Das Auge kämpft mit

Blackguards 2 Test

Blackguards 2 wetzt viele Scharten des Vorgängers aus und bringt wieder dieselben Stärken, vor allem abwechslungsreiche, taktisch anspruchsvolle Schlachtfelder. Doch musste man unbedingt die Wegfindung an die gefürchteten Ernter aus C&C anlehnen? Oder die erste Stunde so öde gestalten? Von einer Reise nach Aventurien.
Jörg Langer 21. Januar 2015 - 23:57 — vor 1 Jahr aktualisiert
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Alle Screenshots stammen von GamersGlobal

Blackguards 2 ist gerade zum moderaten Preis von 29,99 auf Steam und sogar nur 19,99 als Boxversion (die es zur Verwirrungssteigerung auch noch in einer Deluxe-Fassung für 29,99 gibt) erschienen. Das klingt fast schon nach Budgetspiel, aber wir können euch gleich mal beruhigen: Auch wenn es nach etwa zehn Spielstunden so aussieht, als stünde das Ende kurz bevor, ist dem nicht so – ihr könnt gut 35 Stunden mit dem Titel verbringen, bei akribischer Vorgehensweise beziehungsweise immer wieder mal verbockten Schlachten aber auch deutlich mehr.
 
Wen das grundsätzliche Spielprinzip oder die Das Schwarze Auge-Bezüge genauer interessieren, kann das in unserem Test des ersten Teils nachlesen, der ja noch nicht so lange her ist. Kurz gesagt, handelt es sich bei Blackguards und dem Nachfolger um Taktikspiele mit starkem Rollenspiel-Einschlag. In Blackguards 2 steuert ihr vier vorgegebene, von euch aber umfangreich und regelmäßig zu skillende Helden, dazu kommen sieben weitere, ebenfalls mit der Zeit stärker werdende "Soldatentypen" als Hilfstruppen – mit denen ihr teils auch allein Missionen oder Abwehrkämpfe bestreitet. Der Schwerpunkt liegt trotz der RPG-Elemente sowie diverser Dialoge und einer nicht völlig vorhersehbaren Story klar auf den rundenweisen Hexfeld-Gefechten, in denen schon mal gut 50 Soldaten, Tiere oder Monster herumwuseln. Die Schlachtfelder sind mit viel Liebe designt, sowohl in Sachen vielseitige Optik als auch Interaktivität und Spezialregeln.
 
Tot oder wahnsinnigDaedalic will offensichtlich nur überzeugte, geduldige Fans mit seinem Spiel ansprechen, denn den mit Abstand schwächsten Teil stellen die ersten 60 Minuten dar, die zu mindestens der Hälfte fürs Tutorial draufgehen. Dieses verbringt ihr mit uninteressanten Dialogen und noch uninteressanteren Kämpfen in einem Verlies. Ihr seid Cassia, bis vor kurzem eine Adlige, die sich im Verlies von Mengbilla, der Hauptstadt des gleichnamigen Großemirats, wiederfindet.
 
Just dieses Großemirat brachte euer Heldentrupp im Vorgängerspiel ganz kräftig durcheinander (um, ihr wisst es noch oder ahnt es, kurz mal die Welt zu retten), und das riesenhafte Verlies befindet sich unter der Arena, die in Teil 1 ein ebenso spannender wie frustrierender Zwischenhöhepunkt war – drei mal drei aufeinanderfolgende Kämpfe musstet ihr dort bestreiten. Wieso Cassia in dem Verlies hockt und wer sie ist, wollen wir euch nicht verraten, da die schrittweise Auflösung in der Story ganz nett ist. So viel sei aber gesagt: Durch die im Kerker allgegenwärtigen Corapien wird Cassia grausam entstellt, außerdem heißt es, dass die Bisse dieser Spinnen das Opfer entweder wahnsinnig machen oder töten.
 
