Liebe auf den dritten Blick

Legends of Eisenwald Test

Steckbrief
LinuxMacOSXPC
Strategie
Rundenstrategie
ab 12 freigegeben
16
Aterdux Entertainment
Aterdux Entertainment
02.07.2015
Link
Amazon (€): 14,99 (PC)
Ein sperriger Heroes-Klon, der erst auf den zweiten oder dritten Blick ungewöhnliche Stärken bei Story und Spielsystem erkennen lässt: Im deutschen Mittelalter mustert ihr Soldaten, erobert Burgen, trefft Entscheidungen, lest ellenlange Texte und werdet vom Spielball zum Bestimmer der hiesigen Politik.
Jörg Langer 27. Juli 2015 - 13:04 — vor 1 Jahr aktualisiert
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Alle Screenshots stammen von GamersGlobal.

Manche Spiele machen sich das Leben unnötig schwer: Angefangen mit einem Prolog, der zum herzhaften Gähnen einlädt über Interface-Absonderlichkeiten bis hin zu bescheidener Präsentation haben die Indie-Entwickler hinter dem storylastigen Strategiespiel (und nicht etwa "Oldschool-RPG") Legends of Eisenwald alles getan, um möglichst wie ein uninspirierter Heroes of Might & Magic-Klon auszusehen. "Nur die Kickstarter-Backer sollen jemals unser Kleinod spielen!", scheint das geheime Motto zu sein. Doch auch wenn der geneigte Feldherr und Rittersmann (wir spielten übrigens eine Rittersfrau mit Armbrust) auf nicht wenige Nervfaktoren gefasst sein muss und letzten Endes das Kernstück, die Taktikkämpfe, nicht wirklich überzeugt, bleibt ein spielenswertes Stück Software. Das merkt ihr aber nur, wenn ihr bereit seid, dem Spielspaß einige Stunden Vertrauensvorschuss zu gewähren...

In Legends of Eisenwald spielt ihr den jungen Baron (oder die Baronin) des Hauses Lahnstein. Ihr seid gerade fern eurer Ländereien und helft – in Form eines eher öden, gestreckt wirkenden Tutorial-Prologs – etwas in der Fremde aus. Doch dann erreicht euch die Nachricht, dass in eurem eigenen Baronat nicht alles rund läuft, und ihr kehrt zurück. Das erste echte Kapitel wirkt dann wie ein Heroes of Might & Magic Light, in dem ihr nicht mit Fantasy-Kreaturen kämpft (und auch keine Städte ausbaut), sondern mittelalterliche Soldaten ins Feld führt. Eine Handvoll zwar nur, doch die dürft ihr individuell ausrüsten, und sie leveln auch auf.
 
Alle Kämpfer haben ein Inventar und leveln, dennoch bleiben sie Kanonenfutter – bis auf eure Hauptfigur (siehe Bild).
Unterschieden wird zwischen Gefolgsleuten (die werden euch vom Szenario oder einer Quest gestellt), wöchentlich zu bezahlenden Söldnern und Rekruten. Letztere bezahlt ihr nur beim Anwerben, danach gehören sie fest zu euch – allerdings habt ihr ein enges Maximum für sie, das ihr nur durch die Einnahme von Burgen erhöhen könnt. Burgen und Dörfer oder sonstige Orte (wie Bergwerke) bringen euch wöchentliche Einnahmen, doch längst nicht in jedem Szenario oder zu jeder Zeit dürft ihr überhaupt Eroberungen durchführen.
 
Viele Unterschiede zu HeroesBereits in diesen ersten Spielkapiteln sind die Besonderheiten von Legends of Eisenwald spürbar: Es gibt wahnsinnig viel zu lesen (wenn ihr denn wollt), denn in den Tavernen weisen euch Gerüchte auf zusätzliche Lore hin oder auch konkret auf Schätze, die ihr in der drehenden, zoomenden, allerdings immer auf eurer einzigen Armee zentrierten Weltkarte finden könnt. Dazu kommen Quest-Dialoge und schließlich schön mit einem animierten Bild illustrierte Legenden, die immer irgendwie mit der Spielhandlung oder der Spielwelt verknüpft sind. Allerdings könnt ihr auch die allermeisten dieser Texte ignorieren oder wegklicken, denn im Questlog sowie den Notizen tauchen sie danach in komprimierter Form auf.
 
