Gewagt, brutal, überraschend

Wolfenstein - The New Order Preview

Agent Blazkowicz ist wieder da. Diesmal aber haben die Nazis den Krieg gewonnen und er muss der Armee der Finsternis und ihren High-Tech-Waffen mit Entschlossenheit und jeder Menge dicker Wummen entgegentreten. Wir verraten euch, weshalb uns die ersten Spielstunden Spaß machten, uns aber dennoch mit einem unwohlen Gefühl zurücklassen.
Benjamin Braun 24. Februar 2014 - 16:00 — vor 2 Jahren aktualisiert
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Über 30 Jahre ist es her, seitdem Computerspieler den Namen Wolfenstein das erste Mal hörten. Seitdem gab es mehr als eine Handvoll Spiele, die sich der Thematik annahmen. Es ging immer darum, die Welt vor den Nazi-Schergen zu retten, die in den Spielen auch gerne mal Okkultes erforschten – und natürlich an einer Reihe von Superwaffen und „Supersoldaten“ arbeiteten, um die Weltherrschaft an sich zu reißen. Das war wenigstens in den Shooter-Umsetzungen der Reihe fast immer ein Ein-Mann-Job, woran sich mit dem neuesten Teil Wolfenstein - The New Order auch nichts Wesentliches ändern wird. Eines aber ist ganz anders in diesem Setting: Die Nazis haben den Krieg gegen die Alliierten für sich entschieden und überziehen die ganze Welt mit ihrer Schreckensherrschaft. Aber die letzte Hoffnung auf Freiheit endet eben erst dann, wenn B.J. Blazkowicz nicht mehr in den Kampf eingreifen kann. Und der ist im Jahr 1960 zu allem bereit – und bestens gerüstet, um selbst Roboterkampfhunde und fiese SS-Männer mit Elektrowaffen niederzumähen.

Blazkowicz ist zurück
Blazkowicz schart im Kampf Verbündete um sich. Die meisten Missionen erledigten wir bislang aber im Alleingang.
Noch ist der Zweite Weltkrieg in vollem Gange, als wir uns mit einer Bomberstaffel einer Festung an der Küste des heutigen Polens nähern. Es ist das Jahr 1946 und B.J. Blazkowicz' Einsatzziel könnte formal nicht einfacher sein: Töte General Wilhelm Strasse, besser bekannt als General Totenkopf. Es hängt viel vom Erfolg der Mission ab, denn seine mechanischen Soldaten, die in früheren Serienteilen auch mal Übersoldaten hießen, könnten den Nazis womöglich den „Endsieg“ einbringen. Obwohl wir auf unserem Weg über den Strand gleich dutzendweise die Verteidigungsbunker ausräuchern und hunderte Nazi-Soldaten über den Haufen schießen, kann General Totenkopf doch noch fliehen.

Immerhin kommt Blazkowicz mit dem Leben davon, wenn auch gerade so. Sein komatöser Zustand dauert lange an und nur ab und zu hat er in den 15 langen Jahren seines Siechtums einen hellen Moment. Handlungsunfähig muss er in der Nervenheilanstalt in Polen zuschauen, wie SS-Leute immer wieder Menschen gegen ihren Willen von dort verschleppen, um sie ihrer Maschinerie des Wahnsinns zuzuführen. Dass die Nazis plötzlich auch über Schwester Anja herfallen, holt Blazkowicz schließlich endgültig aus seinem Schlaf. Was sich anfühlt wie ein böser Alptraum, ist real: Die Nazis haben den Krieg gewonnen und selbst die USA unterjocht. Das kann Haudegen Blazkowicz natürlich nicht auf sich sitzen lassen...

Zäher EinstiegWolfenstein - The New Order ist sehr bemüht darum, den Spieler möglichst tief in sein Setting einzuführen und eine Welt der Kontraste zu erschaffen. Die Prologmission im Jahr 1946 ist so umfangreich, dass man fast gar nicht mehr damit rechnet, dass der Hauptteil des Spiels 14 Jahre später angesiedelt ist. Mitreißend ist der Einstieg den Entwicklern allerdings nicht gelungen. Das Tutorial in einem Flugzeug wirkt breit ausgewalzt, immer wieder lauschen wir minutenlang den Worten des Captains, während wir uns nur in den paar Quadratmetern des Cockpits bewegen können. Wir können zwar beobachten, wie unsere Bomberstaffel draußen nach und nach von der deutschen Luftwaffe auseinander genommen wird, aber trotz zahlreicher Explosionen und mächtigem Sound langweilt uns das Gebotene. Da ballern wir zwar auch mal mit dem MG an der Front des Bombers auf die Düsenjets der Nazis, deren Triebwerke selbstverständlich einen böse rot leuchtenden Schweif produzieren, ein packender Einstieg sieht aber gewiss anders aus. Da helfen auch die vielen Rendersequenzen wenig, die Blazkowicz vor dem Einsatz bei einem fröhlichen Barbecue zeigen oder während des Einsatzes die Besprechung mit seinen Mitstreitern.

Im späteren Verlauf der ersten drei Kapitel der von uns gespielten PC-Version, die uns etwa zweieinhalb Stunden für einen Durchgang beschäftigten, ändert sich das zwar zaghaft, aber kontinuierlich. Hier und dort sorgen geskriptete Sequenzen nach Call of Duty-Vorbild für Überraschungsmomente und reichlich Knalleffekt. Allerdings schwankt das Spiel bei der Inszenierung mit Skriptevents und reihenweise Zwischensequenzen teils sehr stark zwischen dramaturgisch aufbrausend und der Qualität von C-Movie-Agententhrillern aus den 60er und 70er Jahren. Da wird eine Autoverfolgungsjagd mit einem Nazisoldat auf der Kühlerhaube regelrecht zum Trashfestival. Immerhin: Mit der Zeit wird es kurzweiliger, und die anfängliche Leere wird zunehmend mit einer ereignisreichen Inszenierung ersetzt. Und es gibt schöne Momente für Serienfans: Wenn wir in der ersten Festung an der polnischen Küste angekommen sind, wähnen wir uns regelrecht im guten alten „Castle Wolfenstein“.


