Das Phänomen Backlog

Geldvernichtung auf Gamerart User-Artikel

Fallout-Junge 29. September 2012 - 10:35 — vor 4 Jahren zuletzt aktualisiert
Steamsale. Amazon Marketplace. GOG. Vollversionen auf Zeitschriften. Spiele sind so günstig wie noch nie. Viele schlagen bei den Preisen oft blind zu. Das Spiel landet nicht selten ungespielt im Schrank oder auf der Festplatte und das Geld ist weg. Einige rein subjektive Gedanken über das Thema Backlog.

Nicht wenige von uns besitzen hunderte von Spielen. Beinahe täglich kommen neue dazu. Die Lebenszeit reicht sicherlich nicht aus, alles durchzuspielen. Und trotzdem kaufen wir weiter. Spielen werden wir das alles wahrscheinlich nie, trotzdem kaufen wir weiter, als ob es morgen keine Spiele mehr gäbe. Der letzte Abspann, den ich gesehen habe, war der von Assassins Creed 2, und das ist schon eine Zeit lang her. Ansonsten spiele ich, wie schon in den letzten Jahren, immer wieder denselben Multiplayertitel. Oder zum zweihundertsten Mal Monkey Island.

Das Phänomen des Spielehortens ist landläufig unter dem Begriff Halde oder Backlog bekannt. Bei dem Wort Backlog handelt es sich ursprünglich um die englische Bezeichnung für einen Stapel Aufträge, der noch zu erledigen ist. Nicht nur diejenigen unter uns, die einen Bürojob haben, kennen den To-Do-Stapel auf dem Schreibtisch. Dieser Stapel unerledigter Aufgabe liegt wie ein schwerer Stein auf unserer Seele. Lediglich unsere wenigen Urlaubstage können uns für kurze Zeit davon erlösen.

Ursachenforschung

Vielleicht lohnt es sich, einmal zurück zu blicken, wie es war, als der eine oder andere von uns noch zur Schule ging. Geld war Mangelware. Mit 20 D-Mark Taschengeld im Monat konnte man sich früher nicht viel leisten – Spiele schon gar nicht. Ein Vollpreisspiel für den Computer kostete in der Regel 80-100 DM, SEGA- oder Nintendomodule waren oft nochmal 20-30 DM teurer. Nur zu Anlässen wie Weihnachten oder Geburtstag gab es Nachschub  – oft waren das nur ein oder zwei Titel. Die Spiele, die man hatte, spielte man mehrmals durch, erspielte alle Extralevel, oder investierte hunderte Stunden um seine Rundenzeiten immer weiter zu verbessern. Es existierte ein Mangel. In das Gedächtnis brannte sich folgender Satz ganz tief ein: Ein Spiel ist etwas ganz Wertvolles. Oder besser: Ein Spiel = 100 DM.

Als wir dann erwachsen wurden und viel mehr Geld zur Verfügung hatten, sah es ganz anders aus: Ein Spiel kostet nicht mehr das Mehrfache des Monatsbudgets, sondern nur noch einen kleineren Bruchteil dessen. Wurde früher monatelang auf Street Fighter 2 Turbo gespart, nimmt man heute beim Besuch des örtlichen Elektrofachmarktes das neue Darksiders einfach mit – auch wenn das bei Betreten des Marktes noch nicht geplant war und man eigentlich nur ein HDMI-Kabel kaufen wollte.

Na, wer wird hier nicht schwach werden?

Wechselwirkungen

Hinzu kommt noch der wahnsinnige Preisverfall bei Spielen. Es fing in den späteren 90er Jahren mit den CDs auf Zeitschriften an - plötzlich konnte man für wenig Geld ein Spiel erwerben, das vorher 100 DM kostete. Hatte man sowieso vor, die Zeitschrift zu kaufen war das Spiel quasi eine kostenlose Dreingabe. Später kamen Spielesammlungen wie Gold Games oder Play The Games. Die CD – in der Herstellung günstiger als Disketten – machte es möglich. Der nächste Schritt war der Gebrauchtmarkt, der sich mit dem Siegeszug des Internets grundlegend änderte. Konnte man früher nur die Spiele gebraucht kaufen, die man auf Flohmärkten, in Kleinanzeigen, im Softwareladen oder im Freundeskreis feilgeboten bekam, genügt heute eine Suche bei Ebay oder auf dem Amazon Marketplace, um das gewünschte Spiel zu finden – manche Titel so günstig, dass der Händler nur noch an den Versandkosten verdient. Onlinevertriebsplattformen wie Steam, GOG oder Origin leiteten den bisher letzten Schritt im Preisverfall ein. Bei den berüchtigten Summer- oder Christmas-Sales auf Steam ist der Preis pro Spiel wahrscheinlich am niedrigsten. Der Satz "Ein Spiel = 100 DM", der sich bei vielen Spielern tief ins Gedächtnis eingebrannt hat, geht mit dem allgemeinen Preisverfall von Spielen eine gefährliche Wechselwirkung ein: Kauft man sich ein Spiel für 2,99 Euro auf Steam, kommt das Unterbewusstsein zu folgender Schlussfolgerung: Du hast Dir für drei Euro 50 Euro gekauft.

Die paradoxe Situation

Ein Spiel liefert den Gegenwert für das ausgegebene Geld, indem es gespielt wird. Der Spieler bezahlt den Preis eines Spieles, um fünf, zehn, zwanzig oder noch mehr Stunden unterhalten zu werden, in eine fremde Welt einzutauchen, seine Reflexe zu trainieren oder sich mit anderen Spielern zu messen. Es ist eine absurde Situation, wenn man sich ein Spiel kauft, nur um es zu besitzen. Man stelle sich vor: Jemand kauft eine Kinokarte und geht nicht in den Film – mal angenommen, der Streifen läuft noch ein paar Jahrzehnte und die Karte behält auch so lange ihre Gültigkeit. Dass ein Spieler für drei Euro den Gegenwert von 50 Euro erhält, trifft also nur zu, wenn er das erworbene Spiel dann auch wirklich spielt. Andererseits hat er lediglich knapp drei Euro von seinem Konto entfernt. Sicherlich tragen noch andere Erlebnisse zu diesem Kaufverhalten bei: Wer war nicht frustriert, als er endlich das Geld zusammen hatte für einen älteren Titel, den er immer mal spielen wollte – und der dann einfach nirgendwo mehr erhältlich war.

Es lässt sich jetzt natürlich dagegen halten, dass man Spiele sammelt – etwa zur Erhaltung von Popkulturgeschichte. Gut, bei Spielen auf physischen Datenträgern ist das möglich. Das Spiel, das aus Datenträgern, Verpackung, Handbuch und Extras wie beispielsweise Stoffkarte und Avatarstein besteht, dient als Sammelobjekt. Dafür muss es niemand unbedingt spielen – immerhin gibt es genügend gut betuchte Menschen, die Autos sammeln, mit denen sie auch niemals fahren werden. Jedoch: Bei Downloadspielen zählt dieses Argument nicht. Lasst uns einen Schritt weiter gehen, und stellen wir uns jemanden vor, der alle Gegenstände aus World of Warcraft sammelt und dafür sogar noch viel Geld auf Ebay bezahlt – die meisten von uns würden wahrscheinlich mit dem Kopf schütteln.

Ein kleiner Ausschnitt der Spielesammlung des Autors – ob er davon etwas spielen wird, steht noch in den Sternen...

Das Horten von Spielen, ohne sie jemals zu spielen, ist mehr oder weniger eine nerdige Art und Weise, Geld zu vernichten. Denn was nützt mir die Möglichkeit, ein Spiel irgendwann mal spielen zu können, wenn ich das wahrscheinlich sowieso niemals mache. Wäre es nicht günstiger, ein Spiel nur dann zu kaufen, wenn wirklich die Lust vorhanden ist, es auch zu spielen? Immerhin bieten Plattformen wie Steam nicht nur die Möglichkeit, mit günstigen Spielen (die man niemals spielen wird) sein Geld zu vernichten, sondern auch den eigenen Spielteufel rund um die Uhr zu bedienen. Ein Downloadtitel für 70 Euro, der wirklich über längere Zeit gespielt wird, ist am Ende günstiger als dutzende nie gespielte Spiele für je 2,99. Das gespielte Spiel bietet einen Gegenwert, der Backlog vernichtet lediglich Geld. Die Angst, einen Titel irgendwann nicht mehr spielen zu können ist, zumindest bei den Spielen, die heutzutage erscheinen, mehr und mehr unbegründet. Fast alle neueren Spiele erscheinen auf Onlineplattformen und bleiben dort – auch in Zukunft. Sollten Steam, der Playstation Store oder GOG irgendwann mal pleitegehen, entstehen ganz bestimmt neue Plattformen, die die alten Titel in ihr Sortiment aufnehmen – das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Was ist zu tun?

Es ist an der Zeit, sein eigenes Kaufverhalten zu überdenken. Sich bewusst zu machen, dass Schnäppchen eben nicht immer Schnäppchen sind. Zieht man aus dem günstig erworbenen Produkt keinen Gegenwert, passiert nur eins: Das Geld ist weg. Punkt. Dies gilt übrigens nicht nur für Spiele.

Sein Verhalten zu ändern ist allerdings nicht einfach. Wir Menschen sind Jäger und Sammler. Vermeintliche Schnäppchen scheinen auf uns eine magische Anziehungskraft auszuüben. Gute Händler wissen seit Jahren, wie man diesen Trieb gewinnbringend ausnutzt. Hinzu kommt noch ein weiteres Problem: Ein Überangebot an Spielen zerstört Spiellust und -spaß. Dies ist übrigens die eigentliche Strafe, die das Universum über die Raubkopierer verhängt. Lasst mich zum Schluss noch einmal auf die eingangs erwähnte Definition des Begriffes Backlog zurückkommen und eine abschließende Frage stellen: Was würde der durchschnittliche Arbeitnehmer wohl machen, wenn er den To-Do-Stapel auf seinem Schreibtisch einfach so ausleeren könnte?

Fallout-Junge 29. September 2012 - 10:35 — vor 4 Jahren zuletzt aktualisiert
CBR 20 Gold-Gamer - P - 20879 - 29. September 2012 - 10:50 #

Sehr guter Artikel, der es richtig auf den Punkt bringt.

Gleiches gilt für alle andere Sonderangebote. Kaufen wegen eines Angebotes ist kein Grund zum Kauf. Anders herum sollte es sein. Ich habe bedarf und schaue nach dem günstigsten Anbieter. Denn Schnäppchen kommen immer wieder.

pel.Z 16 Übertalent - 4852 - 29. September 2012 - 11:00 #

Sehr schöner Artikel! Gut geschrieben und ziemlich wahr... das alles ändert aber nichts daran, dass ich beim Weihnachtssale wieder Geld ausgeben werde. ;-)

Talaron 16 Übertalent - 4019 - 29. September 2012 - 11:01 #

Sehr schöner Artikel, in dem ich mich erschreckend gut wiedergefunden habe.

Mein persönlicher Weg aus dem Problem war übrigens vor einiger Zeit, auf Konsolen umzusteigen. Hier kosten Spiele selbst im Super-Amazon-Weihnachtssonderangebot fast nie unter 20 Euro - ein Betrag der einem zwar nicht das Portmonee bluten lässt, aber doch zumindest genug spürbar ist, dass man das Spiel auch wirklich spielen will und nicht einfach mal drauf los kauft.

Natürlich führt das letztlich nicht zu einer Ersparnis, aber mein subjektiver Spielspaß hat sich dennoch deutlich erhöht - so sehr, dass ich mir selbst einige PC-Titel in obigen Sonderangeboten geholt habe, die ich zwar bereits besitze, aber auf dem PC nie wirklich gespielt habe. Auf der Konsole haben sie erstaunlich viel Spaß gemacht ...

