Outcast - Second Contact Test

Zurück nach Adelpha

Stephan Petersen / 18. November 2017 - 17:15 — vor 2 Tagen aktualisiert
Vor 18 Jahre reiste Cutter Slade auf den Parallelplaneten Adelpha. Seine Mission: zwei Welten retten. Wir sagen euch, ob das damals ungewöhnliche Grundkonzept auch noch im kürzlich veröffentlichten Remake motivieren kann.
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Alle Screenshots stammen von GamersGlobal

Nicht wenigen Spielern wird warm ums Herz, wenn sie an den Sommer 1999 zurückdenken. Zumindest, wenn sie damals einen potenten Rechner ihr Eigen nennen konnten. Das Action-Adventure Outcast setzte damals Maßstäbe, vor allem bei der Technik. Schon zwei Jahre vor GTA 3 bot das belgische Studio Appeal eine offene Spielwelt, die zudem auf einer ungewöhnlichen Mischung aus Voxel- und Polygontechnik basierte. Hinzu kamen ein orchestraler Soundtrack und eine große spielerische Freiheit. Outcast war nicht nur irgendein Spiel; Outcast war ein Abenteuer auf einem fremden Planeten, für das die Entwickler in Ansätzen eine eigene Sprache entwarfen. Aber wie schlägt es sich 18 Jahre später in der modernisierten Version? Auf geht’s nach Adelpha!
 

Nahkampfspezialist, kein Babysitter

Auf dem fremden Planeten Adelpha sind wir nicht für alle Bewohner der Messias.
Die Ausgangslage von Outcast Second Contact ist identisch mit dem Original und wird uns in einem spärlich animierten, comicartigen Intro präsentiert. Die US-Regierung hat eine Sonde in ein Paralleluniversum geschickt. Doch schon nach wenigen Minuten bricht die Übertragung ab, als eine unbekannte Lebensform die Sonde attackiert und dabei einen Energierückstoß auslöst, der auf der Erde ein schwarzes Loch erzeugt. Die düstere Prognose: Sehr bald wird der blaue Planet nur noch eine dunkle Erinnerung sein. Doch Rettung naht! Ein Team aus drei Wissenschaftlern soll sich in die Parallelwelt begeben und die Sonde reparieren. Und damit diesen nichts passiert, wird ihnen mit Cutter Slade ein waschechter Held im Stil der 80er Jahre an die Seite gestellt.


Als eben jener Cutter Slade erwachen wir kurz nach dem Übertritt durch das Portal und nehmen zur Kenntnis, dass es keinen Versuch des Spiels gibt, die alte Voxel-Grafik nachzuahmen. Zweite Erkenntnis: Die anderen Teammitglieder sind weit und breit nicht zu sehen. Von unserer Ausrüstung fehlt das meiste. Zudem quatscht uns ein fremdartiges Alien voll und nennt uns ständig Ulukai. Der kurzzeitigen Verwirrung folgt die Aufklärung. Wir sind auf dem Planeten Adelpha gelandet, wo das einheimische Volk von einer Krieger-Kaste und deren Anführer unterdrückt wird. Nur wenige begehren auf. Für diese Rebellen ist Cutter Slade der Ulukai, ein langersehnter Messias, der ihnen die Freiheit bringt. Da wir die Hilfe der Rebellen bei der Suche nach den Wissenschaftlern und der Sonde benötigen, nehmen wir die Messias-Rolle an.
 

Auf der Suche nach den Mons

Ein Blick ins gut gefüllte Inventar.
Mit Unterstützung der Talaner, so der Name des einheimischen Volks, dürfen wir erst dann rechnen, wenn wir ihnen fünf heilige Gegenstände beschaffen. Das erweist sich natürlich schwerer als gedacht. Die sogenannten Mons sind in diversen, landschaftlich und optisch sehr vielfältigen Regionen von Adelpha verteilt – und gut bewacht. Bei den Kämpfen und Quests, die wir auf dem Weg zu den Mons erledigen, macht Outcast damals wie heute viel Spaß und überzeugt mit spielerischer Freiheit. Die Reihenfolge der Haupt- und Nebenmissionen bleibt weitestgehend uns überlassen. Zudem können wir jederzeit zwischen den Regionen wechseln. Dies geschieht mittels - teilweise schwer bewachten - Portalen.

