masse von Leuten die eine Sache gleich gut finden. Beim Humor wäre das Beispiel Herr Mario "Männer und Frauen sind unterschiedlich, wie witzig" Bart. Da kann er von mir aus das größte Livepublikum der Welt in nem Stadion versammeln und alle finden ihn saulustig. Ich kann damit nichts anfangen und gebe daher wenig auf 5 Sterne Reviews davon.

Interessant wird die Wertung erst, wenn man sich anguckt WER sie gesetzt hat. Bezogen auf GG-Tests wäre ein Beispiel für mich, dass wenn Herr Spilker ein Adventure gut bewertet ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch dass ich es auch gut finde, einfach weil ich durch ausprobieren gemerkt hab das wir in dem Bereich einen ähnlichen Geschmack haben.

Für mich brauch es einen gut geschriebenen Test, eine Empfehlung der Art "Wer XY (nicht) mochte wird hier (nicht) enttäuscht" und das wars.

Denn wenn Wertungen nicht vergleichbar sind haben sie imho auch alleinstehend keine große Aussagekraft.

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11034 - 23. Juli 2011 - 14:05 #

Eben. Ein Test von mir zu einem RPG wäre einfach nicht aussagekräftig, da ich einfach keinen Gefallen an dem Genre finde und tendenziell viel zu tief bewerten würde.

viktor Lustig (unregistriert) 23. Juli 2011 - 14:12 #

Also, erst einmal zu diesem Artikel selbst;

Ich finde das Thema gut eingeleitet, aber wie schon jemand geschrieben hat, wo ist der Rest ;)? Dieses Thema wird seit fast zwei Jahrzehnten in Spieler- Kreisen diskutiert, da ist deutlich mehr Tiefe möglich, und damit auch mehr Text. Ich weiß, einige der Generation ab 1990 hat teilweise die Aufmerksamkeit einer Rübe und schaft es kaum, einen Abschnitt von vier Sätzen zu lesen, aber es gibt noch genug, die auch liebend gerne einen längeren Artikel lesen würden. Besonders, da der Artikel schon gut geschrieben ist, da würde ich gerne mehr von diesem Autor lesen!

Nun zum Thema: Ich verlasse mich nicht auf die Wertungen einzelner Zeitschriften, aber ich nutze sie, um mir eine Durchschnittswertung zu bilden. Dazu kommen noch die Kommentare der jeweiligen Redakteure, die teilweise deutlich informativer sind! Wenn ich in einer Zeitschrift lese, dass Spiel habe 90 %, aber in einer anderen zeitschrift lese ich, wie sich ein Redakteur über Bugs und zu kurze Spielzeit beschwert, dann kann ich mir eine gute Meinung darauf machen! Ich holemir immer noch die PCGames, und dazu die Gamestar, dazu kommen noch z.B die Wertungen von Gamersglobal, und auch mal ein paar Amazon Meinungen... schon habe ich einen guten Überblick!
Man merkt doch recht schnell, wenn ein Spiel gehypt ist. Leider finden sich überall hin und wieder Tendenz Wertungen. Da wird immer direkt gemunkelt, die jeweilige Redaktion habe dafür Geld, Werbe- Anzeigen etc. bekommen... also, das glaube ich so nicht. Aber wenn ein verlag merkt, dass er mit einem gewissen Spiel viel Geld verdienen kann z.B durch Sonderhefte, dann wird dieses Spiel wohl eher wohlwollend behandelt, siehe z.B World of Warcraft.

Mathias Müller 17 Shapeshifter - 6655 - 23. Juli 2011 - 14:38 #

Danke auch für deine Meinung! Ich kann auch hier wieder nur das sagen, was ich Crizzo schon mitgeteilt habe:

Ursprünglich war der Artikel sogar deutlich länger, ich habe ihn dann aber mehrfach eingekürzt, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden war. Ständige Zahlen und das Eingehen auf Wertungssysteme, die im Endeffekt kaum etwas anders machen, hätten den Artikel meiner Meinung nach nicht voran gebracht. Weniger ist halt oftmals mehr... :)

Dieser Artikel wird sicher nicht mein letzter gewesen sein und der nächste wird auch länger, versprochen! :P

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23646 - 23. Juli 2011 - 14:17 #

Solange Wertungen nicht aus Einzelwertungen zusammengerechnet werden, hab ich kein Problem mit ihnen.
Natürlich sind Wertungen nur subjektiv, aber so sieht man auf einen Blick wie die Redaktion die Spiele im Vergleich sieht.

monokit 14 Komm-Experte - 2154 - 23. Juli 2011 - 14:44 #

Ich hatte zum Start von GG mit Jörg hin und her diskutiert...schön das das Thema mal wieder aufgegriffen wird.

Ich bin für die Daumen hoch, Daumen zur Seite, Daumen nach unten Variante.

Red237 18 Doppel-Voter - P - 11162 - 23. Juli 2011 - 15:05 #

Buy it, rent it, skip it...

monokit 14 Komm-Experte - 2154 - 23. Juli 2011 - 18:41 #

Jo, das ist sogar noch besser. ;)

Poringosa 06 Bewerter - 82 - 23. Juli 2011 - 15:01 #

Naja, eines der besten Beispiele für den Unsinn der Wertungssysteme war ja Gothic 3. Das Ding war ja hoffnungslos verbugged und hatte dadurch, zumindest in der Version die im Laden stand, kaum echten Spielspaß. Dennoch bewerteten viele Seiten und Magazine G3 aufgrund ihres festgefahrenen Wertungssystem recht hoch. Lediglich die PC Powerplay damals und einige Websites haben einen sinnvollen Wert damals gefunden, da sie nicht alles einzeln, sondern das Game als Gesamtes bewertet haben.

