Freakshow Folge 6

Fahrenheit

Daeif 22. Mai 2012 - 13:23 — vor 4 Jahren zuletzt aktualisiert
Hereinspaziert, hereinspaziert! Hier seht ihr die merkwürdigsten Computerspiele der Welt. Ob seltsame Genres, kuriose Szenarien oder einfach nur bodenlos schlechte Machwerke: In dieser Show kommt ihr aus dem Staunen nicht heraus!
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Heute, meine lieben Freunde innovativer Unterhaltung, geht es um den Entwickler Quantic Dream. Die Franzosen um den experimentierfreudigen David De Gruttola (besser bekannt als David Cage) haben spätestens seit ihrem Noir-Adventure Heavy Rain einen Kultstatus inne. Quantic Dream steht für den Versuch, neue Wege im Bereich der Computerspiele zu zeichnen. Das gelingt natürlich nicht ohne Macken. Keines ihrer Titel ist perfekt, dennoch gibt es viele, die den Titeln von Quantic Dream ihre Schwächen verzeihen, um dafür etwas neues zu erleben, und genauso viele, die über manche Designentscheidung nur die Nase rümpfen.

Nach ihrem Erstling Omikron: The Nomad Soul, eines der ersten 3D-Open-World-Titel, schlugen die Franzosen mit ihrem zweiten Projekt einen ganz neuen Weg ein: Statt nahezu grenzenloser Freiheit wird der Spieler nun durch eine starre Handlung gepeitscht, die dafür deutlich intensiver als bei Open-World-Spielen ausfallen sollte. Herausgekommen ist der Mystery-Thriller Fahrenheit (in Nordamerika als "Indigo Prophecy" bekannt).

Full Motion Video: Überflüssig!

Ermittlungen im Fall „Dock's Diner". Carla unterhält sich mit der noch immer verstörten Bedienung über verdächtige Ereignisse. Hier könnt ihr gut das Dialogsystem von Fahrenheit erkennen. Drückt innerhalb der Zeit den rechten Stick in die gewünschte Richtung, um bestimmte Themen anzusprechen. Ist die Zeit abgelaufen, endet das Gespräch.
So innovativ dies für manche Zocker damals schien: Die Idee, Story vor Gameplay zu setzen, war gewiss nicht neu. Fahrenheit lehnt sich stark an die Interactive Movies der neunziger Jahre an.  Veteranen werden sich noch an das wohl graupigste Genre der Videospielgeschichte erinnern. Es entstand zu einer Zeit, als die CD Einzug in PCs und Konsolen fand. Entwickler auf der ganzen Welt fragten sich, was nun mit diesem immensen Speicher von satten 700 MB anzufangen wäre. Die „Lösung“ lag im FMV (Full Motion Video). Durch die CD konnten Rechenmaschinen erstmals Live-Action-Sequenzen wiedergeben, die natürlich auch äußerst speicherhungrig waren. Auch dieses Konzept war nicht neu. Schon in den achtziger Jahren gab es einige dieser Interactive Movies wie Dragon's Lair, damals noch auf Laserdisc. Der dicke, dicke Nachteil an dieser Technologie: Interaktivität ist nur begrenzt möglich. Schon Dragon's Lair war spielerisch lediglich ein simples Reaktionsspielchen. Die meisten CD-Titel ahmten dies spielerisch nun nach und waren dementsprechend verdammt langweilig. Des Weiteren gab es noch einfache Railshooter oder Adventures der Marke „Such den Bildschirm ab, bis du was gefunden hast.“ Kein Wunder, dass bereits mit dem Aufkommen von Sega Saturn und PlayStation das Genre faktisch tot war. Zuvor floppten noch die Konsolen CDi, Mega CD, Atari Jaguar, 3DO oder Commodore CD32, eben weil gerade diese mit haufenweise Interactive Movies „gesegnet“ wurden. Einer dieser Titel wird eventuell in einer weiteren Ausgabe der Freakshow vorgestellt werden.

Doch zurück zu Fahrenheit. Dieser Titel war einer der ersten, der wieder Reaktionsspielchen der Marke „Drück diesen Knopf schnell, damit es weiter geht“ als Hauptelement zurück brachte. Heutzutage kennen Spieler diese Spielchen unter dem Namen „Quick-Time-Events“ und sind aufgrund ihrer Simplizität äußerst verhasst. Dennoch bauen immer mehr Entwickler QTEs ein. Fahrenheit war in der Beziehung also ein Wegweiser.