Verkehrte GeschichteDas Setting Zweiter Weltkrieg, in dem wir auf Seiten der Alliierten gegen die Nazis in die Schlacht ziehen, ist an sich nichts Neues. Gehen wir zehn, fünfzehn Jahre in der Zeit zurück, ist es sogar genau das, was gefühlt fast jeder Shooter bot. Der Unterschied in Wolfenstein besteht allerdings darin, dass hier nicht einfach die D-Day-Invasion oder der Kampf gegen die deutschen Truppen während der Ardennenoffensive nachgespielt wird. Stattdessen skizziert Entwickler MachineGames ein Szenario, in dem die Nazis den Krieg gewonnen haben und jede Hoffnung auf eine freie Welt aussichtslos scheint – also ein ähnlicher Ansatz, wie ihn Robert Harris in seinem Roman Vaterland verfolgt. Eine Vorstellung, die gerade in Deutschland nicht ohne Grund einem absoluten Tabubruch gleichkommt. Noch entscheidender ist jedoch der Unterschied, dass die Ideologie der Nazis nicht etwa ausgeblendet wird, wie es die meisten anderen Zweiter-Weltkrieg-Shooter tun. In The New Order mit dem Abtransport von Juden oder verächtlichen Experimenten der Nazis am Menschen konfrontiert zu werden, ist keine leicht verdauliche Kost.

Viele Szenen dienen ganz bewusst dazu, die Spieler mit der Grausamkeit und dem widerlichen Menschenbild der Nazis zu schockieren. Die Comic-esque überzeichneten Bösewichte und ihr Rassenwahn erweisen sich aber selbst in der deutschen Fassung teils als kontraproduktiv, da das Gezeigte oft entweder zu viel
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oder zu wenig Distanz aufbaut und dadurch das Historische immer wieder unfreiwillig relativiert oder gar verharmlost. Das gilt auch für Szenen, die genauso gut auch in anderen Szenarios vorkommen könnten. So werden wir von General Totenkopf in einem Raum eingesperrt, in dem die Wände immer näher kommen. Dass wir erst wenige Minuten zuvor aus einer Verbrennungskammer für Menschen fliehen konnten, dürfte bei jedem halbwegs Geschichtskundigen ein Gefühl der Abscheu erzeugen. Aber das neue Wolfenstein lässt nicht locker: Als blinder Passagier an Bord eines Zugs der Nazi-Elite spielt Oberstleutnant Engel (dabei handelt es sich übrigens um eine Frau) ein Kartenspiel mit uns, bei dem wir ihr jeweils unsere Präferenz zwischen zwei Karten nennen sollen. Es beginnt noch harmlos mit einem Auge und einem Mund, gefolgt von einem Schmetterling und einer Blume. Das dritte Kartenset zeigt, verbunden mit Engels Frage, welchen Anblick wir abscheulicher finden, jedoch eine Spinne und menschliche Totenschädel. Hier schockieren die Entwickler aber nicht bloß, sondern zwingen den Spieler förmlich dazu, sich für die Spinne zu entscheiden, um unsere Tarnung nicht auffliegen zu lassen.
Die Nazis haben wieder eine ganze Reihe von Superwaffen wie diesen Roboter am Start. Sie verfügen auch über Roboterhunde und "mechanische Soldaten", die Serienkenner als "Übersoldaten" kennengelernt haben.
Florian Pfeffer Freier Redakteur - P - 25276 - 24. Februar 2014 - 16:02 #

Viel Spaß beim Lesen!

CptnKewl 20 Gold-Gamer - - 22543 - 24. Februar 2014 - 16:04 #

Handlung oft mit Trash-Movie-Qualität - gottseidank für mich kein Negativpunkt

Sok4R 16 Übertalent - P - 4554 - 24. Februar 2014 - 17:59 #

Alles andere wäre bei einem Wolfenstein ein Negativpunkt.

Kenner der Episoden 19 Megatalent - P - 16669 - 24. Februar 2014 - 16:21 #

"- Story mit Trash-Movie-Qualität". Huh, hat Euch ja bisher bei Call of Duty nicht gestört. Bei Wolfenstein ist es immerhin mit Absicht. ;)

Die Preview in der aktuellen GameStar las sich irgendwie positiver. Ist wohl eine individuelle Geschmacksfrage. Ich freu mich jedenfalls weiter drauf. Meine persönliche Shooterhoffnung für 2014! :)

Vidar 18 Doppel-Voter - 12379 - 24. Februar 2014 - 16:24 #

Also die Zensur verwundert mich, klar verfassungsfeindliche Symbole ist klar aber das man selbst Schriftstücke oder die typischen Plakate ändert macht hinten und vorne keinen Sinn.

Novachen 18 Doppel-Voter - 12815 - 24. Februar 2014 - 16:33 #

Zugleich werden aber wohl auch in der deutschen Version Juden abtransportiert und in Gaskammern gesteckt... wirkt etwas paradox.

Daniel Wendorf Freier Redakteur - 872 - 24. Februar 2014 - 19:54 #

Welche Zensur?

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4629 - 24. Februar 2014 - 23:56 #

Nazisymbolik in Spielen müsste mittlerweile rein rechtlich auch durchsetzbar sein. Spiele gelten in Deutschland offiziell als Kulturgut und dort kann man je nach Kontext durchaus ein Hakenkreuz zeigen.

