Test: Eine Welt in eurem PC

Mount & Blade Warband Test

Fälschlicherweise oft als Multiplayer-Expansion tituliert, ist Warband viel mehr, nämlich die Einlösung des gewaltigen Versprechens, das der Vorgänger gab. Trotz Bugs und Unzulänglichkeiten erhaltet ihr in einer kleinen Box den Traum aller Globalstrategen: einen Sandkasten mit Königreichen, Helden, Truppenmassen, Handel und Intrigen.
Jörg Langer 15. April 2010 - 19:22 — vor 5 Jahren aktualisiert
PC
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Mount & Blade Warband
ist ein mittelalterliches Strategiespiel ohne Zauberei, aber mit starken Rollenspiel- und Actionanleihen. Zwar enthält es einen Mehrspielermodus, bei dem 64 Ritter in Reiterschlachten oder Belagerungen aufeinander losgehen. Vor allem aber erweitert es das bestehende System aus Mount & Blade (2008) und macht die Simulation einer kriegs- und intrigen-gebeutelten Feudalwelt noch überzeugender. Ihr könnt nun mit Edelfrauen anbandeln und sie heiraten, es gibt mehr Interaktion zwischen euren Gefährten, vor allem aber könnt ihr selbst ein eigenes Königreich gründen (statt nur "Rebellen" anzuführen) und sogar, sehr viel später, Großkönig des gesamten, riesigen Landes werden.

Warband findet auf vier Ebenen statt: Erstens auf der Strategiekarte, auf der ihr euch abhängig von den mitgeführten Truppen, der Tageszeit sowie dem Terrain langsamer oder schneller fortbewegt, von einer Ortschaft zur nächsten, oder wo ihr einfach Jagd auf andere Armeen oder Karawanen macht. Zweitens in den zahlreichen, spielmechanisch und grafisch schön umgesetzten Schlachten auf vielen unterschiedlichen Maps. Drittens in den Gesprächen mit zahlreichen NPCs, in denen ihr Informationen erhaltet, Aufträge kassiert und Bündnisse anstrebt. Und viertens in diversen "Zahlenbildschirmen" wie dem Inventar, dem Handelsinterface, dem Charakterwerte-Screen  und diversen anderen, vor Informationen überflutenden Menüs.

Der (nord-) östliche Teil Calradias direkt zu Spielbeginn: Noch kontrollieren die Königreiche ihr jeweiliges Stammland.


Vom Fischhändler zum König von Calradia

Es gibt viele Spiele, bei denen man klein anfängt und groß rauskommt. Genau genommen geht es darum  in jedem Rollenspiel und in vielen Action- und Strategietiteln: Die Waffen werden größer, die Armee mächtiger. Doch nur ganz wenige Spiele erfüllen etwas, das bei MMOs gang und gäbe ist, nämlich dass mit zunehmender Entwicklung eine wirkliche Veränderung der Aufgaben stattfindet. Wer bei WoW anfänglich allein irgendwelche Minimonster verkloppt, wird sich 100 Spielstunden später meist nur noch in Raids aufhalten, oder hat in einer Gilde feste Aufgaben übernommen.

Mount and Blade ist anders. Ihr beginnt (nach Beantwortung einiger ultimaesker Fragen zwecks Charaktergenerierung und Wahl eurer Startposition) als einsamer, mittelloser, schlecht ausgerüsteter Held, der sich seine Zeit mit Botengängen und Fischhandel vertreibt. Doch 100 Spielstunden später seid ihr eben kein einsamer, reicher, top ausgerüsteter Held, der sich seine Zeit mit Seidenhandel vertreibt. Sondern ihr seid (aller Wahrscheinlichkeit nach) ein mächtiger Lord, entweder angesehener Vasall eines mächtigen Königs in der sich politisch ständig verändernden Spielwelt. Oder sogar schon der König eines eigenen Reiches mit eigenen Vasallen, die ihr auf Kriegszüge oder diplomatische Missionen schickt.

Wir sprechen hierbei aber nicht von "Kapiteln" oder Story-Skripts, wie wir sie von Fable 3 erwarten können (erste Spielhälfte: Wir wollen König werden, zweite Hälfte: Wir sind König und haben Zugriff auf zusätzliche Funktionen). Sondern wir reden davon, dass wir uns selbst in einem weitgehend stimmigen System, das auch ganz ohne uns funktioniert, emporarbeiten: Wir schmeicheln uns bei Fürsten ein, damit sie für uns eintreten, wenn ein neues Lehen zu vergeben ist. Wir folgen dem Aufruf des königlichen Marschalls, und kommen mit unseren Truppen zum Sammelpunkt, von dem aus ein neuer Vorstoß ins Feindesland geführt wird. So verbringen wir unsere Spielmonate und -Jahre (und Echtzeit-Tage und -Wochen), bis wir entweder unseres Königs müde werden und einen anderen Herrn suchen. Oder eine Rebellion unzufriedener Lords gegen ihn unterstützen. Oder selbst rebellieren und ein eigenes Königreich gründen, das aber sofort im Krieg mit unserem alten Arbeitgeber steht. Oder einem Exil-Thronfolger eines anderen Königreichs helfen, dort die Macht zu übernehmen. Er wird sich dankbar dafür zeigen...

Oder wir bleiben Freelancer und agieren auf eigene Faust, bis wir ein eigenes kleines Reich zusammen zimmern, das aber von keinem der etablierten Staaten anerkannt werden wird, zumindest nicht für eine lange Zeit. Vielleicht bleiben wir aber auch einfach ein Kriegsherr, der plündernd durch die Lande zieht, von einem Krieg zum nächsten, mit fünf Edelfrauen in drei Ländern flirtet, jedes Turnier gewinnt? Die Wahl liegt bei uns. Etwas anderes aber leider auch: Die Verantwortung, uns selbst ein Spielziel zu setzen, und die generischen Missionen und unser Tun in unseren Köpfen mit Leben zu füllen. Denn eine Story oder eine Kampagne hat Mount & Blade Warband nicht.


Kein Rollen- oder reines Strategiespiel, sondern "Pirates"

Unsere "Hilfshelden" werden später zu unseren Vasallen -- also zu eigenständigen Fürsten unseres Königreichs.
In die Schublade "Rollenspiel" lässt sich Mount & Blade Warband nur schwer stecken, auch wenn es die ersten 10 Spielstunden (was für dieses Monstrum nur die Ouvertüre darstellt) vielleicht so scheinen mag. Doch da die Elemente Soldatenführen, Städte erobern und Lehen verwalten im Spielverlauf immer wichtiger werden, ist es vor allem ein Strategiespiel, und zwar eines, das am ehesten mit Sid Meier's Pirates zu vergleichen ist: Statt einem Schiff, das für eine Flotte unterschiedlicher Bootstypen steht, führt ihr hier einen Reiter, der für eine Armee aus unterschiedlichen Truppentypen steht. Wie bei Pirates verdient ihr Geld durch Handel und Schlachten. Wie bei Pirates könnt ihr Städte angreifen und für euren König erobern. Wie bei Pirates trefft ihr euch mit den Töchtern der Mächtigen, um irgendwann mit einer davon liiert zu werden. Wie bei Pirates macht ihr euch durch eure Aktionen Freunde (im Vorbild: Gouverneure, in Warband: Lords) und Feinde (dort: die anderen Nationen, hier: Königreiche und einzelne AI-Charaktere). Wie bei Pirates müsst ihr in Fechtduellen und Schlachten auch Geschick beweisen. Und wie bei Pirates folgt ihr nur einer groben Haupthandlung: Der Weg ist das Ziel, bis ihr irgendwann, eine letzte Gemeinsamkeit, beschließt, das Schwert an den Nagel zu hängen, und eine Endabrechnung erhaltet -- seid ihr in eurem restlichen Leben ein mittelloser Schlucker, ein angesehener Farmer, oder wird die Nachwelt Kontinente nach euch benennen...?

Doch wir wollen den Vergleich nicht zu weit treiben. Unter anderem ist Warband wesentlich länger und umfangreicher, aber auch komplizierter. Beispielsweise gibt es Helden, die ihr in Kneipen aufspürt, die euch folgen oder auch nicht, und die auch wieder das Weite suchen, wenn ihr Entscheidungen trefft, die ihnen nicht passen. Diese Helden haben wie ihr ein eigenes Inventar und wie in einem Rollenspiel vier Attribute (Stärke, Geschicklichkeit, Intelligenz, Charisma), die bestimmte "Proben" bestimmen sowie den Maximallevel für die 24 Talente, zu denen etwa "Waffenmeister", "Kraftvoller Wurf", "Gefangenenmanagement", "Fährtensuche", "Handeln" oder "Erste Hilfe" zählen. Hier wartet bereits der erste Stolperstein: Es gibt "persönliche", "Anführer-" und "Party"-Talente. Und es ist völlig nutzlos, bei einem anderen Charakter als der eigenen Spielfigur "Anführer"-Talente zu steigern. Das muss man wissen...

Charakterwerte wie bei einem Rollenspiel -- und zwar für unseren Hauptcharakter "Artos The Avatar" ebenso wie für unsere Gefolgsleute (ebenfalls steigerbar) und jeden Truppentyp, den wir mitführen (nicht veränderbar).
ichus 15 Kenner - 2987 - 15. April 2010 - 19:40 #

Na dann geh ich mal morgen in der Freistunde zum Saturn.

vicbrother (unregistriert) 15. April 2010 - 20:34 #

"und grafisch schön umgesetzten Schlachten"

Reden wir vom gleichen Spiel? Ich finde die Grafik ehrlich gesagt sehr veraltet...

Azizan 17 Shapeshifter - 7303 - 15. April 2010 - 20:52 #

Ich find die Graphik in Ordnung, nicht alle Spiele müssen super toll aussehen um auch wirklich ein gutes Spiel zu sein.

vicbrother (unregistriert) 15. April 2010 - 21:03 #

Aber eine gute Grafik macht mehr lust aufs Weiterspielen. Und wenn ich mir die "Siedler 7" ansehe sehe ich schon einen Fingerzeig in die Zukunft. Spiele sollten unterhalten und nicht mit lausiger Steuerung und Pixelgrafik daherkommen. Es gibt dafür genug freie Gameengines und GUI-Vorbilderdie die Entwickler kennen sollten.

Vidar 18 Doppel-Voter - 12274 - 15. April 2010 - 21:17 #

Das spiel ein einen riesen vorteil und das ist die Modfreundlichkeit!
Wie schon beim Vorgänger wird es auch hier wieder duzende Grafik modifikationen geben von den ganzen zusätzen will ich garnicht erst reden! denn diese verändern teilweise das spiel völlig und wie viel gibts da fürn vorgänger? 10 die für ein eigenes spiel reichen? glaub das reicht garnicht xD

braucht nur etwas zeit, die ersten Mods gibt es aber jetzt schon die änderungen vornehmen! Also abwechslung wird man mit diesem spiel genug bekommen ^^

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324491 - 15. April 2010 - 21:02 #

Beziehst du dich auf die Screenshots oder hast du auch das Video gesehen? Die Schlachtengrafik (und nur die!) sieht nämlich gerade aufgrund der Vielzahl der Soldaten, der großen Blickweite usw. richtig gut aus -- da stört mich weniger, dass aus der Nähe die Gesichter nicht so doll aussehen etc.

vicbrother (unregistriert) 15. April 2010 - 21:05 #

Ich habe mir das Video natürlich schon angesehen und auch YouTube konsultiert, sonst könnte ich ja nicht urteilen.

