Report: Onlive im Praxistest

Spielen in der Wolke Report

Keine teure Hardware, keine installierten Spiele, kein Patchen, keine Cheater. Onlive verspricht, den Gamingmarkt zu revolutionieren. Doch kann der Spiele-Stream-Service die hoch gesteckten Ziele halten -- oder gibt es doch Fallstricke? Dieser Report fußt auf eigenen Erfahrungen -- wir haben von Deutschland aus den US-Service benutzt.
Dennis Ziesecke 19. Dezember 2010 - 0:46 — vor 5 Jahren aktualisiert

von Dennis Ziesecke

Der Ansatz von Onlive klingt verlockend: Mit günstiger Hardware moderne und grafisch anspruchsvolle Spiele zocken können – am Netbook, auf dem Bürocomputer, auf einem zig Jahre alten Laptop. Ohne Installation. Und tatsächlich, ein Netbook mit vergleichsweise langsamem Prozessor und ohne nennenswerte Grafikleistung reicht nach unseren Praxistests bereits aus, um bei Assassins Creed 2 Häuser zu erklimmen oder in Batman Arkham Asylum die Jagd auf den Joker zu eröffnen. Die Daten kommen per Internet, gestreamt von einem Rechenzentrum und komprimiert von spezieller Hardware. Die Spiele selbst laufen auf den Computern im Onlive-Serverpark, der heimische Rechenknecht muss nur noch ein Video abspielen und Steuerungsinformationen weiterleiten. Und ob auf der Serverfarm ein Konsolen- oder ein PC-Spiel läuft (ersteres natürlich nur per Emulation möglich), ist grundsätzlich auch egal!

Mutige Visionäre

Sieben Jahre haben die Gründer von Onlive an ihrem Dienst gearbeitet, bis sie im Jahr 2009 auf der Game Developer Conference an die Öffentlichkeit getreten sind. Und auch wenn viele der Anwesenden erst einmal skeptisch bezüglich der technischen Realisierbarkeit waren, das Gründungsteam war durchweg prominent besetzt: Steve Perlman, CEO und Gründer von Onlive, entwickelte vorher QuickTime und WebTV. Mike McGarvey war lange Zeit CEO bei Eidos, und Tom Paquin entwickelte einst den Netscape Navigator und war einer der Gründer von Mozilla.org. So viel Erfahrung im Computerbusiness beschert einen Vertrauensvorschuss -- schnell gingen Atari, Codemasters, Eidos Interactive, Electronic Arts, Epic Games, Take 2 Interactive, THQ, Ubisoft und Warner Bros. eine Partnerschaft mit Onlive ein. Insgesamt werden aktuell über 40 Spiele angeboten, Tendenz steigend. 

Auch andere Entwickler arbeiten übrigens am Cloudgaming. Dave Perry, der mit seiner ehemaligen Firma Shiny Entertainment Spieleperlen wie Earthworm Jim oder MDK erschaffen hat, präsentierte vor kurzem die Open Beta seines Streamingdienstes Gaikai, bereits auf der E3 2009 konnten wir eine Live-Präsentation erleben -- siehe den damaligen Report nebst Interview. Im Gegensatz zu Onlive ist man bei Gaikai frei von Betriebssystemzwängen, der Dienst läuft komplett im Internetbrowser. Aktuell gibt es die Möglichkeit, sich für die bereits laufende offene Beta von Gaikai anzumelden.

Dave Perry, bekannt durch Spiele wie Messiah oder MDK, entwickelt mit Gaikai ebenfalls einen Cloud-Gamingdienst.


Cloudgaming - Spielen auf dem Server
 
Spielekonsolen haben sich unter anderem deshalb ihren Platz im Wohnzimmer erobert, weil es mit ihnen viel leichter ist, schnell ein Spiel zu starten, als auf dem PC. Datenträger einlegen, Start-Button drücken, spielen. Mittlerweile ärgern sich allerdings immer mehr Konsolenspieler über nachträglich eingeschobene Patches, Festplatteninstallationen ihrer Spiele und andere "typische PC-Probleme". Das gehört beim Cloudgaming der Vergangenheit an – gepatcht wird auf dem Server des Anbieters, installiert wird kaum etwas, von einer 880 Kilobyte kleinen Datei für den Launcher bei Onlive einmal abgesehen. Nur eine stabile und schnelle Internetverbindung ist nötig. Und hier liegt der größte Nachteil der neuen Wundertechnik: Ohne mindestens 5 Megabit pro Sekunde zuverlässiger Internetgeschwindigkeit ist mit Onlive kein flüssiges Spiel möglich. Ein weiterer Haken liegt bei der maximalen Entfernung zum Onlive-Server: Um die Latenz, also die Eingabeverzögerung, nicht zu groß werden zu lassen, sollte sich der heimische PC nicht weiter als 625 Kilometer vom Onlive-Server entfernt befinden.

Momentan existieren ausschließlich Server in Amerika, das bekanntlich ein klein wenig mehr als 625 Kilometer entfernt liegt. Bei unseren umfangreichen Praxistests haben wir die daraus resultierenden Latenzen überdeutlich bemerkt, sie beinflussten das Spielgefühl negativ. Die Spiele steuerten sich schwammig, an schnelle Reaktionen ist nicht zu denken. Kein Wunder: Wenn der Spieler eine Taste drückt, wird dieser Befehl erst einmal nach Amerika ins Onlive-Rechenzentrum geschickt, um dort vom Spiel verarbeitet zu werden. Anschließend werden die Reaktion des Spiels berechnet, der Videostrom komprimiert und die Daten zurück zum heimischen Computer gesendet. Das dauert zwar mit 400-500 Millisekunden augenscheinlich nicht sehr lange – doch für Spieler ist diese Latenz nicht hinnehmbar.

Bei Werten unter 100 ms beginnt es allerdings Spaß zu machen, diese Werte erreicht man in der Nähe eines Onlive-Rechenzentrums. Im Frühjahr 2011 sollen passend dazu erste Server in Europa ans Netz gehen – zuerst in Luxemburg, Belgien und Großbritannien. Damit wird verzögerungsfreies Spielen auch in Deutschland möglich. Zumindest in den gut angebundenen Stadtgebieten, per UMTS oder LTE-Funkverbindung steigen die Latenzen wieder in unspielbare Regionen. Nutzer eines modernen DSL-Routers mit QoS (Quality of Service) sind stark im Vorteil: Bei diesen Geräten priorisiert der Router Video- und Audiostreams gegenüber Downloads und reinem Internetsurfen. Besonders wenn mehrere Personen im Haushalt den Internetzugang gleichzeitig nutzen, kann QoS Verbindungsprobleme verhindern. Und ein achtlos gestarteter Download im Hintergrund sorgt nicht für den Abbruch des Spiels. 

Der übersichtliche Startbildschirm lässt sich sowohl per Gamepad als auch mit Maus und Tastatur bedienen.
floppi 22 AAA-Gamer - - 32799 - 19. Dezember 2010 - 1:19 #

Toller Bericht, danke!
Prinzipiell finde ich das Konzept von OnLive mit der Set-Top Box wirklich gut. Eine Spiele-Flatrate für 10€ im Monat wäre schlichtweg genial. Wermutstropfen ist allerdings wie erwähnt der, dass Spiele eben nicht unbegrenzt verfügbar sein werden. Auch die Grafikleistung mit matschigen Texturen widerstrebt mir noch.

