Tyranny Test

Ein richtig böses Rollenspiel

Karsten Scholz / 16. November 2016 - 14:36 — vor 2 Wochen aktualisiert
Der neueste Rollenspiel-Spross aus dem Hause Obsidian erinnert auf den ersten Blick stark an Pillars of Eternity, entpuppt sich auf den zweiten jedoch als böser, kleiner Zwilling. Ob das Oldschool-RPG dennoch Spaß macht, erfahrt ihr im Test.
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Alle Screenshots stammen von GamersGlobal

Nachdem uns Pillars of Eternity (im Test: Note 8.5) trotz einiger Ecken und Kanten richtig gut gefallen hatte, waren wir gespannt darauf, ob das nächste Rollenspiel-Projekt von Obsidian Entertainment die hohe Qualität halten oder sogar toppen kann. Das klassische Party-Rollenspiel hört auf den Namen Tyranny und zeigt viele Gemeinsamkeiten bei Kampfsystem, Technik sowie Fokus auf das geschriebene Wort. Allerdings gibt es auch spürbare Unterschiede. Der wichtigste: Wir arbeiten auf der bösen Seite der Macht und sollen unterwerfen, versklaven sowie knechten, was das Zeug hält.

Womit wir mittendrin im spannenden Szenario von Tyranny sind. Der gottgleiche, seit Jahrhunderten aktive Herrscher Kyros hat mit seinen Truppen die Fantasywelt Terratus unterworfen, zuletzt die Südreiche. Selbst die mächtigen Archonten, denen eine gewaltige Macht innewohnt, konnten ihn nicht aufhalten, vielmehr hat er sie zu seinen Offizieren gemacht.

Doch gibt es ein Problem: Aufstände bedrohen den erzwungenen Frieden, und die beiden im Süden operierenden Armeen von Kyros, die disziplinierten und hervorragend ausgebildeten "Geschmähten" sowie die wilde Horde des "Scharlachroten Chors", haben nichts besseres zu tun, als sich ständig selbst an die Gurgel zu gehen. Als Schicksalsbinder – ein hoher Rang, in dem sich Judikative und Exekutive treffen – sollen wir nun dafür sorgen, dass die Heere gemeinsame Sache machen und die "Eidbrecher" vernichten. Und damit es nicht an Motivation mangelt, verleiht Kyros dem Ganzen mit einem Edikt, eine Art regionaler Fluch, Nachdruck: Sollte das Ziel in wenigen Tagen nicht erreicht sein, werden alle Lebewesen, egal ob Freund oder Feind, im Gebiet des Widerstands sterben.
 

Bestimme dein Schicksal: die Eroberungsphase

Ein starres Klassensystem sucht ihr in Tyranny vergeblich, nutzt die Waffen, auf die ihr Lust habt.
Bevor es losgeht, dürfen wir uns natürlich erst unseren Schurken, äh, Helden erstellen. Hier gibt es gleich den ersten großen Unterschied zu Pillars of Eternity: Statt Volk und Klasse definieren wir "nur" unsere Hintergrundgeschichte sowie unsere primäre sowie sekundäre Waffenkompetenz. Letztere bestimmen, mit welchen Friedensstiftern und Fähigkeiten wir ins Abenteuer starten, später können wir unserem Alter Ego aber auch jede andere Waffe in die Hand drücken. Ein heilender Großschwertschwinger ist also genauso möglich wie ein Schockzauber-Tank in schwerer Rüstung. Dann noch ein paar Attributs- und Skillpunkte verteilt, und schon geht es los mit der Eroberungsphase.
 
Die Eroberungsphase stellt eine optionale, sehr gelungene Möglichkeit für euch dar, die Startparameter der Spielwelt von Tyranny festzulegen. Auf einem Kartentisch spielen wir in Multiple-Choice-Manier die Eroberung der Südreiche nach und dürfen dabei mehrere Entscheidungen treffen, die nicht nur den Verlauf des Krieges beeinflussen, sondern auch unser eigentliches Abenteuer. Entscheiden wir uns etwa dafür, eine Stadt niederzubrennen, statt sie zu stürmen, erhalten wir einen Feuerzauber und werden von NPCs auf unsere pyromanische Ader angesprochen. Bestimmen wir an anderer Stelle, dass die Eisenwaffen von den Geschmähten bewacht werden, werfen uns das die Mitglieder des Scharlachroten Chors bei jeder Gelegenheit vor. Beim Anführer der Geschmähten haben wir jetzt dagegen einen Stein im Brett. Es gibt drei Schauplätze mit je drei solcher Entscheidungen, die teils aufeinander aufbauen.
 

Freund und Feind

Im Eroberungs-Prolog legt ihr durch eure Entscheidungen die Startparameter für euer Abenteuer fest.
Das Treffen schwieriger Entscheidungen endet nicht mit der Eroberung, auch während unseres Abenteuers liegt das Schicksal der Bewohner von Terratus immer wieder in unseren Händen. Als Schicksalsbinder stellen wir eine Art Fantasy-Version von Judge Dredd dar, sind also Ankläger, Richter und Henker in einer Person. Geben wir ein paar Gefangene in die Obhut des Chors, damit diese die Stärksten in ihre Armee einverleiben können? Machen wir sie zu Sklaven der Geschmähten, die für den Rest ihres kurzen Lebens Handlangerarbeiten übernehmen dürfen? Oder lassen wir sie laufen und ziehen so den Unmut beider Armeen auf uns? Zwischen solchen Optionen wählen wir im Minutentakt. Und: Viele dieser Entscheidungen wirken sich tatsächlich aus, auf den weiteren Spielverlauf, aber auch auf das –  leider sehr plötzliche – Ende von Tyranny.
 
Die Beziehung zu den beiden Armeen, den zahlreichen anderen Interessengruppen und den bis zu sechs Gefährten, die sich uns im Laufe der Zeit anschließen (maximal drei davon begleiten uns gleichzeitig), dürfen wir nicht auf die leichte Schulter nehmen. Haben wir erst einmal den Zorn einer Fraktion auf uns gezogen, greift diese lieber zum Schwert als mit uns zusammenzuarbeiten, oder hintergeht uns auf andere Weise. Loyale Verbündete unterstützen uns dagegen im Kampf und gehorchen unseren Befehlen, ohne (allzu laut) zu murren. Da die Fraktionen ganz unterschiedliche Ziele verfolgen, ist es unmöglich, es allen Recht zu machen. Doch ist das gar nicht schlimm. Im Reputationsfenster schalten wir auch dann nützliche passive Boni oder aktive Fähigkeiten frei, wenn wir eine Gruppierung so richtig wütend gemacht haben oder wir einen Begleiter in unserer Nähe vor lauter Angst schlottern lassen.
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Die Beschwörung dieses Fieslings sieht beeindruckend aus, doch allzu schwer fallen die Kämpfe auf "Normal" nicht aus.
Bitte das falsche Wort/die falsche Phrase einkopieren, ohne Änderungen
Hier nur nötige inhaltliche Infos, nicht richtige Schreibweise oder Positionsangabe
Jörg Langer Chefredakteur - P - 324094 - 16. November 2016 - 14:38 #

Viel Spaß beim Lesen!

