Pestis Indie-Check #1

Eversion

Thomas Barth 9. November 2010 - 14:28 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert
Von nun an werde ich euch in unregelmäßigen Abständen ein Indie-Game vorstellen, welche es für den PC und manchmal auch für Linux und Macintosh geben wird. Den Anfang macht das Spiel Eversion. Eversion ist ein Indie-Game, welches im Jump'n'Run/Puzzle-Genre angelegt ist und von der Spielweise her an den Indie-Erfolg Braid erinnert.
In Eversion geht es darum, dass ein kleines süßes Ding namens Zee Tee, die Prinzessin des Flower Kingdom finden muss, welche von den bösen Guhlibas entführt wurde. Von der Story her klingt das Spiel sehr altbacken, aber ich verspreche den Spielern unvorhersehbare Story-Twists.

Auf den ersten Blick sieht Eversion aus wie ein normaler Mario-Abklatsch, entpuppt sich aber ziemlich schnell als knackiges Puzzle-Spiel. Im wesentlichen rennt man von links nach rechts, sammelt unterwegs Edelsteine ein und versucht bis zum Ziel zu kommen, was im ersten Level auch noch problemlos klappt. Schon im zweiten Level, wenn man an einer Stelle nicht weiterkommt, fängt man nach einer Lösung zu suchen und findet die erste Eversion. Nach der Aktivierung, verändert sich die zuckersüße Welt voller Blumen und weißen Wolken, in eine etwas herbstlicher Welt. In der die Blumen eingehen, die Monster böser aussehen und die Wolken so dick sind, dass man auf ihnen gehen kann. Nun kann man die Wolken als Stufen benutzen und schon geht es weiter mit dem Level. Ab diesem Zeitpunkt sieht der geübte Puzzle-Kenner, das Potential in diesem Spiel.

Sieben Eversions die das Level verändern

Das Spiel bietet sieben verschiedene Eversion-Stufen, welche jede individuell, das Level in dem man sich befindet
So sieht es dann in einer fortgeschrittenen Eversion aus.
verändert. Je weiter die Eversions voranschreiten, desto mehr verlässt das Spiel die zuckersüße Welt, bis man sich in der Hölle wiederfindet, in der Zombiehände aus dem Boden ragen und versuchen den kleinen Zee Tee zu töten.

Während andere Spiele versuchen einen von Anfang an zu fesseln, begeht Eversion einen etwas anderen Weg. Man beginnt es nämlich erst wirklich intensiv zu spielen und zu lieben, nachdem man es durchgespielt hat. Aber darüber möchte ich euch an dieser Stelle lieber nichts verraten.
Es gibt insgesamt drei verschiedene Enden, je nachdem wie man es geschafft das Spiel abzuschließen. Um diese zu erreichen, muss man allerdings alle Eversions kennen, sinnvoll einsetzen und alle Puzzle die einem das Spiel bietet erkennen und dann lösen. Das einmalige durchspielen dauert nur wenige Minuten bis hin zu einer Stunde. Das beherrschen und weiteres durchspielen, allerdings viele Stunden in denen einem mehr als einmal der Kopf raucht.

Kostenlos & Kostenpflichtig

Das Spiel gibt es in zwei Varianten. Einmal die Freeware-Version, welche es völlig kostenlos auf der Homepage des Programmierers Zaratustra gibt und die Steam Version, die ein bisschen schöner aussieht, einen Time-Attack Modus mit Zeitenvergleich und Achievments bietet. Diese kostet allerdings 3,99€, welche ich persönlich allerdings gerne ausgegeben habe. Die Achievments motivieren ungemein, doch noch mal alle Enden zu finden, bis man das Spiel komplett geschafft hat.

Spielzeit von circa 6 Stunden

Die Spielzeit von Eversion beträgt, wenn man alle Enden sehen möchte, circa 6 Stunden. Je nachdem wie man sich anstellt kann es auch ein wenig länger sein. Nachdem man es dann durchgespielt hat, kann einen der Time-Attack Modus noch begeistern, wenn man sich die Steam-Version gekauft hat. Ich kam insgesamt auf 9 Stunden Spielzeit und habe alles gesehen was das Spiel bietet.

Ich kann jedem, der mal etwas Zeit erübrigen kann, sehr empfehlen sich das Spiel einmal anzugucken. Nachdem ich es entdeckt hatte und drei Freunden gezeigt hatte, haben die sich stundenlang hingesetzt, bis sie auch das letzte Geheimnis entdeckt haben.