Auch die zweite Besonderheit wird schnell klar: Zwar reitet ihr ähnlich wie in Heroes fröhlich über die Karte und besucht Dörfer, Märkte und Burgen, in denen ihr Soldaten anheuert, eine Vielzahl Items handelt, Quests abholt oder eure Begleiter heilt. Ihr sammelt aber keine herumliegenden Ressourcen (Ausnahme: versteckte Schatzkisten) auf und habt nie mehr als eine Armee. Und während bei Heroes außer euch nur Feindarmeen über die Landschaft laufen und ansonsten stationäre Gegner auf euch warten, wimmelt es in Legends of Eisenwald nur so vor neutralen, befreundeten und verfeindeten Armeen, die sich ebenfalls auf den Straßen und Auen fortbewegen. Das gemächliche Tempo auf der Weltkarte dürft  ihr maximal vervierfachen, zudem stoppt in einem von zwei Modi die Weltsimulation immer, wenn ihr stoppt, wodurch das Ziehen quasi Runden-Charakter bekommt.
 
Auch die teils große Freiheit im Spiel deutet sich bereits in Kapitel 1 an: Vier lokale Burgherren, eure ehemaligen Gefolgsleute, haben sich nach den hier absichtlich nicht näher erwähnten Ereignissen auf Festung Lahnstein zerstritten und gehorchen euch nicht mehr. Allerdings sind alle vier bereit, euch wieder zu dienen – wenn ihr zwei der anderen ausschaltet. So kämpft ihr zunächst gegen marodierende Söldner oder rebellische Bauern, rekrutiert eine kleine Armee und löst Quests. Die bestehen meist darin, irgendwen oder irgendwas auf der Karte zu finden, eine Ortschaft einzunehmen oder einen herumstreunenden Gaunertrupp zu besiegen. Schließlich greift ihr eine der Burgen an (am besten von demjenigen, der euch am unsympathischsten ist). Dann noch abwarten, bis dessen Offiziere – oder auch der Burgherr selbst, sollte er nicht anwesend sein – ihre hoffentlich fruchtlosen Gegenangriffe vergeigt haben, und ihr seid einen Schritt näher am Kapitelsieg.
Bei günstig gewähltem Kamerawinkel können wir, vor unserer Burg stehend, auf die (in den Außenbezirken tatsächlich bereisbare)  Hauptstadt Windfeld hinabblicken. Unser Held symbolisiert eine "Armee" aus bis zu zwölf Kämpen.

 
Vielseitige Kapitel
Bei den Legenden gibt's immerhin eine leicht animierte Illustration; diesem Mann mit einem Arm begegnen wir bald.
Kapitel 2 verläuft dann komplett anders: Ihr büßt ohne Vorwarnung eure Armee, euer Geld und euer Inventar und das gesamte Gold ein (bis auf das, was ihr am Körper tragt, dies als kleiner Tipp...) und befindet euch das ganze Szenario über auf der Flucht. Eine übermächtige Armee verfolgt euch skriptbasiert; wenn ihr euch zu lange Zeit lasst, die nächste Verzögerungsaktion (wie das Lostreten einer Gerölllawine im Gebirge) zu starten, holt sie euch irgendwann ein und wird euch vernichten. In diesem Kapitel folgt ihr starr dem einzig richtigen Weg, macht vielleicht mal einen kleinen Schlenker, fühlt euch sonst aber wie auf Schienen. Es folgt ein Zwischenkapitel von nur wenigen Minuten Dauer, das euch einen Teil der Armee kostet, die ihr aus Kapitel 2 mitgebracht habt.
 
