Japan-Report #2:Yodobashi Camera

Elektronikkaufhaus auf Japanisch Report

Vieles macht Tokio für westliche Besucher faszinierend: Die Akzeptanz von Videospielen beispielsweise, die Ähnlich- und Andersartigkeit des Straßenbilds, der nerdige Elektronikdisktrikt Akihabara. Und am Westausgang der Shinjuku-Station (des Bahnhofs mit dem weltweit größten Passagieraufkommen) steht ein ganz besonderes Kaufhaus...
Ridger 27. Juni 2010 - 23:54 — vor 6 Jahren aktualisiert
Den ersten Teil von Mario Dammanns Japan-Report -- zu typischen Gamecentern -- findet ihr hier.

von Mario Dammann

Beginnen wir mit einem Dauer-Werbelied, das an einigen Stellen von Tokio die Passanten lautstark beglückt: „Die Yamanote Linie fährt im Kreis, da hindurch fährt die Chuo-Linie. Am Westausgang vom Bahnhof Shinjuku steht ein Geschäft für Kameras, Yodobashi Camera.“ In den weiteren Strophen der offiziellen Kaufhaus-Hymne geht es auch um Videokameras, Spiele, Haushaltsgeräte und Fernseher. Wenn ihr sie hört, seid ihr unmittelbar vor einem besonderen Kaufhaus.

An dieser unscheinbaren Brücke begann 1967 die Geschichte von YC.
Yodobashi Camera (YC) ist mittlerweile eine der größten Elektronikkaufhausketten Japans. Es gibt insgesamt 20 Filialen, acht davon in Tokio, und von diesen wiederum befinden sich zwei (aus zwölf Einzelgeschäften bestehen) im Stadtteil Shinjuku. Das Gründungsgeschäft der Kette entstand 1967 an der Yodohashi-Brücke, die den Kandalfluss überspannt, auf der Shinjuku-Seite an der Stadtbezirksgrenze zu Nakano.

Die Hauptfiliale zog im November 1975 an den Westausgang des Shinjuku Bahnhofs um, das ist übrigens der passagierreichste Bahnhof der Welt. Dort tummeln sich inzwischen zwölf einzelne Geschäfte unter dem Yodobashi Logo. Taschenrechner, Batterien, Steckdosenleisten, Armbanduhren, Waschmaschinen, Computer, Akkus, Haushaltsgeräte, PC- und Videospiele kann man hier käuflich erwerben. Und vieles, vieles mehr. Ach ja, und Kameras natürlich auch.

Diese aktuelle Aufnahme zeigt Yodobashi Cameras "Game-Kan" (in etwa: Spiele- und Hobby-Haus) von außen.

Alles wie bei Media Markt?

Kurzer Blick ins Sortiment des "Business-Kan".
Eigentlich könnte man die Elektronik-Kette YC mit dem deutschen Saturn oder Media Markt durchaus vergleichen. Eigentlich. Doch es gibt diverse Unterschiede. Zuallererst wäre da die schiere Größe der Gebäude. Während das Business-Kan (Haus) mit Taschenrechnern und Wörterbüchern im Angebot mit gerade mal dem Erdgeschoss auskommt, füllt allein die Abteilung für Gaccha Gaccha (in Deutschland als Gachapon bekannt) mit ihren Pokémon- und sonstigen Automaten schon zwei, das Uhren-Kan fünf und das Hauptgebäude gleich um die Ecke insgesamt neun Etagen. Da stapeln sich dann Computerzubehör jeglicher Art, dazu Handys, PCs und Drucker, Kopier- und anderen Bürogeräte. Und natürlich auch LCD- und Plasmafernseher, Audio-Sortimente. Aber auch  Rasierer, Klimaanlagen, Mikrowellengeräte, Öfen, Kühlschränke, Feuermelder, Steckdosen, Lampen, Leuchtmittel. Haben wir schon die beheizbaren Klobrillen mit Bidet-Funktion erwähnt (die vor allem in Hotel-Badezimmern sehr furchterregend bei der Erstbegegnung mit ihnen wirken)?

Doch halt, auch im "größten Media Markt der Welt" in München oder im Saturn am Berliner Alexanderplatz hat man das Gefühl einer riesigen Auswahl (und sei es nur bei den Pad-Kaffeautomaten). Doch der Eindruck ist ein grundlegend anderer: Während man in besagten Märkten offene Flächen sieht und viel Platz zwischen den Regalen ist, kommt man bei Yodobashi Camera kaum durch eben jene. Alles ist vollgestopft bis zur Decke. Außerdem gibt es auch kaum Fenster, wieso auch? Platz ist teuer, also wird er auch genutzt. Gleichzeitig wirkt auch nichts fehl am Platze, alles hat seine Bestimmung und muss am jeweiligen Ort passen. Übersicht wird groß geschrieben, womit wir schon beim nächsten Thema sind.

