Origin, Steam und Co:

Der neue Angriff auf die PC-Spieler-Freiheit User-Artikel

Age 18. Oktober 2011 - 9:01 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert
Egal ob Ubisoft, Blizzard oder EA, die Kundengängelungsschraube wird wieder angezogen. Ob nun DRM, Onlinepässe oder hauseigene Nutzungsbedingungen, der Kunde wird eingeschränkt oder mit einer Bringschuld versehen. Die Mehrheit der Spieler nimmt die Systeme scheinbar kritiklos an und bestätigt damit den Kurs. Nur wo soll dieser enden?
Teaser-Bild: Ping News // CC BY-SA 2.0

Es ist ein verregneter Sommer im Jahr 2011. Die drei großen Publisher Ubisoft, Activision-Blizzard und EA liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen in der Disziplin Kundenfeindlichkeit. Ubisoft schaffte es, sich nach einem Boxenstopp wieder problemlos an die Pole Position zu setzen, indem sie ihren Always-On-Kopierschutz für ein Erfolgsmodell erklären und ankündigen, dass kommende Titel (mal wieder) nicht ohne dauerhafte Internetverbindung laufen würden. Das Team von Activision-Blizzard, das bis zu diesem Zeitpunkt auf gleicher Höhe rangierte, konnte da nur wehleidig mit seinem Battlenet zurück in Ubis Windschatten fahren. Der Konzern aus Santa Monica hielt es aber scheinbar für untragbar, auf Position zwei zu verharren und zog schlicht mit der Ankündigung, dieselbe Notwendigkeit der Dauerverbindung ins weltweite Netz auch für Diablo 3 zu verlangen, gleich. Dank Echtgeldauktionshaus, an dem natürlich fleißig mitverdient wird und das die Ausbeutung von Zwangs-Goldfarmern in Asien endgültig salonfähig machen könnte, liegen sie aktuell sogar eine Nasenspitze vorn.

Wird den verheirateten Origin-Client verbreiten: Battlefield 3
EA an dritter Position hat aktuell noch mit ein paar technischen Problemen zu kämpfen. Im Gegensatz zu Valve mit Steam, Ubisoft mit dem Ubilauncher und Blizzard mit dem Battlenet-Client, nutzen sie noch nicht die Möglichkeit, über eine eigene PC-Software dem Kunden allerlei Bedingungen für die lizenzierte Verwendung ihrer Produkte aufzuerlegen. Mit einem Onlinepass, Abo-Modellen für Sportspiele, nur halbherzigen Onlineaktivierungen und vereinzelten Accountbindungen war man bisher doch noch nicht vollkommen in der aktuellen Rennsaison angekommen. Doch mit der Verkaufsplattform Origin, nebst zugehörigem Programm, wirft man nun den Turbo an und drängt auf die Überholspur. Für den richtigen Kickstart verheiratet der Publisher seine Verkaufs- und Schnüffelsoftware mit dem garantierten Verkaufshit Battlefield 3.

Valve steht übrigens schon in der Boxengasse und vergnügt sich mit Champagner und schnäppchensüchtigen Boxenludern, unwissend, dass fünf Jahre Vorsprung in der Kundenknechtschaftstechnologie nicht zwingend den finalen Sieg bedeuten müssen.

Start in einen heißen Sommer


Bereits Mitte des Jahres waren sie wieder da, die interessanten Nachrichten rund um die Anstrengungen der großen Spielevertreiber im Kampf gegen die noch immer nicht gefasste Raubkopie und den freiheitssichernden Cheatschutz auf dem Heimcomputer. Wie immer flankiert von heißen Kommentargefechten rund um die Auswirkungen für den gemeinen Zocker, die Gesamtheit der Spieler und die restliche Welt. Zu diskutieren gab es allerdings auch allerhand. Den Reigen eröffnete Ende Juli Ubisoft mit der Ankündigung, dass der Arcade-Action-Racer Driver San Francisco den Always-On-Kopierschutz des Ubilaunchers verwenden wird. Nach Assassin's Creed 2 werden Single Player ohne stabilen Netzzugang also wieder von der Nutzung des Produkts ausgeschlossen.

Im gleichen Atemzug hielt Uplay Passport des gleichen Publishers Einzug in die deutschen Gamingnews-Bereiche. Onlinepass auf Französisch ohne einen Hauch von Liebe und Romantik. Du willst einen Multiplayer und auch im Singleplayer alle Inhalte? Dann Finger weg von den befleckten und abgeschobenen Versionen anderer Menschen! Ach na gut, wir sind doch gar nicht so, ein Ablassbrief für zehn Euro soll dir unseren Segen geben. Überleg doch mal, was es uns allein schon immer kostet, Inhalte aus dem Singleplayer als separiertes Feature auszubauen und dann nur nachladbar anzubieten. Und dann die Serverkosten, um diese Dinge als Download anbieten zu können!
Zu diesem Zeitpunkt hatte noch niemand EAs Origin installiert, doch im jungfräulichen August warf man erste zaghafte Blicke auf die Nutzungsbedingungen der Plattform, die sich den Namen einer höchst beliebten Spieleschmiede vergangener Tage aneignete und damit durch radioaktiven, faulig stinkenden und mit Rattenkadavern übersäten Schmutz zieht. Du willst also deinen Origin-Account zwei Jahre nicht nutzen, Bürschchen (natürlich auch Madamchen)? Über so einen langen Zeitraum keine neuen EA-Produkte kaufen und die Alten nicht mehr nutzen, nicht dass uns das stört, aber dass mit dem fehlenden Neukauf sehen wir als Betrug an unseren Qualitätsprodukten. Wenn das Schnitzel in unserer Kantine zäh wie eine Schuhsohle war und unser Originkundenbetreuer mal wieder nicht von seiner Frau ran gelassen wurde, kann es passieren, dass dein Account vaporisiert. Einfach so, du hast es ja unterschrieben, natürlich rein virtuell, an der Variante mit dem Blut arbeiten wir jedoch bereits.

Dass die Stimmung der Spieler leicht aufgeschreckt wirkte, irritierte EA dann doch, warum zur Hölle lesen die jetzt Nutzungsbedingungen? Schnell wurde der Unternehmenskommunikationsboss vorgeschoben, um eine Relativierung in die Welt zu setzen. Es geht nur um Missbrauchsverhütung, das also, was die Eltern bei ihm vergessen hatten. Mittlerweile entfernte EA den entsprechenden Absatz komplett. Na geht doch, doof nur, dass man sich immer noch vorbehält, „Inhalte und Berechtigungen abzuändern und zu aktualisieren, ohne Sie darüber zu benachrichtigen”, vielleicht ja auch nach 24 inaktiven Monaten durch kompletten Rechteentzug an der Accountnutzung.

Als Highlight des dem Kaiser Augustus gewidmeten Monats trat allerdings eine unerwartete Piepsstimme aus einer komplett anderen Ecke auf. Tim Willits von id Software erhob sich aus der Entwicklungslethargie und bot ein Feuerwerk an Zuspruch für den generellen Onlinezwang. Stell dir einfach vor du startest dein Spiel und es ist komplett gepatcht! Dank des Onlinezwangs! Wait what? Und dann brachte er das Todschlags-Mantra, was bis zum Erbrechen bei jeder Debatte geäußert wird: Ich bin immer online, du bist immer online, meine Familie ist immer online, ja sogar mein Kanarienvogel ist immer online. Viele sind seitdem in den hypnotischen Singsang eingestiegen, ohne auch nur zu merken, dass es feinster Brainwash derjenigen ist, die ihnen ihren Kontrollzwang aufsetzen. Ein niveauloser Komiker sprach einmal von einem  Quartz-gesteuerten Gehirn bei Lastwagenfahrern.
 
Dass diese Aussage nicht von ungefähr kam, stellte sich übrigens schnell heraus, als die Rahmenbedingungen für ids neuen Shooter Rage bekannt wurden. DRM? Natürlich! Onlinepass? Aber sicher! Onlinezwang dann erst bei unserem nächsten Shooter, so in sieben Jahren. Ihr wollt ja immer die aktuellste Version unseres Produktes nutzen, oder nicht?
Koffeinpumpe 15 Kenner - 3304 - 18. Oktober 2011 - 9:10 #

Klasse geschrieben, Age! Danke dafür!

Wo es enden wird? Bei Mietspielen zum Vollpreis. Insert Coin 2.0.

Aber selbst hier auf GG interessiert dieses Thema kaum - nicht mal im Steckbrief wird die DRM-Art genannt...

Amco 18 Doppel-Voter - P - 10799 - 18. Oktober 2011 - 9:11 #

Schöner Artikel, schön geschrieben, das mag ich so an GG das auch immer schön aus der Branche berichtet wird, das User Themen kritisch und sachlich aufarbeiten. Kudo

McSpain 21 Motivator - 27487 - 18. Oktober 2011 - 9:35 #

Schließe mich an. Schöner Artikel. Würde gerne mehr als einen Kudo vergeben. ;)

Age 19 Megatalent - P - 14004 - 18. Oktober 2011 - 13:26 #

Du kannst ja einen Zweit-Account anlegen, wenn dir so viel daran liegt. ;)

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 24743 - 18. Oktober 2011 - 13:37 #

Und wenn das jeder macht, hat GG bald über 10.000 Mitglieder. ^^
Aktuell sind es um die 6000.

Mr. Tchijf 14 Komm-Experte - P - 2100 - 18. Oktober 2011 - 16:19 #

Klasse Artikel! Super geschrieben und den Kern gut erfasst :)

ernie76-2 (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 21:56 #

Toller Artikel.
Leider scheine ich einer der ganz wenigen zu sein die Stur genug sind, ihrer verweigerung gegen DRM games auch durchzuziehen :(
Motzen tun fast alle, aber wenn ich so sehe was der örtliche MM so an DRM titeln verkauft, da wird einem Schwindelig.
Wenn RTL Gamer als Stinker bezeichnet ist der Aufschrei Riesengroß, aber wenn es was ernstes ist, wie der beschiess am kunden, seitens der Publisher, merkt man kaum was.

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6818 - 19. Oktober 2011 - 15:10 #

Fühl dich nicht allein, ich Boykottiere BF3 auch!

(Genauso wie die "Deutschlandkarte" im Supermarkt)

Cat Toaster (unregistriert) 26. Oktober 2011 - 22:33 #

Großartiker Artikel! Es gibt noch Hoffung nach "Neues aus der Anstalt" ;-)

Ich fürchte allerdings es gibt allmählich eine ganze Generation die sich nur als Konsument fühlt und das Denken anderen überlässt respektive resegniert hat.

Tassadar 17 Shapeshifter - 7786 - 20. Oktober 2011 - 1:24 #

Ich schließe mich an, super Artikel zu einem sehr traurigen Thema mit der angemessenen Menge Galgenhumor. Danke dafür, Age!

Das Einzige, was noch fehlt, ist wohin man ausweichen kann. Ich kaufe schon seit einiger Zeit (spätestens seit der ersten Einführung des Always-On durch UbiSchrott, tlw. seit dem StarForce-Debakel) zum Vollpreis nur noch:

- Indie Games (wovon es zum Glück mittlerweile eine riesige Auswahl von großartigen Spielen gibt und bei denen ich bisher noch nie von einem Problem mit DRM gehört habe, gerne auch so tolle Aktionen wie die Humble Bundles, die wirklich vorbildlich sind, gerade auch zum Thema DRM, da bin ich immer dabei)
- Ausnahmetitel wie The Witcher 2, die komplett auf DRM verzichten oder nur extrem harmlose Kopierschütze nutzen (wie z.B. einen Disc-Check)
- Adventures (hauptsächlich aus deutschen Schmieden, die bisher immer nur mit harmlosesten Kopierschützen daherkamen und gleichzeitig mein Lieblingsgenre darstellen, was gut passt)

Dabei geht den großen Publishern von mir eine Menge Geld durch die Lappen, weil ich vorher durchaus einiges von ihnen auch zum Vollpreis gekauft habe. Dass sie das nicht kratzt, weil die Menge an Spielern, die das so durchziehen viel zu klein ist, ist mir bewusst, ändert aber überhaupt nichts.

Darüber hinaus kaufe ich Spiele mit Kontobindung, was also z.B. alle Steam-Spiele betrifft, nur noch als dicke fette Schnäppchen, also im Preis extrem gemindert, was auch ihrem stark geminderten Wert entspricht, schließlich handelt es sich da nur noch um Lizenzen, bei denen sich vorbehalten wird, sie jederzeit beenden zu können.

Was ich überhaupt nicht kaufe, egal zu welchem Preis:

- Spiele, mit DRM, das zu weit geht, also Always-On geht überhaupt nicht, auch bei jedem Spielstart online anmelden geht nicht, weitere Clients, die mir den PC zumüllen und Ressourcen klauen gehen nicht, Rootkits gehen nicht, Nutzungsbedingungen, die jedem Menschen mit gesunden Bewusstsein für Datenschutz und informationelle Selbstbestimmung ein Schaudern über den Rücken laufen lassen gehen nicht (das ist übrigens mind. bei der Playstation 3 auch nicht besser, sobald man sie ans Netz hängt), etc. pp. Die großen Publisher fallen damit im Moment eigentlich alle weg. In jedem Fall UbiSchrott, EA und Activision-Blizzard, wohl zuletzt auch Namco-Bandai.

Den Absatz zu den gesellschaftlichen Auswirkungen finde ich im Übrigen besonders bemerkenswert. Nicht nur, dass er meinen eigenen Gedanken dazu entspricht, er ist auch der gruseligste in dem Ganzen. Solange es nur um Spiele, um ein harmloses Hobby geht, ist es ja vergleichsweise egal. Leider findet aber alles im gesellschaftlichen Kontext statt und die Auswirkungen werden dann sehr real. Dazu noch die Anmerkung, dass das ganze auch wechselseitig ist. Die extrem gedankenlose Weitergabe der eigenen Daten und Verhaltensweisen sowie Verknüpfungen (Freunde) ist ja schon seit StudiKZ und Crapbook zum Standard in unserer Gesellschaft geworden. Das findet sich dann bei den Spielen wieder, genauso wie es auch dadurch für die jungen Spieler befruchtet wird. Was das angeht, bekleckern sich die Konsolenhersteller, mindestens Sony ja auch nicht mit Ruhm, die sich auch erlauben zu sammeln, was immer sie wollen und dann auch noch mal eben einen riesigen Batzen an persönlichen Daten verlieren.

Age 19 Megatalent - P - 14004 - 20. Oktober 2011 - 8:47 #

Ursprünglich hatte ich tatsächlich geplant, auch noch die Thematik der rechtlichen Grauzone, in die Spieler teilweise getrieben werden, und die existenten Alternativen, wie die deutschen Adventures etwa, mit im Text zu behandeln. Leider musste ich beide Blöcke aus Zeitmangel streichen. Vielleicht verfasse ich da rund um den Jahreswechsel mal was. Finde es toll, dass du in deinem Kommentar speziell auf den gesellschaftspolitischen Aspekt eingehst, der wurde mir in den Kommentaren nämlich viel zu selten aufgefasst und viele scheinen das auch lieber auszublenden...

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 20. Oktober 2011 - 11:47 #

Ich denke der gesellschaftspolitische Aspekt wird nicht ausgeblendet, sondern hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen, auf den die meisten nicht wissen was sie antworten sollen. Wichtig ist im dem Fall was in den Köpfen zurückbleibt, nicht das was in den Comments dazu geschrieben wurde. Jedesmal wenn jemand, der diesen Text aufmerksam gelesen hat, ein Steam-Spiel kauft, hat er im Hinterkopf das er für diese Maschinerie mitverantwortlich ist. Denn er liebt den großen Bruder.

Cat Toaster (unregistriert) 26. Oktober 2011 - 23:00 #

Ich habe über 100 Spiele auf meinem Steam-Konto und kaufe Spiele wenn möglich NUR noch da, weil ich nicht mehrere Programme/Lösungen für die Selbstverwaltung haben will. Irgendwann habe ich die Entscheidung treffen (müssen), dass wenn ich mein Hobby weiter ausüben möchte ich daran nicht vorbei komme und wenn schon ein Käfig, dann bitte ein goldener.

Mann muss Steam ja schon zu gute halten dass Valve da ja nicht nur seinen eigenen Kram verhökert (im Gegensatz zu Battle.net, Uplay und Origin). Mir ist derzeit kein Marktplatz bekannt der eine derartige Auswahl bietet und dazu auch Unmengen von Indy-Produktionen einen Vertriebsweg anbietet. Auf viele Perlen wie "Amnesia: The Dark Descent" wäre ich sonst gar nicht aufmerksam geworden. Da sind "die anderen" noch lange nicht und da wollen die auch nicht wirklich hin.

Man kann das alles weiter übertragen: Ein Apple-Kunde macht nichts ohne iTunes-Kotno, ein MS-Kunde macht nichts ohne Live-ID und ein Android-Kunde sieht ohne Google-Konto auch recht alt aus. Und alle wollen uns wenn nicht mit ihren Browsern, dann doch wenigstens mit ihren Toolbars ausspionieren. Wie kommt man denn "moralisch sauber" aus der Nummer raus, wenn der Steam-User des Teufels ist? ;-)

Ich will es nicht verharmlosen, vielmehr das wahre Ausmaß verdeutlichen. Doch was bleibt denn übrig als auf vieles zu verzichten, wenn man nicht diesen Wahnsinn mitmachen will? Wählt man das kleinste aller Übel oder verzichtet man ganz?

Ich werde mich gegen den biometrischen Ausweis wehren, gegen Battle.net, Origin und Uplay. Gegen Facebook und Twitter war ich auch erfolgreich, sowie gegen die Deutschland-Card, Bäcker-Card, Apotheken-Card und Waschanlagen-Card. Ich besitze auch keine Credit-Card und weiß Gott, JEDER will mir die Dinger anbieten, allein bei "A" habe ich Amazon und ADAC auf der Liste...

Bei Paypal bin ich eingeknickt, ein Google-Konto brauchte ich letztlich für mein Smartphone mit Android, eine Live-ID brauche ich als MS-MCP und jobmäßig eh. Die Versuche meines Arbeitgebers mich bei "Xing" anzumelden konnte ich abwehren.

Ich versuche so wenig wie möglich in der Richtung mit "Onlinediensten" zu machen und wenn zumindest abzuwägen. Ziviler Ungehorsam bis hin zu Gericht und Strafen werde ich spätestens mit dem biometrischen Perso und der Gesundheitskarte üben. Ich werde auch nicht in Länder reisen die jeden behandeln wie einen potentiellen Verbrecher (z.B. die USA). Wie isoliert man mit derartigen Standpunkten ist erlebe ich allerdings auch jeden Tag. In der Hinsicht mal schön gelesen zu haben das sich noch jemand Gedanken macht.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 18. Oktober 2011 - 9:41 #

Schöner umfangreicher Artikel. Kudos von mir.

Aber langfristig ist es aus diversen Gründen nur ein vorübergehender Trend:

Erstens betrifft es nur die großen Titel der 3 großen Publisher, die dem Mainstream folgen. Zudem wird diese Art von Datenkopien, wie wir unsere Spiele derzeit erwerben, bald vorbei sein. Viele Spiele werden zu einem Service mutieren, der nur noch online erreichbar ist, dafür aber plattformübergreifend funktioniert. Ob das nun Streaming, Cloudcomputing oder Browserspiele sein werden, ist zweitrangig. Aber nach dem Siegeszug vom Internet auf jedem Fernseher, Pad, PC, Telefon oder auf Konsolen, werden lukrative Spiele breit gestreut und online spielbar sein.

Vielleicht werden diverse DRMs, Schutzmechanismen und Spionagetools überleben, aber langfristig wird es eine Nischensparte der Hardcore-Nerds werden, welche unbedingt eine eigene Datenkopie auf ihrer speziellen Hardware installieren müssen. Vermutlich werden diese Mechanismen dann auch eher auf Mobilgeräte wandern, denn mit dem Telefon ist man vermutlich auch in der Zukunft nicht immer online und dort muss es Offline-Produkte noch länger geben.

Abgesehen davon verstehe ich es, wenn Hersteller ihre Produkte schützen möchten. Aber wie bei den unglaublich vielen Produkten zu Erkältungen ist es hier auch: Wenn es kein Heilmittel gibt, wirft der Markt ständig neue wirkungslose Produkte aus, die von da an endlich die Heilung versprechen. Die Heilung ist aber das oben beschriebene Szenario, in dem Spiele nicht mehr als Datenkopien auf den Rechnern der Nutzer geladen und ausgeführt werden, sondern dort, wo der Anwender nur noch einen Client hat, welcher nur Teile der Software übernimmt, z.B. die Steuerung. Und genau daher wird das irgendwann passieren.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11878 - 18. Oktober 2011 - 13:04 #

Der Traum vom großen Cloud Computing wird nicht funktionieren! Warum? Genau deswegen warum DRM und Co angeblich ursprünglich eingeführt wurden: Raubkopien!

Von den USA mal ab, wo ein Großteil angeblich seine Software kauft, sieht es in Europa schon erheblich anders aus, von großen Teilen Asiens ganz zu schweigen. Ich glaube im Mittleren Osten, Südamerika und in Afrika gibt es gleich gar keine Originale ...

Also sollen alle Nutzer mit einmal teurere(!) Mietverträge für Software abschließen, die sie früher schon nicht bezahlt haben? Wohl kaum!

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 18. Oktober 2011 - 14:33 #

Und genau deswegen wird es funktionieren.

Spezielle Teile der Dienste werden vielleicht auf nicht gängiger Hardware laufen. Kopien werden damit kaum möglich, man müsste auch die Hardware kopieren.

Streaming, Mieten usw. kann man sehr billig gerade in den Regionen, wo derzeit nur schwarz kopiert wird. Das sind die Wachstumsmärkte der Games-Industrie, was ja bereits einige erfolgreiche DRM oder Kopierschutzmechanismen bewiesen haben. Wenn es keine Kopie in den ersten 2 Wochen nach Release gab, wurden auf einmal ungleich mehr Verkäufe im Osten ausgelöst. Diese Verkäufe haben die paar Verweigerer im Westen locker ausgeglichen. Und genau deswegen werden große, weltweit agierende Publisher diesen Weg konsequent weiter gehen.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11878 - 18. Oktober 2011 - 15:12 #

- Die im "Osten" müssen aber auch das Geld haben alle(!) relevanten Sachen mit einmal kaufen zu können. Wenn sie keine Alternativen haben, dann wird der Markt auch einbrechen.

- Ein weiterer Punkt. Die (meiste) Software wird dann von Crackern als offlinefähige eigene Programmversion angeboten. Ist ja heute schon so, dass DRM und Co. keine Auswirkungen haben, ob es eine Raubkopie gibt oder nicht.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 18. Oktober 2011 - 15:30 #

Im Osten werden diese Produkte billiger angeboten, das passiert schon jetzt so.

Heute mögen Cracker das hacken, aber wenn ein Dienst auf einer anderen Hardware läuft, mit anderem Kompiler erzeugt oder Webdienste nutzt, die Authentifizierungen brauchen usw., dann wird es unglaublich schwieriger, so etwas auf eine bestimmte Plattform zu aggregieren.

Wir nutzen alle eine Suchmaschine wie Google, aber ich kenne keine Schwarzkopie des Google-Service. Webdienste sind schwerer zu kopieren und in diversen Fällen wird es einfach unmöglich sein.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11878 - 18. Oktober 2011 - 20:51 #

Unsinniges Beispiel.

Passender sind die Private Shards von Onlinerollenspielen. Bei einem MMO läuft ja auch nur der Client auf dem heimischen Rechner, dennoch sind Leute an die Serversoftware rangekommen und haben diese sogar so manipuliert, dass sie auf dem heimischen Rechner laufen.

Irgendwo gibt es immer ein Leak, und wenn der Bedarf da ist ...

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 19. Oktober 2011 - 0:41 #

Unsinnig sind die meisten Beispiele nicht, unsinnig oder zumindest unnötig sind häufig nur Beiträge, die mit dem Wort "unsinnig" beginnen, weil sie bewusst bleidigend wirken sollen.
Ich habe Webservices als Beispiel genommen, weil sie eher der Zukunft entsprechen. Heutige Server sind ja gewöhnlich auf normalen PCs lauffähig und können natürlich schneller kopiert werden.

Abgesehen davon ist es dennoch sicherer, allein schon weil es komplizierter ist, zu kopieren und nur einige Hardcore-Gamer nach einer gewissen Zeit an solche Tools und Anleitungen kommen. Der Umsatz der meisten Spiele wird in den ersten paar Wochen gemacht. Und wenn da nichts "leakt" wird es eher ein wirtschaftlicher Erfolg.

Henke 15 Kenner - 3636 - 19. Oktober 2011 - 1:08 #

"Der Umsatz der meisten Spiele wird in den ersten paar Wochen gemacht." - muß ich Dir zustimmen
"Und wenn da nichts "leakt" wird es eher ein wirtschaftlicher Erfolg." - kann aber, wenn forciert, auch geschickte Eigenwerbung sein...

Anonymous (unregistriert) 19. Oktober 2011 - 15:11 #

gutes beispiel ;) kann mir allerdings nicht vorstellen, dass wirklich die komplette server-software von wow oder ultima online geleakt wurde. aber ich will garnicht wissen, wieviel arbeit die leute in die entwicklung von eigenen servern für mmorpgs gesteckt haben (reverse engineering, ip-traffic analyse usw). da ist son lächerlicher ubisoft drm ne kleinigkeit ^^ und selbst wenn immer mehr ins web ausgelagert wird, wird es einfach nur herausfordernder für die leute, die spaß dran haben, nen weg zu finden, son kram zu umgehen. wenn die motivation stimmt, wird es immer leute geben, die einen weg finden. war kein zufall, dass es nicht lange gedauert hat, den playstation kopierschutz zu knacken, nachdem man mit dem streichen des linux-supports genau die "falschen" leute dazu motiviert hat, die hardware mal genauer unter die lupe zu nehmen. und wenn die google-suche irgendwie geld kosten würde oder einen login benötigen würde, bin ich mir relativ sicher, dass es auch da nicht lange dauern würde, bis irgendwer einen weg findet, das ganze zu umgehen.
wo ein wille ist, ist auch ein weg..das gilt vor allem für hacker (ich verallgemeinere das jetzt einfach mal).
nur wenns wirklich irgendwann alles nurnoch über videostreams läuft, könnte es problematisch werden ^^ glaube allerdings nicht, dass es soweit kommen wird. notfalls wirds denn einfach so lange geddost, bis die publisher sich das denn doch wieder anders überlegen ;)

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6818 - 19. Oktober 2011 - 15:20 #

Dein Beispiel ist leider keines, das deine Position unterstützt: Die privaten Shards hängen was Verfügbarkeit und Kapazität angeht weit hinter den offiziellen Angeboten. Die Serversoftware wurde meistens nicht "geklaut", sondern nachprogrammiert und alles Quests etc. selbst nachgebaut. Die Qualität dieser Angebote ist daher nicht mit der des Originals vergleichbar, auch wenn sich recht viele Freiwillige dort stark engagieren. Der Aufwand dafür ist zugleich viel höher, als wenn eine Crackergruppe einmalig einen Crack für ein Spiel herstellt.

Anderes Beispiel: Starcraft 2
Es gibt zwar eine gecrackte Version mit der man den Singleplayer spielen kann, aber das eigentlich wertvolle am Spiel ist der Online-Modus.

Ein Spiel das komplett im Browser auf den Servern der Hersteller läuft ist insofern besser vor Raubkopien geschützt, als das die Cracker 1. meist keinen vollen Zugriff auf das System haben, und 2. die Raubkopie für den Piraten sehr viel teurer zu stehen kommt, weil er ja eigene Server und Wartung betreiben müsste.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11878 - 19. Oktober 2011 - 16:10 #

Es geht bei den privaten Shards ja nicht darum, für alle Spieler eine Alternative zu bieten sondern für die, die nicht bezahlen aber dennoch das Spiel zocken wollen ... das da Abstriche einzugehen sind, weil der Server und der Client nicht immer sofort auf aktuellem Stand sind, ist wohl logisch und dürfte niemanden der sowas nutzt stören. Die Shards zeichnen sich hingegen dadurch aus, dass nicht soviel Zeit investiert werden muss, indem etwa die Exp-Rate um das zehnfache erhöht wurde und 100 Mal mehr Gold droppt.

Das Argument, dass das wertvolle der Onlinemodus ist, das höre ich bei Diablo 3 auch immer und trifft sich neben Strarcraft viele Spiele. Aber: Es gibt auch Leute, die wollen nur die Kampagne spielen oder mit Freunden im LAN.

Einen kompletten Onlinemodus nachzustellen, mit Ranglisten, Millionen Spielern etc., das wird wohl keiner freiwillig auf sich nehmen. Warum auch?

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6818 - 19. Oktober 2011 - 18:46 #

Es geht nicht darum, dass die Server und Clients nicht sofort auf dem neuesten Stand sind, sondern dass sie, im Gegensatz zu normalen Servern, kaum Spieler haben (was bei MMORPG schon ein Nachteil ist) und meistens voller Bugs sind. Versteh mich nicht falsch, ich finde es ziemlich krass das manche Leute sich so viel Mühe damit geben, ist schließlich nen Haufen Arbeit die ganzen Quests und Mechanismen einzubauen. Einige stürzen z.B. regelmässig (von 5 Minuten bis alle 2 Stunden) ab, andere sind stabiler aber dafür nicht auf dem neuesten Stand. Es gibt aber auch Shards, die extra nicht auf dem neuesten Stand sind, weil die WoW-Spieler die neuen Änderungen in WoW nicht gut finden und lieber eine ältere Version spielen wollen.

Und zum "wertvollen" Onlinemodus: Sicherlich hat nicht jedes Spiel einen grossen Vorteil aus einem Onlinemodus. Bei Diablo 3 z.B. finde ich die Begründung für das Allways-on ziemlich lächerlich und denke dass es dem Spiel mehr schadet als nützt (vor allem im Hinblick auf LAN's). Aber bei Battlefield 3 oder Starcraft ist der Singleplayermodus doch nur ne Alibi-Veranstaltung, da macht der Onlinemodus mehr als 90% der Spielzeit aus, wenn nicht sogar noch mehr.

Auf die ganzen "tollen" Features die angeblich allways on und diese ganze Profilbildung im Internet so nötig machen könnte ich gerne verzichten: Achievements sind für mich eher störend als toll, weil dadurch oft die Immersion mit der Spielwelt gestört wird wenn die im Spiel aufpoppen. Facebook-Verbindung mit einem Spiel ist auch so eine Sache: Was interessiert es all meine Bekannten welchen tollen Erfolg in einem Spiel ich errungen habe? Interessiert doch kein Schwein! Abgesehen von den ganzen Informationen die dabei über einen ins Internet gepustet werden und interessierten Profilaggregatoren in die Hände fallen...

Und mit meinem letzten Absatz meinte ich nicht irgendwelche unnützen Medallien- und Profilverwaltungsserver, sondern Gameserver die z.B. hinter Siedler-Online etc. stehen. Ich weis, Siedler-Online ist jetzt kein Spiel das mit Starcraft konkurrieren könnte, aber ich könnte mir durchaus vorstellen das immer komplexere und grössere Titel nur noch im Browser rauskommen. Ein gutes Beispiel dafür was man heutzutage schon erreichen kann ist "Battlestar-Galactica". Das ist grafisch ne ganze Ecke besser als Freelancer (leider nicht auch spielerisch). Nen Starcraft 3 als Browsergame ist technisch also durchaus vorstellbar.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11878 - 19. Oktober 2011 - 19:49 #

Ich bin gar nicht so weit von dir entfernt.
Ich muss z.B. sagen, dass ich bei Onlinespielen einige Einschränkungen, wie Kontenbindung etc. in kauf nehme.

Der Grund ist einfach. Die Spiele machen nur Sinn, wenn man (genügend) Mitspieler hat, wie du ja selbst sagst.

Bei solchen Spielen akzeptiere ich, wenn ich sie kaufe dann zwangsweise, dass ich sie in 20 Jahren oder so halt nicht mehr spielen kann. Ich liebe z.B. Guild Wars (was ein gutes Beispiel ist, weil es keine Gebühren kostet), mir ist aber klar, dass es irgendwann mit dem Spiel schlicht vorbei ist. Und da macht es auch wenig Sinn, mir irgendwie einen Server zu besorgen, um das Spiel alleine zu zocken (gleiches gilt analog selbstredend auch für WoW und Co).

Bei Singleplayerspielen aber, da ist alles, was irgendwie Onlinezwang ist schlicht nicht akzeptabel.

Krass finde ich da die Auswüchse, die das teilweise annimmt. Etwa das neue Batman Arkham City. Probleme ohne Ende, weil man den Catwoman-Teil nur mit Code als DLC kriegt. Was mache ich da in 20 Jahren, wenn ich das Spiel zocken wollen würde?

Doomhammer 11 Forenversteher - 759 - 18. Oktober 2011 - 18:43 #

Was willst du kopieren? Willst du mir ein Video andrehen?

Die Dinger laufen abgeschottet in der Wolke, und alles was du bekommst ist ein Client der dir den Videostream von der Wolke auf deinem Rechner/Smartphone/Handheld darstellt.

Das Problem ist momentan nur die schlechte bzw. nicht vorhandene Infrastruktur, die dem noch einen Riegel vorschiebt.

Lars 17 Shapeshifter - P - 7065 - 18. Oktober 2011 - 9:36 #

Einer der besten Artikel, die ich bisher auf GG (eigentlich eher im ganzen Netz) gelesen habe! Chapeau!

Einen kleinen Fehler habe ich beim lesen entdeckt: "wenn man einfach nur einen aktuellen Computerspiel spielt."

bolle 17 Shapeshifter - 7615 - 18. Oktober 2011 - 10:31 #

mir ist auch was aufgefallen

"@1337_Gamer Just found his first hole at Saunaklub Heidemarie"

gehört das "Just" groß?

Sonst sehr toller Artikel, Pamphlete ftw! :D

Age 19 Megatalent - P - 14004 - 18. Oktober 2011 - 11:42 #

Tippfehler, ist korrigiert. Danke!

Larnak 21 Motivator - P - 26023 - 18. Oktober 2011 - 15:48 #

"Gaming-Community scheinbar"
2 Leerzeichen

Age 19 Megatalent - P - 14004 - 18. Oktober 2011 - 11:41 #

Tippfehler, ist korrigiert. Danke!

Lostboy 13 Koop-Gamer - 1295 - 18. Oktober 2011 - 9:44 #

Moin.

Klasse geschrieben, denke diese Gedanken haben wir uns doch hier schon alle durch den Kopf gehen lassen. Schön das Du es mal niedergeschrieben hat.

PS: Ich hab im 2. Absatz den letzten Satz: "Für dich richtigen Kickstart verheiratet der Publisher seine Verkaufs- und Schnüffelsoftware mit dem garantierten Verkaufshit Battlefield 3." nicht verstanden. Entweder ich stehe auf der Leitung, oder bei dem Wort "dich" hat sich was verdreht? :)

Nicht bös gemeint, aber für mich ergibt die Wortstellung keinen Sinn.