Das dir das Spiel gefällt merkt man deinem Test ja auch an. Nur schade, dass ein gutes Spielprinzip nicht Massentauglicher dargebracht wird. Das würde den Entwicklern mehr Einnahmen bescheren und andere Entwicklungsstudios vielleicht auf diese Art von Spielen aufmerksam machen.

Vidar 18 Doppel-Voter - 12274 - 15. April 2010 - 21:16 #

Ja genau nochmehr Massentauglichkeit braucht man... genau dass es eben etwas speziell ist hat es ne sehr große treue und aktive Fanbasis

Azizan 17 Shapeshifter - 7303 - 15. April 2010 - 21:31 #

Es sollte nicht nur an der Graphik liegen, dass man überhaupt die Motivation besitzt ein Spiel zu spielen. Wenn das tatsächlich so wäre, würd ich viele alte Spiele garnicht mehr anfassen. Hier muss man das Gesamtkonzept sehen, wie zum Beispiel eine sehr fesselnde Story oder eben bei Mount&Blade die verschiedensten Möglichkeiten und Freiheiten die man dort hat. Es ist mir sogar weitaus lieber, dass sie ein tolles Spiel hinlegen, als schöne Bilderchen. Aber scheinbar steht man mit dieser Meinung recht allein da, wenn ich mir ansehe, wie Spiele massentauglich gemacht werden mit dollen bunten Bilderchen...

vicbrother (unregistriert) 15. April 2010 - 21:54 #

Vielleicht könnte die EU eine Vorschrift erlassen, dass Spiele nach fünf Jahren Open Source werden müssen und damit von Moddern und Spielern aktualisiert werden können ;)

Togi 11 Forenversteher - 567 - 15. April 2010 - 22:53 #

"Vielleicht könnte die EU eine Vorschrift erlassen, dass Spiele nach fünf Jahren Open Source werden müssen und damit von Moddern und Spielern aktualisiert werden können ;)"
Oder die Entwickler sehen endlich mal ein, was die Community alles kann! Naja ... ich wollte einfach mal mit träumen. =)
Zur Grafik: Uhm die geht voll? Die Schlachten sehen echt schick aus und auch die Landkarte finde ich jetzt nicht unbedingt schlecht. Alles zugegeben eher zweckmäßig, aber vollkommen ausreichend. Keine Ahnung wie viel das Spiel in der Entwicklung gekostet hat, aber hierbei ist das Geld wohl eher nicht in die Grafik, sondern wohl eher in das eigentliche Spiel geflossen. Und das wünsche ich mir immer so!

Und wiedereinmal zeigen die kleinen Entwickler wie man Spiele macht und welches Potenzial in diesen steckt. Zudem glaube ich nicht, dass das Spielprinzip extrem viel oder zu viel Zeit in Anspruch nimmt (ok 100 std sind schon ordentlich), sondern eher, dass die Spiele heute zu kurz sind. 7-8std Ego shooter, 20-30std Rpg (ja gibt auch 60-100 diese sind aber oft in die Länge gezogen), 10-20std RTS (wenns denn mal welche gibt) und sonst wird auf Mp gesetzt, was generell nicht schlecht ist, aber Mp ist auch nicht alles. Wobei Mount&Blade den Solo-part so Online (natürlich MMO fähig gemacht) hmm.... das wäre sicher super, wenn auch sehr sehr schwer.
Und das der Schwierigkeitsgrad MW2 Spieler überfordern wird ist schon klar.
Nun ja schade, dass dieses Spiel nicht etwas mehr Aufmerksamkeit kriegt. Ich lese aktiv Gamestar und habe nur am Rande mal was mitbekommen von diesem Spiel. Deshalb danke an GamersGlobal, jetzt weiß ich, das Spiel is was.

Paxy 13 Koop-Gamer - P - 1277 - 16. April 2010 - 12:13 #

- Zur Grafik: Uhm die geht voll? Die Schlachten sehen echt schick aus und auch die Landkarte finde ich jetzt nicht unbedingt schlecht. Alles zugegeben eher zweckmäßig, aber vollkommen ausreichend. Keine Ahnung wie viel das Spiel in der Entwicklung gekostet hat, aber hierbei ist das Geld wohl eher nicht in die Grafik, sondern wohl eher in das eigentliche Spiel geflossen. Und das wünsche ich mir immer so!

Und wiedereinmal zeigen die kleinen Entwickler wie man Spiele macht und welches Potenzial in diesen steckt. Zudem glaube ich nicht, dass das Spielprinzip extrem viel oder zu viel Zeit in Anspruch nimmt (ok 100 std sind schon ordentlich), sondern eher, dass die Spiele heute zu kurz sind. 7-8std Ego shooter, 20-30std Rpg (ja gibt auch 60-100 diese sind aber oft in die Länge gezogen), 10-20std RTS (wenns denn mal welche gibt) und sonst wird auf Mp gesetzt, was generell nicht schlecht ist, aber Mp ist auch nicht alles. Wobei Mount&Blade den Solo-part so Online (natürlich MMO fähig gemacht) hmm.... das wäre sicher super, wenn auch sehr sehr schwer. -

Dem schließe ich mich voll an!

vicbrother (unregistriert) 16. April 2010 - 15:52 #

Äh... 20-30h RPG, 10-20h RTS - wo nimmst du die Zeit her? Also der normale Arbeitnehmer, Oberstufenschüler oder Student hat die nicht. Ich finde da sollten Entwickler sich mal Gedanken machen, wie man fordernde Spiele produziert, die auch mit kleinerem Zeiteinsatz Spaß machen und einem den Abspann erreichen lassen.

Vielleicht könnte man kürzere Spiele gehaltvoller gestalten (anstatt zig Miniquests einzubauen, die nur aus "Gehe nach A und bringe B mit" bestehen) und für weniger Geld anbieten? Dann sind Fortsetzungen für mich auch akzeptabel.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8037 - 16. April 2010 - 16:07 #

Also meinetwegen dürfen es 200 Stunden werden - wer sagt den, das man ein Spiel am WE durchspielen soll? Als alter Veteran erinner ich mich an Wochenlange/Monatelange Bards Tale (nicht der neue Müll!) Sessions - oder Elite, über viele Wochen langsam hocharbeiten. Ja, ich weiss, das ist schlecht fürs Ausleihen aus der Videothek, aber für mich als "Core-Gamer": Perfekt!

vicbrother (unregistriert) 16. April 2010 - 16:30 #

Ich sage nicht, dass man ein Spiel am WE durchspielen soll, ich erinnere aber daran, dass die Spieler der ersten Stunde wohl nur noch wenig Zeit zwischen Arbeit und Familie für das Spielen haben.
Und es wäre doch total dämlich von der Spieleindustrie angesichts der Bevölkerungsentwicklung die alten, zahlungskräftigen Spieler zu vergraulen, während immer weniger junge Spieler in D auf die Welt kommen.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8037 - 16. April 2010 - 16:49 #

Hmm also ich kaufe heutzutage wesentlich mehr Software als zu meiner Sturm und Drangzeit (hachja, jugend, raubkopie ... ) und das mit weniger Zeit, mehr Arbeit und mehr Verantwortung. Ich spiel auch gar nicht alles durch, für mich ist immer der Weg das Ziel und nicht der Epilog. Wenn beides passt, fein, aber den Abspann zu sehen, ist nicht mein primäres Ziel.

Azizan 17 Shapeshifter - 7303 - 16. April 2010 - 18:58 #

Erstens finde ich, dass die Spiele momentan viel zu kurz sind, ich würde nämlich liebend gerne Wochen oder gar Monate dadran verbringen und das sage ich als Studentin die ja keine Zeit hat. Die Spieleindustrie will ja auch, dass du viele Spiele kaufst für viel Geld und das für so wenig Arbeitsaufwand wie möglich. Warum sollten die Spiele denn nicht 100stunden lang dauern? Weil man dann wenn man 1 Stunde am Tag spielt 100 Tage dadran rumsitzt? Ist das wirklich sooo schlimm? Ich denke nicht...

Und ich gebe dir recht, dass man als Student oder als normaler Arbeiter recht wenig Zeit hat (wobei ich es immer schaffe 2-3 stündchen zu spielen), aber gerade die Oberstufenschüler haben genügend Zeit, um locker solche "langen" Spiele zu spielen. (zumindest hatte ich viel Zeit) Ob sie es sollten, dass es eine andere Diskussion.

vicbrother (unregistriert) 16. April 2010 - 20:29 #

Damit Spiele 100 Stunden interessant bleiben, müssen diese immer neue Erlebnisse bieten. Das ist oft nicht mehr anzutreffen. Das letzte Spiel welches ich durchgespielt habe war Kings Bounty - am Ende war es nur noch langweilig und bot mir persönlich nichts neues mehr.

Daher lieber ein kurzes knackiges Spiel (so ca. 8h) für wenig Geld und viel Inhalt und lieber eine Fortsetzung, als ein Spiel wo ich erstmal 20 Stunden investieren muss, um überhaupt ins Spiel zu finden - so wie bei "Mount&Blade" laut Testbericht. Ich möchte auch nicht in ein Spiel als Ersatzrealität flüchten (wie das Spielprinzip von "Mount&Blade" nahe legt), sondern nur ein wenig Unterhaltung haben und mich für ein paar Stunden mit anderen spielerisch messen.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8037 - 16. April 2010 - 21:06 #

Also du brauchst bei M&B nur 30 Minuten um die erste Abscheu zu verlieren und weitere 30 Minuten um das Grundprinzip verinnerlicht zu haben. Ab da an: Fun! Knackig, Hart aber Fun!

Bei 20 Stunden hast du schon viele Erfolge gefeiert und freust dich darauf in weiteren 20 Stunden noch viel mehr geleistet zu haben. Probier die Demo, die kostet nix, läuft bis Char-Level 7 und gibt einen guten Überblick.

Und zu deiner oberen Aussage: "Damit Spiele 100 Stunden interessant bleiben, müssen diese immer neue Erlebnisse bieten." ... Trifft für mich nicht zu, sonst hätte ich ja nie und nimmer über Jahre den selben Titel immer und immer wieder gespielt.

Nix gegen Casual, das muss auch sein, aber diese Perlen, wo man drin versinken kann - möchte ich nicht missen.

Togi 11 Forenversteher - 567 - 18. April 2010 - 13:01 #

"Äh... 20-30h RPG, 10-20h RTS - wo nimmst du die Zeit her? Also der normale Arbeitnehmer, Oberstufenschüler oder Student hat die nicht."
Also ich bin Oberstufenschüler und habe eigentlich viel zu viel Freizeit.
"Daher lieber ein kurzes knackiges Spiel (so ca. 8h) für wenig Geld und viel Inhalt und lieber eine Fortsetzung, als ein Spiel wo ich erstmal 20 Stunden investieren muss, um überhaupt ins Spiel zu finden - so wie bei "Mount&Blade" laut Testbericht. Ich möchte auch nicht in ein Spiel als Ersatzrealität flüchten (wie das Spielprinzip von "Mount&Blade" nahe legt), sondern nur ein wenig Unterhaltung haben und mich für ein paar Stunden mit anderen spielerisch messen."
Spiele sind Kunst. Manchmal. Ja gut heute kaum noch. Aber Spiele können Kunst sein. Und da glaube ich, dass man beim Medium Spiel mit nur 8 Std nicht hinkommt. Mount & Blade zeigt bereits Ansätze dessen, was an Potential in Spielen steckt. "Ich möchte auch nicht in ein Spiel als Ersatzrealität flüchten". Naja ich schon, vielleicht ist Ersatzrealität hier das falsche Wort, aber in eine andere "Welt" abtauchen und mal anders sein. Find ich super.
"Ein Spiel muss keine 100 Stunden umfassen. Die Filmindustrie zeigt doch, dass selbst dialoglastige Filme kurzweilig an einem Tag durchzusehen sind."
Filme sind nicht Spiele. Filme sind eben auch zu kurz. Dort eine Welt + Charaktere die nicht aus Pappe bestehen (am besten auch mehrere) + eine schlaue Story zu erschaffen ist sehr sehr schwer wenn nicht unmöglich. Ich gucke auch gern mal einen Film keine Frage, aber immer wenn ich einen gucke merke das sie eben einfach nur unterhalten wollen. Ein Spiel hat hier viel viel mehr Möglichkeiten.

vicbrother (unregistriert) 18. April 2010 - 13:29 #

Wenn du dich mit Spielen als Kunst beschäftigt hast, dann wirst du merken, dass diese Vertreter eigentlich auf sehr kurze Spielzeiten ausgelegt sind. Im Indie-Bereich findest du viele Spiele dieser Art.

