Schuster, bleib bei deinem...

Die Bioware-Inflation

sw4pf1le 11. Dezember 2011 - 22:42 — vor 4 Jahren zuletzt aktualisiert
Bioware Montreal, Bioware San Francisco, Bioware Sacramento, Bioware Social... Electronic Arts' neues Lieblingsstudio baut seine Aktivitäten massiv aus. Doch diesem inflationären Gebrauch eines einstigen Qualitätsnamens muss Einhalt geboten werden - oder nicht?
Alarm! Es ist wieder einmal soweit, der Kommerz hat zugeschlagen! Das personalisierte Böse ist in seine Lieblingsgestalt zurückgekehrt und verwandelt unter dem Decknamen Electronic Arts abermals die unschuldige Kreativität eines hochgeschätzten Entwicklers in eine seelenlose Fortsetzungs- und Casual-Dirne. So zumindest die Sicht vieler Fans der Rollenspielschmiede Bioware, nachdem sie den Namen ihres Lieblingsentwicklers neuerdings jede Woche in den Schlagzeilen finden. Tief sitzt der Stachel, dass sich Bioware mit Mass Effect seine Fangemeinde zunehmend ausweitet und mit Dragon Age 2 seinen Hardcoreanhängern -- natürlich rein subjektiv betrachtet -- auch noch die Simplifizierung eines innig geliebten Spielsystems aufnötigte. Das alte Mantra, es ist wieder in aller Munde, alle beten leise mit: Origin, Westwood, Bullfrog... BioWare?

In der Tat hat Mutterkonzern Electronic Arts einen neuen Liebling gefunden. Der in Edmonton ansässige Entwickler nimmt innerhalb des Konzerns eine immer bedeutendere Rolle ein. Kein Wunder, denn EA-Konzernchef John Riccitiello war zuvor Chef des Investors Elevation Partners, dem vormaligen Besitzer der Entwicklerstudios Bioware und Pandemic. In dieser Zeit muss eine echte Männerfreundschaft zwischen Riccitiello und den BioWare-Gründern Greg Zeschuk und Ray Muzyka entstanden sein. Eine seiner ersten Handlungen nach dem Wechsel an die EA-Spitze war der Erwerb des erfolgreichen Rollenspiel-Entwicklers (und seines unbedeutenden Juniorpartners) für sagenhafte 860 Millionen US-Dollar. Viel Geld für einen Namen, ein Portfolio erfolgreicher Spiele, an denen man keinerlei Rechte besaß, und lediglich der Aussicht auf die kommenden Titel Mass Effect und Dragon Age. Zum Vergleich: Für eine Übernahme des Publishers Take 2, immerhin Besitzer stolzer Markennamen wie Grand Theft Auto, Max Payne und Bioshock, wollte man gerade einmal zwei Milliarden Dollar locker machen. Doch das Vertrauen war gerechtfertigt, Mass Effect und Dragon Age: Origins überzeugten sowohl als Kritiker- als auch Verkaufserfolge. Der unaufhaltsame Aufstieg des neuen Musterschülers nahm seinen Anfang.

Vom Kellner zum Koch

Ein Opfer auf diesem Weg war Mythic Entertainment. Nach dem Scheitern von EAs MMO-Hoffnung Warhammer Online  wurde der extra dafür eingekaufte Entwickler zu einer Untereinheit Biowares degradiert und darf nun hauptsächlich den inzwischen bedeutungslosen, aber immer noch für stabile Umsätze guten MMO-Opa Ultima Online betreuen. Das wahre Aushängeschild im Onlinebereich wird unterdessen aus Biowares Zweigstudio Austin kommen, das bereits vor der EA-Übernahme allein für die Entwicklung des MMOs Star Wars - The Old Republic begründet wurde. Dass der Verkaufsstart großartig sein wird, für diese Prognose braucht man kein Hellseher zu sein. Doch sollte sich der jüngste Bioware-Titel tatsächlich als dauerhafter Konkurrent zu World of Warcraft etablieren können, wird dies nicht zuletzt einem anderen Titel geschuldet sein: Biowares hochdekoriertem Singleplayer-Rollenspiel Star Wars - Knights of the Old Republic (KotOR).

KotOR steht für all das, was BioWare immer auszeichnete. Das Talent der Kanadier lag seit jeher in der Erschaffung lebendig wirkender Spielwelten und großer Erzählungen, mit Wendungen und Freundschaften, Liebschaften und glaubwürdigen Konflikten. Das Unternehmensleitbild lautet nicht umsonst "BioWares Vision ist die Erschaffung, Weitergabe und Weiterentwicklung der emotional bewegendsten Spiele der Welt". Doch damit etwas bewegend sein kann, gehört eine gewisse Einzigartigkeit dazu, eine Einzigartigkeit der Spielthematik und ihrer Autoren. Genau diese Einzigartigkeit droht dem Entwickler mit der aktuellen Geschäftsstrategie verloren zu gehen, in mehrerlei Hinsicht.

Gute Suppe, mit Wasser gestreckt

Dass sich um potentielle Spieleblockbuster ein breit angelegtes Marketing mit Zusatzangeboten aufbaut, wird von der Spielerschaft weitestgehend akzeptiert. Schließlich ist es nett, im Vorfeld eines Releases sich mit einem kleinen Facebook-Spiel die Zeit bis zur Veröffentlichung zu vertreiben und eventuell sogar noch Bonus-Inhalte abzugreifen. Doch wenn aus dem netten Gimmick eine immer stärker werdende Cross-Promotion mit dem Charakter eines Zusatzverdienstes wird, beginnt die Sache zunehmend lästig zu werden. Was hat dieses Produkt mit seinem geistigen Urvater zu tun? Wo erkenne ich darin bitte die große Vision von "Erschaffung, Weitergabe und Weiterentwicklung" eines "emotional bewegenden Spieles"? Die einzige Emotion, die sich dabei regt, ist Wut auf die mehr als offensichtlichen Bezahlaufforderungen. Mit dem einstigen Kernideal hat diese Form von Investitionsoptimierung nichts mehr gemein und so ist es nicht erstaunlich, dass die Gründung eines kompletten Casual-Bereichs mit dem Namen BioWare nicht jeden Spieler begeistern kann.

In der Tat mutet der Liebling der Massen seinen Anhängern in letzter Zeit einiges zu. BioWare hier, BioWare dort. Zu jedem Franchise in regelmäßigen Abständen eine kleine News. Und damit es nicht langweilig wird, gleich nochmal ein neues Franchise mitsamt neuem Studio aufbauen. Zwecks Optimierung des Portfolios und Vermeidung von Konkurrenz aus eigenem Hause natürlich in einem noch nicht beackerten Genre. Daher muss es einfach gesagt werden: Es reicht!

Mit BioWare glaubt Electronic Arts vielleicht seinen eigenen Rockstar gefunden zu haben. Doch -- wenn man von der vollkommen abweichenden Genese der Rockstar-Gruppe einmal absieht -- eine Lektion scheint man in Redwood Shores bis heute noch nicht gelernt zu haben: Die wahre Kunst des Rockstars ist, sich auch mal rar zu machen. Sich bewußt zurückzuziehen, die Geduld der eigenen Fans auch mal auf die Probe zu stellen -- und den Wohlklang des eigenen Namens gefälligst nicht für die Krimstüte eines beliebigen 99-Cent-Shops herzugeben. Oder anders gesagt: Schuster, bleib bei deinem Leisten!

sw4pf1le 11. Dezember 2011 - 22:42 — vor 4 Jahren zuletzt aktualisiert
Jörg Langer Chefredakteur - P - 324509 - 11. Dezember 2011 - 22:43 #

Sehr schön geschriebener Artikel, sw4pf1le!

sw4pf1le 18 Doppel-Voter - 10771 - 12. Dezember 2011 - 8:58 #

Vielen Dank! :)

meskobin 11 Forenversteher - 760 - 11. Dezember 2011 - 22:47 #

Im ersten Satz steht "...die Kommerz hat zugeschlagen". Sollte es nicht der Kommerz heissen? Oder hab ich was falsch verstanden?

Ansonsten schöner Artikel! Danke dafür.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324509 - 11. Dezember 2011 - 23:05 #

Vielleicht die Commerzbank...? Ich ändere das mal schnell.

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 11. Dezember 2011 - 23:01 #

Keine Ankündigungsnews?
Aber schön geschrieben. In Zukunft sollte man jedenfalls bei "Bioware" nochmal extra hinschauen, ob da dann nicht nur Bioware drauf steht, sondern auch Bioware drin ist.

edit: Ah, da ist die News :)

Woldeus 14 Komm-Experte - P - 1865 - 11. Dezember 2011 - 23:10 #

dem kann man wohl nicht mehr viel hinzufügen......*seufz*

well done!

blub1234 08 Versteher - 181 - 11. Dezember 2011 - 23:17 #

Ich kann ja die Befürchtungen und auch die Kritik verstehen, aber letztendlich hat Bioware auch seit der Übernahme immer hervorragendes abgeliefert. Gerade Story und Spielwelt waren auch bei Mass Effect 2 großartig, auch wenn die Vereinfachung der Spielmechanik diesem sicher nicht gut getan hat, kann mir doch keiner erzählen, er hätte es nicht mit viel Vergnügen gespielt oder die ganze Zeit gedacht: "Ist ja ok, aber der Vorgänger war so viel besser".
Zu Dragon Age kann ich leider nix sagen...
"BioWares Vision ist die Erschaffung, Weitergabe und Weiterentwicklung der emotional bewegendsten Spiele der Welt" ist doch genau das, was bei zu mindest Mass Effect passiert ist... Und wenn, wie angekündigt der 3 Teil, dem Spieler wieder etwas an Rollenspielelementen zurückgegeben wird, dann sind doch alle glücklich.
Wenn Bioware (oder auch EA, ist mir ehrlich gesagt schnuppe) einen neuen Markt erschließen mit Gelegenheitsspielern, dann ist das ihr gutes Recht. Wenn dann noch sowas großartiges wie ME2 herauskommt, was soll ich mich dann beschweren.
Dieses Dragon Age Legends empfinde ich jetzt zwar als lächerlich, aber auch als unproblematisch. Sollen die Leute doch...

Warten wir doch erstmal ab, wie sich das ganze entwickelt. Wenn immer über Westwood, Bullfrog und co. gesprochen wird, sollte man doch mal fragen dürfen, wie viel da überhaupt sonst noch drin gewesen wäre. Bullfrog hat noch diverses nach der Veröffentlichung auf den Markt geschmissen, was definitiv gut war (siehe Dungeon Keeper, Theme Park World und Populus 3, was vielleicht nicht so gut oder innovativ wie seine Vorgänger war, aber trotzdem gut). Westwood hatte mit Nox noch einen richtig guten Titel, dass Renegade floppte war nicht EAs Schuld, und inwiefern die C&C Reihe noch etwas zum Genre beitragen hätte können, ist doch auch sehr fraglich...

