Test: Saubere Sache

Dirt 3 Test

Zwei Gänge hoch, einer runter: Mit Dirt 3 versucht Codemasters einen Spagat aus moderner Offroad-Simulation und Wiederbelebung alter Colin-McRae-Zeiten. Herausgekommen ist ein absolut gesehen erstklassiges Rennspiel. Doch kann es seinen eigenen Vorgänger distanzieren? Wir sind den Rennspiel-Boliden für euch seit Tagen testgefahren.
Mikkl Orth 24. Mai 2011 - 17:41 — vor 5 Jahren aktualisiert
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Alle Screenshots im Artikel wurden von uns erstellt.

„Mehr Rallye!“ So lautete das fast einhellige Feedback der Kundschaft auf die beiden bisher erschienenen Dirt-Teile. Ein Wunsch, dem Codemasters gerne nachkam: War die klassische Motorsportdisziplin noch in Dirt 2 nur ein Modus unter vielen, so geht es jetzt in gut der Hälfte aller Events auf die beliebte Zeitenhatz. Da erscheint es fast schon paradox, dass Codemasters bei seinem insgesamt achten Rallyespiel erstmals auf das Colin McRae im Titel komplett verzichtet. Offensichtlich ist der Ruhm des 2007 tragisch bei einem Hubschrauberabsturz verstorbenen Ex-Weltmeisters (und ehemaligen Serien-Zugpferds) mittlerweile stark verblasst.

Rally is back!Die wiederentdeckte Liebe zum echten Rallyesport wurde allerdings nicht in letzter Konsequenz umgesetzt: Mehr als einzelne Etappen (manchmal auch zwei oder drei hintereinander) ist nicht. Nach einer kompletten Rallye oder gar richtigen Meisterschaft, wie in den alten Colin-Teilen, sucht man auch in Dirt 3 vergebens, was die Freude am Revival etwas schmälert. Dafür stieg auch der Rallye-Cross-Anteil – quasi Rallye auf Rundkursen im Kampf gegen andere Autos – etwas. Die richtigen Offroad-Modi wie Trailblazer und Landrush (nicht aber Raid) sind zwar noch vorhanden, kommen aber nun seltener zum Zuge. Völlig aus dem Programm flogen hingegen die Spezialmodi von Dirt 2, nämlich Gate Crusher, Domination und Last Man Standing. Ein durchaus schmerzlicher Verlust, wie wir finden.
 
Mehr als ein Ausgleich dafür soll das komplett neue „Gymkhana“ sein. Das lässt sich als Mischung aus coolem Trendsport (obwohl bereits in den 60er Jahren erfunden) und simplen Hindernisparcours umschreiben. Hier wird motorisiert gesprungen und gedriftet, was das Zeug hält. Besonders viel Punkte gibt es, wenn ihr die Tricks erstens perfekt, zweitens schnell hintereinander und drittens möglichst abwechslungsreich gestaltet. Gymkhana dürfte bei vielen Käufern unter „Geschmackssache“ fallen. Einerseits wirkt die Pirouettendreherei aufgrund der etwas beschränkten Fahrphysik zumindest anfangs recht hölzern. Gleichzeitig lohnt es sich, hier etwas Zeit zum Üben reinzustecken – wie bei kaum einer anderen Disziplin machen sich hier Fortschritte schnell bemerkbar.
before
after
Rechts die PS3-Fassung: Obwohl diese beim Runterskalieren von 720p weniger Details verliert als das PC-Bild (von 1080p), wirkt sie verwaschener.
Kurzarbeiter
Als Belohnung für gewonnene Meisterschaften spendiert Dirt 3 euch ein riesiges Gymkhana-Areal zum Austoben.
Etwas zweifelhaft erscheint uns die Entscheidung von Codemasters, Gymkhana-Events teilweise zum Pflichtprogramm innerhalb der Karriereleiter zu küren. Das sorgt zwar für mehr Abwechslung, dürfte aber bei denjenigen für vermehrte Frustmomente sorgen, die sich Dirt 3 vor allem wegen der verstärkten Rallye-Präsenz zugelegt haben. Und noch weiter nach unten gehen dann die Mundwinkel bei einer erfolgreich abgeschlossenen Meisterschaft. Als Belohnung winkt ein… richtig, Gymkhana-Park, in dem man üben oder eine von zahlreichen kleinen Mini-Missionen (etwa „durchbreche den Zaun und lege damit ein weiteres Gebiet frei“) angehen darf. Mit jeder zusätzlichen durchgespielten Saison kommen weitere Aufgaben-Pakete hinzu.
 