Wolfenstein geht sicher nicht sensibel mit dem Thema um, aber das machen Iron Sky oder Indiana Jones im Filmbereich ja auch nicht.

Aus PR-Gründen wird Bethesda das natürlich lassen, aber durchsetzbar wär's wohl.

FPS-Player (unregistriert) 25. Februar 2014 - 6:42 #

Computerspiele sind in Deutschland keine 'Kunst' (so wie Filme), daher werden solche Symbole immer noch zensiert - bestes Beispiel ist das South-Park-Spiel: die Serie läuft ungeschnitten hier, während beim Spiel großflächig die Schere angesetzt wird.

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4629 - 25. Februar 2014 - 8:32 #

Doch, Spiele sind (relativ neu) offiziell als Kunst anerkannt. Die Zensur in Spielen kommt von den Herstellern selbst und ist generell nicht vorgeschrieben.

Kenner der Episoden 19 Megatalent - P - 16669 - 25. Februar 2014 - 9:18 #

Da Problem ist nur, dass noch keiner versucht hat, das in einem Spiel durchzusetzen, und das heißt zur Not vor Gericht. Eine Erfolgssaussicht wäre sicherlich da, nur wird dieser Versuch sicher nicht von einem der großen Publisher kommen. Für die ist es einfacher, das Spiel einfach zu schneiden. Trotzdem wäre das in der Tat der Punkt, an dem Spiele endgültig ihren Kunststatus festschreiben können. Kommt irgendwann. :)

FPS-Player (unregistriert) 25. Februar 2014 - 14:09 #

Gibt es dazu eine offizielle Quelle?

Wahrheitsbombe (unregistriert) 25. Februar 2014 - 21:55 #

Ja gibt es.
Nennt sich Internet.
Du weißt doch wie das geht, sonnst könntest ja nicht hier sein...
google.de/#q=museum+of+modern+art+computerspiele+als+kunst+anerkannt&spell=1
Oder soll jetzt jemand von hier zu dir heim kommen und es dir persönlich zeigen?

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4629 - 26. Februar 2014 - 0:19 #

Da geht's aber nur um die Anerkennung als Kulturgut in den USA. Und die hatten auch vorher noch nie Probleme mit Hakenkreuzen in Spielen. :-)

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4629 - 26. Februar 2014 - 0:18 #

Deutscher Kulturrat:
http://www.kulturrat.de/detail.php?detail=2359&rubrik=2

Und für den rechtlichen Part auch die USK (Achtung, PDF):
http://www.usk.de/fileadmin/documents/2013-12-13_Leitkriterien_USK.pdf

Zitat daraus: "Computerspiele sind ein selbstverständlicher Teil unserer Alltagskultur und finden auch unter künstlerischem Aspekt Beachtung. Technisch Machbares und ästhetischer Ausdruck können sich in einer Art und Weise verbinden, dass Spiele Merkmale einer Kunstform in der zeitgenössischen Unterhaltung erhalten."

Das USK-Rating ist rechtlich bindend, ein Spiel mit Rating kann nicht mehr indiziert werden. Wenn ein Publisher bei der USK auf Kulturgut pocht und sein Spiel mit Nazisymbolen durchbekommt, sollte er rechtlich wohl sicher sein.

Da ein Spielepublisher aber ungern in Medien wie BILD mit der Headline "Bethesda klagt Hakenkreuze in Nazispiel ein" dastehen möchte, zensiert er lieber selbst. Genauso wie Spielemagazine indizierte Titel totschweigen, obwohl wir Pressefreiheit haben. Ist einfach stressfreier.

Interessant wäre mal ein anspruchsvolles Spiel, was sensibel mit der Thematik umgeht. Da wäre wohl das Eis gebrochen, denn so einem Spiel die Symbolik zu untersagen und sie einem unsensiblem Trashfilm wie Iron Sky durchgehen zu lassen, könnte man schwer rechtfertigen (auch wenn USK und FSK verschiedene Häuser sind). Genauso wie es schwer wird zu erklären, warum Hakenkreuze in Indiana-Jones-Filmen OK, aber in den Spielen dazu nicht OK sind.

Lefty 10 Kommunikator - 514 - 26. Februar 2014 - 5:46 #

War da nicht mal was ähnliches mit Max Payne und der Bullet-Time?

Roland 18 Doppel-Voter - 10802 - 24. Februar 2014 - 16:33 #

General Totenkopf, Mega-Hyper-Super-Uber-Waffen, ... ja, bei derart gewollter Infantilität bin ich mittlerweile zu alt für diesen Sch*** (auf dem Schulhof war das hingegen noch toll).

Taggerd 10 Kommunikator - 404 - 24. Februar 2014 - 20:17 #

Geht mir ganz genauso, der Titel juckt mich überhaupt nicht. Die Erfahrung zeigt außerdem auch, dass zu dolle auf Trashgranate getrimmte Projekte eher selten wirklich Spaß machen.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6663 - 24. Februar 2014 - 20:29 #

Dito. Ich leg lieber nochmal Half Life 2 ein, seit damals wurden Shooter eh nicht besser, ähnlich Echtzeitstrategie seit WarCraft 3-TFT.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 10244 - 24. Februar 2014 - 20:49 #

da gibts ja genügend gegenbeispiele für. wie etwa resident evil, devil may cry oder eben auch wolfenstein. da wären nämlich die bisherigen spiele auch alles tolle fps-titel.

Roland 18 Doppel-Voter - 10802 - 24. Februar 2014 - 21:46 #

Das Punkt ist (wobei ich hier für mich spreche): Ich werde älter und mein Anspruch ändert sich, während die Games auf selben Anspruch bleiben. Was ich mit 13 Jahren toll fand empfinde ich heute ... nun, auf dem Stand eines 13jährigen - für mich mit 32 Jahren geht da halt nicht mehr alles.

