Winter is coming

Endless Legend Test

Auf den ersten Blick nur ein weiteres Fantasy-Strategiespiel im Stil von Heroes oder Age of Wonders, setzt sich der Erbe von Endless Space mit frischen Ideen von der Masse ab – doch nicht alle Innovationen erweisen sich als Segen.
Rüdiger Steidle 19. September 2014 - 19:18 — vor 2 Jahren aktualisiert
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Alle Screenshots stammen von GamersGlobal

Auriga stirbt. Die Fantasy-Welt, die wir in Endless Legend Zug um Zug erkunden, besiedeln und erobern, wird von immer häufiger auftretenden, ständig länger währenden Kälteperioden heimgesucht. Kein Wunder, dass sich die Völker verbissen um die verbliebenen Ressourcen streiten. Wer sich an Game of Thrones erinnert fühlt, liegt richtig: Wie in der Romanadaption weiß auch auf Auriga niemand, wann der nächste Winter hereinbricht. Entsprechend gilt es, in den Sommermonaten vorzusorgen und Reserven anzuhäufen, denn in Eis und Schnee erfriert der Planet förmlich: Ernteerträge, Handel, sogar die Mobilität der Truppen sind drastisch reduziert, es bleibt nur die Hoffnung auf den baldigen Frühling. Der zufällige Wechsel der Jahreszeiten ist eines der drei spannenden Elemente, mit denen Endless Legend sich von Warlock 2 (GG-Test: 6.5), Fallen Enchantress und all den ähnlich gelagerten Strategie-Epen abhebt.

Im Frühtau zu Berge wir zieh'n
In Gefechten können wir das Terrain zu unserem Vorteil nutzen: Die gegnerischen Giganten können die Klippen in der Bildmitte nicht erklimmen.
Das Zweite ist das Terrain. Wie in Civilization wird die Spielwelt für jede Partie neu generiert. Es gibt eine Menge Optionen, mit denen wir beeinflussen können, wie groß Landmasse und Meere ausfallen, wie die Kontinente aussehen, wie die Rohstoffe, Inseln, Flüsse sowie Seen verteilt werden und dergleichen mehr. Anders als bei den meisten Runden-Strategiespielen gibt es aber auf Auriga echte Höhenstufen: Hügel, Berge, Täler und Ebenen. Die sehen nicht nur malerisch und organisch aus, sondern haben gewichtige Auswirkungen auf den Spielablauf. Wir können unsere Streitkräfte nicht einfach eine Steilwand erklimmen oder eine Klippe hinunter klettern lassen. Stattdessen müssen wir alternative Routen mit geringeren Höhenunterschieden finden, um auf einen Gipfel oder wieder herunter zu gelangen. Das macht insbesondere das Erforschen der Umgebung herausfordernder als bei den meisten anderen Global-Strategietiteln.

Auch in Gefechten spielen solche natürlichen Hindernisse eine große Rolle, womit wir bei der dritten Eigenheit von Endless Legend angelangt sind. Treffen in der Spielwelt zwei verfeindete Armeen aufeinander, treten diese nicht in einer separaten Kampfarena gegeneinander an. Stattdessen zoomt die Engine auf einen Ausschnitt der Karte, der direkt aus dem umgebenden Gelände erstellt wird – mitsamt Wäldern, Flüssen und eben den Erhebungen. Indem wir das Aufmarschgebiet clever wählen, können wir uns also schon vor dem Gefecht Vorteile verschaffen und beispielsweise unsere Bogenschützen auf Hügeln platzieren. Von dort können sie anrückende Infanterie im Tal beharken, die dann erst einen Umweg nehmen muss, bevor sie in Reichweite gelangt.