Bei der Erledigung der Quests sind wir immer wieder auf die Talaner angewiesen. So führen wir mit ihnen zahlreiche Gespräche und fragen sie nach Orten, Begriffen und den Aufenthaltsorten von Personen aus – Quest-Marker oder ähnliche Hilfesysteme gibt es auch in Outcast Second Contact nicht. Suchen wir etwa im Zuge einer Mission nach einer Person, so bekommen wir von unserem Gesprächspartner die Angabe: „XY befindet sich viele Schritte im Südosten“. Da die NPCs sich zudem in einem gewissen Radius frei bewegen, müssen wir in der Regel mehrmals nachfragen, bevor wir den Gesuchten finden. Immerhin: Dank Kompass und Karte fällt die Orientierung nicht allzu schwer. Praktisch ist auch das Notizbuch, das wichtige Infos speichert.

In Zeiten, in denen Action-Adventures und Rollenspiele mit Markierungen und Hilfen regelrecht zugepflastert sind, wirkt Outcast Second Contact erfrischend anders. Das Interface ist minimalistisch, hält aber doch die wichtigsten Infos parat. Für die Immersion ist das toll. Der weitgehende Verzicht auf Anzeigen, Hilfen und Markierungen macht das Abenteuer glaubhafter als so mancher moderne Titel, der den scheinbar unmündigen Spieler an die Hand nimmt und so seinen Entdeckungsdrang, die Erforschung der Spielwelt einschränkt. Die Kehrseite der Medaille: Einige Quests erledigen wir ganz beiläufig und zufällig. Auch gibt es angesichts mangelnder Hilfestellung und Infos immer wieder Leerlauf. Allerdings wird letzterer Kritikpunkt durch die bereits erwähnte spielerische Freiheit und Reihenfolge etwas abgeschwächt.
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Mit dem Reittier Twon-Ha durchqueren wir die Spielwelt erheblich schneller. Anders als im Original kann es nicht springen.
Jörg Langer Chefredakteur - P - 352879 - 18. November 2017 - 17:15 #

Viel Spaß beim Lesen!

Desotho 16 Übertalent - P - 4457 - 18. November 2017 - 17:29 #

Wie erwartet. Der Kampf war ja damals schon nicht mehr zeitgemäß und das merkt man dann schon.
Aus Nostalgie werde ich mir die Version aber wohl irgendwann holen.

Das Original hatte ich damals nicht komplett durchgespeilt, das wurmt mich schon ein wenig.

Pro4you 19 Megatalent - 13049 - 18. November 2017 - 17:35 #

Kenne das Original nicht, und ehrlich gesagt verstehe ich nicht warum sie sich dafür entschieden haben es noch einmal zu veröffentlichen.

Thomas Barth 21 Motivator - P - 28125 - 18. November 2017 - 17:44 #

Ist ja immer noch ein gut spielbares Spiel und in den letzten 18 Jahren ist eine komplett neue Generation von Gamern herangewachsen, die das Spiel noch nie gespielt haben. Also ungefähr derselbe Grund aus dem Spiele wie Industriegigant 2, DSA und Constructor nochmal rausgekommen sind.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29926 - 18. November 2017 - 17:46 #

Achte mal drauf, das ist oft so, wenn man etwas nicht kennt. Verständnis kommt meist nur mit dem Verstehen und dafür braucht man halt echte Erfahrung. In diesem Falle mit dem Original.

Thomas Barth 21 Motivator - P - 28125 - 18. November 2017 - 18:02 #

Also ich kenne das Original nicht, weiß aber das viele es heute noch hoch in den Himmel loben, weil es für die damalige Zeit wegweisend war. Deswegen hole ich mir auch irgendwann die PS4 Version für ein paar Euro, um das mal nachgeholt haben zu können.