Pitzilla 18 Doppel-Voter - - 11494 - 29. September 2012 - 22:19 #

Kann ich genau so bestätigen! Auf der Konsole überlege ich jeden Kauf sehr gut und beschäftige mich auch länger mit den einzelnen Titen. Logo, auch da gibts Fehlkäufe, die man nur wenige Stunden zockt, aber das ist das Minimum. Spiele auf Halde kaufe ich mir auf der Konsole nicht.

Maximilian John Community-Event-Team - 9978 - 21. Oktober 2012 - 17:41 #

Jap. Und irgendwie denke ich dann auch nach, wenn ich ein Spiel gebraucht für gerade mal 6,50€ sehe... einfach weil ich es gewohnt bin... nun, und als ich das nicht getan habe, habe ich mir Prince of Persia gekauft (das Comic-Ding von 2008). Ist glaube ich mein einziges Konsolen-Spiel mit einer Spielzeit unter 2 Stunden^^

ChrisL 30 Pro-Gamer - P - 142459 - 29. September 2012 - 11:11 #

Hochinteressantes Thema! Zwar finde ich mich nicht unbedingt darin wieder (im Sinne von "kaufen, kaufen, kaufen"), aber Tendenzen stelle ich ebenfalls fest. Gut beschrieben hast du, dass die Medaille der vermeintlichen Schnäppchen zwei Seiten hat: Zum einen (teilweise extrem) preisgünstige Titel, zum anderen, dass sich eine zu große persönliche Spielebibliothek auch negativ auswirken kann.
Gerade die von dir auch anfangs beschriebene Situation, dass man sich noch vor einigen Jahren einem Spiel "richtig" und vor allem bewusst gewidmet hat, kommt nicht mehr so oft vor: Durch die vielen Titel, die danach schreien, gespielt zu werden, hetzt man -- übertrieben formuliert -- unter Umständen durch die Levels oder die Story eines Titels, immer mit den Gedanken an das nächste und übernächste Spiel ...

guapo 18 Doppel-Voter - 10496 - 29. September 2012 - 12:16 #

Zum letzten Absatz: das kann man ja selber steuern, wenn man kann :-)

Interessant wäre jetzt noch die Auswirkung auf die Branche (als Industrie) - für wen wird produziert?

- Vollpreiskäufer
- Budgetkäufer mit nur theoretischen Backlog (also die im Artikel nicht erwähnten, die viele Sachen theoretisch kaufen, wenn sie nicht noch ein paar Sachen im Regal haben)
- "Alleskäufer" - wie im Artikel beschriebenen - weil's so günstig ist, Größe des Backlogs egal :)

Fred DM (unregistriert) 29. September 2012 - 11:15 #

fragwürdig, mit begriffen wie "forschung" zu hantieren, wenn dem artikel keinerlei wissenschaftliche forschung zugrunde liegt. der autor schliesst doch im grunde nur von sich selbst auf die allgemeinheit der spieler.

wieviele spieler kaufen denn auf diese weise? wie gross ist der durchschnittliche backlog? welchen prozentsatz der gekauften spiele werden denn tatsächlich nie gespielt? und inwiefern hat sich dieses verhalten im vergleich zur vor-digitalen zeit überhaupt verändert? woher will der autor wissen, ob viele spieler nicht vorher schon einen grossen backlog hatten?

der artikel sagt mir gar nichts ausser die kauf- und spielgewohnheiten des autors.

Horschtele 16 Übertalent - P - 5473 - 29. September 2012 - 11:33 #

Anlass/Aufhänger ist wohl der Foren-Thread hier bei GG. Aber ich gebe dir Recht, das Thema wird aus einer stark subjektiven Perspektive. Trotzdem ist es ein interessanter Text für mich. Weil sie absolut nicht mit meinem Spielkonsum übereinstimmt, finde ich die geschilderte Handlungsweise unterhaltsam.

guapo 18 Doppel-Voter - 10496 - 29. September 2012 - 11:53 #

Die Subjektivität betont der Autor anfangs explizit.

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9290 - 29. September 2012 - 11:35 #

Die Beobachtungen sind schon korrekt. Es muss nicht immer künstlich fundiert sein um eine Wahrheit auszusprechen. Man kann sich in Details streiten aber die Grundaussage hat er absolut richtig aufgefasst. Den Zeitgeist aufgefangen.

Genug Feedback ist ja da, sei es im Internet oder bei Bekannten Spielern. Die meisten Studien sind sowieso Fakestuff. Da lege ich mehr Vertrauen in die Beobachtungen eines Gamers als in die eines random Science Guys.

Dungeonmaster Alan 11 Forenversteher - 614 - 29. September 2012 - 11:15 #

Wirklich ein guter Artikel über die Versuchungen der dauernden Sales. Wobei ich aber sagen muss dass ich Spiele eigentlich nur kaufe wenn ich sie auch vorhabe zu spielen- bei manchen unsicheren Kanidaten warte ich dann bis zu einem Sale und evtl. landen die dann auch wieder in der Ecke weil sie mir nicht gefallen.
Aber es stimmt schon, als Spiele noch "teurer" waren, hatte man auch intensiveres Spielvergnügen. Heute werden die meisten einmal gespielt und vergessen, habe da echt wenige Ausnahmen. Wenn ich mir mal überlege wieviel Zeit ich z.B. mit AoE 2 verbracht habe, mit Unreal Tournament oder Metal Gear Solid 1 oder Resident Evil 2...die kannte ich teilweise auswendig. Da war aber auch jeder Kauf noch gut überlegt... habe ich heute nur noch selten dass ein Spiel über sagen wir mal 40 Stunden Spielzeit kommt. Und das ist wahrscheinlich schon viel.

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9290 - 29. September 2012 - 11:31 #

Du sagst es mann, genau so sieht das aus. Man hortet und will immer aktuell sein aber mit dem spielen kommt man nicht mehr hinterher.^^

Schnitzel (unregistriert) 29. September 2012 - 11:32 #

Die Gründe für das entsprechende Kaufverhalten finde ich gut dargestellt. Allerdings kann ich dem allgemeinen negativen Grundton und dem Fazit überhaupt nicht zustimmen:

Ich hab in meiner Spielerkarriere wesentlich mehr in Vollpreis-Fehlkäufe versenkt, als in Steam und GOG-Schnäppchen. Mit dem Unterschied, dass ich die Fehlkäufe definitiv nie wieder spielen werde, da sie einfach kompletter Schrott sind.

Ich kauf bei den Sales auch nicht blind alles nur weil es billig ist. Ich kaufe Sachen die mich interessieren, und die auch in der allgemeinen Spielergunst zu den absoluten Top-Spielen gehören. D.h. meine Steam Liste entspricht sozusagen der Crème de la Crème der Spiele der letzten 10 Jahre. Jedesmal wenn ich Lust dazu hab, kann ich mir eines davon nach belieben herausgreifen und es spielen. Werde ich alle davon jemals (durch)spielen? Vermutlich nicht. Aber solang ich mindestens 50% der Spiele tatsächlich mal spiele spare ich Geld, wenn ich stattdessen nur genau dann ein Spiel kaufe wenn ich Lust darauf hab (und dann den gerade aktuellen Normalpreis zahlen muss).

Wo ich allerdings nochmal zustimmen muss: Der riesige Backlog kann durchaus die Motivation nehmen überhaupt etwas davon zu spielen. Find ich aber auch nicht weiter schlimm. Ich spiele ja nicht zum Selbstzweck, nur des spielens wegen. Ich spiele weil ich unterhalten werden will und Spaß haben will, wenn mir das Spiele zu einem Zeitpunkt nicht bieten, dann mach ich halt was anderes (vielleicht sogar was sinnvolles, vielleicht aber auch was anderes nicht sinnvolles ;) ).

Cat Toaster (unregistriert) 29. September 2012 - 18:12 #

Dem kann ich mich anschließen. Es ist mehr so dass ich mir die Schnäppchen kaufe weil (ich denke das) sie mich interessieren und es keine Demo gibt. Eigentlich kaufe ich Demos. In der Tat ist die Hälfte meiner Steam-Bibliothek Schrott, dies ist aber unabhängig davon das ich "The Witcher 2" zum Vollpreis schon ein Jahr vor erscheinen vorbestellt hatte oder ich drei Teile "Assasins Creed" für 15,-€ im Sale geschossen habe. Nichts davon habe ich durchgespielt weil es mich letztlich nicht überzeugt. Auf der anderen Seite habe in einem Jahr $600 für iRacing-Lizenzen (Strecken und Fahrzeuge) und ein Jahresabo ausgegeben, dass spiele ich fast täglich und ist mir jeden Cent Wert.

Natürlich ist es Schade um rausgeschmissenes Geld. Der Vergleich im Artikel hinkt aber. Die Spiele die kaufe spiele ich durchaus allesamt auch an, nicht immer durch, weil sie zu schwer sind, zu nervig oder zu langweilig oder einfach nicht in Crossfire/Eyefinity lauffähig und dabei ist es völlig egal was sie gekostet haben. Gehe ich ins Kino zahle ich 10,-€ für den Film und nochmal 10,-€ für Parkhaus, Essen und Trinken. Ist der Film deswegen automatisch dann toll weil ich ihn die ganze Zeit ertrage? Oder muss ich ihn unbedingt in kompletter Länge ertragen/gut finden weil ich ja was für mein Geld "raus bekommen" muss? Zum Glück nicht!

Larnak 21 Motivator - P - 26033 - 29. September 2012 - 21:20 #

So würde ich das auch beschreiben, volle Zustimmung :)

John of Gaunt Community-Moderator - P - 63842 - 30. September 2012 - 2:42 #

Zustimmung! Wobei die Crème de la Crème bei mir noch durch etliche Indie-Spiele aus diversen Bundles angereichert wird ^^

Und auch im letzten Absatz finde ich mich glaube ich wieder. Habe da noch nie so drüber nachgedacht, aber es könnte durchaus sein, dass meine Unlust auf Spiele, die ich bis vor kurzem für etwa zwei Wochen hatte, durch das absolute Überangebot entstanden sein könnte. Ich konnte mich dann zu nichts wirklich aufraffen, obwohl ich mehr als genug Spiele zur Auswahl hatte. Das muss ich glaube ich mal weiter beobachten.

Ansonsten: Sehr schöner Artikel!

Azzi (unregistriert) 29. September 2012 - 11:35 #

Hehe ich erkenne mich wieder, auch meine Steam-Bibliothek ist gut gefüllt aber zig Titel hab ich nie gespielt und werde es wohl auch nie, hauptsache haben :P

Früher hatte man auch irgendwie nie zig Titel parallel auf der Platte. Heute muss man sich in seiner limitierten Zeit überlegen, "Hmm was spiel ich denn jetzt genau?". Damals hatte man ein Spiel und war heiss darauf es auch durchzuzocken.

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 7091 - 29. September 2012 - 11:42 #

Ich habe dieses Jahr eine ähnliche Erfahrung gemacht:
Im Frühjahr Fallout: NV GotY und Batman: Arkham City (release Version) zusammen für je ca. 25 € aus England importiert. Dann mit Fallout angefangen und Batman auf dem Schreibtisch liegen gehabt. 4 Monate später hätte ich beim Steam Summer-Sale die Batman GotY für 9,90 € kaufen können.
Vor wenigen Wochen habe dann ich endlich mit Batman angefangen. Da hätte ich auch mehr (GotY Edition) für wesentlich weniger Geld haben können.

Also nie Spiele auf Vorrat kaufen, sondern erst wenn man wirklich Zeit zum spielen hat.

Punisher 19 Megatalent - P - 15771 - 29. September 2012 - 16:22 #

Auf kaufe ich immer dann, wenn ein "Want"-Spiel bei Amazon.co.uk für unter 20 Pfund zu haben ist - dann gibts noch ein oder zwei maybe-wants für kleines Geld dazu. Heute erst Assassins Creed: Brotherhood für knapp 5 Pfund mitgenommen - viel billiger wirds glaub ich nicht mehr.

