Mitspieler zählen mehr als Pixel User-Artikel

Negative Emotionen und der Umgang damit

Jac / 23. Juli 2017 - 13:00 — vor 13 Wochen aktualisiert
Wenn die Emotionen hochkochen kommt es manchmal zu verbalen Entgleisungen, die die Mitspieler treffen. Warum ist das so und was kann dagegen getan werden?
Wer einmal online gespielt hat, kennt die folgenden Zitate ganz sicher aus Chats: "Noob", "Drück einfach ALT-F4" oder natürlich auch unerträgliche Kommentare zu Mutter-Kind-Beziehungen. Da stellt sich doch die Frage, was Menschen dazu treibt, andere so anzugreifen. Welche Emotionen bringen sie dazu? Sind das alles nur Pubertierende oder auch Erwachsene, die die Anonymität des Internets nutzen, um mal die Sau rauszulassen? Verfolgt das einen – nicht auf Anhieb erkennbaren – Zweck?
 
Extrem beleidigende Spieler werden diesen User-Artikel sicher nicht lesen, daher sind sie nicht die Zielgruppe des folgenden Textes. Er soll aber zum Denken und zur Diskussion anregen, die grundsätzlichen Emotionen sind allzu menschlich und stecken wohl in den meisten Spielern (idealerweise in den Tiefen verborgen) drin.
In jeder Gemeinschaft ist grundsätzlich Konfliktpotential vorhanden, das sich irgendwann ein Ventil sucht, selbst in Gilden/Clans.

Wer immer lammfromm ist und noch nie ein Gamepad geschmissen oder mit der Hand auf den Tisch gehauen hat, ist sicherlich die absolute Ausnahme von der Regel. Alle anderen versuchen ihre eigenen Emotionen zu kontrollieren und können zusätzlich einiges tun, Wut-Ausbrüche anderer zu vermeiden oder damit besser umzugehen.
 

Emotionen sind wichtig

Gefühle zu erzeugen ist ein Kernelement eigentlich aller Spiele, ob nun am Computer, beim Mensch ärgere Dich nicht oder beim Fußball. Das schließt natürlich Online-Spiele ein, sowohl im Bereich PVP (Spieler gegen Spieler) als auch im PVE (Spieler gegen Umgebung inklusive Computergegner). Das Hochgefühl eines hart erkämpften Sieges kann genauso extrem sein, wie der Frust darüber, knapp zu verlieren. Und diese Gefühle sind wichtig, weil sie uns im Wettbewerb mit anderen zur eigenen Höchstleistung treiben oder uns als Gemeinschaft im Raid zusammenschweißen. Spielen ohne Emotionen wäre wie Essen ohne Geschmack. Es macht vielleicht satt, aber keinen Spaß!
 

Was uns antreibt

Epische Ausrüstung für besondere Leistungen, Errungenschaften, Ranglisten, positive Kill/Death-Scores et cetera sind Beispiele für Zusatzanreize, die als Leckerlis dienen, um uns bei der Stange (beziehungsweise nüchtern betrachtet als Kunde) zu halten. Es ist für vermutlich viele Spieler klasse, zu einer Minderheit zu gehören, die etwas hat, was sie von der Mehrheit unterscheidet. Das zeigt uns, dass wir zumindest in diesem Punkt über dem Durchschnitt sind und dokumentiert den hart erarbeiteten Erfolg zusätzlich.
 
Diese Ansätze sind grundsätzlich auch gut und aus modernen Online-Spielen nicht mehr wegzudenken. Spiele ohne solche Anreize würden heute wohl keine nennenswerten Marktanteile mehr erreichen. Das verschärft gleichzeitig aber auch den Wettbewerbsgedanken und steigert die Emotionen bis hin zu – teilweise unkontrollierten – Wut-Ausbrüchen.
 
Symbolbild: Raid in SWTOR.

Warum es dazu kommt

Wie kommt es zu verbalen Ausbrüchen im Chat oder Voice-Chat? Nachfolgend einige Möglichkeiten, die nur als Beispiele dienen sollen:
  • Der Bossgegner will nicht fallen, weil das Team nicht funktioniert.
  • Jemand anderes hat das gewünschte Ausrüstungsteil bekommen.
  • Ein Mitspieler spielt nicht so, wie man es selbst machen würde.
  • Das eigene Team verliert im PVP, weil das gegnerische besser ist.
Natürlich ließen sich noch mehr Ursachen benennen, aber zur Veranschaulichung sind sie ausreichend. Am Ende kommt dabei heraus, dass die so sehr gewünschten Spiel-Anreize nicht erreicht werden beziehungsweise es keinen Schritt in deren Richtung gab. Das ist dann schade, aber in Wirklichkeit ist nicht mehr und nicht weniger passiert!
 
Aber halt, sind das wirklich Ursachen oder doch nur Symptome? Würden mehr Absprachen oder Erklärungen helfen? Braucht der Mitspieler das Ausrüstungsteil vielleicht auch oder sogar mehr als man selbst? Hat jemand ein Handicap und gibt trotzdem sein Bestes? Könnten der oder die Mitspieler von einer anderen Herangehensweise ausgehen beziehungsweise kennen nur eine Spielweise?
 

Feste Gemeinschaften

Viele dieser Probleme können durch feste Gemeinschaften wie Gilden und Clans gemildert werden. Die Mitspieler und Herangehensweisen sind bekannt, die Absprachen und Erklärungen sind besser und es wird oftmals auf eine gerechtere Loot-Verteilung geachtet. Idealerweise entsteht so auch ein darüber hinaus gehender Zusammenhalt, der angenehmere Umgangsformen fördert und verbale Ausbrüche ächtet.
 
Leider zeigt auch hier die Erfahrung, dass es sehr schwer sein kann, eine solche Gemeinschaft zu finden. Noch schwerer und arbeitsintensiver kann es für deren Anführer sein, das Klima am Leben zu erhalten und passenden sowie stetigen Nachwuchs zu finden. Es wird umso schwieriger, je größer die Gemeinschaft und somit auch die Bandbreite der an ihr beteiligten Persönlichkeiten ist. Wenn nicht mehr jeder jeden kennt und schätzt, funktionieren eigentlich nur noch einzelne Teams und oftmals nicht die Gemeinschaft als Ganzes.
 
Probleme treten gerne dann auf, wenn spontan Teams gemischt werden müssen, die in der Vergangenheit nie zusammen gespielt haben. Beispielsweise wenn Progressive-Raider, also auf Hardmode oder höhere Schwierigkeitsgrade fokussierte Spieler, auf Normalmode-Raider treffen. Beide Gruppen haben oft ganz unterschiedliche Ansprüche und Herangehensweisen, die nicht "spontan" zusammen funktionieren, einzeln aber sehr wohl ihre Berechtigungen haben.

Zu viele Kommunikationskanäle können eine weitere Problemquelle in der Gemeinschaft sein. Beispielsweise ist es fraglich, ob wirklich alle Mitglieder den jeweils aktuellsten Stand gleichzeitig im Team-Speak, dem internen Forum, dem Chat und der Whatsapp-Gruppe verfolgen können. Dazu gesellen sich dann gerne noch Missverständnisse beim geschriebenen Wort, die schnell zu ungewollten Eskalationen führen können.
 

Was getan werden kann

Andere Spieler kann man nur selten direkt beeinflussen, warum also nicht bei sich selbst starten? Es beginnt mit der Toleranz anderen Menschen und Spielweisen gegenüber, dem Mindestmaß an Höflichkeit (Hallo – Danke – Glückwunsch – Tschüss) und schlussendlich auch der Freude über gemeinsame Erfolge eines – gegebenenfalls neu gemischten – Teams, die vielleicht in der Stammgruppe viel einfacher zu erreichen gewesen wären. Und es ist auch sehr hilfreich, sich als "Newbie" zu bekennen, wenn man unbekannten Inhalt angeht, dann setzen andere keine Kenntnisse voraus und können darauf (im besten Fall) Rücksicht nehmen!

Selbstverständlich sollte in MMOs auch für Gruppen-Instanzen geeignete Start-Ausrüstung vorhanden sein, wenn man sich für diese anmeldet. Wer vorher nur solo unterwegs war, sollte dann möglichst das beste bis dahin für Solo-Spieler erreichbare Equipment tragen und bitte keine "Lumpen". Genauso ist dann der höchste Schwierigkeitsgrad einer Gruppen-Instanz unter Umständen zu viel des Guten und es sollte mit einfacheren Varianten gestartet werden.

