User-Zitterpartie

Alien - Isolation

estevan2 22. November 2014 - 13:41 — vor 2 Jahren zuletzt aktualisiert
Alien - Isolation spaltet Meinungen von Spielern und Redaktionen. Warum ist das so? Ich habe das Spiel erst gerade beendet. Warum hat mir dieses Spiel gut gefallen und anderen nicht? In dieser Zitterpartie versuche ich meine Erlebnisse zu beschreiben.
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Die Ereignisse liegen zwischen dem ersten und zweiten Film. Ich spiele Amanda Ripley, Tochter von Ellen Ripley. Nachdem der Weyland-Yutani-Konzern vom gefundenen Flugschreiber der Nostromo erfährt, bekomme ich das Angebot, die Firma zur Raumstation Sevastopol zu begleiten. Nach dieser kurzen Einleitung beginnt der Alptraum. Ich wache in einer aus dem Film bekannten Tiefschlafkammer auf. Diese befindet sich auf der Torres, einem Raumschiff baugleich mit der Nostromo. Alle Gänge und Räumlichkeiten kommen mir unheimlich bekannt vor. Wie nicht anders zu erwarten läuft schon sehr schnell alles schief. Nach einem missglückten Transferversuch, zur anscheinend teilweise zerstörten und nicht antwortenden Raumstation, stehe ich alleine da, auf düsteren und verlassenen Fluren. Ich lausche den allgegenwärtigen Geräuschen bei denen ich mir nicht sicher bin ob diese von der Station oder von etwas anderem erzeugt werden.
Licht und Schatten bieten hervorragende Verstecke.


Alien - Isolation nimmt sich am Anfang sehr viel Zeit. Mir ist völlig klar, dass ein Alien diese Katastrophe auslöste. Und da ich das Monster aus diversen Filmen kenne, hatte ich schon befürchtet, dass es mir im Spiel keine Angst mehr machen würde. Aber Angst entsteht oft durch Abwesenheit des Schreckens und genau diesen Kniff machen sich die Entwickler hier zu Eigen. Meine Spannung steigt langsam und stetig mit jeder Minute. Das unausweichliche Zusammentreffen findet tatsächlich erst nach zirka neunzig Minuten statt. Für mich funktioniert dieser Trick hervorragend.


Atmosphäre und Immersion

Schon auf meinen ersten Schritten fiel mir die grandiose Geräuschkulisse auf. Ich höre ferne und undefinierbare Töne, welche wohl durch die riesige Station selbst erzeugt werden. Leise musikalische Klänge, nie zu häufig eingesetzt, erinnern an den ersten Film. Das Spiel nutzt einen sehr großen Dynamikbereich. Meine eigenen Schritte klingen je nach Untergrund anders und passen immer perfekt zur Schrittgeschwindigkeit. Drehe ich mich schnell hört man das Quietschen meiner Schuhe auf Linoleum. Dann dreht die musikalische Begleitung langsam von 'kaum hörbar' bis zu 'explosiver Spannung' auf. Plötzlich zerreißt der schrille und monotone Klang von Alarmsirenen die Umgebung. Viele dieser Szenarien könnten direkt aus den Filmen stammen. Dass dieses Spiel von Fans entwickelt wurde, spürt man sehr schnell. Die englischen Sprecher sind nahezu perfekt und sauber aufgenommen. Den deutschen Stimmen fehlt es ein wenig an Perfektion und leider auch an Synchronizität. Doch auch diese sind für ein Spiel schon mehr als in Ordnung.

Ridley Scott hat beim Dreh von Alien viel Wert auf fantastische Lichtumgebungen in sterilen Gängen gelegt. Diese Optik wird im Spiel perfekt eingefangen. Nebel und Rauchschwaden werden vom dämmrigen Licht einiger Scheinwerfer durchbrochen. Dynamische Lichteffekte in dieser Qualität habe ich noch selten gesehen. Kurze Stromausfälle deaktivieren alle Beleuchtungen, nur um sie kurz darauf nach und nach wieder einzuschalten. Nach Explosionen bewegen sich dichte Rauchschwaden an den Decken und meine Sicht wird deutlich reduziert. Funken und Asche werden beeindruckend durch Partikeleffekte in Szene gesetzt. Es ist wirklich schade, dass das Alien und mein Avatar auf der PS4 bei machen Lichtquellen keine Schatten werfen. Wahrscheinlich hätte das der immer flüssigen Darstellung geschadet. Eine Gasleitung explodiert optisch beeindruckend. Ich zucke zusammen. Schnell wird klar, dass hier einiges nicht stimmt.
 