Insgesamt mag ich diese Werungen ohnehin nicht. Ich würde ein ausführliches Fazit der jeweiligen Redaktion vorziehen. jeder Tester gibt sein Fazit ab und dann kann man halt schauen, welcher Redakteu in der Regel einen ähnlichen Geschmack hat wie man selber und das wäre sicher spannender, als solch eine Punktwertung. Und dieses 0-10 Wertunssystem finde ich auch nicht wirklich besser als das 0-100 System. Bei beiden kann man nicht ablesen, wie man selber es finden könnte. Dazu sind meist die Fazits der Tester zu kurz.

Trax 14 Komm-Experte - 2509 - 23. Juli 2011 - 15:41 #

Ehrlich gesagt hatte ich nach der Einleitung einen wesentlich größeren und komplexeren Artikel erwartet...
Ich will damit nicht den Artikel schlecht reden, aber gerade bei diesem Thema hätte man eine ganze Menge mehr schreiben können.

Mir persönlich sind diese Wertungssysteme egal. Ich habe hier auf GG meine komplette Sammlung bewertet (zumindest die Spiele, die man in der Liste findet), aber wirklich aussagekräftig finde ich das Ganze nicht, da so ein Zahlensystem von 1-10 irgendwie nicht den Gesamteindruck und den Spielspaß abbilden kann.
Teilweise habe ich einigen Spielen die gleiche Note gegeben, obwohl das nicht mein subjektives Empfinden widerspiegelt (ich bewerte grundsätzlich subjektiv).

Als zukünftiges Testsystem bin ich für einen Test in Textform unter dem dann einfach ein Gesamteindruck/Fazit steht mit der üblichen Auflistung von Pros und Cons.
Alternativ kann man es bei den Tests auch gerne so handhaben wie bei den "Angetestet-Artikeln" - also einfach ein sehr gut/gut/befriedigend ect. als Abschlusswertung unter den Test.
Aus diesen ganzen Zahlenspielen mache ich mir eh nichts mehr, da ich grundsätzlich mehrere Tests und Videos zur Rate ziehe, ehe ich wirklich ein neues Spiel kaufe.

Asto 15 Kenner - 2904 - 23. Juli 2011 - 16:06 #

Guter Artikel. Ich orientiere mich leicht an Wertungen sofern keine Demo verfügbar ist. Aber ich bilde mir in der Regel am Liebsten selber meine Meinung. Ohne Bild. Mit Demo.

Mazrim_Taim 15 Kenner - 3145 - 23. Juli 2011 - 16:14 #

So bevor ich mir die anderen Meiunungen zu diesem Thema durchlese kommt mein Senf!

Ich zocke seit ungefähr 25+ Jahren.
C64, Amiga & div. Konsolen sind mir bekannt.
Ungefähr seit der selben Zeit lese ich auch Computerspielemagazine.
Wenn ich mir die alten Tests anschaue und mit den akt. vergleiche kann ich nichts anders als sagen das alle akt. Printmagazine gesponsort werden.
Früher max. 2 Seiten für den Test des Monats und heute?
Früher wurden Spiele die Mist waren auch abgestraft und heute?

Ich lese seit knapp 6 Jahren eigendlich keine Computerspielzeitschriften mehr. Wenn ich Werbung haben will geht das auch billiger als dafür zu bezahlen.

@Thema
Finde Schulnoten nicht verkehrt; die aber auch nichts bringen wenn eh jedes Spiel min. "gut" als Note kriegen würde.

Koeni 09 Triple-Talent - 288 - 23. Juli 2011 - 16:15 #

Ich hab das Thema nichtmal gelesen, möcht aber paar Worte dazu sagen. Jeder empfindet jedes Game anderst und wertet dementsprechend. Manche stärker und schwächer. Ich finde es lachhaft wie sich die community "aufgeilt" und Magazine flamet etc. Es ist peinlich/beschäment ein teil DIESER Community zu sein!

Wertung sind ne Orientierung, kein entscheidendes Merkmal

Nokrahs 16 Übertalent - 5709 - 23. Juli 2011 - 16:50 #

Wertungskästen waren für mich noch nie ein Kaufgrund.

Für mich zählt die Meinung eines Redakteurs mit dessen Geschmack ich in etwa auf gleicher Höhe liege.

Von daher schaue ich mir grundsätzlich fast aussliesslich von den gleichen Personen Tests zu Spielen an die mich interessieren könnten.

Deswegen war es gerade zu den internetlosen Zeiten noch erheblich aufwändiger für mich, da ich fast jede Zeitschrift gekauft habe, selbst wenn mich nur ein Artikel eines bestimmten Redakteurs interessiert hatte.

Konzeptionell hat sich eh alles geändert. Wenn ich an sagen wir mal die frühen 90er denke, dann war in einer Spielezeitschrift tatsächlich noch der "Test" im Vordergrund.

Heutzutage wird man zu 80% mit ausladenden Previews und Prognosen versorgt um dann ein paar Wochen Später den Test zu lesen der teilweise nicht mal eine Seite füllt.

Sozusagen als Kleingedrucktes "achja...das Spiel über das wir seit Monaten berichten und von dem wir uns viel versprochen hatten ist nun erschienen...es taugt leider doch nichts".

Für richtige Spiele Tests wünsche ich mir grundsätzlich immer mehr als einen Redakteur und verschiedene Geschmäcker. Ein Video mit dem Spiel und persönlichen Kommentaren dazu.

Auf diese Weise kann ich mir das beste Bild machen.

TSH-Lightning 17 Shapeshifter - P - 7198 - 23. Juli 2011 - 17:00 #

Ich finde den Artikel gut, er ist kurz, prägnant und bringt es auf den Punkt. Für mich sind die abschließenden Bewertungen in XX % oder X,X Punkte nur eine leichte Tendenz oder eine Aufforderung mir den Artikel durchzulesen, um zu erkennen woher die Wertung kommt. Ich bekomme nämlich auch nicht immer mit, was für neuen Spiele es gerade gibt.

