Pixel als Kulturgut

Faszination Videospiel: Horror

HeadMunk 14. November 2010 - 21:15 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert
Videospiele nehmen in unserer heutigen Kultur einen immer größeren Stellenwert ein. Aber was genau macht eigentlich die Faszination dieser artifiziellen Welten aus, die die Pixel und Voxel bekannter Spieleuniversen zeichnen und uns Gamer so gebannt an Bildschirm, Maus, Tastatur und Controller fesseln?

Die kalte, dunkle Jahreszeit hat uns wieder in ihren Fängen. Es ist November. Die Wege und Straßen sind gesäumt von abgestorbenen Blättern, die Tage von Grautönen und früh einbrechender Nacht bestimmt. Frostiger Wind, der von peitschendem Regen begleitet wird, beherrscht das hiesige Klima. Wo andere sich mit dem Flieger möglichst umgehend in möglichst weit entfernte, wärmere Gefilde flüchten, stelle ich mich einem anderen Konter-Programm: Ich sehe Personen zu, denen das Schicksal noch viel übler mitspielt als nur die Nase umwehender kalter Wind oder unangenehme Nässe. Horrorfilme, Gruselromane und Survival-Horror-Games sind da das Rezept nach Maß. Denn was gibt es Besseres als zu realisieren, dass es einem eingemümmelt in einer warmen Decke, kalorienstrotzendem Heißgetränk plus Sahnehaube zur Seite, griffbereitem Knabberkram zur Winterspeckgewinnung und dem Licht spendenden Flachbildfernseher im wohlig temperierten Wohnzimmer eigentlich gar nicht so schlecht geht?

Während ich mir also mein kleines Horror-Programm zusammenbastle, stellt sich dem geneigten Videospieler in mir eine große Frage: Warum grusele ich mich eigentlich mittlerweile bei Film oder Buch viel seltener, als dies bei einem guten Videospiel der Fall ist? Ob Belletristik oder Kinofilm mit Hang zum Grotesken, Übernatürlichen oder Extraterrestrischen - ich werde weit weniger tief in ihre düsteren, grausigen Welten gesogen, als dies noch in früheren Jahren der Fall war. Im Folgenden möchte ich darlegen, warum das Medium Videospiel einfach in vielerlei Punkten die Nase vorn hat, wenn es um packende Atmosphäre und echten Horror geht.


Der Reiz des Grauens

Zu allererst sei jedoch die Frage erlaubt, warum wir uns eigentlich freiwillig einem Gefühl aussetzen, das im Regelfall eher als unangenehm empfunden und unter allen Umständen unterdrückt werden will. Das Wort „Vergnügen“ möchte einfach nicht passend klingen, wenn wir im gleichen Atemzug von „Angst“ sprechen.

Genuss der Ordnung in Anschauung der Möglichkeit des Chaos.
- Stephen King              
Die gezielte Provozierung von Angst- und Schockmomenten ist gleichzusetzen mit den Empfindungen während einer Achterbahnfahrt. Dem „Thrill“ eines solchen Fahrgeschäfts setzen wir uns aufgrund des extremen Adrenalinausstoßes und dem ungemeinen Nervenkitzel aus, den wir als Spaß interpretieren. Und ähnlich verhält es sich auch bei all dem, was uns schaurig schön zum gepflegten Grusel animiert. Psychologisch wird bei diesem Phänomen von der „Angstlust“ gesprochen. Durch unheimliche, aufwühlende Szenen wird in unserem Hirn die Ausschüttung von Adrenalin forciert, was wir als sogenannten „Kick“ wahrnehmen, der unterschwellig ein Glücksgefühl auslöst. Und wie bei der Ausschüttung von derlei Gefühlen so oft der Fall, macht dieser Moment einen unwahrscheinlichen Reiz aus. Die etwas abgedroschene Metapher „Achterbahnfahrt der Gefühle“ möchte sich einfach aufdrängen, schlägt zugleich aber auch einen netten Bogen zu meiner Anfangsthese. Wozu sonst finden wir auf der Kirmes neben der Achtfachloopingbahn auch noch ein Geisterhaus? Weil uns das wohldosierte, ungefährliche Grauen einfach ein unsagbares Vergnügen bereitet.

Der kunstvolle Horror? Die Silent Hill-Serie war schon immer ein Paradebeispiel für unnachahmliche Bildsprache und unter die Haut gehenden, subtil arrangierten Horror. (Silent Hill: Homecoming)

Porter 05 Spieler - 2981 - 14. November 2010 - 21:40 #

Jeder erlebt wohl Horror/Grusel anderst, das meisste ist doch heutzutage nur noch eine Art brutaler Action/Splatter Mix...

