59 Euro fair oder unfair?

Starcraft 2, der Preis des Spielens

Trickster 3. Juni 2010 - 10:59 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert
Blizzard reizt mit einer ungewöhnlichen Preispolitik die Gemüter und kontert jegliche Kritik gelassen. Der Autor wagt einen Blick in die Karten der kalifornischen Spieleschmiede und prüft, ob sie sich überreizt hat.
Starcraft 2 - Wings of Liberty ab 15,99 € bei Amazon.de kaufen.
Habgier, Abzocke, Kundenschröpfe! Es platzt einfach aus uns heraus. 59 Euro soll Starcraft 2 kosten, wenn es am 27. Juli in die Läden kommt, knapp 15 Euro mehr als Vollpreistitel anderer Hersteller. Sam Didier, Art Director bei Blizzard, verteidigt in einem Interview die Pläne seiner Firma:
Der Preis ist, wenn man sich das Preis-Leistungs-Verhältnis ansieht, unserer Meinung nach gerechtfertigt. Zum einen haben wir über 45 Minuten Videosequenzen in Starcraft 2, und wenn man sich überlegt, wie viel Spielzeit der Titel bietet, dann ist der Preis gerechtfertigt.
Dennoch, es beschleicht uns das seltsame Gefühl, dass die Wahrheit an anderer Stelle zu suchen ist. Denn hohe Qualität und lange Spielzeit bieten auch Titel anderer Hersteller, die nicht mit knapp 60 Euro zu Buche schlagen. Wie kann Blizzard vom Erfolg seiner Preisstrategie so überzeugt sein?

Blizzard - Ein Unternehmen wie jedes andere

Als Teil der börsennotierten Activision Blizzard AG, ist der kalifornische Spielehersteller nicht nur eine Traumfabrik, sondern vor allem ein profitorientiertes Unternehmen. Privatpersonen gaben Geld und Banken gewährten Kredite. Die Geldgeber erwarten Erfolg und die einzig anerkannte Definition von Erfolg lautet für sie Gewinn, berechnet aus Umsatz minus Kosten. Eine langjährige Entwicklung, wie die von Starcraft 2, verschlingt Investitionen in Millionenhöhe. Produktionkosten für DVD und Verpackung fallen dagegen kaum ins Gewicht. Der Umsatz, als einzige freie Größe, muss diese gewaltigen Aufwendungen decken. Er berechnet sich aus dem Produkt des Preises und der Anzahl verkaufter Spiele. Bei einem niedrigen Preis wandern viele Spiele über den Ladentisch; ist dieser hingegen hoch, schreckt er Käufer ab, der Gewinn pro Spiel steigt jedoch. Falsch gesetzt, egal ob zu hoch oder zu niedrig, lässt der Preis den Umsatz einbrechen und das Unternehmen fährt schnell gegen die Wand. Es ist also elementar, den Preis richtig zu setzen und trotzdem wagt Blizzard diesen Vorstoß in unbekannte Höhen. Scheint in Kalifornien die Sonne zu heiß? Möglich. Blizzard allerdings handelt wohl überlegt.
 
Blizzard - Kein Unternehmen wie jedes andere

Die Zuversicht, mit dieser Preispolitik Erfolg zu haben, nimmt Blizzard aus drei Aspekten. Den Grundstein legt der enorme Bekanntheitsgrad. Obwohl bis 2004 schon unter Spielern sehr prominent (in Süd-Korea sogar verehrt), kennt seit World of Warcraft jeder Gelegenheitsspieler rund um den Globus den Namen Blizzard. Das ermöglicht eine Spielerschaar anzusprechen, die weit mehr als 100 Millionen Beteiligte zählt. Genaue Zahlen sind schwer zu ermitteln, dass es wenige vergleichbar bekannte Spieleschmieden gibt, scheint hingegen sicher. Dieser Aspekt für sich, so imposant er scheint, würde dennoch keinen Spielraum in der Preisgestaltung erlauben, ohne die erwähnten Einbrüche zu provozieren.
 
Blizzard benötigt zusätzlich seine hervorragende Reputation, eine psychologische Komponente mit starkem Einfluss auf unser Kaufverhalten. Unsere Wahrnehmung einer Firma beruht auf Erfahrungen, geschicktem Marketing und Beeinflussung durch Medien oder von Freunden. Aus einem guten Image folgt sowohl eine bewusste, als auch unbewusste, positive Einstellung gegenüber dieser Firma. Die Unsicherheit über die Qualität eines Spieles sinkt, wir erwarten ein gutes Produkt und dafür geben wir gerne mehr Geld aus. Nehmt euch als Beispiel das Konzert einer erstklassigen Band. Ihr kauft die teure Eintrittskarte, obwohl erst hinterher klar ist, ob das Konzert gut war. Gute Reputation kann allerdings schnell ins Wanken geraten. Die ebenfalls sehr bekannte Spieleschmiede Ubisoft hat dies unlängst eindrucksvoll bewiesen, die Folgen stehen noch aus. Blizzard hingegen kann auf eine fast makellose Geschichte verweisen. Spätestens seit Diablo gab es kein Spiel mehr, dem wir das Prädikat Blockbuster ernsthaft verweigern konnten. An Wertungen jenseits der 85 Prozent (meistens jenseits der 90) sind wir gewöhnt und abgesehen von dem berüchtigten Spionagepatch für Diablo 2 hat Blizzard seine Kundschaft nie ernsthaft vor den Kopf gestoßen.

Mangelnde Konkurrenz, in dem seit zu langer Zeit ereignislosen Genre der Strategiespiele, bringt Blizzard in eine starke Position. Sowohl im Moment als auch in näherer Zukunft scheint es, für Starcraft 2 keinen ebenbürtigen Gegner zu geben. Eine Flucht der Spielerschaft zur Konkurrenz hat Blizzard nicht zu befürchten, und Tophits aus anderen Genres sind nur indirekte Konkurrenz. Ihr werdet schließlich keine Egoshooter kaufen, wenn ihr Armeen über das Schlachtfeld führen wollt. So werden, neben eingefleischten Blizzardfanatikern, auch viele Hobbygeneräle zähneknirschend die 59 Euro aus ihrer Brieftasche ziehen.

