Homefront - The Revolution Test

In Open-World-Levels die USA befreien

Karsten Scholz / 17. Mai 2016 - 12:56 — vor 28 Wochen aktualisiert
Steckbrief
LinuxMacOSXPCPS4Xbox One
Action
Egoshooter
ab 18
18
Deep Silver Dambuster Studios
Deep Silver
20.05.2016
Link
Amazon (€): 17,42 (PC), 21,99 (PlayStation 4), 21,99 (Xbox One)
Eine Sache ist gleich zum Vorgänger: Auch in Homefront - The Revolution kämpfen wir als US-Rebell gegen nordkoreanische Besatzer. Spieldesign und Spiellänge aber unterscheiden sich drastisch vom 4-Stunden-Vorgänger, Stichworte: Open World und 18 Stunden. Doch ist größer auch besser?
Homefront - The Revolution ab 17,42 € bei Amazon.de kaufen.
Alle Screenshots stammen von GamersGlobal.

Es gibt wohl wenige Videospiele, die in den letzten Jahren eine derartige Odyssee durchmachen mussten wie Homefront - The Revolution. Dass es einen Nachfolger zum 2011er Homefront (unsere damalige Testnote verschweigen wir aus Schamgefühl) geben würde, stand trotz der mäßigen Verkaufszahlen früh fest. Danach aber wechselte das Projekt öfter die Verantwortlichen als Schalke 04 seine Trainer. Erst schloss THQ die Kaos Studios und beauftragte Crytek UK mit der weiteren Entwicklung des Shooters. Dann ging der Publisher selbst Pleite, sodass Crytek im Zuge des Insolvenzverfahrens die Lizenz komplett erwerben konnte. Im Juli 2014 kaufte schließlich Deep Silver die Homefront-Franchise sowie das verantwortliche Entwicklerstudio auf, aus Free Radical Design (Timesplitters) wurden die Dambuster Studios, und der eigentlich für 2015 vorgesehene Release rutschte in dieses Jahr.

Am 20. Mai erscheint nun Homefront - The Revolution in Europa für PC, Playstation 4 und Xbox One. Und trotz der holprigen Entwicklung soll der zweite Teil größer, umfangreicher und in jeder Beziehung besser als Homefront werden. Tatsächlich fällt die Spielzeit mit über 18 Stunden vier- bis fünfmal so lang aus wie in Teil 1.

USA: Eine Weltmacht am Boden
Diese leicht durchgeknallte Rebellin will uns gleich mal an die Nippel.
Vier Jahre ist es her, dass Nordkorea in die von der Wirtschaftskrise und einer Grippe-Epidemie gebeutelte USA einmarschierte – deren Hightech-Militär hatte es vorher mit satellitengestützten EMP-Bomben ausgeschaltet. Homefront - The Revolution spielt damit zwei Jahre nach dem ersten Teil. Als Widerstandskämpfer legen wir uns in Philadelphia mit den Besatzungstruppen an. Erst im Kleinen, indem wir still und heimlich sabotieren, den Bewohnern helfen und weitere Widerstandsnester zugänglich machen. Später erobern wir aber auch Funkanlagen, Waffenlager und Stützpunkte und befreien immer neue Zonen der Stadt von der KVA.

Um was es geht im Spiel? Um Benjamin Walker. Die charismatische Gallionsfigur des amerikanischen Widerstands wurde vom Feind gefangen genommen. Unglücklicherweise scheint es niemanden sonst zu geben, der die demoralisierte Bevölkerung dazu bringen könnte, zu den Waffen zu greifen. Also muss Walker von uns befreit werden, und das bleibt für einige Zeit unser alles überstrahlendes Ziel. Angereichert wird die einfach gehaltene Geschichte mit einer Prise Verrat, vielen Opfern und jeder Menge Drama, Pathos und Klischee. Fürs Hirn wird also wenig geboten, doch dafür ist die Kampagne gut inszeniert – solides Popcorn-Kino.