Wer sich mit einer bestimmten Rolle für Gruppen listet, also beispielsweise als Heiler oder Tank, sollte das nicht zum ersten Mal "unter Erwartungsdruck" ausprobieren.

Schützt das vor jeglichem Konflikt im Gruppenspiel? Nein, natürlich nicht. Eine Gruppe mit unangenehmem Verhalten kann aber höflich verlassen werden, bei Beleidigungen auch ohne weitere Worte/Diskussionen, das muss sich niemand antun. Viele Gruppen funktionieren brauchbar und einige sogar recht gut, wenn man sich denn darauf einlässt. Das gilt sicher nicht für die höchsten Schwierigkeitsgrade oder im fortgeschrittenen PVP, aber da empfehlen sich sowieso eher feste Gemeinschaften.
 
Wer das Gruppenspiel gänzlich meidet, dem entgehen natürlich die negativen aber zugleich auch die positiven Aspekte. Und es kann umgekehrt als erfahrener Spieler auch wirklich bewegend sein, einem Mitspieler und dem eigenen Team über Hürden zu helfen und die Begeisterung anderer mitzuerleben. Außerdem ist zu bedenken, dass neue Spieler nicht herangeführt werden, wenn sie keine Mitspieler zum Ausprobieren und Lernen finden.
 
Und für extreme Fälle sind Ignorieren-Funktionen oder auch das Melden von Spieler-Fehlverhalten taugliche Lösungen. Wer sich mit diesen aber mehrfach täglich beschäftigt, sollte überlegen, ob das Spiel insgesamt beziehungsweise seine Community wirklich geeignete Umgebungen zur eigenen Entspannung sind.
Es kann aber auch ein Anstoß sein, das eigene Verhalten zu reflektieren und nochmals zu prüfen.
 
Anzeige
Symbolbild: Spielergruppe aus WoW.

Resümee

Wer sich selbst vernünftig verhält und Grundregeln beachtet, wird seltener Opfer von Schimpfattacken und kann dann im Falle eines Falles auch besser mit ihnen umgehen. Hinter jedem virtuellen Mitspieler steckt ein richtiger Mensch, mit individuellen Schwächen und Stärken, die eigene Toleranz ist hierbei sehr wichtig.
Bei Zufallsbegegnungen oder -gruppen können Mitspieler nicht als vollständige Person beurteilt werden, das zwischenmenschliche Verhalten hat aber einen großen Einfluss darauf. Das ist übrigens umgekehrt exakt dasselbe, daran sollte man unbedingt denken.

Schlussendlich muss der Mensch mehr zählen als die Pixel auf dem Bildschirm, damit ein Spiel auch ein Spiel bleibt und allen Spaß macht.
 
Ein persönliches Schlusswort des Autors: Ich war in mehreren Ü18-Clans/-Gilden aktiv, zum Teil auch in deren Führungsebene. Leider ist "über 18" nach meinen Erfahrungen keinerlei Gewähr für erwachsenes Verhalten. Daher noch ein dickes Lob an alle Anführer, die ihre Sache mit Leidenschaft und guten Absichten für die Gemeinschaft machen! Was das an Druck und persönlichem Spaß-Verlust bedeuten kann, wird für Außenstehende leider nicht sichtbar.
Jac 23. Juli 2017 - 13:00 — vor 13 Wochen aktualisiert
ChrisL 30 Pro-Gamer - P - 143947 - 23. Juli 2017 - 12:30 #

Gratulation zum ersten User-Artikel!

Jac 16 Übertalent - P - 4656 - 23. Juli 2017 - 12:51 #

Vielen Dank, insbesondere auch für deine Mithilfe!

euph 24 Trolljäger - P - 46363 - 23. Juli 2017 - 12:36 #

Ü18 war noch nie Gewähr für vernünftiges Verhalten, schon garnicht, wenn es um Männer und ihre Hobbys geht ;-)

Punisher 19 Megatalent - P - 16022 - 23. Juli 2017 - 12:39 #

Jetzt klingst du ein bisserl wie meine Frau, wenn der Postbote mal wieder elendig große Pakete mit zig Zollaufklebern bringt...

Jonas -ZG- 18 Doppel-Voter - P - 11079 - 23. Juli 2017 - 13:04 #

Wo deine Frau recht hat, hat sie... ;)

Punisher 19 Megatalent - P - 16022 - 23. Juli 2017 - 16:48 #

Aber es ist doch ein Hobby... ;-)

Jonas -ZG- 18 Doppel-Voter - P - 11079 - 23. Juli 2017 - 19:02 #

Mir geht es doch nicht anders. :-D

Jac 16 Übertalent - P - 4656 - 23. Juli 2017 - 12:52 #

Offen gesagt können das beide Geschlechter in unterschiedlicher Ausprägung sehr gut!

Hedeltrollo 18 Doppel-Voter - P - 9634 - 23. Juli 2017 - 17:01 #

Autofahren ist so ein klassischer Ü18-Multiplayer, bei dem man das wunderschön betrachten kann. Ich hab mich aktuell etwas auf mehr oder weniger junge weibliche Autofahrerinnen eingeschossen und stelle fest, dass die sich vor ihren männlichen Geschlechts- und Altersgenossen keineswegs zu verstecken brauchen.

Harry67 16 Übertalent - P - 4425 - 23. Juli 2017 - 17:53 #

^^ Sehr schön! "Grüner wird's nicht, NOoB! Fährst wie dei'Muadda!"

Hedeltrollo 18 Doppel-Voter - P - 9634 - 23. Juli 2017 - 20:09 #

Manchmal stelle ich mir vor, die Leute würden sich von Angesicht zu Angesicht genau so verhalten wie im Straßenverkehr. :)

zuendy 14 Komm-Experte - 2345 - 23. Juli 2017 - 19:57 #

Da geht mir in meiner Region die Klasse Ü55 aktuell ziemlich auf die Nüsse.. Irgendwie haben die gerade Ihren zweiten Frühling und meinen die Limits maximal ausreizen zu können und Alle anderen Autofahrer sind natürlich unfähig.

Hedeltrollo 18 Doppel-Voter - P - 9634 - 23. Juli 2017 - 20:08 #

"männliche Geschlechtsgenossen". Oh man... :) Schlafmangel FTW.

Steffi Wegener 15 Kenner - 3811 - 23. Juli 2017 - 12:53 #

Darum habe ich den MMORPGs den Rücken gekehrt. Man will sich irgendwann einfach nicht mehr sein Hobby vermiesen lassen, obwohl einem die hier genannten Gründe bewusst sind. Aber wenn die Ignore-Liste irgendwann länger als die Freundesliste ist, zweifelt man schon am Sinn des Ganzen.
Hast du sehr gut beschrieben, Essay-Qualität eines WASD-Artikels.

Jac 16 Übertalent - P - 4656 - 23. Juli 2017 - 12:54 #

Das ist sehr nett, danke!

Nagrach 14 Komm-Experte - 2316 - 23. Juli 2017 - 18:48 #

Naja, trifft eigentlich auf fast alles im Online Spielen zu. Einzige ausnahme sind kleine, unbekannte Spiele mit mini-Communitys...

Hyperbolic 16 Übertalent - P - 4618 - 23. Juli 2017 - 13:22 #

Und mit einem Schlag wurde ich meine aktive WoW Zeit zurück katapultiert.
Ich hatte wirklich lange Spass damit und auch echte Freundschaften geschlossen.
Aber gerade bei den Raids gab es dann immer solche Perfektionisten das es irgendwann mehr Ärger als Vergnügen gebracht hat.
Als ich dann aufgehört habe war es wie eine Erlösung.

