User-Meinung

Gewaltdarstellung – ein Muss? User-Artikel

MTR 22. Juni 2011 - 16:16 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert
Gewaltdarstellung gibt es in ziemlich vielen Spielen. In manchen mehr, in manchen weniger. Durch grafische Weiterentwicklungen wird sie sogar immer realistischer. Aber muss sie deshalb jeder sehen müssen? Ich bezweifle das und möchte in meiner Meinung einige Argumente darlegen.

In Internetforen oder auch hier auf Gamersglobal sind die Einschnitte der deutschen Versionen von Spielen für Erwachsene ein häufiges Thema. Die USK hat keinen leichten Stand bei den erwachsenen Gamern, denn immer mehr fühlen sie sich gezwungen, sich ihr gewünschtes Spiel aus dem Ausland importieren zu müssen, um in den "Genuss" einer ungeschnittenen Version zu kommen. Gründe der USK sind oft zu realistische Sterbeanimationen, abtrennbare Gliedmaßen und exzessive Darstellung von Blut oder Gewalt in diesen Spielen. Im Vorfeld kommt es oft zu Diskussionen, ob ein Spiel wohl "Uncut", also ohne Einschnitte in der für Deutschland lokalisierten Version, erscheinen oder, in extremen Fällen, ob es überhaupt eine Veröffentlichung in Deutschland geben wird.

Ich will in meinem Artikel hier nicht die Arbeit der USK, sondern vielmehr die Notwendigkeit eben jener Gewaltdarstellung oder den Gebrauch von übermäßig viel Blut in Frage stellen.

Meine Erwartungen - meine Enttäuschungen

Für mich ist Computerspielen ein angenehmes Hobby als Zeitvertreib. Ich will unterhalten werden, liebe es, wenn ein tolles Actionspektakel zu sehen ist, in dem ich mittendrin stecke und noch mehr mag ich es, wenn mich eine Story mitreißt, mich mitfiebern lässt und ich mit den Charakteren dramatische Situationen durchlebe. Für genau diese Vorlieben gibt es auch viele gute Spiele, klassische Shooter aber auch viele (Action-)Rollenspiele. Als Commander Shepard hab ich in Mass Effect 2 erst wieder das Universum vor einer Gefahr gerettet und die Action genossen. In anderen Spielen wie Call of Duty: Black Ops fällt mir das sehr schwer, denn dort ist die Gewaltdarstellung für mich zu extrem. Ich muss nicht zusehen, wie jemand gefoltert wird (geschweige denn wie in der internationalen Fassung selbst foltern) und deshalb lasse ich dieses oder ähnliche Spiele lieber im Regal stehen. Nicht immer will ich aber wegen der für mich zu hohen Gewaltdarstellung auf eine gute Story verzichten.

Sehr gerne würde ich aber die griechische Mythologie in God of War mal anders erleben, das Gleichgewicht in Darksiders wiederherstellen oder in GTA 4 gemütlich mal durch die Straßen fahren. Ich habe jedes der genannten Spiele angespielt, aber bei allen wird mein Spielspaß gebremst durch einen Spielbestandteil, der meiner Meinung nach gerne deaktivierbar sein dürfte, die Gewaltdarstellung. Es mag den Realismus erhöhen, für eine dichtere Atmosphäre sorgen, oder zu einem Schnetzelspiel einfach nur dazugehören, aber muss diese Designentscheidung für jeden zwanghaft aktiviert sein?

Müssen Spieler in der Freizeit Blutwolken sehen? Die Betonung liegt hier auf "müssen", denn ob jemand diese sehen will, darf jeder selbst entscheiden. Für mich reduziert sich dadurch aber der Spielspaß, denn für mich ist diese Gewaltdarstellung zuviel, auch und gerade weil es ein Spiel ist. Ich will im Spiel eine, zusätzlich zu der in meinem Kopf geschehende, Abgrenzung zur Realität und verstehe nicht, warum die immer besser werdenden Sterbedarstellungen, zwingend im Spiel enthalten sein müssen. Um in den Genuss von Pandora in Borderlands zu kommen, habe ich sogar extra zur "Cut"-Version in Deutschland gegriffen, damit das Spiel gewaltgemindert ist!

Ist die vermehrte Gewaltdarstellung "in"?

Ein gutes Beispiel für die Entwicklung zu vermehrter Gewaltdarstellung ist meiner Meinung nach die oben schon erwähnte Call of Duty-Reihe. Teil 1 und 2 habe ich noch gespielt und es war spannend und auch schon toll inszeniert. Bei beiden Spielen war der Gewaltgrad auf einem Niveau, das viele Spieler für einen Shooter für normal gehalten haben werden. Die heutigen Teile, Modern Warfare 2 und Black Ops, zeigen aber meiner Meinung nach einen massiv erhöhten Gewaltgrad, weshalb mir diese Spiele auch keinen Spaß machen.

Auch wenn ich den Trend zu mehr und mehr realistisch wirkender Gewaltdarstellung, auch durch die technische Realisierbarkeit, erschreckend finde: Ich plädiere nicht für weniger Gewalt in den Spielen, damit hätte ich keine Chance, es ist auch für Erwachsene ein Medium, welches ernstere Themen sehr wohl darstellen kann und vielleicht auch soll, aber:

Bitte gebt mir einen Knopf, mit dem ich die Splatter-Effekte und das Blut oder zelebrierte Finishing-Moves in Zeitlupe für mich abschalten kann. Es dürfte doch für die Entwicklerstudios mit Millionenbudgets ein Klacks sein, eine Option zum Abschalten zu integrieren.

Es klappt doch auch schon

In kleinen Indie-Spielen ist es manchmal möglich aber auch in großen Titeln wie Brütal Legend oder Chronicles of Riddick und Sniper - Ghost Warrior als neues Beispiel klappt es wunderbar und wird in ersterem sogar irre lustig eingebaut. Ich habe in diesen Spielen den Gewaltgrad reduzieren können und die Spiele haben so Spaß gemacht. Andere die alles sehen wollen werden dabei nicht eingeschränkt. Zum Teil hilft es auch die Performance zu erhöhen, wie das Beispiel Left 4 Dead 2 gezeigt hat.

Natürlich könnte man meinen, dass ohne die brutale Darstellung die Gewalt geschönt erscheinen könnte und dadurch einladend wirke, aber mit dieser Option soll keine Änderung in der Einstufung der USK erwirkt werden. Diese Spiele sollen immer noch nur von Erwachsenen gespielt werden dürfen, welche die Gewalt einstufen können sollten, aber der Spieler sollte trotzdem die Möglichkeit bekommen diese zu reduzieren. Meine Suche auf No-Blood-Patches war bisher auch nicht immer mit Erfolg gekrönt, eher das Gegenteil wird angeboten. Aber ich frage mich ehrlich, ob diese Gewaltdarstellung in einem unterhaltenden Medium wirklich zwingend, und damit unabschaltbar, für den Spielspaß erforderlich ist.

Vielleicht findet sich unter den Lesern der ein oder andere, welcher die Option auch wahrnehmen würde oder davon überhaupt nicht angetan ist. Schreibt doch einfach euren Kommentar dazu!

MTR 22. Juni 2011 - 16:16 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert
Skelly (unregistriert) 22. Juni 2011 - 16:28 #

Es wäre lächerlich wenn man sich in Ego-Shootern mit Spritzpistolen beschießen würde. Aber so Sachen wie die Kettensäge in Gears of War oder die von dir genannten Folterszenen in CoD: Black Ops muss ich echt nicht haben. In der Hinsicht bin ich zu 100 Prozent bei dir.
Bei Battlefield 2 gab es nicht mal Blut und niemanden hat es gestört. Das zeigt: Wirklich gute Spiele mit tiefgängigem, abwechslungsreichem und dauerhaft motivierendem Gameplay haben einen erhöhten Gewalt-Grad überhaupt nicht nötig.

vicbrother (unregistriert) 22. Juni 2011 - 16:39 #

Aber die Darstellung in Ego-Shooter muss ja nicht so übertrieben sein. Ich fand XIII gut, da waren zwar Headshots dargestellt, aber eben als Comic verfremdet.

Henry Heineken 15 Kenner - 3569 - 22. Juni 2011 - 21:23 #

/signed

michael2011 13 Koop-Gamer - 1705 - 23. Juni 2011 - 15:22 #

Das lustige an der Geschichte ist ja, das Gears of War 1 tatsächlich noch einen Knopf zum Splatter-ausschalten hatte :-)
Das man in Black Ops foltern kann wusste ich gar nicht, hab die USK Version und es ist mir auch ziemlich egal. Und was Gewalt angeht, meiner Meinung nach ist Modern Warfare 2 das schlechteste, Schießbudenmäßigste unmotivierteste Spiel der CoD Serie.

Crizzo 18 Doppel-Voter - 11169 - 22. Juni 2011 - 16:26 #

Schöner Artikel, interessante Fragestellung: das Problem einfach mal umgedreht.

Ich muss zu geben, ich greife mitunter vermehrt zu Uncut-Versionen, weil ich eben das Spiel so spielen möchte, wie es die Entwickler vorgesehen haben und ich mich ungern bemuttern lassen möchte. Eine zu große Gewaltdarstellung hat mich bisher noch nie gestört, wenn sie nicht nachträglich mit einem total überzogenen Blood-Patch erzwungen wurde.
Mir sind allerdings auch schon mehrere Spiele untergekommen, bei denen man das Blut deaktivieren konnte. Bei denen war der Gewaltgrad allerdings immer so gering, dass ich "Blut: aus" wieder auf "an" gestellt hätte.

