Geheimtipp für Rundentaktiker

Battlefield Academy Test

Steckbrief
iOSMacOSXPC
Strategie
Rundentaktik
12
Slitherine
04.08.2010
Link
Amazon (€): 1,94 (PC-Spiel)
Eine Art "Casual Game" für Rundentaktiker stellt Battlefield Academy dar, wobei wir das Etikett aufgrund der Unkompliziertheit der Bedienung vergeben. Die Panzer-, Artillerie- und Infanteriegefechte vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs spielen sich durchaus knifflig, dafür sorgen wenige, aber realistisch wirkende Regeln.
Jörg Langer 25. Juli 2011 - 0:07 — vor 6 Jahren aktualisiert
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Das Rundenstrategie-Genre ist, abseits von wenigen Bestsellern wie der Civilization- oder Heroes-Reihe, eine traurige Angelegenheit für alle Fans: Immer weniger Verkäufe, immer weniger Titel. Kommt man von der Rundenstrategie zur Rundentaktik, trifft man erstens kaum noch Leute, die zwischen beiden Begriffen überhaupt einen Unterschied erkennen oder ihn erklären könnten, und zweitens noch weniger Spiele, die es wert wären, an der knappen Zeit zu knapsen, die der moderne Freizeitgeneral zwischen Schule/Arbeit, Freunden/Familie, Social Network/Smartphone überhaupt noch hat. Und statt sich grafisch und in der Spielmechanik für normalsterbliche Spielefans zu öffnen, heißt die Devise häufig "Komplizierter! Hässlicher! Freakiger!"
 
Es geht auch anders: Das international schon 2010 erschienene, hierzulande von dtp vor etwa zwei Monaten herausgebrachte Battlefield Academy versteckt hinter einem unsäglich schlichten Drumherum inklusive Missionsbildschirmen im Zeichentrick-Look ein kleines Juwel. Nämlich taktische Kleinmaßstab-Gefechte im Zweiten Weltkrieg, die ebenso einfach und schnell zu bedienen wie anspruchsvoll sind – und die sogar ganz schmuck aussehen. Das Spielsystem ist griffig und belohnt gute Taktik, ist aber nichts für Realismusfanatiker oder Historiker, die etwa die Verteidigung Bastognes während der Ardennenoffensive originalgetreu nachspielen wollen: Dieses Gefecht und einige andere waren zwar klar Vorlage für die eine oder andere Mission, aber mit Namen genannt werden sie, wieso auch immer, nicht. Die Missionsbeschreibungen bleiben immer im Ungefähren statt konkret zu werden.
 
 
Faszinierendes Spielsystem
 
Unsere Amerikaner halten ihren schwer befestigten Hügel tapfer (oben), doch immer mehr deutsche Panzerfahrzeuge rücken an (Mitte). Letzter Ausweg: Ein Flächenbombardment, das auf einen Schlag gleich mehrere Panzer knackt (unten).
Was macht Battlefield Academy so spannend? Die Spielmechanik bei gleichzeitig einfacher Bedienung. Zunächst zur Bedienung: Mit Linksklick wird eine Einheit ausgewählt, mit Rechtsklick aufs Ziel ihre Aktion ausgewählt – sei es normale Bewegung, "Jagdbewegung" (weniger Reichweite, dafür weniger Mali beim Feuern), Überrollen, Panzerbrechender Schuss, Sturmangriff, indirektes Feuer oder ähnliches. Infanterie kann, Mörser und Artillerieeinheiten müssen verladen werden, um sich fortzubewegen. Das alles kostet Aktionspunkte und findet auf rechteckigen Feldern statt. Eine Undo-Funktion gibt es übrigens nicht: Erst denken, dann ziehen, heißt die Devise.
 
Die Truppentypen verhalten sich so, wie man sich das vorstellt: Einem Panzer könnt ihr auch durch längeren Beschuss durch Handfeuerwaffen nicht gefährlich werden; immerhin lassen sich auch Shermans und Panther durch Mörserbeschuss und schweres MG-Feuer zumindest in die Flucht schlagen. Doch um einen Treffer gegen einen Panzer zu setzen, müsst ihr ihn erstens überhaupt einmal treffen und zweitens seine Rüstung durchschlagen. Das klappt von den Seiten oder von hinten deutlich besser als von vorne, was geschickte Manöver (und das bedachte Ausrichten eurer Panzer) erfordert.
 