EA hat sicher selten einen guten Einfluss auf seine Schmieden, aber das hat vermutlich kaum ein Publisher. Publisher wollen Geld verdienen und dann erst ein gutes Spiel abliefern, desto größer der Publisher desto stärker. Wenn jetzt wirklich zwischen dem EA Boss und den führende Bioware Köpfen so ne dicke Männerfreundschaft ist, dann ist die Diskussion hier eh hoffentlich müßig. Ansonsten ist die Frage, noch hatte EA auf Bioware keinen nennenswerten negativen Einfluß. Abwarten

Gorny1 16 Übertalent - 4720 - 11. Dezember 2011 - 23:24 #

Also EA hat Bioware wärend der Entwicklung von Dragon Age origins und nach der Veröffentlichung von Mass Effect 1 übernommen. Beides mMn sehr gelungene Spiele.
Beide Nachfolger, Dragon Age 2 ganz besonders, sind mMn um einiges stärker an den Mainstream angepasst. Für mich als Hardcore-Gamer durchaus etwas negatives. Und ich führe das auf die Übernahme zurück.
Ich kann mir quasi lebhaft vorstellen wie dort nach der Übernahme erstmal ein paar Meetings abgehalten wurden in denen EA klar gemacht hat, dass die Zielgruppe vergößert werden müsse.

blub1234 08 Versteher - 181 - 11. Dezember 2011 - 23:25 #

Wie gesagt bei Dragon Age weiß ich es nicht, und auch ich fand bei ME2 die Vereinfachung der Spielmechanik nicht gut, aber trotzdem war es ein großartiges Spiel...

Gorny1 16 Übertalent - 4720 - 11. Dezember 2011 - 23:31 #

Das streite ich ja nicht ab, habs auch gerne gespielt, aber wenn das die Richtung ist in die es gehen soll...
Die Modi die ME3 anbieten soll, kommen mir auch eher nach Alibis vor. Und sind eindeutige Zeichen dafür, dass die Zielgruppe maximiert werden soll, was meist dazu führt, dass Features gestrichen werden müssen, die eigentlich recht cool gewesen wären. (klassisches Allrounder vs. Spezialist Szenario)

Gorny1 16 Übertalent - 4720 - 11. Dezember 2011 - 23:18 #

Sehr gut, da kann ich nur zustimmen. Für mich ist eh Obsidian schon lange das neue Bioware XD.

avalonash 12 Trollwächter - 1147 - 12. Dezember 2011 - 0:13 #

Im Ernst?
Obsidian hat bislang nur eine einzige eigene Marke rausgebracht: Alpha Protocol. Und das hatte zwar ein cooles Setting und eine klasse Story, aber war ansonsten an allen Ecken und Enden unausgereift. Wirklich schlechte Balance, miese KI, stellenweise recht verbuggt und von der Spielmechanik her noch simpler gestrickt als Mass Effect.
Alle anderen Games, die die gemacht haben, basieren auf den Welten und Spielmechaniken anderer Studios: Neverwinter Nights 2 und KOTOR 2 fußen auf der Originalität und dem technischen wie spielerischem Gerüst von Bioware. Und KOTOR 2 war noch dazu sehr spürbar nicht zu Ende entwickelt. Etwas, dass sich bei denen leider ziemlich durchzieht.

Und zum Artikel:
So what?!?

Dann machen sie halt zusätzliche Zweigstellen auf, die das Portfolio erweitern. Solange Biowares Kernstudios weiter das machen, was sie bisher auch getan haben, geht uns als Spielern doch dabei nichts verloren. Im Gegenteil! Offensichtlich begreift EA Bioware als seine Premiummarke mit hohem Qualitätsstandard. Wenn dieser Standard unter der Aufsicht der Bioware-Gründer nun auch auf weitere Studios ausgeweitet wird und die unter deren Schirmherrschaft arbeiten, sehe ich das als positives Signal. Eine Verwässerung wäre es doch nur dann, wenn Biowares Kernstudio selbst anfangen würde ein RTS zu entwickeln.

Die Verwässerung gab es doch vielmehr damals bei Westwood, wo unter einem Dach Adventures (Kyrandia-Reihe), die Lands of Lore Rollenspiele, die Strategiereihen Dune und C&C, der Renegade-Shooter und zuletzt noch das Space-MMO Earth & Beyond entwickelt wurden. Und das Ergebnis war, dass die C&C Reihe schon nach dem ersten Teil und Red Alert 1 bereits abzurutschen begann. (Tiberian Sun wurde auch damals schon als Enttäuschung auf hohem Niveau bezeichnet und der grottige Online-Ableger Sole Survivor hat es in DE nicht mal zum Release gebracht). Lands of Lore war nach elendig langen Verschiebungen auch nicht der erhoffte Megahit, Renegade hat sich nur durch den tollen MP gerettet, während die Kampagne höchst durchwasen war und man an allen Ecken merkte, dass ihnen Shooter eigentlich nicht liegen. Die Adventure-Sparte haben sie nach Kyrandia 3 einfach fallenlassen, obwohl es eine der ältesten Sparten des Studios war. Bei Earth & Beyond war ich damals im Betatest und das war auch eine absehbare Totgeburt.

Westwood hat sich damals selbst verwässert, weil sie aus einem Haus zu viele unterschiedliche Richtungen bedienen wollten. Bei Bioware macht man stattdessen eigene Tochterstudios mit klarer Fokussierung und für sich selbst hochgesteckten Qualitätsansprüchen auf.

Und das soll jetzt schlecht sein?

Solange da im Genre erfahrene Leute dransitzen und für das Gebiet gute Spiele dabei rauskommen, machen sie es doch genau richtig. Dass die Social Games nicht nur Marketing-Freeware sind, war von anfang an klar von EA und Bioware kommuniziert. Auch das ist ein Geschäftsfeld auf dem man Geld erwirtschaften will. Und auch wenn ich Browsergames außer als Zeitvertreib für langweilige Spätschichten nicht anrühren würde, waren sie gut gemacht.
Außerdem sind die wie gesagt zu vernachlässigenden Bioware Social und das jetzt erst neue RTS-Team mal gerade ZWEI Ableger, die außerhalb des Rollenspielbereichs unterwegs sind.

Wenn man das schon inflationär nennt, finde ich den Begriff hier etwas inflationär verwendet.

Gorny1 16 Übertalent - 4720 - 12. Dezember 2011 - 0:30 #

Mmmh NWN 2 ist für mich um Welten besser als NWN und KOTOR 2 hatte mMn zwar storytechnisch das nachsehen, aber was die RPG-Elemente anging war es genau das was mir bei KOTOR gefehlt hat.
Und natürlich Fallout New Vegas nicht zu vergessen. Nach dem bescheidenen Fallout 3, war das endlich ein annährend würdiger Nachfolger der original Fallout-Serie, was wohl daran liegt, dass alte Mitarbeiter nun bei Obsidian sind.
Mir ist es doch schnuppe ob das deren eigene Welten sind oder ob es Auftragsarbeiten sind. Die Jungs verstehen es einfach Dialoge zu schreibe, Charaktere zu kreieren und somit richtig gute RPGs zu basteln. (meist besser als die, die die Idee hatten)
Und was Alpha Protocol angeht. Ich fands genial, habs als Schleichshooter gespielt mit dem Ziel nie gesehen zu werden. Dazu dieses krasse Dialogsystem, inkl. wirklichen Unterschieden in der Handlung durch die eigenen Antworten(hab beim wiederholten durchspielen noch zig Charaktere kennengelernt die ich vorher nie gesehen hab). Da setze ich einfach ein anderes Maß an als bei Mass Effect, welches eindeutig sein Genre verschiebt.
Das ist jetzt aber schon sehr OT, sry ^^.

Guldan 17 Shapeshifter - P - 8309 - 12. Dezember 2011 - 8:28 #

Kann ich nur zustimmen ich seh nichts schlechtes daran was EA hier macht.

sw4pf1le 18 Doppel-Voter - 10771 - 12. Dezember 2011 - 9:39 #

Wie bei jedem Meinungsartikel kann man eine gegenteilige Sicht dazu haben, daher ist es schwer, hier auf eine ultima ratio zu kommen. Die Sicht meines Artikels kann man vielleicht als die Sicht eines Fans der Firma bezeichnen, und nicht die eines reinen Konsumenten derer Spiele. Dass die Spiele eine hohe Produktionsqualität besitzen, will ich weder bestreiten, noch für die Zukunft vollkommen ausschließen. Der Sinn eines Markennamens für den Kunden ist aber immer auch das Gefühl der Sicherheit, dass letztlich das gewünschte Produkt drinsteckt und ich dafür nicht endlos Testberichte lesen und vergleichen muss, um zu wissen, ob es mich anspricht. Was man gut kennt, da muss man nicht immer erst lange überlegen, da kann man auch mal blind vertrauen. Diese Zeit ist für BioWare jedoch (in meinen Augen) eindeutig vorbei, weil sie mittlerweile so unterschiedliche Dinge unter ihrem Namen verkaufen, dass darunter zwangsläufig Produkte auftauchen müssen, die den Fans einer bestimmten Art von Spielen nicht mehr gefallen. Bei inzwischen acht Entwicklungsstudios dürfte es schwer sein, jenseits von Geschäftsstrategien eine durchgehende Philosophie aufrechtzuerhalten, die alle vereint und ihre Spiele für jeden einigermaßen gleichwertig macht. Damit geht für mich aber der ursprüngliche Sinn des Markennamens verloren. Denn das reine Versprechen hochqualitativer Produktionen verbinde ich nicht nur mit dem Namen BioWare, sondern auch alle anderen AAA-Entwicklern und Publishern.

Mit der Inflation meine ich, dass ein bestehender Entwickler namens EA2D in BioWare San Francisco umbenannt wurde. Dieser hat im Namen BioWares die beiden Facebook-Spiele Dragon Age: Journey und Dragon Age: Legends entwickelt. Dieser Geschäftsbereich wird jetzt mit Klicknation alias BioWare Sacramento um einen Entwickler von Titeln wie Superhero City, Age of Champions und Six Gun Galaxy erweitert und als BioWare Social vermarktet. Dazu gab es einen von Presse und Fans als höchstens durchschnittlich bewerteten iPhone-Shooter namens Mass Effect Galaxy. Zusammen mit BioWare Victory und Command & Conquer (dazu ausgerechnet im eher inhaltsschwachen und vielmehr auf Spielmechaniken abzielenden Generals-Szenario) sind das vier Produkte, ein Geschäftsbereich und drei Studios, die ich eigentlich nicht mit den ursprünglichen Kernqualitäten des Markennamens BioWare verbinden kann. Das alles in einem Zeitraum von 2,5 Jahren (Pre-Release von Dragon Age: Origins) kann man durchaus als inflationär bezeichnen.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4301 - 12. Dezember 2011 - 9:40 #

Ja, da stimme ich absolut zu. Allein C&C Generals 2 zeigt, was eigentlich passiert ist. Ein Studio bekommt ohne Bezug einen Namen übergezogen, mit dem es nichts zu tun hat und soll ein Spiel entwickeln, mit dessen Vorgänger es nichts zu tun hatte. 2 Namen / Marken werden einfach ausgebeutet, um Vertrauen und Vorschusslorbeeren beim Gamer zu erhalten.

Und was passiert? Schaut Euch die News zu C&C Generals 2 an, die meisten sind begeistert und erkennen gar nicht, dass ein völlig neues Produkt von einem anderen Studio unter anderen Namen entsteht. Hier muss man erstmal genau prüfen, was dabei überhaupt entsteht.

Der Trick mit den Namen funktioniert also.

Gorny1 16 Übertalent - 4720 - 12. Dezember 2011 - 11:00 #

Na so einfach ist es wohl nicht. Ich freue mich natürlich über ein Generals 2, weil ich die Hoffnung hege, dass egal wer es entwickelt sich erstmal Generals 1 anschaut und die Stärken übernimmt und das Spiel weiterentwickelt. Trotz der Freude denke ich, werden die meisten trotzdem erstmal genau hinschauen was dort fabriziert wird. Zudem wurde auch bei der Ankündigung schon darüber geredet was für ein Schwachsinn es ist, das Studio Bioware zu nennen.

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 13. Dezember 2011 - 0:15 #

Man liest aber eben auch Dinge wie "Ah, da wird Bioware sicher ein tolles Spiel draus machen!".

