User-Test: Hardcore-Rollenspiel

Demon's Souls User-Artikel

estevan2 22. Januar 2010 - 23:23 — vor 7 Jahren zuletzt aktualisiert
Bunt und lustig, wie viele andere "typisch japanischen" PS3-Spiele, wird diese Reise nicht, sondern düster und schwer. Schon das Eröffnungsvideo zeigt realistisch graue Farbtöne, und die sind symbolisch für die Welt von Demon's Souls. Ein Drache faucht mich an und füllt mich mit Ehrfurcht. Das dann folgende Spiel gebietet selbige.
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Springt Ezio aus Assassin's Creed 2 gewagt über Venedigs Dächer, sieht das so aus, als könne er alles. Aber eines kann er wirklich nicht: sterben. Wenn Ezio einmal stürzt so verliert er nichts, muss die Stadt nicht neu erkunden und ja, vielleicht muss er das aktuelle Rennen erneut starten, aber auch das funktioniert per Schnellanwahl. Wo sind die Zeiten hin, in denen ein Spiel noch etwas von mir forderte?

Zitternd in Skara Brae
 
Zitternd saß ich damals tief unter dem Weinkeller in Skara Brae (The Bards Tale). Ich hatte mich verirrt und auch der letzte Heiltrank war schon verbraucht. Der letzte Dämon war zu schnell vorgerückt und hatte schlimmen Schaden angerichtet. Die Panik wurde größer, doch da war endlich die Treppe. Jetzt nur kein weiterer hinterhältiger Angriff mehr! Der Weg ist nicht mehr weit! Wie groß war die Freude, das Tageslicht zu erblicken, den Tiefen entkommen zu sein! Wie froh war ich, das gesammelte Gold zum Händler zu tragen!  Beim Priester endlich etliche Levels aufzusteigen zu können, um dann endlich in der sicheren Gilde zu speichern.
 
Erinnert ihr euch? Könnt ihr nachvollziehen, was ich meine? Nun gibt es ein Spiel, welches genau diese Gefühle wieder aufleben lässt: Demon's Souls. Der nur als Importspiel erhältliche Titel ist bereits letztes Jahr in Japan und später in den USA erschienen und entwickelt sich immer mehr zu einem Geheimtipp für Action-Rollenspiel-Spieler. Bunt und lustig ist Demon's Souls wirklich nicht  - ich bin ehrfürchtig, wie man im Angesicht dieses Spiels auch nur sein kann.
 
Der Einstieg in den Nebel
 
Das PS3-Spiel lässt mir die Wahl zwischen zehn Klassen. Nach der Klasse richten sich die Startattribute wie Stärke, Geschicklichkeit, Intelligenz oder Lebensenergie. Außerdem sind diverse Fähigkeiten von den Attributen abhängig. Deshalb können diese im Laufe des Spiels dann auch von allen Klassen erlernt werden. Das 150 Seiten starke Lösungsbuch meiner Deluxe-Edition zeigt mir aber, dass bestimmte Rüstungen und Waffen nur weiblichen oder männlichen Helden zugänglich sind. Es handelt sich hierbei nicht nur um ein klassisches Lösungsbuch, sondern um die eigentliche Anleitung, die etwa Tabellen zu Ausrüstung und Charakterwerten enthält, die ohne diesen Guide nicht leicht zu durchschauen sind.

Mein Royal (Königlicher), für den ich mich entscheide, besitzt bereits zu Beginn einen Zauberstab. Das ist gut,  denn er hat bereits einen wichtigen Zauberspruch, den Seelenpfeil, erlernt. Ich kann also neben meiner Schwertattacke auch einen Fernangriff ausführen, was gerade zu Beginn sehr hilfreich ist. Auch das Aussehen meines Helden lässt sich nach allen Regeln der modernen Charakter-Generierung anpassen.
Nach einem kurzen Tutorial-Level, der mich mit der Steuerung des Spiels vertraut macht, lande ich im Nexus. Hier finde ich hilfreiche Charaktere wie zum Beispiel Boldwin den Schmied. Bei ihm kann ich Waffen und Rüstungen kaufen. Die einzige Währung die hier zählt, sind die Seelen, welche ich meinen getöteten Gegnern abnehme. Auch treffe ich hier im Laufe des Spiels weitere Charaktere. Krieger wie Ostrava von Boletaria, den ich später aus einer der Welten retten kann.