LG Lostboy

Age 19 Megatalent - P - 14004 - 18. Oktober 2011 - 11:41 #

Tippfehler, ist korrigiert. Danke!

raumich 16 Übertalent - 4673 - 18. Oktober 2011 - 9:48 #

Kritisch? Ja! Sachlich? Ja! Nötig? Ich kann es immer nur wieder betonen: Die Industrie wird mit dem Kundnen immer das machen, was die Industrie mit dem Kunden machen kann. Solange Computerspieler nicht aufhören solche Produkte mit ihrem Geld zu unterstützen, wird sich an der Situation auch nichts ändern. Die Frage ist aber:
Wenn diese Spiele trotzdem so oft gekauft werden, das die Industrie nicht ihr Fehlverhalten einsieht, dann liegt das entweder an fehlender Aufklärung (was ich nicht glaube, was aber diesen Artikel wichtig macht) oder aber die Mehrheit der User sieht in "Gängelungsmaßnahmen" wie Onlinezwang eigentlich kein Problem.

Tim Willits hat doch nicht unrecht wenn er sagt, das die User sowieso immer Online sind. Mich würde mal eine Gamersglobal-Umfrage interessieren (und vielleicht können die Verantwortlichen diese ja mal starten). Wieviel % der User haben denn keine DSL-Flatrate und somit Internet theorethisch rund um die Uhr ohne zusatzkosten sofort verfügbar?

Ich kann den wahrscheinlich geringen Prozentsatz an Usern völlig verstehen, die ein Spiel gern spielen würden, mangels Flat bzw. der möglichkeit eines jederzeit verfügbaren Online-Zugangs dazu aber nicht in der Lage sind.

Allen anderen, die gegen Onlinezwang einfach aus Prinzip sind (aus welchen Gründen auch immer), kann ich nur raten, diese Produkte strikt zu meiden. Spiele sind nicht lebenswichtig, Spiele sind Konsumgut. Kein Konsum, kein Problem.

Lostboy 13 Koop-Gamer - 1295 - 18. Oktober 2011 - 10:02 #

Hallo raumich.

Kurz zitiert: Wenn diese Spiele trotzdem so oft gekauft werden, das die Industrie nicht ihr Fehlverhalten einsieht, dann liegt das entweder an fehlender Aufklärung (was ich nicht glaube, was aber diesen Artikel wichtig macht) oder aber die Mehrheit der User sieht in "Gängelungsmaßnahmen" wie Onlinezwang eigentlich kein Problem.

Es ist für mich genauso wie mit dem Rauchen, als Beispiel von vielen.
Jeder Raucher weiß, dass es gesundheitsgefährdend ist, er weiß das in einer Zigarette 1000 Stoffe enthalten sind, von denen er im Leben nie gehört hat und deren Zusammensetzung niemals verstehen wird, TROTZDEM raucht er Zigaretten und zieht sich diese Inhaltsstoffe in eines der Lebenswichtigsten Organe seines Körpers.
Der Vergleich mag krass sein, aber im Grunde sind sich die Konzerne der Tabakindustrie und der Spieleindustrie doch gar nicht so unähnlich.
Es läuft im Grunde alles auf mehr oder minder große SUCHT hinaus.
Wobei sicher zu unterscheiden ist, das nicht jeder Spieler in eine Sucht nach seiner Freizeitbeschäftigung gefallen ist.
Aber wenn man etwas darüber nachdenkt wird einem dieser Teufelskreis bewusst. Der Spieler, der sich freiwillig dieser Gängelungsmaßnahme hingibt, möchte doch nichts anderes als endlich sein heiß erwartetes Spiel zu spielen und Spaß damit haben. Seinen Alltag mal vergessen, oder wie die meisten, einfach nur Abschalten und sich gut unterhalten fühlen.
Diese Zwangsinstallationen der genannten Clients sind dann ein notwendiges Übel, über das nach der Installation des Lieblingsspiels nicht mehr nachgedacht wird, ähnlich wie nach der Wiederversorgung des Gehirns mit Nikotin :(

Wie gesagt, dieses Thema bietet sicher genügend Zündstoff für Diskussionen und ich wollte mit dem Rauchervergleich gewiss nicht die Raucher an den Pranger stellen, Ihr wisst schon selbst, das es nicht gut ist zu Rauchen,(zumindest haben das bisher 100% der Leute zu mir gesagt, auf Nachfrage warum Sie Rauchen)sondern aufzeigen, warum Spieler es mit sich machen lassen. Und der Age schreibt es ja ebenfalls, der Spieler steht Alleine da, zumindest noch...

In diesem Sinne...

stupormundi 13 Koop-Gamer - 1576 - 18. Oktober 2011 - 10:36 #

Ein Vergleich zwischen Videospiel- und Tabakkonsum scheint mir nicht so unangebracht, meiner Erfahrung nach werden Videospiele von Hardcore-Fans deutlich anders konsumiert als beispielsweise Bücher von belesenen Hobbyliteraturkritikern.

Aber ich bin mir nicht sicher, ob sich Videospieler tatsächlich "so viel mehr gefallen lassen" als andere. Einschränkungen in der Nutzbarkeit gibt es doch bei sehr vielen Produkten, auch dort, wo man es nicht erwartet: Einen Mercedes aus den 1980er-Jahren könnte man mit handelsüblichem Werkzeug reparieren. Für einen Mercedes von heute benötigt man spezielles, sehr teures oder auch gar nicht für Privatleute so leicht zu erwerbendes Spezialwerkzeug von Mercedes und seinen Zulieferern - das haben sich Mercedes-Käufer auch "gefallen lassen".

raumich 16 Übertalent - 4673 - 18. Oktober 2011 - 13:15 #

Genau das ist mein Punkt! Diese Gängelungen gibt es überall im Alltag. Entweder ich akzeptiere sie, oder ich muß entsprechend anders handeln.

raumich 16 Übertalent - 4673 - 18. Oktober 2011 - 13:29 #

Dein Vergleich ist ok, jedoch hinkt er in einem Punkt: Die Raucher fordern nicht von den Zigarettenherstellern, sie sollen die Zigaretten gesünder machen. Sie rauchen die Zigaretten einfach. Und wer sich nicht krank machen will, der verzichtet aufs rauchen eben. Und zu genau diesem Punkt müssen Computerspieler noch kommen.

Anonymous (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 15:06 #

nee. sonst gäb es ja keine nichtraucher-gesetze. zigarettenhersteller haben die forderungen ignoriert, deshalb gab es dann QQ als raucher/nichtraucher ihre forderungen gesetzlich eingefordert haben.

raumich 16 Übertalent - 4673 - 18. Oktober 2011 - 15:35 #

Völlig falsch! Informiere Dich bitte erstmal gründlich, bevor Du falsche behauptungen aufstellst.

Anonymous (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 17:48 #

was genau ist falsch? die tabakindustrie mischte lange zeit ungesunde und suchtfördernde zusätze bei, diese wurden auch von nutzern kritisiert. geändert hat sich erst dank gesetzlicher regulierungen etwas. ich bitte um aufklärung..

Sniizy 14 Komm-Experte - 2647 - 18. Oktober 2011 - 18:33 #

Zitat von dir:

"Aber wenn man etwas darüber nachdenkt wird einem dieser Teufelskreis bewusst. Der Spieler, der sich freiwillig dieser Gängelungsmaßnahme hingibt, möchte doch nichts anderes als endlich sein heiß erwartetes Spiel zu spielen und Spaß damit haben. Seinen Alltag mal vergessen, oder wie die meisten, einfach nur Abschalten und sich gut unterhalten fühlen.
Diese Zwangsinstallationen der genannten Clients sind dann ein notwendiges Übel, über das nach der Installation des Lieblingsspiels nicht mehr nachgedacht wird, ähnlich wie nach der Wiederversorgung des Gehirns mit Nikotin :("

Danke! Endlich mal jemand, der das so sieht wie ich. Klar nerven solche Gängelungen der Hersteller/Publisher und bereiten mir schon Sorgen. Aber ich möchte halt Spiele, auf die ich lange warte oder die mir zusagen, spielen.

Mithos (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 10:34 #

Eine DSL-Flat zu Hause nutzt dir rein gar nichts, wenn du im Wohnwagen mit deinem Gaming-Laptop im Urlaub an einem ausländischen Badestrand bei Regenwetter sitzt. Außerdem ist ein DSL-Anschluss auch nicht 100%ig Ausfall-Sicher.

Fritz (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 12:56 #

Und was noch im Artikel mit erwähnt wurde. Nur weil ich eine Internet Leitung habe, will ich nicht gleich zum gläsernden Spieler werden.

Age 19 Megatalent - P - 14004 - 18. Oktober 2011 - 12:57 #

So sieht es aus. :)

raumich 16 Übertalent - 4673 - 18. Oktober 2011 - 14:05 #

..und das kann ich sehr gut nachvollziehen. Deswegen ja auch meine Meinung: Lasst es einfach sein, solche Games zu kaufen/spielen. Fertig! Ist doch überhaupt kein Problem.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3304 - 18. Oktober 2011 - 14:11 #

Genau, überhaupt kein Problem, ein über Jahrzehnte gepflegtes Hobby einfach aufzugeben. Genau das habe ich nämlich mehr oder weniger schon tun müssen, wegen DRM.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 18. Oktober 2011 - 14:36 #

Das Hobby muss man nicht aufgeben, sondern nur die 3 großen Publisher ignorieren.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3304 - 18. Oktober 2011 - 14:49 #

Wenn es denn so wäre. Selbst Indie-Spielchen kommen doch schon mit Steam daher.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 18. Oktober 2011 - 15:12 #

Genau. Und dafür bin ich Valve dankbar, dass sie so vielen Indies diese Chance bieten. Und wenn ich noch ehemalige Blockbuster für 2,50 auf Steam kaufen kann und nicht dauernd online sein muss und die Hardware-Umfragen freiwillig sind, verstehe ich das Gejammere um Steam einfach nicht.

Larnak 21 Motivator - P - 26023 - 18. Oktober 2011 - 15:22 #

Kann Valve ja gern tun, solange die Spiele auch irgendwo ohne DRM zu bekommen sind ;)

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3304 - 18. Oktober 2011 - 15:26 #

Was denn jetzt?
Gerade sagst du, nur die 3 großen Publisher müsste man meiden, jetzt bist du plötzlich dankbar, dass Valve den armen Indies eine Chance gibt. Das ist typisches Fanboy-Gequatsche, sorry. Als ob Valve das aus der Wohltätigkeit heraus tun würde.

Und das du die DRM-Problematik immer noch als "Gejammer" bezeichnest zeigt, dass du das Thema nicht mal im Ansatz verstanden hast.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 18. Oktober 2011 - 15:41 #

Natürlich habe ich es nichtmal "im Ansatz" verstanden, weil ich Dir geistig so unglaublich unterlegen bin. Zudem bin ich ein Fanboy ohne Gleichen.

Aber jetzt mal Scherz beiseite. Betrachten wir es lieber weniger einseitig:

Viele Leute, mich eingeschlossen, nutzen Steam, aber nutzen es nicht ausschließlich. Sie sind damit also keine Fanboys, denn sie kaufen zum Beispiel neue Produkte nicht dort ein. Neue Produkte sind auf Steam zu teuer. Da gibt es Direct2Drive in UK oder gar Amazon. Zudem gibt es auch Anbieter wie GOG bei den Klassikern.

Der intelligente Konsument ist also in der Lage, aus diesen diversen Angeboten auszuwählen. Und Steam hat da bei Budget-Preisen oft die Nase vorn, bei neuen Produkten eben nicht, bei Klassikern auch nicht.

DRM kann man bei Steam auch gerne weniger problematisch sehen, als andere. Erstens will ich kein Produkt, das ich für 2,50 Euro kaufe, als gebraucht weiter verkaufen. Zweitens sehe ich einen Gebrauchtmarkt für digitale Produkte eh als unsinnig. Das gibt es bei eBooks und MP3 auch nicht. Außerdem sollten digitale Rechte auch geschützt werden, solange ich dabei nicht zu sehr eingeschränkt werde. Bei Steam werde ich nicht eingeschränkt. Ich kann es überall und so oft ich will installieren, ich muss mich lediglich mit meinem Passwort identifizieren, muss nicht ständig online sein.

Und nochwas: Bitte erst nachdenken, bevor man persönlich wird und Leute beleidigt (Fanboy, Anszatverständnis usw.).

Fritz (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 15:56 #

> Bei Steam werde ich nicht eingeschränkt.
Auch wenn dein Satz in einem anderen Zusammenhang steht. Schon einmal versucht ein Spiel zu verleihen, wie das bei Musikalben und Filmen möglich ist?

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 18. Oktober 2011 - 16:04 #

Nein, das habe ich nicht versucht und ehrlich gesagt, verleihe ich ungerne Filme, Spiele und Musik. Ich habe diese nie oder nur nach mehrfachem Drängeln wiederbekommen.

Wenn ich mit Freunden ein Spiel gemeinsam spielen will, brauchen die auch eine Kopie und manchmal schenke ich denen ein Spiel über Steam, da sie da oft so billig sind wie ein Softeis von der Straße.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11878 - 18. Oktober 2011 - 20:56 #

Du hast die falschen Freunde!

Dass man mehrere Kopien eines Spieles braucht um Multiplayer zu zocken ist auch so eine Unsitte! Ohne DRM könnten alle im LAN nämlich mit einem einzigen Spiel zocken. Nur mal so als Denkanreiz ...

Crizzo 18 Doppel-Voter - 11200 - 18. Oktober 2011 - 22:20 #

Nö. Mit einer CD-Key-Abfrage wird auch das verhindert und das sogar schon seit CoD1. ;)

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 19. Oktober 2011 - 1:54 #

"Du hast die falschen Freunde!"
Interessant, dass Du meine Freunde kennst. Aber vielleicht ist es bezeichnend, dass die aus Deiner Sicht falschen Freunde für mich genau die richtigen sind? Zum Glück kann man sich Freunde aussuchen und zum Glück sind Freunde wie Spiele, Musik oder Filme Geschmackssache, die man gerne bei anderen tolerieren kann. Oder man behauptet, der andere hört die falsche Musik, liest die falschen Bücher und schaut die falschen Filme mit den falschen Freunden natürlich. Das wäre doch (rein theoretisch natürlich) eine sehr arrogante Sichtweise, nicht wahr?

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11878 - 19. Oktober 2011 - 14:22 #

Du schriebst, du verleihst nicht gerne an deine Freunde. Also scheint es da je irgend ein Vertrauensproblem zu geben ...

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3304 - 18. Oktober 2011 - 16:21 #

Wenn Steam DICH nicht einschränkt, ok.
Mir reicht dagegen schon das Damokles-Schwert, dass Steam jederzeit (aus welchen Gründen auch immer) mir meine bezahlte Spielesammlung wegnehmen kann. Zudem nutze ich den Gebrauchtmarkt und verleihe Spiele im Freundeskreis.

Natürlich kann man sagen, für Zweifuffzisch lohnt der Aufwand nicht. Tut er natürlich auch nicht. Aber wo fängt diese Grenze an?

Wenn Spiele schon für 2,50€ verschleudert werden, warum befreit man sie nicht vom Aktivierungszwang? Dann hätte ich kein Problem mit Steam.
Ich würde sogar Vollpreistitel kaufen wenn ich wüsste, in 6 Monaten fällt die Aktivierung weg.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 18. Oktober 2011 - 19:26 #

Ja, wenn Du Spiele verkaufen und verleihen willst, ist Steam eben nichts für Dich.

Aber die Aktivierung ist eben gerade bei digitalen Downlaods ein recht wichtiges Instrument. Ansonsten könnte wirklich jeder, der es kauft beliebig oft verteilen.

Das ist ja das Problem mit digitalen Produkten. Ein Brot kann ich zwar auch kopieren, ich brauche aber Rohstoffe, Zeit und Energie, eine Kopie zu erzeugen. Ein digitales Produkt könnte ich durch Hochladen in entsprechende Verteiler binnen Stunden millionenfach kopieren. Du machst es nicht, ich mache es nicht, vielleicht Millionen andere nicht, aber irgendwer, wird es mit Sicherheit tun, immer. Darum verstehe ich, wenn die Hersteller derzeit zu Schutzmechanismen greifen und in Zukunft ihre Software gar nicht mehr aus der Hand geben wollen, sondern am liebsten per Cloud vermieten.

Es mag uns beiden nicht gefallen, aber es gibt eben Gründe für diese Entwicklung, leider.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3304 - 18. Oktober 2011 - 20:06 #

Und DRM-Spiele gibt es nicht im Netz? War da diese Woche nicht was mit BF3, was schon online zu finden ist?

Die Gründe der Entwicklung liegen eben woanders, als (nur) beim Kopierschutz.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 19. Oktober 2011 - 0:49 #

BF3 liegt als digitale Kopie im Netz, aber es kann noch immer nicht gespielt werden, weil es ja an Services gebunden ist, wie an den Serverbrowser im Web, an ein Kundenkonto und vielleicht noch andere Dienste.
Zur Zeit ist die Kopie nutzlos.

Im Grunde ist das ja schon ein Erfolg dieser Systeme aus Sicht von EA.

DRM dient übrigens dem Schutz und der Verteilung von digitalen Produkten. Es hat also etwas mit Kopierschutz zu tun und es soll das legale Kopieren kontrollieren (z.B. die Installationen, die man durchführt).

raumich 16 Übertalent - 4673 - 18. Oktober 2011 - 15:43 #

Tja, wer seinen Prinzipien treu sein möchte, der muß halt Opfer bringen.

immerwütend 22 AAA-Gamer - P - 31831 - 18. Juli 2014 - 16:38 #

Ich betrachte es nicht gerade als Opfer, keine AAA-Spiele zu spielen. Schlauchlevel, gescriptete Szenen, endlose Zwischensequenzen - das sind genau die Dinge, die mich wirklich abtörnen.

raumich 16 Übertalent - 4673 - 18. Oktober 2011 - 13:50 #

Eine DSL-Flat nutzt mir auch nichts wenn ich als Astronaut in einer Raumkapsel auf dem Weg zum Mars hocke. Kinners hört auf solche Sonderfälle zu generieren.

Wenn mir im Urlaub an einem ausländischen Badestrand bei schlechtem Wetter nichts anderes als Daddeln einfällt, dann habe ich generell ein Problem im Leben.

Und zur Ausfall-Sicherheit des DSL-Anschlusses... ich habe seit über 10 Jahren DSL. Davon vielleicht an einer handvoll Tagen keines, weil irgendeine Störung vorlag. An deutlich mehr Tagen konnte ich nicht zocken, weil meine Grafikkarte ihren Geist aufgegeben hatte, es Probleme mit einem RAM-Riegel gab, der Monitor schwarz blieb, das Netzteil des PCs verreckte etc. Die temporäre Nicht-Verfügbarkeit von DSL ist ein weitaus kleineres Problem, als mögliche Hardwareschwächen sonstiger Komponenten. Aber es soll ja auch Leute geben, die nehmen einen Zweit-Gaming-Laptop mit in den Urlaub, falls der erste während eines Regenschauers ausfallen sollte.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3304 - 18. Oktober 2011 - 13:57 #

Ah, da kommt sie ja, die RL-Keule.
Ich finde ja auch, Menschen die Computerspiele spielen, haben generell Probleme. Zudem waschen sie sich nicht, bekommen keine Freundin ab (woher denn auch, diese RL-Versager) und wohnen mit 30 noch bei Muttern. So ungefähr war das doch, oder?!

raumich 16 Übertalent - 4673 - 18. Oktober 2011 - 14:10 #

Sag nicht "auch". Das ist DEINE Meinung, nicht meine! Das was Du hier an Argumenten anführst habe ich nie behauptet.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3304 - 18. Oktober 2011 - 14:16 #

Richtig, du hast nur all denen "Probleme im Leben" attestierst, die im Urlaub daddeln wollen. Das ist natürlich viel besser.

Jetzt fühle ich mich richtig schlecht, spiele ich doch auch schon mal im Urlaub - mit meiner Freundin am Laptop Worms Armageddon, ohne DRM.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 18. Oktober 2011 - 14:39 #

... und Du spielst es ohne Internet. Also stimmt es, dass man auch im Wohnwagen zocken kann. Es gibt sie, die Offline-Spiele. Man muss ja nicht im Urlaub, bei Regen im Wohnwagen unbedingt das neueste Ubisoft/EA/Activision-Game zocken.

raumich 16 Übertalent - 4673 - 18. Oktober 2011 - 14:59 #

Wenigstens einer, der mich verstanden hat!

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11878 - 18. Oktober 2011 - 15:17 #

Verstanden schon, nur will ich MEIN Eigentum nutzen wie ich es will! Und wenn ich den Mount Everest besteige und abends im Zelt Daddeln will, dann ist das MEINE Angelegenheit, egal wie unwahrscheinlich der Fall ist!

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 18. Oktober 2011 - 15:45 #

Lies Dir mal Nutzungsvereinbarungen durch und auch die gängige Lehrmeinung über Software. Und dann reden wir nochmal über das Wort Eigentum, in Zusammenhang mit Software. Das ist nicht so einfach wie bei einem Holzspielzeug. Aber zum Glück gibt es ja noch das Holzspielzeug, die Badehose, den Badminton-Schläger und den Fußball, die man getrost im Urlaub zur Freizeitgestaltung nutzen kann.

Das führt uns zum gleichen Punkt: Wenn es Dir nicht gefällt, kauf es bitte nicht. Damit setzt Du Dein Zeichen.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11878 - 18. Oktober 2011 - 20:59 #

Deine UNWISSENHEIT ist peinlich. Ich kaufe(!) ein Produkt, dann gehört es mir, ich bin ihr EIGENTÜMER(!). Bei Software (und allem anderen) habe ich nur nicht das Urheberrecht aber ansonsten habe ICH alle Rechte damit zu machen, was ich will! Das ist FAKT und GESETZ! Alles andere ist Gehirnwäsche der Hersteller, die Lügen verbreiten um ihre dummen Kunden dumm zu halten!

Larnak 21 Motivator - P - 26023 - 18. Oktober 2011 - 22:59 #

Hast du dafür genauere Quellen/ Nachweise/ Belege?
Ich meine, ich wäre froh, wenn es so wäre, aber ich fürchte, dass das nicht so ist.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 19. Oktober 2011 - 1:06 #

Es ist unglaublich wie Du als Troll wiederholt beleidigend wirst und mit Peinlichkeiten um Dich wirfst. Meine sogenannte Unwissenheit kannst Du gerne in jeder Nutzungsvereinbarung nachlesen und in diversen Artikeln der Wirtschaftsinformatik, sogar auf Wikipedia gibt es einen guten Artikel über Software, der darauf eingeht.

Man hat eben nicht jedes Recht, das hat man bei anderen Produkten auch nicht. Man darf es nicht beliebig kopieren und kostenlos verteilen, man darf es nicht dekompilieren und vieles mehr.
Wenn Du ein Auto hast, darfst Du auch nicht ohne TÜV rumfahren, Du musst Dich an die Verkehrsordnung halten. Wenn Du ein Haus baust, musst Du sehr viele Genehmigungen einholen, darfst nicht einfach mal die Fassade zur Straße nach belieben ändern oder die Dämmung etwas sparsamer ausführen. Das alles sind Produkte die einem Eigentümer gehören und trotzdem gibt es Regeln, denen sie unterworfen werden, auch wenn es vielen nicht gefällt.

Dazu kommt, dass man mit Spielen oft nicht nur ein Produkt, sondern auch Dienste erwirbt. Ein MMO oder Steam sind Beispiele von typischen Diensten, die regelmäßig Leistungen liefern und ganz deutlich genutzt und nicht besessen werden. Ich besitze ja auch nicht die Post oder den Briefzustelldienst, sondern ich nehme deren Leistung in Anspruch. Genausowenig besitze ich die Leistungen, die meine Bank zur Verfügung stellt.
Bei einem puren Offline-Singleplayerspiel sind die Grenzen etwas verwaschener und da gibt es durchaus auch Diskussionen in den Fachkreisen. Aber trotzdem wäre ich vorsichtig, andere als dumm, unwissend oder ignorant zu bezeichnen, wenn sie Deiner Linie von angeblichen Fakten nicht folgen. Deine Interpretation von Gesetz ist scheinbar nicht die Version, welche die Gerichte bisher vertreten haben.

Henke 15 Kenner - 3636 - 19. Oktober 2011 - 1:23 #

Nein, aber es ist die Version, die Gerichte vertreten sollten! Desweiteren geht es im oberen Artikel u.a. auch um eben jene Einschränkung der persönlichen (Nutzungs-)Rechte an einem Spiel.

Wenn Du eben diese Einschränkungen akzeptierst, sie als gegeben hinnimmst und weiter die virtuelle Wange hinhälst, so ist das Dein Bier.

Natürlich sind Spiritogre's Ausführungen etwas sehr drastisch (und auch teilweise beleidigend), aber im Prinzip hat er recht: Was ich mit dem Spiel anstelle, bleibt doch mir überlassen, und ich möchte mich dabei doch in keinerlei Abhängigkeiten von irgendwelchen Herstellern begeben, zumindest nicht mehr, als es eh schon der Fall ist...

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 19. Oktober 2011 - 2:05 #

Um das erneut klarzustellen: Ich verstehe das vollkommen. Mir geht es doch genauso. Ich versuche nichtmal, einen Gegenpol oder einen DRM-Verteidiger darzustellen. Ich versuche lediglich jede Sache von allen Seiten zu beleuchten, so habe ich es als Wissenschaftler eben gelernt. Und genauso wie ich Dich verstehe, verstehe ich die Gründe des Herstellers, die zu einem Schutz vor Diebstahl führen. Ich verstehe auch, wenn er gerne Information über die Vorlieben der Kunden sammeln möchte, denn als Unternehmer möchte ich gerne genau diese Vorlieben bedienen, um dem Kunden zu gefallen und um Geld zu verdienen.

Beide Seiten, mögen sie auch unterschiedlich sein, treffen sich am Ende auf dem Markt.

Und ich halte doch keine digitale Wange hin, wenn ich solche eine nüchterne Analyse anstelle. Diese Analyse kann komplett unabhängig von meinem Kaufverhalten sein. Denn eigentlich meide ich solche Einschränkungen auch, zumindest wenn sie reale Konsumgewohnheiten einschränken. Verleihen und Weiterverkaufen ist aber keine Konsumgewohnheit von mir. Daher muss ich bei Steam als Beispiel keine Wange hinhalten, mir wird da nicht virtuell wehgetan.

Henke 15 Kenner - 3636 - 19. Oktober 2011 - 2:15 #

Dennoch findet die Diskussion um Diebstahl (geistigen Eigentums) in einer rechtlichen Grauzone statt, da entsprechende Paragraphen ungenügend oder eben sehr schwammig auf dieses Thema eingehen. Genauso verhält es sich mit der Nutzung und Weitergabe meiner persönlichen Daten.

Verständnis habe ich natürlich dafür, das der Hersteller sein Eigentum schützen möchte; es geht darum, dass ich als (bereitwillig) zahlender Kunde eben dann auch uneingeschränkten(!) Zugriff auf eben jene erworbenen Inhalte haben möchte - ohne gleich (überpitzt) gesagt Speichelprobe und sexuelle Vorlieben preiszugeben...

Was mir so übel aufstößt ist einfach die Tatsache, dass ich zum einen an einen bestimmten Anbieter/Client gebunden bin (z.b. Steam) und andererseits erstmal durch Online-Pass oder ähnliches beweisen muß, das mein Spiel keine illegale Kopie ist... von dem Schindluder, "unfertige" Spiele auf den Markt zu werfen, um dann später per Patch oder DLC nachzubessern/liefern, wollen wir hier garnicht erst anfangen, oder?

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 19. Oktober 2011 - 2:33 #

Nochmal: Ich verstehe Deine Sorge und Deine Bedenken genauso wie ich verstehe, dass der Hersteller sein Eigentum schützen will.

Ich habe darüber schon so oft nachgedacht, aber es ist wirklich schwer, beide Interessen komplett befriedigend unter einen Hut zu bringen. Bei einem Schutz gibt es immer irgendwelche Punkte, die den Nutzer tangieren, ob er nun einen Code eingeben muss, sich online registriert oder online bleiben muss. So sehr man seine Kunden liebt, es bleibt ein Problem, solange man den Schutz der Daten nicht aufgeben will.

Christoph 17 Shapeshifter - P - 6525 - 20. Oktober 2011 - 23:13 #

Spirit, fahr mal ein bißchen runter. Das Großschreiben bringt auch nichts. Laß Dir mal von Juristen erklären, wie das ist mit Lizenzen und Nutzungsrechten. Du wirst schon Eigentümer von manchen Dingen, zum Beispiel der DVD, aber so simpel, wie Du es schreibst, ist es ganz sicher nicht. Bloß erkläre ich Dir das nicht auf Basis Deiner "Gehirnwäsche/Lügen/Fakt-und-Gesetz"-Rhetorik.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11878 - 22. Oktober 2011 - 16:47 #

Sorry aber wenn du etwas kaufst, dann gehört es dir. Wenn du eine Lizenz kaufst, dann steht in der, dass du damit die Software erworben hast, sie also dir gehört. Steht das nicht da drin, dann ist die Lizenz ungültig und die Software gehört dir als Käufer dennoch. So sieht die Lage im B2C Markt nun einmal aus. Der B2B Markt ist ein völlig anderes Blatt, da bei beiden völlig unterschiedliche Gesetzbücher zum Tragen (HGB (gewerblich) und BGB (privat)) kommen. Mit Kauf bist du in Deutschland nun einmal automatisch Besitzer einer Sache, dabei ist es unerheblich, ob es sich um einen Schrank oder um eine Software handelt. So sieht es nun einmal aus! Du hast (bei beiden) nur halt nicht das Urheberrecht, das verwechseln viele mit dem Lizenzquatsch.

Nur leider verbreiten in Foren die unwissenden(!) User ihr Gehirngewaschenes Falschwissen immer als Tatsache weiter ...

JensE (unregistriert) 20. September 2013 - 18:15 #

Wenn Du eine Software kauft, dann wirst Du nur Eigentümer, wenn die Lizenz des Hersteller das nicht explizit ausschließt.

So weit hat Du recht, aber...

Wenn Du Lizenz Dir nur ein Nutzungsrecht einräumt (in fast jeder EULA zu lesen) wirst Du niemals der Eigentümer der Software sein. Du bist dann einfach nur ein Besitzer.

Der Unterschied von Eigentum und Besitz ist Rechtlich so was von relevant. Falls Du vor einem Gericht so einen Unsinn von Dir geben würdest, wie oben geschrieben, würde Dir ein Richter diesen Unterschied um die Ohren hauen!

raumich 16 Übertalent - 4673 - 18. Oktober 2011 - 16:08 #

Meines Wissens steht auf der Verpackung oder in der Onlinebeschreibung dabei, wenn eine permanente Internetverbindung zum Spielen benötigt wird. Es sollte Dir also BEVOR es DEIN Eigentum wird klar sein, ob Du es auf dem Mount Everest nutzen kannst oder nicht.

Und sorry: Es ist grundsätzlich nicht so, das es DEINE Angelegenheit ist, wie Du DEIN Eigentum nutzt. Fast alles wird irgendwie geregelt. Wie schnell man fahren darf obwohl man gerade schneller könnte, wo man rauchen darf obwohl es niemanden stören würde, wie Du Dein Haus zu bauen hast, obwohl Du vielleicht eine andere Vorstellung hast (ja teilweise sogar welche Farbe die Dachziegel haben dürfen und welche nicht).

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11878 - 18. Oktober 2011 - 21:01 #

Was für ein SCHWACHSINN! Deine Vergleiche sind hanebüchen, schlimmer geht es nimmer!

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 19. Oktober 2011 - 11:20 #

Schade ist nur, dass Dein Kommentar weder Fakten noch Inhalt enthält, aber mehrfach versucht, jemanden zu bleidigen. Vielleicht ist der Name Spiritogre bewusst oder unbewusst als Synonym für einen Troll gewählt? Ich finde das schade, denn ich mag die gehobene Diskussionskultur auf Gamersglobal.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11878 - 19. Oktober 2011 - 14:27 #

Ich führe diese Diskussion nun schon seit Jahren immer wieder. Die Unwissenheit der Leute und das nachplappern von dem, was einem die Hersteller erzählen, schockiert mich immer wieder. Und sorry, wenn ich mich dabei inzwischen knapp halte, ich habe irgendwie keine Lust immer alles wieder und wieder zu erklären und beweisen zu müssen, bloss weil die Leute mir nicht vertrauen.
Schau dir mal folgenden Thread an:
http://forum.computerbild.de/pc-spiele/diablo-3-blizzard-gegen-rest-spiele-welt_106025.html

Dort habe ich in meinen Beiträgen auch zahlreiche Links zur Gesetzeslage gepostet.

Baran 12 Trollwächter - 826 - 18. Oktober 2011 - 18:31 #

Du hast dabei aber kein Eigentum, sondern nur ein limitiertes Nutzungsrecht. DRM hin oder her.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11878 - 18. Oktober 2011 - 21:03 #

Das ist leider falsch. Leider aber nur für den Hersteller. Sorry, aber du solltest keine Lügen verbreiten, auch wenn du nicht wusstest, das es eine Lüge ist.

Anonymous (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 21:20 #

und du solltest mal deine Ausdrucksweise überdenken. Jetzt führst du dich hier schon so auf wie im Gamestar Forum. Komm mal runter und bleib sachlich und hör auf alles und jeden zu beschimpfen, der deine Meinung nicht teilt.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11878 - 18. Oktober 2011 - 22:05 #

Sternitzky? Ich dachte, du trollst dich hier nicht rum?
Egal, wer du bist, du solltest die Begriffe Meinung und Tatsache nicht verwechseln.

Crizzo 18 Doppel-Voter - 11200 - 18. Oktober 2011 - 22:22 #

Bitte keinen Streit vom Zaun brechen. Danke!

Anonymous (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 22:57 #

Nein keine Sorge, es gibt auch noch andere denen dein Getrolle im GS Forum auf den Geist geht, also nix Sternitzky. Das typische Merkmal für einen Troll hast du gerade selbst gebracht, nämlich "eigene Meinung = Tatsache"
Aber dreh dir nur weiter deine Realitäten so wie du sie brauchst und versuch dein Gesülze notfalls auch mit Beleidigungen in sämtlichen Foren an den Mann zu bringen.
Schreib doch mal wieder eine wissenschaftliche Kolumne zu Vollversionen in Magazinen, die die Menschheit wahrlich unbedingt braucht, und mach dann wieder Werbung in allen möglichen Foren dafür. Was wäre die Welt nur ohne deine Meinung zu den Vollversionen, äh ich meine Tatsache zu den Vollversionen.......

Anonymous (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 23:48 #

hey, wenn sich jemand mühe macht, verdient der deswegen keine häme. kritisieren kannst du argumente, aber bitte nicht den einsatz.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11878 - 19. Oktober 2011 - 13:22 #

Zwei, drei User die es stört gegen Hunderte, die meine Meinung teilen, dass ein F2P Client eben keine Vollversion ist. Kann ich ja nichts für, wenn du dich von den Firmen so blenden lässt, lieber Anonymer Nutzer. Meine Artikel zu Vollversionen sind eine Auflistung der erhältlichen Vollversionen, also Fakten. Z.T. schreibe ich meine Meinung dazu, diese Trennung solltest auch du verstehen ...

Hier ging es aber darum, ob einem seine gekaufte Software gehört oder nicht. Und es ist ein weitverbreiteter Irrtum, dass man nur eine Lizenz erwirbt. Wir sind hier nun einmal in Deutschland, da gelten andere Gesetze, egal, was die Hersteller gerne hätten. Eine Software die man gekauft hat, die gehört einem. Das sind die TATSACHEN und keine Meinung, den ich als Fakt verkaufen will. Und verwechsle nun nicht Eigentumsrecht mit Urheberrecht, das sind zwei Paar Schuhe.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3304 - 18. Oktober 2011 - 15:09 #

Worms Armageddon ist 15 Jahre alt.