Nur ein indirekter Kampf
Die acht wählbaren Fraktionen bringen alle eigene Vor- und Nachteile sowie besondere Truppentypen mit.
Der Unterschied zu den Kampfsystemen aus Titeln wie Age of Wonders 3 (GG-Test: 8.5) oder King's Bounty besteht darin, dass wir in Endless Legend unsere Kämpfer nur indirekt steuern. Das bedeutet, wir geben ihnen vor, welchen Gegner sie angreifen und wohin sie vorrücken sollen. Sie führen die Befehle dann aber nach eigenem Gutdünken aus – und das ist längst nicht immer so, wie wir uns das erhofft hatten. Es kann beispielsweise vorkommen, dass unsere Armbrustträger mit etwas Würfelglück eine gegnerische Einheit schon mit der ersten Salve ausschalten. Dann laufen unsere Schwertkämpfer, die wir zur Sicherheit aufs gleiche Ziel angesetzt hatten, blöderweise ins Leere oder bleiben wie angewurzelt stehen. Oder unsere Kavallerie stürmt bei der befohlenen Attacke todesverachtend durch die Mitte, statt über die wesentlich besser geschützte Flanke vorzurücken. Wir können unseren Schützlingen zwar grundlegende Verhaltensmuster vorgeben – aggressiv, defensiv und passiv –, trotzdem entwickeln sich die Konfrontationen selten in der Komplexität, die wir uns wünschen. Das Kampfsystem von Endless Legend mag anders sein als bei der Konkurrenz, vielleicht sogar realistischer. Denn welcher Feldherr hat seine Soldaten schon vollständig im Griff? Nur besser ist es deshalb nicht. Im Gegenteil: Die Scharmützel sorgen regelmäßig für Frusterlebnisse, auch weil der Zufallsfaktor enorm hoch ausfällt. Mal würgen unsere Speerträger dem Gegner beim ersten Angriff 20 Schadenspunkte rein und kassieren selbst nur fünf, beim nächsten Angriff fällt das Ergebnis genau umgekehrt aus.

Besonders zu Beginn einer Partie, wenn sich Verluste aufgrund der geringen Produktionskapazitäten nur mühsam ausgleichen lassen, kann mangelndes Schlachtenglück das vorzeitige Aus bedeuten. Unsere Lösung war, bei allzu schlechten Resultaten einfach einen zuvor angelegten Spielstand zu laden und einen neuen Versuch zu wagen – oft mit drastisch besserem Ausgang. Wenn wir den Marschallstab nicht selber schwingen wollen, können wir die Gefechte übrigens auch vom Computer berechnen lassen. Allerdings erzielen wir unter eigener Führung fast immer vorteilhaftere Ergebnisse. Auch weil wir das Stein-Schere-Papier-Prinzip besser nutzen: Der Prozessorgegner lässt seine Kavallerie oft gegen unsere Schwertträger anrennen, statt unse
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re Front zu umgehen und die Fernkämpfer hinter den Linien aufzureiben.

Das VerhandlungsglückIn den übrigen Bereichen hält sich Endless Legend weitgehend an Genrestandards. Es gibt acht Völker, die verschiedene Stärken und Schwächen aufweisen. Die Brennenden Magier zum Beispiel genießen Boni bei der Forschung und führen mit den Ateshi-Zeloten starke Fernkämpfer ins Feld, die ihre feindlichen Verbände mit Flächenschaden traktieren. Die Wanderklans sind geborene Händler mit blitzschnellen Reitern. Und die Wildläufer sind mit ihren Langbogen im Wald nur schwer zu schlagen.

Die Startbedingungen sind für alle Fraktionen gleich: Wir beginnen mit einem Siedler und einer Handvoll Militäreinheiten. Unsere erste Aufgabe ist es, eine Stadt zu gründen. Die Wahl des passenden Grundstücks ist gar nicht so einfach, denn ähnlich wie in Civilization können die Einwohner zunächst nur die Rohstoffe in unmittelbarer Umgebung ausbeuten. Die fallen je nach Terrain verschieden aus: Nahrung, Gold („Staub“), Baustoffe sowie Forschungs- und Diplomatiepunkte. Auch Letztere gelten bei Endless Legend als Ressourcen, die wir zusammentragen müssen.
Im Winter werden Produktion und Bewegung deutlich verlangsamt. Wir müssen in den Sommermonaten Vorräte bunkern.
Benjamin Braun Redakteur - 280887 - 19. September 2014 - 19:26 #

Viel Spaß beim Lesen!