CptnKewl 20 Gold-Gamer - - 22482 - 16. November 2016 - 14:41 #

Danke für den Test, darauf hab ich mich - neben der SdK am meisten gefreut in dieser Woche

endymi0n 16 Übertalent - - 5415 - 16. November 2016 - 14:42 #

Für mich als geneigten (A)D&D-Nerd Pflichtkauf! Nur nicht sofort – Zeitmangel.

Renraven 14 Komm-Experte - P - 2178 - 16. November 2016 - 14:47 #

Ah da isser ja! :D Hab bisher viel Spaß mit Tyranny, nächste Woche dann vielleicht das Finale.

Für mich persönlich eher positiv als negativ:
"Unnötige Vereinfachungen des Gameplays (friendly fire, Fallen entdecken)"

Ich hab mich immer gefragt wieso ich schleichen muss um sowas zu entdecken .. mach spielerisch für mich keinen Sinn is ja nich so dass ich besser seh oder nur danach Ausschau halten kann wenn ich in die Hocke geh und rumkrieche.

Toxe 21 Motivator - P - 26059 - 16. November 2016 - 14:51 #

Hehe zwei blöde, ein Gedanke. Äh ich wollte natürlich sagen "great minds think alike". ;-)

Habe gerade genau das gleiche geschrieben, ich sehe wirklich nicht was "Fallenfinden nur beim Schleichen" in diesem Fall dem Spiel an Tiefe hinzufügen würde. Für mich als Spieler ist das eher nur nervig.

Maik 20 Gold-Gamer - - 21501 - 16. November 2016 - 15:02 #

Ich fand das in Wizardry 8 gut gelöst: Auf den Suchen-Button drücken und dauerhaft Suche angeschaltet. Je nach Skill des Partymitglieds haben die etwas aufgedeckt.

Toxe 21 Motivator - P - 26059 - 16. November 2016 - 14:48 #

Klingt gut, wird bei Zeiten mitgenommen. Scheint ja zumindest ein paar meiner Kritikpunkte von PoE abzuschwächen.

Wobei "Fallen sowie Schätze entdecken meine Streiter jetzt auch, wenn sie nicht schleichen" ist für mich um ehrlich zu sein ein Pluspunkt. Früher mochte ich sowas vielleicht mal, heute nervt es mich wenn ich wegen so einer banalen Sache ständig zwischen dem einen und dem anderen Modus wechseln muss. Das fügt dem Spiel null Tiefe hinzu und ist für mich als Spieler einfach nur nerviges "busy work".

Und mit "Verbündete können durch eigene Zauber keinen Schaden mehr nehmen" verhält es sich eigentlich genau so. Mag unrealistisch sein aber gerade in so einem Spiel wie PoE mit seinen wirren Kämpfen nervt es einfach nur, sich auch noch um solche Details kümmern zu müssen, die den Spielfluss noch weiter ausbremsen.

Mit diesen beiden Veränderungen kann ich persönlich daher sehr gut leben.

Loco 17 Shapeshifter - 8089 - 16. November 2016 - 15:12 #

Wäre etwas, was ich über den Schwierigkeitsgrad geregelt hätte. Friendly Fire nervt mich pauschal auch, das sollte im einfachsten Schwierigkeitsgrad dann eben nicht möglich sein.

Toxe 21 Motivator - P - 26059 - 16. November 2016 - 15:29 #

Pauschal über den Schwierigkeitsgrad finde ich immer etwas holprig, denn was ist wenn ich gerne bestimmte Einschränkungen hätte, die in höheren Schwierigkeitsgraden gemacht werden, aber trotzdem auf Friendly Fire verzichten möchte?

Just my two cents 16 Übertalent - 4357 - 16. November 2016 - 16:16 #

Vorallem ist es eh Quatsch. Ich meine wir haben da meist Magier, die magische Feuerbälle beschwören oder sowas. Natürlich beschwört man die nur so, dass die nur Gegner schädigen - wäre sonst ja ein schlechter Magier, oder?

Loco 17 Shapeshifter - 8089 - 16. November 2016 - 20:15 #

Naja war bei Pillars of Eternity doch auch so, dass du einzelne Optionen in jedem Schwierigkeitsgrad einzeln aktivieren/deaktivieren konntest. Ich mag das zwar eigentlich nicht, weil es fummelig ist und ich mich dann immer nicht entscheiden kann, aber es ist bei Friendly Fire ja schon irgendwie sinnig, weil das eben nicht jeder haben will.

Kirkegard 19 Megatalent - P - 15086 - 16. November 2016 - 14:53 #

Da isser ja, der Test ^^
Heut Abend wird losgelegt. Bin mal gespannt ob ich mit Tyranny über meine erste Kickstarter Enttäuschung PoE hinweg komme ;-)

Zille 18 Doppel-Voter - P - 10735 - 16. November 2016 - 17:18 #

Was hat dich denn an PoE so gestört?

Ich wollte mir jetzt eigentlich mal die goty zulegen und hatte Tyranny dabei gar nicht auf dem Schirm... und nu muss ich plötzlich entscheiden. Schwer:-/

Kirkegard 19 Megatalent - P - 15086 - 16. November 2016 - 18:50 #

Da gab es ausschweifende Diskussionen. Ich fasse meine persönliche Meinung noch mal kurz zusammen.
Kämpfe waren für mich anstrengend und arteten in Arbeit aus. Und zwar bei jedem Trashmob. In diesem einen Dungeon habe ich dann auf der dritten Ebene aufgehört. Keine Xp und dieses endlos langweilige nervige Streßgekloppe mit den immer gleichen Gegnern.
Damit wir uns richtig verstehen, eigentlich mag ich diese Art von Kampfsystem BG 2, PT ect.
Das war der Hauptgrund, naja, dann noch die mittelmäßig bis uninteressanten Charaktere und Story...
Vielleicht hatte ich als Backer zu hohe Erwartungen. K.A.
Nimm also Tyranny ;-)

Zille 18 Doppel-Voter - P - 10735 - 16. November 2016 - 20:22 #

Ok, danke für die Info! Mal schauen, mir sagt das "böse sein"-Szenario eigentlich nicht so zu.

Muss man diesen Dungeon denn spielen? Oder war das diese extra-Komponente unter der eigenen Burg, die man auch weglassen konnte?

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 6665 - 16. November 2016 - 14:54 #

Vielen Dank für den Test, werd Tyranny auf jeden Fall spielen.