Und worum gehts?

Das Spiel beginnt mit einem Typen in einem Regen aus Rosenblättern. Er stellt sich dem Spieler vor: Lucas Kane, Mitte dreißig, ein ganz normaler Bürger, der in New York lebt und in der Softwareabteilung einer Bank arbeitet. Seine Stimme klingt beklommen. Etwas Schreckliches ist ihm widerfahren. Gleich nach dem Intro sehen wir, was: Auf einer Toilette in einem Restaurant ermordet er anscheinend wahllos einen Gast. Aber irgendwas scheint nicht zu stimmen. Lucas zuckt seltsam, seine Augen blicken nach oben, ab und an sehen wir zudem einen Mann in einer dunklen Kutte, der sich zwar an einem ganz anderem Ort befindet, aber dennoch die selben Bewegungen wie Lucas macht.

Schnell merkt ihr: Lucas hat den Mann nicht wirklich getötet, irgend etwas hat ihm befohlen, es zu tun. Aber warum gerade er? Warum der Mann auf dem Klo? Und wie konnte Lucas in seinen Einfluss geraten? Fragen über Fragen, doch zunächst hat Lucas andere Probleme in Form eines Tatorts, der bereinigt werden muss. Schließlich würde ihm die Exorzisten-Story keiner abkaufen.

Endlich: Der erste echte Wischmob-Simulator

Hier fällt euch die ungewöhnliche Bedienung von Fahrenheit auf. Anstatt via Buttons einfach Aktionen auszuführen, tut ihr das mit dem Analog-Stick oder der Maus, in dem ihr euch vor das gewünschte Objekt stellt und die vom Spiel angezeigte Bewegung nachahmt. Das zieht einem tatsächlich näher ins Spiel hinein, etwa wenn ihr mit einem Mob die Blutspur auf dem Boden aufwischt. Auch auf dem PC solltet ihr eher zum Gamepad greifen, da die Bewegungen mit dem Analogstick einfacher von der Hand gehen.

Eine weitere Auffälligkeit bleibt weniger konstant: Im Restaurant könnt ihr nämlich selbst entscheiden, wie ihr vorgeht. Ihr könnt Hals über Kopf aus dem Gasthaus flüchten, versuchen alle Spuren zu verwischen und sich „normal“ zu verhalten oder eine Mischung aus beiden. Doch egal, wie gründlich ihr den Tatort auch bereinigt: Die Polizei entdeckt den Leichnam trotzdem. Hier endet auch schon eure Entscheidungsfreiheit. Alternative Vorgehensweisen fehlen danach fast völlig, nur gegen Ende werdet ihr ein paar mal vor die Wahl zwischen zwei Möglichkeiten gestellt, die dann das Finale variieren und eines von drei möglichen Enden freischalten.

Selber Ort, andere Charaktere. Diesmal schlüpft ihr in die Haut der Detectives Carla Valenti und Tyler Miles, die die Ermittlungen aufnehmen. Das scheint zunächst einfach, schließlich haben wir den Mord ja selbst miterlebt. Und doch trügt der Schein. So wurde euch während der Lucas-Sequenz nicht gezeigt, wo dieser die Mordwaffe versteckt hat (wenn er sie denn versteckt hat). Auch werfen die Ermittler Fragen auf, die bei Lucas noch nicht gestellt wurden (warum ritzte sich Lucas selbst die Arme auf?). So entwickelt sich ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen den Figuren. Das Spiel achtet darauf, dass ihr als Ermittler keinen Wissensvorsprung vor dem Mörder habt.
MMKING 17 Shapeshifter - 6725 - 22. Mai 2012 - 13:28 #

Fahrenheit hab ich erst gespielt nachdem ich Heavy Rain mit Begeisterung durchgespielt habe. Ich fand Fahrenheit aber trotzdem sehr gut, da ich solche Interaktiven Filme (ich nenns mal so) echt interessant finde. Die Story war auch super, bis am Ende es doch totale Grütze wurde. Ich finde es aber trotzdem Schade das es viel zu wenige Spiele dieser Art heutzutage gibt.
So jetzt trink ich mir ein Bier und nehme ein paar Kopfschmerztabletten. Ach scheisse, tot :/