Fazit: Blizzard spielt seine Karten aus
 
Jedes Ding ist wert, was der Käufer dafür zahlen will.
Um die Skat-Metapher des Artikel-Teasers noch einmal zu bemühen: Blizzard hat sich nicht überreizt, sondern einen Grand-Ouvert auf der Hand und gedenkt ihn auszuspielen. Es ist möglich, sowohl den Erfolg der letzten 15 Jahre, als auch die maue Marktsituation zu nutzen. Abschließend sollten wir eine mögliche positive Seite betrachten: Falls Blizzard einen Großteil seines Gewinns in die Entwicklung potentieller Hits wie Diablo 3 investiert, werden letztlich auch die Spieler profitieren.

Trickster 3. Juni 2010 - 10:59 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert
Azzi (unregistriert) 3. Juni 2010 - 11:10 #

Jo der Artikel trifft den Punkt ziemlich gut. Die Preiserhöhung ist rein betriebswirtschaftliches Denken, nämlich zu welchem Preis sind der Großteil der Kunden noch bereit das Produkt zu kaufen, und ich schätze das die allermeisten potentiellen Käufer auch die 10€ mehr noch zahlen werden.

Allerdings ist es ein Trugschluss zu denken, dass dieser höhere Preis in neue Spiele reinvestiert wird.Alleine durch WoW nimmt das Unternehmen zig Millionen ein die wahrscheinlich 10 neue Projekte komplett finanzieren würden. Der Gewinn geht aber größtenteils an die Aktionäre...

Die offizielle Rechtfertigung mit dem "45 Minuten Videosequenzen" ist selten dämlich. Gibt zig Spiele die das auch ohne höheren Preis bieten und vom Umfang her rechtfertigt wohl kein Argument die Preiserhöhung...

Mithos (unregistriert) 3. Juni 2010 - 11:17 #

Also erst einmal wird Blizzard den Großteil der Einnahmen in die Tilgung der Kredite für die Entwicklung von SC2 stecken. Denn diese Entwicklungsphase war lang und sie hatten eine Menge fähiger Mitarbeiter beschäftigt. Mehr und länger als bei anderen Echtzeit-Strategie-Titeln, die momentan auf dem Markt sind. Verglichen mit den 40 Euro für C&C4 (ok, einmal gelacht) und Napoleon Total War sind die 60 Euro durchaus angemessen. Auch mit CiV4 kann man mithalten (ok, nicht Echtzeit). Eigentlich kenne ich keinen Titel, mit dem sie nicht mithalten könnten - Genre-Übergreifend.

Ich habe nen Beta-Key, daher hab ich mir diese Meinung selbst gebildet. Dieses Spiel hat bei mir inzwischen mehr Adrenalin durch packende Matches erzeugt als so manch anderer Titel - obwohl ich das fertige Spiel noch nicht mal in den Händen halte.

Togi 11 Forenversteher - 567 - 3. Juni 2010 - 23:28 #

Bei mir kam eher Langeweile auf. Das Spiel ist einfach nur Standard, die Völker, Einheiten, Fähigkeiten, Rohstoffe, etc.. Im Grunde ein 0815-RTS mit Esport Orientierung.
Wer nichts neues will ok. Wer unbedingt ein aktuelles RTS will kommt nicht drum rum. Wer allerdings einfach nur ein RTS spielen will, sollte sich lieber ein anderes kaufen, denn 60€ ist doch schon ordentlich.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6528 - 4. Juni 2010 - 7:13 #

Mein Gott, nicht schon wieder. Wenn ihr keine Lust habt, schon gepostete Sachen zu lesen, dann postet nichts eigenes. Die 60 €uro sind mehr als Schnee von gestern, dieser ist schon längst die Oder hinab und hat sich in Polen verteilt.

Marcel 13 Koop-Gamer - 1377 - 3. Juni 2010 - 11:20 #

Schöner Artikel! Die Argumentation gefällt mir gut und er ist auch nicht zu lang. Weiter so!

Patrick 15 Kenner - 3955 - 3. Juni 2010 - 11:30 #

Hm, Deutschland ist aber auch Teuer. Über Amazon.co.uk habe ich mir das Spiel für umgerechnet 48Euro vorbestellt. Diablo 3 für 22Pfund ;-)

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6528 - 3. Juni 2010 - 11:42 #

Ich verstehe den Sinn der Kolumne nicht, da a) SC 2 mittlerweile schon auf 50 €uro gefallen ist bei den meisten deutschen Händlern und b) man das Spiel z.B. aus Großbritannien für 40 €uro bekommen kann. Von daher habe ich schon früher bei Spielen oder Filmen nie diese Aufregung Monate vor Release verstanden? Ich sehe das regelmäßig bei KSM-Anime-Boxen. Die steigen ein für z.B. 80 €uro und fallen am Ende bei Release auf 50 €uro. Aber hauptsache erstmal aufgeregt, weil beim Vertreiber jemand von UVP sprich. Dass UVP ungleich Endpreis bei Händlern ist, wird anscheinend in den heutigen unteren Schulformen (Haupt- und Realschule) nicht gelehrt.

Carsten 18 Doppel-Voter - 12131 - 3. Juni 2010 - 12:49 #

Ich stimme dir zwar größtenteils zu, aber den letzten Satz hättest du dir sparen können, findest du nicht?

Makariel 19 Megatalent - P - 13450 - 3. Juni 2010 - 13:10 #

Ich war in einer Hauptschule. Danke.

McStroke 14 Komm-Experte - 2276 - 3. Juni 2010 - 15:36 #

Mal davon abgesehen, dass dein Schulformenvergleich mehr als peinlich und ziemlich abgehoben ist (wie leider so einiges was man immer wieder in den Comments von dir liest), ist es doch ganz einfach zu sehen was der Sinn dieser Kolumne ist.