Kapitel 3 ist dann zunächst wie ein Heroes ohne Eroberungen. Auf einer großen Map habt ihr anfangs einen kleinen Trupp und keine Burg, müsst erst mal das Vertrauen des Kanzlers von Windfeld erlangen. Dabei steht ihr bald vor der Wahl, moralisch verwerflich oder aber ehrenvoll zu agieren, wobei euch letzteres herbe Nachteile bringt (es geht euch schon wieder die komplette Armee verloren, die ihr möglicherweise stundenlang hochgezüchtet habt). Dann erst geht das Kapitel richtig los: Drei Barone haben ihre ausgedehnten Ländereien um das Gebiet von Windhelm herum, und ihr müsst sie überzeugen, sich an die Seite des Herzogs von Windhelm zu stellen. Spätestens jetzt seid ihr auch Burgbesitzer, was euch sogar eine kleine Prise "Reichsmanagement" abverlangt: Denn ihr solltet Truppen dort zurücklassen, um sie gegen Räuber und verfeindete Fürsten zu schützen. Da ihr in euren eigenen Burgen nicht rekrutieren könnt, müsst ihr dazu in umliegende Städte, Burgen und Dörfer reiten und Rekruten oder Söldner einsammeln, um sie dann in der Burg oder auch in Wachtürmen zu stationieren. Aufgrund des Rekruten-Limits eurer Armee (die in Burgen stationierten Rekruten allerdings sind "frei") ist das etwas mühsam. Dafür haben gut verteidigte Burgen gute Chancen, Angriffe selbständig abzuwehren, wobei die Soldaten nach und nach sogar aufleveln.
 
Ihr seht schon: Es erwartet euch eine ziemliche Vielfalt an Aufgaben, auch wenn es letzten Endes fast immer darum geht, eine schlagkräftige Armee zusammenzubekommen und bestimmte Feinde zu besiegen oder einen bestimmten Ort einzunehmen. Dazu kommt die Vielzahl der Nebenquests und Gerüchte, denen ihr nachgehen könnt. Die werden zwar nicht schön präsentiert, dafür ist die deutsche Textversion besser als die vieler vergleichbarer AAA-Titel: Die Übersetzer haben einen sehr guten Job gemacht. Die Sounds sind nicht sonderlich gelungen und an der dudeligen Hintergrundmusik hat man sich bald sattgehört. Während wir die Weltkarte schön finden, sind die meisten anderen Grafiken eher mäßig, und die Kampfanimationen könnten schöner sein.

Die Taktikkämpfe
Berittene Kämpfer sind besonders gefährlich, müssen aber im Wald sowie bei Burgangriffen absteigen.
Wann immer ihr mit eurer Armee auf einen Gegner trefft (oder er auf euch), wird in einen Taktikmodus umgeschaltet. Eure bis zu zwölf Kämpfer, darunter euer Alter Ego, stehen in drei Kampflinien bereit, ebenso die Gegner, und abhängig vom Initiativwert kommen nun abwechselnd alle dran; eine Leiste links zeigt im Stile von JRPGs die Reihenfolge.
 
Allerdings sind eure Handlungsoptionen pro Kämpfer stark beschränkt: Er (oder sie) kann bis zum Ende der Runde warten – sinnvoll für Heiler oder wenn ihr Speerträgern gegenübersteht, die einen Bonusangriff auf euch erhalten, wenn ihr ein Nachbarfeld von ihnen betretet, um sie anzugreifen. Ihr könnt einen Gegner angreifen, allerdings nur den oder die nächststehenden; frei bewegen dürft ihr euch nie. Manche Truppentypen dürfen Sonderattacken oder Zaubersprüche einsetzen, und es ist auch ein Rückzug auf ein freies Feld möglich, welches, entscheidet der Computer. Obwohl es also einige Dinge zu beachten gibt, erinnert das Kampfsy
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stem stark an das simple von Disciples, wo es gar keine Bewegungen gibt. Taktisch könnt ihr eigentlich nur versuchen, die Gegner von euren schwächeren Einheiten fernzuhalten, indem ihr die starken vorn platziert oder auch bewusst weit nach vorne zieht, doch die Schlachtfelder sind sehr klein, und im Prinzip arbeitet ihr möglichst schnell einen Gegner nach dem anderen ab, wobei ihr euch sinnvollerweise auf die konzentriert, die in Kürze drankommen würden mit ihrem eigenen Zug.
 