Wenn du als Oberstufenschüler mit Abi nach 12 Jahren und gestrafftem Stundenplan zuviel Zeit hast, dann machst du dein Abi sicherlich mit "Sehr gut" oder du schleichst dich nur durch - dann aber vernachlässigst du einfach nur den Zeitaufwand fürs Lernen zugunsten von Spielen. Damit hättest du dann aber wiederum eigentlich nicht genug Zeit für Spiele...

BFBeast666 14 Komm-Experte - 2062 - 18. April 2010 - 1:37 #

Sorry, ich habe während meiner Schul- und Studienzeit auch schon am Computer gezockt, und man hat sich damals auch problemlos mal ein paar Monate mit einem Wizardry VII oder Jagged Alliance beschäftigt, von den Ewigkeiten, die ich in UT99 oder Diablo gesteckt habe, ganz zu schweigen. Und trotzdem hatte ich noch genug Zeit, mit meinen Kumpels um die Häuser zu ziehen, auf Konzerte zu gehen und so nebenbei mein Abitur zu machen.

Man MUSS sich ja nicht jeden Monat drei neue AAA-Titel kaufen. Ich habe z.B. Fallout 3 beim ersten Mal in handlichen zwei- bis dreistündigen Happen verputzt. Hat zwar fast drei Wochen gedauert, aber was solls? Es sitzt ja nicht jemand mit einer Peitsche hinter einem, der einen anfeuert. Das tut man sich nur selbst an.

vicbrother (unregistriert) 18. April 2010 - 8:59 #

Würdest du dir einen James Bond in mehreren Teilen über mehrere Wochen ansehen? Ich nicht. Ich gehöre zu denjenigen, die auch gerne gerne mal einen Sonntag zum Spielen oder Fernsehen (z.B. die einzig wahre Odysseus-Verfilmung mit seinen 10 Stunden länge) verwendet um abzuspannen.
Sehr lange Spiele >1 Tag kann ich nicht zu Ende spielen, eben weil mir die Zeit fehlt (diesen Sonntag muss ich z.B. arbeiten) und ich mich irgendwann auch nicht mit an die Geschehnisse im Spiel erinnern kann - das Reallife beansprucht mein Gehirn vollständig.

Die Spieleindustrie sollte die alten Spieler nicht vergessen, die heute nicht mehr die Zeit haben ultralange Spiele zu spielen - wir haben die Spieleindustrie erst groß gemacht!

Und ganz im Ernst: Ein Spiel muss keine 100 Stunden umfassen. Die Filmindustrie zeigt doch, dass selbst dialoglastige Filme kurzweilig an einem Tag durchzusehen sind.
Weg mit den langweiligen und stundenfüllenden "Sammle" und "Bringe"-Quests, gebt dem Helden bei Beginn ein paar Gold und ne normale Ausrüstung und die intelligenten Quests reichen völlig (und werden vielleicht noch reizvoller)!

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8037 - 18. April 2010 - 10:18 #

Ich nehm mal dein James Bond beispiel und ersetzte es durch Alias ( das ist eine Agentenserie, 5 Staffeln glaube ich mich zu erinnern ) ... schaut man sich die Staffel an einen Tag an? Nein. Im normalfall, wenn man es im Fernsehen sieht 1x die Woche je 45 Minuten. Hast Du die Staffel daheim, guggste soviel wie deine Zeit hergibt.

Zitat... "Die Spieleindustrie sollte die alten Spieler nicht vergessen, die heute nicht mehr die Zeit haben ultralange Spiele zu spielen - wir haben die Spieleindustrie erst groß gemacht!"

Ich bin einer der alten Spieler - und ich werd Fuxteufelswild wenn die nur noch Casualgames für 2-5 Stunden.

Und ganz mal im Ernst: Ein Spiel muss mehr hergeben als 5-6 Stunden Unterhaltung. Die Fernsehindustrie mit ihren Serien zeigen doch das man das ganze Jahr durch Unterhalten werden kann... ;)

vicbrother (unregistriert) 18. April 2010 - 12:31 #

Du machst in der Argumentation einen Fehler, indem du einen abgeschlossenen Film mit einer Serie vergleichst - die Spiele von denen wir reden sind schließlich auch in der Haupthandlung abgeschlossen.

Casual Games sind Gelegenheitsspiele, oft für Handys konzipiert. Von denen reden wir hier nicht.

Ein Spiel soll fordern, es soll unterhalten. Aber es soll auch Enden. Und 100 Stunden sind einfach zu viel. Das sind zwölf 8-Stundentage. Da sollte die Spieleindustrie ruhig mal an die alten Spieler denken, die eben nur noch 28 Urlaubstage und Familie haben. Da können wohl nur Spieleredakteure und -entwickler ihrem Hobby nachgehen.

Für die Spieleindustrie sollte es daher heissen: gute hochwertige und handlungsdichte Spiele produzieren. Die jungen Spieler werden so gleich an das Spieleformat fürs Alter gewöhnt.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8037 - 18. April 2010 - 13:47 #

Argumentationsfehler? Vielleicht ist es eher, das ich eine andere Einstellung zu spielen habe? Für mich ist der WEG das ZIEL. Was nützt mir ein schöner Abspann, wenn die Stunden um es zu erreichen es nicht gebracht haben? Abgesehen davon das der Vergleich zwischen einen abgeschlossenen 1 1/2 Stunden Film und einen Spiel ja so derartig hinkt, dass das nicht mal als Äpfel und Birnen vergleich durchgeht.

Ich kann auch locker mehrere Wochen ein Spiel spielen ohne das ich je das Ende sehe, einfach weil mir das Spiel spass macht.

Deine Aussage das ein Spiel enden soll, ist die deine, aber das muss nicht so sein. Sonst wären alle MMO's ja blödsinn, weil die haben kein Ende.

Mir scheint du hast da etwas Tellerrand denken, du siehst dich und deinen engen Zeitplan. Du kommst aber schon auf die Idee das es ältere Spieler gibt, die genauso Familie und Arbeit haben und trotzdem nichts gegen ein Spiel haben das 100+ Stunden dauert? Dann spielt man halt nur 1 Spiel in nem Vierteljahr statt 4 die Woche. So what? Ist doch für alles was dabei.

Und spiele die nach 6-8 Stunden rum sind, sind für mich Casual. Ob das auf Handy ist, oder PC erübrigt sich da für mich.

BFBeast666 14 Komm-Experte - 2062 - 18. April 2010 - 16:29 #

Danke, da sprichst du mir aus der Seele. Was mir als Ergänzung noch einfällt, ist die Dreistigkeit, für diese 5-8 Stunden dann auch noch den gleichen Preis zu verlangen wie für Spiele mit erheblich mehr Umfang. Ich hatte keine Probleme damit, für Final Fantasy VII damals knappe 100 DM (also 50 Euros) auf den Tisch zu legen. Immerhin hat mich das im ersten Durchgang, ohne Sidequests und ähnliches, knappe 60 Stunden an die PlayStation gefesselt, dank diverser weiterer Durchgänge habe ich wohl gut und gerne 300 Stunden drin versenkt über die Jahre. Und wenn Splinter Cell Conviction mit einer (Singleplayer)Spielzeit von unter 10h daherkommt und auch mal eben 50 bis 70 Euro kostet, dann überlege ich mir viermal, ob ich Ubi mein Geld in den Rachen schmeiße oder mir nicht was kaufe, wo ich mehr für mein nun nicht wirklich reichlich vorhandenes Geld bekomme.

vicbrother (unregistriert) 18. April 2010 - 17:01 #

Es fällt mir immer schwer, Beiträgen zu folgen, die scheinbar den Vorgängerbeitrag nicht gelesen haben:

1. Den Argumentationsfehler habe ich dargelegt, weil Spielfilm und Serie sehr unterschiedlich vom Aufbau sind.

2. Ich schränkte auch nicht auf 1 1/2h Filme ein, explizit erwähnte ich einen Film mit 10 Stunden Spielzeit.

3. Legte ich eine Rechnung vor die nachvollziehbar darlegt, dass 100 Stunden Spielzeit ab einem gewissen Alter nicht mehr machbar sind.

4. Sind Casual Games abgegrenzt von normalen Spielen durch ihre Definition.

Ich gebe dir natürlich recht, dass man den Weg als Ziel begreifen kann. Dagegen habe ich nichts, nur leider sind bei diesen 100 Stunden ein Großteil einfach belanglos für die Gesamthandlung und sind nicht wirklich spielentscheidend. Bargeldbeschaffung durch "Bring"-Quests sind für mich nur nervig. Besser wäre es da, die Handlung zu packen und eine bessere Startposition dem Spieler zuzubilligen, indem er z.B. über eine normale Grundausstattung und ein wenig mehr Geld verfügt.

Woran erinnern wir uns bei Spielen? An gute Quests, an aufregende Showdowns, an zeitkritische Missionen. Aber viele Spiele haben dort einen allgemeinen Leerlauf: Wer kennt es nicht, die Zeit um von Punkt A nach Punkt B zu gelangen ohne das etwas passiert? Im Film wird sowas rausgeschnitten oder angedeutet. Das strafft die Handlung und macht das Spiel m.E. spannender und spielenswerter.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8037 - 18. April 2010 - 17:19 #

Ok, ich versuchs ein letztes mal... ;)

1.) Alleine der Vergleich Spiele <-> Filme ist wie mit Autos <-> Software kaufen (Lizenzbestimmung, Umtausch, Bugs etc). Deswegen meine Argumentation, dass wenn du schon mit einem Vergleich kommst, dann lieber mit Serien VS Spiele statt Filme, das kommt mit der Länge eher ein, wobei auch der Vergleich eigentlich absurd ist.

2.) Wie viele 10 Stunden Filme gibt es den? Das ist doch wohl eher die sehr, sehr seltene Ausnahme.

3.) Was ist für dich ein gewisses Alter? Ich bin in 1 1/2 Jahren 40, gehöre ich jetzt noch laut Rechnung zu deiner Jugend oder eher die Veteranen ecke? Das scheint mir doch sehr Subjektiv die Rechnung.

4.) Für RPG's gabs auch mal ne Definition, für MMO's auch. Definitionen ändern sich und nur weil der Hersteller nicht Casual drauf schreibt, ist es das doch, wenn man es an einem Nachmittag durch hat - für mich zumindest.

