Test: Paralleluniversum & Wölfe

Wolfenstein Test

Böse Landser und okkulte Experimente: Das Wolfenstein-Universum meldet sich nach acht Jahren Abwesenheit zurück, in der deutschen Fassung freilich mit „Wölfen“ statt Nazis, und ohne verfassungsfeindliche Symbolik. Ob der neue Ego-Shooter aus dem Hause Raven Software uns spielerisch überzeugen kann, erfahrt ihr in diesem Test.
Jörg Langer 27. August 2009 - 19:24 — vor 7 Jahren aktualisiert
PC 360 PS3
Als 1981 der erste Teil der Wolfenstein-Serie namens Castle Wolfenstein von Muse Software und 1984 sein Nachfolger Beyond Castle Wolfenstein für den Apple II veröffentlicht wurde, da ahnte noch keiner, dass etwas später id Software mit Wolfenstein 3D einen Shooter-Meilensteilen legen sollte, der zusammen mit dem später erscheinenden Doom das 3D-Action-Genre quasi gründete. Viele Jahre später erscheint nun der neueste Teil, und wieder macht ihr Jagd auf Nazis, Verzeihung, „Wölfe“. Und wie im aktuellen Tarantino-Film Inglourious Basterds geht es dabei nicht zimperlich zu, und spielen historische Tatsachen eher keine Rolle.

Agent William „B.J.“ Blazkowicz ist wieder einmal im Auftrag des Office of Secret Actions unterwegs: Er klaut ein Medaillon von den Wölfen, das die Kräfte einer „schwarzen Sonne“ nutzt, um seinen Träger übermenschliche Kräfte zu verleihen. Die Wölfe haben in der imaginären deutschen Stadt Isenstadt mehrere Portale errichtet, die den Übergang von der realen Welt in die „Schleierwelt“ gestatten. Dummerweise braucht man besagtes Medaillon dazu, sonst wird man nach der Rückkehr in die Realwelt zu einem Monster. Wem das noch nicht verworren genug ist, dem sei noch gesagt, dass die Wölfe auf dem besten Wege sind, so ein Medaillon auf künstlichem Wege zu erschaffen. Damit könnten sie Isenstadt überrennen und danach gleich die ganze Welt.

Wer auch immer sich im Delirium diese alberne Geschichte ausgedacht hat: Die Wolfenstein-Spiele waren noch nie für eine gute Story bekannt – und auch Wolfenstein will ein Ego-Shooter alter Schule sein, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Unser Agent macht sich also auf den Weg nach Isenstadt, um die Wölfe aufzuhalten. Dabei wird er von den deutschen Widerstandskämpfern des „Kreisauer Kreises“ und einem mysteriösen Geheimbund namens „Goldener Morgen“ tatkräftig unterstützt.

Die Wölfe haben in Isenstadt viele dieser Straßenbarrieren erreichtet, die aber überwiegend kein Problem darstellen.

Offene Welt? Nur teilweise!

Wolfenstein verspricht eine offene Welt, wie man sie beispielsweise schon aus Stalker kennt (das dennoch größere Areale nachladen muss). Aber leider ist das nur eine Täuschung, denn statt einer großen Welt erkundet ihr nur aneinander gekoppelte Levels, als Levelübergang dienen Türen. Trotzdem ist das eine für die Wolfenstein-Serie neue Idee. Die recht detaillierten Stadtteile von Isenstadt wirken ziemlich leblos, außerdem erschweren euch Straßensperren den Weg zum nächsten Missionsziel. An vielerlei Orten könnt ihr versteckte Goldbarren und Mystikbücher finden. Diese Gegenstände können dazu genutzt werden, um Upgrades für eure Waffen und „Thulekräfte“ für euer Medaillon auf dem Schwarzmarkt zu kaufen. Neben den Hauptmissionen könnt ihr euch in der Stadt auch von Bürgern Nebenmissionen geben lassen, das bringt zusätzliches Geld.

