Die Clan-Wars sind eröffnet

Call of Duty - Ghosts (MP) Test

Activisions Shooter-Serie wird oft für die kurze Kampagne kritisiert. Dabei vergessen viele, dass die Reihe noch einen Mehrspieler-Modus umfasst, der für dutzende oder hunderte Spielstunden gut ist. Wir haben uns für euch in den Online-Gefechten ausgetobt und dem MP-Modus – wie schon bei Battlefield 4 – einen eigenen Test gewidmet.
Benjamin Braun 5. November 2013 - 15:55 — vor 3 Jahren aktualisiert
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Alle Screenshots stammen von GamersGlobal

Solisten mögen es nicht nachvollziehen können, wie man Call of Duty unzählige Stunden spielen kann, ohne auch nur einen einzigen Fuß in die Kampagne zu setzen. Für viele Online-Willige ist der Story-Modus allerdings nur ein Bonus zum umfangreichen Mehrspieler-Angebot der Reihe, die seit dem ersten Serienteil aus dem Jahr 2003 fester Bestandteil von Call of Duty ist. In diesem Jahr hat sich mehr im Multiplayer-Bereich getan als in den letzten Jahren: Die 14 frischen Maps von Call of Duty - Ghosts bieten nun ähnlich wie bei Battlefield 4 (GG-Test) dynamische Events, die Einfluss auf das Spielgeschehen nehmen. Es gibt rund 30 neue Waffen, darunter auch eine zusätzliche Waffenklasse. An die Stelle der aus Modern Warfare bekannten Spec-Ops-Missionen rückt nun der Trupps-Modus und zusammen mit der Call-of-Duty-App könnt ihr mit systemübergreifenden Clans auf Punktejagd gehen. Was sich sonst noch alles verändert hat und wie sich die neuen Spielmodi wie etwa der Alien-Modus "Extinction" spielen, erfahrt ihr in unserem Test.

14 Karten, unzählige Waffen
Viele der Mehrspieler-Modi aus Ghosts sind altbekannt, etwa der Domination-Modus "Herrschaft".
Die normalen Mehrspieler-Gefechte und Trupps-Modus-Schlachten finden auf 14 brandneuen Maps statt, die größtenteils der Einzelspielerkampagne entlehnt sind. Unter anderem seid ihr in einem überschwemmten Bezirk von Caracas unterwegs, in Colorado Springs oder auch im Außenbereich eines Baseballstadions. Gemein ist den Karten, dass sie alle sehr kompakt wirken und durch unzählige Schleichpfade Campern das Leben schwermachen. Besonders schön finden wir, dass es fast auf jeder Map zerstörbare Objekte gibt, die ihr teilweise nutzen könnt, um die Umgebung deutlich zu verändern oder zumindest euren Gegnern durch die Detonation Schaden zuzufügen.

Auch zwingen euch die Karten nicht dazu, eine bestimmte Waffe mitzunehmen. Denn auf jeder von ihnen gibt es genügend Möglichkeiten, sowohl auf kurze Distanz zu kämpfen als auch mit Scharfschützenwaffen auf große. Die Auswahl an Schießprügeln ist üppig. Es sind alle Modelle aus dem Vorgänger enthalten und zusätzlich 30 neue, darunter auch DRM-Gewehre. Dabei handelt es sich um Selbstlader, die im Vergleich mit Scharfschützengewehren eine leicht höhere Schussfrequenz, dafür aber auch eine etwas geringere Schadenswirkung und Präzision auf größere Entfernungen haben. Ihr Handling erinnert deshalb stark an die M1 Garand, wie Shooter-Spieler sie aus diversen Zweiter-Weltkriegs-Spielen kennen. Diese Waffen stellen gerade für Akteure mit hohem Skill ein perfektes Zwischending zwischen vollautomatischer Waffe und träger Sniper-Rifle dar.

Neue Modi braucht das Land
Die CoD-App
Mit CoD - Ghosts geht die Call of Duty App für iOS und Android-Smartphones an den Start (Android-Tablets werden erst etwas später hinzukommen). Sie umfasst zwar auch Companion-Device-Funktionen, so dürft ihr während einer Partie eure Ausrüstung für den nächsten Respawn festlegen. Die wichtigsten Funktionen betreffen aber die sogenannten Clan-Wars. Dabei können alle Ghosts-Spieler plattformunabhängig  eurem Clan beitreten und Punkte für euer Team sammeln. Ziel ist es, bestimmte Bereiche auf einer strategischen Karte zu beherrschen. Das erreicht ihr durch Siege in bestimmten Spielmodi.