Zum Glück gibt es heute jedoch genügend Auswahl, niemand zwingt mich dazu ... lediglich das Getöse des Hypetrains ist da lauter, aber hey ... in jungen Jahren war, ist und bleibt alles lauter ;)

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4629 - 26. Februar 2014 - 0:29 #

Auf dem Niveau von sehr guten Filmen und Büchern sind Spiele sicher noch nicht angekommen.

Aber immerhin zeigen Spiele wie "Gone Home", "Brothers - a tale of two sons", "Bioshock Infinite" (nur was die Story angeht), "Walking Dead", "Stanley Parable", "To the moon", das Genre "Serious Games" und ein paar andere, dass sich der Wind langsam dreht. Vor ein paar Jahren gab es sowas abseits vom Schema F praktisch nicht und jetzt tut sich dank der Download-Stores was.

Die Filmwelt hat ja auch ein paar Jahrzehnte bis zu "Citizen Kane" gebraucht und besteht heute auch zu 99% aus anspruchslosem Zeug. Den Status dürften Spiele auch schnell erreichen und dann kann man mit den 1% sehr glücklich werden.

Lefty 10 Kommunikator - 514 - 26. Februar 2014 - 5:54 #

Du hast the Last of Us vergessen ;) Das Problem ist Shooter werden immer Shooter bleiben mit geringen Veränderungen. Die Qualität eines Schooters macht nicht die Technik aus sondern die Story und vor allem wie sie erzählt wird. Bioshock hebt sich vom Aussehen nicht stark von anderen ab, es ist die Story. No One Lives Forever ist auch nur ein simpler Shooter, die Art und Weise wie die Geschichte erzählt wird macht das Spiel aus und ist für mich immernoch DER Klassiker.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 10244 - 26. Februar 2014 - 11:44 #

da gabs aber auch schon lange vor citizen kane so einige meisterwerke. is allerdings im spielbereich auch so.
abgesehen davon ist es eh unsinnig bei spielen immer auf filme und bücher zu verweisen, schließlich ist es ein eigenes medium. spiele sind gänzlich anders aufgebaut und haben andere ziele. die spielmechanik ist hier stets im vordergrund, story lediglich eine motivation. was dabei rauskommt, wenn man da zwanghaft filme draus machen will, sehen wir ja bei den spielen von david cage.

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4629 - 4. März 2014 - 23:38 #

Die Klassiker vor Citizen Kane waren eher Stummfilme (z.B. Nosferatu, Metropolis, City Lights), da war die Technik noch limitiert. Citizen Kane ist für mich einer der ersten Klassiker, wo alles passt und der sich nicht sehr von heutigen Filmen unterscheidet.

Ich finde den Verweis nicht unsinnig, da es bei Spielen im Gegensatz zu Filmen und Büchern bisher einfach wenig Anspruch gab. Spiele sind von der Unterhaltung her erstklassig, aber haben eben beim Anspruch noch große Defizite. Aber das ändert sich eben gerade und Spiele werden aufschließen.

Eine passende Spielmechanik wird sich schon finden. Sowas wie "Dragon's Lair" finde ich langweilig, während "Walking Dead" oder "Beyond" mich mehr packen. Obwohl das Grundprinzip ähnlich ist.
Die Cage-Werke finde ich auch durchaus gut und da bin ich ja nicht alleine. "Beyond" hab ich aber auch als Rückschritt gesehen. Liegt aber mehr am nichtlinearen Erzählstil, der vieles langweilig macht, weil man weiß, dass Jody eh nichts passieren wird, weil man schon vorher eine zukünftige Passage gespielt hat. Anspruch würde ich aber allen Cage-Werken abstreiten. Immerhin wecken sie Emotionen, das bekommen sehr wenige Spiele hin.

Interessanter finde ich aber eher die recht neuen "Visual Novels" wie "Gone Home". Das ist ganz klar noch ein Spiel und die Story erschließt sich komplett spielerisch. Das Spiel sehe ich als eine Art Wegbereiter für zukünftige, anspruchsvolle Spiele. Fehlt nur noch eine gute Story. Eine Story der Marke Bioshock Infinite mit dem Gameplay und der Dramaturgie von "Gone Home" wäre mein Traumspiel.

Hab aber auch durchaus Spaß an hirnloser Scheiße wie "Shadow Warrior" im Spiele- und "Hänsel und Gretel - Witchhunter" im Filmsektor. :-) Mit einer Koexistenz von spaßigen und anspruchsvollen Werken hab ich kein Problem, im Gegenteil. Bei Spielen wird bisher aber leider nur der eine Part abgedeckt.

Taggerd 10 Kommunikator - 404 - 24. Februar 2014 - 21:46 #

Waren sie? Na dann ist ja alles gut.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 10244 - 24. Februar 2014 - 23:30 #

jup, waren sie.

Kenner der Episoden 19 Megatalent - P - 16669 - 25. Februar 2014 - 9:23 #

Ich weiß nicht, ich finde es immer problematisch, irgendwas in einem Spiel als "infantil" abzustempeln. Man sollte sich daran erinnern, dass es da draußen immer noch genug Leute gibt, die das gesamte Medium für infantil halten. ;)

Was das Alter angeht: das sorgt bei mir sogar dafür, dass mich das Spiel eher anspricht als andere. Ich bin mittlerweile so lange Spieler, dass mich die meisten Shooter der aktuellen Generation nicht mehr ansprechen, vor allem vom Gameplay her. Die haben mit Shootern wie ich sie kennengelernt habe nicht mehr viel zu tun. Ein Shooter, der sich den Rückbezug auf das Spielgefühl von früher auf die Fahnen geschrieben hat, rennt bei mir also schonmal offene Türen ein. Und außerdem ist der Rest der Shooterlandschaft von Handlung und Szenario her nicht weniger unsinnig als Wolfenstein, nur ist es hier wenigstens Absicht. ;)

ChuckBROOZeG 19 Megatalent - 18800 - 26. Februar 2014 - 3:37 #

Du meinst moderne Deckungs ähm Triggershooter mit Russen ähm Terroristen als die bösesten der bösen langweilt dich mittlerweile?