Dennoch verfolge ich die Entwicklung einmal weiter.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 19. Dezember 2010 - 1:23 #

Ich habe mir vor einem Jahr noch nicht einmal vorstellen können, dass die Technik überhaupt funktioniert. Vor allem die fast verzögerungsfreie Kompression des Videostreams in den Rechenzentren von Onlive ist beeindruckend. Ich bin guter Dinger, dass die Bildqualität noch besser wird.. Schaut übrigens auf dem TV auch nicht mehr so mau aus, wie auf dem PC, wenn man weiter weg sitzt übersieht man viele grafische Schwächen. Gleiches gilt für kleine Netbookbildschirme.

Anonymous (unregistriert) 19. Dezember 2010 - 1:22 #

wenn sich das durchsetzt, wieso sollten publisher überhaupt noch spiele verkaufen? wer nur vermietet hat auch keine probleme mit raubkopierern und demnach mehr profit.

zweites manko, der publisher bekommt noch mehr freiheit zu tun und zu lassen was er will. ihm passt der spieler nicht, weg mit ihm. cloudbasierte anbieter wie amazon webhosting im
cablegatefall haben es vorgemacht, ein weniger politisches beispiel ist blizzard. die verlangen unglaubliches in ihren agbs und erzwingen zudem eine vollkommen verbuggte always on authentifizierung sogar im offline-singleplayer modus.

dank cloudgaming wird sowas zunehmen. mods und privatssphäre gibts dann nicht mehr, wir sind ja schliesslich alle freunde - schön zu sehen an einigen youtube onLive demos, da wird ganz selbstverständlich in die livegames von wildfremden reingeschaut, das macht dem spieler der davon nichts weiss ja sicher nichts, oder? ob der sich noch so drüber freut wenn er im spiel chattet oder mal seine ruhe haben will ohne das jeder sieht was er macht?

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 19. Dezember 2010 - 1:24 #

Man kann in den "Privacy"-Optionen einstellen, ob Fremde, Freunde oder niemand beim Spielen zuschauen. Steht so auch im Text.

Anonymous (unregistriert) 19. Dezember 2010 - 1:37 #

den Artikel finde ich schön recherchiert, das diese Privacyfunktion aber hält was sie verspricht oder überhaupt global und für alle Spiele gültig wird glaube ich erst wenn ichs sehe.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 19. Dezember 2010 - 1:40 #

Ich habs gesehen und kanns bestätigen ;) . Wenn jemand bei einem deiner Spiele zusieht, blendet Onlive übrigens auch eine Meldung dazu ein, man wird also nicht ohne Warnung "überwacht".

Anonymous (unregistriert) 19. Dezember 2010 - 1:49 #

wie sieht denn die Einblendung aus? steht da 'bob sieht dir live zu und kann a, b unc c sehen' oder schwammiger wie 'bob tritt deinem feed bei'?

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 19. Dezember 2010 - 2:03 #

"User XXX ist spectating" oder so ähnlich. Die Einstellung in den Privacy-Optionen ist global, gilt also für alle Spiele. Wenn du also anklickst, dass keiner dir beim Spielen zuschauen darf, dann gilt das für alle angebotenen Titel. Ist aber schon lustig guten Spielern zuzusehen und bei gekonnten Aktionen die "cheers"-Punktezahl nach oben schnellen zu sehen - und motiviert den Spieler, bereits abgelegte Games noch einmal hervor zu kramen. Mehr als unpersönliche Archivements denke ich. Aber wie gesagt, jeder kann, keiner muss.

Anonymous (unregistriert) 19. Dezember 2010 - 2:43 #

ja, denke auch dass sowas ziemlich lustig und motivierend sein kann. trotzdem nimmt sich onlive schon im privacy statement (II.c) heraus das sie nicht für privatssphäre-bedingungen von drittanbietern (d.h. u.a. den spieleanbietern) verantwortlich sind.

ein drittanbiert (angeschlossener publisher) kann also vollkommen unabhängige bedingungen fordern (in den meisten fällen der verzicht auf jegliche eigentumsrechte an wort und chat und die erteilung eines weltweiten, unbezahlten veröffentlichungsrechts). Hier wird noch gesagt wenn man deren bedingungen (des spielemachers) nicht zustimmt muss man die spiele ja nicht abonieren, an sich ok.

in abschnitt V. wird aber gesagt: wer nicht möchte das "Personal Information" (vorangehend u.a. auch als personenbeziehbar definiert) nicht veröffentlicht oder an drittanbieter weiter gegeben will, soll den onlive dienst lieber nicht nutzen.

das nur mal als begründung warum ich nicht glaube das die globalen Privacy-Optionen wirklich global bleiben. medienstreaming wird sich über kurz oder lang durchsetzen wollen, nur werden dann die koticks dieser welt sicher nicht aufhören mit spielerdaten geld machen zu wollen.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 19. Dezember 2010 - 8:10 #

Recht am Wort des Spielers? Fordert das nicht z.B. Blizzard jetzt schon ein? Mir ist so, als wäre da was gewesen. Diese Publisher-Sonderrechte nehmen sich die Publisher aber dann auch bei den Standalone-Versionen ihrer Spiele heraus, das würde ich nicht als Cloudgame-Nachteil werten.

Anonymous (unregistriert) 19. Dezember 2010 - 12:36 #

ja, blizzard fordert das jetzt schon. und bietet jetzt auch kaum optionen um die durchs spielen erzeugten und veröffentlichten informationen einzuschränken. und mit mehr kontrolle steigen für die dann wohl auch die möglichkeiten.

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 19. Dezember 2010 - 1:27 #

Ich persönlich sehe in OnLive keine Zukunft. Sobald Streaming-Dienste für Spiele populär werden, ziehen Microsoft, Sony und Valve nach und werden über ihre dementsprechende Plattform, einen noch besseren Service aus dem Hut zaubern. Ich bin mir ganz sicher, dass alle Parteien schon Tests am laufen haben, um schell nachziehen zu können.
Wenn ich mir überlege, dass ich meine gekauften Steam-Spiele per Stream auf einem Netbook zocken könnte, da wird mir ganz warm ums Herz. Aber OnLive lässt mich absolut kalt.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 19. Dezember 2010 - 1:30 #

Du meinst, so wie Microsoft mit GfWL einen so viel besseren Service als Steam und co. aufgebaut hat? ;)

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 19. Dezember 2010 - 1:57 #

Ich rede von Konsolen-Microsoft, nicht PC-Microsoft. Die sind bestimmt immer noch der Meinung, dass Windows ME ein tolles Betriebssystem war. ;)

JakillSlavik 17 Shapeshifter - 7072 - 19. Dezember 2010 - 10:43 #

lol genau... bis heute konnte ich immernoch keines der gekauften spiele über den client runterladen und installieren...