Mich interessiert viel mehr was der Autor beim Testen erlebt hat und wo er die Stärken und Schwächen bzw. Buggs sieht. Ich will eine persönliche Empfehlung haben, von jemanden, der weiß wie ein gutes Spiel wirken muss. Dann kann ich abgleichen, ob ich ähnliche Präferenzen wie der Autor habe und eine Endscheidung fällen.

1. Klasse! Muss ich bei Release haben.
2. Gut, aber eh wenig Zeit, also von der Pyramide oder im Steamdeal.
3. Ist nix für mich.

Und deswegen lese ich auch die Artikel und Tests bei GG so gerne, denn hier hab ich das Gefühl, das die Leute mit Herzblut dabei sind und wissen was sie schreiben. Frühere war das bei der GS auch mal so, aber das ist lange her.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 7006 - 23. Juli 2011 - 17:55 #

So, dann gebe ich auch mal meinen Senf ab. In die Reihen der Kritiker*innen des Artikels will ich mich mal nicht einreihen, trotz der Kürze. Aber insgesamt könnte das doch ein Startbeitrag für eine längere Diskussion sein, der sich über mehrere Artikel hinzieht. Ich würde mich auch gerne beteiligen, kann dies mangels Talentbaum aber gerade noch nicht machen ;).

Zum Thema:
Ich bin seit einiger Zeit ein großer Gegner von Zahlenwertungen, um den "Spielspaß" von Videospielen zu bewerten. Dafür habe ich auch einige Gründe:
1. Subjektivität: Jede Bewertung von "Spaß" ist immer subjektiv. Eine "objektive" Spielspaßwertung gibt es nicht. Eine Zahl vermittelt nun eine sachliche Dimension, die gar nicht vorhanden ist. Und daraus ergibt sich dann auch:
2. keine Vergleichbarkeit: Die meisten Wertungen sind einfach nicht vergleichbar. Zeitschriften haben unterschiedliche Bewertungssysteme, unterschiedliche Personen werten unterschiedlich usw. usf. Ein Wertungssystem, was auf Zahlen setzt und bei dem entscheidenen Punkt von Vergleichbarkeit so sehr versagt, ist eigentlich nicht haltbar.
3. Durchschnittswahn: Zahlenwertungen legen nahe, Durschnittswertungen zu erstellen, um "objektivere" Ergebnisse zu erhalten. Wie schon in Punkt 2 angesprochen, werden hier aber willkürliche Werte in einen Topf geworfen und dann wird bunt weitergerechnet und am Ende steht eine Zahl - Würfeln wäre auch nicht viel schlechter. (Von Metacritic und deren undurchsichtigen System will ich gar nicht erst anfangen.)

Ich sage gar nichts gegen Bewertungen von Spielen, Bücher erhalten schließlich auch Rezensionen. Aber Zahlenwertungen und dann auch noch auf einer 100er-Skala? Das hat so viele Mängel, dass ich mich immer wieder wundern muss, wieso das noch angewendet wird.

monokit 14 Komm-Experte - 2154 - 23. Juli 2011 - 18:43 #

Full ACK.

Buy it, Rent it, skip it, reicht völlig aus.

stupormundi 13 Koop-Gamer - 1576 - 23. Juli 2011 - 19:13 #

Zu differenzieren ist zwischen der Darstellung der Wertung und der Wertungsfindung. Kritiker der Prozent-Wertungen kritisieren, ohne es richtig zu bemerken, in der Regel Letzteres. Beispiele: Wertungen sind nicht objektiv! Wonach bemisst es sich, ob ein Spiel 85 oder 87 Prozentpunkte bekommt? Wieso gibt es kaum Wertungen unter 60 Prozent-Punkten?
Das Prozent-Wertungssystem ist lediglich eine Darstellungsform für Wertungen. Sind mindestens 100 Spiele getestet, kann man eine Rangliste dieser Spiele erstellen: Das beste Spiel ist auf Platz 1 und ist besser als 100% aller anderen Spiele. Das zweitbeste Spiel ist auf Platz 2 und ist, falls 99 andere Spiele getestet sind, besser als 99% aller Spiele. Sind 200 Spiele getestet, ist das Spiel auf Platz zwei besser als 99,5 % aller Spiele - aufgerundet also 100%.
Das Hauptproblem bei Prozent-Wertungen ist, dass meist nicht die volle Bandbreite der Wertungen ausgeschöpft wird und die Redakteure Wertungen mehr oder weniger nach Gutdünken erstellen und eben keine vollständige Rangliste erstellen - Prozent-Wertungen also nicht nach mathematischer Logik vergeben (200 Spiele getestet, das beste Spiel erhält die Wertung 100%). Das verquere Wertungssystem der meisten Zeitschriften zeigt sich bei vielen allein daran, dass sie keine 100%-Wertungen vergeben: Die beiden bestbewerteten Spiele bei der GameStar haben nur 94% bekommen.

Anonymous (unregistriert) 23. Juli 2011 - 19:30 #

Wie soll man denn eine solche Rangliste erstellen, wenn ständig neue Spiele erscheinen? Wenn die GS den beiden bestbewerteten 100% gegeben hätte, was machen sie, wenn irgendwann ein noch besseres erscheint?

stupormundi 13 Koop-Gamer - 1576 - 23. Juli 2011 - 20:22 #

Entweder Wertungen mit der Zeit anpassen (was sie ja auch machen) oder statischen Wertungen Geltung nur für eine begrenzte Zeit erteilen. Letzteres spart Arbeit, hat dafür den Nachteil, dass manche Wertungen unter Umständen nicht mehr ganz präzise sind: ein mit 100 % bewertetes Spiel nun eigentlich vielleicht nur noch ein 97%-Spiel wäre. Problematisch ist dies allerdings nicht, da die Aussagekraft von "Prozentrang 97" und "Prozentrang 100" identisch ist: Ausgezeichneter Ausnahmetitel.