Ansonsten: Siehe oben. Als ob die drei die einzigen wären.
Ich habe gerade die aktuelle c´t vor mir liegen. Codemasters, Microsoft, Flying Wild Hog (nie gehört)... alle mit DRM. Und Blizzard (als einen der großen) wollen wir auch nicht vergessen.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 18. Oktober 2011 - 15:15 #

Und dennoch gibt es genug Alternativen im Wohnwagen, im Urlaub bei Regen. Ich würde da sogar eher auf dem Pad oder dem Telefon zocken.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3304 - 18. Oktober 2011 - 15:20 #

Es gibt immer Alternativen, und wenn man Schnick Schnack Schnuck spielt. Ob das bei der Problematik weiterhilft, ist natürlich eine ganz andere Geschichte. ;)

Larnak 21 Motivator - P - 26023 - 18. Oktober 2011 - 15:30 #

Das ist aber jetzt ein schwaches Argument.
Mit so einem Satz kannst du ja jede Diskussion aushebeln, irgendwelche Alternativen gibt es immer, die Alternative zum Hungern ist ja auch der Tod, nicht wahr, wird ja niemand zum Hungern gezwungen ;)
Das macht die Situation aber nicht besser. Davon abgesehen wird es schwer, eine legale Siedler-7-Alternative zu finden, die genauso funktioniert wie Siedler 7, nur eben ohne Ubi-Launcher :)
Was dann der Unterschied zu gängigen anderen Gebrauchtgegenständen ist, bei denen man mit einem Herstellerwechsel immer noch ein praktisch funktionsgleiches Produkt bekommen kann, einem die Alternativen also tatsächlich das 'Bedürfnis' vollständig stillen können. Bei PC-Spielen funktioniert das nicht. Wenn ich hier auf Hersteller A verzichte(n muss), kann ich die Spiele des Herstellers nicht spielen und kann mir diese Spiele auch nirgendwo anders legal erwerben.

Natürlich wird man solche Spiele entsprechend ignorieren müssen, aber das ist ja noch lange nicht gleichbedeutend damit, dass ich es in Ordnung finde, was die DRM-Systeme mit den Spielen machen. Schließlich *würde* ich sie gern spielen.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 18. Oktober 2011 - 15:49 #

Ich *würde* auch gerne jeden Tag nur Kuchen essen, weiß aber, dass es ungesund ist und verzichte deswegen zugunsten von Gemüse.

Und ja, Gemüse ist eine Alternative und ich hebele damit keine Diskussion aus. Wenn mir ein Produkt nicht gefällt, muss ich es nicht konsumieren. Hunger und Tod sind dabei sehr schlechte Beispiele, denn ein Spiel ist genau wie der Kuchen nicht zum Überleben notwendig.

Wenn Du also ein Zeichen setzen willst, kaufe es nicht! Dann hast Du auch kein Problem damit, es nicht im Urlaub, bei Regen im Wohwagen nicht spielen zu können.

Larnak 21 Motivator - P - 26023 - 18. Oktober 2011 - 16:47 #

Ich wollte mit dem Hunger ja kein Vergleich zu den Spielen ziehen, sondern nur zeigen, dass es immer irgendeine Alternative gibt. Aber nur, weil es eine Alternative gibt, wird die Situation, für die man eine Alternative braucht, nicht besser.
Der Kuchen passt da im Gegenzug nämlich auch nicht, denn die Situation, die bei Spielen beklagt wird, ließe sich leicht beheben. Nur Kuchen essen zu wollen ist zwar überaus verständlich, aber bis wir das Problem mit der Gesundheit effektiv lösen *können*, dauert es wohl noch eine Weile :)

Also wie gesagt: Natürlich kaufe ich nicht. Aber nur, weil ich Alternativen habe, wird das Problem nicht gelöst.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 18. Oktober 2011 - 19:32 #

Larnak, ich verstehe ja Deine Sichtweise, nur können und müssen wir dieses "Problem" nicht lösen, welches ja für viele andere gar kein Problem zu sein scheint. Wir beide können es doch umgehen.

Ich persönlich finde es nicht mal schlimm. Meine letzten beiden Spiele von EA waren Spore und Crysis2 und haben beide bewiesen, dass sie recht massenmarkttaugliche Casual-Ware sind und mir einfach nicht genug gefallen.

Larnak 21 Motivator - P - 26023 - 18. Oktober 2011 - 23:01 #

Beim Umgehen ensteht mir aber ein Nachteil, der mich in der Spiele-Auswahl einschränkt :)
Für mich Grund genug, meine Sichtweise über DRM und Co auch weiterhin zu vertreten und mich nicht mit einem "ach, spiel ich halt was anderes" zufrieden zu geben.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 19. Oktober 2011 - 1:14 #

Natürlich, und auch das verstehe ich. Die Publisher wissen sicher von diesen Meinungen, denn so wie Age das hier beschreibt, beschreiben das viele andere auch. Nur gewinnen die Publisher durch einen funktionierenden Schutz ihres Eigentums oft mehr Kunden im Osten, als sie hier im Westen verlieren. Sie werden also tendeziell nicht auf die Meckerer hören.

Andererseits gibt es vielleicht kleine Publisher, die nicht international veröffentlichen und in Europa genau solche Kunden ansprechen, indem sie bewusst und lautstark damit werben, keine Schutzmechanismen zu nutzen. Diese sollten wir dann auch lautstark unterstützen. Aber leider werden gerade deren Produkte dann umso schneller ins Netz gestellt. Wir werden sehen, was sich langfristig durchsetzt. Ich bin gespannt, wie es bei BF3 ausgeht, ob es einen Crack geben wird, wenn ja wann, und wie es sich auf die Verkaufszahlen auswirkt.

raumich 16 Übertalent - 4673 - 18. Oktober 2011 - 16:29 #

Nein, das ist kein schwaches Argument. Das ist das einzig RICHTIGE Argument. Man steht im Leben vor Entscheidungen und die haben Konsequenzen. Ich kann aber vom Leben bzw. meinem Umfeld nicht erwarten, das sich alles so entwickelt, wie ich das möchte oder das alles so bleibt, wie es früher mal war. Hier geht es nicht um essentielle Entscheidungen, die Dein/Eurer Leben nachhaltig beeinflusssen.

Du willst Siedler 7 spielen, dann tu es. Du störst Dich am DRM bzw. Online-Zwang: DANN LASS ES. Es ist wirklich so einfach. Hier geht es nicht um Hungern oder Tod.

Und was willst Du mit einem Herstellerwechsel? Habe ich als Hersteller das Interesse, das Du auf einen anderen Hersteller ausweichst? Wohl kaum.

Ist denn itunes jetzt für alle Handy's oder mp3-Player zugänglich oder "zwingt" mich Apple ein iPhone oder einen iPod zu kaufen? Kann ich für meinen Vorwerk-Staubsauger neuerdings Miele Staubbeutel verwenden? Funktionieren in Sony Kameras neuerdings alle Speicherkarten oder ist es in der Regel so, das man auf Sony Memorysticks zurückgreifen muss (kenne da den aktuellen Stand ehrlich gesagt nicht aber früher wars so)? Kann ich in meine Senseo Kaffeemaschine jetzt auch Tassimo Pads reinmachen? Soll ich weitermachen oder hast Du kapiert das es bei fast allen gängigen Gebrauchtgegenständen es nicht so ist, das es eine gleichwertige (Definitionssache) Alternative gibt.

Also Spiel Siedler 7 und lebe mit dem DRM oder such Dir ein anderes Game. Aber hört auf euch zu beschweren, das der böse Hersteller einen Onlinezwang fordert.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3304 - 18. Oktober 2011 - 16:45 #

Apple ist ein schwaches Argument, da ich exakt die selbe Musik auch mit anderen Playern hören kann. Ein Siedler gibt es aber nun mal nur von Ubi.

Bei Kaffee ist es ähnlich, zumal es bei Senseo zig Drittanbieter gibt, bis hin zu Universalpads, die man selbst mit Kaffee füllt.
Sony speichert längst auf SD-Karten und es gibt unzählige Anbieter hervorragender Kameras, mit denen ich alternativ Bilder machen kann.
Selbst Staubsaugerbeutel muss man nicht exklusiv vom Hersteller beziehen, auch hier gibt es Drittanbieter.

Natürlich gibt es wichtigere Probleme in der Welt, aber die interessieren hier nicht. Hier geht es um Spiele und ein Hobby, welches dabei ist sich grundlegend zu ändern. Verzichten ist für Computerspieler keine befriedigende Lösung, darum ist der Artikel schließlich auch entstanden.

raumich 16 Übertalent - 4673 - 18. Oktober 2011 - 17:19 #

Ich verstehe Deine Argumentation nicht. Du schreibst das man bei Senseo sehr gut Universalpads nehmen kann, das andere Hersteller auch gute Kameras machen aber Siedler 7 gibts nur von Ubisoft und deswegen ist das eine völlig andere Geschichte.

Ich muß auf Siedler 7 verzichten, wenn ich nicht nach den Regeln von Ubisoft tanzen will. Und ich muß auf itunes verzichten wenn ich mir keinen iPod oder kein iPhone kaufe. Das ist genau das selbe.

Sicher kann ich eine Senseo auch mit Pads anderer Anbieter füllen aber ich muß auch nicht Siedler 7 spielen. Es gibt genug andere Spiele auf dem Markt.

Verzicht ist unbefriedigend? Ja, dem stimme ich zu. Deswegen verzichte ich auch nicht. Ich hab aber auch kein Problem damit. Ich hab aber auch keinen Ferrari, was ich als sehr unbefriedigend empfinde. Auch wenn das auch sehr unwichtig ist.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3304 - 18. Oktober 2011 - 17:27 #

Siedler ist Siedler. Kein anderes Spiel spielt sich genau so.
Ob ich dagegen ein Lied mit einem iPod oder einem Cowon abspiele, macht keinen Unterschied. Das Lied ist exakt das selbe. Hätte Apple Musik exklusiv im Angebot, würde der Vergleich schon eher passen. Jetzt komm mir nicht mit irgendwelchen Indie-Titeln, die Apple promotet. ;)

Mit Vergleichen ist es halt immer so eine Sache.

raumich 16 Übertalent - 4673 - 18. Oktober 2011 - 17:49 #

Was willst Du immer mit Musik? Ich rede von Siedler 7 und iTunes (ich meine das PROGRAMM). Mir ist es egal woher Deine Musik kommt und wie Du sie abspielst aber wenn Du zum Verwalten und befüllen Deines Players iTunes verwenden willst, brauchst Du ein Apple-Produkt. Insofern bist Du bei itunes an Apple gebunden, wie bei Siedler 7 an den Ubisoft-Launcher

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3304 - 18. Oktober 2011 - 17:54 #

Weil bei Siedler das Spiel der Kern ist und nicht der Rechner auf dem es läuft.
Bei Musik ist diese der Kern und nicht das Gerät/Anbieter von dem es abgespielt wird.

Diese ganzen Vergleiche führen zu nichts, wie man sieht. Spiele sind Spiele, Kühlschränke sind Kühlschränke, DRM ist DRM.

Larnak 21 Motivator - P - 26023 - 18. Oktober 2011 - 16:57 #

Tut mir Leid, aber DU machst es dir zu einfach. Wenn ich vor einem Problem wegrenne (Nichtkauf), wird das Problem nicht gelöst.

Ich weiß nicht, wie du darauf kommst, dass du als Hersteller ein Interesse daran haben könntest, dass ich zu einem anderen wechsle. Du hast glaube ich nicht verstanden, was ich meine.

Angenommen, es gibt einen Hersteller, der führt Kühlschrank-DRM ein. Also kaufe ich diesen Kühlschrank nicht, wie ich es mit Always-On-Spielen auch mache. Ich kann aber zu einem Hersteller wechseln, der Kühlschränke produziert, die kein DRM nutzen. Und: Ich habe dann genau die gleiche Funktion, den gleichen Nutzen, als hätte ich den DRM-Kühlschrank gekauft.
Bei Always-On-Spielen funktioniert genau das aber nicht. Ich kann nicht ein 'anderes' Diablo 3 ohne Always On kaufen, weil es das nicht gibt. Aus diesem Grund sind die Videospielhersteller natürlich in einer besseren Situation, wenn es darum geht, ihre Produkte mit *speziellen* Features zu versehen, denn wenn jemand dieses eine Produkt unbedingt haben will, kann er es nicht ohne diese Features erwerben.

Übrigens gibt es für HP-Drucker auch nicht-HP-Tinte, es gibt für Konsolen nicht-Konsolen-Hersteller-Extras (Kabel und so, Hama ist da ganz gut ...), ich könnte annehmen, dass es das auch bei anderen Dingen gibt. Ob das nun gerade bei Senseo Kafeemaschinen so ist, weiß ich nicht. Ist aber tatsächlich auch nicht das Problem, ich kann mir ja vorher überlegen, ob ich die Senseo-Pad-DRM-Politik mag oder nicht und dann gegebenenfalls Tassimo-Kaffeemaschinen mit Tassimo-DRM-freien-Pads kaufen. Wobei ich von Kaffee mal überhaupt keine Ahnung habe ...

Warum ich jetzt aufhören sollte, mich zu beschweren, nur weil ich mich dazu entschieden habe, Siedler 7 oder was auch immer nicht zu spielen, will mir jedenfalls beim besten Willen nicht einleuchten.

edit: Ah, Koffeinpumpe ist da auch schon drauf eingagangen. Und, wenig überraschend, hat er da offenbar mehr Ahnung ;D

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3304 - 18. Oktober 2011 - 17:02 #

Dabei habe ich nicht mal eine Senseo, sondern eine klassische Kaffeemaschine mit DRM-freien Filtern und Kaffee. ;)

raumich 16 Übertalent - 4673 - 18. Oktober 2011 - 17:44 #

Du sagst einerseits, Du kannst ganz locker einen anderen Kühlschrank wählen, der kein DRM hat und kriegst das selbe, während Du dies bei Diablo 3 nicht tun kannst, weils dann kein Diablo 3 ist. Diese Denke ist falsch.

Als ich meine Küche habe planen lassen (von einem Küchenplaner) hatte ich mir im Vorfeld einen Kühlschrank ausgesucht und dann die Küche um ihn herum planen lassen (ist so ein freistehender amerikanischer SidebySide Kühlschrank der perfekt in die Küchenzeile eingepasst wurde... egal). Ich habe mir den Kühlschrank bei einem großen Elektronikmarkt reserviert und zurückstellen lassen. Lange Rede kurzer Sinn: Der Umbau des Hauses hatte sich länger als geplant hingezogen. Als die Küche dann letztendlich eingebaut werden konnte, hatte der Elektronikmarkt inzwischen meinen reservierten Kühlschrank abverkauft, ohne Rücksprache mit mir zu halten. "Sie hatten sich so lange nicht gemeldet, wir dachten sie wollten den nicht mehr".

Da die Produktzyklen bei Kühlschränken genauso kurz sind wie bei Hifi-Geräten, gabs diesen Kühlschrank nirgendwo mehr im Markt.
Also mußte ich, weil die Küche ja speziell um den Kühlschrank gebaut war, eine Alternative finden, die genau die selben Abmaße und die selben Features hatte. Seitdem habe ich viel über Kühlschränke gelernt. Und Kühlschrank ist eben nicht immer Kühlschrank. Ich hatte dann einen gefunden. Der hatte kein Barfach (verschmerzbar) und keinen Ice-Crusher (vermisse ich ehrlichgesagt), dafür hatte er eine bessere Energieklasse.

Nun, was will ich mit diesem langen Monolog sagen: Für Dich ist ein Kühlschrank ein Kühlschrank. Er hat eine Tür, man stellt Sachen rein und die bleiben schön kühl. Und wenn man A nicht nimmt, dann nimmt man einfach B. Okay, ist in Ordnung, kann man machen. Ich sehe aber keinen Unterschied dazu, ob Du jetzt unbedingt Diablo3 zocken musst oder ob es nicht auch z.B. Torchlight tun würde.

Larnak 21 Motivator - P - 26023 - 18. Oktober 2011 - 23:11 #

"Diese Denke ist falsch."
Ach? Ich glaube nicht ;)

Es ist in der heutigen Gesellschaft ein übliches Ziel (wenn es auch nicht überall so gut umgesetzt wird), keine Monopole aufkommen zu lassen. Durch das Urheberrecht (das auf jeden Fall notwendig und gut ist) kommt es aber im kreativen Bereich genau dazu: Jeder Autor hat quasi das 'Monopol' auf sein Werk. Natürlich ist das ein Unterschied zu einem Kühlschrank, bei dem zwar jeder kleinere Vor- und Nachteile hat, aber keine größeren Unterschiede zwischen Kühlschrank x und Kühlschrank y entstehen.

Deine Kühlschrank-Story ist zwar traurig, aber doch irgendwo ganz anders gelagert. Hättest du vorher gewusst, dass das Ding später weg sein würde, hättest du wahrscheinlich einfach einen anderen ausgesucht. Der hätte dir dann vielleicht nicht ganz so super gefallen, hätte aber auch geliefert, was du von ihm erwartest: Fächer, kalt, Eisbox, Thermometer und was da eben so dazugehört und worauf es eben ankommt, wenn ich einen Kühlschrank will.

Bei Spielen funktioniert das selbstverständlich so nicht einmal ansatzweise. Torchlight ist zwar Diablo schon recht ähnlich, trotzdem ist es ein weiter Schritt von Torchlight zu Diablo 3. Du als Spieler solltest gut genug wissen, wie wenig austauschbar viele (nicht alle) Spiele sind, sonst würdest du wohl nicht so viele Spiele besitzen. Und das kann man von normalen Gebrauchsgegenständen so einfach nicht sagen. Zumal Diablo ja wirklich noch ein Beispiel ist, bei dem man eine gewisse Genre-bedingte 'Grundähnlichkeit' der Spiele tatsächlich noch erkennen kann. Aber dann such doch mal ein Spiel, das Siedler 7 auch nur ansatzweise ähnelt, da wird das dann schon ziemlich eng. Assassin's Creed ist auch so ein Fall: Dieses Dach-Hüpf-Gefühl kombiniert mit Fechtkampf-Action gibt es kein zweites Mal.

raumich 16 Übertalent - 4673 - 19. Oktober 2011 - 16:53 #

Sorry Larnak aber Dir fehlt leider völlig der Durchblick. Du erzählst hier einen Schwachsinn von wegen: "Wenn ich das mit dem Kühlschrank im Vorfeld gewusst hätte, dann hätte ich mir gleich einen anderen rausgesucht der mir vielleicht nicht so gut gefallen hätte aber alles hat, worauf es bei einem Kühlschrank ankommt" andererseits ist Torchlight aber kein Diablo3 und deswegen sind die beiden nicht austauschbar.

DOCH DAS SIND SIE!
Das ist exakt der selbe Fall. Ich habe jetzt einen Kühlschrank der zwar das tut, was ein Kühlschrank in erster Linie tun soll, der aber nicht so gut ist, wie das was ich mir ursprünglich rausgesucht habe,

Und wenn ich mit dem Onlinezwang von Diablo3 nicht einverstanden bin, dann muß ich eben was anderes (Torchlight) zocken. Das ist genausowenig das selbe Produkt wie mein Kühlschrank aber im Prinzip das selbe. Beide Kühlschränke kühlen, beide Spiele kann man spielen.
Der einzige Unterschied ist, das ich nicht die Wahl hatte. Der ursprüngliche Kühlschrank war ohne mein Verschulden weg, während Du Diablo3 zocken könntest, wenn Du auf Deine Prinzipien verzichten würdest.

Und mit Assasins Creed ist es genau das selbe. Natürlich gibt es mir kein bekanntes vergleichbares Spiel. Also muß ich über meinen Schatten springen oder eben was völlig anderes zocken. Oder Du holst Dir ne Konsole, dann kannst Du's sogar ohne Onlinezwang zocken.

Wenn ich Zelda oder Super Mario Galaxy zocken will, brauch ich auch ne Konosle. Ich kann von Nintendo nicht verlangen, das sie ne PC-Version rausbringen. Und ich kann von Blizzard nicht verlangen, das sie ihr Game ohne Online-Zwang rausbrinbgen.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11878 - 18. Oktober 2011 - 15:15 #

Zwei Probleme:
- Warum sollte ich auf den von mir bezahlten neuen AAA Titel verzichten müssen?
- Und wenn alle neuen Spiele Onlinepflicht haben, dann wird es auch nichts mit dem aktuellen Worms ...

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 18. Oktober 2011 - 16:21 #

Wenn Du ihn schon bezahlt hast, hast Du doch bereits auf der Packung gelesen, dass er eine ständige Internetverbindung benötigt.

Stell Dir vor, ich würde mich beschweren, dass mein Benzinrasenmäher eine ständige Benzinzufuhr benötigt. Der Vergleich mag nicht perfekt sein, aber bei beiden Produkten wusste ich, was ich kaufe. Ich hätte auch eien Old-School Rasenmäher kaufen können, den man per Muskelkraft schiebt, der funktioniert auch auf dem Berghang in den Alpen.

Larnak 21 Motivator - P - 26023 - 18. Oktober 2011 - 16:58 #

Das wühlt doch aber gerade wieder an der grundsätzlichen Problematik. Ein Benzin-Rasenmäher bringt im Austausch für seinen "Benzin-Zwang" handfeste Vorteile mit sich. Ein Diablo 3 könnte ich ohne Online-Zwang genauso genießen wie mit ihm, ich habe keine Vorteile.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 18. Oktober 2011 - 19:35 #

Ja, das sehe ich ähnlich. Derzeit wirken viele solcher Erklärungen aufgesetzt. Ich wollte das auch nicht schönreden, nur den Fakt klarstellen, dass uns das vor dem Kauf klar ist und wir es deswegen meiden können.

Mich würde der Online-Zwang rein technisch nicht stören. Aber der Diablo-Hype hat mich eh nicht erwischt, weshalb ich es ganz locker ignorieren kann. Aber vielleicht bin ich auch aus dem Hype-Alter raus, denn BF3 oder Skyrim sehe ich auch eher kritisch.

raumich 16 Übertalent - 4673 - 18. Oktober 2011 - 14:56 #

Auch das habe ich nicht! Hör auf mich falsch zu zitieren!

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3304 - 18. Oktober 2011 - 15:04 #

Entschuldige, ich habe aus "Problem im Leben" "ProblemE im Leben" gemacht. Das ändert natürlich den gesamten Inhalt...

raumich 16 Übertalent - 4673 - 18. Oktober 2011 - 16:50 #

Darum geht es nicht. Ich habe denen ein Problem attestiert, denen bei schlechtem Wetter im Urlaub NICHTS ANDERES EINFÄLLT als zu daddeln. Und dazu stehe ich. Ich bin diesen unglücklichen Menschen gerne behilflich und stelle eine Liste zusammen "Was man bei Regenwetter im Urlaub alles machen kann, wenn das doofe Ubisoft-Game zwingend eine Internetverbindung fordert".

Sei doch mal ehrlich: Wer so argumentiert, der hat vom Leben doch wirklich noch nicht viel mitgekriegt oder?

Du hingegen wirfst mir vor ich würde ALLEN ein Problem attestieren, die im Urlaub mal daddeln wollen. Und das ist einfach nicht korrekt.

Mir geht es nicht darum das man im Urlaub nicht auch mal daddeln kann. Und wenn Du mit Deiner Freundin mal Worms zockst, ok. Ich bin 1982 auch im Urlaub zu meinem Hobby Computerspiele gekommen. Ich stand bei wohlgemerkt schönstem Wetter in der Hotel-Lobby vor einem Galaga Automaten und habe eine Münze nach der anderen reingepfeffert. Und dieses Jahr habe ich auch mit meinem iPhone rumgespielt, während sich meine Freundin für den Abend vorbereitet hat. Aber ich hab auch mal ein Buch gelesen, Musik gehört, mit dem Reiseführer den nächsten Tag grob vorgeplant oder sonstwas gemacht.

Ich bleibe dabei: Die Aussage "wegen des OnlineZwangs" kann ich Spiel xy im Urlaub bei Regenwetter nicht zocken, ist ein sehr, sehr, sehr schwaches Argument für einen Hersteller, um auf diese Art des Kopierschutzes (was anderes ist es ja nicht) zu verzichten. Und alle die so argumentieren müssen, tun mir leid.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3304 - 18. Oktober 2011 - 17:01 #

Natürlich kann man 1000 andere Dinge machen, darum geht es aber nicht. Du wiegelst hier einen Nachteil einfach damit ab in dem du sagst, "mach doch was anderes".
Wenn mein Auto kaputt ist kann ich auch sagen, "kein Problem, fahre ich eben mit der Bahn". Das ändert am Problem aber nichts.

Nochmal: Es ist keine befriedigende Alternative für Gamer, mit dem Hobby abzuschließen.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 18. Oktober 2011 - 19:38 #

Nochmals, das ist übertrieben. Ich könnte sogar meine gesammelten Steam-Spiele Offline im Urlaub spielen, wenn sie einmal auf dem System installiert sind. Deswegen muss ich also nicht mit dem Hobby abschließen, nur weil Blizzard oder EA einen Always-On Schutz einbauen. Da lasse ich eben deren Spiele aus.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3304 - 18. Oktober 2011 - 20:10 #

Dazu müsste man Steam-Spiele erst mal kaufen... ;)

Ausserdem wird das nicht mehr lange funktionieren. Ich verwette meinen DRM-freien Arsch, dass nach D3 der permanente Onlinezwang à la Ubisoft zum Standard wird, so wie heute schon die Onlineaktivierung für die meisten normal ist.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 19. Oktober 2011 - 2:10 #

Die Wette nehme ich an. Ich glaube sogar, dass Du in Bezug auf die 3 großen Publisher zumindest teilweise Recht behalten könntest. Aber die unglaubliche Anzahl vieler kleiner Anbieter auf den verschiedensten Plattformen, wird dem nicht folgen und teilweise nicht folgen können. Ich kann mit einem Spiel auf dem Android-Telefon nicht ständig online sein, nur als Beispiel. Und diese System werden ja auch von EA bedient, also kann auch EA nicht bei jedem ihrer Produkte diesen Schutz einbauen.

Wie sich das auf dem PC entwickelt, wird sich zeigen, aber ich stimme Dir zu, dass die Hersteller mehr unternehmen werden, den Diebstahl ihres Eigentums zu verhindern. Der Trend weist durchaus in diese Richtung.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3304 - 19. Oktober 2011 - 8:00 #

Natürlich rede ich von PC-Spielen, mir geht es nicht um irgendwelche Handy-Spielchen. Das sollte bei dem Thema doch nun wirklich klar sein.

Einfach zu behaupten, es wäre kein Problem das Hobby weiterzuführen, weil es immer irgendwo kleine Nischen gibt, ist fadenscheinig, eigentlich schon sarkastisch. Grob geschätzt, kann ich 80-90% der hier auf GG vorgestellten PC-Spiele nicht erwerben, weil sie DRM-behaftet sind.

MP-Shooter (BF3), eines meiner Lieblings-Genres, sind extrem betroffen. Alternativen?
Civilisation, mein Spiel für lange Winterabende. Alle Teile liegen im Schrank, bis auf den aktuellen.
Skyrim? Vergiss es. Max Pain? Rage? Fehlanzeige.

Mein Hobby, PC-Spiele, liegt im Koma.

Das letzte DRM-freie Spiel hier, was mich interessierte (und ich gekauft habe), war Battlefield Academy. Weit entfernt von einem AAA-Titel.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 19. Oktober 2011 - 11:26 #

Ja, wenn Du auf Blockbuster zielst, die von diesen großen Publishern kommen, und DRM nicht akzeptierst, gehörst Du leider zu den Kunden, die das Nachsehen haben. Ich verstehe Dich und kann Deinen Ärger nachvollziehen. Im Beispiel von Rage entgeht Dir leider ein sehr schönes Spiel (solange Du keine ATI Karte hast). Ich bewundere auch Deine Konsequenz auch wenn ich das persönlich im Falle von Rage nicht so dramatisch empfinde, da es ja mit Steam und einem Freischaltcode eher moderat geschützt ist. Du könntest es also nach der Installation auch offline im Urlaub zocken ;)

Also versteh mich bitte nicht falsch, auch wenn ich persönlich eine etwas gemäßigte Meinung vertrete, verstehe ich was Du meinst.

raumich 16 Übertalent - 4673 - 19. Oktober 2011 - 16:27 #

Natürlich kannst Du sie erwerben. Die Hersteller wären Dir vielleicht sogar dankbar. Du mußt einfach nur DRM akzeptieren.

Ich bin wahrlich kein befürworter von Onlinezwang, DRM oder sonstigen Kopierschützen. Ich könnte gern drauf verzichten. Aber bevor ich auf Spiele verzichte, beiß ich halt in den sauren Apfel und akzeptiere STEAM, DRMs und was weiß ich noch.

Andere (Du?) können das nicht. Auch gut, deren Entscheidung. Aber dann bitte nicht die Ohren vollheulen, man müsste sein Hobby deswegen aufgeben. Das machen solche Leute nämlich ganz freiwillig.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3304 - 19. Oktober 2011 - 17:26 #

Soll das jetzt witzig sein, oder willst du nur provozieren?

raumich 16 Übertalent - 4673 - 19. Oktober 2011 - 17:33 #

Weder noch.

raumich 16 Übertalent - 4673 - 19. Oktober 2011 - 16:20 #

Wieso Nachteil? Ich halte den Onlinezwang nicht für einen Nachteil. Ich will nicht behaupten das es ein Vorteil ist. Wobei ich es schon gut finde das ich heute morgen an den Rechner kam und sah, das Nachts mein Deus EX automatisch über Steam gepatched wurde. Und wieso sollte ein Gamer mit dem Hobby abschliessen müssen. Muß er doch gar nicht. Er kann sich doch Steam installieren und all die schönen Games zocken. Wenn er das aus irgendeinem Grund nicht tun will, okay. Dann hat er ein Problem. Aber das ist doch sein Problem.

Entweder ich habe Prinzipien, dann muß ich mit den Konsequenzen leben. Aber ich kann doch nicht erwarten, das die Erde sich um mich dreht. Und genau das tun hier einige. Sie meinen, jedes Spiel das auf den Markt kommt müsste in der Form erscheinen, wie sie es möchten. Wenn die Industrie aber findet, das Steam oder irgendein anderes DRM ihre Zukunft ist, dann ist das ihr gutes Recht. Denn das Produkt wurde von denen entwickelt.

Ich kann von Barilla auch nicht verlangen, das deren Nudelpackungen zukünftig 375g Nudeln enthalten, da das genau die Menge ist, die ich für angemessen halte. Deshalb kaufe ich weiterhin die 500g Packung oder ich suche mir einen anderen Hersteller der 375g Packungen hat... oder ich mach mir die Nudeln zukünftig selber. Aber warum ich, nur weil ich keine 375g Nudelpackungen bekomme, mit Nudeln abschliessen muß, das will ich nicht verstehen.

TwentY3 14 Komm-Experte - P - 2518 - 18. Oktober 2011 - 18:22 #

Ich bin beruflich unterhalb der Woche unterwegs und wohne dann in Hotels. WLAN ist nicht in jedem Hotel Standard, bei vielen Ketten kostet es extra. Und per Webstick kann man zwar E-Mail checken, aber nicht online spielen.

Da nutzt mir die DSL-flat zu Hause nichts.

pepsodent 13 Koop-Gamer - P - 1497 - 18. Oktober 2011 - 13:17 #

Zuhause eine Flatrate bringt herzlich wenig, wenn man spielen will, aber nicht zuhause ist.
Viel, viel schlimmer finde ich aber, dass es mit meiner Internetflatrateverbindung ja nicht getan ist. Ich brauch ja immer die Verbindung zu einem Server, der mir die Spielerlaubnis erteilt. Und mir nützt meine ganze tolle Internetverbindung nix, wenn der Server auf der Gegenseite nicht funktioniert.
Deshalb ist dieses System für mich nicht akzeptabel.
Und Spiele, die das nutzen, werde ich nicht spielen.
Es gibt so viele Spiele, vor allem auch im Indie-Bereich, die so einen Quatsch nicht haben, aber auch Spaß machen können. Und da ich in der glücklichen Position bin, mit meinen 42 Jahren nicht mehr jedem Hype zwecks Herdentrieb hinterher hecheln zu müssen, können mich alle großen Publisher einfach mal gepflegt am Allerwertesten mit ihrer Kundenverarsche.

raumich 16 Übertalent - 4673 - 18. Oktober 2011 - 14:14 #

Ich weiß nicht worüber Du Dich aufregst. Du machst in meinen Augen alles richtig und sprichst mir aus der Seele. Du ignorierst solche Games. Und wenn das jeder machen würde, würden sich solche Systeme auch nicht durchsetzen. Vielleicht liegt es an unserem Alter, das man mit etwas Abstand die Sache betrachten kann. Mit so einem Argument kann man allerdings jungen "Erwachsenen" nicht kommen.

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6818 - 19. Oktober 2011 - 18:54 #

Eine Internetumfrage zum Thema ob man Internet hat ist nicht aussagekräftig ;)

Ein sehr grosser Faktor bei der Ignoranz der meisten Computerspieler zum Thema Überwachung und Gängelung ist warscheinlich die fehlende Nähe der Konsequenzen: Heute kann man noch nicht absehen was in Zukunft mit den Daten gemacht wird die über einen gesammelt werden. Und vielleicht wird man sogar nie die Chance bekommen zu verstehen, das der Kreditvertrag mit der Bank deshalb nicht zu stande gekommen ist, weil man nach Meinung der Bank die falschen Computerspiele gespielt hat und dadurch in irgendwelche Kathegorien von unerwünschten Kunden gerutscht ist. Oder einen Job nicht bekommt. Oder eine Krankenversicherung.

Oder wenn mann auf einmal erpresst wird weil die genauen Profildaten in die falschen Hände geraten sind. Heutzutage hört sich das noch nach ziemlichem Science-Fiction an. Aber machen wir uns nix vor: Informationen die einmal weg sind, kann man nicht mehr zurück holen.

Novachen 19 Megatalent - 13050 - 18. Oktober 2011 - 9:55 #

Was gibt es zu diesem Artikel zu sagen? Leider nichts, da er bereits alles sagt.

Leider wird er die Leute um die es wirklich geht nie erreichen, die breite Masse der Kundschaft interessiert sich einfach nicht dafür und daher dreht sich die Spirale immer weiter.

Leider kann man da auch als vernunftbegabter Entwickler kaum was dagegen tun, weil selbst als Entwickler ist man ja in der Hand von den Publishervorgaben. "Friss oder Stirb" ist leider mittlerweile die Methode. Entweder man muss zulassen das der Publisher irgendeine Accountbindung bei deinem Produkt reindrückt oder du musst es komplett selbst finanziert entwickeln ohne Accountbindungsdienste wie Accounts auf der offiziellen Seite etc. zu nutzen. Die Zeiten wo Publisher um jeden Preis dein Spiel haben möchten sind eigentlich auch vorbei. Gibt ja genug Alternativen... und wenn man eine Nachmache mit eigenen Bedingungen in eigenen Studios entwickelt. Von Entwicklersicht ist der Handlungsspielraum leider sehr begrenzt, da helfen nur nicht vorhandene Verkaufszahlen. Aber selbst dann würden die Publisher lieber Ihr eigenes Spiel als am Markt gescheitert sehen und würden diese Verkaufszahlen niemals in einem Atemzug mit dem Kopierschutz nennen. Lieber schließen sie das Studio und setzen die Leute auf die Straße.