Tot ist Cassia (die fast durchs ganze Spiel hinweg euer Hauptheld bleibt, auch wenn es nicht immer so aussieht...) ganz offensichtlich nicht. Denn sie entkommt dem Gefängnis und heuert als permanente Heldengruppe drei der Protagonisten des Vorgängerspiels an: Naurim, den ebenso verbal polternden wie hart dreinschlagenden, zwischenzeitlich zu großem Reichtum gelangten Zwergen mit einer gewissen Achillesferse namens "Angst vor Feuer". Zurbaran, den Zauberer und Lebemann, der nun aber ein einfacher Sklave ist. Und Takate, ein todessehnsüchtiger Gladiatoren-Champion aus einem barbarischen Kriegervolk. Wenn ihr nach etwa 90 Minuten alle zusammen habt, geht das Spiel dann richtig los: Auf der Weltkarte sollt ihr Ortschaften einnehmen und langsam aber sicher dem diktatorischen Herrscher des Großemirats, Marwan, die Luft abdrehen
Die Porträts unten zeigen im Stil japanischer Taktik-RPGs, wann welcher Held oder Gegner dran ist. Das kleine blaue Symbol dort (über dem vergifteten Takate) bedeutet: Hier startet die nächste Runde (wichtig für Zauberspruch-Effekte).
 
Besserer FeinschliffDem ersten Teil fehlte es an vielen Stellen an Feinschliff, am eklatantesten war das bei mehrteiligen Kämpfen zu beobachten: Mehrmals im Spiel folgte auf ein Gefecht gleich das nächste, teils sogar noch zwei weitere, ohne Zugang zum Inventar, um sich neu auszurüsten. Während man das noch nachvollziehen konnte (wenn auch mit Mühe), gab es schlicht keinen plausiblen Grund, wieso man sich nicht mal per Magie heilen konnte – was problemlos ging, wenn man einen schon so gut wie gewonnenen Kampf einfach hinauszögerte, bis durch Lebenspunkte-Regeneration oder Magie die Gruppe wieder alle Hitpoints (und Mana-Reserven) hatte. Dieser besondere Nervpunkt ist in Blackguards 2 korrigiert: Ausdauer, Hitpoints und Mana sind nach jedem Kampf wieder auf Maximum, auch zwischenzeitlich erlittene Verwundungen (die diverse Werte senken) sind plötzlich wieder geheilt.
 
Doch immer noch fallen Eigenwilligkeiten auf: So wisst ihr vor einer Schlacht nie genau, was euch erwartet, und dennoch lässt man euch in der Aufstellphase nicht zumindest noch schnell das gewünschte von drei Waffensets auswählen, was in vielen Gefechten dazu führt, dass ihr dafür die erste Kampfrunde verschwenden müsst. Und gab es wirklich keine andere Möglichkeit, als in der Aufstellungsphase ein riesenhaftes Textfenster einzublenden, und zwar oben-mittig, sodass eure Übersicht deutlich eingeschränkt wird, wenn ihr Fallen und Soldaten platziert?
 
In eurem Lager (oben) verbringt ihr deutlich mehr Zeit als in den (vergleichsweise wenigen) Städten, siehe unten.
Doch insgesamt ist Blackguards 2 ein deutlicher Fortschritt in punkto Komfort und Bedienbarkeit. Unter anderem wurde das sperrige DSA-Regelwerk (das schon Teil 1 recht liberal auslegte) vereinfacht und die Unterscheidung zwischen Eigenschaften und Grundwerten gekickt. Trefferchancen seht ihr jetzt klipp und klar in Prozent, und auch sonst wirkt einiges geradliniger und besser an ein Computerspiel angepasst. Was wir allerdings nicht verstehen: Im Gegensatz zu vielen anderen Rollenspielen (und unserer Erinnerung nach auch zum DSA-Regelwerk) könnt ihr ungestört und ohne jeden Malus zaubern, wenn direkt neben euch ein Gegner steht. Bei Fernwaffen geht das nicht, auch wenn das schlicht an einer vom Waffentyp abhängigen Mindestabstand-Regel liegt. Umgekehrt gibt es kein Friendly Fire durch Projektilwaffen, während ihr mit einem Feuerball gerne auch mal im Weg stehende Verbündete ankokelt.
 