DELK 16 Übertalent - 5488 - 19. Dezember 2010 - 1:36 #

Schöner Bericht, auch wenn ich in OnLive zumindest für mich keine Zukunft sehe. Vor allem widerstrebt mir der Gedanke, Spiele nur noch zu leihen und sie nicht zu besitzen (ja, egal was die AGBs dazu sagen, wenn ich eine DVD gekauft hab, kann die mir später nicht weggenommen werden). Woran es aber scheitern würde, selbst wenn ich wollte, wäre sowieso die Internetgeschwindigkeit, denn die von OnLive mindestens benötigte ist ca. 5 mal so hoch wie meine :(

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 19. Dezember 2010 - 1:46 #

Die Idee hat Vorteile und wird auch bestimmt in der Zukunft benutzt werden, jedoch glaube ich nicht das OnLive in dieser Zukunft noch dabei ist. Zu früh zu teuer. Gaikai halte ich für das bessere Konzept, hätte gerne mehr Infos dazu gehabt :)

Das Problem teurer PC´s sehe ich heute garnichtmehr. Mein PC wurde früher alle 6 spätestens 12 Monate aufgerüstet. Heute alle 2 Jahre mal. Wenn ich da keien Lust mehr drauf hab kauf ich mir eine Konsole die hat auch eine Lebenszeit von ca 5 Jahren.

Dann kommen bei Konsolen neue Probleme hinzu, Move Wiimote und Kinect über Stream??? ;) Nächste Problem WoW etc. 13€ Abogebühr + Onlive Gebühr? Ich glaube das macht keiner mit

Ich glaube Steam wird in den nächsten 2 Jahren einen Dienst anbieten der es mir erlaubt meine gekauften Steam Games in der Wolke zu spielen auf der Plattform meiner Wahl ( vielleicht sogar in Kooperation mit Gaikai :D ) . Das ganze dann für 10-13€ extra und ich könnte wetten das es sich verkauft.

Und wie im Bericht schon erwähnt, die schnelle Leitung allein macht es noch nicht Lauffähig. Selbst eine 1GBit bringt mir ja nichts bei einem Ping von 1.000 ich weiß noch beim ISDN zu DSL Wandel wie sie bei CS geheult haben wegen ihrer Pings :)

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 19. Dezember 2010 - 1:52 #

Meine Frau wäre aktuell sehr glücklich, wenn sie während des weihnachtlichen Urlaubs bei meiner Familie auf ihrem Netbook WoW spielen könnte - und würde sicher auch ein paar zusätzliche Euro dafür zahlen. Das Videotheken-Prinzip ist schon ganz praktisch, 5,99 Dollar tun halt nicht sehr weh.

Der Ping ist übrigens kein Problem, zumindest wenn Server in der Nähe sind. Die Nutzer aus den USA, mit denen ich bisher gesprochen habe, berichten von sehr guten Pings, zumindest im mittleren bis nahem Umkreis der Rechenzentren. So ab 500 Kilometer wirds dann knifflig. Wenn aber in Europa gleich drei Rechenzentren (Luxemburg, Belgien und GB) errichtet werden (und in Zukunft wohl sicherlich auch noch welche für Osteuropa), ist der Lag wohl kein Problem mehr. Eher die in Deutschland wirklich unterdurchschnittliche Breitband-Versorgung.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 19. Dezember 2010 - 2:19 #

Ah mein Fehler, die Grundgebühr ist komplett entfallen ? ( 15$ )
Die 9,99$ sind Freiwilliges Abo für diverse ausgesuchte Spiele. :)

Also falls man dann mal 2 Wochen in Urlaub fährt und dringend auf der Skihütte mit dem Netbook WoW Spielen muss mietet man sich das Game kurzfristig :) Ich bin jetzt vom Grundgedanken des OnLive ausgegangen, den Heim PC ersetzen :)

Bei der Entfernung bin ich jetzt stutzig, in seinem Blog behauptet Steve Perlman es sind 1600km (1000 Meilen) und nicht 600

http://blog.onlive.com/2010/01/21/beta-testing-at-the-speed-of-light/

Aber wenn in Luxemburg und Belgien Server kommen werde ich es mal testen :) dürften maximal 200km entfernt sein

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 19. Dezember 2010 - 8:08 #

Offiziell ist Onlive weniger optimistisch als Herr Perlman. Die 1600 km sind sicherlich realisierbar, allerdings mit sehr extremen Lags. Innerhalb der 625 km von denen Onlive in der Öffentlichkeit spricht ist der Lag aber so niedrig, dass sie wohl kaum jemand beklagen wird. Allerdings gibt es Nutzer in Kanada z.B. die sich über die Lags schon beschweren obwohl sie laut Perlman noch spielen können, laut Onlive-Direktinfo aber nicht mehr ;) . Und natürlich kommt es auch immer auf das Spiel an - ein Puzzle-Quest lässt sich auch in Deutschland noch gut spielen, ein Kane&Lynch nicht mehr.

Anonymous (unregistriert) 19. Dezember 2010 - 1:47 #

super artikel.
halte onlive für sehr vielversprchend, sollte das spielgefühl dem des software-pendant gleichen, spricht eigentlich fast nichts mehr dagegen.
ob die hardware-industrie daran freude findet, wenn das ganze wiklich groß rauskommt, wage ich zu bezweifeln.
stell mit gerade vor crysis auf dem iphone9010 zu spielen (was wenig sinn macht), technisch aber sicher machbar.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 19. Dezember 2010 - 8:18 #

Gezeigt wurde schon Crysis auf dem iPhone 3GS. Läuft technisch gesehen gut und flüssig - lässt sich nur leider nicht überzeugend steuern.

Sephix 13 Koop-Gamer - 1452 - 19. Dezember 2010 - 1:52 #

Wirklich guter Artikel. Vermittelt einem einen guten Eindruck vom Service. Ich bleibe aber weiter stutzig, ob die Entwicklung so gut ist... bezweifle aber auch, dass sich das auf breiter Front durchsetzen wird. Leute, die das Zocken als ausgeprägtes Hobby ausleben, werden mit Sicherheit auch in Zukunft auf die etablierten Wege (Retail und Download-Gedöns) setzen, genauso wie Cineasten nicht wirklich auf Video on Demand setzen (zumindest nicht primär).

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 19. Dezember 2010 - 1:54 #

Klar. Cineasten und PC-Pros leihen sich ihre Filme und Spiele aber auch nicht in der Videothek. Und in der Nische sehe ich die Streamingdienste aktuell noch am ehesten. Gaikai will ja sogar primär als Demoservice für die Publisher auftreten - man klickt einen Link an und kann das Spiel eine gewisse Zeit zocken, ohne zusätzlichen Download.

Sephix 13 Koop-Gamer - 1452 - 19. Dezember 2010 - 2:04 #

Wobei ich auch in der Nische nicht wirklich die Möglichkeit für die Services sehe. Spieler, die ab und zu mal zocken, finden sich meines Erachtens weniger auf dem PC als eher auf Konsolen und da bezweifle ich, dass OnLive das Angebot auf Konsolen ausweiten kann. Microsoft, Sony und Nintendo dürften da nicht mitspielen.

Wenn Gaikai primär im Bereich der Demos anbieten will, wäre das allerdings etwas, was ich gutheißen würde. Da würde die Demo vielleicht wieder wichtiger werden und vor allem wäre das ganze Anspielen wesentlich einfacher.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 19. Dezember 2010 - 2:06 #

Wenn jeder zweite verkaufte Fernseher mit Onlive-Empfangsmöglichkeit ausgestattet ist hat sich das Thema eh gegessen ;) . Ok, soweit wird es vorerst nicht kommen, Potential ist aber vorhanden.