In der Regel gilt: Als erstes die starken Feinde ausschalten (zumal ihr meist schon gewinnt, wenn nur noch ein oder zwei Gegner leben), manchmal lohnt es sich aber, zunächst die Magier oder Heiler zu töten. Apropos töten: Eure Kämpfer verlieren Hitpoints und sammeln Wunden, letztere müssen in oder nach der Schlacht geheilt werden, sonst sind die maximalen Hitpoints reduziert. Wenn zu viele Wunden zusammenkommen, stirbt der Soldat permanent, andernfalls könnt ihr die "Gefallenen" nach der Schlacht wieder hochpäppeln.

Auf der nächsten Seite kommen wir zu den zahlreichen Designpatzern von Legend of Eisenwald – und wieso es dennoch Spaß macht.
Simple Schlachten: Egal ob Wiese, Wald, Dorf oder (wie hier) Burg – es gibt weder interaktive Elemente noch Deckung. Bewegungen sind immer Angriffsbewegungen auf den nächststehenden Feind zu oder aber ein taktisches Zurückweichen.
Jörg Langer Chefredakteur - P - 324136 - 27. Juli 2015 - 13:07 #

Viel Spaß beim Lesen!

jguillemont 21 Motivator - P - 26466 - 27. Juli 2015 - 13:15 #

Hatte ich, danke. Schöner Test. Suche gerade ein Spiel für meine Post-GTA-V-Ära, aber ich glaube ich werde eher zu Blackguards 2 greifen.

Hyperbolic 15 Kenner - P - 3928 - 27. Juli 2015 - 17:21 #

Das "Haus Lahnstein". Hm, das liegt ja tatsächlich in meiner Nachbarschaft. ;-)

RobGod 14 Komm-Experte - 2358 - 27. Juli 2015 - 14:05 #

Natürlich spielte Jörg eine Frau.... ^^

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11671 - 27. Juli 2015 - 14:12 #

Was ist ein Eisenwald?

Toxe 21 Motivator - P - 26076 - 27. Juli 2015 - 15:23 #

Liegt zwischen Kosch und Ambossgebirge und begrenzt das Yaquirtal im Norden.

(Glaube ich zumindest, schon so lange her...)

Epic Fail X 15 Kenner - P - 3577 - 28. Juli 2015 - 9:12 #

Fast.
Es ist sozusagen die westliche Fortsetzung des Ambossgebirges. Im Nordosten, durch den Großen Fluss getrennt, erhebt sich das Koschgebirge. Im Nordwesten schließen sich die Ingrakuppen an.
Alle genannten Gebirge bilden so etwas wie das Stammland der Zwerge.

DarthTK 13 Koop-Gamer - P - 1578 - 28. Juli 2015 - 10:09 #

Speitl das Spiel in Aventurien? Hab das nirgends bisher gelesen, oder ich hab es überlesen.

Toxe 21 Motivator - P - 26076 - 28. Juli 2015 - 10:17 #

Nein, tut es nicht.

Dachte ich ursprünglich aber tatsächlich immer, bevor ich mich damit mal näher beschäftigt hatte. Ich dachte immer, das wäre eines dieser seltsamen DSA Spiele, wo DSA nur im Namen irgendwie vorkommt. ;-)

Michel07 12 Trollwächter - P - 1024 - 27. Juli 2015 - 14:14 #

Der Test von Jörg Langer hat mich vor einem Fehlkauf bewahrt.

RobGod 14 Komm-Experte - 2358 - 27. Juli 2015 - 14:24 #

Erst mal danke für den Test.
Bestätigt mich in meinem Gefühl, dass das Spiel ein Kleinod ist, dass noch etwas polish vertragen kann.
Auch auf die Gefahr hin, jetzt wie ein Knauser dazustehen: Wird bestimmt, nach mehreren (Fan)patches und Designfeinschliff in einem Jahr bei nem Sale abgeholt....

Roland Austinat Freier Redakteur - 3303 - 27. Juli 2015 - 22:17 #

Dann lass mich doch mal fragen: Wovon bezahlt ein Indie-Entwickler denn ein Jahr lang seine Mitarbeiter für Patches und Design-Feinschliff? Vermutlich auch von den Einkünften, die durch den Verkauf des Spiels hereinkommen. Denk mal drüber nach. ;)

RobGod 14 Komm-Experte - 2358 - 28. Juli 2015 - 0:41 #

Von dem Geld der Leute, die das Spiel auch im jetzigen Zustand toll finden. Ich gehöre nicht dazu.
Bei FTL, Kentucky Route Zero oder dem sensationellen. Doorkickers hab ich das quasi für andere gemacht, weil es mich schon so früh gepackt hat, trotz fehlendem Content oder kleinerer Problemchen.