@Jörg: Interessant, du sagst in deinem Meinungskasten dass du keine Lust mehr darauf hast, wenn Spiele so anspruchsvoll sind, dass man stark gefordert wird. Ich stelle fest, dass das bei mir noch zunimmt. Wenn ich einfach nur eine Story erleben will, ohne dass die Gefahr besteht nicht weiter zu kommen, dann kann ich doch auch einen Film schauen. Ich freue mich jedes Mal, wenn man ein Spiel erst wirklich lernen muss und gut werden muss, um weiter zu kommen. Dann wird es doch erst richtig befriedigend, es geschafft zu haben. Kann es sein, dass das bei dir davon kommt, dass du beruflich so viele Spiele spielen "musst"? Und froh bist, wenn du schnell durch eines durch bist, um noch das Nächste anzuschauen. Ich vermute, dass das schon ein Unterschied zu vielen Lesern ist, die sich auch die Zeit nehmen können ein Spiel einfach zu genießen. Witcher 3 150h nach der Main-Storyline? Toll, dann hab ich noch viel von dem Spiel vor mir. ;)

Loco 17 Shapeshifter - 8089 - 16. November 2016 - 15:11 #

geht mir ähnlich. Es gab eine Phase (um das erste Modern Warfare herum), da war das schon irgendwie cool. Aber das nutzt sich einfach ab und am Ende hast du in solchen Spielen auch nichts mehr zu tun, kannst nichts falsch machen, hast keine Herausforderung. Das Bringts auf Dauer einfach nicht. Aber so denken glaube ich viele, denn nur deshalb kommen diese alten RPGs jetzt wieder so gut an. Weil viele Rollenspieler eben die Schnauze voll von Casual-Kram haben, der nur 6 Stunden geht.

Toxe 21 Motivator - P - 26059 - 16. November 2016 - 15:31 #

Welche Rollenspiele der letzten Jahre sind denn in 6 Stunden erledigt?

CptnKewl 20 Gold-Gamer - - 22482 - 16. November 2016 - 15:35 #

Morrowind?

Toxe 21 Motivator - P - 26059 - 16. November 2016 - 15:42 #

Speedruns zählen nicht. :-)

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58772 - 16. November 2016 - 16:16 #

Braucht nicht mal einen Speedrun. Wenn man nur die Hauptquest macht, ist keines der TES-Spiele sehr lang. Weiß nicht ob es bei Morrowind reicht, aber Oblivion kann man definitiv in 6 Stunden oder weniger "durchspielen", und ich würde vermuten bei Skyrim geht es auch.

Toxe 21 Motivator - P - 26059 - 16. November 2016 - 16:32 #

Naja aber wer macht das denn ernsthaft?

Q-Bert 11 Forenversteher - 594 - 16. November 2016 - 17:30 #

Ich habe in Morrowind, Oblivion und Skyrim jeweils weit über 100 Spielstunden versenkt. Und bei keinem der Spiele die Hauptquest beendet o.O

Noodles 21 Motivator - P - 30156 - 16. November 2016 - 19:34 #

So macht man das ja auch in den Elder-Scrolls-Spielen. :D

Kirkegard 19 Megatalent - P - 15086 - 17. November 2016 - 8:17 #

Muss man aber nicht, bis auf Daggerfall (Plotstopper beim Underking) habe ich bei jedem Elderscrolls Spiel die Hauptstory gespielt.
Und die sind besser als ihr Ruf ;-)

AsyxA 12 Trollwächter - P - 997 - 17. November 2016 - 14:02 #

Es gibt in den Scrolls-Reihe eine Story? x)

Habe noch keine zum Abschluss gebracht. Lasse mich jedes mal auf dem Weg von den unbegrenzten Möglichkeiten ablen... Oh eine verlassene Mine!

Noodles 21 Motivator - P - 30156 - 17. November 2016 - 16:32 #

Kann schon sein. Ich lasse mich aber so leicht von allem anderen ablenken, so dass ich zig Stunden alles Mögliche mache, nur nicht die Hauptquest. Und irgendwann ist halt die Luft raus bei mir. ;) Ich hab dann zwar weit über 100 Stunden reingesteckt, aber nur sehr wenige in die Hauptquest.

Kirkegard 19 Megatalent - P - 15086 - 18. November 2016 - 8:07 #

Is ja auch worscht. Hauptsache es hat dir Spaß gemacht. ^^

Noodles 21 Motivator - P - 30156 - 18. November 2016 - 12:01 #

Das auf jeden Fall, sonst wären es ja nicht über 100 Stunden geworden. :)

develin 09 Triple-Talent - P - 349 - 16. November 2016 - 15:28 #

Mir geht es umgekehrt. 150 Stunden sind ein Alptraum. Im Schnitt hab ich 5 Stunden pro Woche Zeit zu spielen, also wäre ich gut 30 Wochen mit Witcher 3 beschäftigt. Das ist mir persönlich zu lang (gegen Ende hätte ich wohl vergessen worum es am Anfang ging) und zu langweilig, da ich gerne Abwechslung habe.

Meistens fehlt mir die Zeit und auch das Interesse in Spielen gut genug für einen hohen Schwierigkeitsgrad zu werden. Zudem finde ich dass schwer oft weniger mit interessanten Entscheidungen und mehr mit min-maxing, nervigen Kleinkram Wikis lesen und Level Auswendiglernen zu tun hat.

Toxe 21 Motivator - P - 26059 - 16. November 2016 - 15:41 #

Das kommt bei mir stark auf das Spiel an und ob dieses denn überhaupt von einem hohen Schwierigkeitsgrad profitieren würde. Viele machen das in meinen Augen nämlich nicht.

Ein Mass Effect oder Dragon Age spiele ich auf Normal (oder Hard wie bei DA:I) durch, weil mir hier ein höherer Schwierigkeitsgrad nicht automatisch mehr Spielspass bringt. Dieser kommt bei mir in diesen Spielen durch andere Elemente.

Ein Witcher 3 habe ich dagegen auf dem schwersten durchgespielt, weil sich das in meinen Augen in diesem Spiel eher angeboten hatte (und ich die Platin Trophy haben wollte).

Genau so wie ich ein Souls Spiel nur in der vom Entwickler beabsichtigten Schwierigkeit spielen möchte.

Ein Shooter wie ein CoD würde ich dagegen auch wieder nur auf Normal spielen wollen, da ich hier kein grosses Interesse habe, übertrieben gefordert zu werden.

Kommt immer auf das Spiel an, finde ich.

Lorion 17 Shapeshifter - 7535 - 16. November 2016 - 15:59 #

Also mir gehts da ähnlich wie Jörg.

Anspruchsvoll/schwierig kanns ja ruhig sein, aber halt nur bei entsprechend relevanten Gegnern und nicht bei absolut jedem Popelgegner der einem irgendwo am Wegesrand auflauert.

Das ist für mich dann nur unnötige Spielzeitstreckung und im Falle von PoE bedeutete das dann auch noch, das ich mich übers Mass hinaus mit der mit Abstand unspassigsten Mechanik des Spiels auseinandersetzen musste, dem Kampfsystem.

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 6665 - 16. November 2016 - 18:15 #

Scheint stark geschmacksabhängig zu sein, wenn ein Gegner keine Herausforderung ist, gerade dann geht es mir so, dass es sich für mich wie Spielzeitstreckung anfühlt. Ich fand Bloodborne gerade deswegen wirklich super, weil es mich dafür belohnt hat, das Spiel zu können. Manche Leute verzweifeln am ersten Boss, ich habe es wirklich das Gefühl genossen, das Spiel irgendwann zu können und die Gegner durch Skill problemlos umzulegen, obwohl sie durchaus stark waren.

develin 09 Triple-Talent - P - 349 - 17. November 2016 - 0:04 #

Gerade bei RPG finde ich es schwierig, wenn sie aufgrund der Anzahl der Füllerkämpfe durch die Bank zu schwer werden. Wobei gerade bei Rollenspielen Teil des Problems ist, das man durch Grinding den Schwierigkeitsgrad am Anfang senken kann und am Ende, wenn Levelaufstiege weniger bringen nicht mehr nachlegen kann.
Zudem - das Baldur's Gate Kampfsystem ist auch recht unangenehm wenn man kein gutes Verständnis des Ganzen hat. Andauernd pausieren und für jedes kleine Gefecht die Ausrüstung zu optimieren nimmt das Tempo aus dem Spiel und zerstört das Pacing. Wenn man nun das Kampfsystem super findet ist das eher schade.