Ich nenne mal The Ring als einzigen und besten Film der mich damals wirklich tief reingezogen hatte. Nicht das Japan original und erstrechtnicht den 2. Teil oder alle ähnlichen Nachfolger.
wirklich einer der verdammt wenigen Filme die mich damals alles um mich herum vergesssen gelassen haben.

und bei Spielen wurde project zero (1 und 2) und Alone in the dark 1,2,3 ja schon genannt, aber Siren Blood Curse ist auch noch sehr gut gemacht.

und Bücher`, ich lese nichtmehr viel aber Krabat war als ich noch Jung war genial :)

Red237 18 Doppel-Voter - P - 11159 - 15. November 2010 - 1:31 #

Damit wird Krabat jetzt hoffentlich nicht in die Horror-Ecke gestellt, oder?

Den Silent-Hill-Film fand ich auch noch ganz gut...

Porter 05 Spieler - 2981 - 15. November 2010 - 3:14 #

Krabat war aber verdammt gruselig :)
was sonst verbindest du mit Horror?

HeadMunk 14 Komm-Experte - 1849 - 15. November 2010 - 19:39 #

Um die Diskussion, ob Krabat jetzt auch anteilig als Grusel-Schmöker angesehen werden kann, möchte ich mich jetzt mal nicht beteiligen (da nicht gelesen), aber zu zwei anderen Punkten möchte ich dann doch noch was loswerden:

Siren: Blood Curse wollte ich auch anspielen, konnte mich aber nicht überreden den Download anzuschmeißen. Wäre aber eine gute Ergänzung meiner Sammlung, da ich bis jetzt noch keinen einzigen Siren-Titel gespielt habe, und die ja auch ein wenig als Geheimtipps gehandelt werden.

Und zu den Horror/Grusel-Filmen: Es stimmt zwar, dass ein Großteil aktueller Produktionen in die sogenannte Richtung der "Torture Porns" (wie SAW oder Hostel) gehen, aber es (GOTT SEI DANK!!!) auch noch gute Unterhaltung in diesem Segment gibt. Neben dem, von mir sehr geschätzten, The Grudge (mag sowohl Original als auch Remake) kommen da auch immer mal wieder Perlen wie Paranormal Activity und Blair Witch Project in die Lichtspielhäuser, die die Grenzen zwischen Film und Realität einzureißen versuchen, und den Zuschauer durch Subtilität und das Gefühl dabei und selber zu einem gewissen Grad angreifbar zu sein ins Geschehen ziehen. Für mich zwar vom Feeling her auch immer noch nicht ganz am Videospiel dran, sind es aber auf jeden Fall richtig tolle Horror-Filme!

Porter 05 Spieler - 2981 - 15. November 2010 - 20:03 #

"Torture Porns" genau, beschissener kranker Mist der heutzutage da gezeigt wird, und dabei steht ich ja auf Blutspritzer im Film wie im Spiel nur manchmal ist es ja auch vielzuviel und nur noch krank!

Blair Witch konnte mich so garnicht reizen aber Paranormal Activity soll sehr gut sein hab ich jetzt schon oft gehört.

HeadMunk 14 Komm-Experte - 1849 - 15. November 2010 - 20:22 #

Kann mich nur anschließen: Bin zwar früher auch sehr auf gewaltverherrlichende Horror-Schocker angesprungen (wenn auch zumeist als B-Movie wie zum Beispiel "Braindead" von Peter Jackson), aber halbwegs ernst gemeinte Filme wie Hostel sind für mich einfach nur abstoßend.

Hatte gerade letztens Paranormal Activity mit einem Freund von mir, den Blair Witch Project auch kalt gelassen hat, auf BluRay geschaut. Wir saßen beide wirklich gebannt vorm Fernseher und auch mein Kollege war wirklich begeistert. Schau ihn dir unbedingt mal an, auch wenn er von der Machart stark an "BWP" erinnert! ;)

Cohen 16 Übertalent - 4452 - 14. November 2010 - 22:14 #

Ich spiele zwar gerne Spiele mit gruseligen Szenarien wie Silent Hill, Resident Evil, Clive Barker's Undying, Doom 3, Condemned, The Darkness und Dead Space, aber richtig gegruselt haben mich diese Spiele noch nie. Die Schockmomente wie die durch das Fenster springenden Hunde bei Resident Evil 1 wirken zwar, aber ansonsten steuere ich die Figur im Spiel und fühle mich selbst sicher... zudem ist man in diesen Spielen auch meistens gut bewaffnet, selbst wenn die Munition manchmal knapp ist.

Lediglich in einigen Sequenzen von "Dark Corners of the Earth", bei dem PS3-Spiel "Siren: Blood Curse" und aktuell bei dem Penumbra-Nachfolger "Amnesia: The Dark Descent" kommt ein leichtes Panikgefühl auf, wenn man waffenlos und in der Ego-Perspektive versucht, der Aufmerksamkeit der Monster zu entgehen.

Ego-Perspektive und schwache/keine Waffen scheinen bei mir Voraussetzung für das Gruselerlebnis vor dem Bildschirm zu sein.