Jac 16 Übertalent - P - 4656 - 23. Juli 2017 - 13:45 #

Perfektionismus ist auch so ein Thema, absolut. Bei niedrigen Schwierigkeitsgraden habe ich in SWTOR in der Heilerrolle manche DoTs nicht dispellt, einfach weil es in einem Storymode-Sonntagsnachmittags-Raid z.T. vollkommen Gurke war. Gestorben ist übrigens nie jemand deswegen, das war immer easy wegzuheilen (im Hardmode habe ich auch alle Rollen gespielt - da sieht es natürlich anders aus).
Wenn dann der Raid-Leiter oder andere trotzdem rumpflaumen, kann das schon nerven. Umgekehrt habe ich dann immer freundlich reagiert, darauf hingewiesen und mich auf meine "Funktion" konzentriert. Im Regelfall haben sich die Gemüter sehr schnell abgekühlt, damit konnte ich dann gut leben.

LRod 12 Trollwächter - P - 960 - 23. Juli 2017 - 20:56 #

Die Anfangszeiten von WoW waren großartig. Man hat zwar oft ewig gewartet, bis eine Gruppe komplett und vor der Instanz war (dafür hätte ich heute weder Zeit noch Geduld, aber man kannte es ja nicht anders). Aber weil alle von einem Server waren, WoW für alle noch neu war und alle noch lernen mussten, war es ein ganz anderer Umgang als heutzutage.

Damals gab es auch weniger Möglichkeiten oder Gründe, kompetativ zu spielen. Klar gab es BGs, aber nur die allerwenigsten hatten da Zeit und Motivation, wirklich auf Rang 14 zu spielen. Dafür gab es vielmehr Open PvP des Spaßes wegen. Ein Freund wurde in Stranglethorn niedergemacht? Da hat man sich gleich auf den Weg gemacht und es sind herrliche Schlachten daraus entstanden.

Technisch und in Sachen Komfort war jedes Addon eine Verbesserung, aber je mehr Serverübergreifen gespielt wurde und je mehr man für alles die Karotte vor der Nase brauchte, um es zu machen, desto mehr hat für mich der Spielspaß gelitten.

Sicher kam da aber auch der Gewöhnungseffekt hinzu, irgendwann war das Spiel halt nicht mehr "neu".

Wie gerne würde ich es nochmal ein paar Stunden mit den Augen (und den Freunden und der Zeit) von damals spielen ;-)

Tommylein 14 Komm-Experte - P - 1983 - 25. Juli 2017 - 15:07 #

Was in Anfangszeiten auch noch toll war, du hast alle Erfolge in dem Spiel hart "erarbeitet". Zwar mit viel Spaß und Freude, aber es war wirklich zeitaufwendig.
Z.B. das erste Reittier mit Level 40. Man hat da wirklich darauf hingespielt.
Bloß nicht aus Unachtsamkeit sterben, dann läuft man wieder mehrere Minuten zurück zur Leiche. Oder die seltenen Flugpunkte die es am Anfang gab. Ich weiß nicht wieviele Stunden Spielzeit man insgesamt von A nach B gelaufen ist.
Ich habe auch alle Add-Ons zu dem Spiel, aber über die Jahre wurde alles viel zu einfach. Epische Sachen werden einem fast hinterher geworfen. Ich kann mich heute noch an das Gefühl erinnern, als meine erste epische Waffe gedroppt ist. Noch dazu eine passender Hammer für meinen Paladin. Das ist 12 Jahre her!

Aber um zum Thema zu kommen... ;)
Die Anfangszeit meiner Gilde war auch super. Wir waren ca. 20 aktive Leute, alle im Spiel kennengelernt. Später bei mehreren Gildentreffen auch im Real Life.
Es war eine super Truppe. Aber als dann die 20er oder 40er Raids kamen und einige aus der Gilde diese mitmachen wollten, mussten wir uns vergrößern. Leider wurde damit alles unpersönlicher. Innerhalb der Gilde haben sich Grüppchen gebildet. Und es kamen auch Leute dazu, bei denen man dachte WoW ist der Mittelpunkt ihres Lebens. Fehler, über die wir vorher gelacht haben, wurden missbilligend aufgenommen. Der Ton wurde rauer, Gildentreffen gab es nicht mehr. Und für mich war das der Anfang vom Ende mit dem Spiel. Hab dann noch einige Zeit auf einem anderen Server, in einer anderen Gilde gespielt. Aber die Probleme waren diesselben.

Deinen letzten Satz unterstreiche ich zu 100%. Die Anfangszeit in WoW gehört zu den schönsten in meiner gesamten Zocker Laufbahn.

Rainman 18 Doppel-Voter - - 10380 - 23. Juli 2017 - 13:29 #

Das Thema betrifft mich zwar aktuell nur am Rande, aber schöner und gut lesbarer Artikel. :)

Jac 16 Übertalent - P - 4656 - 23. Juli 2017 - 13:45 #

Danke!

Mazrim_Taim 15 Kenner - 3311 - 23. Juli 2017 - 13:33 #

Mir fehlen aber ua. auch die "lustigen" OpFp Momente wo z.B. der Kommand (?) im Panzer einem in aller Ruhe erzählt das in X Uhr der Feind ist.
Natürlich kann man in dieser Zeit selbt keine Befehle geben und so ändert sich nicht nur der eigene Gemütszustand sondern auch die Infos vom Kommand => Wir werden beschossen...

jqy01 15 Kenner - 3297 - 23. Juli 2017 - 13:52 #

Der Multiplayerpart ist bei Spielen für mich mehr und mehr uninteressant geworden. Ich spiele zum Entspannen und habe keine Lust dann über den Chat so tolle Sachen wie "Noobs" etc. von Leute zu lesen, die das Spiel warum auch immer beinahe bis zur Perfektion beherrschen (oder zumindest das glauben). Das versaut mir einfach die Stimmung, könnte man aber auch noch ignorieren.

Genauso stören mich als Gelegenheitsspieler gerade Clans und Stammgruppen. Wenn sie untereinander kämpfen, ist mir das egal. Problematisch wird es für mich, wenn Clans auf Zufallsgruppen, z.B. in Shootern, treffen. Dann kann man im Prinzip gleich den Server wechseln, denn logischerweise hat man dann nicht den Hauch einer Chance, wenn seitens des Clans nicht grundlegende Fehler gemacht werden. Im Prinzip ist man dann einfach nur Schlachtvieh. Das frustriert, genauso wie die Tatsache, dass man oftmals auf einzelne Gegner trifft, die das Spiel so perfekt beherrschen, dass man einfach chancenlos ist.

Jac 16 Übertalent - P - 4656 - 23. Juli 2017 - 14:04 #

Und dann gibt es noch so positive Beispiele wie "Flint" in der SDK zur Destiny 2 Beta. Leider selten, aber es gibt sie.
In Playerunknown's Battlegrounds geht es mir übrigens so, dass die meisten Gegner unter den letzten 20 fast immer besser sind als ich. Na gut, freue ich mich halt über meine Platzierung und vergesse die K/D ^^

gar_DE 16 Übertalent - P - 5974 - 23. Juli 2017 - 13:54 #

Nur schade, dass gerade im FPS-Bereich es immer schwerer wird, einen eigenen Community-Server zu betreiben... Ich erinnere mich noch an CoD4-Zeiten, wenn man einen eigenen Server betreiben konnte.

Jac 16 Übertalent - P - 4656 - 23. Juli 2017 - 14:00 #

Im FPS-Bereich hast Du absolut recht, eigene Server waren da in der Vergangenheit sehr interessant.
Ich persönlich mag es aber immer noch, dass man auf öffentlichen Servern viele Fremde trifft. Ohne ein dickes Fell und Nerven geht das natürlich nicht. Manchmal spiele ich dann bewusst zwischendurch Solo-Content, um einfach abzuschalten. Das ist wohl auch der Grund, warum ich in MMOs sogar recht gerne Farme/Grinde, das entspannt mich total ;)

Maulwurfn Community-Moderator - P - 15571 - 23. Juli 2017 - 13:58 #

Schöner Artikel, gerne gelesen.
Habe ich so ziemlich alles mal erlebt, aber auch die andere Seite, als Noob in Ultima Online (vor Trammel/Felucca) gekillt, dann von den selben Spielern ausgerüstet und geskillt worden. Wurde eine lange Reise in UO, mit den Leuten habe ich zuweilen heute noch Kontakt.

Jac 16 Übertalent - P - 4656 - 23. Juli 2017 - 14:01 #

Und das sind die positiven Aspekte, die einem sonst entgehen!