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 19. September 2014 - 19:29 #

Ihr habt ja einen ordentlichen Output diese Weoche - Prima!
Liegt aber ned dran des Jörg 'weg' ist? :)

Jörg Langer Chefredakteur - P - 323822 - 19. September 2014 - 23:48 #

Doch, ich denke schon, das ist mir auch aufgefallen. Hmm, mein Fehlen in der Redaktion erhöht den Output... welche Folgerung zwingt sich mir da auf...? Naja, ich gehe jetzt erstmal 8 Wochen in Urlaub und denke drüber nach :-)

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 32757 - 20. September 2014 - 1:01 #

Nur die SdK zu The Book of Unwritten Tales 2 ist irgendwie verschollen seit du richtig Japan geflogen bist. Ist die als blinder Passagier mitgeflogen? :)

Jörg Langer Chefredakteur - P - 323822 - 25. September 2014 - 17:55 #

Nee, fast die gesamte Arbeit an der SdK ist durch einen Crash von Mac und Raid-Laufwerk am Mittwoch letzter Woche vernichtet worden, Christoph musste sich einen Teil des Rohmaterials mithilfe von Fabian per Datenrettung wiederholen und dann die ganze Stunde erneut schneiden. Gerade rendert sie raus, ich hoffe das beste, dass wir sie morgen online stelen können.

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 32757 - 25. September 2014 - 21:05 #

Na da hoffe ich mal mit und hoffe das der Crash nicht noch mehr zerstört hat.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 20. September 2014 - 8:16 #

jeden Tag ne Galerie - dann ist's ne win-win-Situation :-)

vicbrother (unregistriert) 19. September 2014 - 21:08 #

Danke! Jetzt müsste das Spiel auch solch einen Spass machen, aber...

... ohne taktischen Kampf fehlt der Nervenkitzel!
... es ist nur eine Stadt pro Region erlaubt (fehlt im Test).
... die Quests haben eine Komplexität O(1): Sammle/Finde/Töte/
... mit einer nichtssagenden "Fantasy"-Welt ohne Hintergrundstory..
... ohne KI?
... ohne Magie?

Es sind einige Ideen von Fallen Enchantress drin, aber die Wertung sagt klar: Nur für Liebhaber des Genres ;)

EDIT: Um auch was zu loben: Forschungsfreiheit und Interfacedesign gefallen mir.

Gnmerich 12 Trollwächter - 1013 - 20. September 2014 - 17:26 #

Also Hintergrundstory und Lore gibt es im Spiel eigentlich gewaltig viel. Besonders bei den einzelnen Fraktionen merkt man dass sie sich viel Mühe gegeben haben die so unterschiedlich (auch spielerisch) wie möglich zu gestalten..

vicbrother (unregistriert) 20. September 2014 - 22:05 #

Mag sein, aber die Fraktionen sind sehr schematisch gegliedert und wecken in mir überhaupt keine Emotionen. Ich denke, dass es heute sehr schwer ist, eine eigene Fantasy-Welt zu etablieren, da diese oft auch nur eine Abbildung vom Herrn der Ringe ist.

Vampiro 21 Motivator - P - 30536 - 20. September 2014 - 22:49 #

Ist aber möglich:

Siehe Banner Saga.

Witcher ist halt eine Buchumsetzung.

Eigentlich sind aber alle Fantasy-Welten seit dem HDR Buch bzw. den Büchern Abklatsch (Orks, Elfen, Drachen...). Naja, nicht alle, aber viele.

vicbrother (unregistriert) 21. September 2014 - 9:26 #

Das Buch ist ja auch genial: Eine asymmetrische Bedrohung, die mächtige Waffe in der Hand der Unterlegenen, die unmögliche Mission, die ausdifferenzierte Welt... Es gibt im HdR sehr viele sehr intelligente Kniffe, die die Geschichte so übermächtig machen und die daher von so viele mit dieser Bewunderung honoriert wird.