Bei Left4Dead2 verstehe ich noch den Drang, die Gewaltdarstellung zu deaktivieren, da würde ich es auch tun, aber bei einem Call of Duty 4? Wo doch außer Blut eigentlich nichts zu sehen ist? Würde für mich eher albern wirken, wenn eben kein Blut zu sehen wäre. Aber von diesem bekommt man in einem schnellen MP-Gefecht eh nicht so viel mit.

Insgesamt ist dein Verlangen nach mehr Wahlfreiheit natürlich verständlich und ich hätte auch nichts dagegen, aber etwas nicht in ein Spiel einzubauen, ist immer günstiger, als etwas noch extra zu entwickeln und sei es nur ein Schalter. Aber solange da nicht die Mehrheit aufschreit, sehe ich für so einen Schalter keine flächendeckende Chance.

Sciron 19 Megatalent - P - 16808 - 22. Juni 2011 - 16:27 #

Für mich gillt da allgemein: Ich will ein Spiel so erleben (dürfen), wie es von den Entwicklern vorgesehen war. Wenn es eben von Natur aus einen höheren Gewaltgrad hat, kann ich mich auch damit abfinden. Bei solchen Titeln wie God of War is die Brutalität ja derartig überzogen, dass ich sie eigentlich nicht richtig ernst nehmen kann, und sie mich deshalb eh nicht weiter stört. Ähnliches zählt auch für ein Mortal Kombat. Dort gehört übertriebene Brutalität einfach mit dazu.

Über die realistischere Darstellung von Gewalt in Titeln wie z.B. Manhunt kann man sicherlich streiten. Das Spiel hätte auch ohne die heftigen Exekutionen funktioniert, da es im Kern ein ziemlich gutes Stealth-Game ist. Mich hat es jedenfalls nicht gestört, da es die perverse Atmosphäre des Spiels zusätzlich unterstreicht.

Man muss auch die Absicht der Entwickler bei solchen Dingen beachten. Manche bauen brutale Szenen in ihre Spiele ein, um die Intensität zu steigern und den Spieler damit emotional mehr zu packen. Andere hingegen nutzen es als billigen PR-Trick, um durch eine künstlich erzeugte Kontroverse mehr Spiele zu verkaufen.

TSH-Lightning 17 Shapeshifter - P - 7610 - 22. Juni 2011 - 18:05 #

Das sehe ich ganz genau so. Ich will das Spiel erleben so wie es der Entwickler vorgesehen hat. Oft genug gibt es absichtlich überzogene Darstellungen, die das ganze in die unrealistische, abstrakte bzw. humorvolle Ecke ziehen; ein Stilmittel. In guten RPGs wie z.B. NWN2 gibt übrigens schon lange Funktionen um die Gewalt zu regulieren

Aber ich brauche nicht mit der DE Version bevormundet werden und Spielinhalte lasse ich mir auch nicht wegschneiden. Ich würde zwar lieber in DE kaufen, aber so kommt entweder die AT oder UK (billiger dazu) Version (danke EU).

Ich bin übrigens der Meinung, dass die USK Ihre Arbeit für den Jugendschutz (!) sehr gut macht, aber das ganze Spielfunktionen gestrichen werden müssen für volljährige Mitbürger, ist in meinen Augen ein Verstoß gegen meine Grundrechte. Nur weil die ganzen Greise und Unwissenden sagen:"Ja aber die Jugendlichen kommen dann auch an die 18er (uncut) Version ran und das müssen wir verhindern". Stimmt, aber dann muss man dagegen Maßnahmen ergreifen. Stichworte: Medienkompetenz fördern + Strengere Kontrollen + härter (Geld)-Strafen für den Handel bei Verstößen.

Desotho 15 Kenner - P - 3817 - 22. Juni 2011 - 16:29 #

Ich denke dass eher das Gegenteil populär ist: Die Leute wollen unbedingt mehr Blut und gewalt. Ist das z.B. in der deutschen Version ein wenig entschärft, wird gleich Amok gelaufen.

Ich verstehe, dass jemand etwas gegen zensirte Versionen hat wenn spielrelevante Sachen herausgeschnitten wurden. Aber brutale Darstellung um deren Selbstwillen?

Mir persönlich ist es relativ egal. Ich bestelle mir keine Uncut-Versionen aus Timbuktu, ich rolle mich aber auch nicht schreiend auf dem Boden wenn irgendwas geköpft wird.

Ich persönlich fände es aber nicht verkehrt wenn die Spielehersteller von sich aus die exzessiven Gewaltszenen zurückfahren würden - denn brauchen tut man die oft nicht.

Und eine Grafikoption für ganz Zartbesaitete wie den Autor wäre sicher auch ok.

Azzi (unregistriert) 22. Juni 2011 - 16:30 #

Ich persönlich hätte nix gegen einen vom User skalierbaren Gewaltgrad, warum auch nicht, jeder wie er will...

Meine persönliche Meinung ist das mich ein künstlich verringerter Gewaltgrad in Spielen genauso nervt wie total übertriebene Blutphontänen.

Ich mein wenn ich ein Actionspiel oder ein RPG in einer brutalen Mittelalter Welt spiele, dann muss Blut fließen und ich freue mich auch über spektakuläre Finish Moves (wenn sie nicht ständig kommen).
Was hingegen nervt: Wie bei Dragon Age 1+2 die übertriebenen Blutphontänen, sieht einfach lächerlich aus, wie für "Cool-Blut-Kiddies" gemacht irgendwie. Für mich sollte das ganze schon im realistischen Rahmen bleiben.

In Actionspielen ist Blut ein nicht unwichtiger Faktor beim Trefferfeedback. Der Rest ist wie bei dne RPGs: Ein bisschen Blut und Effekte dürfen sein, zuviel nervt mich.
Ausnahmen sind hier offensichtliche Splatter Titel wie "Left4Dead" oder das alte "Rune". Gerade Letzteres war auf LANs früher der Brüller: Man konnte den Figuren Kopf und Extremitäten abhacken und sie anschließend mit beispielsweise ihrem eigenen Kopf erschlagen wenn sie respawnt waren. Klingt brutal, wars aber nicht eher sau witzig^^

vicbrother (unregistriert) 22. Juni 2011 - 16:42 #

In DA:O fand ich die Gewaltdarstellung ok, aber das Problem hier waren ja die Massen an Gegnern: Ich habe bis zum Ende mehr als 2.300 Kreaturen getötet! Sollte das ein RPG sein oder eine Ausbildung zum Massenmörder?

ADLER78 05 Spieler - 48 - 25. Juni 2011 - 22:12 #

Hm... das Problem dürfte eher in der Statistik liegen. Es wird angezeigt vom Spiel... nach dem Motto "Boah! 2300 Tote!" In Baldur´s Gate 1/2 sterben sicherlich ähnlich viele Gegner, vielleicht 600 weniger. Aber dort wird es nicht "beworben".

vicbrother (unregistriert) 26. Juni 2011 - 19:13 #

Meine Kritik richtet sich ja daher auch an den RPGs an sich: Es wird zuviel getötet. Es könnte auch intelligentere RPGs geben - im Indie-Bereich findet man z.B. RPGs die eine Ehe nachspielen. Auch ein interessante Rollenspiel-Idee ;)

Zille 18 Doppel-Voter - P - 10792 - 27. Juni 2011 - 9:19 #

Beispiele, bitte! :-)

Grinch 11 Forenversteher - 797 - 22. Juni 2011 - 17:05 #

Bei Dragon Age 1 hab ich auch das 1. Mal den Gewaltgrad reduzieren müssen weil es einfach lächerlich wirkte und wohl echt nur auf die More Gore-Kids abzielte. Es zerstörte imo die Atmosphäre komplett wenn man nach einem Kampf gegen ein paar Ratten komplett blutüberströhmt den nächsten Dialog anging ohne sich wenigstens das Blut aus dem Gesicht zu wischen. Aber selbst ältere Spieler wollen es wohl lieber mit massig Blut wenn ich mir meinen Freundeskreis so anschaue.

Bei Darksiders hingegen ist der Gewaltgrad zwar heftig, passt aber imo zum Szenario, eine Option um den Gewaltgrad zu mindern fehlt aber glaube bei Darksiders leider komplett.

Vaedian (unregistriert) 22. Juni 2011 - 18:10 #

Lustig. Bei mir war's genauso. Dragon Age war das erste und (abgesehen vom Nachfolger) einzige Spiel wo ich das Blut absichtlich ausgeschaltet hab.

Zille 18 Doppel-Voter - P - 10792 - 27. Juni 2011 - 9:27 #

Ja, ich fand das auch schwachsinnig. Aber insgesamt geht Bioware ja eher einen Weg, den man dort für massenmarkttauglich hält. Da scheint das ein Bestandteil gewesen zu sein.

GOREGOREALGORE!!111111!!!!! (unregistriert) 22. Juni 2011 - 16:31 #

Wow, toller Artikel, vollkommen kontraproduktiv dem Problem hier in Deutschland und geistig wirst du vielleicht 1% der Spieler mit dieser Meinung vertreten, manche Dinge sollte man besser für sich behalten.
Das soll kein Angriff auf deine Person sein aber eine Abhandlung über einen Gewaltknopf für Spiele wie Age of Empires oder Die Sims wäre wohl ähnlich sinnlos, wenn du griechische Mythologie möchtest schlag ein Buch auf :)

Player1 (unregistriert) 22. Juni 2011 - 17:03 #

Deine 1%-Vermutung trifft allenfalls auf die Hauptzielgruppe männlich und früh- bis spätpubertierend (so ca. 15 - je nach Person etwa 30) zu. Wobei ich auch das stark bezweifeln würde. Allen Anderen geht es in Sachen überdrehtem Gewaltquatsch exakt so wie den Artiekschreiber

Im Übrigen würde ich mal einen Moment des Nachdenkens darauf verschwenden, ob nicht überzogenes Gemetzel und Folterdarstellungen viel kontraproduktiver sind als dieser Artikel. Nämlich in Bezug auf die allgemeine Akzeptanz von Spielen (und Spielern).

