Verschwimmende Grenzen

Pflanzen gegen Zombies 2: Wo hört F2P auf, wo fängt P2W an?

MichaelKah 23. Februar 2015 - 13:08 — vor 1 Jahr zuletzt aktualisiert
Pay-2-win, also das Kaufen von Ingame-Items gegen Echtgeld, um einen spielwerten Vorteil zu bekommen, verbreitet sich immer mehr – sehr zum Unmut vieler Spieler. Selbst Vollpreisspiele wie das jüngst erschienene Evolve springen auf das Geschäftsmodell mit Mikrotransaktionen auf. Was macht Pay-to-win aber eigentlich aus?
Am Anfang war der Cheat-Code: Kam ein Spieler in einem Spiel nicht weiter, konnte er sich darauf verlassen, in einem der regelmäßig erscheinenden Spielemagazine einen Code oder eine Tastenkombination zu finden, mit dem er sich mehr Leben, mehr Spielgeld oder Unverwundbarkeit erschummeln konnte. Oftmals waren dies von den Entwicklern bewusst eingebaute Funktionen, die sie in erster Linie dazu nutzten, um ihr eigenes Spiel zu testen. Oder es waren unbeabsichtigte Programmfehler, die von findigen Spielern aufgespürt wurden. Und vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch an die POKE-Befehle, die man vor dem Start eines Spiel in den Rechner eingeben musste, um einen Cheat zu aktivieren oder die Anzahl an verfügbaren Leben hochzuschrauben. In Spiele-Sonderheften wurden damals seitenweise Tabellen mit Cheat-Codes und POKEs abgedruckt.

Mit dem Aufkommen der Free-to-play-Titel ("kostenlos zu spielen") waren Cheats urplötzlich nicht mehr kostenlos. Um mit diesen frei herunterladbaren Titeln dennoch Geld verdienen zu können, wurde die Möglichkeit geschaffen, innerhalb eines Spieles Gegenstände (Waffen, Munition, usw.), Aufwertungen (mehr Energie, mehr Leben) oder sogar nur optische Verschönerungen (Fahrzeug-Skins, Rüstungen, Kleidung) gegen harte Währung zu kaufen. In einer idealen Welt sollte dies die Cheats ersetzen und nur für diejenigen Spieler gedacht sein, die in einem Spiel nicht weiterkommen oder die Entwicklerarbeit auf freiwilliger Basis honorieren wollen. Doch hier beginnt für den Publisher die Wanderung auf dem schmalen Grat der Kundenzufriedenheit: Wie ermuntert man die Spieler, Geld für das Spiel auszugeben, ohne sie gleichzeitig zu verärgern? Böse Zungen vermuten schnell eine Verschwörung oder gar Betrug. Dass der Schwierigkeitsgrad bewusst hoch angesetzt wird. Dass bestimmte Passagen ohne Käufe nicht zu schaffen seien. Hier wird dann aus Free-to-play sehr schnell Pay-to-win ("Bezahlen, um zu gewinnen").

Erst müde belächelt, dann Vorreiter in Sachen kostenpflichtige DLCs: Die Pferderüstung in The Elder Scrolls 4 - Oblivion.

Free2Play, die Gelddruckmaschine
Die Anfänge dieser Welle werden der Firma Bethesda zugeschrieben, die seinerzeit für ihr Spiel The Elder Scrolls 4 - Oblivion eine kostenpflichtige Pferdeausrüstung für damals 200 Microsoft-Points (umgerechnet ca. 2,40 Euro) anboten. Dieses eher nutzlose Addon, das sich trotz aller Kritik dennoch lange Zeit gut verkaufte, löste den DLC-Boom aus. Es war bewiesen, dass sich durch Mikrotransaktionen im Spiel Geld machen lässt. Die verkauften Gegenstände mussten das Spiel dabei nicht einmal verbessern. Stattdessen reichte es, wenn die eigene Spielfigur optisch aus der Masse der anderen Spieler hervorstach. DLC als Status-Symbol.
Spiele-Publisher, die das F2P-Geschäftsmodell nutzen wollen, müssen sich dem Problem stellen, die perfekte Balance zwischen Gewinnerwirtschaftung und Kundenzufriedenheit zu halten. Ein Spiel, das einen stark propagierten Ingame-Shop bietet, gerät so schnell unter den Verdacht der P2W-Abzocke. Ist das aber immer gerechtigfertigt? Derartige Negativkritik schadet eventuell dem Image eines ansonsten guten Spieles.