Ja – kann, denn hier unterscheidet sich Demon’s Souls von den meisten anderen Rollenspielen. Charaktere können durch Gegner sterben, ich kann Ihnen helfen oder aber sie eigenhändig töten. Die Wahl liegt bei mir und diese Entscheidungen sind endgültig und lassen sich nicht rückgängig machen. Nachdem ich die erste von fünf Welten betreten habe, wird auch an anderer Stelle klar, dass alle Ereignisse hier meist endgültig sind. Demon's Souls bietet keine Pausenfunktion, wenn ich im Inventar wühle oder meine Statuswerte betrachte. Spielzeit ist Echtzeit.

Die Welt von Demon's Souls

Weite Festungsanlagen laden zum Erforschen ein.
Die Welt, durch die ich mich bewege, ist wunderbar realistisch. Die monumentale Architektur wirkt wie eine mächtige Version des finsteren Mittelalters mit seinen Trutzburgen. Spiegelndes Wasser oder glänzende Texturen eines Uncharted würden hier nicht passen. Oft gruselt es mich schon ein wenig in diesen riesigen Anlagen. Ich bin hier der Eindringling, der Fremde, der nicht hierher gehört. Dazu passt das tolle Design und auch die Ragdoll-Animationen der Gegner. Störend ist nur, dass letztere scheinbar viel zu wenig wiegen und oft an euren Füßen hängen bleiben.

Unterstrichen wird der Realismus des Spiels von der tollen Geräuschkulisse, die auf Musik verzichtet. Auf hohen Brüstungen hört ihr den Wind pfeifen, in tiefen Höhlen sind ständig weit entfernte Geräusche wahrnehmbar. Bedrohliche Klänge, deren Ursprung nicht immer klar ist, fahren euch in Mark und Bein. Oft vernehmt ihr einen feinen Singsang, ganz leise im Hintergrund. Die amerikanische Synchronisation ist hervorragend gelungen. Gesprochen wird zwar nicht sehr häufig, doch wenn ein Charakter etwas zu euch sagt, hat es Bedeutung.

Demon's Souls ist kein Technik-Meilenstein. Die Framerate gerät manchmal merklich ins Stottern. Die Steuerung ist nicht immer perfekt. Aber trotzdem ist hier alles aus einem Guss und passt wunderbar zusammen. Eure Taten haben ständig eine Auswirkung auf die spirituelle Ausrichtung der Welten und eures Charakters. Der Bildschirm des sogenannten "World Tendency"-Systems gibt ständig Auskunft über den aktuellen Status. Durch euer Handeln und bestimmte Ereignisse verschieben sich euer Charakter und die Welten ständig in eine weiße oder schwarze Richtung. Durch diese Verschiebungen ändert sich zum Beispiel eure Stärke und die der Gegner. Bei extremen Verschiebungen lassen sich in den Welten aber auch ganz neue Wege öffnen.

Ein anspruchsvolles Kampfsystem 


Ich befinde mich auf einer Brücke, die gigantischen Dimensionen dieser Welt werden schon hier deutlich. Die ersten Feinde stürmen auf mich zu, die ich dank Seelenpfeil leicht niederstrecke. Per R3-Taste lassen sich Gegner bequem anvisieren, und der Pfeil findet sein Ziel ohne Umwege. Jede Aktion im Kampf lässt meine Ausdauerleiste schrumpfen. Auch das Blocken gegnerischer Angriffe mit dem Schild kostet Ausdauer. Ohne Ausdauer bin ich meinen Feinden jedoch schutzlos ausgeliefert -- spätestens jetzt sollte man die Flucht ergreifen. Äußerst wichtig ist das Parieren eines gegnerischen Angriffs. Nur wer im richtigen Augenblick pariert, hat die Möglichkeit, einen starken Konterangriff auszuführen. Wer aber das richtige Timing verpasst, kann auch im Kampf gegen vermeintlich einfache Gegner sehr schnell das Zeitliche segnen. Das schnelle Erlernen des richtigen Timings ist also sehr wichtig.
 