Gorny1 16 Übertalent - 4720 - 13. Dezember 2011 - 8:43 #

Ja das habe ich auch bemerkt... traurig...
Hätte ich nicht erwartet, aber EA wirds ja sicher auch nicht zum Spaß machen, wenn die nicht wüssten, dass es auch funktioniert...

sw4pf1le 18 Doppel-Voter - 10771 - 13. Dezember 2011 - 12:23 #

Weils dazu so schön passt: http://www.cad-comic.com/cad/20111207 ;)

blub1234 08 Versteher - 181 - 12. Dezember 2011 - 19:37 #

gegen das Wort inflationär habe ich gar nichts, wohl aber gegen die Vorbehalte. C&C Generals war ein in der Kampange Katastrophales Spiel, aber im MP wars gut. Es war kein Warcraft 3 oder dergleichen, aber es war ein gutes Spiel. Wenn da jetzt ein Nachfolger entsteht freue ich mich auch, nicht wegen Bioware, sondern, weil wenn man den ersten Teil in bestimmten Punkten stark verbessert (z.B. Kampange, Ausgeglichenheit der Parteien etc.) man vielleicht mal wieder ein Klasse Echzeitstrategie Spiel bekommt. Wer das entwickelt ist mir vollkommen gleich.
Ich weiß auch nicht, ob man Spiele in dieser Form als Kunstwerke begreifen sollte, deren Erschaffer eben via Firma austauschbare Namen haben. In irgendwelchen Filmmagazinen beschwert sich auch keiner, wenn Warner ein anderes Studio kauft. Das sind nur Namen, noch keine Ideen oder deren Umsetzungen.
Natürlich denke ich auch, wenn Blizzard ein Spiel macht wirds Klasse sein, aber trotzdem warte ich mit dem Kauf immer ein bisschen die ersten Tests ab. Aber dieses Markenbewußtsein ist etwas, was man eh nicht so aktiv und unreflektiert ausleben sollte.

NedTed 18 Doppel-Voter - - 11729 - 11. Dezember 2011 - 23:22 #

Applaus für diesen Artikel!

Lorion 17 Shapeshifter - 7537 - 11. Dezember 2011 - 23:34 #

Also Dragon Age Legends finde ich unproblematisch. Das man permanent mit Bezahlinhalten "gelockt" wird ist typisch für Facebook-/Browserspiele, sollte einem daher im Vorfeld klar sein. Ist aber auch nur relevant wenn man das Spiel "ernsthaft" spielen will. Nutzt man es rein als Promospiel, um nen paar zusätzliche Items für Dragon Age 2 abzugreifen, muss man keinen Cent zahlen und hat die Sachen auch mit minimalem Zeitaufwand freigeschaltet.

eksirf 15 Kenner - P - 2776 - 11. Dezember 2011 - 23:37 #

Der Artikel drückt ziemlich genau das aus, worüber ich im Moment nachdenke, wenn ich etwas über BioWare höre oder lese. Sehr schön.

Limper 16 Übertalent - P - 5147 - 11. Dezember 2011 - 23:45 #

Super Artikel, stimme ich aus vollem Herzen zu. Bin seit Mass Effect 2 bzw. Dragon Age 2 Bioware gegenüber eher zurückhaltend geworden. Objektiv gute Spiele, keine Frage, aber ein klarer Trend nachdem mehr Kunden wichtiger sind als anderes und dem möchte ich nicht (uneingeschränkt) beipflichten. Dass EA jetzt glaubt auf allem muss Bioware draufstehen ist deren Sache und imo als PR abzutun. Man könnte fast meinen man möchte den Namen EA loswerden ;) Als langjähriger Gamer zieht es mich in letzter Zeit sowieso viel mehr zu den kleineren und unbekannteren Projekten, ich geb die Hoffnung zwar nicht auf, aber im Moment lauft Bioware bei mir, wenn überhaupt, unter Aktions/Budget-Käufe.

Novachen 18 Doppel-Voter - 12754 - 11. Dezember 2011 - 23:49 #

Ich verstehe das ehrlich gesagt auch nicht so wirklich. EA hat soviele Marken und Firmennamen unter seine Fitiche, wieso packen die alles unter dem Bioware Label? Der Bezug von C&C zu Bioware ist doch deutlich geringer als wenn EA einfach ein Studio namens "Westwood" aufgemacht hätte. Vor allem hätte man bei letzterem sogar noch so einige Unwissende Kunden noch ziehen können. Der Vergleich mit Maxis, Bullfrog, Westwood und Origin hinkt aber dennoch in diesem Fall, denn bei denen war tatsächlich noch der jeweilige Entwickler drin. Diese Firmen wurden nicht für Spiele verantwortlich gemacht, mit denen sie eigentlich nichts zu tun hatten.

Bei EA muss man aufpassen, dass die Spielerschaft EA nicht bald vergisst, wenn alles unter anderem Namen läuft. Take2 kennt ja mittlerweile auch fast niemand mehr, weil die ebenso viel auf Rockstar abwälzen.

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 12. Dezember 2011 - 0:45 #

Wäre es denn für EA schlimm, wenn keiner mehr EA kennt? EA kriegt ja trotzdem das Geld. Und: EA hat unter Spielern eher einen mäßigen Ruf. Bioware in der Regel einen (sehr) guten. Zumindest noch.

Ganesh 16 Übertalent - 4870 - 11. Dezember 2011 - 23:54 #

Wollen wir uns wirklich an Namen und Geschäftsstrategien statt an Spielen abarbeiten? Geht man damit EA nicht gerade auf den Leim?

EA benennt willkürlich Studios nach ihrer erfolgreichsten Marke. Das ist eine Marketingstrategie nicht weniger, aber doch auch nicht mehr. Wenn Rollenspiele der Menschen, die für vorherige Titel verantwortlich waren, schlechter werden - dann ist das was anderes, oder?

Ich kann die Aufregung in diesem Fall nicht verstehen. Eher über Dragon Age 2, die Tatsache, dass sich nur eine Shooter-Serie mit einigen RPG-Elementen mit dem Namen Mass Effect besser verkauft als das erste Dragon Age oder aber diese unsäglichen Dialogräder, die Bioware zur absoluten Simplifizierung der Konversationen eingeführt hat.

Gorny1 16 Übertalent - 4720 - 12. Dezember 2011 - 0:39 #

Oh stimmt ja, das hätte ich fast vergessen... dieses bescheidene Dialograd das für mich DA2 fast noch stärker kaputt gemacht hat als die anderen Versimplifierierungen. (Auf ein Stichwort klicken und dann wundern was einen Scheiß man gerade gesagt hat... und das entscheidet dann auch noch irgendwas wichtiges)

Ich denke auch, dass die Spiele definitv mehr zählen als welche Firma drauf steht. Ich freu mich z.B. sehr, dass Generals 2 gemacht wird, ob da nun Bioware drauf steht oder nicht ist mir egal. Aber genau deshalb finde ich es bescheuert von EA, überall Bioware draufzuklatschen nur um damit ggf. die Verkäufe zu steigern wie ich vermute.

sw4pf1le 18 Doppel-Voter - 10771 - 12. Dezember 2011 - 9:34 #

Der kommerzielle Erfolg von Dragon Age und Mass Effect ist in etwa gleich hoch einzuschätzen, bisher vielleicht sogar mit leichtem Vorteil bei Dragon Age. DA:O hat sich vor Release des Add-ons, also nach 4 Monaten, laut EA über 3 Millionen Mal verkauft. Tatsächlich war Dragon Age: Origins zu seiner Zeit (Juli 2010, 5 Monate nach dem Release von Mass Effect 2) das erfolgreichste BioWare-Rollenspiels aller Zeiten, laut einer Aussage des langjährigen BioWare-Entwicklers Rob Bartel. Auch Dragon Age 2 verkaufte sich innerhalb von zwei Wochen EA zufolge ca. 2 Millionen Mal.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4301 - 12. Dezember 2011 - 9:43 #

"Wollen wir uns wirklich an Namen und Geschäftsstrategien statt an Spielen abarbeiten?"

Das ist ein lobenswerter Gedanke, aber leider funktioniert der Namensschwindel. Schau Dir die News zu C&C Generals an, wie alle anfangen zu schwärmen, obwohl weder Studio noch Marke mit dem Vorgänger etwas zu tun haben.

Gorny1 16 Übertalent - 4720 - 12. Dezember 2011 - 11:03 #

Das Beispiel Deus Ex zeigt z.B. dass man sich durchaus auch über Nachfolger von anderen Firmen und Marken freuen kann, wenn diese der Vorgänger treu bleiben. Bei der Ankündigung von Generals 2 denken natürlich alle an Generals 1 und wie genial das war. Mit der Hoffnung, dass Generals 2 genauso gut wird. Das hat wenig mit den Entwicklern zu tun. Und ich glaube kaum, dass auch nur einer dort dachte: "Mmh Bioware macht so geniale RPGs, dass muss ja ein super Generals 2 werden" ^^

Ganesh 16 Übertalent - 4870 - 12. Dezember 2011 - 11:59 #

Na, bei Spielenamen und -serien wäre ich vorsichtiger mit meiner Aufforderung, sich den Spielen zuzuwenden. Wer einen Namen übernimmt, stellt sich ja bewusst in eine Tradition. Generals 2 wird nun mal ein Spiel, dass sich mit dem ersten Teil vergleichen lassen muss. Bioware hingegen war immer eine Ansammlung aus Menschen und Kapital, dessen Zusammensetzung sich über die Jahre und Jahrzehnte geändert hat. Jede Firmenidentität ist Marketing, jede Spieleserie hingegen lebt von nachprüfbaren gemeinsamen Merkmalen.

Barbarisater 16 Übertalent - P - 4586 - 11. Dezember 2011 - 23:54 #

Schöner Artikel, weiter so!

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9209 - 12. Dezember 2011 - 0:05 #

Ich kann nur zustimmen, Bioware veramscht sich.

Shut up shwafle ! take my Kudo!

Spartan117 13 Koop-Gamer - 1298 - 12. Dezember 2011 - 0:18 #

guter Artikel :) weiter so

Minka der große Hund (unregistriert) 12. Dezember 2011 - 0:19 #

Die haben noch nicht mal abgeliefert da meckert der Durchschnitts-Deutsche schon wieder ;)

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23313 - 12. Dezember 2011 - 0:20 #

Dragon Age 2 war sicher ein Schnellschuss, aber Mass Effect 2 und 3 hatten jeweils über zwei Jahre Entwicklungszeit. Das ist eigentlich genug Zeit wenn die Engine und das Grundgerüst stehen. Da sehe ich bei anderen Marken wie Assassins Creed schon eher die Gefahr, dass es zu einer Sättigung der Spieler kommt und die Marke an Wert verliert.

Vampiro 21 Motivator - P - 30538 - 12. Dezember 2011 - 0:52 #

Super Artikel! Dem kann ich nur zustimmen.

Eine absolute Inflation. Gegen die Verknüpfung mit z.B. Facebook bin ich sowieso.

Ich muss aber sagen, dass mir Mass Effect 2 besser als Teil 1 gefallen hat. Es hat sich flüssiger gespielt, die gut/böse Entscheidungen waren besser eingebaut, das Inventarsystem in Teil 1 war einfach nur nervig, die Lösung mit Technologieupgrades in Teil 2 fand ich gut, die nervenden Scannvorgänge hingegen nicht.

Bei Dragon Age habe ich nur den 1. Teil gespielt, und der war mir schon zu seicht. 08/15 story in (anders als bei Mass Effect) 08/15 Szenario, mit NPCs die mir Quests verkaufen wollen. Dazu diese halbgare Mischung aus "Alt" und "Neu". Ich habe es trotzdem (!) ziemlich gerne durchgespielt. Aber ein Knaller war das auch schon nicht.