HeadMunk 14 Komm-Experte - 1849 - 16. November 2010 - 8:07 #

Diese Einstellung zu Horrorspielen habe ich auch schon öfter gehört. Gerade in Zusammenhang mit Titeln wie Dead Space. Ich selber kann das nicht ganz nachvollziehen. Zähle mich zwar selber nicht unbedingt zu den schreckhaftesten Persönlichkeiten, aber als ich Dead Space zum Ersten mal gespielt habe, blieb mir einfach die Spucke weg! Die erste Sequenz auf der USG Ishimura, in der man fliehen muss, hat mir einfach einen unwahrscheinlichen Schrecken eingejagt. Und auch nach auffinden der ersten Waffe bin ich bei jeder Ecke, um die ich gehe, oder jedem dunklen Korridor, den ich durchschreite, unheimlich angespannt. Dabei fürchte ich weniger den eigentlichen "Gegner", sondern habe eher Angst davor, von einem dieser widerwärtigen Monstren erschreckt zu werden, die mein virtuelles Alter-Ego da in Einzelteile zerlegen möchten.

Dead Space gehört deshalb auf jeden Fall in den Bereich des "Schocker-Horrors", also ein Spiel in dem der Großteil des Gameplays eher auf das Erschrecken des Spielers ausgelegt ist (wie zum Beispiel auch die ersten Resident Evil-Teile). Zwar kann ich verstehen, dass man durch Spiele wie Silent Hill oder Amnesia mit ihrer unterschwelligen Bedrohlichkeit mehr Angst verspürt, aber ein Dead Space könnte ich niemals so entspannt durchspielen wie zum Beispiel ein Super Mario Galaxy. Und das liegt nicht nur daran, dass das Spiel blutrünstiger und abstoßender aufgemacht ist, sondern weil es einfach furchterregend ist.

pel.Z 16 Übertalent - 4852 - 14. November 2010 - 21:56 #

Das einzige Spiel, das mich bisher zum Weglegen des Controllers gebracht hat, war Dead Space. Ist wohl der einzige Grund, wieso ich das Spiel bisher leider noch nicht durchgespielt habe... ;-) Muss mich da noch mal ranwagen, aber definitiv nicht in der dunklen Jahreszeit. Sommer 2011 mach ich mich dann an Dead Space und Dead Space 2!

HeadMunk 14 Komm-Experte - 1849 - 15. November 2010 - 19:59 #

Das kann ich absolut nachvollziehen, musste auch nach den ersten Spielminuten von DS erstmal nen Tag Pause einlegen. Aber wenn man sich erstmal warm gespielt hat und seine eigene Schreckhaftigkeit ein wenig ablegt, macht dieses Spiel einfach einen unwahrscheinlichen Spaß. Für mich immer noch eines der besten Spiele der letzten Jahre! Lass es dir nicht entgehen! ;)

Sciron 19 Megatalent - P - 15742 - 14. November 2010 - 22:04 #

Silent Hill 2 ist für mich immer noch der Meister aller Horror-Klassen und eines der mitreissendsten Spiele überhaupt. Allerdings muss man sich auf die spezielle Machart des Titels und das etwas steife Gameplay einlassen. Wenn man das kann, wird man mit einem der intensivsten Spieleerlebnisse belohnt, die man als Videospieler haben kann.

Meine erste Berührung mit Horrorgames, hatte ich mit den beiden Elvira-Adventure-RPGs auf dem Amiga 500. Damals war ich echt noch ziemlich jung (und durfte sie eigentlich noch gar nicht spielen *hust*) und hab mich teilweise massiv vor einigen Szenen gefürchtet. Man konnte sich, wie zu der Zeit üblich, nur Stufenweise vorwärts bewegen und hatte dann mit einem Klick plötzlich ruckartig irgendne schaurige Leiche vor sich, oder wurde von irgendwelchen Biestern angefallen. Das hat seine Wirkung echt nicht verfehlt. Selbst heute können einem die Dinger, trotz ihrer angestaubten Grafik, noch das Fürchten lehren.

Leider haben sich einige Spiele, wie die Resident Evil-Serie, immer mehr von ihren Wurzeln entfernt. Der 4. Teil hatte noch eine relativ ausgewogene Mischung aus Grusel- und Shootereinlagen. Den aktuellen Ableger kann man maximal noch als "eklig" bezeichnen. Als Shooter ist das Teil zwar sehr unterhaltsam, mit Grusel hat das aber nix mehr zu tun.

Das bin ich echt froh das es Titel wie "Amnesia" gibt, die quasi den umgekehrten Weg gehen und den Spieler nicht mit einem riesen Waffenarsenal durch die Gegend ziehen lassen, sondern ihn wieder "traditioneller" mit seiner eigenen Angst konfrontieren.

Andere Entwickler sollten sich daran ein Beispiel nehmen. Ich setze meine Hoffnungen in diesem Fall auf ein (noch nicht angekündigtes) Silent Hill 6. Möge die Serie mal wieder an ihre glorreiche Vergangenheit anschliessen.