CptnKewl 20 Gold-Gamer - - 23912 - 23. Juli 2017 - 14:35 #

Schöner Artikel - danke dafür

Jac 16 Übertalent - P - 4656 - 23. Juli 2017 - 14:45 #

Danke für's Lesen ;)

theRealLogo 14 Komm-Experte - 1818 - 23. Juli 2017 - 14:37 #

Schöner Artikel, allerdings findet sich meine Onlinegamingerfahrung nur sehr begrnezt wieder. Habe noch nie ein klassisches MMO gespielt und bin erst durch MOBAs und World of Tanks eingestiegen.
Bei diesen Titeln snd die wichtigsten Modi PvP, man interagiert also immer auch gegen menschliche Spieler, nicht nur mit einer Gruppe. Es geht nicht nur um den Umgang mit Kooperation, sondern auch mit Konflikt, der durch die Spielmechanik fest vorgegeben ist. Somit bieten diese Spiele per se nicht die Möglichkeit der Gruppenkommunikation und insbesonders des Lernens in der Gruppe, weil zumindest die Gegner immer neu sind.
Meiner Meinung nach geht der Trend eher in Richtung die Kommunikation generell einzuschränken. TCG wie Hearthstone bieten nur Emotes zur Kommunikation im Match, World of Tanks hat den Chat mit dem Gegner abgeschafft und bietet die Option im Match den Textchat ganz auzublenden.
Darüber hinaus bietet es sich an Spielergruppen zu trennen, sodass aus Differenzen bei Anspruch, Erfahrung und Motivation kein Konflikt entsteht. Klassischerweise geschieht dies über Ranglisten/ELO Systeme.
Insgesamt sehe ich also die Handlungsmöglichkeiten also weniger beim Spieler als bei den Herstellern. Mit neuen Zielgruppen wird die Spielerschaft insgesamt diverser, dadurch werden die Probleme von toxischer Kommunikation eher zunehmen. Wenn allerdings Spieler länger bei einem Titel bleiben (games as a service und so), verbessern sich die Sanktionseffekte. Schlussendlich werden Hersteller mehr Resourcen in dieses Thema stecken müssen.

Hendrik -ZG- 26 Spiele-Kenner - P - 66875 - 23. Juli 2017 - 14:42 #

Gratulation zum ersten UA. Und dann gleich noch so lesenswert, klasse. :)

Jac 16 Übertalent - P - 4656 - 23. Juli 2017 - 14:44 #

Vielen Dank!

Hendrik -ZG- 26 Spiele-Kenner - P - 66875 - 23. Juli 2017 - 14:48 #

Der Umgang bei Swtor ist im Randombereich nach meiner Erfahrung unter aller Sau. Die Mitspieler pfeifen auch drauf wenn man sich als Newbie outet.

Jac 16 Übertalent - P - 4656 - 23. Juli 2017 - 15:00 #

Schade, dass Du nie auf mich in den Zufallsgruppen getroffen bist. Gerade in Hardmode-Flashpoints war ich sehr aktiv, vorrangig als Tank und Heiler. Das schöne als Tank war, dass man seine Gruppe in der Kommunikation steuern konnte, weil keiner den Tank verärgern wollte. Ich habe gerne erklärt und auch gewartet, wenn einer die Story-Sequenzen in Ruhe anschauen wollte.
Was ich allerdings gar nicht mag, sind "GOGOGO"-Chats von Leuten, die vorher oft noch nicht einmal "Hi" schreiben konnten.
Wir haben damals viel über HM-Flashpoints mit Zufallsgruppen rekrutiert, da merkte man schnell, ob die Mitstreiter zwischenmenschliche Defizite hatten. Leider gab es das immer wieder, aber insgesamt haben bei mir durchschnittlich 2 von 3 Gruppen funktioniert. Und so jede 5. war dann richtig klasse. Die Zahlen sind natürlich nur mein Bauchgefühl in SWTOR und 2 Jahre alt, in vielen FPS finde ich den Umgang aber schlimmer.

Hendrik -ZG- 26 Spiele-Kenner - P - 66875 - 23. Juli 2017 - 15:06 #

Bei Fps fand ich es immer lustig wenn man gegen eine Horde Anfänger haushoch gewann und sofort als Cheater, fucking Whatever etc beschimpft wurde. :D
Hingegen bei Swtor, genau, die Gogogo Spinner hatte ich so oft. Am miesesten fand ich als ich mal wegen Ninja Looting gekickt wurde ohne überhaupt zu wissen was das sein sollte. (Swtor war mein erstesMMO).

Jac 16 Übertalent - P - 4656 - 23. Juli 2017 - 15:14 #

Beim ersten MMO lernt man am meisten, gerade was Loot-Verhalten usw. angeht. Auch da müssen erfahrene Spieler aber mit rechnen, man kann ja schreiben: "Brauchst Du das Item wirklich? Das passt besser zu meiner Klasse und es wäre sehr nett, wenn Du es mir gibst :D"
Da fällt mir übrigens noch ein, wie ich mich z.T. über manche Leute in meiner Gilde geärgert habe in gemeinsamen Zufallsgruppen. Man kommt geschmeidig durch und dann wird trotzdem das Haar in der Suppe gesucht bei den Zufalls-Mitspielern. Wie gesagt, Gilden helfen in einigen Punkten, aber nicht in allen ;)

gamalala2017 (unregistriert) 23. Juli 2017 - 14:46 #

Ich beziehe mich hier nur auf eine Sache im Artikel:

Die im Artikel gegebene Chat-Zitate können beleidigend sein, oder aber auch eher Slang einer Jugendsprache. Wobei das die Bedeutung jener Aussage nicht wirklich schmälert und darum doch beleidigend bleibt. Das ist schade, aber irgendwo dann doch logisch: gleiches bleibt gleich. :/

Interessanter ist für mich die Feststellung, die ich einmal vor langer Zeit machte, dass ich mich bisher nicht dazu herab gelassen habe beim Daddeln beleidigend zu werden.

Als faier Daddler kennt man Abkürzungen wie gg, gn8, n1 usw. die eher positiv gemünzt sind.
Wenn man ein Match für beschissen empfindet, dann meidet man halt gg. Wenn jemand den Voice-Kanal zuspammt, dann gibt es halt Kick/Bann oder Stumm.

Es gibt also sooo viele Lösungen die im konkretes Handeln münden ohne ausfällig zu werden. Leute die es dann nicht besser wissen und es schwer haben dazu zu lernen, die beziehen dann gleich jede Moderationshandlung auf die Gesamte Spielergemeinschaft wenn der Mod partout nicht nachgibt.

Das hat nichts mehr mit irgendwas soziales zu tun, sondern einfach nur mit störrischem verhalten. 2 Wochen Jugendknast und gut ist ... ;)

Desotho 16 Übertalent - P - 4349 - 23. Juli 2017 - 14:47 #

Regel für mich: Keine Randomgruppen.
Wenn man mit Freunden unterwegs ist die Gruppe auffüllen - kein Thema.

Es kommt aber auch auf das Spiel an.
In Everquest 2 hatte ich damals durchweg positive Erfahrungen gemacht.
Word of Warcraft ... ich glaube schlimmer kann es nicht werden. Um das zu unterbieten müsste ich wohl League of Legends mal ausprobieren.

Harry67 16 Übertalent - P - 4425 - 23. Juli 2017 - 15:08 #

Jupp. Kein Random. Ausnahme war mal in Neverwinter, da gab es ein paar Randomlevel, da hielt es sich immerhin die Waage zwischen ganz cool und nervig.

CptnKewl 20 Gold-Gamer - - 23912 - 23. Juli 2017 - 16:26 #

Wobei die Entwicklung von WoW auch erst dahin ging mit WoTLK. Gerade Classic als auch BC war das ganz anders

Desotho 16 Übertalent - P - 4349 - 23. Juli 2017 - 19:37 #

Nicht wirklich (sind halt meine Erfahrungen). Man musste halt im Vorfeld kommunizieren (etwas das die Leute heute gar nicht mehr schaffen), aber echte Brote gab's auch da schon zur genüge. Und das meine ich jetzt in Bezug auf das gemeinsame Zusammenspiel.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11840 - 23. Juli 2017 - 17:31 #

als WoW damals neu war, hatte ich das mal gespielt. aber da hab ich auch gemerkt, dass soziale interaktion nun nicht wirklich das ist was mich am multiplayer interessiert. spiele mittlerweile online nur noch 1vs1-spiele in denen nicht gelabert wird. da kann einem niemand die schuld für etwas zuschieben, da man die alleine verantwortung für den erfolg trägt. das reicht mir.

