Kultklassiker, Folge 6

Prince of Persia

Im Jahr 1989 erschien ein Titel für den Apple II, der Spielern vor allem wegen zwei Dingen im Gedächtnis hängen blieb: seinen herausragenden Animationen und den vielen Toden des Hauptcharakters. In unserem Kultklassiker-Report erfahrt ihr, wie der Perserprinz das Licht der Welt erblickte und welche Probleme dabei zu lösen waren.
Keksus 19. Januar 2013 - 0:34 — vor 2 Jahren aktualisiert
Alle Screenshots stammen vom Autoren, sofern nicht anders gekennzeichnet.

Prince of Persia – ein Name, bei dem insbesondere Spieler diesseits der 30 vermutlich an die Action-Adventure-Spielereihe von Ubisoft denken, deren letzter Teil 2010 erschien. Doch die Wurzeln der Serie liegen weit zurück. Bereits 1989 erschien der erste Teil – und im Nachhinein betrachtet war er ein riesiger Hit. Doch danach sah es zunächst nicht aus: Die Entstehungsgeschichte von Prince of Persia war ein ewiges Auf und Ab. Sogar sein Schöpfer, der damals erst 25 Jahre alte Jordan Mechner, zweifelte an seinem Werk, die Entwicklung stand kurz vor dem Abbruch. Lange Zeit sah es danach aus, als würde das erste Spiel auch gleichzeitig das letzte Abenteuer des Prinzen aus dem Orient bleiben. Durch eine Reihe glücklicher Zufälle schaffte es der Prinz letztendlich aber, einen wichtigen Rang in der Geschichte der Videospiele einzunehmen.

Eine Geschichte aus 1001 Nacht

Ein böser Wesir, eine von ihm festgehaltene Prinzessin und ein abenteuerlustiger Jungspund, der sich auf ihre Rettungsmission begibt: All das sind seit jeher die Grundzutaten von Prince of Persia. Auch wenn neuere Teile teils deutliche Abwandlungen – wie etwa den Wechsel von der 2D- in die 3D-Ansicht – erfahren haben, so findet ihr die genannten Grundelemente auch im neuesten Titel der Serie wieder.

Und bereits damals war diese Geschichte nicht sehr innovativ, weder im Bereich der Videospiele noch für den Schöpfer Jordan Mechner: Der hatte zuvor bereits sein Debüt Karateka nach dem gleichen Prinzip aufgebaut. Prince of Persia glänzte also nicht mit großartigen Storywendungen. Vielmehr beeindruckte die Spielmechanik: Wer damals an Jump-and-runs dachte, der dachte unweigerlich an einen italienischen Klempner mit roter Mütze. Der Thronfolger aus Persien war jedoch ganz anders zu steuern, bewegte sich butterweich animiert  und brachte auch sein eigenes Kampfsystem mit.
 
Bei den Fallen ist Timing gefragt. Seid ihr nicht vorsichtig, müsst ihr den Level von vorne beginnen.
Die Schwertkämpfe in Prince of Persia sind selbst heutzutage noch packend, obwohl das eigentliche Bewegungsrepertoire wenig umfangreich ist: Ihr könnt angreifen, blocken oder euch bewegen, selbes gilt für eure Gegner. Doch je weiter ihr im Spiel vorankommt, umso schwieriger werden die Duelle. Eure Kontrahenten entwickeln sich zu wahren Meistern im Kontern und so kommt es nicht selten vor, dass ihr minutenlang gegen einen einzigen Feind fechten müsst. Was der Spannung aber keinen Abbruch tut! Neben den Standardgegnern stellt euch das Spiel zudem Kontrahenten wie die Skelettgegner in den Weg, die immer wieder aufstehen. Das dunkle Ebenbild des Prinzen, euer Hauptfeind, kopiert sämtliche eurer Aktionen und ist deshalb in der Theorie unbezwingbar. Zudem schnappt es euch Tränke vor der Nase weg oder lässt Türen direkt vor eurer Nase zufallen.