Decorus 16 Übertalent - 4246 - 22. Juni 2011 - 18:05 #

"Nämlich in Bezug auf die allgemeine Akzeptanz von Spielen (und Spielern)."
Warum sollte es mich interessieren, ob jemand mein Hobby akzeptiert?
Das mag für die Hersteller in Form von Zielgruppen interessant sein, für mich als Spieler ist das eher unerheblich.

Sniizy 14 Komm-Experte - 2630 - 22. Juni 2011 - 21:11 #

Weil sonst ganz schnell bestimmte Spiele gänzlich verschwinden. Wenn ein Publisher merkt, dass sein Spiel in Deutschland nicht akzeptiert wird, dann veröffentlicht er es erst gar nicht.

Und wenn wir irgendwann evtl. auch bei Konsolen an Online-Aktivierung gebunden sind, kann das auch mit Import nicht mehr umgangen werden.

Decorus 16 Übertalent - 4246 - 22. Juni 2011 - 21:16 #

VPN, Proxy, Aktivierung aushebeln. Immer noch kein Grund.

Zille 18 Doppel-Voter - P - 10792 - 27. Juni 2011 - 9:28 #

Das funktioniert nicht immer. Erst recht nicht, wenn der Hersteller das wirklich unterbinden will. Je stärker darauf geachtet wird, desto weiter musst du dich aus dem Fenster lehnen.

Novachen 18 Doppel-Voter - 12969 - 22. Juni 2011 - 16:32 #

Nun Gewaltdarstellung ist so eine Sache. In Spielen wie Bulletstorm als Beispiel ist die Gewaltdarstellung Teil des Spielprinzips, das würde ohne diese nicht funktionieren wie man sehr gut in der Deutschen Fassung sieht. Sie ist hier allerdings dermaßen unrealistisch und übertrieben, dass es eben schon wieder erheiternt ist.

Ego-Shooter mit einem realen Szenario welches alltäglich passieren könnte oder bereits in der Vergangenheit passiert ist, brauchen meiner Meinung dagegen erst recht diese Gewaltdarstellung, da sie meiner Sicht nach, trotz aller Unterhaltung, eben auch eine Art Bildungsauftrag haben und erfüllen sollten. Es sollte das wahre Gesicht des Krieges gezeigt werden und immer wieder daran erinnert werden wie hässlich dieses Gesicht in Wirklichkeit ist. Sowas wie Kriege darf in meinen Augen einfach nicht verharmlost werden indem der Detailgrad runtergeschraubt wird und wo man am Ende auch noch über Kriege und die Szenen die man sieht Witze reißt. Wer ein gewaltfreies Kriegsspiel will ist mit einem Strategiespiel wo man Armeen befehligt wohl auch besser dran, denn ein Kommandeur bekommt von der ganzen Grausamkeit die auf dem Schlachtfeld herrscht nieht wirklich was mit. Bei Kriegsspielen wie Call of Duty stellt sich für mich daher die Frage nicht. Ob man das in Fantasy-Spielen benötigt, das ist allerdings in der Tat eine berechtigte Frage.

Crizzo 18 Doppel-Voter - 11169 - 22. Juni 2011 - 16:38 #

Gerade bei Kriegsspielen wandert man halt auf einem schmalen Grad. Die absolute Realistische Gewaltdarstellung, wie in "echt", will niemand im Wohnzimmer haben. Gleichzeitig sollte es nicht zu wenig Gewalt sein, damit es nicht als "schön" rüberkommt und dann darf man auch die gezeigte Gewalt nicht für sich "feiern".

Novachen 18 Doppel-Voter - 12969 - 22. Juni 2011 - 16:53 #

Aber genau so funktionieren schließlich auch Anti-Kriegsfilme, nämlich mit der Abschreckung und der Botschaft "Krieg ist nicht gut und vor allem ist er hässlich.". Ein Kriegsfilm wo nach einer Granatenexplosion in der Hand der Arm nicht halb weggesprengt ist, würde man auch als lächerlich titulieren und den Film würde auch niemand anschauen. Kannst ja mal eine gekürzte FSK 16 Fassung eines Kriegsfilmes sehen, die meisten funktionieren einfach nicht. Das sollte bei entsprechenden Spielen nicht anders sein.

Crizzo 18 Doppel-Voter - 11169 - 22. Juni 2011 - 17:01 #

Sagte ich ja auch nichts gegen. "Der Soldat James Ryan" oder "Black Hawk Down" funktionieren als "ab 16" mMn aber wunderbar. Aber den gleichen Gewaltgrad kannst du aktuell nicht in ein PC-Spiel packen, wenn du eine ab16 oder sogar ab18 Einstufung haben willst. Da wäre es plötzlich zu brutal, da könnte ich wetten. Ein Brothers in Arms war z.B. schon heftig, aber lange nicht so wie die beiden Filme und trotzdem "ab 18".

Anonymous (unregistriert) 22. Juni 2011 - 17:06 #

Bei Ryan werden Menschen verstümmelt, laufen mit den Gedärmen in den Händen rum oder werden von großkalibrigen MGs in Stücke geschossen.
Und der ist ab 16. Auch Apocalypse Now ist ab 16.
Da unterscheiden sich die Ansprüche zwischen den Medien massiv.
Aber es muss auch gesagt werden, in beiden Filmen dient die Gewalt nicht dem Selbstzweck der Gewaltdarstellung. In Spielen ist es oft anders.

Novachen 18 Doppel-Voter - 12969 - 22. Juni 2011 - 17:13 #

Ich war immer der Meinung James Ryan wäre ab-18. Ich persönlich kenne nicht soviele Kriegsfilme. Habe soweit nur Full Metal Jacket, James Ryan und Enemy at the Gates gesehen, sowohl in der ungekürzten als auch in einer TV-Fassung. Und die letztere hat bei mir nie funktioniert, die ungekürzte Fassung allerdings sehr wohl um zu wissen, dass ich sowas nie erleben möchte und eigentlich spiele ich genau aus diesem Grund keine Kriegsspiele. Hat mich also in der Tat abgeschreckt. Zu Black Hawk Down oder Apocalypse Now und all den vielen anderen kann ich daher nichts sagen.

Anonymous (unregistriert) 22. Juni 2011 - 17:18 #

Ich kann dir zumindestens soviel zu den Filmen sagen, dass genannten Filme eine FSK 16 haben.
Die TV-Sender kürzen allerdings wirklich gerne noch weiter obwohl es unnötig ist, oder weil sie den Film gerne ab 20.15 zeigen möchten. FSK 16 ist allerdings erst ab 22.00 erlaubt.

Novachen 18 Doppel-Voter - 12969 - 22. Juni 2011 - 17:09 #

Um die Freigabe hier in Deutschland selbst geht es mir ja auch nicht, das ist ein vollkommen anderes Thema. Sondern eben darum ob Entwickler auf die Gewaltdarstellung in solchen Spielen (Folterszene in Black Ops als Beispiel genannt) verzichten sollen. Und da ist meine Meinung: Nein. Sofern die Darstellung eben realistisch ist. Eine Übertreibung, die unten im Gespräch ist, muss dagegen widerum nicht sein. Aber sofern es realistisch ist, sollte es auch drin sein.

Crizzo 18 Doppel-Voter - 11169 - 22. Juni 2011 - 17:18 #

Naja, Folterszenen gibts in Filmen auch zu Hauf: Syrianna, Payback, usw.
Wenn es in die Story passt, wieso nicht.

Vaedian (unregistriert) 22. Juni 2011 - 18:14 #

Genau. Einmal "24" geschaut und schon schockt einen kein Call of Duty mehr.

Player1 (unregistriert) 22. Juni 2011 - 17:18 #

Aber ein Anti-Kriegsfilm kommentiert die Gewalt immer auch, setzt sie in einen Kontext, der daraus eben einen Anti-Kriegsfilm und keine Kriegspropaganda macht. Und das bei guten Filmen, so dass es gar nicht als oberlehrerhafter Kommentar daherkommt (wie dieser hier ;) ), sondern einfach funktioniert.

Genau das tun aktuelle Kriegsshooter nicht. Sie funktionieren im Ansatz nicht viel anders als kriegsverherrlichende Propagandafilme oder entsprechender Hollywood-Müll früherer Jahrzehnte. Vollkommen ironiefreie Heldenverehrung, Krieg ohne Reue. Was nachdenklich stimmt: Früher war so etwas klipp und klar Randgruppenprogramm für ein paar Bekloppte. Heute ist es (leider) Mainstream.

Bei mir haben übrigens auch die gewaltreduzierten Fernsehfassungen der gängigen Antikriegsfilme ehedem bestens funktioniert. Ohne die COD&Co-bedingte Abstumpfung reichen die für empathisch Normalbegabten bereits mehr als aus.

Crizzo 18 Doppel-Voter - 11169 - 22. Juni 2011 - 17:23 #

Das liegt aber nicht am Medium, sondern an den Produzenten und sollte deshalb, auch im Spiel möglich sein, ohne das gleich alle auf die Barrikaden gehen. Gute "Drehbücher" für Kriegsspiele ist halt aktuell eher noch eine Seltenheit bis nicht vorhanden.

Player1 (unregistriert) 22. Juni 2011 - 17:29 #

Sehe ich nicht ganz unähnlich, bin mir aber auch nicht sicher, ob es funktionieren würde. Würde man (bzw. die Mehrzahl der CDO-Jünger) so etwas wirklich spielen wollen?

Einen Versuch wäre es aber allemal wert. Schade, dass niemand den Mut, es zumindest zu probieren.