Der letzte Absatz ist auch Subjektiv. Das ist deine Erfahrung, und deine Wertschätzung. Hab ich auch gar nix dagegen wenn das für dich so funktioniert. Ich werd nur immer etwas hibbelig wenn jemand von "die Alten, die Leute, die Veteranen" erzählt, also quasi alle über einen Kamm schert - und mich quasi in seine Rechnung einschließt. Was jedoch nicht der Fall ist.

Wenn du sagst: Hey, für mich ist das nix, ich will was haben das mich mit fesselt mit spannenden Momenten und Erinnerungswürdigen Situationen. Fein, super. Aber projiziere nicht dein Weltbild auf eine ganze Generation von Gamern.

Ps.Joker (unregistriert) 22. April 2011 - 16:47 #

du sagst "Das sind zwölf 8-Stundentage. Da sollte die Spieleindustrie ruhig mal an die alten Spieler denken, die eben nur noch 28 Urlaubstage und Familie haben. Da können wohl nur Spieleredakteure und -entwickler ihrem Hobby nachgehen."

ich denke nicht das dies so ist weil du sicherlich nicht nur und ausschließlich im urlaub- sondern so glaube ich auch am wochenende mal oder nach getaner arbeit 1-2 stunden zockst. warum also nicht ein spiel spielen welches interaktiv und mit eigener dynamik sich ständig verändert, ich arbeite in der hotelerie weißgott nicht das arbeitsumfeld wo man megaviel freizeit hat um 100 std spiele zu zoggen, doch ich muss sagen es läppert sich, von m&b2 in dem ich bereits ein eigenes königreich mit 4 städten habe, über cod6mw2 wo ich funclantechnich nen bissel daddel bis hin zu crysis 2 das ich vor ein paar tagen durchgespielt habe spiele ich in meiner freien zeit, ich bin weder fett noch bebrillt und wohne auch nicht in einem keller um diese "argumente" gleich vorweg zunehmen arbeit, freundin, rl das kann man alles haben ohne deswegen gleich nur noch auf 5-8 std spiele setzen zu müssen die ihre 60 euro meiner meinung nicht wert sind. z.b von crysis 2 war ich sehr enttäuscht, weder story technich noch von der spiellänge hat es mir gerreicht was ich persönlich sehr schade finde, selbst das standalone crysis warheads- quasi der 1 1/2 crysis war länger... fakt ist also, nicht die spiellänge ist entscheident sondern das besondere des spiels, sei´story technich oder spielprinzipmäßig wenn es ein super game ist kann es meiner meinung nach unendlich gehen solange es immer wieder den spieler dazu bringt es zu spielen weil es in seiner art klasse ist.

grüße Ps. Joker

Tassadar 17 Shapeshifter - 7747 - 19. April 2010 - 23:39 #

Spiele mit kurzer Spielzeit, die aufs Massenpublikum ausgerichtet sind, gibt's doch ohne Ende. Warum soll auch noch dieses sich daran ausrichten? Ich bin sehr froh, dass es hier mal wieder einen Geheimtipp zu geben scheint, der sich nicht darum schert möglichst alle anzusprechen.

BFBeast666 14 Komm-Experte - 2062 - 18. April 2010 - 1:29 #

Du solltest vielleicht in Betracht ziehen, daß TaleWorlds mit vielleich einem Dutzend Leuten auskommen, wohingegen das "typische" Progammierteam eines AAA-Titels wahrscheinlich allein schon ein Dutzend Leute nur für das Interface bemüht.

Und im Vergleich zum Vorgänger sieht Warbands um LÄNGEN besser aus. Nichtsdestotrotz - Grafik ist überbewertet. Solange das Gameplay stimmt, kann man auch mit einfachen ASCII-Zeichen Spaß haben. Aber was fasel ich, ich geh wieder Nethack spielen...

vicbrother (unregistriert) 18. April 2010 - 9:09 #

Die Zeit, wo die Grafik unwichtig war, ist vorbei. Damals, als man in Civ noch Icons verschob oder die ersten Echtzeitshooter und Strategiespiele rauskamen, da war der Unterschied zwischen Auflösung (80x25 Zeichen zu 640x400) und Darstellung (Zeichen wie Grafik waren Pixelig) nicht sehr groß und vernachlässigbar.

Heute, mit 16:10 Bildschirmen und 1920x1200Pixeln auf dem Schirm, seen 80x25 Zeichen einfach unglaublich fehlangebracht aus. Und pixelige Grafiken oder gleichtönige Landschaften erinnern an DOS, trüben heute aber die Spielfreude.

Und selbst wenn es nur ein dutzend Leute in dem Laden gibt, was sagt das aus? Dank Freelancern und Middleware kann man sich das fehlende Wissen hinzukaufen, seltsam, dass der Publisher Spiele mit der Grafik der 90er in eine modern aufgemachte Packung steckt (die grafisch mehr verspricht) und verkaufen mag.

Tassadar 17 Shapeshifter - 7747 - 19. April 2010 - 23:45 #

Das ist doch Unsinn, auch heute noch können Spiele großartig sein und viel Spaß machen, die sich nicht groß um die Grafik scheren. DU siehst das halt anders, für DICH ist es anders, aber Du kannst hier definitiv nicht für alle Spieler sprechen. Mir z. B. machen die alten Lucasfilm Games/LucasArts Adventures immer noch sehr viel Spaß, völlig egal, ob sie nur in 320x200 programmiert wurden. Selbst Textadventures können heute noch Spaß machen. Kommt allein auf den Spieler vorm Bildschirm an.

Und das Geld fürs Hinzukaufen schenkst du also den kleinen Entwicklern? Oder wo soll das alles herkommen?

Joehnsson 13 Koop-Gamer - 1382 - 15. April 2010 - 21:04 #

Ich glaube, ich sollte "Pirates" dann auch mal ausprobieren, wenn mich Mount & Blade Warband so fesselt...

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11220 - 20. April 2010 - 0:53 #

Da kann Pirates so gar nicht mithalten.

Digni 11 Forenversteher - 744 - 15. April 2010 - 21:16 #

Habe mir damals bei der Steam Aktion das normale Mount&Blade gekauft, und bin seit diesem Zeitpunkt richtiger Fan davon. Selten habe ich in ein Spiel soviele Stunden investiert wie hier. Mit Warband endlich mal selbst zum König werden zu können, macht das ganze noch spaßiger.

Für Jemand der Spaß an mittelalterlichen Schlachten hat, sollte zuschlagen :D

Annonüm (unregistriert) 15. April 2010 - 21:21 #

Es gibt Games, die im Spiele Regal stehen und zwischen all den anderen Titeln irgendwie leuchten. Der kühle Grund dafür ist schlicht und wiederzugreifend ihre Eigenständigkeit. Oder besser: Eine Art Selbsbewußtsein.

Ein Spiel kann aus sich selbst heraus erfolgreich werden oder erfolgreich gemacht werden. Oder beides.
Leuchtendes Selbstbewußtsein hat nur die erste Gattung.

In der Steinzeit der Computerspiele waren es allein die sich bewegenden Pixel, die eine eigenartige Faszination ausübten. Die Macht im C64 Joystick war mit uns. Macht über die bildgewordene Energie auf dem schwarz-weiß Fernseher. Grandios! Mit ohne Dolby, mit ohne 3D, mit ohne Online.

Dann kam das Zeitalter der Ideen. Die Mischung aus übersprudelnder technischer Entwicklung und genialen Spielkonzepten. Das war ohne Zweifel die wahre Blüte der Generation Zocker.

Und jetzt? Überfrachtung, Übernachfolger, Überwachung.
Es geht schon lange nicht mehr um die Faszination einer neuen individuellen Idee.
Beispiel gefällig? God of War 3, Dantes Inferno, Bayonetta.
Auch wenn insbesondere letzteres ungemein originell präsentiert war, die Spielidee hinter den dreien entlarvte sie als eineiige Drillinge.

Und wenn man dann alles im Spiel geniedert hat und der Abspann läuft? Na klar, gieren nach Teil Drei, Teil Vier, Teil Fünf - Teile und verdiene, wie der Pubilsher zu sagen pflegt..
GÄHN1!

Gute Spiele - mit all dem Sound, dem Grafikfeuerwerk, der trophäengetriggerten Motivationsnachhilfe. Individuell? GÄHN 2!

Toller DLC, Online Services, Gamer Community Features, kostenloser Newsletter mit unglaublichen Sonderangeboten....
GÄHN3!

"Ungeschnitten". Ein Markenzeichen für Brutalität im Spiel als blödgeiler Kaufanreiz für abgestumpfte Splatterjunkies.
GÄHN4! Vielleicht sogar KOTZ1.

Und was hat all das jetzt mit Mount&Blade + Warband zu tun?

Durch das Konzept des Spiels scheint irgendwie diese inspirierende Faszination aus Ursprünglichkeit und Individualität hindurch. Man hat das Gefühl, der Rechner auf dem es läuft, lebt.
Kein gnadenloses Zupflastern mit WOW!-Effekten, sondern Verwicklung auf dem Weg ins Spiel, immer weiter, in eine wachsende Spielewelt und auch in die konsequenten Folgen unseres eigenen Handelns. Eine Komplexität, die uns nicht in der ersten Sekunde erschlägt, sondern die aufgebaut und entdeckt werden muss.
Gras - und das gilt auch für Spiele - wächst nicht schneller, wenn man daran zieht!

Mount&Blade + Warband ist ein leuchtendes Zeugnis von Spielkultur: Ein Spielfeld für das Entdecken und Nutzen der eigenen Kreativiät!

Das Spiel steht in einer Reihe mit Demon´s Souls, dessen Wille zur Unangepasstheit und Einzigartigkeit weit und hell über all die aus Marktforschungsstatistiken herausgepressten "Erfolgstitel" strahlt.

Ach ja - Schwächen hat es auch. Schwächen, die die Kommerzopfer unter den selbsternannten Profi-Zockern kaum verwinden werden. Müssen sie auch nicht.

In deren Spiel Regalen allerdings - wird es dunkel bleiben.

vicbrother (unregistriert) 15. April 2010 - 21:52 #

Also das man Spiele zu Serien ausbaut finde ich auch nicht gerade den Hammer. Civ 5, Starcraft 2, Siedler 7, HoMM 5 etc etc etc. DLC ist ja wohl der größte Mist. Das einzig Gute an den Fortsetzungen ist immerhin, dass die echten Fans ihrem Spiel mit erneuerter Grafik treu bleiben können.

Aber es gibt auch abschreckende Beispiele, wie die Siedler. Jede Version hatte ein anderes Spielprinzip. Immerhin ist Siedler 7 ein gutes Spiel geworden. Und wer den Trailer sieht, sieht ja auch das Zielpublikum:
Die Siedler-2-Spieler von vor 16 Jahren, die jetzt, Anfang 30, an einem Tisch sitzen und sich gleichberechtigt im Multiplayer Ihre Lebenserfahrung um die Ohren schlagen: Reserveoffiziere die Truppen befehligen, emanzipierte Frauen die den Wissensvorsprung erringen, und BWLer die Wirtschaftssysteme nachbilden ;) Wer hat sich bloß diese Werbung ausgedacht?

Was nur aus HoMM VI wird?