JakillSlavik 17 Shapeshifter - 7100 - 20. Oktober 2011 - 13:37 #

Ju, eine wirkliche Einlenkungsmöglichkeit sehe ich da auf allen Seiten nicht mehr. Die Wirtschaftlichkeit der Systeme treibt es viel zu sehr voran, die Bereitschaft sich solchen Dingen zu unterwerfen ist auch viel zu groß. (Beispielsweise bei mir: Trotz des Boykotts von Verbindungsdiensten nicht erst seit HL2 habe ich mich dem Ganzen doch unterworfen aus Bequemlichkeitsgründen). Der Friss-oder-Stirb-Mentalität, die du, Novachen, ganz treffend beschreibst, ist auch genau der Punkt an dem es mir graut und bei dem ich mir in vielen Dingen bei meinem bisherigen beruflichen Werdegang auch viel zu oft im Weg gestanden habe.

Was mir in dem Artikel noch ein wenig fehlt wäre ein Schwank zu Microsoft gewesen (ein kurzer Einschnitt zu PC-GfWL und KonsolenWL .-- aber ich denke das ist nicht ganz so dein Themengebiet Age mit dem PC hier deutlich als Fokus. Vielleicht könnte man diesen Teil noch erweitern, wenn es dich wieder packt ;)) Zusammen noch mit Apple, Appstore und anderen Schlagworten hätte man die Aufzählung im Artikel noch erschreckend weiter fortführen können, wie mir gerade auffällt.

@Age:
Großes Lob an dich Age, habe diesen User-Artikel wirklich sehr interessiert verschlungen. Für mich selbst ziehe ich sowieso zwei Zukunftsszenarien in Betracht:
x Mit den Jahren des Verfalls, zu denen uns unsere auf Wachstum ausgelegte Marktwirtschaft uns unweigerlich hinführen wird, wenn wirklich alles ausgebeutet ist und man sich mit Restriktionen oder Repressalien zurecht finden muss, löst sich dieses kleine Problem der Privatsphäre von selbst.
x Die persönliche absolute Auskoppelung durch Auswanderung in andere weniger günstige Wirtschaftssysteme aufgrund größerer Probleme oder des von dir hier beschriebenen Punkts -> Persönlichkeitsrechte <-. Aber warum viele Worte verlieren, die Mentalität wird gut hiermit ausgedrückt, was jeder kennen sollte: http://youtu.be/gaLPpKCC9pg

Die obige Aussage ist übrigens uneingeschränkt wahr, sobald mindestens eine oder beide Szenarien sich einstellen. Die Frage, was wird geschehen wird stellt sich eigentlich gar nicht. Nur das 'wann'.

Achja und verzeihe es mir erneut, wenn ich dem Artikel "share" und "like" gebe.^^"
*Totenschädelanhänger illuminiert*

Age 19 Megatalent - P - 14004 - 20. Oktober 2011 - 14:10 #

Like, share und retweete meine Worte, mein Sohn, zu deinem Schaden soll es bei mir nicht sein. :D

Ja das Thema erlaubt noch viele, viele weitere Aspekte die man mit einbeziehen könnte. Mir schossen auch noch einige Gedanken durch den Kopf, was ich noch alles hätte rein packen können. Das zeigt auch die Komplexität der Gesamtproblematik. Es geht einfach nicht mehr nur ums Spielen oder DRM und irgendwann müssen sich auch die Gamer positionieren, ob sie wollen oder nicht.

-Fux- 03 Kontributor - 19 - 18. Oktober 2011 - 9:54 #

Sehr schön geschrieben!
Schwarzmalerei? Nein, ich denke du triffst den Nagel auf den Kopf.
Anno 2004 hasste ich Valve für ihren Onlinezwang, heute wünsche ich mir dass es dabei geblieben wäre...

Off-topic: Ist jemand so freundlich und erklärt mir das "Kudo-system"?

lg Fux

Novachen 19 Megatalent - 13050 - 18. Oktober 2011 - 9:59 #

"Anno 2004 hasste ich Valve für ihren Onlinezwang, heute wünsche ich mir dass es dabei geblieben wäre..."

Eigentlich hast du schon recht... und heute gibt es die Leute die fragen ob es ein Spiel auch auf Steam gibt.
Aber ich glaube da hat jeder unseren Anteil bei gebracht, ich habe schließlich auch 400 Spiele auf Steam... und selbst wenn ich alle auch noch mal, sofern möglich, als Retailversion habe... eigentlich hätte ich auf die 400 Spiele auf Steam verzichten sollen. Den Schuh muss ich mir leider auch anziehen dabei geholfen zu haben, dass sich Steam etabliert hat.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 100933 - 18. Oktober 2011 - 9:59 #

Mit einem Kudo (du klickst dabei auf das kleine Daumen hoch-Symbol unterhalb des Artikels) bekundest du dem Autor, daß dir sein/ihr Artikel/News/Video etc. gefallen hat.

Christoph 17 Shapeshifter - P - 6525 - 18. Oktober 2011 - 10:06 #

Das ist praktisch ein "gefällt mir"-Button, bei dem Deine Klick-Info nicht an andere Websites verkauft wird und auch nicht dazu führt, daß GG ab jetzt Deine Mikrowelle fernsteuert :-)

Larnak 21 Motivator - P - 26023 - 18. Oktober 2011 - 15:31 #

Lol :)

BriBraMuc 14 Komm-Experte - 2322 - 18. Oktober 2011 - 9:59 #

Regt zum nachdenken an... wobei ich halt dieses eine Problem habe:
"aber ich will doch den Keks!" - sprich das neuste Spiel aus dem Hause XY... Selbstdisziplin bei der Eingabe einiger weniger Daten im Netz.. ade! Leider auch bei mir.. mhh.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3304 - 18. Oktober 2011 - 10:10 #

"Sie haben Malibu Stacy geändert! Sie ist besser als je zuvor!"

"Halt, lasst euch nicht täuschen. Das ist die übliche Malibu Stacy mit nem blöden, billigen Hut. Und sie verkörpert immer noch die selben abgedroschenen Klischees wir vorher!"

"Aber sie hat einen neuen Hut!"

Und die Masse stürmt den Laden.
Die Folge kommt mir bei dem Thema immer in den Sinn, da sie das Verhalten der sogenannten „mündigen Verbraucher“ herrlich karikiert. ;)

Elysion 14 Komm-Experte - 1957 - 18. Oktober 2011 - 10:04 #

"Legal, Illegal, Scheissegal."
Absolut, super geschriebener Artikel. Kudo!
Das Problem, der immer schwindenderen Privatssphäre und der immer stärker werdenden Kundenausbeute als Informationsquelle für Marktforschung und Werbung, wird einfach meiner Meinung nach unterschätzt. Und wenn man was sagt wird man als paranoid abgestempelt oder als Spinner der was gegen einen "heiligen" Publisher sagt, Blasphemie!
Jeder darf natürlich seine Meinung haben aber ich finde es traurig das so wenige sehen wozu sie benutzt werden (oder sehen wollen?).

Mithos (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 10:07 #

Was das Titelbild angeht:
Perfekt wäre es, wenn man bei der Nennung der Lizenz auch gleich auf diese verlinkt, um der Pflicht zur Nennung der exakten Lizenzbedingungen nachzukommen.

creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/
beziehungsweise
creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de

(Da geht es schon los: ich weiß nicht, welche, da ihr auch nicht direkt auf die flickr-Seite mit dem Bild verlinkt habt.)

Zaunpfahl 19 Megatalent - P - 15048 - 18. Oktober 2011 - 10:20 #

Und nicht das ich Boshaftigkeit unterstellen möchte: aber sind im GG Kontext Bilder mit NC Lizenz überhaupt zulässig? Klar, Age verdient nichts an einem User-Artikel, aber GG ist doch eine kommerzielle Seite? Nur mal so zum nachgrübeln... Und Mithos hat recht, um die BY Namensnennung korrekt zu erfüllen müsste auf die genaue Quelle verlinkt sein, nicht nur aufs Sammelalbum.
In der ganzen Creative Commons stecken aber noch so viele Fallen in die man tappen kann, dass ich selber manchmal nicht weiß wie es jetzt korrekt geht. Von daher auch keine Garantie auf meine obige Aussage, die basiert auf meinem aktuellen Erkenntnisstand ;)

Mithos (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 11:10 #

Huch, die Seiten 2 und 3 mit den Bildern hatte ich bis eben übersehen. Das mit NC ist natürlich noch einmal extra problematisch.

By the way, 2einhalb Seiten und nicht einmal über den Tellerrand geschaut... es werden schon seit längerem nicht nur Computerspiele mit DRM geschützt. Dein kleiner Überwachungs-Fnord reißt es dann auch nicht mehr raus.

Age 19 Megatalent - P - 14004 - 18. Oktober 2011 - 11:16 #

Hier geht es um Spiele, deswegen Grenze ich es thematisch ein, zumal kein anderes Produkt, wie ich schrieb, eine dermaßen kundenfeindliche Entwicklung genommen hat.

Age 19 Megatalent - P - 14004 - 18. Oktober 2011 - 11:15 #

Ja, die Frage habe ich mir auch gestellt. Ich hab das gestern auch nur mehr oder minder hektisch zusammengeschustert mit den Bildern. Vielleicht nehme ich lieber die risikofreie Variante und ändere das noch mal ab.

Age 19 Megatalent - P - 14004 - 18. Oktober 2011 - 11:12 #

Danke, ziehe ich nach und werde auch die Links direkt auf die Bildseite umändern.

-Fux- 03 Kontributor - 19 - 18. Oktober 2011 - 10:10 #

@Tr1nity: Danke =)

@Novachen: Ich bin einer davon =D Wenn ich mir diesen "Zusatz-Programm-Dings-Schrott" schon antun muss, dann doch bitte nur einmal (sprich: nur Steam). Des Weiteren ist Steam (relativ) human (kein permanenter Onlinezwang) und längst nicht so aufdringlich wie beispielsweise G4Wl.

Deathproof 14 Komm-Experte - 1985 - 18. Oktober 2011 - 10:16 #

Ist es wirklich verwerflich das man sein Eigentum schützen will?
Bei Autos machen Wegfahrsperre oder die nutzung von Fingerabdrücken auch probleme, nicht immer haben die Diebe mehr probleme.
Immer bessere Bankkarten oder die neue Krankenkarte mit Passbild finde ich auch eine verbesserung.
In Zeiten wo Onlinetauschbörsen als wiederstand angesehen und gefeiert wird muss man sich nicht wundern das es den Herstellern ein Dorn im Auge ist.
Spiele sind ja auch zu Teuer, jeder Handwerker nimmt mehr Geld für 2std Arbeit.
Wäre es nicht schön wenn alles so wie in Tauschbörsen wäre, wer kommt bei mir vorbei und Wäscht mein Auto?

Mithos (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 10:39 #

Dein Auto-Vergleich hinkt: Ich kann mein Auto ohne Probleme verleihen und verkaufen. Das kann ich mit den Nutzungsrechten an einem Account-gebundenen Online-DRM-Titel nicht.

Wenn du schon vergleichen willst, dann vergleiche bitte mit einem (gedruckten) Buch. Das darfst du auch nicht selbst vervielfältigen, aber verleihen und verkaufen macht keine Probleme.

Deathproof 14 Komm-Experte - 1985 - 18. Oktober 2011 - 18:58 #

Ja Stimmt mein vergleich hinkt, an Autos verdienen zig weiter Industrien mit (Versicherung, Werkstätten, Ölmulties und die Hersteller selber).
An Spielen kann man nur einmal verdienen und dann müssen auch noch kostenlose Patches geliefert werden.
Wie können die Spiele Hersteller auch nur versuchen auch noch Geld für die Angestellten zu verdienen oder nächste Projekte.
Digitale Bücher oder Hörbücher sind ja auch davon betroffen.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11878 - 18. Oktober 2011 - 21:12 #

Und erst mal der Tischler, der deinen Kleiderschrank gebaut hat, wäre ja noch schöner, wenn du deinen alten Schrank weiterverkaufst oder verschenkst - soll sich dein Käufer / Beschenkter doch gefälligst einen neuen Schrank von dem Tischler kaufen, der will ja auch leben!

Ab sofort dürfen Möbel nicht mehr verkauft werden, steht jedenfalls ganz deutlich und dick in der beiligenden End User Licence Agreement, die leider niemand versteht weil sie auf Englisch ist und von einem kommunistischen Chinesen verfasst wurde, der sowieso nicht weiß, was Privateigentum eigentlich ist ... achso und Second Hand Läden, Ebay und Co. stehen ab sofort mit einem Bein im Knast! Weil alles illegal ist was da geschieht!

Deathproof 14 Komm-Experte - 1985 - 18. Oktober 2011 - 22:02 #

Der Tischler bekommt erst probleme wenn du die Anleitung online stellst und jedem der sie runterläd die Schrankteile zuschickst.
Aber keine sorge wegen den Schrack wirst du auch keine Webcam aufstellen müssen die du immer an haben musst.

Larnak 21 Motivator - P - 26023 - 18. Oktober 2011 - 23:15 #

"An Spielen kann man nur einmal verdienen und dann müssen auch noch kostenlose Patches geliefert werden."

Wenn das Spiel von Anfang an so fertig geliefert wird, wie man es üblicherweise bei gekauften Produkten erwarten würde, müsste da gar nichts kostenlos geliefert werden.
Da, wo Patches geliefert werden *müssen* ist es doch eher so zu verstehen, dass der Käufer diese Patches schon vorfinanziert hat.

Deathproof 14 Komm-Experte - 1985 - 19. Oktober 2011 - 9:03 #

Hab ich ja wieder einen Grund gefunden warum ich mir kein GG abo leiste, weil ihr eure Abonennten nich ernst nehmt und Artikel mit Fehlern veröffentlicht.
Hättest du eigentlich ein Problem damit wenn ich deine Artikel Kopiere und als eigene Veröffentlichen wurde?

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8235 - 19. Oktober 2011 - 11:16 #

Hm seh ich falsch, oder ist das hier Kommentar zu einem "User Kommentar-Artikel"? Den kannst du auch schreiben. Wenn du kein Abo willst, ist das ja kein Problem. Du könntest einfach sagen: Nö, will ich nicht. Du brauchst keine Strohmänner aus dem Keller rausholen. ;)

Ganesh 16 Übertalent - 5024 - 18. Oktober 2011 - 10:47 #

Schützen gegen wen? Und wie? Und was bedeutet das für geistiges Eigentum?

Deine Analogien zu materiellem Eigentum sind Unsinn, Materielles Eigentum kann bewegt, verkauft und gestohlen werden. Geistiges Eigentum kann nur lizenziert oder unlizenziert kopiert werden.

Bei diesen unlizenzierten Kopien entsteht natürlich ein Schaden. Aber die Höhe des Schadens ist eine Frage, auf die es keine einheitliche Antwort gibt. Ich vermute, dass der reale Schaden eher gering ist und dass DRM nicht primär zum Einsatz kommt, um diesen Schaden zu begrenzen, sondern um zu verhindern, dass der (legale!) Kunde, das Produkt anders einsetzt, als vom Hersteller gedacht.

hier und da (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 10:48 #

Das ist nicht verwerflich, ja sogar absolut verständlich.

Aber die Umsetzung ist oft grauenhaft. vor allem PCler verlieren den Überblick und werden verunsichert. Da fehlt völlig die Transparenz, was wofür warum gebraucht wird. Vor allem, weil viele Entscheidungen auch nur schwer nachvollziehbar sind.

MichaelK. (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 13:10 #

"Ist es wirklich verwerflich das man sein Eigentum schützen will?"

Wenn ich mir ein Spiel kaufe, ist das Spiel mein Eigentum und ich will es spielen wann ich will und wo ich will und ohne Internet. Wo sind denn da die "Eigentumsrechte"? Ja ich weiß, man hat eigentlich keine Eigentumsrechte an dem Spiel, aber stimmt das wirklich? Wenn ich mir eine Tafel Milka kaufe, hab ich auch kein Recht das Rezept rauszuklauen und mir eine eigene Milka zu machen oder gar weiter zu verkaufen, aber mit der Tafel selbst, kann ich machen was ich will. Und das sollte auch für das Spiel gelten.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11878 - 18. Oktober 2011 - 15:23 #

Dein Eigentum kannst du schützen wollen, wwas völlig legitim ist. Nur dumm, wenn der Hersteller dir DEIN Eigentum vor dir selbst schützt ...

Grobi75 (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 10:19 #

Meine Güte GG, habt Ihr so dringend die Klicks nötig ohne sich selbst die Finger schmutzig zu machen? Zuerst dieses ungelenke Aufspringen auf den BF/MW-Zug, um mir eine nicht vorhandene Gewaltgeilheit zu unterstellen, und nun diese todsichere DRM-Flame-Nummer, bei der ich schon im Titel nicht mehr aus dem Gähnen rauskomme. Welcher User darf denn für Euch demnächst den "stinkenden Gamer von Explosiv" wieder aus dem Keller holen?

Tr1nity 28 Endgamer - P - 100933 - 18. Oktober 2011 - 10:34 #

Du kannst ja mal nen kleinen Gegenpol starten und anführen, was denn für dich als Käufer der Vorteil von diesen gängelnden DRM-Maßnahmen ist bzw. warum sie für dich als Endverbraucher so gerechtfertigt sind? Oder anders ausgedrückt, du magst/liebst diese gängelnden DRM-Maßnahmen weil...?

Grobi75 (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 11:23 #

Dafür ist mir wirklich die Zeit zu schade. Ich hab' mich bereits zu oft an selbstgerechten Tunnelblick-Gamern in diversen Foren abgearbeitet, das hat keinen Zweck. Vielleicht dämmert einigen etwas, wenn diese erstmals in Berufsleben treten und mit ganz anderen "Freiheitsbeschränkungen" zu tun bekommen, als die Umstände in dieser lächerlichen Phantom-Diskussion, bei der sowieso keiner von seinen Grundsätzen verrückt. Vielleicht wäre eine Diskussion um Wertschätzungen da mal viel ratsamer. Eventuell auch mal ein Artikel aus der Sicht der Verantwortlichen, um Konsumentem über diese Maßnahmen zu sensibilisieren bzw. deren Perspektive verständlicher zu machen. Meiner Meinung nach gibt es auch im Verhältnis überraschend wenig Berichte über Software-Piraterie verglichen mit den angeblich unmenschlichen Konsequenzen der Publisher - das ist schon bezeichnend. Aber jedesmal diese immergleiche Rumgeheule von stattsam bekannten Standpunkten bringt keine neuen Impulse, sondern nur die Festigung eigener Ansichten. Hilft niemanden. Aber damit bin ich in besagten Foren schon genug gegen Wände gerannt - ich habe verstanden.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 100933 - 18. Oktober 2011 - 11:48 #

Nun gut, zwingt dich ja keiner :). Jedoch sollte man die "Meinung", und so ein Artikel ist es nunmal, dann auch einfach mal akzeptieren können, auch wenn's für einen selbst nicht zutreffen mag. Die einen finden gängelnde DRM ok bzw. es ist ihnen wurscht, anderen halt eben nicht. That's life :).

Age 19 Megatalent - P - 14004 - 18. Oktober 2011 - 11:18 #

GG hat das nicht nötig. Aber ich habe es alle paar Monate nötig, mich in Kommentaren wie deinem zu suhlen.

. 21 Motivator - 27826 - 18. Oktober 2011 - 11:20 #

Kommentar-Kudos :-)

Grobi75 (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 11:31 #

Leider immer noch zu wenig, deswegen ist der Artikel ja so einseitig...

Age 19 Megatalent - P - 14004 - 18. Oktober 2011 - 11:37 #

Was denn? Ich hab doch speziell dir den ersten Absatz auf der dritten Seite gewidmet.

Grobi75 (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 11:59 #

Er bleibt trotzdem einseitig. Zumal Du Dich in dem Satz auch wohl willentlich verkakuliert hast, das unterstelle ich Dir jetzt einfach mal. Anders kann die Begeisterung für das DRM-Bashing kaum hinhauen, ich verweise nur mal auf das fröhliche Verteilen von nichtigen Wertungen auf Amazon und das - für mich - keineswegs überraschende Feedback hier.

Wenn Du mir'n Gefallen tun willst, dann verteile Widmungen an Raubkopierer, Martkwirtschaft, Kostenlos-Mentalität, Gamer-Gier, Apple, Steam-Schnäppchen, die Preisentwicklung von Spielen seit den 80ern oder so. Bei mir brauchste Dich nicht zu rechtfertigen...

Age 19 Megatalent - P - 14004 - 18. Oktober 2011 - 12:43 #

Natürlich bleibt es einseitig, dafür ist es ja auch ein subjektiver User-Kommentar. Aber beantworte du mir doch einfach mal die Fragen, die ich im Text stelle, dann würdest du mir einen Gefallen tun.

Grobi75 (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 13:08 #

Seit wann muss Subjektivität zwingend einseitig sein? Anscheinend ist Polemik seit neustem der Status Quo in Kolumnen. Mir wäre zumindest ein um Objektivität bemühter Kommentar lieber als eine verkrampft schwungsvolle Schreibe, die in ihrer Eitelkeit offenbar allen Ernstes die Verschuldung Griechenlands mit dem Ubi-Lauchner irgendwie in Verbindung bringen will. Wie soll man auf sowas antworten, ausser mit Schulterzucken? Kopfschütteln.

Age 19 Megatalent - P - 14004 - 18. Oktober 2011 - 13:17 #

Weil es sonst objektiv wäre, wie du selber schreibst. Und ich schreibe es nicht krampfhaft so, es geht mir locker aus den Fingern. Außerdem erfasst du meine Gedankengänge und Bezüge innerhalb des Artikels scheinbar nicht richtig.

Grobi75 (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 13:29 #

Es mag sich ja fluffig tippen, aber es *liest* sich angestrengt. Vielleicht erfasse ich die Bezüge ja deshalb nicht, weil ich sie gerne ernst nehmen möchte. Aber am Ende renne ich auch hier nur gegen eine weitere Wand, schade. In diesem Sinne...

Age 19 Megatalent - P - 14004 - 18. Oktober 2011 - 13:32 #

Wenn ich mir so die Kommentare durchlese, liest es sich scheinbar alles andere als anstrengend. Befasse doch doch einfach noch mal mit dem Absatz des gesellschaftspolitischen Aspekts und beantworte mir die Fragen die ich stelle. Wenn man natürlich nicht verstehen will, weil man sowieso voreingenommen ist, dann ist Hopfen und Malz sowieso da wo der Pfeffer wächst.

Grobi75 (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 14:47 #

Voreingenommen? Ja, Steam hat mir schon Titel aus der Liste gelöscht, hat mich nächtelang nicht meinem Hobby nachgehen lassen, ich habe zig mal den Ubisoft-Support genervt, weil ich wieder mal eins meiner Passwörter vergessen habe. Achja, mehr Packungen und Anleitungen hätte ich auch gerne. Du erzählst mir hier gar nichts Neues. Weil für mich die Vorteile überwiegen und unter "Vorteile" zähle ich schon Banalitäten wie "einfach ein gutes Spiel". Und deswegen passiert es, dass *Anbieter* wie Steve Jobs post mortem als Heilige stilisiert werden, weil sie trotz aller Zwänge einen Service oder ein Produkt bieten, für das es einen Markt gibt. Und auf dem herrscht kein Recht auf OpenSource oder sonstige DRM-Romantik. Qualität definiert sich auch über Kapital, ein BF3 wird keine Linux-User-Klitsche produzieren können. Daher hat der Entwickler für mich auch jedes Recht sein Produkt zu vertreiben, wie er es für richtig hält, um mir weitere Vorteile - sprich: gute Spiele - zu ermöglichen. Dafür nehme ich auch das Gegängel in Kauf. Ja, Milchkuh, Blödmann, Mitläufer, Kritikloser...*gähn*...ich spiel' immer noch lieber Assassins Creed 2, anstatt mich großspurig in Foren mit einer achso hinterfragenden Haltung zu profilieren oder mich als armes Gamer-Sensibelchen selbst zu bemitleiden. Zocken macht mir mehr Spaß und ich sehe nicht ein, warum ich die Verantwortlich einprügeln sollte, die mir das Vergnügen anbieten können. Ich beiss' nicht die Hand die mich füttert. Und bitte *jetzt* empören! :)

Natürlich ist einfach, grade auf diesem Gebiet den selbstherrlichen Robin Hood raushängen zu lassen. Den Che Guevara auf den DRM-Barrikaden, sowas zieht immer, der wäre jeder gerne und ist momentan viel kuscheliger, als vor'ner Bank zu campen. Daraus gesellschaftlichspolitische Relevanz wie in den von Dir erwähnten Beispielen rauszuwringen spricht aber dann doch für reichlich hohe Tellerränder. Ein privates Konsumprodukt mit staatswirtschaftlichen Komplexen aufzuwiegen ist nicht mal mehr kühn, das sind die altbekannten Scheuklappen. Nichts Neues an der Front also.

Age 19 Megatalent - P - 14004 - 18. Oktober 2011 - 15:11 #

Danke für deinen langen Text, aber du hast es immer noch nicht verstanden. Ich mache dir aber keinen Vorwurf. Und ich mache weit mehr auf der politischen Ebene, als du es wohl jemals aus deiner Borniertheit heraus erfassen könntest.

Grobi75 (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 15:42 #

Ich hoffe, ich muss sie nicht eines Tages erfassen und ihr bleibt bei den Piraten unter Euch.

Larnak 21 Motivator - P - 26023 - 18. Oktober 2011 - 15:46 #

Du tust hier ja so, als wäre ein gar großes Opfer notwendig, um auf das nächste ach so tolle Assassin's Creed auch wieder zu verzichten. Vielleicht sollte dir mal jemand erzählen, dass man auch mit vielen Spielen Spaß haben kann, ohne DRM-Gängeleien in Kauf zu nehmen ...?

Der Punkt ist nur: Wenn jeder so denkt wie du (was ja die meisten tatsächlich tun, auch wenn dir das jetzt hier nicht so erscheinen mag), dann wird man das zumindest in absehbarer Zeit mit *neuen* Spielen nicht mehr tun können.
An dieser Stelle könnte man ruhig mal ein paar Gedanken über Ursache und Wirkung verlieren.
Mir scheint eigentlich, dass die Scheuklappen hier eher deine Sicht beschränken, auch was die gesellschaftliche Bedeutung dieses Verhaltens betrifft. Man bekommt bei deinen Kommentaren das Gefühl, dass du grundsätzlich ein Problem damit hast, wenn Spieler sich auch mal auf grundsätzlicher Ebene mit den Bedingungen des Spielens auseinandersetzen möchten, sowohl hier als auch 'drüben' bei den Kriegsspielen. Man liest da immer nur ein beleidigt-empörtes "betrifft mich doch alles nicht, alles falsch!", während du dich beharrlich weigerst, die eigentlichen Kernaussagen der Artikel zu erfassen.

Aber gut, du wirst dich da wohl nicht mehr ändern. Nichts Neues an der Front also.

Grobi75 (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 16:27 #

Hab' doch zuvor schon erklärt, dass mich die Problematik sehr wohl betrifft? Ich spiele unangenehme Kriegsspiele und verwende Steam mit allen Vor- und Nachteilen. Das Problem ist wohl eher, dass ich mich nicht als den sehe, um den sich die Sonne zu drehen hat und der gesellschaftliche Problematiken mit dem Vorschlaghammer auf Spiele runterbricht.

Nur haben Leute wie ich eine vergleichsweise unattraktive Lobby. Schlage ich mich auf die Seite der Anbieter, bin ich fast so'ne miese Sau wie ein Wallstreet-Broker. Trotzdem bieten mir grade die großen Spiele so viel Inspiration, dass ich über solche Maßnahmen hinwegsehen kann und das muss man mir lassen können so wie es anderen freisteht, sich diese Spiele eben nicht zu kaufen. Da ist nirgendwo ein Zwang oder Verpflichtung, ausser der Verzicht auf Unterhaltung. Und *da* zwickt es dann nämlich allen hier: Verzichten will keiner der Kritiker, das geht ja auf eigene Kosten. Dieses dubiose gottgegebene Recht auf Games kann ja weiterhin mit Minecraft und Konsorten erfüllt werden, mir soll's recht sein.

Wäre mir wirklich daran gelegen irgendwelchen "Zwängen" etwas entgegenzusetzen, dann müsste ich mich in Versicherungs-, Energie-, Steuer-, oder GEZ-Foren rumtreiben, da würde ich's verstehen und toll finden. Aber wir retten nicht die Welt, indem man sämtliche Kopierschutze abschafft. Das ist das alte Äpfel & Birnen-Ding, das in diesen Diskussionen so schnell aufkommt wie die Nazi-Keule bei den wirklich gesellschaftsrelevanten Diskussionen.

Larnak 21 Motivator - P - 26023 - 18. Oktober 2011 - 23:21 #

Keine Ahnung, was du jetzt wieder hast, aber das mit dem Verzichten ist, wie schon erwähnt, eigentlich nicht wirklich ein Problem. Aber warum sollte ich deswegen gleich sagen, dass alles in wunderbarer Ordnung ist, ich kann ja schließlich verzichten? Das scheint mir nicht unbedingt sinnvoll zu sein.

Wenn dich das Problem sehr wohl betrifft, verstehe ich umso weniger, warum du dich darüber beschwerst, wenn sich andere daran stören und entsprechend auch darüber schreiben. Was sind denn "Leute wie du"? Die, die den gesellschaftlichen Rahmen für scheinbar unbedeutende Vorgänge nicht sehen wollen?

Icy 12 Trollwächter - 1033 - 18. Oktober 2011 - 16:28 #

"Ja, Steam hat mir schon Titel aus der Liste gelöscht, hat mich nächtelang nicht meinem Hobby nachgehen lassen, ich habe zig mal den Ubisoft-Support genervt, weil ich wieder mal eins meiner Passwörter vergessen habe."

Aber die Vorteile überwiegen. Ne so ein Stress wäre mir ein Hobby, in dem ich Stress abbauen will dann doch zu viel...

JakillSlavik 17 Shapeshifter - 7100 - 20. Oktober 2011 - 13:47 #

*dreiseitig.

Larnak 21 Motivator - P - 26023 - 18. Oktober 2011 - 15:39 #

Naja, wenn du die Artikel so wahrnimmst, wie du sie wahrnehmen willst, kann man es dir wohl in der Folge gar nicht mehr übel nehmen, wenn du so reagierst.

Wenn dir das mit den ganzen Usern und so zu blöd ist, bist du hier einfach falsch.

-Fux- 03 Kontributor - 19 - 18. Oktober 2011 - 10:20 #

@Deathproof: Dass das nicht funktionieren kann sollte eigentlich jedem klar sein, oder lötest du mir eine neue Grafikkarte zusammen wenn ich dein Auto wasche?

Ganesh 16 Übertalent - 5024 - 18. Oktober 2011 - 10:40 #

Es gibt da so einen Antwortbutton unter dem Kommentar. Der erhöht die Übersicht... ;)

Deathproof 14 Komm-Experte - 1985 - 18. Oktober 2011 - 18:32 #

Wiso schenkst du dem Hersteller eine Grafikkarte nachdem du sein Spiel runtergeladen hast?
Meistens wird dann noch gemeckert, "Wann kommt den ein Patch, der die Bugs behebt."
Wenn du es schlampig machst werd ich es dir auch sagen. ;)

NanoBurn 10 Kommunikator - 515 - 18. Oktober 2011 - 10:30 #

Mann könnte schon was gegen diese Gängeleien unternehmen, wie sagte einst Peter Lustig, "abschalten"! Es geht hier doch nur um Spiele und die sind sowieso nicht mehr das, was sie mal waren. Wenn man schon einige Jahre auf dem Spiele Buckel hat, schockt einen doch sowieso keine Neuerscheinung mehr. Es ist immer das gleich hier ein paar neue Einheiten, dort ein paar neue Waffen... am Ende hat sich nur die Zahl dieser oder jener Serie erhöht. Dafür gibt man dann sein hart erarbeitetes Geld aus und fragt sich oftmals, "wie das war alles".

bolle 17 Shapeshifter - 7615 - 18. Oktober 2011 - 10:38 #

Tja, und so wird unser PC mit unserer Hardware auf eine Stufe mit dem Filmprojektor im Kino gestellt, der nur bunte Bilder liefert, wenn wir dafür zahlen.

Meine Methode, mit der Sache umzugehen: Keine 50€-Titel mehr kaufen. Bei mir ists einer pro Jahr, letztes Jahr wars SC2, dieses DX3. Für keinen der anderen Titel in meiner Steam Bibliothek habe ich mehr als 10 Euro ausgegeben. Daneben GOG, mein Regal und das eine oder andere kostenlose MMO-Trial, dass ich gar keine Zeit hätte für die ganzen AAA-Titel da draußen. Sollen sie die anderen kaufen, die Zeit dafür haben.

Ganesh 16 Übertalent - 5024 - 18. Oktober 2011 - 10:39 #

Schöner Artikel, Age.

Deine Zukunftsprognose teile ich aber nicht. Mainstream-Spiele wandern spätestens in der nächsten Generation vollständig auf die (wesentlich einfacher zu kontrollierenden) Konsolen ab. Dort ist der große Markt und dort kann der Hersteller nicht nur DRM leichter durchsetzen, sondern auch mit geringerem Aufwand größere Gewinne generieren, weil es dort eine feste Plattform gibt.

Für den PC bleiben Nischentitel für informierte Kunden (soll nicht heißen, dass es die auf den Konsolen nicht gibt!). Dort ist es wichtig, das Vertrauen der jeweiligen Communities zu genießen. DRM mindert dieses Vertrauen und damit den Verkaufserfolg. Und digitale Distribution muss nicht automatisch DRM bedeuten, sowohl GamersGate als auch D2D bieten DRM-freie Spiele an. Humble Bundles sind auch DRM-frei, etc. Vielleicht steigen hier sogar langfristig die Preise, was ausdrücklich nicht schlimm wäre... viele meiner geliebten Hardcore-Strategiespiele sind in Relation zu Spielspaß und -zeit unverschämt günstig.

Das ist nun mal eine Besonderheit von Videospielen: Gewinn lässt sich vor allem bei uninformierten und unengagierten Spielern, die eigentlich nur Kunden sind erwirtschaften. Das merken die 'Großen' natürlich und betreuen gar nicht erst eine Community, wo sich nur eine lautsarke Minderheit über DRM beschwert, während sich die Mehrheit lieber fröhlich virtuell die Köpfe wegschießt.

Allerdings: Soweit ich sehen kann, bleiben Brettspiele in jedem Fall DRM-frei, was heißt, dass man maximal seine Spielepräferenz ändern und Gleichgesinnte finden muss.

Anonymous (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 11:47 #

Ich teile deine Zukunftvision nicht ganz.
Die nächste oder spätestens die übernächste Konsolengeneration wird keine physischen Medien mehr verwenden.
Ob jetzt gestreamt wird oder man nurnoch runterladen kann ist jetzt erstmal egal. Und dann läuft es auf Streaming hinaus.

Kleinere Hersteller werden andere Wege probieren. Genannt seien hier mal Kalypso mit dem Kalypsolauncher (Patches nur gegen lösbare Accountbindung auf die Emailaddy) und Paradox bei deinen man sich schon heute für einige Patches mit der Serial des Spieles im Forum registrieren muss.

Eines läßt sich aber sagen, bis auf einige Ausreißer wird es erstmal nur schlimmer werden. Eventuell erleben wir einen Zusammenbruch wie es ihn schon einmal gab, eventuell aber auch nicht.