Crizzo 18 Doppel-Voter - 11169 - 22. Juni 2011 - 17:38 #

Wenn die Story erwachsener ist, heißt das doch nicht, dass man die spielbaren Stellen so unspaßig gestalten muss, dass darauf keiner mehr Lust hat. Aber bessere und storylastigere Zwischensequenzen als eine Einführung in die nächste Mission sollte nicht so schwer zu realisieren sein. "Der Soldat James Ryan" hat immerhin auch die Grundstory, dass der letzte Sohn einer Mutter um jeden Preis gerettet werden soll, dadrum wird dann alles ausgeschmückt. Und so wirklich super kreativ und realistisch ist diese Grundstory nun auch nicht. Das bekommen Spiele auch hin, würde ich mal sagen. Und die Elemente, was ein Anti-Kriegsfilm ausmacht sollte man auch übertragen können. Man muss nur wollen^^

Player (unregistriert) 22. Juni 2011 - 18:18 #

Dein Wort in Gottes, äh Koticks, Ohr. ;)

vicbrother (unregistriert) 25. Juni 2011 - 20:36 #

"Der Soldat James Ryan" ist m.E. kein Anti-Kriegsfilm, da die Rahmenhandlung um die Rettung des vierten Sohns vor allem einen patriotischen Ansatz verfolgt (Motto: "Wir lassen keinen zurück"), die Brutalisierung des Schreibers eher Nebensächlich verfolgt wird und das Hauptaugenmerk auf die Action-Darstellung des Krieges abzielt. Glaubhafte Anti-Kriegsfilme sind "Die Brücke", "Platoon", "Die durch die Hölle gehen" oder "Die verdammten des Krieges", die allesamt die Sinnlosigkeit des Krieges und dessen Schrecken zeigen.

Ganesh 16 Übertalent - 5010 - 22. Juni 2011 - 18:55 #

Die Kriegsdarstellung in den Shootern erscheint mir nicht realistisch. Oder kommen da neuerdings tote Unschuldige, Hungersnöte und Massenvergewaltigungen vor?

Novachen 18 Doppel-Voter - 12969 - 22. Juni 2011 - 19:12 #

Wie das bei neuen Kriegsshootern ist weiß ich nicht, da ich die nicht spiele. Aber zumindest das erste Medal of Honor auf der Playstation 1 hatte zumindest auch manche tote Zivilisten auf den Karten, selbst in der deutschen Version, allerdings eher rar gesäht, aber sie waren da. Weiß nicht ob das noch aktuell ist. Hungersnöte und die Vergewaltigungen werden meines Wissens aber nichtmal groß in den Filmen thematisiert.

Ganesh 16 Übertalent - 5010 - 23. Juni 2011 - 13:19 #

Ich habe dir da sicherlich kein Wissen voraus, weshalb ich das ja oben auch als Frage formuliert hatte.
Filme, die den Krieg ernst nehmen, schrecken vielleicht vor Vergewaltigungen zurück, aber brutale Gewalt gegen Zivilisten und Elend werden durchaus gezeigt. 'Das letzte Glühwürmchen' zum Beispiel - oder etwas subtiler: 'Pan's Labyrinth'.

vicbrother (unregistriert) 25. Juni 2011 - 20:36 #

"Die Verdammten des Krieges" thematisiert das Thema Vergewaltigung sehr eindringlich.

Lorion 17 Shapeshifter - 7630 - 23. Juni 2011 - 10:12 #

Bulletstorm ist nen gutes Beispiel, denn im Endeffekt zeigt das sehr gut das man mit Gewaltinhalten auch dritt- und viertklassigen Müll gewinnbringend unters Volk bringen kann.

Und damit ist die Frage auch beantwortet. Ein Muss? Ja, aber nur wenn das Spiel inhaltlich sonst nichts zu bieten hat. Eben so wie mit den Titten in anderen Bereichen.

Anonymous (unregistriert) 22. Juni 2011 - 16:41 #

Netter Artikel.
Aber ich finde den Ausgangspunkt von der USK und den Schnitten aus etwas unpassend.
Wenn ich mir eine ungeschnittene Version besorge, dann geht es mir doch weniger darum, dass ich noch mehr Blutspritzer brauche sondern eher, dass ich das Spiel ohne künstliche staatlich verordnete Eingriffe, so vor mir haben will wie die Entwickler es wollten.
Wobei das "wie sie es wollten" auch schon durch den Publisher beeinflußt wird. In Mass Effect wird es z.B. ne wirklich erotische Szenen für Erwachsene geben (ich spreche nicht von Hardcoresex), da dies in den USA einfach nicht möglich ist.

Ich muss aber zustimmen, dass die Gewaltdarstellung besonders in den letzten Jahren explodiert ist. Vor allem (und fast gänzlich alleine) vorrangetrieben durch die CoD-Serie. Scheinbar brauchen deren Fans immer einen neuen Höhepunkt. Wobei ich spätestens World at War sehr oft geschmacklos fand. An einige (aktive) Nahtötungsszenen der Vorgänger will ich lieber erst garnicht denken.
Zwar gab es auch schon in der SoF-Reihe eine recht explizite Darstellung was passiert, wenn eine 5,65mm Kugel einen Kopf trifft. Es hielt sich aber immer im Rahmen und war nie übertrieben. Aber es ließ sich abschalten und vor allem ich konnte es mit meiner Spielweise vermeiden und mußte es mir nicht ansehen, selbst wenn es aktiv war.
Heute gibt es beide Möglichkeiten nicht mehr, da die geschmacklosesten Szenen eher die sind in denen der Spieler bestenfalls durch ein Quicktimeevent beteiligt ist.
Das Abschießen von Gliedmaßen ist in CoD doch noch das Harmloseste. Und selbst das ist extrem übertrieben. Eine .50er reißt bei einem Treffer in die Hüfte nicht einen Unterarm und beide Beine mit. Bei SoF flog da nicht mal ein Bein.

Ich muss aber auch sagen, dass einige Schnitte und Entscheidungen für mich eher den Eindruck eines Spieles stören können.
Es ist einfach merkwürdig, wenn jemand von einer Rakete getroffen wird und danach einfach auf die Knie sinkt und sich der Körper dann von weiteren Raketen nicht beeindrucken läßt.
In den eh schon sehr statischen Kulissen, die heutige Spiele bieten wird der Eindruck einer wenigstens halbwegs glaubwürdigen Welt nicht unbedingt vergrößert.

Bei GTA läßt sich aber sagen, dass es zum morbiden Charm der Serie gehört, dass der Spieler außerhalb der Missione alle Freiheiten hat. Und oft auch innerhalb.
Wenn du keine Passanten ummähen willst, dann tust du es einfach nicht.

Crizzo 18 Doppel-Voter - 11169 - 22. Juni 2011 - 16:47 #

"Eine .50er reißt bei einem Treffer in die Hüfte nicht einen Unterarm und beide Beine mit." Das stimmt wohl, aber ich glaube schon, dass dieser Treffer massiven Schaden bei dir anrichtet und ich vermute, je nach Muntion, kann es da auch mal Extremitäten kosten.

Anonymous (unregistriert) 22. Juni 2011 - 16:54 #

Das ist schon klar. Aber wenn du (wie ich in Black Ops) mit der .50er den oberen Teil der Hüfte triffst fliegen nicht beide Beine weg.
Wenn du einen Arm oder ein Bein direkt triffst kann da sicherlich was abgerissen werden. Ob sich da aber der ganze Arm verabschiedet ist fraglich.
Es handelt sich im Spiel um eine .50er Pistolenkugel. Die sind weder mit Sprengstoff beladen wie die 20 oder 37mm Flak in James Ryan noch sind sie so schnell wie die aus einem MG.
Massive Verletzungen ja. 3 Verlorene Gliedmaßen mit großer Blutfontäne und Todeskampf? Nein.
Das ist ebend das komplett und unsinnig Übertriebene in einigen Spielen.

Crizzo 18 Doppel-Voter - 11169 - 22. Juni 2011 - 17:03 #

So hab ich das auch gemeint.

Old Lion 26 Spiele-Kenner - P - 68856 - 22. Juni 2011 - 16:44 #

Ich denke mal, das es vielen Gamern genauso geht wie dir. Die Gewalt darstellung ist übertrieben und meistens auch gar nicht notwendig. Ich kann aber auch gut verstehen wenn Spieleentwickler sich die immer größer werdenden grafischen Möglichkeiten zunutze machen wollen, um eine immer realistischere Darstellung von Gewalt zu zeigen. Das pusht natürlich die Verkaufszahlen, sowie die Mundpropaganda im Sinne von "Hol dir das Spiel, das musst du gesehen haben". Leider wird ja in der heutigen Zeit fast schon mehr auf die Grafik als auf das Gameplay geschaut, wobei ich mir immer noch sicher bin, das selbst ein Shooter indem man mit einem Blasrohr und Erbsen auf Luftballons schiesst, sich bestens verkaufen wird wenn es ein gutes Spiel ist, also gut gemacht ist. In Assassins Creed Brotherhood gibt es dieses von dir geforderte Knöpfchen auch, dann kann man das Blut extra anschalten, oder auch auslassen. Ich denke das ist ein guter Kompromiss, Bluteffekte an/abschaltbar.

Azzi (unregistriert) 22. Juni 2011 - 16:46 #

Achja Auslandsimporte holt man sich ja nicht nur um die garstige USK zu umgehn, sondern auch in den Genuss der meist deutlich besseren englischen Sprachausgabe zu kommen. Das wollt ich nurmal anmerken.

Achja nicht zu vergessen der Preisvorteil: UK:30-35€ inkl. Porto für Vollpreistitel. Spart man immerhin 10-15€ im Vergleich zu hier...

