RPG-Schwergewicht für Genießer

Kingdom Hearts Birth by Sleep Test

Seit Freitag steht der sechste Teil der erfolgreichen Kingdom Hearts-Serie mit dem Untertitel Birth by Sleep in den Händlerregalen. Der neueste Teil der einzigartigen Verschmelzung von Disney und Final Fantasy verspricht nicht nur eine umfangreiche Spielzeit, sondern auch ein ausgereiftes Kampfsystem. Wir haben die Dunkelheit besiegt!
Christoph Licht 15. September 2010 - 13:18 — vor 6 Jahren aktualisiert
PSP
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Die Kingdom-Hearts-Serie


Obwohl Birth by Sleep die Vorgeschichte von Kingdom Hearts erzählt, ist es bereits der sechste Teil der erfolgreichen Spiele-Reihe. Zur Hauptserie gehören die folgenden Titel:

Kingdom Hearts (2002, PS2)
Kingdom Hearts - Chain of Memories (2004, GBA)
Kingdom Hearts 2 (2006, PS2)
Kingdom Hearts coded (2008, Handy)
Kingdom Hearts - 358/2 Days (2009, NDS)
Kingdom Hearts - Birth by Sleep (2010, PSP)

Diese Ableger sind nie bei uns erschienen:

Kingdom Hearts (2005, V CAST)
Kingdom Hearts Mobile (2008, Handy)

Zwei weitere Titel sind bereits angekündigt:

Kingdom Hearts Re:coded (2010, NDS & Handy)
Kingdom Hearts 3D (2011, 3DS)

Wir haben die Screenshots von der realen Auflösung auf 960x544 verdoppelt.

Mehr als zwölf Millionen verkaufte Einheiten weltweit sprechen eine deutliche Sprache: Die Kingdom Hearts-Serie hat sich seit 2002 zu einem plattformübergreifenden Verkaufsschlager entwickelt. Die Reihe verbindet auf einzigartige Art und Weise Elemente aus der Welt von Disney mit der Final Fantasy-Reihe. Auch im nunmehr sechsten Teil der Serie mit dem Untertitel Birth by Sleep ändert sich daran nichts. Erneut besucht ihr auf eurer Reise unterschiedliche Disney-inspirierte Welten, trefft bekannte Charaktere wie Onkel Dagobert, Mickey Mouse, Peter Pan oder auch Experiment 626 (aus Lilo & Stitch) und kämpft euch durch Horden von Gegnern, um die Dunkelheit zu besiegen.

Anders als der letztjährige Ableger für den Nintendo DS, 358/2 Days, ruhen sich die Entwickler bei Square Enix mit Birth by Sleep aber nicht auf Altbewährtem aus. Stattdessen wurde speziell an das Kampfsystem kräftig Hand angelegt. Mit großem Erfolg, wie wir finden, die auf einem schlau zusammengestellten Kampfdeck sowie Buttonkommandos basierenden Kämpfe sind taktisch anspruchsvoll und fast durchweg spannend.

Birth by Sleep spielt zehn Jahre vor den Ereignissen in Kingdom Hearts. Entsprechend bleiben vor allem die Disney-Charaktere ihrer Rolle aus den Filmen und Serien noch größtenteils treu. Malefitz ist beispielsweise noch nicht die große Gefahr, wie es sie in späteren Titeln sein wird. Andere Charaktere wie Sora, Riku und Kairi aus dem ersten Kingdom Hearts hingegen kommen zwar im Spiel vor, sind aber jünger und spielen einen weit weniger wichtigen Part.

Terra setzt im Kampf gegen das Spinnrad sein Multifokuskommando ein und hat bereits fünf Treffer damit gelandet.

Der Kampf gegen das Spinnrad

Da sind wir gerade noch den Fängen der Hexe Malefiz aus Disneys Dornröschen entkommen, und schon wartet im verlassenen Thronsaal die nächste Herausforderung: Ein haushohes Spinnrad ist von der Dunkelheit besessen und versperrt uns den Weg. "Bosskampf voraus!" schreit die erfahrene Spielerseele und soll Recht behalten. Doch wir sind vorbereitet, haben in weiser Voraussicht – und weil wir bereits mehrfach an diesem Bosskampf gescheitert sind – unser Kommandodeck entsprechend umgebaut und wähnen uns endlich dem Monstrum gewachsen.

Gleich nach der Zwischensequenz legen wir dank einer gefüllten Fokusleiste mit unserem Multifokuskommando "Schallschatten" los. Eigentlich für den Kampf gegen mehrere Gegner gedacht, eignen sich die Multifokuskommandos dank des ausgeteilten Schadens und der dazugehörigen Unverwundbarkeitsphase auch hervorragend für Bossgegner. In Schattengestalt huscht unser Charakter Terra nun automatisch über den Bildschirm und lässt die Lebenspunkte des Rads stark sinken. Die Kamera auf das Ziel festgenagelt, gehen wir nun in den Nahkampf über, schlagen mit unserem Schlüsselschwert zu und setzen unsere Kampfkommandos ein: Schleudert das Rad uns zurück, schleudern wir ihm dank "Schwertwurf" unser Schwert entgegen, verkürzen mit "Sturmlauf" die Distanz und nutzen den Zauberspruch "Vita" um uns ein wenig zu heilen. Mana benötigen wir für all das nicht. Während sich unsere Fokusleiste durch erfolgreiche Treffer auflädt, müssen wir für die Kommandos in unserem Kommandodeck nur kurze Zeit warten, dann können wir sie wieder einsetzen.