Subtrahierer 12 Trollwächter - 848 - 23. Juli 2011 - 19:21 #

Wertungen an sich finde ich durchaus ok um sich einen schnellen Überblick zu verschaffen. Letztendlich lese ich bei sowas aber immer mindestens das Fazit und ob 81, 83 oder 87 is mir auch völlig wurscht. Mir geht es eher um die grobe Tendenz.

Was ich aber nahezu unerträglich finde sind auf objektiv getrimmte Wertungen mit Unterteilungen in allerlei Untergruppierungen die dann rechnerisch eine Spielspaßwertung ergeben.

Nein, das ist keine Spielspaßwertung!
Bestenfalls eine Qualitätswertung.

Talaron 16 Übertalent - P - 4017 - 23. Juli 2011 - 19:42 #

Das derzeitige Spielewertungssystem der meisten Seiten und Zeitschriften halte ich aus zweierlei Gründen nicht für Optimal:

1. Viele (allen voran die GameStar) versuchen, ihre Wertungen auf dem Anschein von Objektivität aufzubauen indem sie Punkte in festen Kategorien vergeben. Problematisch dabei ist aber, dass diese Kategorieren leider nur ca. 60% der Spiele wirklich abdecken können. In allen anderen Fällen wird solange geschummelt, bis die Endwertung stimmt.

Das Resultat ist dann aber, dass kleine Indie-Titel mit einfacher Comicgrafik die gleiche Wertung in dieser Kategorie bekommen wie hochkarätige High-Budget-Produktionen. Natürlich könnte man jetzt sagen, dass der Indie-Titel auch ohne schicke Effekte stimmig wirkt und Spaß macht aber dann wertet man wieder Subjektiv - und das will ja keiner. Die einzig objektive Lösung wäre also, dem Spiel hier nur eine niedrige Wertung zu geben, wodurch die Endwertung aber einen ungerechtfertigten Ausschlag nach unten erhält. Man sieht also, dass das "objektive" Wertungssystem zum Scheitern verurteilt ist: Entweder die Teilwertungen sind subjektiv oder die Endwertung nicht repräsentativ.

Dabei muss eine Wertung gar nicht objektiv sein, schließlich schildert sie die Eindrücke von einer/mehreren bestimmten Personen. Objektivität kommt hier wenn überhaupt erst dadurch zustande, wenn man selbst als Leser mehrere Artikel liest und ein eigenes Fazit zieht, ob das Spiel den Kauf Wert ist.

2. Auch wenn das Wertungssystem der Spielezeitschriften von 0 bis 100 (bzw. 0 bis 10) reicht, ist darin der Qualitätsanspruch pro Wertungspunkt nicht gleichmäßig verteilt und vor allem die Aussagekraft sehr schwankend. Eine Wertung unter 70 sagt dem normalen Leser beispielsweise, dass das Spiel bestenfalls mittelmäßig ist. Doch ob das Spiel jetzt 61 oder 67 Punkte bekommt, scheint eher Willkür statt echter Bewertung.

Noch schlimmer wird es bei den ganz niedrigen Wertungen: Ob Spiel nun 44 oder 18 Punkte hat, sagt praktisch nichts über dessen Qualität aus - außer, dass sie in beiden Fällen sehr niedrig ist. Nur noch mal zum Festhalten: Wir reden hier von 26 Punkten Differenz, eine Abweichung die bei Toptiteln den Unterschied zwischen einem Meilenstein und einem nur leicht überdurchschnittlichen Titel ausmacht!

Bei den ganz hohen Wertungen hingegen wirkt es hingegen gerade so, als hätten die Redakteure lieber ein 1000-Punkte-System statt nur 100. Denn zwischen einer 89 und einer 90 oder auch einer 93 und einer 94 liegen, glaubt man den Text-Fazits der Redakteure, oft Welten.

Natürlich hat jedes Magazin Angst, dieses verkorkste Wertungssystem zu verändern, schließlich will man ja stets vergleichbar bleiben. Doch mal ehrlich: Wie sehr sind das Magazine denn heute? Gamestar bezeichnete Half-Life 2 damals als absoluten Ausnahmetitel und vergab mit 93 Punkten die zweithöchste Wertung bis heute. Doch wenn man sich die Metacritic-Wertung anschaut, sieht man hier einen Durchschnitt von 96 Punkten, die Wertung der Gamestar wirkte sich also negativ auf den Gesamtschnitt aus. Hingegen vergeben zahlreiche andere Magazine standardmäßig bei allen Blockbuster-Titeln mal eben 100 Punkte, sodass hier ungerechtfertigt nach oben korrigiert wird.

Yvo0 10 Kommunikator - 460 - 23. Juli 2011 - 20:28 #

/sign (aber sowas von)
Dein Kommentar ist eine tolle Ergänzung für den User Artikel, der etwas kurz geraten ist!

vicbrother (unregistriert) 25. Juli 2011 - 12:23 #

"Bei den ganz hohen Wertungen hingegen wirkt es hingegen gerade so, als hätten die Redakteure lieber ein 1000-Punkte-System statt nur 100. Denn zwischen einer 89 und einer 90 oder auch einer 93 und einer 94 liegen, glaubt man den Text-Fazits der Redakteure, oft Welten."

Ja, das ist oft schon krass, wie es dann um wirklich jeden Punkt geht, wobei die Zahlen von 0-70 ziemlich locker und grob verteilt werden. Daher bin ich für eine grobe Einteilung und ein logarithmisches Maß.

Dreadnout (unregistriert) 23. Juli 2011 - 20:39 #

Moin!

Schöne Einleitungen, doch eine viel zu oberflächlicher "User-Artikel" - schade!