Sephix 13 Koop-Gamer - 1452 - 19. Dezember 2010 - 2:19 #

Wenn's mal soweit kommen sollte, les ich einfach den nächsten Artikel dazu und äußere wieder meine Bedenken über die Entwicklung ;)

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 19. Dezember 2010 - 2:37 #

Allein schon wegen Emulator PS3 und Xbox seh ich da schwarz :) Wii Emulations geht ja schon Super sogar in Full HD und mit BT inc Wiimote :)

Evtl baut ja die US Army ihre PS3 Serverfarm um da ja kein Linux mehr drauf geht mit Update :D muss sich nur einer finden der ständig die Spiele wechselt ^^

Für Leute wie mich die sich nicht zwischen 360/PS3 entscheiden können wäre das die Offenbarung, aber davon will ich garnicht erst träumen. Wobei gerade für Sony wäre das doch was, da sie an der Konsole ja eh nicht viel verdienen, noch drauf gelegt haben.

Das geniale an Gaikai finde ich, das z.B. Gamersglobal ein Spiel testen kann und im Bericht einen Stream zum Demospielen einbetten kann, wo man heute halt Videos hat kann man dann selber spielen.

Sephix 13 Koop-Gamer - 1452 - 19. Dezember 2010 - 2:50 #

"Wobei gerade für Sony wäre das doch was, da sie an der Konsole ja eh nicht viel verdienen, noch drauf gelegt haben."
Das brächte ganz andere Probleme mit sich. Konsolenhersteller verdienen unter anderem an den Lizenzgebühren, die Entwickler entrichten. Wenn OnLive nun neben PC auch PS3-Games anbieten könnte... warum sollten die Entwickler für die PS3 entwickeln, wenn für eine PC-Version die Lizenzgebühren entfallen? ;) Für den Endnutzer wäre es ja völlig egal, ob er nun die PS3- oder PC-Version "geliefert" bekommt.

furzklemmer 15 Kenner - 3110 - 19. Dezember 2010 - 1:56 #

Hab das gerade einmal selbst ausprobiert. Und ich muss sagen, ich bin sehr beeindruckt von der Technik. Dafür, dass man auf einem US-Server spielt, ist das verblüffend schnell. Auch diese "Arena", in der man anderen Spielern über die Schulter schauen kann, ist faszinierend.

Für mich hat das Konzept definitiv Zukunft. Auch, wenn mir der Gedanke, Spiele nicht mehr wirklich zu besitzen, auch missfällt. Aber wahrscheinlich kräht da in 10 Jahren kein Hahn mehr danach.

Anonymous (unregistriert) 19. Dezember 2010 - 2:01 #

denke "cloud" wird sich durchsetzen, da für den betreiber viel günstiger im betrieb (möchte nicht wissen welcher rechenaufwand für onlive nötig ist).
und die bandbreiten in x jahren werden dafür sorgen, dass das ganze sofort präsent ist, wie es zzt. für onlive vorgesehen ist.

sollten aber alle auf onlive setzen, möglichgerweise ein vorteil für die spielindustrie, da spiele, vorausgesetzt die entwicklerfirma setzt vollständig auf onlive, praktisch nicht mehr im umlauf sind (wahrscheinlich wirds aber auch dort leaken)
ich zweifle jedoch an einer aboform, was für kleine-mittelgroße spieleentwickler sicher lukrativ und for allem eine sichere einnahmenquelle wäre.
große entwicklerstudios und deren publisher dürfte das ganze weniger interessieren und werden bei cloud oder herkömlichen vertrieb bleiben.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 19. Dezember 2010 - 2:05 #

Ich könnte mir z.B. auf verschiedene Genres oder Publisher begrenzte Abos vorstellen. Potential ist vorhanden, kritisch sollte man die für den Spieler negativen Auswirkungen aber dennoch sehen.

Anonymous (unregistriert) 19. Dezember 2010 - 6:48 #

Hallo!

Ich finde das Fazit im letzten Abschnitt falsch,
leistungsarme Rechner geben eben keine aufwändige
3D-Grafik wieder, sondern runtergerechneten "Matsch".
Wieviele Rechner sind schnell genug für den
anspruchsvollen - weil Echtzeit - Videostream,
aber zu langsam, um dann doch bessere Grafik lokal zu berechnen? Und wollen die Besitzer dieser Rechner
dann auch ausgerechnet diese 3D-Titel spielen, oder
doch eher was, das lokal ausgeführt besser läuft
und aussieht und auch unterwegs funktioniert?

Ist schon etwas her, dass Netze einer meiner
Schwerpunkte im Beruf waren, aber ich wundere mich immer:

* Es liegt in der Natur der Sache, dass die meisten
Spieler gleichzeitig spielen wollen. Wenn der
Service zu Spitzenzeiten verfügbar sein soll, dann
ist das ein teures Rechenzentrum!

* Warum ein Profi-Rechenzentrum von spielenden Kindern
bezahlen lassen - Firmen haben viel mehr Geld!
Klar, warum nicht beides, aber dann ist der Service
bis 18:00 Uhr für Firmen reserviert, auch in den Ferien!

* Ich denke technisch wird jedes laufende 3D-Spiel auf
einem exklusiven Spiele-PC ausgeführt. Den eigenen
Hobby-PC ins Rechenzentrum auslagern ist aber ein teurer
Spaß. Dann noch die Hardware die den Videostream
in Echtzeit berechnen muss!

* Selbst wenn das Rechenzentrum fett genug ist, was ist
mit dem DSL-Knoten an dem ich hänge, oder den ganzen
Leitungen auf dem Weg zum Rechenzentrum.
Da gibt es Flaschenhälse und Latenzen, die einen bisher
gar nicht gestört haben. Bei mir liefen die WM-Spiele in
SD nie flüssig!

Es war von Anfang an klar, dass hier Abstriche bei der
Videoqualität gemacht werden müssen, weil die Schnittstelle
zwischen Grafikkarte und Monitor die meisten Daten
transportiert und die Grafikkarte ja jetzt im Rechenzentrum
steht und die Daten durchs Internet gepresst werden.
Auch bei der Latenz bin ich sehr skeptisch. Wenn ich
wenig Latenz will, stelle ich den Spiele-PC höchstens
in den Keller, weil mich der Krach nervt.
Leider kenne ich bis heute keine Software, die es mir
erlaubt, das Spiel 1:1 in Echtzeit vom Keller aus
auf meinen leisen PC im Wohnzimmer zu streamen.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 19. Dezember 2010 - 7:58 #

Die technische Seite war auch ein Punkt, der mich seit den ersten Berichten über Onlive und co. interessiert hat und wo ich sehr skeptisch war bezüglich der Realisierbarkeit. Ich kann dir aber sagen - es funktioniert. Die (aktuell drei) Rechenzentren von Onlive sind sehr großzügig ausgestattet mit exklusiver Hardware und speziell für den Dienst entwickelten Karten zur Echtzeitkompression des Videostroms. Wie im Text beschrieben gibt es in den Abendstunden Verbindungsprobleme zu Onlive - aus Deutschland wohlgemerkt, Amerikaner bemerken davon nur wenig bis gar nichts. Die DSL-Knoten verlangsamen natürlich - je länger die Strecke ist, die die Daten zurücklegen müssen, desto höher ist die Eingabeverzögerung. Wenn die Internetgeschwindigkeit zu gering wird, wird die Grafik noch etwas matschiger, bei kleinen Einbrüchen der Leistung gibt es die beschriebenen Artefakte. Ansonsten läuft der Stream aber flüssig weiter, man spielt tatsächlich mit 60 fps!