Rauch und Feuer. Die Situation scheint außer Kontrolle.
Die Steuerung trägt einen großen Teil dazu bei, dass ich mit Ripley verschmelze.

Bediene ich Schalter, Hebel oder andere Elemente sehe ich meine Hände. Um einen Hebel mit beiden Händen zu ziehen, muss ich beide Sticks nach unten drücken. Diese ohne hin schon gute Immersion, kann auf allen Systemen enorm durch eventuell vorhandene Kameras verstärkt werden (PS4-Kamera, Kinect oder auch Webcams am PC). Zum einen kann ich das Mikrofon nutzen, um die Geräusche aus meinem Wohnzimmer in das Spiel zu übertragen. Wenn ich dann vor dem Fernseher laut aufschrecke, lockt das Feinde an. Außerdem kann das „Head Tracking“ meines Kopfes genutzt werden, um im Spiel um Ecken zu schauen. Das funktioniert in der von mir gespielten PS4-Version super und versetzt mich mitten in das Geschehen.

Alien - Isolation nutzt H.R. Gigers furchteinflößendes und zugleich schönes Artdesign nicht nur beim Alien
rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11671 - 22. November 2014 - 13:48 #

Kann das Fazit so unterschreiben. Ein schöner Artikel zu meinem persönlichen Spiel des Jahres. Ein Spiel, das genau das ist, was es sein will, nahezu perfekt umgesetzt und ohne jegliche Anbiederungen an eine breitere Zielgruppe. Mutig von SEGA so etwas mit AAA-Budget zu finanzieren, kann nur hoffen, dass die Rechnung aufgegangen ist und wir mehr solcher Spiele bekommen.

Guthwulf 15 Kenner - P - 3753 - 22. November 2014 - 14:37 #

Schöner Artikel! Die Szene am Anfang am Fahrstuhl mit der dramatischen Musik... das is übrigens kein "Fake"... mich hat das Alien da das erste Mal erwischt :D

Alien Isolation is mein Spiel des Jahres und ein echter Klassiker. Überraschend das eine AAA-Produktion so konsequent die Unberechenbarkeit zelebriert und so detailverliebt ins Alienuniversum eintaucht. Ich gestehe aber ein, dass die Unberechenbarkeit auch polarisieren und zu Frustmomenten führen kann. Mich hat es auch nach 23 Stunden im großen Finale noch jede Sekunde lang gefesselt. So eine Anspannung habe noch bei keinem anderen Horrorspiel gehabt. Auch das "Pacing" funktionierte für mich ausgezeichnet. Phasen gnadenloser Anspannung wechseln sich immer wieder mit entspannteren Momenten ab. Ständig gibt es dabei neue Überraschungen in Form interessanter neuer Level(-umgebungen), neuer Waffen, Gadgets oder Herausforderungen. Dadurch hat man ein ständiges Gefühl des Fortschritts und eben gerade nicht einen "Alien jagt mich in immergleichen Korridoren für 15 Stunden" Abnutzungseffekt.

Man könnte die blassen Nebencharaktere, den Mangel an Interaktionen mit NPCs sowie die Mimik und Animationen der menschlichen Gegner kritisieren. Das mit den hüfthohen Hindernissen is mir übrigens nich einmal aufgefallen. Alle Schwächen verblassen für mich hier aber angesichts der Stärken des Spiels. Auch die Raumstation ist Gott sei dank kein monotoner Levelschlauch sondern ein "real" wirkender Ort, den man sich nach und nach erschließt und auch abseits der unmittelbaren Missionsziele erkunden kann. Außerdem fügt sich die sorgfältig konstruierte Geschichte nicht nur perfekt in den Filmkanon ein, sie behebt sogar Logiklöcher aus den Filmen und bereichert das Filmuniversum um neue Aspekte bzw. Hintergründe.