Horror in 2D

Obwohl Eversion nur ein Jump'n'Run ist, sollte man es nicht kleine Kinder spielen lassen. Das Spiel wird von Zaratustra ausdrücklich nur Erwachsenen empfohlen, da dieses Spiel Alpträume verursachen könnte. Der Hauptcharakter stirbt in mit einem lauten Knall, es ragen Zombie-Hände aus dem Boden und rote Todeswolken versuchen einen zu verschlingen.

Warum kennt man Braid, aber nicht Eversion?

Der Unterschied zwischen Braid und Eversion ist einfach der, dass Braid von anfang an professioneller aufgezogen wurde, weil klar war dass dieses Spiel Geld bringen muss. Bei Eversion wurde eine kostenpflichtige Variante erst rausgebracht, nachdem die Fans eine HD-Version verlangt haben. Und gerade so eine Tatsache spricht schon dafür, wie gut das Spiel wirklich ist.
Ausserdem muss man anmerken, dass Eversion ein PC-exklusives Spiel ist, welches es nicht für das iPhone, Xbox Live Arcade oder PSN gibt. Welches Magazin berichtet denn schon über ein PC-exklusives Indie-Game, welches es auch noch in einer Freeware-Version gibt und bei dem keine Chance besteht, einen Exklusiv-Deal mit dem Publisher abzuschliessen?

Zum Schluss wollen wir noch auf das Video zu Eversion von GamersGlobal-User Konsolen Chris verweisen.

Links:
Home des Programmierers Zaratustras
Eversion (Freeware)
Eversion (Steam)
Thomas Barth 9. November 2010 - 14:28 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert
Konsolen Chris 16 Übertalent - 4579 - 9. November 2010 - 18:30 #

Ein großartiger Artikel. Macht Lust das Game direkt zu zocken. Bei mir hat es auf jedem Fall gewirkt. :-)

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 10. November 2010 - 10:52 #

Das Spiel ist eine ganz eigene Erfahrung. Habe es zu späterer Stunde angeworfen und die Wirkung hat es nicht verfehlt, wenngleich man sich davon doch schnell erholt bzw. daran gewöhnt. Von einem Kauf auf Steam sehe ich allerdings ab - dafür bietet mir das Spiel dann doch wieder zu wenig.

Kirika 15 Kenner - 3277 - 10. November 2010 - 11:17 #

les nochmal drüber, sind noch einige Rechtschreibfehler drinne q.q"

Ansonsten werd ich mir das Spiel wohl mal anschauen in den nächsten Tagen :) klingt jedenfalls gut

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 10. November 2010 - 13:43 #

Ich habe nochmal einige ausgebessert. Später gucke ich nochmal drüber, wenn ich wieder etwas Zeit habe.

John R. (unregistriert) 10. November 2010 - 15:28 #

Wenn wir schon bei Fehlern sind:
Der Imperativ Singular von "lesen" heißt "lies". Immer abgeleitet von der 2.Person, Singular, Präsenz, Indikativ, Aktiv.

Kirika 15 Kenner - 3277 - 10. November 2010 - 15:48 #

das mach ich immer falsch xP *dusselchen aber auch*

Aber ist hier ja auch nur ein Kommi und kein Artikel ;)

Fuutze 11 Forenversteher - 822 - 10. November 2010 - 12:58 #

Bin auch angefixed, mal schauen obs bei Steam ne Demo gibt, ansonsten probiere ich mal die Freeware aus. Finde die neue Rubrik prinzipiell gut, im Indiebereich gibts bestimmt einige Perlen. Würde mich freuen wenn dabei auf Hardwareschonende Games geachtet wird, da ich solche Sachen gerne auf meinem Netbook spiele mit dem Arsch auf der Couch (im doppeltem Sinne).

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 10. November 2010 - 13:45 #

Das gerade die nicht so Hardware-fressenden Spiele getestet werden, ist eines meiner Hauptkriterien bei der Auswahl der Spiele. Natürlich kann ich nicht versprechen, dass mal doch ein Spiel mit dabei sein wird, welches ein wenig Hardware erfordert.

vicbrother (unregistriert) 10. November 2010 - 19:25 #

Ich verweise mal auf dieses tolle Video von 235 Indie Games: http://www.youtube.com/watch?v=EO7cVIk8CmY

:)

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 34982 - 22. November 2010 - 14:13 #

"Ab diesem Zeitpunkt sieht der geübte Puzzle-Kenner, dass Potential in diesem Spiel."
In dem Satz fehlt entweder was oder es ist zu viel da. ;-)

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 23. November 2010 - 0:02 #

Es ist egal wie oft ich diesen Artikel gegenlese, die Fehler finden immer die anderen. ;)
Wird sofort ausgebessert.

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07.06.2010
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