Camp statt StadtWährend im ersten Teil fast jeder Schauplatz eine Ortschaft oder Stadt war, jede mit ihren eigenen Händlern, zieht ihr nun die meiste Zeit mit einem Heerbann durch das Emirat. Das heißt: Dort, wo ihr auf der Karte seid, ist eure Basis. Praktischerweise warten in dem zwei Bildschirme großen Camp nicht nur eure Kumpane auf Gespräche, sondern auch eine Händlerin und zwei Sonderfertigkeiten-Lehrer. Ihr müsst also nur dann zum Einkaufen in eine der wenigen Städte zurück. wenn dort etwas Besonderes auf euch wartet.
 
Die strategische Karte ist dennoch von Schauplätzen bedeckt, wiederum über Straßen miteinander verbunden. Doch die meisten dieser Orte stellen schlicht eine Mission (sprich: Schlachtfeld) dar und geben euch nach ihrer Eroberung bestimmte Vorteile. Das können Upgrades für eure Truppen der Stillen Legion sein (die ehemalige Leibgarde des Großemirs), ein neuer Truppentyp oder auch bessere Gegenstände für eure Händlerin. Da euch die zu erwartenden Vorteile jederzeit angezeigt werden, könnt ihr euren Eroberungszug – Cassia will Marwan beerben – entsprechend planen: Nicht jeder Ort muss eingenommen werden, und durch geschickte Reihenfolge der Eroberungen macht ihr euch das Leben einfacher.. Es gibt aber auch immer wieder spezielle Missionen, die ihr direkt in einer Stadt oder vom Camp aus startet, zudem fangen die Truppen des Großemirs nach einigen Spielstunden mit Gegenangriffen an. Dabei greifen sie freundlicherweise jeden von euch eroberten Ort nur ein einziges Mal ein, wehrt ihr den Angriff ab oder erobert ihr den Ort zum zweiten Mal, ist fortan Ruhe. Das ist vielleicht ein wenig unrealistisch, hält aber die Motivation oben, denn die nicht gerade kurzen Kämpfe immer wieder um ein und denselben Schauplatz zu führen, würde in Arbeit ausarten.
 
Die Stumme Legion wird von ihrem "Mantikor" angeführt, Faramud. Ihn könnt ihr allerdings nicht selbst skillen, wie auch seine Soldaten nicht: Drei Truppentypen von ihnen gibt es, Bogenschützen, Schwertkämpfer und Pikeniere. In vielen Schlachten könnt ihr bis zu acht von ihnen (plus Faramud) als Hilfstruppen mitnehmen, was zusammen mit euren vier Helden bis zu 13 Kämpfer macht. Das ist ganz schön viel, da ja jeder detailliert gesteuert werden
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will. Zudem könnt ihr drei Spezialisten durch Missionen freischalten: eine Kampfmagierin, eine Assassinin und sogar einen Schwarzoger – im Gegensatz zu den normalen Söldnern sind diese nur einmal vorhanden, dafür aber ungleich mächtiger als (selbst upgegradete) Standardsoldaten.
 
Oft wird aber das seit dem Konsolen-Rundentaktik-Klassiker Tactics Ogre beliebte Prinzip angewandt, euch eure Truppe aufspalten zu lassen: In einer Art Vorkampf versucht ein kleiner Haufen aus zumeist einem Held und einigen Söldnern, beispielsweise Katapulte gegen den Feind zu richten oder die Flutung eines Grabens zu verhindern – entsprechend einfacher wird dann der Hauptkampf. Allerdings fehlt euch dann in selbigem der eingesetzte Held (oder auch ein Söldner-Spezialist, so ihr ihn abkommandiert habt). Einige dieser "Vorkämpfe" dürft ihr nur führen, wenn ihr vorher durch Dialoge den entsprechenden Hinweis bekommen habt. Dazu dürft ihr auch Gefangene befragen, wobei ihr die richtige "Überzeugungstaktik" wählen müsst – wenn ihr euch vertut (und euch zu schade für Neuladen des Spielstands seid...), verpasst ihr den Tipp und damit den Kampfvorteil.
Auf der Weltkarte sucht ihr euer nächstes Angriffsziel aus, abhängig von Quests oder des besonderen Bonus' eines Orts. Die blauen Flaggen kennzeichnen unser Gebiet, die roten die des amtierenden Großemirs Marwan.
Jörg Langer Chefredakteur - P - 323794 - 21. Januar 2015 - 23:58 #

Viel Spaß beim Lesen!