Khronoz 14 Komm-Experte - 1946 - 23. Juli 2017 - 15:23 #

In Randomgruppen verlieren die Leute halt den Anstand. Keiner kennt wen persönlich, alles ist unverbindlich. Zudem hat das kompetitive Spielen stark zugenommen wo Aggression und Konkurrenz-Denken eine deutlich größere Rolle einnehmen.

g3rr0r 14 Komm-Experte - 2074 - 23. Juli 2017 - 15:45 #

Sehr guter Artikel, musste an meine Zeit in WoW denken... bitter aber missen wollen würde ich es auch nicht...

joker0222 28 Endgamer - - 101234 - 23. Juli 2017 - 16:13 #

Also das erste was ich im MP mache ist gleich mal den Chat abschalten.

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 40274 - 23. Juli 2017 - 16:42 #

Gut geschriebener Artikel.
Zum Glück gehen mir jegliche Multiplayer Sachen am allerwertesten vorbei. ;)

Sciron 19 Megatalent - P - 17605 - 23. Juli 2017 - 16:53 #

Ich spiele aktuell nur 2 Multiplayertitel häufiger: Titanfall 2 und Rocket League.

In ersterem ist das absolut kein Problem, weil es schlicht keinen Ingame-Chat gibt. Ich wurde nur ein mal nach einem Match auf der XOne von jemandem angeschrieben, weil ich angeblich ein Cheater wäre und er mich melden wollte. Hab ich mal als Kompliment aufgefasst. Das einzig toxische bei TF2 ist mein eigener Rage vor dem Schirm, wenn's mal wieder nicht rund läuft.

Rocket League ist hingegen ein anderes Thema. Das scheint mir aktuell mit der größte Seuchenpool zu sein, was Trolle, toxische Spieler, schlechte Verlierer und noch schlechtere Gewinner angeht. Vor dem späten Abend schalt ich das schon gar nicht mehr ein, weil dann zumindest die nervigsten Kinder hoffentlich schon im Bett sind. Tragischerweise sind ja aktuell noch Sommerferien.

Da bringt es leider auch nichts, den Chat auszuschalten, da einen die Teamkameraden im 2v2 herrlich trollen können, indem sie gegen einen spielen, schlicht gar nichts machen oder sich wie ein trotziges Kind aufs Dach legen und im Kreis drehen. Manchmal hab ich das Gefühl, Rocket League wird in Wohnheimen für geistig Behinderte als Therapiespiel genutzt.

Sieht man sich mal die Profile der nervigsten Trottel auf XBox Live an, haben diese meist nur 6-7 andere Spiele in der Liste. Davon ein großteil CoD, FIFA und vielleicht noch ein GTA. Man merkt schon, RL ist in der Riege der Dudebro-Pflichttitel angekommen. Schön für die Entwickler, schlecht für die Community.

Jac 16 Übertalent - P - 4656 - 23. Juli 2017 - 19:21 #

"Das einzig toxische bei TF2 ist mein eigener Rage vor dem Schirm, wenn's mal wieder nicht rund läuft.", das kenne ich nur zu gut. Wenn es in den eigenen vier Wänden bleibt und man sich so Luft macht, was soll's!
Manchmal guckt meine Familie komisch, weil sie meinen Gefühlsausbruch mitbekommen hat, aber damit kann sie gut umgehen ;)

Jonas -ZG- 18 Doppel-Voter - P - 11079 - 23. Juli 2017 - 19:36 #

So geht es mir bei CS:GO. Passiert. :-)

Hendrik -ZG- 26 Spiele-Kenner - P - 66875 - 23. Juli 2017 - 19:46 #

Maria meint bei SP Spielen öfter mal, ob ich mich dabei wirklich entspanne.... :D

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24833 - 23. Juli 2017 - 20:01 #

"Manchmal hab ich das Gefühl, Rocket League wird in Wohnheimen für geistig Behinderte als Therapiespiel genutzt."

-> Du meintest das mit Sicherheit nicht böse und ich streite gar nicht erst ab, beruflich bedingt in diesem Punkt stärker sensibilisiert zu sein als andere, aber: Der Spruch hätte jetzt echt nicht sein müssen. Geistig Behinderte - generell Behinderte - haben in unserer Gesellschaft schon genug Arschkarte gezogen.

Sciron 19 Megatalent - P - 17605 - 23. Juli 2017 - 20:46 #

Wenn du wüsstest, was alles nicht sein muss und trotzdem passiert ;). Ich hab schon in kauf genommen, dass da jemand drüber stolpern könnte, aber naja...

Meine eigene Freundin ist Asperger-Autistin (also ärztlich diagnostiziert, nicht aus "Modegründen", wie's bei einigen scheinbar heutzutage der Fall ist) was auch eine Form der Behinderung/Entwicklungsstörung ist. Tragischerweise ist sie dennoch intelligenter als ich (oder grade deswegen?), aber ich lege die Messlatte da auch nicht sehr hoch ;). Zu Problemen und Missverständnissen führt es jedenfalls häufig genug, auch wenn sich alles im erträglichen Rahmen bewegt. Ich hab also mit solchen "Dingen" nicht beruflich, aber privat genug zu tun. Sonen Spruch rauszuknallen nehm ich mir also mal raus, auch wenn's von vorneherein schon überspitzt war.

Harry67 16 Übertalent - P - 4425 - 23. Juli 2017 - 21:51 #

Lass es doch einfach, es rennen schon genug ignorante Leute herum. Die besten Behindertenwitze habe ich mir von meinen betroffenen Kunden erzählen lassen, da habe ich kein Problem mit. Aber ich sehe nicht, wie das hier funktionieren kann.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24833 - 24. Juli 2017 - 0:01 #

Yo, und meine Freundin sitzt im E-Rolli (wollte ich jetzt nicht so raushängen lassen, aber wenn Du mit Deiner Freundin angibst, tue ich es auch :P), ist dafür geistig voll auf der Höhe und ich finde solche Sprüche trotzdem daneben.
Gibt ja schon einen Rahmen, wo man es mit der politischen Korrektheit nicht übertreiben muss, aber einfach mal so einen solchen Spruch raushauen im pösen Internet ... naja.

Aber meinen Respekt hast Du mit Deiner Freundin. Gibt nur wenige Menschen, die genug Eier haben, um sich an eine solche Beziehung heranzutrauen.

Sciron 19 Megatalent - P - 17605 - 24. Juli 2017 - 0:44 #

Es kam nun wohl auch böser rüber, als es gemeint war. Über 1.000 Stunden RL-Frust hinterlassen auch bei mir ihre Spuren ;). Ich habe meiner autistischen Hälfte (ebenfalls auf GG angemeldet) mal den Strang gezeigt und sie fand die "Aufregung" auch eher verwirrend. Das sehe ich nun für mich natürlich nicht als Freibrief, aber grade bei solchen Sachen ist die Stellvertreter-Empörung oft größer, als bei den Betroffenen selbst.

Wobei sie natürlich nun auch kein Pflegefall ist. Sie hat studiert (ok, das machen viele die's nicht sollten ;), kann ihren eigenen Haushalt führen und die autistischen "Problemchen" zeigen sich eher bei Ritualen, Zwängen und natürlich besonders der sozialen Interaktion. Macht es oftmals nicht minder stressig bzw. belastend, aber ist auf gewisse Weise auch sehr interessant und "langweilig" wird's einem da garantiert nicht.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11840 - 24. Juli 2017 - 8:25 #

jup, erscheint mir auch etwas viel künstliche aufregung hier. gerade die von so einem spruch "betroffenen" fühlen sich meiner erfahrung überhaupt nicht angesprochen, weil sie auch offensichtlich damit nicht gemeint sind. und das hat hier ja auch niemand missverstanden.