Fast die Hälfte des Erdgeschosses der Hauptfiliale von Yodobashi Camera ist Handys gewidmet. Die vier größten japanischen Anbieter sind Docomo, au, Willcom und Softbank -- letztere haben die Exklusivrechte für Apples iPhone.

Der Kunde ist König, nein, Kaiser, nein, Gott

Okay, wir verstehen kein Wort, aber für Japaner ist diese Stockwerks-Übersicht offensichtlich absolut klar.
Okyakusama ha kamisama ("Der Kunde ist ein Gott") lautet die Devise, die jedem YC-Mitarbeiter tief in den Knochen steckt, und die auf jeden Fall beachtet wird. Falls der Kunde nämlich trotz aller japanischen Beschilderungs- und Anordnungs-Effizienz zum Trotz einmal die Übersicht verlieren sollte, stehen ihm unzählige Angestellte zur Verfügung, die scheinbar alles wissen, was bei ihrem Arbeitgeber erhältlich ist.

Reality Check Deutschland (einer Gruppe kaufwütiger GamersGlobal-Redakteure erst kürzlich in einem Münchner Media Markt passiert!): Wir stellen eine Frage an Angestellten A über den ungefähren Aufenthaltsort eines Produkts, das sich in der Nähe befinden müsste. Angestellter A: "Geht mich nichts an, ich bin aus der TV-Abteilung. Da müsst ihr B fragen, dort hinten." Wir laufen etwa 30 Meter weit zu Angestelltem B. B schickt uns mit einem vagen "Das muss ungefähr dort hinten sein" ziemlich genau dorthin zurück, von wo wir eben gekommen sind.

Bei YC beantwortet jeder Mitarbeiter, egal aus welcher Abteilung er/sie auch kommen mag, Kundenfragen entweder korrekt oder bringt den Ratsuchenden an die richtige Stelle. Wir machen den Test mit einem Akku für einen Fotoapparat. In anderen Elektromärkten in Japan dauert es schon einmal zehn rückfrage- und telefonatreiche Minuten, bevor uns mitgeteilt werden kann, dass der Akku erst bestellt werden muss. Bei YC hingegen nimmt uns der Kollege mit in die Kamera-Akku-Abteilung, verschwindet für zehn Sekunden hinter den Regalen -- und bringt den richtigen (und zugebenermaßen: leicht obskuren) Akku mit. Die Angestellten bei YC wissen aber nicht nur viel, sie bleiben auch die ganze Zeit über freundlich. Okyakusama ha kamisama, eben.
 
Am Westausgang des Shinjuku Bahnhofs, direkt neben dem Busterminal, stehen Hon-ten (die Hauptfiliale) und das Multimedia-Kan. Wenn man durch die Seitenstraßen dahinter bummelt , findet man an fast jeder Ecke (an zwölf Ecken, um genau zu sein) weitere Ableger dieser Kette. Ihr sucht nach Armbanduhren? Von billigen Casio- bis hin zu teuren Citizen-Uhren oder ausländischen Marken wie Armani, Omega, Porsche gibt es im Tokei-Kan alles, was das Herz begehrt. Videospiele und andere Hobbies (Modellbausätze, Kinderspielzeug, Puppenstuben, solargetriebene Wackelpflanzen) findet ihr im Hobby-Kan. Es gibt auch ein YC-Haus, in dem nur Reparaturen durchgeführt und Dienstleistungen (Beratung über die Komplettausstattung der Wohnung und ähnliches) angeboten werden. In einem anderen dreht sich alles um die Entwicklung von Filmen. Spezialisierung ist Trumpf, und wer möchte, kann ausgedehntes Shop Hopping betreiben und bleibt immer bei der selben Kette...
 