Jörg Langer Chefredakteur - P - 323794 - 22. Januar 2015 - 0:04 #

Hui, genau 23.000 Anschläge. Ich will ein Achievement!

Admiral Anger 24 Trolljäger - P - 47873 - 22. Januar 2015 - 0:11 #

Extrawürste gibts hier nicht! :P

joker0222 26 Spiele-Kenner - P - 70249 - 22. Januar 2015 - 0:13 #

und das nächste Mal bitte Beitrag editieren ;-)

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20605 - 22. Januar 2015 - 19:26 #

Ey, das müssen wir Mods sagen!
Also Jörg, nächstes Mal den Beitrag bitte editieren! :D

Flitzefisch 16 Übertalent - P - 5832 - 22. Januar 2015 - 1:57 #

Und wieder ein Steam-Opfer, dem es nicht genügt, einfach nur gewonnen zu haben … *seufz*

Nagrach 14 Komm-Experte - 2193 - 23. Januar 2015 - 8:57 #

"Meist gesuchter Spiele Redakteur aller Zeiten?" Jetzt kommen bestimmt bald die ganzen Berichte: "Das Schwarze Auge und Gamersglobal verrherlichen Islamistischen Terror!"

Jörg Langer Chefredakteur - P - 323794 - 23. Januar 2015 - 9:02 #

Hmm, ich könnte auch einfach Linksextremist sein. Aber eigentlich finde ich das nicht so lustig mit den Anschlägen...

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 32740 - 22. Januar 2015 - 0:23 #

Genau das was ich erwartet habe, nur brauche ich nur noch etwas Zeit zum spielen.

Noodles 21 Motivator - P - 30095 - 22. Januar 2015 - 0:57 #

Ich spiele seit gestern den ersten Teil und der macht mir bisher viel Spaß. Bis ich den dann mal durchgespielt habe, gibt es den zweiten Teil sicher auch schon wieder günstiger (obwohl der Startpreis natürlich schon sehr fair ist). ;)

worobl 14 Komm-Experte - P - 1817 - 22. Januar 2015 - 10:30 #

Hmm, soll ich jetzt auch noch den ersten Teil spielen oder gleich bei Blackguards 2 zuschlagen?

Jörg Langer Chefredakteur - P - 323794 - 22. Januar 2015 - 10:35 #

Da der zweite Teil doch einige Nervgeschichten ausbügelt, würde ich fast zum Einstieg mit Teil 2 raten. Klar, dann sind drei der vier Hauptpersonen für dich ebenso neu wie die vierte, statt alte Bekannte, die du schon gespielt hast. Aber von der Story her fehlt nicht viel: Ob man nun in Teil 1 selbst erlebt hat, dass Marwan der Herr über die Arena von Mengbilla war, oder es in Teil 2 nur erzählt bekommt: Er ist jetzt der zu stürzende Emir, darum geht's.

Noodles 21 Motivator - P - 30095 - 22. Januar 2015 - 20:28 #

Viele Nervgeschichten wurden aber im ersten Teil durch Patches ausgebügelt. Bisher hält sich bei mir der Zufallsfaktor in den Kämpfen stark in Grenzen und ich hatte auch schon Kämpfe, von denen ich vorher gelesen hab, wie unfair und unbalanciert die wären und hatte selber aber keine Probleme. Und ich bin jetzt kein Rundentaktik-Experte. ;)

Jörg Langer Chefredakteur - P - 323794 - 22. Januar 2015 - 21:10 #

Das wird dann so sein, ich habe es nicht mehr mit den neueren Patches gespielt.

