User-Test

Moon Chaser für Android

Stephan Windmüller 11. Februar 2013 - 10:51 — vor 3 Jahren zuletzt aktualisiert
„Nichts wird einen Ninja am Fliegen hindern! Rennen ist nicht schnell genug, ein Ninja muss fliegen!“ Sinngemäß bewirbt der Entwickler von Moon Chaser sein Spiel für Android-Geräte. Warum dieser Titel trotz – oder gerade wegen – der simplen Ein-Finger-Bedienung Spaß macht, lest ihr im folgenden User-Test.
Bisher veröffentlichte Android-App-User-Tests:
Ninjas tragen dunkle Kleidung, zeigen nur ihre Augen durch einen Sichtschlitz, können mit vielerlei Waffen umgehen und sind generell unsichtbar. Auf den Helden des kostenlosen Android-Spiels Moon Chaser treffen nur zwei dieser Stereotype zu, ist er in seinem lila Anzug doch dauerhaft sichtbar und greift nicht ein einziges Mal zum Messer. Dafür springt und fliegt er mit lautem Jubel von einem Berg zum nächsten, sofern ihr geschickt Einfluss auf die Schwerkraft nehmt.

Das Spielg​eschehen
 
Zu Beginn des Spiels wartet euer Ninja tief konzentriert auf einer Anhöhe, während der Vollmond riesig im Hintergrund erstrahlt. Mit einem Druck auf eine beliebige Stelle des Bildschirms läuft die Spielfigur los, den Abhang hinunter und den nächsten wieder nach oben. Auf dem Weg sammelt er Goldmünzen und Extras, etwa Stiefel mit kurzzeitigem Geschwindigkeitsbonus, ein. Ja, das reine Zusehen würde auch Punkte einbringen, aber auf diese Weise erreicht ihr nie das Ende des ersten Levels, bevor der Mond komplett verschwunden ist. Dieser nimmt nämlich stetig ab: ist er nicht mehr zu sehen, bleibt euer Ninja mit hängenden Schultern stehen und das Spiel ist vorbei.

Während der Mond links oben stetig abnimmt, rennt und springt ihr von Hügel zu Hügel. Das Leuchten des Ninja ist ein Hinweis auf einen kurz zuvor ausgeführten "Perfect Slide".

Die Bedienung und die Physik
Die simple Bedienung wird im Spiel anschaulich erläutert.

Um dem Protagonisten also zu helfen, den nächsten Berg zu erreichen, müsst ihr Einfluss auf die Schwerkraft nehmen. Mit Druck auf eine beliebige Stelle des Bildschirms (vorzugsweise eine, bei der euer Finger nicht die Sicht verdeckt) nimmt die Erdanziehung zu und die Spielfigur bewegt sich schneller Richtung Erde. Benutzt ihr dies, während Ihr einen Abhang hinuntergleitet, so nimmt der Ninja schnell Fahrt auf. Lasst ihr dann im richtigen Moment wieder los, segelt er durch die Luft und wiederholt dieses Manöver möglichst beim nächsten Abhang. Was auf den ersten Blick einfach klingt, braucht schon etwas Übung. Mit der Zeit habt ihr das Timing jedoch raus und schafft auch mal einen „Perfect Slide“ aus drei ungebremsten Sprüngen, der aus großer Höhe zusätzlich zum sogenannten „Fever Mode“ führt.

Diese Art von Erfolgen benötigt ihr nicht nur, um schneller in der Welt voranzukommen, sondern auch, um die 32 Achievements (im Spiel Missionen genannt) zu erreichen. Ärgerlicherweise lassen sich die Missionen nur in der exakt vorgegebenen Reihenfolge und nur eine pro Spiel erledigen. Dadurch kann es durchaus vorkommen, dass man sehr viele Versuche für eine bestimmte Mission benötigt, die nächste jedoch auf Anhieb schafft.
 
Habt ihr das Ende eines Levels erreicht, folgt eine lange, schnelle Abfahrt, die euch mit einem großen Sprung zum nächsten Level (Berg) befördert. An dieser Stelle wird die vorhandene Zeit teilweise wieder aufgefüllt, also der Mond „zurückgedreht“. Von der Spielmechanik unterscheiden sich die Level nicht, nehmen jedoch im Schwierigkeitsgrad (Anzahl und Position der Steigungen) deutlich zu.

Aufmerksame Leser werden es sicher schon bemerkt haben: Mit Tiny Wings haben wir schon im Jahre 2011 ein sehr ähnliches Spiel für iOS getestet. Dieses Spiel existiert auch heute noch nicht für Android-Geräte, dafür scheint sich der Entwickler von Moon Chaser sehr am Original orientiert zu haben, sowohl was die Steuerung als auch die grafische Präsentation angeht. Das stört jedoch nicht weiter, da das Ninja-Thema in sich stimmig umgesetzt wurde und es dort draußen wahrlich genug Spiele mit Vögeln in der Hauptrolle gibt.
 
ChrisL 30 Pro-Gamer - P - 137334 - 11. Februar 2013 - 11:09 #

Klasse, dass es neben Camaro mit dir einen weiteren User gibt, der über Android-Titel schreibt! :)

Stephan Windmüller 17 Shapeshifter - P - 6780 - 11. Februar 2013 - 11:17 #

Wenn dieser Artikel gut angenommen wird, könnte ich mir auch vorstellen, weitere Tests zu schreiben. Ich habe da noch ein paar Titel auf Lager. ;)

Camaro 18 Doppel-Voter - 9797 - 11. Februar 2013 - 13:39 #

Du müsstest ja jetzt auch Zugriff auf das Schreiber-Forum und somit auf den Sammelthread haben, oder?

Edit:

Ich hätte auch mal vorher ins Forum schauen sollen. ^^

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58766 - 11. Februar 2013 - 11:57 #

Vielen Dank für den Test, neues Futter fürs Tablet ist immer gerne gesehen :D

floppi 22 AAA-Gamer - - 32621 - 11. Februar 2013 - 17:29 #

Ist dein nexus 4 schon angekommen?

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58766 - 12. Februar 2013 - 14:45 #

Ja, schon am Samstag. Leider scheitert es momentan noch an einer passenden Sim-Karte, da muss ich erst eine organisieren ^^

Stephan Windmüller 17 Shapeshifter - P - 6780 - 12. Februar 2013 - 15:01 #

Aber ohne SIM-Karte im WLAN damit rumspielen sollte doch trotzdem möglich sein, oder?

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58766 - 13. Februar 2013 - 20:36 #

Ja, das geht schon trotzdem.

floppi 22 AAA-Gamer - - 32621 - 11. Februar 2013 - 17:29 #

Toller Test, Spiel macht auch kurzweilig Spaß. Gerne mehr davon um die Perlen aus den zahllosen Spielen zu filtern.

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