Kommt ein Schuss durch (die Treffer- und Durchschlagschancen werden netterweise vor dem Angriff angezeigt), ist der Panzer futsch, gelingt es nicht, bleibt er komplett heil. Dennoch gibt es so etwas wie "Hitpoints", und zwar die Moral: Durch Treffer sinkt sie von anfänglich 100 immer weiter ab (auch in den weit negativen Bereich); unterhalb von 50 ist die Einheit niedergehalten – sie kann dann nicht mehr selbst feuern –, und bei 0 oder darunter flieht sie. Wenn ihr einen Trupp oder ein Fahrzeug aus dem Feindfeuer herauszieht und einige Zeit rasten lasst, erholt sie sich wieder. Befindet sich allerdings ein Feindverband direkt neben ihr, wenn die Moral den Nullpunkt erreicht, ergibt sie sich. Das ist bei Fahrzeugen wie Infanteristen gleich, doch Infanterietrupps können zudem Verluste hinnehmen.
 
Das A und O der Gefechte: Gute Sicht
Gebäude sowie Sträucher oder leichte und schwere Befestigungen sind ideal für ungepanzerte Einheiten. Auch werden sie so schlechter von den Gegnern gesehen, und die Sicht ist das A und O des Kampfsystems von Battlefield Academy: Nur, wer den Gegner sieht, kann ihn effektiv bekämpfen, doch oft kommt es vor, dass man zwar beschossen wird, aber nicht weiß, von wem und von wo. Beispielsweise sind Einheiten auf Hügeln so lange unsichtbar für alles, was unter ihnen steht, so lange sie nicht feuern. Wer jedoch einen Verdacht hegt, dass an einer bestimmten Stelle (Bunker, Gebäude und so weiter) ein Feindverband stecken könnte, kann einfach Sperrfeuer darauf befehlen oder indirektes Artilleriefeuer. Wer es eine Nummer größer mag und von der jeweiligen Mission das nötige Instrumentarium zur Verfügung gestellt bekommt, kann auch gleich einen Spezialangriff wie ein Bombardement (von "außerhalb der Karte") anfordern und so gleich halbe Wälder oder Ortschaften einäschern. Wenn allerdings der Gegner eine Flak in der Nähe hat, verhindert diese zumindest Luftangriffe – was ihr aber erst merkt, wenn zu Beginn eurer Runde der Luftangriff ausgeführt und der Flieger vom Himmel geholt
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wird.
 
Viel mehr benötigt das Kampfsystem nicht, um ebenso simpel wie packend und hinreichend realistisch zu sein. Es gibt zwar Munitionsverbrauch, doch der wird euch in vielen Missionen nicht behindern. Wichtiger ist es, zu verstehen, dass angegriffene Einheiten quasi beliebig oft zurückschießen dürfen, wenn sie angegriffen werden, nicht aber gegen indirektes Feuer wie von Mörsern oder Artillerie. Wer also eine gut verteidigte Stellung frontal angreift, kann seinen Infanteristen und Panzern gleich in Reihe Lebwohl sagen. Einheiten gewinnen durch Abschüsse zudem in zwei Stufen an Erfahrung und meist auch eine neue Fähigkeit (wie panzerbrechend schießen).
 
Rund 100 Truppentypen aus sechs Nationen (UK, US, Polen, Kanada, Deutschland, Italien) stehen zur Verfügung, vom Infanterietrupp bis zum ausgewachsenen Königstiger. Während die Infanteristen (in Zweier- oder Fünfertrupps) arg krümelig aussehen, sind die Panzer und sonstigen Fahrzeuge gut modelliert. Je nach Untergrund (Stichwort Wüste...) bleiben sie auch einfach mal eine Runde stehen, was eine gewisse Unwägbarkeit ins Geschehen bringt.
  
