User-Report

Steam - umstritten, aber gut! User-Artikel

Razyl 6. September 2009 - 16:46 — vor 8 Jahren zuletzt aktualisiert
Valves Online-Plattform Steam - seit dem Start im Jahre 2003 ist die Software umstritten bei den Spielern. Die einen mögen es, die anderen verachten es. Doch warum ist Steam so stark umstritten?
Es ist der 12. September 2003. Ein bedeutender Tag für das Entwicklungsstudio Valve, denn an diesen Tag veröffentlichen sie ihre neue Plattform Steam. Ab diesem Tag funktionieren Spiele wie Half Life 2 oder Counter Strike Source nur noch über diese Online-Plattform. Erste Spieler schreien auf, weil sie entweder noch keinen schnellen Internetzugang besitzen, andere weil sie Steam für "schnick-schnack" halten. 
Just seit diesem Tag entbrennt eine jahrelange Diskussion um Steam. Die beiden Parteien sind klar, doch wer kann welche Argumente aufbringen?

1. Nachteil: Weiterverkauf unmöglich

Um überhaupt Steam nutzen zu können muss man sich zuerst registrieren. Erst danach kann man Steam nutzen und seine Spiele auf seinen Konto registrieren. Der erste große Aufreger! Es gibt einige Spieler, die Ihre Spiele, sobald sie durchgespielt sind, auf Ebay oder anderen Märkten weiterverkaufen. Und genau das funktioniert mit einen Steam-Spiel nur noch begrenzt. Wenn man das Spiel weiterverkaufen will, muss man das Spiel samt Steam-Account verkaufen. Jedoch widerstößt dies gegen die Steam-Richtlinien. 
Einen Ausweg ist nicht zu finden, denn sollte das verkaufte Steam-Konto geschlossen werden, könnte es zu erheblichen Problemen mit den Käufer kommen. Für viele Spieler ist dies ein großer Negativpunkt, womit sie nicht so ganz unrecht haben.

Auf Ebay finden sich mehrere tausende gebrauchte Spiele, darunter auch Steam-Spiele. Der Weiterverkauf boomt, denn dabei bekommt man Spiele meist günstiger, als im normalen Handel. Jedoch ist auch zu merken, bei gebrauchten Steam-Spielen greifen die Leute eher weniger zu, denn das Risiko der Kontosperrung ist immer da... Ein durchaus nachvollziehbares Argument gegen Steam.

1. Vorteil: Keine DVD mehr, Patchen von alleine, Alles unter einem Hut

Wer kennt dies nicht? Immer dieses nervige DVD-Einlegen damit ein Spiel überhaupt erstmal startet. Und dann gibt es wieder einen neuen Patch, den man manuell laden muss. Das alles fällt mit Steam weg, denn sobald das Spiel einmal vollständig installiert ist auf der Festplatte braucht man nie wieder die DVD des Spiels. Und wenn dann ein neuer Patch für das jeweilige Spiel erscheint, dann aktualisiert Steam das Spiel von selbst. Wunderbarer Komfort! Steam starten, Doppelklick auf das Spiel und es startet sofort, ohne nervige DVD-Abfrage. Warum nicht immer so? 
Ebenfalls sehr gut an Steam ist, dass man alle Spiele, die man registriert, immer und überall unter Kontrolle hat. Man hat eine sehr übersichtliche Liste mit allen Spielen, kann deren Spieldateien extra sichern, die neusten News zum Spiel abrufen und und und... Klar, auch hier ist es nur eine Komfortsache, aber gut umgesetzt. Und mal als allgemeine Frage gestellt an Euch: Seid Ihr es auch nicht immer leid, jedesmal alles selbst zu durchzupatchen und die DVD einzulegen?


Das "Meine Spiele"-Fenster von Steam ist übersichtlich und nicht überladen. Man hat immer alles auf einen Blick, sowohl den Spielnamen als auch den Entwickler und andere Informationen zum Spiel.


