Portal - Das Brettspiel Test

Brettspiel-Test: the cake is a lie

Martin Lisicki / 11. Oktober 2016 - 14:36 — vor 7 Wochen aktualisiert
Steckbrief
andere
Strategie
Rundentaktik
nicht vorhanden
nicht vorhanden
Valve
Cryptozoic Entertainment
23.09.2015
Link
Amazon (€): 41,08 ()
In der Brettspielvariante von Portal seid ihr nicht wie üblich das menschliche Testobjekt, sondern scheucht es als Kontrolldrohne in die Verbrennungsanlage. Und wofür das Ganze? Natürlich für Kuchen! Wir sagen euch, ob das auch tatsächlich Spaß macht.
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Alle Fotos stammen von GamersGlobal

"The cake is a lie" ist ein Satz, der wohl nicht nur Fans von Portal ein Begriff ist. Während euch der Kuchen in den Videospielen jedoch meist nur versprochen wird, ist er in der Brettspiel-Umsetzung mit dem knackigen Namen Portal - Das nicht kooperative Kuchenerwerbsspiel allgegenwärtig – denn hier gewinnt derjenige, der am Ende die meisten Kuchenstücke in den Laboren von Aperture Science hortet.

Dass Portal in der Analog-Variante, die in Zusammenarbeit zwischen Valve und Cryptozoic entstand, eine alles anderer als liebloser Schnellschuss ist, wird gleich bei der Verpackung deutlich. Wie das Setting der Aperture Laboratories auf PC und Konsole wirkt die Box gebraucht und mit deutlichen Abnutzungen an den Ecken und Kanten. Im Inneren zieht sich die Vorlage dann weiter durch: Die Anleitung schiebt immer wieder Zitate von GlaDOS ein, der Karton selbst dient als Verbrennungsanlage für die Kuchen – eine tolle Idee. Aber kann auch das Spielprinzip überzeugen?


Das Spielfeld bewegt sich

Zu Spielbeginn platziert jeder Spieler vier Testsubjekte im Labor.
Das Spielbrett zu Portal besteht aus 18 Laborräumen, die zu Beginn in drei Reihen mit je sechs Laboren ineinandergesteckt werden. Der linke Rand bildet die neuen Laborräume, der rechte die alten. Jeder der zwei bis vier Spieler schlüpft in die Rolle einer Kontrolldrohne, die Kuchenstücke und menschliche Versuchsobjekte in die neuen Räume am linken Rand verteilen kann. Letztere werden übrigens als schwarze, plastische Silhouetten dargestellt – eurem Spieler könnt ihr sie anhand der Farbe ihrer Basis zuordnen. Sobald ihr an der Reihe seid, bewegt ihr beliebig viele eurer Versuchsobjekte von einem Raum in einen benachbarten. Das Verteilen mehrerer Figuren in verschiedene Räume ist allerdings nicht erlaubt. Der Clou ist jedoch, dass die Personen Kuchenstücke transportieren können – und zwar nicht nur ihre eigenen, sondern auch fremde.

Am Ende jedes Spielzugs wird einer der ganz rechts anliegenden Räume verbrannt. Darauf befindliche Kuchenstücke wandern in die Verbrennungsanlage und sind dauerhaft aus dem Spiel. Die Versuchsobjekte hingegen kommen wieder in den Pool des jeweiligen Spielers zurück. Wer die meisten Figuren in dem verbrannten Raum hatte, erhält als Belohnung die auf der Karte angezeigten Kuchenstücke oder Personen, die er auf der linken Seite in einem der neuen Laborräume platzieren kann. Der verbrannte Raum wird nun umgedreht – es handelt sich um zweiseitig bedruckte Karten – und als neuer Laborraum am linken Rand des Spielfelds angelegt. Somit wandert das Spielfeld stetig nach links.

Hier seht ihr die Inhalte der Verpackung. Die eigentliche Box wird als Verbrennungsanlage für Kuchen mitverwendet.

Der eigene Tod als taktisches Mittel

Das Spiel endet sofort, wenn ein Spieler keine Versuchsobjekte mehr in seinem Labor hat oder alle Kuchenstücke eines Spielers verbrannt sind. Am einfachsten könnt ihr das Ende herbeiführen, indem ihr eure eigenen Figuren verbrennt. Hier ist aber Vorsicht geboten, da sich die Anzahl der im Labor befindlichen Kuchenstücke schnell verändern kann und ihr plötzlich doch nicht mehr als Sieger dasteht.

Das Grundprinzip vom Portal-Brettspiel liegt darin, die eigenen Kuchenstücke soweit wie möglich links zu platzieren, damit diese nicht verbrannt werden. Eure Gegenspieler versuchen natürlich, genau das Gegenteil zu erreichen, während sie ebenfalls auf ihre Torten Acht geben müssen. Außerdem gibt es wie im PC-Spiel zwei Portale, durch die sich eure Testobjekte zwischen zwei Räumen hin und her bewegen können – wobei diese Komponente im Brettspiel weit weniger ausgeprägt ist als in der digitalen Vorlage.


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Das Labor von Aperture kann im Laufe des Spiels sehr lang werden. Es verändert sich in jedem Spielzug.
Bitte das falsche Wort/die falsche Phrase einkopieren, ohne Änderungen
Hier nur nötige inhaltliche Infos, nicht richtige Schreibweise oder Positionsangabe
Martin Lisicki Redakteur - P - 35854 - 10. Oktober 2016 - 23:11 #

Viel Spaß beim Lesen!

Old Lion 25 Platin-Gamer - P - 64873 - 11. Oktober 2016 - 14:46 #

Wie ist die Verarbeitung insgesamt? Sieht alles sehr dünnpappig aus!