Abgesehen von Isenstadt besucht ihr noch einen Bauernhof, ein Schloss, eine unterirdische Basis, fliegt mit einem Zeppelin und kommt letztendlich natürlich auch in die „Schleierwelt“. An abwechslungsreichen Levels mangelt es Wolfenstein also nicht. Leider muss man nach erfüllten Stadtmissionen zurück bis zum Auftraggeber laufen, was ziemlich lange dauern kann und durch die überall präsenten Wölfe auch gefährlich ist. Dieser Umstand erzeugt im letzten Drittel der Handlung den Eindruck eines künstlich in die Länge gezogenen Spielverlaufs, da wir immer wieder für einige repetitive Missionen kreuz und quer durch die Stadt geschickt werden. Die letzten paar Levels werden dann aber wieder sehr spannend.

Dieses lange Video demonstriert, wie man das Thulemedaillon einsetzt, um die Wölfe chancenlos aussehen zu lassen.

Steuerung am PC auch per Xbox-Controller möglich

Wolfenstein unterstützt neben dem üblichen Tastatur- und Maussupport auch den Xbox-360-Controller. Leider ist die Steuerung mit Tastatur und Maus etwas schwammig ausgefallen und erschwert dadurch manchmal das Zielen auf Gegner oder Missionsziele. Man kann diesem Manko etwas entgegenwirken, indem man die Mausempfindlichkeit auf Maximum stellt und die „Vertikale Synchronisation“ in den Grafikoptionen abschaltet. Danach funktioniert die Steuerung zwar immer noch nicht hundertprozentig rund, aber man gewöhnt sich schnell an die leichte Trägheit der Eingabegeräte. Etwas ungewöhnlich ist auch die Tastenbelegung in Wolfenstein. Während man ganz normal mit den WASD-Tasten laufen kann, mit der Leertaste springen und mit sich mit der C-Taste ducken kann, ist die Auswahl der Waffen etwas eigenartig. Die Tasten 1-4 sind für die Thulekräfte belegt worden, während die restlichen Nummerntasten für das Auswählen der Waffengattungen sind. Mit der Q-Taste kann man dann innerhalb einer Waffengattung die verschiedenen Waffen durchschalten.

Es kam beim Testen des Spiels des Öfteren vor, dass wir in einem Feuergefecht die falsche Taste gedrückt haben – hallo, Sensenmann! Das nervt umso mehr, als Wolfenstein kein Schnellspeichern erlaubt, euer Fortschritt wird nur an Speicherpunkten gesichert.

Wir führen mit Verbündeten einen erbitterten Kampf gegen die Wölfe, um an das örtliche Krankenhaus zu gelangen. Dabei schrecken die Gegner auch nicht davor zurück, schwere Artillerie gegen uns einzusetzen.

Das Waffenarsenal und die Thulekräfte

Preisfrage: Was bietet ein id-Software-Spiel fast immer im exorbitanten Umfang an? Richtig, besonders große und skurrile Waffen! Neben den üblichen Standardwaffen wie Pistole oder MP40 kommen die Teslakanone und der Flammenwerfer zum Einsatz. Neu im Arsenal ist eine Partikelkanone, die den Gegner in seine Moleküle auflöst, und eine Waffe namens „Leichenfaust 44“. Der geschmacklose Name deutet die Wirkung an: das Opfer wird unverzüglich pulverisiert.

Und dann habt ihr ja auch noch das Thulemedaillon, welches durch Einbau mehrerer Kristalle vier Kräfte zur Verfügung stellt. Die Schleier-Sicht lässt Verstecke rot aufleuchten und färbt Gegner in dunklen Räumen grünlich ein. Zudem erscheinen euch in diesem Modus auch Kreaturen aus der Schleierwelt, die wie fliegende Fische aussehen – trefft ihr sie, feuern sie ihrerseits Blitze ab, die im Radius befindliche Gegner töten. Außerdem könnt ihr mithilfe der Schleier-Sicht durch bestimmte, entsprechend markierte Wände gehen.
Die „Zeitdehnung“ verlangsamt eure komplette Umgebung (Bullet Time). Die „Schleier-Kraft“ umgibt euch mit einem Schutzschild, der alle gegnerischen Kugeln abprallen lässt und, nach entsprechendem Upgrade, sogar die Kugeln wieder auf den Feind zurückfliegen lässt. Das Spiel Übersoldier lässt grüßen! Letzte Thule-Kraft ist die „Verstärkung“: Mit dieser Macht wird die Durchschlagskraft eurer Schießprügel für eine kurze Zeit um ein Vielfaches erhöht.