2. Nachteil: Onlinepflicht


Steam funktioniert (fast) nur mit einer bestehenden Internetverbindung. Schon beim erstellen eines neuen Kontos fängt dies an, denn ohne eine Internetverbindung gibts auch kein Steam-Konto. Gut, hierbei schleift das Argument etwas, denn in Deutschland gibt es mittlerweile genügend Menschen die Internet besitzen, dann geht man halt mal zum Nachbarn und erstellt dort das Konto und lädt sich Steam.
Sobald man dann wieder am eigenen Rechner ist, kann man ja endlich loslegen mit den Installieren des Spiels. Falsch gedacht, denn nun will Steam erstmal den Serial-Key des Spiels, damit dieses dann am eigenen Konto gebunden wird und was benötigt man dazu? Genau, eine bestehende Internetverbindung. Gut, nochmal zum Nachbarn, dort schnell den Key eingegeben, das Spiel registriert und dann wieder zurück. DVD ins Laufwerk und erstmal installieren lassen... bis zu einem gewissen Punkt. Denn dann will Steam den Rest des Spiels lassen, denn dieser ist nicht auf der DVD enthalten.
Genau in diesen Moment könnte ein Spieler ohne Internet verzweifeln, denn ohne eine bestehende Internetverbindung geht es nun mal nicht in der Welt von Steam. Sollte man es dennoch schaffen das Spiel fertig zu laden, dann kann man Steam demnächst auch im Offline-Betrieb nutzen. Bis man seinen Rechner zurücksetzt oder sich einen neuen kauft und dann merkt, dass man die Spieldateien nicht gesichert hat und alles fängt wieder von vorne.

Auch hier ist der Negativpunkt klar nachzuvollziehen, weil es zwar in Deutschland schon genügend Menschen gibt die Internet besitzen, aber nicht alle besitzen eine 16.000-er Leitung und können mit bis zu 2 MB/s laden. Wenn ein Spieler nun ein Spiel noch fertig laden muss, aber dies ewig dauert, kann es schon manchmal sehr nervig sein.

2. Vorteil: Freundesliste, schneller Einstieg in Spiel, Spiele für immer bei mir

Bei Steam ist ebenfalls die Freundesliste perfekt umgesetzt. Es gibt ein Extra Fenster, was übersichtlich ist, wo alle Freunde darauf eingezeichnet sind. Auch wird angezeigt ob sie Online sind oder wenn sie Offline sind, wie lange sie das schon sind. Sobald ein Freund ein Spiel startet wird man sofort benachrichtigt und kann, wenn es z.B. ein Multiplayer-Match ist, sofort auf dem selben Server mit einsteigen und mit den Freund zusammen bzw. gegen Ihn spielen.
Ebenfalls sind die restlichen Community-Features sehr gut durchdacht und funktionieren auch. Man kann sich in Gruppen organisieren, Events planen und einiges mehr. Steam ist also nicht nur eine reine Online-Vertriebsplattform, sondern auch eine große Community-Plattform.

Ein riesengroßer Vorteil von Steam ist, wenn man einmal ein Spiel auf seinem eigenen Konto registriert hat, hat man das für immer. Bei einer Neuinstallation von Steam sind die Spiele nicht verloren, denn diese werden dann weiterhin in der "Meine Spiele"-Liste angezeigt und man kann sie wieder downloaden. Sein Spiel kann also nie verloren gehen.