Hilfe aus der Ferne

Mehrere erfolgreiche Treffer gegen das Spinnrad später blitzt unser Charakter auf und signalisiert: Das Kommandostil-Abschlusskommando (basierend auf dem gerade aktiven Kommando) ist einsatzbereit! Unsere Schläge teilen nun noch mehr Schaden aus und starten teilweise zusätzliche Attacken wie einen Eisring. Landen wir weiter erfolgreich Treffer, findet die Kombo gar ihren fulminanten Abschluss in einem mächtigen Spezialangriff. Und während wir so fleißig auf das Spinnrad einhämmern, weichen wir ihm dank unserer Aktionskommandos mehr oder weniger erfolgreich aus und kontern seine Attacken. Die Aktionskommandos sind jedoch nicht Teil eures Decks, sondern werden über Buttonkombinationen ausgeführt -- und sind so jederzeit einsetzbar.

Soweit, so gut. Doch "Vita" hat eine lange Abklingzeit, und so langsam geht unsere Lebensenergie stark zur Neige. Wir aktivieren den Dimensionslink zu Aqua, werden so automatisch vollständig geheilt und haben gleichzeitig Zugriff auf ihr Kommandodeck, das ausschließlich aus Zaubern besteht. Dank ihrer mächtigen Kombos schaffen wir es nach gefühlten Stunden und mehreren Anläufen endlich, das Spinnrad zu besiegen. Der Lohn aller Mühen? Erfahrungspunkte, ein neues Schlüsselschwert, der Zugang zu weiteren Welten. Und vor allem die Befriedigung, einen anspruchsvollen, aber niemals unfairen Kampf mit viel Taktik und etwas Glück gemeistert zu haben.

In der Rolle von Ventus müssen wir Element 626 beschützen und am Leben halten -- eine der wenigen Situationen, in denen wir tatsächlich physisch mit zwei Charakteren gleichzeitig durch die Levels streifen.

Roland_D11 15 Kenner - 3685 - 15. September 2010 - 13:28 #

Schön, dass einen Test zu dem Spiel gibt :-) . Zwei Kleinigkeiten sind mir beim ersten Überfliegen aufgefallen:

1. Die PSP benutzt einen Memory Stick als Speichermedium, keine SD Card.

2. Es sollte erwähnt werden, dass das Spiel nur auf UMD und nicht als Download erscheint. PSPGo-Besitzer schauen also in die Röhre.

brundel74 14 Komm-Experte - 1975 - 15. September 2010 - 13:36 #

Zu 2. Das ist erstmal richtig, aber es wurde erwähnt dass ein Release als Download derzeit nicht angedacht ist. Da Dissidian ebenfalls als Download erschien, ist es auch hier wahrscheinlich das später eine Downloadversion verfügbar sein wird. Ausgeschlossen ist es laut SE jedenfalls nicht.

Beim Test vermisse ich allerdings den Hinweis, dass nicht nur nach einer optionalen Installation die Ladezeiten in einem erträglichem Maße gemildert werden, sondern auch dass es möglich ist in den Optionen die Wahl der CPU Geschwindigkeit zu wählen. Die Standardeinstellung frisst weniger Akku Energie, dadurch gibt es im Spiel keine konstante Framerate. Schaltet man in den Optionen diese Option ein, wird mehr CPU benasprucht und das Spiel läuft in 16 Bit butterweich. Alternativ lässt sich auch 32 Bit dazuschalten.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 354578 - 15. September 2010 - 14:56 #

Danke an euch beide für die Hinweise, prüfen wir gleich (bzw. Memory Stick statt SD war mein Fehler, obwohl ich es besser wissen müsste...)

kami. 11 Forenversteher - 797 - 15. September 2010 - 13:42 #

schoener test. aber im wertungskasten ist wohl was schief gelaufen: "KI der Standarfgegner sehr beschränkt"

Anonymous (unregistriert) 15. September 2010 - 14:04 #

Sehr schöner und ausführlicher Test. Werde es mir nach einigen Zweifeln nach diesem Test doch zulegen. Ach bei Kaufempfehlung fällt mir ein, kommt noch ein Test zu Metroid other m ? Da bin ich mir auch noch unschlüssig:P

Jörg Langer Chefredakteur - P - 354578 - 15. September 2010 - 14:50 #

Der kommt heute am späteren Abend. Wenn du so lange gewartet hast,warte lieber noch einige Stunden mehr...

Atomsk 16 Übertalent - 4878 - 15. September 2010 - 18:29 #

Kingdom Hearts ist sonst nicht so meine Welt (ich muss da immer an die gurkige Steuerung aus dem ersten Teil für die PS2 denken), aber jetzt werde ich wohl doch mal einen Blick riskieren. Zumal meine PSP seit Peacewalker doch ein wenig unterfordert ist. Danke für den Test :-)

Wuslon 18 Doppel-Voter - - 9958 - 15. September 2010 - 21:25 #

Ich muss mal anfangen, diese Videospielserie zu spielen. Hat mir schon immer gefallen, und der Test macht definitiv Lust auf mehr.

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