Die Clan-Wars zielen darauf ab, schneller Erfahrung zu sammeln und im Level aufzusteigen. Da uns die Clan- Verwaltung ziemlich komfortabel zu sein scheint, spricht eigentlich alles dafür, die App zu verwenden.
Die meisten Spielmodi in Call of Duty - Ghosts werden Serienkennern sehr vertraut vorkommen. Darunter befinden sich wie gehabt die sogenannten Hardcore-Varianten, in denen Perks oder Waffenverbesserungen keine Rolle spielen und somit nur das Können der Spieler zählt. Die stehen allerdings nur für drei Modi zur Verfügung. Dazu kommen klassische Deathmatches und Team-Deathmatches. Zusätzlich haben es einige neue Spielvarianten in Ghosts geschafft. Sie sind ausnahmslos teambasiert, wozu auch "Suchen und Retten" gehört. Dieser Modus erinnert entfernt an Counter-Strike, wobei ein Team eine Bombe legen muss, während das andere entweder das feindliche Team ausschalten oder die Bombe deaktivieren muss. Den Unterschied machen allerdings Anleihen aus dem "Kill Confirmed"-Modus aus, in dem ihr bekanntlich nur dann ordentlich Punkte auf euer Teamkonto spült, wenn ihr (oder ein Mitspieler) die Hundemarke eines besiegten Gegners einsammelt. In "Suchen und Retten" dient dieses Spielelement allerdings in anderer Form. Ihr habt zwar nur ein Leben, wenn ein Teamkamerad nach eurem Tod jedoch eure Hundemarke vor einem der Gegner aufnimmt, werdet ihr wiederbelebt.

Mit entsprechender Absprache im Team macht der Modus Spaß, uns hat er aber nur zum Teil gefallen, da er das für CoD typische Tempo aus den Mehrspieler-Schlachten nimmt. Wer allerdings Spielvarianten mit taktischerem Vorgehen bevorzugt und kein Problem damit hat, von rumlungernden Gegn
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ern am Bombenlegpunkt empfangen zu werden, der findet hier eine Alternative zu den ansonsten schnellen bis hektischen Mehrspieler-Kämpfen. Neu ist auf der "Aufgeputscht"-Modus (im Original: "Cranked"), der erheblich rasanter ist. Darin startet ihr durch euren ersten Kill einen Timer, der die maximale Zeit bis zum nächsten Kill zeigt. Gelingt euch in dieser Zeit kein Abschuss, explodiert ihr. Witzig ist dabei auch, dass ihr euch mit jedem Kill immer schneller bewegt, während gleichzeitig die Zeitspanne bis zum nächsten Abschuss geringer wird. Das macht mächtig Laune und bringt das Blut ordentlich in Wallung.

Neu ist auch der "Blitzangriff", bei dem ihr zum Punkten jeweils den Zielpunkt des Gegners erreichen müsst, während ihr euren eigenen verteidigen solltet. Der Zielpunkt befindet sich allerdings nicht immer an derselben Stelle im Level, sondern ändert immer den Standort, wodurch eine Menge Bewegung und Tempo garantiert ist. Die meisten der anderen Spielvarianten sind so oder so ähnlich schon aus dem direkten Vorgänger bekannt. Dazu zählt unter anderem der Domination-Modus, in dem die Teams drei Punkte auf der Karte einnehmen und verteidigen müssen.
Beim "Blitzangriff" müsst ihr den Zielpunkt des Gegners erreichen, um Punkte zu machen. Danach müsst ihr 10 Sekunden warten, bis der Zielpunkt wieder zur Eroberung freigeben wird. Das spielt sich schön schnell und macht einfach Spaß!
Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11604 - 5. November 2013 - 17:38 #

Danke für den Test.

Quasi alter Wein in neuen Schläuchen plus eine Prise von einem neuen Gewürz. :D

Fischwaage 17 Shapeshifter - 6765 - 5. November 2013 - 17:56 #

" Zusätzlich haben es sieben einige neue Spielvarianten in Ghosts geschafft."

sieben? einige? einige sieben?

Jörg Langer Chefredakteur - P - 355339 - 5. November 2013 - 18:16 #

Bitte nutze dafür doch zukünftig die Fehlermeldefunktion.

Wunderheiler 20 Gold-Gamer - 22343 - 5. November 2013 - 21:11 #

Anmerkung zu meinem, als kein Fehler markiertem, Fehler: Warum steht dann im Text das die Version noch nicht gespielt wurde?

hsvmex 05 Spieler - 45 - 5. November 2013 - 18:01 #

IGN, Edge und einige andere mehr, haben im übrigen schon davon berichtet, das die PS4 Version sehr stark mit den Frameraten einbricht. Nur mal so in den Raum geworfen für all die XboxOne basher vorher ;) Dann doch lieber konstante FPS aber O.k ..

Wunderheiler 20 Gold-Gamer - 22343 - 5. November 2013 - 21:10 #

Wurde hier doch auch angemerkt?

eagel (unregistriert) 6. November 2013 - 11:57 #

ich zitier mal für dich "Da es sich um eine nicht finale Fassung handelte und die Probleme teilweise auch Server-Probleme während des Testevents zurückzuführen sein könnten, werten wir die PS4-Version für die Aussetzer zunächst nicht ab, werden aber natürlich die fertige Fassung überprüfen."