Mit der teuren Hardware, die in der Lage sein muss, HD-Videos dazustellen liegst du aber etwas falsch. Im Test wurde ein Samsung NC10 zum Spielen benutzt - Intel Atom-Singlecore mit 1,66 GHz (vergleichbar mit einem 1,4 GHz Pentium III, das sind die Dinger, von denen einige behaupten, damit würde sogar Solitaire ruckeln..), 1 GB RAM und einer grottenlangsamen Intel GMA950-Grafikkarte. Dieses Notebook ist NICHT in der Lage, Youtube-HD-Videos (ab 720p) flüssig darzustellen! Onlive funktioniert hingegen hervorragend. Man muss dazu ja auch differenzieren - muss der furchtbar ineffiziente Flash-Kram dargestellt werden oder ein effizient kodiertes Video? Flash ist grauenvoll, was die Last angeht.

Und einen so alten Rechner (der P3 war im Jahre 2000 aktuell, der GMA950 auch zu der Zeit schon veraltet) haben dann doch einige Leute herumstehen. Man muss seine Büro-Möhre halt nicht mehr aufrüsten um ab und an mal was zu zocken.

Nehmen wir als Beispiel mal meine Eltern. Wenn dort meine Neffen im Sommer ein paar Wochen Urlaub machen, ärgern die Kids sich immer, dass meine Mutter nur ein uraltes Notebook herumstehen hat, mit dem sie einmal die Woche Mails checkt (und mehr nicht..). Die Kids würden aber gerne auch mal ein wenig zocken.. Mit Onlive würde das tatsächlich gehen, selbst mit dem uralten Steinzeitnotebook, das sich schon weigert selbst alte Spiele abzuspielen. Meine Mom muss nicht für eine Woche Enkelbesuch im Jahr ein neues Notebook anschaffen, auch wenn sie schon fast drüber nachgedacht hat um ihnen den Gefallen zu tun.

Momentan ist die von Onlive angezeigte Grafik übrigens aus mehreren Gründen so matschig: Zum einen wird auf dem PC (zumindest auf dem im Test genutzten) von 1920x1200 heruntergerechnet - Interpolation kostet Bildqualität. Dann sinkt die Bildqualität mit der Verbindungsgeschwindigkeit - aus Deutschland läuft es aktuell mangels Rechenzentren nicht so flott wie aus den USA. Auf dem TV sieht die Grafik nicht mehr so mau aus z.B. und Nutzer aus den USA beklagen sich auch nicht so sehr (die haben übrigens auch meistens eher schwache PCs, nicht so wie viele Deutsche). Dazu kommt, dass demnächst auch 1920x1080 angeboten werden soll, damit dürfte die Qualität sich recht massiv verbessern. Die Mikrokonsole packt die FullHD-Auflösung übrigens schon.. Die Beta von Gaikai (Dave Perry demonstriert seinen Dienst mit im Browser flüssig laufendem Mass Effect 2) zeigt sogar eine deutlich bessere Bildqualität als Onlive, da sieht man, was machbar ist. Durch die Nutzung von HTML5 hält sich der Ressourcenverbrauch übrigens auch bei Gaikai in Grenzen, mit Flash wirds schlimmer.

Hazelnut (unregistriert) 19. Dezember 2010 - 6:56 #

des erinnert mich an paytv..und des läuft in deutschland nicht wirklich gut.. (dank der gez)
die wollen quwasi auch dlc's abschaffen ?! ;)
bei den angeboten und preisen muss man abwarten.
cheater und "raubkopierer" wirds dort vermutlich auch geben ..so was ähnliches wie cardsharing beim paytv z.b. könnt ich mir gut vorstellen.
bei meiner verbindung (1000er dsl) wirds wohl schon scheitern.
ich hab jetzt 10.000 spiele...aber mit welchem soll ich anfangen?! der reiz geht meines erachtens einbisschen verloren..
keine mods ? äää!

wir harren der ding die da kommen mögen

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 19. Dezember 2010 - 8:05 #

Zumindest DLCs werden laufen, Onlive bietet jetzt schon DLC zu einigen Spielen an und wird sicher auch weiterhin DLC installieren.

Bei Mods wirds kniffliger - bisher gibt es für die Betreiber halt keine Gründe, teilweise fehlerbehaftete Mods einzubinden, so gut diese Mods auch sein mögen. Das kann sich natürlich ändern, wenn eine entsprechende Nachfrage besteht z.B.

"Raubnutzer" - ok, kann ich mir vorstellen. Accounthacking, etc. sind sicher machbar. Aber Cheater, da wirds schwer. Der Cheater hat ja keinen Zugriff mehr auf die Daten, ohne direkten Zugang zum Rechenzentrum wirds also wohl unmöglich sein zu cheaten. Tools auf dem Rechner des Spielers bringen ja nichts, da wird ja nur ein Video abgespielt. Cheats, die von den Programmierern "vergessen" wurden und sich per Tastenkombi einblenden lassen wären vorstellbar. Da sind dann die Entwickler gefragt, die für Onlive ihre Spiele eh anpassen müssen (Grafikoptionen z.B. findet man nicht)..

Ridger 18 Doppel-Voter - P - 10002 - 19. Dezember 2010 - 7:51 #

Schöner Artikel.

Vidar 18 Doppel-Voter - 12274 - 19. Dezember 2010 - 8:49 #

Der größte Kritikpunkt ist und bleibt für mich die begrenzte Lizenz, da ich zu den Spielern gehöre die diverse Spiele auch nochmal gerne nach 4-5 Jahren Spiele...
Und natürlich Mods, wobei es da immerhin die winzige Chance gibt das sie welche anbieten (zumindest solche wie Neherim sprich größere)..

Ich kaufe mir meine Spiele wieder komplett retail oder DRM freien Download (Gamesload ect.)

Ketzerfreund 16 Übertalent - 5978 - 21. Dezember 2010 - 16:35 #

Das Problem mit den Mods ist, dass man sie überhaupt erstmal entwickeln können muss. Wird schwer, wenn keine Dateien des Spiels auf dem heimischen Rechner liegen...

Übrigens, was öffentlich immer als "größere Mod" wahrgenommen wird, ist in den meisten Fällen eine Sammlung mehrerer kleiner Mods oder verwendet zumindest einige davon. Mods aus einer Community von Leuten, die alle das Spiel haben und an verschiedenen seiner Teile herumschrauben.

Ich wüsste nicht, wie das in einer hypothetischen Streaming-Only-Zukunft aussehen sollte.

Zille 18 Doppel-Voter - P - 10736 - 19. Dezember 2010 - 9:33 #

Schöner Artikel! OnLive wird aber wohl nie was für mich sein - eher für Konsoleros. Ich denke auch, dass man nicht erwarten muss, dass Microsoft oder Sony bei Erfolg Onlive mit eigenen Firmen aus dem Rennen schmeissen. Stattdessen wird einer der Konsolenanbieter den Dienst irgendwann schlucken, wenn er sich als wirklich Zukunftsweisend herausstellt.