Bei Action spielen hängt ja viel davon ab wie schnell man durch Wiederholung seine Reflexe Herausbildung. Ging mir mit Bloodborne genauso, gerade da das Spiel etwas weniger obskur und etwas leichter ist und damit im Gegensatz zu gerade zu Demons Souls weniger von reiner Wiederholung und Wiki wissen abhängt.

Schwierigkeitsgrade sind ja ohnehin sehr persönlich - mich zum Beispiel nervt es, wenn man im Endeffekt zum Spielen erstmals 100 Wikis lesen muss um zu verstehen wie das Spiel funktioniert. Mache ich nicht, entsprechend ist der Schwierigkeitsgrad für mich schnell zu hoch.

Loco 17 Shapeshifter - 8089 - 16. November 2016 - 15:09 #

Super. Wird gekauft!

Pillars of Eternity war echt gut, die Enhanced Editions von Baldurs Gate via Gog.com ebenfalls und das hier wird auch wieder gekauft. Ich liebe diese Art von Rollenspiel einfach und habe nie so recht kapiert, warum Rollenspiele heute auch schon so Call of Duty like sein müssen.

Wenn ich ein RPG spiele, möchte ich nicht auf Krampf Scripte und Action, sondern eine gute Story, tolle Charaktere und mich mit einem wunderschönen Soundtrack in eine fremde Welt hineinversetzten. Ein Roman zum mitspielen, wenn man so möchte.

Gegen lesen habe ich nichts und ich hatte schon in PoE die Dialog-Sounds aus, weil mich der Englisch/Deutsch Mix (Sprache/Text) genervt hat.

Toxe 21 Motivator - P - 26059 - 16. November 2016 - 15:35 #

"sondern eine gute Story, tolle Charaktere und mich mit einem wunderschönen Soundtrack in eine fremde Welt hineinversetzten"

Du meinst, so wie bei allen anderen grösseren Rollenspielen der letzten 10 Jahre? ;-)

Loco 17 Shapeshifter - 8089 - 18. November 2016 - 15:32 #

Nein. Skyrim war für mich der totale Dreck. Wie soll ich in einer Welt versinken, in der ich sofort den Drachen Lege, in der mich hakelige Animationen und matschige Texturen begrüßen und noch so Einiges mehr. Mit Witcher bin ich nie warm geworden, das war nie meine Welt oder Lore und seit Baldur's Gate 2 war für mich auch kaum noch etwas wirklich "episch".

Natürlich ist das subjektiv. Aber gerade diese ganzen 3D-Rollenspiele haben mich eben weitgehend nur noch enttäuscht. Immer mehr Action, immer weniger Rollenspiel. Meins war das nie und deshalb freue ich mich jetzt über diese Flut an altmodischen Rollenspielen, bei denen noch viel mit Text und Entscheidungen gespielt werden kann.

Toxe 21 Motivator - P - 26059 - 18. November 2016 - 15:52 #

Also in PoE musste ich ja stellenweise mehr kämpfen als in so einigen dieser schlimmen modernen Spiele.

Michel07 12 Trollwächter - P - 1024 - 16. November 2016 - 15:23 #

Wer PoE kennt, wird Tyranny stellenweise als zu einfach empfinden. Bin jetzt halb durch, ein schönes, wenn auch simpel gehaltenes Spiel.

Q-Bert 11 Forenversteher - 594 - 16. November 2016 - 15:23 #

In nur 25 Stunden durchgespielt? Wie geht das denn? :)

Ich habe jetzt 18 Spielstunden auf der Uhr und gerade erst den ersten Spire (Turm) von den pro-valerianischen Separatisten befreit. Allein die Charaktererstellung mit den schönen Hintergrundgeschichten hat bei mir 2,5 Stunden gedauert. Das ist wirklich ein tolles Feature, weil jede Entscheidung bei der Charaktergenerierung wieder und wieder in der späteren Story aufgegriffen wird! Die praktischen Maus-Over-Einblendungen bei bestimmten Begriffen im Text helfen prima dabei, die Auswirkungen einzelner Entscheidungen nachzuvollziehen. Ganz großes Tennis!

Bei den kniffligen Entscheidungen im Storyverlauf grüble ich jedes Mal ein paar Minuten, ob ich im Einzelfall die "Disfavored" unterstütze oder den "Chorus". Oder vielleicht doch beide verrate und mich auf die Seite der "Tiersmen" schlage? Da ich nicht cheaten will (Option 1 ausprobieren, neu laden, Option 2 wählen, etc.), hab ich teilweise echte Gewissenkonflikte :) Ich will nicht BÖSE sein! Und das Spiel bietet mir in vielen Fällen die Möglichkeit, eine halbwegs humane Lösung zu wählen - auch wenn das meinen Mitstreitern missfällt.

Die Kämpfe finde ich immer noch etwas unübersichtlich, aber die Combos machen Spaß. Die selbst gebastelten Zauber haben was von Dungeon Master, find ich auch klasse. Schleichen hat mich bei Pillars immer genervt, immerhin muss man das jetzt nicht mehr machen, um Geheimverstecke zu finden - für Angriffe macht es aber weiterhin Sinn, den Gegner quasi aus der Deckung heraus zu überraschen.

Schwachpunkte sind für mich die Inventarverwaltung (fummelig) und irgendwie finde ich zu wenig interessante Items, selbst in Geheimverstecken ist oft nur unwichtiges Zeug. Und leider, leider ist die Welt total statisch. So ein paar interaktive Elemente wie in Divinity: Original Sins oder besser: Blackguards, dann wär's fast perfekt!

Tearwiz 10 Kommunikator - 521 - 16. November 2016 - 15:40 #

Ich war nach knapp 21 Stunden durch und habe glaube ich alle ( selbst optionalen) Texte gelesen und alle Nebenquests erfüllt... ist bei der Art von Spiel vielleicht auch eine Frage der persönlichen Lesegeschwindigkeit. Freue mich jedenfalls schon auf meinen nächsten Durchgang!

Q-Bert 11 Forenversteher - 594 - 16. November 2016 - 17:23 #

21 Stunden? Oh, da müsste ich gefühlt durch das Spiel durchrennen :)

Die Texte sind bei mir nicht der Zeitfresser, aber ich hab die Kämpfe auf 2-Sekunden-Auto-Pause und spiele das wie ein Rundentaktikspiel, wo jeder Zug gut überlegt wird. Das ist spielerisch bei Tyranny zwar nicht notwendig, weil man die Kämpfe auch auf "auto" gewinnt und die Selbstheilung nur wenige Sekunden dauert. Aber im Reallife würd ich ja auch so wenig Gegentreffer wie möglich kassieren wollen.