Apropos Meisterschaften: An der Kampagne – oder auch einfach „Dirt-Tour“ genannt – haben die Engländer ebenfalls ordentlich Hand angelegt. Und dürften damit wiederum für einige Diskussionen sorgen. Wir erinnern uns: Dirt 2 war als umfassende Welttournee angelegt: Mit (durch gute Platzierungen gesammelten) Erfahrungspunkten bekamen wir nach und nach Zugang zu verschiedenen Austragungsorten. Dort wiederum öffneten sich immer mehr einzelne Events. Dieses System täuschte eine gewisse Linearität vor. Doch zusätzliche Veranstaltungen kamen – ordentliche Platzierungen vorausgesetzt – schneller hinzu, als man sie abarbeiten konnte. Nach einigen Spielstunden hatte man quasi eine fast freie Auswahl an Lokalitäten und Spielmodi. Dazu kam ein gewaltiger Umfang: Weit über 200 Events galt es zu bestreiten, bis die komplette Dirt-Tour als erledigt betrachtet werden durfte. Während für viele dieses Kampagnen-Konzept zu den Sahnestückchen von Dirt 2 z
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ählte, war es für genau so viele andere zu wenig geschliffen, zu langatmig und eintönig. Was auch an der doch recht geringen Streckenanzahl lag, weshalb man wieder und immer wieder die gleichen Pisten zu Gesicht bekam.
 
Das Kampagnensystem präsentiert sich nun runderneuert und vor allem deutlich gestrafft. Der Umfang beträgt noch nicht mal mehr die Hälfte des Vorgängers, dazu fällt die Sortierung nach Ländern weg. Das erinnert an frühere Colin-Zeiten, zumal es nur noch relativ schlichte Menüs statt eines interaktiven 3D-Fahrerlagers gibt. Vier Hauptmeisterschaften unterteilen sich in wiederum jeweils vier Trophys. Diese bestehen meist aus drei einzelnen Veranstaltungen, dazu kommen ein Spezialwettbewerb sowie ein Finale, das man sich erst freispielen muss. Insgesamt sind es 98 einzelne Events, was im Vergleich zu Dirt 2 doch etwas mickrig wirkt. Absolut gesehen aber ist das eine Zahl, die in Ordnung geht, zumal jede Piste auch nur einmal befahren wird. Leider ist die Zahl etwas gemogelt: Die Kurse eines Landes verwenden die praktisch immer gleichen Abschnitte und Versatzstücke, nur halt jeweils neu angeordnet und variiert.
Die 6 Spielmodi

Die folgenden sechs Bilder zeigen euch die Haupt-Spielmodi von Dirt. Zusammen mit den diversen Fahrzeugen, Strecken und Kameraperspektiven wird schnell ersichtlich, wie abwechslungsreich Codemasters neuester Streich trotz des nicht gerade überbordenden Strecken-Umfangs geraten ist.  1 Die klassischen Rallye-Etappen nehmen nun einen breiteren Raum ein. Hier heizen wir mit der 60er-Ikone Alpine A110 in der Motorhauben-Ansicht durch das tief verschneite Norwegen.  2 Rallyecross ist den klassischen Rallyes am ähnlichsten, findet allerdings auf Rundkursen im Kampf Mann gegen Mann statt. Hier brettern wir über das verschlammte „Smelter“-Areal. Zum Glück geht der Scheibenwischer automatisch an!  3 Der Landrush-Modus ähnelt in Dirt 3 stärker als bisher dem Rallyecross. Allerdings bestreitet ihr ihn mit Pickups oder Buggys, die ein besonderes Feingefühl von euch verlangen.  4 Trailblazer ist neben Rallye die zweite Disziplin, bei der wir von A nach B rasen. In diesem Fall liegen A und B im verschlafenen Michigan, der skurrile Untersatz ist ein bis zur Unkenntlichkeit getunter Suzuki SX4 . 5 Hier versuchen wir uns im Gymkhana-Modus mehr oder weniger erfolgreich an einem schönen Donut. Wer das punktgenaue Driften um Hindernisse nicht mag, muss die Zähne zusammenbeißen: Diese Disziplin gehört in Dirt 3 zum Pflichtprogramm.  6 Die von Veranstaltungen wie dem „Race of Champions“ bekannten Head-to-Head-Duelle sind zwar keine wirklich neue Erfindung, werden im dritten Teil aber erstmals regelmäßig eingesetzt.
 