Shop Hopping bei YC: In der Umgebung des Shinjuku-Bahnhofs liegt eine Filiale direkt an der nächsten.
Anonymous (unregistriert) 28. Juni 2010 - 0:45 #

Astreiner Artikel, 1+, Herr D. :)

Earl iGrey 16 Übertalent - 5042 - 28. Juni 2010 - 4:48 #

Lesenswert. Besten Dank! :)

Momsenek 13 Koop-Gamer - P - 1558 - 28. Juni 2010 - 5:24 #

Jetzt müsste man nur noch das Geld für eine Reise nach Japan haben :-) Wirklich ein interessanter und informativer Artikel. Ich wäre zu gerne vor Ort

Bernd Wener 19 Megatalent - 13635 - 28. Juni 2010 - 5:37 #

"Wenn Ihr also das nächste Mal in Tokio seid" -> Da das so schnell eher nicht vorkommt, danke für den sehr interessanten Artikel. Sollte es mich wirklich mal nach Tokio verschlagen, muss ich mir das auf alle Fälle mal ansehen.

McStroke 14 Komm-Experte - 2276 - 28. Juni 2010 - 7:35 #

Für die Mühe die du dir gemacht hast ein großes Lob!

Den Inhalt finde ich persönlich aber nicht so interessant. In Taiwan, wo ich studiert hab, gibt es diese Läden auch an jeder Ecke, und jede Großstadt hat auch einen 3C-District für Elektroläden und Märkte. Die sehen dann auch alle gleich aus, kaltes Neonlicht, gigantomanische Größe und die Mitarbeiter machen ständig den Kotau vor dem Kunden, ganz besonders vorm Westlichen. Für mich war das nicht besonders spannend. Zumal es ja auch nicht primär um Spiele geht in deinem Artikel, sondern eher um Fernseher, Kameras und Plastikfiguren.

Das hatte dann für mich ein wenig davon wenn Asiaten in Deutschland Weißwürste fotografieren und daheim dann Seitenlange Einträge auf ihren Blogs über eine relativ gewöhnliche Sache schreiben.

Aber wie gesagt, in deinem Artikel steckt sicher eine Menge Arbeit, und dafür gibts dann doch ein Lob! :)

Anonymous (unregistriert) 28. Juni 2010 - 8:03 #

Ein sehr schöner Bericht - hat viel Spaß gemacht zu lesen.

Olphas 24 Trolljäger - - 46995 - 28. Juni 2010 - 8:10 #

Sehr schöner Artikel! Hat mir gut gefallen.

BlackSoul 08 Versteher - 207 - 28. Juni 2010 - 8:17 #

Ob ich jetzt jemals Tokio besuchen werde, wage ich nun doch ernsthaft zu bezweifeln aber für den Fall das, werde ich mir diesen Markt sicherlich mal anschauen.
Danke schön.

Gadreel 11 Forenversteher - 747 - 28. Juni 2010 - 8:37 #

Ach eine ganze Etage Mobile Suit Gundam,....
Welch ein Traum, verstehe bis heute nicht warum sich sowas bei uns nicht durchsetzt.

Anonymous (unregistriert) 28. Juni 2010 - 8:52 #

ich habe 1 Jahr in Japan gelebt, davon 6 Monate in Tokyo. Yodobashi Kamera ist zugegebenermaßen ein wirklich schöner Laden. Aber wenn man eine zeitlang in Toyko lebt, verlieren diese großen Einkaufshäuser schnell ihren Reiz, denn man stellt fest, dass die Preis in egal welchem Kaufhaus praktisch identisch sind. Ich habe z.B. versucht ein so genanntes Denshi Jishou (Elektr. Wörterbuch) zu bekommen. Mein Modell sollte bei Yamada Denki und Yodobashi Kamera ca. 43.000 Yen kosten. Bei den kleinen quirrligen Läden in Akihabara dagegen konnte ich einen Straßenhändler sogar auf knapp 32.000 Yen drücken. also mal eben 25% günstiger. Ausserdem ist Japan für PC Spieler ein Horror. Die Auswahl ist praktisch nicht existent und in den Kaufhäusern ist es auch schwer an Hardware zu kommen. Da ist Akihabara wesentlich interessanter. Teilweise in Kellern versteckt zu hunderten, kleine PC Läden, zwar auch nicht mit viel Auswahl an PC Spielen, aber dafür alles was das Hardware Herz höher schlagen lässt, zu sehr günstigen Preisen. Man muss nur halt mal Laufen und nen ganzen Tag für einrechnen. Macht aber riesen Spaß durch Akihabara zu latschen und die eine oder andere Dönerbude oder Maido Cafe zu bewundern. Es spielt sich dort viel in den kleinen Gassen und Hinterhöfen ab und bleibt ein unvergessliches Erlebnis.