Betrachten wir ein Beispiel: Pflanzen gegen Zombies 2, der Nachfolger des erfolgreichen Tower-Defense-Klons. Wer es nicht kennt: Dem sich nähernden Zombie-Ansturm auf das eigene Haus begegnet man, indem man wehrhafte Pflanzen in seinem Vorgarten aussetzt, die mit Erbsen-Kanonen, Kartoffel-Katapulten und anderem scharfen Geschütz die anrückenden Untoten in Schach halten. Den hohen Downloadzahlen stehen in den App-Stores von Apple und Google aber auch viele kritische Stimmen gegenüber, die hinter dem oft hohen Schwierigkeitsgrad einzelner Level forciertes P2W sehen und das Spiel entsprechend schlecht bewerten. Aufgeflammt ist diese Diskussion erneut im vergangenen Oktober bzw. November, als EA in zwei Update-Zyklen den Riesenwellen-Strand kostenlos in das Spiel integrierte. Dieses Levelpaket mit zweimal 16 Levels erhöhte den ohne schon hohen Schwierigkeitsgrad des Titels noch einmal deutlich. Zombies tauchen hier schneller auf, so dass man auf dem zudem reduzierten Platz kaum noch Zeit hat, eine erfolgreiche Verteidigung zu planen. Stärkere Pflanzen und gesteigerte Fähigkeiten der bestehenden Pflanzen lassen sich aber natürlich jederzeit gegen Echtgeld hinzukaufen.

Nicht genug Münzen für einen neuen Versuch? Wir hätten da was im Angebot!

So viele funkelnde Edelsteine!
Doch handelt es sich bei Pflanzen gegen Zombies wirklich um P2W im eigentlichen Sinne? EA macht vor allem einen großen Fehler: Es wird zu häufig auf den Ingame-Store hingewiesen. Vor und nach jedem Level wird eine Werbeseite eingeblendet, die neben weiteren Apps überwiegend auch auf spielinterne Items hinweist. Dazu gesellen sich Einblendungen am unteren Rand des Bildschirms. Wem das noch nicht reicht, der findet hinter nahezu jedem Menü weiterführende Links, die zum Kaufen animieren sollen: Levelsets, stärkere Pflanzen, zusätzliche Pflanzplätze, Power-Ups, Münzen, Edelsteine - all dies lässt sich (stets an prominenter Stelle eingeblendet) gegen Echtgeld erwerben.

Pflanzen lassen sich durch das Hegen und Pflegen von Setzlingen im so genannten "Zen-Garten" mit weiteren Power-Ups verbessern. Doch auch hier sind die Setzplätze begrenzt. Weitere Plätze und Setzlinge gibt es gegen Edelsteine - und somit natürlich auch gegen Echtgeld. Hier schlagen auch die berüchtigten Wartezeiten zu: Bis eine Pflanze ein Power-Up abwirft vergehen zwischen drei und sechs Stunden in Echtzeit. Ein Klick auf die nun einfliegende Biene am oberen Bildschirmrand verkürzt die Wartezeit um bis zu einer halben Stunde. Durch weiteren Edelstein-/Echtgeld-Einsatz lässt sich die Wartezeit nochmals verkürzen. Der Klick auf die Biene zeigt, wie leicht sich Wartezeit verkürzen lässt und motiviert so vielleicht schneller zum Edelsteinkauf. Hier entsteht unter Umständen gefährliches Suchtpotential ("Naja, 99ct kann ich ja noch mal schnell ausgeben, bevor ich zwei Stunden warten muss."), denn kostenlose Edelsteine sind im Spiel selten.

Plants vs. Zombies 2 fordert überall zu In-App-Käufen auf. Nicht nur der Schnapper ist unersättlich.