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Jörg Langer Chefredakteur - P - 329315 - 24. Mai 2011 - 17:41 #

Viel Spaß beim Lesen -- Fahrfehler auf der Tastatur bitte ich, der örtlichen Polizeidienststelle per "Antwort" auf diesen Comment zu melden.

Loard (unregistriert) 25. Mai 2011 - 9:27 #

- "Fahrfehler auf der TastaTur"
- "der örtlichen PolizeidiensTstelle"

;-D

Jörg Langer Chefredakteur - P - 329315 - 25. Mai 2011 - 16:05 #

Nur im Text :-)

Sciron 19 Megatalent - P - 16083 - 24. Mai 2011 - 18:45 #

Karriere-Modus im Vergleich zu Teil 2 (deutlich) geschrumpft und einige altbekannte Rennmodi rausgeschmissen, dafür ein etwas anspruchsvolleres Handling und Wettereffekte draufgepackt. Als Fan von Dirt 2 kommt da jetzt nicht so die riesen Begeisterung auf. Klingt zwar alles sehr souverän, aber richtig in Ekstase versetzt mich das Teil nun wirklich nicht. Der Wiederkäuungs-Faktor ist mir da einfach zu groß.

Das Genre - dieser Arten von Arcade-Simu-Mix - ist mit Shift, Grid und einem PGR 4 (ok letzteres ist schon etwas älter) relativ dicht besetzt und Dirt 2 sticht da (bis auf die Rally-Events) nicht wirklich großartig heraus. Die Endwertung von 9.0 find' ich da ne ganze Nummer zu hoch gegriffen. Für mich kommt das Teil (mal wieder) nur Maximal als Budget-Titel in Frage, wenn es mal für 10 - 15 Euro irgendwo verramscht wird.

El Cid 13 Koop-Gamer - 1684 - 24. Mai 2011 - 18:54 #

So unterscheiden sich die Geister, ich find das Spiel klasse und es hat diese hohe Wertung redlich verdient. :D

Razyl 18 Doppel-Voter - 9226 - 24. Mai 2011 - 18:48 #

"Relativ hohe Hardwareanforderungen"

Den Punkt kann ich nicht ganz nachvollziehen. Für das grafisch Gebotene sind die Hardware-Anforderungen recht moderat, wie eben beim guten Vorgänger.

Ansonsten ist DiRT 3 bisher ein ausgezeichnetes Rennspiel. :)

Jörg Langer Chefredakteur - P - 329315 - 25. Mai 2011 - 12:31 #

Hi Razyl,

im Wertungskasten fehlte das "(bei DirectX11)" dahinter. Unter DX9 sind die HW-Anforderungen, wie du schreibst, vergleichsweise moderat.

sheep 13 Koop-Gamer - 1588 - 24. Mai 2011 - 19:04 #

Dirt 3 scheint auf jeden Fall besser zu sein als Dirt2 aber ohne Hillclimb ist es für mich nach wie vor keine Alternative zu Dirt1....

pel.Z 16 Übertalent - 4852 - 24. Mai 2011 - 19:08 #

Ein kleiner Hinweis bezüglich des Bildvergleichs vom PC und PS3 Screenshot:
Das Verkleinern eines Bildes lässt Kanten und Details schärfer werden, nicht das Gegenteil ist der Fall.
Insofern ist die Formulierung "trotz unserem Runterskalieren" nicht nur aufgrund des fehlenden Genitivs sondern auch faktisch falsch.
Festzuhalten wäre also, dass die PS3 Version schlechter aussieht. ;-)

Jörg Langer Chefredakteur - P - 329315 - 25. Mai 2011 - 8:24 #

Das stimmt so nicht. Linien und Kanten werden tendenziell stufiger, also nicht etwa schärfer. Bei den Details gebe ich dir teilweise recht, hier verhält es sich jedoch so: Entweder, sie wirken geschärft, oder sie verschwinden. Dass sie also generell schärfer würden, lässt sich so nicht sagen.