Basti51 14 Komm-Experte - 1984 - 29. September 2012 - 11:45 #

Ich bin mittlerweile auch davon losgekommen mir "alle" Schnäppchentitel zu holen. Teilweise hatte ich so viele Spiele hier stehen, dass ich alles immer nur kurz angespielt habe... das macht, wie beschrieben, wirklich keinen Spaß.
Mittlerweile Spiele ich nur noch 1 (Story-)Spiel auf einmal und das dann meistens auch bis zum Schluss, weil ich mir nur noch Titel kaufe, die mich wirklich interessieren. Einfach um mal reinzuschauen oder einen alten Titel nochmal zu spielen (bei mir zB Mafia) kaufe ich mir auch gerne Schnäppchen bei Steam etc. Gerade kreative Titel von kleinen Entwicklern gönne ich da die Verkaufserfolge.
Ich finde die Preisstrukturen gerade echt in Ordnung (Die DLC-Problematik mal außen vor gelassen --> Ich sage nur: GOTY Editions, die lohnen sich bei einem großen Backlog erst recht). Man muss "nur" für sich einen Weg finden, sich nicht mit Titeln zuzuschütten und sich genug Zeit und Ruhe für die guten Spiele zu nehmen.

phas0r 11 Forenversteher - 645 - 29. September 2012 - 11:45 #

Ich hab' auch eine große Spielesammlung. :D
Manche Spiele davon werde ich wohl wirklich nie (durch)spielen, allerdings arbeite ich meine Sammlung Spiel für Spiel durch; und dabei werden die Spiele auch zu Ende gespielt (außer das Spiel bereitet mir nicht genügend Spaß).

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3306 - 29. September 2012 - 12:03 #

Schöner Artikel. Auf mich trifft er allerdings nicht zu, da ich mein Kaufverhalten ganz gut im Griff habe. Aus einem Geschäft gehe ich nur mit dem, was ich auch kaufen wollte und eine "Blacklog" ist bei mir nicht vorhanden. Eher umgekehrt; meine Liste der Spiele, die ich gerne Spielen würde, ist wegen DRM ewig lang.
Ich bin lange nicht so überzeugt davon, dass alle Spiele "so sicher wie das Amen in der Kirche" im Falle einer Pleite woanders unterkommen. Dazu müssen sich nur ein paar Rechteverwerter nicht einig werden. Selbst wenn, müsste man diese Spiele dann erneut bezahlen.

Diese Thematik passt übrigens tatsächlich gut zur Raubkopiererdebatte. Wenn man schon all die 5€ Spiele nicht spielt, glaubt dann wirklich jemand daran, dass der frische Releasetitel, der Millionenfach kopiert wird, auch ähnlich oft gekauft worden wäre?

Aber den Aufruf, sein Kaufverhalten zu überdenken, kann ich nur unterstützen - in jeder Hinsicht.

KnuP 11 Forenversteher - 688 - 29. September 2012 - 12:05 #

Der Artikel deprimiert mich zutiefst.
Um mich aufzuheitern hilft jetzt nur noch, das ich mich bei Steam, GoG und Co nach Schnäppchen umsehe.
Und mir ganz doll fest vorzunehmen, die gekauften Spiele irgendwann mal auch zu installieren.
Vielleicht sogar anzuspielen.
Oder gar durchzuspielen. :O
Natürlich nur wenn da kein Kauf neuer Schnäppchen hinzukommt.
Ist nicht bald Weihnachten?
Hilfe!!!

Wunderheiler 20 Gold-Gamer - 21377 - 29. September 2012 - 12:08 #

Schöner Artikel, wenngleich ich mit dem Fazit nicht 100% konform gehe. Für mich ist ein Stapel un- oder wenig gespielter Spiele nicht per se reine Geldvernichtung. Es mag sich komisch anhören, aber das Gefühl (auch auf Filme z.B. bezogen) ein bestimmtes Spiel/Film genießen zu können, ohne groß in den Laden o.ä. rennen zu müssen, ist mir das (meistens kleine) Geld definitiv wert.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 24784 - 29. September 2012 - 12:13 #

Ich hab die Erfahrung gemacht, dass ich Spiele, die ich aus der Videothek ausleihe, fast immer durchspiele, aber bei Schnäppchen mir oft die Motivation dazu fehlt. Vor allem wenn ich diese nur virtuell bei Steam gekauft habe.

Wann hast Du denn Assassins Creed 2 durchgespielt? 2009?

Fallout-Junge 16 Übertalent - 4593 - 29. September 2012 - 23:26 #

Zwischen Weihnachten und Sylvester 2009. Leider :(

teroon 10 Kommunikator - 493 - 29. September 2012 - 12:20 #

Auf jeden Fall ein gut geschriebener Artikel.
Allerdings würde ich auch nicht völlig zustimmen. Denn man kann schon eine Form von persönlicher Befriedigung daraus ziehen ein Spiel zu besitzen (ob nun digital oder analog) und zwar unabhängig davon ob ich es tatsächlich gebrauche. Zum Vergleich: Es gibt auch Leute, die sich den Sportwagen in die Garage stellen und ihn dann so gut wie nie fahren (vor allem nicht bis zur maximal möglichen Geschwindigkeit).

Allerdings stimmt es schon, dass ich persönlich gelegentlich bei Steam Spiele kaufe, die ich mir nur kurz ansehe und dann nicht mehr wirklich spiele.

Wuslon 18 Doppel-Voter - - 9914 - 29. September 2012 - 12:34 #

Sehr, sehr guter Arikel. Und die Problematik kenne ich zur Genüge :-)

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29733 - 29. September 2012 - 12:38 #

Die meisten der "hab ich mir als Schnäppchen gekauft aber nur kurz gespielt"-Spiele sind auf der Halde gelandet, weil sie einfach nur mies waren. Trotz oft guter Tests und teils positiver Stimmen aus der Spielerschaft. Alan Wake - grauenvoll langweilig nach der ersten Stunde. Assassins Creed - grauenvoll langweilig nach der ersten Stunde. Und so weiter. Immer das gleiche, hübsch präsentiert.

DAS ist zumindest bei mir der Grund für eine große Steam-Sammlung - enttäuschende aber zum Glück auch dank Deals oft sehr preiswerte Spiele. Dazu addieren sich ein paar eher langweilige Indie-Titel aus dem einen oder anderen Humble-Bundle. Stört aber ja nicht, so ein Bundle kann man sich ja auch des einen guten Spieles wegen kaufen.

Azzi (unregistriert) 29. September 2012 - 12:58 #

Genau die 2 von dir genannten Spiele hab ich hier auch liegen und hab mich damals auch gewundert wie die zu den Wertungen und Lobeshymnen kommen. Beide ham ja coole Ideen oder ne nette Atmosphäre, das macht das Spiel an sich aber nicht spassiger. Zumindest bei Assasins Creed waren die Nachfolger zumindest abwechslungsreicher, trotzdem hab ich immer das Gefühl ich könnte jede Taste auf dem Gamepad hämmern und würde trotzdem gewinnen.

Ich hab noch Mass Effect 2 als Vollpreis gekauft und habs nie zuende gespielt. Imo ist das Geballer/der Shooteranteil in dem Spiel so simpel und ätzend langweilig, das ich mich jedes mal gefragt habe wie das Spiel zu solchen Traumwertungen kam.

phas0r 11 Forenversteher - 645 - 30. September 2012 - 9:19 #

Ich fand Mass Effect 1 besser als den zweiten Teil, aber der zweite war trotzdem gut genug um ihn durchzuspielen. Mir hat es Spaß gemacht. :D

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3306 - 29. September 2012 - 13:04 #

Naja, das ist aber etwas anderes, als der Autor meint. Du hast diese schlechten Titel immerhin gezockt und nicht gleich für den großen Stapel gekauft. ;)
Angespielte Games habe ich auch genug im Schrank stehen, weil sie mir einfach nicht gefielen.

Valeo 15 Kenner - 2785 - 29. September 2012 - 21:18 #

Entweder das, oder weil auch die soziale Komponente von Spielen immer wichtiger ist. Ein Beispiel: Ich hatte mir Torchlight 2 gekauft. Machte Spaß, gut 20 Stunden hab ich es gespielt. Dann kam ein neues MMO raus und einige meiner Kumpels (und Kumpelinen ^^) fragten mich, ob ich nicht mit Ihnen zusammen spielen wollte. Dann muss ich aber auch schon wieder mehr den Leuten absagen, mit denen ich eig. bei BF3 unterwegs bin...

Es ist so, als wäre man ständig auf X Parties eingeladen und muss sich entscheiden, wo es gerade den besten Champus gibt :).

Der Artikel spricht wirklich ein gutes Thema an... Werden Spiele billiger, wird die Zeit kostbarer, die man mit ihnen verbringt.

Claython 16 Übertalent - P - 4696 - 29. September 2012 - 12:45 #

Das es sich hierbei um einen interessanten Artikel handelt wurde ja mehrmals schon erwähnt.

Auch ich musste feststellen das meine Steambibliothek seit dem Beitritt 2004 durch die Sales recht groß geworden ist, dennoch kaufe ich im großen und ganzen eher Spiele zum Vollpreis da ich mich doch oft nicht bis zu einem Sale gedulden kann und selbst dann ist es ja nicht gesagt das der Wunschtitel dabei ist.

Da ich vor kurzem GOG für mich entdeckt habe wird da natürlich bei den Promos zugegriffen, wenigstens kann ich hier aber behaupten das die meisten der gekauften Spiele schon als CD Version vorhanden sind oder es zumindest mal waren.

Gut das ich den Artikel gelesen habe, nun muss ich noch fix in einen Elektroladen, nur fix ein HDMI-Kabel kaufen.

Edit: Beim Lesen bin ich dann über diesen Satz gestolpert "Es lässt sich kann jetzt natürlich dagegen halten...." das kann soll da doch nicht hin oder? ;-)

Fallout-Junge 16 Übertalent - 4593 - 29. September 2012 - 23:27 #

Danke, ist korrigiert.

Drapondur 25 Platin-Gamer - - 64203 - 29. September 2012 - 12:48 #

Schöner Artikel! Erkenne mich teilweise wieder. :)

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3306 - 29. September 2012 - 12:59 #

Mir ist da gerade was aufgefallen:

"Ein Vollpreisspiel für den Computer kostete in der Regel 80-100 DM, SEGA- oder Nintendomodule waren oft nochmal 20-30 Euro teurer."

Müsste da nicht "20-30 DM teurer" hin? ;)

Fallout-Junge 16 Übertalent - 4593 - 29. September 2012 - 23:29 #

Danke, ist korrigiert.

Hmm...hätte ich mit Nintendo64 Modulen angefangen, würde die Rechnung stimmen...aber zu der Zeit hatte ich schon etwas mehr Geld zu Verfügung. ;)

Ike 14 Komm-Experte - P - 1860 - 29. September 2012 - 13:05 #

So ein Backlog habe ich auch. Es ist in einer ods-Datei aufgelistet. :D
Inzwischen gehe ich beim Kaufen von Spielen sehr rigoros vor: Mehr als 5 € für PC-Titel gebe ich zur Zeit nicht aus, denn bis ich dazu komme das Spiel zu spielen wird es sicher noch billiger werden.
Und ich habe meinen Backlog ganz systematisch nach Erscheinungsjahr sortiert, und spiele jetzt stumpf die ältesten Spiele herunter. Hilft aber sehr gut bei der Auswahl, weil im Prinzip nur ein Teil der riesigen Liste "verfügbar" ist.