Despair 16 Übertalent - 4430 - 23. Januar 2015 - 9:53 #

Der größte Nervtöter ist auch in der aktuellsten Version noch vorhanden: Man muss mehrere Kämpfe in Folge bestreiten, ohne sich zwischendurch heilen zu können. In den letzten Kampf in der Zwergenarena gingen zwei Charaktere von mir mit einstelligen Lebenspunkten und wurden mehrmals durch den ersten Angriff dieser beiden verd****** Kampfknilche weggeputzt. Dass ich den Kampf trotzdem irgendwann geschafft habe, spricht zwar für das Spiel, der Nervfaktor ist aber immens. Momentan stehe ich vor der Asselkönigin und kann mich bisher nicht aufraffen, weiterzuspielen. Schade eigentlich, denn ansonsten gefällt mir "Blackguards" wirklich gut.

Noodles 21 Motivator - P - 30095 - 23. Januar 2015 - 16:16 #

Bei den Zwergenspielen hattest du aber vor dem Kampf gegen die beiden Brüder nochmal die Möglichkeit, dich bei einem Händler auszurüsten und zu heilen. Und bei den neun Horden wird dir von vornherein gesagt, dass es an jedem Kampftag drei Kämpfe geben wird. Da hab ich dann immer am Ende eines Kampfes, wenn nur noch ein Gegner übrig war, erst meine Helden an diesen Heilbecken oder mit Heiltränken komplett geheilt und dann den letzten Gegner umgehauen und bin gestärkt in den nächsten Kampf gegangen. ;) Klar, wäre es besser, wenn man zwischen jedem Kampf die Möglichkeit hätte, nochmal zu heilen, aber bisher fand ich es nicht so nervig, dass es mich frustrieren würde.

Siak 13 Koop-Gamer - P - 1311 - 22. Januar 2015 - 1:27 #

Einmal mehr ein sehr ausführlicher, aussagekräftiger Test, der einen sehr guten Eindruck des Spiels vermittelt.

Freue mich darauf, ab morgen dann endlich auch die Zeit zum spielen zu haben.

Drugh 15 Kenner - P - 2898 - 22. Januar 2015 - 5:42 #

Klingt, als ob die schlimmsten Nervfaktoren des ersten Teils passe sind. Insbesondere Herumgerenne zum Händler hat genervt, auf der Suche nach 30 Brandpfeilen durch die halbe Welt zu rennen hat gestunken. Die Taktikkämpfe waren für mich im Erstling das Butter und Brot der Serie, schön, dass die sinnvoll ergänzt worden sind. 30 Stunden klingt auch nach guter Länge, keine zu kurzen 15 oder überlange 50 Stunden. Ist halt ein Special Interest Titel abseits des Mainstreams und ich bin froh, dass Jörg einen ähnlichen Spielgeschmack wie ich zu haben scheint, dann gibt es immer so schöne Tests wie den hier.

Lencer 14 Komm-Experte - P - 1832 - 22. Januar 2015 - 8:13 #

Gerade bei Rollenspielen muss ich immer 50% mehr Spielzeit draufschlagen ... ich verhedder mich immer im KleinKlein der besten Ausrüstung suchen etc. Bei Divinity: Original Sin geht gefühlt die Hälfte der Zeit für das Absuchen von Fässern drauf ;-) Aber das ist hier ja nicht der Fall ...

Siak 13 Koop-Gamer - P - 1311 - 22. Januar 2015 - 13:54 #

Oooh das kenne ich. Und am Ende des Spiels stehe ich dann meist mit einem riesigen Haufen angesparter Kohle rum, die ich nie ausgegeben habe :-)

Lencer 14 Komm-Experte - P - 1832 - 22. Januar 2015 - 14:52 #

Bei mir ist das noch schlimmer, ich trau mich kaum was zu verkaufen, weil man ja nie ahnen kann, für welchen nützlichen Trank man die Zutat noch gebrauchen könnte. Am Ende wird der Supertrank dann doch nie verwendet, weil vergessen oder "zu wertvoll" ;-) ...

Jörg Langer Chefredakteur - P - 323794 - 22. Januar 2015 - 16:52 #

Also ich habe fast immer alles so verkauft, dass ich nach dem Neuerwerb von Rüstung und so bei 0 Dukaten rausgekommen bin. Billige Gifte, Wurfwaffen und Fallen habe ich grundsätzlich abgestoßen (wobei einige Granatentypen echt effektiv sind).

vicbrother (unregistriert) 23. Januar 2015 - 10:24 #

Das Problem kenne ich aus vielen RPGs. Warum soll ich einen Trank, der laut Anzeige 200 Gold wert ist, benutzen, wenn er mir - wie in Skyrim - nur für wenige Sekunden einen Spielvorteil bietet? Wirtschaft in RPGs funktioniert m.E. nur selten.

