Rime Test

Stimmungsvolles Abenteuer im Ico-Stil

Benjamin Braun / 31. Mai 2017 - 14:17 — vor 6 Wochen aktualisiert
Steckbrief
PCPS4SwitchXbox One
3D-Actionadventure
7
Tequila Works
Grey Box
26.05.2017
Link
Amazon (€): 25,00 (Xbox One), 30,99 (Playstation 4), 44,99 (Nintendo Switch)
Eine Insel in wunderschöner Zeichengrafik. Ein stimmungsvoller Soundtrack. Mittendrin ihr, beim Rätseln, Klettern, Springen. Das erwartet euch im Abenteuer der Deadlight-Macher. Aber ist das an Last Guardian und Co. erinnernde Werk auch gut?
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Alle Screenshots stammen von GamersGlobal

Die Brandung spült uns an die Küste einer unbekannten Insel. Was genau geschehen und wer der kleine Junge mit dem roten Umhang ist, wissen wir nicht. Nur, dass es der Held von Rime ist, dem Rätsel-Abenteuer des spanischen Entwicklerstudios Tequila Works. Nachdem wir, in seiner Haut, langsam wieder zu Kräften kommen, steht uns die Welt zur Erkundung frei. Uralte Bauten zeugen von einer uns unbekannten Zivilisation. Außer uns ist allerdings kein Mensch dort, von dem wir mehr darüber erfahren könnten.

Gesprochen wird in Rime nicht. Die Geschichte des kleinen Jungen wird ausschließlich in Bildern erzählt und lässt bereits früh durchblicken, dass sie sich um Themen wie Familie und Verlust dreht. Die Spielmechanik ist weit weniger reduziert: Wir lösen Schalter- und Logikrätsel oder müssen den richtigen (Kletter-)Pfad finden, um in der Handlung fortzuschreiten. 
 

Spielerführung auf Sparflamme

Um die Objekte hinter den Goldplatten per Schrei zu aktivieren, müssen wir die Sonnensymbole mit den Schatten der Figuren verdunkeln.
Das wunderschöne Atoll müssen wir uns selbst erschließen. Es gibt keine direkte Einführung in die Spielmechanik und Tutorial-Einblendungen nur dort, wo es unbedingt sein muss. Auch hier arbeitet der spanische Entwickler vor allem mit visuellen Hinweisen. Im Startgebiet etwa verraten in den Himmel strahlende Lichtsäulen, wo wir als nächstes hingehen sollten. An bestimmten Stellen taucht auch ein Fuchs auf, der uns zum nächsten Einsatzpunkt führt oder auch akustisch in die richtige Richtung lotst.

Ohne Ausprobieren oder einen Blick ins Menü würdet ihr allerdings schon früh im Spiel auf dem Schlauch stehen. Anders findet ihr beispielsweise nicht heraus, dass der Junge vom Strauch abgepflückte Früchte werfen kann. Für die wichtigsten Funktionen erhaltet ihr anfangs aber meist Tasteneinblendungen an interaktiven Objekten, die dann im weiteren Verlauf zunehmend zurückgefahren werden. Nicht unbedingt optimal, wenn man nach längeren Spielpausen wieder ins Abenteuer einsteigen möchte.

Obwohl die direkte Spielerführung auf Sparflamme kocht, vermittelt das Spiel meist sehr gut, was als nächstes zu tun ist. Einmal angewendet und begriffen, gehen die Grundfunktionen leicht von der Hand. Und viel mehr als die Basisaktionen braucht man in Rime auch nicht. Und das, obwohl die Spielmechanik durchaus vielfältig und auch komplex ist.
Die Sonnen sind verdunkelt, was die Tür in der Mitte öffnet. Noch sind die Säulen nicht in der Position, um  sie zu erreichen.
 

Kreative Rätsel

Die Spielmechanik von Rime weist so einige Parallelen zu Spielen wie Fumito Uedas PS4-Spiel The Last Guardian oder dessen Vorgänger auf, geht aber gerade bei den Rätseln einen etwas anderen Weg. So ist immer wieder räumliches Vorstellungsvermögen gefragt. Um verschlossene Tore zu öffnen, müssen wir durch Verschieben unseres Blickwinkels Objekte in die richtige Position „bewegen“. Im Zuge dessen verändern wir auch die Position der Objekte im Raum, damit der Trick überhaupt funktionieren kann.