Wie kannst du nur ... meine Gedanken dar-niederschreiben.

Freylis 20 Gold-Gamer - 21057 - 24. Februar 2014 - 16:48 #

"Trash-Movie-Inszenierung"
Also ich haette bei Bethesdas(!) Federfuehrung ja mit allem gerechnet, aber nicht damit, dass sie kein ernstzunehmendes, dramaturgisch gut in Szene gesetztes Storytelling bringen koennen. Genau DAS hat id immer gefehlt und man hat gehofft, dass es in der Symbiose mit Bethesda was wuerde: id's legendaere Game-Mechanics und Bethesdas Story.

Auf der anderen Seite: es ist Wolfenstein!! Wen interessieren die Feinheiten der Story? Wir wollen doch eh nur alte Schloesser, boese Nazis, fiese Uebermensch- und Mech-Experimente und ein paar ganz dunkle Kultgestalten, die dringend weg vom Fenster muessen. Und alles das hat es - mal wieder. --- Also: Daumen weiterhin nach oben. :]

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4629 - 26. Februar 2014 - 0:37 #

Was ich auch interessant dabei finde: ich bin sehr empfindlich bei der deutschen Synchronisierung und spiele lieber im O-Ton.

Was die Trailer angeht, scheint das neuen Wolfenstein da exzellent zu sein und genau das stört mich. Wolfenstein mit authentischer deutscher Sprachausgabe? Das nimmt viel vom Trash-Charme. :-) "Guten Tag, amärikän Schweinhund!" - das gehört einfach dazu! :-)

FPS-Player (unregistriert) 26. Februar 2014 - 8:12 #

Deutsche Spielesynchros sind und waren generell noch nie wirklich gut. Es gibt eine Handvoll Spiele, die sich zwar aus der Masse abheben, aber richtige Lokalisationskracher sind auch die nicht. Aber gerade bei Wolfenstein sollten es schon Deutsche sein, die da was vertonen - sowohl in der englischen als auch in der deutschen Fassung! Auch wenn die Spiele sich selbst nicht so ernst nehmen, so wäre ein bisschen mehr Authentizität nicht verkehrt.

ChuckBROOZeG 19 Megatalent - 18800 - 26. Februar 2014 - 3:34 #

Bethesdas Story ähm Storytelling? Wo? Hab ich was verpasst?
Wenn mal ne Firma für "Story gibts aber die Hauptstory ist eher unwichtig und nur Nebensache" steht dann ist das ja wohl Bethesda.

Na ja gut so unterscheiden sich halt die Eindrücke :-D.

Aber bei dem Rest muss ich dir zustimmen ^^.

Lefty 10 Kommunikator - 514 - 26. Februar 2014 - 5:56 #

[...]Auf der anderen Seite: es ist Wolfenstein!! Wen interessieren die Feinheiten der Story? Wir wollen doch eh nur alte Schloesser, boese Nazis, fiese Uebermensch- und Mech-Experimente und ein paar ganz dunkle Kultgestalten, die dringend weg vom Fenster muessen. Und alles das hat es - mal wieder. --- Also: Daumen weiterhin nach oben. :][...]
Eben :D

Freylis 20 Gold-Gamer - 21057 - 26. Februar 2014 - 13:56 #

Stimmt, manche Sidequests bei Skyrim waren interessanter als die lahm plaetschernde Haupt-Story. Trotzdem hatte ich die Hoffnung, dass ein id-Shooter mittels Beth zum ersten Mal eine packende Story bekommt - ausser Doom 3, wo ich die Atmo und Story eigentlich ganz gelungen fand, und einigen Raven-Titeln wie Heretic, Hexen. - Irgendwie, denke ich, gab es schon lange keinen Shooter mehr mit cleverer Story, man fragt sich woran es liegt.

ChuckBROOZeG 19 Megatalent - 18800 - 26. Februar 2014 - 17:54 #

Weil Shooter mit Storyfokus (nicht Fokus auf Singleplayer das ist nochmal was anderes ^^) meist am Ende keine Shooter mehr sind.

immerwütend 21 Motivator - P - 29327 - 24. Februar 2014 - 16:57 #

Geschichtsbewusstsein haben die Amis nun mal nicht, aber Old-School-Shooter klingt doch gut ;-)

Freylis 20 Gold-Gamer - 21057 - 24. Februar 2014 - 18:48 #

"Geschichtsbewusstsein haben die Amis nun mal nicht"
BEWUSSTSEIN schon, WISSEN weniger, hihi. Das liegt aber am verkorksten Schulsystem, wo ausser Independence War, Civil War und alles rund um Slavery nicht viel rueberkommt. Schon gar nicht von der alten Welt. Allerdings wird das oft wieder durch die Freaks wettgemacht, die sich dafuer dann total ueberkandidelt fuer Europas Geschichte interessieren und selbst meine Kenntnisse in den Schatten stellen. - Allerdings erinnere mich, dass wir damals in Geschichte (in Deutschland) auch so gut wie nie (nord)amerikanische Geschichte tangiert haben, was im Gegenzug irgendwie auch etwas nachlaessig war. :)

immerwütend 21 Motivator - P - 29327 - 24. Februar 2014 - 21:07 #

Stimmt, hätte ich präziser formulieren müssen...
Was nordamerikanische Geschichte angeht - Karl May zählt da nicht so richtig, oder?