Ganesh 16 Übertalent - 5024 - 18. Oktober 2011 - 12:14 #

Zustimmung in Bezug auf Konsolen. Aber wie gesagt, das betrifft viele Titel nicht, sondern nur die Umsatzstärksten. Die anderen können die Lizenzgebühren nicht aufbringen.

Ich hab das mit dem PC-DRM schon öfter (mit dir?) diskutiert. Patches gegen Registrierung sind kein klassischer Fall von DRM. Sie wirken zwar auch als Kopierschutz, aber die ungepatchte Software kannst du ja verwenden wie du willst.
Paradox verlangt nach meinem Kenntnisstand nur die Registrierung für Beta-Patches, allerdings nicht für die regulären. Im Grunde achtet aber schon die Community selbst darauf, dass illegale Kopien nicht toleriert werden. Und ohne den ParadoxPlaza sind die Spiele halt deutlich weniger Vergnügen...

Ich glaube nicht an einen Zusammenbruch, sondern an eine Diversifizierung des Marktes. Die Mainstream-AAA-Titel werden noch viel weiter gehen können, einfach weil es begehrte Konsumobjekte sind. Sie dürfen mehr kosten und weniger bieten - im Prinzip ist das egal. Ein hochwertig produzierter Shooter muss schon heute nichts Neues bieten, es reicht vollkommen eine ohnehin simple Spielmechanik nochmal auf den Markt zu werfen. DRM ist da nur ein kleines Puzzlestück im Gesamtbild.
Auf der anderen Seite wird Flugsimulatoren, Strategiespiele und Adventures weiterhin geben, die in zunehmendem Maße von ihrer Community abhängig sind. Versucht man zum beispiel Strategiespiele wie Mainstream-Titel zu vermarkten, haben sie bescheidenen Erfolg: Civ5 hat DRM und ist eine hervorragende Plattform für DLC-Verkäufe. Gerade deshalb ist es doch gefloppt und die Communityrepräsentanten von 2K waren bei den Civfanatics vollkommen überfordert. Es ließ sich einfach keine vorteilhafte Öffentlichkeit herstellen, die Verkäufe blieben stecken und ein Großteil der Spieler spielt lieber den Vorgänger als DLC zu kaufen. Das Geschäftsmodell ist also gescheitert...

Anonymous (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 12:47 #

Keine Ahnung. Wenn dann wirklich mit mir Seite an Seite ;).
Aber versuch doch mal bei Paradox den Patch 1.1 für Darkes Hour zu bekommen. Es ist kein Betapatch. Allerdings gibt es ihn nur gegen Registrierung. Und sie wollen ihr Modell ja auch weiter umstellen. Viele kleine DLCs und Patches die alles Patchen. Wahrscheinlich alles mit accountgebundenen (Ingame?)Shop. Obs klappt. HoI2 dürfte wesentlich erfolgreicher sein als 3.
ParadoxPlaza habe ich allerdings nie genutzt und hatte trotzdem meinen Spaß. Man wird ja schon im deutschen Fanforum angepisst, nur wenn man fragt ob es Patches auch ohne Registrierung gibt. Auf so eine Community die erstmal jeden Neuling unter Generalverdacht stellt kann ich echt verzichten.

Noch mal zu den Konsolen.
Der ganze Kleinkrammarkt bei den Konsolen läuft doch schon komplett digital und Accountgebunden. Was haben Lizenzgebühren da zu suchen ;).

Was allerdings in Zukunft kommt werden wir sehen müssen. Die Welt (besonders die Digitale) dreht sich mitlerweile zu schnell um noch irgendwelche Prognosen abgeben zu können.
Wie viele Jahre dauerte es z.B. vom Aufstieg bis zum Fall von Guitar Hero. Und dazu ist es grade eh eine Zeit der Umbrüche auf dem Markt. Nur eines ist gewiss. Es wird versucht die Kunden noch enger zu binden. Meist allerdings frei nach Tolkin ;).

Ganesh 16 Übertalent - 5024 - 18. Oktober 2011 - 13:31 #

Ich muss gestehen, dass ich kein großer HoI-Fan bin. Ich habe die Spiele zwar alle (auch aus Neugierde), aber das ist die andere Seite der Community, während ich nur das EU-Forum mitverfolge und ab und an mal bei Twicky reinschaue. Nische innerhalb der Nische und so... ;)
Bei EU gab es diese Patches bisher immer aus dem Launcher heraus, also ohne Registrierung. Ausgereicht haben sie natürlich nicht, die Beta-Patches waren doch notwendig. Trotzdem: Die Leute, die nicht in Communities aktiv sind, bekommen von den Beta-Patches ja auch nichts mit.

DLC habe ich bei Paradox auch gekauft, allerdings war alles, von dem ich bisher gehört habe, eher aufs Optische bezogen. Für mich ist das so: 0,99€ um Paradox zu unterstützen und als Bonus gibt's halt ein paar nette Einheiten-Layouts.
Na ja, irgendwo kann ich die Communities verstehen. Die Seriennummer mit einem Account zu verknüpfen (der nicht mal an eine reale Identität gebunden ist), ist eine recht niedrige, zumutbare Hürde. Außerdem muss man zugeben, dass die meisten Informationen ohnehin im ParadoxPlaza liegen, d.h. viele sind da ohnehin aktiv....

DerStudti 11 Forenversteher - 772 - 18. Oktober 2011 - 15:46 #

Also zumindest in den deutschsprachigen Paradox-Foren, in denen ich so unterwegs bin, wird man nur dann für diese Frage gesteinigt, wenn man sich im Ton vergreift. Ansonsten erfolgt meist der neutrale Hinweis, dass es sich um den Paradox-Kopierschutz handelt, Betapatches nicht ohne Registrierung herauszugeben. Finale Patches gab's ja hingegen bislang offen (auch auf Fan- und Partnerseiten) zum Download.

Bei Darkest Hour wird wohl deswegen eine Ausnahme gemacht, weil es sich um ein rein online vertriebenes Spiel handelt, wenn man von der lobenswerten, deutschen Retail mal absieht. Dies war auch schon der Fall bei AoD und IC: Die Patch-Links standen zumindest zeitweise nicht offen im Netz, sondern sind erst allmählich in den öffentlichen Bereich bei paradoxplaza durchgesickert. Aber...seien wir mal ehrlich...google wirft auf den ersten zehn Seiten genug Links zu den Betapatches aus "inoffiziellen" Quellen aus. Man ist also streng genommen nicht auf das Forum und die Registrierung angewiesen, falls man sich nur etwas Zeit zur Suche nimmt. Ich habe hier im Regal mehrere Teile von HoI, Victoria und EU stehen...und kein einziges habe ich auf meinen Paradox-Account registriert, um an die Patches zu kommen. Solange es keine Online-Aktivierung gibt, sondern ich einfach nur alle paar Monate zu Sammelausgaben greifen und einige Patches aus'm Web zusammensuchen muss, kann ich damit noch leben. (OK, zugegeben, bei DH habe ich als Modder nen kleinen Vorteil in Form des Direktzugriffs auf das Entwicklerforum...)

Die neue Patch- und DLC-Policy von Paradox habe ich bereits ausführlich kritisiert: http://www.heartsofiron.de/interaktiv/phpBB2/viewtopic.php?f=51&t=25737

. 21 Motivator - 27826 - 18. Oktober 2011 - 10:44 #

Meine Fresse. Muss das ein von DRM-Hass erfüllter Gamer sein.

Nein, nein, ist nur Spass. Erstmals danke ich für den sehr lesenswerten Artikel. Ganz gut hat mir die Frage zur Kausalität im richtigen Leben gefallen? Hier muss man sich schon fragen, gibt es die oder nicht? Wenn ich mir gerade aktuell, die Situation ansehe, wenn wieder über Schnüffelsoftware diskutiert wird und in Kommentarenbereich einer Onlinezeitung, dann solche Aussagen lese wie "Wer nichts zu verbergen hat, muss diese Art von Software auch nicht fürchten". Klingt für ich nach einer Bankrotterklärung der Privatspähre.

Bin Konsolenzocker und auch hier geht es mit dem DRM langsam auch in die Richtung Onlinepass ist ja schon normal und immer mehr Spiele gibt es on Demand. Ich gehe eigentlich felsenfest davon aus, dass in der nächsten Konsolengeneration alle Spiele zeitgleich auch digital erworben werden können und in der Cloud des Konsolenherstellers gespeichert werden. Denn eine Konsole mit 5TB Speicher Kapazität wird es sicher nicht geben. Daraus wird dann langsam eine zeitliche Exklusivität des digitalen Distributions Kanals, bis dann ein Publisher auf die Idee kommt auf die Retailversion ganz zu verzichten.

Wie ich auf so eine Entwicklung reagieren würde? Keine Ahnung, ob ich das dann noch im meinem Alter mitmache oder etwa doch? Die Zukunft wird mich es lernen.

socio 09 Triple-Talent - 287 - 18. Oktober 2011 - 10:44 #

in der vermarktung von spielen ist die bindung von kunden an ein produkt/ein unternehmen sehr wichtig. wie sorgt eine firma dafür, käufer ihrer produkte zu halten?
leider über einen falschen weg.
sie glauben mit einschränkungen und zwängen, ehrliche käufer zu überzeugen.
wir spielen, weil wir abstand zum absurden alltag suchen und uns ein gefühl von freiheit erhoffen.
ein online-zwang ist keine freiheit. ein kopierschutz kratzt die cracker-crews (z.B. SKIDROW oder RELOADED) herzlich wenig. es herrscht im gegensatz dazu sogar ein regelrechter wettkampf darum, selbst spiele mit online-zwang durch die emulation der online-verbindung zum laufen zu bringen.

gedankenexperiment:

firma a: kopierschutz + online-zwang
firma b: kein kopierschutz

firma a hat mehrere beschwerden von kunden, bei denen der kopierschutz das spiel zum absturz bringt. der online-zwang reduziert die verkaufszahlen auf die spieler, die das spiel auch wirklich wollen und eine dauerhafte internet-verbindung besitzen.

das spiel von firma b wird sich auf grund der vielen raubkopien anfänglich nicht so gut verkaufen aber im intro des spieles ist ein logo mit dem titel "Sei ehrlich, kauf mich!" zu sehen. dieses signal sorgt für einen guten eindruck und viele spieler, die eine raubkopie besitzen legen sich im nachhinein das original zu sobald es unter 30€ kostet.

der schaden für firma b scheint zwar schwerer zu wiegen, aber in sachen werbung und kundenbindung ist das prinzip der firma b auf lange sicht erfolgreicher, da es auf die ehrlichkeit der spieler setzt und nicht mit einem grundmisstrauen an uns tritt.
DAS kotzt mich nämlich an!

mal 11 Forenversteher - 619 - 18. Oktober 2011 - 10:46 #

super Artikel, ich wünschte mehr Menschen würden so darüber denken
das Problem ist das wir Spieler es in der Hand haben ob wir uns so ein unnötigen Müll gefallen lassen oder nicht
ich könnte jetzt ein Zitat von Einstein bringen lasse es aber lieber

stupormundi 13 Koop-Gamer - 1576 - 18. Oktober 2011 - 10:48 #

Kopierschutzmechanismen - und nichts anderes sind Always-On oder Gaming-Clients im Kern - muss man aus zwei Perspektiven sehen: aus der Perspektive des Publishers und aus der Perspektive des Konsumenten.

Offensichtlich haben Publisher (Musik, Film, Spiele, Bücher) Probleme mit dem illegalen Datentausch im Internet: Jedes Jahr entgehen ihnen durch kriminelles Treiben Milliarden-Umsätze. Dass demnach Möglichkeiten zur Eindämmung ersonnen werden, ist zu erwarten und mit Sicherheit auch nicht verwerflich.

Always-On/Online-Zwang bietet derzeit von den Kopierschutzsystemen mit den besten Kompromiss aus Effektivität und Belastung des Kunden. Da ich Verständnis für die Situation des Publishers habe und für mich ein Online-Zwang praktisch keinerlei Einschränkung darstellt, akzpetiere ich Online-Zwang in Spielen.

Mich stören andere Formen des DRM: limitierte Anzahl an Registrierungen von Spielen, Sammeln privater Daten oder die Möglichkeit des Untergangs von Nutzungsrechten bei Steam und Origin. Das sind in meinen Augen "Kundengängelungen", weil sie wenig zum Kopierschutz beitragen, jedoch unverhältnismäßig hohe Belastungen für den Kunden darstellen.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3304 - 18. Oktober 2011 - 11:02 #

Und mit DRM wird weniger kopiert? Wie viele sind es denn wirklich, die tatsächlich 50€ hinlegen statt zu kopieren, wenn es den Titel nicht sofort im Netz gibt? Diese Zahl ist genauso unbekannt, wie die angeblichen Milliarden, die Raubkopien kosten.

Das es anders herum funktioniert, hat die MI gezeigt. Dort war der Onlinemarkt tot, so lange Musik DRM verseucht war. Mittlerweile gibt es freie MP3-Titel und siehe da, Musik verkauft sich, obwohl man sie einen Klick weiter genauso gut kostenlos bekommen kann.

Der Gebrauchtmarkt, Beschränkungen (günstiger) Importe, wertvolle Kundendaten, Senkung der DLC-Hemmschwelle, befristete Zugangsmöglichkeiten - das sind die Gründe hinter DRM.
Da hier für mich als Kunde ausschließlich Benachteiligungen im Spiel sind, unterstütze und kaufe ich keine DRM-Titel.

stupormundi 13 Koop-Gamer - 1576 - 18. Oktober 2011 - 11:51 #

Es ist davon auszugehen, dass durch das Online-Angebot an illegalen Kopien den Publishern Gewinne und Umsätze entgehen. Das stärkste Indiz dafür und auch Maßstab für die vermutete Höhe ist die negative Umsatzentwicklung in der Musikindustrie mit Aufkommen des Internets - mit Umsatzrückgängen von, je nach Land, bis zu 20 Prozent in einem Jahr.

Natürlich wissen wir nicht genau, wieviel Umsatz den Publishern entgeht. Es könnte auch sein, dass sich die o.g. negative Umsatzentwicklung auf andere Faktoren zurückführen ließen; aber die Verbreitung des Internets und Tauschbörsen im Speziellen sowie die Entwicklung des Umsatzes der Musikindustrie korrelieren sehr, sehr gut negativ miteinander.

McSpain 21 Motivator - 27487 - 18. Oktober 2011 - 12:23 #

Genau wie die Klimaerwärmung mit dem Rückgang der klassischen Seepiraten: http://www.loleegreen.com/2009/03/correlation-between-pirates-and-global-warming/

Sicher beschleunigte das Internet den Rückgang der Musikindustrie. Die Musikindustrie hat aber lange gelaubt mit immer mehr Künstlern und immer mehr Alben in kürzester Zeit den gleichen Gewinn einzufahren wie mit wenigen guten Alben. Gibt eben kein unendliches Wachstum.

Die Spieleindustrie leidet gerade genau unter dem gleichen Faktor:
Immer mehr IP mit möglichst 1-2 neuen Titeln in einem Jahr. Der Spieler soll gefälligst genauso freudig und fleißig kaufen wie früher wo ein gutes Spiel 3-4 Jahre entwickelt wurde. Die meisten Spieler haben inzwischen aber weder das Geld noch die Zeit für die Release-"Vorgaben" der Industrie. Daher gibt es den Teil A: Spieler mit viel Zeit aber wenig Geld die zu den Raubkopien greifen (ggf. auch um DRM,Zensur, etc. zu entgehen) und Teil B: Spieler die wenig Zeit haben und sich nur noch 2-3 TopTitel pro Jahr kaufen und dann meist zu älteren bzw. gebrauchten Titeln greifen da die Masse den Preis schneller verfallen lässt als man schauen kann.

stupormundi 13 Koop-Gamer - 1576 - 19. Oktober 2011 - 14:44 #

Gegen deine Erklärung, dass der eigentliche Grund für die Umsatzrückgänge der Musik-Industrie mangelnde Qualität ist, kann man folgendes einwenden: Heute wird weder weniger Musik gehört noch kann man sagen, dass aktuelle Musik unbeliebter ist als ältere Musik zu ihrer Zeit: Die Online-Tauschbörsen bersten vor aktueller Musik und auf youtube verzeichnen Musikvideos zu aktuellen Titeln Abermillionen von Klicks. In Diskotheken wird auch keine alte, sondern aktuelle Musik aufgelegt.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3304 - 18. Oktober 2011 - 12:28 #

Woher kamen denn die Rückgänge? Weil der Dinosaurier MI die Entwicklung vollkommen verpennt hat und erst eigene Onlineangebote auf den Weg brachte, als der Zug längst abgefahren war. Mich wundert, dass sie überhaupt Kunden zurückgewinnen konnten, so dämlich wie die MI sich angestellt hat.

Wie lange die Spieler sich diese Gängelungen noch gefallen lassen werden, bleibt abzuwarten. Aber der Unmut nimmt mehr und mehr zu, dass ist deutlich zu spüren.

stupormundi 13 Koop-Gamer - 1576 - 19. Oktober 2011 - 14:45 #

Wenn ich es richtig sehe, hat die Musik-Industrie doch nach wie vor noch rückläufige Umsatzzahlen. Von einer Kundenrückgewinnung könnte dann keine Rede sein.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3304 - 19. Oktober 2011 - 14:48 #

Ich habe nicht vom Musikmarkt allgemein, sondern vom Onlineverkauf (MP3) gesprochen und der steigt, seit dem DRM kein Thema mehr ist.

Tchibo 13 Koop-Gamer - 1448 - 18. Oktober 2011 - 12:15 #

Nachdem ich mir die ganzen Kommentar hier durchgelesen habe, bin ich auch auf den Gedanken gekommen:
Die Musikindustrie hats aufgegeben DRM zu verwenden und jetzt boomt das Geschäft.

Es gibt noch mehr dieser Beispiele verschiedener Industrieen.

- Musikindustrie
- Buchindustrie (eBooks)
- Filmindustrie
- Spieleindustrie

ABER was ist der Unterschied/die Gemeinsamkeiten des CONTENTS den Sie verkaufen/vermieten.

Das Problem der Musikindustrie und letztendlich der Grund für die Abschaffung des DRMs war doch folgender:
DRM geschützte Dateien hatten das Problem, das man Sie nicht einfach auf portablen Geräten benutzen konnte so oft wie man wollte.

Das gleiche sehe ich jetzt noch bei der Buchindustrie und "vielleicht" bei der Filmindustrie. Hier kann ich die erworbenen Produkte auf einem spezial "Reader" oder einem Smartphone konsumieren wollen und hin und her switchen.

ABER was ist mit der Spieleindustrie?
Da wäre dann ein hin und her switchen maximal ein weiterverkaufen oder ein installieren auf "neuerer" Hardware.
Das einzige was in die Richtung geht, welche ich oben aufgezeigt habe wäre Steam mit seinen MAC und PC Versionen. Aber da funktioniert das "DRM Modell" problemlos es gibt also von der Publisher Seite her kein Hindernis.

Mithos (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 10:49 #

Du hättest in dem Artikel sogar noch weiter ausholen müssen:
Das Problem betrifft inzwischen nicht nur PC/Konsolen-Spiele, sondern auch immer mehr die Bücher (eBooks), Zeitschriften und vor allem natürlich Musikstücke. Letztlich werden dem Käufer Nutzungsrechte vorenthalten, welche er bei den nicht-digitalen Pendants noch hatte und welche ihm vom Gesetzgeber auch ausdrücklich eingeräumt wurden. Genau deshalb sehe ich hier auch wieder den Gesetzgeber in der Pflicht, dafür zu sorgen, dass eine solche Weitergabe der Nutzungsrechte ohne Bedingungen durch den Hersteller möglich ist. Eventuell könnte dem Käufer das Recht eingeräumt werden, eine Schutz-Funktion, welche die Übertragung der Nutzungsrechte verhindert, als Mangel einzustufen. Es muss dann ausdrücklich erlaubt sein, einen solchen Mangel zu beseitigen.
Bei einer solchen Gesetzeslage würden die Hersteller wahrscheinlich von sich aus eine bedingungslose Übertragung der Nutzungsrechte anbieten.

DerDani 16 Übertalent - P - 4034 - 18. Oktober 2011 - 10:56 #

Klasse Beitrag - find es vor allem richtig gut geschrieben.

Wie die Zukunft aussehen wird? Ich denke wir haben auch den F2P-Trend - für Multiplayer-Spiele sogar durchaus attraktiv. Da da eh alles online abläuft, hat jedes seinen eigenen Account. Wobei da immer die Gefahr besteht: Wenn es zu wenige bezahlt spielen muss der Hersteller sich fragen, wie er noch Geld da raus zieht.

Wäre es nicht schön, wenn es mehr publisher so sehen würden wie z.B. CD Project mit GOG.com? Es ist doch auch ein gutes Mittel zur Werbung: Unser Spiel benutzt kein DRM. Aber das sehen doch vor allem kleine Firmen eher (die Fortsetzung von Grotesque Tactics kommt z.B. auch ohne?). Denn ein Kopierschutz (oder gar DRM-Konstruktionen) kostet ja auch Geld.

Gamaxy 19 Megatalent - P - 13404 - 18. Oktober 2011 - 10:58 #

Verdammt, warum kannst Du so gut schreiben, Age?
Wie sagt man so schön: *neidischbin*

Zum Thema: Wieder mal nutzt der Konsument seine Macht nicht. Ich persönlich werde es so halten, dass ich keine Spiele mit DRM kaufen werde. Onlinepass werde ich auch meiden, obwohl mich das nicht so betrifft, da ich meine Spiele nicht weiterverkaufe. Aber eigentlich sollte man sowas auch meiden. Allerdings gebe ich zu, dass ich nicht von jedem Titel, den ich habe, weiß, ob nicht irgendeine Kundengängelungsmaßnahme darin versteckt ist.

Ansonsten werde ich mich verstärkt älteren Titeln zuwenden und solchen von Entwicklern, die so ein Gehabe nicht nötig haben bzw. bewusst darauf verzichten. Diablo 3 werde ich mir nicht kaufen.

Deus Ex 1, Half-Life 2 Episoden 1+2, The Book of Unwritten Tales, Edna bricht aus, Machinarium, Trine, Monkey Island 2 S.E., Assassin's Creed 2, alles noch ungespielt. Bei Minecraft hat sich sicher auch einiges getan seit der letzten Session. Oder ich teste mal die neueste Cinematic Mod zu HL2...

Argh! (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 11:19 #

Hat da jemand versucht bei Schreibstil vom Fränkel abzugucken?

Age 19 Megatalent - P - 14004 - 18. Oktober 2011 - 12:50 #

Eigentlich hat der Fränkel den Schreibstil von mir. Ich empfehle an dieser Stelle die Lektüre meiner anderen User-Artikel.

Argh! (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 16:57 #

Ja bloß das der Fränkel schon vor 10 Jahren für die PC Action geschrieben hat...

Age 19 Megatalent - P - 14004 - 18. Oktober 2011 - 17:34 #

Und ich schreibe schon seit über 13 Jahren ironische Kommentare ins Internet. :-O

Harald Fränkel Freier Redakteur - 6846 - 28. Oktober 2011 - 10:33 #

Nur der Vollständigkeit halber: Ich habe bereits 1997 für die PC Action geschrieben, da gab's noch nicht mal die Marke Google. ;)

Age 19 Megatalent - P - 14004 - 28. Oktober 2011 - 12:49 #

Hast du dir alle Kommentare durchgelesen oder durchsuchst die GG immer mal nach deinem Namen? :p Alter Mann. ;)

Harald Fränkel Freier Redakteur - 6846 - 28. Oktober 2011 - 13:23 #

Ich google täglich dreimal nach mir, dabei wächst mein Ego. Nein, ernsthaft: Zufällig darauf gestoßen, weil ich gerade Wochenrückblick-Stoff sammle.

Age 19 Megatalent - P - 14004 - 28. Oktober 2011 - 13:36 #

Wie mir scheint, hilft freundliches Twittern also doch, Spatz! :D

Harald Fränkel Freier Redakteur - 6846 - 28. Oktober 2011 - 13:52 #

Äh ... ne, dat was du hoffst, kann ich nicht versprechen.

Age 19 Megatalent - P - 14004 - 28. Oktober 2011 - 14:16 #

Mir reicht schon eine, wie auch immer geartete, verlinkte Erwähnung im Fließtext, um die Hits noch mal nach oben zu treiben. Ja ich bin ein kleines Hits-Flittchen. :)

Anonymous (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 11:33 #

Zu deiner Frage zu meinen Grenzen.
Meine KK wird mir schon mit Versicherungsentzug drohen müssen um von mir ein Foto zu bekommen ;).
Der neue Perso wird in 10 Jahren erstmal mit einem hartem Objekt behandelt und wenn das nichts hilft etwas Mikrowellenstrahlung ausgesetzt.
Ich werde wohl demnächst die Piraten wählen (und nein, nicht aus Protest, aber auch nicht als komplett überzeugter Wähler) und die Grenze für DRM die ich nicht überschreite ist bei mir im Normalfall schon mit einer Onlineaktivierung erreicht. Einen Client habe ich erst garnicht auf dem Rechner.
Meine Daten? Just from my cold dead hands, um mal den Spruch der NRA zu nutzen ;).

Allerdings sehe ich deine sehr schön geschriebene Kolumne leider als Blick in die Zukunft, denn als Horrorvorstellung.
Und wie schon 2004, es wird schlimmer werden als du es dir in deinen Alpträumen vorstellen kannst ;).

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 18. Oktober 2011 - 11:48 #

Nein, es wird nur ein Blick in die nahe Zukunft. Auf lange Sicht werden wir keine Datenkopien mehr erwerben, sondern Services nutzen. Und da sind diese Trojaner nicht mehr notwendig, denn die Software wird zu großen Teilen nicht mehr auf unser Hardware ausgeführt.

Anonymous (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 13:46 #

ganz sicher nicht. denn die entsprechenden serverleistungen gerade im bereich von 3d-spielen ist viel zu hoch, als, dass es für einen anbieter rentabel wäre.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 18. Oktober 2011 - 14:49 #

Deine Überzeugung möchte ich haben (wegen "ganz sicher nicht"). Aber so "ganz" sicher sollte man sich eigentlich nie sein.

Erstens könnten ja nur Teile ausgelagert werden. Man könnte die Grafik nach wie vor auf dem Client berechnen, aber wie bei einem MMO die Spielwelt auf den Servern.

Zweitens könnte die komplette Grafikberechnung serverseitig ganz anders optimiert werden, viel mehr Modelle und Texturen könnten im Cache verbleiben und zwischen den Anfragen über Sharing aufgeteilt werden.

Hier gibt es viel Potential, wenn man mal ernsthaft darüber nachdenkt.

Anonymous (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 17:03 #

das ist kein potential wenn du näher darüber nachdenkst. um die entsprechende leistungen bereitzustellen und mit der entsprechend geringen latenzzeit, müsstest du praktisch weltweit ein sehr dichtes netz an serverfarmen zur verfügung stellen. so etwas rentiert sich nicht.

abgesehen wird praktisch nichts eingespart, wenn die grafik wieder auf den clients berechnet werden muss. denn die grafik ist gerade das, was den die größte datenmenge an aktuellen spielen ausmacht.

weiterhin hat man bei mmos noch den vorteil, dass sich alle spieler in der selben welt aufhalten, d.h. serverseitig muss nur eine welt simuliert werden.
während bei normalen sp-games jeder einzelne spiele seine eigene welt hat. wenn du dir überlegst, dass zB ki-routinen für gegner oder ki-mitspieler 30-60 mal pro sekunde aktualisiert werden müssen, wird diese vorstellung, dass alles serverseitig machen zu wollen, völlig absurd.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 18. Oktober 2011 - 19:41 #

Absurd ist es deswegen schon nicht, weil es bereits jetzt funktioniert. Ich habe bereits per Streaming Spiele auf meinem Rechner gespielt. Das war Mass-Effect 2 inklusive Grafik und KI ;)

Carmack meinte mal, die Latenzzeit wäre kaum größer als die bei kabellosen Controllern auf einer Konsole.

Anonymous (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 19:59 #

da hat der carmack schwachsinn geredet. abgesehen von dem latenz-problem (was sport, action-spiele relativ unspielbar macht) sind auch grafik und sound ein problem, welche sehr stark komprimiert werden müssen, trotz der heute verfügbaren großen bandbreiten.

dass es machbar ist, bezweifle ich ja nicht (siehe onlive). ich sag nur, dass es absurd ist davon auszugehen, dass dies die zukunft sein wird.
das wird alleiner aufgrund der genannten technischen probleme immer nur einen kleinen kundenkreis ansprechen, die auf optimalen spielegenuss nicht so viel wert legen.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 19. Oktober 2011 - 1:28 #

Jetzt verstehe ich Deine Argumentation, die aber leider nur zur Hälfte Sinn macht. Denn niemand hat behauptet, dass Streaming allein die Zukunft ist. Es ist ein Teil der Zukunft. Gleichzeitig könnten andere Plattformen entstehen. C++ Code kann jetzt direkt in einer "Sandbox" im Browser ausgeführt werden inklusive 3d-Bibliotheken. Der Browser an sich kann eine neue Spieleplattform werden und auf jedem Gerät laufen, welches diesen Web-Standard implementiert. Gleichzeitig muss das Spiel aber nicht vollständig auf der Hardware des Spielers laufen. Das ist nur eines von vielen möglichen Szenarien, die wegführen von dem alten Modell der leicht zu missbrauchenden Datenkopie.

Anonymous (unregistriert) 19. Oktober 2011 - 4:52 #

klar, das gibts ja alles ohnehin schon ein weilchen. das wird sich aber aus oben genannten gründen eben definitiv nicht auf dem mainstream-markt durchsetzen. dass es hier und da immer mal wieder neue vertriebsmöglichkeiten gibts, ist ja klar.
an dem hauptmarktanteil wird sich aber diesbzgl nicht viel ändern, man wird immer noch vollständige spiele kaufen (ob digital oder retail) und die auf seiner platform installieren und spielen.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8235 - 19. Oktober 2011 - 11:20 #

Abwarten, [lieblingsgetränk hier einfügen] trinken. Wenn die Verschmelzung von TV, PC & Internet vollständig abgeschlossen ist, könnte auch Oma Mustermann auf ihren Fernseher anfangen zu FarmVillen und der Neffe spielt CoD XXIV.

Ob mir das gefällt? Ich denke zu dem Zeitpunkt werde ich alt genug sein um mit dem Satz "Damals, da war alles besser, da hatte man noch Kombuda" geifern. ;)

Frohgemuet 13 Koop-Gamer - P - 1333 - 18. Oktober 2011 - 11:46 #

Lob und Anerkennung! Schön geschrieben.

Baran 12 Trollwächter - 826 - 18. Oktober 2011 - 12:14 #

Bravo, bravo, bravissimo! Mit einer der besten Artikel, die ich jemals auf GG bzw. in der Spielerpresse (egal ob on- oder offline) zu diesem Thema gelesen habe.
Großartig!

marshel87 16 Übertalent - 5681 - 18. Oktober 2011 - 12:15 #

Schön geschrieben, genau mein Standpunkt! Aus dem Grunde kauf ich aber auch weiterhin gebrauchte Spiele, da pfeif ich doch auf die 1..2.. Inhalte die mir dann gestohlen werden!

volcatius (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 12:15 #

Warum es so weit kommen konnte?
Weil PC- und Videospieler der wohl lächerlichste, kurzsichtigste, manipulierbarste Haufen aller Konsumenten sind.

"Hat das Spiel DRM?" "Ne, nur Steam"
"Accountbindung? Stört mich nicht, habe eine XBox."
"Wir haben bei Ubisoft die Handbücher abgeschafft, um die Umwelt zu entlasten."
"Endlich kann ich meine Savegames in der Cloud ablegen."
"Toll, wir bekommen Pre-Order-Boni, danke Rockstar!"
"Ich kauf grundsätzlich nix, was mit DRM zu tun hat, aber im PSN schon"
"Online-Pass ist mir egal, ich kaufe eh keine gebrauchten Spiele."

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3304 - 18. Oktober 2011 - 12:34 #

<<"Hat das Spiel DRM?" "Ne, nur Steam">>

Hehe, mit so einem Exemplar hatte ich es auch schon zu tun. Ich wäre ja total dämlich, weil ich Steam und DRM in einen Topf werfen würde...

Was will man machen, die Industrie hat ihre Schäfchen perfekt dressiert. Früher war es Generation Jamba, heute ist es Generation Steam. ;)

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 18. Oktober 2011 - 14:56 #

Die Industrie dressiert überhaupt niemanden. Noch immer ist es der Kunde, der auswählt und frei entscheidet. Die Industrie passt sich an. Wenn Steam so ein böses Produkt wäre, würde es nicht existieren.

Es gibt fast 1 Milliarde Menschen, die Facebook nutzen. Ich halte Facebook für datenschutztechnisch viel kritischer als z.B. Steam. Aber die Leute genießen den Service. Ich kann es selbst als FB-Verweigerer nicht verstehen, aber so viele Menschen werden ihre Gründe haben und sie wurden weder dressiert noch hat sie jemand gezwungen. Das ist der Markt. Der Nutzer ist bereit, für einen Service zu zahlen und wenn er mit seinen Daten zahlt.

Ihr schaut doch auch Fernsehen, das mit unglaublich penetranter Art und Weise und in einer Häufigkeit von Spam und Werbung durchwachsen ist. Das ist doch Dressur, da wird ständig erklärt, was man zu konsumieren hat. Aber die Leute nehmen das freiwillig in Kauf, um kostenlos berieselt zu werden.

So sind sie eben, die Schäfchen. Steam ist doch dagegen ein moderner und netter Zeitgenosse.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3304 - 18. Oktober 2011 - 15:17 #

Die Werbung kommt von der Industrie und die wenigsten Kunden entscheiden wirklich frei. Genau das ist das Problem.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 18. Oktober 2011 - 15:23 #

Dass die Werbung von der Industrie kommt, ist das Problem? Wo soll Werbung sonst herkommen?

Um es etwas klarer auszudrücken: Es gibt diese Praktiken überall. Im Fernsehen wird man durch massenhaft Werbung eingeschränkt und konsumorientiert gesteuert. Facebook sammelt Daten von fast 1 Milliarde Menschen als Bezahlung für ihre Dienste. Google durchsucht das Internet nach Daten und kategorisiert sie, Amazon sammelt Shoppingdaten, sämtliche Gewinnspiele existieren, um Daten zu sammeln und das zu gewinnende Produkt zu bewerben. Steam bindet meine Spiele, die ich teilweise nur für 2,50 Euro kaufe, an einen Account.

All diese Dienste werden vom Kunden angenommen. Also können wir deren Existenz auch gerne tolerieren.

Tolstoi sagte mal:
Je näher die Menschen der Wahrheit sind, desto toleranter sind sie.

Warum also nicht diese Dienste tolerieren anstatt ständig zu flamen, nur weil es uns selbst nicht passt? Andere urteilen da eben auf ihre Weise.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3304 - 18. Oktober 2011 - 15:30 #

Du schriebst, dass die Industrie niemanden dressieren würde, sondern die Werbung dies tut. Daher mein Einwurf, dass die Werbung von der Industrie kommt.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 18. Oktober 2011 - 16:08 #

Ja gut, da hast Du Recht. Über die Werbung versucht die Industrie in der Tat die Konsumenten zu "dressieren", was ja bei Hype-Produkten wie Skyrim, Battlefield 3 oder Süßigkeiten von Ferrero locker funktioniert.