Blizzard hat mittlerweile einen enormen Ruf, und dieser Ruf wird jetzt in bare Münze umgewandelt, nach dem Motto: " Ihr findet unsere Spiele besser als die von anderen Entwicklern, dann zahlt auch mehr dafür.". Es geht um die UVP, das was Blizzard haben möchte, nicht um den Endpreis.

Theatralic (unregistriert) 3. Juni 2010 - 16:09 #

Hey Sun, der letzte Satz war wirklich mehr als unnötig. Du beschreibst einen Punkt sauber und sachlich und wirfst dann mit Stammtischaussagen um dich.

Trickster 09 Triple-Talent - 292 - 3. Juni 2010 - 18:02 #

Hallo Blacksun,

danke das du meinen Artikel gelesen hast. Leider ist deine Argumentation falsch. Ein Spiel vorzubestellen ist in der Regel günstiger, da du dein Geld bindest. Geld jetzt ist für eine Firma mehr Wert als Geld morgen. Als Beispiel nimm dir das Fliegen, umso früher du bestellst, umso günstiger. Zweitetens, was du beim Händler bezahlst hat nichts mit Blizzard's Preispolitik zu tun. Händler können ja ihren eigenen Überschuss beschneiden.

Beste Grüße,
der Trickster

P.s. Ich hab leider nach der 5. Klasse abgebrochen ;)

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6528 - 3. Juni 2010 - 18:11 #

Wo binde ich mein Geld? Dass der Preis sinkt, weiß man doch schon vorher. Es ist ja nicht so, dass mir Amazon erstmal 60 €uro abbucht und ich irgendwann die Differenz zum Endbetrag wiederbekomme. Deswegen ist für mich nur der Endbetrag interessant.

Und wegen "abgehoben" und "arrogant": Ich habe nunmal schon die ersten Dinge in Wirtschaftssystem in der 8. Klasse gelernt, daher überrascht es mich, dass einige Ältere hier nicht wissen, wie aussagekräftig genau ein UVP des Herstellers ist, wenn es noch mehrere Zwischenhändler mit Konkurrenzdruck gibt. Dasselbe gilt bei politischen Themen, bei denen immer mehr auf eine BILD reinfallen, weswegen man sich fragen muss: Ich habe das in der Mittelstufe gelernt, warum die anderen nicht?

Rechen 19 Megatalent - 16014 - 3. Juni 2010 - 23:10 #

Ich finde deinen Bildungsdünkel ziemlich widerlich. Zudem ist der gymnasiale Lehrplan mehr als antiquiert; vor allem in puncto Wirtschaft und Politik findet einfach nur eine linke Prägung statt. Auf tatsächliche Zusammenhänge wird hingegen kaum eingegangen; vielmehr wird häufig ein Wiederkäuen von Trivialitäten betrieben. Fehlende Einsichten in wirtschaftliche Zusammenhänge -- die ich hier niemanden unterstellen möchte -- gibt es sicherlich breit gestreut. Davon schließe ich auch den "Intellektuellen" mit seinem Weinglas -- diesen Stereotyp wähle ich bewusst überspitzt -- und seiner bisweilen stark kommunistischen Weltanschauung nicht aus. Bei einer Reduktion auf die Schulbildung scheint es doch, dass es dir stark an Lebenserfahrung mangelt. Ich habe eher den Eindruck, dass dir dein Abitur nicht besonders gut bekommen ist.

Togi 11 Forenversteher - 567 - 4. Juni 2010 - 0:00 #

"wie aussagekräftig genau ein UVP des Herstellers ist, wenn es noch mehrere Zwischenhändler mit Konkurrenzdruck gibt."
Wenn man nur von heute und morgen ausgeht ja. Nur weil die UVP jetzt 60€ beträgt, wird nicht jeder sofort das Spiel auch für diesen Preis verkaufen. Übermorgen sieht das jedoch anders aus, denn dann kostet ein Spiel auf einmal doch mehr.

McStroke 14 Komm-Experte - 2276 - 4. Juni 2010 - 12:58 #

Mal von der Diskussion um die UVP abgesehen, finde ich deinen Tonus sehr unangebracht. Du bist nicht der Einzige mit Abitur hier, ich selber habe in Sozial- und Wirtschaftskunde mein Abi gemacht, aber ich reite da nicht ständig drauf rum. Ich finde es absolut keine Schande wenn jemand auf der Realschule oder Hauptschule war, das sind dann meisstens noch nettere Leute als du, die nicht ständig auf ihrem Ego thronen. Und BILD-bashing ist nun wirklich kein Zeichen von Intelligenz.
Viel mehr gehts hier auch um ein angenehmes Diskussionsklima, welches aber durch solche Äußerungen wie sie von dir gekommen sind beschädigt wird. Da fragt man sich ob sie dir nicht lieber ab der 8. Klasse mehr Sozialkompetenzen beigebracht hätten anstatt wirtschaftliche Grundlagen.

Earl iGrey 16 Übertalent - 5042 - 5. Juni 2010 - 12:09 #

Moooment. Ich finde die Bemerkungen zum Schulsystem jetzt garnicht so falsch. Es wurde hier Keiner persönlich attackiert. So habe ich das jedenfalls nicht gelesen. Und bin selbst Realschulabsolvent und finde meine ursprümgliche Schulbildung ziemlich mies. Was ich weiß, habe ich mir weitenteils selbst erarbeitet bzw. in meiner späteren beruflichen und schulischen Laufbahn dazugelernt. In den "unteren Schulformen" wird leider tatsächlich oftmals nicht ansatzweise das vermittelt was nötig ist. Das liegt zwar nicht nur an den Lehrern und Lehrplänen sondern auch ganz wesentlich an einem latent katastrophalen Lernverhalten und einer über weite Strecken miesen Disziplin vieler Schüler, aber grundsätzlich existiert dieses Problem und sollte auch benannt werden! :)

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6528 - 5. Juni 2010 - 17:10 #

Wenigstens einer gibt mir recht. Ansonsten halte ich es am Besten wie unser Expräsi: Ich habe die Wahrheit gesagt, wurde dafür kritisiert und treten nun zurück :/ .