Faxenmacher 16 Übertalent - 4008 - 29. September 2012 - 13:11 #

Ohja, das kenne ich zugut. Schon in den nächsten Drei Monaten erscheinen soviele Toptitel (z.B.: X-Com - EU, Dishonered, Far Cry 3, Torchlight 2(Boxed)), dann kommt noch die Wii U, und ich habe hier noch haufenweise ungespieltes oder angefangenes. Und Guild Wars 2 braucht auch ordentlich Zeit, um es wirklich zu genießen und vorran zu kommen. Man muss sich fast schon zwingen den Geldbeutel wegzusperren, und die Angebote garnicht durchzustöbern.

Ich denke ich werde bei allen folgenden Titeln erstmal abwarten, auf Preisnachlässe warten oder ganz verzichten. Es bringt nunmal einfach nichts wenn ich es kaufe aber nicht nutze. ;)

Daniel Wendorf Freier Redakteur - 972 - 29. September 2012 - 13:12 #

Meine Erfahrung: Es ist sehr spät, mich dürstet es nach einem Spiel. Ein Blick in das 400 Games umfassende Regal. Hitman? Herr der Ringe? Doch Mario? oder ein Lightgun Shooter...? Die Frage lässt mich Minuten lang grübeln - und am Ende gehe ich dann doch lieber ins Bett. Vollkommen überfordert.

Epic Fail X 15 Kenner - P - 3742 - 29. September 2012 - 13:20 #

Wenn es sehr spät ist und du sehr müde, ist das auch eine weise Entscheidung.

guapo 18 Doppel-Voter - 10496 - 29. September 2012 - 13:30 #

Aus dem Grund habe ich mir seinerzeit einen Videorecorder angeschafft :)

Anonymous (unregistriert) 30. September 2012 - 12:25 #

Was hat der Videorecorder mit der Überforderung zu tun? Die Überforderung kenne ich auch. :(

Epic Fail X 15 Kenner - P - 3742 - 29. September 2012 - 13:18 #

Schöner Artikel, der wohl auf einen nicht geringen der GG-Leserschaft zutrifft.
"Geldvernichtung" sehe ich allerdings nicht so:
Früher hätte ich mir ein Spiel für 50€ gekauft.
Heute kaufe ich 17 Spiele für 3€, spiele dann das eine der 17, auf das ich mächtig Bock habe. (Ist gelogen, effektiv spiele ich von 17 Spielen eher 5 bis 6 eine längere Zeit.)

Quantum 10 Kommunikator - 426 - 29. September 2012 - 13:20 #

Ein sehr interessanter Artikel. Im Moment kann ich mich zum Glück nicht mehr darin wiederfinden, da ich mich zur Zeit zwinge keine neuen Spiele zu kaufen, bis der viel zu große(teilweise auch digitale) Restestapel abgearbeitet ist.

Im Freundeskreis gibt es aber wirklich einige Leute, die wirklich bei jedem Sale zugeschlagen, selbst wenn das Geld gerade knapp ist und sie noch bestimmt 10 Titel zu spielen hätten.

mihawk 19 Megatalent - P - 13204 - 29. September 2012 - 13:48 #

Leider erkenne ich da bei mir auch erschreckend ähnliche Tendenzen, auf mich bezogen du hast absolut Recht mit diesem Artikel. Spitzen User-Artikel, vielleicht gibt es ja noch mehr von dir zu lesen.

ADorante (unregistriert) 29. September 2012 - 14:01 #

Auch ich sammle weiterhin PC-Spiele, obwohl ich nur noch einen Bruchteil davon in meinem Leben durchgespielt bekomme. Insofern erkenne ich mich in dem Artikel voll wieder. Ein Lob an den Autor, diese Idee entwickelt zu haben.

EmanEman (unregistriert) 29. September 2012 - 14:10 #

Interessanter Artikel, aber das Wort vernichten ist fehl am Platz. Das Geld wird immer nur umverteilt. Man macht also einen Milliardär noch reicher und die Entwickler bekommen auch ein bißchen was ab, was ja nicht so schlecht ist.
Btw. bei Steam kann man nichts kaufen, weil dort nichts 'verkauft' wird.

Fallout-Junge 16 Übertalent - 4593 - 29. September 2012 - 23:24 #

Doch, das kann man: Das Recht, eine Software für unbestimmte Zeit zu benutzen. Nutzt man dieses nicht, ist das Geld dann auch einfach nur weg.

EmanEman (unregistriert) 30. September 2012 - 2:14 #

Ich denke nicht daß man von einem Kauf sprechen kann, wenn der Verkäufer das gekaufte Gut jederzeit zurückfordern kann bzw. wenn der Käufer das Gut zurückgeben muß, falls er mit dem zukünftigen Geschäftsgebaren des Verkäufers nicht einverstanden ist. Mieten trifft es wohl eher.
Daher ist es auch so gefährlich, sein Backlog auf Steam anzulegen. Man weiß ja nicht was da in Zukunft noch passiert.

guapo 18 Doppel-Voter - 10496 - 30. September 2012 - 2:19 #

+1

Fallout-Junge 16 Übertalent - 4593 - 30. September 2012 - 13:23 #

Das stimmt natürlich zu 100%. Leider ist es etwas umständlich so etwas wie "wer für 3 Euro ein Spiel auf Steam für unbestimmte Zeit mietet" zu schreiben. Kaufen ist für den Textfluss besser. Vor allem verstehen viele User das Geldausgeben auf Steam als "kaufen" (leider!). Wie weiter oben gesagt: man kauft ein Recht, das Spiel (bis zur nächsten AGB-Änderung, bis zum Rauswurf oder bis zur Steampleite) zu spielen. Auch wenn das irgenwie lächerlich erscheint, viele Käufer sind durchaus bereit, dafür Geld auszugeben.

EmanEman (unregistriert) 30. September 2012 - 19:42 #

Vielleicht sollten wir auch nicht andauernd versuchen, etablierten Wörtern neue Bedeutungen anzuheften. Der Vertrag zwischen Steam und seinen Kunden ist so merkwürdig, daß er ein komplett neues Wort verdient, z.B. ... kiepeln.
"Ich habe das Spiel bei Steam gekiepelt". Paßt prima in den Textfluss und regt gleichzeitig zum Nachdenken an ;)

pepsodent 13 Koop-Gamer - P - 1497 - 29. September 2012 - 14:27 #

Ich kauf mir ein Spiel nur, wenn es mich interessiert. Blöd nur, dass mich einfach viel zu viele Spiele interessieren. dadurch habe natürlich auch ich viel zu viele Spiele rumfliegen.
Ein anderes Problem bei mir ist aber auch noch, dass ich das Interesse ganz schön oft ganz schnell verliere. Ich spiele quasi jedes gekaufte Spiel an, aber weiter, oder gar durch, nur selten. Wenn ich alles gesehen habe (bzw. alles, was ich für neu und sehenswert und interessant halte), dann langweilen mich die meisten Spiele sehr schnell.
Das ist aber nicht schlimm, weil ich so unendlich viele und interessante Spiele habe, und die kosten meistens nicht der Rede wert sind, da es entweder Indie-Spiele oder olle Kamellen sind. Neue Vollpreistitel kommen mir wegen diverser DRM-Maßnahmen nie ins Haus. Zu teuer dafür, dass es quasi nur geliehen ist, und nicht weiterverkaufbar ist.

LegendaryAfanc 16 Übertalent - P - 4984 - 29. September 2012 - 14:53 #

für mich sind die Spiele am interessantesten an denen ich lange was habe, am liebsten über 100 Stunden, ein Diablo 2 mit mehreren tausend Stunden z.B.

Diablo 3 hab ich jetzt 30 Stunden gespielt und schon die Lust verloren, das ist ein Spiel das sich imho nicht ausgezahlt hat.

Auf Steam mach ich manchmal einen Kauf-Stop, da kauf ich dann erst wieder neue Spiele wenn ich die alten ein paar Stunden gespielt hab.

Amco 18 Doppel-Voter - P - 10800 - 29. September 2012 - 15:11 #

Nachdem Artikel hab ich erstmal durch meine Steamliste geschaut. Das ja wirklich erschreckend. Was ich alles gekauft habe und davon nicht gespielt habe.

Claus 29 Meinungsführer - - 123612 - 29. September 2012 - 15:15 #

Habe eben selber mal wieder drüber nachgedacht, und anschließend diesen Artikel gefunden.

Wieviele Spiele braucht ein Mensch zum Glücklichsein?

Ich fürchte, die ganze Sammelwut nach Sachen, die uns gefallen, ist der hilflose Versuch, etwas gutes festzuhalten, festzunageln, sicherzustellen.

Am Ende der Jagd beginnt dann die nächste. Alle Spiele gekauft? Was ist mit allen Sammelkarten? Alle Sammelkarten gehortet? Was ist mit allen Miniaturen? Alle Miniaturen sichergestellt und sich für 5 Minuten am Stück an allen ergötzt, bevor sie eingepackt und sicher verstaut wurden? Oh, sie, Brettspiele. ...

Die Leere, die bald wieder einsetzt, oder besser, der Hunger auf Erfüllung, kann so vermutlich immer nur kurzfristig gefüllt bzw. gestillt werden.

Wie sang Tourniquet im Song "Vanishing Lessons" nicht doch so schön:
"...Things we acquire means fuel for the fire, the feeling is gone, then our soul we will pawn..."
http://www.youtube.com/watch?v=qeXEPvqMQuM

Vermutlich geht uns tatsächlich dann erst besser, wenn wir dem "Simplify your life"-Prinzip folgen würden.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 63964 - 29. September 2012 - 15:14 #

Du hast etwas vergessen , und zwar Spieler die sich Games kaufen um Achievements zu sammeln. Zu der Spezies gehöre ich zur Zeit, und es stimmt, man sieht bei Steam, oh Game XY kostet grad 2 Euro statt 10 und es hat Achievements ... Her damit ! Ob ich das Spiel ohne Achievements jemals angesehen hätte, ist dann nebensächlich. Ziemlich bescheuert, ich weiß, aber ich bin mir sicher, das es hier genügend Leute gibt, die wissen was ich meine :))

Claus 29 Meinungsführer - - 123612 - 29. September 2012 - 15:17 #

Du meinst, sowas wie sich auf auf GamersGlobal auszutoben und mitzuteilen, nur um Erfolge und Medaillen einsacken zu können?

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 63964 - 29. September 2012 - 15:17 #

Jep, genau sowas :))

SteamAnderson (unregistriert) 29. September 2012 - 15:28 #

Das legt sich wieder. Ist doch wie bei Handy App's. Kauft man sich ein neues Handy ist man erstmal 2 Wochen damit beschäftigt die neusten App's und Games zu installieren, die man danach kaum mehr benutzt.
Bei Steam ist das ähnlich, bei den ersten Rabatt-Aktionen ist man noch voll im Kaufrausch. Nach 3 oder 4 Christmas Sales auf Steam hat man dann alle seine (alten) Lieblinge zusammen und auf einmal ist die ganze Sales Geschichte nur noch halb so interessant wie vor 5 Jahren. Das zumindest meine Erfahrung..

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 29. September 2012 - 15:36 #

Mittlerweile habe ich es auch geschafft, aus diesem Backlog-Sumpf wieder rauszukommen. Ich kaufe mir jeden Monat eine 60-70€ Vollversion für die PS3, kaufe mir alle DLC die rauskommen und spiele dieses Spiel den ganzen Monat lang, täglich 2-4 Stunden. Wenn es ein Singleplayer-Titel mit Multiplayer ist, dann spiele ich eben auch den Multiplayer und investiere dort viele Stunden rein, bis das nächste vorbestellte Spiel ankommt. So versenke ich zwar eine Menge Kohle in Spiele, aber immerhin spiele ich die auch und investiere eine nicht gerade geringe Anzahl von Stunden in die Titel.

