Dark Souls 3 – Die Geschichte des tapferen Ritters Gael User-Artikel

Lore zu den Erweiterungen

Gilgaesch / 12. Mai 2017 - 14:20 — vor 6 Wochen aktualisiert
Steckbrief
PCPS4Xbox One
Rollenspiel
Action-RPG
ab 16 freigegeben
16
From Software
Bandai Namco Games
24.03.2016
Link
Amazon (€): 52,95 (PlayStation 4), 23,99 (Xbox One), 29,80 (PC), 59,99 (PC)
Mit dem letzten DLC The Ringed City erreichte Dark Souls 3 sein Ende, wodurch auch die Geschichte abgeschlossen wurde, die in der ersten Erweiterung begonnen wurde. Diese Eigeninterpretation dreht sich dabei vor allem um den Sklavenritter Gael. Dieser Artikel enthält Spoiler aus den beiden Addons.
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Vorab ein Hinweis: Wie jeder, der Dark Souls gespielt hat, weiß, wird dessen Story nicht einfach so präsentiert und ist damit auch sehr interpretativ. Das bedeutet auch, dass manche Spieler storybezogene Hintergründe oder Entwicklungen anders sehen beziehungsweise deuten. Sollte das bei euch der Fall sein, würde ich mich freuen, wenn ihr eure Sichtweise im Kommentarbereich erläutert.
 

Der Beginn einer Reise

Gael war einst ein Sklavenritter, also ein Kämpfer, der in Kriegen an die vorderste Front geschickt wurde. Da diese Soldaten Untote waren, konnten sie nicht sterben, was sie jedoch quälte und der Aushöhlung immer näher brachte. Doch Gael war ein besonderer Sklavenritter, er überlebte unzählige Schlachten. Mithilfe seiner überragenden Schwertkunst schaffte er es die Kämpfe zu überstehen und stets zurückzukehren, nur um abermals in einen Krieg ziehen zu müssen. Mit der Zeit jedoch begann er sich zu fragen, ob dies wirklich sein Schicksal sein musste. Er begann immer mehr zu verzweifeln und schien seiner Bestimmung niemals entrinnen zu können.
 
Eines Tages jedoch verschlug es ihn in die geheimisvoll gemalte Welt von Ariandel. Dort erblickte er einen Ort, der unberührt von den Geschehnissen der Außenwelt zu sein schien – und an dem er die erste und einzige Person fand, die ihm jemals etwas bedeutete. Es war die namenlose Malerin, die ähnlich wie Gael, niemanden mehr hatte und sich einzig an ihn klammern konnte. Sie schmiedeten ein tiefes Band, wodurch die Malerin Gael sogar als ihren Onkel ansah, obwohl sie nicht wirklich verwandt waren. Für Gael wurde sie eine unersetzbare Person und er schwor sich alles zu tun, damit sie glücklich würde.
 
Die verrottende gemalte Welt von Ariandel.
Die gemalte Welt begann jedoch langsam zu verrotten und Kälte zog übers Land. So sollte eigentlich eine Neue von der namenlosen Malerin erschaffen werden, wofür sie zwei Komponenten benötigt. Die Eine ist das Feuer, das jedoch vom Vater der Welt, Ariandel, zurückgehalten wurde. Friede, eine der drei Gründungsschwestern der Kirche von Londor, überzeugte ihn diese, seine Welt verfallen zu lassen und sie niemals zu erneuern. Sie war eine Unentfachte und hatte sich vor langer Zeit ebenfalls in diese Welt zurückgezogen. Damit die Malerin auch wirklich nicht ein neues Bild fertigen konnte, sperrte Friede sie ein, allerdings war Gael zuvor bereits losgezogen.

Er wollte der Malerin helfen ihre Welt zu kreieren. Dafür verließ er die gemalte Welt und suchte nach einer Unentfachten. Laut einer alten Legende hieß es, dass zwei Unentfachte das Feuer entzünden würden, um die alte Welt zu vernichten. So würde dann Platz für eine neue Welt entstehen, die Welt der namenlosen Malerin. Der Ritter wurde nach einer längeren Suche in der Kirche des Abgrunds fündig. Dieser Unentfachte ist der Spieler. Gael brachte ihn in die Welt von Ariandel, wo sie sich gemeinsam Friede und dem Vater stellten. Entgegen ihres eigenen Willens entflammte Friede in diesem Kampf die Flamme mit dem Spieler neu und ebnete so die erste Stufe zur Erschaffung einer neuen Welt.
 