Lori 05 Spieler - 93 - 22. Juni 2011 - 16:57 #

Realismus ist ein Muss! Wenn ich einen Shooter spiele will ich Realismus (wegfliegende Körperteile/Blut etc) und kein grünes Blut und nach 2sec despawnende Gegner.

Imbazilla 15 Kenner - 3065 - 22. Juni 2011 - 17:05 #

Der Zusammenhang zwischen Realismus und fliegende Körperteile erschließt sich mir leider nicht ganz.

Sciron 19 Megatalent - P - 16808 - 22. Juni 2011 - 17:15 #

Er meint wohl, wenn man von einem entsprechenden Geschoss getroffen wird. Eine explodierende Granate sollte ein anderes visuelles Feedback geben, also ein Treffer mit einer 9mm.

Anonymous (unregistriert) 22. Juni 2011 - 17:20 #

Du meinst bei der 9mm explodiert der Kopf und bei der Granate der gesammte Körper? ;)

CptnKewl 20 Gold-Gamer - - 23782 - 22. Juni 2011 - 17:30 #

Nur wenn der getroffene Flüssigkeit im Mund hatte, die durch die kybernetische Kraft dem Kopf zum Platzen bringt.

Ansonsten ist das echte Kriegszeug deutlich unspekakulärer als Call of Duty und Co.

Es gibt Spiele da gehört die übertriebene Gewalt zum Stilmittel. Neben Bulletstorm sei hier auch God of War erwähnt. Dadurch wird nochmal der unbändige Hass den Kratos auf die Götter und ihre Diener hat zum Ausdruck gebracht.

Die Folterszene aus CoD sollte lediglich zeigen, wie man mit begrenzten Mitteln hinter Feindlichen Linien zur damaligen Zeitepohe zu seinen Infos kommt.

Die Flughafenszene aus Modern Warfare2, die war schlicht zur eregung von Aufmerksamkeit bestimmt.
Ansonsten finde ich muss man Abwegen, wenn das Spiel mit anderen Elementen überzeugt und fesselt, stört die Gewaltdarstellung (weder explizite noch wenige) kaum. Fallout 3/NV kann ich sowohl in der doitschen usk als auch pegi genießen. Das spiel fesselt mit anderen elementen, wenn das Spiel dasschaft, ist die Gewaltdarstellung total egal

Sciron 19 Megatalent - P - 16808 - 22. Juni 2011 - 17:31 #

Also wenn wir von Soldier of Fortune reden schon.

Anonymous (unregistriert) 22. Juni 2011 - 19:07 #

Stimmt so nicht. Eine 9mm macht ein kleines Loch im Kopf und etwas größere Zerstörungen am Austrittspunkt und eine 5,65 sprengt meistens einen Teil der Schädeldecke weg.
Nur mit einer Schrotflinte ist der Kopf sofort weg und bei einer Rakete der Körper. Wobei 2 da noch eher an der Realität ist als 1 mit seiner Mikrowellenwaffe oder dem schweren MG.

Grinzerator (unregistriert) 23. Juni 2011 - 1:02 #

Ich frage mich bei solchen Kommentaren immer, woher man sowas weiß und dann wiederum, ob ich die Antwort darauf überhaupt wissen will. Nichts gegen dich, vielleicht bist du ja Kommandosoldat bei der Bundeswehr oder forensischer Pathologe, aber es klingt halt beim Lesen ein wenig psychopathisch fachmännisch.

Tr1nity 27 Spiele-Experte - P - 90565 - 23. Juni 2011 - 1:04 #

Oder er kuckt zuviel CSI ;).

Anonymous (unregistriert) 23. Juni 2011 - 11:46 #

Eigentlich sind die Wirkungen unterschiedlicher Kaliber auf den Körper bekannt und können von jedem gefunden werden.
Nur gibt es durchaus auch Menschen, die sich damit eher beruflich auseinander setzen müssen. ;)

Old Lion 26 Spiele-Kenner - P - 68856 - 22. Juni 2011 - 17:28 #

Wenn es wirklich realistisch wäre, würden wir in einer virtuellen Kommandozentrale sitzen und unbemannte Roboter und Dronen befehligen! Das heisst alle paar Stunden ein virtuelles Knöpfchen drücken. Später wechseln wir dann den Charakter und fahren Patrouille oder bewachen eine Essensausgabe der Vereinten Nationen (oder wem auch immer) und warten bis unsere 6-monatige Einsatzzeit vorbei ist. Wenn wir nicht vorher über ne Mine fahren oder mit nem Raketenwerfer abgeschossen werden, ohne die Chance auf Deckung oder Selbstheilung nach kurzer Zeit. Das ist Realismus, ein Muss also!

Kutte 22 AAA-Gamer - P - 31049 - 22. Juni 2011 - 17:27 #

Gratulation zum ersten User-Artikel.

Sher Community-Event-Team - 3635 - 22. Juni 2011 - 17:39 #

Einem seht gelungenen wie ich finde, Ich kann dem Autor nur zustimmen. Ein schönes Beispiel sind DragonAge 1/2 und Drakensang. DA:O war für mein Empfinden überwiegend gut dosiert was Blutspritzer etc. angeht. Der 2te Teil ist im Gegensatz dazu lächerlich übertrieben. Bei DSA: Drakensang hatte ich dagegen das Gefühl das ein wenig mehr Inszenierung dem Spiel nicht geschadet hätte. Oftmals haben die Kämpfe zu steril gewirkt.

Grinzerator (unregistriert) 22. Juni 2011 - 17:56 #

In DA:O nahmen die Blutspritzer schon geradezu lächerliche Ausmaße an. Das hat mir bei dem Spiel überhaupt nicht gefallen. Grundsätzlich finde ich, dass Gewalt und deren explizite Darstellung in Spielen dann gerechtfertigt sind, wenn sie die Atmosphäre unterstützen. Ein Left 4 Dead lebt eben vom Zombiegesplatter, während ich die Gewaltdarstellung in Borderlands vollkommen überflüssig fand. The Darkness wiederum würde ohne Blut und Fleischbrocken ein gutes Stück Atmosphäre verloren gehen. Die Call Of Dutys der letzten Jahre übertreiben die Gewaltdarstellung allerdings echt und daher bin ich stolzer Nicht-Besitzer von WaW, MW2 und BO.

Sher Community-Event-Team - 3635 - 22. Juni 2011 - 18:01 #

Mmh in Origins gabs Blut überwiegend bei finalen Schläge auf Bosse beziehungsweise größere Gegner. Ich erinnere mich besonders an Alistair wie er im Magierturm am Beginn des Spiels auf den Oger springt und sein Schwert förmlich in Blut badet. Ansonsten fällt mir so spontan keine Szene ein die übertrieben gewirkt hätte *kopfkratz*

Sciron 19 Megatalent - P - 16808 - 22. Juni 2011 - 18:14 #

Also wenn ich nach dem ersten Prolog-Kampf gegen ein paar kleine Ratten komplett mit Blut besudelt bin, als hätte ich grade die gesamte dunkle Brut gemeuchelt, isses doch schon arg übertrieben. Ich hab, wie viele andere, den Gewaltgrad erstmal runtergeschraubt, da es sonst einfach zu lächerlich gewesen wäre.

Sher Community-Event-Team - 3635 - 22. Juni 2011 - 18:24 #

Das habe ich bewusst gar nicht mitbekommen, da ich DA die meiste Zeit weit rausgezoomt spiele :D

. 21 Motivator - 27826 - 22. Juni 2011 - 18:03 #

Also ich kann den Autor sehr gut verstehen. Call of Duty MW1 habe ich noch gespielt, wobei ich die Hinrichtung am Anfang als Grenzwertig empfand. Als dann beim Nachfolger sogar die Möglichkeit eingebaut wurde ein Massaker an Zivilisten zu begehen, habe ich auf den Kauf verzichtet. Ebenso auf Black Ops den Folterszenen zum selber spielen brauche ich nicht. Hier finde ich schon die Serie 24 ging gegen Ende zu weit - würde sogar soweit gehen und behaupten, dass diese Serie Folter verherrlicht, als notwendig darstellt.
Was bei Modern Warfare 2 und der Flughafenszene auch klar war, durch die Möglichkeit diese Szene zu überspringen, dass sie für die Story überhaupt nicht notwendig war und nur von den Entwicklern eingebaut wurde um zu schocken - total sinnfrei eben.
Ich finde die Entwickler sollten sich in Zukunft mehr Gedanken machen, wie sie Gewalt einsetzen. Das heisst nicht verzichten, sondern die Art der Gewaltdarstellung sollte thematisiert werden.

Anonymous (unregistriert) 22. Juni 2011 - 18:27 #

24 ist auch in einer Zeit enstanden, in der Folter in den USA auf einmal "IN" war. Als ein neuer Begriff für Kämpfer erfunden wurde nur um alle bisher geschlossenen Verträge zum Umgang mit Gefangenen zu brechen.
Eine Zeit in der hohe Regierungskreise meinten es sei vertretbar die Kinder eines Gefangenen zu foltern um Informationen zu erpressen.

Das wirkt scheinbar bei den US-Produktionen in alle Medien noch nach. Empfehle hierzu auch
videos.arte.tv/de/videos/folter_made_in_usa-3977874.html

CptnKewl 20 Gold-Gamer - - 23782 - 22. Juni 2011 - 19:37 #

Die USA erkennen doch die wichtigen Sachen nicht an.
Zumal es Folter immer gegeben hat und immer geben wird. Dazu werden die Leute gedrillt, alles "angemessene" zutun um das Ziel zuerreichen.