Beim Genitiv hast du recht.

BlackWhize 11 Forenversteher - 802 - 24. Mai 2011 - 19:09 #

Ui, es gibt endlich Regen und Schnee. Wird dann mal sicherlich für 20€ mitgenommen. :)

Anonymous (unregistriert) 24. Mai 2011 - 19:29 #

hmm wieso gibts eigentlich keine pc / xbox 360 vergleiche oder noch besser ps3 vs xbox 360? trotz allem toller test (hoffe ich hab das wegen den vergleich ebend nicht überlesen *schnüff*

Ditze 13 Koop-Gamer - 1255 - 24. Mai 2011 - 19:41 #

Warum gibt es eigentlich keine Vorsetzung von RalliSport Challange 2.
Die hatten damals die geilsten Wettereffekte und es spielte sich super.

Kai 14 Komm-Experte - 2329 - 24. Mai 2011 - 20:47 #

Danke für den ausführlichen Test. Die Grafik kann sich ja wie immer sehen lassen, aber ohne realistische Fahrphysik und vor allem ohne echte Rallyes bleibe ich lieber bei WRC 2010.

STF 11 Forenversteher - 623 - 24. Mai 2011 - 22:00 #

Manchmal muss man aber auch mal Dinge probieren, um sagen zu können ob man damit Spaß hat oder ob es einem gefällt.
Ich hatte mich ja echt auf WRC 2010 gefreut, aber das Ergebnis war für mich dann doch schon ernüchternd bis enttäuschend.
Für 15€ oder gebraucht für 10€ werde ich es mir aber mal holen.
Ich bin jedenfalls gespannt was bei WRC 2011 rauskommt, viel Hoffnung mache ich mir da allerdings nicht.

Equi 14 Komm-Experte - 1912 - 24. Mai 2011 - 23:29 #

Wahrscheinlich habt ihr die Hardwareanforderungen des Herstellers einfach übernommen, es könnte sich aber auch ein kleiner Fehler eingeschlichen haben: Bei den empfohlenen Voraussetzungen steht etwas von einer AMD HD4850 und einer GTX 460. Kann mir nicht vorstellen das die HD4850 wirklich empfohlen ist, bietet sie doch gut und gerne 60-70 % weniger Leistung als die Nvidia Karte und unterstützt nicht mal DX 11.

Ach ja: Wird eine Kupplung unterstützt?

Mikkl Orth Freier Redakteur - 1140 - 25. Mai 2011 - 13:16 #

Jo, soll eigentlich "5850" heißen, wobei man da jetzt wieder argmuentieren könnte, dass die ja schneller ist als die 460. ;)

Eine Kupplung wird zumindest den Standardoptionen nach (bsp. Lenkradeinstellungen oder Tastenzuweisung) nicht unterstützt. Ob das anders ist, wenn ich lenkrad mit Kupplung angeschlossen wird, kann ich mangels entsprechendem Gerät nicht sagen.

Zzorrkk 13 Koop-Gamer - - 1611 - 25. Mai 2011 - 1:25 #

Also für mich ist Dirt3 nach Teil 2 eine Erleuchtung:
Während ich Teil 2 erst mal Ewigkeiten zwischen Tastatur und 360-Pad hin und her bin und in den Optionen eine gute Einstellung gesucht habe, kann ich hier direkt losfahren. Endlich vorbei die Zeiten der hypernervösen Wagen die permanent ins Off driften. Ich habe auf Intermediate super Fahrzeugkontrolle, aber eben auch nicht das Gefühl, dass ich keine Fehler machen kann und die Physik erscheint mir berechen- und nachvollziehbar (als Laie)- vor allem hab ich damit aber Spaß. Und ich habe nix angepasst.
Außerdem endlich Wetter und Schnee (und coolere Wagen). Bin total begeistert.
Dirt 1 hab ich durchgespielt und Teil 2 dann schnell in die Ecke gefeuert. Und ja, ich bin auch Simulationsfreund und hab lange Zeit Grand Prix Legends gespielt - Dirt2 wird mir also kaum zu anspruchsvoll gewesen sein... So ein Game braucht eigentlich auch kein Lenkrad um spielbar zu sein, wenn ich nicht alles abschalte.
Einzige Kritik an Dirt3: Wenn ich nur weiß, auf welchem Belag ich gleich fahre, kann ich meinen Wagen kaum angemessen einstellen. Zumindest eine Überblickskarte wegen Übersetzung und ne Aussage über Unebenheiten wäre sehr sinnig gewesen. So fahre ich immer gleich, weil ich nix einschätzen kann - Schade.