Der Steam-Shop: Vor- und Nachteile

Kommen wir zum eigentlichen Höhepunkt von Steam - dem Shop. Hier finden sich mittlerweile einige Spiele, nicht nur Valve Titel. Schön ist, dass man hier auch ältere Titel (z.B. Port Royale 2) finden kann, solange die Firma diese auf Steam veröffentlicht.
Neben diesen älteren Spielen kommen wir zu den Neutiteln die auf Steam angeboten werden. Der große Nachteil hier: bei einigen Titeln muss man dasselbe Zahl wie im Laden für die Retailversion.
Nur bekommt man auf Steam keine Verpackung und kein Handbuch dazu. Nehmen wir das Beispiel AION Collectors Edition, für diese zahlt man im normalen Handel 59,99€ und bekommt eine anständige Verpackung und ein ordentliches Handbuch dazu und man hat etwas in der Hand. Auf Steam zahlt man ebenfalls 59,99€ und bekommt zwar auch den Inhalt der CE, allerdings ohne Handbuch und Verpackung. Für Spieler die nicht auf digitale Downloads stehen nicht gerade berauschend.
Aber damit auch Sparfüche etwas von Steam haben, gibt es jedes Wochenende den sogenannten "Steam Weekend-Deal" und der hat es immer mal in sich. Denn bei dieser Aktion bietet Steam einen Titel aus den Sortiment preisreduziert an. Da kann man auch gut und gerne mal 50% sparen und bekommt manchmal sogar gute Titel zu einen sehr guten Preis, unter anderem hat man dort auch schon Unreal Tournament 3 oder Left 4 Dead sehr billig bekommen.

Der Online-Shop von Steam ist mittlerweile Anlaufstelle für einige Firmen und Spieler.


Insgesamt gesehen ist der Steam-Shop zwar manchmal etwas teuer, aber durch die Weekend-Deals hat man immer mal die Möglichkeit gute Titel preiswert zu ergattern. Zudem vergrößert sich der Shop immer mehr, einige Firmen verkaufen mittlerweile ihre Titel hauptsächlich über Steam. Erst vor kurzem haben sogar Lucas Arts und Sierra einige ihrer alten Spiele auf Steam veröffentlicht. Besonders die alten Adventures beider Firmen lohnen sich zu kaufen, zudem bekommt man auf Steam auch die Neuauflage von "The Secrets of Monkey Island".


Fazit:

Steam hat seine Vor- und Nachteile und ist bei weitem nicht perfekt. Besonders die Onlinepflicht ist hierbei kritisch zu sehen, aber wer eine bestehende Onlineverbindung hat, sollte sich nicht allzu stark davon beeinflussen lassen. Klar, man kann die Spiele schlecht weiterverkaufen, aber Ich bin eher der Typ der nicht gerne seine Spiele wieder hergibt, die er lieb gewonnen hat. Auch bin ich eher der Typ, der eine Verpackung in der Hand hat, aber manchmal lohnt es sich bei Steam ein Spiel zu kaufen, besonders bei den bestimmten Aktionen.
Insgesamt finde ich ist Steam ein durchaus gelungenes Stück Software, mit einigen Nachteilen, aber im Großen und Ganzen durchdacht und es funktioniert sehr gut.
Razyl 6. September 2009 - 16:46 — vor 8 Jahren zuletzt aktualisiert
Gerjet Betker 19 Megatalent - 13638 - 7. September 2009 - 10:55 #

Wäre ich ein Deutschlehrer würde ich deine Stark-Schwach-Struktur anmerken, da du bei beidem zuerst das starke und dann das schwache Argument genannt hast. Eigene Meinungen und Ich-Beziehungen sollte man bei sowas erst ins Fazit packen und in den Argumenten persönlich neutral bleiben.

Der Lesefluss ist schön, aber der Sprung zwischen Absätzen und Halbabsätzen sind in einigen teilen des Artikels optisch verwirrend. Verständlich stellen die Halbabsätze einen Sinnzusammenhang dar, aber trotzdem werden dann die alleinstehenden Kurzabsätze dadurch, optisch verschlechtert. Inhaltlich finde ich es sehr interessant, auch wenn ich Steam nicht nutze ist es schön darüber zu lesen. Nach einer kleinen Überarbeitung (optisch) deinerseits könnte ich ihn ohne schlechtes Gewissen freischalten.