Gruss

Shouwaronin

Raven 13 Koop-Gamer - 1526 - 28. Juni 2010 - 9:35 #

Diese kleinen, verstecken PC-Läden gibt's auch im kyotoer Denki Twown zuhauf. Hat richtig Spaß gemacht, sich da umzuschauen. ^^
Und was die PC-Spiele betrifft, kann ich dir nur zustimmen: Gottsgroßes Kaufhaus mit X-Etagen für alles...und im hintersten Eck ein Regal mit paar veralteten PC-Games -_-

Anonymous (unregistriert) 28. Juni 2010 - 9:06 #

Achja,

Shinjuku sollte man auf jeden Fall besuchen, wenn man nach Tokyo kommt. Neben dem Regierungsviertel ist nämlich der Bahnhof eines der Hauptattraktionen dort. Denn er ist so gigantisch groß das man sich sicherlich mehr als einmal verlaufen wird. Ich habe einmal versucht den Süd Ausgang zu finden. Trotz einheimischer Richtungsangaben habe ich nach knapp 30 Minuten die Orientierung komplett verloren gehabt und hab aufgegeben. Frage mich bis heute was sich hinter dem Ausgang wohl verbergen mag. Obwohl Tokyo die Stadt mit einer der höchsten Einwohnerdichten weltweit ist (ich glaube es waren ca. 1300 Einwohner pro qkm), also eine Stadt in der jeder qm mit Gold aufgewogen wird, kann man sich die schiere Größe dieser Stadt kaum vorstellen. Zum Vgl. wenn man mit der Yamanote Linie von der Shibuya Station zur nächsten Station genannt Ebisu mit der Bahn fährt ist man 2-3 Minuten unterwegs. Hört sich nach nichts an, aber wenn man diese Strecke mal zu Fuß abgeht, braucht man mal eben 15 Minuten! Ich habe z.B. etwa 8 Minuten mit der Bahn von Shibuya entfernt gewohnt. Zu Fuß habe ich jedoch fast eine Stunde gebraucht. Wir reden hier über eine einzige Haltestation. In dt. Städten braucht man von Station zu Station zu Fuß meist nicht länger als 5 Minuten. Die einzelnen Distrikte Tokyos (Shibuya, Shinjuku, Ikebukuro, usw.) sind von ihren Ausmaßen vergleichbar mit den Zentren dt. Großstädte. jetzt stellt euch einfach ein dutzend dieser Großstadt Zentren dichtgedrängt vor und ihr bekommt ein ungefähres Bild von Tokyos Größe. Als Urlaubsziel auf jeden Fall ein Riesenspass.

Marcel 13 Koop-Gamer - 1377 - 28. Juni 2010 - 9:39 #

Schöner Artikel über ein interessantes Theme - bitte mehr!

Leider hat sich aber ein Tippfehler eingeschlichen:
"Yodohashi-Brücke" -> Yodobashi-Brücke

Ridger 18 Doppel-Voter - P - 10001 - 28. Juni 2010 - 9:55 #

Ich dachte auch erst es wäre ein Fehler, aber an der Brücke selbst steht Yodohashi. Vielleicht einfach eine alte Schreibweise die sich im Laufe der Jahrzehnte an das bashi herangelehnt hat.

Marcel 13 Koop-Gamer - 1377 - 28. Juni 2010 - 10:03 #

Ah ok. Wikipedia meint zwar auch: "Namensgebend war die Yodobashi, eine Brücke, die die Ōme-kaidō, die alte Landstraße über Ōme nach Kōfu über den Kanda führte"

Aber wenn du es sagst, wirds passen :)

Gerjet Betker 19 Megatalent - 13638 - 28. Juni 2010 - 10:44 #

Es kann sein, dass die Dakuten mit der Zeit sich abgenutzt haben.

は (ha) / ば (ba)

Raven 13 Koop-Gamer - 1526 - 28. Juni 2010 - 10:54 #

Die japanische Wikipedia ist da eindeutig: Yodobashi mit B :D

Ridger 18 Doppel-Voter - P - 10001 - 28. Juni 2010 - 12:03 #

Zum Beweis habe ich ja ein Foto gemacht. Da steht in Hiragana Yodohashi. Wirklich. Glaubt mir doch. ;)

Paxy 13 Koop-Gamer - P - 1277 - 28. Juni 2010 - 9:51 #

Der Artikel war jedenfalls interessant und ich bin mal froh Bilder davon gesehen zu haben, bevor ich mir endlich die Reise leisten kann :)

Wer von Japan auch etwas Gamer unbezogenes hören möchte kann sich ja mal
(sofern eine Verlinkung hier nicht unverschämt ist)

diesen Podcast anhören :

http://www.halbwissen-podcast.de/podcast/hwp012-japan

Goldfinger72 15 Kenner - 3093 - 28. Juni 2010 - 10:08 #

Wieder ein toller Bericht, bitte mehr davon! :-)

VisionGamer 10 Kommunikator - 418 - 28. Juni 2010 - 10:20 #

Das ist wirklich erstaunlich, was da in Japan abgeht - sehr informativer Artikel!