Anonymous (unregistriert) 22. Juni 2011 - 20:14 #

Haager Landkriegsordnung und Genfer Konvention haben sie unterschrieben. Und das sind die, die wirksamm wären.
Mit der "Erfindung" der feindlichen Kämpfer haben sie ja erfolgreich versucht, dass beides nicht angewendet werden muss. Rechtlich nicht korrekt aber es hat geklappt.
Schließlich stehen bei Verstöße gegen Beide auch in den USA hohe Haftstrafen.
Was sie nicht anerkannt haben, dass ist der internationale Gerichtshof. Der hat damit, dass sie die beiden Verträge und somit vor allem ein Folterverbot (auch für nicht millitärische Kämpfer) unterzeichnet haben und sogar in ihren Gesetzen verankert haben.

MTR 12 Trollwächter - 1033 - 22. Juni 2011 - 19:06 #

Da stimme ich voll und ganz zu! Ich will ja nicht die Gewalt pauschal und vor dem ersten Spielstart abschalten. Wenn sie passend und im Rahmen ist, geht das voll in Ordnung. Mein Hauptaugenmerk liegt eben auf der "Möglichkeit" es für mich selbst festzulegen.

Rustikof 11 Forenversteher - 740 - 22. Juni 2011 - 18:49 #

Ich finde Gewalt gehört natürlich in einen Spiel was sich mit gewissen Themen auseinander setzt, wie z.b. Kriegsszenarien. Hier finde ich sogar extreme Gewalt (wie Folter etc. ) in Ordnung, da so die Extremität des Krieges verdeutlich wird. Nur muss das immer "aktive" Gewalt sein frage ich mich? Mit Aktiv meine ich Blutphontänen oder abgetrennte Körperteile oder auch schießen auf Zivilisten (z.B. Flughafenszene von Call of).
Ich wünsche mir mehr "passive" Gewaltdarstellung, sodass dem Spieler bewusst wird wie extrem Brutal z.B. Krieg ist, ohne ihm Flüsse aus Blut auf den Bildschirm zu jagen! Die Flugahfenszene könnte man evtl. so realisieren, dass man das ganze Geschehen über Videokameras in schwarz-weiß verfolgt oder wie man als Charakter sieht wie jemand gefoltert werden soll sich dann aber vor Ekel abwendet und man nur noch Schreie etc. hört, dass reicht! Das wäre für mich die "richtige" Gewaltdarstellung. Wenn allerdings einen Gegener erledige finde ich einen kleinen Blutwolke für den Realismus nötig, allerdings kein zerplatzten eines Kopfes oder die Simulation wie die Kugel in denjenigen eindringt. Leider gibt es (wenn vorhanden) nur die Möglichlkeit Blut "ganz" aus oder "voll" an! Ich würde am liebsten Wählen "ein wenig".

MTR 12 Trollwächter - 1033 - 22. Juni 2011 - 19:08 #

Finde ich auch einen guten Kommentar, stimme ich auch zu (siehe einen Kommentar drüber). Ein frei-wählbarer Gewaltgrad wäre natürlich das Beste, aber dann schon schwieriger zu realisieren...

Guy Inkognito (unregistriert) 22. Juni 2011 - 19:11 #

Ich halte nichts von zensierten Spielen und ich mag Spiele mit einer realistischen, glaubwürdigen Darstellung. Ich erinnere mich an Half-Life 1, wo in der deutschen Version Roboter statt menschliche Soldaten aufgetreten sind. Und hat man (ausversehen) einen neutralen NPC getötet oder ein Gegner einen NPC getötet, dann hat sich dieser hingesetzt und mit dem Kopf geschüttelt. Half-Life 1 mag da ein besonders drastisches Beispiel sein, aber es hilft, ein paar Punkte darzustellen:

1. Glaubwürdigkeit (Roboter statt Menschen, das hat die ganze Geschichte total verzerrt; Menschen setzen sich hin und schütteln den Kopf)

2. Feedback (kein Blut; keine Rückmeldung, wenn ein Gegner getroffen wurde)

Kurzum ich mag gewaltrealistische Darstellungen. Überzogene Gewaltdarstellungen finde ich nicht abstoßend, aber auch nicht attraktiv. In Left4Dead 2 gehört der Gore-Faktor einfach dazu. Das Spiel wäre einfach nicht das selbe, hätte es das nicht. Das macht das Zombie-Genre und den damit verbundenen Horror einfach aus. Auch zu Mortal Kombat gehört die extreme Gewaltdarstellung, auch wenn mir das da sogar schon wirklich zu viel und übertrieben ist.

Wenn es zum Spiel passt, ist hohe Gewaltdarstellung in Ordnung. Ich spiele zur Zeit Witcher 2 und empfinde es als ein sehr erwachsenes Spiel. Hier wird mal keine heile Märchenwelt präsentiert. Sex, Drugs, Roleplay & Hack&Slay. Das spricht mich sehr an, weil es sich glaubwürdig, realistisch und erwachsen anfühlt.

Wenn ich keine Gewalt in entsprechenden Spielen sehen will, kann ich mir auch eine Folge Sindbad (Realserie) angucken, wo mit Schwert und Säbel gekämpft wird, aber die Gegner sowieso immer nur mit Faust und Fuß K.O. geschlagen werden. Lächerlich und unglaubwürdig. Für ein junges Publikum, für Erwachsene aber nicht ernsthaft genug (vom übrigen Anspruch ganz zu schweigen...).

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4402 - 22. Juni 2011 - 19:14 #

Interessante Diskussion über Kriegs und Anti-Kriegsszenarien. Aber gibt es denn wirklich Anti-Kriegsspiele? Wird denn nicht das Töten immer als Spielelement genutzt ohne dabei gleichzeitig eine Warnung zu sein?

Aber ich denke, soweit ist die Branche noch nicht. Die Kosten der Produktionen sind einfach so hoch, dass sich niemand wagt, wirklich mahnende oder künstlerische Aussagen damit vermitteln zu wollen.

Novachen 18 Doppel-Voter - 12969 - 22. Juni 2011 - 19:31 #

Soweit ich weiß ist Shellshock 'nam 67 ein Anti-Kriegsspiel was im Vietnam Krieg stattfindet. Wurde zumindest damals damit geworben. Soll wohl realistische Gewaltdarstellung haben sowie eben auch die Möglichkeit Zivilisten (inkl. Frauen und Kinder) zu töten und zu foltern. Ist aber glaube ich eher gefloppt oder wurde mies bewertet oder so... weiß aber nicht mehr genau weswegen, glaube wegen Grafik und Gameplay oder so. Hat damals zumindest trotzdem etwas Aufsehen erregt.

derjoh (unregistriert) 22. Juni 2011 - 20:29 #

Das ist der Grund warum ich Kriegsspiele verwerflich finde, da sie nicht einmal ansatzweise (im Gegensatz zu manch Filmen) den Terror des Krieges rüberbringen.
Niemand spielt COD und denkt sich "omfg krieg ist ja so schrecklich" sondern empfindet doch wohl eher Spass dabei, im Sekundentakt virtuelle Menschenleben auszulöschen.
Spiele müssen irgendwo Spass machen, sonst würde sie ja niemand spielen.
Ergo, Krieg hat in Spielen einfach nichts verloren...

Azzi (unregistriert) 22. Juni 2011 - 21:38 #

Ich spiele gerne Krieg und habe bestimmt schon eine Million Pixel-Menschen auf dem Gewissen. Von Zombies, abgehackten Gliedmaßen, zerschossenen Scheiben und geschrotteten Autos wolln wir hier gar nicht anfangen... und ich hatte meistens Spass dabei :P
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Ne jetzt mal im Ernst: Gewalt und Kriege sind ein Thema da Menschen seit jeher begleitet und fasziniert. Ich behaupte das liegt in unserer Natur, wir Männer waren von der Natur als Kämpfer und Jäger vorgesehn, da wir das in der Moderne meist schlecht können haben wir Videospiele und Sportarten wie Fussball wo wir nun den Kampf ohne reale Tote austragen...

Crizzo 18 Doppel-Voter - 11169 - 23. Juni 2011 - 12:02 #

Wenn der Anti-Kriegsfilm nicht auch Spaß machen würde, würde ihn niemand gucken. Das sind nunmal keine Dokus, sondern Unterhaltungs-Filme/-Spiele.

Z 12 Trollwächter - 1009 - 23. Juni 2011 - 13:12 #

So? Dann sind "Schindlers Liste" oder "Die Brücke" spaßige Unterhaltungsfilme? Ich fürchte, ganz so einfach lässt sich Kultur nicht erklären.

McNapp64 17 Shapeshifter - P - 6431 - 22. Juni 2011 - 22:14 #

Ich finde diese Diskussion überflüssig. Spiele sind ein Medium. Der mündige Bürger kann wählen und du gibst deine Antwort selbst: Ist dir etwas zu brutal, spielst du es halt nicht.
Ich finde das Fernsehprogramm zu großen Teilen fürchterlich. Ergo: Ich schalte den Fernseher selten ein.

In manche Spielen ist die Gewaltdarstellung für mich sogar eine Methode, die "Ästhetik" des Spiels zu vermitteln (Bulletstorm, Hitman)

Sicherlich könnte ein "Gewaltregler" in den Optionen Abhilfe schaffen, aber die Vorstellung widerstrebt mir. Ich betrachte Spiele als ein Werk, welches stimmig sein sollte.

COD Spiele haben diese Art von Gewalt um Zielgruppenrelevant zu sein. Mag ich diese nicht, ignoriere ich das Spiel. Hier wieder die Analogie zum TV: Das RTL Programm zeigt ständig Menschen, die sich dort irgendwie bloß stellen, damit vermutlich die Zuschauer sich über sie stellen können. Ich persönlich halte das für furchtbar ("Alltagsfaschismus" Somuncu). Also: Gucke ich das nicht. Die Zielgruppe guckt aber. So funktioniert unsere Medien(konsum)Welt.