Razyl 18 Doppel-Voter - 9226 - 7. September 2009 - 14:39 #

Hab nochmal den Text an einigen Stellen verbessert und 2 Bilder hinzugefügt. Sollte, meiner bescheidenen Meinung nach, nun passen. Eventuell findet Ihr noch etwas ;)

Gamaxy 19 Megatalent - P - 14542 - 9. September 2009 - 23:24 #

- hat sich erledigt -

CH64 13 Koop-Gamer - 1719 - 7. September 2009 - 16:41 #

Was ist wenn der Anbieter pleite geht?
Die Frage ist auch ein Argument gegen Steam.

Razyl 18 Doppel-Voter - 9226 - 7. September 2009 - 16:57 #

Welcher Anbieter? Valve oder die Spieleanbieter, die ihre Spiele auf Steam veröffentlichen?
Ich denke, und bin eigentlich auch ganz sicher, dass, wenn Valve pleite gehen sollte (was bis jetzt unwahrscheinlich ist), die Spiele, die registriert wurde, eine bestimmte Zeit lang man noch downloaden und sichern kann. Diese werden dann sicherlich auch ohne Steam spielbar sein.

Was passiert, wenn ein Entwickler, der auf Steam seine Spiele veröffentlicht, pleite geht weiß ich nicht. Allerdings sollte dort ein ähnliches Verfahren möglich sein, bzw. könnten die Spieldaten ja weiterhin auf den Steam Servern liegen bleiben.

CH64 13 Koop-Gamer - 1719 - 7. September 2009 - 22:01 #

Ich meinte Valve mit Steam.
Sicher kann es Lösungen geben aber wie die Aussehen und ob sie dann kommen ist Fraglich. Auch wenn ich es nicht erwarte das Valve Pleite geht(eher ist der Datenträger Defekt)muss die Frage doch erlaubt sein.

ganga Community-Moderator - P - 17328 - 7. September 2009 - 16:46 #

Hatte neulich auch so meine Probleme mit Steam. Wollte Half-Life 2 mal wieder spielen und da mein Internet bzw. Router rumgesponnen hat ließ sich das Spiel partout nicht installieren. Da ich das Spiel ja gekauft habe fühlte mich in diesem Moment schon etwas verar....

Gerjet Betker 19 Megatalent - 13638 - 7. September 2009 - 18:13 #

Der degressive Vergleich liest sich jetzt viel besser und auch optisch ist der Artikel jetzt auch richtig schön. Information ist jetzt durch die Erörterungsform jetzt verständlicher und somit ist es verständlich, dass er freigeschaltet wurde.

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 9. September 2009 - 13:05 #

Informativ, aber ich hätte mir etwas mehr Transparenz gewünscht, was die Preise bei Steam angeht.
"Der große Nachteil hier: bei einigen Titeln muss man dasselbe Zahl wie im Laden für die Retailversion." Trifft selten zu. Vor allem auf die freche Vereinheitlichung von Preisen ($ 29.99 -> € 29.99) sollte schon hingewiesen werden. Die Weekend-Deals mögen eine feine Sache sein, jedoch könnte man sich ebenso wünschen, dass Spiele auch gleicher behandelt werden als es im Store gehandhabt wird. So werden für Spiele, die sehr gefragt sind, gut und gerne noch sehr hohe Preise verlangt - auch wenn die Titel schon ne Menge Zeit auf dem Buckel haben. Und sowas habe ich im Retail-Bereich bisher nur bei CoD4 erlebt, als dieses mit 'Game of the Year Edition' gebrandmarkt und weiter zum Startpreis verkauft wurde.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 30004 - 10. September 2009 - 20:42 #