Let's Play "Riesenwellenstrand"!
Aber ist das Spiel wirklich derartig schwer, dass es Stellen gibt, die ohne Zusatzkäufe nicht zu schaffen sind? Weitere Einträge im App-Store, die wiederholt auf die Schaffbarkeit auch des Riesenwellenstrandes hinwiesen, haben diesen Autoren dazu bewogen, einen Selbstversuch zu starten.

Das Riesenwellenstrand-Paket ist für 4,49 Euro erhältlich, aber bereits nach wenigen Levels im normalen Spiel erhält man einen Schlüssel, mit dem sich das Paket kostenlos freischalten lässt. Davor liegen aber noch die Levelpakete "Die Piratensee", "Wilder Western", "Die ferne Zukunft" und "Mittelalter", die den Spieler bei erfolgreichem Durchspielen mit zusätzlichen, mächtigeren Pflanzen belohnen. Diese stellen für den Riesenwellenstrand eine spürbare Spielerleichterung dar. Der Selbstversuch sollte aber unter den denkbar schlechtesten Bedingungen durchgeführt werden, sprich: Freischaltung der Strandlevels direkt nach Erhalt des ersten Schlüssels. Wenn das Spiel fair ist, sollte sich der Riesenwellenstrand ohne Käufe spielen lassen - und dabei noch Spaß machen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Ja! Die Level haben es in sich! Die in den Store-Kommentaren angesprochenen Zombiewellen ließen nicht lange auf sich warten und es vergingen einige Versuche mit verschiedenen Pflanzenkombinationen, um einen Level erfolgreich abzuschließen. Insgesamt ist das Levelpaket aber auf jeden Fall ohne Käufe zu absolvieren - auch ohne zuvor die anderen Pakete gespielt zu haben. Mehr als fünf oder sechs Versuche sollten nicht nötig sein, um bei den meisten der Levels weiter zu kommen. Insgesamt belief sich die Spielzeit der Strandlevels auf ca. 24 Stunden, bei einer durchschnittlichen Spielzeit von zehn Minuten für einen Versuch plus Zeit, die im Zen-Garten verbracht wurde und das Anspielen von zwischendurch auftauchenden Events, wie der Jagd nach dem Yeti.

Der Beweis im Selbstversuch: Alle Levels geschafft - und nicht einen Pfennig dazubezahlt.

Fazit
Bis auf ein, zwei Items, lässt sich alles, was man im Spiel kaufen kann, auch über Erfolge nach und nach freispielen. Und sobald die ersten Pflanzen im Zen-Garten stehen und regelmäßig versorgt werden, sind schnell mehr Power-Ups verfügbar als tatsächlich benötigt werden. Durch Echtgeld-Käufe kann man zwar viel abkürzen und sich das Spiel erleichtern - es hat sich aber gezeigt, dass dies nicht zwingend nötig ist. Ob Pflanzen gegen Zombies 2 zu schwer ist, liegt dabei im Auge des Betrachters. Schwere Spiele gab es immer. Der Autor dieser Zeilen schätzt eine gute Herausforderung, und das Spiel frustiert bei einem Misserfolg nicht. Im Gegenteil: Der "Ach, einen Versuch noch"-Effekt lässt nicht nach und die Motivation, die perfekte Pflanzenauswahl für einen Level zu finden, wird stets hoch gehalten.

Es bleibt allerdings die extrem penetrante Werbung, die einem die "Vorzüge" des Ingame-Shops näherbringen möchte. Das drückt den Spielspaß ein wenig, aber richtiges Pay-to-win lässt sich hier nicht feststellen. Es bleibt zu hoffen, dass sich der DLC-Trend in nächster Zeit etwas einpendelt und hauptsächlich nur noch Items angeboten werden, die ein Spiel auch tatsächlich inhaltlich bereichern. Cheat-Codes dürfen dann gerne wieder kostenlos eingebaut werden.