Zonen: Das Ampelsystem von Philly

Wir begleiten ein Fahrzeug durch eine rote Kriegszone, während ein feindlicher Scharfschütze auf uns anlegt.
Philadelphia besteht aus mehreren, weitläufigen Zonen, die in drei Sicherheitsbereiche eingeteilt sind. In den grünen Zonen leben die Koreaner und die Amerikaner, die mit den Besatzern gemeinsame Sache machen. Die Sicherheitsvorkehrungen sind dort vergleichsweise lasch, doch dafür gibt es kaum Zugangsmöglichkeiten. In den gelben Zonen wohnt das normale amerikanische Volk, streng überbewacht von KVA-Patrouillen. Wer sich unauffällig verhält und die Regeln beachtet, bekommt keine Probleme. Werden wir jedoch bei einem Sabotageakt beobachtet oder verhalten wir uns auch nur verdächtig, bekommen wir von den Wachen ordentlich aufs Fressbrett. Und dann gibt es noch die roten Zonen, in denen erst geschossen und dann die Papiere kontrolliert werden, quasi das offene Kriegsgebiet in Homefront -The Revolution.

Im Laufe der Kampagne ist es wiederholt unsere Aufgabe, Chaos in die Ordnung zu bringen und so lange Unheil zu stiften, bis die "Herzen und Gedanken"-Statistik 100 Prozent erreicht. Dann wagen die Bewohner eine offene Rebellion und wir können uns fortan recht gefahrlos durch das Gebiet bewegen. Die Herzen der Amerikaner gewinnen wir wie eingangs beschrieben: Wir befreien Gefangene, beschützen Mitbürger, die gerade von Wachen misshandelt werden, sabotieren Gerätschaften oder schalten Offiziere aus. In jeder Zone gibt es aber auch strategisch wichtige Positionen wie Funkaußenposten, Waffenlager oder Operationsbasen, deren Eroberung ebenfalls die Kampfeslust der Bürger wecken.

Während wir diese Punkte in den roten Arealen mit Waffengewalt einnehmen, gehen wir in den gelben und grünen Zonen subtiler vor. Werden wir hier nämlich bei einem Regelbruch beobachtet, hetzt uns der Alarm immer neue Wellen von Wachen auf den Hals. Hier hilft nur, frei nach Assassin’s Creed, der Hechtsprung ins nächstbeste Dixi-Klo, bis die Luft wieder rein ist. Da die Straßen gut bewacht werden, finden wir die potenziellen Widerstandsnester zudem an versteckten Orten, die wir oft nur über Kletter- und Sprungpassagen erreichen. Eines der Verstecke wird sogar durch fiese Fallen geschützt, einige andere konnten wir nur mit Hilfe eines Mopeds erreichen. Die dienen nicht nur als Fortbewegungsmittel, sondern ermöglichen dank Sprungschanzen auch den Zugang zu erhöhten Gebieten. Zudem lassen sich die Zweiräder als Antrieb für Notfallgeneratoren missbrauchen, mit denen wir dann zum Beispiel ein Garagentor öffnen.
Anzeige
Haben wir Herzen und Gedanken auf 100 Prozent gebracht, machen die Bewohner der Zone mit den Besatzern kurzen Prozess.
Jörg Langer Chefredakteur - P - 323795 - 17. Mai 2016 - 12:57 #

Viel Spaß beim Lesen!

Ghost0815 13 Koop-Gamer - 1634 - 17. Mai 2016 - 13:09 #

Danke für den Test, aber das hört sich so an, als spielt man es einmal und dann ist die Motivation weg....?

Karsten Scholz Freier Redakteur - 10951 - 17. Mai 2016 - 13:26 #

Die Koop-Missionen sorgen sicherlich dafür, dass der eine oder andere Homefront 2 nach dem Ende der Kampagne noch mal startet. Aber ja, gibt eigentlich keinen Grund, die Kampagne noch ein zweites Mal zu erleben.

Olphas 24 Trolljäger - - 46958 - 17. Mai 2016 - 13:33 #

"Hier hilft nur [...] der Hechtsprung ins nächstbeste Dixi-Klo, bis die Luft wieder rein ist."