Freylis 20 Gold-Gamer - 21057 - 24. Februar 2014 - 21:22 #

Hihi, bei Karl May sind Indianer und Weisse zumindest Freunde. Ab und zu jedenfalls. :)

Anym 16 Übertalent - 4962 - 24. Februar 2014 - 20:12 #

MachineGames sind aus Schweden, aber lass dir davon deine Vorurteile nicht kaputt machen. ;-)

immerwütend 21 Motivator - P - 29327 - 25. Februar 2014 - 10:54 #

Sag nix gegen meine Vorurteile - ich gruppiere die regelmäßig um ;-)

Mordminister 05 Spieler - 30 - 24. Februar 2014 - 17:04 #

Puh, das klingt selbst für hartgesottene Freizeit-Helden, die schon vor dem Frühstück zwei fiktive Regimes auf der Konsole wegmähen, nach schwer verdaulicher Kost.

Dass Nazi-Karikaturen im westlichen (Pop-) Kulturkreis gerne als dunkle Widersacher und Kontrastpunkt zum lebensfrohen, individuell-chaotischen (und meist amerikanischen) Freiheitskämpger herhalten müssen, war schon zu Zeiten von Star Wars und Raiders of the Lost Ark kein Geheimnis. Aber in Kombination mit historischen Details des Holocaust gewinnst das ganze doch einen unangenehmen Beigeschmack.

Ob das ganze nun schlimmer ist als Lego-"Soldaten" in Indiana-Jones-Sets oder Nazi-eske Helghast-Aliens, entsciedte wohl jeder für sich.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4314 - 24. Februar 2014 - 17:18 #

Das sehe ich genauso und würde eigentlich das gleiche Spiele lieber gegen einen eher anonymen anderen Gegnertyp spielen. Aber der moralische Beigeschmack bleibt natürlich bei jedem Shooter.

Schade nur, weil es scheint, dass die Shootermechanik gelungen ist. Und da mir Rage sehr gefallen hat, stehe ich irgendwie zwischen Tür und Angel und weiß noch nicht weiter.

Frohgemuet 13 Koop-Gamer - 1244 - 24. Februar 2014 - 19:23 #

So wie ich das rauslese liegt das aber wohl weniger am Spiel selbst, sondern daran, der USK gerecht zu werden...

Der Wechsel zwischen "ernst" und Trash ist auf diesem Gebiet halt schwierig, durch das Fehlen der verfassungsfeindlichen Symbole (die können sie von mir aus weglassen) und vor allem durch die nicht genaue Übersetzung wird es halt noch schwerer in meinen Augen.

BobaHotFett 11 Forenversteher - 724 - 24. Februar 2014 - 17:42 #

geil geil geil

wen es interessiert. soll keine fremdwerbung sein aber Jo hat eine etwas andere sicht auf die dinge. ich freu mich auf jeden hall höllisch drauf.

http://www.spieletipps.de/artikel/5187/1/

ChuckBROOZeG 19 Megatalent - 18800 - 26. Februar 2014 - 3:39 #

Danke für den Hinweis, das les ich mir morgen mal durch.

Sok4R 16 Übertalent - P - 4554 - 24. Februar 2014 - 18:05 #

Spielmechanik scheint ja zu passen. Ich hoffe nur dass die Schleichpassage wirklich optional bleiben, bei RtCW haben sie genervt - bin da nicht der Typ dazu.
Zur moralischen Frage: generell die Gegner nicht nur als gesichtsloses, austauschbares Regime zu behandeln ist an sich keine schlechte Sache, wenn es passt und man es richtig macht. Aber in einem überdrehten Wolfenstein bin ich mir nicht sicher ob es passt, das wird man wohl erst beim Release sehen. Ich lasse mich aber erstmal nicht davon abhalten, Pre-Order ist raus ;)

Jens Janik 12 Trollwächter - 1070 - 24. Februar 2014 - 18:23 #

Was ist denn jetzt bitte mit "Stealth-Gameplay" gemeint? Immer diese Anglizismen.

Blabla (unregistriert) 24. Februar 2014 - 20:31 #

Also diese Floskel hat man doch in der Spielepresse garantiert schonmal gehört - das wäre so als würde ich mich über das lateinische Lehnwort "Anglizismus" in diesem Kommentar aufregen. Oder "Floskel" in meinem eigenen.
Falls doch ernst gemeint: Schleich-Spielmechanik bei der man nicht entdeckt werden soll im Kontrast zu Schießpassagen in der weniger vorsichtiges Vorgehen angeraten ist.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 10244 - 24. Februar 2014 - 20:46 #

http://www.dict.cc/ ;)

Freylis 20 Gold-Gamer - 21057 - 24. Februar 2014 - 20:51 #

It means: "trying to be stealthy", Jesus loving Christ!! ;P

FPS-Player (unregistriert) 24. Februar 2014 - 20:56 #

"Jesus loving Christ"
Hossa! Das hat mich doch gerade wieder an "Wet Beaver Games" erinnert! Auch wenn es gerade völlig OT ist, Danke für die Erinnerung! ;)

marpieters84 12 Trollwächter - P - 1122 - 24. Februar 2014 - 18:54 #

Nazi-Thematik wirkt teils verharmlost

Handlung oft mit Trash-Movie-Qualität

Hmm, was wird den hier erwartet. Wolfenstein war schon immer ein
TRASH Setting. Das ist doch eher ein Plus als ein Minus (für dieses Spiel).

"Gewollter" Trash verharmlost ein Setting stets, man soll ja auch drüber lachen können(Geschmackssache).
Meine Meinung.

Das es natürlich nicht jedermanns Thema ist, ist logisch. Wer mit Nazi-Trash nix anfangen kann, sollte einfach die Finger davon lassen.
Wie bei den ganzen Trash Filmen (wie z.B.: Das 25.000 jährige Reich) eben auch.