Ach und bevor jetzt die große Diskussion wieder losgeht: Es ist schön, dass GG mit dem Userartikel mehrere Meinungen zulässt. Ich kann Benjamins Argumentation im "offiziellen" GG-Test auch nicht nachvollziehen und bin in fast allen Details anderer Meinung, aber hey... so is das manchmal im Leben. Deshalb muss es nicht immer in einen Krieg "Redaktion vs. User (=Fanboys)" ausarten. Da haben sich beide Seiten nicht mit Ruhm bekleckert. Akzeptieren wir doch einfach, dass es unterschiedliche Sichtweisen gibt und tauschen Argumente statt Unterstellungen und Vorurteile aus :) Das wäre mein Wunsch für den nächsten kontroversen GG-Test, der garantiert kommt :D

estevan2 14 Komm-Experte - 1939 - 22. November 2014 - 15:34 #

Toller Kommentar - fast auch meinen Eindruck zusammen. Das Pacing war echt toll in de, Spiel.

stylopath 16 Übertalent - 4053 - 22. November 2014 - 20:07 #

Sehe ich genauso, im vergleich zu Evil Within ein spiel das auch wirklich erschrecken kann.

joker0222 26 Spiele-Kenner - P - 70306 - 22. November 2014 - 14:33 #

Gefällt mir auch gut und das Spiel ist mein persönliches Highlight dieses Jahr.

Bully3 15 Kenner - 2726 - 22. November 2014 - 14:38 #

Sehr guter Artikel. Jetzt hat GG ja doch noch einen richtigen Test zu AI ;-)

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11219 - 22. November 2014 - 17:51 #

So sieht's aus! :D

Miron (unregistriert) 23. November 2014 - 0:46 #

Zustimm.

estevan2 14 Komm-Experte - 1939 - 22. November 2014 - 15:03 #

Auch von meiner Seite vielen Dank an GamersGlobal. Das Spieler andere Meinungen zu einem Spiel haben ist doch normal. AI ist auch mein Spiel des Jahres. Das Benjamin es anders sieht, zeigt doch nur das dieses Medium erwachsener wird. Es geht heute vielmehr um Geschmack, als um reine Spielmechanik. Mechaniken sind heute ausgereifter denn je. Viel Spass beim lesen.

Jonas -ZG- 17 Shapeshifter - - 6910 - 22. November 2014 - 16:36 #

Da stimme ich dir zu, allerdings ist nur das Medium erwachsener geworden. Manche Gamer leider noch nicht.

Ich selbst kann keine Horrorspiele spielen, nichts für meine Nerven, aber ich finde es super wen andere damit ihren Spass haben. :)

Zille 18 Doppel-Voter - P - 10736 - 22. November 2014 - 15:24 #

Klasse Artikel! Ich glaube für mich ist das Spiel nichts, aber ich verstehe warum man es richtig toll finden kann - und warum eben auch nicht. Ich würde mich vermutlich auch eher auf der Pro-Seite wieder finden. Aber um so etwas richtig zu spielen fehlt mir schlicht die Zeit (und momentan wohl auch die Lust).

Linksgamer 14 Komm-Experte - 1931 - 22. November 2014 - 15:57 #

Da ich mir das Spiel auf der Zunge habe zergehen lassen und auch nicht allzuviel Zeit hatte, bin ich erst seit ein paar Tagen durch. Tja und jetzt... habe ich fast Entzugserscheinungen! ;) Über 20h, nach Meinung vieler zu lang, aber ich bin kurz davor, es gleich noch einmal zu starten, trotz haufenweise wartender anderer Spiele. Das hat bei mir noch _kein_ Spiel geschafft.

Ich dachte dann, ok, mit Dead Space 3 hab ich irgendwann mal in der Mitte aufgehört. Sollte doch die richtige Ersatzdroge sein: Probleme auf Raumstation, Monster usw., selbe Elemente. Falsch gedacht, funktioniert überhaupt nicht. DS3 zwar wirklich nicht schlecht, aber ähnelt viel mehr Doom als AI und hat nicht ansatzweise so eine einmalige Athmosphäre.