Nun, da die Malerin befreit und das Feuer wieder brannte, brauchte es die zweite Komponente. Dieses Pigment, mit dem das neue Bild gemalt werden sollte, war das Blut der Dunklen Seele, die von dem Verstohlenen Zwerg zu Beginn des Zeitalters des Feuer gefunden worden war und als eine der vier großen Lordseelen gilt. Dieses Blut könnte die Macht haben, dass die neue Welt nicht wie die alte verrotten würde und so könnte die Malerin einen immerwährenden Ort erschaffen.
 

Der Aufbruch zu seiner letzten Schlacht

Der Trümmerhaufen vergangener Äonen.
Diese erklärt dem Spieler, dass Gael bereits losgezogen war, um nach diesem Blut
zu suchen. Unaufhörlich für die einzige Person, die ihm etwas bedeutete auf der Suche, gelangte er sogar bis an das Ende der Welt, bis an den Rand der Ersten Flamme. Dort überwandt der Sklavenritter obendrein  den Trümmerhaufen. Ihm war bewusst, dass er den tapferen Unentfachten weiterhin brauchte und so hinterließ er Hinweise, damit dieser ihm folgen konnte. Dazu riss er sich sogar Fetzen aus seinem Gewand heraus, das eigentlich ein Zeichen seiner Ehre darstellte. Auch stand er jenem Unentfachten abermals im Kampf gegen den Dämonenprinzen bei.
 
Er erreichte schlussendlich die Umringte Stadt, in der die Dunkle Seele zu finden sein sollte. Der Spieler folgt dem Pfad des Sklavenritters und trotzt dabei vielen Gefahren, um schließlich den Ruheort von Filianore zu erreichte. Sie war die jüngste Tochter von Gwyn, dem Herrscher des Sonnenlichts. Als der Unentfachte sie antraf, nutzte sie ihren Zauber und schleuderte den Spieler in eine weit entfernte Zukunft. Hier war alles schon längst vergangen und einzig die großen Bauten der Vergangenheit erinnern noch an das was einst war.
 
Gael hat in den vergangenen Jahrhunderten weiterhin unzählige Schlachten geschlagen, um an das Blut der Dunklen Seele zu gelangen. Als er jedoch die Könige der Stadt fand, die dieses Blut in sich trugen, waren diese bereits vertrocknet und kein Tropfen Blut war übrig geblieben. Als einzigen Ausweg sah er, die Fürsten zu verschlingen und so die Dunkle Seele mit seinem eigenen Blut zu tränken.
 

Dem Wahnsinn verfallen

Allerdings ist die Dunkle Seele nicht leicht zu kontrollieren und mit jedem neuen Fürsten, den er verschlang, wurde er wahnsinniger. Diesen Ausgang hatte er aber bereits vorhergesehen. Ihm war völlig klar gewesen, dass die Dunkle Seele ihn korrumpieren würde, aus diesem Grund hatte er den Unentfachten zu genau diesem Ort geführt. Als der Spieler ihn schließlich entdeckt, war er bereits völlig von Sinnen und nur noch darauf aus, noch mehr der Dunklen Seele in sich zu vereinen. Auch das winzige Fragment im Spieler wollte er an sich bringen. Im folgenden Kampf verliert Gael immer mehr die Kontrolle und gibt sich der Macht hin. Dies verschafft ihm aber auch große Qualen, so schreit und weint er im Kampf, sobald er Angriffe mithilfe dieser Macht ausführt. Der Spieler schafft es letztendlich, den einstigen Sklavenritter zu bezwingen und ihm von seinem Leiden zu erlösen. Genau wie Gael es geplant hatte, hinterließ er bei seinem Tod das Blut der Finsteren Seele, womit die namenlose Malerin die ewige Welt erschaffen konnte.
 