Mit dem Zauberbaukasten hab ich auch gefühlte Stunden experimentiert... ach, und manchmal genieße ich auch einfach die hübsche Retro-Pixelgrafik.

Ich sehe es als Pluspunkt von Tyranny, wenn jeder es nach seinem Spielstil zocken kann wie er mag. Die einen schaffen es in 20 Stunden, ich werde wohl eher bei 50-60 landen :)

Toxe 21 Motivator - P - 26059 - 16. November 2016 - 17:40 #

Ich bin auch einer dieser Langsamspieler und brauche in der Regel 10-50% länger als andere Leute. ;-)

Player One 12 Trollwächter - P - 1094 - 16. November 2016 - 17:56 #

Wie sieht es denn mit Ladeunterbrechungen aus, wenn ich mal fragen darf? Bei PoE habe ich mehr Ladescreens gesehen, als Spielgrafik; zumindest gefühlt. Läuft Tyranny etwas durchgängiger ab?

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 32767 - 16. November 2016 - 18:49 #

Die Ladescreens sind auch mein grösster Kritikpunkt. Es wird halt bei jedem Kartenwechsel (und das ist auch das Betreten eines Gebäudes) nachgeladen.

Player One 12 Trollwächter - P - 1094 - 16. November 2016 - 22:14 #

Dann hat sich das Spiel für mich erledigt, mit dem Setting hätte ich sowieso erst einmal warm werden müssen. Die Ladescreen-Orgie aus PoE ertrage ich heutzutage nicht mehr.

Q-Bert 11 Forenversteher - 594 - 17. November 2016 - 16:15 #

Ja, das ist schon nervig. Das Laden des Spielstands (wenn man das Spiel neu startet) dauert bei mir fast eineinhalb Minuten. Da kann man getrost Kaffeekochen gehen.

Die Gebietswechsel laden bei mir "nur" ca. 20-40 Sekunden (je nach Kartengröße). Da man mitunter recht lange auf einer Map verbringt, stören mich die Ladescreens weniger. Allerdings bin ich jetzt grade auf einer Map (Lethias Crossing), wo es mehrere Häuser gibt, in die man reinlaufen kann und dabei wartet man jedes Mal beim rein- und beim rausgehen ne halbe Minute... das stört den Spielfluss doch erheblich.

Aber naja, ein Spielspaßkiller ist es für mich trotzdem nicht. Ich bin noch die Generation "C64-Datasette", wo das Laden eines Spiels 45 Minuten gedauert hat. :)

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 32767 - 17. November 2016 - 17:14 #

Ist für mich auch kein Spielspasskiller, dafür haben sie nämlich beim Rest für mich alles richtig gemacht.

NoRd 09 Triple-Talent - 270 - 17. November 2016 - 21:35 #

Mit klasischer HD oder SSD?

Q-Bert 11 Forenversteher - 594 - 18. November 2016 - 14:47 #

Das Spiel selbst ist auf einer klassischen HDD installiert.
Der Speicherstand liegt aber auf SSD.

Player One 12 Trollwächter - P - 1094 - 18. November 2016 - 6:32 #

Zu der Generation C64-Datasette gehöre ich ebenfalls, "press play on Tape". Spiele mit überproportionalem Ladescreen "Angebot" nerven mich trotzdem. PoE hat mir das wieder vor Augen geführt.
Was mach ich bloss, ich habe diesen Monat noch einen Schuss im Colt, der muss entweder bei Tyranny oder Silence sitzen.
O.T. weiss jemand, wie man diese Rechtschreibkorrektur deaktiviert?

Maik 20 Gold-Gamer - - 21501 - 16. November 2016 - 15:46 #

Du kennt anscheinend nicht die Spielgeschwindigkeit von Karsten. Er ist einfach flink. :)

Edit: Sollte eigentlich zum vorigen Kommentar. :(

Hank Scorpio 14 Komm-Experte - P - 2078 - 16. November 2016 - 16:42 #

Das ist wohl nichts mehr für mich, obwohl ich früher Baldur's Gate und Planescape:Torment mit Begeisterung gespielt habe. Mich hat schon PoE nicht gepackt - und hier reizt mich das Szenario so gar nicht.

Sciron 19 Megatalent - P - 15764 - 16. November 2016 - 16:46 #

Würde mich im Gegensatz zum scheinbar eher sperrigen PoE wohl mehr reizen, nur läuft's auf meiner Kiste nicht mehr. Buuuh!

Muffinmann 15 Kenner - - 3590 - 16. November 2016 - 16:57 #

Ich sitze selten auf einem Fan-Train, aber dieses Spiel hat mich überzeugt!
Hoffe sehr auf Addons und Fortsetzung.
Die Geschichte/das Universum bietet noch so viel Stoff für mehr...
Fantastisch!

Nokrahs 16 Übertalent - 5684 - 16. November 2016 - 17:04 #

Interessiert mich vom Setting her auf alles Fälle.

PoE war mir am Ende des Tages vom erzählerischen zu seicht.

Zille 18 Doppel-Voter - P - 10735 - 16. November 2016 - 17:36 #

Danke für den tollen Test, Karsten!

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4609 - 16. November 2016 - 18:41 #

Irgendwie witzig:
das mit der schlechten Wegfindungs-KI habe ich bereits bei Baldurs Gate gelesen, und das ist nun fast 20 Jahre her. Wenn das mal kein Retro-Feeling aufkommen lässt...

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 32767 - 16. November 2016 - 18:47 #

...richtig. Und fällt bei den kleinen Karten kaum auf.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4609 - 16. November 2016 - 20:42 #

och, bei BG hats mich eh nur in den Kämpfen gestört. Die Gamer waren damals einfach entspannter. "Oh, Party-Mitglied Nr. 3 bleibt am Baum hängen, anstatt einen Schritt zur Seite zu gehen und meinen Zauberer zu heilen, der kurz vorm abnippeln ist... das Spiel ist trotzdem gut".
Heute: "die Wegfindungs-KI hat Schwächen, ich hasse mein Leben und stürze mich von der nächsten Brücke!".

Toxe 21 Motivator - P - 26059 - 16. November 2016 - 22:05 #

Wir hatten damals ja nichts anderes. ;-)

Zille 18 Doppel-Voter - P - 10735 - 16. November 2016 - 22:38 #

hehe... hehehe... wie recht du hast ;-)

Lacerator 16 Übertalent - 4001 - 16. November 2016 - 18:50 #

Für den Kritikpunkt, dass sich die Kamera nicht drehen lässt, möchte ich euch schon wieder mit faulem Obst bewerfen. ;) Ernsthaft jetzt: So ein Quatsch! Die fehlende Ego-Perspektive stört euch doch auch nicht.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324094 - 16. November 2016 - 20:37 #

Dann wirf mal dein Obst, wenn der Redaktionsmob und deine Helden ineinander verkeilt sind und du den Mauszeiger pixelweise bewegst, um einen von uns anzuvisieren...