Carsten 18 Doppel-Voter - 12131 - 5. Juni 2010 - 18:31 #

Den Teil einer Wahrheit, ja. Aber mit Verallgemeinerungen sollte man möglichst vorsichtig umgehen. Und Earl, indirekt konnte man das schon als an den Autoren und an diejenigen, die dessen These unterschreiben, gerichtet auffassen. Man hätte es eleganter ausdrücken können...

Rechen 19 Megatalent - 16014 - 5. Juni 2010 - 20:13 #

es geht mir hier null um die sachebene. die art wie du dich ausdrückst finde ich einfach nicht in ordnung. und das du dir jetzt auch noch wie ein held vorkommst ist mir vollkommen unverständlich.

Anonymous (unregistriert) 3. Juni 2010 - 11:56 #

Ich warte einfach 6-12 Monate und kaufe mir das Spiel für 30 Euro voller genugtuung. Da ich an der Beta teilgenommen habe und es ausgiebig spielen konnte werde ich es auch nicht all zu sehr vermissen.

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 33797 - 3. Juni 2010 - 11:57 #

Interessant wär es, wenn Blizzard auch gleich den Preis für die nächsten beiden Kampagnen genannt hätte. Wenn die z.B. 30 € kosten sollen, hätte man im Durchschnitt 40 pro Kampagne bezhalt, wenn man alle kauft. Wenn sie da aber mehr oder gar wieder 60 haben wollen, wird's langsam frech. Also was ich sagen will: Mit einem niedrig angekündigten Preis für die weiteren Teile könnte man den Ärger über den hohen "Startpreis" mindern. Aber vermutlich wissen sie selbst noch nicht, was die ksoten sollen und machen das vom Erfolg der Terraner-Kampagne und den weiteren Entwicklungskosten abhängig.

Neon 10 Kommunikator - 386 - 3. Juni 2010 - 12:45 #

Ich finde es ziemlich seltsam, wenn Spieler jahrelang auf ein Spiel hinfiebern, hunderte Kilometer weit auf Messen fahren, 6 Stunden in der Schlange stehen um das Spiel 20 Minuten zocken zu können, um dann vor Wut auszurasten, wenn der Hersteller den Gegenwert von 3 Schachteln Zigaretten mehr für sein Spiel verlangt als für andere Spiele.

MMn wäre viel gewonnen, wenn Spieler verstehen würden, dass gute Spiele auch gutes Geld wert sind.

A/B mag mit WoW viel Geld verdienen, aber warum sollen Sie das Geld für unprofitable Spieleentwicklungen wieder ausgeben? Da könnte Sie das Geld doch besser behalten. Starcraft 2 muss als Projekt für sich selbst Gewinn erwirtschaften.

Und da ist die "Abzocke" mMn nicht so klar, wie viele meinen. In einem Forum habe ich kürzlich von einem EA Mitarbeiter gelesen, dass man davon ausgeht, dass A/B mit Starcraft erst ab dem 1 Addon Geld verdienen wird. Davor werde die durch die lange Entwicklungszeit bedingten hohe Entwicklungskosten wiedereingespielt.

Und zuletzt: Wurde nicht auch WC3 schon mit der selben UVP verkauft? Zumindest in den USA war das der Fall.

bersi (unregistriert) 3. Juni 2010 - 14:46 #

Dem kann man einfach nur zu 100% zustimmen. Diese Idiotie sollte sich so mancher hier mal vor Augen führen :)

Togi 11 Forenversteher - 567 - 3. Juni 2010 - 23:57 #

"Ich finde es ziemlich seltsam, wenn Spieler jahrelang auf ein Spiel hinfiebern, hunderte Kilometer weit auf Messen fahren, 6 Stunden in der Schlange stehen um das Spiel 20 Minuten zocken zu können, um dann vor Wut auszurasten, wenn der Hersteller den Gegenwert von 3 Schachteln Zigaretten mehr für sein Spiel verlangt als für andere Spiele."
Die Leute die das machen, werden die Collectors Ediotion kaufen.

"MMn wäre viel gewonnen, wenn Spieler verstehen würden, dass gute Spiele auch gutes Geld wert sind."
Da viele Sc2 für ein sehr gutes Spiel halten, wird der Preis auf 100 € angehoben? Nein.
Es gibt Vollpreis, unabhängig vom Spiel, und der sollte einigermaßen gerecht sein, das der das schon bei 50 € nich gerecht war ... nun ja.

"Da könnte Sie das Geld doch besser behalten. Starcraft 2 muss als Projekt für sich selbst Gewinn erwirtschaften."
Nunja, wenn sie mehr investieren, können sie mehr machen, Sc2 wird besser und wirft am Ende mehr Gewinn ab.

"In einem Forum habe ich kürzlich von einem EA Mitarbeiter gelesen, dass man davon ausgeht, dass A/B mit Starcraft erst ab dem 1 Addon Geld verdienen wird. "
Kann sein, muss nicht sein. Aber A/B ist nicht blöde und die werden ein Projekt nicht durchführen, ohne vorher zu überlegen, was am Ende bei rauskommt und ob in Zeiten eines 15€-CoD6-Mappacks, nur noch die Kosten gedeckt werden müssen, sei mal dahin gestellt.

stupormundi 13 Koop-Gamer - 1576 - 3. Juni 2010 - 13:15 #

Ich sehe das Problem nicht so sehr in einem unverhältnismäßig hohem Preis als vielmehr in mangelnder Produktqualität.

Hand aufs Herz: StarCraft II bietet nicht allzu viel Neues gegenüber StarCraft I und ist gameplaymäßig wohl eher eine Art Remake als Sequel. Erschwerend kommt meiner Meinung nach auch noch der grauenhafte Grafikstil dazu (ich kann nicht nachvollziehen, wie man - abgesehen vom technischen Standpunkt - die Grafik von StarCraft II der vom ersten Teil vorziehen kann!). Die Wahrheit ist doch einfach, dass viele der Macher von StarCraft I gar nicht mehr bei Blizzard arbeiten, und das merkt man dem Sequel leider an...