Martin Lisicki Redakteur - P - 35854 - 11. Oktober 2016 - 14:58 #

Die Laborräume könnten etwas besser ineinander passen, die Abstände sind durch eine schräge Stanzung etwas knapp, wenn man Vorder- auf Rückseite steckt (andersrum kein Problem). Aber verknickt oder beschädigt worden ist bisher nichts. Zur Not kann man die Räume aber auch aneinanderlegen.

Alles andere ist sehr wertig.

Old Lion 25 Platin-Gamer - P - 64873 - 11. Oktober 2016 - 15:00 #

Ok, danke. Mal schauen, ob ich es irgendwo mal günstig schießen kann!

Lencer 14 Komm-Experte - P - 1918 - 11. Oktober 2016 - 16:45 #

Das Spielprinzip reißt mich nicht so vom Hocker und die Optic der "3D-Räume" verursacht bei mir Kopfschmerzen.

reen 12 Trollwächter - P - 1102 - 11. Oktober 2016 - 16:48 #

Hey das klingt Interessant und bald habe ich Geburtstag

doom-o-matic 15 Kenner - P - 3556 - 11. Oktober 2016 - 17:08 #

This was a triumph. So ganz warm werd ich damit aber trotzdem irgendwie nicht.

Hat das Spiel potential fuer ein paar DLCs, ehhhhrr, expansion packs?

Martin Lisicki Redakteur - P - 35854 - 11. Oktober 2016 - 18:24 #

Ich glaube eher nicht, dass da noch etwas nachkommt. Ist imho aber auch nicht nötig.

Pitzilla 18 Doppel-Voter - - 11142 - 11. Oktober 2016 - 18:22 #

Schöner Test, danke dafür. Das Spiel selber spricht mich nach dem ersten Durchlesen nicht so an.

euph 23 Langzeituser - P - 38669 - 11. Oktober 2016 - 19:03 #

Das geht mir auch so.

floppi 22 AAA-Gamer - - 32643 - 11. Oktober 2016 - 19:30 #

"wirkt die Box gebraucht und mit deutlichen Abnutzungen an den Ecken und Kanten."

Sicher, dass das gewollt ist? Cryptozoic ist nicht gerade berühmt für gute Materialqualität. ;)

Ich kenne ja schon echt ne große Menge Brettspiele, aber von Portal höre ich zum ersten Mal. Ist aber nicht so wild, denn das Gelesene spricht mich so überhaupt nicht an, also so gar nicht irgendwie. Ein Blick auf die Brettspielcommunity (BGG) sagt auch nur Mittelmaß, also vergesse ich das wieder. :)

Dennoch, danke für den gelungenen Test!

Martin Lisicki Redakteur - P - 35854 - 11. Oktober 2016 - 21:03 #

Ja, da bin ich mir ganz sicher ;-)

Freylis 20 Gold-Gamer - 20960 - 11. Oktober 2016 - 20:04 #

Pfff... Das Brettspiel ist eine Lüge!!

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 32774 - 12. Oktober 2016 - 0:15 #

Schönen Dank für den Test.

Aladan 21 Motivator - - 28598 - 12. Oktober 2016 - 8:16 #

Danke für den Test. Das Spiel reißt mich jetzt nicht vom Hocker.

Zottel 16 Übertalent - 4039 - 12. Oktober 2016 - 10:01 #

Sorry, aber wer hat sich denn dieses Teaserbild ausgedacht? Das sieht ja aus, als hätten alle extrem viel Spaß am Spiel :D

Martin Lisicki Redakteur - P - 35854 - 12. Oktober 2016 - 12:28 #

Das ist Absicht, das Bild ist auf der Rückseite der Verpackung. Die Frau rechts hat auch das Aperture-Logo auf der Bluse.

floppi 22 AAA-Gamer - - 32643 - 12. Oktober 2016 - 17:46 #

Achso! Ich dachte das wäre deine Spielerunde. ;)

Zottel 16 Übertalent - 4039 - 12. Oktober 2016 - 17:51 #

Ja ist mir aufgefallen, dass die Frau, die den Jungen, der aussieht als hätte er schon seit Stunden keinen Bock mehr, mit ihrem Blick zu töten versucht, ein Aperture-Logo auf der Bluse hat. Ich hätte trotzdem nicht gedacht, dass das ein offizielles Bild zum Spiel ist.

blobblond 19 Megatalent - 17759 - 12. Oktober 2016 - 16:56 #

Die wichtigste Frage im Leben: Ist ein Kuchen mitdabei oder wenigstens ein Kuchenrezept?^^

Hyperlord 15 Kenner - P - 2845 - 13. Oktober 2016 - 8:36 #

Das Teaser-Foto schreit gerade so vor Freude an dem Spiel, man sieht die Begeisterung der Beteiligten sofort.

"Papa, darf ich bitte Computerspielen gehen, das hier ist langweilig", Mama längst in Gedanken ganz woanders ... ohje.

Freylis 20 Gold-Gamer - 20960 - 13. Oktober 2016 - 16:00 #

Nee, das hast du aber was falsch verstanden. Guck dir die Beiligten nochmal genau an. Die sind nicht gelangweilt, sondern schauen alle etwas gestört und paranoid aus der Wäsche. Genau das soll das Spiel doch sicherlich suggerieren. Traue niemandem! Nicht mal dir selbst. VOR ALLEM nicht dir selbst. *Hyperlordparanoidanstarr*

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 33795 - 17. Oktober 2016 - 14:27 #

So, mit Portal habt ihr mich dazu gebracht, auch mal so einen Brettspieltest zu lesen. So ganz verstanden hab ich das Spielprinzip zwar nicht, aber so etwas erschließt sich bei einer Proberunde eh immer am Besten. ;-)

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