HeadMunk 14 Komm-Experte - 1849 - 15. November 2010 - 20:16 #

Hmmm, die Elvira-Spiele hatte ich noch überhaupt nicht auf dem Zettel. Habe mir gerade mal ein paar Videos auf Youtube angeschaut. Sehen für damalige Verhältnisse wirklich recht gruselig aus! ^^

Ich finde, dass Resident Evil schon einen richtigen Weg eingeschlagen hat. Durch die Neuorientierung hat Capcom verhindert, dass die Beliebtheit ihres Franchises verebbt, wohingegen Serien wie Silent Hill zurzeit leider ein wenig in die Röhre gucken. Dass der Gruselfaktor dabei dem actionreichen Gameplay zum Opfer gefallen ist, empfinde ich als vertretbar, ich meine, sonst hätte die Welt niemals ein Resident Evil 4 zu Gesicht bekommen, das rein spielerisch betrachtet einfach eine Wucht ist.

Nichtsdestotrotz hoffe ich natürlich auch, dass es ein neues Silent Hill mit einigen runderneuerten Gameplay-Mechaniken bald wieder zum Glanz der Anfänge schafft.

Sciron 19 Megatalent - P - 15742 - 16. November 2010 - 10:48 #

btw. Schöner Artikel übrigens, ganz vergessen zu erwähnen und danke auch für den Hinweis auf meinen Amnesia-Test, ich freu mich ja über jeden zusätzlichen Leser ;).

In Sachen Amiga würde ich noch Waxworks empfehlen, auch wenn ich nie so richtig in das Teil reingekommen bin. Diese typischen RPGs hatten damals ihr ganz eigenes Feeling. Da man nicht einfach Strafe-Jumpend um ein Monster hoppsen konnte, fühlte man sich wie festgenagelt und dem Gegner irgendwie ausgeliefert. Das hat zur beklemmenden Atmosphäre noch zusätzlich beigetragen.

Leider waren grade die Elvira-Spiele bockschwer und in Sachen Gameplay durch das relatv frei erkundbare Szenario auch oft ziemlich knifflig. Die Teile ohne Komplettlösung durchzuschaffen, erfordert jedenfalls einiges an Geduld und Frustresistenz.

Was ich oben ganz vergessen habe und immer mal wieder gern erwähne ist das Point'n'Klick Adventure "I Have No Mouth, and I Must Scream", welches auf der gleichnamigen Kurzgeschichte von Harlan Ellison basiert.

Das ganze kann man eigentlich nicht als klassischen Horror betrachten. Fällt mehr in Richtung Postapokalyptische Science Fiction. Allerdings sind einige Horror-Elemente, vor allem im psychologischen Bereich, ganz klar vorhanden. Dadurch erhält das Spiel ebenfalls eine sehr beklemmende Atmosphäre.

Es ist auch eines der wenigen Spiele, welche sich mal an brisante Themen wie z.B. Holocaust oder Vergewaltigung heran wagen. Allerdings wurde die deutsche Version grade wegen dem Holocaust-Szenario zensiert und ist dadurch nicht durchzuspielen, da ein kompletter Charakter einfach aus dem Spiel radiert wurde.

Die Uncut-Version ist auf jeden Fall sehr spielenswert, auch wenn es nach Adventure-Massstäben keines der besten Adventures aller Zeiten sein mag.

Kanonengießer 14 Komm-Experte - 2391 - 14. November 2010 - 22:04 #

Ich persönlich bin mehr der Action Fan! Horror war noch nie so richtig mein Ding. Wobei ich solche Horrorgeschichten gerne im Koop spiele. Dead Space alleine war mir zu einsam^^ Schöner Artikel :)

HeadMunk 14 Komm-Experte - 1849 - 15. November 2010 - 20:25 #

Ja, Horror-Spiele machen einen unwahrscheinlichen Spaß im Coop! Habe mit einem Kollegen sowohl Resident Evil 5 als auch Obscure 1+2 und Left 4 Dead 1+2 gespielt. Gemeinsam ist man halt einfach stärker und der dezente Grusel schweißt zusammen! ^^

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 15. November 2010 - 0:31 #

Danke für den Artikel :) hoffe das Genre ( auch die Filme ) erlebt mal wieder nen kleinen Aufschwung dank 3D Hype im Moment. Ich hab keine Ahnung wie das passieren konnte aber Dead Space ist völlig an mir vorbei gegangen :D Hab bei dem Titel wohl immer an irgendein anderes Spiel gedacht, aber werd es mir mal besorgen.

HeadMunk 14 Komm-Experte - 1849 - 15. November 2010 - 20:29 #

Bin auch mal gespannt, was durch 3D im Horror-Sektor noch so passieren wird. Aber die ersten Filme (My Bloody Valentine, Final Destination) waren ja leider eher enttäuschend. Bin mir aber sicher, dass da auch bald noch was Großes kommt! Vielleicht hat Mr. Cameron ja nach seinem Avatar-Ausflug mal Lust einen neuen Alien-Teil in 3D zu konzipieren! Das wäre ein Traum! ;)

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 15. November 2010 - 5:08 #

Dies ist definitiv einer der besten User-Artikel, die ich je gelesen habe. Um diesen Artikel zu würdigen, hatte ich gerade alles abgedunkelt und Dead Space zum ersten mal angefangen.
Amnesia kaufe ich mir dann zum Steam-Weihnachtsdeal und Resident Evil 5 ist eh schon bestellt. :)

HeadMunk 14 Komm-Experte - 1849 - 15. November 2010 - 20:37 #

Wow, vielen Dank! Toll, dass er dir so gefallen hat. Ich fühle mich wirklich geehrt! ;)

Dann wünsch ich dir mal ordentlich viel Spaß bei Dead Space, Amnesia und Resident Evil 5!