Makariel 19 Megatalent - P - 13450 - 3. Juni 2010 - 13:21 #

Hm... über Geschmack lässt sich nicht streiten, aber mir persönlich gefällt die Grafik von Starcraft 2 besser als von Starcraft 1.

Auch würde ich nicht behaupten SC2 biete nicht allzu viel 'neues' gegenüber SC1/Broodwar, bevor ich die Singleplayer-Kampagne gespielt habe. In verschiedenen Berichten wurde geschrieben das sich die Missionen stark voneinander unterscheiden. Missionen in SC1 hingegen waren doch fast alle nach demselben Schema.

Togi 11 Forenversteher - 567 - 3. Juni 2010 - 23:34 #

"Hm... über Geschmack lässt sich nicht streiten, aber mir persönlich gefällt die Grafik von Starcraft 2 besser als von Starcraft 1."
Fakt ist, die Grafik ist einfach nur schlecht. Da hilft auch das, "es soll bei allen laufen"-Argument nicht mehr, die Grafik ist einfach nur schlecht.

"Auch würde ich nicht behaupten SC2 biete nicht allzu viel 'neues' gegenüber SC1/Broodwar"
Die Missionen sahen durchaus nett aus, jedoch muss man abwarten, ob da wirklich was 'neues' kommt oder ob nicht doch bekannte Missionstypen verwendet werden. Klar gut wird der Sp mit Sicherheit, wenn auch nicht unbedingt 'neu'. Zudem geht es eher um das Gameplay bzw. den Mp und da gibt es wirklich nichts neues. Einfach nichts.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6528 - 4. Juni 2010 - 7:18 #

Bei subjektiven Dingen von "Fakten" sprechen ist nicht unbedingt brauchbar, das ist in etwa auf dem unsinniges Niveau der heutigen GameStar, die einem auch subjektive Wertungen als objektiv verkaufen will - oder eben nicht, wie man an fallenden Verkaufszahlen sieht. Ich finde die neue Grafik gut genug, aber mir war schon anno 99 die von Alpha Centauri durchaus gut und bis heute mag ich die zweckmäßige eines MoO 2, die in etwa den Charme eines Bildschirmschoners der späten 90er rüberbringt.
Und neue Missionstypen? Was soll denn da noch kommen? Wir haben schon alle Arten von Missionen in den 90ern gehabt, von "Zerstöre alles oder töte jemanden" über "Rette jemanden oder halte die Basis" bis zu "Eskortiere" und das alles nochmal gewünscht. Missionstypten in RTS sind wie Quests in RPGs: Es war schonmal alles da, heutzutage zählt nur noch, wie man diese Missionsarten verpackt.

NedTed 18 Doppel-Voter - - 11729 - 5. Juni 2010 - 10:08 #

Ich denke hinsichtlich Missionstypen hast du vollkommen recht, war alles schonmal da... Insbesondere fällt mir KKND ein das sehr abwechslungsreiche Missionen hatte. Nichtdestotrotz wird das Spiel spaßig werden und vlt. gibt es doch die eine oder andere Überraschung.

bam 15 Kenner - 2757 - 3. Juni 2010 - 13:29 #

Mal rein subjektiv: Ich habe Warcraft 3 etwa 6 Jahre lang gespielt. Nicht unbedingt immer Melee oder gar wettbewerbsmäßig, sondern sogar teilweise wochenlang nur Custommaps. Ich kenne kein Spiel, außer vielleicht Counter-Strike, welches Spieler so lange an den Multiplayermodus fesselt wie Warcraft 3 bzw. allgemein Blizzardspiele.

Würde man nun rein rechnerisch den Preis pro Stunde Spielzeit bewerten, dann wäre das bei einem Spiel, welches man über Jahre spielt, einfach vernachlässigbar. Im Kontrast dazu bezahlt man für manches Solospiel ~4€ pro Stunde Spielzeit.

Genau so sollte man das ganze auch bewerten. Mag sein dass der angesetzt Preis hoch erscheint, aber wirklich nur, wenn man den Inhalt außer acht lässt. Allein die Customgames können, wenn man der richtige Spielertyp ist, jahrelang unterhalten und genau das ist der große Verkaufspunkt und für mich auch eine begründete Rechtfertigung.

Im übrigen bin ich schon jedem Spiel positiver gegenüber eingestellt, welches einen Editor anbietet und somit Maps/Mods ermöglicht. Das ist der Grund warum man noch am PC spielt und nicht völlig auf Konsolen wechseln muss.

Togi 11 Forenversteher - 567 - 3. Juni 2010 - 23:45 #

"Würde man nun rein rechnerisch den Preis pro Stunde Spielzeit bewerten, dann wäre das bei einem Spiel, welches man über Jahre spielt, einfach vernachlässigbar. Im Kontrast dazu bezahlt man für manches Solospiel ~4€ pro Stunde Spielzeit.

Genau so sollte man das ganze auch bewerten. "
Nein sollte man nicht. Jade Empire ist eines der besten Spiele die ich je gespielt habe. Ich habe dafür Vollpreis bezahlt und ca. 20 Std. gespielt. CoD 4 habe ich über 500 Std. gespielt. Auch hier wieder Vollpreis. Ist Jade Empire jetzt schlechter? War der Preis jetzt doch nicht gerechtfertigt? Mit Jade Empire war ich genauso zufrieden wie mit CoD4, man kann also nicht einfach plump über Spielzeit argumentieren. Andere Spielmechanik, andere Spielzeit.

bam 15 Kenner - 2757 - 4. Juni 2010 - 14:36 #

Damit hab ich auch nicht gesagt, dass die Spielzeit eines 20Std.- Spiels schlecht ist oder der Preis nicht gerechtfertigt. Es ist mir aber egal ob ich nun 50€ oder 60€ für ein 500+Std.-Spiel ausgebe, weil es sich in jedem Fall lohnt.