nachdem ich anfangs auch kritisch gegenüber Steam war, bin ich mittlerweile durchaus begeistert. Das Ding meckert nicht groß rum, wenn ich das gleiche Spiel auf meinem Notebook und dem Desktop installiere (sofern es nicht gleichzeitig läuft) und - wichtigster Punlt für mich - ich verliere so schnell keine CDs mehr. Gerade in einem Haushalt mit einem knapp 3 Jahre alten Rabauken gehen Spiele-Datenträger schneller kaputt als man glaubt. Selbst das hoch angebrachte Regal mit den Spielepackungen ist vor einem abenteuerlustigen Kind nicht sicher, DAS weiß ich jetzt auch ;) . Einige ältere Spiele wie HL2 spiele ich dank Steam schon ab und an mal wieder, die CD hätte ich mir nie wieder rausgekramt. Und auch beim Patchen ist alles erfreulich automatisiert, wenn ich da an stresspustelproduzierende Spiele wie Neverwinter Nights 2 denke.. Brr..

Nein, trotz all der sicher vollkommen zurecht angesprochenen Nachteile von Steam mag ich den Dienst und kaufe dort mittlerweile auch ganz gerne mal ein. Vor allem, weil so endlich auch Indiegames eine reelle Chance haben. Hand aufs Herz - Braid wäre doch als Spiel im Laden komplett gefloppt.

rabauke 12 Trollwächter - 1057 - 11. September 2009 - 14:57 #

Auch ich muss sagen, dass ich Steam einfach mag. Sicherlich gibt es bei dieser Art der Distribution einige Nachteile. Der Preis ist noch zu hoch und weiterverkaufen kann ich die Spiele auch nicht, falls ich das will.
Aber der Dienst ist eben sehr bequem. Ich kann mich noch gut daran erinnern, an einem Sonntagvormittag plötzlich unheimliche Lust auf ein neues Spiel bekommen zu haben. Bei Steam gab's dann auch das passende. Ruckzuck heruntergeladen. Und schon war das Restwochenende gerettet. Und das Hantieren mit DVDs vermisse ich auch nicht.
Also von mir gibt's den Daumen nach oben.

Herms 11 Forenversteher - 606 - 11. September 2009 - 18:36 #

"1. Nachteil: Weiterverkauf unmöglich" ... Ein wirklich hartes Problem? Viel entscheidender ist der Unterschied zum Kauf eines Spiels im Laden, wenn es um die Rückgabe / den Umtausch geht. Läuft das Spiel entgegen der Herstellerangaben auf der Plattform nicht, besteht (meist auf Kulanz- oder Wandlungsbasis) eine Chance das Spiel zurückzugeben.
Das ist bei Steam insofern schwieriger, als man kein Spiel kauft, sondern ein Abonnement für den Titel abschließt. Auf dieses Detail stößt man auch beim Lesen der AGBs nicht sofort. Ich empfand dies im mir unterlaufenden Fall als eine sehr überraschende Klausel.

Luminor 04 Talent - 21 - 24. September 2009 - 8:18 #

Ich finde für Spiele die ich nur Downloade und keine Verpackung, DVD oder sonstiges dazubekomme teurer zu kaufen als im Laden eine Frechheit. Ich habe zwar Spiele bei Steam gekauft aber nur dann wenn ein Paket angeboten wurde oder zb ein Wochenend-Preis als Aktion gilt. Normalerweise ists mir egal was das Game kostet wenn ichs haben will und gute Test vorweisen kann aber für das gleiche Game bei Steam 49 € zu bezahlen wo ich im Laden 35 € bezahle (zb. Anno 1404) sehe ich nicht ein!

Zille 18 Doppel-Voter - P - 10879 - 26. September 2009 - 19:12 #

Ich schlage immer wieder bei den Weekend-Deals zu. Ansonsten sind mir die Preise zu hoch. Was passiert wenn es STEAM mal nicht mehr gibt - ich gehe einfach mal davon aus, dass ich die Spiele abschreiben kann. Zumal privat gebrannte DVDs bei weitem keine so lange Halbwertzeit wie die von den Herstellern gepressten im Laden haben.