Vampiro 21 Motivator - P - 30536 - 22. September 2014 - 9:59 #

Das stimmt, viele gute Kniffe. Dazu die neuen Genrestandards Elfen (Elben) mit Spitzen Ohren, Zwerge, Zauberer usw. Tolkien hat mit seinem Meisterwerk den westlichen Genrestandard definiert.

Dabei schrieb er natürlich nicht die erste Fantasy-Literatur, ich denke da beispielsweise an das sehr lesenswerte Conan der Barbar.

Olipool 15 Kenner - 3740 - 19. September 2014 - 19:27 #

Danke für den Test, hab ich schon drauf gewartet :)
Freut mich, dass Du nicht schon wieder eine Gurke testen musst :)

Es fehlt bei mir irgendwie die Wertung, hab ich was überlesen?

Benjamin Braun Redakteur - 280887 - 19. September 2014 - 19:36 #

Mmmmh, ich weiß nicht, was Du meinst. Hast Du eventuell aus Versehen die Wertungsanzeige deaktiviert?

Olipool 15 Kenner - 3740 - 19. September 2014 - 19:48 #

Das habe ich in der Tat, aber ich sehe nicht mal die GG-Weltkugel, in der die Wertung normalerweise angezeigt wird. Bei mir steht unter Wertungsinfo nur der eine Satz "Keine Besonderheiten."

edit: hier mal ein Screenshot: http://www.pic-upload.de/view-24661905/gg-test.jpg.html

Benjamin Braun Redakteur - 280887 - 19. September 2014 - 20:15 #

Seltsam. Bekommt das noch jemand wie Olipool angezeigt? Bei mir sieht alles normal aus.

Olipool 15 Kenner - 3740 - 19. September 2014 - 20:19 #

Keine Ahung warum, aber jetzt seh ichs auch :)

Grohal 13 Koop-Gamer - P - 1658 - 19. September 2014 - 21:12 #

Sehe auch alles normal.

Benjamin Braun Redakteur - 280887 - 19. September 2014 - 21:39 #

Okay. Sollte jemand das vorherige Problem noch haben und nach "hartem Neuladen" bzw. nach F5-Drücken noch Fehler haben, bitte melden.

Vidar 18 Doppel-Voter - 12258 - 19. September 2014 - 19:29 #

Ja das Kampfsystem mal wieder, hat mich schon im Erstling des Studios gestört und ist nun wieder indirekt.
Ein Strategie Game wo im Kampf keine Strategie möglich ist, passt für mich nicht zusammen... na vielleicht wenn es mal günstiger ist.

Ganesh 16 Übertalent - 4864 - 19. September 2014 - 20:26 #

Ich finde das super, dass man Taktik aus der Globalstrategie raus hält. Und zwar nicht nur, weil es unrealistisch ist, dass der große Herrscher jede Schlacht kontrolliert. Sondern auch, weil man dann effektiv zwei unterschiedliche Spiele vor sich hat, die nicht wirklich zusammenpassen. Entweder die Taktikschlachten werden langweilig, wie das früher in MoO2 der Fall war oder sie werden zum Hauptbestandteil wie in TW...

vicbrother (unregistriert) 19. September 2014 - 21:04 #

In einem Spiel mit Magie könnte der Herrscher ja mittels einer Glaskugel und der Telepathie Befehle erteilen ;)

Schau dir mal MoM, AoW, HoMM oder FE an: Die Taktikschlachten sind ein Minispiel im Spiel und oft gut integriert. In MoM machen sie sehr viel Spass, weil es auf alles und jede Situation einen Konter gibt. Sehr motivierend, sehr spannend! Gerade, wenn es um das letzte Lebenspünktchen einer Einheit geht!

Die anderen Spiele haben da alle Fehler gemacht: Zu lange Kämpfe, schlechte Kampfregeln, Massenschlacht - und nun kommt EL mit automatischer Kampfberechnung. Da ist doch selbst ein automatischer AoW1-Kampf mit zusammenfassender Animation viel spannender!