Ein Bekannter hatte mir mal erzählt, dass es in Tokio sogar einen ganzen Bezirk gibt mit mehrstöckigen Gebäuden solcher Art, und wenn man dies hier nun liest und auch mal in Fotos sieht, kann man echt nur mit der Zunge schnalzen. Wow...

Gecko 13 Koop-Gamer - 1518 - 28. Juni 2010 - 10:58 #

Klasse Report! Sehr interessant solche Berichte, denn die gibt es auch nicht allzu häufig, nett geschrieben! :)

Macht richtig Lust da mal vorbei zu schauen, wo doch Tokio selbst schon interessant ist und was an sich hat.
Gut, auch mal einen anderen Ort als Akhibara zu beleuchten, der ja hier doch deutlich bekannter ist.
Das ist echt eine ganz andere Welt..

MTR 12 Trollwächter - 1033 - 28. Juni 2010 - 12:14 #

Toller Artikel! Die Bilder sind auch sehr beeindruckend. Die Kompetenz der Angestellten vom Mediamarkt hier kann ich bestätigen. Man muss nicht viel wissen um schon mehr zu wissen als die Crew in manchem Laden zusammen ;-).
Ich würde aber in Japan leider kein Wort lesen können, von daher wäre es wohl weniger ein Vergnügen in diesem Riesenladen umherzuirren...

morphme 12 Trollwächter - 1196 - 28. Juni 2010 - 19:31 #

Wie kannst du Mediamarkt und das Wort "Kompetenz" nur gleichzeitig in einem Satz unterbringen? Das beißt sich doch :D

@Topic: Wirklich schöner Bericht, da ich in kürze zum Studieren nach Japan reisen werde freue ich mich um so mehr :D

Anonymous (unregistriert) 28. Juni 2010 - 14:18 #

das mit der Schreibweise sollte man nicht so Ernst nehmen, denn in Japan gibt es einige Kuriositäten. Eine Haltestelle nennt sich z.B. Shinbashi. In Hiragana (dem jap. Silbenalphabet) wird es auch tatsächlich Shinbashi geschrieben, doch direkt darunter steht in "normaler Schrift" Shimbashi. Einen einzelnen m-Laut gibt es im japanischen eigentlich nicht, nur einen n-Laut. Ich vermute es ist historisch begründet und hat mit den verschiedenen Umwandlungen der Laute in das westliche Alphabet zu tun. Das es sich z.B. um ra, ri, ru, re, ro handelt, ist meiner Meinung nach Auslegungssache, denn es könnte auch la, li, lu, le, lo sein. Denn dieser Laut ist wirklich eine Mischung aus r und l. Daher auch die Probleme von Japanern mit der klaren Unterscheidung von L und R. Das hashi wie bashi ausgesprochen wird, ist ja ebenfalls ein gängiges Phänomen im Japanischen. Das dort aber trotzdem yodohashi gestanden hat.... naja vielleicht hat sich das TenTen " mit der Zeit verabschiedet ;-) oder der Straßenschilderproduzent meinte sich ganz schlau zu sein....

Porter 05 Spieler - 2981 - 28. Juni 2010 - 16:05 #

Wenn sich die Japaner von ihrem Kanji trennen könnten und einfach alles in Lateinischen Lettern abdrucken würden und am besten gleich in Englisch dann wäre es mir sicher mal ne Reise wert. :)

Acka81 09 Triple-Talent - 348 - 28. Juni 2010 - 17:01 #

danke, sehr interessant. Scheint ne Reise wert zu sein...

fightermedic (unregistriert) 29. Juni 2010 - 17:48 #

sehr interessanter artikel :)

Basti51 14 Komm-Experte - 1984 - 30. Juni 2010 - 12:32 #

Danke dafür!

Magellan 04 Talent - 39 - 30. Juni 2010 - 14:04 #

Die Japaner wissen, wie das Gamer-Herz schlägt.

Ridger 18 Doppel-Voter - P - 10001 - 1. Juli 2010 - 2:56 #

Vielen Dank für das Lob, aber besonderen Dank auch an Jörg der diesen Artikel lesenswert umgeschrieben hat.

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