Test: 4 Freunde müsst ihr sein

Ratchet & Clank - All 4 One Test

Verrückte Waffen, witzige Gegner und Szenen wie direkt aus einem Animationsfilm: Ratchet und Clank waren schon immer ein Garant für humorvollen Action-Spaß für die ganze Familie. In All 4 One darf nun erstmals der gesamte Anhang gemeinsam daddeln, Kinderlose laden sich Freunde ein. Und dann gibt es da ja auch noch die KI. Oder?
Bernd Wener 30. Oktober 2011 - 20:43 — vor 5 Jahren aktualisiert
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Alle Screenshots wurden von uns erstellt.

Bereits 2002 erschien das erste Spiel mit Ratchet und Clank, damals noch auf der PlayStation 2. Es konnte vom Fleck weg gute Kritiken einheimsen und sich eine große Fangemeinde erarbeiten. Das letzte Spiel der Reihe trägt den Untertitel A Crack In Time und konnte im GamersGlobal-Test die sehr gute Note 8.5 abstauben. Ratchet & Clank – All 4 One erlaubt euch jetzt, ein neues Abenteuer mit bis zu vier Spielern kooperativ zu bestreiten. Ihr könnt euch sowohl online als auch offline auf einer Konsole mit Ratchet, Clank, Qwark und Doktor Nefarious in den Kampf stürzen. "Moment", werden aufmerksame Fans jetzt sagen, "Ratchet macht gemeinsame Sache mit Erzbösewicht Doktor Nefarious?" Keine Angst, wir können euch beruhigen: Dieser Umstand wird schlüssig erklärt – und in der Gruppe herrscht längst nicht immer Eitel Sonnenschein.

Animationsfilm zum MitspielenDie Story von Ratchet & Clank All 4 One beginnt mit einem Angriff von Doktor Nefarious. Der Fiesling lockt Ratchet, Clank und den liebevoll trotteligen Qwark, der mittlerweile zum Präsidenten aufgestiegen ist, in eine Falle. Doch alle vier werden überraschend von der Ephemeris, einem riesigen automatischen Raumschiff, entführt. Dort wiederum wird die Gruppe von der jungen Galaxie-Pfadfinderin Susi befreit, deren ganze Sippschaft ebenfalls entführt wurde. Fortan begeben sich die vier auf die Suche nach Dr. Croink, der sich vor langer Zeit mit seinem Kollegen überworfen hat, um von ihm Hinweise über die Hintergründe der Sammelwut von Ephemeris zu erfahren.

Wie für die Serie typisch, wird die Geschichte mit humorvollen Zwischensequenzen erzählt, die von der Qualität fast aus Animationsfilmen wie Toy Story oder Monster AG stammen könnten. Selbst Erwachsene dürften sich bei der einen oder anderen Slapstick-Einlage gut unterhalten fühlen. Gefallen haben uns auch die gegenseitigen Kabbeleien von Qwark und Nefarious. Letzterer zeigt immer wieder deutlich, wie widerwillig er an dieser Mission teilnimmt. Beispielsweise streckt ihm Ratchet nach einer Zwischensequenz die Faust zum Einschlagen entgegen, was Nefarious nur zögerlich erwidert.
Galaxie-Pfadfinderin Susi (vorne rechts) ist entsetzt, dass Ratchet ihr zunächst nicht helfen möchte. Doch der Lombax kann dem Waisenkind den Wunsch letztlich nicht abschlagen und begibt sich auf die Suche nach den Entführten.

Reduzierter TiefgangInsomniac musste die Spielmechanik an einigen Stellen überarbeiten und reduzieren, um dem Mehrspieler-Fokus gerecht zu werden. Kenner der Serie finden sich zwar sofort zurecht, werden aber vermutlich das eine oder andere liebgewonnene Feature vermissen. Als erstes sticht ins Auge, dass All 4 One ein sehr lineares Spiel ist. Vorbei sind das Erkunden mehrerer Planeten, das freie Umherfliegen und Zurückkehren an bereits besuchte Orte, um ein vorher unerreichbares Gebiet zu betreten. In All 4 One hüpft und schießt ihr euch immer schnurstracks und ohne Umwege von A nach B. Das erspart mit mehreren Spielern sicherlich lästige Diskussionen über das Wohin, spielt ihr jedoch alleine, sorgt die Linearität streckenweise ein wenig für Langeweile, auch wenn sich das Spiel mit Jetpack-Flugeinlagen, Eiskanal-Rutschpartien oder einer Runde Wasserski um spielerische Abwechslung bemüht.