Wie bereits erwähnt, könnt ihr euch auf dem Schwarzmarkt Upgrades für Waffen und Thulekräfte besorgen. Die teils sehr teuren Upgrades müssen teilweise mit einer Reihe von Mystikbüchern erstmal freigeschaltet werden. Es gibt also einen wirklichen Anreiz, die in den Levels versteckten Goldbarren, Geheimdokumente und Mystikbücher zu finden.

Per (temporärer) Schleier-Sicht spüren wir die Gegner leicht auf, da sie grün eingefärbt werden.


Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29785 - 27. August 2009 - 22:46 #

"Prey in Naziland" wäre mein Fazit. Muss man jetzt nicht unbedingt haben. Und schaut wirklich *sehr* veraltet aus.

TECC (unregistriert) 27. August 2009 - 22:58 #

Ich kann es immer wieder sagen, Grafik ist nicht alles...

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29785 - 27. August 2009 - 23:01 #

Stimmt. Wenn das Spiel dahinter interessant und spannend ist, wäre die Grafik egal. Ist es aber meiner Meinung nach bei Wolfenstein nicht. Ödes Geballere, dumme Gegner (keine nennenswerte KI), Schlauchlevel mit Pseudo-Open-World (eigentlich nur dazu da um Geldsäcke zu sammeln), krude Story und und und.

maddccat 18 Doppel-Voter - 11660 - 28. August 2009 - 0:38 #

Schade, dass der allgemeine Konsens dahin geht, dass das Spiel eher durchschnittlich ausgefallen ist. Hatte ich auf einen Wolfenstein-Hit ala RTCW gefreut. Wolfenstein werde ich mir bei der Qualität dann doch irgendwann mal für wenige Euronen vom Grabbeltisch mitnehmen. Greift man bei dem Titel besser zur PC- oder Consolenversion?

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29785 - 28. August 2009 - 0:58 #

Lustig übrigens - auf einem Tisch liegen massenweise gebündelte Geldscheine. Allerdings handelt es sich um Deutsche Mark, die neueren Scheine ;) .. Wenn das der Adolf wüsste.

Phoenix 16 Übertalent - 4129 - 28. August 2009 - 7:58 #

find ich schade das das game geschnitten wurde.. auch bei der ab 18 version...

Vidar 18 Doppel-Voter - 12816 - 28. August 2009 - 8:56 #

finde selbst die 7.5 noch zu hoch!
der titel hat zuviele schwächen als das es ein gutes spiel sein kann...
Ravensoft hat auch mal bessere sachen abgeliefert aber dies is wohl schon zulang her

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29785 - 28. August 2009 - 9:51 #

Jepp, meine persönliche Einschätzung wäre auch eher 6,5 max. gewesen.

Quin 12 Trollwächter - 1150 - 28. August 2009 - 11:40 #

Dem kann ich mich nur anschliessen. Die verworene Story ist ja mal ganz bitter. Der Vorgänger hatte diesbezüglich seine Reize, aber der neue Wolfensteinteil überspannt an dieser Stelle m.E. den Bogen etwas arg ins Lächerliche. Dazu noch die veraltete Grafik und die spielerischen Macken. Das wird der erste Teil der Serie, der höchstens als Budgetversion meine Festplatte bereichert.

Sh4p3r 15 Kenner - P - 3168 - 28. August 2009 - 12:20 #

Über Wertungen zu diskutieren bringt selten was, und ist was den letztendlichen Spielspass betrifft, immer eine subjektive Sache.

Ich hab die uncut von der PS3 Version. Ich finde das Spiel Top. Die Grafik ist hier so ne Sache, mal schaut sie mittelmässig aus, mal schaut sie wieder sehr ansehlich aus. Dabei sieht man die Schwäche der Doom3 Engine wieder bei den offenen Aussenbereichen am deutlichsten. Aber dafür kommt dennoch die gewisse Athmo auf. Das Ukkulte ist mal eine willkommene Abwechslung im Schaubuden-Shooter-Alltag. Andere interessante Gegnerarten, kombinieren der verschiedenen Kristalle bei einigen der Gegner, Upgraden der Waffen und Medallien machen die Fähigkeiten noch cooler.
Zudem ist ein Oldschool-Shooter der mich sogar zum 2ten durchspielen reizt, gerade wegen den typischen id-Secrets in Mid/Downtown. Und was bei der PS3 Version noch zu gute kommt, sind die Rumble-Effekte der Waffen und Explosionen die das Erlebnis intesivieren.
Sonstige Schwächen: KI, gelegentliches nerviges Gegnerspawning in Mid/Downtown, zu leichter Schwierigkeistgrad selbst auf der höchsten Stufe.