Naja, dass Bioware insgesamt an Qualität verlieren dürfte, vercasualisiert wird, war seit der Übernahme durch EA klar. Die ziehen tatsächlich in der Regel lehrbuchartig die Marketingverfahren durch.

Stuessy 14 Komm-Experte - 2512 - 12. Dezember 2011 - 4:13 #

Das Thema BioWare ist für mich eigentlich abgehakt. Dragon Age war in meinen Augen zwar kein gutes Rollenspiel, aber immer noch ein wirklich gutes Action-Adventure. Dragon Age 2 habe ich aber bereits komplett ausgelassen und interessiert mich auch nicht die Bohne. Mass Effect 3 wird auf jeden Fall noch mitgenommen um die Trilogie abschließen zu können, obwohl mich der neue Trailer unglaublich anödet. Und dann? Meine Kristallkugel ist kaputt, ich weiß also nicht was noch kommen wird, aber ich befürchte, dass ich nicht mehr zur BioWare-Zielgruppe gehören werde.

Arno Nühm 15 Kenner - - 2758 - 12. Dezember 2011 - 7:45 #

Erstklassiger Artikel, dem ist leider wirklich nichts hinzuzufügen.
Sehr schön geschrieben, würde gerne mehr von dir lesen :-)

Fozzie 12 Trollwächter - 1015 - 12. Dezember 2011 - 8:32 #

Ich habe einige Probleme mit dem Satz "KotOR steht für all das, was Bioware immer auszeichnete."
Ich sehe es nämlich so, dass KotOR stellvertretend für Biowares "Niedergang" steht (obwohl erste Anzeichen bereits bei NWN vorhanden waren). Es war das erste Spiel, in dem ich den Eindruck hatte, dass die Kanadier eigentlich gar keine Spiele entwickeln möchten, sondern interaktive Filme, dass Spielmechanik eher etwas Lästiges ist, das bedauerlicherweise hin und wieder die Skript- und Dialogsequenzen "unterbrechen" muss. Und leider ist das nach und nach ein allgemeiner Trend geworden. Ich kann den Satz "die Story motiviert zum Weiterspielen" in Reviews schon nicht mehr lesen. Kann nicht mal wieder das Spielen selbst bei einem Spiel zum Weiterspielen motivieren?
Meiner Ansicht nach kann EA also die Marke Bioware gar nicht mehr entscheidend verwässern - das haben sie bereits ganz von selbst erledigt.

P.S.:
Und wenn mir jetzt jemand mit Dragon Age: Origins kommt, setzt es was. Was hab ich dieses Machwerk gehasst...

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 13. Dezember 2011 - 0:19 #

*stellt mal eine Tüte Dragon Age: Origins ab*
Bitteschön :)

Fozzie 12 Trollwächter - 1015 - 15. Dezember 2011 - 6:58 #

Das ist doch ein Trick, da ist ein Hundehaufen in der Tüte, wo ich drauftreten soll, oder? ^^

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 18. Dezember 2011 - 3:56 #

Nein, ich hatte eigentlich nur sehen wollen, was es denn jetzt setzt :D

Fozzie 12 Trollwächter - 1015 - 20. Dezember 2011 - 8:55 #

Ich gehe raus und verprügle einen Wurf Hundewelpen mit einem Wurf Kätzchen in einem Sack! Das wird dir eine Lehre sein...

Vaedian (unregistriert) 13. Dezember 2011 - 2:08 #

Endlich mal jemand, der die Wahrheit erkannt hat.

Ich schätze einfach mal die meisten Spieler heutzutage sind zu jung um zu wissen, wie ein echtes RPG auszusehen hat.

Lorion 17 Shapeshifter - 7537 - 13. Dezember 2011 - 12:21 #

Oder die Geschmäcker der alten Spieler haben sich einfach geändert und sie erfreuen sich mehr an gut inszenierten Spielen und Stories sowie actionreichen Kämpfen anstatt sich stundenlang in Charakterbildschirmen aufzuhalten, halbstündige, rundenbasierte Kämpfe gegen 3 Riesenratten auszufechten und während hunderten von Stunden Spielzeit die Story mit der Lupe suchen zu müssen.

Fozzie 12 Trollwächter - 1015 - 15. Dezember 2011 - 7:09 #

Aber das ist doch eben ein Spiel. Da will ich an Attributen, Fähigkeiten, Ausrüstung und der richtigen Taktik herumknobeln und nicht nur mal zwischen den Dialogen was machen, was dann auch noch eher uninteressant ist und wo ich mich zu 90% mit der Kamerasteuerung herumärgere, anstatt das Spiel zu spielen.
Und weder bei Baldur's Gate I+II, noch bei Fallout I+II musste man die Story mit der Lupe suchen, denke ich.

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9209 - 16. Dezember 2011 - 21:43 #

Jo Rollenspiel Light, meine Rede.

magnuskn 10 Kommunikator - 413 - 12. Dezember 2011 - 9:10 #

Tut mir ja leid, aber das ist mal ein Artikel, den man nur mit dem englischen Wort "whining" beschreiben kann.

BioWare hat in den letzten Jahren genau ein Spiel, Dragon Age 2, abgeliefert, welches nicht den hohen Standards entspricht, die man von der Firma gewohnt ist. Und selbst DA2 ist immer noch ein gutes Spiel, aber halt nicht so fantastisch, wie man es nach den fortlaufenden Top-Titeln von BW gewohnt war. Aber natürlich war das ein Grund für die üblichen Internet-Trolle, sofort den Untergang von BioWare zu beschwören und sämtliche zukünftigen Projekte für verloren zu erklären ( wobei ich den Autor nicht dazu zähle, sondern dies nur als allgemeines Panorama der Messageboards verschiedener Spieleseiten hinstelle ). Es ist halt wie in der Boulevardpresse, sobald ein Star einen falschen Schritt tut, stürzen sich die vorherigen Bewunderer wie die Aasgeier auf das vermeintlich geschwächte Opfer.

Vielleicht sollte man erstmal abwarten, wie denn die beiden nun bald herauskommenden Spiele SWTOR und ME3 ausfallen? Oder erst einmal auf mehr Informationen über C&C: Generals 2 warten, bevor man es zum Fehltritt BioWares deklariert?

Ich finde diesen Artikel höchst konservativ geschrieben, in der Fasson, das BioWare möglichst nie was neues versuchen soll, weil das ja voll eklig und ungewohnt ist. Aber das ist eigentlich eine Entscheidung, die man den Besitzern des Studios überlassen sollte. Wenn sie dabei scheitern, kann man sich immer noch beschweren, *nachdem* sie mehrere schlechte Spiele nacheinander herausgebracht haben. Aus einem mittelmäßig bis gutem Titel auf alles nachfolgende zu schließen, ist, wie ich am Anfang gesagt habe, nur "whining".

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4301 - 12. Dezember 2011 - 9:51 #

"Ich finde diesen Artikel höchst konservativ geschrieben, in der Fasson, das BioWare möglichst nie was neues versuchen soll, weil das ja voll eklig und ungewohnt ist."

Für mich klingt es, also ob Du den Artikel noch mal lesen solltest. Es geht ja nicht nur um Bioware als Kernstudio, sondern auch um den inflationären Gebrauch des Namens für diverse neue unbekannte Studios und hat damit per se erstmal nichts mit einer Qualitätsreduktion des Kernstudios Bioware zu tun.

Somit ist das auch kein Whining-Artikel. Der Zusatz "Schuster, bleib bei deinen Leisten" trifft es ziemlich genau und meint damit nicht nur das Studio selbst, sondern den Namen, die Marke, die da ausgebeutet wird.

magnuskn 10 Kommunikator - 413 - 12. Dezember 2011 - 9:52 #

Doch, ist es sehr wohl. Wenn diese neuen Studios, welche ja immer noch unter der Ägide der beiden Doktoren stehen, dann schlechte Spiele produzieren und BioWares guter Name dadurch verramscht wird, *dann* kann man sich beschweren.

Dies jetzt schon zu tun, bevor man überhaupt etwas über die Qualität der neuen Titel sagen kann, ist "whining" par excellence.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4301 - 12. Dezember 2011 - 10:21 #

Nein. Es bleibt dabei. Allein das Ausbreiten des Namens auf verschiedene Genres und das Ansprechen diverser anderer Käufergruppen weicht den Namen auf, macht ihn weniger erkennbar und mindert mit der Aussagekraft auch dessen Qualität, egal wie gut die Social-Games oder das Strategiespiel werden. Hier geht es also eher um eine Business-Sicht denn um eine Gamer-Sicht, zumindest was meine Argumentation angeht.

sw4pf1le 18 Doppel-Voter - 10771 - 12. Dezember 2011 - 10:58 #

Tut mir leid, aber deine Kritik geht vollkommen an dem vorbei, was ich geschrieben habe. Nirgends in dem Artikel habe ich eine Wertung über die Qualität der Spiele Mass Effect, Dragon Age und ihrer jeweiligen Nachfolger abgegeben. Die allgemeine Einleitung verweist auf existierende Stimmen, die ich aber nirgends als meine eigenen ausgegeben habe. Sie ist lediglich provokant formuliert, denn sie soll ja auch zum Weiterlesen animieren. Meine Meinung habe ich aber lediglich durch die Bewertung der Geschäftsstrategie bezüglich der Verwendung des Markennamens BioWare ausgedrückt. Das sind zwei paar Stiefel. Ich spreche dem Entwickler auch nicht grundsätzlich das Recht auf Weiterentwicklung ab. Die in meinen Augen kritische Frage lautet aber vielmehr, inwieweit sind NioWare Mythic (=Mythic entertainment), BioWare San Francisco (=EA2D), BioWare Sacramento (=Klicknation) und BioWare Victory (=Victory Games) auch wirklich mit dem ursprünglichen BioWare (Edmonton) zu vergleichen? Das waren eigene Studios, die von anderen Personen gegründet und nur durch Zukauf bzw. Zuteilung in die BioWare-Gruppe kamen. Das und innerhalb von 2,5 Jahren einen großen Rundumschlag in verschiedenste Richtung (der traditionelle RPG-Sektor, Casual Games und RTS) ist für mich nicht mehr der Ausdruck einer natürlichen Weiterentwicklung.

Was die Grundintention angeht, verweise ich auch nochmal auf meine Antwort auf einen vorherigen Kommentar: http://www.gamersglobal.de/user-artikel/die-bioware-inflation#comment-437317

magnuskn 10 Kommunikator - 413 - 12. Dezember 2011 - 12:35 #

Meine Antwort darauf bleibt: Wie wär es damit, erst einmal die Ergebnisse abzuwarten? Ich werde jetzt nicht so vermessen sein, die zukünftigen Produkte zu bewerten, bevor sie überhaupt erschienen sind.

BioWare stand bisher für excellente Rollenspiele. Zusammen mit Blizzard ist es eines der wenigen Entwicklungshäuser, welches eine ungebrochene Serie wirklich guter Computerspiele geschaffen hat. Dragon Age 2 hat diesen Ruf etwas beschädigt, das sollte jedem klar sein, aber das Spiel war noch gut genug nur von einem kleinen Lapsus reden zu können.

Worin Du Recht hast, ist das BioWare für Rollenspiel bekannt war und das die Firma sich mit der Erweiterung auf den MMO-Bereich und jetzt Strategiebereich eventuell übernimmt.