Die günstiger gewordenen Titel, die ich ausgelassen habe, kaufe ich mir dann, sobald nicht mehr jeden Monat ein neuer Titel für die PS3 rauskommt, der spielenswert ist. Auf der Liste stehen bei mir noch Titel wie Darksiders 2, Max Payne 3, Hitman und Dishonored werden auch raufkommen.

Keine Chance dem Backlog-Sumpf!

ElliotYouIdiot (unregistriert) 29. September 2012 - 15:57 #

Das Phänomen des Sammeltriebs ist bei Weitem nicht auf Games beschränkt. Ich kenne genug Leute, die 1000e von Filmen auf Platte/DVD haben, die sie nie gesehen haben oder sehen werden. Oder CD-Sammlungen mit Mukke, die nach 1x hören im Archiv verstaubt.

Ich selbst war auch so ein Game-Messi...

In meinen Anfangstagen als Gamer (80er Jahre, C64) wurden Spiele auf dem Schulhof getauscht *hust*. Das einzige Original, was ich aus der Zeit (bis heute) besitze ist World Games. Aber ich hatte eine riesen Sammlung von Disketten mit tausenden Spielen, die man nur deswegen kopiert hat, um seine Sammlung zu vervollständigen. Das Spiel selbst war fast egal.

Kostenlos war das freilich nicht, denn Leerdisketten waren teuer (teurer als so mancher Downloadtitel heute) und es dauerte sehr viel Zeit, eine Disk zu kopieren. 10 Spiele kopieren, da war ein Nachmittag rum! Bei nicht wenigen Spielen hat das Kopieren länger gedauert als das Zocken. Im Rückblick bleibt als Erklärung nur: Der Sammeltrieb!

Später dann (90er Jahre, PC) habe ich sehr viele Spiele gekauft. Zum einen war durch den Job das Geld dafür da, zum anderen fehlte durch den gleichen Job auch die Zeit zum langwierigen Kopieren. Irgendwas ist halt immer knapp... Zeit oder Geld :) Immerhin sieht der Schrank mit den bunten Schachteln wesentlich schicker aus als die drögen Diskettenboxen aus den 80ern. Ach, hab ich erwähnt, dass der oben erwähnte Job kaum Zeit ließ, alle gekauften Games durchzuzocken? Jaja... der Sammeltrieb.

Noch später (2000er Jahre, immernoch PC) gab es Bekannte, die ganze Koffer mit 10000 gebrannten DVDs besaßen und deren unerklärte Absicht es anscheinend war, das gesamte Internet zu archivieren... Rapidshare und eMule sei es gedankt. Aber an dem Punkt bin ich damals aus der Sammelei ausgebrochen, weil ich einfach keinen Sinn darin gesehen habe, terabyteweise Daten downzuloaden. Ich hab weiterhin meine Spiele gekauft - nur sehr viel weniger! So hatte ich tatsächlich etwas Zeit, die meisten gekauften Games auch zu spielen :)

Heute (2010er Jahre, still on PC) kaufe ich ein Spiel genau dann, wenn ich es spielen will. Nichts mehr auf Vorrat, nichts mehr nur des "Habenwollens" wegen. Steam und GOG verleiten mich ganz und gar nicht dazu, Dinge zu kaufen, die ich nicht brauche! Im Gegenteil! Wenn ich ein Spiel durchgespielt habe, schau ich mich nach dem nächsten um. Dank sofortiger Verfügbarkeit kein Problem.

Steam, GOG uvm. sind mein privates Terabyte-Archiv in der Cloud. Die übernehmen das Sammeln für mich, damit ich Zeit zum Zocken habe. Womit bewiesen wäre, dass früher eben doch nicht alles besser war! ^^

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9290 - 30. September 2012 - 17:29 #

Interessante Geschichte !

Danke dafür ;D

Ardrianer 19 Megatalent - 19218 - 29. September 2012 - 16:06 #

wie wahr... ^^
schöner Artikel!

Gorny1 16 Übertalent - 4728 - 29. September 2012 - 16:32 #

Also ich hab das Problem jetzt nicht so. Ich hab zwar auch Unmengen an Spielen, aber ich hab auch 80% davon durchgespielt und spiele immer wieder auch welche der älteren Titel lange uns ausgiebig.

Xentor 14 Komm-Experte - 2250 - 29. September 2012 - 16:45 #

Seh ich genau so.
Ich habe auch über 100 Spiele und die meisten davon durch gespielt.
Und naja im Gegensatz zu anderen "unterhaltungs konsum Dingen" sind spiele eine stabile Sache. Zumindest waren sie das vor dem Steam Kram und dem zukünftigen Gecloude.
Spiele kannst du immer wieder spielen, eine Flasche Bier trinkste einmal, und dann nie wieder (die selbe). (Nur als Beispiel).
Ich hab auch eine große Sammlung an Büchern, und DVD`s.
Und was ist das Resultat?
Ich muss mir das grausame Fernsehprogramm nicht mehr antun, ich kann jeden Film schauen, wann ich will (Jeden Film, den ich mag). Ich kann die guten Klassiker mir angucken, wann ich mag (Das Schwarze Loch, Die Reise zum Mittelpunkt der Erde, die Zeitmaschine, Tron (1)....). Wann kommen die denn noch in unserem Gewinn und Castingshow überwucherten Fernsehprogramm?

Bei Büchern isses das selbe, obwohl da der Schund - Faktor noch nicht soooo schlimm ist.

Und letztendlich bei Spielen wird für Leute, die auf die alten, Qualitäten wert legen diese Sammlung immens wichtig, denn der Spielemarkt wird ziemlich sicher nicht mehr zu seiner alten Klasse zurück finden.

Quantum 10 Kommunikator - 426 - 29. September 2012 - 16:53 #

"Ich kann die guten Klassiker mir angucken, wann ich mag (Das Schwarze Loch, Die Reise zum Mittelpunkt der Erde, die Zeitmaschine, Tron (1)....). Wann kommen die denn noch in unserem Gewinn und Castingshow überwucherten Fernsehprogramm?"

Du würdest dich wundern. Die meisten dieser Filme kommen immer mal wieder im Fernsehen. Man muss sie nur finden. Tron hab ich z.B. vor ein paar Monaten zufällig mal Samstags mittags auf RTL 2 gesehen. Ein Festplattenrekorder wirkt da wahre wunder.

guapo 18 Doppel-Voter - 10496 - 29. September 2012 - 17:07 #

Bei Arte und den Digitalkanälen von ARD/ZDF gibt's diese Klassiker und Soylent Green, Logan's Run usw. häufiger.

Xentor 14 Komm-Experte - 2250 - 29. September 2012 - 17:08 #

Naja, aber sie auf DVD zu haben, immer verfügbar is doch besser :-)

guapo 18 Doppel-Voter - 10496 - 29. September 2012 - 17:12 #

Ohne Logo und Werbung ist immer besser ;)

Pitzilla 18 Doppel-Voter - - 11494 - 29. September 2012 - 22:34 #

Haben nicht auch DVDs eine endliche Lebensdauer, die gar nicht mal so lang ist (zwischen 10 und 20 Jahren)?

Maulwurfn Community-Moderator - P - 15322 - 30. September 2012 - 12:14 #

Ca 10 Jahre für gepresste DVD und wesentlich kürzer für gebrannte DVD, eignet sich also nicht wirklich zur Langzeitarchivierung.

guapo 18 Doppel-Voter - 10496 - 30. September 2012 - 12:26 #

Nicht wirklich! Plausibilitätsprüfung!

Da müßte ein Großteil meiner Sammlung verbröselt sein. Selbst Wiki spricht von 100 Jahren bei gepressten DVDs.

Pitzilla 18 Doppel-Voter - - 11494 - 30. September 2012 - 19:38 #

Na ja, schon mal alle alten DVDs gecheckt, ob die Daten noch einwandfrei kesbar sind? Ist ja nicht so, das die dematerialisieren.

guapo 18 Doppel-Voter - 10496 - 30. September 2012 - 20:53 #

Selbst die gebrannten CDs taugen noch - und mein Datensicherungskonzept basiert nicht auf optischen Medien.

MasterBlaster 09 Triple-Talent - 299 - 29. September 2012 - 17:37 #

Bei mir hat dieses Horten ganz pragmatische Gründe, auch wenn ich für manch einen klinge wie ein "The end is near"-Spinner mit unterirdischem Bunker und Konservendosen für die nächsten 50 Jahre: Ich kaufe mir heute so viele Spiele, weil ich das in Zukunft vielleicht nicht mehr kann.

Für mich geht es nämlich nicht nur um sinn- und verstandlosen Konsum ohne dabei nach links oder rechts, geschweige denn zurück zu blicken, sondern mir sind meine Rechte als Verbraucher sehr wichtig. DRM nimmt mir diese Rechte in einer für mich nicht akzeptablen Weise weg, und es sieht momentan nicht danach aus, als würde sind daran in Zukunft etwas zum Positiven ändern. Ganz im Gegenteil. Der PC ist für mich, bis auf wenige Ausnahmen wie eben GOG, schon seit Jahren eine tote Plattform. Der PC war sogar stets der Vorreiter für all die kundenfeindlichen Methoden, mit denen man sich heute als Verbraucher herumschlagen muss. Und es deutet alles darauf hin als würde dieser Funke bei der nächsten Konsolengeneration endgültig überspringen.

Deshalb horte ich heute Spiele bei GOG und für die aktuellen Konsolen. Gerade im Falle der Konsolen zieht auch die Argumentation aus dem Artikeltext nicht ganz. Alleine mit allen für mich interessanten PS3-Spielen wäre ich bestimmt für locker 10 Jahre mit Spielefutter versorgt. PS3-Spiele, die ich mir heute für 15€ aus dem UK bestelle, krieg ich in zehn Jahren neu vermutlich überhaupt nicht mehr und gebraucht nur für mindestens 30€ bei Ebay. Insofern macht das Zugreifen bei Schnäppchen auf langfristige Sicht schon Sinn.

Das wäre natürlich alles hinfällig, wenn ich in zehn Jahren mein Interesse am Zocken völlig verliere. Aber dieses Hobby begleitet mich nun schon seit ich als kleiner Spacko in den 80ern erstmals Hand an eine Pong-Konsole legen durfte und hat mich seitdem nicht mehr losgelassen. Deshalb ist die Wahrscheinlichkeit dafür eher gering.

Wie dem auch sei, der Artikel ist wirklich lesenswert und birgt ein paar interessante Denk- und Diskussionsansätze. Chapeau.

Sciron 19 Megatalent - P - 17096 - 29. September 2012 - 18:20 #

In diesem Artikel finde ich mich zum größten Teil auch wieder. Die alten Sammelgene zu verleugnen fällt wirklich oftmals nicht leicht. Ich frage mich ja, ob das bei der jüngeren Generation auch so ist, oder ob die diesen Mangel an frischen Titeln und das damit verbundene Hortungs-Bedürfniss überhaupt kennen.

Teilweise ist da aber auch einfach eine "Bock"-Frage. Ich hab mir grade erst, trotz berüchtigt großem Backlogs, Mark of the Ninja von XBLA gekauft, eben weil ich Bock auf ein ordentliches Stealth-Game habe und das offenbar nichts in meiner Sammlung wirklich decken kann. Genauso kann man teilweise das Sammeln rechtfertigen. Vielleicht habe ich GENAU auf dieses Spiel, welches durch einen Schnäppchen-Kauf erstmal auf dem Stapel landet, irgendwann mal richtig Bock und würde mich dann ärgern, wenn ich es mir damals nicht geholt hätte. Im gewissen Sinne ist das also auch so eine Art Rückversicherung.