EDIT: Wobei mir das bei kurzem Nachdenken immer schwerer fällt zu begreifen warum dies so ist. Wenn Tränke weniger kosten würden aber seltener zu kaufen dafür leicht herzustellen sind, dann wäre das Problem gelöst. Ebenso sollte man Dinge die man findet bei Händlern verkaufen können, aber damit auch gleichzeitig den Preis den man erzielt sehr schnell auf null reduzieren: Welcher Händler stellt sich sein Lager voll mit den gleichen Schwertern und Rüstungen? Damit würde man weniger sammeln und entsprechend weniger Gold haben. Aber im Zeitalter des Grindings wird das wohl nicht kommen.
Noch ein Link zur Betrachtung von Wirtschaft in Spielen: https://www.youtube.com/watch?v=W39TtF14i8I

Noodles 21 Motivator - P - 30095 - 22. Januar 2015 - 20:30 #

Ja, solche Probleme hab ich eigentlich in allen Genres. Bei Shootern benutze ich lieber schwache Waffen, um nicht die Munition für die starken Waffen zu vebrauchen, könnte man ja für einen starken Boss-Gegner brauchen usw. :D

jguillemont 21 Motivator - P - 26459 - 22. Januar 2015 - 8:05 #

Danke für den guten Test. Ich spiele derzeit den ersten Teil und habe sehr viel Spaß damit. Die Mischung aus Abenteuer und Rundentaktik finde ich sehr gut gelungen. Nach deinem Test habe ich aber den Eindruck, dass die Gewichtung im 2ten Teil mehr auf der Rundentaktik liegt und die Abenteuerkomponente (Mit ner kleinen Gruppe entdecken, kämpfen ...) nach meinem Geschmack zu wenig ausgeprägt ist. Wie siehst du (ihr) das?

Lencer 14 Komm-Experte - P - 1832 - 22. Januar 2015 - 8:09 #

Hab schon keinen Bock mehr zu spielen, wenn ich lese, dass das Balancing nicht ausgewogen ist und man zwischendurch nahezu unschaffbar schwere Kämpfe hat. Sowas nervt.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 323794 - 22. Januar 2015 - 8:18 #

Habe ich wirklich von beinahe unschaffbar schweren Kämpfen geschrieben? Es gab da genau einen, die Rückeroberung von Mengbilla durch die KI. Wäre ich stärker gewesen, hätte es sicher anders ausgesehen.

Lencer 14 Komm-Experte - P - 1832 - 22. Januar 2015 - 8:32 #

Warum warst du bis zu dem Punkt noch nicht stärker? Nicht alle Nebenmissionen erledigt?

Jörg Langer Chefredakteur - P - 323794 - 22. Januar 2015 - 8:42 #

Nicht mal ein Drittel der Missionen. Weil ich wissen wollte, ob man quasi im Handstreich gewinnen kann. Die Hauptstadt ist schon früh angreifbar.

Lencer 14 Komm-Experte - P - 1832 - 22. Januar 2015 - 8:52 #

Ah verstehe, das kann mir nicht passieren, ich muss immer alles perfekt spielen. Also erst die ganzen Nebenmissionen und dann die Hauptstory. Bleibt also doch weiter auf der Wunschliste. :-)

Noodles 21 Motivator - P - 30095 - 22. Januar 2015 - 20:31 #

Ja, so geht mir das auch immer. Erst wenn ich alles an Nebenkram abgehakt habe, kann ich beruhigt mit der Hauptmission weitermachen. :D

Hyperlord 15 Kenner - P - 2844 - 22. Januar 2015 - 10:07 #

Bin immernoch unschlüssig, ob das jetzt was für mich ist

Kirkegard 19 Megatalent - P - 15070 - 22. Januar 2015 - 10:11 #

Na da bin ich mal aufs Wochenende gespannt, werde es dann ausführlich anspielen. Freu mich drauf.