Dennoch bleibt der Punkt, dass der Kunde frei wählen kann. Dass sie am Ende lieber die am meist beworbenen Produkte auswählen und davon wenn möglich die billigsten, ist nur das Ergebnis fehlender Kritikfähigkeit. Auch da stimme ich mit Dir überein.

Aber, was ich eigentlich ausdrücken wollte: Es ist nicht unsere Aufgabe, allen Leuten, die Ferrero Rocher essen, zu erklären, dass es ein ganz billiges ungesundes Industrieprodukt ist. Scheinbar sind die Menschen glücklich damit. Sie könnten ja darauf verzichten.
Im Gegenteil, sie nehmen in Kauf, zu verfetten oder verfrüht zu sterben.

Genauso nehme ich in Kauf, ein Spiel bei Steam nicht verkaufen oder nicht verleihen zu können. Und das ist weniger ein Problem, da ich beides gar nicht machen möchte.

Larnak 21 Motivator - P - 26023 - 18. Oktober 2011 - 23:29 #

Naja, das mit dem frei wählen ist auch so eine Sache, über die man laaaaange diskutieren könnte :D

Zu dem erklären: Naja, ich denke, man ist da ein bisschen egoistisch. Von mir aus sollen die anderen so viel DRM haben wie sie wollen, stört mich nicht. Aber wenn andere dafür sorgen, dass DRM 'normal' wird, habe ich irgendwann Probleme, Spielen ohne DRM zu bekommen :)
Bei Süßigkeiten ist die Gefahr, dass Süßigkeiten normale Lebensmittel verdrängen, wohl eher gering :D

Da muss man sich die Entwicklung ja nur mal ansehen: Vor ein paar Jahren war es nur Half Life 2. Mittlerweile hat fast jedes große und so manches kleine Spiel irgendeine Form von DRM, sodass man davon ausgehen kann, das hier sowieso schon der Point-of-no-Return überschritten ist. Und man kann schon voraussehen, wann die nächste Schranke fallen wird. Das ist in der Form ja keine Illusion, sondern Realität. Wenn wir bei Half Life 2 mehr Leute hätten überzeugen können, wären wir heute ohne DRM ;D
(Auch wenn das jetzt teilweise den Beitrag von unten wiederholt)

Natürlich muss man nicht alles konsumieren (um deine Antwort von unten aufzugreifen), aber da setzt eben wieder das ein, was im ersten Absatz steht.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 19. Oktober 2011 - 1:36 #

Süßigkeiten verdrängen doch keine normalen Lebensmittel genausowenig wie Spiele normale Software nicht verdrängen.

Aber mal abgesehen von den Vergleichen verstehe ich schon Deine Ansichten. Ich will das ja nicht alles nur aus Prinzip herunterreden, weil ich jetzt unbedingt beweisen will, dass ich Recht habe und Du nicht. Die Wahrheit liegt doch eh in der Mitte.
Und in genau dieser Mitte wird es Produkte mit restriktivem DRM, mit seichtem und ganz ohne DRM-Maßnahmen geben. Das ist jetzt so und wird auch in Zukunft so sein. Die Welt wird doch immer bunter. Es gibt diverse Plattformen, jetzt kamen Telefone und Pads dazu, iOS, Android, Browser können jetzt 3d-Grafiken rendern wie eine Game-Engine, Flash ist in 3d tausend mal schneller geworden. Es gibt DVDs, Onlinevertrieb, Browserspiele, MMOs und Handhelds.
Auf gewisse Ubisoft und EA Produkte sollten wir doch locker verzichten können bei diesem gewaltigen Überangebot.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11878 - 18. Oktober 2011 - 15:34 #

Der Unterschied bei Facebook ist, man kann "irgendwelche" Daten eingeben. Wer seinen Realnamen, Adresse, etc. eingibt und FB mit allen möglichen anderen Diensten verknüpft, der ist auch selbst schuld. Ein FB-Datensatz mit "irgendwelchen" Angaben nützt der Industrie hingegen reichlich wenig.

Crizzo 18 Doppel-Voter - 11200 - 18. Oktober 2011 - 22:32 #

Als wären alle Benutzer über die Datenschutz- und Datensammel-Problematik bei Facebook im Bild... :kaffee:

Larnak 21 Motivator - P - 26023 - 18. Oktober 2011 - 15:55 #

Stimmt, im Vergleich zu anderen ist Steam vielleicht gerade aus jetziger Sicht "nett". Aber: Bei PC-Spielen ist Steam vor allem auch der Wegbereiter all dessen, was danach kam.
Das, was beim Always-On wahrscheinlich Diablo 3 wird, war Half Life 2 (und damit Steam) 'damals' bei der Onlineaktivierung. Und hat damit auch den Weg bereitet für vieles, was danach kam.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 18. Oktober 2011 - 16:11 #

Ja, und auch wenn ich heute viele Steam-Spiele habe: Damals bei HL2 hatte ich nur auf Arbeit Internet und konnte deswegen Half Life 2 nicht spielen. Ich fand es nicht gut, ausgeschlossen zu sein. Aber deswegen bin ich ja nicht zum Steam-Hater mutiert.

Ich muss nicht alles konsumieren.

Anonymous (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 12:36 #

Nicht vergessen: "Sowas wie [bitte Beschreibungen einsetzen] Origin kommt mir nicht auf den Rechner. Ich bleibe bei Steam."

Anonymous (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 12:16 #

Es wird niemand gezwungen, sich den neuen Mist anzutun.

Wie bei Musik und Film ist der vorhandene Kulturschatz so
groß, dass man den aktuell Kulturschaffenden eine lange
Nase zeigen kann.

Alte Bücher gibt es kostenlos im Netz.
Musik und Filme kostenlos im Fernsehen oder
im Regal der Eltern.

Und dann gibt es natürlich noch quelloffene Spiele
die auch Spaß machen, auch wenn selten über sie
berichtet wird. Hier müssen sich die Spielemagazine
aber an die eigene Nase fassen.
Macht ja keinen Spaß über Spiele zu berichten, die
einfach nur so rumliegen, ganz ohne tolle Presseevents
in London...

NedTed 18 Doppel-Voter - - 11813 - 18. Oktober 2011 - 12:25 #

Gut geschrieben, aber sehr einseitig, unreflektiert und polemisch.

Anonymous (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 12:34 #

Ein Kommentar oder eine Kolumne sind normalerweise einseitig, unreflektiert und polemisch.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 100933 - 18. Oktober 2011 - 12:37 #

Ist das nicht auch mitunter der Sinn eines "Meinungsartikels"?

Age 19 Megatalent - P - 14004 - 18. Oktober 2011 - 12:53 #

Nimm es mir nicht übel, aber auch an dich habe ich persönlich gedacht, als ich den ersten Absatz der dritten Seite geschrieben habe. ;)

NedTed 18 Doppel-Voter - - 11813 - 18. Oktober 2011 - 19:36 #

Jetzt mein ausführliches Kommentar (hatte in der Mittagspause keine Zeit darauf einzugehen):

Der Artikel ist sehr gut geschrieben und äußerst unterhaltsam zu lesen. Ich habe aber dennoch Kritikpunkte.

1) Zu "unreflektiert und einseitig": Ich vermisse in dieser Meinung die andere Seite. In dem Kommentar wird alles schwarz/weiß gemalt. Einerseits hat hat die Vorgehensweise der Industrie eine Ursache (raubkopieren - da darf sich so gut wie jeder selbst an die Nase fassen). Andererseits spielen wir Gamer auch mit. Mir wäre kein Fall bekannt wo deutliche Umsatzeinbrüche durch DRM-Maßnahmen vorgekommen sind. Außerdem schafft "DRM" mehr Arbeitsplätze!

2) Zu "polemisch": '...und damit durch radioaktiven, faulig stinkenden und mit Rattenkadavern übersäten Schmutz zieht.'
'Warum ich euch Irrlichtern aber nun einen Absatz in meinem User-Artikel gönne?'
Und so weiter...
Damit ist der Artikel eher hassfördernd anstatt konstruktiv.

3) Age, ich schätze dich und als Mitglied der Piratenpartei. Sie spiegelt den immer größer werdenden Anteil der "Internet Natives" und als Gegenpol zur derzeitigen Politik dar. Sie ist eine wählbare Alternative. Durch deine Präsenz als Piratenmitglied und Werbung für die Piratenparty trägst du auch die Verantwortung sie ins rechte Licht zu rücken. Meiner Meinung nach, habe ich aber nun durch den Artikel ein negativeres Bild der Piratenparty.

4) 'Nimm es mir nicht übel, aber auch an dich habe ich persönlich gedacht, als ich den ersten Absatz der dritten Seite geschrieben habe. ;)'

Ich fühle mich geschmeichelt! ;)

Age 19 Megatalent - P - 14004 - 18. Oktober 2011 - 23:33 #

1) Für die Meinung der anderen Seite bin ich nicht zuständig, denn es ist nicht meine Meinung. Vielleicht willst du dich ja versuchen?
2) Er soll provozieren, das ist mein stilistisches Mittel, um die Menschen zum Nachdenken anzuregen.
3) Sorry, aber wenn du nicht zwischen mir als Privatperson und der Partei, der ich angehöre, trennen kannst, finde ich das schon traurig. Zumal ich wegen einer Parteimitgliedschaft, schon gar nicht bei den Piraten, mir meine freie Meinungsäußerung nehmen lasse.
4) Das freut mich. Ich hab ja nichts gegen dich persönlich. Unsere Meinungen sind in diesem Thema einfach nur grundlegend konträr. :)

Larnak 21 Motivator - P - 26023 - 18. Oktober 2011 - 23:31 #

Naja, für die andere Seite wird ja in der Regel schnell genug in den Kommentaren gesorgt. Darüber hinaus gibt es da auch irgendwie nicht viel zu sagen außer "mir egal, ich will halt spielen", meinetwegen noch etwas schöner ausformuliert ;)

Retrofrank 11 Forenversteher - 750 - 18. Oktober 2011 - 12:38 #

Traurig.
Pc spieler werden schon genug gegängelt durch Aufrüstspirale und Bug-Desaster.
Merkt die Industrie nicht,daß sie mit solchen Maßnahmen den Pc als Spieleplattform nur immer weiter zu Grunde richtet ?

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 18. Oktober 2011 - 14:59 #

Nein, im Gegenteil. Sie haben gemerkt, dass ein funktionierender Kopierschutzmechanismus weltweit mehr Kunden generiert als zerstört, vor allen Dingen im Osten, wo sehr viel kopiert wird.

SlimJim (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 15:28 #

Nein, im Gegenteil haben sie wohl gemerkt, das ein funktionierender Bigbrothermodus weltweit mehr zusätzliches Einkommen generiert, und das dieses zusätzliche Subventionierung zur Vortäuschung höherer Akzeptanz langfristig mehr als auswiegt.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 18. Oktober 2011 - 16:01 #

Das widerspricht sich nicht und ist kein Gegenteil, sondern eine andere Geschichte. Der Bigbrothermodus soll sicher dem künftigen Marketing dienen, ist aber dennoch unabhängig vom Kopierschutzmechanismus.

SlimJim (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 17:57 #

Ich wollte auch garnicht wiedersprechen, sondern nur ergänzen.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 24743 - 18. Oktober 2011 - 12:48 #

Ganz schön viele Kommentare, ist der Artikel wirklich erst heute Online gegangen?^^

Bin auch kein Freund von Online-Pässen und anderen Restriktionen. Immerhin ist Nintendo noch nicht auf den Zug aufgesprungen, aber das kann sich auch schnell ändern.

Zwar kann ich verstehen, dass Publisher ihre Spiele schützen wollen, aber die Verkaufszahlen der meisten PC-Spiele sind so mies, dass man vermuten könnte, dass der Schutz so effektiv wie das (gestoppte) Stoppschild von Frau Leyen ist.

Solange sich in der Gesellschaft kein Unrechtsbewußtsein entwickelt, was das Thema Schwarzkopien angeht, wird weiter fleißig kopiert, egal was für neue Kopierschutzmaßnahmen sich die Publisher ausdenken.
Das betrifft ja nicht nur die Spieleindustrie, sondern auch die Musik- und Filmindustrie. Der Download einer MP3 und das Schauen eines Streams sind ja bedeutend leichter als das Herunterladen eines Spiels und Installieren von Cracks. Da greifen einige schon aus Bequemlichkeit zur Retailversion, statt Stunden damit zu verbringen eine Kopie zum laufen zu bekommen.

Die von der Piratenpartei geforderte Kulturflatrate ist auch kritisch zu betrachten, wie hoch muss die sein, damit jeder Spielehersteller, Künstler und Filmproduzent am Ende nicht Insolvenz anmelden muss?
Videospiele sind kein lebensnotwendiges Gut, wenn man nicht einsieht 50 Euro für ein Spiel zu zahlen, verzichtet man eben oder wartet auf eine Preissenkung.
Ich schleich mich doch auch nicht in ein Kino mit der Begründung der Film wär auch ohne mich gelaufen und der Aufpreis für 3D, das ich gar nicht will, ist ein schlechter Scherz.

Anonymous (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 12:52 #

Bei einem Film der den Aufpreis für 3D verlangt kann ich allerdings auch in ein anderes Kino gehen, dass ihn ohne anbietet (meistens zumindestens).
Bei einem Ebook oder einer MP3 kann ich (meist zu geringeren Preisen) auch noch das Physische Medium kaufen.

Will ich kein DRM in einem Steamworksspiel.
Will ich kein Origin in BF3 und interessiert mich nur der SP.
Tja...
Wenn der Markt sowas richten soll, dann stellt sich die Frage, welcher Markt ;).

Mein Unrechtsbewußtsein steigt Antiproportional mit der Energie die darin gesteckt wird mich zu zwingen etwas zu tun.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 18. Oktober 2011 - 15:03 #

"Mein Unrechtsbewußtsein steigt Antiproportional mit der Energie die darin gesteckt wird mich zu zwingen etwas zu tun."

Und genau das ist es, was so viele her schon angeprangert haben:
Niemand zwingt Dich! Du kannst es lassen. Du musst keine neuen EA/Ubisoft/Activision-Titel kaufen. Nur so würden die Leute es doch lernen. Und genauso wenig sollte man es dann illegal spielen, denn auch illegale Spieler verbreiten die Freude am Spiel, laden ihre Freunde ein, bevölkern die Server und reden über das Spiel. Genau diese Publicity sollte man dem produkt entziehen und nicht ständig über die "böse" Industrie jammern und trotzdem seiner Sucht frönen.

Anonymous (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 17:19 #

Er (Green Yoshi) hat im Grunde mit den Marktmechanismen argumentiert.
Ist es mir zu teuer geh ich woanders hin oder warte. Gefällt mir der Service nicht wandere ich ab.

Diesen Markt und die damit verbundenen Mechanismen gibt es nicht. Es gibt kein Steamspiel ohne Steam. Es wird kein Ubilauncher oder Originspiel ohne selbige Plattformen geben. Selbst wenn ich noch 100 Jahre warte.
Es wird ein geschlossenes System aufgebaut jenseits aller Marktgesetze. Und das wird dann Marktwirtschaft genannt ;).

Darauf habe ich mich bezogen.

Das andere, bezeichne es als zivilen Ungehorsam. Willst du mir immer härtere Bedingungen aufzwingen und läßt mir keine Alternativen - ich kann (wie ihr) auch anders.
Gib mir eine Version ohne DRM, ohne Multi und normalen Patchsupport als GOTY (mit allen Inhalten) und ich schlage zu. Wirds nie geben.

Allerdings zu deiner Beruhigung, ich habe seit ungefähr 2 Jahren kein neues (in Form von grade rausgekommen) gekauft oder runtergeladen.
Dies hat allerdings mehr damit zu tun, dass mich "moderne" Spiele kaum noch ansprechen. Selbst mein interesse an den angeblichen Toptiteln die jetzt grade erscheinen sollen ist sehr gering. Einzig Skyrim hätte mich eventuell noch interessiert. Aber ich habe noch nicht mal alle F3, Oblivion und Morrowindmods durch, die ich mal spielen wollte. Ich kann es verkraften.

Was mich allerdings sehr wurmt. In 20 oder 30 Jahren wird wahrscheinlich ein großteil der Spiele die im Augenblick erscheinen verloren sein.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 18. Oktober 2011 - 19:46 #

Ich kann Dich ja verstehen. Ich mag aktuelle "Blockbuster" auch weniger. Der Hype greift mich kaum noch, da sie immer leichter werden und immer mehr interaktiven Filmen gleichen. Das Spiel im Spiel kommt oft zu kurz.

Aber das hat jetzt weniger etwas mit Kopierschutz als mit Geschmack zu tun.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 24743 - 18. Oktober 2011 - 19:59 #

Natürlich gibt es diesen Markt, schließlich nutzt nicht jedes Spiel Steam. Und UbiSoft Spiele kann man meist auch auf anderen Plattformen, wo es keinen UbiLauncher gibt, kaufen.
Spiele sind ja nicht lebensnotwendig, wenn man meint, dass einem immer härtere Bandagen aufgezwungen werden, verbringt man halt seine Freizeit anderweitig.

Anonymous (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 22:04 #

Nein, wenn es den Markt geben würde, dann hätte ich die Wahl zwischen Steam und nicht Steam.
Und damit meine ich nicht bei Spielen die Steam nur als Distributionskanal nutzen.

Ein Steamworkspiel muss ich mit Steam verbinden, egal wo ich es kaufe.
Ein Ubilauncherspiel muss ich es mit Ubi verbinden, selbst wenn ich es bei Steam kaufe. Als Retail sowiso.

Es gibt keine Wahl bei einem bestimmten Spiel, es gibt keinen Markt. Egal wo ich kaufe, ich bin an das selbe System zwangsgebunden und MUSS es nutzen und kann es nur so lange nutzen wie es mir in der endlosen Gnade des Systembetreibers erlaubt wird.
Natürlich nur bei gleichzeitiger Erhebung von Daten über mich. Egal ob ich das will oder nicht.

Larnak 21 Motivator - P - 26023 - 18. Oktober 2011 - 23:33 #

Find ich ja gut, dass es auch noch anderen auffällt, dass der Markt in dieser Form nicht existiert :)

maddccat 18 Doppel-Voter - 11605 - 18. Oktober 2011 - 13:10 #

Ein schön geschriebener, lesenswerter Artikel. Klasse! Wenn der Inhalt nur nicht so deprimierend wäre und damit auch Spieler erreicht werden könnten, die sich nicht wie unserer kleiner zockender Kreis ;) auf GG und vergleichbaren Seiten rumtreibt. Im Freundes- und Bekanntenkreis treffe ich häufiger auf passionierte Spieler, die das Internet noch immer nicht als Informationsquelle für sich und ihr Hobby entdeckt haben und sich nahezu ausschließlich auf Mundpropaganda verlassen. Die Empfehlungen, die dort ausgesprochen werden, sind idR keine schlechten. Jedoch werden auf diesem Wege natürlich nie alle potentiell interessanten oder relevanten Informationen transportiert. So ist es nicht verwunderlich, wenn diese Spieler solche Themen und die damit einhergehenden Konsequenzen nie in ihrer Ganzheit erfassen und den Entwicklern mit ihren restriktiven Maßnahmen weiterhin in die Hände spielen, da sie solche Artikel leider nicht erreichen.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3304 - 18. Oktober 2011 - 13:25 #

Da sagst du was. Um mich herum sind einige (sehr) junge Auszubildende. Da bekommt man schon mal mit, wie die sich mit leuchtenden Augen z.B. über das kommende BF3 unterhalten. Alles wird natürlich total krass, geil, toll etc.
Wenn man dann Origin einwirft, wird man nur komisch angesehen. Origin? Was soll damit sein?

Ok, bei Spielern in dem Alter will ich noch nicht mal groß was sagen. Aber wenn Erwachsene Menschen immer noch so naiv mit dem Thema umgehen, ist das schon bedenklich.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11878 - 18. Oktober 2011 - 13:19 #

Tja, ich schreibe es ja immer wieder, ich selbst habe damals schweren Herzens auf Half Life 2 verzichtet und ziehe diese Linie bis heute konsequent durch.

Übrigens weniger aus Datenschutzgründen als aus Sammelleidenschaft. Ich will Packungen, ich will die im Regal bestaunen und ich will sie auch in 25 Jahren aus eben jenem nehmen können und in einen meiner antiken Computer oder Konsolen einlegen und spielen können.

Solange es Spiele gibt die mich fesseln und stunden- oder wochenlang hervorragend Unterhalten, die diese DRM-Einschränkungen nicht haben, solange verzichte ich gerne auf DRM verseuchte Games, denn alles kann ich eh nicht spielen und welcher Firma meiner Sympathie gehört und mein Geld bekommt, dass dürfte wohl klar sein.

Anonymous (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 19:44 #

"...ich selbst habe damals schweren Herzens auf Half Life 2 verzichtet und ziehe diese Linie bis heute konsequent durch."

Half Life 2 kannst du auf einer der bald antiken Konsolen DRM-frei und mit bestaunbarer Packung ohne weiteres nachholen.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11878 - 18. Oktober 2011 - 21:18 #

Ich spiele doch keinen Shooter auf Konsole! Sonst hätte ich mir die Orange Box längst für PS3 gekauft.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 24743 - 19. Oktober 2011 - 1:42 #

Gut, dass es Du sein gelassen hat. EA hat bei der PS3-Version ziemlich geschlampt, die Xbox 360 Version ist aber ihr Geld wert. Ein Spiel wie Half-Life 2 sollte man nicht wegen Aversionen gegen Gamepads verpassen.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11878 - 19. Oktober 2011 - 13:40 #

Ich habe keine Aversion gegen Gamepads, im Gegenteil, ich liebe sie, nutze sie sogar am PC sehr gerne.

Aber Shooter und Konsole und ich, wir drei beißen uns irgendwie. Habe zahllose Demos ausprobiert und werde damit nicht warm. Fast alles kann ich auf Konsole Spielen, sogar Adventures, aber Shooter und Strategie sind ein absolutes "No Go" für mich.

Und leider habe ich immer noch keine XBox360. Es ist meiner Frau immer schwer klar zu machen, wieso ich noch eine Konsole zu den 17 vorhandenen haben will. Aber irgendwann ...

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3304 - 19. Oktober 2011 - 13:56 #

Shooter und Gamepad passen nicht zusammen, egal was Konsolenfans da erzählen. Halo und GoW habe ich auf Konsolen gespielt und es war ein Krampf.
Es gab doch mal einen Wettbewerb zwischen den angeblich besten Konsolen- und PC-Shooterspielern, welchen die PCler klar für sich entschieden.

Dafür eigenen sich andere Genres wiederum besser für Pads. Nicht das mir noch jemand den Hater vorwirft. ;)

Crizzo 18 Doppel-Voter - 11200 - 19. Oktober 2011 - 14:04 #

Äh, und? Mir gefällt auch ne Steuerung mit Maus und Tasta beim Shooter besser, aber nur weil ich mitm Gamepad nicht so gut umgehen kann, heißt es nicht, dass es nicht passt. ;)
Aber der Artikel dreht sich doch um DRM und Co und nicht um Konsole vs. PC-Steuerung. ;)

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3304 - 19. Oktober 2011 - 14:10 #

Darum der Hinweis auf den Wettbewerb. Bei MP-Shootern benötigt man eine möglichst effektive Steuerung, will man konkurrenzfähig sein.

Man könnte wahrscheinlich auch mit einer Tanzmatte spielen, "passt" bestimmt auch irgendwie. ;)

Crizzo 18 Doppel-Voter - 11200 - 19. Oktober 2011 - 14:20 #

Gamepad vs. Gamepad funktioniert wunderbar. Von nicht passen, kann da keine Rede sein. Ist einfach nur ungewohnt für dich und mich und Co. Klar, die Maus ist im Prinzip genauer, aber wenn alle die gleichen Bedingungen haben... ;) Man fährt auch in der Formel 1 nicht mit einem BMW M3 mit und wundert sich, dass man verliert. Die Verkaufszahlen der Shooter auf der Konsole sind mMn Beweis genug, dass sehr viele Leute sich nicht den Daumen brechen, wenn sie mit dem Gamepad das Fadenkreuz aufn Bildschirm scheuchen.
Aber das wird hier schon diskutiert: http://www.gamersglobal.de/forum/39682/gamepad-besser-als-maus-und-tastatur Kannst dich dort gerne beteiligen :)

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3304 - 19. Oktober 2011 - 14:40 #

Das es nicht funktioniert, habe ich nicht behauptet. Aber es ist eben nur zweite Wahl und das "indirekte/träge" Gefühl dabei (kann ich schlecht beschreiben) macht mir einfach keinen Spaß.

Warum die Hersteller keine Maus/Tastaturunterstützung bieten, finde ich schade. Vielleicht hätte ich dann längst eine Konsole (und (noch) keine Probleme mit DRM). Um wieder die Kurve zum Thema zu bekommen. ;)

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11878 - 19. Oktober 2011 - 14:46 #

Zunächst ist es auch die Trägheit, die mich stört. Die steht irgendwie Diametral zum schnellen Spielprinzip. Des weiteren muss man auf Konsole ja meist gar nicht mehr genau zielen (weil das gar nicht so exakt geht), sondern hat bei modernen Spielen ja enorme Zielhilfen, fast schon Autoaiming. Wenn mein Alter Ego im Spiel aber automatisch zielt, dann brauche ich keine Shooter mehr zocken, das widerspricht irgendwie dem Sinn eines solchen Spieles.

Anonymous (unregistriert) 19. Oktober 2011 - 15:12 #

Die mußt du klammheimlich ins Wohnzimmer schmuggeln und gut zwischen den anderen Geräten verstecken. Das merkt deine Frau doch gar nicht ...

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11878 - 19. Oktober 2011 - 19:54 #

Leider doch, sie spielt ja selbst (hin und wieder).

dermeck (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 13:31 #

Ein wirklich sehr schöner Artikel. Liest sich sehr gut und regt zum nachdenken an.

Schon bedenklich, wo die Entwicklung so hingeht. Am Anfang war ich ziemlich gegen Steam und nun ertappe ich mich sogar schon dabei, wie ich Spiele die ich eh schon besitze (Company of Heroes) nochmal auf Steam kaufe. Zwar zum Budgetpreis, aber trotzdem... Komfortable ists halt schon, wenn man keine Datenträger braucht und man die Spielstände nicht groß suchen muss.

Unkomfortabel wird es halt dann, wenn man für jedes Spiel nen anderen Client braucht. Wie ist das denn mit Games for Windows Life? Braucht man das als "PC-Zocker von Welt" nicht auch? ;-) Kann mich dunkel erinnern, dass man bei Arkham Asylum dazu gezwungen wurde und bei Arkham City kommt man bestimmt auch nicht drum rum. :(

Anonymous (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 13:48 #

man muss halt nicht alles schlucken. entsprechende spiele werden eben entweder nicht gekauft (wie zB origin bei bf3) oder, sie werden erworben aber dann eben mit einem keks enthebelt.
es kann nicht sein, dass publisher dem kunden vorschreiben, wie er zuhause mit seinem produkt umzugehen hat.

im übrigen sind konsoleros von drm auch nicht verschon, schon einige größere blockbuster-titel sowie auf den digitalten distributions-platformen nutzen drm-methoden, wie always-online-pflicht.

Crizzo 18 Doppel-Voter - 11200 - 18. Oktober 2011 - 22:37 #

"sie werden erworben aber dann eben mit einem keks enthebelt."
Damit kaufst du das Spiel, unterstützt dann indirekt also auch den Origin-Zwang, durch deine Entscheidung an der Kasse, nur dass du dir Origin dann irgendwie sparst. Naja, ob das der goldene Mittelweg ist, glaub ich nicht.

Henke 15 Kenner - 3636 - 18. Oktober 2011 - 14:29 #

Mein Gott, Du sprichst mir wie aus der Seele, Age!

Auch ich halte nichts von Kundengängelung durch Steam, G4Wl, DRM und Online-Pass.

Auch ich versuche, diesem zu entgehen, soweit ich es kann.

Und ja, als Gamer hat man es dieser Tage alles andere als leicht; man fühlt sich geradezu wie ein Verbrecher, wenn man auf irgendwelchen dubiosen russischen Internetseiten surft, nur um einen Kräck zu finden, der den Registrierungszwang der neueren Spiele aushebelt. Spiele wohlgemerkt, die man im Laden originalverpackt für teures Geld erworben hat.

Als Beispiele fallen mir da spontan das letzte Splinter Cell ein (ständige Online-Verbindung), das neue Deus Ex (ohne Steam kein Spiel) oder GTA4, dessen Installation mich 5 Stunden meines Lebens gekostet hat, nur um mein System nicht mit G4Wl und Rockstar Social Club zu "verseuchen"! Und obwohl jeder in dieser Hinsicht sein eigener Masochist ist (5 Stunden!!!), war Rockstar dann so kulant, und hat 2 Wochen später per Patch eben jenen Social Club entfernt...

Ich sehe ja ein, das die drei großen Publisher sich Gebrauchtkäufer, Raubkopierer und derlei Gesocks wehren möchten, aber bitte nicht zu Lasten des ehrlichen Kunden!

Unser aller liebstes Hobby ist auch so schon teuer genug; der (Gebraucht-)Spielehändler meines Vertrauens hat mir letztens eröffnet, das in punkto PC-Spiele bei ihm nichts mehr zu holen sein wird, da eben jene Kopierschutzmaßnahmen den Wiederkauf eines aktuellen Spieles nahezu unmöglich machen.

Auch auf Flohmärkten ist es inzwischen fast unmöglich, aktuelle Spieleschnäppchen zu machen, zumal der windige Verkäufer hinter dem wackligen Verkaufsstand einem keine Garantie geben kann, dass das Spiel auf deinem Rechner laufen wird.

So bleibt eben nur der Gang zum Mediamarkt deines Vertrauens, die Online-Bestellung bei Amazon oder der Erwerb im Ausland, wobei es inzwischen auch nicht mehr gegeben ist, ob die Uncutversion eines Spieles auch uncut über den Bildschirm flimmert - Onlineclient sei Dank.

Im Gegensatz zu etlichen Online-Pass-Trollen und DRM-Huren hier in den Meinungen finde ich es einfach nur geil, dass jemand mal die Eier in der Hose hat und sagt, wie es nunmal ist.

Danke Age!

Oh, und was aktuelle und kommende Spiele betrifft: kaufen werden wir Gamer die Scheiße trotzdem, und weiter mit Kopierschutzmaßnahmen rumärgern und völlig überteuerte DLCs runterladen, bis die Leitungen glühen...

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11878 - 18. Oktober 2011 - 15:39 #

Das lustige ist ja, dass du durch das benutzen von Kräcks auch gleich zur Raubkopie hättest greifen können, da das genauso illegal ist ...

Anonymous (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 16:57 #

nope, das ist es nicht. das umgehen von ks-verfahren zur privatnutzung ist legal.

Anonymous (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 17:23 #

Nicht sobald du dadurch einen Kopierschutz aushebelst.
Zwar werden Steam und Co als "Serviceplattformen" bezeichnet.

Aber nimm das mal als Begründung vor einem Gericht. Schwupps sind es Kopierschutzplattformen ;).

Anonymous (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 17:57 #

doch doch, du darst natürlich zu privatzwekcne auch drm bzw ks-verfahren umgehen.
und im übrigen wirds dabei wohl nie zu einem rechtsstreit kommen bei solch einem fall. denn die drm-maßnahmen sollen nur den gebrauchtmarkt verhindern, wenn du bezahlt hast, interessiert sich der rechteinhaber wenig, was du damit machst.

Larnak 21 Motivator - P - 26023 - 18. Oktober 2011 - 23:35 #

Das Verbot, technische Schutzmaßnahmen zu umgehen, finde auf Computer-Programme keine Anwendung.

Cracks seien zwar trotzdem illegal, aber das muss einen anderen Grund haben, den ich bisher noch nicht gefunden habe.
(Also das Verwenden von Cracks bei gekauften Spielen natürlich. Nicht das Erstellen von Cracks und auch nicht das Nutzen von Cracks zum Zwecke der Umgehung des Urheberrechts, da gibt es wohl keinen Zweifel, dass beides illegal ist :) )

Henke 15 Kenner - 3636 - 19. Oktober 2011 - 0:09 #

Mag ja sein, nur im Falle eines Deus Ex 3 möchte ich dennoch auf dieses zugreifen können, wann ich will; wenn Steam sich daraufhin weigert, weil

a) der neueste Patch draufgespielt wird
b) aus irgendeinem Grund Steam derzeit nicht aufrufbar ist oder
c) mir Windows erklärt, das die Verknüpfung zum Programm auf einmal keine gültige Windows 32Bit Anwendung ist

dann hat das ganze einen bitteren Beigeschmack...

Wenn ich derlei zu umgehen versuche, indem ich eine modifizierte Exe-Datei über die Originaldatei eines legal erworbenen Spieles legen muß, dann komm ich mir schon ziemlich kriminell vor.

Anonymous (unregistriert) 19. Oktober 2011 - 15:33 #

das erstellen (eigentlich wohl eher das bereitstellen) von cracks ist in der regel "illegal", weil dafür (meißt) mindestens die ausführbare datei disassembliert und verändert werden muss, was soweit ich weiß im normalfall wegen urheberrecht, copyright oder was auch immer nicht erlaubt ist. wenn ich mir meine spiele selber cracken würde und die veränderten dateien auf meiner platte bleiben, wäre das glaub ich unkritisch (wenn man davon ausgeht, dass das ganze "umgehen des kopierschutzes"-blabla keine rechtliche grundlage hat). aber sobald man urheberrechtsgeschützten kram oder teile davon (in diesem fall einzelne dateien) verändert und veröffentlicht (egal ob games, musik, bücher, bilder/logos usw) und das material nicht so lizensiert ist, dass veränderung ausdrücklich erlaubt ist, ist das halt illegal. darauf lässt sich glaub ich die illegalität von cracks im kern zurückführen. egal ob das umgehen eines kopierschutzes jetzt erlaubt ist oder nicht...der crack an sich ist in gewisser hinsicht illegal, weil es sich um geistiges eigentum handelt, das ohne einverständnis des rechteinhabers verändert und veröffentlicht wurde. betrifft natürlich nur denjenigen, der den crack erstellt oder veröffentlicht hat. wie das nun im endeffekt mit der illegalität beim "endnutzer" aussieht, ist glaub ich rechtlich ne ziemliche grauzone.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 100933 - 18. Oktober 2011 - 16:17 #

"Ich sehe ja ein, das die drei großen Publisher sich Gebrauchtkäufer, Raubkopierer und derlei Gesocks wehren möchten, aber bitte nicht zu Lasten des ehrlichen Kunden!"

Das ist jetzt aber nicht nett Gebrauchtkäufer unter Gesocks zu verbuchen. Die machen ja nix falsches und "sind" ehrliche Kunden.

Henke 15 Kenner - 3636 - 18. Oktober 2011 - 18:20 #

Hmmm, hättest Du meine Meinung aufmerksam gelesen, so sollte Dir aufgefallen sein, das auch ich mich zu den Gebrauchtkäufern zähle...

Was Deine Aussage "Die machen ja nix falsches und "sind" ehrliche Kunden" betrifft :

Kannst das ja auf ein großes Pappschild schreiben und vor der Ubisoft-Zentrale damit auf- und ablaufen. "Ehrliche" Kunden sind in deren Augen Leute, die den vollen(!) Preis für ein Spiel zahlen... Gebrauchtkäufer zählen da sicher nicht zu, das sie dem Hersteller nichts einbringen!