Das kann da drin aber schon mal etwas länger dauern! :D

Karsten Scholz Freier Redakteur - 10951 - 17. Mai 2016 - 14:06 #

Vor allem, wenn die Miliz mal wieder Mutters guten Bohneneintopf vorgesetzt bekommen hat ;-)

Maik 20 Gold-Gamer - - 21479 - 17. Mai 2016 - 17:05 #

Das ist eben ein echter Scholz-Satz. :)

bsinned 17 Shapeshifter - 6828 - 17. Mai 2016 - 13:49 #

Überraschend hohe Wertung. International wird das Spiel gerade auf Grund vieler vieler technischer Unzulänglichkeiten und der 08/15-Charaktere zerpflückt, während sich die deutsche Presse bei mittelhohen Wertungen einpendelt.

Jonas -ZG- 17 Shapeshifter - - 6901 - 17. Mai 2016 - 14:00 #

Ich habe mir bei einem Sale mal den ersten Teil eingetütet und auch angespielt und habe echt gehofft das die Fortsetzung mehr taugt, weil ich das Szenario eigentlich unheimlich interessant finde.
Bei der Wertung muss ich mir wirklich überlegen ob ich mir das Spiel hole, oder doch wieder bei einem Sale zuschlagen werde...
Vielen Dank Karsten und grüße aus Leipzig nach Leipzig. ;o)

Karsten Scholz Freier Redakteur - 10951 - 17. Mai 2016 - 14:05 #

Wie lieb, in einer schönen Stadt wohnst du da :-D

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 6657 - 17. Mai 2016 - 14:27 #

Ohje, das klingt ja nicht so gut. Und das im Umfeld von Doom etc, da hat man aber auch noch wenig Glück mit dem Releasetermin gehabt.

makroni 13 Koop-Gamer - P - 1453 - 17. Mai 2016 - 15:09 #

Erinnert mich irgendwie an Devastation. Kennt das noch wer? Das war damals auch so ein solider Durchschnittsshooter auf Unreal 2 Basis. Der war gar nicht so übel. Und lieber ein paar Schalketrainer als RB ;).

Jonas -ZG- 17 Shapeshifter - - 6901 - 17. Mai 2016 - 17:42 #

Ich als Schalke Fan kann dieses hirnlose RB Bashing nicht verstehen. Der Profifussball ist so durchkomerzialisiert das es völlig egal ist von welchem Verein man Fan ist. Der einzige Unterschied zu den sogenannten "Traditionsvereinen" ist einfach das Gründungsdatum.
Und nun wieder Backt to topic. ;)

makroni 13 Koop-Gamer - P - 1453 - 17. Mai 2016 - 18:06 #

Na ja, ich komme aus Halle. Da darf ich traditionell schon was gegen Leipziger Vereine haben (wenn auch weniger als gegen Magdeburg!!!). Neben Schalke bin ich natürlich auch Fan vom HFC.

Jonas -ZG- 17 Shapeshifter - - 6901 - 17. Mai 2016 - 18:09 #

Natürlich darfst du das. Mir ging es nur wieder gegen RB, weil ich das Geheule dazu nicht mehr hören kann. Übrigens wenn du in Halle wohnst ist es doch super das RB nun in der 1. Liga spielt. Sobald unsere Schalker kommen, Karte sichern und kurzen Fahrweg genießen. :)

makroni 13 Koop-Gamer - P - 1453 - 17. Mai 2016 - 18:11 #

Aber hoffentlich nur eine Saison lang ;).

Jonas -ZG- 17 Shapeshifter - - 6901 - 17. Mai 2016 - 18:21 #

Glaube nicht das sich dieser Wunsch erfüllen wird. :p

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 6657 - 17. Mai 2016 - 20:57 #

Ich als Nicht-Fußballfan kann nicht verstehen, warum man überhaupt 22 anderen Leuten beim hin- und herstupsen von einem Stück luftgefüllten Tierhaut zuschauen mag. Selbst spielen kann ich noch einigermaßen nachvollziehen, aber anderen dabei zuschauen? O_o

So, genug OT :)

joker0222 26 Spiele-Kenner - P - 70252 - 17. Mai 2016 - 17:53 #

Ja der war gut. Hatte auch viele unterschiedliche Waffen. Mein Favorit war die fernsteuerbare Ratte, die man dann sprengen konnte.

makroni 13 Koop-Gamer - P - 1453 - 17. Mai 2016 - 18:07 #

Doppel Uzi war auch gut und damals noch nicht so weit verbreitet.