Du kannst ja zufrieden mit deinem Jade Empire sein. Nüchtern betrachtet war die Investition in CoD4 für dich trotzdem lohnender, da du für das gleiche Geld eine zigfach höhere Spielzeit wahrgenommen hast.

Es geht bei der Diskussion um Preise bei sämtlichen Produkten immer darum was man für das Geld bekommt. Zieht ein Entwickler nun den Preis für sein 8Std. Solospiel an und bietet nichts besonderes, dann ist das unbegründet. Zieht aber ein Entwickler eines Multiplayerspiels mit neuer Multiplayerplattform und jahrelangem Support den Preis an, dann ist das schon begründet.

Klausmensch 14 Komm-Experte - 2201 - 3. Juni 2010 - 13:55 #

Verstehe die Diskussion darum nicht. Wem es zu viel ist, der kauft es eben nicht. Und wenn es doch so viele kaufen, dann ist der Preis einfach nur gerechtfertigt. So funktioniert unsere Wirtschaft nunmal. Anscheinend ist der Preis noch nicht über der Schmerzgrenze...

Togi 11 Forenversteher - 567 - 3. Juni 2010 - 23:48 #

"Verstehe die Diskussion darum nicht. Wem es zu viel ist, der kauft es eben nicht. Und wenn es doch so viele kaufen, dann ist der Preis einfach nur gerechtfertigt."
Ja ja versteh gar nicht warum man sich denn über Nazis aufreget, wer nicht mit machen will der macht halt nicht mit und wenn viele mitmachen, dann ist es halt gerechtfertigt. Ja ok, diesen Verlgeich vergessen wir lieber wieder.
Trotzdem irgendwann kann man einfach nicht mehr sagen, geht dich nichts an lass die anderen mal machen.

Klausmensch 14 Komm-Experte - 2201 - 4. Juni 2010 - 1:01 #

Der Nazivergleich war jetzt äußerst durchdacht.
Ich sag nicht dass ich das gut finde. Nur wenn man sich darüber aufregt, dass Leute so viel Geld wie es gerade noch geht für ihre Produkte verlangen, sollte man sich gleich über unser gesamtes Wirtschaftssystem aufregen.

Rechen 19 Megatalent - 16014 - 4. Juni 2010 - 1:17 #

Dein Vergleich ist gewichtungstechnisch geradezu lächerlich abstrus. Wenn du ernst genommen werden möchtest, solltest du über passendere Vergleiche nachdenken.

Z 12 Trollwächter - 1009 - 3. Juni 2010 - 14:06 #

Den Punkt mit dem guten Ruf Blizzards finde ich interessant. Auch in meiner Wahrnehmung genießt das Unternehmen einen exzellenten Ruf als Spielehersteller. Dass ein Unternehmen diesen auch zu Geld machen will, ist nachvollziehbar. Man sollte aber nicht dem Missverständnis erliegen, dass man das zum Nulltarif kann. Von nichts kommt nichts. Das Geld dass da kommt, ist der Erlös durch den Verkauf (eines Teils) des guten Rufs.

Blizzard hat bei mir noch so viel Kredit, dass sie gerne ihre virtuellen Reittiere für 20 Euro verkaufen können,sie können auch eine unverbindliche Preisempfehlung von 60 Euro für Starcraft ausgeben, ohne dass ich deswegen gleich auf die Barrikaden gehe. Aber das Image vom Unternehmen mit dem unvergleichlichen Preis-Leistungs-Verhältnis, welches seine Produkte ewig pflegt und die Spieler nicht abzockt, hat zumindest im letzten Punkt dadurch gelitten.

Da aber der Großteil der Branche gerade die Strategie fährt, dem Kunden auch noch den letzten Cent (Stichwort Mikro-DLC) aus der Tasche zu ziehen, relativiert sich Blizzards Position wieder und sie stehen immer noch um Welten besser da, als der Rest.

Gamaxy 19 Megatalent - P - 13346 - 3. Juni 2010 - 14:12 #

Angesichts der Tatsache, dass Blizzard schon für ein völlig nutzloses Mount in WoW 20 € verlangen kann und hunderttausende das bereitwillig bezahlen, sind 59 € für Starcraft 2 im Vergleich geradezu billig ;-)

Guldan 17 Shapeshifter - P - 8309 - 3. Juni 2010 - 14:49 #

Schöner Artikel. Ich find den Preis ok, höher sollten sie halt nicht gehen udn die Quali muss stimmen dann passt das. der Umfang ist eh enorm udn die zu erwartenen Fun Maps da sind 60 ok. Für andere Spiele würde ich das nicht ausgeben aber von meinem Lieblingsentwickler schon, wurde noch nei enttäuscht ausser mit dem Ur WoW^^

@Z

Seh ich eigentlich genauso.

NedTed 18 Doppel-Voter - - 11729 - 3. Juni 2010 - 15:39 #

Meiner Meinung nach handelt es sich im Prinzip um ein verstecktes Abo-Modell so wie Guild Wars. Meine These erklärt sich aufgrund folgender Logik:

Es besteht aus drei Teilen (Teil 1 kommt am 27. Juli raus) mit jeweils 60 € Kaufpreis. Macht in Summe 180 €. Geht man davon aus, dass ein Spiel ca. 2 Jahre lang gespielt wird (also 24 Monate) und im Monat 5 € Abo-Gebühren anfallen würden blieben 40 € für das Spiel selbst.

Also kurz zusammengefasst:
Gesamtkosten für das Spiel: 3 x 60 € = 180 €
Abogebühr 5 € x 24 = 120 €
Spielpreis selbst = 40 €

Dies deckt sich auch mit der Aussage von Pachter wo dieser denkt ein Abo-Modell wird kommen -> in Wirklichkeit ist es schon da.

bam 15 Kenner - 2757 - 3. Juni 2010 - 18:03 #

Nö.

Zu aller erst: Die Preise für die beiden Addons (!) sind noch nicht bekannt. Allein deswegen kann man die Rechnung so nicht machen.