raumich 16 Übertalent - 4673 - 28. August 2009 - 15:57 #

Mann muß es doch mal ganz hart sagen: id-Software hat mit dieser Engine ihre schwächste Leistung überhaupt abgeliefert. Also was kann an einer Engine gut sein, wenn sie bei offenen Aussenbereichen schwächelt? Ich habe Doom3 wirklich geliebt und gern gezockt. Und ich fand, für damalige Verhältnisse sah es richtig gut aus. Aber für was anderes wie Doom war die Engine doch nicht zu gebrauchen.

Ich werde mir den Titel maximal als Budget kaufen. Wenn der Titel gut ist, dann macht er dann immernoch Spaß.

Carstenrog 16 Übertalent - 4838 - 28. August 2009 - 21:43 #

Ein Spiel, was die Welt nicht braucht!

Ganon 23 Langzeituser - P - 38253 - 28. August 2009 - 23:43 #

Wie sind denn so die Hardware-Anforderungen auf dem PC? Vergleichbar mit Doom 3/Quake 4/Prey, oder eher in Richtung ETQW? Ich hab nämlich einen älteren Rechner, auf dem ETQW schon nicht mehr so gut lief, die anderen drei aber einwandfrei.

Punisher 19 Megatalent - P - 15906 - 29. August 2009 - 9:26 #

Finde das Spiel aus den schon oft genannten Gründen auch eher unterdurchschnittlich... der Spielspass ist genau das, was mir fehlt. Die Levels sind dermaßen linear, dass man sich nichtmal groß orientieren muss... die Medallion-Fähigkeiten in Tateinheit mit der realtiv früh gefundenen Partikelkanone machen auch etwas größere Zwischengegner zu Kanonenfutter, das Vorgehen ist immer exakt das gleiche und schon das Kurze deja vu, das man hat wenn man mal nen Gegner übersieht und ins Gras beisst und einen Teil des zwar recht detaillierten aber bocklangeiligen Levels noch einmal spielen muss hat mich schon öfter dazu verleitet, keinen Bock mehr zu haben und die Konsole auszuschalten.

Das kann allerdings an mir liegen - FPS motivieren mich irgendwie grundsätzlich nicht mehr so wie früher, irgendwie hat es seit Bioshock kaum ein Team geschafft, hier eine spannende Story zu erzählen, das klappt aus Gründen die ich nicht kenne bei ThirdPerson-Games derzeit wesentlich besser.

ALF2097 10 Kommunikator - 547 - 30. August 2009 - 9:07 #

Komisch, ich finde das Spiel sehr gelungen. Die Grafik geht doch vollkommen in Ordnung. Besonders das Design der Gegner ist sehr abwechslungsreich und "Aktion" wird auch an jeder Ecke geboten. Ich fühl mich bestens unterhalten. Keine Ahnung, was Leute immer von einem Spiel verlangen :) Klar so ein Über-Spiel wie Mass Effect oder GTA ist es nicht, aber wer auf Shooter Aktion steht, hat doch hier einen Volltreffer.

bersi (unregistriert) 30. August 2009 - 13:20 #

zum einen würde ich verlangen, dass die KI wenigstens stellenweise mal logisch oder gar mal aggressiv reagiert. Hast du dir das Video mal mit Verstand angesehen? In den ersten 2 Minuten passiert quasi garnichts. Die Gegner laufen blind auf einen zu, reagieren nicht wenn man um die Ecke kommt, bleiben regungslos hocken, wenn man sie attackiert.

Die Levels.. Tja, ich kenne im Moment nur die paar Szenen hier und erlaube mir dazu kein Urteil, wenn ich den Comments glauben schenken darf, auch nicht das gelbe vom Ei.

Würde Wolfenstein versuchen (!) ein Serious Sam zu sein, hätte ich mit solch einer durchwachsenen KI kein Problem, aber das versucht es ja nichtmal. Die KI kommt gerade mal an ein Halo 1 ran und das darf Wolfenstein noch als Kompliment verstehen.