Bin seit den seligen ASM Zeiten (ca. 1987 ab C64, A500, etc.) Leser von Spieletests und die Bewertungen der Tester in Punkten, Prozenten o.ä. haben mich beim Kauf von den getesten Spielen noch nie an den o.g. Bewertungen orientiert.
Gerade bei den Zeitschriften hat man schon in den frühen 90ern gemerkt, daß Spiele von Anzeigen-Kunden besser bewertet wurden, egal welche Zeitschrift es war. Das die Tests höchst subjektiv bewertet wurden, ist doch logisch - Geschmäcker sind verschieden!
Das Internet und DSL ist der Tod für die Hochglanz-Zeitschriften (auch liebevoll Werbeprospekte genannt), weil sie schon beim Druck überholt sind.

Seit YouTube-Zeiten schaue ich mir InGame-Sequenzen an und lese nur noch beiläufig das Fazit eines Spieletesters. Die ganzen Angaben wie z.B. Gewichtungen der prozentualen Testergebnisse, auf welcher Maschinen wie häufig und von wem gespielt, etc. interessieren mich einfach nicht.

Ich finde (wie oben bereits mehrfach genannt) eine Daumen hoch, Daumen nach rechts oder eben Daumen unten Wertung vollkommen ausreichend.

Just my 2 cents.

MfG

Atomsk 16 Übertalent - 4878 - 23. Juli 2011 - 21:56 #

Genau so mache ich es auch. Ein 'Let's play' auf YouTube oder hier ein First15 (oder noch besser: Stunde der Kritiker) sind für mich aussagekräftiger als irgendeine Prozentzahl.

VikingBK1981 19 Megatalent - P - 13196 - 23. Juli 2011 - 23:08 #

Ich finde eine Zahlenwertung überholt. Gerade in Zeiten wo bei den meisten nur noch irgendwelche Praktikanten schreiben.

Rosa von Schaumwein (unregistriert) 23. Juli 2011 - 23:33 #

Spielspaß kann man nicht bewerten, schon gar nicht in Prozent. Letztlich ist sowohl bei Filemn als auch bei Musik oder Spielen bei allen Rezensionen der Text wichtiger als die Wertung am Ende. Ganz ohne Wertung gehts aber auch nicht, von daher ist ein grobes System (5/5 oder 10/10) schon sinnvoll. Aber niemand kann mir erzählen, er könne einen Unterschied von 84% gegenüber 85% klar darstellen und argumentieren.

Sciron 19 Megatalent - P - 16109 - 24. Juli 2011 - 0:50 #

Ich hab mir jetzt nicht den ganzen Berg an Kommentaren durchgelesen und zitiere einfach mal aus meinem Profil:

Ausführliche Testberichte > plakative Endnoten

Jeder der halbwegs einen zusammenhängenden Text begreifen kann, wird aus einem detaillierten, tiefgehenden Test mehr Infos rausziehen können, als aus einer schnöden Zahl im Wertungskasten.

Besonders wichtig ist mir das bei Special-Interest-Themen. Zum Beispiel bei Sport-Spielen. Da man hier immer die gleichen Abläufe hat (sei es jetzt Tennis, Fußball, Wrestling etc.) ist es wichtig, dass sich der Tester intensiv mit dem Spiel auseinander setzt, um langfristig auftauchende Schwächen besser aufdecken zu können. Grade bei solchen Themen sind die Details einfach ungemein wichtig.

Was nützt mir ein Fußball-Spiel mit Top-Animationen, Unmengen an Lizenzen, toller Ballphysik etc. wenn meine Stürmer einfach um's verrecken nicht in die freien Räume laufen und mir der Spielspaß dadurch langfristig einfach zerstört wird. Sowas kann einem einfach keine Zahl vermitteln, sondern muss durch einen detaillierten Test rübergebracht werden.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8071 - 24. Juli 2011 - 6:59 #

Für mich ein klarer Fall: Wertungen sind gut und Wertungen müssen für mich auch mehr sein als nur 3 Sterne.

Es existieren nicht weniger Spiele von Jahr zu Jahr, sondern mehr. Jeden Test zu lesen, erfordert Zeit und nicht jedermans Schreibe ist so gut, dass man sie sich zu Gemüte führen möchte. Bei einer 10er Werte-Skala fühle ich mich wohl, gerne auch in 0.5er schritten wie bei GG. Im Notfall darf es auch eine 5er Skala sein, aber alles darunter ist mir zu nichtssagend. 100% Systeme nehme ich auch hin, wobei ich da einigen Vorpostern zustimmen muss, das ein Unterschied von 84% zu 85% schwerlich zu vermitteln ist.

Finde ich im Internetwald ein mir unbekanntes Spiel, welches hier und dort aber sehr hohe bzw. sehr niedrige Werte eingefahren hat, dann suche ich auch gerne gezielt nach einem ordentlichen Text um dann über (hoffentlich) mehreren Seiten ein volles Statement zu kriegen. Die Zeiten wo ich mir Spiele/Filme/Festplatten/Computer/whatever alleine auf Wertungen gekauft habe, sind vorbei. Was aber nicht heisst, das wenn man nun einen riesen Text-Test gelesen hat, das man dann geschützt ist vor Ware, die man eigentlich nicht haben wollte. Weil - Geschmäcker sind verschieden...

X742DU57 09 Triple-Talent - 295 - 24. Juli 2011 - 16:05 #

Momentan erwartet der Otto-Normal-User eine linear angeordnete Skala, deren Werte den gleichen Abstand haben -> Prozente, (5-/10-)Punkte-Sterne. Das ist leicht auf einen Blick zu verstehen - so einfach, dass manche Publisher die Wertungen sogar auf ihre Packungen drucken. Wenn man davon einfach abirrt, kostet das viele User die Orientierung und GG/GS/... diese kostenlose Art der Werbung.