Aber statt erst einmal den Leuten aus Edmonton die Chance zu geben, sich dort zu beweisen, nimmt Dein Artikel halt die Position ein, das dies automatisch ein schlechtes Zeichen ist. Ich sehe jedoch dies mehr als eine Möglichkeit für BioWare, ihren Ruf in der Spielebranche noch zu verfestigen, wenn sie am Ende beweisen, das sie nicht nur Rollenspiele können, sondern auch andere Genres beherrschen.

Natürlich kann ich auch total falsch liegen und letztendlich kommen jetzt reihenweise Flops heraus und BioWares Name reiht sich in die Riege derjenigen ein, die nicht das halten konnten, was sie versprachen. Vielleicht wird BioWare, ähnlich wie andere alte Markennamen, einfach von EA still und leise zur Ruhe gebettet.

Ich wette aber dagegen... BioWare hat bisher immer Spiele hoher Qualität abgeliefert und ich wette, das sie aus den Fehlern von Dragon Age 2 gelernt haben.

Wir werden es ja dann sehen, wenn C&C: Generals 2 auf den Markt kommt. Wenn BioWares Ruf sich von "Excellente Rollenspiele" auf "Excellente Computerspiele" erweitert, dann ist das nichts schlechtes für mich.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4301 - 12. Dezember 2011 - 13:46 #

Du hast da einen einfachen Denkfehler. Du meinst z.B., dass sich Bioware mit zusäztlichen Aufgaben übernimmt. Aber wie bereits mehrfach dargestellt, ist das doch nicht Bioware, die an den anderen Produkten arbeiten. Das sind ganz andere Studios, die den Namenszusatz Bioware bekommen. Das hat doch nichts mit Bioware zu tun und kann den Namen als ganzes nicht nur durch die Qualität verwässern, sondern auch in der Wahrnehmung und direkten Zuordnung beim Kunden aufweichen. Damit schwächt es den Namen und formt ihn in Richtung eines Publisher-Namens, welcher viele Produkte unter einer Haube betreut. Er wird also zu einem Ersatz für EA. Er verschiebt sich vom Namen eines Studios zum Namen eines Publishers, zumindest teilweise.

Und all das hat wenig mit der Qualität der Spiele zu tun, sondern einfach mit dem neuen strategisch geplanten Umgang mit diesem Namen.

magnuskn 10 Kommunikator - 413 - 12. Dezember 2011 - 13:59 #

Nein, das ist kein Denkfehler. BioWare gründet für neue Titel immer neue Teams. Und wenn jetzt C&C: G2 von einer Firma gemacht wird, die aus dem Grund BioWare unterstellt wird, dann werde ich, bis mir gegenteiliges bewiesen wird, davon ausgehen, das die Leitung von BioWare auch hier die gleichen Qualitätsstandards anlegt, wie bei ihren vorherigen Spielen auch.

Der Artikel beschäftigt sich deswegen, meiner Meinung nach, mit extrem negativem Teeblätter lesen. Das übliche Internet-Whining halt, das erst mal alles für schlecht erklärt, bevor man das Ergebnis überhaupt gesehen hat.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4301 - 12. Dezember 2011 - 14:08 #

Du willst es nicht verstehen. Es ist ein anderes Team, das nur den Namenszusatz bekommt, ein Team mit eigenen Fähigkeiten, anderen Modellierern, Konzeptzeichnern, Programmierern und anderer Engine. Sie bekommen lediglich den Bioware-Namenszusatz. Egal was jetzt an Qualität rauskommt, das kann auch gute Qualität sein und das stellt keiner weinerlich in Frage. Das Problem ist nur, dass der Name Bioware weder einem Genre, noch einer bestimmten Produktlinie zuzuordnen ist. Er wird sogar von Casual bis Hardcore genutzt. Das weicht ihn auf und macht ihn weniger erkennbar. Damit können Kunden weniger dessen Produkte bewerten. Und auch das ist nichts als ein Fakt, der mit Weinen nichts zu tun hat.

magnuskn 10 Kommunikator - 413 - 12. Dezember 2011 - 14:50 #

Ich verstehe absolut was der Originaltext aussagen wollte... aber ich empfinde das nur als negative, konservative Weinerei.

Ja, BioWare bewegt sich offensichtlich weg von einer reinen RPG-Schmiede. Ich lasse mal offen ob ich das persönlich so toll finde... aber es ist eine legitime Ausrichtung, solange sie den Qualitätsstandard halten können.

Was hier passiert ( wenn meine positiver Ausblick auf die Qualität der Spiele sich bewahrheitet ) ist, das BioWare zukünftig für generell gute Spiele, statt "nur" für gute RPG-Spiele stehen wird.

Dies ist aus meiner Sicht keine schlechte Entwicklung. Und jede einigermaßen intelligente Person wird es ja wohl schaffen, einen Titel zu betrachten und zu erkennen, ob dieser einem Genre angehört, das ihn interessiert.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4301 - 12. Dezember 2011 - 15:23 #

Deinen positiven Glauben in die Zukunft mal dahingestellt, ändert es nichts an dem Fakt, dass es für den Kunden schwieriger wird, einzuschätzen, was Bioware denn ist, ein Facebook-Entwickler, eine Rollenspiel-Entwickler, oder, oder.

Und darum geht es doch. Niemand zweifelt Deine optimistische Zukunftsvision an. Dennoch wird der Name Bioware aufgeweicht und ersetzt teilweise den Namen eines Publishers. Er soll nämlich bei Kunden den Eindruck erwecken, dass es sich um Spiele von EA handelt, die gut sind, egal welches Genre, egal welche Plattform, ob auf dem Telefon oder auf dem PC. Am Ende wird aber mit Wasser gekocht.

Was übrig bleibt, ist der Fakt, dass der Name für Marketing gebraucht wird, um Produkte besser beim Spieler zu platzieren, um durch einen Vertrauensvorschuss, wie Du ihn hier sofort unter Beweis stellst, die Geldbörse zu öffnen, im Idealfall gleich vorzubestellen, anstatt auf Kritik zu warten.
Das funktioniert nicht nur bei Dir. Auch bei Gamestar wurde bei C&C Generals 2 als Beispiel sofort bei den Kommentaren gebrüllt: Ist von Bioware, wird ein Pflichtkauf. EA ist sich dessen bewusst und nutzt das aus, nicht mehr und nicht weniger.

Und nein, keiner hat deswegen hier zu weinen angefangen, das ist nüchterne Business-Analyse.

magnuskn 10 Kommunikator - 413 - 12. Dezember 2011 - 15:51 #

Ja, aber wo ist das Problem, das Markenzeichen zu erweitern, wenn das Endprodukt dann gut ist? Wenn die Spiele am Ende dann Murks sind, dann ist natürlich etwas an dem von Dir gerade geäußertem Geschäftsplan falsch gelaufen... aber an sich ist es doch nichts verwerfliches, einen Markennamen zu erweitern.

Ich finde es unsinnig, sich so frühzeitig darüber aufzuregen. BioWare will offensichtlich als mehr als "nur" eine RPG-Spiele Firma wahrgenommen werden, sie setzen also ihren guten Namen aufs Spiel und wagen etwas. Das dies auch kommerzielle Gründe hat, sollte doch jedem klar sein, oder? Die Firma will ja auch Geld verdienen, was sie am besten schafft indem sie ihren extrem guten Ruf auch weiterhin verteidigt. Gute Spiele = Treue Fans.

Dieses bemäkeln, das BioWare es wagt mal etwas anderes zu tun, ist doch echt nur Angst vor der Zukunft. In der wirklich nächsten Zukunft kommen zwei extrem wichtige Spiele heraus, wenn diese von BW in den Sand gesetzt werden, dann kann man ja mal gerne eine detaillierte Kritik verfassen, was hier ( momentan hypothetisch ) schief läuft. Aber gleich Alarm zu schreien, weil der Name von BioWare auf was anderes als ein Rollenspiel kommt, das klingt sehr verdächtig nach "Der Junge, der Wolf schrie" Syndrom.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4301 - 12. Dezember 2011 - 16:27 #

Deine Formulierungen bezeugen noch immer, dass Du es nicht richtig verstanden hast. Du schreibst nach wie vor, Bioware würde was Neues machen.
Es ist aber nicht so. EA lässt was Neues von einem anderen Studio machen und stülpt den Namen Bioware darüber.

Die Marke zu erweitern, muss nicht falsch sein, kurzfristig gesehen ist es sehr gut für EA. Leute wie Du, geben einen Vertrauensvorschuss, beschäftigen sich eher mit den angekündigten Produkten oder kaufen gar blind.

Langfristig wässert es den Namen auf und erzeugt eine neue Identifikation, die eher eine Identifikation mit EA als mit dem Studio Bioware darstellt. Das ist weder schlimm noch heult deswegen jemand rum, wie Du es diesem Artikel fälschlischerweise unterstellen willst. Es bleibt aber der Fakt, dass EA mit dem Jonglieren mit Namen eure Kaufentscheidungen beeinflusst.

Und es regt sich auch keiner "unsinnigerweise" frühzeitig auf. Denn dieser Namenszirkus findet jetzt statt. Darum geht es in dem Bericht, nicht um die Qualität der Spiele, auf die Du ständig Deine Diskussion fußen willst. Deswegen (nimm mir das bitte nicht böse) redest Du am Thema des Artikels vorbei.

magnuskn 10 Kommunikator - 413 - 12. Dezember 2011 - 18:31 #

Und noch einmal: Nein, ich rede am Thema nicht vorbei. Diesen Vertrauensvorschuss, den ich BioWare gebe, den haben die Jungs sich hart verdient.

Das C&C: G2 von einem neuen Studio, welches nun BioWare unterstellt wurde, entwickelt wird, das habe ich auch nicht übersehen. Aber der Knackpunkt hier ist nun, das BioWare damit auch für die Qualität des Spiel verantwortlich ist und auch verantwortlich gemacht werden wird.

Solange mir keiner Beweise liefern kann, das BioWare nur seinen Namen hernimmt, aber in Wirklichkeit keine Kontrolle über das neue, unter ihrem Namen laufende, Produkt hat, erscheint mir die ganze Argumentation an den Haaren herbeigezogen.

Der Artikel und seine Verfechter behaupten, das durch die Erweiterung der Zielgruppen BioWares Name verwässert wird. Ich sage dazu: Nein, er wird erweitert, was nicht schlecht sein muss.

Die zukünftige Qualität des Produktes wird maßgeblich entscheiden, wer am Ende recht hat. Blizzard war auch mal "nur" bekannt für Starcraft, Warcraft und Diablo... jetzt sind sie die erfolgreichste MMO-Firma der Geschichte.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4301 - 12. Dezember 2011 - 18:37 #

Doch, Du redest wieder am Thema vobei, hier ein Beispiel:
"Diesen Vertrauensvorschuss, den ich BioWare geben, den haben die Jungs sich hart verdient."

Und nochmal: Diese neuen Studios sind NICHT Bioware, sondern andere Studios, die nur diesen Namen bekommen. Damit haben sich diese Studios den Vorschuss eben nicht verdient.

Bioware ist jetzt eine Marke von EA und eine Marke ist nicht verantwortlich für Qualitätssicherung. Dazu benötigt es Unternehmensstrukturen, neue Abteilungen, Kommunikationswege und -mittel.

Der Vergleich mit Blizzard hinkt, weil Blizzard diese Spiele in der Tat selber gemacht hat und nicht den Namen an diverse andere Studios abgetreten hat.