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6560 - 23. Mai 2012 - 7:45 #

Keines ihrer Titel ist perfekt -> Keiner
etwas neues zu erleben -> Neues

Morlock 13 Koop-Gamer - 1654 - 22. Mai 2012 - 13:36 #

"Irgendwie ein spannendes Adventure" trifft es wohl. Ich hab's gern gespielt. Die Story ist schon toll präsentiert, und damals waren QTE auch nicht so weit verbreitet und hatten für mich sogar einen Neuigkeitswert. Ich hätte Fahrenheit auch gerne nochmal durchgespielt, weil es wohl so viele Enden gibt. Schließlich fehlte doch die Motivation für einen weiteren Anlauf. Dafür war das Gameplay dann doch zu schwach.

opastock 13 Koop-Gamer - 1278 - 22. Mai 2012 - 17:06 #

Glaube das ist ein Gerücht,
meiner Erfahrung nach gibt es nur drei verschiedene Enden und die sind alle in der letzten Szene auslösbar. Solltest du also noch ein Savegame vom Endkampf haben, kannst du dir alle Enden ansehen. Ich hatte beim bisher 4. Durchgang auch nicht das Gefühl super viel an der Zwischenstory zu ändern. Meist wird man für unkluge Entscheidungen nur mit Abzügen der Moral bestraft oder bekommt einige Kreuze nicht.

Fischwaage 17 Shapeshifter - 6765 - 22. Mai 2012 - 13:50 #

Ich hatte Fahrenheit grafisch irgendwie besser in Erinnerung, boah sieht das scheisse aus.
Na ja war ein ganz nettes Spiel mit einer Story die auf Drang und Zwang ein auf Übernatürlich gemacht hat. Zum Glück haben sie mit Heavy Rain die Kurve gekriegt sonst wären sie garantiert so geendet wie M. Night Shyamalan der nach Sixth Sense ebenfalls in ein tiefes kreatives Loch gefallen ist.

Anonymous (unregistriert) 22. Mai 2012 - 14:08 #

Uuuh, Gott oh Gott, wieder ein Kind, das mal wieder die Masse im Internet gelesen hat, und nun was nachplabbern muss, wat?
Uhhh, Shyamalan.. uuhh, kreatives Loch. Junge, laber einfach keinen Scheiss, okay?
Nur weils dir die Masse vormacht, musst du nicht alles nachblabbern.
Nahezu alle anderne Shymalan Filme waren ebenfalls entweder sehr gut, oder auch grandios. Nur einen einzige sehr schlechten Film hat er gemacht, seinen letzten (Avatar). Avatar von Cameron ist übrigens auch grottenschlecht.
Und kleiner Typ, schaus dir nochmal in Bewegung an. Die Animation sehen selbst heute noch besser aus, als 90% aller Spiele.
Z.B. Max Payne 3 : Absolut grottenschlechte Animationen. Und hier (Fahrenheit) waren sie Jahre vorher tausendmal besser. Aber ja, technisch siehts schlecht aus, sahs schon immer. Aber vom Artdesign siehts immer noch super aus (Wirst du aber wohl eh nie kapieren)

FLOGGER 17 Shapeshifter - 8926 - 22. Mai 2012 - 14:44 #

Deine Ausdrucksweise deutet auch nicht auf ein reifes Alter hin.

Bernhard Sommer 13 Koop-Gamer - 1750 - 22. Mai 2012 - 14:52 #

Sehr gut oder grandios? Auf welchen Film von ihm soll denn das zutreffen? Unbreakable war gut, okay, meinetwegen nach persönlichem Geschmack auch sehr gut, aber der ganze Rest? The Happening, Das Mädchen aus dem Wasser, The Village... wo war denn da was gutes dabei?

Fischwaage 17 Shapeshifter - 6765 - 22. Mai 2012 - 15:11 #

@Flogger: Sehr geistreicher Kommentar. Uhh er hat das böse Wort "Scheiss" benutzt, er muss ein 12-jähriger sein. Er hat da eine Menge geschrieben und seine Meinung wiedergegeben. Du machst es dir ganz einfach und suchst nur nach einem Wort das dir nicht passt um ihn dann mit nem Standart Kommentar von der Stange zu antworten. Sensationell!