Ein zentrales Element der Rätsel ist die Fähigkeit des Jungen, Objekte mittels eines Schreis zu aktivieren. Das klingt simpel, allerdings müssen an einigen Stellen mehrere solcher Objekte gleichzeitig aktiviert werden. Da die Reichweite des Aktivierungsschreis stark begrenzt ist, müsst ihr unter anderem auch mal Verstärkerobjekte korrekt platzieren. Manchmal gilt es auch, Energiekugeln aufzunehmen und sie an der richtigen Stelle zu positionieren, um einen Fahrstuhl zu aktivieren. Oder Plattformen so zu verschieben, damit wir daran hochklettern können.

Rätselerfahrene Spieler werden selten länger auf dem Schlauch stehen. Selbst komplexere Aufgaben, bei denen wir einen Roboter gezielt auf bestimmte Plattformen manövrieren müssen, fordern uns nur begrenzt. Dafür sind viele Rätsel, wenn auch nicht alle, erfreulich kreativ.  Was wir anders gelöst hätten, ist die Wiederholung der Aufgabenarten innerhalb eines Kapitels. 
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Hier müssen "Kopf" und Körper übereinander gebracht werden.
Benjamin Braun Redakteur - P - 318106 - 31. Mai 2017 - 14:17 #

Viel Spaß beim Lesen!

immerwütend 22 AAA-Gamer - P - 31831 - 31. Mai 2017 - 14:27 #

Wenn ich mal nichts zu tun habe UND das Spiel bei GOG erscheint ;-)

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11418 - 31. Mai 2017 - 15:46 #

da musste wohl warten bis es gecracked wurde. denuvo-spiele auf GOG zu veröffentlichen ist irgendwie inkonsequent ^^

Aladan 22 AAA-Gamer - - 35708 - 31. Mai 2017 - 14:31 #

Gutes Spiel mit Performance-Problemen. Gut, da kann was gepatcht werden. ;-)

Maverick_M 18 Doppel-Voter - 11642 - 31. Mai 2017 - 15:06 #

Joa, sieht interessant aus. Im "Sale" wirds sicherlich mitgenommen.

Wesker 14 Komm-Experte - P - 1916 - 31. Mai 2017 - 15:42 #

Danke für den Test.
Mir taugt die Grafik und die ersten Trailer gefielen mir sehr gut.
Werde aber auf die Switch-Version warten – in der Hoffnung, dass die Performance hier nicht (noch) schlechter ist als in den anderen Versionen.

Jadiger 16 Übertalent - 5323 - 31. Mai 2017 - 17:39 #

Also ich finde das Spiel ist nur was für Leute die echt nicht gefordert werden wollen. Schöne landschaft und keine Herausforderung so kann man das gut beschreiben. Und auf der PS4 von weniger wie 20 fps bis 60 fps ist alles dabei da merkt jeder das es solche Unterschiede gibt.
Fürn 15 Euro Sale ok aber 30 Euro da muss man schon genau zur Zielgruppe gehören um das zu rechtfertigen.

Maulwurfn Community-Moderator - P - 15322 - 31. Mai 2017 - 19:26 #

man muss da nichts rechtfertigen.

Jadiger 16 Übertalent - 5323 - 31. Mai 2017 - 20:22 #

30 Euro für Langweile weil man nur so vor sich hin läuft und einfache Rätsel löst. Dazu noch eine Missierabele Framerate wenn du meinst das es 30 Euro wert ist dann viel Spaß.

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 35899 - 31. Mai 2017 - 20:44 #

Für mich ist vor mich hin laufen und Rätsel lösen nicht langweilig, sondern spaßig. :P

Maverick_M 18 Doppel-Voter - 11642 - 31. Mai 2017 - 20:54 #

Trotzdem hat Jadiger, wenn auch auf Grund der falschen Argumente, Recht. Zu teuer für das gebotene, vor allem bei der kurzen Spielzeit.