Lacerator 16 Übertalent - 4001 - 16. November 2016 - 22:00 #

Es geht mir nicht darum, dass euch das stört, sondern darum, dass ihr von diesem Spiel etwas erwartet, das nicht möglich ist.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324094 - 17. November 2016 - 9:51 #

Wieso soll das nicht möglich sein? Die Spielwelt besteht aus 3D-Objekten und 3D-Figuren, die vor oder auf "gemalten" (im Editor zusammengesetzten) perspektivischen 2D-Hintergründen agieren. Das ließe sich schon drehen, z.B. um 45 Grad nach links und rechts (darüber hinaus wird's schwierig wg. der "getürkten" Perspektive, und weil z.B. "hinter" einem gezeichneten Haus nicht wirklich etwas ist). Sähe nicht perfekt aus, die Kämpfe würde es aber erleichtern.

Wir "erwarten" das aber nicht vom Spiel, es gibt einfach feste Nachteile bei bestimmten Technologien. Haben diese Auswirkungen auf den Spuelspaß, kritisieren wir sie. Ist doch nicht die Schuld des Spielers, wenn dieser Nachteil nicht gekonnt umschifft wird!

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4609 - 16. November 2016 - 20:45 #

Da widerspreche ich vehement. Ich bin ein überzeugter Technik-Verweigerer, aber die Perspektive frei wählen zu dürfen, sollte heutzutage ein Muss sein. Ich verstehe kaum etwas von Programmierung, aber es leuchtet mir nicht ein, welche technischen Limitierungen freie Perspektive + 3 Zoomstufen verhindern sollten.

Lacerator 16 Übertalent - 4001 - 16. November 2016 - 21:48 #

Es sind 2D-Hintergründe! Natürlich kann man die nicht drehen! Es ist schlicht UNMÖGLICH!

Roboterpunk 16 Übertalent - P - 4273 - 17. November 2016 - 11:23 #

Es wäre schon möglich, wenn von jeder Karte vier Perspektiven vorhanden wären und man in 45°-Schritten wechseln könnte, wobei die 3D-Elemente jeweils korrekt platziert würden. Wegen dem Speicher- und Ladeaufwand ist dies allerdings nicht praktikabel.

AsyxA 12 Trollwächter - P - 997 - 17. November 2016 - 14:12 #

Naja, das wäre dann auch mehr als der 4-fache Aufwand in allem was die Spielwelt betrifft. Wenn man jetzt bedenkt das man sich i. d. R. nur einmal für eine Perspektive entscheidet und diese nur bei Bedarf mal wechselt bekommen die Spieler nur grob 1/4 der Arbeit überhaupt zu sehen.

Neue Perspektiven schaffen dazu auch ganz neue Probleme. Wenn etwa markante/besondere/wichtige Elemente in der gewählten Ansicht hinter etwas verdeckt sind und man es nicht mitbekommt oder ständig zum Perspektivwechsel genötigt wird. Für mich ist die Reduzierung auf eine Perspektive auch durchaus nachvollziehbar.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4609 - 17. November 2016 - 11:25 #

dann sollen se halt 3D machen.

Toxe 21 Motivator - P - 26059 - 17. November 2016 - 13:54 #

Zu aufwendig.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4609 - 17. November 2016 - 18:55 #

ja, aber das ist mir als Kunden doch egal.

Toxe 21 Motivator - P - 26059 - 17. November 2016 - 19:51 #

Bewahrt einen aber davor, die Entwickler mit unrealistischen Forderungen zu nerven.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4609 - 17. November 2016 - 20:30 #

Übersicht in einem Spiel ist unrealistisch?

Toxe 21 Motivator - P - 26059 - 17. November 2016 - 20:48 #

Du weisst genau was ich meine.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324094 - 17. November 2016 - 12:08 #

Natürlich kann man die drehen. Diverse Zeichenprogramme sowie Videoschnitt-Software kann 2D-Bitmaps drehen und teils sogar die Perspektive anpassen. Wieso sollte das eine Computerspiel-Engine nicht können? Es würde ja bei den Kämpfen reichen, ein wenig nach links oder rechts uu können, um die Gegner auseinanderhalten zu können. Einfacher wäre es sicherlich, von Anfang an eine 3D-Engine zu verwenden, es gibt genug RPGs, die ganz ähnlich zu Pillars und Tyranny aussehen, aber auf echtes 3D setzen. Oder man hätte durch Mindestabstände, größere Sprites, eine Zoom-Funktion (die bei 2D-Engines leicht funktioniert), dickere Outlines Abhilfe schaffen können.

Das ist nicht geschehen, und darum ist "Kein Drehen der Kamera" ein valider Kritikpunkt (und gleichzeitig eine Information für Leute, die nicht wissen, dass das nicht geht).

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9809 - 17. November 2016 - 15:52 #

aber nur bei 2D-grafiken mit einer top-down-perspektive hat man anschließend immer noch eine korrekte kamerasicht. das ist bei grafiken von der seite oder aus einer isometrischen sicht (wie hier bei Tyranny) nicht der fall. bei einer 90°-drehung würde zB ein haus von seinem grund aus sich horizontal statt vertikal erstrecken, es macht visuell keinen sinn mehr. statt einer tatsächlich drehung der kamera hat man damit nur die drehung des bildinhaltes erzielt, also genau den selben effekt als ob der spieler seinen kopf schräg hält oder seinen monitor dreht.

es gibt schon möglichkeiten auch innerhalb von 2D-spielen kamerarotationen zu erlauben, man denke an das strategiespiel Stronghold. wenn man 90°-schritte nutzen will, setzt das aber vorraus, dass jegliche assets in 4 verschiedenen ausführungen vorhanden sind und alle szenenelemente eine tiefeninformation haben, damit man dann on the fly einfach aus den einzelnen assets eine andere perspektive zusammensetzt. das erfordert aber einen ganz anderern ansatz des level-designs, individuelles und asset-unabhängiges anfertigen von hintergründen ist dann nicht mehr drin.

insofern schließlich ich mich da Lacerator an. die fehlende kamerarotation ist ja nicht die eigentliche kritik, sondern die hier vom redakteur erdachte lösung des übersichlichkeitsproblem. welche aber aufgrund der gewählten technik gar nicht möglich ist.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324094 - 17. November 2016 - 23:36 #

Lies doch mal, was ich schrieb. Was steht da? Dass es Grafikprogramme gibt, die sehr wohl Perspektivkorrekturen an 2D-Bildern vornehmen können, im Rahmen des Machbaren natürlich, Bildinformationen können sie nicht dazuerfinden. In After Effects gibt es einen Effekt, mit dem du 2D-Bitmaps animieren kannst: Du legst Punkte fest, die zu "Gelenken" werden, und die ziehst du dann, wie du lustig bist, und veränderst damit die 2D-Grafik, und machst daraus eine Animation.

Lies weiter, was ich vorher schrieb: Dass man natürlich nicht plötzlich hinter ein Haus gucken kann, wenn die Information, was hinter dem Haus ist, nicht existiert. Aber darum schrieb ich ja ferner, dass es nur um ein leichtes Drehen nach links und rechts gehen würde, einfach, um im Kampf ein wenig mehr Übersicht zu haben, wenn sich Figuren überlappen.