AI ist für mich ein absolutes Meisterwerk, bei dem sich leider vieles vielen nicht zu erschließen scheint. Es ist extrem durchdacht, gerade in seinem Minimalismus. Z.B. wäre es ein leichtes gewesen, das Backtracking zu reduzieren, indem man den Spieler an andere Stellen beamt. Aber gerade die Tatsache, dass man jeden Weg in Echtzeit selbst zurücklegt, ohne Brüche, trägt immens zur Immersion bei und erzeugt das Gefühl, wirklich da zu sein. Und das Überleben auf einer alienverseuchten Raumstation kann nun einmal mühsam sein, alles andere ist Schönfärberei. ;)

Arparso 15 Kenner - 3025 - 22. November 2014 - 17:50 #

Schöner Artikel und spiegelt fast exakt auch mein Spielerlebnis wieder. A:I ist auch für mich der bisher stärkste GOTY-Kandidat dieses Jahr und ich habe für Dezember nix auf dem Radar, was dem gefährlich werden könnte.

Vor allem hat das Spiel auch meine größte Befürchtung, dass die Flucht vor dem einen Alien irgendwann eintönig und nervend werden könnte, trotz der langen Spielzeit gekonnt widerlegt. Als Spieler begegnet man immer wieder neuen Herausforderungen, neuen Gadgets oder die Designer verändern die Spielregeln gerade so weit, dass alte Taktiken nicht mehr funktionieren und man sich wieder was Neues einfallen lassen muss. Das wirkt vor allem auch immer völlig natürlich, fügt sich logisch an die Spielwelt ein und ist nie unfair. Dadurch nutzt sich das Alien als Bedrohung nie ab und das Herzklopfen bleibt dein ständiger Begleiter beim Überlebenskampf auf der Raumstation.

Natürlich bleibt auch Spielraum für Verbesserungen: die Story fällt verhältnismäßig dünn aus (ok, auch der Film hat da genre-typisch nicht viel zu bieten...) und die Nebencharaktere bleiben blass. Am stärksten haben mich vor allem die mangelnden Interaktionsmöglichkeiten mit den anderen Überlebenden geärgert: manchmal findet man irgendwo einen verängstigten NPC, hat aber nie die Möglichkeit, diese anzusprechen, in Sicherzeit zu bringen oder irgendetwas anderes mit ihnen anzustellen (außer in zwei mir bekannten Ausnahmen). Schlimmer noch: durch die mangelnde emotionale Beziehung zu diesen statischen NPC-Puppen ist man oft sogar versucht, sie einfach kaltherzig als Alien-Ablenkung zu mißbrauchen, obwohl ich hoffen mag, dass einer Amanda Ripley das nicht mal im Traum eingefallen wäre.

Etwas verschenktes Potenzial also, aber am Ende macht das Spiel viel zu viel richtig als dass ich ihm diese kleinen Mängel wirklich übelnehmen könnte. Auch wenn viele andere die 20+ Stunden Spielzeit zu lang fanden - ich wär am liebsten noch länger auf der Sevastopol geblieben! :)

estevan2 14 Komm-Experte - 1939 - 22. November 2014 - 17:55 #

Das mit den NPC Puppen passiert ja nicht häufig. Irgendwann saß so eine frau auf einer Bank vor der Krankenstation glaube ich. Die grüsste mich nur, hatte keine anderen interaktions Möglichkeiten und das fand ich echt krass :) Da kriecht man selbst vor Angst um die Ecke und Die sitzt einfach so da.

joker0222 26 Spiele-Kenner - P - 70306 - 22. November 2014 - 18:27 #

Ich meine mich zu erinnern, dass ein kleiner dialog gestartet wurde, als ich mich der genähert hatte.

außerdem: die machte auf mich einen eindruck nach dem motto: mir ist jetzt alles egal, hat eh keinen sinn mehr. hier bin ich alien, komm und brings hinter dich.