Desotho 16 Übertalent - P - 4457 - 18. November 2017 - 19:15 #

Die Begeisterung für das Spiel kann man vermutlich nur verstehen, wenn man es zu seiner zeit gespielt hat. Die Spieler von damals dürften auch die Haupt-Zielgruppe darstellen.

Heute wird man das wohl nicht mehr nachvollziehen können.

rsn47362 09 Triple-Talent - 281 - 18. November 2017 - 18:35 #

Super! Aber das echte Spielgefühl kommt meiner Meinung nach nur mit dem Originalspiel in der alten 512*384 Auflösung auf :) Das gibt es zum Glück ganz billig bei GOG. Mit dem alten Spiel bekommt man sogar pickelige Tiefenunschärfe geboten. Das gab es damals nirgendwo anders und ist auch heute noch ziemlich selten in Spielen. Es bei GOG auch einige Patches von Usern, die die Auflösung des alten Spieles erhöhen und/oder Bugs fixen.

In der deutschen Version hatte das Original auch eine geniale Sprachausgabe. Die ist bei der GOG Version auch dabei, muss aber manuell aktiviert werden. Es wird in dem GOG Forum erklärt, wo auch die Patches beschrieben werden.

Leider waren den deutschen Übersetzern des Originals bei den Optionen im Titelfenster einige Fehler unterlaufen. Im Detailmenu waren alle Einstellungen für aximale Detailstufe in Wirklichkeit minimal, und minimale Detailstufe war maximal. Die Übersetzer hatten die Texte vertauscht. Man konnte es merken, weil Pfeil nach oben auf minimal, statt wie in der englischen Fassung maximal wechselte. Wieviele arme Spieler haben damals wegen diesem Fehler das Spiel fälschlich auf minimal oder medium gespielt, ohne die tolle Tiefenunschärfe und mit weniger Wassereffekten... tragisch.

Despair 16 Übertalent - 5100 - 18. November 2017 - 22:18 #

Immerhin deinstalliert sich die Neuauflage nicht selbst.^^

Toxoplasmaa 14 Komm-Experte - P - 2457 - 19. November 2017 - 1:34 #

HAHAHA! made my day :D Gott was hat mich das damals in den Wahnsinn getrieben xD

Am geilsten war das es bei mir nicht lief und ich erst bei der Hotline angerufen habe und der Mitarbeiter mir dann als kleiner Steppke erklärt hat, dass ich auf 32 Farben umstellen müsste.

Dann lief es und ich kam mir vor wie der Held vom Erdbeerfeld XD

CBR 20 Gold-Gamer - P - 21245 - 21. November 2017 - 10:03 #

Das war nicht witzig!

Für mich war dies eines der Spiele, in die ich eingetaucht bin wie in kein anderes. Normalerweise bevorzuge ich immer eine etwas engere Spielerführung. Aber Outcast war damals - ich habe es ein paar Jahre nach Release gespielt - eine echte Ausnahme.

Akki 12 Trollwächter - 916 - 19. November 2017 - 7:31 #

Oh ja, was war das für ein sperriger Titel. Aber ich war durch den Soundtrack so geflasht, dass ich mich durch den holprigen Start gebissen habe. Hat aber einige Stunden gedauert. Schade dass das T-Shirt aus der Packung nicht haltbarer war... hach.
Also ich werde es zumindest anspielen, wenn es mal im Sale ist.

Triton 16 Übertalent - P - 5847 - 18. November 2017 - 17:44 #

Danke für den Test, schön das es ein Remake gibt.

Und ein Tipp weil ich Mad TV gelesen habe, schau dir mal Empire TV Tycoon an.