Außerdem: Was ist denn nun bei Starcraft 2 groß anders zu dem was PC-Spiele seit ~20 Jahren machen? Addons hat es schon immer gegeben und dass mehr als 1 Addon erscheint ist auch nicht neu. Willst du nun damit sagen, dass wir schon immer ein verstecktes Abo-Modell hatten? Die Aussage macht keinen Sinn. Die Addons bringen neue Soloinhalte und sie bringen neue Multiplayerinhalte, wie jedes andere stinknormale Addon auch.

NedTed 18 Doppel-Voter - - 11729 - 3. Juni 2010 - 19:55 #

Es gibt einen großen Unterschied gegenüber regulären Addons: Das Spiel wurde von Beginn an in 3 Teile gestückelt und das Geschäftsmodell baut auf diese Stückelung auf. Ergo zahlt man den vollen Preis für das Drittel eines Spiels. Der Umfang ist aber zugegebenermaßen durch den Multiplayer-Teil bereits von Beginn an riesig.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6528 - 3. Juni 2010 - 20:56 #

Wer sagt, dass Addons nicht geplant waren? Die Geschichten von D2-LoD, SC1-BW oder WC3-TFT erscheinen mir zu passend eingebaut. Ich fände es schon merkwürdig, wenn z.B. im Spätsommer 2000 Blizzard gesagt hätte: "Ok, Diablo 2 hat sich prima verkauft, jetzt denken wir uns mal schnell den Inhalt für ein Addon aus." Irgendwie fehlt mir die Naivität zu glauben, dass (nicht nur) Blizzard ohne Addons geplant hat.

Nedted 2 (unregistriert) 4. Juni 2010 - 6:08 #

Hmm... Ich werde anscheinend ständig missverstanden...

Vielleicht sollte ich das mit einem Beispiel verdeutlichen:

Warcraft 3 erschien mit 3 Kampagnen. Beim addon gab es eine zusätzliche mit ähnlichem Inhalt sowie ein paar extra Einheiten. Der Umfang des Addons ist geringer als das Original.
Im Kontrast dazu SC2, wo jeder "Teil" gleich groß ist. Außerdem besteht die Möglichkeit jeden Teil separat zu erwerben.

Weiters gibt es eine News die meine These stützt. Ich weiß nicht mehr wo aber in irgendeinen Land kann man zwischen Abomodell und den vollen Preis wählen.

Rechen 19 Megatalent - 16014 - 4. Juni 2010 - 6:33 #

wenn ich mich nicht irre, dann ist das in russland der fall, wo man starcraft 2 entweder günstig kaufen kann und ein abo für den multiplayer abschließen muss oder mehr zahlt und dafür das komplette Spiel ohne abo erhält. wenn ich mich richtig erinnere ging es da aber mehr um das Raubkopierer-Problem.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6528 - 4. Juni 2010 - 7:21 #

Dafür hatte aber z.B. WC 3 mit Addon "nur" etwa 50 Missionen, SC 2 soll am Ende knapp 80-90 Missionen bieten. Wenn am Ende dies stimmt, dann ist eine Dreiteilung durchaus ok. Über Preise brauchen wir aber noch nicht zu reden, denn das wäre mehr als Kaffeesatzleserei.

PS: Wie ist eigentlich Jörgs Meinung zu dem SC 2-Episodenthema als RTS-Veteran der ersten Stunde?

Gamaxy 19 Megatalent - P - 13346 - 3. Juni 2010 - 18:14 #

Das funktioniert aber nur, wenn sich auch jeder Spieler alle 3 Teile von Starcraft 2 kauft. Wer nur online spielen möchte, braucht aber nur das Hauptspiel, und das dürften IMHO nicht wenige sein.

NedTed 18 Doppel-Voter - - 11729 - 3. Juni 2010 - 19:58 #

Natürlich besteht für den Hersteller diesbezüglich ein größeres Risiko als beim regulären Abomodell.
Weitere Gedankenpunkte: Kauft man nur einen Teil wird man statt 2 Jahre vielleicht nur ein halbes Jahr spielen. Beim Abomodell kann aber auch gekündigt werden!

Anonymous (unregistriert) 5. Juni 2010 - 7:42 #

Und vermutlich wird dann noch mittelfristig das BattleNet kostenpflichtig. Und die Leute zahlen sich begeistert ein Loch in die Brieftasche, weil es ja Blizzard ist. Sie verzichten auf offline-Singleplayer, LAN-Spiele, ihre Rechte als Käufer und Persönlichkeitsrechte (siehe BattleNet-Nutzungsbestimmungen)...

Nicht nachvollziehbar. Im wesentlichen ist Starcraft 2 eine grafisch aufpolierte Neuauflage des ersten Teils. Da wird ständig das RTS-Genre totgeredet, Innovationsarmut von Spielemagazinen beklagt und dann kommt ein Spiel, das klassischer kaum sein könnte und soll dann wieder der große Hit sein, ne ist klar.

Ich zweifle nicht daran, dass Starcraft 2 ein qualitativ gutes Spiel werden wird. Ich zweifle auch nicht daran, dass es millionenfach verkauft werden wird, egal ob es 50 oder 100 EUR oder 150 EUR kostet. Wer bereit ist, für ein MMO 45 EUR zu zahlen, eine monatliche Gebühr von 15 EUR und dann zusätzlich auch noch Geld für Addons (wofür war die monatliche Gebühr eigentlich?), der zahlt auch gern anderwo Wucherpreise, nehme ich an.