Zum Glück hat der Preisverfall aber schon begonnen:

https://www.mydealz.de/search?q=rime

Für einen Fünfer nehme ich den Titel auf einer beliebigen Plattform dann gerne mit.

Wesker 14 Komm-Experte - P - 1916 - 1. Juni 2017 - 7:47 #

Immer dieser Vergleich von Spielzeit und Preis. Erschließt sich mir nicht.

Wenn die Qualität stimmt, kann auch der Preis entsprechend sein.
Firewatch o.ä. Spiele kosten ja demnach auch "mehr als sie sollten", weil sie eine kurze Spielzeit aufweisen.

Maverick_M 18 Doppel-Voter - 11642 - 1. Juni 2017 - 16:16 #

Richtig, darum kauf ich solche Titel auch sicher nicht zum Vollpreis.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24136 - 1. Juni 2017 - 9:38 #

Ich kenne derartige Spiele und gelangweilt haben sie mich nie. Wird dann bei Rime wohl nicht anders sein. 30 Euro gerechtfertigt.

Tomate79 16 Übertalent - P - 4141 - 31. Mai 2017 - 19:09 #

In letzter Zeit erlebe ich zu viele Ruckelgames auf der PS4... Zenith, Die Zwerge und nun das hier. Ich würde auf einige Grafik-Effekte verzichten damit das Game bugfrei und flüssig läuft.

Benjamin Braun Redakteur - P - 318106 - 31. Mai 2017 - 19:44 #

Das Problem, abgesehen davon, dass es ja häufig auch unter die 30 Frames geht, ist vor allem die inkonstante Bildrate. The Witcher 3 lief ja (weiß nicht, wie es heute aussieht) damals auch nicht ruckelfrei auf der PS4 und wirkte gar ruckeliger als auf Xbox One. Der Grund war, dass die PS4 zwar auch regelmäßig eine deutlich höhere Bildrate erreicht als die X1-Fassung, Letztere dafür aber eben konstanter war – wenn eben auf insgesamt deutlich niedrigerem Niveau. Von daher darf man durchaus hoffen, dass der angekündigte Patch deutliche Verbesserungen bringt. Dennoch stellt sich die Frage, weshalb die Entwickler nicht schon vorher sinnvolle Maßnahmen ergriffen haben wie etwa eine Abriegelung bei 30 Frames, wodurch ganz sicher viele Szenen nicht so unstet gewirkt hätten, wie es letztlich der Fall war. Nun ja, wir werden sehen, ob sich noch was tut oder am Ende doch nicht so viel.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 24784 - 31. Mai 2017 - 21:05 #

Ich vermute eher, dass die CPU der Flaschenhals ist. Bin diesen Monat auf die PS4 Pro gewechselt, da ist die CPU zumindest mit 2,1 Ghz statt 1,6 Ghz getaktet.

Benjamin Braun Redakteur - P - 318106 - 31. Mai 2017 - 22:02 #

Das Spiel ruckelt überall: PC, PS4 und Xbox One. Tequila Works hat da einfach Mist gebaut, nicht mehr, nicht weniger.

Tasmanius 16 Übertalent - P - 5153 - 31. Mai 2017 - 20:16 #

Seit einigen Monaten hat GG gefühlt eine Tendenz zu kritischeren Wertungen. Das mag ich sehr gerne.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24136 - 1. Juni 2017 - 9:39 #

Das ist sehr vielversprechend :)

rsn47362 09 Triple-Talent - 236 - 3. Juni 2017 - 5:04 #

Überschriftenselbstklau vom Last Guardian Test? Es passt allerdings, denn "Spiel(er)führung auf Sparflamme" haben beide Spiele.

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 37176 - 8. Juni 2017 - 13:48 #

Darf ich mal blöd fragen, warum "Der Zeichentrickstil mit seinen erstklassigen Animationen finden wir traumhaft schön." als "kein Fehler" markiert wurde?

immerwütend 22 AAA-Gamer - P - 31831 - 9. Juni 2017 - 14:39 #

Weil Grammatik schwer ist ;-)

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