Stephan Petersen Redakteur - 4407 - 18. November 2017 - 23:14 #

Habe ich auf meiner Liste, bisher aber leider noch nicht gespielt. ;-)

mrkhfloppy 22 AAA-Gamer - P - 32201 - 18. November 2017 - 20:25 #

Ich muss gestehen, dass alles so scheint, wie ich es mir erhofft habe. Mit allen Vor- und Nachteilen. Ich frage mich noch, ob die Schusswechsel schlimmer geworden sind oder schlicht das durchschnittliche Niveau des Originals reproduzieren. Ich bin in jedem Fall ein Adressat des zweiten Fazitteils, der damals Vokabeln und Quest parallel zum Spiel auf einen Zettel notierte. Gefühlt habe ich seinerzeit aber das gleiche Geld in DM umgerechnet für Outcast bezahlt. Da warte ich noch auf ein Angebot.

v3to 13 Koop-Gamer - P - 1581 - 18. November 2017 - 18:11 #

Sehr schön, ich freu mich schon. Es war irgendwie zu erwarten, dass nach aktuellen Maßstäben die Kritik eher zwiegespalten ausfällt. Für mich ist es aber endlich eine Gelegenheit, mal ohne Gewiggel mit der GOG-Version (ich habe ständig Soundprobleme mit Lautstärkeschwankungen und Abbrüchen) und dazu aufgehübscht an das Spiel heranzugehen.

andreas1806 16 Übertalent - P - 5315 - 18. November 2017 - 18:20 #

... was.
Muss gleich mal lesen warum nur so wenig.

steever 17 Shapeshifter - P - 6873 - 18. November 2017 - 18:44 #

Sehr gut. Eine 9/10 oder höher wäre schlimm gewesen. Dann hätte es etliche Veränderungen gegeben, um es den heutigen Spielerlebnissen anzugleichen. Ich möchte die hier gebotene Grafik, aber kombiniert mit dem alten Spielprinzip von damals, mit allen Hürden. Macken und Eigenheiten und das kann heute nunmal keine Höchstwertungen einfahren. Scheint also genau das geworden zu sein, was ich mir erhofft habe. :)

Jörg Langer Chefredakteur - P - 352879 - 18. November 2017 - 20:16 #

Finde ich einen sehr guten Standpunkt :-)

Sciron 19 Megatalent - P - 17766 - 18. November 2017 - 19:03 #

Werd ich drauf verzichten. Schon das Original war vor allem wegen der Grafik spektakulär, allerdings spielerisch eher schwere Kost und wegen irgendnem Bug oder Plotstopper konnte ich es nichtmal beenden. Der Nostalgiebonus zieht bei mir also nicht.

jguillemont 21 Motivator - P - 30853 - 18. November 2017 - 19:05 #

Danke für den Test. Ich habe das Original nie zu Ende gespielt, deshalb bin ich am Überlegen, ob ich dem Spiel nochmals eine Chance geben soll. Mal schauen, vielleicht zu Ende des Jahres.

Epic Fail X 15 Kenner - P - 3824 - 18. November 2017 - 19:22 #

Das hört sich besser als befürchtet an. Werde ich mir wohl früher oder später mal näher ansehen.

vgamer85 15 Kenner - 3365 - 18. November 2017 - 19:41 #

Vielen Dank für den Test. Da kann ich mir ja das Spiel sparen. Derzeit genug zum Spielen da :-)

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4466 - 18. November 2017 - 19:51 #

Ich habe das Original geliebt und auch Outcast 1.1 durchgespielt. Von Second Contact bin ich genauso begeistert. Die Optik ist sehr stimmig und unterstreicht die Stimmung des fremden, eigentlich friedlichen Planeten. Die Himmelstexturen, die Planeten, das schöne Wasser werden jetzt durch eine schöne Vegetation umrahmt. Die Modelle sind viel detaillierter, die Parteikel-Effekte deutlich hübscher. Die Animationen sind genauso steif wie früher und auch die Audio-Aufnahmen wurden einfach übernommen und klingen dadurch etwas flach. Lediglich einige Magie-Sounds wurden verbessert. Die Musik ist noch immer grandios.