Mantarus 16 Übertalent - P - 4719 - 22. Januar 2015 - 11:40 #

Hört sich nicht schlecht an.

Ich glaube, dass ich mir mal irgendwoher Teil 1 günstig besorgen muss.

Major_Panno 15 Kenner - 2883 - 22. Januar 2015 - 16:01 #

Gibt es hier bei Amazon für 4,99:
http://www.amazon.de/gp/product/B008XF8ISK?tag=gamersglobal-21

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11637 - 22. Januar 2015 - 18:39 #

So ein langer Test (höhö) für einen Nischentitel? Das ist doch unwirtschaftlich ;) bin schon bei der SDK weggenickt. Entscheidet da der persönliche Geschmack oder unterschätze ich die Zielgruppe?

Labrador Nelson 27 Spiele-Experte - - 85939 - 22. Januar 2015 - 19:23 #

Da die SDK eben die langweiligen ersten 60 Minuten abbildet, kann man schon einnicken, aber der Rest des Spiels ist durchaus gelungen. Drum ja, du unterschätzt die Zielgruppe. ;)

Pomme 16 Übertalent - P - 5955 - 22. Januar 2015 - 19:47 #

Ach, ich freue mich drauf! Auch wenn ich es ein wenig schade finde, dass der olle Takate wieder dabei ist - eine Figur, die ich so gar nicht leiden kann - und ich mir keinen eigenen Charakter erstellen kann. War im ersten Teil eigentlich hübsch gelöst.

RoT 17 Shapeshifter - 8550 - 22. Januar 2015 - 19:47 #

will nicht nörgeln sondern verstehen, warum ist dieser satz korrekt?

"Das wirkt einfach nicht sauber designt und macht zumindest ein wenig den hervorragenden Eindruck kaputt, den die große Stärke von Blackguards 2 hinterlassen, die Schlachten."

hab den jetzt schon so oft gelesen, und es will mir nicht dämmern...
liebe grüße...

Jörg Langer Chefredakteur - P - 323794 - 22. Januar 2015 - 19:58 #

Der ist nicht korrekt, mein Fehler.

RoT 17 Shapeshifter - 8550 - 22. Januar 2015 - 20:34 #

danke Jörg :D

hoschi 13 Koop-Gamer - 1464 - 22. Januar 2015 - 23:53 #

Ich hab den ersten Teil durch Zufall (Humble Bundle) gespielt und war positiv überrascht. Für den 2.Teil hätte ich mir einen größeren RPG-Anteil gewünscht. So wie bei den alten DSA-Titeln.

Chorazeck 16 Übertalent - P - 4997 - 25. Januar 2015 - 17:05 #

Das ging mir genauso. Positiv überrascht ja, aber mehr Rollenspiel hat gefehlt. Ich denke da nur an die Reisen auf der Landkarte... Nostalgie pur!

Kirkegard 19 Megatalent - P - 15070 - 23. Januar 2015 - 8:41 #

Habe es gestern ein paar Stunden angespielt. Schlecht isses nicht, aber ein bissel gewöhnungsbedürftig. Und die durchgeknallte Zische die man spielt ist nicht unbedingt Immersionsfördernd ;-)
Bin dann das erste mal bei der Flucht Quest mit dem Zwerg drauf gegangen, das war mir dann zu blöd zu wiederholen weil es spät war. Da ist wohl eine andere Taktik gefragt, reines abhauen reichte wohl nicht ^^

Jörg Langer Chefredakteur - P - 323794 - 23. Januar 2015 - 8:55 #

Doch, es ist wirklich wichtig, zu fliehen statt zu kämpfen. Heißt aber nicht, dass du nicht ab und zu mal eine Öllache in Brand schießen solltest, und wenn am Ende die Zugbrücke runtergefahren wird, musst du vielleicht auch ein oder zwei Runden kämpfen.

