Brettspielvorstellung

Klin Zha (Klingonisches Schach)

Mario Donick 7. Januar 2014 - 16:31 — vor 2 Jahren zuletzt aktualisiert
Schachvarianten gibt es wie Sand am Meer. Bei Schach und Star Trek denkt man aber meist nur an das 3D-Schach, das an Bord der Enterprise gespielt wird. Ein anderes lohnenswertes Spiel ist das klingonische Schach, Klin Zha genannt.
Schachvarianten mit Science-Fiction- und Fantasy-Hintergrund sind nichts Ungewöhnliches. Die Website chessvariants.org listet knapp 60 davon auf. Nur wenige davon haben es zu größerer Bekanntheit gebracht. Zu den spielbaren Varianten mit medialen Vorbildern gehört etwa Jetan. Dieses Schach der Marsbewohner spielt im 1922 erschienenen Roman "The Chessman of Mars" von Edgar Rice Burroughs eine wichtige Rolle. Auch das 3D-Schach, das in verschiedenen Star-Trek-Serien und -Filmen sehen kann, ist relativ bekannt und wurde eine Weile als Merchandising-Produkt verkauft. 

Diese und die meisten anderen Schachvarianten nutzen Spielbretter und Figuren, die zumindest in den Grundzügen an Standardschach erinnern. Fremdartiger und viel weniger bekannt ist eine Variante, die 1984 in John M. Fords Roman "Der letzte Schachzug" vorgestellt wurde. Dieses Spiel heißt Klin Zha und könnte als klingonisches Schach bezeichnet werden. Seit Anfang der 1990er Jahre haben sich unter Klingonen-Fans Regeln für Klin Zha herausgebildet und wurden im Laufe der Zeit weiter verfeinert. In letzter Zeit hat sich insbesondere Billy Bennett um die Bereitstellung von Regeln und Spielmaterial verdient gemacht. Auf seiner Website klinzha.com gibt es die detaillierten Regeln in englischer Sprache als PDF-Download.

Klin Zha-Regeln

Es gibt zwei Spieler, Gold und Grün, die versuchen, das gegnerische Ziel zu schlagen oder dafür zu sorgen, dass der Gegner keinen gültigen Zug mehr machen kann. Das Ziel ist eine spezielle Figur, die sich allein nicht bewegen kann. Gezogen wird in alle Richtungen über die Dreiecksseiten, nicht über die Spitzen. Die Grafik links fasst die wichtigsten Daten der Spielfiguren und ihre möglichen Züge zusammen.  

Zu Beginn sucht sich der goldene Spieler eine Ecke des dreieckigen Spielbretts aus und platziert dort in beliebiger Weise seine Spielfiguren, außer das Ziel. Dann wählt der grüne Spieler seine Ecke und stellt seine Figuren auf. Weil Gold beginnt, hat Grün einen leichten Vorteil, denn Grün kann sich so besser auf Golds mögliche Strategie einstellen.

Wenn Gold und Grün ihre Spielfiguren aufgebaut haben, setzt Gold sein Ziel auf eine Figur, die das Ziel tragen darf (das sind Hüter, Lanzenträger und Fechter). Grün macht dasselbe. Sind alle Figuren aufgestellt, ziehen abwechselnd erst der goldene und dann der grüne Spieler, bis einer von beiden das gegnerische Ziel geschlagen hat oder einer von beiden keinen gültigen Zug mehr machen kann.
Das Spielbrett
(Anklicken zum Vergrößern)

Das Spielbrett ist in 81 kleinere dreieckige Felder unterteilt. Jedes Feld kann durch eine eindeutige Kombination  aus Buchstabe und zwei Ziffern bezeichnet werden. Das an der Spitze befindliche Feld hat die Bezeichnung A11, dann geht es abwärts bis Reihe I. Das Feld unten links ist demnach I11, das Feld unten rechts I99. Das Feld im Zentrum des Bretts ist F37. Die Abbildung auf der rechten Seite zeigt das leere Brett und die Beschriftungen; die Brettdrittel sind durch eine dünne Linie markiert. Diese Markierungen eignen sich gut zum Lernen, sind aber nicht vorgeschrieben.