Harry67 16 Übertalent - P - 4425 - 24. Juli 2017 - 9:25 #

Aufregung sieht anders aus.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11840 - 24. Juli 2017 - 9:35 #

such dir ein wort aus was dir zusagt. ich häng mich nicht daran auf.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24833 - 24. Juli 2017 - 20:19 #

Du hast völlig recht, dass Betroffene einen solchen Kommentar in vielen Fällen nicht sonderlich dramatisch sehen und gerade Deine Freundin als Aspergerin wird auf so etwas ihre ganz eigene Sicht haben.
Ich finde nur einfach, dass es eben genug andere Betroffene geben wird, die darüber keinesfalls lachen können und da Behinderte (und auch ihre Angehörigen) mehr als genug gesellschaftliche Nachteile haben - vor allem wenn sie auf Behörden- und / oder Kassengelder angewiesen sind - ist mir Dein Spruch einfach sauer aufgestoßen. Ich hoffe, das ist einigermaßen nachvollziehbar :)

Aber sei's drum, ich will das hier nicht unnötig aufbauschen. Deine Reaktion zeigt ja auch, dass Du nicht beleidigend sein wolltest.

blobblond 19 Megatalent - 18475 - 25. Juli 2017 - 2:14 #

Der Unterschied zwischen Autistinen und Asperger-Autistinen ist ja gerade der, das Asperger-Autistinen eine normal ausgeprägte Intelligenz haben, teilweise sogar eine überdurchschnittliche Intelligenz. Die einzige Beeinträchtigt die Asperger-Autistinen haben, ist die Fähigkeit, nicht-verbaler Signale wie Gestik, Mimik, Blickkontakt bei anderen Personen zu erkennen, diese auszuwerten und selbst auszusenden.

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 7670 - 23. Juli 2017 - 21:36 #

"Manchmal hab ich das Gefühl, Rocket League wird in Wohnheimen für geistig Behinderte als Therapiespiel genutzt."

Wow. Da musste ich jetzt erst mal Luft holen. Hast du eigentlich eine Idee wie verletzend so ein Kommentar für Betroffene/Involvierte ist? Dagegen find ich nicht mitspielende Teampartner harmlos.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24833 - 23. Juli 2017 - 20:11 #

Sehr schöner, interessanter und sprachlich wunderbar lesbarer Artikel. Danke dafür!

Ich persönlich gehöre ganz klar zu den MP-Verweigerern. Ich spiele zur Entspannung, nicht aus kompetitiven Gründen. Da wäre ich für sehr viele MP-Spieler einerseits eine Last, andererseits dürfte es nicht leicht sein, ähnlich tickende Mitspieler zu finden. Dazu kommt, dass ich seit Beginn meiner aktuellen Beziehung praktisch nur noch vormittags spielen kann. Und das auch nur, wenn ich nicht blöderweise Frühdienst habe oder aus der Nachtschicht komme und schlafen muss. Insofern könnte ich wenn überhaupt, dann nur mit ausländischen Mitspielern regelmäßig online zocken und auf die sprachliche Umstellung habe ich auch keine Lust.
Blieben mir also nur noch Randoms und da ist mir das Risiko, auf unreife Idioten zu treffen, einfach zu hoch.
Einzige Ausnahme: In Rennspielen lasse ich mich doch ganz gerne zum MP verleiten. Da fahre ich einfach meine Rennen, kann nicht abgeschossen und somit aus dem laufenden Spiel gekickt werden und das ist wunderbar. Wenn ich dann auch noch an meine Fähigkeiten orientiert mit anderen Spielern zusammengewürfelt werde und somit potentiell spannendere Rennen entstehen, bin ich wunschlos glücklich. Hoffentlich wird GT Sport seinem Anspruch in diesem Aspekt gerecht.

Goremageddon 13 Koop-Gamer - 1412 - 23. Juli 2017 - 23:32 #

"[Ich persönlich gehöre ganz klar zu den MP-Verweigerern. Ich spiele zur Entspannung, nicht aus kompetitiven Gründen. Da wäre ich für sehr viele MP-Spieler einerseits eine Last,....]"

Hut ab! Das ist wirklich eine tolle Einstellung die, wenn sie mehr Spieler die sich in kompetitiven Titeln tummeln teilen würden, zu einem höherem Spielspaß und weniger Konflikten in derartigen Spielen führen würden.

Viele haben dieses Einsehen nicht dass Sie mit "gemütlichem" spielen den Sinn eines kompetitiven Spiels verfehlen und anderen Spielern Zeit und Nerven rauben. (Und letzten Endes auch sich selbst)

Spricht man sie darauf an ist die häufigste Reaktion:"Sag mir nicht wie ich ein Spiel zu spielen habe!" Das führt nicht selten zu Ärger und maßlos übertriebenen Reaktionen. Letztlich hat dann keiner Spaß.

Btw. zur Entspannung spiele ich auch oft, wähle dann aber auch dementsprechende Titel.

Jac 16 Übertalent - P - 4656 - 23. Juli 2017 - 23:47 #

Ich finde die Aussage ebenfalls gut und trotzdem auch ein wenig schade. Nicht jedes MMO muss ein Wettbewerb sein. Gerade im PVE gibt es meistens auch Gruppenspiel auf einfacherem Niveau, bei dem man es eben tatsächlich recht gemütlich angehen kann. Mit anderen Worten, wenn man nicht ganz vorne dabei sein will, kann man trotzdem Spaß haben.
Problematisch ist es, wenn sich ein "gemütlicher Spieler" für anspruchsvolle Dinge meldet und dann aber nicht dazulernen will. Da habe ich dann auch wenig Verständnis, wobei das selbstverständlich höflich - aber in klarer Sprache - geklärt werden muss.

Goremageddon 13 Koop-Gamer - 1412 - 25. Juli 2017 - 20:57 #

Da hast du vollkommen Recht. Ich habe das insgesamt aber auch eher auf rein competitive Titel bezogen.

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 37533 - 23. Juli 2017 - 20:41 #

Mir geht Multiplayer am Allerwertesten vorbei, somit sind das Erfahrungen, die ich nicht teilen kann. :)

marcw11 11 Forenversteher - P - 768 - 23. Juli 2017 - 22:45 #

Bei eigentlich nur drei online (auf Lan Sessions war ja ein wichtiger Teil, die Anonymität, der zur verbalen Entfernung führt ja nicht gegeben) Multiplayer Erfahrungen hatte ich eine gute und eine schlechte Erfahrung:
Gut: Eve Online. Da bin ich aus Angst vorm bösen Zeitfresser zwar nicht wir vorangeschritten, aber Neulinge wurden echt gut behandelt.
Schlecht: Fifa (zufällige Teamzusammenstellung, 7 Jahre her). Permanentes“gib mir den Ball Gebrabbel“ wurde allerhöchstens vom englischen Lautäußerungen zum Thema Saugen unterbrochen. Außerdem konnte man den Spielstand am Prozentsatz der ausscheidenden Spieler festmachen.

Vermutlich liegt das auch ein wenig an den unterschiedlichen Motivationsanreizen, die von den spielen gesetzt werden. Während bei Fifa ja eher die Rangliste der Einzelspieler im Vordergrund steht, haben sich in Eve ja eher größere Gemeinschaften gebildet, die auch von Zuwachs abhängig sind. Falls ich mal wieder einen Ausflug in die MMO wird's wohl eher nicht in Richtung Sportspiele gehen.

Jac 16 Übertalent - P - 4656 - 23. Juli 2017 - 23:03 #

Das ist ein entscheidender Punkt: Wird das Team bewertet oder die Einzelleistung? Und ich sehe es auch so, dass Team-Fähigkeiten im Gruppenspiel auch durch die MMOs selbst gefördert werden müssen.
Bei Zufallsgruppen (egal ob PVP oder PVE) helfen Einzelwerte / Einzelstatistiken wenig, sie fordern eher zu Hahnenkämpfen auf.
In Hardmode-Raids kann das z.T. anders sein, da werden auch gerne Tools/Parser freiwillig genutzt, um bestimmte Probleme diagnostizieren zu können. Das geht aber eigentlich nur mit festen Gruppen, die die Gemeinschaft im Vordergrund sehen.
Bei Shootern sehen viele ja ausschließlich die K/D als Messlatte an. Für mich zählt in erster Linie das Gewinnen des Spielmodus über die Einsatzziele, um meine K/D kümmere ich mich nebenbei. Und zur Not ist die dann halt in einem Spiel auch mal negativ, wenn es für das Team wichtig war.

supersaidla 16 Übertalent - 4138 - 23. Juli 2017 - 23:05 #

Ich spiel seit Jahren World of Tanks und beleidige da sowohl das eigene wie auch das gegnerische Team (geht seit nem patch leider nicht mehr).
Aber nie unter der Gürtellinie und hauptsächlich skill-bezogen.
Das gehört für mich einfach dazu, ist eben PvP.
Nebenbei spiel ich noch HdRo und da ist mir sowas noch nicht untergekommen, hat mMn nen sehr geringen Anteil an "Stresskiddies".
Wenns da mal entgleist dann meisten wenn die im Weltchat meinen sie müssten über Politik oder sonen Unfug "diskutieren", aber genrell gibts da auch kein richtiges PvP.