Frohgemuet 13 Koop-Gamer - 1244 - 24. Februar 2014 - 19:26 #

Finde das trashige daran auch eher positiv als negativ. Hab zwar nicht wirklich alle Teile gespielt, aber Return to Castle Wolfenstein damals war doch auch trashig, mit teilweise ernsten Abschnitten!?

Bin jedenfalls gespannt auf das Spiel. :)

Benjamin Braun Redakteur - 283925 - 24. Februar 2014 - 20:32 #

Das hat nichts mit ERwartungen zu tun. Ich kenne die Vorgänger und habe gerade RtCW geliebt. Das Problem bei The New Order ist eben, dass die Entwickler meiner Meinung nach große Schwierigkeiten haben, den richtigen Weg zu finden, teilweise das Augenzwinkern überbetonen, und Dinge zu sehr ins Lächerliche zu ziehen, es an anderer Stelle aber zu sehr außen vor lassen. Die Tabubrüche sind teils einfach billig und in nicht in der Weise überzogen, wie das in den Vorgängern der Fall war. Wenn das anders wäre, würde ich das nicht kritisieren.

Punisher 19 Megatalent - P - 14254 - 25. Februar 2014 - 8:19 #

Versteh mich nicht falsch, ich will nicht über deine Meinung diskutieren. Inwiefern würdest du sagen, dass diese nicht richtig "portionierten" Passagen im Auge des Betrachters und an dessen persönlichem Geschmack fest zu machen sind? Ich mein, was der Eine als dramatisch überzogen empfindet ist dem Anderen grad recht, wo der eine sich vor Lachen am Boden windet, das entlockt dem Anderen grad mal ein müdes Lächeln. Oder sind das so Passagen wo du sagen würdest "Nein, das ist einfach Schei**e und eigentlich fast unmöglich das anders zu empfinden"?

Benjamin Braun Redakteur - 283925 - 25. Februar 2014 - 20:56 #

Es liegt immer auch im Auge des Betrachters und das ist auch gut so. Aber obwohl ich natürlich meine persönlich Meinung dazu habe, versuche ich selbstverständlich möglichst objektiv ein Problem zu beschreiben, das mir auffällt. Ich sage nicht, dass man das so sehen muss, ich beschreibe nur, dass das Spiel einen Weg geht, der nicht 1:1 dem entspricht, was die Vorgänger gemacht haben. Es ist eben nicht nur das teils grotesk Überzeichnete, wo Sätze wie "Eva, auf Wiedersehen" fallen oder deutsche Mädchen ihre dicken Hupen in einem eng geschnürten Dirndel vor sich hertragen. Ich beschreibe doch auch Szenen, in denen der Trash witzig ist. Etwa der Robo... Verzeihung ... Panzerhund die Granate fängt und explodiert. Aber es gibt eben auch einige Szenen, die weit weniger gelungen sind.

Bzgl. der Szene mit dem Nazi auf dem Wagen, ist das etwa einfach nur billig gemacht. Das geht es mehr um "schon tausend Mal in schlechten Filmen quasi exakt so gesehen" und nicht darum, dem Spiel gewisse Trashmomente nicht zuzubilligen, die bei Wolfenstein fraglos dazugehören. Bzgl. der Nazi-Thematik findet das Spiel gerade in der deutschen Fassung aus meiner Sicht aber keinen einheitlichen Weg. Es wird teils zu ernst, teils zu wenig ernst, Tabu-Brüche wirken oft extrem gekünstelt. Mir fehlen noch solche Sachen wie kuriose Nazi-Devotionalien, die eben einen wahren Kern haben, aber so dermaßen übertrieben sind, dass man eigentlich nur noch drüber lachen kann.

FPS-Player (unregistriert) 24. Februar 2014 - 20:08 #

Das sieht sehr gut aus. Ich meine, ich kaufe zwar eh alles blind, wenn Wolfenstein draufsteht, aber wenn sich die Serie jetzt sogar noch richtig/ordentlich in Szene setzt, bin ich mehr als zufrieden :)

Einziger Nachteil: ich sehe mich jetzt schon wieder (wie seinerzeit beim Vorgänger) mit zwei Versionen hantieren um daraus eine deutsche Uncut-Version zu basteln...das kann ja ein Tanz werden...

Michl Popichl 24 Trolljäger - 50666 - 24. Februar 2014 - 21:07 #

Pssssssst, der Feind liest doch mit ;-)

FPS-Player (unregistriert) 24. Februar 2014 - 21:14 #

Huch! Oh, Mist! Äh, ich meinte natürlich: geheiligt sei die Zensur! :D

LordNippes 09 Triple-Talent - 294 - 24. Februar 2014 - 22:17 #

Eigentlich müsste man ja auf amerikanische Soldaten schießen wenn man das Ende des 2. Weltkriegs realitätsnah fortsetzen möchte, dass wär vielleicht ein Theater. Immerhin haben die die ganzen Nazigrößen entweder wieder eingesetzt oder in ihr eigenes Land gekarrt. Auch in Sachen Menschenexperimente sind die Nazis ja ein kleiner Fisch gegen Amis und Soviets, schon zu ihrer Zeit.
Erst letztens hat einer geschrieben:" Ich schau lieber Band of Brothers wenn ich etwas über Geschichte wissen will" und zwar ohne Ironie.
Wenn jemand eine differenzierte Sicht auf die Anfänge des 2.Weltkriegs werfen möchte und nicht gleich ein Buch lesen will soll mal auf Youtube nach "was guido knopp verschweigt" suchen. Keine Nazidoku einfach neutraler als das übliche obwohl das reicht sowieso schon für viele.
Solche Spiele aber auch Filme sind immer intressant wenn sich mit Religion oder Okkultismus etwas auskennt. Vor allem wenn sie aus dem Haus der Gnade kommen.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73813 - 25. Februar 2014 - 12:21 #

Bleiben wir doch bitte beim Spiel selbst. Um eine Grundsatzdiskussion der Diffenzierung zwischen Spiel, Filme (und somit Fiktion) und einer Dokumentation aufzuzeigen, wäre das Forum besser. An der Stelle ist es das nicht. Danke.