Der Unentfachte bringt es ihr, woraufhin sie ihm erklärt, warum sie wirklich eine neue Welt erschaffen will. Es soll ein Ort werden, an dem Gael endlich Zuhause sein konnte und sie fragte sich, wann ihr Onkel zurückkehren würde, um es zu sehen.
Alles in allem war Gael ein Mensch, der nie wirklich erfahren hatte, was Freiheit war und immer nur kämpfen musste. Er ähnelt dem Spieler sehr, da sie beide zunächst nur unwichtige Bauern waren. Doch schaffte er es genau wie der Spieler bis ans Ende der Welt und auch darüber hinaus. Er gab niemals auf und wurde sogar freiwillig wahnsinnig. Der Sklavenritter sorgte dafür, dass die Person, die stark genug war, um ihn töten, ihn auch finden konnte und gab sich ohne zu zögern hin, damit der Wunsch der Malerin erfüllt würde. Aber er wusste nicht, dass der Wunsch der Malerin niemals ohne ihn in Erfüllung gehen konnte.
 
Zum Schluss noch eine Anmerkung: Man weiß nicht genau, ob der Spieler am Schluss wie beschrieben in die Zukunft geschleudert wird oder ob einfach die Illuison der Stadt verschwindet. Beides ist plausibel, aber Gaels Erscheinung und auch seine Waffen sprechen eher für die erste Theorie. So ist sein Schwert, mit dem er uns in vorherigen Kämpfen geholfen hat, fast vollkommen zerstört, als wäre es bereits Jahrhunderte alt.   
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Der Unentfachte.
Gilgaesch 12. Mai 2017 - 14:20 — vor 6 Wochen aktualisiert
Janosch 21 Motivator - - 27201 - 12. Mai 2017 - 10:07 #

Diesen schönen Artikel sollten mal all die lesen, die immer behaupten in Dark Souls wird keine Geschichte erzählt. Vielen Dank, es war mir eine Bereicherung und erinnert mich, dass bei DS3 noch zwei DLCs auf mich warten...

Aladan 22 AAA-Gamer - - 34085 - 12. Mai 2017 - 10:13 #

Na es wird nach wie vor auch keine Geschichte erzählt. Das ist eher ein Zusammentragen von Storyschnipseln und Theorien anhand der Gegenstände, Aussagen von NPC und viel Umwelt. ;-)

Kann aber auch Spaß machen.

Janosch 21 Motivator - - 27201 - 12. Mai 2017 - 11:01 #

Auch wenn ich diesen DLC bisher nicht gespielt habe, kann ich aus eigener intensiver Erfahrung versichern, es macht Spaß. Und es ist natürlich wie überall, die besten Gesschichten entstehen im eigenen Kopf...

Aladan 22 AAA-Gamer - - 34085 - 12. Mai 2017 - 11:04 #

Also die bisher coolste Story dieses Jahr habe ich in Horizon erlebt und die ist nicht in meinem Kopf entstanden. Souls Spiele haben halt einfach ein Super Gameplay, deswegen habe ich alle durch. :-D

Janosch 21 Motivator - - 27201 - 12. Mai 2017 - 11:30 #

Zumindest beim Gameplay widerspreche ich Dir nicht... ;)

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11189 - 12. Mai 2017 - 14:45 #

erinnert mich an die Half-Life-fans, die das von der reihe auch immer behaupten wie groß da die lore wäre. nun habe ich zwar bisher noch keinen teil der Dark Souls reihe gespielt, dafür kenne ich aber HL und im spiel kriegt man davon auch nicht viel mit.

DomKing 18 Doppel-Voter - 9711 - 12. Mai 2017 - 14:58 #

Bla bla bla Mr. Freeman.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11189 - 12. Mai 2017 - 15:00 #

immer wieder schön ^^

https://www.youtube.com/watch?v=slRsexrhbG8

Janosch 21 Motivator - - 27201 - 12. Mai 2017 - 15:57 #

Und zwischen es erzählt eine, keine Geschichte und es hat eine Riesenlore besteht auch ein Unterschied... ;)
Viel wichtiger, es unterhält...

Sebastian -ZG- 27 Spiele-Experte - P - 76421 - 12. Mai 2017 - 15:16 #

Dark Souls hat eine Geschichte...? *duckundweg*

Jürgen -ZG- 22 AAA-Gamer - P - 33066 - 12. Mai 2017 - 15:31 #

Aber ja: Stirb! Und nochmal!

Janosch 21 Motivator - - 27201 - 12. Mai 2017 - 15:44 #

Husch, sucht Eich eine andere Spielwiese. Mir gefällt's. Was will ich mehr?