Eine besondere Figur ist der Blockierer. Er darf nicht schlagen (kann aber ein allein stehendes Ziel fangen) und kann nicht geschlagen werden. Felder, die direkt an ihn angrenzen, dürfen durch den Gegner nicht betreten werden. Das ist die Kontrollzone. Die eigenen Figuren in der Kontrollzone sind vor dem Schlagen geschützt. Das Ziel darf nicht in die Kontrollzone gebracht werden, da es sonst nicht zu schlagen wäre. In der Grafik links steht ein goldener Hüter auf E27 und damit in der Kontrollzone des Blockierers auf E37. Der grüne Flieger auf G24 darf zwar andere Figuren überspringen, hat hier aber keine Chance, den goldenen Hüter zu schlagen.

Warum Klin Zha spielen?

Löst man Klin Zha von seinem fiktiven Star-Trek-Hintergrund, d.h. spielt man es nicht, weil man Star Trek oder Klingonen mag, sondern um des Spiels selbst willen, dann bleiben vor allem vier Gründe, die das Spiel reizvoll machen:
  • Der Spielbeginn: Die Ausgangsstellung kann durch die Spieler so gewählt werden, dass die Figuren bereits in bestmöglicher Position stehen. Dadurch wird die im Schach manchmal etwas langwierige anfängliche Figurenentwicklung vermieden und es kommt sehr schnell zum eigentlichen Schlagabtausch. Zusätzlich ermöglicht das freie Wählen der Ausgangsstellung das Entwickeln immer neuer Herausforderungen (wobei sich aber vermutlich im Laufe der Zeit trotzdem gewisse Standards oder typische Anfangsstellungen entwickeln).
  • Die Schutzlosigkeit des Ziels: Anders als der König im Schach kann das Ziel nur mit Hilfe einer anderen Figur bewegt werden und ist dadurch wehrlos, wenn man die Träger-Figur gerade für etwas anderes benötigt und das Ziel allein zurücklässt. Zudem gilt es abzuwägen, welche Träger-Figur man nutzt: Einen schwachen Hüter, der nur ein Feld weit ziehen kann, aber für offensive Situationen nicht so geeignet ist? Oder einen starken Fechter, der in der Lage wäre, das Ziel schnell in Sicherheit zu bringen, den man aber vielleicht lieber für offensive Zwecke nutzen will?
  • Die Kontrollzone des Blockierers: Die direkt an den Blockierer angrenzenden Felder sind, wie erwähnt, seine Kontrollzone. Gegnerische Figuren dürfen diese Kontrollzone nicht betreten, und eigene Figuren in der Kontrollzone dürfen vom Gegner nicht geschlagen werden. Dadurch ergeben sich interessante Defensivmöglichkeiten. Weil aber der Blockierer den Zugang zum Ziel für nicht-springende Figuren (d.h. alle außer den Fliegern) komplett verwehren kann, wenn man Ziel und Blockierer in die Brettecke stellt, sind solche unfairen Stellungen für die Anfangsstellung verboten. Im Spielverlauf kann man jedoch durchaus versuchen, sie einzunehmen.
  • Das neutrale Spielbrett-Drittel: Zu Beginn sind nur zwei Drittel des Spielbretts besetzt, und das freie Drittel befindet sich an den Flanken der Spieler, nicht zwischen ihnen. Anstatt direkt auf den Gegner zuzustürmen, kann man das leere Brettdrittel sehr schnell in das Spiel einbeziehen und den Gegner somit nicht nur von vorn, sondern wie in einer Zangenbewegung von zwei Seiten angreifen. Im Schach wäre so etwas erst im späteren Verlauf möglich, wenn das Spielbrett etwas freier ist und die Figuren ihre volle Bewegungsfreiheit entfalten können.
Dies sind die entscheidenden Faktoren, die Klin Zha von anderen Schachvarianten unterscheiden und auch von erfahrenen Schachspielern ein gewisses Umdenken erfordern. Taktiken, die man im Schach erfolgreich anwendet, funktionieren in Klin Zha nicht unbedingt. Insgesamt kann man wohl einen Fokus auf schnellere Spielentwicklung erkennen, wodurch Anfänger gerade am Anfang sehr viel schneller verlieren als das im Schach der Fall ist. Doch auch im Klin Zha sind sehr lange Partien möglich.