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11249 - 25. Mai 2011 - 7:07 #

Ich werde wohl weiterhin bei Dirt1 bleiben. Dirt2 war total uninteressant und Dirt3 dann vielleicht mal als Budget.

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 25. Mai 2011 - 8:10 #

Puh. Mh. Mjooooa... neeeeee! Ich bleib bei GRID. Dirt 2 war eine herbe Enttäuschung, Dirt 3 wird da für mich keine "Hilfe" sein ^^ Danke für den Test.

Anonymous (unregistriert) 25. Mai 2011 - 9:40 #

Inhaltlicher Fehler im Text:
Auf Seite 1 2. Abschnitt steht, dass der Raid-Modus wieder dabei sein soll, dies ist aber wohl nicht der Fall und ist bei Eurer Fotoserie im Test zu den Modi auch nicht vorhanden.
Schade, der hat nämlich auch so richtig Spass gemacht... )-:
Alles in allem wohl ein sehr gutes Spiel, man weiss, was einen so ungefähr erwartet, wer Dirt 2 mochte wird auch mit Dirt 3 grundsätzlich zufrieden sein.
Sehr unverständlich und schade jedoch, dass offenbar einige designmäßige "unforced errors" begangen wurden, wie z.B. Weglassen des Raid-Modus, in Multiplayer Jam Sessions können angeblich keine Custom Car/Track Kombinationen mehr eingestellt werden, d.h. keine Rennen mit z.B. Trailblazer Cars auf Rallycross/Landrush-Strecken etc. (was sehr spassig war, für Abwechslung gesorgt hat und die Replayability des Spiels sehr erhöht hat).

Mikkl Orth Freier Redakteur - 1140 - 25. Mai 2011 - 13:15 #

Das mit dem Raid ist (leider) richtig. Mir ist es selbst noch aufgefallen, hatte es aber leider vergessen rauszunehmen. Und ja, ich finde es auch ebenso schade wie unnötig, "unforced error" ist ein schöner Begriff dafür. :)

Zumal ich grade bei Dirt 3 ein bisschen den Eindruck habe, dass sie selber nicht wissen, wie sie nun Landrush, RallyeCross, Trailblazer etc. voneinander abgrenzen sollen. Oder warum ist mit dem Buggy über eine Rallycross-Piste fahren auf einmal Landrush?

Das kam mir in Dirt 2 ein wenig differenzierter vor, zumal "Last man Standing" und "Domination" ebenfalls wegrationalisiert wurden. Und Raid war da noch eine der eigeneständigeren Disziplinen, die Raid-Autos haben es ja immerhin teilweise in Dirt 3 geschafft.

DdCno1 08 Versteher - 162 - 25. Mai 2011 - 10:53 #

Das Spiel macht wirklich Spaß. Das Fahrverhalten könnte zwar etwas realistischer sein, aber für zwischendurch taugt es sehr gut. Mir gefällt die Aufmachung des Titels, auch wenn ich die Sprecher hätte verzichten können.

Die hohen Hardwareanforderungen kann ich übrigens so nicht bestätigen. Bei mir läuft Dirt 3 mit fast durchgehend maximalen Details und 4x AA auf 1920x1200 mit 30 fps (mehr brauche ich nicht). Ich hätte nicht gedacht, dass die Radeon 3870 zusammen mit dem X2 5200+ das Spiel noch derart souverän packt. Der Rechner ist mittlerweile drei Jahre alt und hat damals weniger als 300 € gekostet (ohne Windows)... :P

Es sieht wirklich hervorragend aus. Kein großer Fortschritt zum Vorgänger, aber insbesondere die Farbpalette und einige Effekte wurden aufpoliert.