PS. Zur Killerspieldiskussion:
http://www.merz-zeitschrift.de/?RECORD_ID=150

Rahmungskompetenz ist das Zauberwort. Prinzipiell sind Rennspiele viel gefährlicher als Egoshooter ;)

PPS. http://www.gamestar.de/specials/reports/2314461/spiel_vs_wirklichkeit.html

Einer der letzten guten Gamestarartikel

Player1 (unregistriert) 22. Juni 2011 - 22:37 #

Also: Gucke ich das nicht. Die Zielgruppe guckt aber. So funktioniert unsere Medien(konsum)Welt.
---

Aber das ist doch kein Argument gegen eine solche Diskussion, sondern dafür! Gerade weil die Meinungen weit auseinander gehen.

Natürlich wird es dabei nie zu einer Einigung geben, in dem Sinne, dass dann alle einer Meinung sind. Muss es aber auch nicht. Es ist ja gerade das Wesen einer pluralistischen Gesellschaft, dass es konträre Auffassungen gibt, die nebeneinander existieren, während aber, und das ist wichtig, alle trotzdem miteinander sprechen. Nur so kann gegenseitiges Verständnis, im besten Falle sogar so etwas wie Wertschätzung entstehen, selbst wenn man die andere Meinung nicht teilt.

In dieser Hinsicht - ist nicht an dich, und auch generell nicht an den äußerst zivilisierten Gedankenaustausch hier, gerichtet - haben übrigens leider vor allem viele Befürworter von Gewalt in Spielen einen gewissen Nachholbedarf. Was der Sache nicht besonders zuträglich ist.

Daddelkopp 10 Kommunikator - 417 - 22. Juni 2011 - 22:57 #

Schöner Artikel,wobei eigentlich die allgemeine Grundfrage fehlt,warum hatt der Mensch soviel Spass daran etwas zu töten,zu zerstören.90% aller Computerspiele basieren darauf,irgend jemand kommt immer um,muss getötet werden,ich frag mich warum,das ist doch wirklich ein bischen gestört oder nicht,oder ist der Kopf langsam so zu,das wir alle nicht mehr wissen was schön ist? Es ist wirklich schwer ein Spiel zu finden das nicht auf Tot und Zerstörung aus ist,und das fällt langsam wirklich auf.

Anonymous (unregistriert) 22. Juni 2011 - 23:17 #

Weil wir eine von Grund auf agressive Spezies sind, die ihre Agressionen und Gewaltideen zum Glück mitlerweile zumindestens Teilweise anders kanalisiert als wirklich gewalttätig zu werden?

Wir sind leider weniger mit den Affenarten verwandt, die Spannungen durch sexuelle Betätigung abbauen, als mit denen die sie durch Gewalt abbauen.
Unsere nächsten Verwandten, die Schimpansen gehen schon mal einfach so auf Tötungstour. Dabei geht es nicht darum Fleisch zu besorgen sondern einfach nur darum (auch Artgenossen) zu töten.

maximiZe 12 Trollwächter - 1142 - 22. Juni 2011 - 23:54 #

Kannst du das irgendwie belegen?

Anonymous (unregistriert) 23. Juni 2011 - 11:43 #

Schimpansen töten gezielt Artgenossen für Land
spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,701937,00.html
Schimpansenweibchen töten gezielt fremden Nachwuchs
spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,482884,00.html
Schimpansen rotten andere Affenarten systematisch aus
shortnews.de/id/894504/Uganda-Schimpansen-rotten-andere-Affenart-systematisch-aus

Was ich leider nicht gefunden habe war die Doko, in der gezeigt wurde dass Gruppen aus Halbstarken einfach losziehen und andere Affe einfach nur zum Spaß jagen und töten.

Und die lieben Bonobos als Gegenbeispiel
secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Bonobo#Sexuelle_Interaktion

Und wer von dem ist nun näher in der Evolution zu uns?

Der Mensch ist von Natur aus agressiv und gewalttätig und löst Konflikte meist durch Gewalt. Entsprechend sehen unsere Medien aus.
Selbige sind schließlich immer nur ein Spiegel der Gesellschaft.

MTR 12 Trollwächter - 1033 - 23. Juni 2011 - 9:44 #

Diese Grundfrage wollte ich bewusst umgehen, bzw hab sie nur angeschnitten (den Trend find ich fraglich...) da dort eine Bevormundung anderer statt gefunden hätte. Denn ich habe ja meine Meinung geschrieben und keinen erklärenden Artikel und dort steht es mir als Mensch nicht zu, anderen zu sagen, was sie tun und lassen sollen.
Mir ging es eben darum, dass ich es erschreckend finde, wie diese Gewalt zunimmt und dass sie für viele Spieler zwingend ist, da es keine Abschaltoption (bzw. Regelfunktion ala "nur 1L statt 10L Blut pro Treffer" (überspitzt)) gibt.

Zille 18 Doppel-Voter - P - 10792 - 27. Juni 2011 - 9:25 #

Da muss ich dir widersprechen: Es gibt zig Genres, die ohne Töten auskommen. Das trifft nicht auf Rollenspiele, Actionspiele oder dergleichen zu, aber Aufbaustrategie, Wirtschaftssimulation, Sportspiel, Jump'n'Run - das jetzt mal ohne erschöpfend drüber nachzudenken.

Es gibt auch viele andersartige Spiele und deine Fragestellung ist schon richtig, aber die Ausgangsposition ist so nicht ganz richtig.

FPS-Player (unregistriert) 23. Juni 2011 - 8:31 #

Ich besorge mir die Spiele generell "uncut". Dabei geht es mir aber nur hintergründig um Blut, Splatter oder Hakenkreuze (wie im Fall von Wolfenstein & Co.). Denn ich sehe das wie die meisten hier. Ich möchte das Spiel so erleben, wie es sich der Entwickler gedacht hat und nicht bevormundet werden.

Das mache ich im übrigen auch bei Filmen. Denn bei uns fehlen ja oftmals auch vermeintlich unwichtige Dialogszenen usw. - also bleibt wieder nur der Kauf im Ausland, wenn ich den Streifen komplett ungeschnitten sehen will.
Denn - und das ist genau der Punkt - diese Szenen gehören nun mal zum Film dazu und bilden ein Gesamt"kunstwerk".

Allerdings ist es unerheblich, ob ein Film/Spiel nun unbedingt (exzessive) Gewalt beinhaltet oder nicht. Auch wenn das Produkt völlig frei von Gewalt (oder sexuellen Darstellungen) ist sollte es so an den Konsumenten abgegeben werden, wie es sein soll.

Zu der aufgeworfenen Frage: Nein, Gewaltdarstellung ist KEIN muß. Wenn es zur Geschichte paßt, dann ist es so, wenn nicht, dann nicht. Man kann auch Stories ohne Gewalt erzählen, die nicht weniger spannend sind (siehe Adventures).

vicbrother (unregistriert) 25. Juni 2011 - 20:45 #

Die Entwickler denken zuerst ans Geld verdienen, deshalb entwickeln sie solche Spiele. Es wird ein Game Concept erstellt und dann bewertet jemand die Marktchancen: Ein wenig mehr Gewalt und ein wenig mehr Sex und schon hat man die Zielgruppe erreicht.

Dein Argument zum "was der Entwickler sich gedacht hat" erinnert daher mich doch sehr an diesen blöden Spruch, dass die Statue schon da war und nur noch aus dem Stein gemeisselt werden musste. Dieser Spruch widerspricht dem Bild des selbsttätigen Menschen, der denkend in sein Handeln eingreift: Wir leben einfach nicht mehr im gottesfürchtigen Mittelalter.

Du möchtest ein Spiel spielen, indem das Töten Sinn und Zweck ist. Solche Spiele halte ich persönlich für moralisch bedenklich. Leider wird in PC-RPGs die Gewalt extrem überbewertet, aber Ego-Shooter verzichten einfach gleich ganz auf eine umfangreiche Randstory.

Strant (unregistriert) 23. Juni 2011 - 11:49 #

Also mündiger volljähriger Bürger bin ich gegen jegliche Zensur.
Die Fsk hat sehr wohl eine Daseinsberechtigung als Mechanismus für die Alterseinschätzung ich bevorzuge jedoch die pan europäische Variante(PEGI).

Die Frage ob ein Spiel zu gewalttätig ist auch eine kulturelle Frage bei unseren Nachbarn in Amerika geht es meist darum ob ein Titel zu viel Haut zeigt, so wurde zum beispiel das cover von DoA Dimensions retouchiert weil es fuer die ESRB zu viel Innenschenkel präsentierte während wir in Europa ohne weiteres das asiatische cover uebernommen haben.
Abschliessend möchte ich sagen es ist falsch den erwachsenen Bürger zu
bevormunden.

Anonymous (unregistriert) 23. Juni 2011 - 13:07 #

Spiele = USK
PEGI ist eine reine Selbsteinschätzung des Entwicklers auf Basis eines (online) Fragebogens.
Da ist die Idee der USK, die unabhängig die Spiele auf ihre Altersverträglichkeit prüft durchaus eine gute Idee.
Nur, dass dann erwachsenen Spielern ungeschnittene Versionen von nicht auf der Liste B befindlichen Spielen vorenthalten werden ist kein guter Nebeneffekt. Im Grunde ist er ja nicht einmal so beabsichtigt.