Das Kampfsystem ist einfacher geworden, vielleicht auch, weil alles flüssiger läuft und man jetzt besser zielen kann. Die Karte ist erheblich verbessert, man sieht sogar die Namen der NPCs und durch farbige Punkte werden deren Bedeutungen markiert (Gegner, Händler, Heiler, Fühler oder wichtige Auftraggeber). So muss man nicht ständig fragen, wo sich ein Talaner aufhält.

Das Intro ist jetzt eine Mischung aus animierten, gezeichneten Ebenen. Das sieht sehr stimmig aus, aber ist mir im Grunde spielerisch egal.

Der Spielfortschritt ist jetzt besser zu kontrollieren. Das Journal ist sehr detailliert und die Errungenschaften in Steam verraten einige Nebenaufgaben, die man noch erfüllen könnte.

Insgesamt ist das Spiel besser geworden und macht mir wieder erheblichen Spaß.

TheRaffer 16 Übertalent - - 5269 - 18. November 2017 - 20:14 #

Hmm...schade. Kenne das Original nicht und war aufgrund der Vorberichterstattung echt neugierig. Aber ich scheine besser die Finger davon zu lassen, so ganz ohne Nostalgiebonus.

EvilNobody 14 Komm-Experte - 1909 - 18. November 2017 - 20:25 #

Ach, ich dachte das wäre ne Fortsetzung. Es gab doch mit Outcast 1.1 schon eine modernisierte Form, wozu jetzt nochmal das fast identische Spiel veröffentlichen? Kapier ich irgendwie nicht...

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 12055 - 18. November 2017 - 21:29 #

wenn ich mich recht entsinne, war dieses remake die ursprüngliche idee. allerdings ist die kickstarter-kampagne dazu gescheitert. alsob haben sie erst mal die original-version nur remastered, was dann in Outcast 1.1 resultierte. mit den einnahmen konnten sie wohl jetzt das remake finanzieren.

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 7277 - 18. November 2017 - 21:59 #

Die allerursprünglichste Idee war Outcast 2 zu machen. Das wollte niemand finanzieren, deshalb die Idee mit dem Remake. Wenn das erfolgreich wäre könnte man OC 2 leichter finanziert bekommen. Das Remake konnte auch nicht finanziert werden (Kickstarter), deshalb haben sie erst das alte OC auf Version 1.1 remastered.
Das hat jetzt dieses Remake finanziert. Und wenn das gut läuft gibt es vielleicht auch irgendwann ein echtes OC 2.

EvilNobody 14 Komm-Experte - 1909 - 19. November 2017 - 9:42 #

Danke für eure Erklärungen!
Ich bezweifele, dass es jemals einen zweiten Teil geben wird. Anscheinend ist das Interesse nicht groß genug, Kickstarter ist ( oder war es zu der Zeit) ja immer ein recht guter Indikator, gerade bei Klassikern.

X1X LIVE 10 Kommunikator - P - 476 - 18. November 2017 - 21:15 #

Kurz und knapp: Alter Wein in neuen Schläuchen. Allerdings war der Wein damals schon gut und neue Schläuche bei einem Remake - da können sich manch andere *Nukem-hust* ein paar Scheiben abschneiden.

Wird dennoch nicht meins, da ich auf Dinge wie Questmarker und anderen Komfort nicht mehr verzichten will.

Zille 18 Doppel-Voter - P - 10866 - 18. November 2017 - 21:25 #

Ich habe das Oiginal gerne gespielt. Damit erschöpft sich meine Erinnerung aber auch schon - ist einfach zu lange her. Mal schauen, vielleicht gebe ich der Neuauflage mal eine Chance. Momentan habe ich aber eher weniger Lust dazu.