@Anonymous: Ich habe das alles nicht gelesen sondern selbst erlebt - habe jeden Film von dem Herrn gesehen und keiner hat die Qualität von Sixth Sense erreicht! Aber die Erwartungshaltungen an ihn waren auch einfach extrem gross! Bereits nach 1 Film haben ja alle von ihm erwartet das nun jeder seiner Filme am Ende den unfassbar krassen Story-Twist bietet. Bin jedenfalls gespannt wie sein neustes Werk mit Will Smith und dessen Sohn wird (Vater und Sohn landen auf fremden Planeten). Ich bin da auf jeden Fall unvoreingenommen und bewerte jeden Film für sich genommen.

Das mit den schlechten Animationen in MP3 meinst du nicht ernst oder? Das ist Motion Capture! Klar...ab und zu geht die Realität verloren aber das ist bei Die Hard mit Bruce Willis nicht anders!

FLOGGER 17 Shapeshifter - 8926 - 23. Mai 2012 - 9:03 #

In fünf Sätzen seines Kommentars spricht er dich beleidigend an. Wenn das der Umgangston ist, den du dir im Internet wünscht, diskutiere ruhig weiter mit Herrn Anonymous.

Sciron 19 Megatalent - P - 15787 - 22. Mai 2012 - 13:51 #

Eines der wenigen Spiele, die im Laufe der Zeit einfach nur kontinuierlich schlechter werden. Eine der besten Szenen (leichte Spoiler) ist noch die, als man am nächsten Tag in seiner Bude aufwacht und nach dem Klopfen des Polizisten im Splitscreen die Beweismittel beiseite schaffen muss. Da passte alles relativ gut zusammen.

Der Titel fesselt eben vor allem durch seine Story und man wartet die ganze Zeit auf den großen Twist bzw. AHA-Effekt, der aber einfach nur vollkommen Banane ausfällt. Das Adventure "Overclocked" hat mich stark daran erinnert, denn es ist von einem ähnlichen Schicksal betroffen. Eher schwaches Gameplay, dafür fesselnde Story, aber vollkommen versaute Auflösung.

Zum Glück hat man es beim Quasi-Nachfolger Heavy Rain deutlich besser gemacht, auch wenn dieser Titel ebenfalls nicht ganz ohne Logiklöcher auskam.

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 22. Mai 2012 - 15:38 #

Empfand ich auch so.
Sobald diese übernatürliche Scheisse gequirlt wurde, war die Spannung dahin.

Admiral Anger 24 Trolljäger - P - 48005 - 22. Mai 2012 - 13:59 #

Du deckst eigentlich alle wesentlichen Punkte ab: Die merkwürdige Storywendung zum Schluss hin, dass man in den QTE nicht viel von den eigentlichen Aktionen im Hintergrund mitbekommt und die generell etwas verkorkste Steuerung. Ich kann mich noch erinnern, wie ich gefühlte 100 Mal daran gescheitert bin, das Kind aus dem See zu retten. Dann gab es da aber auch echt schöne Szenen, wie zum Beispiel der Albtraum im Appartment...

Im Grunde fand ich das Spiel nicht schlecht, allerdings fühlte ich mich am Ende etwas unbefriedigt. Die QTE kann ich dem Spiel noch verzeihen, aber von der Story her wäre wirklich mehr drin gewesen.

Anonymous (unregistriert) 22. Mai 2012 - 14:01 #

Jeder, der die Steuerung in Fahrenheit oder Heavy Rain als "QTE" bezeichnet, ist einfach nur dumm und hat nicht viel verstanden, was ein QTE ist. Kleiner Tipp: Ein QTE ist z.b. in God of War zu finden. (Oder Azuras Wrath oder, oder). Ein Symbol wird hässlich eingeblendet, man muss es innerhalb paar Sekunden drücken, sonst hat man verloren.