Shawn 12 Trollwächter - 934 - 18. Mai 2016 - 4:02 #

Hi, ja klar kenne ich das noch. Und trotz der nicht so supertollen Grafik hab ich das aufgrund des Spielprinzip ewig gezockt. War knackig und hat wirklich Spaß gemacht.

Golmo 15 Kenner - P - 3159 - 17. Mai 2016 - 15:17 #

Finger weg von der Konsolenversion, unspielbar weil sehr niedrige Framerate. Trotz Day 1 Patch.

Jak81 16 Übertalent - 5103 - 17. Mai 2016 - 15:27 #

Wieviel hat sich seit der Beta denn verändert, kannst du das beurteilen? :)

VikingBK1981 18 Doppel-Voter - P - 12853 - 17. Mai 2016 - 16:18 #

Was ist denn sehr niedrig?

Golmo 15 Kenner - P - 3159 - 17. Mai 2016 - 17:52 #

Läuft eigentlich permanent mit 20-24 FPS und schwankt sehr stark! Unspielbar weil dadurch das Zielen über Kimme & Korn unnötig erschwert wird! Außerdem bleibt das komplette Spiel für 3-5 Sekunden komplett stehen (Freeze) sobald gespeichert wird.

Falls jemand Everybodys Gone to the Rapture gespielt hat (beides CryEngine): Die Performance ist ungefähr vergleichbar! Bei dem Walking Simulator war es noch OK aber bei einem Shooter ist das einfach untragbar!

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23148 - 17. Mai 2016 - 17:02 #

Das schreibt Jimquisition zur PC-Version:

"The PC version is horrendously optimized. Even when running as smooth as possible, it manages only to provide thirty frames-per-second of ugly looking guff that struggles to load textures efficiently or run without stuttering hiccups."

Jadiger 16 Übertalent - 4874 - 22. Mai 2016 - 17:46 #

Die PC Version läuft um Welten besser als die Konsolen Version!! Die PC Version ist zwar längst nicht da wo sein sollte aber es ist überhaupt kein Vergleich zur Konsolen Version. Auf einer GTX970 läuft es im schnitt mit 50 bis 60 Fps die Ps4 ist öfter mal unter den 20 Fps.
Auf Jim sterling seine Kiste laufen nicht mal Indy Games und das Spiel hat CPU Probleme was man sehr deutlich daran sieht das die X1 besser performt.
Ach schau doch selbst auf Digital Foundry wenn du es schon nicht glaubst das Spiel ist nicht Spielbar auf den Konsolen ist. Außer du findest das Shooter mit 25 Fps und weniger gut Spielbar sind.
Das man dem Spiel hier eine gute Wertung geben hat ist ein ziemliches Ding für die Technik müsste man eine klare Warung aus geben.
Im übrigen reicht eine GTX750ti I3 combo um auf PS4 Level und leicht darüber zu kommen. Dann hast du die Fps Werte der Konsolen und Einstellungen aber mit schnellere Hardware läuft es zwar nicht perfekt aber meist mit nah zu 60 fps auf Ultra!!

https://www.youtube.com/watch?v=gHVyHzVdKs0

Pitzilla 18 Doppel-Voter - - 11136 - 17. Mai 2016 - 16:42 #

Gut, dass ich meine Vorbestellung storniert habe. Da gibt es einfach zu viele gute andere Titel zur Zeit.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11637 - 17. Mai 2016 - 17:37 #

Ohje, Dark Souls 3 und Uncharted 4 noch nicht zu Ende, DLCs zu Fallout 4 und Witcher 3 im Anmarsch und dann irgendwann schaue ich mir das Spiel hier auch mal an. Der Test bestätigt so in etwa, was ich erwartet habe. Nichts besonderes, aber wenn man (wie ich) solche Spiele mag, kann man es sich schon geben. Aber nicht zum Vollpreis.

PierreFM 12 Trollwächter - 925 - 17. Mai 2016 - 18:53 #

Die Wertung kam jetzt nicht ganz unerwartet...

Roherfisch 12 Trollwächter - P - 1066 - 17. Mai 2016 - 18:56 #

Schade das daraus nicht mehr geworden ist. Am interessantesten klingt noch der KoOp Modus, was ich dagegen nicht so ganz verstehe ist die Entscheidung für eine Open World.