Waghalsige HüpfsequenzenMindestens genauso bekannt wie die Kämpfe sind die Jump-and-run-Abschnitte, in denen ihr unter anderem waghalsige Sprünge unter Zeitdruck durchführt. So öffnen etwa Schalter Türen am anderen Ende des Levels – natürlich nur für begrenzte Zeit. Ermöglicht wird das durch das offene Leveldesign, wobei ihr manche Bildschirme mehrmals durchquert – wie damals üblich, wurde nicht gescrollt, sondern von Szene zu Szene und damit Screen zu Screen umgeschaltet. Zudem müsst ihr regelmäßig Fallenparcours überwinden, die etwa aus einfachen Gruben, aus dem Boden schießenden Speeren oder Guillotinen bestehen. Anders als in modernen Titeln fügen euch die Fallen jedoch keine Schadenspunkte zu: Erwischt es euch in Prince of Persia, bedeutet das euren sofortigen Tod – oder den eurer Gegner, die sich mit etwas Geschick in eine Falle drängen lassen. Ohne sie einzeln mitgezählt zu haben: Die Tode des Prinzen dürften deutlich zahlreicher sein als die des Protagonisten in Dark Souls (GG-Test: 7.5): Setzt ihr einen falschen Schritt, werdet ihr aufgespießt. Zieht ihr zu spät euer Schwert, sterbt ihr durch den Hieb eures Gegners. Schätzt ihr einen Sprung falsch ab, endet ihr als Fleck am Boden einer tiefen Grube. Besonders ärgerlich ist das, weil ihr dann gleich den ganzen Level wiederholen müsst. Checkpoints innerhalb eines Gebiets? Fehlanzeige!

Doch all zu viel Zeit solltet ihr nicht walten lassen: Da der Wesir der Prinzessin nur 60 Minuten lässt, sich für die Ehe mit ihm (oder aber den Tod) zu entscheiden, könnt ihr euch nicht langsam vortasten. Klingt nervig, hat allerdings auch seinen ganz eigenen Reiz. Wenn ihr Prince of Persia startet, könnt ihr gewiss sein, dass es in spätestens einer Stunde vorbei ist – gut spielen reicht da nicht, ihr müsst fast perfekt spielen. Ein besonderes Herausstellungsmerkmal sind zudem die Animationen: Der Prinz bewegte sich bereits 1989 derart flüssig durch die Levels, dass er auch heute noch eine richtig gute Figur macht.
Jordan Mechner bei den Dreharbeiten zu Prince of Persia - The Sands of Time.

Jordan Mechner
Jordan Mechner wurde am 4. Juni 1964 in New York geboren und machte 1985 seinen Abschluss in Psychologie an der Yale University. Noch während seiner Studienzeit entwickelte er im Alleingang Karateka. Seit jeher war es sein Traum, Drehbuchautor zu werden. Schließlich entschloss er sich jedoch dazu, nach Karateka mit Prince of Persia ein weiteres Spiel zu entwickeln, weshalb er nach San Francisco zog, wo er für Broderbund arbeitete.

Doch Prince of Persia wird zunächst nicht der erhoffte Erfolg. Mechner widmet sich wieder vermehrt dem Drehbuchschreiben und will an die New York University gehen, die ihn jedoch ablehnt. Dennoch kehrt er in den Big Apple zurück und arbeitete an einigen Filmprojekten mit. Erst als Prince of Persia der finanzielle Durchbruch gelingt, beginnt er, an einem Nachfolger zu arbeiten.

Nachdem die Arbeiten an Prince of Persia 2 - The Shadow and the Flame abgeschlossen sind, gründet er sein eigenes Studio namens Smoking Car Productions, mit dem er das Echtzeit-Adventure The Last Express entwickelt. Seine Liebe zum Film hat er jedoch nie verloren. Zuletzt veröffentlicht er die Kurzdokumentation Chavez Ravine: A Los Angeles Story und schreibt das Drehbuch zur Filmumsetzung von Prince of Persia - The Sands of Time (2010).
Das Märchen um einen Studenten
Die Geschichte um Prince of Persia beginnt mit Jordan Mechners Abschluss an der Universität von Yale im Jahr 1985. Karateka war zu diesem Zeitpunkt im in Amerika bedeutenden Billboard-Magazin die Nummer 1, doch der junge Mechner dachte ernsthaft darüber nach, ob es sich für ihn überhaupt lohnt, ein weiteres Videospiel zu entwickeln. Damals war er sich nicht sicher, ob in einigen Jahren überhaupt noch ein Markt für die virtuelle Unterhaltung existieren würde. Computerspiele waren relativ neu, und es war noch nicht abzusehen, welchen Stellenwert sie in der Zukunft einnehmen würden. Die Umsatzzahlen guter Titel lagen anders als heute nicht im Millionenbereich: Bei Karateka geht Mechner von maximal 75.000 Dollar Einnahmen aus. Seine endgültige Entscheidung fällt er erst, als er sieht, wie gut es Broderbund geht, seinem Publisher. Zweifel, ob er das ne
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ue Projekt wirklich stemmen kann und will, plagen ihn jedoch noch länger.