Tr1nity 28 Endgamer - P - 100933 - 18. Oktober 2011 - 18:45 #

"Ehrliche" Kunden sind in deren Augen Leute, die den vollen(!) Preis für ein Spiel zahlen... Gebrauchtkäufer zählen da sicher nicht zu, das sie dem Hersteller nichts einbringen!"

Dann müssen sie aber konsequent sein und Low Budget- bzw. Schnäppchenkäufer auch anprangern :). Denn ob Kunde A das Spiel für 50 Euro kauft und dann für 25 Euro wieder verkauft oder Kunde B dann das Spiel 3 Monate später als Low Budget/Schnäppchen für 25 Euro neu kauft kommt dann auf's Gleiche raus.

Aber so große Pappschilder gibt's nicht, um das denen zu verklickern :).

Henke 15 Kenner - 3636 - 18. Oktober 2011 - 19:22 #

Ich mag Dich, Tr1n1ty, und den Rang Foren-Moderator hast Du Dir auch sicher verdient, aber Deine Aussage "Denn ob Kunde A das Spiel für 50 Euro kauft und dann für 25 Euro wieder verkauft oder Kunde B dann das Spiel 3 Monate später als Low Budget/Schnäppchen für 25 Euro neu kauft kommt dann auf's Gleiche raus." ist so nicht ganz korrekt.

Kunde A kauft das Spiel für 50 Euro
= 50 Euro für Publisher
Kundendaten für Publisher
1 verkaufte Einheit für Publisher

und verkauft es weiter für 25 Euro (was er nicht kann, da DRM oder Registrierungszwang oder sonstiges, was Age angeprangert hat). Aber na gut, er verkauft es weiter an X
= 10 Euro für Reaktivierung irgendwelcher Inhalte (Catwoman)
Zusatzkosten (für telefonischen) Support
0 verkaufte Einheiten

Kunde B kauft es Low Budget, da es nicht mehr ganz so neu ist oder die angepeilten Stückzahlen erreicht sind oder wasauchimmer:
= 25 Euro für Publisher
Kundendaten für Publisher
1 verkaufte Einheit für Publisher
Support muß mit Hinweis auf Alter des Produktes nicht mehr gewährleitet werden

Versteh doch bitte, Gebrauchtspiele machen denen mehr Ärger als das sie Nutzen einbringen, und ob ich nun einen DLC wie Catwoman einfach in Online-Pass umbenenne, weil es einfach sexy ist, ist gehüpft wie gesprungen. Die Hersteller wollen die Spieler nunmal ans Produkt binden und dabei möglichst Gewinn machen, wobei davon auszugehen ist, das sie mit einem Crysis für 10 Euro aus der Topseller-Ecke im Supermarkt immer noch Gewinn machen.

Kunde C wartet 2 Jahre, kauft sich das Spiel dann als Computerbild-Beilage (wobei das Spiel seine Runde macht auf allen Spielemagazinen) und erwirbt dann ein Spiel, dessen Vertriebsrechte die Publisher wiederum für gutes Geld verkauft haben

= Publisher macht Gewinn mit überholtem Spiel
evtl. noch mehr Kundendaten
muß nicht mehr supporten, da auf neuesten Stand gepatcht
muß keinerlei Verantwortung übernehmen, da der Verlag erste Ansprechadresse ist

Wie man es dreht und wendet: die haben gewonnen und der Spieler das Nachsehen...

Larnak 21 Motivator - P - 26023 - 18. Oktober 2011 - 23:37 #

Zu Gebrauchtspielen gibt es ja auch hier schon was :)
http://www.gamersglobal.de/report/gebraucht-gehasst-gefuerchtet

Henke 15 Kenner - 3636 - 19. Oktober 2011 - 0:14 #

Wobei ich Gamestop außen vor lassen wollte; deren Angebotspalette beschränkt sich meiner Erfahrung nach auf einen Handvoll älterer PC-Spiele.

Der Großteil des Umsatzes wird dort immer noch mit Konsolenspielen und deren Zubehör gemacht. Bisher hab ich als PCler solche Läden immer mit leeren Händen verlassen...

Anonymous (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 14:35 #

DRM sorgt u.a. auch dafür das man Geld ausgeben muss, statt sich das Zeug gebraucht zu organisieren. Das find ich sehr wichtig, denn mein Wohlstand ist es mir alles kaufen zu können. Wieso sollte ein armer Gebrauchtspielkäufer auch in den Genuß kommen, das Gleiche zu spielen wie ich? Da gibt es kein Recht.

Die 3 Klassen Gesellschaft verweichlicht immer mehr. Echt schade.

Henke 15 Kenner - 3636 - 18. Oktober 2011 - 14:50 #

Welche 3 Klassen Gesellschaft meinst Du denn?

Die Reichen, zu denen Du Dich zählst, die alles neu und toll und mit allen DLCs kaufen?

Die Mittelkasse, die sich gelegentlich mal ein Spiel originalverpackt leisten kann,

oder die Hartz4-Riege, die im Laden das neueste Battlefield mit Essensgutscheinen bezahlen möchte?!

Ehrlich gesagt scheiß ich auf DRM und Konsorten; wenn ich mir ein Spiel nicht leisten kann, hol ich es mir auch nicht!

Es geht doch eigentlich eher darum, sich nicht durch solcherlei Kopierschutzmaßnahmen in irgendeiner Form gängeln oder bevormunden zu lassen...

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 18. Oktober 2011 - 15:09 #

Der war gut, haha.

Aber bei Steam-Angeboten von 2,50 Euro für Spiele wie Crysis, braucht es wirklich keinen Gebrauchthandel und keine Klassenunterschiede mehr.

Henke 15 Kenner - 3636 - 18. Oktober 2011 - 18:29 #

Mag ja sein, Kollege, aber nicht überall ist eine vernünftige Internetanbindung möglich... würde mir auch gerne bei Gamersgate die beiden GTA4-Zusätze für 4,99 holen, aber der Download würde mit meiner Verbindungsrate geschätzte 5 Tage in Anspruch nehmen.

Und bevor Du Dir jetzt verwundert die Augen reibst: In 3/4 des kleinen Kuhdorfs, wo ich wohne, ist ein vernünftiges DSL möglich, nur nicht wo ich wohne. Das mußte der nette Telekommensch, der mich letztens an der Haustür belästigt hatte, dann auch zähneknirschend eingestehen.

Und jetzt überdenke noch mal Deine Aussage!

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 18. Oktober 2011 - 22:13 #

Aufgrund Deiner netten Aufforderung habe ich meine Aussage nochmal durchdacht. Und dabei kam ich zu dem nicht überraschenden Ergebnis, dass Dein Internetleiden sehr bedauerlich ist, aber einer Minderheit angehört und daher von großen Publishern durchaus vernachlässigt wird.

Henke 15 Kenner - 3636 - 18. Oktober 2011 - 23:36 #

Danke für Dein Verständnis... kann sich ja halt nicht jeder irgendeinen Scheiß bei Steam kaufen, nur weil es günstig ist.

Manche von uns, so munkelt man, sind vereinzelt noch im Kaufhaus oder in einem Elektronikmarkt zu finden. Da erwerben sie dann für teures Geld lustige runde glänzende Scheiben, die in so einer eckigen kleinen Schachtel stecken. Und auf der Schachtel ist dann vorne ein komisches Bild drauf und hinten steht da meist in nicht allzu großen aber freundlichen Lettern so was wie "Online-Anbindung notwendig"...

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 19. Oktober 2011 - 0:36 #

Ja, und es kommt noch schlimmer. Selbst ohne Online-Registrierung muss man Patches über das Internet laden, die gibt es gewöhnlich nicht im Geschäft auf diesen runden Scheiben. Wenn man Glück hat, sind sie mal später bei einer Spielezeitschrift mit dabei.

Also mein Mitleid hast Du allemal.

Henke 15 Kenner - 3636 - 19. Oktober 2011 - 0:47 #

Das ist bei mir auch gut aufgehoben... seit die Printmedien auf dem absteigenden Ast sind und die PCAction sich inzwischen genauso liest wie die PCGames (sind ja auch eine große Familie von Schreiberlingen), wird auch dort an allen Enden gespart.

Während man früher noch mit Patches, Mods & Maps und irgendwelchen Videos förmlich erschlagen wurde, ist in letzter Zeit neben der Vollversion auffällig wenig auf solch einem Silberling zu finden...

Hör mal, auch wenn Du in meinem Augen ein blödes Ar...loch bist und es umgekehrt wahrscheinlich ebenso der Fall ist:

Ich würde trotzdem mit Dir ein Bier trinken gehen, allein schon, um vielleicht Deine Sicht der Dinge zu verstehen... :-P

...andererseits können wir es auch hier und jetzt austragen... Zieh!

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 19. Oktober 2011 - 1:45 #

Da Du mit den Anspielungen von wegen "überdenk nochmal" usw. begonnen hast, würde ich knallhart behaupten dass Du dieses oben erwähnte A..loch bist, aber ich stimme mit Dir überein, dass ich in Deiner Situation ähnlich empfinden und handeln würde und dass wir uns vermutlich sehr gut verstehen könnten, wenn wir uns nicht darin überbieten wollten, das jeweils größere A-loch zu sein ;)

Ziehen will ich nicht, als Karateka kämpfe ich lieber mit der "offenen Hand".

Henke 15 Kenner - 3636 - 19. Oktober 2011 - 1:55 #

Punkt für Dich...

Dennoch verstehe ich nicht, wie man mit einer solchen Verbissenheit an der Meinung festhält, Steam sei etwas gutes.

Mag vielleicht mit dem Alter zusammenhängen, in dem Punkt gibt Dein Profil ja nicht viel her...

Henke 15 Kenner - 3636 - 19. Oktober 2011 - 1:59 #

Hey, wenn Du keinerlei Probleme hast, Deine Daten einem "dubiosen Anbieter wie Steam mitzuteilen, warum füllst Du dann nicht erstmal Dein Profil hier auf GamersGlobal aus???

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 19. Oktober 2011 - 2:22 #

Du verstehst mich falsch. Ich sehe darin keine Verbissenheit in Bezug auf Steam, wenn ich meine persönliche Meinung dazu schildere, die da recht neutral ist. Ich sehe Steam als eine weitere Plattform, um Spiele zu kaufen. Gleichzeitig hilft sie mir, Freunde zu verwalten. Das ist nichts besonderes und es schränkt mich nicht sonderlich ein, da ich es offline nutzen kann und der Hardwareumfrage freiwillig zustimmen kann.
Aber genauso nutze ich GOG und würde in guten Tönen davon sprechen oder Direct2Drive oder Amazon oder den Mediamarkt, Saturn, Kaufland. Überall dort habe ich schon Spiele erstanden und hatte keine schlechten Erfahrungen damit.

Und gleichzeitig kann ich kritisch gegenüber Origin sein und den Ubilauncher, GfWL oder einen Serverbrowser bei BF3 nicht mögen. All das würde ich jetzt nicht unbedingt verbissen nennen, denn es ist ein System von persönlichen Vorlieben.

Ich glaube auch kaum, dass ich an einer Meinung festhalte, wie Du es schreibst. Das hieße ja, das meine Meinung falsch wäre, Deine wäre richtig, aber ich alter Sturkopf will es einfach nicht zugeben. Wenn es so wäre, bin ich der erste, der Dir Recht gibt. Oft liegt die Wahrheit in der Mitte, aber bei Geschmack und Vorlieben, braucht man gar nicht nach einer Wahrheit zu suchen, sondern nur nach Toleranz oder Ignoranz.

Henke 15 Kenner - 3636 - 19. Oktober 2011 - 2:44 #

Wie schon erwähnt, es gibt immer zwei Seiten der Medaille:

Wenn Du einen Client/Anbieter/App gefunden hast, der Deinen persönlichen Anforderungen und Vorlieben gerecht wird, so freue ich mich natürlich für Dich.

Doch sehe ich es auch mit großer Sorge, wohin uns eben jenes Vertrauen in datensammelnde Institutionen bringen könnte; ich will jetzt nicht den Teufel oder Skynet oder den Überwachungsstaat an die Wand malen, aber weiß denn wirklich jemand, was mit all unseren Daten passiert.

Das Szenario, welches Age in seinem User-Artikel entworfen hat, muß nicht unbedingt das sein, was die Zukunft für uns bereit hält - aber möglich wäre es. Zumindest haben wir schon einen Teil des Weges dorthin zurückgelegt. Und auch Cyberkriminalität (blödes Wort) ist inzwischen Gang und gebe. Dazu zähle ich nicht nur die Raubkopieszene, sondern auch den Diebstahl von Millionen Kundendaten bei Anbietern wie z.B. PSN oder XBoxLive. Ebenfalls in diese Kategorie fällt für mich der sogenannte Bundestrojaner (wenn es denn einer ist), und die Aussicht, das seine Verwendung im Nachhinein hinter verschlossenen Türen rechtlich abgesegnet werden könnte, macht mir Angst.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 19. Oktober 2011 - 11:40 #

Ja, und ich teile alle diese Sorgen mit Dir.

Dennoch übertreiben einige, wie Du auch hier wieder. Z.b. habe ich nicht "einen Client gefunden" der meine Anforderungen erfüllt. Ich wollte doch gerade oben klarmachen, dass ich mehrere Verkaufsplattformen nutze, so wie viele andere auch und dass die Welt eben bunter und größer ist und dass ich z.B. auf Origin gerne verzichten kann, wegen der tollen Alternativen.

Das Horrorszenario sehe ich noch nicht so extrem. Es gibt ja parlamentarische Kräfte, die sich gegen Bundestrojaner und co auflehnen. Das unterstütze ich. Aber solange es keinen echten Willen im Volk gibt, z.B. gegen die ständigen Spams im Email-Ordner vorzugehen oder einen Datenmissbrauch genauso wie Softwarediebstahl zu ahnden, solage wird eine Partei nichts dagegen tun. Es benötigt eben eine signifikante Wählermasse dafür. Aber diese Masse wird existieren, denn wir sind ja bereits alle mit diesen Medien aufgewachsen und unsere Kinder erst recht.

Henke 15 Kenner - 3636 - 19. Oktober 2011 - 12:02 #

Irgendwie dreht sich hier die Diskussion im Kreise. Die einen halten Steam und Konsorten für kundenfreundlich, die anderen fühlen sich durch Onlinezwang etc bevormundet...

Eine handvoll der hier schreibenden boykottiert DRM komplett und wiederum andere sagen : "Wenn Du es nicht magst, dann kauf es nicht!"

Aber auch wenn einige die Kunden(un)freundlichkeit gelassen sehen, so sorgt es doch bei anderen (wie bei mir) für Unmut. Umsonst wäre hier nicht so eine lautstarke und teilweise von derben Kraftausdrücken begleitete Diskussion entstanden.

Das der gemeine Gamer letzlich nichts gegen derartige Mechanismen tun kann, liegt auf der Hand. Anprangern kann man derartige Missstände schon...

Fühle mich ein wenig an Asterix und Obelix erinnert; in dem Sinne:

@ MachineryJoe : Dein Steam stinkt...

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 19. Oktober 2011 - 13:40 #

Das liegt ganz einfach an einer einzigen Tatsache: Viele Leute betrachten ausschließlich sich und ihre Bedürfnisse. Und aus dieser Sicht verstehe ich natürlich den Frust, wenn man wie Du kein oder ein langsames Internet hat. Wenn man es aber objektiv betrachtet, versuchen Dienste wie Steam einen guten Mittelweg. Sie verlangen zwar, dass man ein Spiel online aktiviert, aber erlauben es dann trotzdem, offline zu spielen. Das ist ein Mittelweg, der sowohl das Eigentum der Hersteller schützen soll, als auch dem Kunden so wenig wie möglich Steine in den Weg zu legen.
Wenn dann noch ein GTAIV mit mehreren weiteren Online-Clubs kommt, dann können wir uns darüber unterhalten, was tatsächlich in dieser Branche "stinkt".

Scarface 10 Kommunikator - 402 - 18. Oktober 2011 - 14:42 #

guter artikel und schön geschrieben
wir werden immer mehr zum glässerenen menschen (zocker) =)

pepsodent 13 Koop-Gamer - P - 1497 - 18. Oktober 2011 - 14:48 #

Klasse Artikel! Danke dafür und mehr davon!

Das allgemeine Geheule wegen diesen DRM-Geschichten finde ich allerdings ziemlich albern.
Kauft doch einfach diese verseuchten Spiele nicht.
Wenn wirklich keiner diesen DRM-Quatsch kaufen würde, wäre das ganz schnell wieder abgeschafft.
Macht aber so gut wie keiner.
"Oh, ich finde das zwar doof, aber ich MUSS das Spiel spielen"...
Bei Diablo 3.
Bei Battlefield 3.
Wo man hinschaut, ständig meckern die Leute, wie Scheiße das ist, aber man kann doch einfach nicht drauf verzichten.
Wer, verdammt noch mal, zwingt euch denn? Warum MUSS man unbedingt ein Spiel spielen?
Habt doch mal Eier!
Aber nein, immer jammern, aber trotzdem machen.
Pf!
Jeder Spieler hat genau das DRM das er verdient.

Anonymous (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 17:25 #

Die meisten kaufen im Brain-off Modus. Es interessiert sie einfach nicht.

Wenn es denn mal nicht funktioniert (z.B. Origin den Account wegen Inaktivität schreddert), dann geht das geheule los. Von wegen, das wußte man ja vorher nicht.

Hexer92 13 Koop-Gamer - 1422 - 18. Oktober 2011 - 14:53 #

sehr toll geschrieben (den hass hört man kaum raus) ! zum glück spiele ich keine dieser "always on" spiele. ich mochte shooter noch nie und jetzt hab ich einen grund mehr. schade nur das GG nicht so populär ist das sich das weiter verbreitet denn 6000 leser allein können kaum was ausrichten
ich war auch immer schon gegen allmächtige kopierschutzmassnahmen ... doch der online zwang breitet sich aus ... schade das man nichts dagegen tun kann ausser zum nicht-kauf zu raten ... es gibt zum glück noch viele retro games die ich noch nicht durchgespielt hab' ... ausserdem kommt bald skyrim+modkit ^^ ich hab hier "nur" 3 DRM programme windows7,arcania und the witcher 2
aber mittlerweile wunder ich mich gar nicht mehr wieso die spiele immer beschissener werden ... die müssen ja erstmal einen funktionstüchtigen kopierschutz entwickeln !

Larnak 21 Motivator - P - 26023 - 18. Oktober 2011 - 16:00 #

Naja, Siedler 7, Diablo 3 und Assassin's Creed sind ja leider keine Shooter :)
(Auch wenn Ubi ja teilweise entschärft hat)

DragonBaron 13 Koop-Gamer - 1309 - 18. Oktober 2011 - 15:24 #

Wow! Das ist ein genial geschriebener Artikel, in den Age offensichtlich sehr viel Zeit und Arbeit gesteckt hat.
Mit allen aufgeführten Kritikpunkten trifft er den jeweiligen Problemnagel genau auf den Kopf. Herzlichen Dank dafür.

Leider fühlt man sich derzeit als Kritiker dieser ganzen Entwicklung schon ein wenig wie Don Quijote, der gegen Windmühlenflügel kämpft. In einer Zeit, in der beispielsweise viele Internetuser freiwillig ihre persönlichen Informationen der Datenkrake Facebook zur Verfügung stellen, ist es schwer bei diesen Personen ein kritisches Bewusstsein zu wecken. Der Nutzen und Spaßfaktor ist vielen Usern einfach wichtiger, als dass sie auf solche Dinge (Spiele, Social Networks) verzichten würden. Da werden nur zu gerne mögliche Gefahren und teilweise sogar Persönlichkeitsrechte unter den Tisch gekehrt. "Diese Kritiker sind doch alles Schwarzmaler. Ich will meinen Spaß wie bisher haben. Die vielen anderen Leute nutzen es doch auch. Was soll denn schon passieren? Das ist der Fortschritt und Fortschritt ist immer gut."

Politische und gesellschaftliche Verhältnisse können sich ändern. Eine Technik, die in der Lage ist, Menschen gezielt zu überwachen oder durch individuell angepasst präsentierte Informationen eventuell sogar zu manipulieren, kann ich nicht gut heißen. In einem denkbaren Szenario, in dem in einem totalitären Staat Firmen oder eine Regierung zum Beispiel über ein Bild von Demonstranten einfach eine Gesichtserkennung laufen lassen könnten, um so Regimegegner mit detaillierten Informationen aufzupüren, wäre eine solche Technik ein wahres Übel. Aber wer denkt schon an morgen oder die folgenden Generationen? "Nach mir die Sintflut."

Was machen eigentlich die vielen Datenschutzbeauftragten? Vereinzelt regt sich unter ihnen etwas, wie zum Beispiel beim Like-Button von Facebbook. Anscheinend sind einige dieser Personen sich nicht genügend ihrer Aufgaben bewusst. Ich wünsche mir dort mehr Aktivität.

Was machen eigentlich die vielen (Print- oder Online-) Spielemagagazine? Auch dort gibt es hin und wieder kritische Stimmen. Viele nutzen selber Facebook, weil der erhoffte Nutzen einfach zu groß ist. Gerade hier würde ich mir mehr kritische Stimmen bezüglich Social Networks und DRM-Mechanismen wünschen. Diese Magazine sind es insbesondere, die aufgrund ihrer großen Leserschaft auf Misstände hinweisen und ein kritisches Bewusstsein schaffen könnten. Nur wer will schon potentielle Werbekunden verärgern? Schaden würde man sich nur selbst und die anderen Magazine würden dann davon profitieren. Vielleicht sollte diese Branche sich einmal zusammmensetzen und an einem Strang ziehem. Etwas mehr gemeinsamer kritischer Journalismus täte allen gut. Als einen ersten Schritt könnte ich mir beispielsweise den gemeinsamen Verzicht auf die Nutzung Facebook(s) vorstellen.

Larnak 21 Motivator - P - 26023 - 18. Oktober 2011 - 16:02 #

Ich glaube (Bitte wörtlich nehmen, es ist eine Vermutung, nicht mehr), dass die Datenschutzbeauftragten schon genug Probleme haben, mit den 'großen' Problemen (also denen, die sie momentan schon ansprechen) auf ausreichend Gehör innerhalb der Politik zu stoßen.

Ich glaube, das Leben als Datenschützer muss ziemlich frustrierend sein, schließlich ist der Beruf von Rückschlägen geprägt.

Severian 17 Shapeshifter - P - 7352 - 18. Oktober 2011 - 15:05 #

Schoen geschrieben, Age. Du sprichst mir aus der Seele.
Seid ich damals auf Half-Life 2 wegen Steam verzichtet habe, bin ich der Linie treu geblieben, keine Spiele mit (Online-)DRM und/oder Accountbindung zu spielen.

Anonymous (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 15:36 #

Gut, ausführlich und ebenso erschreckend. In groben Zügen wird es so ähnlich ablaufen in Zukunft. Leider ist vielen Menschen der nachwachsenden Generation jegliches Interesse an Privatsphäre mit downloadbaren Klingeltönen aus dem Hirn geläutet worden.

Danke für den Artikel.

wolf2109 10 Kommunikator - 362 - 18. Oktober 2011 - 15:41 #

Der nächste Schritt in der Gängelung der Nutzer ist online. Ich habe mir das Free to play Strategiespiel "Memoir 44 online" installiert. Free sind nur die ersten Schritte. Wenn ich später richtig spielen möchte kostet jede Spielrunde 2 sogenannte Goldbarren. Am Anfang bekommt man 50 davon. Bei einer Zeit von 10 Minuten pro Spielrunde kann man sich selber ausrechnen daß das eine wahre Goldgrube werden kann.

Limper 16 Übertalent - P - 5410 - 18. Oktober 2011 - 16:37 #

Naja, aber F2P ist immer mit vorsicht zu genießen. Und nur 2 von über 40 Szenarien gratis nutzen zu können ist nicht viel aber immerhin (zumindest auf Steam und erst im nachhinein weil sich viele beschwert haben). Alternativ kann man sich mit dem Brettspiel begnügen. Das ist aber galube ich auch ein Spezialfall weil Online für Brettspielfirmen erst Experimentiergebiet ist. Wenn es genügend Leuten so nicht gefällt müssen die Hersteller sich eben was anderes überlegen.

Tom_82 12 Trollwächter - 959 - 18. Oktober 2011 - 16:14 #

Hallo Age, sehr schön geschrieben. Du weißt ich stimme dir in allen Punkten zu. :)

Anonymous (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 16:43 #

Gut geschrieben Herr Age. Aktuelles Kulturgut gibt es dann bald wohl nur noch per vertraglichem Abtritt aller Rechte und aller gegenwärtigen, vergangenen und zukünftigen Rechtsansprüche und totaler Vergläserung.

Anonymous (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 16:52 #

Ein übersättigter Markt marschiert geradewegs in die Social-Content-Hölle, vernab vom Fokus auf das eigentliche Spiel. Mit den Konsolen geht es auch schon los. Patches sind dort bereits Mode geworden, DRM wie Online-Pässe sind der neue Renner.

Und wer auch immer Achievements erfunden hat, gehört hingerichtet!
*epischer Abspann*

*Sonnenuntergang*

*Klavierklänge*

*aufploppendes Xbox-Logo:toller Hecht: Sie haben das Spiel bezwungen.*

Dafür gibts eigentlich Statistiken -.-

Anonymous (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 16:58 #

ich sehe das nicht allzu problematisch. entgegen dem weit verbreiteten irrtum, ist es absolut legitim zum privaten zweck drm bzw kopierschutz zu umgehen.
daher, wenn man damit nicht zufrieden ist, entweder nicht kaufen oder kaufen und einen keks verputzen.
so einfach ist das.

Anonymous (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 17:28 #

Und ein anderes Gesetz besagt wiederum, dass die Umgehung eines Kopierschutzes nicht erlaubt ist.
Oder kurz, Privatkopie ist erlaubt, solange du den Kopierschutz heile läßt.
Wenn du dem Anwaltsheer von Ubi, EA oder anderen jetzt noch nachweisen kannst, dass die Plattformen keine Kopierschutzplattformen sind bin ich beeindruckt.

Gamaxy 19 Megatalent - P - 13404 - 18. Oktober 2011 - 17:41 #

Gilt das auch für Software? Ich dachte, dieses Gesetz bezieht sich auf Bild- und Tonträger (CD, DVD usw.).

Anonymous (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 17:55 #

nö, du darfst natürlich auch das programm selbst abändern. nur darfst du das halt nicht an dritte weitergeben. siehe §69d.1.

Anonymous (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 18:09 #

Ähm, heißt das jetzt wir haben im Grunde 3 Paragrafen, die sich je nach Sichtweise des Richters gegenseitig abschießen?

Der mit der besseren Anwaltsmeute gewinnt also im Zweifelsfall.

Anonymous (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 19:09 #

deshalb wird in sachen computerrecht auch andauernd vor verschiedenen gerichten unterschiedlich geurteilt.
in diesen sachen ist eben deutschland noch ein entwicklungsland.

Larnak 21 Motivator - P - 26023 - 18. Oktober 2011 - 23:39 #

Ich habe gerade keine Lust (verzeih mir das), nochmal die genauen Bezeichnungen der Paragraphen nachzuschlagen. Es gibt diesen einen, der verbietet, technische Schutzmaßnahmen zu umgehen. Und dann gibt es einen anderen, dass ersterer nicht für Computer-Software gilt.

Allerdings, wie ich auch weiter oben schon geschrieben habe, ist es wohl so, dass Cracks (die ja im Prinzip nur das tun) trotzdem in jedem Fall illegal seien. Warum genau das so ist, habe ich noch nicht herausgefunden.

Anonymous (unregistriert) 19. Oktober 2011 - 4:55 #

soll das ein anwalt klären ^^
klar ist, dass es absolut niemanden interessiert ob du deine legal erworbene software crackst, modifzierst oder sonst was mit anstellst, solange es in deinem privaten raum bleibt.
daher sollte man hier auch nicht immer so tun nach dem motto: "ui ich darf das ja nicht machen, weil der publisher es mir verboten hat".

Anonymous (unregistriert) 19. Oktober 2011 - 10:30 #

Ich wäre mir jetzt nicht so sicher ob es [Publisher] wirklich nicht interessiert, dass ich das Steamspiel das mir in weitreichender Unwissenheit mal geschenkt wurde zwar spielbar auf meiner Platte liegt aber ebend ohne Steam.

Ich könnte es jederzeit problemlos weiterverkaufen, ich bin nicht im System und ich bin nicht für DLCs zu erreichen. Und ich habe nur den Patch drauf, den ich für meinen Lieblingsmod benötige ;).
Damit mache ich im Grunde alles was mit Steam verhindert werden soll.

Anonymous (unregistriert) 19. Oktober 2011 - 11:47 #

du hast aber dafür gezahlt, und das ist das wesentliche.

GamerGasse 10 Kommunikator - 431 - 18. Oktober 2011 - 17:32 #

Durchaus die richtigen Probleme angesprochen, aber der Artikel ist mir zu polemisch. Ich habe keine Probleme mit beißenden Worten, aber an einigen Stellen wird nur zum Selbstzweck die Verbal- und Beleidigungskeule ausgepackt.

Niemand zwingt dich, die Spiele zu kaufen und die Clients zu nutzen. Wenn du den Publishern ihr Treiben übel nimmst, dann belohne sie nicht und gib ihnen kein Geld.

Aber bitte stelle nicht diejenigen, die solche Spiele kaufen und solche Clients in Kauf nehmen, als gedankenlose Deppen hin, denen du erst helfen musst, zu denken. Zumal du auch die durchaus vorhandenen Vorteile (Schnäppchen bei Steam, Cloud-Saving) entweder ignorierst oder ins Lächerliche ziehst (Auto-Patching).

Und vor allem flüchte dann nicht auf das Märtyrerpodest, indem du sagts, es sei dir ja egal, wenn alle jetzt böse Kommentare gegen dich schreiben, da du es nicht anders erwartet hättest.

Eine gründliche Recherche mit anschließendem Vergleich, welche Clients welche Daten erschnüffeln und welche Einschränkungen machen, wäre aufrichtiger und mir lieber gewesen.

Larnak 21 Motivator - P - 26023 - 18. Oktober 2011 - 23:42 #

Es ist eben eine Meinung, keine Reportage ;)

"Aber bitte stelle nicht diejenigen, die solche Spiele kaufen und solche Clients in Kauf nehmen, als gedankenlose Deppen hin, denen du erst helfen musst, zu denken."
Das ist sicher nicht bei allen so. Es gibt schon auch die, die darüber nachdenken und dann (für mich unverständlich) zu dem Schluss kommen, dass es ihnen egal ist, weil sie lieber Spiel x spielen wollen und dabei alle Nachteile inklusive der Option, es zukünftig noch schlimmer zu bekommen, gern in Kauf nehmen.
Die meisten gehören aber wohl wirklich zu der Gruppe derer, die einfach das Spiel kaufen und zuvor nicht besonders darüber nachdenken oder sich informieren, wie das denn jetzt mit dem Kopierschutz ist oder was der Kopierschutz tatsächlich in der Konsequenz für Bedeutungen hat.

Age 19 Megatalent - P - 14004 - 18. Oktober 2011 - 23:54 #

- Jawoll wird sie, gut erkannt.
- Mach ich nicht.
- Mach ich nicht. Ich stelle Fragen und eine Prognose, du verstehst es nur nicht.
- Märtyrerpodest, bawahaha.
- Danke, wäre mir auch lieb. Dank der fehlenden Transparenz ist das leider nicht möglich.

Trax 14 Komm-Experte - 2530 - 18. Oktober 2011 - 17:33 #

Schöner Artikel, auch wenn die Formulierungen und der Schreibstil teilweise nicht meinen Geschmack treffen, kann ich im Großen und Ganzen zustimmen.
Ich habe mir seit dem Sommer ebenfalls ausgiebig Gedanken um mein Hobby gemacht und mich mittlerweile mit dem Gedanken abgefunden, dass diese Konsolengeneration wahrscheinlich meine letzte sein wird.
Zudem hab ich meine Pläne für einen neuen Laptop erst mal vollständig auf Eis gelegt.
Ich wüsste aktuell nicht, warum ich noch Geld in neue Hardware stecken sollte wenn ich zukünftig eh von 90% aller Blockbuster ausgeschlossen bin.
Einerseits finde ich diese Entwicklung schade, aber da es eben "nur" ein Hobby ist, bereitet es mir keine schlaflosen Nächte.
Außerdem gibt es noch mehr als genug alte Spiele, die ich entweder noch nachholen oder mal wieder spielen möchte.

Sehr viel problematischer finde ich da schon die aktuelle Geschichte um den Bundestrojaner, aber dieses Thema gehört imho nicht als Kommentar unter diesen Artikel.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8235 - 18. Oktober 2011 - 17:50 #

Na da hat sich aber einer mal was von der Seele geschrieben und ich geb dem Mann einfach mal Recht.

Ich sehe zwar noch nicht das Ende des Abendlandes, aber das Licht am Ende des Tunnels wird auch immer schwächer. Ich nehme mal an, eine dieser tollen Energiesparlampen mit eingebauter Selbstzerstörung nach 20 Stunden nutzung...

Desotho 16 Übertalent - P - 4046 - 18. Oktober 2011 - 17:57 #

Der Artikel soll vermutlich auch in keiner Weise ausgewogen sein, mir fehlt dann aber doch auch eine andere Betrachtungsweise.
Klar wollen die Hersteller ihre Software schützen. Und war es früher wirklich besser sich jedesmal das Handbuch oder die Codescheibe rauswühlen zu müssen?
Zudem ist der Online Zwang eigentlich nur in den ersten Wochen nach Release wichtig, danach wird er oft gelockert und irgendwann wird der Schutz sogar komplett entfernt.

Und wer wirklich protestieren will sollte die 15 jährliche Fortsetzung von Schiessdoof dann eben nicht kaufen und sich einem DRM freien Indi-Titel widmen.

Anonymous (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 21:55 #

Ah ja. Also die Lockerungen sind nun wirklich die Minderheit die Entferner sogar unterhalb des Promillebereiches.
Ich habe es bisher noch nicht erlebt, dass ein Steamworksspiel ohne Steam daherkommt. Selbiges gilt für die anderen Launcher.
Ubi hat nur gelockert weil sie wie EA beim Multiplayer nicht auf Ewigkeiten die Server bereitstellen wollen. Sobald aber mehr Daten übertragen werden müssen wird das nichts mehr mit Patch.

Age 19 Megatalent - P - 14004 - 18. Oktober 2011 - 18:25 #

Es ist faszinierend zu sehen, dass viele hier glauben, es geht schlicht wieder ums DRM-Mimimi. Leute, ganz ehrlich ich kann auf Battlefield 3 genauso gut wie auf Diablo 3 verzichten, es ist mir herzlich egal. Für all die zugehörigen Publisher habe ich nur noch den Mittelfinger übrig. Mein Spielstapel daheim reicht trotzdem noch weit ins nächste Jahr hinein, ohne diese ganzen Über-Titel. Hört doch einfach auf in den immer gleichen Grenzen zu denken. Denkt doch endlich einfach weiter, es geht doch schon lange nicht mehr darum, dass ich ein Spiel aktivieren muss oder es an einen DRM-Client gebunden ist...

Henke 15 Kenner - 3636 - 18. Oktober 2011 - 18:41 #

... sondern darum, das der Spieler inzwischen unfreiwillig mehr und mehr Daten von sich preisgeben muß, um überhaupt in den Genuß eines solchen Spieles zu kommen.