MINISPOILER
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was aus ihr wird bekommt man unter umständen mit.

joker0222 26 Spiele-Kenner - P - 70306 - 22. November 2014 - 18:42 #

Da mein voriger Kommentar aus unerfindlichen Gründen gelöscht wurde, hier nochmal in kurzform:
Die machte auf mich einen resignierten und schicksalsergebenen Eindruck, so als wollte sie es nur einfach hinter sich bringen.
Zudem wurde glaube ich ein kleiner Dialog gestartet, als ich mich ihr genähert hatte.

estevan2 14 Komm-Experte - 1939 - 22. November 2014 - 18:46 #

Jetzt sind beide kommentare wieder da. Hab ich gar nicht mitbekommen was aus der wird. Ich hab die auf dem Rückweg noch immer da sitzen gesehen.

joker0222 26 Spiele-Kenner - P - 70306 - 22. November 2014 - 19:09 #

kommt drauf an, ob man beim rückweg evtl. in begleitung ist...^^

Arparso 15 Kenner - 3025 - 22. November 2014 - 19:12 #

Bin mir nicht sicher, ob an der Stelle ein Dialog kam - ich glaube eher nicht.

Dabei gibt es mindestens zwei Stellen, an denen tatsächlich ein wenig mit den Überlebenden interagiert wird: das eine Mal hatte ich gerade frisch den Flammenwerfer bekommen und bin dann zwei Überlebenden begegnet, denen Amanda sofort sowas zugerufen hat wie: "Bringt euch in Sicherheit, die Kreatur ist in der Nähe!" - evtl. noch mit 'nem Hinweis, sich zum Marshall-Büro zu begeben, kann mich an den Wortlaut leider nicht mehr erinnern. Die zwei haben sich mit dankbarem Gesichtsausdruck dann schnell auf die Socken gemacht und sind losgerannt.

An einer anderen Stelle kurze Zeit später traf ich noch eine weitere Überlebende. Auch da hat Amanda reagiert und der Dame gesagt, dass sie sich besser in Sicherheit bringen sollte und leise sein soll, um die Kreatur nicht anzulocken.

Diese Art der Charakter-Interaktion - auch wenn sie natürlich voll automatisch ablief - hätte mir ja schon an den anderen Stellen gereicht. Das wirkte vor allem auch glaubwürdig und atmosphäre-steigernd. Wenn ich dann hingegen auf Leute treffen und mit denen nicht mal reden kann, ist das einfach doof. An anderer Stelle hatte ich auch jemanden vor den Androiden gerettet ... was macht der? Rennt panisch vor mir weg, versteckt sich hinter 'ner Kiste und wenn ich wieder nähe komme, rennt er wieder woanders hin weg (und dann immer im Kreis). Klar, kann man jetzt sagen, der war halt blind vor Panik, aber Amanda unternimmt ja nicht mal den Versuch, den Mann zu beruhigen. Der wird einfach ignoriert. Mir doch egal, ich interessiere mich nur für mich!

... hätte man wirklich besser machen können, aber solche Situationen gibts gottseidank nur sehr selten.

Arparso 15 Kenner - 3025 - 22. November 2014 - 19:03 #

Ja, genau sowas meinte ich. Das passiert ja auch nicht oft (vielleicht ein halbes Dutzend Mal?), aber auch die wenigen Male hab ich mich echt drüber geärgert. In Dead Rising hätte ich die jetzt gepackt und zum Saferoom in Sicherheit gebracht, aber in Alien Isolation wird die nicht mal beachtet. Wenigstens 'nen kleinen Dialog hätte man doch einbauen können.

Nokrahs 16 Übertalent - 5685 - 22. November 2014 - 18:35 #

Danke für den wirklich schön geschriebenen Bericht. Deckt sich in weiten Teilen mit meinen Erfahrungen. Bin seit dem ersten Scott Film ein Alien Fan und es wurde wenig Gutes und viel schlechtes nach dem Original Film aus der Marke gemacht. Tiefpunkt waren für mich die absurden "Alien vs Predator" Filme.

"Alien: Isolation" trifft jedoch genau den Punkt. Es setzt die tolle Atmosphäre des Original Films fort und ignoriert dabei die Experimente anderer Regisseure die sich am Thema versucht haben. Sei es Cameron mit seinem "Marines" Output oder den abgehobenen Sachen wie Alien 3 und Alien 4.