Zumbi (unregistriert) 15. April 2010 - 22:51 #

Ich finde deinen Kommentar klasse. Sehr schön formuliert! Bei mir im Regal funkelt aber nur die The Witcher Steelbook Edition - an lichtgefluteten Frühlingstagen zumindest wieder ;)

Danke an Jörg für dieses, vor allem für diese Gattung von Spiel, atmosphärisch präsentierte Video. Ich hätte nicht gedacht, dass du mir dieses Spiel schmackhaft hättest machen können.

Togi 11 Forenversteher - 567 - 15. April 2010 - 23:01 #

So den Kommentar behalte ich. Einfach super, spricht mir aus der Seele, nur in ungleich schönerer Sprache! Es gibt doch noch Leute die Ahnung haben.

Faxenmacher 15 Kenner - 3981 - 16. April 2010 - 0:28 #

Toller Kommentar! Ich versuche auch immer das Licht in meiner Spielesammlung am Leben zu halten :). Aber es wird einem nicht leicht gemacht ;).

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8037 - 16. April 2010 - 7:43 #

Gäbe es Kudos für Kommentare, meiner wäre dir sicher. Kann mich dem ganzen einfach nur anschliessen.

Easy_Frag 14 Komm-Experte - P - 2029 - 15. April 2010 - 21:27 #

Was heist hier kein Spielziel? Dachte man muss das Königreich vereinen ^^ und Grafik auf der Kampagnenkarte wozu soll die so extrem detailreich sein?

Find das Spiel für den Preis sehr gut muss sagen für Neulinge ist der Einstieg relativ schwer habs jetz nach knapp 2 Wochen geschafft ein relativ stabiles eigenes Königreich zu besitzen nach einem "Staatsstreich" ^^

General_Kolenga 15 Kenner - 2856 - 15. April 2010 - 21:49 #

Man MUSS kein Königreich vereinen, eigentlich bleibt es einem selbst überlassen, ob man König werden will oder nicht.

vicbrother (unregistriert) 15. April 2010 - 21:53 #

Er IST ja schon König und sucht ein neues Ziel ;)

General_Kolenga 15 Kenner - 2856 - 16. April 2010 - 13:22 #

Nein ich meinte, weil er meinte, dass das Spielziel ist, König zu werden- meine ich :D

Easy_Frag 14 Komm-Experte - P - 2029 - 16. April 2010 - 14:27 #

Ziel = Eigenes Königreich welches das gesamte Land vereint, sozusagen ein Kaiser (im Gegensatz zu den bestehenden 6 Königreichen)

Die Mitstreiter mit Eigennamen erzählen auch etwas zur längst vergessenen Kaisertradition des Landes u.v.m.

Arno Nühm 15 Kenner - - 2758 - 15. April 2010 - 21:46 #

Sehr schöner, ausführlicher Test.
Ich denke, ich werde mir das Spiel demnächst selber einmal zu Gemüte führen :-)

McStroke 14 Komm-Experte - 2276 - 15. April 2010 - 21:47 #

Jörg, mich würde interessieren ob sich der Strategiepart nur auf die "Rollenspielteile" beschränkt...also Feste veranstalten, Quests annehmen, Items und Soldatengruppen...oder gibts auch sowas wie Städtebau (evtl textbasiert), Schlachtaufstellungen, Upgrades?

Der Test ist übrigens Super, hat echtes Interesse bei mir geweckt!

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8037 - 16. April 2010 - 7:49 #

Ich bin zwar nicht Jörg, hab aber auch schon über 100 Stunden in Mount & Blade runter. Dörfer oder Städte selber bauen geht leider nicht, und der Ausbau ist relativ klein gehalten (Text-Passagen). Verbessert wird das bei Mount & Blade zB mit Mod's aus der Community, die haben dann weitere Gebäude hinzugefügt die man den Dörfern, Städten und Burgen antuen kann.

Schlachtenformationen haben sich wohl in Warband verbessert, das war in der Urversion auch eher spartanisch. Zwecks Upgrades...? Welche meinst du jetzt? Truppen Upgraden? Ja, kein Problem. Waffen/Rüstungen Craften oder mit "Gems" verzieren, nein geht nicht. Dörfer/Städte/Burgen Upgraden, nur mit den jeweiligen Textoptionen.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324491 - 16. April 2010 - 7:51 #

Ja, du baust in Burgen, Dörfern, Städten (wenige) Ausbauten wie einen Gefängnisturm oder eine Mühle, die dann Auswirkungen haben. Aber es ist eben auch Strategie, die Zufriedenheit der Bevölkerung zu steigern, beispielsweise durch Missionen für den Dorfältesten.

Schlachtaufstellungen gibt es nicht (per Mod für M&B gibt's das aber, kommt sihcer auch für WB), aber natürlich kannst und solltest du Einheiten klug postieren, wie im Text beschrieben. Auch das ist Strategie (bzw. Taktik).

Auch die Armeezusammenstellung (also wie du Einheiten upgradest, es gibt ja drei grundsätzliche Truppengattungen) hat etwas mit Strategie zu tun, welche Waffen du deinen Helden gibst, wie du sie skillst.

Das eigentliche Strategische von WB aber liegt woanders: Du entwickelst selbst einen Plan, was du eigentlich willst in der Spielwelt, und wie du das erreichst. Eine Stadt einzunehmen, bedarf wirklicher Planung: Du musst genügend Truppen ansammeln. Du musst ein negatives Verhältnis zu dem entsprechenden Königreich haben (also z.B. erst mal einen Fürsten angreifen). Du brauchst vermutlich Unterstützung von befreundeten Lords, also musst du die zur Stadt schicken, und auch so, dass sie dort mit dir zusammen ankommen. Und wenn du nach der Einnahme eine gute Chance haben willst, dass du die Stadt auch als Lehen erhältst, solltest du ein gutes Verhältnis zum eigenen König haben und möglichst mehrere Fürsprecher, die du dann direkt nach der Einnahme bitten kannst, dass sie für dich als neuen Lehensherrn stimmen sollen.

Orxus 13 Koop-Gamer - 1436 - 16. April 2010 - 13:34 #

gibt es im weiten sinne also kein richtig stadtausbau ?
kann man nur so kleine veränderung wie gefängniss und mühle bauen ? und nicht eine stadt vom anfang zu zur burg ausbauen ?

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8037 - 16. April 2010 - 15:01 #

Nope, selbst wenn man etwas Nachrüstet - optisch tut sich da auch nix, oder ich hab es nicht erkannt. Leider. Man erkennt allerdings schon von weiten ob was geplündert wurde (Hallo Rauchwolken!). Das ganze wird etwas Stiefmütterlich behandelt, wie Jörg schon schreibt, quasi 80er Jahre-Text-Style. ;)

Orxus 13 Koop-Gamer - 1436 - 18. April 2010 - 10:16 #

also die demo hat mir schon gefallen und ich überlege es mir zuzulegen.

stimmt das eigendlich wirklich das die demo gleichgroß der orginalen version ist ? und nur abgeriegelt wurde bei lvl 7 ?

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8037 - 18. April 2010 - 13:51 #

Soweit wie ich das auf dem PC von nem Freund gesehen habe ( ich hatte bei der 5€ Version auf Steam damals zugeschlagen, nach dem User Review hier ) kann ich das bejahen. Code eingeben und das Spiel ist freigeschaltet ohne weitere DL's.

General_Kolenga 15 Kenner - 2856 - 15. April 2010 - 21:48 #

Sehr schöner, vor allem langer Test(langer, haha:D)! Bekommt man gleich wieder Lust auf Mount&BLade ;)

PS: Und der Fehlerteufel hat sich wieder eingeschlichen: "vorher etwa 50 Spielzeit zu investieren"

Anonymous (unregistriert) 15. April 2010 - 22:20 #

In Mount and Blade war es so, dass stark unterlegene Gegner sich taktisch sehr gut auf Hügeln verschanzt haben. Ist das in Warband etwa nicht mehr so?

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324491 - 16. April 2010 - 7:59 #

Das Problem sind nicht stark unterlegene Gegner, das Problem ist, dass überlegene Gegner zu unterlegenen Gegnern werden :-) Und nein, auch (leicht) unterlegene Gegner greifen dich an, spätestens dann, wenn du ein wenig mit deinem Helden durch sie hindurchreitest, und sie dich verfolgen.

pawe 11 Forenversteher - 709 - 16. April 2010 - 9:16 #

Man kann auch mehr als einen Gnadensieg davontragen, zumindest hatte ich mal 2 davon. Einfach weil ich bei beiden "Niederlagen" einige Gegner mit in den "Tod" gerissen habe.

Eickes (unregistriert) 16. April 2010 - 11:10 #

Zitat:

50 Soldaten eines Typs von der Armee in eine Stadt verschieben? 50 einzelne Klicks!

Halte mal die STRG-Taste beim Klick gedrückt ;)

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324491 - 16. April 2010 - 11:38 #

Ah, vielen Dank! Klappt auch beim Upgraden, werde ich sofort im Test verbessern. Wo es leider nicht klappt, ist beim Handel, da muss man immer noch einzelne Icons bewegen.

Eickes (unregistriert) 16. April 2010 - 23:08 #

nicht zwangläufig "bewegen".. hälst du STRG gedrückt, wird automatisch verschoben ins andere Inventar.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324491 - 16. April 2010 - 23:29 #

Das ist mir bekannt. Dennoch bewegt sich das Icon von links nach rechts oder umgekehrt. Und ich muss z.B. alle Wein-Icons in meinem scrollenden Inventar einzeln finden und einzeln anklicken, kann das Inventar auch nicht sortieren lassen.

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58798 - 16. April 2010 - 11:45 #

Ich bin... beeindruckt. Einerseits, mal wieder, von diesem großartigen Test, der wie gewohnt alle Schwächen und Stärken aufzeigt. Vielen Dank dafür.

Andererseits bin ich beeindruckt von diesem Spiel, das offenbar ziemlich gut ist, unabhängig von der Wertung. Was ich lese gefällt mir und macht Lust, das Spiel mal auszuprobieren, weswegen auch schon der Download der Testversion läuft. Vor allem das Gefühl einer wirklich offenen Welt, die sich stetig wandelt, macht mich sehr neugierig, da es das bislang (verbessert mich, wenn ich mich täusche) noch nicht gab. Und authentische Mittelalterschlachten sind ja schon in Büchern grandios; das dann aber selber zu spielen dürfte noch toller sein.

Danke also für diesen Test, Jörg. Auch wenn ich mich frage, warum im Singleplayer-Wertungskasten das G ein Pluspunkt sein soll... Bestimmt, weil es auch in GG auftaucht... ;-)

Edit: Eine Frage hätte ich noch: Läuft das Reisen zwischen den Orten in Echtzeit oder Runden (wie in TW) ab?

Alph (unregistriert) 16. April 2010 - 12:10 #

Echtzeit und das Spiel Pausiert wenn du dich nicht bewegest (oder rastest).

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8037 - 16. April 2010 - 12:21 #

Alles in Echtzeit.

ChrisL 30 Pro-Gamer - P - 137436 - 16. April 2010 - 11:54 #

Puh, ich überlege ja schon ewig, zumindest mal die Demo auszuprobieren, da mich das Spielprinzip absolut reizt. Aber ich fürchte - nach diesem Test noch viel stärker - dass mich der Zeitfresser Mount & Blade gnadenlos verschlingen wird ... ;)

Takura 06 Bewerter - 82 - 16. April 2010 - 13:20 #

Da Pirates und Elite die ersten Spiele wahren, in denen ich wirklich in einer Spielwelt versunken bin hoffe ich das Mount & Blade an diese Erlebnisse anschließen kann. Ich werde noch etwas warten, die Entwicklung verfolgen und die Demo testen. Dann höchstwahrscheinlich zuschlagen. Das Spiel könnte sich für mich als perfekter Wegbegleiter bis zum ersehnten Releasetermin von Civ.5 erweisen.