MichaelKah 23. Februar 2015 - 13:08 — vor 1 Jahr zuletzt aktualisiert
x_wOXOw_x 11 Forenversteher - 612 - 23. Februar 2015 - 14:12 #

Ach ja, die guten alten Cheat-Codes :) Interessanter Artikel. Für mich selbst ist der Punkt "penetrante Werbung" allerdings sehr wichtig. Spiele wie HdRO und SWTOR habe ich nach der Umstellung schnell aufgegeben, weil ich ständig aus der Spielewelt gerissen wurde (obwohl ich vermutlich genügend Ingame-Währung für viele Sachen gehabt hätte). Hmm, vielleicht teste ich mal bei diesem Spiel, ob ich sowas bei einem TD eher hinnehmen kann.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61443 - 23. Februar 2015 - 14:44 #

Als F2P hast du nie genug Ingame Credits.
Dazu die Frechheit das du beschnitten wirst in der Kontenhöhe, so du nicht kostenpflichtig eine Erweiterung erwirbst.
Als Abonnent ist das Game schon deutlich besser.

Repuw 15 Kenner - 2771 - 25. Februar 2015 - 1:20 #

Der GTA5 Vorbesteller-Bonus auf Steam (1 Mio ingame-$) hat mich auch daran erinnert, dass es dafür früher kostenlose Cheats gab...

KingJames23 15 Kenner - 3225 - 23. Februar 2015 - 14:42 #

Was mir beim Lesen eingefallen ist: So ein free2play-Konzept ist natürlich auch ein gutes Mittel, um Raubkopien zu verhindern. Zumindest ist mir kein F2P-Titel bekannt, der gecrackt wurde.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61443 - 23. Februar 2015 - 14:45 #

Wozu auch ? Warum soll man etwas cracken wenn es frei erhältlich ist ?

Lorion 17 Shapeshifter - 7535 - 24. Februar 2015 - 5:35 #

Nee, ists nicht. Gibt massig gemoddete Smartphonespiele, bei denen man bspw. unendliche Mengen der Echtgeldwährung hat oder die so modifiziert wurden, das man die Booster usw. kostenlos benutzen kann.

Grade mal Google bemüht: für PvZ 2 gibts auch ne gemoddete Version, in der alle Level freigeschaltet sind und man von allen Währungen unendlich viel hat.

gar_DE 16 Übertalent - P - 5790 - 24. Februar 2015 - 14:38 #

Wobei bei den meisten Versionen nicht nur das Spiel gemoddet wird.
Werbetrojaner sind da das geringste Übel.

Lorion 17 Shapeshifter - 7535 - 24. Februar 2015 - 17:48 #

Nö, das ist genau so Quatsch wie diese gerne verbreitete Gruselgeschichte, das Cracks für PC-Spiele grundsätzlich mit Viren und Trojanern verseucht sind.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61443 - 24. Februar 2015 - 19:15 #

Oder alles von Warez Seiten grundsätzlich verseucht ist.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61443 - 23. Februar 2015 - 14:46 #

Nicht schlecht, grade erst hier bei GG gelandet und dann gleich so einen tollen User Artikel. Weiter so !

MichaelKah 12 Trollwächter - 837 - 23. Februar 2015 - 15:13 #

Danke schön! :)

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61443 - 23. Februar 2015 - 16:08 #

Keine Ursache ;)

EddieDean 14 Komm-Experte - P - 2326 - 23. Februar 2015 - 15:10 #

Schöner Artikel. Ich sehe das ähnlich. Bin wirklich kein guter Spieler und habe das Spiel ohne zen-Gartennutzung fast durchgespielt. Außerdem ist das Spiel ja umsonst. Oblivion und evolve sind da ein ganz anderes Thema.

MichaelKah 12 Trollwächter - 837 - 23. Februar 2015 - 15:13 #

Och, den Zen-Garten habe ich schon benutzt (bzw. tue es immer noch. Gibt ja immer noch Levelnachschub).
Der ist ja an sich ebenfalls kostenlos. Man muss halt ignorieren, dass es bis zu 6 Stunden dauert, bis eine neue Pflanze ausgewachsen ist. Also einfach anklicken und dann beim nächsten Spiel am nächsten Tag die Pflanzen einsacken. Mit dieser Methode stehen mir eigentlich immer drei bis vier Power-Pflanzen zur Verfügung., die ich bei Bedarf aktivieren kann.