Natürlich ist das nur Theorie, denn bevor sich jemand diese Mühe macht, nimmt er gleich eine 3D-Engine. Es ging mir nur darum, dass das angeblich nicht möglich sei.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9809 - 19. November 2016 - 1:15 #

ich habe deinen kommentar gänzlich zur kenntnis genommen. perspektiv-korrekturen von 2D-bildern sind mir bekannt (das thema visual computing ist mir nicht neu), aber das lässt sich auf isometrische bilder nicht anwenden. schon ein leichtes drehen erfordert eine z-map (die bei gezeichneten hintergründen bis auf evtl einfache höhenstufen nicht vorliegt), ohne müsste man solch ein bild als flache ebene interpretieren. mit entsprechend massiven optischen fehlern fällt dann das resultat aus. um bildinformationen die hinter objekten liegen geht es dabei nicht einmal.

mir ist schon klar worum es dir ging, aber genau deswegen widersprechen ich dir. es ist nicht möglich. ähnlich absurd wäre es meiner meinung nach einem unübersichtlichen 2D-platformer die nicht drehbare kamera vorzuwerfen.

jedenfalls ist das je hier auch nur ne technische offtopic-diskussion. ich denke mal Lacerator und auch anderen lesern ist klar, was der kritikpunkt anspricht. das war ja wie so oft in den kommentaren auch eher nitpicky, naja... es sind die details über die man sich oft streitet ^^

dennoch auch von mir ein danke sehr an Karsten und an dich für den test und ich wünsch dir noch ein schönes wochenende :)

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324094 - 21. November 2016 - 9:53 #

Aber gerade über die kleinen Fitzeldetails lässt es sich doch super streiten :-) Du hast ja weitgehend recht, aber z.B. wäre es möglich, Höhenstufen über Farben zu definieren, und die dann beim Drehen anders zu behandeln. Oder es wäre ein reines "Komfortdrehen" im Kampf, sodass man den Hintergrund verwaschen darstellt. Drittens könnte man ja die Z-Information jedem Pixel mitgeben, wäre dann vermutlich eine Voxel-Engine. Oder man macht eine zweite Pixelmap nur mit Höheninformationen (diese dann z.B. wieder farbig kodiert), die der Spieler gar nicht zu Gesicht bekommt, die von der Engine aber verwendet werden können. Das ist allerdings wirklich obskure Haarspalterei von mir und ändert nichts an der "Wo nichts ist, ist nichts"-Problematik.

Was mir aber wichtig ist: Solange es Spiele des gleichen Genres gibt, die es – aufgrund einer anderen Engine – schaffen, die Kamera zu drehen, ist unser Kritikpunkt ein valider. Hier reicht Divinity Original Sin als Beispiel.

Der Dank für den Test gebürt übrigens voll Karsten, ich habe nur einige Stunden gespielt und den Meinungskasten geschrieben.

CBR 20 Gold-Gamer - P - 20263 - 17. November 2016 - 15:16 #

Jenseits des Machbaren sich drehender Objekte in 2D gäbe es doch bestimmt andere Möglichkeiten, die Gegner auszuwählen e.g. "durchtabben" o.ä.

Q-Bert 11 Forenversteher - 594 - 17. November 2016 - 16:28 #

Das ganze Theater zur Gegnerauswahl ist im Fall Tyranny für mich nicht nachvollziehbar. Ich hatte da noch nicht einmal einen Fehlklick oder Mühe, den Gegner auszuwählen, den ich treffen will.

Im Kampfgewühl dreht man kurz am Mausrad und das Spiel zoomed so nah ans Geschehen, bis die Gegner bildschirmfüllend zu sehen sind. Es sind auch nicht dutzende Gegner auf dem Schirm, sondern meist nur 4-5 gleichzeitig! Mit einem großen, roten Kreis markiert, der beim Anvisieren interaktiv aufleuchtet. Also ehrlich, da hab ich mehr Schwierigkeiten, bei Win 10 die Schaltflächen zu treffen, als die Gegner in Tyranny ^^.

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 32767 - 17. November 2016 - 17:13 #

Da kann ich dir vollumfänglich zustimmen.

Noodles 21 Motivator - P - 30156 - 16. November 2016 - 19:31 #

Ich hab total Lust auf das Spiel wegen der Story und dem interessanten Setting, aber das Kampfsystem mag ich nicht. Da find ich es gut, dass das Spiel auf Normal ziemlich einfach sein soll und man sich nicht groß mit dem Kampfsystem beschäftigen muss. Das Spiel kommt also mal auf meine Wunschliste. ;)

Truffe 13 Koop-Gamer - - 1285 - 16. November 2016 - 19:47 #

Schöner Test von euch.
Werde es mir holen.

kor1st 09 Triple-Talent - 276 - 16. November 2016 - 20:27 #

Ich kann es nur jedem empfehlen. Ich finde mehr Rollenspiel geht fast nicht mehr, POE habe ich nach 2 Anläufen nicht mehr angerührt, aber dieses Spiel rockt total!

Woldeus 14 Komm-Experte - P - 1864 - 16. November 2016 - 21:22 #

poe konnte mich nie wirklich fesseln - zu seicht, die magie lächerlich(ich muss das äquivalent von stärke skillen um mit zaubern mehr schaden zu machen, bäh), dauernd nur am rumschleichen, keine erfahrung für kämpfe(was sich für mich auswirkt, dass ich kämpfe als lästig empfinde) und eine geschichte, die mich nicht interessiert, ebensowenig wie meine begleiter oder die welt..

tyranny hingegen hatte ich bis donnerstag nichtmal auf dem schirm...jörgs stunde geschaut und gekauft. wochendene durchgezockt und bin jetzt in der mitte des 2. durchgangs.
das plötzliche ende, paar bugs, zu leicht u.ä. stören mich zwar, aber ansonsten hatte ich schon eine gefühlte ewigkeit nicht mehr soviel spass mit einem rollenspiel.
es hat eine ziemlich gute mischung aus zwischendurch(das zu stunden wird), interessante story/welt/lore mit einem "baldur's gate"-esken hauch, den ich so sehr in poe vermisst habe.
btw, das magiesystem mag zwar simpel sein, aber der zauberbaukasten macht trotzdem spass, vorallem mit 4 magiern in der gruppe hihihihihi:D

Ben_Delat 09 Triple-Talent - 266 - 17. November 2016 - 18:19 #

100 Prozent Zustimmung zum Vergleich Tyranny<->PoE. Fand letzteres auch vom Setting und der Story her irgendwie öde. Die Welt von Tyranny hat hingegen sofort mein Interesse geweckt. Ich kann grüne Wälder in Fantasy-Spielen einfach nicht mehr sehen :)

Außerdem finde ich den Fokus auf die Hauptquest sehr gut. Zahllose Nebenaufgaben in anderen Rollenspielen lenken nur von der Story ab und senken durch das "muss-alle-Aufgaben-im-Journal-erfüllen"-Syndrom die Spannung. Habe deshalb weder Witcher 3 noch PoE vollständig durchgespielt.