Deine Behauptungen über Qualitätssicherungen und die Mitarbeit von Bioware an all den Dutzenden von neuen EA-Ablegern, Facebookspielen usw. sind nicht belegt. Dazu würden mich die Unternehmensstrukturen gerne interessieren. In der Realität sieht es wohl anders aus und Bioware ist jetzt eine Marke.
So wie Origin vom Studio zu einer Vertriebsplattform wurde und so wie Namen von Strategiespielen der Vergangenheit zu Konsolen-Shootern wurden, kann mit so einer Marke bei EA alles passieren.
Deine Zukunftshoffnung ist Wunschdenken, die aktuelle Markenpolitik von EA ist aber Realität.

magnuskn 10 Kommunikator - 413 - 12. Dezember 2011 - 19:33 #

Au mann, ich geb's auf.

Okay, hier mal auf Caveman, vielleicht kommt das ja durch:

Du: BioWare nicht Studio das macht neue Spiele, alles Marketing-Mist!

Ich: BioWare trotzdem verantwortlich, wird Auge drauf haben, abwarten!

Du: Nein, Du nichts verstehen! Ist nicht BioWare!

Ich: Ich reden aramäisch?

Egal, die Diskussion dreht sich ja nur noch im Kreis. Sei Du mal weiter negativ, ich bleib positiv, am Ende wird einer ja recht haben. Warten wir's halt mal ab.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4301 - 12. Dezember 2011 - 19:58 #

Nochmal für Caveman:
Wir zeigen hier Links, News und agrumentieren in dem Artikel mit realen Informationen und Fakten.
Du spekulierst über Zukunft und womögliche Qualitätskontrolle, für die es noch keine Beweise gibt.
Aramäisch oder Sturheit?

magnuskn 10 Kommunikator - 413 - 12. Dezember 2011 - 20:04 #

Da sind aber keine Fakten, die meine optimistische Aussicht wiederlegen. Meine Fresse, echt.

1.) Ja, das Entwicklerstudio ist bisher nicht BioWare unterstellt gewesen.
2.) Aber da es nun den BioWare Namen trägt, werden die Doktoren ein Auge darauf haben, dass das neue Spiel auch die für BioWare übiche Qualität hat.
3.) Nein, Du hast keine Beweise, das dies nicht so ist.

Ergo sum, Du kannst nicht behaupten, das Du alle Fakten auf Deiner Seite hast, denn dies ist nicht der Fall. Es handelt sich hier immer noch um nichts weiter, als extrem weinerliches Kristallkugel-Lesen. Wenn Du Spass daran hast, kann ich ich Dich kaum daran hindern, aber ich werd nicht dafür Beifall klatschen, oder wegen einer falsch interpretierten "Fakten"-Zusammenstellung Dir recht geben.

Die Diskussion ist sowieso nur noch repetitiv, also was soll's. Hab Spass beim BioWare-bashen. Goodbye.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4301 - 12. Dezember 2011 - 22:03 #

Nicht destotrotz können wir unsere Behauptungen mit Informationen und Links verstärken.

Und jetzt nochmal, wer hat angefangen andere als weinerlich zu betiteln und stieß diese Diskussion überhaupt erst an? Wer will also "bashen".
Wir haben jedenfalls nichts gegen Bioware, ergo bashen wir das Studio nicht. Es geht lediglich um die Markenpolitik von EA.

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9209 - 13. Dezember 2011 - 0:12 #

Wielange haltet ihr das noch durch? Ich hol mir Popcorn ^^

crishan 10 Kommunikator - 538 - 13. Dezember 2011 - 1:17 #

Naja, was machineryjoe dafür, dass magnuskn manche Dinge
ganz offensichtlich mit dem Schmiedehammer in den Schädel
getrieben braucht, um sie zu kapieren?
(Das, und seine ausgesprochen affige Übernahme angloamerikanischer
Rhetorikphrasen ^_^)

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 13. Dezember 2011 - 0:23 #

Ihm gehen eben die Argumente aus, erkennbar am "meine Fresse, echt!". Da darf man dann auch die selbst gestartete Diskussion plötzlich nie gewollt haben ;)

sw4pf1le 18 Doppel-Voter - 10771 - 12. Dezember 2011 - 14:24 #

Doch, in dem Punkt liegt der Denkfehler deiner Kritik an meinem Text. ;)

Ich bezweifle nicht, dass Generals 2 gut werden kann. Aber Generals verkörpert für mich nicht das, was ich mit BioWare bislang verbinde. Das gleiche gilt für Dragon Age: Journey, Dragon Age Legends, Warhammer - Wrath of Heroes und Mass Effect Galaxy. Bislang konnte ich mit allem, wo BioWare draufstand, gut leben. In Zukunft muss ich zweimal hinschauen, ob das wirklich zu mir passt. Damit sagt der Name für mich nicht mehr genug über die Spiele aus, und damit verkommt das zum selben Suchspielchen wie wenn EA, Ubisoft oder sonstwer einen neuen Titel ankündigt. Es wird beliebig.

Nebenbei, Dragon Age 2 ist das bessere Spiel.

magnuskn 10 Kommunikator - 413 - 12. Dezember 2011 - 14:53 #

Wie ich in der anderen Antwort sagte, einen Blick auf das Genre werfen sollte doch jeder können, der sich ein Spiel besorgen will, oder?

Ich habe auf jeden Fall nichts dagegen, das BioWare ihren guten Ruf auch in anderen Sparten aufs Spiel setzen... solange sie ihren Qualitätsstandard halten können.

Und "Beliebigkeit" ist mein großes Problem mit Dragon Age 2. ^^

sw4pf1le 18 Doppel-Voter - 10771 - 12. Dezember 2011 - 16:27 #

Ach, dagegen haben klingt irgendwie so nach aufgebrachten Eltern, die ihr Kind aus der Familie verstoßen, eine verschmähte Liebe oder sowas. So nah geht mir die Sache auch nun wieder nicht, BioWare ist nicht mein Lieblingsentwickler oder sowas. Der Artikel enstand auch nicht erst gestern, nachdem ich die Generals-News gelesen habe. Das ist ein Gedankenprozess, der schon lange vor den Gerüchten um C&C und BioWare anfing und jetzt aus aktuellem Grund endlich auch mal durchdacht und ausformuliert wurde. Ich brauch keine weiteren Spiele, um mir eine Meinung darüber zu bilden, ob ich es gut find, dass statt Westwood jetzt BioWare auf der C&C-Packung steht. Ich mochte C&C genauso, und BioWare Victory steht wahrscheinlich mehr in der Westwood-Tradition als in der von BioWare. Daran wird auch das neue Label nichts ändern. Trotzdem finde ich es eben bedauerlich.

Genauso schade fand ich es übrigens, als alle Entwicklernamen von EA von den Packungen verbannt und durch EA Games ersetzt wurden (was sie lustigerweise wieder rückgämgig gemacht haben), oder diese elende 2k-Gleichmacheritis (die sie zumindest im Fall von Irrational wieder rückgängig gemacht haben). Wir haben eben nicht umsonst individuelle Namen.

Das alles schließt nicht aus, dass die zukünftigen Spiele des Labels gut sein werden, Spaß machen, in ihren Bereichen Maßstäbe setzen und große Fanscharen anziehen werden, mich eingeschlossen. Aber der Name verliert zumindest für mich und einige andere ein wenig an Glanz. Das kann man natürlich als whining beschimpfen. Das ist halt die übliche Diskussion, wenn die einen lieber etwas erhalten wollen und die anderen mehr auf Veränderung stehen. Das habe ich mir bei den Hartz4-Gesetzen auch schon andersherum gedacht. ;)

magnuskn 10 Kommunikator - 413 - 12. Dezember 2011 - 17:31 #

Ich hätte auch nichts dagegen, wenn ich für immer mit Commander Shepard fiesen Reapern auf die Nase hauen und dabei Tarzan-mäßig mit Tali im Arm durch die Gegend schwingen könnte. :p

Aber das Leben ist Evolution und was ich bisher sehe, ist nicht das BioWare radikal alles umwirft, was sie bisher ausmacht. Sondern das sie einfach ihr Repertoire erweitern. Ob das gut geht, das muss sich natürlich noch herausstellen. Aber es ist keine automatisch schlechte Sache. :)

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4301 - 12. Dezember 2011 - 18:48 #

Diese Sturheit ist genial. Aber nochmal zum Nachlesen für Dich:
http://www.gamersglobal.de/news/46278/bioware-social-neuer-ea-geschaeftsbereich

Darin findest Du einen Hinweis, dass nicht Bioware ihr Repertoire erweitert, sondern dass ein Social-Games Studio von EA aufgekauft und einfach in Bioware umbenannt wurde. Im Idealfall gibt es Kommunikation zwischen diesen Einheiten, die Praxis lehrte uns aber bisher, dass diese Kommunikation nicht sehr intensiv und nicht sehr häufig funktioniert.
Bioware ist eine Marke von EA und wird als solche genutzt, Kunden zum Kaufen zu bewegen. Nicht mehr und nicht weniger. Da muss man keine Vorschusslorbeeren reininterpretieren.

magnuskn 10 Kommunikator - 413 - 12. Dezember 2011 - 19:35 #

Und da sie jetzt BioWares Namen benutzen, werden die beiden Doktoren ein Auge drauf haben, das da keine Scheisse produziert wird. Aber ist okay, sei mal "genial".

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4301 - 12. Dezember 2011 - 20:17 #

Kurzum, falls das neu gekaufte Social-Gaming Studio unter dem Bioware-Label ein tolles Facebook-Spiel macht, freue ich mich für Dich, wenn Du damit viele Stunden verbringen wirst, während Deine Freunde auf Facebook mit Nachrichten über Deinen Spielfortschritt bombardiert werden. Bioware ist eben ein Zeichen für Qualität!
Oder geht es hier doch darum, dass EA einfach den Namen ausbeutet um Geld zu machen?

SirCartman 14 Komm-Experte - P - 2117 - 12. Dezember 2011 - 9:50 #

"SirCartman 330 EXP - 09 Triple-Talent - 2. Dezember 2011 - 18:53 #

Also das EA in Social Games investiert finde ich in keinster Weise bedenklich. Mit normalen Gamern ist immernoch genug Geld zu verdienen, weshalb man kaum auf diese Kundenschicht verzichten wird.
Was mich aber stört ist die Inflation von Biowares. Der Name (gleich geht zwar wieder das gehate bezüglich DA2 los, aber egal) steht bisher für Qualität und einen gewissen Typus von Spielen. Dadurch, dass jetzt Haufenweise Studios in Bioware benannt werden, schwindet die Bindung an bestimmte Merkmale. Wo Bioware drauf steht, wird in Zukunft wahrscheinlich nicht mehr unbedingt das drin sein, was ich von Bioware erwarte. Unabhängig welche Qualität die einzelnen Games dann haben."

Zitat aus diesem Thread:
http://www.gamersglobal.de/news/46278/bioware-social-neuer-ea-geschaeftsbereich

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4301 - 12. Dezember 2011 - 9:53 #

Und das Gehate geht nicht los. ;)

Im Gegenteil. Du hast Recht und durch die Inflation des Namens in diversen Genres und mit unterschiedlichen Qualitäten wird dieser Name in Zukunft weniger Aussagekraft haben, weniger für Qualität stehen und weniger Eindruck beim Kunden hinterlassen. Er ist dann einfach weniger wert. Er wird jetzt also kaputt gemacht durch kurzfristige Ausbeutung.

sw4pf1le 18 Doppel-Voter - 10771 - 12. Dezember 2011 - 10:02 #

SirCartman, irgendwie hast du hellseherische Fähigkeiten. Du wirst mir langsam unheimlich. ;)

SirCartman 14 Komm-Experte - P - 2117 - 12. Dezember 2011 - 11:10 #

Ich wuenschte ich haette sie. Was man alles mit Lottomillionen machen koennte? Ich fand es nur lustig, dass wohl zwei Dumme die gleiche Idee hatten. =)

Dein Artikel ist wirklich gut. Vor allem finde ich klasse, dass du viel mit Beispielen belegst und dadurch deutlich machst, dass du mit der Materie vertraut bist. Trotzdem ist der Artikel angenehm kurz. Das ist eine wahre Wohltat im Vergleich zu dem Geschwafel, dass in letzter Zeit in vielen hiesigen News zu lesen ist.