Darüber hinaus geht mir die Nazisymbolik mal wieder aufn Senkel. Aber da geh ich mal nicht weiter drauf ein, sonst kommt gleich der nächste und bezichtigt mich ein beführworter des Nationalsozialismus zu sein :rolleyes: (in den comments fehlen smileys^^)

Alles in allem. Wolfenstein werd ich mir nichtmal für 10 Euro aus der Softwarepyramide mitnehmen.

Sebastian Conrad 16 Übertalent - 4740 - 31. August 2009 - 0:21 #

Das Video nicht mit Verstand geguckt, aber das Spiel gespielt. Das bringt mir z.B. einen wesentlich größeren Vorteil als dir. Und ich kann den Eindruck nicht bestätigen: Bei mir Verschanzen sich die Gegner, suchen Deckung, flankieren mich und werfen Granaten, wenn ich selber in Deckung gehe.

Btw: Das ist so ähnlich wie Politiker die Spiele verbieten wollen, ohne sie jemals selber gespielt zu haben :o

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29785 - 1. September 2009 - 12:43 #

Ich habs gespielt. Und finde die KI maximal knapp durchschnittlich. Vergleichbar mit CoD, nicht überragend. Schau dir mal die KI bei FarCry oder FEAR an, die Jungs da geben sich wirklich mühe.

Carver (unregistriert) 31. August 2009 - 2:21 #

Also, mir hat's gefallen. Die Grafik ist auch absolut in Ordnung. Für das Video im Review hätte man vielleicht mal einen architektonisch reizvolleren Abschnitt als ausgerechnet eine Kanalisation auswählen können.

Das dilettantische Ami-Deutsch (bzw. manchmal Holländisch) auf den überall herumhängenen Plakaten ist auch noch eine Erwähnung wert und trägt (wahrscheinlich unbeabsichtig) gut zur bizzar-humorigen Nazi-Science-Fiction-Story bei. Du bist Front!

Porter 05 Spieler - 2981 - 31. August 2009 - 16:01 #

wenn im Kino Nazis gejagt werden dürfen dann will ich das im Spiel auch dürfen.
von daher kommt Wolfenstein wie alle anderen WW2 Spiele für mich nur als Import in Frage.
aber dieses Spiel ist mir dann doch zu plump und altbacken.
ein ordentlicher Multiplayer könnte es wie das alte RTCW interessant machen...

vor allem das bei Call of Duty 5 der Zombie Modus ganz fehlt in der deutschen Version hat erschreckender weise ganz wenig beachtung in der "zocker" Presse gefunden...
es geben wohl genügend ihr Geld gerne für verstümmelte Software aus :-)

DarkRaziel 06 Bewerter - 91 - 9. September 2009 - 16:20 #

Wie ich finde das Spiel mittleren Durchschnitt.
Nicht unbedingt ein Vorzeige Shooter, aber immer noch gut um für einige Stunden unterhalten zu werden bis die Weihnachtskracher kommen.
Doch für mich kam nur die UK Version in Fragen, denn diesen Zensur Wahn unterstütze ich nicht.
Nur weil man hier in Deutschland ein Problem hat mit der Deutschen Geschichte in Videospielen, aber nicht in Filmen.

Azzi (unregistriert) 10. September 2009 - 2:04 #

Habe das Spiel durchgezockt und es ist das Geld für ein Vollpreistitel nicht wert. Grafik ist etwas veraltet, schwerer wiegt aber das Leveldesign, nämlich man kommt sich wie in einem Schlauch vor. Innovationen hat der Titel keine, nur eine nervige Kristall Power Fähigkeit die in Wolfenstein Titeln deplaziert wirkt.

Leveldesign, Spannung,Storytelling, Grafik ... gab es alles schon in anderen Titeln deutlich besser. Vor einigen Jahren wäre Wolfenstein noch gut gewesen, heute nach Titeln wie CoD4,Bioshock etc. haut das Spiel keinen mehrvom Hocker. Fürn 10er als Ballerspass okay, aber nicht für 45€...