Dennoch arbeitet er mit Hochdruck an dem Element, das Prince of Persia berühmt machen sollte: den Animationen. In einem ersten Versuch hatte er seinen Bruder mit einer geliehenen Filmausrüstung beim Rennen und Springen gefilmt. Ein halbes Jahr später stellte er allerdings fest, dass die Aufnahmen nutzlos sind, da er sie mit seinem neuen Equipment nicht digitalisieren konnte. So entschied sich Mechner, die Bewegungsabläufe zu fotografieren und dann Bild für Bild ins Spiel zu übertragen. Der Sprung zur Rotoskopie – so der Name der Technik – war getan. Als Modell nutzte er nach wie vor seinen Bruder.
 
Im September 1986 präsentierte Mechner seine Ideen den Verantwortlichen bei Broderbund, die zunächst wenig enthusiastisch darauf reagieren. Zu dieser Zeit bekam das Spiel auch seinen Arbeitstitel verpasst: Prince of Persia. Einen Monat später begann die eigentliche Entwicklung des Spiels, die sich über Monate hinzog und des Öfteren unterbrochen wurde, da sich der Schöpfer parallel an einer Karriere als Drehbuchautor für Filme versuchte.
Die Prince of Persia-Serie (1 von 2)Sämtliche Remakes und Ableger auf allen Plattformen mitgezählt, existieren nicht weniger als 21 Prince-of-Persia-Spiele. 1 Begonnen hat die Geschichte im Jahr 1989 mit Prince of Persia. Die Presse war begeistert, die Käufer anfangs weniger. Erfolg hatte es erst nach längerer Zeit und nach mehreren Portierungen. 2 Mit Prince of Persia - The Shadow and the Flame kam schnell ein Nachfolger, der schönere Grafik hatte, dessen Animationen und Steuerung aber nicht mehr an den Vorgänger anknüpfen konnten. 1999 erschien mit 3 Prince of Persia 3D der erste 3D-Titel der Serie, der jedoch an einer fummeligen Steuerung krankte. Mechner hatte damit kaum noch etwas zu tun. (Foto: www.princeofpersia-game.de)4 Zwei Jahre später übernahm Ubisoft die Serienlizenz. In Prince of Persia - The Sands of Time ist der Prinz agiler denn je, und mit dem namensgebenden Sand ließ sich die Zeit manipulieren. 2004 erschien der Nachfolger 5 Warrior Within und setzte den Fokus verstärkt auf die Kämpfe. Im Jahr 2005 machte die Serie mit 6 The Two Thrones wieder einen Schritt Richtung The Sands of Time, in dem auch der Schattenprinz seine Rückkehr feiert.
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Fabes 14 Komm-Experte - 2418 - 19. Januar 2013 - 1:16 #

Oh, wie ich dieses Spiel vergöttere. Damals auf meinem Sega Megadrive habe ich dieses Spiel als 6-jähriger bis zum Umfallen gespielt. Super Spielprinzip, welches bis heute einfach sehr viel Laune macht und absolut gut gealtert ist. Zeitlos!

Wenn ich zum alljährlichen Sega-MD-Tag meine altehrwürdige Konsole entstaube und mich ans Daddeln mache, spiele ich vor allem drei Titel: Mortal Kombat, Ecco The Dolphin (was bis heute eine unglaublich dichte Atmosphäre hat. Alleine der Soundtrack jagt mir bis heute einen Schauer über den Rücken) und eben Prince of Persia!

Wer den ersten Teil noch nie gespielt hat, besorge sich gefälligst einen Emulator und eine Rom und spiele dieses grandiose Meisterwerk!