Ich verwende zu oft den Seelenpfeil, mein Mana-Balken leert sich unaufhaltsam. Ich tausche per Schnelltaste (Steuerkreuz) also wieder den Zauberstab gegen mein Schwert, mit dem ich einen leichten (R1-Taste) und einen schweren Angriff (R2-Taste) ausführen kann. Doch schnell werde ich von mehreren Feinden umstellt. Ich renne zurück. Eine gute Entscheidung, denn diese Zombies sind langsam. Ich komme noch einmal mit dem Schrecken davon. Später treffe ich auf ein Rudel Wölfe -- und die sind alles andere als langsam. Bevor ich auch nur einen Angriff ausführe, sterbe ich.

Die Entscheidung "welche Waffe, zu welcher Zeit" ist immer wichtig. Wer mitten im Kampf die Strategie wechseln muss, hat oft ein großes Problem. Wer zum ersten Mal auf einen Ritter mit roten Augen trifft, weiß, was ich meine. Hier zählt sehr vorsichtiges und gezieltes Vorgehen. Trifft mich der Gegner schutzlos, also ohne erhobenen Schild, sinkt meine Lebensenergie fast ins Bodenlose. Viel schlimmer ist das Timing, welches komplett aus den Fugen gerät. Besser jetzt den Schild hochziehen, laufen um sich neu zu sammeln, Timing finden und Ausdauer aufbauen. Wer nach einem schweren Treffer in Panik versucht, zurückzuschlagen, stirbt.

So bewege ich mich ständig wachsam durch diese Welt, meinen Schild immer im Anschlag (L1-Taste).
Obwohl die KI der Gegner in sehr seltenen Fällen aussetzt und manche Gegner sich regelrecht aufhängen, macht das Kämpfen enorm viel Spaß. Für Angriffe mit dem Bogen gibt es sogar einen Zielmodus.
 
Solospiel mit Multiplayer-Helfern

Drachen voraus! Der nächste Schritt könnte tödlich sein.
Ich fühle mich sehr klein im Angesicht der gigantischen Mauern, die mir bedrohlich entgegen ragen. Vor mir öffnet sich ein Abgrund. Ich blicke hinunter und frage mich, ob ich springen soll? Doch dann sehe ich eine Nachricht am Rande schimmern: „Vorsicht, es liegt eine Falle vor dir“. Hier handelt es sich um eines der sehr innovativen Online-Features. Die erwähnte Nachricht wurde von einem anderen Spieler hinterlassen, erstellt mit Hilfe eines Systems vorgefertigter Phrasen. Auch kann ich diese Nachricht kommentieren und an der Anzahl positiver Kommentare einschätzen, wie hoch der Wahrheitsgehalt dieser Information ist. Das ist wichtig, da natürlich in einer freien Online-Umgebung so manche Schilder in den sicheren Tod führen. Besser noch ist es, selber Nachrichten zu hinterlassen, denn werden diese positiv bewertet, füllt sich jedes Mal eure Lebensenergie. Neben der vermeintlichen Falle findet sich auch eine Blutlache, die ich aktivieren kann. Augenblicklich sehe ich den Geist eines anderen Spielers und die letzten Sekunden vor seinem Tod. Dieser andere Spieler starb beim Sprung in den Abgrund. Ich entscheide mich also nicht zu springen. Ich sehe eine finstere Öffnung in der Wand, durch die ich mich entschließe das Gemäuer zu betreten.