ronnymiller 12 Trollwächter - 899 - 18. November 2017 - 22:02 #

Die Kämpfe und die Steuerung fand ich damals vorbildlich - da nerven mich aktuelle Spiele mit ihren überladenen Joypad-Belegungen und Halbautomatik-Kombo-Fights viel mehr. Die KI ist zumindest im Original bei weitem nicht so schlecht, wie beschrieben - in den 90ern war das Gegnerverhalten sogar vergleichsweise intelligent. Ich erinnere mich noch gut, wie ich mich gerne mal hinter einem Felsvorsprung versteckt habe und versucht habe aus der Deckung zu operieren, während mich dabei zwei Gegner ablenkten schlich sich ein anderer glatt von hinten oder von der Seite an. Da sind aktuelle Spiele wesentlich "dümmer". Second Contact reizt mich - aber nicht für den aktuellen Preis. Ich warte da auf ne 19 Euro Sale-Version. Dann werde ich aber gerne noch mal durch das atmosphäreische Adelpha streifen. Habe vor einigen Monaten auch das Original noch mal fast durchgespielt - trotz Klötzchen-Grafik. Atmosphäre und Art-Design begeistern mich einfach.

feuergott666 11 Forenversteher - 612 - 18. November 2017 - 23:31 #

Ich bin mir sicher, dass es Outcast in spätestens einem halben Jahr gebraucht für ca. 10 bis 12 Euro gibt und dann werde ich es mir auch mal gönnen. Ohne das PC Original je selbst gespielt zu haben bin ich zwar nicht so überhyped wie viele Veteranen, als aufgemotztes Zeitdokument ist es aber auch für mich sehr interessant. Das die Spielmechanik nicht zu sehr modernisiert wurde, finde ich, als großer Freund der Resident Evil Panzer-Steuerung, eher positiv.

Faunversteher 12 Trollwächter - P - 1185 - 19. November 2017 - 1:49 #

Ist das jetzt eigentlich die Version, die es mal auf Kickstarter gab oder etwas eigenständiges?

Ich wollte Outcast damals wirklich lieben. Hab mir sogar die Special-Edition mit T-Shirt geholt aber die hier genannten Schwächen, wie die KI, der Kampf, die verschachtelten Dialoge liessen es auf mich dann doch sperrig wirken und der ganz grosse Spielspaß kam leider nie auf. Ich halte es doch für ein ungeschliffenes Juwel, dass ich nicht missen möchte, weil es vieles probiert hat und neues eingeführt hat und Musik und Grafik waren toll!

Baumkuchen 15 Kenner - 3891 - 19. November 2017 - 7:59 #

Als ich am Donnerstag spontan in einem der 2 größten Elektro-Fachgeschäfte war, habe ich Outcast nicht gefunden und war felsenfest überzeugt, es kommt wohl doch erst am 24. und nicht am 14. heraus. So kann man sich irren, der Laden hat das Spiel entweder nicht geführt, oder alle Spiele waren schon vergriffen.

Nach dem Lesen des Tests hat sich meine Kaufentscheidung dennoch nicht verändert. Gleicher Inhalt, neue Verpackung, aber als Kenner (und Liebhaber) des Originals macht mir das ehrlich gesagt nichts! Außerdem muss man ja durch den Kauf signalisieren, dass man sich einen dann runderneuerten Nachfolger wünscht, so wie es damals auch angedacht war :p

Mike H. 14 Komm-Experte - P - 2316 - 19. November 2017 - 10:43 #

Die Disc-Version erscheint aber tatsächlich erst am 24.! Am 14. wurde nur die digitale Version released.

Baumkuchen 15 Kenner - 3891 - 20. November 2017 - 14:11 #

Herrje... aber gut zu wissen :D

maddccat 18 Doppel-Voter - 11747 - 19. November 2017 - 9:40 #

Download läuft. :) Ein paar Minuten LP zusätzlich zum GG-Test (danke dafür!) haben als Kaufentscheidung ausgereicht.

Mike H. 14 Komm-Experte - P - 2316 - 19. November 2017 - 10:54 #

Besitzer von Outcast 1.1 bei Steam erhalten übrigens aktuell 30% Rabatt für Second Contact, womit der Preis unter 20 Euro sinkt. Ein faires Angebot wie ich finde.