Allerdings *muss* ja die Aussagekraft darunter leiden, wenn man ein Objekt, das in mehreren Dimensionen existiert, in einen Wert innerhalb einer einzigen Dimension quetscht.
Beispiel: zwei Schüler. Der eine sehr gut in naturwissenschaftlichen Fächern, wie Mathe und Physik, dafür aber eine Niete in Deutsch und Englisch. Beim anderen Schüler genau umgekehrt. Jetzt hat sich der eine in Mathe und Physik genau die Noten erarbeitet, die der andere in Deutsch und Englisch kriegte. Da (in diesem Beispiel) die Gewichtungen von Mathe und Physik genau wie die von Deutsch und Englisch sind, kommt bei beiden Schülern am Ende derselbe Durchschnitt raus. Aber eigentlich sind die Fähigkeiten nicht vergleichbar, oder?
Wie würde eine Firma vorgehen, die einen der beiden Schüler einstellen wollte? Sie wollte natürlich das ganze Abschlusszeugnis haben und nicht nur die Durchschnittsnote - wobei manche Firmen die Bewerbungen schon unterhalb einer gewissen Grenze dankend ablehnen.

Damit möchte ich sagen: ein Wert auf einer eindimensionalen eingegrenzten Skala macht durchaus Sinn als grobe Orientierung. Wer aber genauer prüfen möchte, ob das Subjekt den eigenen Anforderungen/Wünschen entspricht, möchte einsehen können, wie auf diesen Wert geschlossen wurde. Es muss also eine je nach dem genauer aufgeschlüsselte Bewertung geben.

Um auf das Beispiel zurückzukommen: nehmen wir an, es gäbe zwei verschiedene Firmen, die Praktikanten suchen. Die eine schreibt kommerzielle Physik-Engines und sucht einen Programmierer. Die andere Firma vertreibt ein englischsprachiges Printmagazin und braucht einen Redakteur. Welchen der beiden Schüler wird sich welche Firma wohl eher aussuchen - wenn ihnen die genaue Bewertung und nicht nur die Durchschnittsnote vorliegt?
(Und bevor jetzt jemand mault: ja, ich weiss, jemand der zwar gut in Mathe ist, aber kein Englisch kann, tut sich schwer als Programmierer, und jemand der 1 und 1 nicht richtig zusammenzählen kann, dem helfen auch gute Sprachkenntnisse nicht viel. Aber es ist ja nur ein Beispiel zur Verdeutlichung.)

Wieder übertragen auf unser Lieblingsthema "Games": jeder Spieler hat unterschiedliche Anforderungen. Der eine zockt lieber den Multiplayer-Teil, ein anderer strikt Singleplayer. Dem einen liegen Casual Games ("Wimmelbild"-Games ;-) ), ein anderer hasst diese und spielt fast ausschließlich First-Person-Shooter. Wir stellen fest: es gibt unterschiedliche Spielercharakteristika. Jede dieser Charakteristiken stellt andere Anforderungen an ein Spiel und deshalb dürfte auch nicht für jede dieser Charakteristiken die "Durchschnittsnote" (bzw. der Prozentwert) eines Spiels gleich ausgerechnet werden, sondern die Gewichtungen innerhalb der genauer aufgeschlüsselten Bewertung müsste sich jeweils unterscheiden.

Meiner Ansicht nach müssten festgelegte "Spieler-Charakteristiken" definiert werden. Z. B. sollte es eine Charakteristik für typische "Multiplayerspieler" (vielleicht sogar weiter differenziert in kompetitiv und kooperativ) geben, eine andere für strikte "Singleplayerspieler", eine für den "Casual Spieler" (der z. B. auch typische Pointnclick-Adventure liebt), eine für den "Hardcore Gamer" (viele Jahre dabei, hatte Zelda 1 noch auf dem NES gespielt, zockt Spiele auch mehrmals durch, ...), usw. In einer solche Charakteristik wird festgelegt, wie der jeweilige Idealtyp des Spielers "tickt" und wie er spielt. Anhand dieser Definition wird eine stichhaltige Gewichtung festgelegt, die auf die genaue Bewertungstabelle eines Spiels angewandt werden kann. Heraus kommt dann nicht ein einzelner Wert "für alle", sondern ein Wert, der für diesen einzelnen Spielertyp aussagekräftig ist.

Redakteure und User könnten sich dann ja selbst ihre Spielercharakteristik aussuchen (vielleicht sogar auf "Per-Game-Basis"). Die Subjektivität einer Bewertung durch einen bestimmten Redakteur wird dann wahrscheinlich noch greifbarer und kann eher berücksichtigt werden.

Einige wichtige Fragen werden dadurch aber noch nicht beantwortet, wie z. B.:
Welche Charakteristiken (inkl. Gewichtungen) machen Sinn?
Aus welchen Sparten baut sich eine genaue Bewertungstabelle auf?
Wie genau passt hier das Gamersglobal-Prinzip rein - also "Spielemagazin zum Mitmachen"?

Auf alle Fälle halte ich diesen "user-zentrierten" Ansatz für flexibler und vor allem aussagekräftiger als die gängigen eindimensionalen Wertesysteme. Bin gespannt auf Comments :-)

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8071 - 24. Juli 2011 - 17:39 #

Allerdings wäre bei dem System wohl der "Wertungskasten" größer als der Text selber oder? :)

Von den ganzen Mischformen abgesehen wie dem CasualliebhabendeEgoShooterspielendeStrategederamWochendeauchmalSimst.

X742DU57 09 Triple-Talent - 295 - 24. Juli 2011 - 20:17 #

Der Wertungskasten selbst müsste ja nicht unbedingt größer werden. Aber je nach "Charakteristik" müssten die enthaltenen Punkte anders gewichtet werden. Den "Charakteristik-Filter" könnte man ja über eine Dropdown-Listbox auswählen, dann wäre alles nicht so voll.