König Allant hatte „den Alten“ versehentlich erweckt und das ganze Königreich Boletaria versank in einem dichten Nebel. Nie ist jemand aus diesem Nebel zurückgekehrt. Ich bin also einer dieser Abenteurer die es versuchen werden, und mein Ziel ist es, den Alten, einen Dämon, wieder zurück zu schicken. Ich bin nur einer von vielen in dieser riesigen Welt, dieses Gefühl ist ständig gegenwärtig. Bin wirklich ich es, der gegen die Kräfte die hier wirken, bestehen kann? Oder ist es einer der vielen anderen Spieler, deren geisterhaften Schatten ich immer wieder begegne?

Hier bin ich kein Superheld, der den anderen zeigt, wie der Hase läuft. Ich bin winzig klein, jemand der die Hoffnung auf Rettung noch nicht aufgegeben hat. Der ständig erkennen muss, wie unwahrscheinlich ein Überleben in dieser Welt doch ist. In dieser Welt gibt es Drachen, so wie ich sie mir immer vorgestellt habe. Ich habe keine Chance im Kampf gegen sie. Viele Blutlachen säumen den Weg zu dem Hügel, wo ich sie entdecke, und ich traue mich nicht weiter. Ich weiß, dass der brennende Odem mich einfach zu Staub werden lässt, also kehre ich um. Der andere Weg ist ein schwer bewachter Wehrgang. Als ich den ersten Gegner bekämpfe, rast einer der Drachen von oben heran. Ich drehe mich um und renne, doch die Flammen erfassen mich und ich bin tot. Ich habe alle meine Seelen verloren und beginne ganz von vorne. Diesmal in Geistform. Und ich wandle solange als Geist durch die Welt, bis ich einen Dämon besiege oder mich mit der Hilfe eines Steins zurück verwandele. Als Geist bin ich deutlich schwächer. Nach meinem Tod kann ich mir alle gesammelten Seelen wiederholen, jedoch habe ich dazu auch nur einen Versuch. Sterbe ich ein weiteres Mal, habe ich sie endgültig verloren.

Die letzte Variante des Online-Spiels ist das PvP-System (Spieler gegen Spieler). Ihr könnt als schwarzrotes Phantom in die Welt eines anderen Spielers eindringen, um ihn zu töten. Nachdem ihr den benötigten Stein dazu eingesetzt habt, wird euer Gegenspieler informiert. Der Angegriffene kann bis zu zwei Spieler um Unterstützung bitten. Der Angreifer selbst gilt als Freund der Dämonen, deshalb wird er nicht von anderen Gegnern bedroht. Es geht in diesem Kampf wieder um Seelen. Der Schreck ist groß, wenn ihr informiert werdet, dass es plötzlich jemand auf euch abgesehen hat. Auch das verstärkt ein weiteres Mal dieses Gefühl, nur ein kleiner Teil dieser Welt zu sein, denn jeder kämpft hier um das eigene Überleben. Es gibt übrigens, über einen weiteren Stein, noch den offiziellen Weg: ein Duell, dem beide Spieler zustimmen müssen.


Der Dämon

Habt Ihr euch durch Scharen von Gegnern gekämpft, steht ihr irgendwann einem letzten Nebel gegenüber. Vor euch wartet ein finsterer Dämon. Oft handelt es sich um eine übermächtige Kreatur, bei deren Anblick eure Knie zu zittern beginnen. Wo ist nur ihre Schwachstelle? Wichtiger als alles andere ist es, zuerst den gewaltigen Angriffen auszuweichen, denn jeder Schlag kann euren Tod bedeuten. Welche Waffe, welcher Zauber bringt den benötigten Schaden? Wo ist die verdammte Schwachstelle?