Ansonsten mag ich die Lösung aber. Nur wenn Spiele wie HL2 nur über STEAM laufen finde ich das Nachteilhaft. Wenn ich viel Geld hinlege, will ich ein Spiel, das ich einfach so installieren und spielen kann. STEAM ist ok, wenn es mindestens 40% günstiger als im Laden ist.

Olphas 24 Trolljäger - - 48843 - 27. September 2009 - 13:59 #

Ich hab es lange abgelehnt, solche Online-Plattformen zu nutzen und hatte Steam nur deshalb mal auf dem PC, weil ich halt Half Life 2 spielen wollte. Das hat sich mittlerweile aber geändert, heute nutze ich es sehr gern. Allerdings nie für Neuerscheinungen oder generell Vollpreis-Titel, da der Standardpreis von knapp 50 € einfach zu hoch ist, um mir einen Vorteil gegenüber dem Ladenkauf zu bieten wo es ja meist sogar billiger angeboten wird.
Aber gerade bei den Weekend-Deals oder sonstigen Budget-Angeboten schlage ich dort immer mal wieder zu. So komme ich günstig und bequem an Spiele, die ich bisher verpasst hatte.

Fazit: Oft tolle Schnäppchen, für neue Titel die ich wirklich haben möchte wenn sie erscheinen lauf ich aber nach wie vor in den Laden.

SonkHawk 14 Komm-Experte - 2251 - 7. Oktober 2009 - 9:32 #

Also ich stehe auch grade auf die Budget- und Indie-Spiele bei Steam:
- Portal
- Braid
- Audiosurf
- die HL2-Episoden
- Oddworld
- die Alien Shooter / Zombie Shooter Reihe
...

Neue Spiele sind mir auch viel zu teuer, da kaufe ichs lieber im Laden mit Packung und Handbuch.

Adrian Posor (unregistriert) 2. November 2009 - 18:36 #

Habt ihr Euch mal die AGB genau durchgelesen? Steam hat das Recht, seinen Dienst jederzeit einzustellen. Sie sind nicht verpflichtet, die Spiele ohne Steam lauffähig zu machen, wenn sie ihren Dienst einstellen. Auch garantieren sie nicht für die Verfügbarkeit ihrer Server. Obendrein dürfen sie ihre AGB ohne vorherige Ankündigung ändern. Steam behält also die volle Kontrolle über die Verkauften Lizenzen. Daher empfinde ich deren Lizenz als eine Unverschämtheit. Ob sie die Spiele freigeben, wenn sie ihren Dienst einstellen oder nicht, ist für mich nicht der Punkt. Der Punkt ist, daß sie das Recht und die Macht dazu haben, die Spiele unbrauchbar zu machen durch die Einstellung ihres Dienstes. Hier steht nicht der Kunde im Mittelpunkt, sondern Steam. Hauptsache sie verdienen Geld. Wenn ich für etwas bezahle, dann will ich dafür auch Zusicherungen und Garantien haben in einem angemessenen Maße. Steam aber drückt sich vor jeglichen Zusagen. Als Kunde hat man bei Steam keine Rechte. Wie man damit kein Problem haben kann, ist mir schleierhaft.