Decorus 16 Übertalent - 4246 - 23. Juni 2011 - 14:09 #

1.Unabhängig? Mit einem Vetorecht des Staates? Mit Vertretern von Bund und Ländern im Gremium? Wenn das unabhängig ist, dann will ich lieber nicht wissen, wie man Abhängigkeit neuerdings so definiert.
Du kannst zynisch gesagt zwischen Abhängigkeit von Profitsucht und Abhängigkeit von Profilierungssucht entscheiden. Nur bei der Wahl zwischen Pest und Cholera auf einmal Cholera für den Heilsbringer zu halten, finde ich etwas merkwürdig.
2.PEGI ist keine reine Selbsteinschätzung, es wird geprüft und zwar von der NICAM ( für PEGI 3 und PEGI 7) und dem VSC für alle höheren Empfehlungen.
3.Doch, der Effekt das Indizierte Sachen schwerer erhältlich sind und somit finanziell unattraktiver im deutschen Markt sind ist gewollt, da man sie ja als schädlich für die Gesellschaft ansieht. Das Gesetz hiess in seiner Ursprungsform ja nicht umsonst "Gesetz gegen Schmutz und Schund".

Anonymous (unregistriert) 23. Juni 2011 - 14:27 #

Gegen PEGI Einstufungen kann auch jede kleine miese Verwalung Berufung einlegen. Nebenbei ist die PEGI nicht mal verbindlich also nicht viel mehr als heiße Luft. Wenn was nicht wegen der PEGI verkauft wird, dann wegen einer Selbszensur der Geschäfte.
Bei der USK gehts dann in eine erneute Prüfung (maximal 3 mal, das was Bayern abgezogen hatte hätte auch Postwendent abgelehnt werden können) bei der PEGI vor den Kadi. Was ist besser?
Im Gutachtergremium sitzen einige Behördenvertreter. Und? Die kann man ja wohl kaum mit Politikern im Parlament gleichsetzen. Der Rest sind Pädagogen, Journalisten, Sozialwissenschaftler und andere Berufsgruppen. Und falls du dir mal die Einstufungen der USK anschaust. Die Ansprüche für die Verweigerung sind gestiegen.
Deine Ahnung von der USK ist offensichtlich wie bei vielen Spielern sehr begrenzt.
Das Hauptproblem ist doch nicht die Prüfung durch die USK sondern das Hauptproblem ist doch wohl, dass bei einer Kennzeichnungsverweigerung die BPjM um die Ecke kommt und das eine Indizierung quasi zu einem Verkaufsstopp führt. Viele Publisher haben davor so einen Bammel, dass sie die Spiele gleich selbst übermäßig kürzen. Wäre das anders geregelt und nur die Liste B wirklich böse, dann gäbe es keine solchen Probleme.

Und wo liegt da jetzt genau die Schuld der USK?

2. Die Kontrolle der NICAM ist eher sehr bescheiden denn wirklich Umfangreich. Mal kurz über das Spiel und die Liste rüberschauen.

Decorus 16 Übertalent - 4246 - 23. Juni 2011 - 15:36 #

Die MPAA Ratings sind auch nicht verbindlich. Alles nur heiße Luft? Dafür funktioniert die aber schon ziemlich lange.
Ferner habe ich doch geschrieben, dass es die Wahl zwischen Abhängigkeit von Pest oder Cholera ist. Wie deutlich wolltest du es denn haben?
Und das hier sogar die Katze vom Papst gegen jede Alterseinstufung vorgehen kann, liegt nunmal an unserem "Von der Wiege bis zur Bahre" Gedanken von Schutz vor "Schund".

"Im Gutachtergremium sitzen einige Behördenvertreter. Und? Die kann man ja wohl kaum mit Politikern im Parlament gleichsetzen. Der Rest sind Pädagogen, Journalisten, Sozialwissenschaftler und andere Berufsgruppen."
Ne, die werden nur von denen bestellt. Bestimmt nach ihrer Kompetenz und nicht nach ihrer politischen Richtung. Sorry aber nach 20 Jahren hautnaher Politik bekomm ich bei sowas nur noch ein müdes Lächeln.

"Und falls du dir mal die Einstufungen der USK anschaust. Die Ansprüche für die Verweigerung sind gestiegen.
Deine Ahnung von der USK ist offensichtlich wie bei vielen Spielern sehr begrenzt." Nein, durchaus nicht, ich halte sie nur für zu teuer, zu wenig effizient und im allgemeinen ihren tatsächlichen Effekt für marginal.
"Das Hauptproblem ist doch nicht die Prüfung durch die USK sondern das Hauptproblem ist doch wohl, dass bei einer Kennzeichnungsverweigerung die BPjM um die Ecke kommt und das eine Indizierung quasi zu einem Verkaufsstopp führt. Viele Publisher haben davor so einen Bammel, dass sie die Spiele gleich selbst übermäßig kürzen. Wäre das anders geregelt und nur die Liste B wirklich böse, dann gäbe es keine solchen Probleme."
Ne, dann gäbe es solche Probleme wie bei L4D2 immer noch. Aber darüber reden ist eh müssig. Einfach im Ausland bestellen, auch in Deutschland ungekürzte Titel, das Geld damit aus Deutschland raus und das hat mehr Effekt als alles Gerede über ein Thema mit dem man einfach zu gut Wahlkampf betreiben kann.

Z 12 Trollwächter - 1009 - 23. Juni 2011 - 13:40 #

Ich habe in BF2 kein Problem jemanden zu "snipern". Aber wenn ich das in einem anderen Spiel mache, nach dem Schuss die Zeitlupenfunktion anspringt, meine Kamera der Kugel folgt und ich mit fetter Sounduntermalung sehe wie sie in den Kopf meines Opfers eindringt, inklusive seines entrückten Gesichtsausdrucks, der den Moment seines Todes wiederspiegelt und mir das Spiel signalisiert, dass das jetzt eine verdammt coole Aktion war..., ja spätestens dann lege ich als zartbesaiteter "Soldat" die Waffe zur Seite und deinstalliere mich selbst.

Linksgamer 14 Komm-Experte - 1931 - 23. Juni 2011 - 14:54 #

Hier wurde schon so viel Gutes geschrieben (humorlose Militärshooter für Abgestumpfte, die immer wieder einen neuen Schock-Höhepunkt brauchen usw.), dass ich nur noch Dead Space einwerfen will. Der erste Teil (der zweite komischerweise weniger) war mir wirklich streckenweise zu eklig, und ich habe tatsächlich nach einem Patch gesucht, aber keinen gefunden. Letztlich hab ich's auch so gespielt, weil das Spiel einfach zu gut war, aber etwas genervt war ich schon. Da jetzt einen Schalter einzubauen hätte aber natürlich das Image des Spiels als Mutprobe beschädigt. Und wer braucht Mutproben? Eher Spieler unter 18 würde ich sagen, die DS aber eigentlich gar nicht spielen durften...

ADLER78 05 Spieler - 48 - 25. Juni 2011 - 22:01 #

Zunächst mal: guter Artikel/Meinung, vermischt sich ja zwangsläufig.

Mir persönlich ist bei jedem Spiel wichtig, dass Gewalt a) kein Aspekt des Spiels ist, ohne den das Spiel keinen Sinn mehr hat (Hitman, Manhunt) und b) nicht glorifiziert bzw. als cool dargestellt wird (Bulletstorm).

Mit solchen Titeln kann ich nichts anfangen. Die Ausrede, Gewalt ist aber ein Stilmittel, lasse ich nicht gelten. Oft wird dieser Satz nur als Vorwand genutzt.

Dass es auch ohne Gewalt oder besonders unnötige gewalthaltige Szenen geht, zeigen u.a. recht aktuelle Spiele wie z.B. Portal 2 oder auch Alice: Madness Returns.

Portal 2 kommt (wenn man von den Robotern absieht) komplett ohne Gewalteinwirkungen aus.

In Alice: Madness Returns steht das J&R klar im Vordergrund. Sicherlich gibt es Kämpfe, allerdings geht es hier zum Einen gegen groteske Fantasiegestalten oder, am Ende, gegen ein "menschgewordenes Monster".
Und sicherlich steckt auch in diesem Spiel Gewalt, sogar eine sehr ekelhafte und grausame. Aber sie ist nicht Spielziel, sondern wird, Stück für Stück offenbart (ich will jetzt nicht spoilern), dient als Hintergrundgeschichte.

Wenn es denn dann doch mal ein Shooter sein muss, dann bin ich nicht traurig, über "low violence"-Versionen.

Anonymous (unregistriert) 30. Juni 2011 - 7:52 #

Mir kommt es bei Spielen überhaupt nicht darauf an, unterhalten zu werden. Ich bin noch ein „echter“ Zocker alter Schule und will nur, dass das Spiel mir bei der Unterhaltung assistiert. Perma Scripts will ich nicht. Daher geht der Artikel voll an mir vorbei, da es mir nur ums Spielen als solches geht und es egal ist, ob und wie viel Blut dabei fließt.

elvis_untot 10 Kommunikator - 388 - 12. Juli 2011 - 19:10 #

Ich bin zufrieden, wenn ich selbst bestimmen kann, wie extrem die Gewaltdarstellung ist.

Vorschriften von aussen, ob ich mir dies oder das ansehen will, finde ich in den meisten Fällen eher negativ, auch wenn ich kein Fan von zu detailreichen Darstellungen bin.

Earl iGrey 16 Übertalent - 5042 - 18. Juli 2011 - 11:18 #

Einen Gewaltgrad-Regler faend ich super. Mal voll uebertrieben mit 80 Liter Blutexplosionen zerplatzen mit zuckenden Gliedmaszen und dann mal wieder ganz moderat. Finde die Dauergewalt auch oft nervtoetend...

Nico Bauer 08 Versteher - 198 - 26. September 2011 - 23:10 #

Ich bin da ganz erlich.

Je brutaler ein Spiel ist, je besser ist es auch.

Also fande ich BlackOps um einiges besser als MW1 und MW2.

Oder z.B. Left 4 Dead, Left 4 Dead macht uncut um einiges mehr Spaß.

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