KingJames23 15 Kenner - 3225 - 15. November 2010 - 8:20 #

Sehr gut geschriebener Artikel. Weiter so!

HeadMunk 14 Komm-Experte - 1849 - 15. November 2010 - 20:38 #

Vielen Dank, werd' mich bemühen! ;)

Ganesh 16 Übertalent - 4863 - 15. November 2010 - 8:42 #

Schöner Artikel. Auch, wenn ich eigentlich nur gelegentlich Horror schaue und entsprechende Bücher gar nicht lese: Die von dir aufgestellte These bzgl. der Identifikation, die im Spiel besser gelingen soll, würde ich anzweifeln: Das Videospiel kann diese (gerade bei Spielen aus der Ego-Perspektive) nur leisten, wenn der Spieler mit seinen Grundmechanismen klar kommt bzw. sie teilt. Nur wenn mir mein Bildschirmleben so wichtig ist, dass ich alles um mich herum vergessen kann, um es zu behalten, klappt die Identifikation. Genau genommen handelt es sich dann ja nicht mal um eine Identifikation, so lange ich keine Rolle spiele, sondern so handle, wie ich es in denen im Spiel gezeigten Szenen auch im RL tun würde.
Das ist im Film und im Buch anders, da hängt die Identifikation vom Protagonisten ab. Und auch wenn ich dir zustimmen würde, dass Spiele gruseliger sein können als Filme (auch, wenn ich die angeschlossenen Genres im Shooter-Bereich eher weniger mag - gebt mir ein gutes RPG oder Point-and-Click-Adventure), so würde ich sie auch ohne entsprechende Erfahrung im Hinblick auf Bücher bestreiten. Zumindest subjektiv. Meiner Meinung nach wirkt Horror nämlich immer dann am besten, wenn er möglichst viel dem Leser/Zuschauer/Spieler und seiner Fantasie überlässt. Und das kann das Buch nach wie vor am besten. Wahrscheinlich ist auch das der Grund, warum ich niemals auf die Idee kommen würde, Horror-Romane zu lesen...

HeadMunk 14 Komm-Experte - 1849 - 15. November 2010 - 21:15 #

In einem Punkt gebe ich dir Recht: Ein richtig gutes Buch "KANN" wirklich gruseln. Habe zum Zeitpunkt des Artikels H.P. Lovecrafts Cthulhu gelesen und war stellenweise wirklich begeistert. Dadurch dass sich das komplette Geschehen im Kopf des Lesers abspielt, "KANN" eine solche Geschichte wirklich packend und angsteinflößend sein. Allerdings hängt das auch immer stark vom jeweiligen Leser ab. Eine Person lässt sich drauf ein, die andere wiederum nicht. Und so bedrohend wie visualisierter Horror (gerade der angedeutete, obskure wie in Filmen wie Paranormal Activity oder Spielen wie Amnesia oder Silent Hill), kann ein Buch in meinen Augen niemals sein. Aber das ist auch stark abhängig vom jeweiligen Geschmack.

Wo ich dir allerdings widersprechen muss ist die von dir angezweifelte "Identifikation" bei einem Videospiel. Klar, wenn sich jemand nicht mit der grundlegenden Bedienung des Spiels zurechtfindet, wird bei demjenigen auch keine Identifikation stattfinden. Aber dies sollte hier weniger zu Debatte stehen, da davon ausgegangen werden muss, dass jemand, der wirklich ein Videospiel spielen möchte, auch bereit ist, dessen Mechanik zu erlernen. Sonst könnte man ja auch sagen, dass ein Grusel-Schmöker nicht so gut ist, wenn man nicht lesen kann... was irgendwie auf der Hand liegt! ;)

Klar, kann mir ein Bildschirmleben niemals so wichtig sein, dass ich ihm alles andere nachstelle (BTW hat Blizzard schon mal über ein Horror-Addon für WoW nachgedacht? ^^), aber die Identifikation mit dem spielbaren Protagonisten klappt trotzdem. Dadurch, dass ich selber einen Großteil seiner Geschicke lenke, bin ich ja sozusagen der Hauptdarsteller im Spiel. Und wenn du davon sprichst, dass die Identifikation mit Charakteren aus einem Buch besser klappt: Auch mit diesen Charakteren identifizierst du dich nur, weil deren Verhaltensweisen nachvollziehbar und vertretbar sind. Und welche Verhaltensweisen sind für dich selbst die Nachvollziehbarsten? Deine eigenen! Und wenn du jetzt noch selber in der Haut desjenigen steckst, der von Monstrositäten, bissigen Außerirdischen und irren Serienmördern bedroht wird, hast du automatisch einen hohen Grad an Identifikation mit dem Hauptcharakter des Spiels und fürchtest auch ein wenig um sein Leben.