Wie auch immer. Auch wenn die Story gegen Ende hin natürlich nicht mehr gut war.. so what. Fahrenheit ist eines der größten Meisterwerke in der Spielegeschichte. Heavy Rain ist natürlich noch um einiges grandioser, aber bereits hier hat David Cage (Wieso wird hier von Atari gelabert? Als ob die irgendwas an dem Spiel gemacht hätten) sein Genie unter Beweis gestellt. Allein die Szene als Kind in dem Lager... oder als man im Central Park ankommt - zig grandiose Szenen, die um einiges besser sind als normale "Spiele", und einfach "mehr" sind als nen simples Gameplay Spiel.
Zum Glück gabs und gibts Sony, die sowas als einzige noch unterstützen.

Anonymous (unregistriert) 22. Mai 2012 - 14:05 #

Achja, und immer wieder köstlich, wenn Gamer dann plötzlich die Story kritisieren. In 99,9% der Spiele da draußen gibts nichtmal ne Story, bzw. nur ne Beleidigung an Story.. und dann gibts irgendwas, was am Ende vielleicht nicht so schön aufgelöst wird, und schon trampeln alle nur darauf rum. Köstlich.. und traurig. (Selbes bei Heavy Rain).
Aber gut, es gab und gibt schon immer Menschen, die "Kunst" verstehen, und die Masse eben nicht (Die macht sich dann halt drüber lustig, über alles, was sie nicht "kapiert").

Jaja, die "wahren Spiele"... gell.. Übrigens auch immer wieder köstlich, wie dann über die "QTEs" (Was sie nicht sind, wie geschrieben, aber das werden sie eh nicht kapieren) hergezogen wird... Jedes normale Spiel, wo man die gleiche Handlung ca. 1000e Male mit einem bestimmten Button ausführt, DAS ist dann natürlich kein QTE.. gelle. Jedes RPG, "X" -> "schlagen", jeder Shooter, "R1" (oder whatever), "schiessen". Tausendmal das gleiche. DAS ist natürlich geil. Aber "QTEs", ein Grauen.

Sciron 19 Megatalent - P - 15787 - 22. Mai 2012 - 14:27 #

Was bei QTEs viele nervt, ist der Zeitdruck und der sofortige Bildschirmtod, den das verpassen eines Tastendrucks meistens zur Folge hat. Klar, drücke ich bei einem Shooter unzählige male auf die Schusstaste, aber dort kann ich selbst entscheiden, wann und wie oft ich drücke und habe nicht jedesmal einen ultrakurzen Counter im Hinterkopf.

Daeif 19 Megatalent - 13770 - 22. Mai 2012 - 18:37 #

Seht! Kaum hab ich Creasy mit Speck gelockt, schon kommt er an^^

Anonymous (unregistriert) 22. Mai 2012 - 14:13 #

Hast Du Fahrenheit gespielt?

Das Spiel ist voll von genau dem, was Du hier als QTE beschreibst!

Ich mochte Fahrenheit, aber während der QTEs habe ich kaum ein
Auge für die Handlung gehabt, weil man ja auf die Stellen am
Bildschirm fixiert ist, wo die Symbole auftauchen.
Hätte mir die Sequenzen gerne hinterher noch einmal angeguckt,
ging aber nicht.

Der Soundtrack ist grandios, leider ist die CD Gasoline von
Theory of a Dead Man bis heute nicht unter die 10 Euro Marke
gerutscht und mehr gebe ich nicht für eine CD aus.

Nekekami212 13 Koop-Gamer - 1437 - 22. Mai 2012 - 17:43 #

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John of Gaunt Community-Moderator - P - 58800 - 22. Mai 2012 - 17:45 #

"Der Soundtrack ist grandios"

Jetzt wo du es erwähnst: Der war echt klasse! Muss ich gleich nochmal bei Youtube reinhören :)

Athavariel 21 Motivator - P - 27873 - 23. Mai 2012 - 5:40 #

Wegen dem Spiel höre ich nun Theory of a Deadmam :-)

Retrofrank 11 Forenversteher - 750 - 22. Mai 2012 - 14:28 #

Interessant, daß die jenigen die eigentlich nur unqualifiziert pöbeln und Andere als Deppen hinstellen wollen sich das meistens nur als Anonymusse trauen.Zu wenig Schneid um zu eurer Polemik zu stehen, ihr Helden ?