Überhaupt ist der Lerneffekt von Codemasters bei der Farbwahl beeindruckend: Das erste Dirt sah bereits toll aus, litt aber unter einer unnatürlich wirkenden Palette. Grid war in dieser Hinsicht ein großer Schritt nach vorne, auf dem Dirt 2 aufbaute.

Roland_D11 15 Kenner - 3685 - 25. Mai 2011 - 13:36 #

Ich spiele es seit gestern (360) und bin sehr begeistert. Besonders der Gymkhana-Modus ist unerwartig gut. Ich bin normalerweise jemand, der 'Drift-Challenges' soweit es geht meidet, aber Dirt 3 vermittelt einem durch das gute Feedback ein klasse Gefühl dafür, was man mit dem Auto machen kann. Und spätestens, als ich einen sehr guten Run hinter mit hatte und das Replay gesehen hatte war es um mich geschehen.

Deshalb war die Freischaltung des Battersea-Komplexes als Belohnung auch tatsächlich eine Belohnung. Ich habe gestern zwei Stunden nur in dem ersten Bereich zugebracht, um die möglichen Tricks zu lernen :-) .

ichus 15 Kenner - 2987 - 25. Mai 2011 - 17:03 #

Ich kann dir da überhaupt nicht zustimmen. Der Gymkhana- Modus ist wohl das Unnötigste seit langer Zeit.
Meiner Meinung nach hatte man in Dirt 2 ein viel besseres Fahrzeuggefühl.

Anonymous (unregistriert) 25. Mai 2011 - 17:38 #

Hab die PS3-Version wieder umgetauscht, da der Online-Modus nicht funktioniert hat.
Aber hab genug andere Spiele und in ein paar Monaten gibt's das Spiel bestimmt für 20 Euro in UK.

hannibal 08 Versteher - 171 - 30. Mai 2011 - 10:53 #

Die PC Fassung ist allerdings nicht als Retail in UK erschienen. Habs mir für 29,60€ bei D2D geholt.

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11034 - 25. Mai 2011 - 20:52 #

Meine drei Lieblings-Renn-Modi wurden gestrichen, der Modi der mir am wenigsten Spaß gemacht hat, die klassische Rallye, wurde scheinbar ein wenig lieblos wieder sehr häufig genutzt und die freie Veranstaltungswahl und die World-Tours wurden auch eingeschränkt, gestrichen und dagegen halten nur eine bisschen bessere Optik, der Splitscreen-Koop und das Wettersystem.
Klingt für mich so, als wäre das neue Dirt 3 ein Schritt in Richtung Dirt 1 und mit dem hatte ich schon nach 3h keine Lust mehr. Schade. Vielleicht für <20€ aus England, aber mehr erwarte ich da nicht.

Muffin47 (unregistriert) 25. Mai 2011 - 22:03 #

Ich hab mir Dirt3 auch gekauft, bin eigentlich ganz zufrieden. Nur bin ich davon ausgegangen (ähnlich wie in F1 2010), dass man mit einem Offline-Account abspeichern kann. Ist das diesmal bei Dirt3 nicht mehr möglich? Muss man sein Spiel nun zwangsweise online aktivieren? (musste man bei F1 2010 ja nicht...) Die Die Rennen machen Spass, aber ständig die Karriere von 0 anfangen ist nicht so toll :(

Mox 07 Dual-Talent - 109 - 27. Mai 2011 - 14:18 #

Ich frag mich nur, warum zum Geier die in die (imho nicht ganz unerheblichen) Ladezeiten die coole Musik packen (sowohl 2 als auch 3), ich sie aber während des Fahrens nicht hören darf.

Grade bei den Gymkhana-Events oder Head-to-Head Rennen würde das doch ziemlich gut passen.

Labrador Nelson 27 Spiele-Experte - - 91302 - 12. Juli 2011 - 17:36 #

Hervorragendes Game! Sieht super aus! Frisst keine Ressourcen! Einmaliges Fahrfeeling! Hut ab!

Scurgo 10 Kommunikator - 385 - 2. August 2011 - 18:34 #

Ohne Gymkhana Modus hätte ich sofort zugeschlagen. Aber ich verstehe einfach nicht was soetwas in einem Rallyspiel zu suchen hat.

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