Das ist doch völlig nachvollziehbar, oder?

Cat Toaster (unregistriert) 28. Juli 2015 - 17:34 #

"Denk mal drüber nach"...och, bitte!

Borin 13 Koop-Gamer - 1685 - 27. Juli 2015 - 14:48 #

Danke für den Test, den ich gerne gelesen habe. Ich bekomme jedoch die Punkte nicht mit dem Text zusammen. Da ich aber sowieso eher für gute Testtexte bin als für das bloße scrollen zur Wertung mit kurzen Pros und Cons, ist das auch nicht schlimm.
Ich schaue dann auch mal lieber in einem Jahr nach ein paar Patches, ob es mich dann reizen könnte.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324136 - 27. Juli 2015 - 14:56 #

Ist doch nicht schwer: Wer sich vom öden Einstieg und den vielen Nickeligkeiten – die ich deswegen pflichtschuldigst aufzähle – nicht abschrecken lässt, der kann richtig viel Spaß haben. Die Kämpfe sind eher simpel gestrickt, aber das sind sie bei Heroes 6, Disciples 3 und Co. auch.

Legend of Eisenwald ist so ein Spiel, das man "völlig objektiv" in Grund und Boden werten kann, wenn man denn möchte, da es so viele kleine Patzer hat. Aber bei meiner Wertung steht keine Jahreszahl oder Vorbehaltsklausel dabei: Die Wertung gilt jetzt, für Version 1.006 :-)

Roland Austinat Freier Redakteur - 3303 - 27. Juli 2015 - 22:19 #

Als jemand, der die Story dies Spiels kennt, freue ich mich, dass Du es nicht in Grund und Boden gewertet hast.

An Deinen Vorposters: Wertungen sind ja nie "objektiv". Was wäre gewesen, wenn etwa Dragon Age 2 von einem Indie-Entwickler und nicht von Bioware gekommen wäre? Hätte es dann weltweite Jubelarien gegeben? :)

Kirkegard 19 Megatalent - P - 15105 - 28. Juli 2015 - 7:49 #

Kommt auf den Kritiker an, bei 4 Players hätte es dann Platin abgeräumt ;-)

Borin 13 Koop-Gamer - 1685 - 28. Juli 2015 - 10:12 #

Danke für die Antwort.
In Grund und Boden zu werten hatte ich nicht gemeint. Auch weiß ich natürlich, dass eine Wertung nicht objektiv ist, wie Roland schrieb - daher bin ich ja auch auf GG und lese hier die Tests und nicht woanders, da hier deutlich eher mein Geschmack getroffen wird.
Mir ging es wirklich darum, dass der Testtext in meinen Augen eine andere Wertung nahelegt. Schon die Verwendung des Wortes "Juwel" hatte mich überrascht. Bei all dem, das Du im Test aufzählst und dem, was Du in diversen Beiträgen und in Podcasts über Deine Quälereien bei den Spielen erzählt hattest, war ich einfach nur erstaunt.
Der Punkt mit dem Status des Entwicklers, den Roland nicht nur hier angemerkt hat, ist glaube ich einfach schwer zu klären, da es für beide Ansichten - die, dass er berücksichtigt werden sollte und die, dass es auf die Qualität des Endproduktes ankommt, ungeachtet dessen, der es hergestellt hat. Ein "ist zwar voller nervender kleiner Fehler, aber immerhin von einem kleinen Entwickler" mag manchmal einfach nicht helfen, wenn der Spielspaß wegen der Fehler nicht aufkommen will.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324136 - 28. Juli 2015 - 12:22 #

Wir sind bei GamersGlobal nicht dafür bekannt, Indie-Spielen einen Bonus zu geben :-)

Ardrianer 19 Megatalent - P - 18200 - 27. Juli 2015 - 15:51 #

Hab das Spiel schon seit einer Weile, aber so richtig zum Spielen bin ich noch nicht gekommen. Vielleicht aber auch gar nicht so verkehrt, wenn ich noch etwas damit warte... :)

Kirkegard 19 Megatalent - P - 15105 - 27. Juli 2015 - 16:16 #

Ich habs hier gewonnen, da muss ich es also auch spielen!