Diese Dämonen-Kämpfe sind hart, grandios inszeniert und auch sehr spannend. Ihr müsst oft eure gesamte Ausrüstung für den bevorstehenden Kampf anpassen. Habe ich die richtige Waffe in der Hand, die richtigen Schutzringe am Finger und auch die richtige Rüstung? Manchmal müsst ihr auch die Rüstung ablegen, um schneller zu sein. Hilfe bietet auch hier wieder das Online-System. Bis zu zwei andere Spieler könnt Ihr zur Hilfe rufen, allerdings nur in menschlicher Gestalt. Diese Spieler hinterlassen in Geistform ein Signal, dass sie zur Hilfe bereit stehen. Ihr könnt euch, bevor ihr sie auswählt, anschauen wie stark sie sind. Wenn ein Dämon in einem solchen Kampf besiegt wird, werden diese Spieler in ihrer Welt auch wieder lebendig. Außerdem gibt es am Ende eines Kampfes eine Bewertung beider Seiten, wonach sich die Verteilung der gewonnenen Seelen richtet. Habt ihr also den Dämon besiegt, ist dieser ein für allemal vernichtet.

Sterbt Ihr jedoch, müsst ihr den gesamten Weg bis zu diesem Endgegner erneut auf euch nehmen. Alle Gegner sind wieder an der Stelle, wo ihr sie zuvor schon einmal besiegt habt. Das kann selbst den engagiertesten Spieler sehr frustrieren, jedoch ist auch die Motivation immer sehr hoch, den Weg erneut zu bestreiten. Wer es im nächsten Anlauf sofort schafft, bekommt seine gesammelten Seelen zurück und hat auf dem erneuten Weg nochmal so viele eingesammelt.
 
Frust oder Spannung?

Ja, ihr werdet viele Tode sterben in Boletaria. Sehr viele. Mehr als in den allermeisten anderen aktuellen Spielen. Und ja, oft sind einzelne Passagen sehr schwierig. Doch auch nach dem zigsten Ableben habe ich mich immer wieder auf denselben Weg gemacht. Ich habe gelernt, vorsichtig zu spielen und schwierige Stellen zu meistern. Und gerade weil hinter jede Ecke der Tod liegen kann, ist die Spannung durchgängig hoch. So muss sich ein echter Entdecker fühlen, wenn er eine neue, feindliche Welt erkundet! 

Demon's Souls kaufen
Leider ist Demon's Souls in Europa nicht erschienen, ihr habt nur die Möglichkeit, das Spiel zu importieren (US- oder japanische Version). Wenn ihr nicht lange suchen wollt und einem euch vermutlich bekannten Handelssystem vertrauen wollt:

Händler auf Amazon.de bieten Demon's Souls als US-Import an, ab etwa 54 Euro.

Auf Amazon.co.uk bieten mehrere Händler das Spiel als US-Import gebraucht oder neu an, zu Preisen zwischen etwa 60 und 75 Euro.
Hier geht's zur Übersichtsseite.
Wenn der letzte Gegner am Boden liegt und ein kleiner Pixel in der Lebensleiste verbleibt, möchte ich jauchzen. Oder ich springe auf vor Freude, weil ich eine Falle erkannt habe und die tödlichen Kugeln nun über die Gegner rollen statt über meinen virtuellen Leib. Wer einen der übermächtigen Dämonen besiegt hat, ohne zuvor einmal zu sterben, erlebt ein lange nicht mehr gekanntes Triumpfgefühl. Diese Momente hatte ich in Assassin's Creed nicht ein einziges Mal. 