Oberpanda 07 Dual-Talent - 110 - 15. September 2009 - 15:39 #

Wolfenstein kehrt zurück, allerdings wohl nicht gerade mit einem Feuerwerk der Innovationen. Das Setting ist dieses Mal vielleicht eine Spur arg zu trashig geraten, wenn ich da allein an den Fehler mit den DM-Scheinen denke. ;) Wenn das Absicht war, dann ist dieser Scherz kreativer als der gesamte Rest des Spiels, befürchte aber, dass diese Art Komik ein Zufallsprodukt war. :) Der Test aber - im Gegensatz zum Spiel - ist gut gelungen.

BolleY2K 08 Versteher - 221 - 19. September 2009 - 18:27 #

Was mir als erstes aufgestossen ist und was hier anscheinend noch keiner kritisiert hat, sind die teilweise hanebüchernen Logik- und Geschichtsfehler! Kurz einige in Stichpunkten:

-Die Propagandaplakate sind teilweise auf niederländisch oder bezgl. der Formulierungen grob falsch
-Auf dem Tisch im Schwarzmarkt liegt Deutschmark, und zwar jene Scheine, mit denen ich vor Einführung der neuen Variante noch fröhlich bezahlt habe - und ich bin 27. Das finde ich wirklich richtig bitter.
-Ich habe eine Variante aus Österreich - deutsche Texte aber englische Sprachausgabe? Sprich gesprochen "Nazis", geschrieben "Wölfe"? Schrecklich...

Ebenso finde ich Wolfenstein spielerisch einfach flau. Ich habe die Vorgänger alle gespielt, grade RTCW war auch von Story & Atmosphäre her ein sehr schönes Spiel. Das aktuelle Wolfenstein nimmt sich keine Zeit, eine richtige Geschichte aufzubauen. Man hangelt sich von Auftrag zu Auftrag, die NPCs sind mir zumindest vollkommen egal, da sie samt und sonders austauschbar sind und keine Tiefe haben.

Insgesamt bin ich eher enttäuscht von dem Spiel - mehr als 6-7 Punkte wäre es mir in der Summe nicht wert.

Carl S. 04 Talent - 27 - 20. September 2009 - 21:13 #

Zitat:"Ich habe eine Variante aus Österreich - deutsche Texte aber englische Sprachausgabe? Sprich gesprochen "Nazis", geschrieben "Wölfe"? Schrecklich..."
Das mit den Nazis ist da so ein heikeles Thema auch bei Battelfied Heros ist das so da heißen die "Nazis" dann "Nationas Army" ist jetzt die frage ob die das nicht dürfen oder das nicht wollen.

BolleY2K 08 Versteher - 221 - 21. September 2009 - 2:47 #

Ja aber dann doch bitte einheitlich und nicht per Sprachausgabe so, per Text im Spiel aber anders. Ich finde sowieso das einiges in dieser Hinsicht einfach nur albern ist - grade die Rangbezeichnung nicht nennen zu dürfen erschließt sich mir nicht - das hat doch nun wirklich nichts mit Glorifizierung o.ä. zu tun.

Grade die zweierlei Maß bei PC-Spielen und Filmen - warum sind Hakenkreuze, Obersturmbannführer und Co. bei zb. den "Indiana Jones" Filmen kein Problem, in Spielen aber nicht erlaubt? Das ist doch einfach sinnfrei...

Carl S. 04 Talent - 27 - 21. September 2009 - 20:16 #

Ja was soll man dazu noch sagen... einfach sinnfrei.

Björn (unregistriert) 23. Juni 2013 - 20:14 #

Also ich liebe dieses Spiel, es hat alles was eine Fortsetzung eines so alten Spiels braucht, wenig gerede, viel Ballern, Blut und Eingeweide eben wie man es von früher her kennt.
Das einzige was mich ankotzt ist das sich die Lebensenergie ständig nachlädt als wäre man Unsterblich. Was hat das bitte sehr in einen Oldschool Shooter zu suchen??? Da kann ich auch scheiß-COD oder Gears of War zocken wenn ich das will.....
Grafik ist auch okay könnte etwas düsterer sein, aber die Stadt die hätte ruhig größer sein können man hat irgendwie das Gefühl in enge Korridore zu wandern....zu viele Ecken und Kanten und verschlossene Türe.
Ach und was auch gut ist das man SEHR viel zerstören kann!

für mich gibt es eine 85% Kaufempfehlung!

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