Keksus 21 Motivator - 25001 - 19. Januar 2013 - 15:58 #

Ich finde es so schade, dass für Android nur Prince of Persia Classic gibt: Die grafisch verbesserte und spielerisch vereinfachte Version von Ubisoft.

GBU15 (unregistriert) 25. Januar 2013 - 13:49 #

Aufforderung zu einer Straftat und das bleibt hier unmoderiert?

RoT 17 Shapeshifter - 8134 - 19. Januar 2013 - 1:16 #

Princemegahit :)

der erste war schon gut spannend damals :)

v3to (unregistriert) 19. Januar 2013 - 11:21 #

seit vorletztem jahr gibt es auch eeeendlich eine modul-version für den c64 (für's easyflash-modul, ist aber auch unterm vice-emulator spielbar). interessant dabei, dass sich der jordan mechner auch im entwickler-blog geäußert hat.
http://popc64.blogspot.de/2011/10/prince-of-persia-for-commodore-64128.html#comment-form
http://csdb.dk/release/?id=102540 (download)

rastaxx 16 Übertalent - 4662 - 19. Januar 2013 - 12:44 #

der film war leider ganz schlimm :-(

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9183 - 19. Januar 2013 - 13:14 #

gehört imo eigentlich neben silent hill und der resident evil reihe zu den gelungenen und unterhaltsamen videospiel-verfilmungen.

rgottsch 13 Koop-Gamer - P - 1622 - 20. Januar 2013 - 23:55 #

sehe ich genau so - würde mich interessieren was für den Threadersteller so schlimm daran war? War definitiv keine Nacherzählung der Spiele, aber hatte sehr viele Elemente eingebaut und ich fand ihn sehr unterhaltsam

Lacerator 15 Kenner - 3934 - 21. Januar 2013 - 10:05 #

Der Film war für mich auch eine positive Überraschung. Ich habe da einfach nicht die ganze Zeit auf etwas gewartet, was dann doch nicht passiert ist, z.B. echte Höhepunkte oder so. (so wie bei The Dark Knight Rises oder Skyfall, die mich beide letztes Jahr herb enttäuscht haben). Wobei Gemma Arterton anzuschauen schon Grund genug für den Kinobesuch war. ;)

Rumi 17 Shapeshifter - 7585 - 19. Januar 2013 - 13:00 #

viele der Teile gespielt, auch den ersten, der war ganz schön schwer die anderen funktionierten viel flüssiger, nur die nervigen Bugs bei Prince 3D gingen mir auf den Geist. Man konnte den Endgegner Instant umlegen allerdings stürzte das Spiel dann ab...

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9183 - 19. Januar 2013 - 13:15 #

was haltet ihr eigentllich für den besten port des spiels?
imo ist ja soundtechnisch und grafisch die snes version äußerst gelungen.

Keksus 21 Motivator - 25001 - 19. Januar 2013 - 14:59 #

Die DOS-Version. Das Spiel brauch Pixel. Ich will da keine ewig detaillierte Grafik haben.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9183 - 19. Januar 2013 - 17:11 #

ist ja nicht so als ob die anderen versionen des spiels keine pixelart-grafik hätten. von dem spiel gibts bis auf die iphone-version ja auch keinen neuzeitlichen port.
jedenfalls schon ganz interessant, denn PoP gehört mit zu den spielen mit den meisten umsetzungen für verschiedene system. und dabei sieht jede anders aus.

siehe:
http://www.mobygames.com/game/prince-of-persia/screenshots

finde da persönlich halt wie gesagt die snes und auch genesis versionen am "schicksten".

Keksus 21 Motivator - 25001 - 19. Januar 2013 - 17:35 #

Ja, aber sie sind viel detaillierter. Bei dem Spiel gefällt mir das nicht so sehr. Erst recht wenn man sich durchliest, was für Gedanken sich Jordan Mechner gemacht hat.