Für mich der "echte" zweite Teil des Original Alien Films in Videospiel Form. Kein Wunder habe ich das Ding inzwischen vier Mal durchgespielt. Zuletzt für meinen Videokanal um es mir zu einem späteren Zeitpunkt noch mal als "Film" ansehen zu können.

Das ein Spiel dieser Art natürlich nicht jeden anspricht, kann ich durchaus nachvollziehen. Ist ja beim Film auch nicht anders und wer mit Scott's "Alien" nichts anfangen kann, wird auch kaum die große Faszination aus dem Videospiel ziehen.

Hoffe Creative Assembly bekommen von Sega den Auftrag für eine Fortsetzung. Damit meine ich aber nicht eine Umsetzung des zweiten Kinofilms, sondern eine Fortsetzung zu "Alien: Isolation".

sense (unregistriert) 22. November 2014 - 19:38 #

Komisch - wo sind denn hier die ganzen Besserwissertrolle die zu jeden Test ne andere Meinung haben?

Zille 18 Doppel-Voter - P - 10736 - 22. November 2014 - 21:20 #

Ist doch fast alles schon gesagt worden. Umso schöner, dass man diesen Artikel hier auf GG nun auch lesen kann. Das zeigt doch, wie klasse das Konzept und die Community ist.

Ich bin was die Testnote angeht tendenziell eher auf Jörgs und Heinrichs Seite (zumindest nach der Stunde der Kritiker), aber ich habe trotzdem einen von vier benötigten Votes für die Topnews abgegeben. Nicht, weil ich meine dieser Artikel trifft es unbedingt besser und korrigiert etwas falsches, sondern weil er eine echt gut gemachte Meinungsäußerung ist und es meiner Meinung nach genauso verdient, hier zu stehen, wie der offizielle Test.

Im übrigen gibt es auch meist verhältnissmäßig viel weniger "ey das ist viel zu hoch bewertet"-Äußerungen, als "ey das Spiel ist geil und ihr bewertet viel zu niedrig!".

steever 16 Übertalent - P - 4925 - 23. November 2014 - 0:57 #

sieht nun wohl so aus, als wären sich die meisten einig, dass das Spiel sehr sehr gut ist. ;)

McSpain 21 Motivator - 27019 - 22. November 2014 - 19:41 #

Das nenne ich mal eine gute und produktive Art mit dem Frust über die Testnote umzugehen. Meinen allergrößten Respekt. Chapeau, estevan2.

Der Marian 19 Megatalent - P - 17289 - 23. November 2014 - 7:13 #

Danke für diesen großartigen Artikel. So stelle ich mir heutzutage Spieletests vor. Subjektiv, ohne Note, dabei unterhaltsam geschrieben. Weiß trotzdem nach dem Lesen, dass das Spiel für mich definitiv nichts ist.

Lexx 15 Kenner - 3461 - 23. November 2014 - 11:28 #

Ich hab gestern angefangen zu spielen (mit meinem PC -> TV fake-Console-Setup, also der besten Console wo gibt auf der Welt... dem PC :p) und mit Controller fühlt sich das Ding gleich viel besser an (bei Maus + Keyboard sind mir da zu viele Keyboardtastendrücke notwendig- z.B. beim simplen lesen von Logs auf einem Terminal...).

Bisher gefällt es mir recht gut. Mir macht nur die Länge des Spiels ein wenig sorgen... hab jetzt einige Stunden hinter mir und ich fühle jetzt schon, wie ich mich gerne der zweiten Hälfte des Spiels nähern würde... Das Alien macht's jetzt auch nicht gerade zuuu spannend und die Androiden nerven mich eher. Ein paar weniger Androiden wären schon gut gewesen...