P.S Ich werde mir jetzt erstmal meine Spielesammlung ansehen....mit Sonnenbrille und Strahlenschutzanzug versteht sich. ;)

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11220 - 16. April 2010 - 20:26 #

Gerade bei Steam gekauft und der Download läuft. Danke für den Test und das tolle Video dazu, wäre sonst fast an mir vorüber gegangen.

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58798 - 17. April 2010 - 14:08 #

Eine Frage hätte ich noch: Weiß jemand, ob die Retail-Version, die ich in Deutschland im Laden kaufe, multilingual ist? So lange die dt. Übersetzung so ist, wie momentan, würde ich dann nämlich tendenziell eher auf englisch spielen, um später auf deutsch zu wechseln.

xPhil (unregistriert) 17. April 2010 - 16:42 #

Toll, dass das Spiel hier viel Aufmerksamkeit bekommt!
Von den etablierten Printmedien wurde Mount & Blade bisher doch etwas stiefmütterlich behandelt.

Außerdem zeigt sich hieran auch, dass ein Spiel nicht nur die Summe seiner technischen Bestandteile ist, sondern als Ganzes gesehen werden will.

Mithos (unregistriert) 17. April 2010 - 18:23 #

Hätte die schlechte KI und auch die grobe Spielmechanik nicht in der Wertung noch erwähnt werden müssen? Nachdem ich das Video gesehen habe, muss ich sagen, dass ich mir das Spiel aus diesen Gründen wohl erst einmal nicht näher ansehen werde. Gegner, die sich nicht wie Gegner benehmen, sondern wie mobile Sandsäcke, zerstören einfach die Atmosphäre. Nur weil der Schwierigkeitsgrad, wie in den Kommentaren behauptet, auf diese Unzulänglichkeiten der Gegner ausgelegt ist, sollte man die KI nicht dumm lassen. Ein beachtlicher Teil der Spielmechanik scheint aus dem Ausnutzen von Unzulänglichkeiten des Spiels zu bestehen.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324491 - 17. April 2010 - 19:15 #

Du hast recht, "KI-Aussetzer" gehört in den Wertungskasten, das ist schlicht vergessen worden. Habe ich nun nachgeholt.

Aber es sind Aussetzer, nicht mehr und nicht weniger. Von "schlechter" KI kann überhaupt keine Rede sein: Die Strategie-KI schlägt sich mehr als wacker, und die Schlacht-KI insgesamt passabel.

Anonymous (unregistriert) 19. April 2010 - 12:25 #

Danke. Aber ich finde es trotzdem etwas merkwürdig, nur von "KI-Aussetzern" zu reden, wenn man in einer Schlacht einzeln durch die Reihen der Gegner gehen und reiten kann und dies überlebt.

Ich fand das Vorgehen bei der Belagerung im Video auch schon merkwürdig: Erst nur mit Fernkämpfern angreifen und dann später noch mal mit Nahkämpfern wieder kommen soll also eine realistische Taktik sein? Eine gute KI hätte deine Fernkämpfer-Truppe mit einem Ausfall platt gemacht. So viel zur Strategie-KI.

Auf die Spitze getrieben würde das bedeuten, dass man seine kostbare Armee besser zu Hause lässt, wenn man etwas erobern möchte und halt alle Gegner persönlich umhaut. Leider sehe ich nicht ganz, warum das nicht sogar funktionieren sollte.

Die KI scheint mir nicht nur hochgradig anfällig für Spielmechanik-Exploits, der Schwierigkeitsgrad selbst ist offenbar sogar darauf ausgelegt.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324491 - 19. April 2010 - 21:10 #

Du kannst ja nicht endlos durch die gegnerischen Reihen reiten, du nimmst Schaden dabei. Was daran falsch sein soll, Belagerungen in mehreren Stufen zu führen, weiß ich nicht.

Ich will dir KI hier nicht verteidigen; wenn du dich erinnerst, bin ich derjenige, der sie im Artikel kritisiert. Aber so schlecht wie du gerade deduzierst, ist sie definitiv nicht.

vicbrother (unregistriert) 21. April 2010 - 16:25 #

Ich finde Belagerungen sollten schon realistisch ablaufen. So manche Belagerung im Mittelalter hat mehr als 20 Jahre gedauert und viele hier finden doch lange Spielzeiten super ;)

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8037 - 21. April 2010 - 16:32 #

Lol, bad vic! :) Ich mach dir nen Vorschlag, du schreibst mir ein Spiel mit einer 20 Jährigen Spielzeit und ich spiels, poste auch einen Screenshot pro Jahr. ;)

Allerdings war glaub ich die längste Belagerung nur 900 Tage, von Troja vielleicht abgesehen.. ;) Dein Spiel würde ich aber trotzdem spielen, promise!

Hier zum schmöckern: http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_sieges

vicbrother (unregistriert) 22. April 2010 - 21:15 #

20 Jahre war realistisch:
http://de.wikipedia.org/wiki/Belagerung_von_Candia

Ich meinte es gab sogar noch eine 20-Jährige Belagerung...

Spiele mit langen Spielzeiten gibt es ja heute schon:
Fernschach und andere Rundenstrategiespiele per E-Mail ;)

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8037 - 22. April 2010 - 21:54 #

Ich weiss, es gibt halt genau so viele 20 Jährige Belagerungen wie es 10 Stündige Filme gibt. Alles an einer Hand abzählbar, du bist mir schon einer... ;)

Und nein, Seestreitkräfte sind bei M&B nicht dabei, von daher: No chance für so lange Partien. ;)

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11220 - 18. April 2010 - 14:26 #

Wie schlimm ist denn die dt. Version derzeit noch?

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324491 - 18. April 2010 - 21:16 #

Sie ist nicht "schlimm", aber an manchen Stellen hakt es im Stil, und an ein paar anderen scheint noch nicht fertig übersetzt zu sein. Wie gesagt, auch in der englischen Fassung trifft man noch auf vereinzelte Platzhalter-Texte.

Das deutsche Handbuch ist gut übersetzt.

FraG1 08 Versteher - 189 - 18. April 2010 - 23:00 #

Als ich das erste mal eine kleine Schlacht begonnen habe, fühlte ich mich wie in Rome - Total War. Ich habe nur 800 MB über STEAM herunterladen müssen, sonst sind heute Spiele doch um einiges größer! Aber okay, die haben natürlich auch eine Sprachausgabe ;D

kleinLatino 04 Talent - 13 - 19. April 2010 - 12:47 #

Ich finde mount & blade ein geniales spiel das ist einfach ein komplexe und reale welt und dieser neue multiplayer macht es noch besser

Anonymous (unregistriert) 20. April 2010 - 7:07 #

Habe mir nach der Empfehlung von Jörg die Trail-Version gezogen... als ich dann Level 7 erreicht hatte, wollte ich mehr! Schwubs über Steam geladen und am selben Spielstand weiter gezockt. Jörg, deine Empfehlung war Gold wert. Das Spiel ist genial!!!

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11220 - 20. April 2010 - 11:27 #

Nach dem langen Testvideo hier habe ich direkt bei Steam zugeschlagen. Da ich den Vorgänger nur von ein paar Bildern und Threads kannte, wäre mir dieses unglaublich fesselnde und komplexe Spiel fast entgangen. Es erinnert mich an die guten alten Tage des PCs, lange vor der Herrschaft der Konsolen. Damals, als die Spiele noch umfangreicher, kantiger aber auch noch so richtig faszinierend waren. Als der Einstieg noch nicht so kinderleicht, die Befriedigung etwas erreicht zu haben aber wesentlich größer war. Danke für diesen Test!

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8037 - 20. April 2010 - 12:59 #

Ich rate dir auch zu dem User Video/Eintrag von Mount & Blade - da findest du noch ganze Tabellen und viel Wissenswertes drum herum. A Must see, quasi. ;)

Anonymous (unregistriert) 20. April 2010 - 16:11 #

Danke für den Tipp! Ich hoffe, das Spiel wird ein kommerzieller Erfolg, damit wir mit einem weiteren Teil rechnen können. Man muss so einen Titel und die Fan-Gemeinde auch erstmal aufbauen/pflegen. Ich bin immer noch total begeistert von dem Spiel!

Asto 15 Kenner - 2904 - 20. April 2010 - 16:38 #

Also die Fan-Gemeinde ist schon relativ groß. Ich denke das sich Warband noch besser verkaufen wird als sein Vorgänger, da jetzt auch eine bessere PR gegeben ist - aber natürlich kann eine größere Fan-Gemeinde nie schaden :D

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11220 - 20. April 2010 - 18:20 #

Gibts für die irgendwo eine Hauptanlaufstelle? Hab auf die Schnelle nur das deutschsprachige Unterforum der Entwickler gefunden...

DerMitDemBlunt 14 Komm-Experte - 2483 - 20. April 2010 - 21:38 #

Das Spiel macht echt Laune.
Das einzige was mich ein wenig stört ist dass man wenn man ein eigenes reich gründet keine diplomatie optionen hat.
Zwar verweisen die gegnerischen Kriegsherrn immer auf den König aber der greift mich dann an und endet in meinem Kerker : /

Die Kämpfe sind ab einem bestimmten Zeitpunkt auch zu leicht. Da das Spiel immer nur eine begrenzte Anzahl von Truppen Simulieren kann und man selbst irgendwann nur noch über maximal ausgebildete Truppen verfügt gewinnt man die Kämpfe später einfach dadurch das die eigenen Units zu gut gepanzert sind um schnell zu sterben und man selbst der mäßigen KI einfach haushoch überlegen ist und gegner nachher zu dutzenden tötet. (So gewinnt man übrigens auch die Gefechte um Burgen man selbst läuft vor hat massig HP und ist maximal gepanzert und tötet Gegner mit einem Schlag die KI hat da keine Chance).

So mein König rüstet zum Feldzug gegen die Vaegir (gut das ich vorher noch 100 vaegir-Ritter rekrutiert hab :P )

In dem Sinne
" Wir werden uns wiedersehen " ;P

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8037 - 20. April 2010 - 21:48 #

Ich weiss nicht ob der Battleresizer(.exe) bei Warband Funktioniert, aber beim M&B kannst du die Truppenanzahl auf dem Feld erhöhen, bis max. 1000 Einheiten. Dann werden Schlachten größer und Epischer. Man kanns allerdings auch benutzen um Burg eroberungen zu vereinfachen. ;)

DerMitDemBlunt 14 Komm-Experte - 2483 - 20. April 2010 - 21:57 #

werden die schlachtfelder dann auch grösser ? Wenn 2 Reiterheere ineinander krachen find ich das schon geil aber wenn sie sich dann lösen und 10min übers schlachtfeld Katz und Maus Spielen geh ich mitlerweile afk und rauch eine und wenn die noch grösser werden sollten geht der mist ja noch länger :P

Was sie auch noch fixen sollten ist das die gegnerischen Truppen absteigen wenn sie einen angreifen wärend man ein dorf überfällt und man selbst noch Pferde hat. (und es gibt nichts unfaireres als ein Sturmangriff mit Vaegir-Rittern auf Fussvolk ;) )

Und wenn ich den König gefangen habe dann will ich gottverdammt nochmal den Frieden erwzingen können !!