Ich selber hab meine Probleme mit dem Internetzwang. Schon bei Starcraft 2 wurde ich letztens nach der Installation nicht mal gefragt, ob ich Patches herunterladen will. Das Ding hat meine 1GB-UMTS-Flat voll und ganz in Anspruch genommen, über eine Stunde lang gepatcht und dann festgestellt, dass die Installation Fehler aufwies. Die wollte er dann - per UMTS - übers Internet prüfen. 3 bis 4 MB pro 10 Sekunden hat er geschafft - von 14 Gigabyte! Also eine Neuinstallation gefolgt von... patches. Es hat einen halben Tag gedauert, bis ich spielen konnte.

So lange wie Firmen, die über gut ausgestattete Rechenzentren verfügen nicht einsehen, dass man nicht immer und überall mit schnellem DSL online sein kann bin ich gegen diese Technologie. Sogar Steam bietet mir den Offlinemodus nur beschränkt an. Manche Spiele muss man erst Online gestartet haben, damit es dann Offline spielbar ist. Danke. Das hilft dann wirklich, wenn man mal einen Providerausfall hat. Onlinezwang ist nix. Wenn man begrenzte Freizeit hat wird man sich an irgendeinem Punkt einfach immer wieder schwarz ärgern, wenn man sie nicht so nutzen kann wie man möchte.

Sebastian Schäfer 16 Übertalent - 5544 - 19. Dezember 2010 - 10:01 #

Sehr schöner Artikel, Dennis.

OnLive und Gaikai sind vorerst aber keine Alternativen für mich zu einem Spiele-PC. Und das wegen mehreren Gründen wie z.B. dass das Spiel nach ca. 3 Jahren abgeschaltet wird und dass die Internet Leitung stabil und schnell sein muss. Ich habe zwar eine stabile 16MBit Leitung, aber dann kommt das Abends eventuell auch mal zu Routing-Problemen oder Serverüberlastung und schon war es das mit dem gemütlichen Abend vor einem spannenden Spiel.

Kanonengießer 14 Komm-Experte - 2391 - 19. Dezember 2010 - 10:25 #

Wirklich guter Artikel. Aber ohne Haptik = ohne mich!

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3222 - 19. Dezember 2010 - 10:30 #

Mit dem alten Preismodell war Onlive eine Totgeburt, mit einer 10€ Flat könnte der Dienst allerdings durchstarten.

Obwohl ich jegliche DRM-Spiele konsequent im Laden stehen lasse, könnte sogar ich mich damit anfreunden, da ich bei dem Modell erst gar nicht den Anspruch hätte, ein Spiel zu besitzen. Der Videothekenvergleich war da ganz passend. Für Demos oder einen 10h SP-Shooter wäre so etwas eine Alternative. Wirklich gute Spiele, die ich lange spiele, möchte ich allerdings weiterhin mit Packung im Schrank stehen haben.

Andererseits, so einfach wird es nicht werden, setzt sich Cloud-Gaming durch. Man wird nicht alle Spiele auf einer Plattform finden, sondern viele Anbieter (z.B. Valve,) werden mitverdienen wollen und ihr eigenes Süppchen kochen, wodurch man wieder mehrere Konten benötigt und die Kosten steigen. Bei vielen wird es in D aber schon an der miesen Infrastruktur hapern.

Übrigens, so optimistisch bezüglich Cheatern wäre ich nicht. Wenn es erst mal einen PC-Client gibt, werden findige Köpfe auch Cheats entwickeln. Vielleicht nicht die ganze Palette, aber zB. einen Aimbot könnte ich mir technisch durchaus vorstellen.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 19. Dezember 2010 - 12:19 #

Ich kanns mir technisch nicht vorstellen mit dem Cheaten. Alle Cheatingmethoden basieren darauf, das Spiel zu manipulieren, nicht die reine Bildausgabe. Ein Aimbot funktioniert nur, wenn man Zugriff zu den Spieldateien hat, wo soll der denn bei einem reinen Videostream ansetzen? Ich kann mir doch das Finale des letzten Bond-Filmes auch nicht anders cheaten ;) .

Anonymous (unregistriert) 19. Dezember 2010 - 13:00 #

cheaten stell ich mir auch sehr schwer vor wenn man nur die steuerung eingeben kann. heisst natürlich nicht das ein pc nicht in realtime funktionen über das bild legen kann, aber wenn alle funktionen auf bilderkennung basieren müssen weil keine anderen daten ankommen wird das nicht wirklich einfach.

am preis lässt sich übrigens was machen. mit werbung. sieht man schon an den enormen profiten der werbeindustrie auf den mobilen geräten. dazu brauchen die dann zwar name, alter, sexuelle orientierung und geschlecht, grundeinkommen, udid/prozessor id etc, aber damit hat ja scheinbar jetzt auch kaum ein smartphone/tabletnutzer ein probelm.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3222 - 19. Dezember 2010 - 13:12 #

Bildanalyse hatte ich dabei im Kopf. Warum sollte es nicht möglich sein, im Stream eines MP-Shooters Gegner zu erkennen und das Fadenkreuz darauf auszurichten?
Wenn MP-Shooter in der Cloud erst mal Alltag sein sollten, wird in solche Entwicklungen bestimmt einige Energie gesteckt werden, könnte ich mir vorstellen. ;)

Anonymous (unregistriert) 19. Dezember 2010 - 13:21 #

so wie im Aimbot video? ;) ich stell es mir schwieriger vor als wenn man die daten direkt auswerten könnte, aber bei genügend großer nachfrage magst du recht haben.

aber wenn das klappt würde auch automatisiertes spielen gehen, erzvorkommen oder gegnerart erkennen, ansteuern, ausbeuten. ich kenn mich zwar damit nicht wirklich aus, aber bisher hatte ich den eindruck das sowas schon gut geht.

Anonymous (unregistriert) 19. Dezember 2010 - 13:23 #

korrektur: das sowas noch nicht gut geht.

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 20. Dezember 2010 - 2:47 #

Ich weiß nicht, ich bin da skeptisch. Nicht, dass das nicht praktisch wäre - wäre es sicher. Und das Preismodell ist mittlerweile auch fair (Habe von Anfang an damit gerechnet, dass das fair wird - wenn sie das flächendeckend verbreiten wollen, bleibt denen gar nichts anderes übrig).
Nur: Ich will eben meine Spiele nicht in der Videothek ausleihen (um mal bei dem bildlichen Vergleich zu bleiben), sondern im Regal stehen haben. Deswegen kaufe ich mir die Dinger doch und leihe sie mir nicht nur. OnLive ist mir (genauso wie diverse Kopierschutzmechanismen) schlicht zu unsicher. Außerdem kommt dazu, dass OnLive eben nicht so leicht zu umgehen ist wie eine Onlineaktivierung (im Fall des Falles, dass der Dienst nicht mehr funktioniert). Und, nicht zuletzt: Das Potential, diverse Szenen wie z.B. in Bezug auf Mods einfach mal nebenbei verschwinden zu lassen. Das würde der Videospiel-Kultur nicht gut tun.

hollow_ichigo 06 Bewerter - 87 - 19. Dezember 2010 - 11:54 #

Also mir hats bislang recht gut gefallen, auch wenn es wirklich schwierig war, in Kane & Lynch 2 zu zielen ^^

Zunächst hatte ich die Fehlermeldung eine zu hohe Latenz zu haben (wunderts i-wen wen?! ^^), schließlich funktionierte es jedoch.