Ähnlich wie beim Schach haben sich von Klin Zha bereits mehrere Spielvarianten abgeleitet. Einige sind nur leichte Variationen der Standardregeln, wie die "abwechselnde Platzierung", bei der sich die Spieler beim Aufbau der Anfangsstellung abwechseln. Andere beeinflussen das Spielziel: Beispielsweise versuchen in der Variante "Kaggas Krone" beide Spieler, ein an der Brettspitze (A11) gelegenes neutrales Ziel zuerst zu erreichen. Im schwierigen "reflexiven Spiel" gibt es nur eine Farbe für beide Spieler. Dadurch ist das eigene Ziel auch das des Gegners, und Angriffe, die sonst erfolgreich wären, können nun die eigene Niederlage bedeuten. Und die von Jens Meder entwickelte Variante Caevra Rihannsu wird mit drei Spielern gespielt.

Klin Zha symbolisiert Schlachten klingonischer Raumschiffe und Krieger. (Anklicken zum Vergrößern)
Freylis 20 Gold-Gamer - 20960 - 7. Januar 2014 - 16:50 #

Wow, Mario, du hast dir ja wirklich Muehe gegeben mit diesem Artikel. Danke dafuer! Da hatte ich ja einige derbe Wissensluecken, von denen ich gar nichts wusste - angefangen damit, dass das Star Trek 3D-Chess tatsaechlich real war und sogar als Merchandising im Umlauf war. Danke auch fuer all die wertvollen Links, vor allem die Download-Version zum Ausprobieren. Absoluter KUDOS fuer dein Bemuehen! :]

Mario Donick 14 Komm-Experte - 2324 - 7. Januar 2014 - 17:27 #

Ja, das 3D-Schach konnte man mal kaufen, ist aber eher als schöne Dekoration geeignet.

Die Downloads funktionieren wie im Artikel gesagt leider nur mit der Vollversion von Zillions of Games. Ob man die dafür nötigen 25 Dollar ausgeben will, ohne das Spiel schon mal gespielt zu haben, muss da jeder für sich entscheiden.

Für normales Schach lohnt sich Zillions nicht, das können andere Programme besser. Aber wenn man Varianten mag, ist Zillions eine gute Idee. (Gibt z.B. auch eine Zillions-Umsetzung von Dragon Chess des Dungeons&Dragons-Erfinders Gary Gygax).

Aber Billy Bennett arbeitet ja an einer Standalone-Umsetzung. Falls die gut werden sollte, werde ich bestimmt eine News dazu schreiben und diesen Artikel updaten.

Maik 20 Gold-Gamer - - 21493 - 7. Januar 2014 - 17:12 #

Sehr interessant. Hat nun John Fords das Spiel erfunden oder hat er nur beschrieben, was er schon gespielt hat? Ich fand bisher das 3D-Schach interessant und konnte bei einem Bekannten mal anspielen. Doch konnte es mich in der Realität nicht so in den Bann ziehen.

Mario Donick 14 Komm-Experte - 2324 - 7. Januar 2014 - 17:19 #

John Ford beschreibt in seinem Buch die Namen der Figuren, grob ihre Eigenschaften (aber ohne konkrete Zahlen), den Aufbau des Spielfelds und nennt Namen und bestimmte Eigenschaften einiger Spielvarianten.

Die tatsächlich spielbaren Regeln wurden dann im Laufe der Zeit von Lesern des Buches entwickelt, ausprobiert und verfeinert. Auf der Seite von Billy Bennett ist ein altes Fanzine von 1992 digitialisiert, das mitverantwortlich für die Verbreitung war.