Vortigen (unregistriert) 23. November 2014 - 13:46 #

Auf 4players gibt es eine schöne Kolumne "kolumne/Spielkultur/1057/Wie_entsteht_Immersion". A.I. kommt auch darin vor.

luca1981 10 Kommunikator - 483 - 23. November 2014 - 15:49 #

Mich reizt es ja schon es zu spielen... aber ich bin imemr so nen Angsthäschen grins... aber ich glaub ich werds doch mal probieren

Moriarty1779 15 Kenner - P - 3017 - 23. November 2014 - 20:10 #

Haha, ich auch :-)

Meine Lösung: ich spiele solche Games zusammen mit meinem Kumpel, Pizza und Bier in klassischen Hot-Seat-Sessions. Sind lustige Abende, bisschen wie in unserer Kindheit wo man auch immer mit mehreren vor dem C64 saß und immer beim Verlust eines Lebens oder Levelende der nächste dran war.

Da ist es gleich nur halb so gruselig und doppelt so spaßig...

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11671 - 24. November 2014 - 17:14 #

Ihr Banausen! Dann spielt sowas besser gar nicht, denn die Faszination des Spiels wird mit dieser Herangehensweise verschlossen bleiben ;)

Pomme 16 Übertalent - P - 5959 - 24. November 2014 - 19:12 #

Mit Bier wird jedes spiel faszinierend. ;-)

Lexx 15 Kenner - 3461 - 24. November 2014 - 18:16 #

Du musst lernen wie das Spiel reagiert und die Angst vor dem Unbekanntem verlieren. Sprich, starte das Spiel und renn absichtlich wie blöd durch die Gegend und versuch getötet zu werden. Irgendwann bist du dann abgehärtet und weißt, was zu tun ist. :>

vicbrother (unregistriert) 23. November 2014 - 20:36 #

Und jetzt das Gefühl der Unterlegenheit in einer fremden Welt und den Einsatz von Verstand und Wissen bitte als RPG in einem Fantasy-Szenario, wie einst Frodo und Sam nach dem Betreten von Mordor ;)

Freylis 20 Gold-Gamer - 20961 - 24. November 2014 - 20:36 #

Danke fuer deinen ausfuehrlichen User-Test, dem ich nach ca. 4 Stunden Antesten von AI auf einer Xbox One nur vollends zustimmen kann. AI ist eben ein Titel, der sich nicht primaer an Berufstester, Gelegenheitsspieler und Franchise-Juenger richtet. Es ist ein Titel, der sich an Core-Gamer richtet, die locker 20+ Stunden in ihre Volltitel investieren und sich den wenigen Spielen, die sie sich zulegen, voll und ganz hingeben. AI ist ebenfalls ein dezidierter Fan-Service und eins der wenigen Spiele, die das unverschaemte Glueck haben, ihren eigenbroetlerischen, kompromisslosen Indie-Spirit mit einem AAA-Budget verwirklichen zu duerfen. Dafuer sollte man dem Publisher auf Knien Dank sagen! - Obwohl ich mit dem kompletten Durchzocken noch bis naechstes Jahr warten werde (hoffe auf eine GOTY!), ist es fuer mich jetzt schon der Ueberraschungshit des Jahres, bzw. das GOTY.

PS: Die 9 von 10 Sternen auf Steam sagen glaube ich alles ;P

PPS: Wenn wir jetzt noch das Colonial Marines Konzept ueberarbeiten koennten und einen ordentlichen Shooter im Alien-Universum aufgetischt bekaemen, waere das Leben perfekt. :D

Bruise (unregistriert) 25. November 2014 - 0:12 #

Toller Artikel....aaaber :)...
könnten wir das Wort "Immersion" bitte aus sämtlichen Beiträgen, Previews und Tests bitte streichen, es nie wieder ansprechen und auch nie wieder daran erinnern, dass dieses "dufte" Modewort dereinst allen so schrecklich wichtig war.
;) hopefully for a better tomorrow

Pomme 16 Übertalent - P - 5959 - 25. November 2014 - 8:57 #

Jaaaa!!! :-D

McSpain 21 Motivator - 27019 - 25. November 2014 - 19:30 #

Wenn ich nicht den ganzen Tag an Immersion arbeiten würde hätte ich vielleicht auch genug Zeit eine Antipathie zu entwickeln. Gibt aber viele weit schlimmere Begriffe die die Zeit eher wert wären.