Hab "Dirt 2", "K&L: Dog Days" und "SP: Conviction" ausprobiert. Aber bezahlen werd ich dafür (noch) nicht.

Cohen 16 Übertalent - 4454 - 19. Dezember 2010 - 12:43 #

Für mich als Vielspieler ist Onlive nicht sehr attraktiv. Selbst wenn es irgendwann technisch perfekt funktionieren sollte, werden sich nie alle Spielehersteller einigen und ALLE ihre Toptitel bei Onlive anbieten. Dann könnte ich die Spiele A, B und C zwar über OnLive spielen, die Spiele D + E (die ich unbedingt zocken möchte) aber nicht... und für die brauche ich dann eh wieder potente Hardware.

Trotzdem interessiert mich OnLive sehr vom technischen Aspekt. Wie sieht es denn bei hardwarehungrigen Spielen wie Mafia 2 denn aus? Läuft das Spiel (bis auf die fixe Auflösung) in maximalen Einstellungen (PhysX, geometr. Details + Schatten auf "hoch", AA + AF eingeschaltet?) oder eher auf Sparflamme? Bekommt man am anderen Ende der Leitung die maximale Leistung, denn für den Videostream wären die optischen Verbesserer relativ egal.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 19. Dezember 2010 - 13:03 #

Man hat keine Einstellmöglichkeiten für die grafischen Details. Aber auf den ersten Blick (Texturqualität lässt sich ja eher schlecht abschätzen) läuft das Spiel auf maximalen Details und auch mit PhysX. Bei Batman sieht man die Physikeffekte fast noch besser. Der Videostream kommt mit durchgängig 60 FPS an, geruckelt hat bislang noch nichts. Einziges Manko ist eben die verminderte Bildqualität durch die Kompression (und die Qualität nimmt mit sinkender Geschwindigkeit der Leitung weiter ab, da dann noch stärker komprimiert wird) und der Lag. Von AA/AF sieht man durch die Kompression natürlich nicht mehr viel..

Aber glaub mir, es ist recht faszinierend, ein forderndes Spiel wie eben Mafia 2 auf einem Netbook flüssig laufen zu sehen. Wollte demnächst noch mal einen kleinen privaten Test mit einem fast schrottreifen Notebook machen - 850 MHz, Savage-Grafik mit 4MB, 256 MB RAM, Windows XP und eine 2MBit/sek. Leitung. Mal schauen, was da passiert..

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 33843 - 19. Dezember 2010 - 18:07 #

Toller Artikel, Dennis. Ein bisschen neugierig bin ich ja schon, aber momentan scheint es von Deutschland (bzw. Europa) aus noch nicht so viel Sinn zu machen. Vorerst werde ich meine Spiele wohl noch ganz altmodisch kaufen und installieren. Wozu habe ich erst dieses Jahr aufgerüstet? ;-)

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23300 - 19. Dezember 2010 - 18:18 #

Fürs Handy bzw. kommende Handhelds von Nintendo und Sony stell ich mir das ganze recht cool vor, zu Hause präferiere ich aber eher physikalische Datenträger.

MTR 12 Trollwächter - 1033 - 19. Dezember 2010 - 21:08 #

Toller Artikel. An sich eine interessante Technik, aber ich hab wirklich gerne ne CD bzw. lieber einen Download zu Hause als nur ein Mietrecht. Wenn der Server down ist, kann ich dann nicht spielen, wie beim Ubisoft-Launcher, meiner Meinung nach untragbar. Aber als Demo-Platform könnte ich mir das echt vorstellen!

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 19. Dezember 2010 - 21:28 #

Eben als Mietplattform für Spiele, die man nur 2-3 Tage zocken will, ist es auch klasse. Nachdem durch diverse DRM-Methoden die klassische Videothek nicht mehr in Frage kommt. Und für Gelegenheitsspieler ist eine Mikrokonsole am TV sicher auch nicht uninteressant. Man stelle sich vor, Onlive würde sich zu dem mutigen Schritt entschließen, die Konsole in Verbindung mit einem Jahresabo umsonst heraus zu geben. Funktioniert bei Handys ja auch. Da würden sicher einige Leute schwach werden - und sei es nur, um gelegentlich mal ein PC-Spiel zu daddeln.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 20. Dezember 2010 - 1:04 #

Interessant wird es wohl auch, wenn die leistungsstarken Server im Rechenzentrum eines Tages nicht nur schnöde PC-Spiele berechnen sondern einmal ihre Hardware-Muskeln spielen lassen dürfen. Der Entwickler eines solchen Titels müsste sich keine Gedanken über die verbreiteten Hardwareplattformen machen und könnte deutlich mehr Rechenleistung nutzen als sonst üblich.

http://www.youtube.com/watch?v=X3WAVjqH59k

Die Gesichtsanimation ist schon nice. Allerdings passt Geni4 irgendwie besser in schlüpfrige ab18-Spiele ;) . Trotzdem, interessant klingt es.

Anonymous (unregistriert) 20. Dezember 2010 - 1:43 #

man beachte wie stark sich die eindrucksvolle stimme auswirkt, macht den unterschied und ist sicher für den erotischen eindruck stark mitverantworlich. ist aber eher nicht errechnet, sonst hätte google das schon aufgekauft.

da es motionapture ist muss die rechenleistung noch nichtmal so groß sein, das ergebnis ist aber sehr eindrucksvoll. ob wir uns bald auf solche avatare freuen können die dann total unerwartet mit männlichen stimmen im vent rüberkommen?^^

mihawk 18 Doppel-Voter - P - 12982 - 20. Dezember 2010 - 10:11 #

Das ganze hört sich sehr zukunftsträchtig an. Ich glaube, in 2 bis 3 Jahren wird das der ganz große Renner sein. Eine relativ günstige Set-Top-Box kombiniert mit aktuellen Spielen aus der PC- und Konsolenwelt und das ganze abgerundet mit einer leistbaren Flat-Rate ... das wäre glaub ich unschlagbar !

Anonymous (unregistriert) 20. Dezember 2010 - 12:36 #

wird das auf kreditkartenzahlung beschränkt bleiben oder kommen gametime-karten dazu? ohne wäre das jedenfalls für viele witzlos.

das zahlungssystem finde ich auch noch nicht ganz so optimal, für einen fulltime spielepass zahle ich also praktisch den vollpreis des spiels, der betreiber kann es aber jederzeit einstellen?

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 20. Dezember 2010 - 15:23 #

Ja, bei den Preisen für die Vollzeitnutzung müssen die noch arbeiten. 50 US-Dollar für eine max. 3-Jahres-Nutzung ist einfach zu teuer und nicht attraktiv. Wenns auf ein bezahlbare Abomodell hinausläuft oder auch die Vollzeitnutzung auf sagen wir 20-25 US-Dollar sinken sollte - joa, interessanter.

Gecko 13 Koop-Gamer - 1518 - 20. Dezember 2010 - 14:59 #

Im Prinzip auf jeden Fall eine sehr interessante Sache und für die nahe Zukunft wird das sicher eine wichtige Bedeutung haben.