Jac 16 Übertalent - P - 4656 - 23. Juli 2017 - 23:36 #

"Ich spiel seit Jahren World of Tanks und beleidige da sowohl das eigene wie auch das gegnerische Team (geht seit nem patch leider nicht mehr). Aber nie unter der Gürtellinie und hauptsächlich skill-bezogen. Das gehört für mich einfach dazu, ist eben PvP."
Schade, Du scheinst den Ansatz des Artikels nicht wahrgenommen zu haben. Beleidigungen helfen nicht, im besten Falle werden sie ignoriert. Aber jeder hat so seine Sicht der Dinge, Du hast deine, ich habe meine :)

supersaidla 16 Übertalent - 4138 - 24. Juli 2017 - 3:47 #

So isses :)

Hohlfrucht 15 Kenner - 3027 - 24. Juli 2017 - 8:04 #

Ich glaube man muss hier auch ein wenig mehr differenzieren. Der Artikel scheint mir das Thema Beleidigungen im Multiplayer sehr stark aus der MMO Ecke zu betrachten. Dabei wird der Aspekt PVP zwar zwischendurch mal erwähnt aber nicht wirklich betrachtet.

Als Jemand der seit Quakeworld Zeiten ziemlich viel Zeit im Multiplayer und vor allem in Multiplayer only Titeln verbracht hat kann ich sagen, dass der Umgangston über die letzten 20 Jahre definitiv rauer geworden ist. Was da heutzutage an Beleidigungen rausgehauen wird ist teilweise wirklich unter der Gürtellinie. Wenn mir Jemand Krebs wünscht würde ich am liebsten durch den Monitor greifen und demjenigen eine reinhauen. Auf der anderen Seite muss man allerdings auch sagen, dass Smack Talking (Damit meine ich nicht sinnlose Beleidigungen a la "I Hope you get cancer" und co.) schon immer Bestandteil des Spiels war. Gerade in PVP Umgebungen reizt man den Gegner eben gerne auch mal verbal. Das gehörte von Anfang an dazu und wer sich zu Herzen nimmt dass ihn der Gegner als Blinder mit Krückstock bezeichnet, weil man gerade mal wieder vorbei geschossen hat ist vielleicht auch etwas zu zart besaitet für PVP Spiele.

Im Mannschaftssport war das früher auch nicht anders, zumindest wenn man im Verein gespielt hat. Ich kann mich an so einige Auswärtsspiele erinnern bei denen auf dem Platz ein verdammt rauer Umgangston herrschte. Dagegen ist so mancher CS / COD / BF Server der reinste Kindergarten (manchmal sogar im wahrsten Sinne des Wortes).

Im Bezug auf Teamspiele mit Koopfaktor muss ich dem Artikel allerdings komplett zustimmen. Meine Toleranzgrenze bei ausfallend oder unfreundlich werdenden Teammitgliedern ist schon seit Jahren bei 0,0 angekommen. Daher ignoriere ich den Chat in solchen Spielen meistens, schalte ihn aus oder mute / ignoriere diese Mitpsieler asap. Meiner Erfahrung nach ist der Chat im Team sogar meistens toxischer und ätzender als der allgemeine Chatkanal den man mit dem Gegner teilt. Daher meide ich inzwischen auch MOBA Games. Die sind berüchtigt für ihren toxischen Chat und das, meiner Erfahrung nach, völlig zurecht.

DomKing 18 Doppel-Voter - 9954 - 24. Juli 2017 - 9:51 #

Ich halte Smack-Talk für niveaulos. Sowohl bei Videospielen oder auf dem Fußballplatz (oder wo auch immer). Es ist einfach asozial und gehört eben nicht dazu. Ist auch weit von Fair Play entfernt.

Ausnahmen: Ich kenne die Person und weiß, wie sie reagiert bzw. sie weiß, dass es Spaß ist.

Goremageddon 13 Koop-Gamer - 1412 - 23. Juli 2017 - 23:32 #

Schön geschriebener Artikel, Gratulation dazu!

Ich muss gestehen das mir derartiges Verhalten aus MMO´s eigentlich nicht bekannt ist. Das meine ich ehrlich. Außer Zeit hat man dort nichts zu verlieren und somit hatte ich nie den Eindruck dass dort ein wirklich rauer Ton herrscht. Bin selbst nie viel in Gilden aktiv gewesen sondern immer eher als Random mitgegangen und kann mich an harsche Kritik nicht wirklich Erinnern.

Große Emotionen verbinde ich eher mit E-Sport in dem man, wie in jedem Sport, um jeden Sieg hochkonzentriert kämpfen muss und es nicht selten um auf oder Abstieg oder den Einzug in Turniere und folglich Geld geht.

Im Gegensatz zum klassischen Sport, bei dem es nach meiner Erfahrung eher Ansporn durch Lob für gute Aktionen gibt, stellt man dort allerdings schnell fest dass es, gerade in den unteren Ligen, ziemlich oft zu heftigen Reaktionen der Spieler kommt. Diese schießen nicht selten weit über die genannten Beispiele hinaus. Das dürfte schlich der Anonymität der Spieler geschuldet sein.

Andererseits muss man im E-Sport auch mit vielen Mitspielern klar kommen die ein E-Sport spiel nicht als solches wahrnehmen und allem Anschein komplexe Titel wie z.B. Dota2 wie ein Hack&Slay spielen.
Für die vier anderen Spieler im Team wird es dadurch nicht selten zum Desaster dem man machtlos gegenüber steht. Haben viele Spieler kein Einsehen und spielen den gewerteten Modus ohne eine Ahnung vom Spiel zu haben ist das sehr frustrierend für ambitionierte Spieler.

Das in solchen Fällen die Emotionen hoch kochen kann man denke ich nachvollziehen auch wenn die Art und Weise wie sich das bei vielen Bemerkbar macht unter aller Sau ist. Ein Fußballer der nicht abspielt und auf Teufel komm raus jedes Tor alleine machen will würde sicherlich auch nicht lange unbeschadet auf dem Feld verbringen wenn man ihn mit Worten nicht zur Einsicht bringen kann. Ein Eingriff, wie vom Platz stellen, ist in vielen E-Sport-Titeln nicht möglich und so bleibt frustrierten Spielern oftmals nur der Chat als Ventil.
Nicht schön.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3334 - 24. Juli 2017 - 7:33 #

Vorweg: Endlich mal ein User-Artikel, der ohne verbale Achterbahn daherkommt und sich angenehm lesen lässt. Danke dafür! ;)

Der Inhalt bezieht sich leider eher auf MMOs und ihre Gilden (PvE), als auf Beleidigungen an sich. Dabei fand ich die sehr harmlos, was Ausfälle betrifft. Shooter sind da ein ganz anderes Kaliber... ;)

Übrigens, in WoW waren die Ruf-Leecher, die im Starttunnel AFK Punkte sammelten, beliebtestes Ziel von Schimpftriaden. ;)