Bayrischabua 14 Komm-Experte - P - 2092 - 5. Dezember 2014 - 0:30 #

Dieser Test spricht mir aus der Seele. Ein athmosphärisch und auch spielerisch erstklassiger Titel. Bei anderen Titeln in der Vergangenheit musste man auch mehrmals wieder zurück auf "Los". Das stört mich überhaupt nicht. Ich finde den GG-Test etwas zu kritisch...

ponx 08 Versteher - 205 - 16. Dezember 2014 - 3:08 #

vielen Dank für deinen Test! Nach den durchwachsenen deutschen Kritiken hatte ich erst das Interesse an A:I verloren, ein Glück hab ich dann deinen Artikel noch gelesen. Ich bin restlos begeistert von dem Spiel, phantastisch. Danke!

estevan2 14 Komm-Experte - 1939 - 16. Dezember 2014 - 7:58 #

Das freut mich und genau das war mein Ziel. Ich hatte schon den Eindruck das viele das Spiel links liegen lassen aufgrund der schlechten Kritiken. Dabei bereitet es auch vielen anderen sehr viel Spaß.

gnadenlos 16 Übertalent - P - 5446 - 4. Januar 2015 - 23:00 #

Danke für das umfangreiche Review und Deine Eindrücke.

Jasper 06 Bewerter - 88 - 11. Februar 2015 - 0:12 #

Danke für den tollen Artikel!

MichaelKah 12 Trollwächter - 837 - 3. März 2015 - 13:03 #

Hach, was wollte ich dieses Spiel nicht mögen! Aber dann lag die Ripley-Edition für 30 Euro in der Auslage meines Supermarktes und ich habe es doch gekauft.

Das Spiel begann und noch immer wollte ich es hassen:
- Rucklige Video-Sequenzen
- Schreckliche Deutsche Sprachausgabe (gibt kein Englisch zum Umschalten)
- Hässliche Spiel-Grafik mit matschigen Texturen (jedenfalls auf der PS3, die es dennoch besser könnte)
- Unlogische Film-Anspielungen (Der Trinkvogel, der taumelt, obwohl er kein Wasserglas vor sich stehen hat und auch kein Platz dafür vorhanden ist)
- Die Torrens ist baugleich mit der Nostromo? Die Nostromo ist eine Art LKW-Zugmaschine im Weltall! Wieso sollte die Torrens baugleich sein?
- Die Sevastopol ist eine Raumstation, sieht aber aus, wie die Transport- und Verhüttungs-Einheit, die die Nostromo hinter sich her schleppt.
- Der erste NPC auf der Sevastopol steht nur wackelnd im Halbdunkel rum und spricht nicht und lässt sich nicht ansprechen. Da ich zu diesem Zeitpunkt voller Fragen auf der Suche nach Überlebenden bin hätte ich da auf irgendeine Reaktion seitens Ripley gehofft.
- Ja, die hüfthohen Barrieren (oder sogar teilweise offenen Durchgänge!), die sich nicht passieren lassen, wirken seltsam.

Hat leider nicht funktioniert! Das Spiel hat mich nach spätestens einer Stunde voll im Griff und die Spannung steigt ins Unermässliche. Und Levelschläuche stören mich auch nicht mehr so sehr wie früher. Herrje, Shmups aus den 80ern waren auch Levelschläuche. Da will ich nicht mehr so kleinlich sein, wenn doch der Rest so wunderbar zu unterhalten weiß.

estevan2 14 Komm-Experte - 1939 - 3. März 2015 - 22:38 #

Ja wohl wahr - AI hat so einige kleine Fehler - und ja es stimmt das es toll wäre wenn denn alles noch stimiger wäre. Aber mich hat AI auch als Videospiel auch extrem unterhalten.

Freylis 20 Gold-Gamer - 20961 - 25. März 2015 - 20:58 #

Halli-Hallo, liebe Alien(Isolation) Fans.

Ich habe aus meiner Begeisterung ueber das Game heraus gerade folgenden Thread aufgemacht:

http://www.gamersglobal.de/forum/97876/alien-isolation-die-anlaufstelle-fuer-alle-fans-suechtigen-und-ratschlagsuchenden

Schaut mal rein, wenn ihr das Spiel gut findet, Tipps & Tricks oder Fragen dazu habt. :)

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