Player One 12 Trollwächter - P - 1091 - 17. Mai 2016 - 19:12 #

Danke für den Test, ich habe meine Vorbestellung noch rechtzeitig stornieren können. Auf das Game hatte ich mich eigentlich sehr gefreut.

jonsn01 09 Triple-Talent - 306 - 17. Mai 2016 - 22:08 #

Werde diesen hier auch doch noch etwas hinauszögern; danke für den Test! Da gib ich mir dann doch einige andere Games vorher... ^^

Jörg Langer Chefredakteur - P - 323795 - 18. Mai 2016 - 9:08 #

Ich oute mich: Auf mich macht es durch den Test einen interessanten Eindruck. Wären da nicht aktuell einige Strategiespiele, wäre das was fürs Wochenende für mich.

Hintermeer 11 Forenversteher - 751 - 18. Mai 2016 - 10:23 #

Eine inhaltliche Kritik darf man hier nicht erwarten oder?

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73381 - 18. Mai 2016 - 11:17 #

Also ich finde inhaltliche Kritik im Test.

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 33715 - 18. Mai 2016 - 12:08 #

Was genau meinst du? Eine geopolitische Analyse des Szenarios oder was?

Epic Fail X 15 Kenner - P - 3573 - 18. Mai 2016 - 12:14 #

Dass die Story komplett gaga ist, lässt sich schon aus dem ersten Satz herauslesen. Was soll man da noch groß analysieren?

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 33715 - 18. Mai 2016 - 12:31 #

Frag nicht mich. Ich fände das hier auch Quatsch. Aber es gab schon Beispiele, wo ich mir eine kritischere Auseinandersetzung mit dem Szenario gewünscht hätte. Bei The Division haben einige US-Medien das problematische Feindbild ("Guys in Hoodies") und andere Themen ("Töte die Plünderer um die Ordnung wiederherzustellen!" und plündere dann selbst alles) angesprochen, in deutschen habe ich dazu praktisch gar nichts gelesen.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 19. Mai 2016 - 1:51 #

Es gibt halt im englischssprachigen Raum inzwischen mehr und mehr Spielekritiken, die sich nicht auf das Abhaken von Durchtesten von Featurelisten beschränken, sondern auch mehr das Spielgefühl und augkommende Gedanken beim Spielen in den Fokus nehmen.
Das nennt sich auch manchmal "New Games Journalism", wird aber von manchen als "zu subjektiv" verachtet.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 323795 - 19. Mai 2016 - 12:23 #

Also wenn ich "Abhaken von Featurelisten" lese, weiß ich schon, woher der Wind weht. Wer hakt denn bitteschön Featurelisten ab? Kein Mensch, nur Leute, die "New Games Journalism" suppi finden, schieben das regelmäßig den eher klassischer vorgehenden Spielejournalisten unter. Erinnert mich stark an die Vorliebe eines gewissen Präsidentschaftbewerbers, seinen Konkurrenten Beinamen wie "Lying Y" oder "Crooked X" zu verpassen.

Übrigens "verachtet" niemand Kollegen, nur weil sie lieber gravitätische Popkultur-Gedanken wälzen als ein Spiel tiefenzuanalysieren. Kann man beides machen, und man darf und sollte das sogar mischen.

Um aber deine tiefe Verehrung des "New Games Journalism" etwas zu relativieren: Von wegen "New", im angelsächsischen Raum wurde traditionell schon immer ganz gerne über die eigenen Empfindungen kurz nach dem Aufstehen geschrieben und weniger fleißig die Spielmechanik analysiert, in Deutschland war es eben andersrum. "New Games Journalism" ist eher ein Aushängeschild, das sich einige deutsche Spieletester verpassen wollen, weil es cool klingt, und weil sie für das herkömmliche Hineinfuchsen in Spiele nicht so die Geduld haben. Weißt du, über Gefühle kann ich schon nach zehn Minuten schreiben, über Spielmechanik aber erst nach zehn Stunden :-)

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 33715 - 20. Mai 2016 - 11:00 #

In meinem Fall waren es allerdings eher Podcasts (Idle Weekend) und YouTube-Videos (Extra Credits), keine Testberichte. :P

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11637 - 18. Mai 2016 - 16:38 #

Im Test? Nein, der folgt dem etablierten Schema vom Ende des letzten Jahrtausends. Aber wenn dir das wirklich wichtig ist, könntest du ja gern eine Diskussion starten, dafür ist der Kommentarbereich ja gut. Gibt schon Leute hier, die auch gern inhaltlich über Spiele diskutieren.