Jac 16 Übertalent - P - 4656 - 24. Juli 2017 - 10:04 #

Danke für das Lob! Du hast recht, dass in Shootern ein noch härterer Umgang herrscht. Umgekehrt gibt es in MMOs mehr Gruppen-Instanzen, die nur gemeinsam und mit Kommunikation gemeistert werden können. In Shootern lese ich den Chat nicht regelmäßig mit, weil ich ihn auch nur selten brauche. Und da bin ich noch leidenschaftsloser, was meine Igno-Liste angeht. Vermutlich geht das vielen Shooter-Spielern auch so, z.T. wird dort ja inzwischen sogar der Chat mit dem Gegner durch den Hersteller komplett abgeschaltet.
Ich hätte auch über das "Missionieren" im Shooter-Umfeld noch ein paar Dinge schreiben können. Damit meine ich z.B. das Rumhüpfen vor Team-Mitgliedern oder sie anzuschiessen, weil man ihren Beitrag nicht erkennt. Wenn alle Fernkampf machen, ist natürlich auch kein Spiel zu gewinnen, das ist schon klar. Gute Teamspieler merken aber selbst, ob Frontkämpfer oder Fernkämpfer zu wenig im Team vertreten sind und wechseln dann die Rolle.
Leute die sich wartend am Kartenrand aufhalten während das Team verliert meine ich natürlich nicht, die braucht keiner. Aber sind davon zu viele in meinem PVP-Team, dann verlasse ich halt die Map.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3334 - 24. Juli 2017 - 10:49 #

In „meinem“ Onlineshooter (PS2) bekomme ich den Chat eigentlich gar nicht mit. Nur wenn eine PM kommt, die klingelt nämlich. ;)

Mitspieler, die einen über den Haufen fahren oder einen in den Rücken schießen sind ärgerlich. Aber das passiert eben, wenn teilweise mehrere Hundert Spieler um eine Basis kämpfen. Aufregen tut mich eigentlich nur die Camperei im Spawnroom, statt die Basis zu verteidigen. Aber dafür gibt es einfach die Redeploy-Taste, wenn es zu viele tun.

Klar, ist man mal sauer wenns nicht klappt. Aber beleidigen? Bringt nichts und regt einen doch nur noch mehr auf. ;)

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 7529 - 24. Juli 2017 - 9:48 #

Ab und an ein Zufallsraid in WoW reicht mir, um sonst lieber alleine zu spielen. Da bereite ich mich vor, lerne Bossmechaniken, nur um zu sehen, dass ignorantes Volk meint, herumzustehen und halb afk durchzukommen. So etwas macht mich wahnsinnig.

Flatinger 08 Versteher - 175 - 25. Juli 2017 - 12:57 #

Die WoW- Community ist mittlerweile wahnsinnig toxisch. Viel schlimmer als jeder CS:GO server(Wobei hier versteh ich teilweise auch nix, bin ja kein Russe)

Rumi 17 Shapeshifter - 7873 - 24. Juli 2017 - 10:15 #

1. der Artikel ist gut.
2. Muss ein Spiel entwickeln, bei dem es nur ums beleidigen geht, das wird die übelste Geldquelle

Aixtreme2K 12 Trollwächter - 1044 - 24. Juli 2017 - 10:18 #

Genau dieses Thema ist der Grund, warum ich nicht mehr Battlefield auf dem PC spiele. Der Chat auf dieser Plattform ist gelinde gesagt zum kotzen.
Die Unverschämtheiten und Beleidigungen man sich dort stakkatoartig anhören bzw. lesen muss, ist einfach nicht mein Niveau.
Die Ironie ist die, dass ich davon überzeugt bin, dass die halben Lungen, die meinen mich derart unverschämt angehen zu müssen, im echten Leben, direkt vor mir stehend, kein Wort rausbringen würden, sich eher in die Hose machen würden.
In Real Life würde es nämlich bei verbalen Entgleisungen dieser Art Aua-Aua geben. Und nicht virtuell.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11840 - 24. Juli 2017 - 11:33 #

wobei das weniger ironie denn folgerichtige konsequenz ist. daher erlebt man ja online auf solchen unregulierten und unpersönlichen platformen ständig solche entgleisungen. jetzt nicht nur in spielen sondern zB auch in politischen diskussionen auf sozialen platformen. und nicht weil diejenigen unbedingt schmächtig sind, sondern weil keine direkte moralische ächtung erfolgt und man daher keine einbußen innerhalb seines sozialen umkreises erfährt. der eigene ruf bleibt also unberührt.

Doktorjoe 12 Trollwächter - P - 1196 - 24. Juli 2017 - 14:25 #

Unter anderem deswegen spiele ich keine Multiplayer Titel online. Ich verstehe auch nicht wieso man auf der Jagd nach Ausrüstung Stunden mit Grinding verbringen möchte, toleriere und akzeptiere aber dass es viele gibt die es anders sehen. Couch Coop ist dagegen großartig, da kann man sich auch beleidigen und trotzdem wieder liebhaben.

Hendrik -ZG- 26 Spiele-Kenner - P - 66875 - 24. Juli 2017 - 16:07 #

Hehe, die blauen Flecken nach ein paar Stunden Mario Kart...unvergessen! :D

Trax 14 Komm-Experte - 2538 - 24. Juli 2017 - 15:42 #

Ein schöner Artikel, der an meinen eigenen Erfahrungen etwas vorbei geht. Ich habe schon immer unregelmäßig MMOs gespielt, hatte persönlich aber nie diese ganz krassen Erfahrungen, dass Situationen in vollkommen sinnlose Beleidigungen ohne Sinn und Verstand endeten.

Ich spiele seit Ende letzten Jahres regelmäßig FF XIV, bin immer noch aktiv und zumindest in diesem Spiel finde ich es teilweise traurig wie "distanziert/einsam" sich so ein MMO im Jahre 2017 anfühlen kann.
Da ich viel in Zufallsgruppen und -inhalten unterwegs bin, mag es mir besonders stark auffallen bzw. mein Eindruck verfälscht sein.
Ich wäre schon froh wenn öfter überhaupt mal Kommunikation mit anderen Spielern stattfinden würde in einer Instanz und nicht nur stummes Durchrennen.
Wenigstens ein "Hallo" am Anfang oder ein "Tschüß/Danke" am Ende der Instanz, aber das scheint heutzutage zu viel verlangt zu sein.

Flatinger 08 Versteher - 175 - 25. Juli 2017 - 13:00 #

Was vor einigen Jahren noch gang und Gäbe war.
Man sollte sich meiner Meinung nach ohnehin eine Stammgruppe aufbauen, (Freudneskreis) die vielleicht sogar Spiele und Genre übergreifend gleich bleibt. Dann macht eigentlich alles Spaß. :)

Tommylein 14 Komm-Experte - P - 1983 - 25. Juli 2017 - 14:36 #

Ich spiele auch sehr häufig Online-Games. Aber ab und an pausiere ich mal mit guten Single Player Games, um mir mein Hobby nicht gänzlich vermiesen zu lassen.
Wobei die Beschimpfungen wie "Noob", "Press Alt+F4" oder "Play Tetris" ja noch die harmlosen sind und völlig an mir abprallen. Aber wenn jemand einem ihm unbekannten Menschen sämtliche Krankheiten an den Hals wünscht, oder möchte das seine Familie "verreckt", hört bei mir der Spaß auf.
Natürlich kann man fluchen, schimpfen oder was weiß ich. Aber das macht man vor seinem Monitor und nicht im Chat. Das hat auch nichts mit dem Alter zu tun, Dumpfbacken gibt es in jeder Generation. Oft sind es aber genau solche Leute die im Real Life den Mund nicht aufbekommen.

Ich habe jetzt im Urlaub erstmal die beiden Add-Ons von The Witcher 3 nachgeholt und es war schön mal wieder in eine Story abzutauchen, ohne das man dumme Kommentare in einem Chat lesen musste ;)

Nach einer Pause zocke ich dann auch gern wieder für eine Weile Online-Games.

Stromsky 16 Übertalent - 4819 - 25. Juli 2017 - 21:52 #

Ja, kann dem Artikel größtenteils recht geben, allerdings verstehe ich es manchmal auch, wenn der ein oder andere aus der Haut fährt, wenn man "Competitive" spielt und manche absichtlich dumm(nicht schlecht, sondern wirklich dumm) spielen oder sogar absichtlich trollen / dem Gegner helfen.

Wenn ich mit meiner Freundin spiele müssen wir uns auch so manches mal, wenn sie im Voice ist, dumme Sprüche anhören und die Team-Mates spielen dann teilweise auch gar nicht mehr richtig weil sie nur noch Sprüche klopfen müssen, das nervt dann extrem.

Kommentar hinzufügen

Neuen Kommentar abgeben
(Antworten auf andere Comments bitte per "Antwort"-Knopf.)