Demon's Souls ist schwierig, keine Frage. Eine gehörige Portion Frusttoleranz sollte man besitzen. Der Action-Anteil ist für ein Rollenspiel sehr hoch. Wer aber einfach drauflos läuft, hat keine Chance. Dieses Spiel ist nicht unfair, es ist schwer. Es hat viele neue Ideen, die wunderbar zusammenpassen. Es ist schade, dass sich im europäischen Raum bisher kein Publisher dafür gefunden hat. Die amerikanische Deluxe-Version mit dem großartigen Lösungsbuch ist leider recht schwierig zu bekommen. Wenn ihr aber mal wieder etwas anspruchsvoll Schweres und Außergewöhnliches spielen wollt, solltet ihr Demon's Souls importieren. Ihr werdet es nicht bereuen.
estevan2 22. Januar 2010 - 23:23 — vor 7 Jahren zuletzt aktualisiert
Olphas 24 Trolljäger - - 48734 - 20. Januar 2010 - 8:57 #

Schöner Artikel! Hätte ich eine PS3 wäre das auf jeden Fall ein Titel für mich. Sehr faszinierendes Konzept.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 352346 - 22. Januar 2010 - 23:43 #

Sehr schöner Artikel, estevan2!

H-Fox 10 Kommunikator - 358 - 23. Januar 2010 - 1:23 #

Ich habs mir hier bestellt:

http://www.acme-importvideogames.nl/v3/index.php?PHPSESSID=73172ef4ca975fe9b7cbd751f972bff6&kategorie=20&group_id=240&id=4136

War in 2 Tagen da^^

Anonymous (unregistriert) 23. Januar 2010 - 1:43 #

Vorletzter Satz: "...solltet ihr Demon's World importieren" sollte wohl heissen: "...solltet ihr Demon's Souls importieren"

estevan2 14 Komm-Experte - 2024 - 23. Januar 2010 - 8:16 #

Amazon Deutschland listet das Spiel auch schon als US Import. Das soll dann nächste Woche zu haben sein.

Zenturio_Kratos 12 Trollwächter - 1162 - 23. Januar 2010 - 10:31 #

hoffe immer noch dass es bei uns kommt

Pitzilla (unregistriert) 23. Januar 2010 - 12:29 #

Ich spiele es auch schon seit Anfang Dezember. Wirklich ein sehr schönes Spiel, aber auch sehr herausforderen und teilweise frustierend.

Pitzilla

ChrisL 30 Pro-Gamer - P - 144296 - 23. Januar 2010 - 13:39 #

Sehr interessanter Artikel ... und sehr interessantes Spiel(prinzip). Irgendwann werde ich wohl doch mal anfangen müssen, für eine PS3 zu sparen ...

John of Gaunt Community-Moderator - P - 66017 - 23. Januar 2010 - 15:32 #

Klasse Artikel, wirklich sehr schön und informativ geschrieben. Fehlt nur eine PS3, aber das liebe Geld...

hoetzi (unregistriert) 23. Januar 2010 - 18:23 #

Sehr guter Artikel.
Spiegelt wunderbar auch meine Meinung zum Spiel wider.
Ein weiterer Tip zum importieren des Games ist Axelmusic.com (per Kreditkarte od. Paypal)

Have Fun

Roland_D11 15 Kenner - 3685 - 25. Januar 2010 - 10:30 #

Ja, der Tipp ist gut, dort habe ich das Spiel auch sehr günstig bekommen (ich glaub so ~45 Euro) :-) .

Der Test ist richtig gut, so habe ich mich auch beim Spielen gefühlt.

Das Spiel großartige Momente, sei es der Singsang im Gefängnis in Welt 3-1, der mir (abends im dunklen Zimmer) die Haare hat zu Berge stehen lassen oder das erste Mal dem Tower Knight gegenüber zu stehen.

Es löst sehr viele Emotionen aus, von Frust über große Freude, wenn man einen schweren Boss geknackt hat (ja, ich meine Euch, verdammte Maneater) oder die Abscheu, die ich Welt 5 entgegenbringe.

Ich habe bisher 24 Stunden gespielt, bin Seelenlevel 69 und hänge brutal in Welt 5-2 fest. Ich habe schon viel geflucht darüber, aber das Bedürfnis es immer nochmal zu versuchen, ist trotzdem sehr stark. Und auch das macht das Spiel unglaublich gut.

