Pankapu - The Dreamkeeper: Episode 1 Test

Starkes Gameplay, seichte Story

Name / 28. September 2016 - 13:51 — vor 30 Wochen aktualisiert
Steckbrief
LinuxMacOSXPCSwitch
Action
Jump-and-run
nicht vorhanden
nicht vorhanden
Too Kind
Plug In Digital
21.09.2016
Link
Pankapu heißt das Debüt eines Indie-Studios, der ein sehr junges Publikum anzusprechen scheint. Nach den ersten Levels wurde uns jedoch ziemlich schnell klar, dass der 2D-Plattformer einiges an Tiefe und Herausforderung bietet.
Alle Screenshots stammen von GamersGlobal

Pankapu – The Dreamkeeper beginnt damit, dass ein Kind albtraumgeplagt aus dem Schlaf hochschrecken. Zum Glück erzählt uns unser Vater eine Gute-Nacht-Geschichte. Die Geschichte vom Traumhüter Pankapu. Und das sind wir.

Diese Geschichte erlebt ihr in einem Action-Plattformer nach, der vom französischen Indie-Entwickler Too Kind stammt und seine Existenz einer vergleichsweise bescheidenen Kickstarter-Unterstützung von gut 50.000 Euro verdankt. Dieses Geld floss, weil Too Kind einen Fokus auf die Geschichte, zwei parallele Handlungsstränge, drei "Klassen" für die Hauptfigur und einen Skilltree versprachen. Und sicher auch, weil sie die Backer mit dem Look überzeugten. Wir haben die erste von drei geplanten Episoden getestet.
 

Gute-Nacht-Geschichte und Spielwelt

Pankapu wird vom Herrscher der Traumwelt, ausgesandt, um die in das Reich derTräume einfallenden Albträume aufzuhalten. Die Welt, in der ihr springt und kämpft, heißt Omnia. Die bunte Welt der Träume ist fantasievoll mit viel Liebe zum Detail gestaltet, behält aber dennoch eine gewisse Schlichtheit, was das Design der Spiellevel betrifft.

Erinnerungsfetzen im Spiel verraten uns mehr über die Vergangenheit des Kindes.
Die Narration der Geschichte übernimmt der Vater des Kindes, die Dialoge innerhalb der Levels übernimmt die Robo-Spinne Chii, die der stumme Pankapu auf seiner Reise trifft. Als Pankapus Sidekick hat die freche Spinne immer einen Spruch auf Lager. An einem Punkt macht sie sogar eine sehr deutliche Anspielung auf das Jump-and-Run Spiel Shovel Knight. Untermalt wird die Geschichte von sehr entspannter Instrumental-Musik, die ein wenig an Gute-Nacht-Lieder erinnert.
 

Korrelierende Entwicklung von Charakter und Level

Pankapu wird zu Anfang der Geschichte von seinem Schöpfer mit dem Ägide des Mutes ausgestattet. Ägiden verleihen Pankapu bestimmte Fähigkeiten, mit denen er sich bewegt und kämpft. Das Ägide des Mutes ermöglicht ihm, Schwert und Schild im Kampf gegen die Albträume einzusetzen. Ausgerüstet nur mit den Fähigkeiten Schlagen, Blocken und Springen zieht ihr in den Kampf gegen die Albträume.

Mit der Anima-Explosion opfert ihr all eure Mana-Energie, vaporisiert dafür aber sämtliche Gegner um euch.
Was anfangs noch recht simpel ist, erhält im Verlauf des Spiels immer neue Elemente. Zu den Fähigkeiten kommen bald ein Schwert-Wurf, ein Sprung-Stich nach unten, sowie eine Flächenattacke hinzu. Um diese speziellen Fähigkeiten einsetzen zu können, benötigt ihr sogenanntes "Anima", das unsere Spezialfähigkeiten antreibt. Aufladen könnt ihr eure Anima-Leiste, indem ihr Angriffe blockt oder einfach an speziellen Orten in den Levels verweilt, die sich zumeist kurz vor Bossen befinden.

Mehr Ägiden, mehr Power

Im späteren Verlauf der ersten Episode erhalten wir noch die Ägide der Leidenschaft, die Pankapus Fähigkeiten in die eines Fernkämpfers ändert. In dieser sehr mobilen Form ist unser Held in der Lage, schwierige Sprung- und Ausweich-Situationen zu meistern. Das liegt vor allem am Doppelsprung, durch den sich vollkommen neue Bewegungs- und Ausweichmöglichkeiten eröffnen. Die Spezialangriffe passen sich dem Fernkampf-Spielstil an, so wird die Schwertwurf-Attacke durch eine werfbare Falle ersetzt, die Gegner zurückwirft.

Nach Erhalt der zweiten Ägide wird das Spiel deutlich komplexer. Schnelle Wechsel von Nah- zu Fernkampf sind häufig die einzige Möglichkeit, einen Level zu meistern. Der Homepage des Entwicklers ist zu entnehmen, dass für kommende Episoden mindestens eine weitere Ägide geplant ist. Diese soll "Glaube" heißen und das Fähigkeiten-Set eines Magiers und Heilers mit sich bringen.
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Blocken verhindert allen Schaden von vorne und lädt unsere Anima-Leiste (links oben) wieder auf.
Jörg Langer Chefredakteur - P - 337896 - 28. September 2016 - 13:52 #

Viel Spaß beim Lesen!

NathCim 09 Triple-Talent - P - 337 - 28. September 2016 - 15:39 #

Sieht gut aus, vielen Dank für den Test. War unsicher, ob ichs mir holen soll - werd' nun aber wohl zugreifen.

Toxe 21 Motivator - P - 28035 - 28. September 2016 - 17:02 #

Schaut ja ganz knuffig aus.

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 33124 - 28. September 2016 - 17:05 #

Finds langsam etwas nervig mit den ganzen Episodenspielen. Bei solchen Sachen wie von Telltale, die eh wie ne Art spielbare Fernsehserie sind, kann ich es ja verstehen, aber mittlerweile kommt alles mögliche als Episodenspiel. Ist für Indie-Entwickler sicher gut, dass sie so schonmal Geld kriegen, von mir aber nicht, weil ich bei sowas warte, bis es komplett ist, denn ich will kein Geld ausgeben und hinterher erscheinen die restlichen Episoden doch nie.

NathCim 09 Triple-Talent - P - 337 - 29. September 2016 - 11:41 #

Ich find' das Konzept auch fragwürdig. Ausserdem ist so natürlich auch jedesmal wieder das Risiko da, dass das Spiel dann doch nicht weiterentwickelt wird, weil es sich "nicht rechnet".
Reichen ja schon Fälle wie Darksiders, da muss das nicht noch kleiner gestaffelt werden^^

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