Anonymous (unregistriert) 22. Mai 2012 - 14:41 #

ICh muss sagen dass mich die Linearität und einfachheit des Spiels (vom konzeptuellen) eigentlich auch erst nicht gestört hat, da die Story super spannend war und man von Anfang an gefesselt war.
Als dann die Mayas ins Spiel kamen wurde ich schon etwas skeptisch, aber dann gab es da noch irgend ein Cyborg oder ein Wesen aus dem Internet wenn ich mich richtig erinnere, und ab da war es eigentlich nur noch zum Kotzen.
Stimme also zu, dass man mehr aus dem Spiel hätte machen können. Dank des ersten Teils der Story find ich es aber noch immer ein gelungenes Spiel. Musik ist mir ebenfalls positiv in Erinnerung geblieben.

Sivel 10 Kommunikator - 358 - 22. Mai 2012 - 14:42 #

Fahrenheit hatte schon viel Designmängel das stimmt schon aber dennoch war es trotz QTE ein interessantes Spiel. Am meisten hat mich immer noch die Auflösung am ende gestört die war irgendwie naja - lame. Dabei war der Anfang doch recht strak aber musste wohl auf aliens rauslaufen

Lyhawk 15 Kenner - P - 2980 - 22. Mai 2012 - 14:49 #

Ich erinnere mich noch, wie ich mich freute eine günstige Atari Classic Version gefunden zu haben.

Die Geschichte zog einen schon in ihren Bann und es gab einige nette Ideen - mit Absicht das Phantombild von Lucas verhunzen oder das psychische Befinden als Gesundheitsanzeige. Letzten Endes war es trotz der Atmosphäre (mein Highlight: die Szene mit der Vogel-Lady. Vorhersehbar ohne Ende aber athmosphärisch top) aber nur ein nettes Konzept, ein erster Schritt.

Wenn eben keine wirkliche Spielmechanik dahinter steckt, sondern Reaktionstests und Hotspots um etwas zu verändern, das aber in den seltensten Fällen wirklich Auswirkungen abseits von Game Over oder es geht weiter hat, ist es nicht das Wahre.

Das kann nur die Story rausreißen, besonders wenn sie neben mangelndem Gameplay noch weniger interaktiv als erhofft ausfällt. Ging auch zum Großteil gut, aber ein schlechtes Ende einer bis dahin gut erzählten Geschichte bleibt ein schlechtes Ende, das verdaut man in den meisten Fällen nicht sehr gut. Mystery lebt von Fragen, aber es muss auch befriedigende Antworten geben oder gänzlich mysteriös bleiben.

Aber: Wobei mich die Befehle nicht so sehr von den Szenen ablenkten, das fokussieren auf die Eingaben kam bei mir erst ab dem 3. oder 4. Anlauf an amnchen Stellen auf.

Ich werd Fahrenheit auf jeden Fall in guter Erinnerung behalten, es war eine interessante Erfahrung. Heavy Rain fand ich auch schon besser in allen Belangen. Ich traue den Jungs von QD durchaus zu dieses Genre noch weiter voranzutreiben.

Gorny1 16 Übertalent - 4720 - 22. Mai 2012 - 14:53 #

Ich kann viele Kritikpunkte nicht sonderlich gut nachvollziehen. Ich hab damals das Spiel gespielt und fand es genial. Gerade die Splitscreen-Szenen, das Katz und Maus Spiel sowie die Characktere waren einfach gelungen.
Gerade bei den Charackteren trumpfte das Spiel mit sehr viel Tiefgang auf, denn man hatte dort wirklich Einfluss darauf wie deren Leben nach dem Ende verlaufen werden.
Die Dialoge waren sehr gut geschrieben und glaubwürdig, was nicht vielen Spielen gelingt.

Selbst diese QTEs waren teilweise spannend. Zumindest für mich als reinen PC-Spieler war das was ganz neues damals und dadurch auch herausfordernd. Ich weiß noch wie lange ich daran gesessen hab die Szene in der das Appartment auseinanderfliegt zu schaffen oder den optionalen Trainingsboxkampf der Polizisten.

Zudem war ich auch von der Story sehr überzeugt, wobei das vermutlich eher daher kommt, das vier Schulkameraden und ich es zu der Zeit parallel gespielt haben und wir uns dann darüber unterhalten haben, so macht das natürlich direkt alles viel mehr Spaß.