Wegen den Mischformen: das ist klar, dass kaum ein Spieler einem "Ideal" einer Charakteristik entspricht. Aber in was für einer Laune man gerade ist, kann man schon genauer definieren. Z. B. "es ist Wochenende - heute hab ich auf was Sims-iges Bock". Dann könnte man ja ein Spiel heraussuchen, das gemäß der Charakteristik/dem Profil eines "reinrassigen" Sims-Spielers eine hohe Wertung einfährt.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 7006 - 25. Juli 2011 - 0:39 #

Ich denke nicht, dass sowas sinnvoll ist, weil es nämlich schon an anderer Stelle vorhanden ist: Im Text.
Wenn irgendwer die Spielerezensionen durchliest und nicht nur das Fazit am Ende überfliegt oder nur auf die unaussagekräftige Zahl schaut, findet im Text meist genug Informationen, für welche "Charakteristik" ein Spiel geeignet ist. Dort wird meist darauf hingewiesen, ob eher "Casuals" oder "kompetitive MP-Freaks" einen Titel mögen könnten.

P.S.: Vielleicht könnte ein amazon-artiges Empfehlungssytem gut funktionieren. "Sie mochten 'Modern Warfare 2' und 'Sims 2: Lebensgeschichten'? Ihnen könnte 'World of Warcraft' gut gefallen." (Spielenamen sind nur Platzhalter)

X742DU57 09 Triple-Talent - 295 - 25. Juli 2011 - 13:14 #

Stimmt, im Text sollte alles stehen. Aber dann könnte man auch die Plus/Minus-Punkte im Wertungskasten weglassen, denn die sollten auch im Text aufgeführt werden, oder?

Ein funktionierendes (!) Empfehlungssystem könnte helfen, bestimmte Perlen nicht zu übersehen, bzw. neu zu entdecken.

John of Gaunt Community-Moderator - P - 59095 - 24. Juli 2011 - 20:28 #

Sehr schöner Artikel. Freilich könnte man in das Thema noch viel tiefer einsteigen, aber als User-Meinung finde ich das absolut in Ordnung.

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 6742 - 24. Juli 2011 - 21:42 #

Für mich ist der Vergleich, der die Sinnlosigkeit von Spielewertungen am besten zeigt der zu Büchern und Filmen. Welche Wertung hat Andorra von Max Frisch verdient? 82%? 90%? Oder nur 60% weil der Rezensent den Kern des Buches gar nicht verstanden hat? Was ist mit Faust? Ist das Buch schlecht, weil die Mehrzahl der Deutschen es nicht wirklich lesen mag? Oder ist es ein Meilenstein der deutschen Literatur? Ich denke Zahlen sind völlig nutzlos um die Qualität von Kunst und Geschichten, die Spaß machen sollen zu beurteilen.

Ich habe schon mit vielen Spielen, die "schlechte" Wertungen bekommen haben mehr Zeit verbracht und mehr Spaß gehabt als mit so manchem gehypten 90% AAA Titel. Es kommt halt auf den Geschmack an, und über den lässt sich streiten.

Aber ich denke deshalb nicht, dass Spielerezensionen unnütz oder verkehrt sind. Wenn ich den Rezensent kenne und sein Geschmack in der Vergangenheit meinem entsprochen habe werde ich ein Spiel auf seine Empfehlung hin ansehen. Oder ein völlig neuer Rezensent macht mich heiß auf ein Spiel, weil er eine Eigenschaft oder etwas Neues an dem Spiel herausstellt. Deswegen mag bzw. mochte ich die GEE. So in der Art stelle ich mir das vor.

Ich lese bei GG die Tests, aber ich ignoriere die Wertungen. Insofern könnte man auch sagen "Lasst ruhig die Wertungen, wer sie mag kann drauf schauen, wer sie nicht mag halt nicht". Aber leider hängt viel in der Industrie noch von den Wertungen ab und ich würde mir wünschen es wäre nicht so.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3241 - 25. Juli 2011 - 8:05 #

Wertungen haben nie funktioniert, und werden (prinzipbedingt) nie funktionieren. Alles ist subjektiv, in jüngster Vergangenheit hat man das wieder sehr deutlich am kontroversen DN4E gesehen.

Sher Community-Event-Team - 3635 - 25. Juli 2011 - 13:57 #

Das Wertungssystem der PC Powerplay fand ich sehr gelungen. Man hatte die objektiv wertbaren Faktoren Grafik, Sound etc. und zusätzlich dazu jeweils 2 persönliche Meinungen der Redakteure. Leider wurde sie ja eingestampft :(

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3241 - 26. Juli 2011 - 7:05 #

Selbst Grafik und Sound sind kaum objektiv zu beurteilen. Es sein denn, man bezieht sich rein auf die technischen Aspekte (zB. Bitrate), was dem Interessenten am Ende auch nicht weiterhilft.
Denn was nutzen zB. die besten grafischen Effekte, wenn die Atmosphäre überhaupt nicht stimmt?

vicbrother (unregistriert) 26. Juli 2011 - 13:34 #

SOund und Grafik spielen auch immer weniger eine Rolle. Als vor >10 Jahren eine Wand nur eine einfarbige Fläche war, war der Fortschritt erkennbar und ein Bewertungskriterium. Heute basieren Spiele auf Engines die sehr gute Grafik und Sound darbieten, es sollten daher mehr die KI, das Level-Design und die Spielmechaniken bewertet werden.

Henke 15 Kenner - 3636 - 25. Juli 2011 - 23:35 #

Letzten Endes muss jeder für sich selbst entscheiden, was er (zu welchem Preis) spielen will... Spieletester sind keine Götter und die Bewertungen nicht mit den zehn Geboten gleichzusetzen...

Außerdem kann ich auch mit einem Spiel Spaß haben, welches nicht soooo toll bewertet wurde, solange es meine Ansprüche an ein Spiel erfüllt...