So, sind natürlich nur die Gedanken, die mir während dem Lesen deines Kommentars so durch den Kopf gegangen sind. Verstehe deine Einwände natürlich auch!

Danke für's Lesen meines Artikels und dem netten Lob! ^^

Imperitum 18 Doppel-Voter - 9391 - 15. November 2010 - 9:55 #

Das einzige Videospiel aus dem Horror Genre, dass mich wirklich Angst erfüllt vor dem Monitor zusammen kauern ließ, war bisher "Amnesia the Dark Descent".
Dies ist bisher auch das einzige Spiel aus dem Genre, dass ich aufgrund der gesamten Atmosphäre einfach nicht mehr weiter spielen kann.

Andere Spiele, in denen man sich mit Hilfe eines immer weiter wachsenden Arsenals an Waffen gegen Monster jeder Art wehren kann, üben auf mich wenig bis gar keine Angst aus.

Jeder ist letzten Endes anders empfänglich, für die verschiedenen Darstellungen von Horror.
Bestes Beispiel ist dafür, der aktuelle Horrorfilm "Paranormal Activity 1+2".
Ich persönlich habe mich seit der japanischen Version von The Grudge bei keinem anderen Horrorfilm mehr so erschreckt, wie bei Paranormal Activity.
Auf der anderen Seite, können mich mittlerweile irgendwelche Horrorfilme mit Monstern, Dämonen, Zombies etc. in keinster weise mehr Fesseln oder gar erschrecken.
In den meisten Fällen zaubern derlei Filme eher ein Lachen auf mein Gesicht, da ich mich die meiste Zeit über die sehr häufig übertriebene Gewaltdarstellung amüsiere. ;-)

P.S.
Der Artikel hat mir sehr gut gefallen!

HeadMunk 14 Komm-Experte - 1849 - 15. November 2010 - 21:21 #

Danke für's Lob! ^^

Ich finde auch, dass Filme wie Paranormal Activity den richtigen Weg für zukünftigen Horror einschlagen. Gerade das nur angedeutete und durch die "Shaky Cam" so unwahrscheinlich nahe Übel in diesem Film, verbreitet diese beklemmende Atmosphäre, die kein noch so kostspielig animiertes Monster heutzutage erreichen könnte. Ich hoffe inständig, dass einige Regisseure sich hier ein wenig Inspiration holen!

Bernd Wener 19 Megatalent - 13635 - 15. November 2010 - 12:30 #

Ich bin auch nicht so der Horror-Fan, aber ich wurde durch deinen Teaser-Text regelrecht in den Artikel gesogen. Ich schließe mich den Vorrednern an, das ist ein absolut genial geschriebener Artikel. Ich hoffe, du wirst uns in Zukunft noch mehr liefern. Vielleicht ja den offiziellen Dead Space 2 Test? ;-) Dicke Kudos!

HeadMunk 14 Komm-Experte - 1849 - 15. November 2010 - 21:24 #

Vielen Dank für die tolle Resonanz. Bin wirklich sprachlos... und antworte trotzdem da ich zumindest ein großes DANKE noch über die Tastatur bringen wollte! ;)

Liquid Sun (unregistriert) 15. November 2010 - 12:37 #

Erstmal Lob für den ausgezeichneten Artikel, bzw. dessen Autor!
Ich persönlich gehe Horrorfilmen und -spielen inzwischen aus dem Weg. Im fortgeschrittenen Alter (36J.) macht das Herz nicht mehr so mit. Vor zehn Jahren war das alles kein Problem, und hat mich gar nicht gekratzt - heutzutage berührt es mich tiefer und wirkt auch länger nach. Vor allen bei Spielen, da das Erlebnis dort doch tiefer ist, als bei anderen Medien. Wie ist es bei Euch anderen "alten Säcken"? Ähnliche Erfahrungen?

Der intensivste Horrormoment für mich, war definitiv in Thief 3, während des Levels in der Irrenanstalt!

Grüße
-L.

HeadMunk 14 Komm-Experte - 1849 - 15. November 2010 - 21:43 #

Danke für's nette Lob! ^^

Kann dich aber beruhigen: Bin zwar noch ein paar Jährchen jünger (24J.) aber auch bei mir versagt die alte Pumpe ab und an mal. Zu Amnesia und Dead Space musste ich mich zu Beginn wirklich peitschen, damit ich weiterspiele! ;)

Rechen 19 Megatalent - 16014 - 12. Dezember 2010 - 5:18 #

Das Irrenanstaltslevel war wirklich krank! Ist ja ab 12 freigegeben, wegen dem Level frage ich mich: wieso eigentlich?

marshel87 16 Übertalent - 5581 - 15. November 2010 - 14:03 #

Ich hasse es mich zu gruseln.. das gruseligste Spiel was ich je durchgespielt habe war Resident Evil 5! Ja genau, "das ist doch gar nicht gruselig" .. ich hatte meine paar Momente, wo ich mich erschrocken habe, das hat mir auch gereicht!
Spiele wie Dead Space oder Silent Hill rühre ich erst gar nicht an...