Das 3D-Schach hat das Problem, dass es nicht mit dem Ziel, ein (gut) funktionierendes Spiel zu entwickeln, designt wurde, sondern mit dem Ziel, dass es im Fernsehen gut aussieht und die Schauspieler leicht und deutlich sichtbare "Spielzüge" machen können. Dafür wurden die beweglichen Plattformen entwickelt. Für die Variante als Merchandise wurden dann zwar Regeln entwickelt, die irgendwie schon funktionieren, aber das ist nicht so richtig ausentwickelt.

Klin Zha ist dagegen historisch gewachsen und wurde durch Spielen weiterentwickelt, eben mit dem Ziel, ein gutes Spiel zu haben. Aber da es nie in den Serien oder Filmen auftrat, weil es nur aus einem Roman kommt, hat das kaum jemand gesehen, der nicht das Buch kennt.

Und nun haben wir die Situation, dass die Zahl derjenigen, die das Spiel kennen, abnimmt, denn das "klassische" Star Trek ist so gut wie tot. Klin Zha kann nur überleben, wenn man versucht, seine Vorzüge als eigenständiges Spiel herauszustellen und es etwas vom Star-Trek-Hintergrund zu lösen. Das versuche ich gerade :)

Frohgemuet 13 Koop-Gamer - 1244 - 7. Januar 2014 - 22:29 #

Ist ja echt aus einer Nische gewachsen. Ich liebe TOS, aber hab noch nie ein Star Trek Buch gelesen.

Finde solche Spiele aber gerade WEGEN dem Trek-Hintergrund super, hätt ich nicht "klingonisch" irgendwo gelesen, hätte ich wohl nichts über ein Schach-Derivat gelesen.

Mal sehen, ob sich ein nettes Spielfeld basteln lässt.

Mario Donick 14 Komm-Experte - 2324 - 8. Januar 2014 - 10:15 #

Der klingonische Hintergrund, der in dem Roman beschrieben wird, ist auch tatsächlich ganz spannend, aber sowas hat auch den Effekt, dass schnell gesagt wird: Ach, ist eh nur für Nerds. Darum hab ich da nicht weiter was zu gesagt.

Die Klingonen in dem Roman (der ca. 20 Jahre nach dem Erstkontakt mit den Klingonen spielt, also lange vor Krik) entsprechen aber fast gar nicht dem, was man in TNG, DS9 usw. über sie erfährt. Sie aind sehr kriegerisch und auf Ehre bedacht, und es wird auch Kahless zitiert, sie wirken dabei eher japanisch inspiriert und weit eleganter, kultivierter als die Fernsehklingonen. Sie sprechen auch nicht das offizielle Klingonisch, das es damals noch nicht vollständig gab, sondern "Klingonaase", und ihre Heimatwelt heißt Klinzhai. "Zha" heißt Spiel und "Klin" ist sozusagen das Prinzip allen Klingonischens; das im Spiel zu fangende Ziel mit dem Klingonensymbol drauf symbolisiert dieses Klin. Daher wird im Buch auch diskutiert, ob es nicht ein Komerex Zha gibt. (Komerex ist "die wachsende Struktur", was von der Föderation als "Imperium" vereinfacht übersetzt wird.)

Insgesamt zeigt der Roman eine Version der Klingonen, die es so nie in den Canon des offiziellen Star Trek geschafft hat. Da wurde ja eher auf plakative Äußerlichkeiten wie Schmerzstockrituale und lebende Würmer zum Essen Wert gelegt. Am besten passt das Buch noch zu den Klingonen in "Das unentdeckte Land" und dann zu ein paar Folgen, wo es um Politik geht.

Frohgemuet 13 Koop-Gamer - 1244 - 8. Januar 2014 - 15:58 #

Danke für den Hintergrund. Das mit dem "nur für Nerds" mag wohl wahr sein. Wobei ich mich nicht als solchen bezeichnen würde, und meine Freundin auch nicht - die mag Star Trek eh erst, seit sie gemerkt hat, wie sehr Sheldon Cooper aus Big Bang Theory Mr. Spock nachempfunden ist.
Muss sagen, dass ich mich in der ganzen Handlung von TNG und DS9 nicht wirklich auskenne. TOS und Voyager hab ich da immer bevorzugt. Und bei Beiden werden (zumindest mein subjektives Empfinden) die Klingonen eben durchaus irgendwie "kultiviert" dargestellt.
Allgemein finde ich den Hintergrund der Klingonen und Romulaner ziemlich spannend (und ich liebe die Designs der Raumschiffe), vor allem im Wandel von TOS zu den neueren Serien.

