Eine Free-to-Play-Empfehlung?

Asphalt 8 - Airborne

Maik 25. Februar 2014 - 18:01
Überall ist die Rede von Spielen für die mobilen Plattformen iOS und Android, doch wird oft Microsoft mit Windows Phone 8 vergessen. Obwohl es zumindest in Deutschland noch nicht so verbreitet ist, sind natürlich auch hier viele Spiele in deutscher Sprache zu finden. Eines der unzähligen F2P-Spiele will ich euch vorstellen.
Wer sich mit Asphalt 8 - Airborne beschäftigen will, muss erst einmal einen Download von 820 MB in Kauf nehmen. Somit solltet ihr natürlich eine flotte WLAN-Verbindung nutzen. Dann erwartet euch ein Autorennspiel im Sinne von Ridge Racer. Ich habe es mit einem Nokia Lumia 820 getestet. Nach einem Startbildschirm strahlt euch ein mehrfach unterteiltes Startmenü an. Leider ist es jedoch nicht für kleine Bildschirme gut geeignet, denn die Schrift wird ziemlich winzig. Mein Nokia hat eine 4,3 Zoll-Diagonale, was es schon etwas fizzelig macht, mit den dicken Pranken korrekt die richtige Stelle zu erwischen. Den größten Teil der Ansicht macht euer Startauto aus, ein Dodge Dart GT. Dann habt ihr noch Zugriff auf den Multiplayer, den Shop, Facebook und natürlich eure Karriere. Oben am Bildschirm könnt ihr eure erfahrenen Credits und das Level ansehen. Dazu noch die Anzahl der Sterne, die wichtig für das Freischalten neuer Strecken sind. Insgesamt sind 47 lizensierte Autos im Spiel, die ihr mit den erspielten Credits oder per Echtgeld freischaltet.

Nachtrennen bieten trotz kleinem Display gute Effekte. Direkte Sonneneinstrahlung auf den Bildschirm ist zu vermeiden.

Grafik, Strecken und Steuerung

Grafisch macht es einen guten Eindruck. Bei den Rennen verwischt die Grafik am Rand etwas, aber völlig im Rahmen. Die Blickweite ist ausreichend und doch verpasst ihr bei schneller Fahrt mal eine Abzweigung. Die Autos sind mit verschiedenen Details gut modelliert. Es ist natürlich klar, dass es keine Full-HD-Top-Grafik ist. Dafür läuft es zumindest auf meinem Smartphone flott und das Geschwindigkeitsgefühl ist gut.

Ihr startet euer Spiel mit der Auswahl der Strecke. Bis auf eine einzige Strecke sind alle gesperrt. Um diese zu entsperren, sind Sterne nötig, die ihr durch die Platzierungen im Rennen verdient. Pro Strecke können maximal fünf Sterne gesammmelt werden. Maximal drei Sterne sind durch Platzierungen möglich, die anderen Sterne werden duch bestimmte Aktionen vergeben. Wenn das Rennen gestartet ist, beschleunigt euer Wagen selbständig. Mit Tippen auf die linke Seite des Telefons wird die Bremse ausgelöst. Die rechte Seite hält den Booster bereit, der mit weiteren Daumendruck zu einem zusätzlichen Boost gebracht werden kann. Der Boost wird erst im Laufe des Rennens aufgefüllt und kann durch Aufsammeln von Kanistern im Rennen wieder gefüllt werden. Die Lenkung des Autos wird über den internen Sensor des Telefons gemacht, denn das Telefon wird nach links oder rechts gekippt. Nach etwas Eingewöhnung klappt es schon und ihr könnt euch der Gegner erwehren.

Die Karten sind nicht nur mit einer normalen Rundstrecke erbaut, sondern bieten verschiedene Wege, um zum Ziel zu kommen. Schon die erste Strecke bietet die Wahl von Abkürzungen oder im ungünstigen Falle Verlängerungen der normalen Strecke. Das trifft auch auf Tunnels zu, die sich mehrfach gabeln. Die Entscheidung des richtigen Weges muss schnell getroffen werden. Wenn ihr die Gegner vor euch habt, rast einfach in sie hinein und sie werden auf 0 km/h abgebremst. Das kann euch aber auch passieren. Dann steht auf dem Bildschirm "Totalschaden", tatsächlich ist jedoch kein Schadensmodell vorhanden. Euer Wagen sieht immer wie neu aus. Mit vielen Aktionen im Rennen verdient ihr eure Credits, die euch am Ende als Summe angezeigt werden.