HeadMunk 14 Komm-Experte - 1849 - 15. November 2010 - 21:51 #

Jeder wie es ihm beliebt! ;)

Äußerungen wie "Spiel X und Spiel Y sind ja überhaupt nicht gruselig und du hast dich davor gefürchtet?" sind ja eh nur Bekundungen der eigenen Männlichkeit und meiner Meinung nach absolut lächerlich. Habe mir zwar auch einen kleinen Spaß mit einem schreckhaften Freund von mir erlaubt und ihn ohne Vorkenntnisse Dead Space spielen lassen (worauf der wirklich kreischend den Controller aus der Hand geworfen hat! ^^), aber ich kann es vollkommen verstehen, wenn man sich dem Stress eines Horrorspiels nicht aussetzen möchte. Gibt ja auch genug Leute die keine Achterbahn mögen, was ich ebenfalls verstehen kann, man muss ja nicht ALLES machen! :)

hollow_ichigo 06 Bewerter - 87 - 15. November 2010 - 18:03 #

Also ich fand Dead Space schaurig-schön, jedes Härchen auf meinem Körper schrie förmlich auf, wenn aus irgendeinem Schacht n Monster auftauchte ^^ ... in Doom 3 spiele ich mich auch gaaanz langsam vor, sobald ich n Monster sehe, gehe ich erst mal 3 Schritte zurück - vor allem um Licht zu haben und auf die Ausgebuhrten der Hölle zu ballern *g* ... Resident Evil 4 war gut, Teil 5 nicht mein Fall, aber beide waren zu actionreich. Und Bioshock war genial, vor allem weil ich nie Angst hatte, ich könnte sterben - gut, liegt vermutlich daran, dass man (leider) nicht wirklich sterben konnte...

Übrigens: guter Artikel, kann der Argumentation voll und ganz zustimmen. Außerdem find ich "Horror" Filme á la "Saw" einfach nur schrecklich und keineswegs unterhaltsam...

Kirika 15 Kenner - 3270 - 15. November 2010 - 18:29 #

die meisten "horror"-filme sind doch eh mehr gemetzel, oder nicht ?

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58766 - 15. November 2010 - 20:05 #

Klasse Artikel, bitte mehr davon!

Ich spiele eher selten Horror-Spiele, Amnesia aber ist da eine Ausnahme gewesen, die sich gewaschen hat. Über zwei Stunden Spielzeit bin ich bislang noch nicht hinausgekommen. Das Spiel zerrt wirklich an meinen Nerven. Diese Soundkulisse... Wahnsinn!

Bücher in dem Genre packen mich was den Grusel angeht eigentlich eher nicht so. Zwar ist das schon spannend, aber Angst bekommt man davon eigentlich nicht. Was mich hingegen kalt erwischt hat, war Blair Witch Project. Ich bin da auch bei Filmen eher der ruhige Typ, da ich ja weiß, dass mir nichts passieren kann und ich daher eine gewisse Distanz zwischen mich und das Geschehen auf dem Bildschirm bringe. Aber dieser Film und besonders dessen Ende... Boah, wenn ich nur dran denke beschleunigt sich schon wieder mein Herzschlag. Als Kind hat man das ja gerne mal, dass man nach etwas gruseligem nicht einschlafen kann. BWP hat mir das zum ersten und einzigen Mal im jugendlichen Alter beschert.

HeadMunk 14 Komm-Experte - 1849 - 15. November 2010 - 21:57 #

Danke für's Lob! Hört man gern! ^^

Wenn Blair Witch Project so eine Offenbarung für dich war, bitte unbedingt auch Paranormal Activity schauen! Klasse Film und mindestens noch mal so gut wie BWP!

fux21 05 Spieler - 47 - 15. November 2010 - 20:17 #

Sehr schön geschriebener Artikel, vielen Dank dafür!

Wenn man sich von der Atmosphäre ein bisschen einfangen lässt kann man mit Spielen sehr viel Spaß haben. Mir hat übrigens auch der Grusel bzw. die fiese Welt von Fallout 3 gefallen. Dead Space war auch blanker Horror mit einer sehr dichten Atmosphäre.

Und bei Amnesia - The Dark Descent (ich hab' nur die Demo gespielt) bin ich fast gestorben vor Angst. Da haben sich mir richtig die Nackenhaare aufgestellt und ich hab' mich vor dem Monitor verkrampft. Da ärgere ich mich dann, dass ich so ein Schisser bin und deswegen nicht weiterspielen kann. Das hat übrigens nichts mit meinem Alter zu tun (37), sondern war schon immer so. ;-)

HeadMunk 14 Komm-Experte - 1849 - 17. November 2010 - 19:09 #

Danke fürs Lob! Es stimmt, Spiele wie Fallout 3 liebkosen ein wenig mit Horrorelementen und machen sich damit (in meinen Augen) interessanter. Gerade beim genannten Spiel passt dieser Aspekt natürlich ungemein zur postapokalyptischen Spielwelt und der vorherrschenden Atmosphäre.