Die iPhone-Version ist doch auch nur ein Port von PoP Classic für die Xbox 360 und die PS3. Und das ist von 2008. Da kann also kaum von neuzeitlich gesprochen werden.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9183 - 19. Januar 2013 - 19:44 #

PoP classic meinte ich nicht, das ist vom inhalt und grafisch ja auch schon so weit entfernt vom original, dass das nicht mehr als port zu bezeichnen ist. ich sprach viel eher PoP retro an, was es nur für das iphone/pad (2010) gab.
wobei die version eigentlich auch net neuzeitlich ist, da sie wohl auf dem macintosh-port von 1992 basiert.

jedenfalls nehm ich als spieler schlussendlich ja das spiel auch für sich war und nicht unter berücksichtung dessen, was der entwickler sich dazu gedacht hat. insofern seh ich da auch manche ports nicht unbedingt als reine umsetzungen sondern eher als remakes an.
die beiden angesprochenen 16bit-konsolen-versionen hatten ja zB abgeänderte und neue levels (+ mehr zeit), sowie leichte gameplay-änderungen.

Jaffar (unregistriert) 20. Januar 2013 - 5:47 #

Die Amiga-Version ist für mich die beste. Die gleiche Grafik wie auf dem PC, aber mit besserem Sound. Alle späteren Ports mit verbesserter Grafik gefallen mir irgendwie nicht so gut. Die SNES-Version stellt mit ihren zahlreichen Gameplay-Änderungen die deutlich schwächste dar. Die neue C64-Version ist auch hervorragend und kommt den Amiga- und Dos-Fassungen abgesehen von der geringeren Auflösung wirklich sehr nahe!

marcosantoro 12 Trollwächter - 873 - 19. Januar 2013 - 14:32 #

Mit einem Wort geil

wilco96 13 Koop-Gamer - P - 1556 - 19. Januar 2013 - 15:08 #

Ich fand die Animationen von Shadow & the Flame nicht schlechter als im ersten Teil und die Steuerung war doch identisch! Das Spiel war abwechslungsreicher, länger und einfach noch besser als der erste Teil!

interceptor 12 Trollwächter - 1015 - 19. Januar 2013 - 15:34 #

Jordan Mechner war auch Game Designer von Sands of Time und hat erst vor kurzem ein neues 3D-Karateka veröffentlicht.

Keksus 21 Motivator - 25001 - 19. Januar 2013 - 15:47 #

Kam das 3D-Karateka nicht von einem anderem Team?

interceptor 12 Trollwächter - 1015 - 19. Januar 2013 - 16:39 #

Das Team wurde zumindest bei diesem Projekt von Jordan Mechner geleitet.
Dessen Tagebuch aus Zeiten der POP-Entwicklung sind übrigens äußerst lesenswert (und kostenlos, wenn man nicht das e-Book nimmt): http://jordanmechner.com/old-journals/

Chuck Morris 13 Koop-Gamer - 1887 - 19. Januar 2013 - 16:20 #

Den Film mochte ich, aber es du hast den IOS/Android Ableger vergessen Keksus.

Keksus 21 Motivator - 25001 - 19. Januar 2013 - 16:38 #

iOS / Android-Ableger? Das Prince of Persia was ich für Android gefunden hab ist Prince of Persia Classic und das ist nur ein Port. Das erschien ursprünglich auf der XBox 360 und später auf der PS3.

An sich hätte ich auch Titel wie Harem Adventures und so reinnehmen müssen. Aber ich wollte mich halt auf das wesentliche konzentrieren und nicht jeden einzelnen Port erwähnen.

Chuck Morris 13 Koop-Gamer - 1887 - 20. Januar 2013 - 20:52 #

Genau den meinte ich :D

Fred DM (unregistriert) 19. Januar 2013 - 17:33 #

heute beschwert man sich, wenn ein spiel "nur" 6 stunden dauert, aber bei einem "kult-klassiker" ist eine spielzeit von nur einer stunde "charm".

das war mieses spieldesign, nichts anderes. man hat so ganz künstlich den schwierigkeitsgrad massiv erhöht weil das gameplay dermassen simpel war, dass man daraus nicht mehr hätte stricken können.

Prince of Persia hat seinen kultstatus sicher verdient, aber wieviele klassiker der videospielgeschichte hat es ganz deutliche designmängel. es ist lächerlich, diese nicht eingestehen oder sogar noch positiv deuten zu wollen.

Keksus 21 Motivator - 25001 - 19. Januar 2013 - 17:38 #

Nein. Hinter dieser kurzen Spielzeit stehen sehr nachvollziehbare Gedanken, die man in Jordan Mechner Tagebuch nachlesen kann. Zumal war das Gameplay nun nicht so simpel. Gerade die späteren Schwertkämpfe sind so genial und herausfordernd.