Mario Donick 14 Komm-Experte - 2324 - 8. Januar 2014 - 16:22 #

Hm, "kultiviert" ist vielleicht nicht das richtige Wort. Ich meine damit ruhiger, nachdenklicher. Insgesamt etwas ernstzunehmender. Die offiziellen Klingonen werden, wenn sie die "Bösen" sind, manchmal eher als abstoßende Witzfiguren dargestellt, z.B. Lursa und B'Etor, oder wirken so aggressiv, dass man sich fragt, wie die so lange überleben konnten. Ruhigere Vertreter haben dann entweder schon lange mit/bei Menschen gelebt, oder sind schon genetisch halb menschlich.

Leider ist das auch alles nicht konsequent. Je nachdem was die Drehbuchautoren gerade brauchten halt. Die Folgen, in denen der Hohe Rat eine Rolle spielt, oder die Kahless-Geschichten in DS9, sind nicht schlecht.

Frohgemuet 13 Koop-Gamer - 1244 - 8. Januar 2014 - 18:20 #

Ja, das wollte ich nicht so schreiben, aber je nach Dramaturgie wurde das halt so hingebogen.
Hab aber durchaus Szenen in Erinnerung, wo die Klingonen eben ernstgenommen wurden (oder ernstzunehmend dargestellt wurden). Leider kann ich dir nicht sagen welche (oder es war Das unentdeckte Land!?).

Mario Donick 14 Komm-Experte - 2324 - 8. Januar 2014 - 18:47 #

"Das unentdeckte Land" zeigt die imo glaubwürdigsten Klingonen des ganzen Franchise. Oder es kommt mir nur so vor -- vielleicht sind es auch einfach nur die menschenähnlichsten Klingonen. So oder so, guter Film :) Und wie gesagt, es gibt Serienfolgen, in denen es um Politik oder Identität geht, da sind sie auch glaubwürdig dargestellt.

Aber an was denken die meisten Leute denn, wenn sie den Namen hören? Viele an die Sprache. Aber oft werden sie auch mit Vulkaniern verwechselt (jedenfalls ist das meine Erfahrung -.- ) oder man stellt sich kriegswütige dreckige stinkende "Barbaren" vor.

vicbrother (unregistriert) 7. Januar 2014 - 17:42 #

Die langwierige Entwicklung der Figuren im normalen Schach ist eine Eröffnung und interessante Spielphase ;)

Wie lange dauert eine Partie normalerweise?

Mario Donick 14 Komm-Experte - 2324 - 7. Januar 2014 - 18:07 #

Das weiß ich doch :) Es war auch keinesfalls als Kritik gemeint!

Zur Spieldauer:

THEORETISCH wird sich der goldene Spieler vorher Gedanken über seine Ausgangsstellung gemacht haben und kann diese daher in kurzer Zeit aufbauen. Der grüne Spieler kann dann seine Antwort darauf aufbauen, was schon etwas Zeit in Anspruch nehmen kann. Im Prinzip kann man diese Phase auch Eröffnung nennen.

Das eigentliche Spiel (nach dem Aufbauen) kann ähnlich viel Zeit (evtl. etwas weniger) in Anspruch nehmen wie Schach ab etwa dem Mittelspiel, vorausgesetzt, die Spieler wollen gewinnen.

In der PRAXIS habe ich sowohl sehr kurze Partien erlebt (die in der Regel dadurch so kurz waren, dass einer der Spieler sehr dumme Fehler gemacht hat), als auch Partien, die an die zwei Stunden gingen (wo dann beide Spieler konzentriert waren und gewinnen wollten).

Maulwurfn Community-Moderator - P - 13876 - 7. Januar 2014 - 18:36 #

Ich bleibe bei Klingon-Scrabble ;)
Aber schöner Artikel!