Was ich für das Genre aber sinnvoll erachte ist das Spielen der Schlachten auf der globalen Karte, dies erhöht die Übersicht und macht diese Spiele zu echten Multiplayerspielen. Warlock macht das richtig, patzt aber in allen anderen belangen des Spiels.

In TW gebe ich dir aber recht, da sind die Schlachten und die globale Karte zwei getrennte Spiele und die Schlachten auch eher langweilig und irgendwann nervig.

monkeypunch87 14 Komm-Experte - 2429 - 20. September 2014 - 10:42 #

Ich bin da ganz bei dir, ich empfand die Schlachten und Kämpfe in Endless Space eine sehr angenehme Abwechslung. Wenn dies nun bei Legend ähnlich gehalten wurde, ist dies für mich ein großer Pluspunkt.

Der Marian 19 Megatalent - P - 17286 - 20. September 2014 - 13:36 #

Ja, ging mir auch so bei Endless Space. Weiß nun nicht, wie ich die Kritik im Test dann einzuordnen habe. Wahrscheinlich ist es für mich so gar kein Negativpunkt.

Limper 16 Übertalent - P - 5144 - 19. September 2014 - 19:56 #

Dürfte wohl, wie auch schon der Vorgänger, nichts für mich sein.

J.C. (unregistriert) 19. September 2014 - 20:00 #

Ok super, ein Spiel, dass man auslassen kann!

volcatius (unregistriert) 19. September 2014 - 20:19 #

Indirekter Kampf, wie kann man sich bei einem Strategiespiel so einen Schnitzer erlauben?

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11214 - 19. September 2014 - 20:58 #

Mir gefällt der Stil unheimlich gut.

vicbrother (unregistriert) 19. September 2014 - 21:06 #

Ich finde ihn zu abstrakt. Normalerweise möchte man ja in das Spiel hineingezogen werden mit einem höherem Detailgrad und bekannten Fantasyansätzen: Das klappt hier nicht und daher funktioniert das Spiel für mich auch nicht, ich bin einfach nicht durch das Setting und die Story motiviert.

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11214 - 19. September 2014 - 22:35 #

Runden-Strategie mit Draufsicht, Hexfeldern und Co. konnte mich sowieso noch nie "hineinziehen". Daher passt der abstrakte Ansatz perfekt zu einem Spiel bei dem die Strategie im Vordergrund steht.

Vampiro 21 Motivator - P - 30536 - 20. September 2014 - 0:55 #

Grundsätzlich stimme ich dir da zu, aber z.B. X-Com zieht schon rein (also das Remake). Bewusst verstärkt wird das ja durch die Kill-Cam.

Ganesh 16 Übertalent - 4864 - 20. September 2014 - 9:18 #

... und genau die nervt eigentlich nach dem zehnten Auftreten...

Vampiro 21 Motivator - P - 30536 - 20. September 2014 - 23:05 #

Kann man aber abstellen :)

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11214 - 20. September 2014 - 9:32 #

Aber das ist doch Runden-Taktik!!! :D

Bei XCOM ist man viel näher an seinen Soldaten dran, ist für jede Handlung direkt verantwortlich und das Ganze ist auch noch schön inszeniert und fein animiert. Kann schon sein, dass das mehr reinzieht - weiß ich schon nicht mehr. Als Fan der Originale kann ich mich nur noch an gelegentliches Kopfschütteln erinnern.^^

Vampiro 21 Motivator - P - 30536 - 20. September 2014 - 23:06 #

Ups, stimmt ;-D Hatte mich im Eifer des Gefechts verlesen, weil es so viel um die Kämpfe ging :-D

vicbrother (unregistriert) 20. September 2014 - 9:48 #

Strategie hat immer Ziele (siehe auch die Reihe "Schlachtplan" auf YouTube) - um die zu setzen brauche ich eine Auseinandersetzung mit der Spielwelt und diese erschliesst sich mir leider nicht.