Bei dieser Winterschlacht um eine Stadt (der Belagerung von Bastogne 1944 nachempfunden) müssen wir als Verteidiger mehrere Angriffswellen der deutschen Panzer und begleitenden Infanterie abwehren. Mit jeder Welle wird's schwerer...
Jörg Langer Chefredakteur - P - 347316 - 25. Juli 2011 - 0:12 #

Viel Spaß beim Lesen!

Gaius 13 Koop-Gamer - 1758 - 25. Juli 2011 - 0:38 #

Hast schon Recht, mit der dünnen Auswahl für Rundenstrategen. Ein neues Incubation wäre mal nett. Frozen Synapse ist ja auch ganz cool, nur so minimalistisch. Ein Rundenspiel mit Bombast-Grafik würden vielleicht sogar die einen oder anderen Mainstreamer mal anschauen, Civ läuft ja auch gut.

Punkbanana 13 Koop-Gamer - 1377 - 25. Juli 2011 - 0:42 #

Naja die Grafik von den Screenshots reisst mich nicht vom Hocker und auch sonst ist das Spiel für mich kein Must-Have

Ike 14 Komm-Experte - P - 1886 - 25. Juli 2011 - 0:47 #

Wegen der Defizite leider leider nichts für mich...

Anonymous (unregistriert) 25. Juli 2011 - 1:50 #

Faszinierendes Spielsystem

Panzer fahren auf Spuckweite um sich zu bekämpfen.
Ganz toll, guter Test! Spiel mal Hidden Stroke 1+2 dann weißte was gut ist!
Aber haste nie gespielt merkt man.

Anonymous (unregistriert) 25. Juli 2011 - 2:04 #

Rundenbasiertes Strategiespiel

ok, tut mir leid,alles klar, verzeihe mir.

Big mistake !!!

Claus 30 Pro-Gamer - - 134130 - 25. Juli 2011 - 2:36 #

Ich werde mir das gute Stück bei Gelegenheit mal zu Gemüte führen.
Von dem, was ich lese und sehe, denke ich aber, dass es noch zu hoch bewertet wurde (Vergleich: Strategic Command WW1 hat die gleiche Bewertung bekommen).

Bin aber mal gespannt, sieht so oder so zumindestens recht interessant aus (auch wenn mir bei Infos wie "immer wieder schwere Abstürze" ganz anders wird, sowas sollte eine 6.5 Bewertung nach Patch 1.5x eigentlich ausschließen).

vicbrother (unregistriert) 25. Juli 2011 - 12:31 #

Man bewertet ein Spiel nach dem aktuellen Status, nicht was mit Patches noch möglich sein könnte.

Wird es noch einen Test vom erwähnten Panzer Corps geben?

Jörg Langer Chefredakteur - P - 347316 - 25. Juli 2011 - 12:51 #

Panzer Corps: Wenn, dann mit ähnlicher Verspätung wie Battlefield Academy :-(

Aber die Kurzform: Wenn dir Panzer General gefallen hat damals kannst du nichts falsch machen, ist fast 1:1 dasselbe, nur halt in hochauflösenderer Grafik.

Ein wichtiger Unterschied: Du kannst nun Ziehen mit Einheit A, angreifen mit Einheit B und dann angreifen mit Einheit A. Oder schießen mit A, Schießen mit B, Ziehen mit A. Das scheint mir doch eine relativ große Erleichterung zu sein.

Christoph 17 Shapeshifter - P - 6539 - 25. Juli 2011 - 14:02 #

Diese kleinen Infos und Tests wie dieser sind das tolle an GG - "mi piace", wie mein smartphone mir hier im Florenz-Urlaub als kudo vorschlägt.

volcatius (unregistriert) 25. Juli 2011 - 16:25 #

Spielt sich noch einen Tick flüssiger als Panzer General (keine Ladezeiten, keine Bugs, sehr aufgeräumtes GUI, keine langen KI-Berechnungen).

Cloud 17 Shapeshifter - 7698 - 26. Juli 2011 - 8:56 #

"Ein wichtiger Unterschied: Du kannst nun Ziehen mit Einheit A, angreifen mit Einheit B und dann angreifen mit Einheit A. Oder schießen mit A, Schießen mit B, Ziehen mit A. Das scheint mir doch eine relativ große Erleichterung zu sein."