BriBraMuc 14 Komm-Experte - 2322 - 29. September 2012 - 18:34 #

Nein, wir sind, ohne es zu merken, in die gleiche Falle getappt wie Frauen beim Sommerschlussverkauf im Schuhgeschäft :-(

guapo 18 Doppel-Voter - 10496 - 30. September 2012 - 1:05 #

Sehr schöner Kommentar :-)

Faxenmacher 16 Übertalent - 4008 - 30. September 2012 - 10:48 #

Irgendwie sind wir auch nicht besser, ja. ;)

Deathproof 14 Komm-Experte - 1985 - 30. September 2012 - 14:45 #

Ja und es muss aktuell sein, Konsolen gehen ja schon nicht mehr.
Mit der neuen PS3 will sich ja auch kaum noch einer zeigen, da sie ja so häßlich ist. :)

Kappi 15 Kenner - 3287 - 29. September 2012 - 19:01 #

Erstmal als Disclaimer: Ich selbst fühle mich - im Gegensatz zu anderen - nicht wirklich angesprochen, habe ich doch noch nie ein Spiel erworben das ich nicht auch zumindest eine Weile gespielt hätte.
Aber für all jene die so etwas tun.. Ist das denn wirklich so schlimm?
Nehmen wir dein Beispiel mit den 3 Euro.. Was kann man sich für 3 Euro kaufen? Dafür bekommt man mittlerweile ja nichtmal mehr ein Schnitzel, kein Buch, keine Kinokarte, nichts dergleichen. Also wenn jemand 3 Euro ausgibt nur um sich ab und an mal in seiner Steambibliothek über seinen Besitz zu erfreuen.. Dann sehe ich darin kein Problem.

PS: und dann zieht auch noch das Argument vom Sciron weiter oben: irgendwann könnte man ja doch Bock drauf haben..

Fazit: Man musses nun wirklich nich so eng sehn, vorallem wenn die Preise wirklich noch Human sind (anders siehts natürlich bei titeln aus die im "Sonderangebot" noch immer 30+ Euro kosten)

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 29. September 2012 - 20:25 #

Rechnen wir mal durch, was man für 4 Spiele a 3 Euro bekommt:

1 Packung Rewe Langkornreis im Kochbeutel: 1,29€
1 ja! 5 Frikadellen (500gr): 1,85€
4 ja! Fix für Züricher Geschnetzeltes: 1€
2 Paprika Rot: 1,74€
4 Karotten: 0,64€
1 Porree: 0,69€
1 ja! Sonnenblumenöl: 1,49€

2 ja! Bauernschnitten: 1,30€
1 ja! Butter: 0,85€
1 ja! Frischkäse Kräuter: 0,59€
1 ja! Geflügelmortadella: 0,89€

Gesamt: 12,33€

Aus den Zutaten kann man sich für 4 Tage etwas zum Essen machen. 3€-Spiele die man nicht spielt, sind eine pure Geldverschwenung, weil es eben 3€ sind.

Sciron 19 Megatalent - P - 17096 - 29. September 2012 - 20:43 #

Bei den Fertig-Frikadellen bin ich ausgestiegen. Wer sich von sowas ernährt, hat sich als Hobby-Koch gleich disqualifiziert ;).

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 24784 - 29. September 2012 - 21:25 #

Ich bin schon bei "ja!" ausgestiegen. ^^

guapo 18 Doppel-Voter - 10496 - 30. September 2012 - 1:08 #

Ich bei Kochbeutel :)

McSpain 21 Motivator - 27488 - 30. September 2012 - 16:09 #

Ich bei "Rechnen" ;)

guapo 18 Doppel-Voter - 10496 - 30. September 2012 - 16:14 #

;p

COFzDeep 19 Megatalent - P - 17289 - 9. Oktober 2012 - 18:13 #

muahaha, der war gut ;) Applaus und virtuelle Kudos. Und Kekse ;)

Schnitzel (unregistriert) 29. September 2012 - 20:56 #

Das mag für Leute, die sehr aufs Geld schauen müssen zutreffen. Da ist es natürlich was anderes das Geld "sinnlos" rauszuhauen.

Aber ich behaupte mal, dass den meisten Leuten mit so einem riesigen Backlog das Geld nicht wirklich weh tut. Bleiben wir mal bei den 12€. Davon kann man einmal ins Kino gehen. Es könnte gerade so für nen Restaurantbesuch für eine Person reichen, in vielen Fällen nichtmal dafür. Oder letztens war ich Kartfahren: 30€ für ne halbe Stunde.

Wenn man sich solche sachen leistet, die einem ne halbe bis zwei Stunden was bringen und das wars, warum dann nicht das gleiche Geld in 4 Spiele investieren, selbst wenn man jedes maximal eine Stunde spielt?

guapo 18 Doppel-Voter - 10496 - 30. September 2012 - 1:11 #

Super-Vergleiche. Als ob es neben Steam keine Angebote gibt: Kinotag! Mittagsmenue! Remittenden!

Schnitzel (unregistriert) 1. Oktober 2012 - 11:32 #

Und was ändert das auch nur ansatzweise an meiner Aussage?

Wunderheiler 20 Gold-Gamer - 21377 - 1. Oktober 2012 - 10:29 #

Und wenn man das essen nicht isst, war es auch Geldverschwendung. Aber ein volles Spieleregal ist für mich ein voller Kühlschrank. Ein gewisser Grundstock an (ungespielten) Spielen ist für mich das Geld, dass ich für dann manchmal ungespielt bleibende Spiele mehr bezahlt haben, genauso wert, wie eine gewisse Vielfältigkeit an Nahrungsmitteln. Auch da kommt es (leider) immer mal vor, dass ich etwas entsorgen muss, weil ich doch kein Hunger drauf hatte...
Das ist halt eine gewisse Art von Luxus, die ich mir, auch weil in anderen "populären" Geldverschwendungsmethoden eher sparsam, gönne (und auch nicht bereue) :)

guapo 18 Doppel-Voter - 10496 - 30. September 2012 - 1:07 #

> Was kann man sich für 3 Euro kaufen? Dafür bekommt man mittlerweile ja nichtmal mehr ein Schnitzel,

Billig-Imbiss Grosstadt check

> kein Buch,

Sale/B-Ware/Amazon check

>keine Kinokarte

One-Dollar-Kino check

Kappi 15 Kenner - 3287 - 30. September 2012 - 15:21 #

Also hier kosten die Billigsten Schnitzel 3,20€ und sowas wie ein "one-Dollar-Kino" gibts nicht^^ Und Bücher für unter 3€ bei Amazon? also die wenigen die ich jetz beim kurzen überblicken gefunden habe, würde ich nichtmal lesen, wenn sie mir geschenkt würden, aber gut es gibt sie, also geb ich mich in dem Punkt geschlagen

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 30. September 2012 - 17:15 #

Habt ihr keine Bibliothek? Hier kostet der Jahresbeitrag 20€ und man kann sich soviele Bücher ausleihen wie man möchte. 7 Steam-Spiele die man eh nicht spielt, gegen eine riesige Auswahl von Büchern? Guter Deal.

Seelenklempner (unregistriert) 29. September 2012 - 19:18 #

Wer sich ändern möchte, sollte nicht in die Falle tappen, sein Verhalten überdenken zu wollen. Der Verstand neigt dazu, dass wir uns selbst die Schuld über unser Verhalten geben. Das führt dann dazu, das der Impuls stärker werden wird.

Wer sich ändern möchte sollte einen Zettel in die Hand nehmen und sich der Freude hingeben, die er beim Kauf hatte. Die Gedanken und Emotionen aufschreiben. Danach sollte er sich vorstellen, wie schlecht er sich gefühlt hätte, wenn er den Kauf nicht getätigt hätte (z.B. das Schnäppchen nicht aufgegriffen).

Dies mag ungewohnt erscheinen ist aber extrem wichtig. Nur wer hier ehrlich ist, kann sich wirklich ändern (wenn er es möchte).

Mit den Verstand kann man sich dann den Zettel widmen und die Frage stellen, ob man in der Lage wäre diesen Gedanken aufzugeben? (Am besten mit Begründung).

Da ein Kauf immer eine emotionale Sache ist, muss man sich seinen Emotionen widmen, wenn man sich ändern will. Wir können aber unsere Emotionen nicht gleichzeitig haben und analysieren. Geht einfach nicht. Aber aufschreiben und später analysieren geht.

Die Technik dahinter ist "thework"(eine Variante der kognitiven Emotionstherapie).

IhrName (unregistriert) 29. September 2012 - 19:42 #

Nix da, sowas kommt bei mir nicht in die Tüte. Was ich kauf, das Spiel ich durch und wenn ich's richtig lieb hab (Fallout ect.) dann behalt ich's sogar, aber der rest wird wieder verjubelt. Mehr als 8 Titel passen nicht in mein Spielefach und alles was ich noch spielen möchte und nicht dazu gekomen bin kann ich auch auf eine Liste schreiben die ich dann bei Gelegenheit mal abhake - so jetzt geschehen mit Portal 2.
Geht ganz gut, spart Geld und es lasstet mir nicht auf der Seele irgendwo ungespieltes rumfliegen zu haben.
Ich spiele und kaufe also eigentlich nochimmer so wie früher als Kind, ich hab aber auch tatsächlich nicht so viel Geld, aber auch nicht soviel Zeit.

Xorthos 10 Kommunikator - 545 - 29. September 2012 - 20:03 #

Tya, mir gehts auch so. Meist spiele ich ein Spiel (wenn überhaupt) erst durch, wenn der Nachfolger schon auf dem Tisch liegt bzw. das in Kürze tun wird.

Das Überangebot ist eher ein Fluch als ein Segen und es ist schade um die wirklich guten Spiele, mit denen wir überflutet werden.

*Ironie* also bitte mehr Schund Produzieren, damit ich die guten Spiele auch durchzocke.

Kühlschrankmagnet (unregistriert) 29. September 2012 - 21:51 #

Bei dem Artikel ertappe ich mich immer wieder beim einverständigen Mitnicken. Mir geht es zwar nicht ganz so schlimm wie dem noch geplagteren Autor, denn zumindest spiele ich meine Schnäppchen noch allesamt an, statt sie bloß zu einer Halde zu türmen. Aber der Ansporn, den Ramsch durchzuspielen, verkümmert zusehends, da ja schon das nächste super Sonderangebot auf die Festplatte drängt. Die Gleichung, man kaufe sich für schlappe 3€ ganze 100 Mark, ist mir nur zu vertraut. Schöne Beobachtung.
Einen Einwurf habe ich dann doch: Ich entdecke im abgebildeten GOG-Regal den "Tempel des Elementaren Bööösen". Dieses Schnäppchen habe ich ebenfalls dortselbst erstanden und mit großem Behagen ganz altmodisch einfach mal durchgespielt. Nein, nicht weil es so ältlich und so ganz anders als neue Spiele sei, sondern einfach, weil jede Regel ihre Ausnahme hat. Verbuggte Rundentaktik mit dickem Handbuch ist meine. :)

KikYu0 (unregistriert) 29. September 2012 - 22:15 #

Vllt. koennte man da auch mal auf lustige sachen wie den "Season Pass" eingehen.. da kauft man ja praktisch die Katze im Sack und kriegt am ende eventuell DLC´s die man garnicht Spielt, mal angenommen das 3te Addon von Battlefield ist reiner Singleplayer bsp, bei Borderlands oder Darksiders hat man ja auch keine Ahnunung wofür man sein Geld eigentlich ausgibt.

Hab übrigens in alle 3 Spiele mein Geld gepumpt - Season Pass mäßig.

Zum eigentlich Thema muss ich noch sagen das ich oft auch Spiele nur Kaufe um die Firma irgendwie zu "unterstützen" - mag auch Schwachsinnig sein, aber besser als Mc Donald's find ichs allemale.