Übrigens wird das Spiel erst danach gut :-)

Kirkegard 19 Megatalent - P - 15070 - 23. Januar 2015 - 9:08 #

Sowas dachte ich mir schon, ich gebe zu, ich konnte die Finger von den 2 Schatztruhen nicht lassen, weil der Zwerg brüllte plündert alle Truhen die ihr könnt. Was hör ich auch auf die kurzbeinigen auf profanen Tand fixierten Kurzbeiner und Bartträger ;-)
Dafür isser auch als erstes hopps gegangen. Die Zugbrücke war schon unten. Ich dachte auch Cassia lebt ja noch, sch**** auf die anderen, aber da kam schon das Gamemenu ^^

Jörg Langer Chefredakteur - P - 323794 - 23. Januar 2015 - 9:21 #

Du kannst problemlos zwei der drei Kisten plündern. Für die dritte müsstest du allerdings wirklich kämpfen, das macht aufgrund der Überzahl der Verfolger keinen rechten Spaß.

Kirkegard 19 Megatalent - P - 15070 - 26. Januar 2015 - 13:03 #

Btw, das habe ich eben erst durch Zufall entdeckt, da es gut verborgen ist. Die Überschrift des Testes, "Das Auge kämpft mit".
Schön ^^

Francis 14 Komm-Experte - 2550 - 25. Januar 2015 - 20:06 #

Hab die ersten Spielstunden nun auch hinter mir und bin nicht ganz sicher ob ich mich freuen oder weinen soll. Als DSA-Fan der frühen 90er bin ich auf die abgewandelte bzw. vereinfachte Charaktergestaltung nicht gut zu sprechen. Wo sind die Attribute geblieben? Wo die ausgewürfelten Trefferpunkte mit dem W6? Das ist jetzt leider nur mehr DSA-ultralight! Am nervigsten sind jedoch die auf vielen Karten spawnenden Gegnermassen. Leider ist somit die Dauer eines Kampfes nicht mehr abzuschätzen! Auch das schnelle verbessern der Talente aufgrund der massig erhaltenen AP ist ein bisschen schade. Ansonsten sind die Karten wieder spannend und abwechslungsreich und trotz der erwähnten Schwächen werde ich gut unterhalten. Teil eins hat mich aufgrund des deutlich intensiveren Bezuges zu DSA am Anfang mehr gefesselt. Bin gespannt was noch kommt!

Pomme 16 Übertalent - P - 5955 - 26. Januar 2015 - 9:50 #

Ich war beim ersten Kampf über die Übersichtskarte ziemlich schockiert, dass ich nur mit zwei Söldnern und ohne Helden antreten durfte. Gegen eine Übermacht von Gegner. Hat sich nach ungefähr einer Stunde des Herumprobierens und Tricksens als Bug herausgestellt. War etwas... frustrierend.

Pomme 16 Übertalent - P - 5955 - 27. Januar 2015 - 9:08 #

So, ich habe das Spiel erstmal beiseite gelegt. Bugs haben mir den Spaß vermurkst. Keine Plotstopper-Bugs. Aber gestern Abend hatte ich einen scheinbar herausfordernden Kampg - Mirais Befreiung - der mitten drin und ohne Grund endete und mir als Sieg angerechnet wurde. Danach hatte ich plötzlich eine neue Gefangene in meinem Lager, die dort von der Story her eigentlich überhaupt nichts zu suchen hatte. Keinen Schimmer wo Niobe da her kam. Wirkt auf mich alles irgendwie unsauber. Meh.

Pomme 16 Übertalent - P - 5955 - 31. Januar 2015 - 23:31 #

Oh Jörg, der eine Kritikpunkt stimmt nicht: "Charaktere in den Stadtbildern tragen nicht ihre tatsächliche Ausrüstung (weil vorgerendert)"

Ich sehe gerade, dass alle meine Helden ihre dämlichen Hüte auch im Stadtbild tragen und ihn auch abnehmen, wenn ich das im Charakter-Fenster tue. Ist inzwischen wohl gefixed worden.

Nicht gefixed hingegen wurden die extremen Schwankungen des Schwierigkeitsgrades, bei dem ich auf einzelnen Karten frustriert war, weil sie so absurd einfach waren - und dann wieder gefrustet, weil ich mir dermaßen die Zähne an ihnen ausbeiße. Seufz.

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