War das in den letzten beiden Panzer Generälen nicht auch schon so? Also mehrere Aktionen konnte man da mit einer Einheit definitiv schon ausführen, ich weiß nur nicht mehr, ob man die am Stück machen musste, oder ob man zwischendurch auch mit anderen Einheiten was machen konnte.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 347316 - 26. Juli 2011 - 11:05 #

Nein, du konntest bei allen Panzer-General-Titeln schießen und dich bewegen oder dich bewegen und schießen. Sobald du aber die Einheit "abgesetzt" hast und eine andere zwischendrin verwendet, war es aus.

Cloud 17 Shapeshifter - 7698 - 26. Juli 2011 - 11:38 #

Ha, ich wusste es ;-) Ich habe gerade nochmal nachgeschaut, es ging in den letzten beiden Spielen tatsächlich. Zitat Handbuch: "Sie können beispielsweise mit einer Einheit angreifen, den Angriff mit einer anderen Einheit fortsetzen und dann wieder mit der ersten Einheit operieren".

Jörg Langer Chefredakteur - P - 347316 - 27. Juli 2011 - 0:30 #

Okay, dann glaube ich dir das. Mein letztes Panzer General war Panzer General 3D, aber das ist ne Weile her :-)

Christoph 17 Shapeshifter - P - 6539 - 1. August 2011 - 23:49 #

Jedenfalls ist das Abwechseln bei Panzer Corps eine große Hilfe und auch realistischer; denn es simuliert, daß quasi zwei Einheiten gleichzeitig eine dritte angreifen und sich danach erst bewegen. Außerdem kann man so erstmal die notwendigen Züge ohne Ermessensspielraum abarbeiten und danch sehen, was sich an restlichen Angriffs- und Bewegungsmöglichkeiten ergibt.

Alles in allem finde ich Panzer Corps nach ca. 15 Stunden fantastisch. Wer Panzer General gespielt hat, kann sofort ohne Wenn und Aber loslegen. Ich fühl' mich wie damals in den 90ern... nur mit mehr Geld und weniger Zeit ;-)

TASMANE79 14 Komm-Experte - 1845 - 25. Juli 2011 - 8:09 #

Ich habs mir am Erscheinungstag geholt, einmal angezockt, seitdem liegt´s auf Eis. Der Funke ist nicht gesprungen, zu fad und zu langatmig, auch für Rundentaktik. Momentan steht CIV 5 hoch im Kurs!

Jörg Langer Chefredakteur - P - 347316 - 25. Juli 2011 - 10:10 #

Vielleicht noch mal ne Chance geben? Denn langatmig ist es ja gerade nicht, finde ich.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3323 - 25. Juli 2011 - 8:55 #

Klingt gut, genau diese Art Rundenspiele mag ich. :)
Vor allem hasse ich Lebensbalken. Darum gefiel mir die Close Combat Reihe schon so gut.
Das Drumherum ist mir relativ egal. Ein paar Fragen bleiben offen:

- Gibt es (außer bei den Verteidigungsmissionen) Rundenlimits?

- Erholt sich die Moral, wenn man Gegner besiegt?

- Kann man Einheiten neu aufmunitionieren?

- Hat das Spiel eine Onlineaktivierung?

/Edit:

- Gibt es einen Skirmish Mode?

Jörg Langer Chefredakteur - P - 347316 - 25. Juli 2011 - 9:07 #

Ja.
Ja.
Nur im Addon, hab das entsprechende Extra aber auch im Editor gefunden.
Ja, sonst kein Multiplayer.
Nein, aber es ist ein Editor dabei, und es gibt die "Spezialeinsätze", bei denen jedes Gefecht von den Gegnereinheiten her neu ausgewürfelt wird.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3323 - 25. Juli 2011 - 9:09 #