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8037 - 21. April 2010 - 9:53 #

Nee, die Schlachtfelder bleiben gleich gross. Und was den König angeht... Also ich würde die "Jetzt erst recht!" Mentalität rauskramen wenn mein König gefangen ist.

Wie heisst es: Niemals aufgeben! Niemals Kapitulieren!
Oder: Bei Grabthars Hammer, du wirst gerächt werden!

Easy_Frag 14 Komm-Experte - P - 2029 - 21. April 2010 - 6:40 #

Bin jetzt eigener König und hab das problem wie ich bei meinen Vasallen den Ruf steigern kann?! Immer wenn ic heinem neuen Lord etwas Land gebe sidn alle anderen leicht angepisst...wäre schön wenn da jemand was weis :)

DerMitDemBlunt 14 Komm-Experte - 2483 - 21. April 2010 - 9:34 #

am einfachsten steigerst du den ruf mit den lords durch Feiern die du veranstaltest und wenn du ihnen im Kampf zur Hilfe kommst.

Easy_Frag 14 Komm-Experte - P - 2029 - 21. April 2010 - 15:49 #

mh steigt irgendwie nicht naja egal macht riesen spaß wenn man ein eigenes Königreich hat.

Komme nur mit der "Steuerineffizienz" nich klar da geht mir immer haufen Dinare verloren :(

Thorrbert 09 Triple-Talent - 270 - 21. April 2010 - 9:48 #

Hallo Jörg, hallo zusammen!

Du hast ja im Test geschrieben, ab einem gewissen Punkt würden ausgefeilte Taktiken obsolet, weil man einfach in die Gegner reinreiten kann und dann minutenlang durchhält, weil man kaum Schaden abbekommt. Andere haben das ebenfalls bestätigt.

Diese Erfahrung habe ich nicht gemacht. Kann daran liegen, dass ich noch zu schlecht ausgerüstet bin (und noch einen zu niedrigen Level habe).

Vielleicht liegt es aber auch an euren Einstellungen. Man kann nämlich den Schaden, der zu einem "durchdringt" im Optionsmenü verändern. Die Voreinstellung ist hier 1/4, d.h. nur 25% des Schadens, den die Gegner eigentlich austeilen, kommt tatsächlich bei dir an. Dieser Wert lässt sich für den eigenen Charakter auf 50% oder 100% erhöhen. Analog gibt es eine Einstellungsmöglichkeit für den Schaden, den die eigenen Truppen erhalten, wobei die Grundeinstellung 50% ist, und auf 75% bzw. 100% erhöht werden kann.

Ich habe beide Einstellungen auf 100% geändert (alles andere empfinde ich als unfair, schließlich teile ich auch 100% aus). Man ist dann aber gerade am Anfang extrem verwundbar - zwei Treffer eines normalen Plünderers reichen und man liegt im Staub. Gegner mit Wurfspeer können einen locker "onehitten". Ich finde, das gibt ein tolles Spielgefühl, da man tatsächlich vorsichtig vorgehen muss und eben nicht den Kampfgott mimen kann (jedenfalls bisher).

Überhaupt kann man den Schwierigkeitsgrad extrem gut an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Über die bereits genannten Einstellungen hinaus kann man die Kampf- und Kampagnen-KI, die Kampfgeschwindigkeit ändern, und auch diverse Automatikfunktionen beim Zielen oder Blocken aktivieren.

Gruß
Thorrbert

Anonymous (unregistriert) 21. April 2010 - 12:01 #

Grundsätzlich würde ich gerne so ein Spiel zoggen. ABER: Wenn - ich zitiere: "Allerdings haben wir in 90 Prozent der Feldschlachten die immer selbe Taktik benutzt..." - die immergleiche Taktik in Kämpfen zum Erfolg führt, dann sind selbige doch eigentlich nur ZEITVERSCHWENDUNG.

Und wiedermal versaut eine strohdumme KI ein Spiel. Ähnlich wie in der Total War Serie.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8037 - 21. April 2010 - 12:20 #

Auf dem Blatt Papier klingt das so, aber ich würde deswegen dem Spiel trotzdem eine Chance einräumen. Zumal es sehr Fair ist, bis Stufe 7 das Spiel komplett zu begutachten. Mit mehr als 100 Stunden runter kann ich dir versprechen, auch wenn die KI nicht gerade der Gral untern den Games ist (btw nette Diskussion zwecks KI im entsprechenden Schrieb von Mick Schnelle), es macht einen Heiden Spass.

Die gleiche Taktik und das Godmodemässige Verhältnis verfliegt schnell, wenn man den Schwierigkeitsgrad erhöht - siehe Post weiter oben. Es wäre schon schön wenn man Hinterhalte legen, und überraschend aus dem Dickicht mit einer Reiterformation brechen könnte, aber well, nothing is perfect.

Anonymous (unregistriert) 21. April 2010 - 13:29 #

Ihr tut alle so, als ob ein höherer Difficulty die AI smarter machen würde. Ist so aber nie, auch nicht in anderen Games. Die AI bleibt gleich dumm, es wird nur unfairer, zugunsten der KI. Sorry aber wenn das Game nen anständigen rundenb. Kampfmodus hätte - gern. Aber diese stupiden RTS Klopfereien sind mir einfach zu blöd u. auch meine Zeit ist mir DAFÜR zu schade.

Das die eigene Hauptfigur wieder mal unkaputtbar zu sein scheint (auch auf höherem Level will ich kein T1000 unter Rittern sein) ist ja leider wohl nötig, in Ermangelung eines interessanten u. halbwegs realistischem Kampfsystem.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8037 - 21. April 2010 - 15:32 #

Hallo Anonymous. ;)

Hab ich das gesagt? Nein. Ich sagte lediglich das man mit einem höheren Schwierigkeitsgrad sich etwas mehr anstrengen muss. Wer auf Godmode Niveau rumläuft, der braucht auch gar keine KI. Aber wenn du nur Bashing des Bashing willen machen willst, well, be my guest.

Zwingt dich ja auch keiner es zu spielen. Nur tendieren Spieler oftmals zum Schwarz-Weiß sehen. Also entweder das schlimmste Game allerzeiten oder das größte Game ever. M&B ist nicht Perfekt, nicht das größte Ever, und wenn der Schwierigkeitsgrad aufs Minimum eingestellt ist es für Casualgamer Spielbar mit guten Erfolgen.

p.s. zwecks Kampfsystem:
Du hast es also noch nicht gespielt, schade, den das Kampfsystem ist gerade eines seiner Stärken - mMn.

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11220 - 21. April 2010 - 19:23 #

Klar, das tolle Alleinstellungsmerkmal kippen und alles in Runden pressen. Dazu dann wahlweise Hexfelder oder Schachbrett und fertig ist ein Spiel, dass kaum noch aus der Masse ragt. Diese recht actionorientieren und toll umgesetzten mittelalterlichen Kämpfe machen ja gerade einen großen Teil der Mount & Blade Faszination aus. Die Möglichkeit, den Helden wie in einem Rollenspiel stetig zu verbessern würde ich einfach mal als zusätzliches Feature und unterhaltsames Motivationselement sehen. Schließlich macht es Spaß seinen Charakter und seine Armee zu skillen und auszustatten anstatt einfach nur Truppentyp X und Y auszuheben. Gib dem Spiel einfach mal eine Chance und teste die Demo. ;-)

Anonymous (unregistriert) 24. April 2010 - 12:29 #

Ein wirklich GENIALES rundenb. Game hätte es SICHERLICH nicht schwer, aus der "MASSE" zu ragen. lol Erstens gibts in dem Genre keine Massen an Veröffentlichung. Zwotens stagniert das Genre, seit 10 Jahren, wenn man mal von Civ absieht.

Davan 04 Talent - 21 - 21. April 2010 - 13:03 #

Tolles Spiel, aber man könnte da noch viel mehr draus machen.
Vielleicht kommt ja mal ein zweiter Teil.

Anonymous (unregistriert) 21. April 2010 - 13:31 #

Auf mich wirkts wie ein mießer Total War Clone, die Kämpfe betreffend.
Und der Rest wirkt wie eine unausgegorene Mixtur aus RPG u. Civ.

p.s. Das Video ist eher abschreckend. Scheint ja nur ne stupide "Klopferei" zu sein.

xPhil (unregistriert) 21. April 2010 - 14:56 #

Wenn es eine stupide Klopferei wäre, würden es denke ich deutlich weniger Leute spielen. Das Spielgefühl ist ein völlig anderes als bei Total War. Bei TW schickst du Truppen über die Karte, hier ziehst du mit ihnen in die Schlacht. Alleine schon die Perspektive ändert da schon viel. Als Total War Clone wäre Mount&Blade ziemlich schlecht, es ist aber etwas eigenes. Alles schwer zu beschreiben, wenn du mehr heraus finden willst, empfehle ich dir die Demo (und zu Anfang etwas Geduld).

Danke nochmals Jörg, im Video ist mir die 1.-person Perspektive aufgefallen, wusste ich vorher gar nicht, dass es die gibt. An vielen Stellen sehr hilfreich (zB beim Lanzenreiten).

Thorrbert 09 Triple-Talent - 270 - 21. April 2010 - 15:19 #

"Das die eigene Hauptfigur wieder mal unkaputtbar zu sein scheint (auch auf höherem Level will ich kein T1000 unter Rittern sein) ist ja leider wohl nötig, in Ermangelung eines interessanten u. halbwegs realistischem Kampfsystem."

Hast Du meinen Kommentar gelesen? Wenn Du den vollen Schaden nimmst, bist Du nach zwei Treffern erledigt. Grade am Anfang, wenn Du noch selbst ungeübt bist (also wirklich die Spielerfähigkeit, nicht die Fähigkeiten des Chars), wirst Du ständig besiegt. Ach ja, die Lebenspunkte steigen auch mit höherem Level nicht massiv an. Am Start hat man (je nach Ausrichtung) so um die 50. Jörgs Lvl 30 Char hat 60. Ein normaler Treffer mit einer Anfänger-Einhandwaffe macht 25-35 Schaden bei einer Anfängerrüstung (wenn man den Schaden auf 100% gestellt hat, bei der Voreinstellung eben nur 25% davon). Ist dann halt die Frage, wieviel Schaden eine Elitewaffe bei einer Eliterüstung macht.

Die Kämpfe sind ganz anders aufgebaut als bei Total War. Dort steuerst Du Verbände, hier Deinen eigenen Kämpfer, der auch Verbände kommandieren kann (aber nicht aus der Vogelperspektive, und Du kannst auch nicht einfach zu einer Einheit am anderen Ende der Karte scrollen).

Ich bin von dem Spiel extrem positiv überrascht und begeistert. Ich bin übrigens erst durch den Test hier darauf aufmerksam geworden - falls mich jemand einen Fanboy nennen will.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8037 - 21. April 2010 - 15:30 #

Ich hatte mir damals nach dem Uservideo auf GG das Ding bei Steam für 5€ angeschafft (Weekend-Deal), das war quasi doppeltes Glück. Wenig Geld für ein klasse Spiel.

Thorrbert 09 Triple-Talent - 270 - 21. April 2010 - 15:29 #

"Ihr tut alle so, als ob ein höherer Difficulty die AI smarter machen würde. Ist so aber nie, auch nicht in anderen Games. Die AI bleibt gleich dumm, es wird nur unfairer, zugunsten der KI. Sorry aber wenn das Game nen anständigen rundenb. Kampfmodus hätte - gern. Aber diese stupiden RTS Klopfereien sind mir einfach zu blöd u. auch meine Zeit ist mir DAFÜR zu schade."