Nachtfischer 16 Übertalent - 5482 - 7. Januar 2014 - 18:58 #

Wieder sehr schön geschrieben, Mario! Spitze, wie du (auch in Sachen: "Wo und wie kriege ich das?") ins Detail gehst.

Und toll, dass GG hier auch nicht-digitales Spielen unterstützt. :)

Zaunpfahl 19 Megatalent - P - 14325 - 7. Januar 2014 - 20:19 #

Klasse Artikel!
Das 3D-Schach konnte ich mal auf ner Convention ausprobieren mit jemandem der Erfahrung damit hatte und die Regeln leicht modifiziert von irgendwoher hatte. Da ich aber schon im normalen Schach nicht allzu gut bin, wurde das aber nur zwei-drei sehr kurze Partien. Man kann es tatsächlich spielen, aber es ist unnötig kompliziert und mit den mehreren Ebenen nicht wirklich durchdacht.

Das inspiriert mich fast mal an meinen Ideen für ein "PC-Versionen von Brettspielen" Video weiter zu stricken. Aber nur fast... Erst wird noch was anderes in Kürze produziert ;)

RoT 17 Shapeshifter - 8555 - 7. Januar 2014 - 21:38 #

leider nur kurz überflogen, aber klingt interessant und nach einem gut recherchierten artikel, danke für die mühe...

Der Marian 19 Megatalent - P - 17288 - 7. Januar 2014 - 21:53 #

Beeindruckender Artikel. Macht Lust auf selber mal anspielen.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61289 - 8. Januar 2014 - 10:52 #

Siehst du Mario, geht doch. Du hast mich zwar nicht überredet das Spiel zu testen, aber diesmal war dein Artikel wirklich flüssig und gut geschrieben. Weiter so !

Mario Donick 14 Komm-Experte - 2324 - 8. Januar 2014 - 12:18 #

Freut mich, dass es dir gefallen hat. Der Schreibstil liegt aber wirklich auch am Thema; es ist schwer, sehr abstrakte theoretische Konzepte so zu verpacken, dass sie einfach lesbar sind ohne vereinfacht zu sein. Gerade wenn es um Begriffe und kleine Details ihrer Definitionen geht ...

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61289 - 8. Januar 2014 - 22:44 #

Na ja vergiss nicht für nicht Star Trek Fans wie mich sind auch hier einige Begriffe abstrakt. Aber du hast es trotzdem sehr unterhaltsam verpackt. Übrigens fehlt mir hier noch eine Rubrik für Brettspiele, wäre das nichts für dich ?

Mario Donick 14 Komm-Experte - 2324 - 9. Januar 2014 - 10:27 #

Ich würde gerne was über Brettspiele LESEN; schreiben könnte ich nur, wenn ich mich da ausreichend kompetent fühlte. Bei Klin Zha war das ganz gut möglich, und ich könnte evtl. mal noch die ein oder andere weitere Schachvariante vorstellen.

vicbrother (unregistriert) 9. Januar 2014 - 13:21 #

Stell doch mal die Variante Tandem vor (aber die Bauern dürfen nicht auf die 8-Reihe-Direkt-Umwandelnd eingesetzt werden und Einsetzungen mit Matt sind erlaubt) :)

Mario Donick 14 Komm-Experte - 2324 - 9. Januar 2014 - 14:48 #

Hab ich noch nicht gespielt, kann ich daher nix Fundiertes zu sagen :(

vicbrother (unregistriert) 9. Januar 2014 - 16:02 #

Das ist doch die beste Variante überhaupt - und vor allem Mehrspielerfähig! :D

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61289 - 9. Januar 2014 - 13:38 #

Schade. Da GG ja ein Spiele Magazin ist und selbst der Chef anscheinend gerne Brettspiele spielt, wäre so eine Rubrik echt nicht übel.

Mario Donick 14 Komm-Experte - 2324 - 9. Januar 2014 - 14:45 #

Ich finde, das sollte dann der Chef selbst machen. :)

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61289 - 9. Januar 2014 - 15:25 #

Genau. Hallo Herr Langer, übernehmen sie !! :)

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