EddieDean 14 Komm-Experte - P - 2326 - 23. Februar 2015 - 17:48 #

Ehrlich gesagt habe ich den zunächst gar nicht richtig verstanden und später hatte ich mir Routinen angewöhnt so dass ich den gar nicht mehr brauchte. Leider ist mirdas Spiel vor den letzten beiden levels gecrasht. DeIn Artikel hat die Lust auf einen reinstall geweckt, hoffentlich haben die meinen Spielstand in der cloud gespeichert.

Escalbryt 13 Koop-Gamer - P - 1681 - 24. Februar 2015 - 13:17 #

Oblivion ist in meinen Augen ganz unproblematisch.
Ja es ist dreist 2,40 für ein paar meshes auf dem Pferd auszugeben, aber hey, es war wirklich zusätzlicher Content. Auch die anderen DLCs fehlten nicht wirklich im Hauptspiel.
Zudem ist Bethesda eins der Studios die DLCs rausbringen die ich noch als Addons bezeichnen würde(Oblivion - Shivering Isles, Skyrim - Dawnguard & Dragonborn)

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11683 - 23. Februar 2015 - 18:27 #

Schön wäre ja mal eine Art "Premium-Option", also einmal zahlen und alle Inhalte haben, keine Werbung und sinnvollere Balance. Sozusagen F2P aushebeln, wenn man will. Verstehe nicht, warum das so selten angeboten wird.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3222 - 24. Februar 2015 - 8:32 #

Du meinst so was wie Vollpreisspiele und Demos? ;)

gar_DE 16 Übertalent - P - 5790 - 24. Februar 2015 - 14:45 #

Bei einigen Apps gibt es so etwas, da kann man über ein inApp-Kauf die Werbung abschalten oder Premium-Funktionen kaufen. Das sind dann aber meistens Anwendungen und keine Spiele.

Larnak 21 Motivator - P - 25591 - 24. Februar 2015 - 15:41 #

Weil es wichtiges Kernkonzept von F2P ist, dass die Leute, die viel Geld haben, auch viel Geld bezahlen. Wenn da bei 15€ im Monat Schluss ist, weil das Abo alles mitbringt, ist das viel zu wenig. F2P setzen gezielt auf Spieler, die 100+€ im Monat ausgeben.

Deswegen gibt es Abos, wenn vorhanden, nur mit "x Währung pro Monat"-Modell, sodass es im Spiel weiterhin sinnvoll ist/ sein kann, mehr auszugeben.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11683 - 24. Februar 2015 - 16:04 #

Traurig, aber einleuchtend.

MichaelKah 12 Trollwächter - 837 - 25. Februar 2015 - 15:13 #

Aber wer gibt denn 100+ Euro im Monat für ein Spiel aus? Einer aus Hundert? Einer aus Tausend? Da ließe sich doch viel mehr Geld machen, wenn diese 100 (oder nur ein Bruchteil davon) das Spiel für sagen wir 5 Euro kaufen. Da würden mich die DLC-Umsatzzahlen doch mal brennend interessieren...

Larnak 21 Motivator - P - 25591 - 25. Februar 2015 - 15:24 #

Kaufen ist aber eben nur einmal. 100 Euro im Monat ist immer wieder :D Außerdem fehlt F2P-Spielen die Zugangshürde "kaufen".