Jonas -ZG- 18 Doppel-Voter - P - 9625 - 12. Mai 2017 - 16:14 #

Da fällt mir schon was ein. ;)

Bluff Eversmoking 14 Komm-Experte - 2031 - 12. Mai 2017 - 10:42 #

Ich habe auch nach einigen Hundert Stunden, die ich mit diversen Souls-Spielen verbracht habe, dort noch keine Story bemerkt. Bei Bloodborne erinnere ich mich düster an eine Bluttransfusionsbehandlung, blöderweise in irgeneiner Bestien- oder Jagdnacht, bei Dark Souls erinnere ich mich nicht einmal mehr an den groben Rahmen der Klopperei.

bsinned 17 Shapeshifter - 7081 - 12. Mai 2017 - 10:58 #

Wow, also in dem Fall musst du aber schon arg mit Scheuklappen durch die Welt geschlendert sein. Sicherlich schaufelt DS dem Spieler sein Geschehen nicht mit der Schaufel in´s Gesicht, wie es andere Spiele oft tun, aber gar nix? Überhaupt nix?

Specter 16 Übertalent - 5745 - 12. Mai 2017 - 11:11 #

Mir gehts wie BluffE. Habe 90 Std. in DS1 investiert, eines der besten und intensivsten Spieleerlebnisse überhaupt bekommen und könnte zur Story so gar nichts sagen.

Bluff Eversmoking 14 Komm-Experte - 2031 - 12. Mai 2017 - 11:40 #

Am Ende hat der Spieler gebrannt, und ich habe mich gefragt, ob ich das alles nur auf mich genommen hatte, um am Ende endlich zu verbrennen. Mehr ist nicht hängengeblieben.

Gilgaesch 12 Trollwächter - 936 - 12. Mai 2017 - 11:25 #

Die grobe Rahmenhandlung wird dir eigentlich immer im Intro gesagt, wie alles dan im Kleinen wirklich Passiert ist, muss man sich aus der Welt und den Dialogen entnehmen und auch interpretieren ^^

zuendy 14 Komm-Experte - 2222 - 12. Mai 2017 - 12:49 #

Ganz ganz viel Inhalt bekommt man über die Beschreibungen von Rüstung, Waffen, Schilde und vor allem aus dem Zeug was man aus den Herrscherseelen bauen kann. Wenn man sich immer wieder nur durchmetzelt ist klar das da nix hängen bleibt (nehme mich da auch nicht aus).

keimschleim 15 Kenner - 3055 - 12. Mai 2017 - 11:02 #

Werd ich mir durchlesen, sobald ich DS3 durchgespielt hab. (Hat mich nach bisher 8h leider noch nicht abholen können.) Aber was zur Lore von Dark Souls (vor allem Teil 1) hab ich immer sehr gern gelesen.

bonesaw 12 Trollwächter - 1145 - 12. Mai 2017 - 11:16 #

Mehr davon!

Für mich ist es viel zu kompliziert die Schnipsel zusammenzutragen :D

Gilgaesch 12 Trollwächter - 936 - 12. Mai 2017 - 11:27 #

Ich werd mal gucken ob ich noch was dazu mache XD

zuendy 14 Komm-Experte - 2222 - 12. Mai 2017 - 12:49 #

Danke!

Weltraumfahrer 10 Kommunikator - 463 - 12. Mai 2017 - 13:57 #

Sehr schöne Zusammenfassung, macht Lust auf mehr !! ;-)

Scando 23 Langzeituser - P - 38576 - 12. Mai 2017 - 14:36 #

Interessant gemacht.

TheRaffer 15 Kenner - - 3339 - 12. Mai 2017 - 15:23 #

Schöne Erzählung. :)
Macht DS immer noch nicht zu meinem Spiel, aber gut zu wissen, dass es etwas zu entdecken gäbe.

Kaplan_Ralf 11 Forenversteher - 636 - 12. Mai 2017 - 17:10 #

Sehr, sehr geile Geschichte. Ich lese immer wiede gerne solche Hintergrundstories zu den Souls Spielen.

Kleine Korrektur: Im Text ist ein paar mal "Geal" statt "Gael" geschrieben.

