User-Test

Spider - Das Geheimnis von Bryce Manor User-Artikel

Wayoshi 17. September 2010 - 19:28 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert
Man kann nicht leugnen, dass der App Store vollgestopft ist mit Titeln, die krampfhaft versuchen ein Stück von Apples Kuchen abzubekommen, bei deren Portierung die Steuerung aber sehr deutlich versiebt wird. Zum Glück gibt es Spiele wie Spider - Das Geheimnis von Bryce Manor, das mit Leib und Seele ein iPhone-Spiel ist!
Vor ziemlich genau einem Jahr veröffentlichte Tiger Style Games, ein kleines Indie-Entwickler-Team aus den USA ihren ersten eigenen Titel – Spider - Das Geheimnis von Bryce Manor. Die einzelnen Entwickler des Studios waren bereits alte Hasen im Geschäft und entwickelten bei Spielen wie Splinter Cell, Deus Ex: Invisible War und Thief mit. Doch dieses Mal sollte ihr Spiel in eine andere Richtung gehen. Anstatt für große Action auf großen Konsolen entschied man sich für einen kniffligen Plattformer auf dem iPhone.

Dem Geheimnis auf der Spur
 
Beim Start der App wird nur kurz der Titel eingeblendet und schon seid ihr mitten im Geschehen.
Als relativ kleine Spinne macht ihr euch auf den Weg durch Dr. Bryces verlassene Villa. In der monatelang nicht beachteten Residenz wimmelt es nur so vor Mücken, Fliegen, Libellen und Co, sodass ihr euch fröhlich den Magen vollschlagen könnt. Zunächst scheint es so, als sei das einzige Spielziel sich möglichst geschickt durch die Level zu fressen, doch der aufmerksame Spieler wird schnell viele Details in den einzelnen Räumen entdecken. Diese werden euch langsam dem Geheimnis um das Verschwinden der Familie Bryce näher bringen. Genau dort beginnt das Spiel auch das erste Mal zu glänzen, denn auch wenn man jede Fliege verputzt hat, ist das Rätseln noch nicht beendet und das Geheimnis beginnt erst richtige Formen anzunehmen.

Tadellose Steuerung
 
Die Steuerung darf sich getrost zu einer der intuitivsten Steuerungen für ein iPhone-Spiel zählen. Zieht ihr euren Finger in einer Richtung über den Bildschirm folgt ihm die Spinne, per Tipp verankert ihr einen Faden und mit einem schnellen Wischen in eine Richtung springt euer sechsbeiniger Freund. Sobald ihr aus mehreren Fäden eine geometrische Figur gesponnen habt, schließt sich das Netz, Fliegen und Mücken bleiben hängen und können dann gegessen werden. Spider braucht keinerlei Eingewöhnungszeit und die Steuerung funktioniert ohne jegliche Aussetzer.
Doch nicht nur die Bedienung, sondern auch die Atmosphäre macht das Spiel zu etwas Besonderem. Der handgezeichnete Grafikstil sieht sehr ansehnlich aus und auch der Soundtrack kann voll und ganz überzeugen.

Langzeitmotivation?

Wer nicht von dem Mysterium um die Villa gefesselt wird, der kann neben dem Netzespinnen sich auch an einer Reihe Archievements versuchen oder mithilfe von Facebook Connect eure Highscores mit euren Freunden vergleichen. Zusätzlich kann man sich noch in drei zusätzlichen Spiel-Modi austoben in den es dann auf besonders aktives Futtern oder Präzision ankommt. In den letzten zwölf Monaten hat sich Tiger Style Games auch als fleißig erwiesen und stets weiter an ihrem Werk gearbeitet. So bekam der Titel mit dem letzten Update zum Beispiel zehn neue Level, eine Reihe neuer Archievements und neue Titel für den Soundtrack – man kann gespannt sein was die Zukunft noch bringt.

Lampen helfen euch ungemein bei der Insektenjagd (links). So sehen die Level meist aus, nachdem ihr genug gesponnen habt (rechts).

Fazit
 
Spider - Das Geheimnis von Bryce Manor ist nicht zu unrecht von mehreren Jurys zum iPhone-Spiel des Jahres 2009 gewählt worden. Es ist ebenso fesselnd und geht ebenso leicht von der Hand wie Doodle Jump oder Angry Birds, hat dafür aber noch dieses gewisse Etwas. Sowohl die handgezeichneten Level, als auch der Soundtrack verleihen dem Spiel eine geheimnisvolle Atmosphäre. Wirkliche Kritikpunkte lassen sich nicht aufstöbern - Man merkt dem Spiel wirklich an, dass die Entwickler schon Jahrzehnte Videospielerfahrung mitbrachten.
 
Als kleines Schmankerl könnt ihr euch den Soundtrack direkt auf der Seite des Entwicklers downloaden.

Wayoshi 17. September 2010 - 19:28 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert
Lawkii 11 Forenversteher - 584 - 18. September 2010 - 10:36 #

Leider einige Rechtschreib- und Grammatikfehler, lies noch einmal drüber und besser sie aus. "Archievements" wäre ein Beispiel.

Bernd Wener 19 Megatalent - 13733 - 19. September 2010 - 16:46 #

Danke für den Test. Hab schon einige Male davon gehört. Es gibt mittlerweile ja auch eine iPad-Version. Habs mir gerade mal gekauft. Bin gespannt.

Kommentar hinzufügen

Neuen Kommentar abgeben
(Antworten auf andere Comments bitte per "Antwort"-Knopf.)