Was Kamera und Steuerung angeht, kann man mir als Alone in the Dark Fan wohl nicht mehr den Tag verderben :D, das war für mich nie ein Problem.

Daeif 19 Megatalent - 13770 - 22. Mai 2012 - 18:43 #

Als ich noch mal über den Artikel gegangen bin, ist mir auch aufgefallen, dass er negativer ist, als das es das Spiel eigentlich verdient hätte. Ich hab kurz überlegt, ich glaub, ich hab die Erklärung: Es schwamm da einfach die Enttäuschung mit, die ich schon vor 6 Jahren, als ich den Titel zum ersten Mal gespielt habe, empfunden hatte. Und 2012 sind diese Schwächen nicht gerade verzeihlicher geworden.

Ansonsten kann man natürlich viel Spaß mit Fahrenheit haben. Die Schwächen hängen natürlich auch immer mit bestimmten Vorlieben und Erfahrungen zusammen, dein Alone-in-the Dark-Beispiel passt hervorragend. Ich bin nur froh, keine Note vergeben zu müssen :)

Olphas 24 Trolljäger - - 47025 - 22. Mai 2012 - 14:56 #

Oh, ich seh schon. Quantic Dream wird über Fahrenheit hier und da ein bisschen kritisiert und schon rastet Creasy in den Kommentaren aus.

Ich mochte Fahrenheit sehr gern, vor allem da es doch sehr viele tolle Momente hatte. Meine Lieblingsszene ist immer noch die, wo die Exfreundin kommt um ihr Zeug abzuholen. Wenn man da dann zur Gitarre greift ... das war schon toll.
Aber manchmal wollte ich es nur verfluchen. Meine absolute Haßszene ist eine Erinnerungssequenz. Klein-Lucas soll über einen Zaun klettern .. ich bin bald Wahnsinnig geworden!
Dazu kam, dass die Filme in den QTE-Sequenzen zwar prinzipiell bestimmt toll anzusehen waren .. man hat sie nur kaum ansehen können, da man auf die bunten Knöpfe starren musste um die Sequenzen schnell genug nachdrücken zu können. Das fand ich auch sehr fragwürdig.

Und dann natürlich das Abdriften der Story gegen Ende. Klar kann man sagen: Immerhin hat es eine gute Story! Aber genau daher kommt ja auch hier die Kritik. Die Story ist lange wirlich toll und aussergewöhnlich - und dann wird es völlig unnötig total auf den Kopf gestellt. Das ist in dem Fall einfach schade, da man sicher auch ohne die seltsamen Kniffe am Ende die Geschichte zu einem befriedigenden Ende hätte bringen können. Durch diesen Kontrast - dadurch, dass es einen so klaren Bruch gibt - daher kommt die Enttäuschung vieler über das Ende.

Daeif 19 Megatalent - 13770 - 22. Mai 2012 - 18:38 #

Bei Creasy hab ich mich eigentlich nur gefragt, wie lange es dauert, bis er den Artikel entdeckt. Nicht sehr lang ;)

Sher Community-Event-Team - 3634 - 22. Mai 2012 - 17:12 #

Ach ja Fahrenheit. Es war definitiv ein Erlebnis. Obwohl teils deftige Macken wie schwammige Steuerung und gegen Ende wahnwitzige Geschichte schon gestört haben, war es letztlich doch unterhaltsam.

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58800 - 22. Mai 2012 - 17:33 #

Bis zu dem Twist hat mir Fahrenheit damals wirklich gut gefallen. Klar, spielerisch steckt da nicht so viel dahinter, teilweise war das auch recht nervig. Aber die Story war echt spannend, und ich wollte unbedingt wissen, wie das ganze ausgeht. Und auch grafisch war das damals nicht schlecht.

Nur dann eben dieser Twist, der das Spiel plötzlich auf eine völlig andere Ebene hievt... Ich werde ja gerne vom Plot überrascht, aber das war eindeutig des Guten zu viel. Da hätte ich mir dringend eine andere Auflösung gewünscht.

CBR 20 Gold-Gamer - P - 20303 - 22. Mai 2012 - 20:03 #

Super Artikel. Das Spiel liegt hier immer noch leider ungespielt herum.