Was die Trolle mit der Meinung "Du magst kein DRM? Dann kauf es doch nicht!" betrifft:

Nahezu alle neuen Spiele setzen eine Internetverbindung (nebst Kundenanmeldung) voraus; Indie-Spiele können generell nur noch online runtergezogen werden, und irgendwie, irgendwo muß ich inzwischen immer etwas preisgeben, um einfach nur spielen zu können.

Selbst wenn ein Großteil der Gamer Kopierschutzmaßnahmen boykottieren würde, indem sie derlei Spiele nicht kauft, so würde es dennoch Jahre brauchen, um die Branchenriesen wieder von derlei Maßnahmen abzubringen! Und in der Zwischenzeit könnt ihr ja allesamt mit Stöckchen und Stein spielen oder Gänseblümchen pflücken gehen...

Sniizy 14 Komm-Experte - 2647 - 18. Oktober 2011 - 18:48 #

Meine Rede! So sehe ich das auch.

Grobi75 (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 19:02 #

Wieso ist man mit so einer Aussage ein "Troll"?! "Dann kopier's Dir doch einfach" wäre besser? Ignoriere sämtliche Richtlinien, werde kriminell und klau' Dir Games, denn Du hast schließlich ein Recht darauf?
"Immer etwas preisgeben" - süss. Von Euch hat noch keiner einen Antrag auf Kranken-, Autoversicherung oder HartzIV ausgefüllt, stimmt's? Aber wir Gamer haben hier ja seit jeher das Problem mit den Verhältnismäßigkeiten, da wäre mal etwas Blümchengepflücke vor der Haustür gar nicht so verkehrt...

Henke 15 Kenner - 3636 - 18. Oktober 2011 - 19:37 #

Nein, in die Hartz4-Sparte bin ich bisher noch nicht abgerutscht... und wenn ich mir das Nachmittagsprogramm auf RTL und Konsorten anschaue, dann möchte ich das auch lieber nicht.

Desweiteren geht es bei dieser Diskussion (meiner Meinung nach) doch darum, dass die Spielehersteller mir etwas verkaufen, was ich nur eingeschränkt oder unter Angabe von Name, Wohnort etc nutzen kann und nicht darum, dass ich frei nach "Dann kopier's Dir doch einfach" deren (geistiges) Eigentum stehle.

Ich bin kein Dieb, und ja, mit dem Erwerb eines solchen Produktes habe ich meines Erachtens ein Recht(!) darauf, diese Ware oder Leistung so zu verwenden, wie ich es für richtig halte. Die AGB dieser Anbieter hingegen sehen das anders, und es sind diese "Verhältnismäßigkeiten", die Usern wie mir mir (und ich glaube auch dem Schreiber dieses kontroversen Artikels) so auf den Geist gehen...

Grobi75 (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 20:22 #

Die Diskussion ist schlichtweg hysterisch. Bei den gängigsten Anbietern reicht die Email-Adresse um User zu verifizieren, das musstest Du in diesem Forum auch über Dich ergehen lassen. Bei Transferaktionen gebe ich natürlich auch meine Post-Adresse an, weil ich die auch gerne auf dem Rechnungsbeleg stehen habe.

In der Regel kann ich mit den Produkten dann auch spielen - übrigens wegen den vielen Anbietern so billig wie noch nie zuvor, was gerne unterschlagen wird. Mir persönlich reicht das und ich wüsste nicht, was ich darüberhinaus damit noch anstellen sollte. Weiterverkauf-Problematiken bei 5€-Angeboten rauben mir da nicht den Schlaf, denn am Ende ist es ein Spiel und kein existenzielles Gut, auch wenn einige sich anders aufführen. Das meinte ich mit den Verhältnissen.

Ich habe jede Sympathie etwa für die 99%-Demonstranten! Super-Aktion, weil das tatsächliche, dramatische Probleme anspricht, aber dieses DRM-Lamtieren bzw. Mutmaßen ist schnödes Jammern auf hohem Niveau und um damit irgendwelche orwellschen Zukunftsszenarios zu stilisieren, dafür nimmt man sich schon reichlich wichtig, zumal die Zukunft breits da ist. In ein paar Jahren bestimmt China geopolitische Geschicke, während hier wieder mal "neue Angriffe auf PC-Spieler-Freiheiten" aufgedeckt werden. Guten Morgen!

Henke 15 Kenner - 3636 - 18. Oktober 2011 - 20:43 #

Naja, wenn sich zwei Milliarden Chinesen auf die Socken machen und in Europa einmarschieren, um geopolitische Geschicke zu bestimmen, dann interessiert DRM keine Sau mehr... da pflichte ich Dir voll und ganz bei...

Solange das aber noch nicht der Fall ist, lass uns doch bitte fortfahren mit unserer Kleine-Leute-Politik, ja?

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8235 - 18. Oktober 2011 - 20:45 #

Nur weil es ein "Luxusproblem" für manchen ist, ist es dennoch ein Problem. Wenn das immer abgebügelt wird mit: "Es gibt schlimmeres/wichtigeres" dann kann man auch den Kopf in den Sand stecken. Wenn Lisa-Klein sich den Fuß verstaucht, ist das für die Weltpolitische Bühne total uninteressant, für Lisa und ihre Familie ist es aber eine Tragödie.

Und die Firmen von Heute, nehmen sich viel Raus. Schon mal die AGB vom Battle.Net gelesen? Da wird mir echt warm ums Herz. Fürsorglich werden da private Chats & Nachrichten mitgelesen ud protokolliert. Schöne neue Welt. Nur weil es wichtigeres gibt, muss man nicht den Blick verschliessen für den Mist der das tägliche Leben zumüllt.

Grobi75 (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 21:39 #

Naja. Da bleibt mir ja nur das berühmte "Eure Probleme möchte ich haben!", aber die hab' ich bereits - und sie jucken mich nicht. Und es wird niemanden geholfen, wenn man das Problem unter Kollegen breittritt, die eh schon ihre Meinungen haben. Hier passiert nix mehr und war auch nie zu erwarten. Trotzdem wäre es mir ausgesprochen peinlich, wenn sich einer mit seinem Kopierschutzkomplex etwa bei der 99%-Bewegung einreihen würde. Das sind nicht die Kinder in Afrika, da wissen Leute wie wir nicht, wie sie eine Krankenversicherung oder Ausbildung finanzieren sollen. Müssen entscheiden zwischen Lehrgang und Knie-OP und dann dieser dekadente Quatsch bei dem man regimepolitische Zustände wittert, weil man eine E-Mail-Adresse verwenden muss, um ein Computerspiel zu zocken? Das Problem hier ist, *keine* Probleme zu haben!

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8235 - 18. Oktober 2011 - 21:50 #

Gut, du kannst meinen Post schon ignorieren - zwingt dich keiner zu Antworten. Warum du es dann doch tust - aber nur mit leeren Worthülsen um dich wirfst, dass ist mir ein Rätsel.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 24743 - 18. Oktober 2011 - 20:17 #

Komisch, ich hab hier Dutzende von Xbox 360-, PS3- und Wii Spielen hier rumstehen, die alle ohne Internetverbindung funktionieren.
Ein Troll ist nicht jemand der Spiele mit DRM boykottiert, sondern jemande, der immer viel rummeckert, aber dann doch beim nächsten Steam Sale groß einkauft.
Aber Leute mit Rückgrat finden sich nur noch selten heutzutage.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 100933 - 18. Oktober 2011 - 18:52 #

So sehe ich das auch. Denn jetzt mal so gedacht, was ist für einen schlimmer: paar Tage Schnupfen (aka einmalige Online-Aktivierung) oder chronischer Heuschnupfen (aka Always On-Kopierschutz).

Anonymous (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 19:13 #

das problem ist nur, dass der schnupfen langfristig zu einem chronischen heuschnupfen wird.

Tr1nity 28 Endgamer - P - 100933 - 18. Oktober 2011 - 19:29 #

Nee, weil der Schnupfen nur ein kurzlebiger kleiner Infekt ist, während der chronische Heuschnupfen eine andauernde Allergie ist.

Anonymous (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 19:55 #

dir sollte trotz des nicht ganz passenden vergleiches klar sein, dass damit gemeint ist, dass die drm-maßnahmen bei akzeptanz der kunden, immer restriktiver werden. genau das haben wir nämlich die letzten 10 jahre erlebt.

Nokrahs 16 Übertalent - 5766 - 18. Oktober 2011 - 19:22 #

Kudos

Sh4p3r 15 Kenner - P - 2985 - 18. Oktober 2011 - 19:25 #

DRM in Retailspielen kommen bei mir seit Half Life 2 nicht mehr auf meine Einkaufsliste. Wobei es mir hauptsächlich um den Singleplayer-Modus geht, den ich auch dann ohne irgendwelche Aktivierung und erforderlicher Internetverbindung spielen darf. Bei Download-Only Titeln weiss jeder worauf er sich einlässt. Nur diese ohne DRM anzubieten, wäre für den Publisher oder den Entwickler das Ende!

Ich fahre mit den Konsolen aktuell sehr gut. Spiel einlegen, ggf installieren wenn erforderlich, und spielen.

Den Onlinepass-DRM seh ich gelassen. Wenn die jetzigen Konsolen in 20 Jahren "Retro" sind, ist der Multiplayer sowieso nicht mehr spielbar. Gängelung der Grauchtkäufer hin oder her, die Preis fallen heutzutage auch sehr schnell. Ansonsten wartet man auf die Classic/Platinum oder importiert sich das günstig.

Aber das ist letztendlich alles Ansichtsache, manche ziehen sich an allem hoch wo es nur geht ;)

Henke 15 Kenner - 3636 - 18. Oktober 2011 - 19:47 #

Hmmkay, mag ja Deine Meinung sein, aber das Thema lautet "Der neue Angriff auf die PC-Spieler-Freiheit"...

Merkste wat?

Sh4p3r 15 Kenner - P - 2985 - 18. Oktober 2011 - 19:54 #

Nein ^^

So sind es doch gerade die PC-Spieler die den Konsolen alles was der PC jetzt schon bietet, auch für die diese prohezeit. Zudem kann so ein Kommentar auch augenöffnend sein. Wo ich auf dem PC die jeweils aktuellen Spiele gespielt hatte, hatte ich dann auch nach einer Alternative gesucht; und auch gefunden. DRM bei PC-Retail-Spielen ist für mich ein NoGo. Und auch hier auf den Singleplayer bezogen.

Auf dem PC hat doch nun wirklich keiner mehr Hoffnung das es wieder besser wird. Oder doch?

Henke 15 Kenner - 3636 - 18. Oktober 2011 - 20:02 #

Nein, ich denke diese Hoffung haben (sehr) viele von uns bereits aufgegeben...

Da aktuelle Konsolen aber inzwischen auch vernetzt sind, wird der ach so große Fortschritt, den die Spielehersteller im Sinn haben, auch vor euch Konsoleros nicht halt machen.

Ihr seid die nächsten! Widerstand ist zwecklos! Harhar... :-P

NedTed 18 Doppel-Voter - - 11813 - 18. Oktober 2011 - 19:28 #

“Whenever you find yourself on the side of the majority, it is time to pause and reflect.”
― Mark Twain

Henke 15 Kenner - 3636 - 18. Oktober 2011 - 19:44 #

Hey, das macht Spaß! Würde mir das Thema nicht so sehr am Herzen liegen, würde ich mich jetzt zurücklehnen, etwas Popcorn mampfen und mir anschauen, wie sich alle hier gegenseitig die Köpfe einschlagen...

Da es mir aber irgendwie ein inneres Bedürfnis ist, mich geistig mit etwaigen Kopierschutzbefürwortern, Trollen und anderen Diskussionsteilnehmern zu duellieren, bleibe ich noch bisschen auf dieser Seite...

Ich glaube nicht, das Age gleich solch eine Diskussion lostreten wollte...

GamerGasse 10 Kommunikator - 431 - 18. Oktober 2011 - 20:00 #

@Henke: Warum werde ich als Troll bezeichnet, wenn ich meine Meinung kundtue? Weil sie dir nicht passt? Keine gute Argumentation. Außerdem: wenn die Spieleverlage merken, dass ihr lieber Blümen pflückt, als ihre Spiele zu kaufen, werden sie auch umdenken.

@Age: Deine Argumentation hat sich ja jetzt kein Stück erweitert. Dann erläutere doch mal, worum es geht, wenn nicht um bloßes Beschweren über DRM. Was steht denn hinter deinen Vorwürfen an DRM? Weltverschwörung? Kapitalismus? Innenministers Datenschnüffelei? Nein, so machst du es dir nach wie vor gemütlich auf deinem hohen Ross, bei dem dich die, die dir nicht zustimmen, nur nicht verstehen, zu engstirnig sind und in zu engen Grenzen zu denken.

@Tr1nity: Das mit dem Heuschnupfen ist kein passender Vergleich, da du dich nicht bewusste gegen oder für den Schnupfen und auch nicht für die Art des Schnupfen entscheiden kannst. Das geht bei Spielen.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11878 - 18. Oktober 2011 - 21:26 #

Ohje, kriegt da etwa ein armer Industrievertreter Wracksausen, weil er seine Pfründe davonschwimmen sieht? Je mehr die Leute über DRM und die Ausbeutung des Kunden dahinter aufgeklärt werden, desto mehr Leute werden nämlich verzichten.

Henke 15 Kenner - 3636 - 18. Oktober 2011 - 21:34 #

Man kann es nur hoffen, aber werden die Leute wirklich verzichten (wollen)?

Und selbst wenn: Gibt es in der Hinsicht eigentlich noch Alternativen?

Age 19 Megatalent - P - 14004 - 18. Oktober 2011 - 23:16 #

Sorry, ich bin nicht da, um anderen das Denken abzunehmen. Aber bestimmt hast du mit dem Punkt Weltverschwörung mit Illuminati und Aluhaut ins Schwarze getroffen. Ein hohes Ross brauch ich nicht, dafür reicht mein natürliches Körperwachstum. Bei diesem Comment spreche ich übrigens nicht nur die Leute an, die für DRM eintreten. Wahrscheinlich irritiert dich das jetzt, aber da gilt wieder Satz eins.

MrNerd Neuling - 2 - 18. Oktober 2011 - 20:05 #

Also das mit Blizzard fand ich etwas unfair, schließlich können die nichts für China Farmer. Vielleicht müssten die sonst in der giftigen Textilbranche arbeiten oder würden verhungern? Nichts Genaues weiß man nicht. Außerdem kann Blizzard nichts dafür, dass China so ziemlich der Arsch der Welt ist. Da gibt’s in anderen sparten Hersteller die beuten aktiv aus und sind tausend Mal schlimmer und jeder von uns hat bei denen schon etwas gekauft. So gesehen finde ich das einfach unfair. Ansonsten aber Zustimmung. Doch wie auch immer, der Konsument entscheidet eben. Ist es das Spiel xy wert oder nicht?

Henke 15 Kenner - 3636 - 18. Oktober 2011 - 20:18 #

@ Gamergasse: "Wem der Schuh passt, der soll ihn anziehen!" - Pavel Chekov (Star Trek VI)

Mal ehrlich: Wenn Du Dich in irgendeiner Weise von mir als Troll beschimpft fühlst, so tut es mir leid. Dennoch teile ich die (bitterböse) Meinung von Age voll und ganz; er sagt meines Erachtens nun einmal, wie es ist!

Und keiner der hier schreibenden Befürworter der derzeit gängigen Kopierschutzmaßnahmen hat mich in irgendeiner Weise überzeugen können, das DRM, Online-Pass, Ubilauncher, Steam und wie sie alle heißen mögen keinen (noch so kleinen) Eingriff in meine Privatsphäre darstellen.

Ich liebe es, zu spielen, aber mir missfällt der Gedanke, nach deren Regeln zu spielen, denn Spielen sollte Spaß machen und keinen bitteren Beigeschmack haben...

mon2908 11 Forenversteher - 594 - 18. Oktober 2011 - 20:45 #

Tja,

bin ich denn nun der einzige Konsumverweigerer der sich den DRM Zwang nicht bieten lässt? Ich meine Idsofts Rage ist schon hart aber hey, was solls. Gibt auch noch andere Beschäftigungen.

Henke 15 Kenner - 3636 - 18. Oktober 2011 - 20:50 #

Anscheinend ja... ob man will oder nicht: DRM und Co. sind inzwischen leider Gottes fast überall zu finden... und vor allem kommende Blockbuster setzen drauf... Rage ist also nur eines von vielen neueren Spielen, die Du Dir wohl nicht kaufen wirst...

Anonymous (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 21:46 #

Alleine bist du keineswegs.
Du bist nur Mitglied einer nicht Messbaren Minderheit. Wobei Minderheit nur bedeutet <50%.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 24743 - 18. Oktober 2011 - 22:52 #

Notfalls kann man Rage ja auch für PS3 oder Xbox 360 kaufen.
Das Spiel hat zwar einen Online Pass, aber den muss man ja nicht einlösen.
http://www.gamesradar.com/rages-online-pass-detailed/

Henke 15 Kenner - 3636 - 19. Oktober 2011 - 0:23 #

Womit wir wieder bei den Konsolen wären... nicht jeder hat eine, nicht jeder will eine, aber auch dort werden Online-Pässe, DRM und (gehackte) Clients wie PSN und XBoxLive in Zukunft eine noch größere Rolle spielen...

Drapondur 25 Platin-Gamer - - 64053 - 18. Oktober 2011 - 21:30 #

Guter und wirklich lesenswerter Artikel! Tja, jetzt müsste man nur noch konsequent sein und das alles boykottieren. Dafür daddle ich aber zu gerne, vor allem viele Mainstreamtitel... :|
So banal es klingt, in Bezug auf Spiele muss man wirklich sagen, früher war, vielleicht nicht alles, aber vieles besser.

antares 11 Forenversteher - P - 707 - 18. Oktober 2011 - 21:42 #

Ich bin ja gespannt, wie die Spieleindustrie argumentiert, wenn festzustellen ist, dass diese ganzen fanatischen Kopierschutz-Maßnahmen nicht zu den erwünschten Umsatzsteigerungen führen...

Anonymous (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 22:18 #

neue feindbilder konstruieren.
sieht man ja schon, früher waren es die pöhsen raubkopierer, jetzt ist es der pöhse gebrauchtmarkt.

Henke 15 Kenner - 3636 - 18. Oktober 2011 - 23:42 #

Hihi... gibt es unter ihnen nicht einen, der Poppy Kotick heißt?

monokit 14 Komm-Experte - 2210 - 18. Oktober 2011 - 23:15 #

Wer die Zwangsmaßnahmen bzgl. DRM auf dem PC doof findet, sollte einfach den Mist dieser Firmen auch nicht kaufen. Ganz einfach. Dann wird sich die Industrie das dreimal überlegen.

Sid Icarus 10 Kommunikator - 355 - 19. Oktober 2011 - 2:51 #

Nicht immer so einfach gesagt wie getan.
Ich boykottiere zwar bisher alles, was Always on und Onlinepass hat, aber spätestens bei Diablo 3 werd ich wohl ins den sauren Apfel beissen müssen.

Henke 15 Kenner - 3636 - 19. Oktober 2011 - 3:02 #

Auch mir ist die Ausrede "wenn Du es nicht willst, dann kauf es nicht" irgendwie zu simpel... zumal momentan irgendwie jeder Hersteller in der einen oder anderen Form einen Kopierschutz hat und damit irgendetwas von mir will, seien es persönliche Daten oder eine permanente Online-Anbindung... und derzeit leider keine Besserung in Sicht ist...

patchnotes 14 Komm-Experte - 1844 - 19. Oktober 2011 - 13:01 #

Gut geschrieben, wenn auch zu polemisch für meinen Geschmack. Allerdings kann ich dir nicht wirklich zustimmen, weil du meiner Meinung nach die Intention der Firmen (teilweise) falsch einschätzt.

Ich kenne ein paar Zahlen und weiß, dass sich Onlineverkäufe zwischen 50% und 90% bewegen, obwohl eine inhaltsgleiche Version im Laden verfügbar ist. Offenbar ist es mittlerweile so, dass die Leute bewusst zu Steam&co greifen (vor allem Steam!).

Logischerweise können es sich die großen Publisher nicht leisten, der Konkurrenz hier 30% des Umsatzes zu überlassen und müssen zwangsläufig ihre eigenen Plattformen etablieren. Deshalb bringt EA Origin und ich nehme an, dass das BattleNet und der UbiLauncher auch irgendwann dort ankommen werden.

Tatsache ist halt, dass User vermehrt von selbst zur Onlineversion greifen und nicht (nur), weil man es ihnen aufzwingt. Die Publisher springen eher auf diesen Zug auf.

Von daher solltest du noch einmal einen genauen Blick auf den Schützengraben gegenüber werfen. Da stehen nämlich mitnichten die bösen Publisher, sondern jede Menge glückliche Steam&co-User, freiwillig und ohne Zwang.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3304 - 19. Oktober 2011 - 13:32 #

Die Intention der Firmen ist klar: Mehr Umsatz, was verständlich ist.
Nicht verständlich hingegen sind viele der Maßnahmen, wie z.B. die intransparente Preispolitik (DLCs, Vorbestellerboni etc.). Und schon gar nicht sollen Hersteller an meinen persönlichen Daten verdienen, hier liegt meine Toleranzschwelle auf Höhe des Toten Meeres. Da spielt es für mich auch keine Rolle, dass andere ihr halbes Leben auf FB & Co ausposaunen.

Warum kaufen viele bei Steam ein? Ganz einfach, weil es bequem ist!
Die wenigsten machen sich Gedanken um das Drumherum (Steam ist kein DRM, du N00b!) und nutzen darum die Variante, die ihren Hintern fetter werden lässt.
Mit dem Auto zum Bäcker und gleichzeitig über die Spritpreise jammern. Faulheit siegt über Intelligenz, so ist das leider oft.

Sir.Vival (unregistriert) 19. Oktober 2011 - 20:13 #

So. Ich habe jetzt alles gelesen und keinen Bock mehr irgendwas zu schreiben.

In diesem Sinne...... ;>

Age 19 Megatalent - P - 14004 - 19. Oktober 2011 - 20:38 #

Den Artikel und alle Kommentare? :-O

Korbus 15 Kenner - 3189 - 19. Oktober 2011 - 23:03 #

Puh hab den Artikel und viele, viele Kommentare gelesen. Dafür das es nur um ein Luxusproblem gehen soll gehts hier ja verdammt heiss her. Dabei ist mir auch die Lust vergangen mich noch irgendwo in die Schlammschlacht einzuklinken. Aber ich geb Age noch ein Extra Kudo für den treffenden Artikel. ;)

RICK (unregistriert) 20. Oktober 2011 - 17:06 #

Manchmal sehne ich mich stark nach der alten MS-DOS Umgebung, Kartonageverpackungen und Kopierschutz in Form von Hand"büchern".

Es reicht langsam mit dem Transparenzgehabe. Ich will kein gläserner Spieler sein und ich will auch nicht mit einem Echtnamen in Forenposten oder ein Game zocken.

Der Datenschutz ist ein Witz und wird vom Kapitalismus mit Füßen getreten.

Bestes Beispiel in Europa ist das INDECT Projekt (mal nach googeln - lohnt sich!).

Bald sind wir wirklich bei Terminator Skynet angelangt.

Wo soll das Alles noch enden!

Danke für den Artikel. Zustimmung auf breiter Front. Du hast es kapiert. Dummerweise fügen sich die meisten Nutzer in Ihr "Schicksal"!

Mittel dagegen? Gibts nicht. Ist ein Selbstläufer. Da wird wohl auch eine Piratenpartei herzlich wenig gegen ausrichten können. Selbstschutz ist angesagt. Wie in den USA jeder eine Waffe besitzen/führen darf sollte man in Deutschland einführen das jeder einen Verstand, am besten den eigenen, griffbereit haben muss.

Kriesing 19 Megatalent - - 14114 - 20. Oktober 2011 - 17:17 #

Schön geschriebener Artikel. Das Thema ist sicherlich Grundlage für unendliche Diskussionen, wie man alleine hier in den Kommentaren sehen kann. Zum hinterfragen des eingenen Konsumverhalten bei entsprechend "geschützten" Waren regt er auf jeden Fall an, zumindest bei mir.

PS
"..zäh wie eine Schulsohle war und.." Fehler oder verstehe ich da was nicht?

Age 19 Megatalent - P - 14004 - 20. Oktober 2011 - 17:21 #

Natürlich ist die Schuhsohle gemeint. ;) Hab ich gefixt, danke.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3304 - 21. Oktober 2011 - 8:12 #

Fast 400 Kommentare – mit dem Thema scheinst du nicht nur bei mir einen wunden Punkt getroffen zu haben und ich bin erstaunt, dass doch so viele DRM generell boykottieren.

Vielleicht könnte jemand eine Umfrage zum Thema erstellen?! Die Ergebnisse würden bestimmt einige interessieren.

Wie viele haben gar keine Probleme mit DRM, wer kauft DRM nur als Budget (z.B. bis 10€), wer verweigert DRM komplett? Wer differenziert (Aktivierung, Allways on etc.)?

Sher Community-Event-Team - 3685 - 22. Oktober 2011 - 16:36 #

Für mich persönlich ist da die rote Linie überschritten, wo es Onlinezwang für Einzelspielertitel gibt. Einmalig Onlineregistrierung ist noch in Ordnung. Für eventuellen Weiterverkauf mach ich einfach mehrere Accounts. Alles was über Codeeingabe hinaus geht, ist für mich aber nicht akzeptabel. Da mag das Spiel genial sein wie es will oder der Entwickler noch so talentiert - es bleibt im (virtuellen) Regal stehen.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4411 - 26. Oktober 2011 - 15:18 #

Zum Weiterverkauf von Software gab es in Deutschland schon Urteile. Und der Hersteller darf in der Tat den Weiterverkauf von digitalen Produkten verbieten, da es sich hier nicht um ein verkehrsfähiges Produkt handelt:

http://www.flick-sass.de/erschoepfung_softwaredownload.html

Der Punkt ist ja auch, dass man es von Anfang an bewusst als nicht verkehrsfähiges Produkt erworben hat. Soetwas mit diversen Accounts zu umgehen ist also illegal, auch in Deutschland.

Anonymous (unregistriert) 26. Oktober 2011 - 18:36 #

Warum eigentlich momentan diese Hektik?
Seit Jahren warnen DRM Gegner wie ich vor so einer Situation.
Bis jetzt seid ihr nur dazu bereit gewesen, Leute wie mich lächerlich zu machen und gegen die Argumentationen mit sinnlosem Kram anzugehen.
Ihr hättet euch ja auch auf unsere Seite stellen können und die Spiele boykottieren, vielleicht hätten wir den Dreck inzwischen nicht mehr.
Aber nein, jetzt auf einmal, wo das Kind schon lange in den Brunnen gefallen ist, JETZT brennt auf einmal der Arsch. Schonmal im Saturn oder so gewesen und durch die Top10 geguckt? Fast nirgendwo mehr ein Spiel ohne Online-DRM.
Ne, sorry, vergesst es. Fresst jetzt mal die Früchte eurer Arbeit schön selber.

JakillSlavik 17 Shapeshifter - 7100 - 26. Oktober 2011 - 19:42 #

Wenn du den Artikel gelesen hättest, wüsstest du, dass Age nicht erst seit der Verfassung des Artikels darauf aufmerksam gemacht hat ... genauso, wie fast jede positive Stimme sich auch nicht erst seit Kurzem über diesen Zustand bewusst ist - Bewusstsein ist gerade das Stichwort: Wahrscheinlich ist dir bewusst nie Teilgruppe in der Masse an Usern aufgefallen. Richte den Teil deiner Predigt besser mal an viele der Kommentare à la ( Steam > all) unter der Origin News. ~

Faxenmacher 16 Übertalent - 4008 - 27. Oktober 2011 - 1:50 #

Gefällt :).

Anonymous (unregistriert) 27. Oktober 2011 - 11:57 #

mein Respekt dem Autor, Aufklärung, aufklären, das immer und immer wieder.
Hochachtungsvoll.

Claython 16 Übertalent - P - 4696 - 27. Oktober 2011 - 17:24 #

Ein durchaus interessanter Artikel und was die Meinungen angeht sind diese nun schon breit gefächert, daher belasse ich es einfach mal bei den ganzen Kommentaren diesbezüglich.

Im Endeffekt ist es doch so, Aufklärung hin oder her, was jeder mit seinen Daten macht ist diesen Personen selbst überlassen benötige ich nun unbedingt ein Battlefield 3 für den PC, muss ich meine Dead Island Erfolge auch übers Fratzenbook kund tun?

Ich persönlich bin der Meinung einige Titel ( diese kann man aber an 2 Fingern oder weniger abzählen) sind einen solchen Deal schon wert. In keinster Weise aber mit Origin, dieses Programm ist mir dermaßen was von unsympathisch das ich es nicht einsehe es auch nur im kleinsten Maße aktiv zu unterstützen.

Dennoch werd ich wohl die eine oder andere Sache Preisgeben, vielleicht nicht heute oder morgen aber irgendwann wird man das Häckchen mal setzen ob nun beabsichtigt oder versehentlich sei mal dahin gestellt.

Chris the awesome 03 Kontributor - 11 - 28. Oktober 2011 - 18:31 #

Das gravierende an der ganzen Geschichte ist meiner Meinung nach nicht einmal, dass man scheinbar präventiv schon einmal als potenzieller Raubkopierer gilt, welchen man mittels Online-Zwang überprüfen möchte. Als schlimmer empfinde ich beispielsweise die AGBs von diesem Origin.
Wenn man einem Artikel der Gamestar (http://www.gamestar.de/spiele/battlefield-3/artikel/analyse_zur_eula_von_ea_origin,45612,2561554.html) glauben schenken darf, ist Origin eine recht aufwendige "Spyware" mit "Kopierschutz funktion". Nebenbei verstößt diese auch gegen das Gesetz(wie viele andere auch).
Dabei muss ich mich jetzt unweigerlich fragen: Was haben wir da noch gegen einen Staatstrojaner? Soll der Staat doch bei EA anfragen ob die nicht noch ein paar "Zusatzfeatures" einbauen könnten. Natürlich nur, wenn das gewünschte feature nich sowieso schon vorhanden ist.
BTW: Sehr gelungener Artikel^^

Mit lustigen Grüßen
Chris

Anonymous (unregistriert) 4. November 2011 - 23:07 #

Lächerlich einfach lächerlich,
aber nicht Origin, sondern die potentiellen Nutzer die keine Ahnung haben. Da wird ein Bild gepostet das das Steuerprogramm überwacht wird, von Prozess Monitor. Logisch wenn man als unerfahrer Nutzer Origin einfach in C:/Programme installiert.
Origin überwacht genau die über- und untergeordnete Ordner, nicht mehr und nicht weniger. Bei mir wird D:/Origin überwacht und da hau ich kein Steuerprogramm rein.
Außerdem ist Prozess Monitor ein Profi Tool, von den Daten die es liefert können 95% der Nutzer nicht´s richtig deuten (wie man im bezug auf Origin sieht).
Origin greift auf Windows , App Data, Programm Data, und Flash zu das wars. Oh ein Windows Programm greift auf Flash zu, übel. Es speichert seine Daten in dem Anwender Ordner schlimm, es nutzt Visual Basic DLL`s OMG.
Origin tut bei mir gar nichts außer Spiele starten, noch nicht einmal Shift 1 und Battlefield 2 werden in den Protokollen aufgeführt.

Leute kauft euch ne Konsole, wer meint weil ein Origin Flash kontrolliert wäre es Spyeware dem sollte man den PC eh sperren. Natürlich greift es auf Flash zu, wie Steam, Youtube usw.
Da fummeln Leute plötzlich in Ordnern rumm von den sie nichtmal wußten das es sie gibt (weil zu recht versteckt) und Nutzen Profi Programme um was zu deuten das nicht zu deuten ist (der Beamte aus dem Nachbarhaus was kann der mit den Daten einer BMW Motorsteuerung anfangen ??, na NICHTS).

Ich bin ein Großer Steam und nun Origin Fan, da ich keine Lust habe irgendwann mal wieder ne DvD rauszukramen und mit Steam und Origin werden meine Intressen wohl abgedeckt.

P.S.: Ich bin ein PC Gamer der allerersten Stunde und Betriebsysteme mein Hobby. Da ich mich sehr gut auskenne habe ich auch keine Angst vor Origin.
Mir tun Leute leid die ihren Horizont nicht erweitern können oder wollen. Da wird sich überall bei jedem russischen Hinterhof Billiggames Produzent für ein Flashgame angemeldet und vor seriösen Firmen gezittert, OMG rofl. Wie gesagt bitte PC ausschalten Konsole kaufen und Briefe bitte wieder mit der Post.

Age 19 Megatalent - P - 14004 - 5. November 2011 - 2:46 #

Du hast den Artikel aber schon gelesen und eventuell auch verstanden, oder Mr. PC-Gamer DER allerersten Stunde und Hobbybetriebssystemfreund? m(

JakillSlavik 17 Shapeshifter - 7100 - 5. November 2011 - 12:30 #

Du bietest hier Konsolen als Alternative? Das Geschwür-Versteck, dass man so gesehen als Gebärmutter für die Entwicklung betrachten kann? Jetzt muss ich unbedarfter PCler der nicht allerersten-Stunde mir wohl den Strick nehmen. Gut, dass es für Zuse III kein Origins gab :P

Heinrich (unregistriert) 8. September 2013 - 1:37 #

Es wird vielleicht so enden, dass irgendwann der Punkt erreicht ist, wo die Gamer Schluss machen. Wir merken, dass auch die Spiele dank kapitalistischen Zeitdrucks schlecht bleiben (auch bei Driver SF merkt man in Bezug zu den Menüs einige einfach zu behebende Schwächen und Unausgereiftheiten).
Die Server werden zudem nach einiger Zeit offline gestellt, so dass Spiele ein MHD bekommen. Das ist schon Abzocke pur.
Dann noch manche Spiele, wo man sich online anmelden muss, und wenn man das Passwort verliert, will man auf den jeweiligen Hersteller gehen um ein neues zu beantragen und es ist entweder sie Seite offline! Oder es kommt nichts.

Ich selbst habe nach etlichen Games die Schnauze voll. Mir gefällt auch nicht diese Atmosphäre als potentieller Verbrecher behandelt zu werden, zB Ubisoft mit ihrem Launcher, und EA mit ihrem Lauschangriff, der für mich auch mit der neuen Lizenzerklärung noch nicht vom Tisch ist (Fassade?).
Der Branche ist nicht zu trauen, die Games leiden an Qualität, haben MHD.

Das einzige was wir tun sollen KAUFEN.
Dem verweigere ich mich, es macht ja auch keinen Spaß mehr. BF2 diese "enemy infantry spotted" Spam wäre auch einfach zu beheben gewesen. Aber da machen die lieber BF3 und 4, damit die Leute statt die alten Spiele neue Spiele zocken. Sie sollen bis zu einer gewissen Schwelle unzufrieden gehalten werden.
Und so kann es sein, dass die Auslese der Kunden immer spezifischer wird, und man jene Firmen und auch Games einfach meidet.
Die Teenies und Kiddies sind ja fast spielsüchtig, und mit ihnen kann man es machen. Aber vielleicht ändert sich auch bei ihnen irgendwann die Mentalität.

Heinrich (unregistriert) 8. September 2013 - 1:39 #

Sie sollen bis zu einer gewissen Schwelle unzufrieden gehalten werden. DAMIT SIE DIE FOLGEVERSIONEN KAUFEN.

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