Ridger 18 Doppel-Voter - P - 10875 - 24. Januar 2010 - 3:16 #

Toller Artikel. Habe Demon's Soul von einem Freund geliehen, traue mich aber nicht zu spielen wegen meiner geringen Frusttoleranz.

Roland_D11 15 Kenner - 3685 - 25. Januar 2010 - 10:32 #

Ich habe auch keine hohe Frusttoleranz, aber Demon's Souls schafft es, trotz der vielen Tode weiter zu motivieren.

Ich habe lange überlegt, warum das so ist. Das Spiel ist schwer, aber es bleibt immer fair. Ich weiß immer, warum ich gestorben bin, meistens, weil ich zu überhastet gehandelt habe. Außerdem will man das Glücksgefühl, wenn man etwas Schweres geschafft hat, immer wieder erleben :-) .

Grinzerator (unregistriert) 25. Januar 2010 - 21:29 #

Scheint ein tolles Spiel zu sein. Verdammt, warum läuft Bayonetta auf der PS3 so schlecht? Sonst wüsste ich, welche Konsole ich mir hole.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8342 - 26. Januar 2010 - 3:05 #

Herje, das klingt fast wie nen Grund sich zu der 360 ne PS3 hinzustellen... grummel

Ridger 18 Doppel-Voter - P - 10875 - 27. Januar 2010 - 3:28 #

Ich habs umgekehrt gemacht: Zur PS3 gesellt sich seit nem halben Jahr ne Box...

estevan2 14 Komm-Experte - 2024 - 27. Januar 2010 - 7:50 #

Für ne Box würde im Augenblick wohl MassEffect2 sprechen. Grummel aber dafür reicht die Zeit dann wirklich nicht mehr.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8342 - 27. Januar 2010 - 11:33 #

Um ehrlich zu sein, morgen fliegt meine neue, frisch bestellte, PS3 ein und wird sich neben der 360 verdingen.

Ein Unding. Früher hätte man sich nicht zu seinem Amiga ne Atari ST Kiste hingestellt - oder PC & Mac... I'm so weak.

p.s.
Demon Souls wird dann auch noch den Blue-Ray Schacht entjungfern.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8342 - 3. Februar 2010 - 0:34 #

Also ich spiel das Ding nun seit 5 Tagen - der Hammer. Je länger man spielt, desto besser wird es. Der Frust hält sich in grenzen - eher macht es laune auch drauf zu gehen. Es ist einfach mal was anderes, wenn man ne Treppe hochgeht und links sowie rechts ist nur reine luft. Vor einem die Dunkelheit und hinter einem nur die mögliche Flucht. Jeder schritt kann der letzte sein und dann flattern da plötzlich Gargoyles um deinen Kopf ... schiere Panik macht sich da breit, "Ah nein, nicht jetzt! Meine Seelen!!!". Super Fun!

Sogar PvP macht Spass, ein taktieren vor dem Herren, keiner will sich die blöße geben. Mein erster PvP angreifer trieb mich dann nach gut 5 Minuten einen Abgrund hinunter... Glücklicherweise setzte er seinen letzten Ausfallschritt ins leere und segelte mit in die Tiefe. Ergebniss: Ich bin zwar tot, aber er bekommt nen Level abgezogen, weil er noch vor mir aufgeschlagen ist. HrHr. Grandios!

HeadMunk 14 Komm-Experte - 1849 - 19. Mai 2010 - 19:03 #

Danke für diesen ausführlichen Test! Habe schon viel über das Spiel gehört, konnte mir allerdings nicht vorstellen, wie der eigentlich wohl recht frustige Schwierigkeitsgrad einen Hauptreiz des Spieles ausmachen könnte. Das hast du dem Leser hier allerdings wirklich schön nahe gebracht.

AlexCartman 16 Übertalent - P - 4482 - 26. Juni 2016 - 10:55 #

Habe den Artikel gerade gefunden. Als PS3 bzw. überhaupt Playstation-Nachzügler entdecke ich gerade jede Menge alte Perlen. Das hier ist eine davon!

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