Der Logische (unregistriert) 14. November 2009 - 20:33 #

Ich habe mir mal in aller Ruhe die Beiträge durchgelesen und bin erstaunt wie blind manche den Lebensweg besteiten.Ich bin von natur aus kein deprimierter Zeitgenosse aber bei Steam ist das ganz anders!So...Bei Steam anmelden:Kein Problem...Aber jetzt wirds erst richtig interessant:1.Spielinstallation:Spiele CD/DVD einlegen natürlich über aktiven Internetzugang,sonst funktioniert erstmal nichts...2.Je nach dem erstmal Spielecode eingeben..3.Spielt beginnt mit Installation,soll man glauben aber viele Spieledaten werden aus dem Internet(Steamserver)geladen,es entsteht also ein virtueller Spielecache!Danach stellt sich dann die Frage warum man die Spielesoftware von der CD/DVD benötigt...nun gut...4.während der Installation sucht er gleich nach Spieleupdates und das kann bei überlastetem Steamserver manchmal Stunden dauern,selbst bei einer 16ner Leitung!Also Zeit mitbringen!Man kann auch die Option"Spiele automatisch aktualisieren"deaktivieren aber dann wars das mit der Installation,also man hat in dem Fall keine Optionsmöglischkeiten sich selbst zu entscheiden...super,oder?....5.Sollte man dann irgendwann mal zum Spielen kommen nach dem Service,dann aber nur bitte bei aktiver Internetverbindung,denn Big Brother Is Watching You,selbst wenn man nicht dem Multiplayer beitreten möchte wird die aktive Anwesenheit verlangt...Nett,oder?Wozu braucht man da noch Freunde?Man hat doch Steam!(Freude)...Die Echtheit des angeblichen Orginals wird erheblich in Frage gestellt.Steamspiele sind im Grunde virtuelle Datenträger weil die meisten Spieledateien aus dem Internet heruntergeladen werden.Es findet im Grunde nur eine Datenüberprüfung des Datenträgers selbst statt,der Rest wird erstellt.Es ist ungefähr so:Ich kaufe mir einen Verstärker,aber kann die Musik nur über die Boxen meines Nachbarn hören...Da kauft man sich doch glatt noch mal einen Verstärker,oder?Das ist alles wirklich sehr fraglich...naja...FAZIT:Steam hat auch seine Vorteile wie Chat,Informationen allgemein über Spiele,Nachträgliche Spieleupdates...ect...aber das kann die negativen Aspekte nicht überwerten!Absolute Kontrolle ist an der Tagesordnung und man hat dabei keine relevanten Optionsmöglichkeiten!Kurz und Bündig:No Steam No Game...that's it baby....

DigiDragon 06 Bewerter - 92 - 9. Dezember 2009 - 21:27 #

Ich mag Steam ist Super

Claython 16 Übertalent - P - 4700 - 23. Januar 2010 - 9:46 #

War eigentlich nich so der Freund von Steam, aber durch HL2 und CSS is man ja unweigerlich mit diesem Medium in Kontakt gekommen.

Was mir beim Steam echt gefällt ist das stetig wachsende Sortiment an alten Titel, z.B. die X-Com Reihe von Microprose, bei Steam kann man sich das Paket aus 5 Titeln (okay Interceptor und Enforcer kann man vergessen) für 15€ ziehen bei Amazon z.B. gibt es den ersten Teil ab 29€ und Teil 2 ab 35€, gebraucht wohlgemerkt und wer das Paket nicht möchte kann ja immer noch die Titel einzeln ziehen.

Und wie schon erwähnt der Weekend Deal z.B. Company of Heroes - Anthology 39,99€ bei Steam 11,50€, billiger is nich mehr legal. ^^

Und außerdem Valve is ja nich der Einzige der in diese Richtung eine Weiterentwicklung betreit, schaut doch mal zum Blizzardkollegen rüber, das Battlenet ist nun schon einige Tage älter als Steam aber die nächsten Spiele werden wohl auch nur noch über einen Battlenetacc laufen und die DLC's vertreibt Blizz sicher auch bald über BN.

Kuhlemann (unregistriert) 5. Februar 2010 - 12:46 #

Die komplette X-Com Serie gabs jetzt sogar für 2,50€. ^^
Des Weiteren hat Creative Assembly (Macher von Empire Total War) bestätigt, dass Valve zusichert im Falle einer Insolvenz einen Patch rauszubringen, der die Spiele von Steam entkoppelt.

Davon abgesehen würde wohl eher Valve samt Steam aufgekauft werden, als das Steam einfach im Nirvana verschwindet. :D

Und Downloadprobleme, wie oben beschrieben, hat man nur am Releasetag und vielleicht noch am Tag danch. Sonst kann man sogar seine 16k Leitung voll ausnutzen.