Anonymous (unregistriert) 12. Dezember 2011 - 10:19 #

hach, wie treffend. Das hatte ich mir die letzte Woche auch gedacht, als auf einmal CnC unter Bioware angekündigt wurde.

In meinen Augen sagt da der Markenname so einfach mal gar nichts darüber aus, wie das Spiel wird. Ist ja so, als ob die Rolling Stones auf die Idee kommen würden, auf einmal RnB zu machen.

bam 15 Kenner - 2757 - 12. Dezember 2011 - 10:44 #

Eine Bioware-Inflation ist meiner Meinung nach gar nicht vorhanden. Man kümmert sich derzeit um seine 3 aktuellen Hauptmarken (TOR, Mass Effect, Dragon Age) und nimmt nun das neue C&C herbei. Alles was abseits der Vollpreisspiele passiert sind kleine unbedeutende Nebenschauplätze, die oftmals mehr Marketing als echter Einsatz sind.

Bioware hat sich von reinen Rollenspielen entfernt. Der Grund dafür dürfte sein, dass klassische Rollenspiele kaum Absatz finden und allgemein nur noch selten entwickelt werden. Entsprechend kombiniert man mitlerweile Rollenspielelemente mit anderen Genres und ist damit auch sehr erfolgreich.

Vom neuen C&C ist noch nicht allzu viel bekannt, aber wenn man auch dort Rollenspielmechaniken verbaut und es funktioniert, dann nehm ich das doch sehr gerne.

Von einer Verwässerung der Marke Bioware kann bisher nicht die Rede sein. Bioware steht in erster Linie eben für gute Spiele mit Fokus auf Begleiter, Dialoge und Entscheidungsfreiheiten. Das setzt man in allen Spielen konsequent um.

Persönlich hab ich das Gefühl, dass Bioware für EA das ist oder werden soll, was Blizzard für Activision Blizzard ist. Eben ein vielseitiges und hochprofitables Entwicklungsstudio, welches einen Löwenanteil des Umsatzes generieren soll und dies möglichst langfristig und stetig.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324509 - 12. Dezember 2011 - 11:28 #

Ich denke, die Blizzard-Analogie greift aus mehreren Gründen gut.

Und ja, da ist viel Marketing dabei. Aber ich denke eben auch, dass Bioware einfach effiziente Strukturen und Abläufe hat, und das ist schon etwas, das man auch weiteren neu einverleibten Studios bis zu einem gewissen Grad überstülpen kann.

anonymer Onkel (unregistriert) 12. Dezember 2011 - 13:53 #

Was mich verwundert, dass du und einige andere hier davon ausgehen, dass sich durch die Umbenennung personal- und/oder organisationstechnisch auch nur irgendetwas ändern würde. Für mich hört es sich eher nach einer plumpen Umetikettierung an, nach dem Motto: "Raider heißt jetzt Twix. Sonst ändert sich nix."
Generals 2 sehe ich dennoch optimistisch entgegen, aber nicht weil man dem Studio einen renommierten Namen übergestülpt hat, sondern weil Jon van Caneghem als Executive Producer fungiert.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324509 - 12. Dezember 2011 - 17:56 #

Ich bin mir ziemlich sicher, dass es EA auch um Strukturen geht. U.U. flutscht es bei Bioware einfach besser (Milestones, Deadlines, solche Sachen) als bei anderen Studios. Dann läge es nahe, dass einem "umettikettierten" Studio entweder via Best Practice oder Odre-de-Mufti weiterzugeben.

Aber das ist nur eine Vermutung, ich weiß es nicht.

Raokhar 06 Bewerter - 866 - 12. Dezember 2011 - 19:57 #

Die Parallele zu Blizzard sehe ich ebenso. Und beim Thema Struktur scheint BioWare Blizzard einiges voraus zu sein. BioWare liefert, während die Entwicklung bei Blizzard sich extrem hinzieht.

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9209 - 13. Dezember 2011 - 0:16 #

Das es sich hinzieht ist gut, denn jedes Spiel das sie bringen ist schon lange bevor er erscheint ein 90er Titel. Gibt kein schlechtes Spiel von Blizzard, und ich denke da stimmen mehr leute zu als wenn man sagen würde Square hat keine schlechten Spiele gemacht.

Die Jungs(mittlerweile Männer) von Blizzard sind einfach Profis.

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 13. Dezember 2011 - 0:30 #

Blizzard hat in der Hinsicht einfach eine andere Philosophie.

Aber wahrscheinlich ist das der Grund, warum Activision noch nicht sämtliche Entwickler in "Blizzard" umbenannt hat xD

Karsten Scholz Freier Redakteur - 10953 - 12. Dezember 2011 - 11:41 #

Meine Befürchtungen gingen in eine ähnliche Richtung, als ich die Generals 2-Ankündigung gelesen hatte. Erst toben sie sich in dem - für sie - neuen Genre der MMORPGs aus und jetzt also Echtzeitstrategie?

Nur bei all der Befürchtung...wann hat Bioware schon mal richtig schlechtes abgeliefert?

Ja, Dragon Age 2 wurde von vielen kritisiert, aber ein großer Teil der Kritik betraf den Schwierigkeitsgrad und den taktischen Anspruch. Und jeder dieser Kritiker hatte das Spiel mit Sicherheit nicht auf der schwierigsten Einstellung gezockt, denn dort war Dragon Age 2 eine sehr harte Nuss und nur durch taktisches Vorgehen konnte man dort gewinnen.

Und ja: Mass Effect 2 wurde auch viel kritisiert: Aber mir hat Teil 2 sogar noch besser als Teil 1 gefallen und ich freu mich wahnsinnig auf Teil 3.

Und auch ein Jade Empire war zu seiner Zeit deutlich besser als die Verkaufszahlen es gezeigt haben. Das Setting.....einzig das Setting...

Und Kotor erzählt für mich eine der geilsten Geschichten der Spielehistorie...mit einem der besten Twists der Spielegeschichte...

Einzig mit Baldurs Gate konnte ich nicht allzu viel anfangen..lag aber auch daran, dass ich damals noch Konsolenkind war.

Und auch die SW:TOR-Beta hat mir bisher sehr gut gefallen. Ab morgen wird Bioware natürlich zeigen müssen, wie sich das Spiel in der Live-Version schlägt. Erst dann zählt es. Aber für mich haben sie das MMORPG-Genre alleine durch ihre Erzählweise schon vorwärts gebracht.

Warum also nicht ein wenig Vertrauen in die folgenden Projekte legen? Zumindest für mich gibt es keinen Grund, dieses Vertrauen nicht zu geben.

magnuskn 10 Kommunikator - 413 - 12. Dezember 2011 - 12:39 #

Das fasst meine Meinung sehr gut zusammen. :)

Obwohl meine eigenen Beschwerden über Dragon Age 2 eher sich an Story und Charakteren orientiert... ich bin sowieso eher ein "Easy/Normal" Spieler was die Schwierigkeit angeht und finde gute Story und Charaktere viel wichtiger. :D

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 13. Dezember 2011 - 0:37 #

Für mich ist Victory in erster Linie ein neues Studio. Und einem neuen Studio bringe ich vielleicht gute Wünsche entgegen, aber kein Vorschussvertrauen. EA stört wohl, dass das bei vielen so sein könnte: Ein unbekannter Name ist nicht sehr geschickt. Also pappt man schnell ein "Bioware" dazu. Flupp, schon kommt von allen Seiten das Vertrauen angeflogen, um es mal überspitzt zu formulieren :) "Bioware" wird's schon richten.

Aber wo Bioware drauf steht, ist für mich noch lange nicht Bioware drin. Daher bleibe ich auch bei meinen Wünschen, das Vertrauen kommt dann, wenn C&C gut werden sollte.

volcatius (unregistriert) 12. Dezember 2011 - 12:55 #

Bioware steht für gute Spiele. Für bugfreie Spiele. Für emotionale Spiele. Für packende Spiele. Für Rollenspiele.

Abgesehen von genrefremden (MDK 2) oder qualitativen (Dragon Age 2) Abweichungen ist Bioware seiner Linie immer treu geblieben.
Und damit sind nicht nur die positiven, sondern auch negativen Aspekte gemeint.

Exzessiver DLC? Wer hat damals Neverwinter Nights gespielt? Dafür erschien ein AddOn (30$). Und dann noch ein AddOn (30$). Dann kamen ein halbes Dutzend Premium-Module (je 5$), die man heute als DLC bezeichnen würde. Alle bis auf Kingmaker übrigens nur direkt als Download bei Bioware, in Deutschland wurden keine Retailversionen veröffentlicht. Zum Spielen wurde eine Internetverbindung benötigt. Bei jedem Start. Für den Singleplayer (sic). Déjà-vu?

Andererseits, warum sollten die klassischen Bioware-Tugenden nicht auch für neue Studios gelten und die Entwicklung dort entsprechend lenken?

Was wissen wir z.B. über Generals 2?
- es wird von Victory Games entwickelt (bei denen einige ehemalige C&C-Mitarbeiter sind)
- verwendet wird die Frostbite Engine 2 (also grafische Oberklasse)
- es soll mehr Wert auf die Story gelegt werden (bleibt abzuwarten, dürfte aber zumindest der Inszenierung zugute kommen)
- es wird ein klassisches C&C, mit Basen, Ressourcen und großen Armeen (keine Fortsetzung der Ideenkatastrophe Tiberium Twilight)
- es soll 2013 herauskommen, also in 2 Jahren (was nicht für einen Schnellschuss spricht)

Es gibt also noch gar nichts, was irgendeinen Aufschrei rechtfertigen würde. Im Gegenteil, als C&C-Veteran sind das alles hoffnungsvolle Informationen.

The Old Republic scheint ein gutes, vielleicht sogar großartiges MMO zu werden, das trotz bescheidener Grafik neue und alte Ideen bietet.

Wenn die Studios im Bereich der MMOs, der RTS, irgendwann vielleicht der Shooter, der Simulationen, der Jump&Runs das werden, was diese Firma im Bereich der Rollenspiele lange Zeit war und überwiegend noch ist und dabei den Namen "Bioware" tragen:
Gerne.
Jederzeit.

Balberoy 11 Forenversteher - 764 - 12. Dezember 2011 - 14:11 #

Das Problem ist, dass Bioware seine ehemalige Kernzielgruppe völlig im
Regen stehen lässt.

Dragon Age II isn Schlag ins Gesicht für jeden Fan und nen billiger Cash IN. Willkommen in der EA Gelddruckmaschine.

Und wer nicht sieht, dass Mass Effect ein 1A Shooter ist. Dem ist auch nichtmehr zu helfen.

Das letzte RPG von Bioware is Dragon Age Origins. Und ich habe keine Hoffnung mehr, dass noch was sinnvolles nach dem Game kommt.

Schau dir nur mal die DLC zu DA II an, dasn Witz. Besonders zu den Preisen. Lustigerweise gabs ja zu DA:O ne ultimate Edition, rate mal was es für DA II vermutlich nicht geben wird^^.

EA nimmt seine Kunden aus. Das beste ist aber wie die DLC's, auch schon bei DA:O, in die Hauptstory eingebunden wurden, oder schau die Mass Effect 2 an. Ohne die DLCs fehlt einen ein Teil vom Buch.