Auch das Aufrüsten der Waf
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fen ist nun simpler gestaltet. Während früher eure Schießprügel durch zunehmenden Gebrauch stärker wurden, gibt es jetzt nur noch ein dreistufiges Kaufsystem. Ein größeres Magazin, höherer Schaden und letztendlich der Ausbau zur Elite-Waffe (beispielsweise ein Streuschuss für den normalen Blaster) dürft ihr für gesammelte Bolts – die altbekannte Währung der Serie – erwerben. Munition könnt ihr hingegen nicht mehr kaufen, sondern stockt an vorgegebenen Ladestationen (meist nur einmalig) euren Vorrat auf.

Die Waffenauswahl ist wie gewohnt skurril und vielfältig. Sie erlaubt prinzipiell sogar Kombinationen. Beispielsweise kann ein Spieler einen Gegner zunächst mit der Frostkanone einfrieren, sein Mitstreiter zerlegt den Eisblock anschließend effektvoll mit dem Raketenwerfer. Das Spiel animiert euch aber zu wenig dazu, solche Combos überhaupt zu verwenden. Die meiste Zeit reicht es aus, wenn jeder in der Gruppe die gleiche Waffe verwendet und ihr eure Feuerkraft auf je einen Gegner bündelt. Dadurch bekommt ihr nämlich einen dicken Schadensbonus, symbolisiert durch einen sich aufladenden Kreis, und mäht auch problemlos größere Gegner nieder.
Abwechslungsreiche Einlagen

All 4 One lockert den Baller- und Hüpf-Spaß immer wieder durch abwechlungsreiche Einlagen auf. 1 Während uns ein Z'Grute verfolgt, gleiten wir über eine Röhre davon. 2 In geheimen Laboren helfen wir unter Zeitdruck exotischen Tieren durch ein ausgeklügeltes Röhrensystem. 3 Hin und wieder sind wir via Jetpack in zweidimensionalen Abschnitten untetwegs. 4 Auch mehrere Floßfahrten stehen auf dem Programm. Gesteuert wird, indem wir an vier Punkten andocken und in die entsprechende Richtung beschleunigen. 5 Vor dem Sepiganten-König flüchten wir in dieser Wasserski-Passage. 6 Passend zum anstehenden Winter üben wir schon mal für die Bob-Weltmeisterschaft in diesem Eiskanal. Solche Rutschpartien sind zwar lustig, lassen teilweise aber wenig Geschwindigkeitsgefühl aufkommen.

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Jörg Langer Chefredakteur - P - 324509 - 30. Oktober 2011 - 20:54 #

Viel Spaß beim Lesen! Und freut euch auf das First15 morgen vormittag...

McGressive 19 Megatalent - 13786 - 30. Oktober 2011 - 23:00 #

Also hast du's doch getestet?
Dachte, du hättest es nur zum Vergnügen gezockt?! ;)

hansiHD (unregistriert) 31. Oktober 2011 - 8:12 #

ein schöner test, wobei ich wohl eine etwas höhere wertung für den mehrspieler modus gegeben hätte.
Zu dem problem dass man im laden keine waffen kaufen/aufstufen kann einfach einmal den controller ausschalten und neu verbinden dan hat es bei mir immer funktionier ;)

Karsten Scholz Freier Redakteur - 10954 - 31. Oktober 2011 - 9:37 #

Fand Jack & Dexter immer irgendwie cooler, weiß auch nicht warum^^ Hab aber auch nur die PS2-Titel gespielt und hab darauf beide Titel geliebt.

nova 19 Megatalent - P - 14037 - 31. Oktober 2011 - 11:01 #

Ich glaube, nach diesem Test werde ich mir das Spiel doch kaufen und dann wahrscheinlich zu dritt spielen. :) Danke!

Giskard 12 Trollwächter - 1175 - 31. Oktober 2011 - 13:01 #

Hm, ich habe alle bisherigen Teile sehr gerne gespielt (Außer diesen Online Shooter).
Insgesamt gefällt mir aber die Richtung nicht, in welcher sich die Reihe entwickelt hat.

Daher werd ich mir diesen Tel auch sparen.

Ich hätte gerne wieder ein Jump'n Run mit vielen Waffen aber in einer umfangreichen Welt und Dinge zum Sammeln und Erforschen.

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