McStroke 14 Komm-Experte - 2276 - 6. November 2013 - 19:39 #

Ich muss mal ne wahrscheinlich eher blöde Frage:

Habe grade durch Zufall auf Youtube in ein Splitscreenvideo zu CoD:Ghost geschaut, in dem Team-DM gespielt wurde. Da rannten noch andere "Figuren" rum als nur die zwei Spieler am Splitscreen...für mich war es nicht ersichtlich ob es Bots oder echte Spieler waren. Weiss jemand ob es für Ghosts einen Splitscreenmodus mit Onlinefunktion gibt (bzw auf der PS4 geben wird?), also das zwei Leute im Splitscreen an Onlinematches teilnehmen?

Mirko (unregistriert) 7. November 2013 - 14:05 #

Hätte mal ne Frage: Hier wird das Kartendesign gelobt, auf amazon lese ich überwiegend von viel zu großen Camperparadiesen. Hats schon jemand gespielt?

Irgendjemand (unregistriert) 8. November 2013 - 14:53 #

Vorweg: Ich spiele auf der 360 zumeist Herrschaft und Abschuss bestätigt, letzteres auch mal Hardcore.

Die Maps sind unglaublich verwinkelte Labyrinthe, gefühlt noch schlimmer als die schon sehr unübersichtlichen Karten in MW3. Für mich ist das ein klarer Rückschritt im Vergleich zu BO und BO2, da man aus unzähligen Richtungen niedergemäht werden kann. Für Camper ein Paradies, da es schier unzählige Verstecke gibt.

Zudem kommt ein etwas unglückliches Spawnsystem hinzu, dass einen öfter mal vor Gegner platziert, als einem lieb sein kann.

Peter (unregistriert) 10. November 2013 - 22:59 #

Wie man dem Multiplayer 8.5 geben kann, ist mir ein Rätsel.
Und nein, das hat nichts mit CoD Bashing zu tun, es ist einfach aus MP Sicht der Tiefpunkt der Serie. Das hier jetzt alles genau aufzuzählen würde mir zu lange dauern, denn die Liste ist lang und ist eh umsonst. Einfach mal bei Amazon die Rezensionen checken, da wird dazu auch einiges gesagt. Unverständlich, da fragt man sich ob die Tester überhaupt Ahnung von einem guten MP haben. Vielleicht kommen die auch nur zu der Wertung weil sie die maps und die Spielmodi zusammenzählen… Man weiß es nicht.

Peter (unregistriert) 10. November 2013 - 23:00 #

*Wie man dem Multiplayer auch nur 8.5 geben kann, ist mir ein Rätsel

Ganon 23 Langzeituser - P - 40441 - 13. November 2013 - 8:13 #

Er hat ja auch 9.0 bekommen.

Asche (unregistriert) 11. November 2013 - 19:29 #

Der mit Abstand schlechteste Multiplayer CoD Teil den es gibt. So viel gecampe und dann meistens noch mit dem Köter ist nicht mehr normal. Wer sich bewegt verliert und wird abgeschossen. Ich kann ja verstehen das bei einem Suchen&Zerstören oder wie auch immer es jetzt heisst viel auf Taktik etc gelegt wird allerdingt ist es auf Team Deathmatch schon sehr erschrecken wieviele sich mit ihrem "ichkanndichausdreitausendmeternsehen" Visier wo alle Gegner Gelb aufleuchten in die Ecke legen und am Ende stolz auf ihre 5-1 Statistik sind. BO2 war sehr aktionreich und die ganzen Camper wurden minimiert. Dieser Teil wird mir nicht lange Spass machen. Dazu kommt noch ein Respawn System bei dem man direkt vor einem Gegner Respawn wird und direkt in die Zielvorrichtung gehen kann sonst wird man erneut erschossen. Habe gestern eine Scene erlebt wo ich nach dem Respawn erschossen worden bin und nach weiteren 10 Sekunden Wartezeit ich erneut auf einer dieser Bewegungsgranaten respawn wurde sodass ich innerhalb kürzester Zeit drei mal gestorben bin. TRAURIG! Ich wünschte mir mal wieder ein Ersteweltkrieg Shooter der ordentlich durchdacht ist damit diese Holo/Therma/ichsehealles Visiere wieder verschwinden !

Miracollix 06 Bewerter - 55 - 26. November 2013 - 19:40 #

Das ist Ansichtssache, CoDs sind alle anders, und jedes CoD hat seine schwächen.
MW2 - NoobTube
Black Ops I - nichts für Anfänger
MW3 - zu viele Hacker
Black Ops 2 - war kein richtiger Shooter, die Waffen waren wie Wasserpistolen
Ghosts - Camper

Doch richtige CoD zocker, wissen wie man mit all dem zurecht kommt und man entwickelt für jedes Spiel eine neue Taktik.

Miracollix 06 Bewerter - 55 - 26. November 2013 - 19:35 #

Du schreibst gute Berichte (Y)

Mad Squ 11 Forenversteher - 677 - 4. November 2014 - 22:35 #

Wird hier irgendwo erklärt, wie die Abwertung für die Wii U zustande kommt? Ich konnte aus dem Text nur entnehmen, dass sich die Versionen gleich spielen. Wieso also eine niedrigere Wertung?

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