PatStone99 15 Kenner - 3623 - 16. November 2010 - 3:47 #

Sehr schön geschriebener Artikel. Schade, dass zwei meiner persönlichen Lieblinge aus den 90ern, Phantasmagoria 1 & 2, keine Erwähnung fanden. Beide gibt es übrigens mittlerweile auch auf gog.com zum Schnäppchenpreis.

HeadMunk 14 Komm-Experte - 1849 - 16. November 2010 - 12:54 #

Danke für's Lob!
Die Phantasmagoria - Teile waren mir bis jetzt auch nicht wirklich geläufig (habe mir nur mal ein paar Videos zu angeschaut), interessant scheinen sie allemal zu sein. Aber mein Artikel sollte sich eher auf die Spiele beziehen, die aktuell immer noch sehr gut spielbar sind und neuzeitlichen Zockern wie meiner Einer ohne Gewöhnungszeit Spaß bereiten können. Sonst hätte ich zum Beispiel auch Silent Hill 1 empfehlen müssen, das heute aber wirklich nur noch mit einer sehr geringen Hemmschwelle gegenüber schlecht gealterter 3D-Grafik spielbar ist.

Faxenmacher 15 Kenner - 3981 - 28. November 2010 - 21:19 #

Toller Artikel! Ohja Dead Space, Condemned aber auch ein Vampire oder Call of Cthulhu: Dark Corners of the Earth sind einfach nur angsteinlößend und richtig gute Spiele! Wer sich trotz warmer Wohnung, gemütlichem Sessel und Lieblingsgetränk seiner Wahl einfach nur Unwohl (im besten Sinne ;)) fühlen will - hier ist Er/Sie richtig! =)

furzklemmer 15 Kenner - 3108 - 11. Dezember 2010 - 20:41 #

Echt schöner Artikel! Danke dafür und an die Erinnerung an Silent Hill 2. Mein Gott, habe ich mich damals eingeschissen. Das ging stellenweise so weit, dass ich mich keinen Meter mehr bewegen mochte.

PaulElite 04 Talent - 27 - 20. Dezember 2010 - 20:07 #

Geiles Zitat^^

partykiller 17 Shapeshifter - 6003 - 18. Februar 2011 - 17:33 #

Resident Evil bezog ja einen Großteil seiner Atmosphäre aus den beengten Verhältnissen in dem Herrenhaus und den manchmal unausweichlichen Gegnern in dieser Enge. Bei den folgenden Teilen ging von dieser Atmosphäre ein wenig verloren, weil die Areale tendentiell größer wurden. Die Abgeschiedenheit des Herrenhauses hatte schon was ganz Besonderes. Außerdem hatte der Erstling etwas Neues, das lässt sich in Folgeepisoden meist nie mehr toppen. Der Fluch der Sequels halt.
Silent Hill hat zwar große Areale, die man durchlaufen kann, aber der Nebel (bei Teil 1) macht sie künstlich enger, als sie wirklich sind. Silent Hill zerrt auch aufgrund der "white noise" Sound-Kulisse sehr an den Nerven, das Geräusch ist auf die Dauer ziemlich fies.
Und manches Gruselspiel kann mit der Hilflos-Nummer punkten, als da wären "Haunting Ground" (weglaufen und verstecken ist angesagt) und vor allem die Project Zero (Fatal Frame) Vertreter. Vor allem spielt bei Project Zero 1-3 bestimmt auch eine Rolle, dass man weibliche Protagonistinnen steuern darf, die sich nur mit einer Camera Obscura gegen Geister wehren können und ansonsten auch nur die Flucht als Option haben. Auch die Forbidden Siren Ableger sind doch ähnlich aufgebaut.
Dieser Grusel stellt sich doch bei Resident Evil einfach nicht ein, weil man dort direkt mehrere Waffen als Defensivmittel zur Verfügung hat, bei denen man nur auf den Vorrat Acht geben sollte. Das beruhigt in meinen Augen sehr und steht dann im Gegensatz zu den wirklichen Gruseltiteln.

Wer den Dreamcast Titel "Illbleed" kennt, der ist Gruseleffekte auch schon gewohnt, auch das Kamerafeature von Fatal Frame kam dort bereits in abgewandelter Form zur Anwendung, man musste bei Illbleed all seine Sinne besonders geschärft einsetzen und konnte einen sogenannten "Horror Monitor" einsetzen, mit dem man sprituelle Gefahrenquellen aufspüren konnte. Wer zu unvorsichtig agierte, der überlebte den "Horror Theme Park" nicht lange. :)
Gepflegter Grusel geht jederzeit vor plumpem Survival-Horror.

Kommentar hinzufügen

Neuen Kommentar abgeben
(Antworten auf andere Comments bitte per "Antwort"-Knopf.)