Gilgaesch 12 Trollwächter - 936 - 13. Mai 2017 - 19:12 #

Danke^^
Hab es korriegiert XD

almay 12 Trollwächter - 881 - 12. Mai 2017 - 19:19 #

Bezüglich des Schlusses:
Die dunkle Seele ist in der umringten Stadt am Ende der Welt. Ich denke, dass man das Ende der Welt hier zeitlich betrachten muss. Der Endkampf gegen Gael findet tatsächlich am Ende der Welt statt, kurz bevor nicht nur das Feuer erlischt, sondern auch die Zyklen. Alles ist vertrocknet, selbst das Blut der Herren der umringten Stadt, es ist ein wüstes Ödland, nur vereinzelt sind noch ein paar Ruinen zu sehen (die man zuvor im Hauptspiel in all ihrer Pracht bewundern durfte).

Wie der Spieler aber dorthin verfrachtet wird bleibt für mich ein Rätsel. Es ist offensichtlich, dass Filianores erwachen damit zu tun hat. Aber bewusst wird sie dieses Ende wohl kaum herbeigeführt haben, schließlich ist sie dann selbst nur noch ein vertrockneter Leichnam.
Auch wäre die Wichtigkeit ihres Schlafes (verordnet von Gwyn, beschützt durch die Kirche und ihre Anhänger) kaum zu rechtfertigen, wenn die einzige Konsequenz wäre, dass derjenige der Filianore weckt in die Zukunft geschleudert wird und ansonsten die Zeit normal ihren Lauf nimmt.

Daher meine Spekulation: Offensichtlich ist Filianores Schlaf magisch. Und während der Rest der Welt bereits in sich zusammengefallen ist, sich die Türme in schiefen Winkeln winden, sich das Land zusammenzieht, auftürmt und faltet ist die umringte Stadt immer noch erstaunlich intakt, es dominiert immer noch das Grün.

Zwar glaube ich nicht, dass die Stadt eine Illusion ist, aber ich denke, dass es Filianores Schlaf ist, der die Stadt beschützt und zusammen hält, der die Pflanzen sprießen lässt und die Dunkelheit im Zaum hält. Filianore könnte der Schlüssel zum immer wieder durchgeführten Ritual der Erneuerung des Feuers sein. Die umringte Stadt wäre damit das Zentrum der Welt. Von hier geht die Erneuerung aus, werden Zivilisationen auf den alten Trümmern aufgebaut - Auf dem Weg in die umringte Stadt sieht man die verschiedenen Ebenen: Zuerst die Trümmer Lothrics, tiefer dann die Windmühlen aus Dark Souls 2, dann, tief im Erdreich, der Feuerschrein aus Dark Souls 1. Von dort geht es nochmal in die Tiefe um dann wieder ins Freie zu kommen, gegenüber der umringten Stadt die also scheinbar bereits seit Anbeginn der Zeit dort stehen muss.

Dass der Zyklus auch mit Filianore nicht von Dauer sein kann sieht man daran, dass die Stadt langsam im Morast versinkt, dass Darkeater Midir langsam selbst von der Dunkelheit zerfressen wird, etc.
Symbolisiert wird dieser Verfall vielleicht auch durch das "Ei" welches Filianore im Schlaf umarmt und welches schon anfängt zu zerfallen. Indem der Spieler das Ei aber endgültig zerstört und Filianore weckt kommt der bislang schleichende Verfall auf einmal doch plötzlich. Der immer währende Wechsel von Licht und Dunkel ist vorbei, es ist das Ende der Welt, herbeigeführt durch den Spieler selbst und seine Taten. Der Zyklus wurde unnatürlich lange aufrecht erhalten, durch Gwyn, durch den Spieler in allen drei Teilen und eben auch durch Filianores Zauber. Wie eine Naturgewalt bricht der Zerfall nun über alles herein, auch über die umringte Stadt.

Taris 13 Koop-Gamer - P - 1571 - 13. Mai 2017 - 15:40 #

Sehr schöner Artikel, da steckt viel Überlegung drin.
Wer sich für die umfangreichen Hintergrundgeschichten der verschiedenen Souls Spiele interessiert und des Englischen mächtig ist, dem sei der Youtube Kanal von VaatiVidya wärmstens empfohlen.

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 37730 - 13. Mai 2017 - 23:37 #

Schönen Dank für deinen Userartikel.

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