Woldeus 14 Komm-Experte - P - 1864 - 19. November 2016 - 15:57 #

den hauptstoryfokus mag ich auch.
ebenso die kleinen karten. ich habe einfach nicht mehr die geduld, riesige karten abzugrasen, während der großteil davon leerlauf ist.

furzklemmer 15 Kenner - 3108 - 16. November 2016 - 21:55 #

So jetzt ist also auch das Spiel endlich raus. Könnte Obsidian jetzt bitte mit Alpha Protocol 2 anfangen und den nächsten Baldur’s-Gate-Klon auf 2020 verschieben? Wo darf ich funden?

DBGH SKuLL 12 Trollwächter - 1143 - 16. November 2016 - 23:58 #

Oh ja das wäre hammer. AP ist genial. Warte seit einer Ewigkeit auf Teil 2 oder wenigstens das sie es ankündigen.

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58772 - 17. November 2016 - 14:06 #

Nach AP2 wurde letzte Woche auch in einem AMA auf Reddit gefragt. Antwort darauf:

"Any plans to work on Alpha Protocol (remaster or otherwise) would be entirely up to SEGA as it is their property. Returning to the world of spy espionage would be a ton of fun if we had the chance to do so, though!"

Und nachdem das ja kein finanzieller Erfolg war, schaut es wohl sehr schlecht aus.

Wäre aber schon mal was, wenn Obsidian wieder was anderes macht als diese angestaubten Isospiele.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324094 - 17. November 2016 - 14:45 #

Moment, Sega fehlte dazu noch mein persönlicher Segen.

Also, räusper: "SEGEN!"

Na dann mal los!

furzklemmer 15 Kenner - 3108 - 17. November 2016 - 21:08 #

Jo, ich rechne auch nicht damit, das Sega da aktiv wird. Mein AP2-Wunsch bezieht eher auf diese Art Spiel und weniger auf die Marke an sich. Kann auch anders heißen.

Kirkegard 19 Megatalent - P - 15086 - 17. November 2016 - 8:19 #

Ich finde Tyranny erfrischend fluffig. Macht richtig Laune, man darf nur nicht anfangen es allen Recht zu machen ;-)
Bin mal gespannt wie sich die eigenen Entscheidungen wirklich am Ende auswirken.

Lorion 17 Shapeshifter - 7535 - 17. November 2016 - 10:00 #

Darauf, wie viel Enfluss die eigenen Entscheidungen letztendlich haben, bin ich auch mal gespannt. Bisher siehts jedenfalls so aus, als ob mein Ziel, die beiden Archonten zu unterwerfen/wegzumeucheln und die Armeen unter meinem eigenen Banner zu vereinen, durchaus erreichbar wäre. ^^

Kirkegard 19 Megatalent - P - 15086 - 17. November 2016 - 10:05 #

Da hätte ich auch keine Skrupel ;-)
Die gehen mir auch schon gehörig auf den Sender.

schwertmeister2000 13 Koop-Gamer - P - 1302 - 17. November 2016 - 8:42 #

kommt da noch nen testvideo ?

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324094 - 17. November 2016 - 10:33 #

Nein, es gibt allerdings das Stunde-des-Kritikers-Video, falls du es noch nicht kennst.

immerwütend 21 Motivator - P - 28949 - 17. November 2016 - 15:47 #

Im Winter lese ich lieber, aber im Frühjahr wäre ein Kauf durchaus denkbar. ;-)

Noodles 21 Motivator - P - 30156 - 17. November 2016 - 16:36 #

In dem Spiel liest du doch sehr viel, passt also zum Winter. ;)

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324094 - 17. November 2016 - 16:41 #

Hätte ich wortgleich schreiben können :-)

Christoph 17 Shapeshifter - P - 6483 - 18. November 2016 - 10:24 #

Für mich sind die Vereinfachungen im Kampf und die Reduktion der Gruppe auf vier ein deutlicher Vorteil, siehe Jörgs Meinungskasten. Denn üblicherweise mag ich solche Spiele sehr gerne, spiele sie aber nie durch, weil mir nach ca. 50 Stunden die Dauer der Kämpfe und das Kampf-Mikromanagement zu langwierig/langweilig werden.

Arno Nühm 15 Kenner - P - 2753 - 18. November 2016 - 13:40 #

Sehr schöner Test :-)
Tyranny ist für mich eine gelungene Rollenspielperle mit sehr hohem Wiederspielwert dank der Vielzahl von Entscheidungsmöglichkeiten.

Crazycommander 14 Komm-Experte - P - 1857 - 18. November 2016 - 15:47 #

Ich mag BG, PoE und auch Tyranny eigentlich gern.

Aber was in all diesen Spielen für meinen Geschmack überhaupt nicht geht ist das grauenvolle Kampfsystem. Bis heute habe ich es nicht zu kontrollieren gelernt. Pausenfunktion hin oder her - es macht mich schrecklich nervös und ich habe keinerlei Übersicht. Was wünschte ich mir ein ordentliches Rundensystem!! Oder meinetwegen flotte Echtzeitkämpfe. Aber diese Hybridlösung überfordert mich :(

Divinity Original Sin oder Westland2 haben mich in dieser Hinsicht dankenswerterweise zufriedenstellen können.

Sven_ (unregistriert) 24. November 2016 - 23:14 #

Schönes Spiel wieder bis jetzt, vor allem setzt es sich klar von Baldur's Gate ab. Nicht nur durch das Szenario, sondern auch durch den klaren Fokus auf Entscheidungen und (teils richtig üble) Konsequenzen, wie es sie in den Infinity-Engine-Spielen eigentlich nicht gab und wie sie eher in Spielen wie dem Original-Fallout oder Vampire Bloodlines zu finden waren (und generell im Genre immer noch eher selten sind, auch von großen Produktionen). Dadurch soll das Spiel auch kürzer sein, aber das ermuntert dann auch zum Wiederspielen. Von mir aus können die aus der Engine noch mehr machen, vor allem wenn die Spiele so unterschiedlich ausfallen. Der klare Fokus auf einen Aspekt scheint auch gut zu tun, gerade bei den begrenzten Entwicklungsbudgets Tyranny ist da deutlich fokussierter als PoE. Und wenn man durchsteigt, eigentlich sogar interessanter, gerade in Sachen "Rollenspiel".

Ein Icewind Dale 3 im Geiste wäre so eine nächste Option, ein klar darauf ausgelegter Dungeonklopper voller fieser Fallen, Rätsel und atmosphärischen Kerkern. Dürfte dann übrigens eine ziemlich verfluchte Stunde der Kritiker werden. Pillars war schwer? :-) Es gab einen Storymodus, bei dem man quasi durchlaufen konnte, es gab einen Easy-Modus, und selbst auf normal bis hart war das mit den Klassikern kaum zu vergleichen, Hardcore-Optionen darüber gabs ja auch noch (Party tot = Save zu Ende). Jörgs Video hierzu ist angenehm zu schauen, übrigens, auch wenn der Meinungskasten mit seinem Ausgerechnet-Schwierigkeitsgard-Seitenhieb auf PoE ein bisschen so klingt wie ein in die Jahre gekommener Altrocker, der die neue Metallica ja doch "zu hart" findet jetzt [Riesengelächter von den "echten", "truen", "wahren" Metalfans]. :-)

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