Der Marian 19 Megatalent - P - 17289 - 27. Juli 2015 - 16:39 #

Echt? Hab leider immer noch Men of War: AQ hier rumfliegen, das ich hier vor gut einem Jahr gewonnen habe. Hätte ich das auch schon spielen müssen ;).

Kirkegard 19 Megatalent - P - 15105 - 28. Juli 2015 - 7:51 #

Ich habe noch Deer Hunt irgendwo rumliegen, mein Gewinn aus der Jahresverlosung vor 2 Jahren, glaub ich.
Bei bestimmten Gewinnen fühlt man sich irgendwie gar nicht als Gewinner ;-)

Der Marian 19 Megatalent - P - 17289 - 28. Juli 2015 - 9:15 #

Das wiederrum ist bei mir und MoW nicht das Problem. Eher Zeitmangel ;).

Meursault 14 Komm-Experte - 2460 - 28. Juli 2015 - 11:12 #

Ich habs auch hier gewonnen und mich hat das Spiel durch seine Text-Seiten-Tutorials in den letzten Wochen zwei mal entnervt schnell Alt-F4 drücken lassen...Dann habe ich irgendwann auch mal gespielt und nach der ersten Stunde konnte es mich noch nicht wieder dazu bringen, es erneut zu starten...

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324136 - 28. Juli 2015 - 12:24 #

Darum schreibe ich im Text von mehreren Stunden :-)

Maik 20 Gold-Gamer - - 21503 - 28. Juli 2015 - 13:25 #

Also könnte man doch den Vergleich zu Mount & Blade ziehen. Beide brauchen ein paar Stunden, bevor es richtig losgeht. :)

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324136 - 28. Juli 2015 - 15:11 #

Ja, aber aus anderen Gründen. Bei M&B braucht man lange, bis man überhaupt kapiert, was zu tun ist, und wie man das tun kann. Bei Eisenwald ist es eher so, dass es relativ langweilig beginnt, und erst so ab Mitte des 1. Kapitels anfängt Spaß zu machen, dann gibt's nen Dämpfer am Ende (aus meiner Sicht), dann eie ungewöhnliches Kapitel 2, und ab dem 3. Kapitel hat es mich dann richtig gepackt.

Der Marian 19 Megatalent - P - 17289 - 27. Juli 2015 - 16:40 #

Danke für den Test. Klingt so, als kpönnte ich Spaß damit haben.

Roland Austinat Freier Redakteur - 3303 - 27. Juli 2015 - 22:15 #

Auf jeden Fall. Insbesondere durch die wirklich gute und voller Überraschungen steckende Story - die hat auch mir besser gefallen als bei vielen AAA-Titeln.

Labrador Nelson 27 Spiele-Experte - - 86491 - 27. Juli 2015 - 19:58 #

Ist ja dann doch ganz gut geworden. :)

Roland Austinat Freier Redakteur - 3303 - 27. Juli 2015 - 22:14 #

"Dazu kommt die Vielzahl der Nebenquests und Gerüchte, denen ihr nachgehen könnt. Die werden zwar nicht schön präsentiert, dafür ist die deutsche Textversion besser als die vieler vergleichbarer AAA-Titel: Die Übersetzer haben einen sehr guten Job gemacht."

Vielen Dank. ;)

Im vierten Kapitel gibt es übrigens mindestens vier verschiedene Spielweisen, ins fünfte Kapitel zu kommen, wenn mich meine Erinnerung nicht trügt. :)

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 32779 - 28. Juli 2015 - 0:02 #

Bist du ein Backer, Roland?

Der Marian 19 Megatalent - P - 17289 - 28. Juli 2015 - 5:18 #

Klingt, als hat er auf das "Übersetzer" reagiert.