Korrektur:
"...,der sich zwar einen einem ganz anderem Ort befindet,... "
"Auch auf dem PC sollte dann dabei eher zum Gamepad greifen,..."

Niko 16 Übertalent - 5024 - 22. Mai 2012 - 20:58 #

Eines der unterhaltsamsten Spiele der letzten Jahre

Sheak 13 Koop-Gamer - 1625 - 22. Mai 2012 - 22:06 #

[SPOILERGEFAHR]
Auch wenn die Kritik daran durchaus berechtigt ist: kein Spiel (außer Half-Life 2) hat es bislang geschafft, dass ich das Spiel an einem Stück durchgespielt habe und dann noch die nachfolgenden 24 Stunden total geflasht davon war.

Allein die Atmosphäre, die Kommentare von Lucas (seine Gedankengänge und sein Blick aus der Erzählerrolle) die einen total in den Charakter reingezogen haben, die Konflikte denen er ausgesetzt ist (Mord, Exfreundin, Streit mit seinem Bruder, Stress, das Übernatürliche...) haben meinem Empfinden nach ein Mittendringefühl geschaffen, wie es bis dato (und heute?) noch kein Spiel geschafft hat. Und ja, der Bruch zwischen "Mörder sucht Beweise gegen sich" und "Übernatürlicher Mann rettet Welt" war schon hart, aber sobald man dies akzeptiert hat, hat einen das Spiel wieder super mitgenommen.

Die Gesprächsführung, also unter Zeitdruck sich für eine Frage/Antwort zu entscheiden, fand ich schon damals eine durchaus realistisches Gameplayfeature und wir sehen ja, wie gut das bei Heavy Rain eingesetzt wurde.

Ich möchte fast jede Szene als aufzählen, so sehr sind sie mir heute noch in Erinnerung. Das Diner des Mordes, Lucas' Appartment als die ExFreundin in Besuchen kommt, das Treffen mit dem Bruder im Park, die Polizeistation, der Anfall von Lucas in der Bank, das Privatleben der beiden Cops, die Jagd nach Lucas, dessen Flucht zur ExFreundin, die Rettung der ExFreundin im Freizeitpark, das Museum und die Parkhausszene, die Flucht in den Untergrund und dann das Finale...für sich schon sind die Szenen toll, aber erst in ihrer Gesamtheit schafften sie Spiel an das ich noch heute mit Gänsehaut denke.

dafreak 13 Koop-Gamer - 1419 - 23. Mai 2012 - 14:37 #

war ein sehr gutes spiel.

Henke 15 Kenner - 3636 - 31. Mai 2012 - 19:58 #

Einen Verriss so wie hier hat Fahrenheit meines Erachtens nicht verdient.
Im Gewühl der ewig gleichen Titel hat das Spiel versucht, andere Wege zu gehen und den Spieler mehr in die (zugegeben etwas hanebüchene) Handlung einzubinden. Allein deshalb gebührt den Entwicklern schon mein Lob. Klar, manche der Sequenzen arten wirklich in Stress aus, aber auch das ist von den Machern so beabsichtigt.
Quantic Dreams hat sich schon hier bemüht, neue und vor allem genreunübliche Elemente einzubauen, und sind stetig dabei, dieses interaktive Konzept zu verfeinern; Fahrenheit war also nur ein erster Schritt auf einem verheißungsvollem Weg.

Geben wir den Jungs doch noch ein paar Jahre Zeit und lassen uns dann so richtig "reinsaugen" ins Spiel...

Michi 13 Koop-Gamer - P - 1214 - 3. Februar 2013 - 16:44 #

Tolle Szenerie, großartiger Soundtrack und wirklich kein schlechtes Drehbuch. Die QTE sind kein großes Gameplay-Feature, aber als Adventure hat mir Fahrenheit sehr gut gefallen. Mit einem Shakespeare-Zitat zu enden, macht den Artikel nicht niveauvoller oder legitimiert den Verriss in irgendeiner Form.

CRANKboy2121 04 Talent - 28 - 1. Dezember 2013 - 18:16 #

Guter Artikel, sehr invormativ. Nur meiner meinung nach solltest du die Beschreibungen der eingefügt Bilder, etwas kürzen.

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