Starcraft 2 ist neben den aktuellen Ubisoft-Produkten ein sehr gutes Beispiel dafür, wie die Spieleindustrie ihre Kunden von vorn bis hinten abzuzocken und kontrollieren versucht. Das Schlimme dabei ist, dass die meisten nicht einmal merken oder es ihnen einfach egal ist, dass es hier höchstens sekundär um Kopierschutz geht, als um die Kontrolle über die Kundschaft. Gebrauchtmarkt trockenlegen und die Kontrolle, was der Kunde spielt, wann er es spielt, wie lange er es spielt. Es entscheidet die Spieleindustrie, nicht mehr der Kunde.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6528 - 5. Juni 2010 - 8:43 #

1. Wucher gilt nicht bei für das Leben nicht relevanten Dingen.

2. Wucher hieße, du kannst nur StarCraft 2 spielen bzw. du brauchst es unbedingt. Dem ist nicht der Fall.

3. Wie sehr Innovation gewünscht ist, sehe ich seit 15 Jahren. Alle groß innovativen Spiele sind gefloppt, also komm mir nicht mit gewünschten Innovationen (wie sehr habe ich Sacrifice und Battlezone geliebt T-T ). Es will kaum einer Innovationen, fertig aus. So ist und war der Markt schon seit Jahren.

4. Da du dich auf WoW beziehst: Alle zwei Jahre 35 €uro für ein Addon und 13 €uro im Monat für bei mir knapp 20 Stunden in der Woche - in guten Zeiten auch mal 30 Stunden - Spielzeit ist alles andere als Abzocke. Gute Ware kostet eben, in ein gutes Fitnesstudio kommt man auch nicht mit 5 €uro im Monat rein. Immer dieser Drang nach "Will alles haben!!! Nichts dafür zahlen!!! Will aber selber viiiiiiiel für weeeeeeenig verdienen!!!"

5. Man kann SC 2 im Singleplayer offline spielen, das wurde schon geöfter gepredigt als die Worte dieses Aufrührers aus Judäa.

6. Lan brauche ich auch nicht. Ich spiele nach Feierabend lieber mit Freunden online, die Zeiten sind ja vorbei, in denen ich wie mit 14 Jahren Zeit habe, alle Freunde am Wochenende zusammenzukarren und irgendwo eine Lan zu starten. Dafür fehlt alleine privat schon die Zeit. Online ist halt der Trend, genau wie Mitte der 90er CDRoms und keine alten Disketten mehr der Trend waren - und auch damals, zu Anfang meiner Win-PC-Zeit -, wurde gemeckert und viele wollten nicht den Wechsel.

7. Und vermutlich kommt morgen Elvis wieder, wird unser Bundespräsident und Angie Merkel mit Rockmusik zurück hinter die Mauer jagen.

Dieses Geheule reicht langsam. Es werden wieder und wieder schon oft wiederlegte Lügen gepostet und es wird laufend gemeckert, dass sich die Zeiten ändern. Gleichzeitig aber kauft ihr bei Amazon, Rewe & Co. ein, wo eure Nutzerdaten auch umherfliegen wie ein Mückenschwarm im Sommer.

NedTed 18 Doppel-Voter - - 11729 - 5. Juni 2010 - 10:44 #

Du führst hier Argumente an die zum Nachdenken anregen:
Prinzipiell regelt die Nachfrage und die verfügbare Menge den Preis (siehe betakeys auf eBay). Bei der fertigen Version ist die Verfügbarkeit quasi unendlich würden Raubkopien zugelassen werden -> ergo würde der Preis bei freien Kopien null sein (außer es "spendet" jemand Geld). Anhand dieses Zusammenhanges ist es ersichtlich wie wichtig es den Herstellern ist den Markt zu kontrollieren! Versagen sie hierbei würde jedes Projekt zum scheitern verurteilt werden (unter der Prämisse von Gewinnmaximierung).
Wege des Regulierens gibt es viele. Ein plumper Weg ist der Kopierschutz. Der Weg den Blizzard einschlägt ist dem von Apple ähnlich -> Schaffung von geschlossenen Systemen -> außerhalb dieses Systems ist das Spiel wertlos.
Andere Möglichkeiten wären zum Beispiel die Nutzung von Flattr wobei das Unternehmen nur mehr auf Spenden angewiesen sein würde. Daher ist dies als nicht lukrativ anzusehen.

Bei geschlossenen Systemen ist man der Willkür vom Hersteller abhängig, im Prinzip eine digitale Monarchie (König = Steve Jobs). Hoffen wir, dass sich in Zukunft demokratische Systeme durchsetzen werden :)

Buckau (unregistriert) 10. Juni 2010 - 20:19 #

Sehr interessanter Artikel - muss von einem BWL-er sein - Uni Magdeburg vielleicht ;)

Jedenfalls bringst du die Sache auf den Punkt.

Buckau (unregistriert) 10. Juni 2010 - 20:25 #

KUDO gibts auch noch

MondPrinzessin 09 Triple-Talent - 237 - 12. Juni 2010 - 16:05 #

Naja Konsolen Spieler zahlen schon immer so viel oder gar mehr, wenn jetzt ein PC Spiel auch so teuer ist aber super ist, dann würde mich das nicht vom Kaufen abhalten. :) Doof ist es zwar schon, aber irgendwie überwiegt dann Spielspass doch den Kaufpreis bei mir persönlich.

motherlode (unregistriert) 12. Juni 2010 - 18:17 #

Mich persönlich interessiert Starcraft 2 kein bisschen. Gewolltes Mircomanagement und hoher Frustpotential (Online) machen das Spiel für mich unspielbar. Mir macht es eher Sorgen, dass die Preise für Spiele nach oben gehen, nachdem für u.a. DLCs so viele Euros verlangt werden.

Den Artikel fand ich gut :)

Age 19 Megatalent - P - 13971 - 22. Juni 2010 - 18:58 #

Viel schlimmer als der Preis ist doch eigentlich das neue Battle.Net... *grusel*

Anonymous (unregistriert) 4. August 2010 - 11:06 #

Viel TraRa um nichts. Nachdem das Spiel nun endlich erhaeltlich ist, ist es guenstiger als sonst manches Konkurenzprodukt. Und Starcraft 2 bietet nun wirklich viel fuers Geld.

Naechstes Mal als Fuesse still halten. Vielleicht war die ganze Aktion ja wahrscheinlich nur ein super Marketing Gag weil nun ja alle das Super Schnaeppchen sofort kaufen muessen.

Sowie ich!

Kommentar hinzufügen

Neuen Kommentar abgeben
(Antworten auf andere Comments bitte per "Antwort"-Knopf.)