Ahlon 10 Kommunikator - 468 - 19. November 2017 - 10:58 #

Blöd nur das ich die 1.1 Version bei GOG habe und das es dort die neue Version nicht gibt. Aber beim Keyseller gab es das auch für unter 20.

Ahlon 10 Kommunikator - 468 - 19. November 2017 - 10:56 #

Ich bin 41 und mir macht das Spaß. Durchgespielt habe ich es dank eines Bugs noch nie. Das Spiel stürzte immer an der gleichen Stelle bei mir immer ab. Da war ich so ca. zur hälfte durch. Ich hoffe diesmal klappt es. Die Sprachausgabe und grade die bemängelten langen Gespräche gefallen mir besonders gut. Auch super das man die Bewohner nach Personen fragen kann und die weisen dann mit den Händen in die Richtung wo man suchen soll.Das natürlich auch nur wenn Sie diese Person kennen.
Mich zieht das so richtig ins Spiel rein.

calleg 14 Komm-Experte - 2484 - 19. November 2017 - 14:17 #

Da fällt einem mal so richtig auf, dass neben der reinen Technik von damals das Art Design getragen hat und noch immer trägt. Hatte vor 2 Jahren das Original nochmal gespielt und habe mir nun Freitag das Remake gekauft: ich finds super, haben die echtgut hinbekommen. Schien auch das der Sound geblieben ist. Trotz leicht schlechter Bitrate ist er inhaltlich top

direx 16 Übertalent - P - 5503 - 20. November 2017 - 9:42 #

Outcast ist für mich einer der wenigen Titel, die auf ewig in der Hall of Fame stehen werden. Das Spiel hat mich 99 geflasht mit seiner Open World, ein Begriff, den es damals noch gar nicht gab. In vielerlei Hinsicht war Outcast ein Vorreiter. Hinzu kommen der unfassbar gute Soundtrack und die wohl beste deutsche Spielevertonung, nach wie vor.
Mit dem Remake musste ich erst ein paar Stunden warm werden. Das "neue" Intro ist eine Frechheit und die Steuerung mit Gamepad ist schon etwas träge. Aber nach einiger Zeit hatte ich den Dreh raus und jetzt ist der alte Flow wieder da ... Adelpha, ich komme.

Oh wait ... da ist ja noch Skyrim VR ...

Noodles 23 Langzeituser - P - 38169 - 20. November 2017 - 16:46 #

Hab das Original nie gespielt, aber da das Remake ja nicht schlecht geworden ist, werde ich mir das wohl mal irgendwann kaufen, bin doch einigermaßen neugierig auf das Spiel

Serto 10 Kommunikator - 478 - 24. November 2017 - 12:43 #

Ja, Outcast.... Da fallen mir ein paar Anekdoten ein:

Das Spiel startete nicht und so musste ich damals in ein Internetcafe um mir einen Patch für die Grafikkarte zu besorgen. Internet zuhause war damals nur 56k-Modem mit minütlicher Abrechnung und das hätte ewig gedauert (und wär teuer geworden). Aber kein Problem, eines dieser dubiosen Internetcafes besucht, irgendwas runtergeladen und irgendwie hat's dann tatsächlich funktioniert.

Das vielzukleine T-Shirt hatte ich mal in der Schule an und wurde daraufhin für einen Fan der Band Outkast gehalten. Ja, kann man machen...

Die Spiel-CD konnte man in den CD-Player stecken und sich die Musik anhören, mit ein paar Easter-Eggs dazu.

Ich weiß garnicht, ob ich das Spiel durchgespielt hab. Ich war damals 15 und maximal verwirrt von den Begriffen, der Spielwelt und dem Gameplay. Das war eins meiner ersten Triple-A-Spiele und hatte schon erste kräftige Ansätze von Open-World.

Ich weiß nicht, ob ich den Neu-Aufguss spielen werde. Manche Erfahrungen sind zu wertvoll um sie durch sowas zu überschreiben.

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