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11214 - 20. September 2014 - 10:33 #

Es ist Brettspielabend und der vicbrother geht nicht hin.^^

monkeypunch87 14 Komm-Experte - 2429 - 20. September 2014 - 10:47 #

Passender Vergleich.

vicbrother (unregistriert) 20. September 2014 - 10:54 #

Nicht jedes Brettspiel ist gut.

monkeypunch87 14 Komm-Experte - 2429 - 20. September 2014 - 11:08 #

Dass es bei seinem Kommentar nicht um gut oder schlecht geht, weißt du sicher selber. Es geht um den Abstraktheitsgrad, der je Spiel anders ist und funktionieren kann oder auch nicht, dennoch kommen Brettspiele eher über die Mechaniken als über den "Grafikstil", der eine Immersion bietet.

vicbrother (unregistriert) 20. September 2014 - 13:52 #

Das ist mir klar, nur ist es hier kein gutes Spiel. Ich bin Brettspielen ja auch nicht abgeneigt; Nach meiner Hochrechnung habe in meinem Leben mehr als 1.000 Brettspielabende und -tage genossen, aber irgendwann verliert die Reduktion auf Mechaniken ihren Reiz (und in Endless Legends funktionieren sie eben teilweise auch gar nicht, wie zB das sehr wichtige Element des Kampfes).

Vampiro 21 Motivator - P - 30536 - 20. September 2014 - 23:07 #

Geil, erstmal danke für den Youtube-Tip :)

Du hast recht, ich hatte nicht genau gelesen (Strategie-Taktik).

Ein wirklich reinziehendes Rundenstrategie-Spiel fällt mir spontan nicht ein.

vicbrother (unregistriert) 21. September 2014 - 9:23 #

Bitte. Die Serie versucht Taktiken anhand eines gelungenen und fehlgeschlagenen Beispiels gegliedert in einzelne Punkte zu erläutern. Leider sind die Beispiele m.E. oft nicht einwandfrei, da einer der Seiten schon die Luftüberlegenheit hat. Hier wären Beispiele aus einer Zeit vor dem 20. Jahrhundert sinnvoller gewesen: Treibstoff und Luftüberlegenheit spielten da nie eine Rolle.

Vampiro 21 Motivator - P - 30536 - 22. September 2014 - 10:02 #

Das stimmt. Habe mir jetzt die erste Folge angeschaut (Belagerung). Da fiel mir auch auf, dass das älteste Beispiel aus dem 2. WK stammte. Bissi Antike oder Mittelalter (Belagerung!) wäre gut gewesen. Der Fokus scheint also auf moderner Kriegsführung zu liegen. Vielleicht auch, weil das leichter filmisch umzusetzen ist, da es Videomaterial gibt und man nicht mit Standbildern oder Re-Enactments arbeiten muss.

Beim Thema Belagerung sprechen sie übrigens an, dass die Höhenüberlegenheit mittlerweile meist durch Luftüberlegenheit hergestellt wird (werden soll), so dass sie das zumindest anschneiden.

monkeypunch87 14 Komm-Experte - 2429 - 20. September 2014 - 10:50 #

Schöner Test, hat mir Lust auf mehr gemacht, gerade weil ich die Kritikpunkte anders bzw. als nicht so hoch bewerte. Irgendwie passt Text aber nicht mit der Wertung zusammen, aber vielleicht täuscht mein Eindruck.

Der Marian 19 Megatalent - P - 17286 - 20. September 2014 - 13:37 #

Hm, ich kann aus dem Test nicht so ganz rauskristallisieren, ob es nicht gherade wegen der Kritikpunkte was für mich wäre. Eine Demo wäre in so einem Fall echt super.

BriBraMuc 14 Komm-Experte - 2322 - 20. September 2014 - 16:32 #

Habs als early access schon gekauft aber nach ein paar stunden musste ich feststellen, dass es micht nicht in seinen Bann gezogen hat. Das war bei civ anders. Evtl schmeiss ichs nun nochmal an.

SirDalamar 14 Komm-Experte - 2035 - 20. September 2014 - 17:35 #

Faire Note. Habe es damals als Early Access erstanden und war enttäuscht - so gut wie Endless Space ist es bei weitem nicht. Aber durchaus okay. Umso mehr freue ich mich jetzt auf's neue Civ...