Und Angst vor Datensammlung? Wir reden hier von PC Spielen auf Privatrechnern, nicht von Firmenrechnern mit geheimen Daten. Also mal davon abgesehen, dass außer Nutzungsstatistiken und den hinterlegten persönlichen Daten sicher nichts gespeichert wird, muss man nun wirklich nicht so tun, als würde man sich mit Steam nen Trojaner installieren, der hoch sensible Daten abgreift...

Bsw. kann man auch ohne Proxy oder sonstige Programme in den Steamstores der anderen Länder einkaufen. Das ist zwar zugegebener Maßen nicht so von Steam so vorgesehen, aber stört auch niemanden.
Gebt mal steam://run/34200 in eurem Browser ein und es startet der Alien vs. Predator Demo download, obwohl in DE nicht über Steam verfügbar.
So far

DigiDragon 06 Bewerter - 92 - 1. Mai 2010 - 18:13 #

Ich finde Steam gut

Anonymous (unregistriert) 27. Juni 2010 - 2:11 #

ich kann die meinung der kritiker nachvollziehen. es bleibt immer so ein ungutes gefühl, da man nichts in den händen hält und auf die server angewiesen ist. spiele werden bei steam teilweise auch zum ladenpreis oder sogar höher verkauft. was man steam aber lassen muss, der kauf geht schnell, einfach und unkompliziert und die aktionstage/ wochen haben es wirklich in sich.

beispiel :

mass effect = 3,49
grid = 4,49
crysis = 3,49
resident evil 5 = 9,99
left4 dead 2 = 9,99

wo bekommt man sonst solche preise ?

ich sehe steam als gute möglichkeit, schnell,legal und günstig an gute spiele zu kommen. teilweise kann man sich dort für gesamt 20 € mit 3 bis 4 top titeln ausstatten.

normaler weise verliert man ja auch an vielen spielen, nachdem man sie durch hat das interesse, wen interessierts, ob man das teil dann in 5 jahren noch spielen kann ?
wenn es wirklich spiele gibt, die einem persönlich ( aus welchem grund auch immer ) unglaublich gut gefallen und man ohne diese spiele nicht mehr weiterleben kann, sollte man sie sich eben sicherheitshalber zum günstigen zeitpunkt im laden auf dvd holen. lieber alle paar jahre mal 10 € für ne gold edition ausgeben als nachts wegen (was wäre wenn steam ... )gedanken nicht mehr ruhig schlafen zu können

ich persönlich habe eine spielesammlung und einen steamaccount, wobei das eine mit dem anderen nichts zu tun hat ;)

Salieri (unregistriert) 27. September 2010 - 9:24 #

Unverschämt das Steam Zugriff auf sämtliche Dateien im Rechner hat.
Noch dreister: Mein PC hatte einen Systemabsturtz und mußte platt gemacht werden ( Neuformatierung) und ich mußte mich neu bei Steam anmelden. Um mein erworbenes Spiel ( Mafia II) , das ich für 49 Euro beim Händler kaufte spielen zu können muß ich nun einen Download bei Steam aktivieren, der bei meiner langsamen DSL-Leitung 5 Stunden und 30 Minuten dauert. Nebenbei: Anstatt einen Server in Frankfurt zu nehmen nimmt STEAM einen in Holland.
Das war das letzte Mal, das ich ein Spiel gekauft habe das mit STEAM aktiviert werden muß.
Das sind "Mafiamethoden", da kann das Spiel bei weitem nicht mithalten.

vgamer85 16 Übertalent - P - 4369 - 17. November 2016 - 11:34 #

Achja Steam. Hat natürlich seine Vor- und Nachteile. Irgendwie überwiegen die Vorteile jedoch. Es steht einem riesige digitale Spielebibliothek zur Verfügung und man muss nicht zum nächsten Laden rennen :-)

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