Kaufen oder nicht kaufen

Da es sich um ein Free-to-Play-Spiel handelt, muss natürlich die Seite der Monetarisierung betrachtet werden. Wie in anderen Spielen könnt ihr Ingame-Währung für harte Euros kaufen. Mit dem kleinen Paket für 1,99 Euro könnt ihr immerhin den Sportwagen Citroen Survolt kaufen, während mit dem größten Paket für 85,49 Euro ganze 1,2 Millionen Credits erworben werden. Das reicht locker für die drei teuersten Autos. Neben der Spielwährung gibt es direkt Autopakete zu kaufen, so dass ihr keine Zeit zum Freispielen benötigt. Im kleinsten Paket sind zehn Standardautos wie Audi S4, Tesla Modell S oder Nissan 370Z dabei. Das höchste Paket mit den kompletten Supersportwagen kostet derzeit 42,99 Euro. Das ist deutlich besser vom Umfang und Preis als der Kauf von Spielwährung. Spielwährung wird jedoch für das Aufrüsten der Fahrzeuge benötigt. Und die erfahrenen Credits im Rennen sind eher selten in hohen Mengen zu bekommen. Aus meiner Sicht sind die kleinen Autopakete sehr sinnvoll und bringen eine wirkliche Zeitersparnis für wenig Geld.

Unterschiedliche Regionen werden durchfahren - Stadt, Wüste oder eine Schneelandschaft.

Überzeugender Auftritt

Das Spiel macht auf jeden Fall einen guten Eindruck. Man merkt, dass etliches Geld in die Entwickung geflossen ist. Die 3D-Grafik ist schnell ohne Artefakte, die Steuerung geht nach kurzer Eingewöhnung gut von der Hand. Das Freischalten der Fahrzeuge über das Erspielen von Geld in den Rennen dauert mir natürlich zu lange, wobei das jedoch dem üblichen F2P-System entspricht. Auf jeden Fall solltet ihr keine Ingamewährung kaufen, denn die ist sehr teuer im Vergleich zu den Autopaketen. Schon mit einem Einsatz unter einem Euro könnt ihr zehn Autos der Standardklasse freischalten. Das finde ich noch völlig in Ordnung, die weiteren Pakete steigen jedoch schnell im Preis. Im Unterschied zum Kauf der Credits sind sie aber um die 50 Prozent billiger. Ich habe inzwischen etliche Stunden auf der Fahrt zur bzw. von der Arbeit mit dem Spiel verbracht und sehe darin einen guten Vertreter für F2P. Es kann bisher alles ohne Geldeinsatz freigeschaltet werden.

Einen großen Nachteil hat das Spiel aber aufgrund der Grafikpower: den Stromverbrauch. Nach einer Stunde Spielzeit ist schon öfter mal der Akku leer. Das Nokia Lumia 820 hat eben nur 1650 mAh. Ein weiterer Nachteil ist die doch starke Erwärmung des Qualcomm-Prozessors auf der linken Seite, was sich schon störend auswirken kann. Das ist aber wohl bauartbedingt und kann bei euch ganz anders sein. Das Spiel ist schon auf iOS und Android erscheinen und hat dort deutlich höhere Versionsnummern zu verzeichnen. iOS steht bei 1.2.0, während auf dem Windows Phone8 nur 1.0.0.2 läuft. Ich hoffe, dass es die Updates mit neuen Autos auch für mein Betriebssystem gibt. Wer Autorennen für unterwegs mag, kommt wohl nicht um den Titel für Windows Phone herum.
Maik 25. Februar 2014 - 18:01
motherlode (unregistriert) 25. Februar 2014 - 22:21 #

Über Asphalt 7, Unlocking everything in the game will cost you almost $3,500 oder ganz mies If you decide not to do this, they start to tweak the reward system. Up until this point the rewards were based on how well you played (your skill as a gamer), but now it's about how much money you spend with "buy an upgrade" http://www.baekdal.com/opinion/optimizing-your-industry-to-the-point-of-suicide

Wir müssen uns als Spieler gegen brutale Abzocke wehren. Jeder einzelne Euro der hier verloren geht, schadet uns.

Inso 15 Kenner - P - 3721 - 26. Februar 2014 - 2:45 #

War Asphalt 7 nicht das was für 79cent im GPS angeboten wurde und bei dem man dann alles freispielte? An nen Ingame-Store kann ich mich grad gar nicht erinnern..

Maik 20 Gold-Gamer - - 21677 - 26. Februar 2014 - 10:22 #

Asphalt 7 kenne ich nicht, ich habe jedoch gesehen, das die einzelnen Teile verschiedene Zahlungsmodelle haben. Bei Asphalt 8 finde ich es jedoch gelungen, da aus meiner Sicht alles selbst freigefahren werden kann.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11362 - 26. Februar 2014 - 17:32 #

Auf meinem Android Tablet mit Tegra 3 läuft kein einziger Teil der Serie. Keine Ahnung was die da wieder verbrochen haben.

Ich kann noch auf GT Racing 2 verweisen, dass ist auch ein ziemlich gutes Rennspiel, allerdings auch mit Ingame Shop.

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