MichaelKah 12 Trollwächter - 837 - 25. Februar 2015 - 15:39 #

Ja, da eröffnet sich eine interessante Theorie! Ein Konzept wäre "20 Level umsonst, 100 Level wenn du kaufst". Machen wahrscheinlich tatsächlich die wenigsten. Weil es viel zu viele andere kostenlose Spiele gibt, auf die man wechseln kann.
Und genau DAS beobachte ich zurzeit mit Sorge: Es fehlt an sinnvollen Inhalten, aber die Spiele versuchen alles, damit man ja kein anderes Spiel startet! Die Level gibt es kostenlos, anderen Content kann ich kaufen. Und wenn ich die Level eh schon kostenlos habe, dann spiele ich sie auch - Spaß macht es ja dennoch. Wirkt auf mich wie das Anfixen auf eine Droge! "Watch Dogs" ist da auch schönes Beispiel (allerdings ohne den DLC-"Zwang"): Da gibt es Mini-Spiele, Neben-Missionen, Erfolge und was weiß ich nicht alles, das mit dem Hauptspiel rein gar nichts zu tun hat. Aber es spornt an, alle Elemente des Spiels zu absolvieren. Da muss irgendein Sammel-Ur-Instinkt angesprochen werden. Das Einhacken von anderen Spielern in mein Spiel ist eine witzige Idee, habe ich aber bald abgeschaltet, weil es einfach nur Zeit raubt und mich vom eigentlichen Spiel abhält. Ubisoft sagt sich vermutlich: "Egal, was du tust, aber rühr auf keinen Fall ein Spiel der Konkurrenz an! Wir geben dir genug zu tun, dass du dafür auch keine Zeit mehr haben wirst!". Assassin's Creed? The Crew? Tomb Raider? Alles eigentlich das gleiche in anderer Grafik. Noch spiele ich diese Spiele gerne, aber ich glaube, dass sich dieser Trend in nächster Zeit noch SEHR verstärken wird und das eigentliche Spiel immer mehr zur Nebensache wird. Das Hauptspiel wird dann nur noch aus Hollywoodreifen QTEs bestehen (lang genug, dass sich Gelegenheitsspieler gut unterhalten fühlen - kurz genug, um Langzeitspieler nicht zu verägern) und das eigentliche "Spielen" verlagert sich auf das Abarbeiten von sich immer wiederholenden, austauschbaren Quests.
So, ich gehe jetzt erstmal eine Runde "Last of Us" zocken...

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 6325 - 23. Februar 2015 - 18:31 #

Gibt es von Pflanzen gegen Zombies 2 eigentlich eine PC Version?
Im Steckbrief ist auch PC angegeben.

Auf meinem Smartphone war mir das zu fummelig und Tablet habe ich nicht.
PC Version mit Maus würde ich gerne spielen.

Jürgen -ZG- 21 Motivator - 28264 - 24. Februar 2015 - 11:16 #

Mag sein, dass es als FtP-Titel funktioniert. Nach dem wirklich schönen ersten Teil, der mir auch heute noch gefällt, hatte ich aber schon nach ein paar Leveln keine Lust mehr auf die Werbung und Schlüsselsuche.

Der Marian 19 Megatalent - P - 17292 - 24. Februar 2015 - 12:30 #

Guter Artikel. Meins wäre es wohl dennoch nicht, mich mit so einem f2p-Titel auseinanderzusetzen.

casiragi 10 Kommunikator - 407 - 27. Februar 2015 - 9:47 #

Ich mache um alle F2P Titel einen großen Bogen. Lieber zahle ich einmalig 5 EUR und habe dann Ruhe, als ständig mit Kaufempfehlungen belästigt zu werden. Plants vs. Zombies 2 habe ich deshalb komplett ignoriert, obwohl ich Teil 1 (auf dem Ipad) geliebt habe

Esketamin 14 Komm-Experte - P - 2555 - 27. Februar 2015 - 14:50 #

Geht mir genauso, das EINZIGE, wodurch ich mich bei F2P anfreunden könnte wäre einmal zu zahlen (von mir aus den Preis eines Vollpreistitels) und dann für immer Ruhe zu haben und allen Content zu bekommen. Besonders nerven mich so Sachen wie Premium bei Battlefield. Ich will mir nicht erstmal nen Vollpreistitel kaufen und dann nochmal für viel Geld Zusatzcontent kaufen, der in Patches gehört.

Wunderheiler 19 Megatalent - 19066 - 4. März 2015 - 7:13 #

Geht mir auch so. Ich hab meine Erfahrung mit Kinectimals gemacht und die F2P Fassung nach wenigen Minuten deinstalliert. Und das obwohl ich mit der ersten etliche Stunden verbracht habe...

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