Poledra 18 Doppel-Voter - 12230 - 29. September 2012 - 23:28 #

Guter Artikel und es erkennen sich ja auch einige User wieder (= vermisste Statistik)
Für mich gilt das eher nicht, da ich wirklich nur die Spiele kaufe, die ich auch relativ zeitnah spiele. Einen Spielestapel habe ich allerdings auch aufgrund der vielen Vollversionen in Spielezeitschriften (jahrzehntelanges Abo).
Grundsätzlich ist dieses Phänomen aber schon bekannt bei allen Menschen, die gerne lesen. Da hat jeder seinen SUB = Stapel ungelesener Bücher, der auch niemals abgearbeitet wird :)

VikingBK1981 19 Megatalent - P - 14347 - 29. September 2012 - 23:46 #

Ja bei einigen Gamern ist das wohl die Regel. Aber das kann jeder auch ändern, ich z.B. habe immer so 3 - 4 Titel die ich wirklich aktuell Zocke, der Rest wartet, und neue Games werden erst gekauft wenn die anderen durch sind. Hat den Vorteil das ich deutlich weniger für meine Games bezahle, entweder durch Gebrauchtspiele oder durch GotY Editionen. Wüsste nicht was ich davon habe wenn ich knapp 60€ für ein Xbox 360 Spiel ausgebe und es dann noch nur rum liegt.
Und da Zocken nicht mehr mein einziges Hobby ist und ich voll berufstätig, und ein Kind und Frau habe, ist mir das Geld auch einfach zu schade dafür.

Zottel 16 Übertalent - 4310 - 30. September 2012 - 0:10 #

Also der Artikel ist wirklich gut, gerade der Anfang ließt sich so als wäre er meiner Biografie entsprungen. 20DM Taschengeld, das war bei mir exakt genau so, da musste ich 4-5 Monate sparen für ein einziges Spiel und konnte währenddessen nichts(!) anderes kaufen. Anderthalb Jahre eisern auf ne neue Konsole sparen war auch Alltag für mich. Spiele hatten damals exakt den Wert der hier beschrieben wurde, auch der Werteverfall der Spiele in meinem Kopf, durch die Steamdeals und Co der letzten Jahre, ist so bei mir aufgetreten. Ich habe mir anfangs bei besagten Deals einfach alles eingeramscht was mich auch nur im entferntesten interessiert hat oder irgendwer irgendwo positiv erwähnt hat.
Dennoch bin ich in den letzten beiden Jahren etwas davon weggekommen, bei Deals einfach nur noch wie wild zuzuschlagen, ich wäge inzwischen ab, was ich kaufe und was nicht. Die Anzahl, gekaufter aber nicht gespielter Spiele, nimmt bei mir langsam aber sicher immer weiter ab. Mittlerweile schaue ich mir, wenn ich Zeit dazu habe, das ein oder andere Spiel in meiner Steambibliothek an, und nicht selten habe ich zumindestens so lange Spaß dabei, dass sich der Kaufpreis dennoch rentiert hat.
Klar, hätte sich dahingehen mit der Zeit nichts geändert, und ich würde immernoch bei jedem Deal dem totalen Kaufwahn verfallen, wäre dies auch für mich zur absoluten Geldverbrennung geworden, aber ich sehe daran den wirklich positiven Aspekt: Überteuerte 50€ Fehlkäufe von gehypten Spielen gehören für mich auch der Vergangenheit an. Ich habe es nicht mehr nötig, mir Spiele zum Vollpreis zu kaufen, ich kann mir zu 95% sicher sein, dass das Spiel welches mich interessiert, auch irgendwann für n Äppel und n Ei verscherbelt wird, ich muss es nicht sofort kaufen, denn in der Zwischenzeit vertreibe ich mir die Zeit mit nem anderen Spiel, langweilig kann mir auf jeden Fall nicht werden.

Skeptiker (unregistriert) 30. September 2012 - 0:26 #

Mein "Pile of Shame" bei Spielen und DVDs liegt bestimmt
bei 80%, wenn ich bei DVDs wegen der ganzen TV-Serien
in Minuten rechne, nicht in Boxen im Schrank.

Gruselig!

Die Industrie macht ihre Gewinne mit den Exemplaren,
die eingeschweißt im Schrank stehen - denkt da mal
5 Minuten drüber nach!

neone 15 Kenner - P - 3158 - 30. September 2012 - 0:53 #

RIP Rabattgesetz. So schlecht scheint es doch gar nicht gewesen zu sein.

Henke 15 Kenner - 3636 - 30. September 2012 - 5:21 #

Wie schon von vielen erwähnt, ein sehr gut geschriebener Artikel. Du sprichst dem gemeinen Zockervolk aus der Seele, Mann!

Auch bei mir hat sich eine große Anzahl Spiele angesammelt, und auch so manches Schnäppchen (Retail!) ist darunter zu finden.

Ich zähle mich ebenfalls zu den Jägern und Sammlern, und die ungespielten Titel werde ich in meiner Lebensspanne unmöglich alle spielen können, es sei denn, ich gewinne im Lotto und muss nicht mehr hart arbeiten, um mir mein täglich Brot und Spiele leisten zu können.

Die Download-Titel, die in Deinem Artikel erwähnt werden, kommen für mich natürlich nicht in Frage, ich möchte mir natürlich etwas ins Regal stellen können...eine Steambibliothek kann das einfach nicht ersetzen.

Dennoch vergisst Du eines in Deinem Artikel: Spiele waren damals durchaus ihre 100 DM wert! Wenn ich mich zurückerinnere, so hatten diese Spiele damals etwas magisches an sich: Einem Original-Pirates lag neben Anleitung noch eine Seekarte bei, einem Zak McKracken eine Zeitung. Rollenspielen fürs Super NES kamen in riesengroßen Verpackungen daher, da den meisten ein stimmig gemachtes Lösungsbuch beilag, Prügelspiele hatten kleine Kärtchen, auf denen die Combos der einzelnen Kämpfer vermerkt waren usw.

Heutzutage gibt es solche Gimmicks (wenn überhaupt) nur noch in den Collectors Editions; wobei auch dort der Trend weggeht von Karten und Plastikfiguren und hin zu Downloadinhalten wie neuen Mitstreitern, komischen Reittieren und besseren Waffen (wobei letzterer Punkt für mich doch verdächtig nach Cheat stinkt).

Ich bin ja durchaus noch bereit, für ein klassisches Zelda mit Originalverpackung das entsprechende Kleingeld hinzublättern, aber ein kopierschutzverbuggtes Dragon Age II (gestern gekauft) mit einem lieblos gestaltetem "EA Classics"-Cover ist mir dann nur(!) 19,99 €uronen wert, wobei das auch schon hart an der Grenze ist.

Mir ist schon klar, das hinter großen Namen wie Call Of Medal Of Crysis-Duty Millionen in Produktion und Werbung gebuttert werden, aber für ne DVD in ner Plastikbox mit auf Massenmarkt getrimmtem Artwork und ner Anleitung als PDF gebe ich doch keine 50 Euro aus, sondern höchstens 2,99!

Spiele sind nunmal zur Massenware verkommen; ein Shooter spielt sich wie der andere, alles sieht gleich aus, nur die Zahl hinter dem Titel ändert sich - Resident Evil 6 ist ja auch nicht das sechste Spiel der Reihe, sondern Nummer 28 oder so...

Würden sich die Entwickler und Publisher mehr mit ihren Produkten auseinandersetzen und uns in jeder (liebevoll aufgemachten) Spielepackung ein kleines Gimmick mit reinpacken (ordentliche Anleitung, Poster, ein Aufkleber o.ä.) würden wir Spiele auch wieder mehr wert schätzen!

Bunkerkuh (unregistriert) 30. September 2012 - 8:25 #

Also ich zocke seit ca. 17 Jahren und kaufe seit je her nur die Spiele, die mich wirklich sehr ansprechen und die ich auch tatsächlich spielen will. Klar habe ich dabei auch schon oft ins Klo gegriffen und meine Erwartungen wurden nicht erfüllt. Aber das ein Spiel ungespielt im Regal verschwindet ist eine Problematik, die ich nicht wirklich kenne. Mit einer Ausnahme.

Pro Evolution Soccer. Jedes Mal wenn EM oder WM ist komme ich ins Fußball-Fieber, zocke mit Freunden PES und kaufe mir den aktuellen Teil. Und kaum ist die EM/WM vorbei, steht es im Regal und wird praktisch nie wieder gespielt. Da ist es schon irgendwie schade drum. Für den Spaß während des (kurzen) Zockens ist es das aber trotzdem wert!

Ridger 18 Doppel-Voter - P - 10712 - 30. September 2012 - 9:10 #

Sehr schöner Artikel und gut geschrieben!

Um meinen Backlog abzubauen, habe ich Ende letzten Jahres beschlossen mir erst neue Spiele für PS3 zu kaufen, wenn ich alle durchgespielt habe. Heute sind tatsächlich 9 Monate um und ich habe es geschafft mir kein neues Spiel zu kaufen. Allerdings habe ich kaum Zeit den Backlog abzubauen und gerade mal 2 oder 3 Stück geschafft. :( Mit DVDs und Blurays verfahre ich genauso. Erst alles noch einmal ansehen, bevor eine neue DVD oder BD gekauft wird, aber auch hier bin ich nach 9 Monaten noch nicht einmal mit der Hälfte durch...

Novachen 19 Megatalent - 13056 - 30. September 2012 - 10:42 #

Eigentlich eine Diskussion die ich eigentlich oft mit meinem Freund führe. Ich habe zwar auch sehr viele Spiele auf Steam, habe mir allerdings eben aus diesem "Sammlerwert" sämtliche Spiele die es als Retail gibt auch noch nachträglich als Retailversion gekauft und ich habe da rund 100 Spiele als Backlog. Das sind verhältnismäßig viele finde ich und man kann sich sicherlich darüber streiten wo der Sinn ist, sämtliche Spiele die man auf Steam Origin etc. hat nochmal als Datenträgerfassung zu haben, aber darum geht es ja nicht. Es gibt 100 Spiele, aber die sind tatsächlich noch zu bewältigen. Bei ihm nimmt das aber ganz andere Auswüchse an. Der hat insgesamt an die 1000 Spiele und der Großteil ist nicht einmal geöffnet oder eben mal angeschaut worden und wir haben schon ein extra Lagerraum mit den ganzen Spielen... einsortiert mit Regalen mit Listen. Sicherlich sammeln andere Leute in diesen Ausmaße auch Filme oder Musik, aber rund 2000 Stunden Film (2 Stunden pro Film gerechnet) lassen sich tatsächlich immerhin im Leben bewältigen, und das in sogar recht kurzer Zeit, aber bei einem Spiel spricht man hier ja oft vom 5 bis 10-fachen davon. Ich selbst habe natürlich auch eine Wunschliste, aber die rühre ich mittlerweile nur noch an, wenn ich grad wirklich Lust darauf hätte dieses Spiel jetzt zu spielen und ich an die anderen kein Interesse im Moment verspüre.

Aber er? Er kauft Spiele nach dem Motto: "Klingt interessant und WÜRDE ich spielen." - Die Absicht hat er da vielleicht, die Zeit dafür nicht, weil da auch zu viel zu schnell neues dazu kommt. Gestern hat er sich FIFA 13 gekauft, ich glaube eines der wenigen Spiele der letzten Jahre wo er wirklich das Spiel gekauft hat, weil er tatsächlich JETZT darauf Lust hat. Immerhin hat er sich die letzten 6-7 Vorgänger nicht gekauft, auch weil er wohl wusste, bis er die Zeit/Lust verspührt gibt es bereits schon wieder die nächste Jahresversion. Jährliche Updates von Sportspielen sind für ihn immerhin ein Grund wegen den Daten mit dem Kauf zu zögern. Aber bei einem Spiel was immer eine andere Geschichte erzählt? Da klappt das nicht.

insaneRyu 13 Koop-Gamer - P - 1744 - 30. September 2012 - 12:31 #

Wieso kann ich einem Artikel nicht gleich 5 oder 10 Kudos geben

edit: da er mir aus dem Herzen spricht, wenn ich mir so meine Liste der ungespielten Spiele ansehe.