PraetorCreech 15 Kenner - P - 3420 - 18. Mai 2016 - 12:13 #

Hmm, klingt so, als könnte man sich das Spiel mal in zwei bis drei Monaten leisten, sofern sie bis dahin die technischen Probleme in den Griff bekomme haben.
Nach den ganzen Entwicklerwechseln hatte ich Schlimmes für den Titel befürchtet, aber der Test hier und Vortest bei der PC-Games lassen mich jetzt eher auf grob 20 Stunden angenehmen Ballerspaß hoffen. Nachdem ich gerade Watch_Dogs und Final Fantasy XIII-2 nachgeholt habe, und noch an Majoras Mask auf dem 3DS hänge, klingt Homefront wie eine gern gesehene Abwechslung.

Elfant 15 Kenner - P - 3802 - 18. Mai 2016 - 23:19 #

Ohh da wurde der Vorgänger ja ordentlich abgewertet. Gefühlt passt er jetzt nicht mehr in meine Wertungsumrechnungstabelle.

Warwick 17 Shapeshifter - 6390 - 19. Mai 2016 - 14:49 #

Mein Shooter-Budget habe ich in das neue Doom investiert, Homefront reizt mich mal so garnicht ...

Pro4you 18 Doppel-Voter - 11329 - 19. Mai 2016 - 15:39 #

Ich habs mir mal aus der Videothek ausgeliehen und nach ca. einer Stunde wieder von der PS4 gelöscht. Die Technik ist nicht so hackelig wie man es überall liest wirkt aber denoch veraltet. Was mich einfach stört ist das ganze 0815 Setting, Charaktere, Leveldesign und Missionsaufbau. Das schießen wirkt wie vom PC übernommen und dann in den letzten 2 Minuten vor veröffentlichung auf Konsole gemünzt - zielen geht da echt schwer von der Hand. Kurz gesagt - es fühlt und spielt sich wie ein schlecht umgesetzter LastGen Titel.

Cat Toaster (unregistriert) 19. Mai 2016 - 18:35 #

Als Open-World-Süchtling habe ich das mal gestern "vorbestellt", mieser als Far Cry Primal kann es unmöglich sein, wenn ich da mehr als eine Taste zum Sammeln von Mumpitz brauche, bin ich vermutlich schon zufrieden.

Dann darf es nur keinen Helikopter-Endkampf haben, das hatte ich jetzt dreimal in sechs Monaten in Quadruple-Ey-Titeln...

Punisher 19 Megatalent - P - 13365 - 21. Mai 2016 - 8:58 #

Also. Wäre die Story das einzige Problem, dass das Spiel hat... ich hab mal nicht auf den Test gehört und zugeschlagen, weil mir der erste Teil trotz mittelmäßiger Testberichte eigentlich gut gefallen hat. Erste Amtshandlung - auf englische Tonspur schalten. Die Übersetzung ist echt nicht schön ("Wir brauchen jemanden, der bereit ist Risikos einzugehen" - ernsthaft, Risikos?!?), die Sprecher derart unmotiviert, dass es mir schon nach 10 Minuten verging. Die Lichteffekte sind schön, dafür ist die Performance unter aller Kritik (PC)... die Framerate dümpelt so, dass das sogar mir auffällt, obwohl ich da nicht empfindlich bin, dabei sieht sogar das ältere Crysis 3 besser aus, hier wirkt alles extrem unorganisch, und Crysis läuft auch flüssiger. Das "Bewegungsgefühl" ist um ein vielfaches schlechter als bei jedem anderen Shooter der letzten zwei Jahre.

So mal mein Eindruck der ersten Stunde. Kann jedem nur empfehlen, das erstmal auszuprobieren, bevor er es kauft, auch wenn ihm der erste Teil gefallen hat.

Kommentar hinzufügen

Neuen Kommentar abgeben
(Antworten auf andere Comments bitte per "Antwort"-Knopf.)