Zunächst wird der Dienst sicherlich besonders zum Testen eine gute Möglichkeit sein.
Der Kritikpunkt, der wohl im Moment am meisten wiegt ist, dass die Spiele irgendwann vom Server genommen werden.

Wenn man nun quasi den Vollpreis bezahlen muss, wird sich das jeder ganz genau überlegen.
Dann wird die Flatrate wohl noch die beste Option sein. Wenn die Artefakte reduziert und die Qualität noch erhöht wird - was wohl ziemlich wahrscheinlich ist - wird das auf jeden Fall ein interessanter Service.

Bin auch gespannt, was der Konkurrent Gaikai so entgegensetzen wird.

fazzl 13 Koop-Gamer - 1277 - 21. Dezember 2010 - 12:26 #

Also an dieser Stelle noch einmal: Super Bericht. Hatte davon, ehrlich gesagt, noch nie etwas gehört. Ich habe auch Steam noch nicht benutzt, beobachte diese ganze Verlagerung der Software vom Enduser ins "Internet" sehr interessiert.

Ich frage mich was die technische Realisierbarkeit auf Seite der Breitbandanschlüsse hergibt... wenn so etwas einmal ganz plötzlich boomen sollte wie seiner Zeit youtube, ob man dann ganze Provider in Nöte bringen könnte? *grübel*

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 21. Dezember 2010 - 17:04 #

Sieh es mal so - wer per Onlive spielt, kann nicht gleichzeitig bei Youtube Videos schauen ;) . Dass der Bandbreitenbedarf im Netz eh stetig steigt ist eine Tatsache, da müssen die Provider eh drauf gefasst sein. 1995 konnte ich mit nem 28kbit-Modem noch ausreichend schnell im Internet surfen, heute würde die Geschwindigkeit nicht mal für eine durchschnittliche Werbeeinblendung reichen ;) .

Anonymous (unregistriert) 22. Dezember 2010 - 18:06 #

Ich als PC-Core gamer geb onlive schon jetzt eine Chance. Ich habe mir schon überlegt für Story lastigere Spiele wie Mafia 2 und co. wo es nicht so aufs Spielen an sich ankommt mal wieder eine Konsole zu kaufen. Das erübrigt sich wohl. Bin echt begeistert.

Anonymous (unregistriert) 23. Dezember 2010 - 3:19 #

wie schon im artikel angemerkt, scheint die einzig sinnvolle nutzung dieser platform das antesten von spielen zu sein. dieses rentiert sich natürlich aber nicht. die sehr hohen kosten der infrastruktur die dieses system benötigt, muss aber wieder reingespielt werden, womit klar ist, dass sich bzgl der preislage nicht viel ändern wird. von einer flächendeckenden server-struktur in europa ist ohnehin nicht zu denken.
ich bin mir jedenfalls sicher, dass sich diese verkaufsplatform nicht sehr lange auf dem markt halten wird, da es einfach keine konkurrenz zu digitalen distributionsplatformen wie steam bieten kann.

Anonymous (unregistriert) 23. Dezember 2010 - 23:24 #

und wieso wäre keine andere sinnvolle nutzung vorstellbar? nicht wenige publisher müssen zudem ohnehin bereits jetzt ausgedehnte datenzenren hier betreiben.

Anonymous (unregistriert) 2. Januar 2011 - 23:09 #

aufgrund der kosten einer solchen infrastruktur ist gar keine sinnvolle nutzung vorstellbar. aus sicht des user wie gesagt das testen von spielen. aber das preismodell ist einfach für den kunden viel zu unakzeptabel sprich zu teuer, im vergleich zu dem was er bekommt. im hinblick darauf, dass ohnehin jeder einen spielefähigen rechner zuhause hat, kann dieses system hierzu keine konkurrenz bieten. dazu müsste es aber billiger sein, was es nicht kann, aufgrund der technik welche wie gesagt eine starke dichte infrastruktur an servern benötigt.

DasBilligeAlien (unregistriert) 23. Dezember 2010 - 5:01 #

Hmm, wie viele finde ich die Technologie sehr intressant. Allersings teile ich auhc die Einstellung einiger hier das ich gerne physikalische Kopien, bzw. Downloads über die ich direkte Kontrolle ausüben kann. Nicht nur wegen der Modbarkeit.
Die ständige Präsenz im Internet stört mich auch. Ich nehme häufiger meine Konsole zu Freunden, dort ist nicht immer eine Internet vebindung garantiert.

Nutzbar wird der Service tatsächlich erst durch eine monatliche Abogebühr.

Spannend ist für mcih die Frage ob es eine Begrenzung der Spieler eines Spiels gibt. Der Betreiber muss ja für jeden spieler eine version des Spiel bereitstellen - dessen Lizenz das Unternehmen ja auch erst erwerben muss. Sicher spielen nicht alle die einen "Full PlayPass" erworben haben das Spiel zu selben Zeit. Was aber wenn ein neuen Toptitel erscheint. Ein neues Call of Duty zum Beispiel. Jetzt wollen mehrere tausend Spieler gleichzeitig den Dienst nutzen - für dieses bestimmte Spiel. Hat Onlive vorgesorgt haben sie genug Kopien vorrätig? Oder können nciht alle spielen? Kann onlive die gekauften Lizenzen nach einiger Zeit wieder abgeben, weil das Intresse an dem Titel nachgelassen hat?

Ich finde da sind noch einige Problemstellungen die dem Service das Genick brechen könnten.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 23. Dezember 2010 - 12:11 #

Wie meinst du das mit der Monatsgebühr? Dass der Anbieter ohne Gebühr nicht überleben wird? Denn eine monatliche Gebühr für Endkunden gibts nicht.

Bei den Spielelizenzen hängst du noch zu sehr bei normalen Endkundenangeboten. OnLive wird nicht in den Laden gehen und dort Spiele kaufen um die auf ihren Servern zu installieren. Die OnLive-Versionen sind speziell angepasst, unter anderem auch um nicht nötige Optionen (Grafik, etc.) auszublenden und um überhaupt mit dem Dienst funktionieren zu können. Die Verträge zwischen OnLive und den Publishern sehen nicht so klassisch aus, wie du es dir vorstellst - "Ihr habt ihr 1000 Lizenzen, wenn 1000 Leute spielen ist schluss. Für die Lizenzen zahlt ihr uns xx Dollar..". OnLive wird die Spiele so vielen Spielern zugänglich machen, wie sie Serverpower haben - die Limitierung besteht nicht bei den Keys für die Spiele sondern bei der Rechenpower. Im Gegenzug wird OnLive wohl (leider hat die Pressestelle darauf nicht geantwortet) eine Umsatzpauschale an die Publisher abgeben. Wenn also mehr Leute AC2 spielen, wird Onlive nicht nur mehr Geld mit dem Spiel einnehmen sondern auch höhere Abgaben an Ubisoft zahlen müssen. Damit erübrigt sich auch das Problem mit den überflüssigen Lizenzen wenn ein Spiel nicht mehr gezockt wird.

Sleeper1982 14 Komm-Experte - 2485 - 2. Januar 2011 - 11:17 #

onlive hört sich intresant an. werde ich wohl mal testen sobald es in europa ankommt

Asto 15 Kenner - 2904 - 20. Juli 2011 - 17:53 #

Mit dem Gedanken kann ich mich nicht anfreunden... gibt es da schon weitere Infos wie es läuft etc?

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