Trax 14 Komm-Experte - 2531 - 30. September 2012 - 12:41 #

Schöner Artikel, aber zum Glück steht es um mich noch nicht so schlimm wie oben beschrieben.
Mein Backlog bezieht sich eher auf Sachen, die ich gerne irgendwann spielen würde aber noch nicht gekauft habe. Wenn ich mir Spiele kaufe, dann spiele ich sie auch. Sicherlich spiele ich nicht sämtliche Titel durch, aber eigentlich habe ich bei mir im Regal kein Spiel, dass ich noch gar nicht gespielt habe.
Einzige Ausnahme sind ein paar Indie Titel auf Steam, die ich mal zusätzlich bei einem Humble Indie Bundle bekommen habe. Allerdings nur die Titel, die eben einfach dazu waren und mich nicht interessieren.

Baran 12 Trollwächter - 826 - 30. September 2012 - 15:09 #

Interessanter Beitrag, auch wenn ich im gesamten Text (und in den Kommentaren, so weit ich das sehen konnte auch) ein Punkt außen vor bleibt: Kontrolle und Macht.

Ich sammele leidenschaftlich gerne, bin aber ein Freund von physikalischen Verpackungen und In's-Regal-Stellen-Könner, egal ob Spiel oder Film. Und gerade im Spielebereich finden sich etliche, dessen CD sich noch nie im Laufwerk meines Rechners befand.

Für mich ist der Sammlerdrang aber eher ein "Kontrollwahn" (negativ oder positiv unterlegt, ganz wie es beliebt), eine Möglichkeit Sachen zu machen/spielen, wenn ich will, aber nicht muß, jedoch kann, wenn ich möchte. Ich habe die Kontrolle und muß, wenn mich dann die Lust ereilt, nicht darauf verzichten genau DIESES Spiel zu spielen.

Ähnlich wie bei dem Kauf von Zentis-Weihnachts-Marzipan Ende August: Das liegt dann im Kühlschrank und ich kann, wenn ich will, warte aber doch "am liebsten" bis es kalt genug ist, um das Marzipan mit einer heißen Tasse Tee zu verzehren. So wie jetze halt. :haps:

Wohlgemerkt: Ich weiß, daß das keine Umdeutung des bereits Genannten ist, aber ich möchte gerne die "Sammlerleidenschaft" durch "Kontrollmöglichkeit" erweitern. :)

Nokrahs 16 Übertalent - 5766 - 30. September 2012 - 16:45 #

Also ich bin Game Sammler, habe aber den Anspruch, dass ich alle Spiele die ich kaufe auch durchspiele. Ausgenommen sind Fehlkäufe, welche sich aber in Grenzen halten. Meine Bibliothek an Spielen ist für mich immer überschaubar.

McGressive 19 Megatalent - 13997 - 30. September 2012 - 17:15 #

Congratz zu deinem ersten(?) User-Artikel, Fallout-Junge!
Sehr gut und sauber geschrieben und ordentlich strukturiert.
Gerne mehr davon. =)

Über den Backlog haben wir uns ja schon im Forum ausgelassen... und ja, auch ich bekenne mich schuldig -.-'

Fallout-Junge 16 Übertalent - 4593 - 1. Oktober 2012 - 20:11 #

Danke, danke. Ja, das ist mein erster Artikel. Eigentlich wollte ich ja Screenshots hochladen, habe aber das dritte Talent falsch investiert.

Im Moment schaue sehe ich mal zu, wie lange ich es ohne den Kauf von Spielen schaffe. Ganz lassen werde ich es wohl nicht. Ich denke, ich werde mir das kaufen, was ich früher mal ausgiebig gespielt habe, jetzt jedoch nicht mehr besitze. Sprich: Wenn es auf GOG wieder eine Promo mit Wing Commander oder Dungeon Keeper gibt, schlage ich zu.

Hinzu kommt noch die Versuchung, ein Playstation Plus Abo abzuschließen. Bei meiner langsamen Leitung lohnt sich das allerdings (noch) nicht.

marshel87 16 Übertalent - 5683 - 30. September 2012 - 18:48 #

schön geschrieben :)
Ich bin froh, zu der Art Spieler zu gehören, welche sich nur Spiele kaufen, wenn sie es auch vor haben, dieses durch zu spielen! Alle Spiele, welche ich mir gekauft habe und jetzt im Regal stehen, weil ich sie noch nicht verkauft habe, habe ich durchgespielt. Darauf bin ich in gewisser Weise stolz :)
Ich habe kein Problem damit mich von einem God of War 3 oder Army of Two zu trennen, nachdem ich es durch habe. Wieso soll es noch im Regal stehen, obwohl ich weiß, dass ich es nie wieder spielen werde?
Einzig Spiele, welche ich Geschenkt oder gewonnen habe, stehen noch ungespielt im Regal. Doch kaufe ich mir so lange kein neues, bis ich diese durch habe! So sehr ich auch Borderlands 2 und Darksiders 2 spielen will, so bin ich doch auch so weit am denken, dass ich z.B. Uncharted 2 und Batman Arkham Asylum noch spielen muss! Ausserdem werden Borderlands 2 und Darksiders 2 noch günstiger und erscheinen evtl. in einer GotY Edition - wodurch ich dann auch noch spare und den selben Spielspaß habe wie Leute, die es am 1. Tag spielen :)

Torian Raven 11 Forenversteher - 800 - 30. September 2012 - 19:34 #

Schöner Artikel, da wurden einige Kindheitserinnerungen wach :)

Ganesh 16 Übertalent - 5024 - 1. Oktober 2012 - 14:00 #

Schöner Artikel.

Kleiner Fehler: "Das_s_ ein Spieler für drei Euro den Gegenwert von 50 Euro erhält _,_ trifft also nur zu..."

Fallout-Junge 16 Übertalent - 4593 - 1. Oktober 2012 - 20:05 #

Danke für den Hinweis, ist korrigiert.

...bin ganz erschrocken, dass ich es nach etlichen Hausarbeiten noch schaffe, einen solch kapitalen Fehler zu fabrizieren.

guapo 18 Doppel-Voter - 10496 - 1. Oktober 2012 - 20:43 #

Ganz normal - irgendwann sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr :)

Ganesh 16 Übertalent - 5024 - 1. Oktober 2012 - 22:05 #

Den normalen Augen kann so etwas passieren. Wenn man mag, investiert man Geld in einen Duden Korrektor. Der findet dann doch noch viele Grammatikfehler, auch solche das/dass-Sachen, ebenso wie fehlende Kommata.

Fallout-Junge 16 Übertalent - 4593 - 1. Oktober 2012 - 22:19 #

Gerade wieder 2 Folgen SdK am Stück gesehen. Mal Amazon Suche nach Torchlight 2...NEIN, ich muss jetzt hart bleiben. Weiche, Spielteufel, weiche...

Labrador Nelson 28 Endgamer - - 98101 - 1. Oktober 2012 - 23:01 #

Scheisse, ja! Guter Artikel. :)

Zille 18 Doppel-Voter - P - 10824 - 2. Oktober 2012 - 8:49 #

Super Artikel! Wobei ich auch durchaus einen Nutzen aus meinem "Backlog" ziehe: Ab und an überkommt mich die Lust auf ein bestimmtes Genre, auch wenn ich "eigentlich" gerade ein anderes Spiel spiele. Ich kann heute auf jedes erdenkliche Genre zurückgreifen und finde in meinem Stapel an Spielen pro Genre mittlerweile zwischen 1 und 3 Titeln, die ich noch nicht gespielt habe (und die für mich interessanz sind). Für fast jede Stimmungslage kann ich direkt durchstarten ;-)

Farudan 11 Forenversteher - 823 - 2. Oktober 2012 - 19:30 #

Sich immer wieder selbst überraschen können? Unbezahlbar! :D

Geht mir teilweise ähnlich. Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass eine nicht gerade kleine Zahl meiner Backlog-Titel aus irgendwelchen Spielemagazinen stammt. Auf Steam habe ich einige Zweitkäufe, zum Beispiel die PC-Versionen zu Konsolenspiel (in der Hoffnung, irgendwann doch mal einen der Mods zu spielen). Einiges habe ich auch einfach so geschenkt bekommen, durchaus auch auf Wunsch.

Larnak 21 Motivator - P - 26033 - 2. Oktober 2012 - 19:59 #

Ich hätte mir neulich fast Battle Realms gekauft, als es bei GoG neu war, weil ich vergessen hatte, das ich es schon habe :/

Charlie 11 Forenversteher - 610 - 22. Oktober 2012 - 15:52 #

Sehr sehr guter Artikel der auch meine Situation perfekt trifft.
Wenn ich bei Steam ein Spiele sehe, denk ich mir so oft für den preis kann ich nichts falsch machen, dann wird es nie gespielt.

stylopath 16 Übertalent - 4377 - 8. November 2012 - 15:32 #

Super Artikel! Kann mich darin (leider!?) reflektieren...

Sylar 13 Koop-Gamer - 1332 - 29. November 2012 - 6:41 #

du sprichst mir aus der Seele

Valeo 15 Kenner - 2785 - 27. August 2013 - 11:58 #

Dieser Artikel legt auf befremdlich vertraute Art und Weise das eigene Kaufverhalten dar und ich denke, er hilft nicht nur mir, sein eigenes Kaufverhalten zu überdenken. Ich vereinfache mal die ganze Situation so: persönlicher Gewinn=(Spielzeit/Kaufpreis).

Fallout-Junge 16 Übertalent - 4593 - 27. August 2013 - 16:53 #

Hey, danke, dass es immer noch Interesse an einem so alten Artikel gibt.

Gute Idee übrigens mit der Gleichung!

Ich würde das allerdings noch weiterführen: Persönlicher Gewinn = (Spielzeit Summe aller Titel / Kaufpreis Summe aller Titel)

Also: 1x Dragon Age Origins richtig durchgespielt bei 2000 ungespielten Titeln auf Halde (für 2 Euro das Stück) = 60h / 4020 Euro

(Ich habe den Preis für DA:O auf 20 Euro angesetzt, also Summe aller Titel = 2000*2 + 20)

Dagegen: Nur drei teuer gekaufte Vollpreisspiele (Dragon Age, Mass Effect 2 und Fallout New Vegas incl DLC) im Besitz, aber von vorne bis hinten durchgespielt: 180 H / 210 Euro

Ich habe übrigens im letzten Jahr mein gesamtes Kauf- und Sammelverhalten wirklich von Grund auf geändert.

Vielleicht wird es ja einen "Ein Jahr danach" Artikel geben...

Larnak 21 Motivator - P - 26033 - 27. August 2013 - 21:21 #

Ich würde die Formel so nicht benutzen. Ganz einfach, weil es mir bei Spielen nicht nur um die Zeit geht, die ich dabei totschlage. Im Gegenteil, darum geht's mir wohl am wenigsten. Mir geht's um die Erfahrung beim Spielen. Und da kann auch mal ein kurzes, aber teureres Spiel eine viel intensivere Erfahrung bieten als ein viel längeres, günstigeres. Das mag mir auch gefallen, aber aus meiner Sicht könnte der kurze, teure Titel dann für mich trotzdem bedeutsamer gewesen sein. Daher finde ich es nicht richtig, sich dabei einfach auf die Zeit festzulegen. Das könnte im eigenen Bemühen, das im Artikel angesprochene Problem zu reduzieren, also den Gewinn in der Formel zu erhöhen, dazu führen, dass man anfängt, Dinge nur der Spielzeit wegen zu spielen.

Fallout-Junge 16 Übertalent - 4593 - 29. August 2013 - 14:56 #

Da habe ich mich aber Vertan...es muss natürlich Spielspaß pro Titel in Stunden, und nicht Spielzeit heißen.

Ansonsten würden wir ja die ganzen chinesischen Goldfarmer beneiden...

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