Christoph 17 Shapeshifter - P - 6506 - 29. Juli 2011 - 17:33 #

Daß hohe Wertungen häufiger vorkommen als niedrige, liegt auch daran, daß bessere Spiele häufiger getestet werden als schlechtere bzw es "ins Heft/auf die Webseite" schaffen, wenn man nicht Kapazitäten für alles hat.

Für mich persönlich ist die Gesamtnote "5 Sterne" oder "80 %" oder wie immer sie formuliert ist, im Prinzip nicht so sehr für die Entscheidung wichtig, ob ich das Spiel kaufe, sondern eher dafür, ob ich den Test lese: Ein super bewertetes Spiel, daß ich sonst völlig übersehen hätte, gerät dadurch schon mal auf den Radar. Andererseits lese ich Tests von Spielen, die mich "sowieso" interessieren, immer im Detail und entscheide danach, ob ich ein Spiel kaufe.

Auch die "Kenntnis von der Person des Testers" ist oft mehr wert als die Bewertung, weil man - unabhängig vom "richtig" oder "falsch" der Bewertung - eben die Erfahrung hat, daß Tester X überdurchschnittlich oft und über Jahre hinweg immer wieder dieselben Spiele (sehr) gut findet wie man selbst. Und damit sind natürlich nicht die Spiele gemeint, die JEDER gut findet, weil sie "95 %" haben, sondern zum Beispiel eben "70er-Spiele", bei denen der Tester "objektiv" relativ schlechter bewertet als er das Spiel persönlich findet.
Genau deshalb mag ich z.B. in GameStar die Team-Seite, wo jeder Redakteur seine subjektiv-persönliche Note von 1-5 Sternen für monatlich drei Spiele vergibt. Manchmal hat man das Gefühl, dort im Unterschied zur "objektiven" Bewertung im offiziellen Test quasi "die Wahrheit" zu erfahren. Ich würde mir viel mehr subjektiv gefärbte Tests wünschen, wenn sie nur nachvollziehbar die Argumente, das persönliche Spielgefühl oder einfach das Zustandekommen von Frust oder Begeisterung erklären. - Und unter anderem deshalb ist GG ja auch gerade so gut..

Rene Kretschmar 13 Koop-Gamer - 1405 - 5. August 2011 - 17:23 #

Find Punktesyste sehr gut man kann sich dort einigermassen orientieren. Ich weiss allerdings nicht ob Wertungen bis 10 noch zeitgenössisch sind.
Man könnte beispielsweise einen Test in Rubriken einteilen und in jeder Rubrik 0-3 Punkte vergeben. Crysis Top Grafik 3 Punkte mal so als beispiel und aus all diesen dann einen Gesammtstand errechnen.

Labrador Nelson 27 Spiele-Experte - - 91835 - 7. August 2011 - 6:00 #

Klar is da wat dran!

the_korben 10 Kommunikator - 492 - 12. August 2011 - 18:50 #

Zu Wertungen kann jede stehen wie er will. Was aber eindeutig ist: rein aus statistischer Sicht ist es kompletter Unsinn, eine Prozent-Skala zu verwenden. Die feine Auflösung dieser Skala ist kompletter Overkill. Ein ehrlicher, doppel-blinder Selbsttest würde zeigen, dass selbst von der gleichen Person gleichwertige Spiele je nach Tagesverfassung unterschiedlich bewertet werden. Daher wird hier Objektivität und vor allem Präzision vorgegaukelt, wo keine ist.

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 18. August 2011 - 10:10 #

also ich gebe diesem Artikel 8.75/10

Mathias Müller 17 Shapeshifter - 6655 - 18. August 2011 - 17:06 #

Nicht lieber 8.754/10?
Ich denke, das trifft's genauer! ;P

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 20. August 2011 - 9:12 #

Ich finde, dass Bewertungen von Spielen - im Gegensatz zu Filmen oder Musik - noch ziemlich objektiv sind.

Bei Metacritic erhalten einige meiner Lieblingsfilme eine Wertung von unter 60%. Bei Spielen ist das noch nicht vorgekommen.

vicbrother (unregistriert) 4. September 2011 - 12:53 #

Nenne doch mal ein paar Beispiele deiner Lieblingsfilme die so schlecht wegkommen, damit wir das nachvollziehen können.

Novachen 18 Doppel-Voter - 12840 - 23. August 2011 - 19:14 #

Ich persönlich halte eine finale Wertung ehrlich gesagt für überflüssig. Eigentlich sollte sich der Spieler schon aufgrund des schriftlichen Tests bereits wissen ob das Spiel gut ist oder nicht. Da noch eine subjekte Wertung vorzukauen halte ich für absolut falsch. Wenn eh die Wertung das entscheidene Kriterium sein soll, wieso schreibt man überhaupt mehrseitige Tests? Denn wenn es eh nur auf die subjektive Wertungszahl ankommt, kann man sich das Geschreibsel auch sparen und einfach eine praktische Pro-/Kontra Liste erstellen um die Wertung zu erklären.

Das ist sowieso ein sehr verbreitetes Problem, in sehr vielen Fällen stimmt der Text mit der Wertung des Testers selten überein. Eigentlich reicht der ausführliche Testbericht vollkommen aus, denn da ist alles unverfälscht und es gibt keinerlei Zahljonglierung.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8071 - 24. August 2011 - 9:38 #

Nicht jedes Spiel hat einen mehrseitigen Test. Und wenn ich mich mit Freunden über Spiele austausche kommt zum Schluss auch immer ein Fazit raus. Es kommt oft genug vor, das alles total mies scheint (Gfx/Sfx/Steuerung/Story/Verpackung) und im Fazit: Macht Spass!

Man sucht sich halt die Tester, dessen Spielspass mit dem eigenen kompatibel ist und lässt sich mitreissen. No harm done.

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