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 25. Februar 2014 - 14:01 #

Bei der Thematik halte ich es generell für verachtenswert eine Sache mit einer anderen aufwiegen zu wollen.

Noodles 21 Motivator - P - 30758 - 25. Februar 2014 - 0:27 #

Klingt alles bisher nicht so schlecht, aber mal abwarten, bin jetzt sowieso nicht so der Shooter-Spieler.

Right Said Fred (unregistriert) 25. Februar 2014 - 0:58 #

Ich finde dass was man da sieht bei dem Eurogamer Video Preview einfach zu krass. Da werden wehrlose Leute im Bett erschoßen und jegliche Gewalt wirklich explizit dargestellt und geradezu zelebriert. Ich finde das echt zu viel des Guten und teils echt ekelhaft. Ja es ist ein Wolfenstein Spiel aber dennoch. Das entschuldigt oder rechtfertigt imo auch nicht alles. Zumal es eben ein Unterhaltungsprodukt ist und keine "Antikriegs" Spiel dass einem das Grauen verdeutlichen will.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 10244 - 25. Februar 2014 - 11:51 #

schwimmt halt mit den gewaltszenen auch auf einem trend der durch spiele wie call of duty einsetzte. wobei es ja hier durch den ganzen trash-kultur und scifi-kram noch weniger ernst zu nehmen ist. soll natürlich auch das schwarz-weiß-denken in dem spiel rechtfertigen.

Punisher 19 Megatalent - P - 14254 - 25. Februar 2014 - 8:21 #

Ich kann das bei Trash akzeptieren. Ich mein, Trash-Filme sind auch häufig sehr explizit, das gehört einfach dazu. Deswegen sinds auch nicht jedermans Filme. Ich könnte aber mal wieder "Hobo with a Shotgun" anschauen...

keimschleim 15 Kenner - 2964 - 25. Februar 2014 - 8:49 #

Ich muss mal wieder RtCW rauskramen. Krieg grad Lust drauf.

Fantastic (unregistriert) 25. Februar 2014 - 9:18 #

Wer das Trash Niveau als Negativpunkt ansieht, hat das Konzept Wolfenstein um Übersoldaten, weiblichen Bösewichten (Genial: Frau Engel) und maschinellen Kampfhunden nicht verstanden.

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 25. Februar 2014 - 10:07 #

gameware kann sich auf meine Bestellung einstellen.

FPS-Player (unregistriert) 25. Februar 2014 - 14:12 #

Hatte ich eigentlich auch vorgehabt, aber ich wundere mich, warum es nicht zumindest die AT-Version uncut gibt. Gab es bei den anderen Serienteilen doch auch... Ich warte erstmal mit der Bestellung, vielleicht kommt es ja doch noch 'richtig'.

Labolg Sremag 12 Trollwächter - 1034 - 25. Februar 2014 - 14:00 #

Ich freu mich drauf (also auf die Import Version).

nicht so sehr wie ein Guido Knopp der sich ständig "neues" aus dem dritten Reich ejakuliert und damit ein Buch vollschreibt, aber Nazi Bashing und/oder Okulte Verschwörungstheorien zum dritten Reich sind immer unterhaltsam!

gibt's eigentlich auch eine Neuschwabenland Mission?

Andi Amo 10 Kommunikator - 511 - 25. Februar 2014 - 14:08 #

Ist euer Titelbild nicht etwas zu "blutig"? Ich finde das persönlich als Aufmacher nicht unbedingt schön (nicht aus moralischer Sicht).

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 25. Februar 2014 - 14:19 #

Wo Wolfenstein dransteht....

Labolg Sremag 12 Trollwächter - 1034 - 25. Februar 2014 - 14:51 #

...da muss das Maschinengewehr auch rattern, und die Gegner um "ihr Leben" schreien!

Schäferhund, Maschinengewehr, Wachsoldaten und Labyrinth artige Gänge durch Zitadellen, ist doch perfekt das Bild um das Spiel abzubilden!

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 25. Februar 2014 - 15:48 #

Alles andere wäre Vortäuschung falscher Tatsachen :D

Kenner der Episoden 19 Megatalent - P - 16669 - 25. Februar 2014 - 15:57 #

Ich finde das Titelbild auch sehr treffend. Man sieht sofort, woran man ist, mit dem Spiel. ;)

Ukewa 15 Kenner - P - 3689 - 25. Februar 2014 - 16:23 #

"Handlung oft mit Trash-Movie-Qualität"

Wieso ist das ein Minus?! *kratz*

Benjamin Braun Redakteur - 283925 - 25. Februar 2014 - 20:57 #

Weil's oft richtig trashig ist, habe ich an anderer Stelle auch noch mal was zu geschrieben.

Kenner der Episoden 19 Megatalent - P - 16669 - 26. Februar 2014 - 9:48 #

Wobei ich bei Wolfenstein - aus der zweiten Reihe natürlich, ich hab's im Gegensatz zu Dir ja noch nicht selbst gespielt - vielleicht eher von "Exploitation" denn von "Trash" sprechen würde. In glaube das trifft es hier eher.

Ukewa 15 Kenner - P - 3689 - 27. Februar 2014 - 15:39 #

War nicht ganz ernst gemeint von mir. Aber Du hast es glaub schon verstanden :)

Faxenmacher 15 Kenner - 3981 - 4. März 2014 - 12:56 #

Wird geholt! =)

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