Außerdem vergleichst du hier die damaligen Spiele, wo die Spieler maximal auf Highscorejagd waren mit neuzeitlichen, wo man viel mehr Möglichkeiten hat. Ein 6h Spiel hätte der Apple II wahrscheinlich gar nicht hinbekommen, aufgrund von Speicherplatzproblemen.

abc2030 13 Koop-Gamer - 1480 - 21. Januar 2013 - 11:11 #

Damals hat man nach dem Durchspielen auch nicht das nächste Spiel von seinem Meterstapel der "Neuspiele" angefangen. Es gab diesen Stapel nämlich nicht.

Den ersten Prinz hab ich min. 3x durchgespielt und bin bei vielen Versuchen dies zu erreichen gescheitert.

Heute würde ich das auch nicht mehr machen. Mein Stapel ist nun größer und meine Zeit leider begrenzter. Wobei ich Sands of Time auch 2x mal durch habe ;)

tax 13 Koop-Gamer - 1508 - 19. Januar 2013 - 18:50 #

Sehr guter Bericht, hab nur eine Frage: gabs von dem Spiel wirklich eine "NEC" Version oder handelt es sich dabei um einen typo und es ist doch das NES gemeint?

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9183 - 19. Januar 2013 - 19:35 #

das game wurde sowohl für den PC-9801 als auch für die PC-Engine (aka TurboGrafx-16) geported. beide platformen sind von NEC.

tax 13 Koop-Gamer - 1508 - 20. Januar 2013 - 3:03 #

wieder was gelernt, danke

RDSQUIRREL 07 Dual-Talent - 124 - 19. Januar 2013 - 21:36 #

Ich bin zwar (ohne Cheat) nie weiter als bis in´s 4. oder 5. Level gekommen, aber es war schon ein tolles Spiel. Damals war es mir auch vollkommen egal ob ich geschummelt habe - ich wollte ja schließlich wissen, wie die Story ausgeht (ok, dahingehend ist es eigentlich auch heute noch so ;-) ).

Und was bin ich beim ersten Mal zusammengezuckt, als der Prinz in die erste von diesen Metall-Schneideteiledingern gelaufen ist... und dann das Blut immer wieder hoch- und runtergefahren ist. In dem Moment war mir klar, dass ich das Game nur noch zocken kann, wenn meine Mom nicht im Zimmer ist. Die hätte mir das sofort verboten. ;-)

Am coolsten am ganzen Spiel aber fand ich die Maus. Die war so ... herzig animiert. Und sie hat wiederum dazu geführt, dass ich im Anschluss nach Spielen gesucht habe, in denen Mäuse vorkamen, was mich u.a. dazu brachte, Ultima VI zu spielen (dort treibt sich in Lord British´s Anwesen in einem der unteren linken Räume eben eine Maus herum, mit der man sich sogar unterhalten konnte... Naja, sie hat "Squeek!" gemacht, wenn man auf "talk" klickte. ;-)

Was den Film zum Spiel angeht: *würg* Sorry, aber der war einfach nur schlecht. Ich hatte mir etwas erhofft, dass an eine meiner Lieblingsserien (The Mummy) herankommen würde...

wilco96 13 Koop-Gamer - P - 1556 - 20. Januar 2013 - 8:35 #

so verschieden sind die Geschmäcker. Ich finde Prince of Persia ist ein ordentlicher bis guter Film geworden. Besser als The Mummy 1-3 ist der Film auf jeden Fall.

Rumi 17 Shapeshifter - 7585 - 20. Januar 2013 - 11:50 #

bei The Mummy 2 und 3 geb ich dir recht, aber die 1 war ziemlich gut

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 22448 - 21. Januar 2013 - 1:18 #

Prince of Persia (die hübschere Macintosh-Version) war im zarten Alter von zehn Jahren anno 1995 meine erste Berührung mit Computerspielen. Ich fand es ziemlich brutal (vor allem dieses Schmatz-Geräusch ^^) und habs auch nie ganz durchgespielt, da ich es nur am Mac meines Vaters spielen konnte.