Danke für die fixe Antwort!
Ohne Multiplayer kann ich leben, mit Aktivierungen nicht. Aber wenn man die Wahl hat, ist's ok.
Rundenlimits mag ich überhaupt nicht, aber man kann nicht alles haben. Wird gekauft! ;)

vicbrother (unregistriert) 25. Juli 2011 - 12:36 #

Ja, Lebensbalken sind irgendwie verwirrend. Entweder ist man verletzt (und müsste entsprechende Mali auf die Fähigkeiten erhalten) oder nicht. Realisitischer wären m.E. daher statt Lebensenergie ein Ausdauerbalken und Schadenszonen, die z.B. Motor, Sichtweite, Geschwindigkeit oder Kampffähigkeit beeinträchtigen. Volltreffer kann es natürlich immer noch geben - aber die Wahrscheinlichkeit sollte dann bei max. 5% liegen.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3323 - 25. Juli 2011 - 12:59 #

Warum max. 5%? Es sollte darauf ankommen welche Waffen der Gegner zur Verfügung hat, wie erfahren er ist und wie nah er rankommt. Z.B. ist ein Panzer in der Stadt ohne Infanterieunterstützung ein leichtes Ziel.
Ansonsten stimme ich dir zu. Bei Flugsimulationen gibt es schließlich auch detaillierte Schadensmodelle.

vicbrother (unregistriert) 25. Juli 2011 - 13:10 #

Es sollte halt nicht so sein, dass ein einzelner Panzer pro Schuss einen Feindpanzer zerstört. Besser er beschädigt ihn in mehreren Schadenszonen, so dass er kaum noch kämpfen aber dennoch repariert werden kann. Auch wenn das vielleicht nicht ganz realistisch ist, so soll es doch auch ein Spiel sein ;)

Bei RPGs wünschte ich mir ebenfalls Schadenszonen bei allen Figuren. Kritische Treffer sind ja oft nur doppelter oder dreifacher Schaden - warum nicht auch mal echte Malis durch Schadenszonen? Ein Kampf gegen einen Zyklopen würde doch gleich doppelt so viel Spaß machen, wenn man auch taktisch vorgehen und das Auge als Ziel anvisieren müsste.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3323 - 26. Juli 2011 - 7:59 #

Naja, Geschmäcker sind verschieden. Solche Schadenszonen erinnern mich im Endeffekt wieder an Lebensbalken. Wie bei C&C, da wurden Einheiten mit kurzem Balken auch langsam. ;)

Wenn Du Rundenstrategie mit RPG-Elementen und Schadenszonen magst, würde ich dir Silent Storm empfehlen. Schon älter, macht aber irre viel Spaß, vor allem mit der zerstörbaren Umgebung. Eine ganze Fabrik in Schutt und Asche legen hat was. ;)

vicbrother (unregistriert) 26. Juli 2011 - 14:39 #

Aber Lebensbalken fallen halt negativ in der Map auf, Schadenszonen kann man grafisch direkt auf die Figur mappen.

Bei Schadenszonen muss man die Malis ja auch vorsichtig dosieren, nicht dass beim ersten Treffer eine Einheit komplett nutzlos wird. Dennoch würde ich sagen, belebt es das Spiel.

Auch Ausdauer statt Leben belebt das Spiel, da selbst große Massenheere nicht einfach losstürmen können, ohne Pausen einlegen zu müssen. Das gibt dem ganzen wieder ein bisschen mehr strategische Tiefe.

Silent Storm schaue ich mir an, eine total zerstörbare Umgebung ist wirklich was nettes.

Joker 12 Trollwächter - 1153 - 25. Juli 2011 - 10:33 #

Hm, eher uninteressant für mich.

Vault Boy 07 Dual-Talent - 121 - 25. Juli 2011 - 12:51 #

Man mag den Rundenstrategen wünschen, dass ihnen ihr Genre erhalten bleibt. Ich persönlich kann wenig damit anfangen..

trevorcolby 10 Kommunikator - 486 - 25. Juli 2011 - 15:15 #

Danke für den Test ! Demnach per Genre etwas für mich, aber die Unzulänglichkeiten halten mich ab - denn Zeit ist Kostbar und wird für Games verwendet, die mehr fun versprechen !

volcatius (unregistriert) 25. Juli 2011 - 16:31 #

Schade, dass die Kampagnen so schwach sind, mir fällt gerade bei Panzer Corps wieder auf, wie motivierend es ist, seine Kernarmee zu hegen und pflegen und mit entscheidenen Siegen auch mal die Geschichte zu verändern.