Ich tue keineswegs so. Was die AI Einstellungen bewirken - keine Ahnung. Die Einstellungen, die ich angesprochen habe, haben mit AI nichts zu tun - und sind erst mal massiv zu Deinem Vorteil. Die Voreinstellungen bedeuten:

Wenn Du deinen Gegner triffst und 20 Schaden machst, dann werden ihm auch 20 Punkte von seinen vielleicht 50 Lebenspunkten abgezogen. Trifft er Dich mit genau den selben 20 Punkten, werden Dir zunächst nur 5 Punkte abgezogen, weil nur 1/4 durchkommt. Du kannst das aber wie gesagt ändern auf 100%. Das ist dann fair - und anspruchsvoll.

Anonymous (unregistriert) 24. April 2010 - 12:33 #

Dann werd ichs mal testen, wenn es dann um 5 Euro zu haben sein wird. Die Demo zu saugen ist mir zu anstrengend u. zeitauwendig. Ich hab mir in letzter Zeit so viele Budget Titel gekauft, daß meine Zeit sehr kostbar ist.

Anonymous (unregistriert) 21. April 2010 - 16:58 #

Das Spiel ist klasse und das Kampfsystem alles andere als stupide. Mit Total War kann man das schlecht vergleichen.
Für Warband gibt es auch den Battlesizer, damit hat man dann hunderte von Einheiten auf dem Schlachtfeld und man ist nur noch einer von vielen (von wegen alleine alles abräumen).
In Zukunft wird das Spiel durch Mods mit Sicherheit nochmal deutlich aufgewertet.

turritom 12 Trollwächter - P - 1122 - 21. April 2010 - 23:17 #

ein Tipp

Im Multiplayer gibt es sogenannte Duell Server die zwar regulär Deathmatch Server sind aber mit besonderen Regeln. Dort kämpfen immer nur 2 gegeneinander. Das ergibt meist sehr spannende Zweikämpfe.

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11220 - 22. April 2010 - 14:19 #

Der kürzlich veröffentliche Patch 1.112 führt leider zu unregelmäßigen Abstürzen, sobald man eine Schlacht bestreitet. Der Singleplayer-Teil ist dadurch kaum spielbar. Hoffentlich kommt ein Hotfix oder der Patch 1.113 bald. :-/

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11220 - 23. April 2010 - 0:07 #

Problem dürfte behoben sein, 1.113 ist draußen.

Edit: Sehr schön, mehrere große Schlachten liefen wieder stabil. *freu*

Rechen 19 Megatalent - 16014 - 22. April 2010 - 14:24 #

der test wir auch auf der entwicklerseite beworben: http://www.taleworlds.com/main.aspx?dir=download.aspx
haben die das von alleine gefunden oder hat da ein redakteur einen hinweis gegeben?

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324491 - 22. April 2010 - 23:31 #

Wir hatten einige Nachfragen, insbesondere zum Endgame und zu den Bugs, und standen deshalb mit ihnen im Kontakt. Aber die Links haben die schon von sich aus gesetzt, wie ja auch zu diversen anderen Sites :-)

Woldeus 14 Komm-Experte - P - 1865 - 23. April 2010 - 9:07 #

danke für den test. hat mich sowas von überzeugt, dass ich es mir jetzt zugelegt hab - und bereue keinen cent^^

Eisbaer 06 Bewerter - 57 - 23. April 2010 - 22:01 #

Die Erfolgsgeschichte des Spiels (oder der Reihe) hier auf dieser Seite ist auch was feines: ein User (kein Moderator oder Journalist) schreibt einen sehr ausführlichen Bericht über Mount & Blade, bekommt viel positives Feedback. Dann kommt Warband raus, wird "offiziell" getestet und bekommt sehr viel Aufmerksamkeit. Würde mich mal interessieren, wie viele Leute sich das Spiel nur aufgrund der Darstellung auf dieser Seite gekauft haben... Ihr solltet Provision verlangen!

Zockeredwin 15 Kenner - 3002 - 23. April 2010 - 22:17 #

Den Weg auf meine Festplatte hätte das Spiel ohne die Berichterstattung hier wahrscheinlich nie geschafft. Auf der anderen Seite muss ich sagen das die "Begeisterung" die beim Lesen des Tests rüberkommt zu 100% auch mich ergriffen hat. Ein weiterer Beweis dafür wie ernst ich persönlich die hier geäußerten Meinungen nehmen kann.

Anonymous (unregistriert) 24. April 2010 - 13:15 #

Das Interesse hat die Berichterstattung hier sicherlich erweckt: keinen Zweifel! Dennoch hat mich erst die Trial-Version begeistert. Letztenendes hat mich das Spiel selbst überzeugt! Erst nach dem die Trial ausgeschöpft und ich begeistert war, habe ich zugegriffen!

Easy_Frag 14 Komm-Experte - P - 2029 - 26. April 2010 - 9:35 #

Ja habs langsam fast geschafft "Kaiser" zu werden macht riesen Laune die mega Schlachten zu schlagen und sein Königreich zu managen. Paar mehr Komfortfunktionen wören gut und Loyalität einiger Fürsten is mir irgendwie schleierhaft.

Toxe 21 Motivator - P - 26120 - 26. April 2010 - 17:41 #

Tolles Testvideo, Jörg, dafür hab ich mich jetzt auch endlich mal bei Euch registriert. ;-)

Ich konnte das alte Mount&Blade vor ein paar Wochen günstig für 5 Euro bei Impulse bekommen und war ziemlich schnell begeistert von dem Spiel. Da fiel mir die Entscheidung für Warband dann recht leicht. Und wenn man es sich zB. direkt beim Hersteller auf der Webseite kauft, kommt man mit ca. 26 Euro auch ganz günstig weg, wie ich finde.

Bisher haben mir Mount&Blade + Warband zusammen für 100+ Stunden Spass bereitet, das kann nicht jedes Spiel von sich behaupten. Und wenn man bedenkt dass dieses Spiel von einem kleinen Independent-Team entwickelt wurde dann finde ich das schon sehr beeindruckend. Grafik und Steuerung ist halt nicht alles - wobei ich persönlich die Grafik (meistens) schon sehr hübsch finde.

Mount&Blade ist eines dieser offenen Spiele, die man immer wieder gerne mal für ein paar Stunden hervorkramt und dann bestens unterhalten wird. Die Atmosphäre, während der grossen Schlachten auf seinem Gaul über das Feld zu reiten und mitzukämpfen, ist einfach brilliant.

Anonymous (unregistriert) 11. Mai 2010 - 23:56 #

Vielleicht noch ein kleiner Zusatz, weiß nicht ob Jörg hier noch ließt.
Aber für einige wäre sicherlich interesant, dass die Boxvarriante dies z.B bei Amazon gibt nur einen Steamclient und die Berechtigung das Spiel bei Steam zu registrieren und zu laden enthält. Sicher nicht jedermanns Geschmack. W

Ati (unregistriert) 12. Mai 2010 - 23:47 #

Also wo ich mir das so durchgelesen und Videos dazu angesehn habe, bin ich gleich auf amazon gegangen und habs mir bestellt. =D
Ich finde das einfach fantastisch wie das Spiel aufgebaut ist, bin ein großer Mittelalter-Fan.^^
Spiele die in der Mittelalterzeit spielen, werden meistens mit allen möglichem Fantasy Kram verbunden und das nervt ziemlich!
Endlich mal ein Game das "rein" mittelalterlich gestaltet wurde, ohne Zauberei, Dämonen und sonstigem Zeug.

Ach ja, bei der Bewertung Bereich Muliplayer: ..."Kommt nicht an den "Massenfaktor" der Solo-Schlachten heran", finde ich nicht wirklich, dass es ein Minus sein sollte. Nur weil in den Solo-Schlachten so viele Charaktere spielen können, heißt es ja noch lange nicht, dass 64 wenig sind (im vergleich zu vielen anderen Spielen)! ;)

Toranaga (unregistriert) 4. Juni 2010 - 21:28 #

Als alter passionierter Spieler für mich ein unbedingtes Muß. Da kann man nur froh sein, wenn die Ehefrau die Spielleidenschaft bei so einem Zeitmonster toleriert. Persönlich favorisiere ich allerdings den Mod Prophesy of Pendor für den 1. Teil, welcher eine zusätzlich unglaubliche Tiefe hineinbringt; u.a. kann man eigene Ritterorden gründen. Eine Konversion für Warband ist geplant. T.

Anonymous (unregistriert) 10. Juni 2010 - 12:17 #

wieviel kostet das spiel mount & blade warband bei saturn

Anonymous (unregistriert) 10. Juni 2010 - 14:51 #

ich glaube 19.99 euro oder 9.99 euro

Anonymous (unregistriert) 10. Juni 2010 - 15:06 #

habe mich geteuscht es kostet 26.99 eur

Anonymous (unregistriert) 10. Juni 2010 - 14:49 #

wie kan man bei mount & blade warband verstärkung bekommen

Anonymous (unregistriert) 10. Juni 2010 - 15:01 #

wei das jemand bitte schreibt mir -.-

ppoi (unregistriert) 10. Juni 2010 - 16:41 #

weis einer von euch wie man bei mount & blade warband verstärkung bekommen kan

Toranaga 11 Forenversteher - 671 - 19. Juni 2010 - 21:16 #

Soweit ich weiß kommen in einer Schlacht automatisch zwei Wellen Verstärkung, wenn die vorherige Truppe ausgeschaltet wurde; immer unter der Voraussetzung, dass Du eine entsprechend große Truppe mitführst. Du kannst das allerdings nicht durch ein Kommando beeinflussen. Dies gilt allerdings nicht für Belagerungsschlachten.

mfuegemann 04 Talent - 20 - 22. April 2011 - 21:46 #

Ich hab das "alte" Mount&Blade. Das Spielprinzip fesselt, wenn man vorsichtig zuwerke geht und überlebt. Mit genügend Truppen und Ausrüstung macht es dann richtig Laune. Burgen erobern, Turniere gewinnen - ein Traum.
Die Verbesserungen in Warband sind marginal. Die Quests sind vielfältiger und es gibt einige gesellschaftliche Optionen mehr. Die Kampfsteuerung erscheint mir etwas hakeliger (Schwert schwingen). Neu ist der Multiplayermodus.
Mir reicht Version 1 - Hau-Drauf zum Sonderpreis.

mfuegemann 04 Talent - 20 - 22. April 2011 - 21:45 #

Ach ja, zu PPOI:
die Verstärkungs-Wellen hängen von der eingestellten Schlachtengröße und dem Truppenvorteil ab. Also sagen wir 120 Truppen gegen 100 und eingestellter Schlachtengröße von 60. Dann kommen etwa 35 gegen 25 in die erste Runde. Sobald auf einer Seite viele Verluste zu beklagen sind, wird eine entsprechende Verstärkung aus den "wartenden" Truppen ins Spiel gebracht. Das geht solange, bis alle Truppen einer Seite aufgerieben sind. Die Reihenfolge im Truppenmenü bestimmt, wann welche Truppen zum Einsatz kommen - oben stehende kommen zuerst. Also Helden und starke Truppen nach oben, Anfänger und Heiler-Helden nach unten. Bei Belagerungen ruhig wechseln, Reiter nach unten, starke Fußtruppen nach oben.

supersaidla 15 Kenner - P - 3894 - 3. April 2016 - 18:17 #

Im übrigem: Ein absolutes Wahnsinnsspiel :)

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