Wie fändest du es, wenn jemand dirn Buch verkauft für 50€, dann aber für Seiten die mittendrin und besonders am Ende fehlen nochmal je Seite 10€ haben will?

Genau das macht Bioware, Bioware war mal ein tolles Studio, mit Betonung auf WAR.

Vaedian (unregistriert) 12. Dezember 2011 - 15:14 #

Auch wenn ich dir in allem anderen Recht gebe, aber Mass Effect ist KEIN 1A Shooter! Es ist die lächerlichkeit in Person als Shooter. Als Shooter hätte das Spiel vielleicht noch 20% für die hübsche Grafik bekommen, aber mehr nicht :).

volcatius (unregistriert) 12. Dezember 2011 - 16:23 #

Wieso sollte Bioware diese Kernzielgruppe auch beachten?
Das ist die Gruppe, die sich überwiegend selbst belügt und sowieso jedes Spiel kauft, mit Freuden oder mit Murren. Die sich das Hauptspiel kauft, weil es von Bioware ist. Die sich über vorgebliche Pre-Order-"Boni" freut. Die den ersten DLC kauft, weil der ja besser als das Hauptspiel sein könnte. Die den 2.DLC kauft, weil Felicia Day mitmacht.
Wenn diese Gruppe konsequent wäre, gäbe es so etwas wie DA2 oder den DLC-Wahnsinn gar nicht.

Balberoy 11 Forenversteher - 764 - 12. Dezember 2011 - 16:57 #

Nope, das sind "die Neuen" oder aber verblendete Gamer denen es egal ist.

Das ist wie in der Politik. Wieviele Leute gehen nicht wählen, weil es alle Parteien mist sind? Nach aktuellen Zahlen relativ viele.

Das selbe Phänomen nur anders rum hast du bei Videospielen. Die generelle Zielgruppe wird immer jünger, ein normaler 16jähriger interessiert sich nicht so wirklich dafür, wie er bei einem Produkt ausgenommen, der sieht "Bioware" und schreit juchhu.

In dem Alter ist man weniger kritisch, ergo bekommen die großen Publisher alleine Aufgrund einer überragenden Marktstelleung jedes Jahr frische Kunden dazu.

Die Core-Gamer (mir ist bewusst, dass dieser Term sehr belastet ist, jedoch fällt mir grad nix besseres ein) von damals sind heute "alt, bzw. älter" und schauen teilweise auch auf mehr als die bunte Packung. (DRM, Gängelungen, Betrugsversuch (Origin), etc.)

Wir als Spieler haben eine Verantwortung. Uns nicht unterdrücken oder verarschen zu lassen. Im RL gehen die Leute wählen (oder eben nicht, was ja das Problem darstellt).
Bei Videospielen kauft die "dumme Masse" jedes Game wo Bioware draufsteht ohne auf die Beschneidung der eigenen Rechte zu achten.

Das ist die Einstellung "Mir doch egal!", die hier nur anders Ausdruck findet.

thetuesdaydude 13 Koop-Gamer - 1103 - 12. Dezember 2011 - 13:29 #

Super Artikel. Und ja EA ist der Teufel. ;)

Aber ich glaube auch das C&C Generals 2 was werden kann, wenn man sich Zeit lässt. Was halt leider viel zu selten der Fall ist.

Tamttai 10 Kommunikator - 379 - 12. Dezember 2011 - 17:01 #

Netter Artikel. Ich kann das angesprochene Problem nicht nachvollziehen. Ich habe Bioware-Spiele noch nie gekauft weil Bioware draufsteht. Dafür bin ich dann wohl doch schon zu alt - will heißen ich bin über 8 Jahre auf dieser Welt :P.

Klar, Bioware stand mal - ähnlich wie Rare - für höchsten Spielegenuss. Aber nur wegen dem Namen ein Spiel kaufen macht doch wohl keiner hier oder? Wir informieren uns doch alle bevor wir ein Spiel von xy-Soft kaufen und zwar nicht nur über Marketing-BS, rite? RITE?

Faxenmacher 15 Kenner - 3981 - 13. Dezember 2011 - 18:44 #

Rite ;). Und an Sw4pf1le, guter Artikel! :)

Nokrahs 16 Übertalent - 5686 - 12. Dezember 2011 - 17:56 #

Ach EA ist schon in Ordnung. Die müssen nur mal die Produkte ein wenig länger reifen lassen vor dem Release und weniger am Fliesband produzieren.

Wer soll das alles zocken?

Bioware brauchen mal einen neuen Aufhänger. Immer die im Grunde selbe "Held macht sich Freunde und rettet die Welt" Story ist sowas von ausgelutscht.

Labrador Nelson 27 Spiele-Experte - - 86541 - 12. Dezember 2011 - 18:55 #

Korrekturen:

"...wollte[-n] man gerade einmal..."

"In der Tat mutet der Liebling der Massen seinen Anhänger[+n] in letzter Zeit einiges zu."

Claython 16 Übertalent - P - 4593 - 12. Dezember 2011 - 19:33 #

Ach man kann doch sagen was man will nix geht über Black Isle :-)

Gorny1 16 Übertalent - 4720 - 12. Dezember 2011 - 21:49 #

Richtig!
Und ein großteil der Belegschaft arbeitet heute bei Obsidian ^^ !

sw4pf1le 18 Doppel-Voter - 10771 - 12. Dezember 2011 - 21:49 #

Wenn man mal davon absieht, dass Interplay ganz nach derselben Masche Lionheart ebenfalls unter diesem Label veröffentlicht hat, obwohl das Spiel überwiegend von Reflexive entwickelt wurde. Wer weiß, was da noch gekommen wäre, wenn Interplay nicht das Geld ausgegangen wäre.

Koeni 09 Triple-Talent - 288 - 12. Dezember 2011 - 21:47 #

*KlatschKlatsch* mehr ist dem nicht zuzufügen!!!

Doch eins. Dieser Artikel sollte der Puplisher mal lesen!

Kantiran 12 Trollwächter - 1176 - 13. Dezember 2011 - 7:36 #

Als großer Fan von Dragon Age habe ich mir den zweiten Teil aufgrund der großen Kritik (Simplifizierung, Mainstream, etc.) nicht gekauft. Ich habe es bis heute nicht gespielt. Ich bin überzeugt davon dass der zweite Teil nicht schlecht ist - allerdings konnte ich (aufgrund der Komplexität und riesigen Spielwelt des ersten Teils) nur enttäuscht werden. Das man solche Spiele dann nicht kauft ist meiner Meinung auch der einzige Weg für uns Spieler großen Geldgebern wie EA klar zu machen dass wir bei solchen "FastFood-Angeboten" die nur auf das schnelle Geld abzielen nicht mitmachen. Solange die Einnahmen stimmen wird es leider auch weiterhin solche unausgegorenen Schnellschüsse geben. Ich hoffe EA und Bioware besinnen sich mit dem dritten Teil von Dragon Age wieder auf alte Tugenden. Dann können Sie auch gerne mein Geld wieder haben :).

Momsenek 13 Koop-Gamer - P - 1559 - 13. Dezember 2011 - 12:30 #

Sehr schöner Artikel !

Ukewa 15 Kenner - P - 3689 - 13. Dezember 2011 - 14:08 #

"sagenhafte 860 Millionen US-Dollar." und "Zum Vergleich...wollten man gerade einmal zwei Milliarden Dollar locker machen. "

Das klingt, als wären 2 Milliarden weniger als als 860 Millionen :-)
(und wollten -> wollte)

sw4pf1le 18 Doppel-Voter - 10771 - 13. Dezember 2011 - 14:34 #

Nein, das steht so nicht da. Wenn du die Passage nochmal genau liest, erkennst du, dass hier zwei Kaufangebote in Relation zueinander gestellt wurden. BioWarePandemic hatte genau vier Entwicklungsstudios und außer Star Wars: The Old Republic nur einen guten Ruf und ansonsten keine bis dato nennenswerten Franchises (Mass Effect und Dragon Age erschienen erst nach der Übernahme). Take2 besaß dagegen schon damals die gesamte Rockstargruppe mit 9 Niederlassungen (Max Payne, GTA), die drei Bioshock-Studios (Irrational, Marin, Canberra), Firaxis (Civilization) und noch diverse andere Studios und Franchises (2k-Sports, Mafia, Red Dead Revolver). GTA4 hatte zu dem Zeitpunkt alle Kritiker- und Verkaufsrekorde gebrochen und Take2 den größten Umsatz seit Gründung des Unternehmens eingefahren. Daher ist das "nur" vor den zwei Milliarden berechtigt, und mit dieser Begründung wurde das Angebot von Take2-CEO Strauss Zelnick auch abgelehnt.

Ukewa 15 Kenner - P - 3689 - 13. Dezember 2011 - 14:44 #

Ah ok, danke für die Aufklärung. Habe das tatsächlich missverstanden..Hatte einfach den Absoluten Betrag betrachtet.
Guter Artikel übrigens!

SinisterOne 09 Triple-Talent - 251 - 13. Dezember 2011 - 17:18 #

Sehr guter Artikel! Sowas ähnliches habe ich mir besonders bei der Gründung von Bioware Social gedacht.

Thomas_de_Ville 13 Koop-Gamer - 1660 - 14. Dezember 2011 - 16:15 #

Sehr guter Artikel!!
Er spiegel meine Bedenken(und vieler anderer ) wieder und das hat nichts mit Trollen und rumheulen zu tun.
50 Kudos von mir
Danke!

Peterchens Mondfahrt 12 Trollwächter - 927 - 15. Dezember 2011 - 1:29 #

"Mit dem einstigen Kernideal hat diese Form von Investitionsoptimierung nichts mehr gemein..."

Och Leute, verabschiedet Euch doch mal von dieser völlig aberwitzigen romantischen Vorstellung, es habe "in besseren Zeiten" Unternehmen gegeben, die nicht knallhart nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen gearbeitet hätten.

"Die wahre Kunst des Rockstars ist, sich auch mal rar zu machen. Sich bewußt zurückzuziehen, die Geduld der eigenen Fans auch mal auf die Probe zu stellen -- und den Wohlklang des eigenen Namens gefälligst nicht für die Krimstüte eines beliebigen 99-Cent-Shops herzugeben."

Das ist ein so wahrer und guter Satz. Der stimmt, er stimmt bezogen auf das Thema allemal und den druck ich aus und häng ihn mir an die Wand. Schöne Grüße, Ihr John R. aus Redwood Sh... schön wär's. ;)

devoiced 03 Kontributor - 12 - 16. Dezember 2011 - 18:26 #

Guter Artikel.
Meine Gedanken waren sehr ähnlich als ich die Tage den Namen Bioware in Zusammenhang mit zwei neuen Command & Conquer Titeln sah. Es ist offensichtlich dass der Name Bioware hier bewusst wegen seines guten Rufes aus Rollenspiel Tagen verwendet wird, ich denke jedoch auch, dass dies negative Auswirkungen haben wird. Die Stärke des Command and Conquer Franchises war sicherlich nie eine emotional packende Story auf Roman-Niveau. Eher B-Movie Trash mit action und fun orientiertem Gameplay. Dies wird zwar der Marke Bioware nicht direkt "schaden" aber langfristig könnte es zu einem Problem werden.

Mazrim_Taim 15 Kenner - 3111 - 19. Dezember 2011 - 20:51 #

naja EA halt.
ungefähr zu der Zeit wo Ea angefangen hat die Verpackungen auf DVD zu schrumpfen finde ich gehts nur noch steil bergab mit den(aus der Sichtweise eines "Spielers" und nicht der Aktionäre).

Dank Origin hat sich das Problem eh für mich gelöst.

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