GeneralGonzo 12 Trollwächter - 1056 - 21. Januar 2013 - 11:09 #

Wir haben die Amiga Version mit Freunden ausgiebig gezockt anno 90 - und so viele Wutanfälle habe ich bei keinem Spiel mehr erlebt.....dies Hüpfpassagen, die Milimeter genau getimed sein müssen haben uns den letzten Nerv geraubt - und fast den Amiga das Leben gekostet..... ;-)

Dennis Kemna 15 Kenner - P - 3849 - 21. Januar 2013 - 14:00 #

Immer weiter schreiben Keksus wird gerne gelesen!

Maik 20 Gold-Gamer - - 21262 - 21. Januar 2013 - 14:09 #

Ich habe es zum ersten Mal 1994 auf einem wahnsinnig schnellen 386er gesehen. Das war auf einer Computermesse und der PC stand etwas abseits. Ich war dort der einzige und konnte etwa 30min zocken, bevor das Standpersonal gekommen ist. Auf mich ist der Funke nicht wirklich übergesprungen. Ich hatte zu der Zeit den Amiga und mich eher in Turrican verknallt. :)

Xalloc 15 Kenner - P - 2772 - 22. Januar 2013 - 13:02 #

Solche Reports lese ich sehr gerne und sie sind für mich ein großer Mehrwert einer Spieleseite. Also bitte mehr davon ;-)
Gute Arbeit Keksus.

Bei Prince of Persia denke ich tatsächlich an die moderne Trilogie. Die finde ich super. Atmosphärisch liegt natürlich der erste Teil vorne, aber auch die anderen zwei (und das neueste The Forgotten Sands) haben mir Spaß gemacht.
An das Cell-Shading Prince of Persia habe ich mich bis heute noch nicht herangetraut.

Das Ur Prince of Persia habe ich in jungen Jahren auch mal gespielt, das war mir damals aber zu schwer und frustrierend.

Keksus 21 Motivator - 25001 - 23. Januar 2013 - 0:45 #

Du solltest definitiv den 2008er spielen. TFS ist in meinen Augen nichtmal mehr ein PoP. Das war nur da um nochmal Geld mit dem Hype um den Film zu machen. Und das hat Ubisoft so öffentlich mitgeteilt. Das mit dem Wasser war ganz witzig, aber die Kämpfe einfach nur ein billiger God-of-War-Abklatsch.

Xalloc 15 Kenner - P - 2772 - 23. Januar 2013 - 10:34 #

OK ich werde das mal nachholen. Wie ich schrieb, hat mir aber sogar TFS gefallen (gab's auch sehr günstig in UK). Die Kämpfe waren eigentlich belanglos, aber das Klettern hat mir wieder genauso Spaß gemacht.

Henke 15 Kenner - 3636 - 24. Januar 2013 - 2:21 #

Ach ja, eins dieser Spiele auf dem NES, was ich damals geliebt und vor allem gehasst habe, und welches ich nie durchgeschafft habe...

Wie oft bin ich in disem Spiel erschlagen, aufgespießt, halbiert und weißgottwie gestorben?! Ich weiß es nicht mehr... gottseidank.

Habe es auf jeden Fall als eines der ersten Spiele in Erinnerung, deren Animation mich damals wirklich wegblies, Zeitlimit hin, Frustration Her!

Kudos und danke für diesen nostalgischen Rückblick und die Erinnerung an die tausend Tode, die ich in dem Spiel gestorben bin!

Elton1977 19 Megatalent - P - 14216 - 25. Januar 2013 - 19:19 #

Ein verdammt tolles Spiel, auch wenn ich es nie durchgespielt habe. Wobei mir dies bei fast keinem Spiel aus dieser Genration gelungen ist ...

Dreadnout 09 Triple-Talent - 330 - 27. Januar 2013 - 8:03 #

Moin!

Ein tolles Spiel auf den Commodore-Maschinen, aber mit sehr sehr hohem Frustfaktor, so daß ich es nie durchgespielt habe.

MfG

ynot 09 Triple-Talent - 327 - 5. September 2013 - 23:45 #

es gibt auch ein Buch über die Entstehung von Prince of Persia:
http://www.amazon.co.uk/Making-Prince-Persia-Journals-1985/dp/1468093657/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1378417441&sr=1-1&keywords=prince+of+persia

Es handelt sich hierbei um ein Tagebuch, das Jordan Mechner während der Entwicklung geschrieben hat

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