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9209 - 20. September 2014 - 20:27 #

Kein must have, schade. Vielleicht mal im Angebot.

Drugh 15 Kenner - P - 2898 - 21. September 2014 - 7:03 #

Wenigstens habe ich jetzt auch verstanden, warum bei Endless Space die Gegner immer so viele und gute Schiffe haben, obwohl sie nur noch drei Planeten besitzen. KI schummeln mag ich gar nicht. Über den Test habe ich mich gefreut, sehr zeitnah, danke. Also erst mal Ago of Wonders 3 starten... Ich hole mir das aber mal für 50% Discount bei Steam.

Dusty (unregistriert) 22. September 2014 - 11:22 #

Mich hat das Spiel in seinen Bann gezogen. Natürlich ist es kein Civ und auch die im Test erwähnten Kritikpunkte kann ich voll und ganz nachvollziehen.

Wenn man aber wie ich eh auf friedliche Siegbedingungen setzt, macht das Ganze doch richrig Spass. Ich bin der Meinung, dass das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt.

Jenseits der abgeklatschen Fantasywelt erhält man ein frisches Spiel mit interessanten Rassen.

Kenner der Episoden 19 Megatalent - P - 16664 - 1. Oktober 2014 - 17:57 #

Interessant. Ich spiele selber auch gern auf die Friedliche in 4X-Spielen, was leider nicht immer geht. Von daher werde ich mir das Spiel wohl doch mal ansehen. :)

Trax 14 Komm-Experte - 2503 - 8. Oktober 2014 - 12:29 #

Ich habe jetzt auch fast 20h in das Spiel gesteckt und muss sagen, dass es mir bisher sehr viel Spaß macht.
Endless Space fand ich gut, aber Endless Legend gefällt mir eindeutig noch besser.
Ok, das Spiel stürzt gelegentlich spontan ab (in fast 20h 2 oder 3mal) und ich hatte einmal einen unschönen Übersetzungsfehler drin, wo die Texte nicht ins deutsche übersetzt wurden.
Der größte Schwachpunkt ist für mich die durchwachsene Gegner KI. Ich mag keine KI, die cheatet, aber der Rest des Spiels gefällt mir einfach so gut, dass ich damit leben kann.
Ich hoffe, dass die Entwickler das Spiel fleißig unterstützen und noch weiter verbessern. Es hat noch jede Menge Potenzial.

Hanseat 13 Koop-Gamer - P - 1422 - 16. November 2014 - 12:05 #

Ich stimme Dir zu. Habe es mir auch geholt und bin bisher sehr angetan vom Spiel. Die im Test beschriebenen Macken sind mir soweit bisher noch nicht aufgefallen und wurden evtl auch behoben. Aus meiner Sicht ist es bisher sogar deutlich interessanter als Age of Wonders 3, da hier nicht nur die Kämpfe interessant sind, sondern die Reichsverwaltung wirkliche Herausforderungen bietet im Gegensatz zu AoW3

vicbrother (unregistriert) 16. November 2014 - 18:15 #

Bei AoW3 bin ich mir nicht sicher, wo der Schwerpunkt liegt, Reichsverwaltung sollte es aber nicht sein.

Fabes 14 Komm-Experte - 2418 - 1. Oktober 2015 - 13:38 #

Nach langer Zeit bin ich noch mal auf den Test gestoßen und muss einfach konstatieren, dass das Spiel gnadenlos unterbewertet wurde. Eine 7.5-8.0 hätte mindestens drin sein müssen.

Der eigentlich einzige Kritikpunkt bleibt das indirekt steuerbare Kampfsystem. Alle anderen Dinge überzeugen.

Lencer 14 Komm-Experte - P - 1833 - 2. November 2016 - 10:43 #

Habs aktuell gespielt und kann Dir da nur zustimmen.

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 6664 - 8. November 2016 - 16:56 #

Japp, hab es mir auch gerade erst im Sale gekauft und finde es auch gnadenlos unterbewertet.

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