Cloud 17 Shapeshifter - 7698 - 26. Juli 2011 - 8:59 #

Schön, dass es dazu einen Test gibt. Irgendwann werde ich es mir wohl schon mal holen. Da man aber in den Kampagnen keine Einheiten übernehmen kann, wird es eher etwas für maximal 5€ sein.

KingJames23 15 Kenner - 3250 - 26. Juli 2011 - 12:22 #

Uff, schade dass außer den Gefechten selber kaum was gut zu sein scheint. So werde ich es wohl nicht anspielen.

Doc Holiday 10 Kommunikator - 412 - 29. Juli 2011 - 18:06 #

Einheiten können nicht gesehen werden, wenn sie auf höherem Terrain stehen ???
Ein bisschen merkwürdig kommt mir das schon vor.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 7117 - 30. Juli 2011 - 5:24 #

Wow, eine Überraschung, im Regal sah dieses Spiel immer nach "Mist" aus, hört sich aber sehr viel versprechend an. Mal abwarten, ob es eines Tages noch günstiger zu haben ist.
Und danke für den wirklich exzellent geschriebenen Test. Ich bin sicher nicht alleine, wenn ich mir auch einen Test zu "Panzer Corps" wünschen würde.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3323 - 30. Juli 2011 - 13:00 #

Meine Version kam am Mittwoch und ich bereue den Kauf nicht.
Erst mal muss man positiv erwähnen, dass BBC/Slitherine seine Kunden als solche behandelt, satt sie durch Gängelungen für den Kauf zu bestrafen. Nach der Installation sucht das Spiel automatisch nach dem neusten Patch und installiert ihn auf Wunsch. Zum spielen muss der Datenträger nicht eingelegt sein, eine Registrierung ist optional. So muss es sein!

Drumherum bietet das Spiel wirklich nicht viel. Ein paar müde Comicbilder ohne Story vor den Missionen, schlichte Grafik und über den Sound braucht man nicht zu reden. Dabei ist allerdings ein Editor, mit dem angeblich auch die Entwickler die Kampagnen erstellt haben.

Die Kämpfe spielen sich ganz ordentlich, auch weil der Spielfluss für ein Rundenstrategiespiel recht flüssig ist. Wenn eine Einheit steckenbleibt, oder sich plötzlich (ohne Zutun des Gegners) mit einem Defekt meldet, kann einem das schon mal die Planung verhageln. Auf große Entfernung kann man zwar treffen, macht aber keinen Schaden. Nur die Moral kann man dann noch etwas drücken. Missionen nehmen schon mal Wendungen, wenn z.B. Verstärkung eintrifft.

Einen allgemeinen Munitionsverbrauch habe ich nicht feststellen können. Zwar gibt es Munition, diese bezieht sich aber nur auf die Zahl der möglichen Angriffe pro Runde. Scheinbar beziehen sich die Aktionspunkte auf die Bewegung, so ganz habe ich das noch nicht durchschaut.
Vor dem Schuss werden Treffer-, Schadens- und Eliminierungswahrscheinlichkeit eingeblendet. Wofür die Schadenswahrscheinlichkeit steht, habe ich noch nicht herausgefunden. Jedenfalls gibt es keine bewegungs- oder kampfunfähigen Einheiten. Vielleicht ist doch irgendwo ein HP-Balken versteckt. Mangelndes Feedback ist übrigens ein weiterer Kritikpunkt. Ob man Schaden gemacht hat oder nicht, bleibt im Dunkeln. Außer natürlich ein Panzer explodiert oder es erscheint ein "Abgeprallt".

Es ist sicherlich kein Strategie-Oberhammer, aber ein solides Spielchen mit langer Spielzeit.

Mick Schnelle Freier Redakteur - P - 6161 - 1. August 2011 - 20:51 #

Gefällt mir echt gut - also der Test, das Spiel ist leider nichts für mich...

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