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 32779 - 28. Juli 2015 - 9:57 #

Jep, nachdem ich jetzt geschlafen habe würde ich das such so sehen. Wobei das das Backen ja trotzdem nicht ausschliessen würde. ;)

andima 13 Koop-Gamer - P - 1326 - 28. Juli 2015 - 7:03 #

Roland war wohl der Übersetzer :)

Roland Austinat Freier Redakteur - 3303 - 30. Juli 2015 - 10:04 #

So sieht es aus - etwa die ersten zwei Drittel allein, den Rest mit bewährten Kollegen, die schon mit mir an Skyrim, The Witcher 3 und Co. gearbeitet haben. :)

zaylia_tsa 11 Forenversteher - P - 737 - 29. Juli 2015 - 13:21 #

Hatte mir das Game gleich am ersten Tag geholt, als es den Beta-Status verlassen hatte.

Da viele Fragen und Probleme offen sind, machen die russichen Entwickler einen sehr guten Eindruck auf mich.

Man darf seine Savegames hinschicken und die Programmierer beheben den Fehler (falls noch welche da sind) und geben Tipps, wie man weiterkommt. In dem Umfang habe ich es bisher noch nicht erlebt.

Im deutschen Unterforum ist dort der Entwickler Alexander unterwegs (kann recht gut Deutsch) und hilft viel. Musste auch schon paar Mal dort nachfragen oder nachschauen, weil ich die Quests nicht weiter bekommen habe.

Ahja, ich spiele leicht und finde das Game im Frühstadium bockschwer. Sobald man die Armee aufgelevelt hat, wird es deutlich leichter (vorallem, wenn man mehrere Burgen hat, wo die Armee sich pro Burg vergrößern darf bis zum Limit von 12 Personen).

LG Zaylia Tsa

Roland Austinat Freier Redakteur - 3303 - 30. Juli 2015 - 10:05 #

Alex ist der Studiochef, der im Kickstarter-Video mit Ritterrüstung unterwegs war. Einen so engagierten habe ich in meinen vielen Branchenjahren selten gesehen. :)

NagumoAD 03 Kontributor - 12 - 1. August 2015 - 1:20 #

Der Test gibt fast genau meine Empfindungen wieder.
Ich habe es mit meinem Mystiker bis in den dritten Akt geschafft und wunderte mich nur so langsam, warum meine Gegner nie Ihre Sonderfähigkeiten nutzten.
Tja und nach kurzer Zwiesprache mit den Designern im Steamforum durfte ich dann erfahren, dass das Spiel automatisch auf leicht gestellt wird, wenn man in den Optionen das Tutorial nicht abschaltet oO (habe ich so in fast 30 Jahren Zocken noch nie gesehen)(zudem wird dann nicht nur die Auswahl des Schwierigkeitsgrades zu Beginn der Kampagne freigeschaltet, sondern auch noch gleich zwei Zusatzszenarien obendrauf).
Leider hat mir das absolut den Spielspaß (Gegner nur noch Kanonenfutter, sobald man mit dem Geist Gegner bindet) bzw. Elan für einen Neuanfang genommen. Die Skillbäume der drei Klassen unterscheiden sich ja leider auch nicht all zu sehr und den ganzen Anfang nochmal zocken..och nööö :)

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324136 - 1. August 2015 - 11:01 #

Hmmm... aber der Test kommt im Gegensatz zu dir zu einem positiven Fazit.

zaylia_tsa 11 Forenversteher - P - 737 - 2. August 2015 - 20:38 #

Ist heute gepatcht worden (Version 1.007). Schwierigkeitsgrad extra auswählbar (ist mir garnicht aufgefallen, da ich Tutorial gespielt habe).

Ergänzung: Er hat seine Tel-Nr. gepostet um selbst Support geben zu können o-O

Kirkegard 19 Megatalent - P - 15105 - 13. Januar 2016 - 9:46 #

Mich hat diese Spiel richtig angefixt. Obwohl ich nicht der Jörg Langer Spielertyp bin geh ich mit unserem Lieblingsspieleseitenchefredakteur d'accord. Ich empfinde das Spiel bisher genau wie Jörg. Und nicht beeinflussbare Skript Abläufe aufgrund von Zwangsdramaturgie (die Flucht), naja, ich habs geschluckt. Aber ich wusste in diesem Moment genau was Jörg im Test gemeint hat.

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